{"id":3313,"date":"2024-09-08T14:54:46","date_gmt":"2024-09-08T14:54:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/?p=3313"},"modified":"2024-09-08T14:54:46","modified_gmt":"2024-09-08T14:54:46","slug":"zisterzienserkloster-tennenbach","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/?p=3313","title":{"rendered":"Zisterzienserkloster Tennenbach"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/de\/thumb\/0\/0e\/Tennenbach1759.jpg\/220px-Tennenbach1759.jpg\" width=\"220\" height=\"139\"><\/p>\n<p>1158 wurde das Zisterzienserkloster Sankt Maria in Tennenbach auf Veranlassung von&nbsp; Herzogs Berthold IV. von Z\u00e4hringen (1152-1186), der 1152 als Herzog von Z\u00e4hringen und Burgund seinem Vater <\/p>\n<p>Konrad I. (1127-1152) gefolgt war, gegr\u00fcndet.<\/p>\n<p>Der erste Abt in Kloster Frienisberg in Aarberg in der Schweiz war Hesso von \u00dcsenberg. Die Herren von \u00dcsenberg waren Vasallen des Bischofs von Basel und im Breisgau und im Markgr\u00e4flerland ans\u00e4ssig.<\/p>\n<p>1161 verzeichnet das Berner Urkundenbuch ( S. 23, Urkunde 446) den Kauf von Grund in Tennenbach durch Abt Hesso von \u00dcsenberg.&nbsp; Das war die Stiftung von Kloster Tennenbach, die von dem Z\u00e4hringerherzog Berthold IV. best\u00e4tigt wurde. Er hatte den Grundst\u00fcckkauf auch vermittelt.  <\/p>\n<p>Einen genaueren Text bringt das Tennenbacher Urkundenbuch, Wyhl 2009, S. 4)  <\/p>\n<p>Abt Hesso hatte seinen Abtstuhl in Frienisberg wohl nicht ganz freiwillig ger\u00e4umt. Vorausgegangen waren heftige Unruhen im Konvent. M\u00f6glicherweise sollte Hesso mit der Klostergr\u00fcndung von Tennenbach ein w\u00fcrdiges \u00dcberleben als Abt gesichert werden. Es ist auf jeden Fall  <\/p>\n<p>ungew\u00f6hnlich, dass der Abt eines Mutterklosters&nbsp; als Gr\u00fcndungsabt in die neue Gr\u00fcndung geht.  <\/p>\n<p>Neben den Herz\u00f6gen von Z\u00e4hringen geh\u00f6rten die Grafen von Nimburg und deren Dienstleute sowie der Markgraf von Hachberg, die Herren von \u00dcsenberg und die Herren von Schwarzach zu den Initiatoren der Klostergr\u00fcndung. Der gr\u00f6\u00dfte Verdienst kam  <\/p>\n<p>Markgraf Hermann III. von Baden (ca. 1105-1160) mitsamt seinen Vasallen und Ministerialen zu. Ihm, nicht dem Herzog von Z\u00e4hringen, d\u00fcrfte der Schutz \u00fcber die Gr\u00fcndung zugestanden haben, zumal er im G\u00fcterbereich des Klosters offenbar die Hoch- und Strafgerichtsbarkeit versah. Das Kloster wurde f\u00fcr manche Breisgauer Adelsfamilie zur Grablege. So fanden Graf Egino von Freiburg (+1230 in Tennenbach) und mehrere Markgrafen von Hachberg hier ihre letzte Ruhe.  <\/p>\n<p>Die Grafen von Nimburg waren verwandt mit den Herren von \u00dcsenberg. Aus dieser Familie stammte auch Abt Hesso.  <\/p>\n<p>F\u00fcr die Ortswahl waren wohl zwei Motive ausschlaggebend: zum einen war hier umfangreicher Besitz der Gr\u00fcndungsinitiatoren vorhanden, zum anderen hofften die M\u00f6nche auf den Erwerb von Bergbaurechten, um somit ihre wirtschaftliche Leistungsf\u00e4higkeit zu erh\u00f6hen.  <\/p>\n<p>Kloster Tennenbach war zun\u00e4chst Kloster L\u00fctzel unterstellt, da Kloster Frienisberg eine Tochter von Kloster L\u00fctzel war.  <\/p>\n<p>&nbsp; 1180 \u00fcbertrug Abt Archenfried (1179-1181)die Aufsicht \u00fcber&nbsp; Kloster Tennenbach&nbsp; Abt Christianus (1175-191) von Kloster Salem. (Tennenbacher Urkundenbuch S.6)  <\/p>\n<p>Zwischen 1171 und 181 gr\u00fcndete Herzog Berthold IV die Stadt Neuenburg am Rhein. Der Gr\u00fcndungsbericht befindet sich im G\u00fcterbuch der Abtei Tennenbach.  <\/p>\n<p>Darin steht auch, dass Grund-und Boden, auf dem die Stadt entstand, Kloster Tennenbach geh\u00f6rte und sich dort ein Wirtschaftshof des Klosters und ein Brunnen befand.  <\/p>\n<p>Herzog Berthold hatte den Grund zehn Jahre vor der Gr\u00fcndung Neuenburgs, die um 1175 war, Kloster Tennenbach geschenkt aber zum Zweck der Stadtgr\u00fcndung wieder an sich genommen  <\/p>\n<p>und die M\u00f6nche vertrieben. So steht es auch im Tennebacher Urbar.  <\/p>\n<p>1178 best\u00e4tigte&nbsp; Papst Alexander III. (1159-1181) Kloster Tennenbach Rechte und Besitzungen und nahm es in seinen Schutz. Generallandesarchiv Karlsruhe B Nr. 31  <\/p>\n<p>Genannt sind Mussbach, ein Ortsteil von Freiamt im Amt Emmendingen, die sp\u00e4tere Stadt Neuenburg am Rhein. Waldau, Amt Freiburg (Tennenbacher Urkundenbuch S.5)  <\/p>\n<p>Die Best\u00e4tigung wurde an Abt Udalrich (1177-1184) adressiert. Er war einer der zw\u00f6lf M\u00f6nche aus dem Gr\u00fcndungskonvent, die mit Abt Hesso aus Frienisberg nach Tennenbach kamen.  <\/p>\n<p>Udalrich war auch der leibliche Bruder von Abt Hesso, also ebenfalls aus der Familie der \u00dcsenberger,  <\/p>\n<p>Der 3. Abt war Konrad I. von Zeiningen (1184\u20131207), nach Angabe des Tennenbacher Nekrologs zum 22. November dritter Abt von Tennenbach. Er hatte infolge innerer Unruhen mit seinen M\u00f6nchen Tennenbach verlassen m\u00fcssen, kehrte erst nach 18 Jahren aus dem Exil in Hausen bei Kenzingen zur\u00fcck und stand dem Kloster insgesamt 26 Jahre vor.&nbsp; Unter ihm war die Klosterzucht vorbildlich und Tennenbach war ein Aush\u00e4ngeschild des Zisterzienerordens.  <\/p>\n<p>Abt Konrad erhielt von Papst Lucius III. (1181-1185) zwei Urkunden ausgestellt.  <\/p>\n<p>In der Urkunde Generallandesarchiv Karlsruhe B Nr. 39 vom 4. M\u00e4rz 1184 befreit Papst Lucius Kloster Tennenbach von allen Zehnten.