{"id":834,"date":"2011-01-21T15:55:35","date_gmt":"2011-01-21T15:55:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/?p=834"},"modified":"2018-04-26T15:36:13","modified_gmt":"2018-04-26T15:36:13","slug":"prmonstratenserkloster-rot-an-der-rot","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/?p=834","title":{"rendered":"Pr&auml;monstratenserkloster Rot an der Rot"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\"><a href=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/800pxRot_an_der_Rot_1736.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"800px-Rot_an_der_Rot_1736\" style=\"border-left-width: 0px; border-right-width: 0px; border-bottom-width: 0px; float: none; margin-left: auto; display: block; border-top-width: 0px; margin-right: auto\" border=\"0\" alt=\"800px-Rot_an_der_Rot_1736\" src=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/800pxRot_an_der_Rot_1736_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"172\"><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Das Kloster wird vermutlich 1126 durch Hemma von Wildenberg zusammen mit ihrem Sohn Cuno von Wildenberg als Doppelkloster gestiftet. Hemma war die Erbtochter von Hatho von Wolfertsschwenden, einem Teilort von Bad Gr\u00f6nenbach im Allg\u00e4u. Ihre Br\u00fcder Hawin, Albrecht und Kuonrad hatten schon vorher (1093)das Benediktinerkloster Ochsenhausen(siehe Blog Ochsenhausen) gestiftet.Hemma war die Witwe Heinrichs von Wildenberg, Freiherr von Sagogn in Surselva in R\u00e4tien.Die Herren von Wildenberg sind ein edelfreies Adelsgeschlecht im vorderen Rheintal. Hemma traf angeblich 1126 auf Norbert von Xanten (um 1080-1134) und war tief von ihm beindruckt. So sollte die Stiftung auch von franz\u00f6sischen Pr\u00e4monstratenserchorherren besiedelt werden. Ob Norbert pers\u00f6nlich in Rot anwesend war, kann nicht nachgewiesen werden. Aber er sandte wohl den ersten Vorsteher der Niederlassung Propst Burkard zusammen mit zw\u00f6lf M\u00f6nchen aus dem Mutterkloster Pr\u00e9montre nach Rot. Das Kloster war vermutlich von Anfang an direkt dem Papst unterstellt und hatte keinen Vogt. Schon bald nach 1126 wurde wie bei den Pr\u00e4monstratensern \u00fcblich dem Roter Konvent ein Frauenkloster angeschlossen. Es bestand bis etwa 1380. Propst Burkhard wirkte in Rot so erfolgreich, dass es nicht wundert, dass ihn Bischof Reginbert von Brixen nach Wilten rief, wo ein Konvent von Weltpriestern lebte. Er wandelte diesen in ein Pr\u00e4monstratenserkloster 1138 um, das war das erste Tochterkloster Rots. Burkhard starb 1140. Sein Nachfolger wurde Odino Truchsess von Waldburg(1140-1182). Odino war mit der Stifterfamilie verschw\u00e4gert und vorher Ministeriale unter Graf Rudolf von Bregenz. Er geno\u00df&nbsp; hohes pers\u00f6nliches Ansehen und stand bald im&nbsp; Ruf&nbsp; der Heiligkeit, was dem Kloster gro\u00dfen Zulauf verschaffte. In seiner Amtszeit geh\u00f6rten wohl insgesamt 200 Chorherren und 40 Schwestern zum Konvent. Auch gehen von Kloster Rot, auch M\u00f6nchsrot genannt, mehrere Klosterneugr\u00fcndungen aus meist auf Bitten von Adligen, die in ihrem Umfeld ein Kloster gr\u00fcnden wollten, Weissenau 1145, Steingaden 1147 (Welf VI.), Kaiserslautern (auf Veranlassung Friedrich Barbarossas)1158, Marchtal (Hugo Pfalzgraf von T\u00fcbingen) 1171 und 1183 das Kloster Schussenried.