Julius Schmid

Julius Schmid wurde am 8.Juni 1901 in Biberach an der Riss geboren. Schon sein Großvater Jakob Schmid (1832-1855) betätigte sich künstlerisch. Seinen Lebensunterhalt verdiente er als Metallmaler in der Biberacher Spielwarenfabrik Rock & Graner. Er nahm Malunterricht bei Johann Baptist Pflug und schuf Landschaftsbilder. Vor allem aber malte er reizvolle Vogelbilder. Sein Sohn Julius (1871-1926) nahm Unterricht bei Prof. Christian Glöckler. Er lebte von einem Malergeschäft, das er in Biberach gegründet hatte. Er wandte sich der Freilandmalerei zu und schuf beachtliche Landschaftsbilder. Der malerischen Begabung seines Sohnes Julius ließ er alle erdenklich Förderung zukommen. Dieser wurde dann Schüler von Christian Weiß und Robert Haag. Er studierte bei Prof. Jordan in der Kunstgewerbeschule. Allerdings drängte er aber auch auf eine traditionelle Malerlehrer. Da Julius Schmid sen. früh starb musste der Sohn mit 25 Jahren schon das väterliche Malergeschäft übernehmen. Dieses und sein Wohnhaus befanden sich in der Ulmertorstraße 9/2, hinter dem Gasthaus Taube.Julius Schmid arbeitete von 1931-1939 als Fachlehrer für Zeichnen an der gewerblichen Berufsschule in Biberach. Ab 1935 war er Berater der Farbkommission in Biberach. Am 12. April 1945 wurde das Wohnhaus und die Malerwerkstatt beim Luftangriff auf Biberach zerstört.

Ebenfalls schwer beschädigt wurde auch das Vordergebäude in der Ulmertorstraße, so dass Frau Bernhardine Gnant, die aus Bechtenrot, Gemeinde Erolzheim stammte, in ihr Heimatdorf zurückkehrte, bis ihr Mann Josef aus der Kriegsgefangenschaft heimkam. Da Wohnung und Geschäft von Julius Schmid nicht mehr benutzbar und bewohnbar waren, war auch er oft auf dem Hof in Bechtenrot. In dieser Zeit entstanden viele Bilder aus dem Rottal.

Nach dem Krieg arbeitet Julius Schmid auch in öffentlichen Aufgaben. Er war mitglied des Kunst-und Altertumsverein, ab 1956 Mitglied des Ausschusses der Städtischen Sammlungen. Ab 1959 war er ehrenamtliches Mitglied des Leitergremiums. Als solcher trieb er die Inventarisierung des Museums voran.

Er war auch wieder in der Farbkommission der Stadt. Für die Schützendirektion war er bis 1951 tätig, er gestaltete den Schützenfestzug und schuf auch Bühnenbilder für das Schützentheater.

In der Ulmertorstraße gestaltete er am Haus der Metzgerei Baumgärtner ein Sgraffito, das an die Zerstörung beim Luftangriff erinnerte.

Julius Schmid stellte seit 1921 aus. Er malte überwiegend Landschaftsbilder, aber auch Blumenstücke.

Kommentare (2)

  1. Joachim u. Regina Egger

    Wir, Joachim und Regina Egger, hätten ein kleines Bild zu veräußern,
    Größe 44/35 cm incl. Rahmen

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  2. Klaus-Dieter Wenzel

    Ein sehr interessanter Beitrag.
    Ich hätte da noch ein paar Fragen, im Rahmen einer Recherche zu Rock&Graner, wo der Großvater Jakob beschäftigt war. Handelt es sich beim Todesdatum 1855 um einen Tippfehler? Denn sein Sohn wurde erst 1871 geboren.
    Ich würde mich freuen, wenn Sie sich kurzfristig melden könnten.

    KLaus-Dieter Wenzel

    Antworten

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