{"id":984,"date":"2011-02-10T21:33:45","date_gmt":"2011-02-10T21:33:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/?p=984"},"modified":"2011-03-31T15:31:39","modified_gmt":"2011-03-31T15:31:39","slug":"bauernjrg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/?p=984","title":{"rendered":"Bauernj&ouml;rg"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/index31.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"display: block; float: none; margin-left: auto; margin-right: auto; border: 0px;\" title=\"index3\" src=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/index3_thumb1.jpg\" border=\"0\" alt=\"index3\" width=\"108\" height=\"154\" \/><\/a> Georg III. von Waldburg-Zeil, der wegen seiner Rolle im Gro\u00dfen Bauernkrieg von 1525 schnell den Beinamen \u201cBauernj\u00f6rg\u201d erhielt, stammt aus dem Haus Waldburg, einem hochadeligen, schw\u00e4bischen Adelsgeschlecht. Stammburg der welfisch-staufischen Ministerialen ist die Waldburg in Oberschwaben. Das Geschlecht ist urkundlich seit 1170 belegt. Als Stammvater gilt Heinrich von Tanne, der um 1190 geboren ist. Er ist 1248 gestorben.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/220pxWaldburg_Scheibler43ps.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"display: block; float: none; margin-left: auto; margin-right: auto; border: 0px;\" title=\"220px-Waldburg_Scheibler43ps\" src=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/220pxWaldburg_Scheibler43ps_thumb.jpg\" border=\"0\" alt=\"220px-Waldburg_Scheibler43ps\" width=\"165\" height=\"244\" \/><\/a>Das Haus Waldburg teilte sich in mehrere Linien auf hat und gro\u00dfen Einfluss auf die Geschichte Oberschwabens.\u00a0 Seine Burgen und Schl\u00f6sser pr\u00e4gen noch heute die Landschaft des w\u00fcrttembergischen Allg\u00e4us.<\/p>\n<p>Georg III. wurde am 25. Januar 1488 als Sohn des Truchsessen Johannes des J\u00fcngeren von Waldburg und der Helene, geborene Gr\u00e4fin von Zollern geboren. Mit 10 Jahren kam er an den Hof des Bischofs Friedrich von Augsburg, dem Bruder seiner Mutter.<\/p>\n<p>Dort erhielt er seine Erziehung. Einer seiner Lehrer war\u00a0 Meister Paulus,\u00a0 Chorherr am Augustinerstift St. Moritz in Augsburg. Im Schwabenkrieg, dem kriegerischen Konflikt zwischen der Eidgenossenschaft, dem Haus Habsburg und dessen Hauptverb\u00fcndeten, dem Schw\u00e4bischen Bund (Januar-September 1499) entlief er, weil er Kriegsdienst leisten wollte. Er wurde aber rasch wieder zur\u00fcckgebracht. Am bairischen Erbfolgekrieg von 1504 nahm er bereits teil. 1508 trat er in die Dienste Herzog Ulrichs von W\u00fcrttemberg. 1509 heiratete er Apollonia, die Tochter des Grafen Johannes von Sonnenberg. Diese starb jedoch schon 1512. Darauf ehelichte er 1513 Maria, die Tochter des Grafen Joachim von Oettingen. Im Jahre 1511 feierte Herzog Ulrich von W\u00fcrttemberg eine aufw\u00e4ndige Hochzeit mit der Nichte Maximilians I.\u00a0 Dieser gro\u00dfe Pomp, der luxuri\u00f6se, h\u00f6fische Lebenstsstil Ulrichs und teure Kriegsz\u00fcge ruinierten die Staatskasse W\u00fcrttembergs. Trotzdem plante er einen Feldzug gegen Burgund. Mit gro\u00dfem Erfindungsreichtum zwang er der Bev\u00f6lkerung neue Steuern auf. Was vor allem emp\u00f6rte, war die Art der Erhebung. So wurde die Steuer nicht auf die Ware geschlagen, sondern die Ma\u00dfgewichte verringert. Das f\u00fchrte zu Bauernunruhen und schlie\u00dflich zum Aufstand des \u201cArmen Konrads\u201d vor allem im Remstal. Der \u201cGaispeter\u201d aus Beutelsbach f\u00fchrte ein Gottesurteil vor, \u00e4hnlich wie bei Hexenprozessen. Er warf die neuen Gewichte ins Wasser. Schwimmen