{"id":3324,"date":"2025-01-05T16:44:16","date_gmt":"2025-01-05T16:44:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/?p=3324"},"modified":"2025-01-05T16:44:16","modified_gmt":"2025-01-05T16:44:16","slug":"benediktinerkloster-lorch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/?p=3324","title":{"rendered":"Benediktinerkloster Lorch"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/7\/75\/Kloster_Lorch%2C_Lorch%2C_Andreas_Kieser.png\/220px-Kloster_Lorch%2C_Lorch%2C_Andreas_Kieser.png\" width=\"220\" height=\"150\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <\/p>\n<p>Um 1102 stiftete der Stauferherzog&nbsp; Friedrich I. (um 1060-1105) zusammen mit seiner Frau Agnes von Waiblingen (* Ende 1072 \u2013 1143) und seinen S\u00f6hnen Friedrich II. <i><b><\/b><\/i>(* 1090 \u2013 1147)&nbsp; und Konrad (* 1093 oder 1094 &#8211;&nbsp; 1152) das Kloster Lorsch.<\/p>\n<p>Agnes war die zweite Tochter von Kaiser Heinrich IV. (1056-1105) Nach dem Tod Friedrichs heiratete sie in zweiter Ehe Markgraf Leopold III. von \u00d6sterreich (1095-1136) Sie wurde so zur Stammmutter der Staufer und der sp\u00e4teren Herz\u00f6ge von \u00d6sterreich aus dem Hause Babenberg.<\/p>\n<p>Die Urkunde Band I., Nr. 264, Seite 334-335 im W\u00fcrttembergischen Urkundenbuch, die folgendes beinhaltet: \u201cHerzog Friedrich von Schwaben, seine Gemahlin Agnes und seine S\u00f6hne Friederich und Konrad \u00fcbergeben das Benediktinerkloster Lorch unter ausgedr\u00fcckten Bestimmungen an den Papst\u00b0. wurde oft als \u201cGr\u00fcndungsurkunde\u201d bezeichnet.<\/p>\n<p>Sie hat sich mittlerweile als F\u00e4lschung herausgestellt. Trotzdem kann als sicher davon ausgegangen werden, dass&nbsp; Herzog Friedrich und seine Familie um 1102 Kloster Lorch gestiftet haben.<\/p>\n<p>Es passte auch in die Zeit, denn auch andere Hochadelsfamilien gr\u00fcndeten ebenfalls Kl\u00f6ster.<\/p>\n<p>Kloster Lorch wurde wahrscheinlich an der Stelle eines bestehenden Herrensitzes auf dem heutigen &#8222;Klosterberg&#8220; errichtet. <\/p>\n<p>Das neue Kloster hatte Bez\u00fcge zur Hirsauer Reform und wurde auch dem Papst unterstellt, wie das bei den Hirsauer Reformkl\u00f6stern \u00fcblich war. Die Vogtei behielten sich die Staufer vor.<\/p>\n<p>Sie sollte, wie es in der \u201cGr\u00fcndungsurkunde\u201d vorgesehen ist,vom jeweils \u00c4ltesten des Hauses Staufen&nbsp; ausge\u00fcbt werden. <\/p>\n<p>Der erste Abt von Lorch Harbert (1102?\u20131124?) ist nur in sp\u00e4teren \u00dcberlieferungen fassbar. Er soll M\u00f6nch in Kloster Komburg gewesen sein.Dort wirkten Hirsauer M\u00f6nche und es z\u00e4hlte zu den Hirsauer Reformkl\u00f6stern.<\/p>\n<p>Die Stammburg der Staufer auf dem Hohenstaufen, das Herzogtum Schwaben und die Klostervogtei von Lorch waren eng aufeinander bezogen.<\/p>\n<p>Im Dezember 1139 gab K\u00f6nig Konrad auf Bitten des Kosters diesem seinen Bruder Herzog Friedrich zum Vogt. (WUB Band II., Nr. 308, Seite 4-5)<\/p>\n<p>K\u00f6nig Konrad III., der in der \u201cGr\u00fcndungsurkunde auch genannt ist, hatte Kloster Lorch zur Grablege der Staufer au\u00dfersehen.<\/p>\n<p>Konrad wurde entgegen seinen Planungen nicht in Lorch sondern in Bamberg beigesetzt.<\/p>\n<p>Konrads Gemahlin Gertrud (* um 1110-1146) ist in der Klosterkirche von Ebrach bestattet, ebenso wie deren Sohn, Friedrich IV. (Herzog von Schwaben 1152-1167).<\/p>\n<p>Konrad hatte ein besonderes Verh\u00e4ltnis zu Abt Adam (1126\u20131166 o. 1167) von Kloster Ebrach. Als er am 15. Februar 1152 in Bamberg starb, wollten ihn seine Vertrauten nach Otto von Freising (um 1112-1158)<\/p>\n<p>gem\u00e4\u00df seinem Wunsch neben seinem Vater Friedrich I bestatten. Die M\u00f6nche von Ebrach behaupteten, Konrad&nbsp; habe in Ebrach neben seiner Gemahlin und seinem Sohn Friedrich IV. bestattet werden wollen.<\/p>\n<p>Aber die Bamberger Geistlichkeit setzte sich durch und so wurde Konrad drei Tage nach seinem Tod im Bamberger Dom beigesetzt.<\/p>\n<p>Aus dieser Zeit verdankte Kloster Lorch Konrad nach glaubhafter \u00dcberlieferung eine kostbare Kreuzreliquie. Sie geh\u00f6rte zu den verehrtesten Reliquien des Mittelalters.<\/p>\n<p>Um die Echtheit der Reliquie&nbsp; zu pr\u00fcfen, soll der M\u00f6nch Nikolaus Vener aus Gm\u00fcnd ein St\u00fcck von der Reliquie abgeschnitten und ins Feuer geworfen haben. Der Span blieb unversehrt. Seit damals, dem<br \/>14. Jahrhundert, habe die Kreuzpartikel als echt gegolten, berichtet 1484 der M\u00f6nch Wilhelm von Sch\u00e4chingen.<\/p>\n<p>Zur Gr\u00fcndungsausstattung des Klosters geh\u00f6rte das staufische Hausgut in Lorch und einzelne umliegende G\u00fcter um den Hohenstaufen und n\u00f6rdlich der Rems. So geh\u00f6rt Mutlangen wohl dem Kloster Lorch.<\/p>\n<p>\u00dcber Fernbesitz verf\u00fcgte Lorch auf dem Albbuch, einen Besitzkomplex im Amt Hohenlohe auf dem H\u00e4rtsfeld, den Abt Nikolaus (1462\u20131477)1471 an die Deutschordenskommende Kapfenburg verkaufte. <\/p>\n<p>Angesichts der Machtstellung seiner Gr\u00fcnder war die Ausstattung&nbsp; des Klosters aber relativ bescheiden. Aber dank der Unterst\u00fctzung von K\u00f6nig Konrad kam das Kloster gut voran.<\/p>\n<p>Am 24. April 1136 nahm Papst Innozenz II. (1130-1143<em>) <\/em>das Kloster in seinen Schutz und erteilte verschiedene Bestimmungen zu den rechtlichen Verh\u00e4ltnissen des Klosters (WUB Band I., Nr. 303, Seite 383-385)<\/p>\n<p>Di Klosterkirche wurde&nbsp;&nbsp; als typische romanische Pfeilerbasilika \u00fcber dem Grundriss eines lateinischen Kreuzes. Kleine rundbogige Fenster gaben dem Mittelschiff und den niedrigen Seitenschiffen Licht. Im Inneren stieg der romanische Chor einige Stufen gegen\u00fcber dem Kirchenschiff an. Die Weihe des Hochaltares&nbsp; erbaut und 1139 war sie wohl auch weitgehend vollendet und die Weihe des&nbsp; Hochaltars statt. Jetzt wurde auch der Klosterstifter Friedrich aus der Pfarrkirche im Tal \u00fcberf\u00fchrt.<\/p>\n<p>Obwohl Kloster Lorch nach den Pl\u00e4nen Konrads die Grablege der Staufer werden sollte sind dort nur zwei&nbsp; hochrangige Mitglieder der Staufer bestattet. Neben dem Klosterstifte Friedrichs ist das nur die 1208 gestorbene Gemahlin von Philipp von Schwaben (1198-1208)<\/p>\n<p>Irene von Byzanz (* 1177 oder 1180\/81 \u20131208). Sie war dir Tochter des byzantinischen Kaisers Isaak II (1185-1195 und nochmals 1203\/1204)<\/p>\n<p>Sie stiftete wahrscheinlich en kostbares byzantinisches Reliquiar.<\/p>\n<p>Am 30. M\u00e4rz 1147 \u00fcbernahm Hermann III. von Stahleck, Pfalzgraf bei Rhein (+ 1156) auf Bitten des Abtes Kraft (1135\u20131162) von Kloster Lorch die Vogtei \u00fcber das Kloster. In der Urkunde(WUB&nbsp; Band III., Nr. N6, Seite 466-467)<\/p>\n<p>hei\u00dft es \u201cdes von seinen eigenen Leuten schwer bedr\u00e4ngten Abtes <em>\u201c<\/em><\/p>\n<p>Hermann von Stahleck war verheiratet mit Gertrud von Schwaben(ca. 1104-1191), der Tochter Herzog Friedrichs I.<\/p>\n<p>\u00dcber Gertrud war er mit K\u00f6nig Konrad III. (1138-1152) verschw\u00e4gert.&nbsp; Die Vogtei war somit auch im Familienbereich der Staufer.  <\/p>\n<p>\u00dcber die in der Urkunde angesprochen Bedr\u00e4ngung von Abt Kraft konnte ich nichts finden.  <\/p>\n<p>A. Laurent schreibt in&nbsp; \u201cDenkmale des Mittelalters in dem K\u00f6nigreiche W\u00fcrttemberg BD 2, Mannheim 1867&nbsp; auf Seite 33 f,dass Abt Kraft (1124-1159) ein w\u00fcrdiger Nachfolger Abt Harberts war.  <\/p>\n<p>Abt Harbert war Abt nach Laurent Abt von St. Symphorianus in Metz und gleichzeitig Kloster Laach. Er gab beide Abteien auf und kehrte nach Kloster Comburg zur\u00fcck. Von dort wurde er zum  <\/p>\n<p>Abt von Lorch berufen. Dass Abt Harbert vor seinem Abbatiat Abt in zwei anderen Kl\u00f6stern war, ist wohl ein Irrtum und auch nicht zu belegen.  <\/p>\n<p>Abt Kraft konnte bei seiner Wahl noch nicht ordiniert werden, da er zu jung war. Deswegen wurde die Ordination um zwei Jahre verschoben.  <\/p>\n<p>1147 kam K\u00f6nig Konrad vom zweiten Kreuzzug zur\u00fcck. Den R\u00fcckweg nahm er \u00fcber Byzanz, wo er die Schwester seiner Gemahlin Gertrud Bertha von&nbsp; Sulzbach (+1160), die mit  <\/p>\n<p>Manuel I. (1122\u201380) dem Kaiser von Byzanz verheiratet war. Vom Patriarchen von Jerusalem Fulko (1146\u20131157) hatte er viele Reliquien bekommen. Auch vom byzantinischen Kaiserpaar  <\/p>\n<p>erbat er sich Reliquien. Nach seiner R\u00fcckkehr befahl er Abt Kraft, auf den er gro\u00dfe St\u00fccke hielt, nach Regensburg.und \u00fcbergab ihm Reliquien f\u00fcr Kloster Lorch.  <\/p>\n<p>Im Dezember 1239 setzte K\u00f6nig Konrad&nbsp; Herzog Friedrich&nbsp; als Vogt ein und bestimmte, dass immer der \u00c4lteste des staufischen Geschlechts zum Vogt gew\u00e4hlt werden soll.<strong> <\/strong>Konrad III. &#8211; RI IV,1,2 n. 162  <\/p>\n<p>Nach dem Tod von K\u00f6nig Konrad lie\u00df sich Abt Kraft von Friedrich I. Barbarossa (1152-1190) in G\u00f6ppingen die Privilegien des von seinen Vorfahren gegr\u00fcndeten Klosters Lorch.  <\/p>\n<p>Als K\u00f6nig Konrad starb, wurde er gegen seinen Willen im Dom von Bamberg bestattet.&nbsp;&nbsp; \u201c&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Konrad wird entgegen den W\u00fcnschen seiner Angeh\u00f6rigen, ihn auf eigenem Boden im (staufischen Haus-)Kloster Lorch an der Seite seines Vaters (Herzog Friedrichs I. von Schwaben) zu bestatten, auf Betreiben der Bamberger Geistlichkeit im Bamberger Dom neben dem Grab Kaiser Heinrichs (II.) feierlich beigesetzt.\u201d&nbsp; Konrad III. &#8211; RI IV,1,2 n. 790&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <\/p>\n<p>Besonders best\u00e4tigte er Abt Kraft und seine&nbsp; Br\u00fcdern das Recht&nbsp; stets den \u00c4ltesten des staufischen Hauses als Vogt w\u00e4hlen zu d\u00fcrfen. Regesta Imperii Friedrich I. &#8211; RI IV,2,1 n. 219  <\/p>\n<p>Nachfolger von Abt Kraft wurde Abt Heinrich (1159-1194 nach Laurent). Er erscheint am 25. Mai 1181 in einer Urkunde Fridrichs I. f\u00fcr das Pr\u00e4monstratenserstift Adelsberg als Zeuge RI Friedrich I. &#8211; RI IV,2,4 n. 2598  <\/p>\n<p>Kaiser Heinrich VI. (1190-1197) am 20. Juni 1193 w\u00e4hrend eines Aufenthaltes in G\u00f6ppingen die Verleihung&nbsp; einer M\u00fchle des Kloster Lorch gegen einen Zins von einer halben Mark Silber, das entspricht etwa&nbsp; 109.&#8211;\u20ac  <\/p>\n<p>an Dietrich von Stammheim.. RI Heinrich VI. &#8211; RI IV,3 n. 232  <\/p>\n<p>Der vierte Abt von Lorch war Friedrich&nbsp; (1194-1227)  <\/p>\n<p>Friedrich II. (1212-1250) nahm am 20. Juni 1215 das von seinen Vorfahren gestiftet Kloster in seinen besonderen Schutz, best\u00e4tigte seine Privilegien und die Vogtei. RI Friedrich II. &#8211; RI V,1,1 n. 804  <\/p>\n<p>Am 7. M\u00e4rz 1225 nahm Papst Honorius III.(1216-1227) Kloster Lorch in seinen Schutz und und best\u00e4tigte insbesondere dessen gegenw\u00e4rtigen und k\u00fcnftigen rechtsbest\u00e4ndigen G\u00fcterbesitz. WUB Band III., Nr. 689, Seite 168-169  <\/p>\n<p>Auf Friedrich folgte Abt Konrad (1227-1251)  <\/p>\n<p>Kaiser Friedrich II. war 1228-1227 auf&nbsp; dem 5. Kreuzzug in Pal\u00e4stina&nbsp; unterwegs. Das war der einzige Kreuzzug, der friedlich und erfolgreich war.&nbsp; Sein Sohn Heinrich VII. \u00fcbernahm in dieser Zeit die Regierung in Deutschland.  <\/p>\n<p>Am 7. September 1228 stellte er Kloster Lorch in N\u00f6rdlingen eine Urkunde aus, in der er das Kloster in seinen besonderen Schutz nahm. Au\u00dferdem versprach er, \u201ckeinerlei G\u00fcter, die er von der Kirche in Lorch besitzt, irgendwie zu ver\u00e4u\u00dfern\u201d&#8220;und erkl\u00e4rte,  <\/p>\n<p>etwa geschehene Ver\u00e4u\u00dferungen f\u00fcr nichtig. WUB Band III., Nr. 748, Seite 235. Laurent schlie\u00dft daraus, dass die Staufer allm\u00e4hlich begannen, die Klosterg\u00fcter als ihre eigenen betrachteten und Diese auch verschleuderten. (S. 37)  <\/p>\n<p>Heinrich VII. hatte sich 1235 gegen seinen Vater emp\u00f6rt und war von diesem abgesetzt worden. Nach dessen Erhebung setzte Friedrich seinen Sohn aus der zweiten Ehe mit Isabella von Brienne (1212-1228) Konrad IV. (!237-1254)  <\/p>\n<p>als K\u00f6nig des deutschen Reichteil ein.&nbsp; Schwierig wurde es f\u00fcr Konrad, als Heinrich Raspe (1231-1247), Landgraf von Th\u00fcringen, bisher ein treuer staufische Gefolgsmann der Staufer, die Seiten wechselte und sich zu Papst Innozenz IV. (1243-1254)  <\/p>\n<p>bekannte,Am 22.5. 1246 wurde er zum Gegenk\u00f6nig gew\u00e4hlt. Heinrich berief f\u00fcr den&nbsp; 25.7. einen Reichstag nach Frankfurt ein. In der N\u00e4he stellte sich Konrad IV. zum Kampf. An der Nidda kam es zum Kampf, den Konrad allerdings verlor, auch weil  <\/p>\n<p>ihn verschiedene schw\u00e4bische Adlige, wohl von p\u00e4pstlichem Geld gekauft, den Staufer verr\u00e4terisch im Stich gelassen hatten. Unter ihnen war auch die Grafen Ulrich I. von W\u00fcrttemberg ,der mit dem Daumen (1241-1265) und sein Bruder Hartmann  <\/p>\n<p>(nur bei Lorent genannt, S. 38, m\u00f6glicherweise Hartmann von Gr\u00fcningen +1280)  <\/p>\n<p>Graf Ulrich wurde wahrscheinlich f\u00fcr seine Dienste von Heinrich Raspe mit der Herrschaft Waldhausen belehnt. Dort lag auch Kloster Lorch und Graf Ulrich leitete daraus seinen Anspruch auf die Vogtei von Kloster Lorch ab. Dass er sie 1250 vor dem Tod Friedrichs II.  <\/p>\n<p>innehatte belegen mehrere Urkunden von Papst Innozenz, in denen Graf Ulrich als Schutzvogt genannt wird.  <\/p>\n<p>Das lag durchaus im Interesse des Konvents. Denn die Staufer waren nicht mehr die starken Herren und in K\u00e4mpfe in Deutschland und auch in Italien verwickelt. Zudem waren sowohl Friedrich als auch Konrad vom Papst mit dem Bann belegt,  <\/p>\n<p>f\u00fcr M\u00f6nche ein durchaus wichtiges Argument.  <\/p>\n<p>Auf Abt Konrad folgte Abt Ulrich (1251-1284) In seiner Regentschaft waren die Verh\u00e4ltnisse von Kloster Lorch wohl nicht besonders gut, was auch aus Papsturkunden hervorgeht.  <\/p>\n<p>Papst Alexander IV. (1254-1261) inkorporierte 1259 die Kirche von Welzheim dem Kloster Lorch und gab als Grund an, dass dem Kloster G\u00fcter entrissen worden seien und dass die M\u00f6nche von den Eink\u00fcnften nicht mehr leben k\u00f6nnten. (Lorent S. 39)Im gleichen Jahr befahl Alexander dem Abt von Murrhardt Kloster Lorch gegen seine Bedr\u00e4nger und R\u00e4uber tapfer beizustehen. (Lorent ebd.)  <\/p>\n<p>Die Staufer gaben ihre Anspr\u00fcche auf die Vogtei noch nicht auf. Konrad von Staufen, genannt der W\u00e4scher&nbsp; berief sich 1271 auf den Stifterbrief&nbsp; und erhob Anspr\u00fcche auf die Vogtei. Der Konvent lehnte dies ab, da Konrads Ahnen nur Seitenverwandte des Stifters waren.  <\/p>\n<p>Er bedr\u00e4ngte nun das Kloster. Man einigte sich schlie\u00dflich auf einen Vergleich. Konrad entsagte nun aller Rechte auf die Abtei.  <\/p>\n<p>Unter Abt Ulrich erhielt das Kloster viele Prekarien.. Der Stifter \u00fcberlie\u00df dem Kloster ein Grundst\u00fcck und behandelte es wie ein Lehen vom Kloster. Er nutzte es, bezahlte aber Abgaben darauf. Nach seinem Tod fiel das Grundst\u00fcck an das Kloster.  <\/p>\n<p>Der Schutz des Grafen von W\u00fcrttemberg war teuer und zeigte sich&nbsp; nicht so wirksam wie vom Konvent erhofft.  <\/p>\n<p>Als Rudolf von Habsburg (1273-1291) 1273 deutscher K\u00f6nig geworden war, stellte er am 3. April 1274 folgende Urkunde f\u00fcr das Kloster aus: \u201c&nbsp; dass die Stiftspfr\u00fcnde von Kloster Altdorfdolf)nimmt das kloster Lorch mit leuten und besitzungen in seinen besonderen schutz, best\u00e4tigt demselben alle von kaiser Friedrich und dessen sohn dem r\u00f6mischen k\u00f6nig Heinrich und seinen vorg\u00e4ngern, sowie von Friedrich herzog von Schwaben und Franken erhaltenen privilegien und erkl\u00e4rt, dass dasselbe keinen vogt als ihn oder wen er zu seiner vertretung bestimmen w\u00fcrde, haben solle.\u201d&nbsp; RI Rudolf &#8211; RI VI,1 n. 133  <\/p>\n<p>Das passte in die Revindikationspolitik Rudolfs. Das war die R\u00fcckf\u00fchrung in der sp\u00e4ten Stauferzeit dem Reich entfremdeter G\u00fcter. Auch wollte Rudolf das alte Herzogtum Schwaben&nbsp; wiederherstellen und ernannte seinen minderj\u00e4hrigen Sohn Rudolf zum Herzog.Das mi\u00dffiel Graf Eberhard I dem Erlauchten. Er widersetzte sich dem. Es kam zum offenen Krieg zwischen Eberhard und Rudolf. Das brachte auch Kloster Lorch in die Zwickm\u00fchle. Denn das Kloster wollte seinen Besitz um Stuttgart-M\u00fcnster ausbauen.  <\/p>\n<p>M\u00fcnster ist 1193 erstmals urkundlich erw\u00e4hnt und zwar als Besitz von Kloster Lorch.  <\/p>\n<p>Nachfolger von Abt Ulrich war Abt Gebzo (1284-1296). Unter ihm war die Lage des Klosters noch immer desolat. Der Schuldenstand des Klosters war so hoch, dass der Augsburger Bischof Wolfhard (1288-1302) dem Kloster eine erledigte Pfr\u00fcnde der Stiftskirche in dem  <\/p>\n<p>Dorf Lorch \u00fcberlie\u00df. Es half nicht viel weiter. 1290 musste Kloster Lorch seine Weinberge und seine Kelter in Tunzhofen, einem Dorf im heutigen Stadtgebiet von Stuttgart-Nord verkaufen musste.  <\/p>\n<p>Eine Stiftung aus dem Jahre 1292 verweist ebenfalls auf die Notsituation von Lorch. Aus Dieser Stiftung sollten die M\u00f6nche drei mal in der Woche Braten erhalten.  <\/p>\n<p>Graf Eberhard I. hatte sich nach seiner Niederlage K\u00f6nig Rudolf unterworfen und konnte seine G\u00fcter in W\u00fcrttemberg&nbsp; behalten. (Lorent S. 43)  <\/p>\n<p>Als der K\u00f6nig 1291 verstarb, wollte Kloster Lorch den Grafen Eberhard wieder als Vogt. Die V\u00f6gte neigten aber dazu, von den Kl\u00f6stern viel zu verlangen wie Wein, Fr\u00fcchte Geld und Frevelsteuer. <\/p>\n<p>Auch wenn die J\u00e4ger mit ihren Hunden ins Kloster kamen verursachte das oft hohe Kosten f\u00fcr die Abteien.<\/p>\n<p>In einer Urkunde musste Graf Eberhard erkl\u00e4ren, dass er sich als Advokat und Besch\u00fctzer des Klosters mit den bisherigen Vogteirechten begn\u00fcgen wolle.<\/p>\n<p>Reibungslos scheint es nicht funktioniert zu haben, denn 1293 musste er eine zweite Urkunde erstellen, in der die G\u00fcter mit Namen bezeichnet waren, in denen er Vogteirechte beanspruchen konnte.<\/p>\n<p>Auf Abt Gebzo28) folgte Abt Friedrich II. (1296-1328) Seine Hauptausgabe war ebenfalls f\u00fcr die Mehrung des Klosterverm\u00f6gens zu sorgen.<\/p>\n<p>Papst Bonifaz VII. (1294-1303) befahl&nbsp; 1298 dem Propst von Beutelsbach , Kloster Lorch seine abhanden gekommenen G\u00fcter wieder zu beschaffen.<\/p>\n<p>Auf Bitte von Abt Friedrich gestattete der Augsburger Bischof Wolfhard, dass die Stiftspfr\u00fcnde von Kloster Altdorf dem Koster Lorch einverleibt wurden.<\/p>\n<p>1304 \u00fcberlie\u00df K\u00f6nig Albrecht (1298-1308) als Oberschirmherr der Abtei Lorch Graf Eberhard&nbsp; f\u00fcr 2000 Mark Silber, das sind etwa 435.428,00 \u20ac, die Vogtei der Abtei.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Abtei war das keineswegs ein Vorteil, denn der Graf musste ja schauen, dass die Investition&nbsp; f\u00fcr ihn sich lohnte.<\/p>\n<p>Nachfolger von Abt Friedrich wurde Abt Kuno von Gundelfingen. Er regierte nur von 1329-1330, \u00fcbte das Amt aber als Pfleger bis 1332 aus.<\/p>\n<p>Papst Johannes XXII. (1316-1334) Musste 1330 dem bereits zur\u00fcckgetretenen&nbsp; Abt Kuno befehlen, sein Amt als Pfleger weiter zu verwalten.<\/p>\n<p>Allerdings gibt es diesen Abt Kuno bei Lorent nicht. Er f\u00fchrt nur Abt Ulrich II. von 1328-1333.<\/p>\n<p>Kloster Lorch vergr\u00f6\u00dferte sich in der Regierungszeit von Abt Ulrich durch die in seiner N\u00e4he befindlichen G\u00fcter von Kloster Elchingen.<\/p>\n<p>Als Graf Ulrich III von W\u00fcrttemberg (1325-1344) nach Schorndorf kam, machte ihm Abt Ulrich seine Aufwartung und erreichte, dass auch er&nbsp; dem Kloster schriftlich den Schutz zusicherte, den Graf Eberhard III.versprochen und 1322 erneuert hatte<\/p>\n<p>Es scheint Schwierigkeiten mit Vogt Eberhard gegeben zu haben, denn er lie\u00df sich von Kaiser Ludwig IV. (K\u00f6nig von 1314-28, dann Kaiser bis 1347) die K\u00f6nigsurkunden von Lorch best\u00e4tigen&nbsp; und erkl\u00e4rte au\u00dferdem die Zust\u00e4ndigkeit des <\/p>\n<p>Reiches Abt und Pfleger f\u00fcr die Eigenleute des Klosters. Hauptstaatsarchiv Stuttgart H 51 U 328. Dadurch wurde Kloster Lorch die Gerichtsbarkeit \u00fcbertragen, die selbst oder durch ihren erw\u00e4hlten Vogt aus\u00fcbte.<\/p>\n<p>K\u00f6nig Karl IV.(1346-1355 dann Kaiser bis 1378) best\u00e4tigte die von K\u00f6nig Rudolf ausgestellte Urkunde am&nbsp; 7. Dezember 1347 .&nbsp; Karl IV. &#8211; RI VIII n. 471 Urkundenempf\u00e4nger war da bereits Abt Ludwig von Stubenberg 1360\u20131371,<\/p>\n<p>Am selben Tag stellte er eine weitere Urkunde aus, dass \u201c niemand ein Vogtrecht \u00fcber die Klosterg\u00fcter ansprechen soll\u201d Karl IV. &#8211; RI VIII n. 473<\/p>\n<p>Eine weitere Bitte des Abtes gew\u00e4hrte Karl ebenfalls.Er verf\u00fcgte, dass die, denen er die erste Bitte zum Kloster Lorch um Kirchen und Pfr\u00fcnde gew\u00e4hrte, nicht als Pfr\u00fcndner von Kloster Lorch angenommen werden mussten, wenn sie nicht geeignet sind.Karl IV. &#8211; RI VIII n. 6491<\/p>\n<p>Abt Ludwig bediente sich des f\u00fcrstlichen Titels \u201cvon Gottes Gnaden Abt\u201d&nbsp; Lorent f\u00fchrt ihn von 1333.1360 als zehnten Abt von Lorch . Auf ihn folgt Ludwig von Stubenberg, den er von 1360-1371 datiert, w\u00e4hrend wikipedia dessen Regierungszeit schon 1333 beginnen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Abt Ludwig regierte bis 1371 und verstarb 1374.<\/p>\n<p>Unter Ludwig von Stubenberg und seinem Nachfolger Volkart (I.) von Schechingen (1372\u20131389) scheint das Kloster oft bedr\u00e4ngt worden zu sein. Von seinen Schutzv\u00f6gten hatte es aber wenig Hilfe zu erwarten.<\/p>\n<p>Sie waren st\u00e4ndig in Fehden mit den Reichsst\u00e4dten und den Adelsb\u00fcnden wie den Martinsv\u00f6geln und den Schleglern verwickelt.<\/p>\n<p>Das Ziel der Schlegler war&nbsp; mit der Unterst\u00fctzung K\u00f6nig Wenzels (1378-1400) ihre Position zu st\u00e4rken. Das gemeinsame Interesse mit dem K\u00f6nig lag in der Schw\u00e4chung der Territorialherren und der St\u00e4rkung einer Zentralgewalt, unter der auch Niederadelige ihre Rechte sichern konnten. <\/p>\n<p>1376 befahl Kaiser Karl dem Grafen von W\u00fcrttemberg&nbsp; Eberhard II (1344-1392) Kloster mit all seinen Leuten, seine G\u00fcter und Zubeh\u00f6rigkeiten zu sch\u00fctzen. Karl IV. &#8211; [RIplus] Regg. Karl IV. (Diplome) [n. 8485] <\/p>\n<p>Nachfolger von Abt Volkart I. wurde Abt Volkart (II.) von Woellwarth 1391\u20131399.<\/p>\n<p>Kloster Lorch war in den n\u00e4chsten 100 Jahren so etwas wie die Versorgungsanstalt f\u00fcr die Niederadelsfamilien von&nbsp; Schechingen und von Woellwarth geworden. Zwischen 1370 und 1470 stellten sie alle \u00c4bte von Kloster Lorch.<\/p>\n<p>Die Herren von Schechingen hatten ihren Stammsitz in Schechingen nahe Abtsgmund und waren Dienstmannen der&nbsp; Grafen von W\u00fcrttemberg.Sie haben auch kunstgeschichtlich bedeutsamen Grabmale, die noch heute in der Lorcher Klosterkirche zu sehen, hinterlassen.<\/p>\n<p>Abt Volkard III.erhielt von K\u00f6nig Wenzel eine Urkunde, in der er s\u00e4mtliche Freiheiten von Kloster Lorch best\u00e4tigte und auch das Verbot, da\u00df, das Reich, den Abt und den Konvent ausgenommen, sich jemand um die Leute des Klosters und die G\u00fcter k\u00fcmmern solle.<\/p>\n<p>Das bedeutete, dass der Abt ab jetzt unumschr\u00e4nkter Herr seiner Untertanen war. (Lorent S. 48)<\/p>\n<p>Auf Abt Volkard II. folgte Abt Johannes von Schechingen 1400\u20131412.<\/p>\n<p>Er erhielt am 11. August 1401 eine Urkunde von K\u00f6nig Ruprecht (1400-1410), in der dieser Kloster Lorch in den Reichsschutz nahm und seine Freiheiten best\u00e4tigte. Hauptstaatsarchiv Stuttgart H 51 U 1058<\/p>\n<p>!415 stellte K\u00f6nig Sigmund (1411-149 K\u00f6nig, dann Kaiser bis 1437) zwei Urkunden aus. In Sigmund &#8211; RI XI,1 n. 1537 best\u00e4tigte er die Privilegien von Kloster Lorch, in der n\u00e4chsten 1538 best\u00e4tigte er die Urkunde von K\u00f6nig Wenzel vom 4. Januar 1398.<\/p>\n<p>Nachfolger von Abt Johannes wurde Abt Wilhelm Schenk von Arberg 1414\u20131441. Die Schenken von Arberg f\u00fchrten f\u00fcr die Bisch\u00f6fe von Eichst\u00e4tt das Schenkenamt auf der Burg Arberg aus, die zur Verwaltung Eichst\u00e4ttischen G\u00fcter errichtet worden waren.