Johann Heinrich Schönfeld
Johann Heinrich Schönfeld wird am23. März 1609 in Biberach als Sohn des Goldschmieds Johann Baptist Schönfeld geboren. Schönfeld konnte nur mit dem rechten Auge sehen und war Linkshänder. Deswegen hat er wohl keine Lehre zum Goldschmied begonnen sondern war er 1626 bei Johann Sichelbein in Memmingen eine Malerlehre. Trotz seiner Behinderung sollte er zu einem der bedeutendsten Barockmaler werden. 1627 arbeitete er als Geselle in Stuttgart und 1629 ist er als Geselle in Basel. 1633 reist er nach Italien, ist in Neapel und Rom, wohl auch als Flucht vor dem 30-jährigen Krieg. Große Gemälde entstehen, zum Beispiel Daniel in der Löwengrube, heute im Biberacher Museum oder Triumph Davids. 1647 ist er in Dresden und ein Bild von ihm hängt auch in der Galerie der Alten Meister im Zwinger. Ab Mai 1651 ist er in Ulm. Am 18.07. 1652 erhält er das Bürgerrecht in Augsburg und hat dort seinen Wohnsitz und seine Werkstatt. 1655 heiratet er A.E. Strauß aus ulm. aus der Ehe gingen acht Kinder hervor.
Mittlerweile ist er renommierter Maler.
Er schafft Bilder für den Dom zu Bamberg (heute in Forchheim), verschiedene Bilder in Salzburg, Nördlingen und Dillingen. Auch für verschiedene
Augsburger Kirchen entstehen Bilder. 1668 schaftt er zwei Bilder für den Hochaltar in Ochsenhausen.
1681 malt er eine frühbarocke Darstellung der Heiligen Dreifaltigkeit, die heute in St. Martin Biberach hängt. Bilder von ihm sind auch in Feldkirch und Eichstätt. Auch als Kupferstecher hat er einen guten Namen.
Sie Staatsgalerie in Stuttgart verfügt über den umfangreichsten Bestand an Schönfeld-Stichen.
1684 stirbt Johann Heinrich Schönfeld in Augsburg.
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