sie oben, ist der Herzog im Recht, gehen sie unter, sind die Bauern im Recht. Die Obrigkeit verlangte die\u00a0 R\u00fcckgabe der Steine. Gaispeter konnte oder wollte sie nicht beibringen. Die Situation eskalierte. Die Ehrbarkeit von Stuttgart und T\u00fcbingen lie\u00df die Steuern in Verbrauchssteuern umwandeln. Im T\u00fcbinger Vertrag vom 8. Juli von 1514 musste Herzog Ulrich Zugest\u00e4ndnisse machen. Ohne die Zustimmung der Landst\u00e4nde durfte kein\u00a0 w\u00fcrttembergischer Landesherr Krieg f\u00fchren oder Steuern erheben. So wurden die Landst\u00e4nde die wichtige Gegenpartei der Landesherren. Ulrich erhielt nun die n\u00f6tigen Mittel und konnte den Aufstand niederschlagen, an seiner Seite Georg Truchsess von Waldburg. Zun\u00e4chst war dieser vermittelnd zwischen dem \u201cArmen Konrad\u201d und dem Herzog t\u00e4tig, dann, als der Aufstand mit Gewalt niedergeschlagen wurde, als Hauptmann, der sich auszeichnete. Und wie im Gro\u00dfen Bauernkrieg dasselbe Verhaltensmuster. Die Bauern werden hingehalten, man versucht sie ruhig zu halten. Wenn dann die milit\u00e4rischen Mittel ausreichend vorhanden scheinen, wird mit unverh\u00fcllter Gewalt zugeschlagen. Herzogliche Truppen besetzen das Remstal, schleppen die Anf\u00fchrer, derer sie habhaft werden k\u00f6nnen nach Schorndorf. Dort werden diese anfang August enthauptet.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/index4.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"display: block; float: none; margin-left: auto; margin-right: auto; border: 0px;\" title=\"index4\" src=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/index4_thumb.jpg\" border=\"0\" alt=\"index4\" width=\"113\" height=\"113\" \/><\/a> 1515 scheidet Georg aus den w\u00fcrttembergischen Diensten aus. Doch die gemeinsame Geschichte J\u00f6rgs und Ulrich ist noch nicht zu Ende. Georg wird Rat und Landeshauptmann des Herzogs Wilhelm von Baiern. Er reist mit seinem neuen Herrn in die Niederlande und visitiert und reformiert in dessen Auftrag die bairischen Gerichte und gibt ihnen neue Ordnungen und Satzungen. 1519 greift nun Herzog Ulrich die Stadt Reutlingen an. Diese ist Mitglied des Schw\u00e4bischen Bundes, einer Vereinigung der schw\u00e4bischen Reichsst\u00e4nde, die 1488 auf Veranlassung Kaiser Friedrichs III. gegr\u00fcndet worden war. Der Angriff auf Reutlingen war f\u00fcr den Bund der Kriegsfall. Oberster Feldherr des Bundes wird Herzog Wilhelm von Baiern. Truchsess Georg wird oberster Feldlieutenant. In nur zwei Monaten war wieder ganz W\u00fcrttemberg in der Hand des Bundes, nicht zuletzt<\/p>\n<p>ein Verdienst von Truchsess Georg. Zwischen Herzog und Truchse\u00df kommt es allerdings zu einem Zerw\u00fcrfnis. Es ging um Entsch\u00e4digungsanspr\u00fcche, also ums Geld. Am 24. Juni 1520 wurde Georg auf dem Bundestag in Augsburg \u00f6sterreichischer Rat und Diener. Am selben Tag wurde sein Schwiegervater Joachim von Oettingen\u00a0 von Ritter Hans Thomas von Absberg angegriffen und t\u00f6dlich verwundet. Georg nimmt sich dieser Sache an, bringt\u00a0 sie vor den Bund und klagt auf Hilfe f\u00fcr die Grafen von \u00d6ttingen. Diese wird zugesagt, erfolgt aber nicht sofort. Aber Reisige werden bewilligt und Georg zu deren Hauptmann ernannt. 