&nbsp; So wurde Rot&nbsp; bald auch \u00fcberregional einflussreich. Am 22. Januar 1179 best\u00e4tigte Kaiser Friedrich I. \u201c<em>dem Kloster Rot seine seit Gr\u00fcndung bestehende Freiheit von jeder Vogteigewalt und die Unterstellung unter kaiserlichen Schutz.\u201d&nbsp; (<\/em>WUB Band II., Nr. 414, Seite 193-194) Erstes Unheil traf die junge Abtei im Todesjahr Odinos 1182.Das Kloster wurde von einer verheerenden Feuersbrunst heimgesucht. Alle wichtigen Urkunden gingen verloren. Benachbarte Edle unterst\u00fctzen das Kloster aber tatkr\u00e4ftig und so bl\u00fchte es unter tatkr\u00e4ftigen \u00c4bten z. B. Heinrich von Fellheim (1273-1305), Konrad von Au (1307-1342) und Eglof von Lautrach (1343-1369)auf und strahlte unvermindert weiter.Die ersten V\u00f6gte und auch Wohlt\u00e4ter des Klosters waren die Welfen, besonders Welf V. und Welf VI. Sie erwirkten auch die p\u00e4pstliche Best\u00e4tigung der kl\u00f6sterlichen Rechte, die durch Papst Lucius&nbsp; III.( um 1097-1185), die&nbsp; 1182 erfolgte und auch die verlorenen Dokumente ersetzte.<em> \u201c<\/em>Herzog Welf von Spoleto, F\u00fcrst von Sardinien und Kalabrien, bittet den Papst Lucius (III.) die durch das Feuer vernichteten p\u00e4pstlichen Privilegien des Klosters Rot zu erneuern und dasselbe der Mildt\u00e4tigkeit aller Christgl\u00e4ubigen zu empfehlen\u201d . (WUB Band II., Nr. 430, Seite 219-220) Auf diese Bitte stellt Papst Lucius diese Urkunde aus <em>\u201c<\/em>Papst Lucius III. nimmt das Kloster Rot mit genannten Besitzungen in seinen unmittelbaren Schutz und verleiht demselben verschiedene weitere ausgedr\u00fcckte Beg\u00fcnstigungen (WUB<em>&nbsp;<\/em>Band II., Nr. 434, Seite 224-226 ausgestellt am 22.11. 1182 in Velletri).Dies war die Konfirmation der bereits 1152 best\u00e4tigten Stiftung unter Innocenz II. (1116-1143)(WUB Band II., Nr. 342, Seite 69-71 ). Rot wurde nicht nur&nbsp; in den besonderen Schutz des Apostolischen Stuhles genommen, auch die Geltung der Regel bestimmt, die Schenkungen best\u00e4tigt, die freie Wahl des Abtes zugestanden, sondern auch, ausdr\u00fccklich verboten, dass irgend jemand au\u00dfer dem K\u00f6nig die Rechte des Vogtes beansprucht.Odino verstarb kurz vor Ausstellung dieser Urkunde 1182.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Kaiser Otto IV.1209, K\u00f6nig Friedrich (ab 1220&nbsp; Kaiser) 1215, K\u00f6nig Albrecht 1304 und Kaiser&nbsp; Ludwig der Bayer best\u00e4tigen die kl\u00f6sterlichen Freiheiten jeweils. Am 9. Januar 1338&nbsp; gew\u00e4hrte Ludwig \u201cAbt und Konvent des Pr\u00e4monstratenserklosters Rot in der Di\u00f6zese Konstanz das Recht, da\u00df sie in Sachen ihrer G\u00fcter, Urbare und Rechte, die sie von alters her unangefochten besitzen, vor keine Landschranne oder ein weltliches Gericht geladen oder gezogen werden d\u00fcrfen. Alle Klagen sollen vielmehr an den zust\u00e4ndigen geistlichen Richter gebracht werden\u201d.(RI VII H 1 N.281)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">1348 war in Oberschwaben eine Pestepidemie. Das f\u00fchrte zu einer sozialen Ver\u00e4nderung des Konvents. Das b\u00fcrgerliche Milieu und Bauernfamilien bekamen immer st\u00e4rkeres Gewicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Ende des 14. Jahrhunderts brachten aber \u00e4u\u00dfere Ursachen,&nbsp; Br\u00e4nde,&nbsp; Seuchen, Kriege,&nbsp; Missernten und Teuerung das Kloster in schwere Zeit. Dazu kam unter den \u00c4bten Konrad II&nbsp; Fruwenbi\u00df&nbsp; (1380-1391) und Johannes Barner (1391-1397) eine sehr&nbsp; schlechte