<\/p>\n<p>Der auf dem Konzil von Basel (1431-1449) gew\u00e4hlte Papst Felix V. (1439-1449) erteilte Abt Wilhelm auf dessen Bitte die Erlaubnis, die bisch\u00f6flichen&nbsp; Insignien zu tragen<\/p>\n<p>Seine bitte untermauerte er mit dem Verweis auf die vielen Reliquien, die Kloster Lorch besa\u00df und auch auf das dadurch gro\u00dfe Ansehen des Klosters. (Lorent S. 49f)<\/p>\n<p>Iais\u00e4chlich gab es in Kloster Lorch eine Wallfahrt mit viel Zulauf, die diese Epoche (Lorent ) bl\u00fchender erscheinen l\u00e4\u00dft, als sie war.<\/p>\n<p>Der sechzehnte Abt war Volkart (III.) von Schechingen 1443\u20131461, ein Neffe von Abt Johannes von Schechingen.<\/p>\n<p>Nach dem Tod von Graf Eberhard von W\u00fcrttemberg 1419 regierte seine Frau&nbsp; Henriette von M\u00f6mpelgard (+1444) zusammen mit den R\u00e4ten von W\u00fcrttemberg vormundschaftlich f\u00fcr ihre beiden S\u00f6hne Ludwig und Ulrich.<\/p>\n<p>Der Vertrag von N\u00fcrtingen vom&nbsp; 25. Januar 1442 beeinhaltete die Teilung der Grafschaft W\u00fcrttemberg in zwei Teile. Kloster Lorch fiel in den Herrschaftsbereich von Graf Ulrich V. <\/p>\n<p>Die Br\u00fcder verfolgten bald verschiedene Interessenlagen. Ludwig schlo\u00df sich den Reichsst\u00e4dten an, welche zur Abwehr f\u00fcrstlicher Uebergriffe und zum Schutze des Friedens sich verbanden, Ulrich V ergriff die Partei der kriegslustigen F\u00fcrsten.<\/p>\n<p>Die oberschw\u00e4bischen Reichsst\u00e4dte n Biberach, Buchhorn, Isny, Konstanz, Leutkirch, Lindau, Memmingen, Ravensburg, Reutlingen, Rottweil, St. Gallen, \u00dcberlingen. Ulm und Wangen hatten 1376unter der F\u00fchrung Ulms einen St\u00e4dtebund gegr\u00fcndet.<\/p>\n<p>1378 f\u00fchrten Ulm, Reutlingen und Esslingen einen Kriegszug&nbsp; in W\u00fcrttemberg durch.I n der Schlacht bei Reutlingen erlitt Graf Ulrich eine herbe Niederlage.<\/p>\n<p>1449 kam es noch zum, Krieg zwischen Esslingen und Graf Ulrich. Esslingen hatte dank kaiserlicher Privilegierung seinen Zoll stark erh\u00f6ht und ausgedehnt. Im Friedensschlussnahm Esslingen zwar den Zoll zur\u00fcck, begab sich aber unter den <\/p>\n<p>Schutz des Markgrafen von Baden.<\/p>\n<p>Der St\u00e4dtekrieg sch\u00e4digte Kloster Lorch sehr schwer. Kloster Lorch erhielt 1453 einen 100 \u2013t\u00e4gigen Ablass&nbsp; f\u00fcr alle die zur Wiederherstellung der Klosterkirche beisteuerten. (Lorent S. 50)<\/p>\n<p>Abt war nun Nikolaus Schenk von Arberg 1462\u20131477.<\/p>\n<p>In vielen Kl\u00f6stern zeigte sich in dieser Zeit ein deutlicher Niedergang. Oft war die Finanzlage der Kl\u00f6ster ziemlich desolat. G\u00fcterverk\u00e4ufe, Verpf\u00e4ndungen und Verschuldung, kurzfristige Kapitalaufnahmen sind bei allen schw\u00e4bischen Benediktinerkl\u00f6stern im 14. und zu verzeichnen.<\/p>\n<p>So verpf\u00e4ndeten die M\u00f6nche von Komburg liturgische und biblische Handschriften, um zu \u00fcberleben.  <\/p>\n<p>Abt Wickard (1381-1401) aus Kloster Hirsau l\u00f6ste wegen der Verschuldung des Klosters den Konvent auf und verteilte die M\u00f6nche in ausw\u00e4rtige Kl\u00f6ster.  <\/p>\n<p>Aber es gab auch die Reformbestrebungen  <\/p>\n<p>Gepr\u00e4gt wurde die Reformgeschichte des sp\u00e4ten Mittelalters vor allem durch die Reformbulle von Papst Benedikt XII. (1334-1342). Er war als Jacques de Novelles in das Zisterzienserkloster Boulbonne im heutigen Departement  <\/p>\n<p>Haute Garonne eingetreten. Er absolvierte ein Theologiestudium in Paris, das er mit dem Doktor abschloss. 1311 wurde er Abt des Kloster Fontfroide bei Narbonne. Als Papst reformierte er das M\u00f6nchtum und  <\/p>\n<p>genehmigte f\u00fcr die Orden der Zisterzienser, der Benediktiner (Summi magistri 1336), Franziskaner und Augustiner die gro\u00dfen Reformbullen, die nach ihrem Urheber Benedictina genannt werden.  <\/p>\n<p>Den \u00c4bten des Benediktinerordens sch\u00e4rfte er eine geordnete G\u00fcterverwaltung ein. Er verpflichtete sie zu einer soliden Ausbildung der Novizen und ermutigte zum Hochschulstudium der M\u00f6nche.  <\/p>\n<p>F\u00fcr den Benediktinerorden schuf er auch die Ordensprovinzen, insgesamt 36. In Deutschland waren es 4. Die Ordensprovinz Mainz-Bamberg, zu der auch Kloster Blaubeuten geh\u00f6rte, umfasste 133 Kl\u00f6ster  <\/p>\n<p>Alle zwei Jahre sollten Provinzkapitel stattfinden, die sich mit wirtschaftlichen, disziplin\u00e4ren und religi\u00f6sen fragen der Reform befassen sollten.  <\/p>\n<p>Greifbare Erfolge zeigten die Reformbem\u00fchungen des Papstes nicht, aber sie stellten Grunds\u00e4tze auf, die als Ideal, Vorbild und Norm alle weiteren Reformbem\u00fchungen beeinflussten.  <\/p>\n<p>Ein weiteres wichtiges Ereignis war&nbsp; 1417 ein Kapitel der Benediktiner-Provinz Mainz-Bamberg im Kloster Peterhausen ein. Dort wurde ausdr\u00fccklich Bezug auf die \u201cconstitutio Benedicti\u201d genommen.  <\/p>\n<p>Die versammelten \u00c4bte wollten wieder einen w\u00fcrdigen Gottesdienst. Die Teilnahme am Chorgebet sollte regelm\u00e4\u00dfig stattfinden. Die \u00c4bte forderten die Wiederherstellung des gemeinsamen Lebens. Private Eink\u00fcnfte wurden bek\u00e4mpft.  <\/p>\n<p>Die Ordenstracht sollte wieder einheitlich werden. Linnenkleider jeglicher Art wurden verboten. Das Verbot des Fleischgenusses wurde versch\u00e4rft. F\u00fcr Novizen sollte eine \u201cinnere Schule\u201d eingerichtet werden. M\u00f6nche sollten zum Studium an Universit\u00e4ten geschickt werden.  <\/p>\n<p>Au\u00dferdem wurde der Brauch vieler Kl\u00f6ster nur Adlige ins Kloster aufzunehmen als verderbliche Gewohnheit bezeichnet.  <\/p>\n<p>Einen weiteren Ansto\u00df gab Papst Nikolaus V. (1447-1455). Er schickte 1450 Nikolaus von Kues (1401-1464) mit au\u00dferordentlichen Vollmachten zur Kirchen- und Klosterreform in Deutschland, \u00d6sterreich und den Niederlanden versehen als p\u00e4pstlichen Legaten nach Deutschland.<\/p>\n<p>Im Mai 1451 trat im Kloster St. Stephan in W\u00fcrzburg das Kapitel der Benediktinerprovinz Mainz-Bamberg zusammen. Den Vorsitz f\u00fchrte Nikolaus Cusanus. 53 \u00c4bte waren anwesend. Von diesen lie\u00df sich Nikolaus eidlich versprechen,<\/p>\n<p>binnen Jahresfrist \u201cdie Beobachtung eines regeltreuen Lebens nach der Regel und nach den Statuten der Ordens\u201d zu beginnen. <\/p>\n<p>Eine gro\u00dfe Rolle spielte in den Reformbestrebungen vor allem Kloster Melk. (Zur Melker Reform siehe Mei B\u00fcchle Benediktinerkloster Blaubeuren)<\/p>\n<p>In S\u00fcddeutschland wurden die Kl\u00f6ster Wiblingen und St, Afra Schwerpunkte der Melker Reformbewegung.<\/p>\n<p>Abt Nikolaus f\u00fchrte 1462 in Lorch die Melker Reform ein ob auf Veranlassung von Graf Ulrich V. oder von Abt Nikolaus veranlasst, ist nicht gekl\u00e4rt.<\/p>\n<p>Neben Kloster St. Afra war Wiblingen zum wichtigsten St\u00fctzpunkt der Melker Reform in S\u00fcddeutschland geworden. In Wiblingen war&nbsp; Abt Ulrich Habl\u00fczel(1432-1473) f\u00fcr den Anschluss an Melk ma\u00dfgeblich.<\/p>\n<p>1462 vermerkt das Rote Buch, das von dem Lorcher Kanoniker Augustin Selz geschrieben worden ist, dass dann auch der Prior von Kloster Blaubeuren&nbsp; Johannes Schmid wirkte, sowie der Superior von Kloster Wiblingen, Jodokus Winkelmann,der auf Abt Nikolaus folgte.<\/p>\n<p>Aus Elchingen war Kaspar von Elchingen mit anderen Begleitern dabei.<\/p>\n<p>Abt Nikolaus wurde&nbsp; vom Papst noch einmal infuliert.<\/p>\n<p>Nikolaus war auch ein gro\u00dfer Bauherr. Er restaurierte den Chor. Der Kreuzgang , von dem noch Reste stehen., stammt ebenfalls von ihm. Die Baut\u00e4tigkeit ist auch ein Zeichen von Reformkl\u00f6stern.<\/p>\n<p>Es gab einen regen Kontakt zwischen Reformkl\u00f6stern, die nicht nur Konventualen, sondern auch Handschriften und Bauhandwerker austauschten.<\/p>\n<p>Abt Nikolaus lie\u00df auch die Gruften der Hohenstaufer \u00f6ffnen.<\/p>\n<p>Abt Nikolaus legte sein Amt 1477&nbsp; nieder und schlug als seinen Nachfolger Jodokus Winkelhofer vor. Er stammte aus Ulm und war als reformgesinnter Ordensmann von Wiblingen nach Lorch geschickt worden, um dort an der Reform mitzuwirken. Vor seiner Wahl<\/p>\n<p>zum Abt verwalteter er das Amt des Gro\u00dfkellers in Lorch. Jodokus war der erste nichtadlige Abtmit stadtb\u00fcrgerlicher Herkunft in Lorch. Er lie\u00df ein Glocke, die schon bei seinem Vorg\u00e4nger heruntergefallen war, neu gie\u00dfen und im gr\u00f6\u00dferen Chorturm aufh\u00e4ngen.