<\/p>\n<p>In der Urkunde Generallandesarchiv Karlsruhe B Nr. 41 vom 4. M\u00e4rz 1185 heisst es:<\/p>\n<p>\u201cPapst Lucius III. nimmt Abt Konrad und die Br\u00fcder des Klosters Tennenbach auf deren Bitten in den p\u00e4pstlichen Schutz, best\u00e4tigt die Benediktinerregel und die Institution der Zisterzienser sowie den genannten Besitz, befreit sie vom Zehnten bei Eigenbau und f\u00fcr Tierfutter, gew\u00e4hrt das Aufnahmerecht, verbietet, das Kloster nach abgelegter Profess unerlaubt zu verlassen, gestattet, \u00fcber jene zu urteilen, die entwichene M\u00f6nche und Konversen festhalten, untersagt unter Androhung des Anathems, ohne Erlaubnis des Abts und der Br\u00fcder die Vogtei \u00fcber das Kloster und dessen Grangien zu beanspruchen und innerhalb der Klausur Verbrechen zu begehen, best\u00e4tigt, da\u00df niemand sie zu Synoden und vor Gerichte zwingen darf, bekr\u00e4ftigt das Recht des Abts, falls der zust\u00e4ndige Bischof sich nach dreimaligem angemessenen Ersuchen weigert, ihn zu benedizieren, die Benediktion der eigenen Novizen vorzunehmen und sein Amt zu f\u00fchren, bis der Bischof einlenkt, und setzt fest, dass \u00fcber den geschuldeten Gehorsam und die Freiheit des Ordens hinausgehende Forderungen des Bischofs und der F\u00fcrsten sowie deswegen gegen sie gerichtete bisch\u00f6fliche Sentenzen mit apostolischer Autorit\u00e4t zur\u00fcckgewiesen werden d\u00fcrfen. \u201c<\/p>\n<p>In Konrads Regierungszeit f\u00e4llt auch der Tennenbacher G\u00fcterstreit.<\/p>\n<p>Werner von Roggenbach (\u20201180\/85), ein Ministeriale&nbsp; des Z\u00e4hringerherzogs Berthold IV., war an der Gr\u00fcndung des Zisterzienserklosters Tennenbach beteiligt gewesen<br \/>(um 1161). Von daher ist es erkl\u00e4rbar, dass Werner seine G\u00fcter in Roggenbach, Villingen, Aasen und Dauchingen der Zisterze \u00fcbertrug, ein Vorgang, der sp\u00e4ter zu<br \/>einigen Irritationen gef\u00fchrt haben muss. Denn sein Dienstherr, Herzog Berthold, hatte&nbsp; diese<br \/>G\u00fcter wohl zuvor, aber ohne Zustimmung der S\u00f6hne Werners dem Kloster St. Georgen zu-<br \/>gesagt, dessen Klostervogt er ja war. Eine Erkl\u00e4rung des Herzogs und seines Sohnes (Berthold V., 1186-1218) vom 4. M\u00e4rz 1180 wies die G\u00fcter dann wieder Tennenbach zu (vielleicht<br \/>als Ausgleich zur Wegnahme des Neuenburger Klosterbesitzes?) und f\u00fchrte aus, dass St.Georgen im Tausch dagegen ein Gut in Klengen erhalten habe. Der Herzog verzichtete als St.<br \/>Georgener Klostervogt f\u00fcr die Zukunft auf jegliche Anspr\u00fcche hinsichtlich der getauschten G\u00fcter. Inwieweit dabei der Tausch das Einverst\u00e4ndnis des St. Georgener Abtes und seiner<br \/>M\u00f6nche zur Grundlage hatte, wie die Urkunde aussagt, mag dahingestellt bleiben. Wie u.a.<br \/>die Urkunde Papst Alexanders III. f\u00fcr St. Georgen vom 26. M\u00e4rz 1177&nbsp; ausweist, hatte das Schwarzwaldkloster \u00fcbrigens schon Besitz in Klengen (seit 1094) und Aasen(seit 1095). <\/p>\n<p>Werner von Roggenbach ist irgendwann zwischen 1180 und 1185, wahrscheinlich nicht nach<br \/>1184, verstorben. Zum Jahr 1185 bzw. zu 1184\/85 berichten dann urkundliche Quellen von einem Streit zwischen den Kl\u00f6stern Tennenbach und St. Georgen um die Roggenbacher<br \/>G\u00fcter, die wohl mit dem Tod des z\u00e4hringischen Ministerialen zun\u00e4chst an Tennenbach gefallen waren. <\/p>\n<p>1184 war zun\u00e4chst der Abt von Bellevaux bzw. L\u00fctzel Konrad (1181-1185) und der K\u00fcster der Stra\u00dfburger Kirche Eberhard als Schlichter bestellt.<\/p>\n<p>Papst Lucius&nbsp; stimmte am28. Februar 1185&nbsp; der Entscheidung der Schlichter zu.<\/p>\n<p>Danach verblieb Tennenbach im Besitz der G\u00fcter in Roggenbach, die dem Kloster von dem z\u00e4hringischen Ministerialen Werner<br \/>von Roggenbach \u00fcbertragen worden waren.<\/p>\n<p>In der Urkunde Lucius III. RI IV,4,4,2 n. 1505 ordnete er an, Abt Manegold und die M\u00f6nche von St. Georgen zu exkommunizieren, falls sie die Br\u00fcder von Tennenbach&nbsp; im Besitz bestimmter G\u00fcter weiterhin st\u00f6ren.<\/p>\n<p>Am 4. M\u00e4rz 1185 best\u00e4tigte Papst Lucius das Papstprivileg f\u00fcr Tennenbach sowie den genannten Besitz. Lucius III.-RI IV,4,4,2 n. 1516<\/p>\n<p>1187 gab es eine weitere Entscheidung im G\u00fcterstreit. Die Bisch\u00f6fe&nbsp; Heinrich I. (1181-1190) von Stra\u00dfburg und Hermann II.( 1183 \u20131189 ) von Konstanz<\/p>\n<p>sowie der Vaterabt Christian (1175-1191) von Kloster Salem&nbsp; entschieden mit Zustimmung&nbsp; Herzog Bertholds V. (um 1160-1218) entschieden,&nbsp; dass das Gut Roggenbach St. Georgener Besitz bleibt,<\/p>\n<p>aber&nbsp; gegen einen Zins von j\u00e4hrlich 12 Pfennigen, das sind etwa 9.\u2014\u20ac von Tennenbach genutzt werden kann. Nach dem Kompromiss lie\u00df sich Tennenbach&nbsp; den Besitz&nbsp; vom Mainzer Erzbischof&nbsp; Konrad I. von Wittelsbach (1161-1165, 1183-1200)<\/p>\n<p>um 1190 best\u00e4tigen. Er war als Mainzer Erzbischof ja&nbsp; Vorgesetzter der Bisch\u00f6fe von Stra\u00dfburg und Konstanz.<\/p>\n<p>Am 6. Dezember 1207 best\u00e4tigte K\u00f6nig Philipp (198-1208)&nbsp; dem Kloster Tennenbach im Breisgau den Hof in V\u00f6rstetten (wenige Kilometer n\u00f6rdlich von Freiburg), den Abt Berthold von Konrad Vogt von Schwarzenberg und dessen Ehefrau um 60 Mark gekauft hat. <\/p>\n<p>Generallandesarchiv Karlsruhe D Nr. 5  <\/p>\n<p>Die Urkunde ist f\u00fcr Abt Berthold am&nbsp; 06.12. 1207 ausgestellt. In den \u00c4btelisten von wikipedia und Dewiki (diesselbe und in der Biographia cisterciensis wird Berthold erst ca. 1210&nbsp; als Abt genannt. <\/p>\n<p>zwischen Abt Konrad&nbsp; und Abt Berthold zwischen 1207 und 1210. Berthold m\u00fcsste nach dieser Urkunde aber schon Ende 1207 Abt gewesen sein.