Wirtschaftsf\u00fchrung. Als der Konvent dann mit Petrus I (1397-1402) einem etwas zwielichtigen Menschen aufgesessen war, der die letzten Reste des kl\u00f6sterlichen Besitzes ver\u00e4u\u00dferte und verpf\u00e4ndete, war das Kloster am Rande des Ruins. Der Pr\u00e4monstratenserorden griff selbst ein und setzte mit Gerung, dem Abt von Weissenau einen Verwalter ein. 1407 bestimmt K\u00f6nig Rupprecht Hans Truchsess von Waldburg zum Schirmherrn des Klosters. Das Stift erholte sich sehr langsam.Unter Abt Heinrich Merk (1415-1420) setzt eine wirtschaftliche Gesundung des Klosters ein. 1421 wird Martin Hesser zum Abt gew\u00e4hlt. Er kommt aus Marchtal. Er ist sehr tatkr\u00e4ftig, sparsam und klug. Er stellt die Klosterzucht wieder her und beginnt mit dem Wiederaufbau der zerfallenen&nbsp; Geb\u00e4ude. Er hat das Amt des Abtes 37 Jahre inne und man nennt ihn auch den 2. Stifter Rots.&nbsp; In der Mitte des 15. Jahrhunderts gab es schwere Auseinandersetzungen zwischen dem Abt und den armen Leuten des Klosters.Der Truchsess von Waldburg versuchte nun, die Klosteruntertanen mit einem f\u00fcr sie g\u00fcnstigen Rechtsspruch auf seine Seite zu ziehen. Den kassierte Kaiser Friedrich III. allerdings auf Ersuchen des Abtes. Aber auch Abt Martin kam mit der drastischen Erh\u00f6hung von Frevel-und Bu\u00dfgeldern nicht so einfach durch. Sie kam vor ein Schiedsgericht von B\u00fcrgermeister und Rat der Stadt Ulm. Dies traf aber keine Entscheidung sondern verwies an den Kaiser als obersten Vogt. Erst als dieser die Best\u00e4tigung gab, konnte der Abt die Erh\u00f6hungen durchsetzen. Die Unstimmigkeiten gingen aber weiter.Die Vogtei lag inzwischen bei \u00d6sterreich. 1451 musste der Abt \u00d6sterreich bitten, ihn und das Kloster unter den Schutz der Rittergesellschaft St. J\u00f6rgenschild zu stellen, da er seines Lebens nicht mehr sicher war.1456 beauftragte der Landvogt Albrecht von \u00d6sterreich Berchthold vom Stain als Bevollm\u00e4chtigen, einen Vergleich zwischen Abt und Untertanen zu erreichen. Alle Lehen wurden zu Erblehen erkl\u00e4rt, die innerhalb der Genossenschaft der Gotteshausleute frei vererbt werden konnten. Bei Verkauf an Ungenossen musste der Abt seine Zustimmung erteilen. Die leibherrlichen Abgaben im Todesfall wurden eingeschr\u00e4nkt. Die Erh\u00f6hung der Frevelgelder wurde zur\u00fcckgenommen. Diese Einigung hatte bis 1612 Bestand. Da wurde dann wieder um die Interpretation des Vertrage von 1456 gestritten.<\/p>\n<p>1425 schloss Abt Martin Hesser in Konstanz mit fast allen schw\u00e4bischen \u00c4bten einen Bund zu Verteidigung ihrer Rechte. Dabei ging es um die Einmischung adeliger Klosterangeh\u00f6riger.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">1497 erkl\u00e4rt Kaiser Maximilian I. die Reichsunmittelbarkeit des Klosters. Erst im \u00d6stereichischen Erbfolgekrieg (1741-1748) erh\u00e4lt Rot die Blutgerichtsbarkeit, die ihm aber schon seit 1619 verpf\u00e4ndet ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">1521 wird das Kloster in den Reichsmatrikeln von Worms gef\u00fchrt. Es musste 10 Soldaten und einen Reiter stellen. Au\u00dferdem zahlte es 60 Gulden an das Reichskammergericht. Auch zur Reichst\u00fcrkenhilfe wurde es herangezogen. Rot ist Mitglied im Schw\u00e4bischen Reichspr\u00e4latenkollegium.