<\/p>\n<p>Er war nur drei Jahre Abt und verstarb schon 1480.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Georg Kerler (1481\u20131510) Er entstammte einer Blaubeurer B\u00e4ckersfamilie und war von Blaubeuren nach Lorch geschickt worden.<\/p>\n<p>Schon 1477 galt Lorch als zuverl\u00e4ssiges, reformierte Kloster, was sich auch daran zeigt, dass weniger regeltreue Ordensbr\u00fcder nach Lorch strafversetzt wurden. So befahl 1477 der Augsburger Bischof <\/p>\n<p>Johann II. von Werdenberg (1469 \u20131486) Bruder Ulrich Harder aus Ottobeuren dem Konvent einzugliedern.<\/p>\n<p>1482 fand das Provinzialkapirel der Ordensprovinz Mainz-Bamberg.in Kloster Blaubeuren statt. Gastgeber war Abt Heinrich III. Fabri (1475-1495). 130 \u00c4bte sollen anwesend gewesen sein. <\/p>\n<p>Das feierliche Hochamt zelebrierte Abt Georg Kerler von Kloster Lorch. Auch das zeigt, dass Lorch bei den Reformkl\u00f6stern angekommen war.<\/p>\n<p>Die Melker Reform legte ein Schwergewicht auf die Bildung der M\u00f6nche und damit erh\u00f6hte sich nat\u00fcrlich der Stellenwert der Klosterbibliotheken. Das gilt auch f\u00fcr Lorch.<\/p>\n<p>Das Buch&nbsp; hatte einen hohen Nutzwert&nbsp; f\u00fcr Liturgie, Wissenschaft und Bildung. Die Lorcher Bibliothek war reich ausgestattet, erlitt aber bereits im Bauernkrieg gro\u00dfe Verluste.<\/p>\n<p>Heute sind nur geringe Reste erhalten geblieben.<\/p>\n<p>Um 1500 war Augustin Seitz als Schreiber in Lorch t\u00e4tig.Man kann ihn als&nbsp; als Archivar und Bibliothekar des Klosters bezeichnen Er war auch lange Prior in Lorch.<\/p>\n<p>Von ihm stammt das Rote Buch, benannt nach der Farbe seines Einbandes. Es ist ein Kopialbuch, enth\u00e4lt also Urkundenabschriften aber auch eine Klostergeschichte und ist Zeugnis f\u00fcr die <\/p>\n<p>f\u00fcr die historische R\u00fcckbesinnung der Lorcher M\u00f6nche auf ihre hochmittelalterlichen Anf\u00e4nge.<\/p>\n<p>Von Seitz existiert auch noch eine Abschrift der Vita der Heiligen Afra, ein weiteres Kopialbuch sowie eine Stuttgarter Inkunabel, eine Schenkung des Klosters Hirsau.<\/p>\n<p>Von kunstgeschichtlicher Bedeutung sind die Lorcher Chorb\u00fccher von 1511\/12. An ihrer Entstehung war Laurentius Autenrieth als Schreiber beteiligt. <\/p>\n<p>Er ist&nbsp; 1483 als Sohn eines M\u00fcllers in Blaubeuren geboren, Dort besuchte er die Klosterschule und trat dann als Novize in Kloster Blaubeuren ein.<\/p>\n<p>Dort wurde er wohl zum Schreiber ausgebildet. Um 1505 wechselte er in das Kloster Lorch. Dort war er zun\u00e4chst auch Schreiber,<\/p>\n<p>Ab 1508 war er Kustos, dann Prior. 1525 wurde er Nachfolger von Abt Sebastian.<\/p>\n<p>Abt Georg sorgte ebenfalls f\u00fcr die Versch\u00f6nerung der Klosterkirche und lie\u00df die Alt\u00e4re mit Bildtafeln ausstatten. Nach Lorent wurden auch die Hohenstauenbilder auf den Pfeilern entweder gemalt oder restauriert,<\/p>\n<p>Als der p\u00e4pstliche Nuntius Raimund P\u00e9raud (1435-1505) 1489 in Lorch eine Visitation abhielt, beklagten sich die M\u00f6nche bei ihm, dass weltliche und geistige Potentaten immer versuchten, etwas aus dem Lorcher Reliquienschatz zu erhalten.<\/p>\n<p>Er verbot nun dem Abt und dem Konvent bei Strafe, daraus etwas abzugeben.<\/p>\n<p>1489 erteilte Papst Innozenz VIII. (1484-1492 ) Gl\u00e4ubigen, die Kloster Lorch an Kirchweih oder anderen Festtagen besuchten einen 100-t\u00e4gigen Ablass.<\/p>\n<p>1492 erlaubte er Abt und Konvent eine stille Messe auch in Zeiten eines Interdikts abzuhalten.<\/p>\n<p>Als Graf Eberhard im Bart (1457-1496) 1495 von Kaiser Maximilian (1486-1519) 1495 zum Herzog erhoben wurde, schenkte ihm Abt Georg aus diesem Anlass einen silbernen Becher.<\/p>\n<p>Am 5. Juli 1500 best\u00e4tigte Maximilian auf Bitten von Abt Georg zwei Urkunden von Friedrich III. von 1442 und 1462. Maximilian I. &#8211; RI XIV,3,1 n. 10325<\/p>\n<p>In einer weiteren Urkunde belehnte Maximilian Abt Georg sowie seinen Nachfolger mit dem Blutbann \u00fcber das Dorf Lorch und gestattet, im Dorf Halsgericht, Stock und Galgen wieder aufzurichten. Der Abt hat bis zum 24. August dem Abt Gregor von Blaubeuren die schuldigen Eide zu leisten und sie auch seinen Amtsleuten abzunehmen, wenn er sie mit dem Blutbann betraut. Maximilian I. &#8211; RI XIV,3,1 n. 10326<\/p>\n<p>Es gab einen Streit um das Jagdrecht in den W\u00e4ldern von Lorch. Der Zehnthauptmann, den damals noch Graf Eberhard als eine Art Oberherr geschickt hatte, weil die Stra\u00dfen unsicher waren. wurde vom Abt als Oberherr nicht anerkannt. Als Repressalie<\/p>\n<p>verbot er Abt und Konvent das Jagen in den W\u00e4ldern um Lorch.Au\u00dferdem forderte er eine Abgabe f\u00fcr das Weidenlassen der Schweine des Klosters. Die f\u00fcrstliche Kanzlei entschied 1495, dass&nbsp; Abt und Konvent in einem bestimmten Bann jagen durften. Die Abgabe f\u00fcr die <\/p>\n<p>Schweine wurde aufgehoben. Abt Georg musste akzeptieren, dass seine Untertanen und Beamten dem Zehnthauptmann gehorchten.<\/p>\n<p>Auf Abt Georg folgte Abt Sebastian Sitterich (1510\u20131525) Abt Sebastian stammte aus dem Weing\u00e4rtnerdorf Untert\u00fcrkheim. Sein erstes Wappen stellte einen Rebstock dar, was die Vermutung st\u00fctzt, dass er einer Weing\u00e4rtnerfamilie entstammte.<\/p>\n<p>Als Graf Ulrich 1511 Herzogin Sabina von Bayern (1492-1564), Tochter von Herzog Albrecht IV. und Kunigunde von \u00d6sterreich, heiratete, \u00fcberreichte Abt Sebastian Herzog Ulrich I.von W\u00fcrttemberg (1498-1519 und 1534-1550) als Schutzherr von Lorch anl\u00e4\u00dflich der Hochzeit<\/p>\n<p>ein Geschenk von 100 Goldgulden, das sind etwa 24.789,00 \u20ac.<\/p>\n<p>Auch Sebastian war baufreudig. Er lie\u00df Burg Leineck wiederherstellen, die Abt Wilhelm 1435 von Fritz von Sachsenheim gekauft hatte und die wohl als Sommersitz der \u00c4bte diente. 1435 wird auch erstmals eine M\u00fchle unterhalb der Burg erw\u00e4hnt.<\/p>\n<p>Abt Sebastian lie\u00df dort auch eine Kapelle errichten, die 1512 geweiht wurde.<\/p>\n<p>Abt Sebastian Sitterich war auch Auftraggeber der Chorb\u00fccher von Lorch. Er legte die Inhalte fest, w\u00e4hlte die K\u00fcnstler aus und sorgte f\u00fcr die Finanzierung der kostspieligen Werke. Als Stifter und Sponsoren sind unz\u00e4hlige Personen in den Handschriften aufgez\u00e4hlt. Allen voran, der Landesherr Herzog Ulrich von W\u00fcrttemberg.Er war zusammen mit seiner Braut Sabina die wichtigsten Stifter. Nur mit ihrer Unterst\u00fctzung konnte das Kloster die Kosten zum Beispiel f\u00fcr Pergament und Farben aufbringen.<\/p>\n<p>Die Chorhandb\u00fccher wurden nach Melker Vorschriften angelegt. F\u00fcr die Buchmalerei ist Nikolaus Bertschi verantwortlich. Er stammte aus Rorschach und ist als lluminator zwischen 1511 und 1541 in Augsburg belegt. <\/p>\n<p>Er gestaltete die Malereien der&nbsp; Initialen. Die Noten malte Leonhard Wagner, der auch Subprior im Kloster St. Ulrich und Afra war. Er gilt als bedeutendster Kalligraph der Renaissance.<\/p>\n<p>Zum Schreiben der 1.784 Seiten wurden f\u00fcnf Schreiberm\u00f6nche eingesetzt.&nbsp; Der M\u00f6nch Erhard Hauser&nbsp; war ca. 15 Jahre in Kloster Lorch. Er verkaufte 1587 die Lorcher Chorhandb\u00fccher 1587 an den Abt von Kloster Neresheim<\/p>\n<p>Melchior H\u00e4nlin (1584\u20131616) und rettete sie somit wohl.<\/p>\n<p>Als Ulrich 1519 aus W\u00fcrttemberg vertrieben wurde, wurde Erzherzog Ferdinand von \u00d6sterreich als Regent in W\u00fcrttemberg eingesetzt. Er regierte das Herzogtum W\u00fcrttemberg von 1522-1532.<\/p>\n<p>Bei seinem Einzug in Stuttgart wird auch Abt Sebastian im bisch\u00f6flichen Ornat erw\u00e4hnt. (Lorent S.58)<\/p>\n<p>Zum Ende seiner Regierung erlebte Abt Sebastian den Bauernkrieg, der Kloster Lorch mit voller Wucht traf.<\/p>\n<p>Schon beim Aufstand des&nbsp; Armen Konrads hatten sich Klosteruntertanen den Aufst\u00e4ndischen angeschlossen. <\/p>\n<p>1503 hatte Herzog Ulrich die Regierung in W\u00fcrttemberg \u00fcbernommen. Seine Prunksucht, aber auch hohe Kriegskosten f\u00fchrten zu einer hohen Verschuldung des Landes.<\/p>\n<p>Herzog Ulrich hatte schon 1512 einen hohen Weinzoll eingef\u00fchrt. Die Einf\u00fchrung einer Verm\u00f6genssteuer scheiterte am Widerspruch der reichen Leute.