<\/p>\n<p>Am 6. November 1209 lie\u00df sich Tennenbach den Roggenbacher Besitz von Papst Innozenz III. (1198-1216) best\u00e4tigen.<\/p>\n<p>Am&nbsp; 12. M\u00e4rz 1214 nahm K\u00f6nig Friedrich II. (1212-1220 K\u00f6nig dann bis 1250 Kaiser) das Kloster Tennenbach mit H\u00f6rigen und Besitzungen in seinen besonderen Schutz, best\u00e4tigt ihm das von den Hospitalitern erworbene Gut Mundingen und alles was es von seinen Ministerialen und Leuten aus Reichsgut oder aus seinem Erbgut ertauscht, geschenkt oder verkauft erhielt.&nbsp; Generallandesarchiv Karlsruhe D Nr. 15<\/p>\n<p>Am 23. November 1218 best\u00e4tigte K\u00f6nig Friedrich II. das Villinger Gut Werners von Roggenbach, wohl eines 1218<br \/>verstorbenen Sohnes des \u00e4lteren Werners von Roggenbach, den Besitz in Reiselfingen und den Besitz von zwei M\u00fchlen in Villingen. Friedrich II. &#8211; RI V,1,1 n. 962<\/p>\n<p>Am 26. M\u00e4rz 1219 schenkte Friedrich II. dem Kloster die \u201cHerzogswiese\u201d bei der Tennenbacher Grangie Roggenbach. Au\u00dferdem erlie\u00df er dem Kloster eine Abgabe von 10 Solidi, das sind etwa 94,00 \u20ac. j\u00e4hrlich, die auf der Villinger M\u00fchle lastete.<\/p>\n<p>Das Ende der Besitzungen des Klosters Tennenbach in der Baar kam schlie\u00dflich mit deren Verkauf am 25. Juni 1506. Offensichtlich waren die G\u00fcter mit der Zeit unrentabel geworden, so dass die Zisterzienser die<br \/>Ver\u00e4u\u00dferung an die Stadt Villingen beschlossen. Lediglich ein Haus in Villingen blieb bis 1544 im Tennenbacher Besitz. Aus dem G\u00fcterverkauf resultierte f\u00fcr die Zisterze eine Rente<br \/>von 43 Gulden, doch geriet man mit den j\u00e4hrlichen Zahlungen w\u00e4hrend des Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieges (1618-1648) in Verzug. Im Jahr 1680 wurde die Rente durch eine einmalige Zahlung<br \/>von 1000 Gulden abgel\u00f6st.<\/p>\n<p>Abt Konrad hatte infolge innerer Unruhen mit seinen M\u00f6nchen Tennenbach verlassen m\u00fcssen, kehrte erst nach 18 Jahren aus dem Exil in Hausen bei Kenzingen zur\u00fcck .<\/p>\n<p>Sein Nachfolger war Berthold von Urach (ca. 1210\u20131226), nach Angabe des . Er war ein Neffe Herzog Bertold V. von Z\u00e4hringen und Bruder von Konrad von Urach<\/p>\n<p>Berthold war von 1207-1221 Abt von Tennenbach. Von 1221-1224 war er Abt von L\u00fctzel, trat dort 1224 und wurde 1240 Abt in Salem, was er bis 1241 war.<\/p>\n<p>Sein Bruder Konrad&nbsp; war 1199 in das Zisterzienserkloster Villers eingetreten. 1208 ist er dort als Abt nachweisbar. Er wechselte dann nach Clairvaux. Dort war er 1214-1216 Abt. Ab 1217 wurde er Abt von Citeaux.<\/p>\n<p>1219 wurde er Kardinalbischof von Porto und Santa Rufina. Von Papst Honorius III. (1216\u20131227) wurde er als p\u00e4pstlicher Legat in Deutschland und Frankreich eingesetzt.<\/p>\n<p>Seinen Bruder Berthold unterst\u00fctzte er nach Kr\u00e4ften.<\/p>\n<p>Berthold nahm als Abt von Kloster&nbsp; Tennenbach am Vierten&nbsp; Laterankonzil 1215 teil, das von Papst Innozenz III. einberufen worden war.<\/p>\n<p>Abt Berthold war zwar ein Neffe des Z\u00e4hringerherzogs Berthold V. Das Verh\u00e4ltnis zwischen den Beiden scheint aber sehr angespannt gewesen zu sein.Folgt man der kl\u00f6sterlichen \u00dcberlieferung,<\/p>\n<p>standen sie sich feindlich gegen\u00fcber . Das Kloster musste sich mehrfach gegen die \u00dcbergriffe des Herzogs erwehren. Dieser konnte keinen \u2018Einfluss auf die M\u00f6nchsgemeinschaft gewinnen, obwohl er das versuchte.<\/p>\n<p>In die Regierungszeit von Abt Berthold f\u00e4llt auch Hugo von Tennenbach. Er f\u00fchrte zun\u00e4chst ein weltliches <br \/>Leben, erkrankte aber 1215 sehr schwer und wurde ins Kloster Tengenbach gebracht. Wider Erwarten wurde er wieder gesund. Er trat dann in das Kloster Tennenbach ein und wurde M\u00f6nch und Priester.<\/p>\n<p>Er f\u00fchrte ein vorbildliches Leben und bald nach seinem Tod 1270 (anderes Datum 1264) setzte seine Verehrung ein.<\/p>\n<p>Ein anderer M\u00f6nch aus Tennenbach verfasste seine vita, die vita Hugonis de Tennenbach. Sie berichtet nicht nur von Hugo, sondern auch von den Schicksalen des Klosters und seiner M\u00f6nche und ist somit auch eine Geschichtsquelle,<\/p>\n<p>die heute in der Heidelberger Universit\u00e4tsbibliothek ist.<\/p>\n<p>1221 wurde die Klosterkirche vollendet.<\/p>\n<p>In den ersten anderthalb Jahrhunderten seines Bestehens hatte Kloster Tennenbach <\/p>\n<p>einen ausgedehnten Grundbesitz aufgebaut, der sich \u00fcber mehr als 200 Orte in der s\u00fcdlichen Ortenau, im ganzen Breisgau und bis hinauf auf die H\u00f6hen des Schwarzwaldes verteilte. In der ersten eigenwirtschaftlichen Phase gr\u00fcndete sich seine Wirtschaftskraft vor allem auf den Besitz zahlreicher landwirtschaftlicher H\u00f6fe (Grangien) und Weinberge.&nbsp; Die \u00e4ltesten Grangien von Tennenbach waren Langenbogen, die schon in der Besitzbest\u00e4tigung von Papst Lucius erw\u00e4hnt wird, Malterdingen&nbsp; und Nimburg. Der Hof Hardern&nbsp; wurde vor 1256&nbsp; von Walter I. (+1277)von Geroldseck  <\/p>\n<p>an&nbsp; Kloster Tennenbach vergabt. Der Hof wurde schon fr\u00fch zur Schafzucht verwendet, was auch die verbissene Auseinandersetzung um Widerechte, die hier gef\u00fchrt wurde, erkl\u00e4rt. Im 15. Jahrhundert wurde er vom Kloster regelrecht in eine Sch\u00e4ferei umgewandelt.  <\/p>\n<p>Stephan von Lexington, war Abt von Kloster Savigny (1229\u20131243) und Clairvaux (1243\u20131256)und Gr\u00fcnder des Coll\u00e8ge Saint-Bernard in Paris, wo er wichtige Grunds\u00e4tze f\u00fcr die Ausbildung des Ordensnachwuchses heraus gab,  <\/p>\n<p>1230 verfasste er eine Wirtschaftsordnung f\u00fcr das Kloster Savigny, um der Misswirtschaft zu begegnen. Sie ist ein wichtiges Zeugnis f\u00fcr Wirtschaftsordnung eines zisterziensischen Klosters.  <\/p>\n<p>So wurde zu Beginn eines Jahres festgelegt, wie viel Getreide jeweils zum Brotbacken und Bierbrauen gebraucht wurde.  <\/p>\n<p>Zweimal pro Jahr wurde der Gesamtvorrat des Hauses \u00fcberpr\u00fcft und zwar in Bezug auf Nahrungsmittel, Stoffe und Arbeitsger\u00e4te.  <\/p>\n<p>Diese regelm\u00e4\u00dfige Kontrolle wurde auf allen von M\u00f6nchen geleitetet Kloster\u00e4mtern durchgef\u00fchrt.&nbsp; Genauso aber wurden die auf den Grangien arbeitenden Konversen \u00fcberpr\u00fcft. Diese mussten regelm\u00e4\u00dfig Rechnung erstellen.  <\/p>\n<p>Es sollten m\u00f6glichst keine Verluste entstehen, sei es bei der Ablieferung von Naturalien, durch falsches Ma\u00df und Gewicht, sei es durch Diebstahl beim Transport von der Grangie zum Kloster oder zum Markt.  <\/p>\n<p>Einmal pro Jahr, meist im Herbst musste dem Abt eine Gesamtrechnung vorgelegt werden, bei der eine Kosten-Nutzenanalyse angestellt werden musste.  <\/p>\n<p>Das Konverseninstitut geh\u00f6rte von Anfang an zur zisterzienischen Ordensverfassung. Es war keine Erfindung der Zisterzenser, aber die systematische Anwendung und die gro\u00dfe Zahl der Konversen war neu.  <\/p>\n<p>Die Gr\u00fcndungsv\u00e4ter glaubten, dass die Durchf\u00fchrung eines weltabgeschiedenen Lebens ohne Laienbr\u00fcder nicht m\u00f6glich sei. Neben den Konversen gab es noch eine weitere Schicht, n\u00e4mlich die der Lohnarbeiter (mercenarii) Beide Gruppen waren f\u00fcr die agrarische und gewerbliche  <\/p>\n<p>Produktion der Kl\u00f6ster zust\u00e4ndig.  <\/p>\n<p>Die Leitung einer Grangie lag bei einem Konversen, dem Magister Grangiae. Er war dem Cellerar unterstellt.und stellte so die Verbindung zwischen Grangie und Klosterzentrale dar.  <\/p>\n<p>Im 12. Jahrhundert hatte das Konversentum zum \u00f6konomischen Erfolg der Zisterzienser beigetragen.  <\/p>\n<p>Im 13. Jahrhundert kam es aber in eine Krise, die sich in einigen Kl\u00f6stern zu spektakul\u00e4ren Aufst\u00e4nden entlud.  <\/p>\n<p>In Sch\u00f6nau kam es zum Schuhaufstand. In Kloster Heilsbronn wurde ein Abt von einem M\u00f6nch so schwer verst\u00fcmmelt, dass er das Amt des Abtes nicht mehr aus\u00fcben konnte von der Ordensf\u00fchrung als inutile bezeichnet. In Kloster Eberbach wurde Abt Werner 1261 von einem Konversen erschlagen.  <\/p>\n<p>Die zisterziensische Jurisdiktion hatte es zwischen 1190 bis 1295 mit rund 100 F\u00e4llen von \u201cconspirationes\u201d zu tun, wie das in den Generalkapitelbeschl\u00fcssen genannt wurde. Sie dazu Thomas F\u00fcser, M\u00f6nche im Konflikt:zum Spannungsfeld von Norm, Devianz und Sanktion bei den Cisterciensern und Cluniazensern, M\u00fcnster 2000, vor allem das 4. Kapitel.  <\/p>\n<p>In Kloster Tennenbach gab es aber keine Komplikationen mit Konversen.  <\/p>\n<p>(siehe dazu auch \u201cMei B\u00fcchle, Kloster Eberbach)  <\/p>\n<p>Die Grangien werden in den Zisterzienerstatuten definiert und festgelegt.  <\/p>\n<p>\u201c Woher die M\u00f6nche ihren Lebensunterhalt nehmen: Die M\u00f6nche unseres Ordens m\u00fcssen von ihrer H\u00e4nde Arbeit, Ackerbau und Viehzucht leben. Daher d\u00fcrfen wir zum eigenen Gebrauch besitzen: Gew\u00e4sser, W\u00e4lder, Weinberge, Wiesen, \u00c4cker abseits der Siedlungen der Weltleute, sowie Tiere. Zur Bewirtschaftung k\u00f6nnen wir nahe oder ferner beim Kloster H\u00f6fe haben, die von Konversen beaufsichtigt und verwaltet werden.&#8220;<br \/>Bestimmung des Generalkapitels von 1134, Kap. 15  <\/p>\n<p>Kloster Tennenbach hatte bis zum 14. Jahrhundert&nbsp; 14 Grangien aufgebaut.&nbsp; Von diesen lagen zehn im Altsiedelland des Breisgaus. Drei Grangien wurden im \u00f6stlich anschlie\u00dfenden Bereich des Schwarzwalds in der N\u00e4he der Abtei angelegt, eine auf der Baar.  <\/p>\n<p>Die Grangien im Altsiedelland wiesen eine durchschnittliche Gr\u00f6\u00dfe von 170 auf. Im Vergleich mit den damaligen Fronh\u00f6fen der weltlichen und geistlichen Grundherren  <\/p>\n<p>war das die vier bis f\u00fcnffache Gr\u00f6\u00dfe. Die Grangien mit umfangreichem Ackerland k\u00f6nnen in f\u00fcr den Ackerbau geeigneten Gegenden des Breisgauer Altsiedellands verortet werden. Dies belegt eine gezielte Arrondierungspraxis des Klosters.  <\/p>\n<p>Das l\u00e4sst auch eine Orientierung am Markt durch das Kloster schlie\u00dfen.  <\/p>\n<p>Wichtigster Erwerbsteil der Grangien war der Ackerbau.  <\/p>\n<p>Viehhaltung und die Viehwirtschaft rangierten in der Bedeutung f\u00fcr die kl\u00f6sterliche Landwirtschaft auf dem zweiten Platz. Neben den Wiesenlandanteilen belegen Fl\u00e4chen, die in Form der Feldgraswirtschaft bebaut wurden, und Weidegewalten im kl\u00f6sterlichen Besitz sowie Weiderechte f\u00fcr die Viehbest\u00e4nde der Grangien dieses Ergebnis deutlich.  <\/p>\n<p>Daneben wurden auch der Gartenbau und die Waldwirtschaft in nicht zu untersch\u00e4tzendem Ausma\u00df betrieben.Des Weiteren besa\u00dfen der Anbau von \u00d6l- und Faserpflanzen sowie die Fischereiwirtschaft ebenfalls eine gewisse Bedeutung.  <\/p>\n<p>Bemerkenswert f\u00fcr Tennenbach ist, dass der Weinbau einen relativ geringen Stellenwert hatte.  <\/p>\n<p>Hinsichtlich ihrer Gr\u00f6\u00dfe, der Geb\u00e4udeausstattung, ihres Arbeitskr\u00e4ftebedarfes, ihres Viehbestandes und ihrer Produktionsformen waren sie nur teilweise mit den Wirtschaftsbetrieben der Grundherren und Bauern zu vergleichen.  <\/p>\n<p>Aber Tennenbach&nbsp; f\u00fchrte eine sehr konsequente D\u00fcngepraxis ein (vergleiche dazu Mei B\u00fcchle Kloster Eberbach und Kloster Maulbronn) Auch ist davon auszugehen, dass das Kloster an der Einf\u00fchrung von&nbsp; Fruchtfolgesystemen beteiligt war. Ferner konnten Indizien f\u00fcr Pferde in den Pfluggespannen im Grangienbereich erbracht werden. Daneben wurden Hinweise darauf, dass Tennenbach bei der Einf\u00fchrung und Verbreitung von Stampfm\u00fchlen im Breisgau eine Vorreiterrolle einnahm, beigebracht.  <\/p>\n<p>&nbsp; Durch die produktive Bewirtschaftung wurden&nbsp; hohe \u00dcbersch\u00fcsse erzielt, die abgesetzt werden mussten. Die Eink\u00fcnfte aus dem Handel wurden wieder in G\u00fcter investiert, durch deren Bewirtschaftung eine weitere Steigerung der Produktion und der \u00dcbersch\u00fcsse eintrat.  <\/p>\n<p>Marktbesuch und Handelsaktivit\u00e4ten waren die logische Folge,Das f\u00fchrte wieder dazu, dass Tennenbach vor allem seit der zweiten H\u00e4lfte des 13. Jahrhunderts in St\u00e4dten und Marktorten Besitz anh\u00e4ufte und mehrere Stadth\u00f6fe aufbaute  <\/p>\n<p>In Freiburg besa\u00df Kloster Tennenbach einen Stadthof und kontrollierte, sei es auf Grund von Besitz oder Zinsanspr\u00fcchen, 17 H\u00e4user. Dazu kamen noch umfangreiche agrarische Anbaufl\u00e4chen.  <\/p>\n<p>In Endingen verf\u00fcgte es \u00fcber zahlreiche Besitzt\u00fcmer an H\u00e4usern,einen Hof und landwirtschaftliche Nutzfl\u00e4chen. Au\u00dferdem besa\u00df es dort M\u00fchlen, Weinberge sowie&nbsp; eine Kelter  <\/p>\n<p>In Kiechlinsbergen am Kaiserstuhl erwarb Tennenbach von Kloster Andlau 1344 einen Hof, der 1776-1778 als Sommerresidenz der \u00c4bte ausgebaut wurde.  <\/p>\n<p>In Kenzingen, Neuenburg und Villingen hatte Tennenbach ebenfalls Stadth\u00f6fe.  <\/p>\n<p>In Villingen erwarb das Kloster 1310 das B\u00fcrgerrecht. 1323 kaufte es dort ein Steinhaus als &#8222;Hospicium&#8220; und errichtete einen Verwaltungsmittelpunkt f\u00fcr seine Besitzungen in der Baar.  <\/p>\n<p>Nachfolger von Abt Berthold wurde Abt&nbsp; Rudolf von Z\u00e4hringen (1226-1256)  <\/p>\n<p>K\u00f6nig Heinrich VII. (1228-1235) nahm am&nbsp; 30. Juli&nbsp; 1232 Kloster Tennenbach&nbsp; mit dessen h\u00f6rigen Leuten und Besitzungen in seinen besonderen Schutz und best\u00e4tigte demselben namentlich den Hof Mundingen. Heinrich (VII). &#8211; RI V,1,2 n. 4239  <\/p>\n<p>1236 erhielt Abt Rudolf und Abt Konrad I. (1258-1256) von Wettingen vom Generalkapitel den Auftrag, die 1231 in Boos bei Saulgau angesiedelte Beginengemeinschaft zu \u00fcberpr\u00fcfen. Sie war auf Weisung von Papst Gregor IX. (1227-1241)  <\/p>\n<p>dem Zisterzienserorden inkorporiert worden. Sie sollten das finanziell schlecht gestellte Kloster in Augenschein nehmen, es dem Orden anzugliedern und Salem zu unterstellen. Das  <\/p>\n<p>Votum der \u00c4bte fiel allerdings nicht sehr g\u00fcnstig aus.  <\/p>\n<p>Erst als Konrad Schenk von Winterstetten (wahrscheinlich + 1242\/43), sich der Sache annahm,&nbsp; von den Grafen Bertold ( vor 1264 +) und Konrad zu Heiligenberg die H\u00e4lfte des Dorfes Baindt \u00fcbernahm, die andere H\u00e4lfte hatte er zu Lehen  <\/p>\n<p>wurde 1214 Kloster Baindt gegr\u00fcndet und der Abtei Salem unter Abt Eberhard von Rohrdorf (1191\u20131240 ) unterstellt.  <\/p>\n<p>1237 beauftragte Papst Gregor IX die Zisterzienser\u00e4bte Rudolf von Tennenbach und Konrad (1232-1239)von Pairis und den Bischof von Stra\u00dfburg Berthold I. von Teck (1223-1244) das Dominikanerkloster St. Stephan  <\/p>\n<p>in Stra\u00dfburg zu visitieren und zu entscheiden, ob dieses aufgehoben werden soll und seine Eink\u00fcnfte auf die f\u00fcnf neugegr\u00fcndeten Frauenkl\u00f6ster des Ordens zu verteilen.  <\/p>\n<p>Der Harderer Hof s.o. wurde 1255 unter Anwesenheit von Abt Rudolf \u00fcbergeben und am 6. Januar 1252 in Mahlberg beurkundet.  <\/p>\n<p>In einigen Urkunden wird Abt Rudolf als Heiliger bezeichnet. Allerdings konnte ich nicht finden, wann er heiliggesprochen wurde und auch im \u00d6kumenischen Heiligenlexikon gibt es keinen Eintrag dar\u00fcber.  <\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Burkard I. von Tusslingen (1256\u20131260). In seiner Regierungszeit findet ein Schiedsgericht wegen Allmendstreitigkeiten mit den B\u00fcrgern von Weisweil und Kloster Tennebach auf dem  <\/p>\n<p>Kirchhof von St. Peter in Endingern statt.  <\/p>\n<p>Abt Burkard verstarb am 1. Februar 1260.  <\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Heinrich von Falkenstein (1260\u2013ca. 1279) Er war Prior und wurde 1260 Abt. Johann Baptist Kolb sagt in \u201cHistorisch-statistisch-topographisches Lexicon von dem Gro\u00dfherzogthum Baden \u201c Bd III S. 280  <\/p>\n<p>\u00fcber ihn, dass&nbsp; er dem Kloster als ein guter Hirt und treuer Hausvater vorstand.  <\/p>\n<p>1265 beauftragte das Generalkapitel&nbsp; Abt Adolf (1263-1280) von Kloster Lieu Croissant im Departement Doubs und den Tennenbacher Abt Heinrich von Falkenstein, Kloster&nbsp; Marienau in Breisach&nbsp; zu visitieren und zu \u00fcberpr\u00fcfen, ob es die Aufnahmekriterien der Zisterzienser  <\/p>\n<p>erf\u00fcllt. Die \u00dcberpr\u00fcfung scheint g\u00fcnstig ausgefallen zu sein, denn die Aufnahme in den Orden erfolgte wohl&nbsp; kurz danach. Der Stadtherr von Breisach, Bischof Heinrich von Neuenburg (1263-1274)und Nachfolger von Bischof Berthold II. (beide Basel)beantragte die Aufnahme der Frauengemeinschaft in den Zisterzienserorden.  <\/p>\n<p>In dieser Zeit gab es eine&nbsp; Periode der Gr\u00fcndungswelle der s\u00fcdwestdeutschen Frauenzisterzen.