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Im Bauernkrieg 1525 wurde das Kloster gepl\u00fcndert,&nbsp; Klosterd\u00f6rfer wie Berkheim in Brand gesteckt. Die Brandschatzung&nbsp; des Kloster konnte Abt Johannes (1520\u20131533) nur durch eine Zahlung von 300 Gulden abwenden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Das sind rund 15.000 \u20ac.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">1546 im Schmalkaldischen Krieg(1546-1547) wurde Rot ebenfalls gepl\u00fcndert. Einen wiederholten Niedergang verhinderte aber Abt Martin Ermann (1561-1589) mit seinen umsichtigen Reformen. Er war auch Visitator der Schw\u00e4bischen Zirkarie.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">In seiner Amtszeit wurde 1585 wird&nbsp; Abt durch Papst Sixtus V.infuliert. Seit dem 16. Jahrhundert ist die Abtei im Schw\u00e4bischen Reichspr\u00e4latenkolleg vertreten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Im 30-j\u00e4hrigen Krieg hatte das Kloster schwer zu leiden und wurde \u00fcber 200 Mal gepl\u00fcndert. Was der Krieg nicht zerst\u00f6rt hatte, wurde 1681 nach einem Gro\u00dfbrand durch Brandstiftung endg\u00fcltig vernichtet. Ironischerweise hatte im selben Jahr das benachbarte Kloster Ochsenhausen eine Feuerspritze angeschafft. Die Klosteranlage wird von 1681 bis 1698 in barockem Stil neu errichtet. Die Pl\u00e4ne stammten von Abt Martin Ertle (1672\u20131711).Auch das kann man durchaus als Roter Besonderheit ansehen, denn anders als bei den anderen schw\u00e4bischen Barockkl\u00f6stern waren hier keine gro\u00dfen Kirchenbaumeister t\u00e4tig sondern die \u00c4bte. Das ging \u00fcber Mauritius Moritz&nbsp; (1760\u20131782)mit dem Neubau von St. Verena bis zu Willebold Held (1782\u20131789) bis zur endg\u00fcltigen Fertigstellung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">1730 richtet Abt Hermann Vogler (1711-1739) eine Kreuz und Marienwallfahrt ein.Ein angeblich wundert\u00e4tiges Gnadenbild hatte einen gro\u00dfen Zustrom von Gl\u00e4ubigen ausgel\u00f6st. Abt Hermann schenkte der Kirche noch ein <br \/>Kreuzpartikel.Maria Steinbach z\u00e4hlt heute noch zu den bekanntesten schw\u00e4bischen Wallfahrten. Man kann den Wallfahrtsort in eine Reihe stellen mit Alt\u00f6tting, Kloster Ettal, Maria Einsiedeln und der Wieskirche. Der Stuck in Maria Steinbach und die Alt\u00e4re stammen von dem Wessobrunner Stukkateur&nbsp; Johann Georg \u00dcblh\u00f6r. Als dieser noch vor Vollendung des Hochaltars starb, f\u00fchrte Franz Xaver Feuchtmayr der J\u00fcngere die Arbeiten zu Ende. Die Orgel wurde 1756 von dem Ochsenhausener Orgelbauer Josef Gabler erbaut und nach 1950 durch den Orgelbauer Gerhard Schmid restauriert. Auf der Vorderseite der Orgel befindet sich das Wappen des Abtes Ambros Guggenmoos&nbsp; (1755\u20131758), der ja bei er Erbauung der Orgel regierte<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><a href=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/th.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"th\" style=\"border-top: 0px; border-right: 0px; background-image: none; border-bottom: 0px; padding-top: 0px; padding-left: 0px; border-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"th\" src=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/th_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"184\"><\/a>Wallfahrtskirche Maria Steinbach<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die fr\u00fchklassizistische Kirche St. Verena wurde von 1771- 1786 neu erbaut und ausgestattet. Abt Mauritius hatte gegen den Willen des Konvents die erst 1702 nach