<\/p>\n<p>Er f\u00fchrte eine Verbrauchssteuer auf Fleisch ein, die das Fleisch erheblich verteuerte. Missernten 1508 und 151 verschlimmerten die Lage&nbsp; des \u201cGemeinen Mannes\u201d weiter.<\/p>\n<p>Zentrum des Aufstandes wurde Schorndorf. Herzog Ulrich rief einen gro\u00dfen Landtag ein. Im T\u00fcbinger Vertrag vom 8. Juli 1514 kam es zu einem Interessenausgleich zwischen dem Herzog und den Landst\u00e4nden.<\/p>\n<p>Dieser fand aber ohne jegliche Beteiligung der Aufst\u00e4ndischen statt.<\/p>\n<p>Die Klosteruntertanen kehrten wieder unter den Gehorsam Abt Sebastians zur\u00fcck. Sie leistete einen Eid, nichts mehr gegen das Kloster zu unternehmen und sich ohne Erlaubnis des Abtes zu entfernen. Sie zahlten die Abgaben vermehrt um eine Geldstrafe.<\/p>\n<p>Die Lebenssituation hatte sich nicht gewandelt<\/p>\n<p>1524 hatte sich die Lage wieder zugespitzt. Am Hochrhein und in den benachbarten Landschaften schlossen sich die ersten Bauernhaufen zusammen.<\/p>\n<p>Am 14. Februar versammelten sich der Allg\u00e4uer Haufen, der Seehaufen und der Baltringer Haufen und beschlossen und verabschiedeten dort die \u201cZw\u00f6lf Artikel\u201d.<\/p>\n<p>In Gaildorf bildete sich der Gaildorfer oder der gemeine helle Haufen. Er trat sehr gewaltsam auf. Er verbrannte Kl\u00f6ster und Schl\u00f6sser. Er zwang Bauern zum Mitzug und Adlige zum Eintritt in den Hellen Haufen, so zum Beispiel den Schenk von Limpurg.<\/p>\n<p>Erst pl\u00fcnderte der Haufen Kloster Murrhard und zog dann vor Kloster Lorch weiter. Am 26. April stand der Haufen vor Kloster Lorch. Abt Sebastian erbat sich zwar Hilfe beim Obervogt von Schorndorf. Dieser sah sich aber nicht in der Lage zu helfen.<\/p>\n<p>Das Kloster konnte sich ein paar Tage halten. Durch Verrat konnten die Bauern aber eindringen. Das Kloster wurde dann gepl\u00fcndert, alle Privilegien und Freiheitsbriefe vernichtet und die Bibliothek weitgehend zerst\u00f6rt.<\/p>\n<p>Reliquien&nbsp; wurden vernichtet oder geraubt.Dann wurde das Kloster in Brand gesetzt und die M\u00f6nche vertrieben. Die Bauern hatten ihr Hauptquartier f\u00fcnf Tage in Lorch. Dann zogen sie auf Burg Hohenstaufen weiter, die sie dann ebenfalls zerst\u00f6rten.<\/p>\n<p>Abt Sebastian wurde aber bei dem Einfall der Bauern nicht auf dem Altar erschlagen, wie immer wieder erz\u00e4hlt wird, such bei Lorent steht das. Der Abt verstarb in der zweiten Jahresh\u00e4lfte 1525, vielleicht am&nbsp; 7. Dezember 1525.<\/p>\n<p>Zu seinem Nachfolger wurde Abt Laurentius Autenrieth (1525\u20131548 )(\u2020 1549), am 29.Dezember 1525 gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Er ist um 1483 als Sohn eine M\u00fcllers in Blaubeuren geboren.Um 1500 trat er als Novize in Kloster Blaubeuren ein. 1505 wechselte er nach Lorch. 1508 oder davor war er Kustos in Lorch.<\/p>\n<p>In Blaubeuren war er wohl zum Schreiber ausgebildet worden In dieser Funktion arbeitete an den Lorcher Chorhandb\u00fcchern mit.<\/p>\n<p>1520 hatte er ein Schreibmusterbuch entworfen, das sich jetzt wie die Lorscher Chorhandb\u00fccher in der W\u00fcrttembergischen Landesbibliothek in Stuttgart befindet. <\/p>\n<p>Vor 1519 wurde er Prior in Lorch.i<\/p>\n<p>Er lie\u00df das im Bauernkrieg zerst\u00f6rte Kloster 1530\/31 wieder instand setzen.<\/p>\n<p>Herzog Ulrich kehrte 1534 mit Hilfe des Landgrafen von Hessen Philipp (1518-1567) nach W\u00fcrttemberg zur\u00fcck. Dieser besiegte Erzherzog Ferdinand am&nbsp; 13. Mai 1534 in der Schlacht bei Lauffen.<\/p>\n<p>Im Vertrag von Kaaden vom 29. Juni 1534&nbsp; wurde Ulrich wieder als Regent in W\u00fcrttemberg&nbsp; eingesetzt. Er musste die strittige Wahl Ferdinands zum deutschen K\u00f6nig anerkennen.<\/p>\n<p>Ferdinand behielt dar\u00fcber hinaus formell den Titel des Herzogs von W\u00fcrttemberg, gab aber das Herzogtum als Afterlehen an Ulrich weiter. Dieses Afterlehensverh\u00e4ltnis stellte eine erhebliche Degradierung von Ulrichs F\u00fcrstenw\u00fcrde dar. Ferdinand behielt sich weiterhin das Recht vor, das Lehen wieder einzuziehen, falls der Herzog oder seine Nachkommen gegen das Haus \u00d6sterreich vorgehen sollten. Au\u00dferdem sicherte der Vertrag Ferdinand das Recht, nach Aussterben des Mannesstammes im Haus W\u00fcrttemberg, die Neubesetzung des Herzogtums alleine zu bestimmen.<\/p>\n<p>Herzog Ulrich f\u00fchrte umgehend die Reformation in W\u00fcrttemberg ein. <\/p>\n<p>Die Kl\u00f6ster und geistlichen Korporationen wurden s\u00e4kularisiert, so dass sich das Herzogtum W\u00fcrttemberg bedeutend .Allerdings wurde das Kirchengut als eigene Verm\u00f6gensmasse behandelt und selbst\u00e4ndig verwaltet.<\/p>\n<p>Aber Gebietszuwachs und Verm\u00f6genszuwachs waren aus Sicht Ulrichs sicher auch Gr\u00fcnde, die&nbsp; f\u00fcr die Einf\u00fchrung der Reformation sprachen.<\/p>\n<p>Der Vogt von Kloster Lorch war zu dieser Zeit der w\u00fcrttembergische Obervogt von Schorndorf.Friedrich Freiherr von Schwarzenberg (1498 \u2013 1561). Dieser wurde von Herzog Ulrich beauftragt,,<\/p>\n<p>den Lorcher M\u00f6nchen zu erkl\u00e4ren,dass M\u00f6nche, die sich nicht zur lutherischen Religion bekennen wollten, sich nach Maulbronn zu begeben h\u00e4tten. <\/p>\n<p>Kloster Maulbronn wurde eine Einrichtung f\u00fcr M\u00f6nche, die nicht aus den Konventen austreten wollten. Sie sollten mit Betten und B\u00fcchern ins Kloster Maulbronn gehen und dort zu einem gemeinsamen Haushalt zusammengefasst werden.<\/p>\n<p><sup><font size=\"3\"><\/font><\/sup><\/p>\n<p>Wer nicht auf diesen Vorschlag eingehen wollte, sollte mit einem Leibgeding von 40 Gulden, das sind&nbsp; etwa 11.391,00 \u20ac, entlassen werden.<\/p>\n<p>Der einzige M\u00f6nch, der freiwillig aus dem Kloster austrat war Gabriel Schulmeister. Er war sp\u00e4ter evangelischer Pfarrer&nbsp; in Hochdorf.Kloster Murrhardt und Kloster Lorch wehrten sich im Unterschied zu anderen Pr\u00e4laturen energisch.<\/p>\n<p>Sie verteidigten in der 2. Jahresh\u00e4lfte von 1532 ihren Besitz, ihre Privilegien, ihren katholischen Glauben und ihre Ordenstraditionen.<\/p>\n<p>Am 30. Dezember 1535 wurden 14 M\u00f6nche aus dem Kloster vertrieben. Der Abt mit 3 M\u00f6nchen durften in der Funktion als Verwalter&nbsp; im Kloster verbleiben.<\/p>\n<p>Die Beschlagnahme der Kl\u00f6ster und ihres Verm\u00f6gens bescherte dem Herzogtum eine Einnahmequelle, die seine Eink\u00fcnfte um etwa ein Drittel erh\u00f6hten.<\/p>\n<p>Im Januar 1536 kamen herzogliche B\u00fcchsemacher, zerschlugen die Glocken und f\u00fchrten alles Metall, dessen sie habhaft werden konnten, weg.<\/p>\n<p>Der Sieg \u00fcber den Schmalkaldischen Bund&nbsp; am 26. M\u00e4rz 1247 bei M\u00fchlberg beendete den Schmalkaldischen Krieg und brachten Kaiser Karl V. (1519-1556) seine religionspolitischen Ziele im Reich durchzusetzen.<\/p>\n<p>Auf dem Reichstag von Augsburg 1548 legte er eine Verordnung zur Abstimmung vor, die als \u201cAugsburger Interim\u201d in die Geschichte eingegangen ist.<\/p>\n<p>In W\u00fcrttemberg wurden die Kl\u00f6ster restituiert. Im Herbst 1548 kehrten die Lorcher Konventualen in ihr Kloster zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Im Beisein der \u00c4bte von Murrhardt Thomas Carlin (1548 \u20131552 ) und Hirsau Johannes III. Schulthei\u00df, (1525\u20131556) wurde Benedikt Rebstock (1548\u20131563). Er war der letzte katholische Abt in Lorch.Vor er zum Abt gew\u00e4hlt wurde, war er ab 1535<\/p>\n<p>Verwalter in Stuttgart und in M\u00fcnster.<\/p>\n<p>Seine Regierung war aber nur ein Zwischenspiel. Der Passauer Vertrag vom 2. August 1552 hob das Interim wieder auf&nbsp; und Der Augsburger Religionsfrieden vom 08- August 1555, dessen wichtigstes Resultat kurzgefa\u00dft \u201ccuius regio, eius religio\u201d besagte,<\/p>\n<p>dass der jeweilige Regent die Religion seines Landes bestimmen sollte. In W\u00fcrttemberg&nbsp; war Herzog Ulrich 1550 verstorben und sein Sohn Christoph&nbsp; trat seine Nachfolge an. Christoph, ein \u00fcberzeugter Protestant, setzte die Reformation fort.