&nbsp; Struktur und Ablauf waren immer gleich. Der Konvent setzte sich ma\u00dfgeblich aus Frauen des Ministerialadels und dem st\u00e4dtischen Patriziat zusammen.  <\/p>\n<p>Auch Kloster Tennenbach f\u00f6rderte diese Welle lebhaft. Das Kloster lie\u00df solche Klausen teils in der n\u00e4he von Kirchen, z.B. in Emmendingen, Kenzingen, Endingen, Eichstetten, auf dem Aspenhof bei Landeck und bei der Kirche zu W\u00f6plinsberg  <\/p>\n<p>errichten, teils an einsamen Stellen des Waldes.  <\/p>\n<p>Auf der Klause im Aspenhof lebte Adelheid von Teningen, Sie starb 1273 und wurde in Kloster Tennenbach bestattet. Sie ist auch als Reklusin im \u00d6kumenischen Heiligenlexikon aufgelistet.  <\/p>\n<p>Unter Abt Heinrich bekam das Kloster am 21. Juli 1266 eine M\u00fchle in Freiburg geschenkt.  <\/p>\n<p>Auf Abt Heinrich folgte Abt Meinward I. von St\u00fchlingen (1279\u20131297). Er stammte aus der Familie der St\u00fchlinger.&nbsp; Er  <\/p>\n<p>war wie sein Vorg\u00e4nger ein guter Hausvater und schaffte es, die meisten Schulden seiner Vorg\u00e4nger zu tilgen.  <\/p>\n<p>Eines der wichtigsten Ereignisse in seiner Regierungszeit war die Erteilung des B\u00fcrgerrechtes der Stadt Freiburg durch Graf Egino II. (1271-1316) von Freiburg unter ausdr\u00fccklicher Befreiung von allen b\u00fcrgerlichen Lasten und Abgaben.  <\/p>\n<p>Am 10. August 1291 Stellte er dar\u00fcber eine Urkunde aus. \u201cGraf Egen von Freiburg gew\u00e4hrt dem Abt Meinwart, Konvent und Kloster Tennenbach das B\u00fcrgerrecht vonFreiburg, Freiheit von Gewerf und Steuer und best\u00e4tigt ihnen die Schutzbriefe, welche ihnen sein Vater und die<br \/>B\u00fcrger von Freiburg ausstellten \u00b0.&nbsp; GLA, Karlsruhe 24\/16  <\/p>\n<p>Schon Graf Egino I. (+1236\/1237) hatte dem Tennenbacher Hof in Freiburg die Nutzung eines Feldes einschlie\u00dflich Bew\u00e4sserung durch ein B\u00e4chle zum Erblehen \u00fcberlassen, das ist die erste urkundliche Erw\u00e4hnung 1220&nbsp; der Freiburger B\u00e4chle.  <\/p>\n<p>Im Gegenzug f\u00fcr die Erteilung des B\u00fcrgerrechts hatte Kloster Tennenbach den Freiburgern ein System von Wasserleitungen mit zahlreichen Hebewerken geschaffen. Ein Gleiches geschah in Villingen.  <\/p>\n<p>1283 schenkte ein Johanes von St\u00fchlingen dem Kloster Renteinnahmen einer Schmiede und von 12 H\u00e4usern in Freiburg. Es ist anzunehmen, dass dieser Johannes ein Verwandter des Abtes war. Das w\u00fcrde auch diese Schenkung erkl\u00e4ren  <\/p>\n<p>Abt Heinrich starb 1297.  <\/p>\n<p>Schon unter Abt Berthold wurde Kloster Tennenbach die Aufsicht \u00fcber Kloster G\u00fcterstal erteilt. Kloster Wonnental bei Kenzingen wurde 1249 erstmals urkundlich erw\u00e4hnt und 1262 in den Zisterzienserorden eingegliedert. Vaterabt war der  <\/p>\n<p>Abt von Tennenbach. <\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Meinward II. von Munzingen.&nbsp; Er wurde 1297 zum Abt gew\u00e4hlt.  <\/p>\n<p>Aus von seinen Eltern ererbten Geschmeiden lie\u00df er er das Haupt des heiligen&nbsp; Johannes und der heiligen Ursula in Silber verfertigen.  <\/p>\n<p>In seine Regierungszeit fielen zwei Entwicklungen. Das eine war das Einsetzen der sp\u00e4tmittelalterlichen Agrarkrise. Zwischen de 10. und 14. Jahrhundert hatte sich die Bev\u00f6lkerung fast verdoppelt.  <\/p>\n<p>Der wirtschaftliche Aufschwung Europas, der sich vor allem im 12. und 13. Jahrhundert vollzog, lie\u00df insbesondere den Agrarsektor anwachsen.  <\/p>\n<p><sup><font size=\"3\">Erhebliche technische Fortschritte hatten zur Folge, dass das grundherrschaftliche Fronhofsystem niederging. Die St\u00e4dte wuchsen&nbsp; und es setzte eine Flucht in die Stadt ein. Ab dem 14. Jahrhundert kehrte sich dieser Prozess wieder um und blieb<\/font><\/sup>  <\/p>\n<p>bis zum 19. Jahrhundert bestehen. In der Landwirtschaft f\u00fchrte dies zu einem Preisverfall. Zwischen 1315 und 1317 kam es zu mehreren Missernten, die Hungersn\u00f6te mit sich brachten, gefolgt von einem starken Bev\u00f6lkerungsr\u00fcckgange, Dazu kam eine Pestwelle.  <\/p>\n<p>1314 hielten die Franziskaner ihr Provinzkapitel in Freiburg ab. Bei dem Bericht dar\u00fcber wird auch vom \u201cGro\u00dfen Sterben\u201dgesprochen. Ob es die Pest war, ist nicht sicher. Auf jeden Fall forderte der Ausbruch viele Opfer.  <\/p>\n<p>(Konrad M. M\u00fcller, Das Gro\u00dfe Sterben in Freiburg, Alemannisches Jahrbuch 2005\/2006 S. 364)  <\/p>\n<p>F\u00fcr Basel werden f\u00fcr 1314 14.000 Opfer vermeldet.  <\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich blieb auch die Klosterwirtschaft von solchen Ereignissen nicht unber\u00fchrt.  <\/p>\n<p>Landwirtschaftliche G\u00fcter lagen brach und erbrachten keinen Ertrag mehr. Dazu kam eine Wertminderung der Naturalzinsen durch fallende Getreidepreise. Da zahlreiche Abgaben dem Kloster als Getreidezinsen zuflossen, traf auch dies die Klosterkasse. Durch die Todeserfahrungen der Pest wandte sich die Bev\u00f6lkerung in verst\u00e4rktem Ma\u00dfe den in den St\u00e4dten aktiven Bettelorden zu.  <\/p>\n<p>In Freiburg bekam Kloster Tennenbach von der Freiburger Patrizierfamilie Ederlin eine Badstube geschenkt.  <\/p>\n<p>Abt Meinward verstarb&nbsp; 1317.  <\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Johannes I. von Todtnau (1317-1336). Er war wohl von sehr edler Geburt.  <\/p>\n<p>1319 l\u00f6ste Kloster Tennenbach seine Grangie in Roggenbach mit dem Vorbehalt der Weiderechte f\u00fcr das eigene Vieh auf.  <\/p>\n<p>Das war durchaus im Zug der Zeit, denn alle Zisterzienserkl\u00f6ster stellten die Bewirtschaftung ihrer G\u00fcter um.  <\/p>\n<p>Das war vor allem durch den R\u00fcckgang der Konversen verursacht. Die Pestwellen hatten erhebliche Auswirkungen. Die hohe Opferzahl f\u00fchrte nat\u00fcrlich zu einem enormen Mangel an Arbeitskr\u00e4ften auch in der Landwirtschaft.  <\/p>\n<p>Das Pesttrauma hatte zu einen zum einem z\u00fcgellosen Ausleben nach dem Motto \u201ccarpe diem\u201d zum anderen gab es eine starke Hinwendung zum Glauben zumal die Pest ja als Strafe Gottes f\u00fcr die s\u00fcndige Menschheit interpretiert wurde.  <\/p>\n<p>Bettelorden hatten einen enormen Zulauf.Sie wurden zu einer m\u00e4chtigen Konkurrenz, wenn es um Gewinnung neuer Mitglieder ging. Der zunehmende Konversenmangel zwang alle Zisterzienserkl\u00f6ster, ihre Bewirtschaftungsform zu \u00e4ndern.  <\/p>\n<p>Grangien wurden zunehmend nicht mehr in Eigenbewirtschaftung betrieben sondern verpachtet.  <\/p>\n<p>1320 kam es am Kaiserstuhl zum Kaiserst\u00fchler Krieg.&nbsp; Es ging um eine Auseinandersetzung zwischen den Herren von Falkenstein und den \u00dcsenbergern, die die die Vogtei \u00fcber Bickensohl innehatten.  <\/p>\n<p>Die Auseinandersetzungen f\u00fchrten zu schweren Verw\u00fcstungen in den Gemeinden des Kaiserstuhls, die durch \u00dcberf\u00e4lle, Raub und Brandstiftung verursacht wurden. Die Sch\u00e4den in der Landwirtschaft waren so gro\u00df, dass im Folgejahr durch die Ernteausf\u00e4lle die Lebensmittel knapp waren und es zu einer Teuerung kam.  <\/p>\n<p>Da Tennenbach fast in jedem Dorf des Breisgaus&nbsp; Felder, Wald,Zinsen, Eink\u00fcnfte und hatte fast \u00fcberall in den St\u00e4dten und D\u00f6rfern H\u00f6fe, sowie dazwischen ihre Grangien hatte, war das Kloster auch massiv betroffen.  <\/p>\n<p>Abt Johannes I. verstarb 1336  <\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Johannes II. Zenlin (1336\u20131353). Er ist vor 1300 Sohn des wohlhabenden Freiburger Gerbermeisters Heinrich Zenlin geboren. Er ist juristisch und theologisch geschult.  <\/p>\n<p>Sein Onkel war von 1299 bis 1312 Prior in Kloster Tennenbach. Die Familie Zenlin hatte also Beziehungen zu Kloster Tennenbach. Das erkl\u00e4rt auch, warum Johannes in Kloster Tennenbach eingetreten ist.  <\/p>\n<p>M\u00f6glicherweise war er schon 1311 Cellerar in Tennenbach, sicher aber ab 1318.  <\/p>\n<p>1329 wird er Brudermeister.  <\/p>\n<p>Ab 1336 war er bis zu seinem Tod am 24. Mai 1353 war er Abt.  <\/p>\n<p>Von 1323 bis 1337 tritt er als Anwalt in Prozessen auf.  <\/p>\n<p>In dieser Zeit von 1317-1341 entstand das Tennenbacher G\u00fcterbuch. Den Gro\u00dfteil des&nbsp; G\u00fcterbuchs schrieb vor allem Johann Zenlin.&nbsp; Ein wichtiger Mitarbeiter war&nbsp; Zenlins&nbsp; Co-Autor Frater Johann Meiger.  <\/p>\n<p>Mit dem Anlegen dieses Urbars wurde Kloster Tennenbach der Forderung von Stephan von Lexington \u00fcber die Wirtschaftsordnung von Zisterzienserkl\u00f6stern (s.o,) gerecht wurde.  <\/p>\n<p>Das Urbar wurde mit solch gro\u00dfer Sorgfalt, materiellem und k\u00fcnstlerischem Aufwand angelegt, dass es einzigartig f\u00fcr ein Werk seiner Gattung ist. Es kann sogar als \u201eNeusch\u00f6pfung\u201c gesehen werden, da es haupts\u00e4chlich nur von einem Autor geschrieben wurde und nicht wie andere Urbare als Abschrift oder Teilaufnahmen, an denen mehrere beteiligt waren, entstanden ist. Es beschreibt auf sehr k\u00fcnstlerische Art- und Weise die Besitzt\u00fcmer und die und die Pachtverh\u00e4ltnisse des Klosters Tennenbach in \u00fcber 233 Orten von den Altsiedelgebieten des Breisgaus und vielen anderen angrenzenden Gebieten bis zu den Besitzt\u00fcmern auf der Baar. Zenlin gibt schon auf den ersten Seiten des Werkes Auskunft \u00fcber den programmatischen Aufbau des G\u00fcterbuchs. Auf 352 Bl\u00e4ttern werden die 233 Orte alphabetisch angeordnet angef\u00fchrt. Zenlin verwendet dabei eine gotische Minuskeln Schrift und gestaltet mit viel Liebe zum Detail die Anfangsbuchstaben der jeweiligen Ortschaften. Der den Ortschaften zugeh\u00f6rige Text wurde dabei in zwei benachbarten Kolumnen angeordnet. Inhaltlich beschreibt Zenlin, wie f\u00fcr ein Urbar typisch, Besitz und die Eink\u00fcnfte, ebenso nennt er aber auch bei jedem Ort die Herkunft und den Rechtstitel f\u00fcr die Besitzt\u00fcmer. Mitten in diesen n\u00fcchternen Auflistungen finden sich erstaunlicherweise immer wieder gr\u00f6\u00dfere und kleinere geschichtliche, rechtliche, theologische und philosophische Notizen. Neben der bedeutenden Funktion als \u201eHand- und Hausbuch\u201c der Klosterwirtschaft Tennenbachs nahm Zenlin das G\u00fcterbuch zum Anlass, um bestimmte Urkunden wie zum Beispiel das Freiburger Stadtrecht abzuschreiben. Das Tennenbacher G\u00fcterbuch ist folglich Urbar und Kopialbuch zugleich. Dadurch ist es nicht nur wegen seiner besonderen F\u00fclle an alten Flur- und Personennamen von unfassbarem Wert f\u00fcr Wissenschaften wie zum Beispiel die Agrarwissenschaft oder Namensforschung, sondern es ist eine sehr bedeutende sprachgeschichtliche Quelle, da es f\u00fcr viele Urkunden das Original ersetzt. Nicht umsonst steht das Tennenbacher G\u00fcterbuch auf dem ersten Rang im badischen Generallandesarchiv und ist Teil der \u201eMonumenta Germaniae Historica\u201c. Denn es ist bis heute eines der bedeutsamsten Werke am Oberrhein und damit auch sehr bedeutend f\u00fcr die badische Geschichte.  <\/p>\n<p>Als Abt hat er auch ein G\u00fcterbuch in Kloster G\u00fcnterstal 1344 in Auftrag gegeben.