1523 unternimmt nun der Schw\u00e4bische Bund einen gro\u00dfen Feldzug gegen die fr\u00e4nkischen Raubritter. Er wird von Georg als Feldhauptmann gef\u00fchrt. In kurzer Zeit bricht er 23 Burgen der fr\u00e4nkischen Ritter und damit ihre Macht. Aber die n\u00e4chste Herausforderung steht in dieser st\u00fcrmischen Zeit schon an. Im Sommer 1524 emp\u00f6ren sich die Bauern in St\u00fchlingen und im Hegau. Diese Gegend geh\u00f6rte nun zum Teil zu \u00d6sterreich, zum Teil stand sie unter \u00d6sterreichs Schutz. So gibt Erzherzog Friedrich den Befehl zur Gegenwehr und Unterdr\u00fcckung. Zun\u00e4chst aber soll es auf g\u00fctlichem Weg versucht werden. Nun war auch Herzog Ulrich, der 1519 vertriebene w\u00fcrttembergische Herzog im Land und versucht\u00a0 seine Herrschaft zur\u00fcck zu erobern. Wenn man nun einen Blick auf die politische \u201cGro\u00dfwetterlage\u201d wirft,<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/800pxBattle_of_Pavia.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"display: block; float: none; margin-left: auto; margin-right: auto; border: 0px;\" title=\"800px-Battle_of_Pavia\" src=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/800pxBattle_of_Pavia_thumb.jpg\" border=\"0\" alt=\"800px-Battle_of_Pavia\" width=\"244\" height=\"168\" \/><\/a><\/p>\n<p>so war die Lage f\u00fcr den Schw\u00e4bischen Bund nicht gerade rosig. Zwischen 1494 und 1559 wurden die \u201cItalienkriege\u201d ausgetragen. Die K\u00e4mpfe fanden praktisch alle in Italien statt und es ging um die gro\u00dfe Auseinandersetzung zwischen Habsburg und Frankreich. Das band eine Vielzahl von S\u00f6ldnern und Kapital. Denn nur wer zahlen konnte, konnte sich auch die S\u00f6ldner leisten. Im Reich waren soziale Unruhen, von Bauernunruhen war schon die Rede. Der Reichsritteraufstand ersch\u00fctterte das Reich. Ging es hier doch auch darum, die Landesherrschaften zu territorialisieren. Das alles wurde durch den geistigen Katalysator, die Reformation,<\/p>\n<p>angefacht. Bauern, Ritter und St\u00e4dte beriefen sich auf sie. Dem Feldhauptmann des Bundes standen zu wenig Truppen zur Verf\u00fcgung, um den Einfall Ulrichs zu verhindern. Nur mit den w\u00fcrttembergischen Truppen konnte er modern gesagt nur eine Art Guerillataktik verfolgen. Herzog Ulrich nahm sehr schnell Balingen, Herrenberg, Sindelfingen und Leonberg ein. Als die Truppen des Schw\u00e4bischen Bundes eintrafen vereinigte Georg\u00a0 sie unterhalb von Rottenburg mit dem w\u00fcrttembergischen Aufgebot. Er zog schnell nach Stuttgart. Die vom Herzog geworbenen Schweizer verlie\u00dfen diesen und\u00dalrich musste sein Heil in der Flucht suchen. Georg konnte die St\u00e4dte rasch zur\u00fcckerobern. Nun wandte er sich den Bauern zu. Es hatte sich ein bedrohliches Szenario entwickelt. Die Bauern hatten sich gegen ihre Herren emp\u00f6rt und drei Haufen gebildet. Den Baltringer Haufen, den Allg\u00e4uer Haufen und den Seehaufen. Auch hier kam die Taktik wie schon beim \u201cArmen Konrad\u201d zum Einsatz. Hinhalten, verhandeln und wenn man stark genug ist, losschlagen.\u00a0 Die drei Gro\u00dfen Haufen, der Allg\u00e4uer, der Baltringer Haufe und der Seehaufe hatten sich in Memmingen am 7. M\u00e4rz 1525 zur \u201cChristlichen Vereinigung\u201d zusammengeschlossen. Die 12 Artikel gelten als erste Menschenrechtserkl\u00e4rung der Welt. Ma\u00dfgeblich auf der Seite der Bauern war Ulrich Schmid von Sulmingen. Der Baltringer Haufe hatte sich zun\u00e4chst in T\u00e4lern der Alb festgesetzt. Dort verfolgte Georg von Waldburg sie nicht. Er schlug sein Lager bei Wiblingen auf.\u00a0 Er hatte 1500 Reisige und 7000 Fu\u00dfknechte dabei. Er zog gegen Leipheim und G\u00fcnzburg. In der Schlacht von Leipheim wurden Tausend erstochen, viele in die Donau gejagt, wo sie ertranken. Der Leipheimer Haufe, das waren rund 5000 Bauern und der Baltringer Haufe unterlagen.\u00a0 Der F\u00fchrer des Leipheimer Haufens, der unter anderem das Kloster Elchingen gepl\u00fcndert hatte, Jakob Wehe, wurde hingerichtet.