dem Klosterbrand fertiggestellte fr\u00fchbarocke Kirche abrei\u00dfen&nbsp; und neu erbauen lassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Sie war ihm zu wenig modern. Abt Mauritius stammte aus Biberach und war mit den dortigen schwierigen konfessionellen Verh\u00e4ltnissen in der parit\u00e4tischen Stadt vertraut. Als Christoph Martin Wieland seine Braut Christine Hogel, die von ihm schwanger war, heiraten wollte, war das alles andere als einfach. Christine stammte aus einer erzkatholischen Familie, Christoph Martins Vater war der h\u00f6chste evangelische Geistliche der Stadt und Christoph Martin war Stadtschreiber&nbsp; und verdankte sein Amt dem evangelischen Magistrat. Der katholische Magistrat wollte keine Verbindung katholischer M\u00e4dchen mit M\u00e4nnern anderer Konfession dulden. In einer Audienz bei Abt Mauritius \u00fcberzeugte er den jungen Wieland, dass es das beste w\u00e4re, wenn dieser auf Christine verzichtete. (Siehe dazu auch Blog Christoph Martin Wieland). Abt Mauritius starb bevor St. Verena vollendet war. Er hatte seinem Kloster also nur Bauruinen und Schulden hinterlassen. <\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Unter Abt Willebold wurde St. Verena vollendet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die Innenausstattung stammt von den Malern Andreas Meinrad von Ow und Januarius Zick, der auch in der Stadtpfarrkirche Biberach gewirkt hat. Die Stuckarbeiten stammen von Franz Xaver Feuchtmayer.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Das Chorgest\u00fchl stammt wahrscheinlich von Matthias Etschmann, der mit seiner Werkstatt von Buxheim nach Rot gezogen war. Das Gest\u00fchl wurde noch f\u00fcr die Vorg\u00e4ngerkirche in der Zeit von 1691-1693 geschaffen und gilt als unmittelbarer Nachfolger des Buxheimer Chorgest\u00fchls.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die Orgel wurde 1793 fertiggestellt und stammt von Johann Nepomuk Holzhey.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die Klosterbibliothek hatte rund 7000 Werke.&nbsp; 1796 wurde ein Katalog angefordert und ab 1725 wurden j\u00e4hrlich gro\u00dfe Summen f\u00fcr B\u00fccher ausgegeben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Der letzte Abt Nikolaus Betscher (1789\u20131803) \u00fcbernahm1793 das Generalvikariat der deutschen Ordensprovinz der Pr\u00e4monstratenser, nachdem das Mutterkloster in Premontre wegen der franz\u00f6sischen Revolution aufgel\u00f6st worden war.Damit war auch die Funktion des pr\u00e4monstratensischen Generalabtes verbunden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Abt Nikolaus widmete sich auch vor allem der Kirchenmusik und hat viele werke hinterlassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Wie in allen schw\u00e4bischen Kl\u00f6stern beendete die S\u00e4kularisation das kl\u00f6sterliche Leben. 1803 wurde Rot durch den Reichsdeputationshauptschluss s\u00e4kularisiert. Das Kloster wurde zum Aussterbekloster erkl\u00e4rt und durfte keine Novizen mehr aufnehmen. Den Klosterbesitz, 13 D\u00f6rfer und Weiler, \u00fcbernahm zun\u00e4chst der Graf Wartenberg im Tausch f\u00fcr seine linksrheinischen Grafschaft in der Pfalz. Der Besitz ging aber bald an den Grafen Erbach-Erbach \u00fcber.1806 wurde Rot w\u00fcrttembergisch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">1947 kehrten sie Pr\u00e4monstratenser nach Rot zur\u00fcck. Das Kloster diente nun als Ausbildungsst\u00e4tte