<\/p>\n<p>Am 9.1.1556 erlie\u00df er die Klosterordnung.Diese bewirkte die endg\u00fcltige Reformierung der w\u00fcrttembergischen K\u00f6ster&nbsp; In Lorsch richtete er 1556 eine grammatische Klosterschule ein.Die Klostersch\u00fcler, sp\u00e4ter Seminaristen genannt, sollten auf den Dienst in der neuen Kirche vorbereitet werden.<\/p>\n<p>Die Lorcher Schule wurde aber schon 1583 in das ehemalige Kloster Adelsberg verlegt.<\/p>\n<p>!560 legte Abt Benedikt und der Konvent bei der Reichsstadt Gm\u00fcnd 6000 Gulden, das sind etwa 1.712.828,00 \u20ac, an.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber gibt es im Staatsarchiv Ludwigsburg folgende Urkunde B 177 S B\u00fc 235<br \/>\u201dStreitigkeiten zwischen W\u00fcrttemberg und der Stadt Gm\u00fcnd wegen des von letzterer Stadt beim Kloster Lorch aufgenommenen Kapitals von 6000 Gulden. (Tatbestand: Im Jahre 1560\/61 legen Abt Benedikt Rebstock und der Konvent zu Lorch 6000 Gulden bei der Reichsstadt Gm\u00fcnd an. Nach dem Tode dieses Abts wird die Reformation durchgef\u00fchrt und die sechs letzten vertriebenen Konventualen begeben sich in den Schutz des Kardinal-Bischofs Otto von Augsburg, der im Namen seiner Schutzbefohlenen 1565 mit Gm\u00fcnd einen Vertrag abschlie\u00dft, dass ihnen die Stadt jenes Kapital in 3 Jahresraten von je 2000 Gulden zur\u00fcckzahlen soll. Der Herzog von W\u00fcrttemberg erhebt nun seinerseits f\u00fcr den neuen evangelischen Abt von Lorch Anspr\u00fcche auf jene 6000 Gulden Gm\u00fcnd gegen\u00fcber. In Folge davon kommt es zu einem Prozess vor dem kaiserlichen Kammergericht, das eine Kommission einsetzt.)\u201d<\/p>\n<p>Abt Benedikt ist am 16. Mai 1563 gestorben  <\/p>\n<p>Die letzten M\u00f6nche waren Prior Michael Reichenbach, zugleich Pfleger des Klosters M\u00fcnster,Erhard Hauser und Christian Wolfhart.Prior Reichenbach war zu der Zeit 30 Jahre alt und etwa 14 Jahre im Kloster. Erhard Hauser&nbsp; war ca 25 und ebenfalls etwa 14 Jahre im Kloster  <\/p>\n<p>1581 war er Pfarrer in Wi\u00dfgoldingen. Christian Wolfhard war 1563&nbsp; ca. 22 Jahre alt und war 12 Jahre im Kloster, da ist wohl die Klosterschulzeit mitgerechnet. Er war 1581 Pfarrer in B\u00fchlerzell.Zusammen mit Erhard Hauser verkaufte er die Lorcher Chorhandb\u00fccher an den Abt von Kloster Neresheim.  <\/p>\n<p>1565 schenkten die vertriebenen Konventualen Kardinal Otto von Augsburg&nbsp; (1543-1573), in dessen Schutz sie sich begeben hatten f\u00fcr sein Kollgegium, die sp\u00e4tere Universit\u00e4t Dillingen 6000 Gulden f\u00fcr eine j\u00e4hrliche Pension von 100 Gulden, das sind etwa 28.491,00 \u20ac. Es handelt sich wohl m die  <\/p>\n<p>in der Urkunde erw\u00e4hnten 6000 Gulden.  <\/p>\n<p>Gleich nach dem Tod von Abt Benedikt erschien eine Kommission in Lorch, bestehend aus dem Kirchenratssekret\u00e4r Johann Winter und dem Schorndorfer Untervogt Sixt Veselin. sie inventierten den Klosterbesitz und notierten 12.000 fl an Bargeld, das sind etwa 3.418.864,00 \u20ac.  <\/p>\n<p>Au\u00dferdem hatte der Abt&nbsp; eine namhafte Zahl von Ornaten hinterlassen, sowie Silbergeschirr, Kelche und Kleinodien. Zurecht attestierten ihm die Kommissare eine \u201csp\u00e4rige\u201d Haushaltsf\u00fchrung.  <\/p>\n<p>Die Abtei war noch sehr reich an Grundbesitz Sie besa\u00df etwa 800 Lehensg\u00fcter, mehr als 3000 Morgen Wald,das sind etwa 94.560 Hektar und hatte 14 Zollst\u00e4tten.  <\/p>\n<p>Die drei M\u00f6nche richteten an den Herzog das Gesuch,&nbsp; einen von ihnen zum Abt zu w\u00e4hlen.  <\/p>\n<p>Mit dem Verweis auf den Augsburger Religionsfrieden wurde aber am 19.Juni 1563 Georg Udal als erster evangelischer Abt in sein Amt eingef\u00fchrt.  <\/p>\n<p>Er studierte&nbsp; mit einem Stipendium an der Universitr\u00e4t T\u00fcbingen und wurde dort am 14.06. 1441 immatrikuliert. Er war erst Pfarrerin Markgr\u00f6ningen, dann in Suttgart und vo0n 1551-1556 wieder in Markgr\u00f6ningen.  <\/p>\n<p>Von 1556-1563&nbsp; war er Pfarrer in Bietigheim.&nbsp; 1563 wurde er Generalsuperintendent. 1559 unterzeichnete er die gro\u00dfe Kirchenordnung.1563 wurde er&nbsp; Abt in Lorch.  <\/p>\n<p>Er war verheiratet und hatte eine Tochter und einen Sohn.  <\/p>\n<p>Der evangelische Abt&nbsp; war Vorstand der Klosterschule und des gesamten Klosterhaushaltes. au\u00dferdem war er zumindest nominell f\u00fcr die gesamten Klosterbesitzungen verantwortlich.  <\/p>\n<p>Die Verwaltung besorgte aber ein herzoglicher Beamter.  <\/p>\n<p>Der evangelische Abt besa\u00df wie sein katholischer Vorg\u00e4nger die Landstandschaft und wurde zu den Landtagen einberufen. Au\u00dferdem war der Lorcher Abt seit Udal einer der vier Generalsuperintentenden.  <\/p>\n<p>Diese hatten mit dem Kirchenrat die notwendigen Beschl\u00fcsse zu fassen.  <\/p>\n<p>Abt Georg verstarb&nbsp; am 16.11. 1576.  <\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Magister Abel Weinlin (Vinarius) (1577\u20131602)  <\/p>\n<p>Er ist&nbsp; 1530 in Hausbergen geboren. Am 31.5. 1551 wurde er in T\u00fcbingen immatrikuliert. Er war Pfarrer in Hagelloch.  <\/p>\n<p>Von 1577- 1602 war er Abt von Lorch und 1577 wurde er auch Generalsuperintendent.Er war zwei mal verheiratet und hatte insgesamt 13 Kinder.  <\/p>\n<p>Er verstarb am 27.02. 1606 in Herrenberg.  <\/p>\n<p>1584 wurde die Klosterschule auf Befehl von Herzog Ludwig (1568-1593) wieder aufgehoben und mit der Schule von Adelsberg zusammengelegt.  <\/p>\n<p>Das geschah wohl auf der schlechten wirtschaftlichen Lage des Klosters. Wie oben ausgef\u00fchrr wurde das Klostergut zwar als Eigengut verwaltet. Die Herz\u00f6ge achteten aber sehr darauf, dass Gewinn erwirtschaftet wurde.  <\/p>\n<p>Dieser stellte einen wesentlichen Teil des w\u00fcrttembergischen Haushaltes dar.  <\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Regierungszeit von Abt Abel wurden auf Befehl Herzog Friedrichs I. (1593-1608) wurden mehrere Hohenstaufengr\u00e4ber ge\u00f6ffnet Dabei sollen mehrere Kostbarkeiten gefunden worden sein, auch die sterblichen \u00dcberreste von Philipp  <\/p>\n<p>und seiner Gattin Irene gefunden. Die Gr\u00e4ber wurden dann wieder geschlossen. Crusius berichtet in seinem Diarium davon.  <\/p>\n<p>Nachfolger&nbsp; von Abt Abel wurde Magister Jakob Magirus.  <\/p>\n<p>Er ist am 12.10.1562 in Stuttgart geboren. Am 04.05.1580 wurde er in T\u00fcbingen immatrikuliert. Seinen Magistergraf erreichte er dort am 14. August 1582. Er war dann Repetent am T\u00fcbinger Stift.  <\/p>\n<p>1588 wurde er Diakon in Bietigheim. Dann wechselte er an die Stiftskirche nach Stuttgart, wo er Oberdiakon wurde.  <\/p>\n<p>1^602 wurde er zum Abt von Lorch berufen, was er bis zu seinem Tod, was er bis zu seinem Tod 1624.blieb. 1588 heiratete er Hedwig Andreae (1571\u20131614), die Tochter des Reformators Jakob Andreae.  <\/p>\n<p>Mit ihr hatte er 7 Kinder, von denen zwei fr\u00fch starben  <\/p>\n<p>Er dichte mehrere Kirchenlieder, von den 3 in das Stuttgarter Gesangbuch aufgenommen wurden, Seine \u201cEttliche christliche Gebett und Dancksagung in hochbeschwehrlichen N\u00f6ten und Anfechtungenj\u201d erschien in zwei Auflagen.  <\/p>\n<p>Jakob Magirus verstarb am 2.6. 1624 in Lorch.  <\/p>\n<p>Melchior Nicolai (1625\u20131627) wurde sein Nachfolger. Er ist am 14. Dezember 1578 als Sohn des Gerichtsverwandten Melchior geboren. Als Gerichtsverwandter wurde jemand bezeichnet, der zu einem bestimmten Gericht geh\u00f6rte.  <\/p>\n<p>Wegen seiner Begabung wurde er zum Theologiestudium bestimmt. Nach seinem Studium wurde er Vikar in Adelsberg bei&nbsp; Andreas Osiander, der einflu\u00dfreichste Prediger und&nbsp; Sprecher der evangelischen&nbsp; Seite auf dem Religionsgespr\u00e4ch im M\u00e4rz 1525 war.  <\/p>\n<p>Er reformierte auch N\u00fcrnberg und sp\u00e4ter von Kurf\u00fcrst&nbsp; Ottheinrichs von der Pfalz (1502\u20131559)&nbsp; mit der Reformation des F\u00fcrstentums Pfalz-Neuburg betraut.  <\/p>\n<p>1619 wurde er als u\u00dferordentlicher Professor f\u00fcr Theologie an die Universit\u00e4t berufen.Anfangs hatte er dort einen schweren Stand. Man beschuldigte ihn sogar \u201egrober Calvinianischer und Nestorianischer Irrthumben\u201c.  <\/p>\n<p>Die Zwistigkeiten kamen auch dem streng orthodoxen Herzogs Johann Friedrich (1608-1628) zu Ohren. Dieser wollte ihn sogar auf die Pr\u00e4latur von Anhausen versetzen.  <\/p>\n<p>Auf F\u00fcrbitte des Senats nahm der Herzog dies schlie\u00dflich zur\u00fcck. 1625 wurde er als Pr\u00e4lat nach Lorch bef\u00f6rdert.  <\/p>\n<p>1618 war der Drei\u00dfigj\u00e4hrige Krieg ausgeberochen. Auf Kloster Lorch hatte das zun\u00e4chst keine Auswirkungen.  <\/p>\n<p>Aber 1626 hatte Wallenstein Ernst von Mansfeld besiegt&nbsp; 1627 hatte er ganz Norddeutschland besetzt. Die protestantische Sache schien verloren.  <\/p>\n<p>Kaiser Ferdinand&nbsp; II.(1619-1627) befand sich auf dem H\u00f6hepunkt seiner Macht. Er konnte es sich sogar leisten, am m 6. M\u00e4rz 1629 das \u201cRestitutionsedikt\u201d zu erlassen.  <\/p>\n<p>Ehemals katholisches Kirchengut, welches bis 1552 von protestantischen Herrschern s\u00e4kularisiert worden war, musste wieder zur\u00fcckgegeben, d. h. restituiert werden.  <\/p>\n<p>Das gegen Reichsrecht versto\u00dfende Edikt hatte f\u00fcr W\u00fcrttemberg gravierende Folgen. 1630 wurden durch kaiserliche Kommissionen zahlreiche Kl\u00f6ster rekatholisiert.  <\/p>\n<p>W\u00fcrttemberg verlor rund ein Drittel seines gesamten Territoriums.  <\/p>\n<p>Abt Melchior musste 1629 seinen Abtsstuhl in Lorch r\u00e4umen.  <\/p>\n<p>Kaiser Ferdinand \u00fcbergab Kloster Lorch dem Abt von St. Blasien Blasius II. M\u00fcnzer (1625\u20131638) Als Abt und Administrator wurde Friedrich Kohler (1634\u20131639)  <\/p>\n<p>Das Resitutionsedikt hatte nicht lange Bestand. Die Landung&nbsp; des schwedischen K\u00f6nigs Gustav Adolf (1611-1632) und sein Eintritt in den Krieg sowie seine raschen Erfolge  <\/p>\n<p>\u00e4nderten die Lage sehr schnell. Im Prager Frieden vom 30. Mai 1635 musste Kaiser Ferdinand das Edikt f\u00fcr 40 Jahre aussetzen.  <\/p>\n<p>Im Westf\u00e4lischen Frieden 1648 wurde das Edikt wieder aufgehoben und&nbsp; der Konfessionsstand von 1624 als verbindliche Norm festgeschrieben.  <\/p>\n<p>In Lorch wurden noch zwei weitere \u00c4bte gef\u00fchrt, Vincentius Haug (1639\u20131641) und&nbsp; Placidus Rauber (1641\u20131648),die aber praktisch keine Funktion mehr hatten.  <\/p>\n<p>Der evangelische Abt Melchior wurde 1631 wieder Professor in T\u00fcbingen 1632 war er dort Rektor und 1639 Vizekanzler.  <\/p>\n<p>1649 wurde er Konsistorialrat und Probst in Stuttgart. Dort verstarb er am 13. August 1669.  <\/p>\n<p>Evangelischer Nachfolger von&nbsp; Abt Melchior wurde Abt Jakob vom Grab (1627\u20131630)  <\/p>\n<p>Er ist am&nbsp; 24.10. 1583 geboren, wurde am 2. 12.1601 in T\u00fcbingen immatrikuliert und studierte dort.  <\/p>\n<p>Dann war er Repetent in T\u00fcbingen, danach in Backnang und in der Stiftskirche in Stuttgart.  <\/p>\n<p>1627 wurde er zum Abt von Lorch berufen.  <\/p>\n<p>Am 17 August 1630&nbsp; r\u00fcckte der kaiserliche Kriegskommissar Wolf Rudolf Freiherr von Ossa [1574-16.9.1639 ) mit 30 Reitern in Lorch ein und besetzte das Kloster.  <\/p>\n<p>Die B\u00fcrgerschaft von Lorch entband er von ihrem Treueid gegen\u00fcber dem Haus W\u00fcrttemberg-  <\/p>\n<p>Abt Jakob wurde Stiftsprediger in T\u00fcbingen. Von 1632-1637 war er Konsistorialrat in Stuttgart.Er verstarb am 25.7.1637 an der Pest.  <\/p>\n<p>Als Nachfolger von&nbsp; Abt Johann&nbsp; wurde Johann Jakob Albich (1633\u20131634) zum evangelischen Abt von Lorch bestellt.<\/p>\n<p>Er ist am 7.9.1578 in T\u00fcbingen geboren- Er wurde am 27.8.1597 in T\u00fcbingen imatrikuliert und studierte dort. 1605 wurde er Pfarrer in \u00d6schelbronn. Unter ihm wurde dort der Neubau der zu klein gewordenen Kirche begonnen.<\/p>\n<p>1624-1630 war er vermutlich Propst in Herrenberg.1630-1634 war er Abt von Kloster Korch und Generalsuperintendetn in Adelberg<\/p>\n<p>Nach der Schlacht von N\u00f6rdlingen am 6.September 1634, als die Schweden unter&nbsp; Bernhard von Sachsen Weimar (1604-1639) und General Gustav Horn (1592-1657) eine vernichtende Niederlage erlitten,<\/p>\n<p>musste Abt Johann Jakob Kloster Lorch wieder verlassen und es den katholischen M\u00f6nchen \u00fcberlassen. Diese wurden 1643 durch einen \u00dcberfall der Protestanten verlassen und verloren auch immer wieder M\u00f6nche durch Seuchen.<\/p>\n<p>Abt Johann Jakob verstarb am 27.6.1637 in Stra\u00dfburg<\/p>\n<p>1648 im&nbsp; Westf\u00e4lischen Frieden kam Kloster Lorch wieder definitiv an W\u00fcrttemberg.<\/p>\n<p>Der Verwalter&nbsp; von St. Blasien Placidus Rauber, wollte zuerst Kloster Lorch nicht abgeben, weil das nach seiner Aussage nur der Abt von St. Blasien machen k\u00f6nne.<\/p>\n<p>Placidus Rauber und die verbliebenen M\u00f6nche verlie\u00dfen dann aber das Kloster,wobei sie die noch vorhandenen Reliquien und Dokumente mit nahmen.<\/p>\n<p>Ihre Anspr\u00fcche auf Kloster Lorch gaben sie aber nicht auf.<\/p>\n<p>Mit Magister Wendel Bilfinger( 1651\u20131661) wurde wieder ein evangelischer Abt in Lorche ernannt.<\/p>\n<p>Er ist am 17.9.1591 Leonberg geboren und studierte 1611 in T\u00fcbingen. Er war ab 1636 Pfarrer in N\u00fcrtingen und dann Abt in Lorch. Er starb am 11.4.1661 in N\u00fcrtingen<\/p>\n<p>Es folgten nun 13 evangelische \u00c4bte.<\/p>\n<p>Johann Jakob M\u00fcller 1662\u20131669 <\/p>\n<p>Johann Christian Hengheer 1669\u20131671 <\/p>\n<p>Christoph W\u00f6lfflin 1671\u20131680 <\/p>\n<p>Joachim Martini 1683\u20131697 <\/p>\n<p>Georg Burkhard Knebel 1699\u20131703 <\/p>\n<p>Michael F\u00f6rtsch 1703\u20131705 <\/p>\n<p>Johann Wendel Bilfinger 1707\u20131713 <\/p>\n<p>Christoph Zeller 1713\u20131727 <\/p>\n<p>Christian Matth\u00e4us Pfaff 1727\u20131756 <\/p>\n<p>Jeremias Friedrich Reu\u00df 1757\u20131777 <\/p>\n<p>Christian Friedrich Sartorius 1777\u20131785 <\/p>\n<p>Johann Friedrich LeBret 1786\u20131805 <\/p>\n<p>Christian Friedrich Schnurrer 1806<\/p>\n<p>Seit 1727 war der Kanzler der Universit\u00e4t T\u00fcbingen Abt von Kloster Lorch-. Diese bezogen die Abtei nicht mehr.<\/p>\n<p>Nach dem Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg wurden die Klosterr\u00e4ume weltlichen Zwecken zugef\u00fchrt. Sie wurden von Verwaltern des fr\u00fcheren Klostergutes bewohnt. <\/p>\n<p>Au\u00dferdem wohnten die F\u00f6rster dort.<\/p>\n<p>Das Klosteramt wurde mit der Erhebung W\u00fcrttembergs zum K\u00f6nigreich 1806 aufgel\u00f6st.<\/p>\n<p>Im sp\u00e4ten 18. Jahrhundert wurde Lorch zu einem staufergeschichtlichen Erinnerungsort.<\/p>\n<p>Ende des 19. Jahrhunderts begann man mi Restaurierungen der Klostergeb\u00e4ude und brachte Erinnerungstafeln an.<\/p>\n<p>Ende1932 hatte die evangelische W\u00fcrttembergische Landeskirche die R\u00e4ume des Klosters f\u00fcr eine Evangelische Bauernschule zur Verf\u00fcgung gestellt. Ab Herbst 1934 verbot der NS-Staat der Kirche die Nutzung der R\u00e4ume, l\u00f6ste die Bauernschule auf und richtete stattdessen eine nationalsozialistische <i>Bauernhochschule<\/i> ein. Sie wurde vom Reichsn\u00e4hrstand finanziert, lehrte die Blut-und-Boden-Ideologie und bestand bis 1945.<\/p>\n<p>Ab 1937 wurde die Klosterkirche zu einer \u201eStaufer-Gedenkst\u00e4tte und \u2026 St\u00e4tte f\u00fcr nationalsozialistische Feierstunden\u201c erkl\u00e4rt. Feiern der NSDAP und der SS wurden hier abgehalten, ebenso nationalsozialistische \u201eEheweihen\u201c, \u201eJugendweihen\u201c und ab 1940 auch \u201eHeldenfeiern\u201c f\u00fcr gefallene Soldaten. Gemeinsames Leitbild dieser Feiern war die Verherrlichung der Staufer, in deren Tradition sich die Nationalsozialisten  <\/p>\n<p>Seit 1947 betreibt ein evangelisches Hilfswerk ein Altenpflegeheim im Kloster. <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/c\/c6\/1102_wurde_das_Kloster_Lorch_von_dem_Staufer_Herzog_Friedrich_I._und_seiner_Familie_gegr%C3%BCndet._05.jpg\/220px-1102_wurde_das_Kloster_Lorch_von_dem_Staufer_Herzog_Friedrich_I._und_seiner_Familie_gegr%C3%BCndet._05.jpg\" width=\"220\" height=\"109\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Um 1102 stiftete der Stauferherzog&nbsp; Friedrich I. (um 1060-1105) zusammen mit seiner Frau Agnes von Waiblingen (* Ende 1072 \u2013 1143) und seinen S\u00f6hnen Friedrich II. (* 1090 \u2013 1147)&nbsp; und Konrad (* 1093 oder 1094 &#8211;&nbsp; 1152) das Kloster Lorsch. Agnes war die zweite Tochter von Kaiser Heinrich IV. 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