\u00a0 Ulrich Schmid von Sulmingen, der K\u00fcrschnergeselle Sebastian Lotzer, der Schriftf\u00fchrer des Baltringer Haufens und der Memminger Reformprediger Christoph Schappeler, der wohl wesentlichen Anteil an den Memminger Artikeln hatte, konnten in die Schweiz entkommen. Teile der aufst\u00e4ndischen Baltringer Bauern unterwarfen sich. Andere zogen in Richtung der Herrschaft des Truchsessen, ins\u00a0 Allg\u00e4u.Dieser\u00a0 schlug aber die Aufst\u00e4ndischen am 13. April bei Essendorf und am 14. April bei Wurzach. Den Seehaufen dr\u00e4ngte er von Gaisbeuren gegen Weingarten. Es standen immer noch rund 18000 Mann gegen ihn und er war sich seiner Truppen auch nicht so sicher. Immerhin hatten dies unter den Aufst\u00e4ndischen auch Verwandte. So versuchte er nach kurzen Artilleriegefechten und Drohungen sein Ziel der Unterwerfung durch Verhandlungen zu erreichen. Graf Hugo XVI. von Montfort vermittelt zwischen dem Truchsessen und dem Seehaufen. Am 17. April 1525 kommt der Vertrag von Weingarten zustande. Der Bauernhaufe wurde aufgel\u00f6st und erhielt freien Abzug. 1537 erh\u00e4lt Graf Hugo von Montfort das Schloss Wasserburg vom Abt von St. Gallen als Geschenk f\u00fcr seinen Einsatz und seine Vermittlung im Bauernkrieg. Ein Scheitern bei Weingarten w\u00e4re eine Katastrophe f\u00fcr den Schw\u00e4bischen Bund gewesen. M\u00f6glicherweise w\u00e4ren dann die St\u00e4dte offen zur Revolution \u00fcbergegangen. Im Bauernkrieg war der Vertrag aber der Wendepunkt. Georg hatte nun freie Hand. Zun\u00e4chst r\u00fcckte er gegen die Hegauer und Klettgauer Bauern vor. Er zog nsch B\u00f6blingen weiter. Dort schlug er am 12. Mai fast 20.000 Mann von der w\u00fcrttembergischen Landschaft,\u00a0 den Schwarzw\u00e4ldern, Hegauern und Weinsberger Bauern. \u00dcber 6000 kamen ums Leben. Der Bauernaufstand in W\u00fcrttemberg hatte seinen Todessto\u00df erhalten. Dann zog Georg weiter nach W\u00fcrzburg. Dort hatten sich noch 40.000 Bauern versammelt. Auf dem Zug nach W\u00fcrzburg, verbrannte er Weinsberg. Weinsberg hatte ja bei den Herrschenden Fanalwirkung und Angst und Schrecken bei ihnen ausgel\u00f6st. Am 16. April waren die Bauern unter F\u00fchrung des J\u00e4cklein Rohrbach nach Weinsberg gezogen und hatten den Grafen von Helfenstein durch die Spie\u00dfe gejagt. Dies veranlasste Luther zu seiner Parteinahme gegen die Bauern mit seiner Schrift \u201c Wider die m\u00f6rderischen Rotten der Bauern\u201d. Die Rache Georgs war blutig. Weinsburg wurde zerst\u00f6rt, musste zahlreiche Bussen\u00a0 und Strfaen bezahlen und ging seiner Stadtrechte verlustig, obwohl die Stadt f\u00fcr die Taten der Bauern nicht verantwortlich war. J\u00e4cklein Rohrbach wurde gefasst und am 20. oder 21. Mai bei Heilbronn bei lebendigem Leib verbrannt.Georg\u00a0 nahm dann<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/index2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"display: block; float: none; margin-left: auto; margin-right: auto; border: 0px;\" title=\"index2\" src=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/index2_thumb.jpg\" border=\"0\" alt=\"index2\" width=\"117\" height=\"154\" \/><\/a><\/p>\n<p>Neckarsulm, L\u00f6wenstein und \u00d6hringen. Am 28. Mai vereinigte er sich mit den Kurf\u00fcrsten von Trier und Pfalz, mit\u00a0 Ottheinrich und dem Bischof von W\u00fcrzburg. Sein Heer war\u00a0 nun immer\u00a0 st\u00e4rker angewachsen. Am 2. Juni schlug er die Odenw\u00e4lder und Neckartaler Bauern. Das kostete \u00fcber 5000 Bauern das Leben. Es ging weiter nach W\u00fcrzburg, wo er erfolgreich die Veste Marienberg entsetzte. Vorher hatte sich G\u00f6tz von Berlichingen von den Bauern abgewendet und war auf seine Burg zur\u00fcckgekehrt. Am 4. Juni kam es in W\u00fcrzburg zur entscheidenden Schlacht. Die W\u00fcrzburger B\u00fcrger hatten sich mit den Bauern gegen ihren Bischof verb\u00fcndet. Da sie aber ohne milit\u00e4risch erfahrenen F\u00fchrer waren, hatten die B\u00fcrger und Bauern gegen die kampferprobten Truppen des Truchsess und des Bischofs keine Chance.