f\u00fcr die jungen Mitbr\u00fcder aus Windberg (Bayern). Die Di\u00f6zese Rottenburg sah allerdings keine M\u00f6glichkeit, den Pr\u00e4monstratensern Seelsorgestellen im Umkreis um das Kloster Rot anzubieten. Deshalb kehrten einige nach Windberg zur\u00fcck andere wirkten 1959 an der Neugr\u00fcndung des Klosters Hamborn in Duisburg mit. Das Bistum Rottenburg kaufte 1959 das Kloster und richtete darin das Jugend-und Bildungshaus St. Norbert ein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><a href=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/index18.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"index1\" style=\"border-left-width: 0px; border-right-width: 0px; border-bottom-width: 0px; display: inline; border-top-width: 0px\" border=\"0\" alt=\"index1\" src=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/index1_thumb7.jpg\" width=\"128\" height=\"97\"><\/a> <a href=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/index23.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"index2\" style=\"border-left-width: 0px; border-right-width: 0px; border-bottom-width: 0px; display: inline; border-top-width: 0px\" border=\"0\" alt=\"index2\" src=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/index2_thumb2.jpg\" width=\"96\" height=\"131\"><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Abtsliste<\/p>\n<blockquote style=\"text-align: justify\">\n<p><strong>PRAEPOSITI:<\/strong><\/p>\n<\/blockquote>\n<ul style=\"text-align: justify\">\n<li>Burchardus 1126-1140 <\/li>\n<\/ul>\n<blockquote style=\"text-align: justify\">\n<p><strong>ABBATES:<\/strong><\/p>\n<\/blockquote>\n<ul style=\"text-align: justify\">\n<li>Odino Truschse\u00df v. Waldburg 1140-1182\n<li>Berthold I\n<li>Volmarus &#8212; 1217\n<li>Albertus 1217-1220\n<li style=\"text-align: justify\">Heinricus I 1222\n<li>Werner\n<li>Reinhard\n<li>Berthold II. 1268-1273\n<li>Heinrich II 1273-1305\n<li>Konrad I de Au 1307-1343\n<li>Eglolf de Lutrach 1343-1369\n<li>Heinrich III de Krauchenwies 1369-1380\n<li>Konrad II Fruwenbi\u00df 1380-1391\n<li>Johann I Barner 1391-1397\n<li>Petrus I 1397-1402\n<li>Lucius 1402-1403\n<li>Gerung abbas de Wei\u00dfenau, administrator, 1403-1407\n<li>Petrus II St\u00e4delin 1406-1407\n<li>Friedrich I Biedermann 1407\n<li>Johann I Geldrich 1407-1411\n<li>Jodocus de Ursberg 1411-1414\n<li>Leonhard Truchse\u00df 1414-1417\n<li>Heinrich IV Merck 1417-1420\n<li>Martin I Hesser 1421-1457\n<li>Georg Iggenauer 1457-1470\n<li>Johann III Moshaim 1470-1475\n<li>Heinrich V H\u00fcnlin 1475-1501\n<li>Konrad III Ermann 1501-1520\n<li>Johann IV Lauinger 1520-1533\n<li>Konrad IC Ermann 1533-1543\n<li>Konrad V Spleis 1543-1549\n<li>Vitus Weber (Textor) 1549-1556\n<li>Dominicus Freiburger 1556-1560\n<li>Martin II Ermann 1561-1589\n<li>Martin III Schlaich 1589-1591\n<li>Balthasar Held 1591-1611\n<li>Joachim Gieteler 1611-1630\n<li>Ludwig Locher 1630-1667\n<li>Friedrich II Rommel 1667-1672\n<li>Martin IV Ertle 1672-1711\n<li>Harrmann Vogler 1711-1744\n<li>Ignatius Vetter 1744-1755\n<li>Ambrosius Guggenmoos 1755-1758\n<li>Benedikt Stadelhover 1758-1760\n<li>Mauritius Moritz 1760-1782\n<li>Willibold Held 1782-1789\n<li>Nikolaus Betscher 1789-1803 <\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Kloster wird vermutlich 1126 durch Hemma von Wildenberg zusammen mit ihrem Sohn Cuno von Wildenberg als Doppelkloster gestiftet. 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