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/220pxTilman_riemenschneider.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"display: block; float: none; margin-left: auto; margin-right: auto; border: 0px;\" title=\"220px-Tilman_riemenschneider\" src=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/220pxTilman_riemenschneider_thumb.jpg\" border=\"0\" alt=\"220px-Tilman_riemenschneider\" width=\"175\" height=\"244\" \/><\/a>Innerhalb von zwei Stunden wurden 8000 Bauern get\u00f6tet.\u00a0 Der Aufstand der B\u00fcrger endete in ihrer totalen Niederlage und Unterwerfung. Die Anf\u00fchrer des Aufstands, unter ihnen alle Ratsherren wurden\u00a0 in den Verliesen der Veste Marienbergs eingekerkert. Tilmann Riemenschneider war damals W\u00fcrzburger Ratsherr und hatte f\u00fcr die Bauern Stellung bezogen. Und so wurde er nat\u00fcrlich auch eingekerkert. Die H\u00e4nde wurden ihm nicht gebrochen, wie man heute wei\u00df, ein gro\u00dfer Teil seines Verm\u00f6gens aber eingezogen und er bekam praktisch keine Auftr\u00e4ge mehr. Er starb 1531. Sein Werk war aber zun\u00e4chst in Vergessenheit geraten. Georg wandte sich nun nach Schweinfurt und zog von dort zwischen N\u00fcrnberg und N\u00f6rdlingen durchs Ries auf Memmingen zu. Memmingen war von Bauern belagert, die wichen, als Georg heranzog. Er folgte ihnen weiter \u00fcber nach Kempten. Es gab ein zwei Tage dauerndes Artilleriegefecht. Zwar hatte Georg durch Georg von Frundsberg mittlerweile Verst\u00e4rkungen erhalten, war aber dem Bauernheer zahlenm\u00e4\u00dfig immer noch unterlegen. An der Leubas\u00a0 standen 12000 Bauern gegen 7500 Mann der Bundestruppen. Die Bauern verlie\u00dfen\u00a0 ihre Stellungen, aber warum ist bis heute ungekl\u00e4rt. Nach einer dreit\u00e4gigen Kanonade war der Kampf zu Ende. Die Anf\u00fchrer der Bauern wurden gefasst, unter ihnen J\u00f6rg Schmid &#8222;der Knopf&#8220; und J\u00f6rg T\u00f6uber und hingerichtet. 200 H\u00f6fe wurden gebrandschatzt. Die Sache der Bauern aber war endg\u00fcltig verloren.<\/p>\n<p>1525 wird Georg\u00a0 zum Statthalter W\u00fcrttembergs bestellt.\u00a0 Am 25. 1526 wird er zum Erbtruchsess ernannt. Er kassierte L\u00f6segelder und erhielt eine Gro\u00dfteil der Gebiete, in denen der Aufstand niedergeschlagen wurde. Noch heute ist die Familie von Waldburg-Zeil noch eine der gr\u00f6\u00dften Grundbesitzer in Deutschland. Nach den Quellen kostete der Baunerkrieg zwischen 70.000 und 130.000 Aufst\u00e4ndischen das Leben. Alle Bauernf\u00fchrer, derer man habhaft wurde, wurden grausam zu Tode gebracht.<\/p>\n<p>Georg III. Truchsess von Waldburg-Zeil starb am25. Mai 1531 in Waldsee.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Georg III. von Waldburg-Zeil, der wegen seiner Rolle im Gro\u00dfen Bauernkrieg von 1525 schnell den Beinamen \u201cBauernj\u00f6rg\u201d erhielt, stammt aus dem Haus Waldburg, einem hochadeligen, schw\u00e4bischen Adelsgeschlecht. Stammburg der welfisch-staufischen Ministerialen ist die Waldburg in Oberschwaben. Das Geschlecht ist urkundlich seit 1170 belegt. Als Stammvater gilt Heinrich von Tanne, der um 1190 geboren ist. 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