<\/p>\n<p>Um 1340 entstand auch das Tennenbacher Ziborium, ein Gef\u00e4\u00df zur Aufbewahrung der konsekrierten Hostien. Es ist eines der bedeutendsten Beispiele oberrheinischer Emailkunst. Es steht in enger Verbindung zum G\u00fcterbuch. Die Stifterinschrift im G\u00fcterbuch und auf dem Ziborium sowie<\/p>\n<p>eine Initiale mit dem Abt Johannes sind identisch. Das Ziborium war bis 1732 in Kloster Tennenbach, von o es zusammen mit dem Kirchenschatz ins Kloster Wettingen gebracht wurde. Heute befindet es sich im Besitz des Germanischen Nationalmuseums in N\u00fcrnberg.<\/p>\n<p>Abt Johannes verstarb am 24. Mai 1353 .<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Johannes III. Lepus (dt. <i>Hase<\/i>) (1353\u20131368)<\/p>\n<p>Er ist Anfang des 14. Jahrhunderts in Kenzingen geboren und entstammte einer Ministerialenfamilie der Grafen von \u00dcsenberg, den Gr\u00fcndern und Stadtherren von Kenzingen.<\/p>\n<p>Er trat an Ostern 1326 wohl im Alter von 18 Jahren in das Kloster Tennebach ein.<\/p>\n<p>1353 wurde er zum Abt gew\u00e4hlt. In seiner Regierungszeit stand das Kloster auf dem H\u00f6hepunkt seiner Wirtschaftskraft und seines Einflusses. Es hatte seinen&nbsp; gr\u00f6\u00dften Umfang erreicht.<\/p>\n<p>Der G\u00fctererwerb des Klosters war unter seinem Vorg\u00e4nger weitgehend abgeschlossen. Man konzentrierte sich jetzt auf den n\u00f6rdlichen Breisgau in der n\u00e4heren Umgebung von Tennenbach.<\/p>\n<p>Unter Abt Johannes III.trat aber eine Stagnation ein. Die Wirtschaftskraft des Klosters ging deutlich zur\u00fcck. Die Auswirkungen der sp\u00e4tmittelalterlichen Agrarkrise sowie die Folgen der Pest trafen jetzt auch die Klosterwirtschaft.<\/p>\n<p>Die Umstellung von Grangienwirtschaft auf Rentengrundherrschaft erwies sich als notwendig. Auch der soziale Wandel in den Zisterzienserkl\u00f6stern der damaligen Zeit von M\u00f6nchsgemeinschaften mit adlig-ministerialischen Konventen zu solchen mit M\u00f6nchen weitgehend aus dem B\u00fcrgertum<\/p>\n<p>zeigte sich jetzt bei Abt Johannes III. Sein Onkel war Metzger.<\/p>\n<p>Das Tennenbacher Jahrzeitbuch ist in seiner Regierungszeit entstanden. Es wurde 1364 als als Zinsregister angelegt und dann mit&nbsp; mit einem Anniversar verkn\u00fcpft.<\/p>\n<p>Abt Johannes legte 1368 sein Amt wohl aus Alters-und Gesundheitsgr\u00fcnden nieder. Er zog sich ins Zisterzienserinnnenkloster Wonnental zur\u00fcck<\/p>\n<p>Dort verstarb er am 9. April 1370, wo er auch bestattet ist.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger als 13. Abt wurde Jakob von Tanner (1368\u20131396)<\/p>\n<p>Seit der H\u00e4lfte des&nbsp; 13. Jahrhunderts hatten die Markgrafen von Hachberg die Vogtei \u00fcber Kloster Tennenbach inne.<\/p>\n<p>Am 13. Januar 1373 widerrief Kaiser Karl IV. (1346-1378) die Vergabe an die Markgrafen Otto I. von Baden Hachberg&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; (1369-1386) und Johann von Baden-Hachberg (1386-1409)<\/p>\n<p>und vergab sie an die Herz\u00f6ge&nbsp; Albrecht III. von \u00d6sterreich (1365-1395)und Herrzog Leopold von \u00d6sterreich (1373-1386). Herzog Leopold war auch Herzog der Vorlande, Begr\u00fcndet wurde das so. Die Vogtei geh\u00f6rte zur Grafschaft Freiburg und Freiburg war seit <\/p>\n<p>1368 habsburgisch. Im 15. Jahrhundert&nbsp; gab es nochmals Auseinandersetzungen mit den Markgrafen von Baden um die Schirmherrschaft \u00fcber das Kloster . Sie verblieb dann <\/p>\n<p>seit Ende des 15. Jh. bis zur S\u00e4kularisation bei den habsburgischen Herz\u00f6gen bzw. Erzherz\u00f6gen. <\/p>\n<p>Abt Jakob verstarb am 03.05. 1396 und ist im Kloster Tennebach bestattet.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Johannes IV. M\u00fctterler (1396\u20131421). Kolb schreibt \u00fcber ihn, dass er das Kloster bereicherte und mit gr\u00f6\u00dftem Lob dem Kloster bis 1421 vorstand S.280).<\/p>\n<p>Von einer Teilnahme am Konstanzer Konzil 1414-1418 geht aus den mir vorliegenden Urkunden nichts hervor.<\/p>\n<p>Am 17. Juli 1419 bestimmt Papst Martin V. (1417-1431) Abt Johannes IV. von Tennenbach und die Domdekane von Konstanz und St. Moritz in Augsburg zu Konservatoren<\/p>\n<p>Abt Johannes verstarb am 04.06. 1421.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Rudolf Z\u00f6ller aus Elzach (1421\u20131438)<\/p>\n<p>Vor seiner Wahl war er Gro\u00dfkeller in Tennenbach. In dieser Eigenschaft schlichtete er am 8. Mai 1414 einen Streit zwischen der Propstei Krotzingen und einem Gerber in Freiburg. GLA 19 Nr.<strong> <\/strong>694 (2)<\/p>\n<p>Auch Abt Rudolf erhielt einen p\u00e4pstlichen Auftrag. Papst Martin V. beauftragte ihn am 29. November 1425 Kloster St. M\u00e4rgen bei der Wiedererlangung entfremdeter G\u00fcter behilflich zu sein (Tennenbacher Urkundenbuch S.161)<\/p>\n<p>Er verstarb 1438.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Martin Soensbach (1438\u20131448).<\/p>\n<p>Er galt als Mann von gro\u00dfer Fr\u00f6mmigkeit und Gelehrsamkeit. Im Kloster hatte er den Ehrennamen \u201cvir summae doctrinae\u201d<\/p>\n<p>Papst Martin V. hatte das Basler Konzil ab 1425 geplant und f\u00fcr den Sommer 1431 nach Basel einberufen. Kurz vor Er\u00f6ffnung des Konzils starb er.<\/p>\n<p>Einer der f\u00fchrenden Theologen dieses Konzils wurde Nikolaus von Kues (1401-1464)<\/p>\n<p>Auch Abt Martin nahm am Konzil teil. Dort erhielt er f\u00fcr sich und sein Kloster das Recht ,Inful und Stab zu tragen.<\/p>\n<p>Die Armagnaken waren ein S\u00f6ldnerhaufen und Parteig\u00e4nger der Herz\u00f6ge von Orleans im Hundertj\u00e4hrigen Krieg.<\/p>\n<p>Am 26. August 1444 im Verlaufe des Alten Z\u00fcrichkriegs fand bei bei St. Jakob an der Birs eine Schlacht statt. 20.000 Armagnaken standen 1500 Eidgenossen der Alten Orte gegen\u00fcber.<\/p>\n<p>Es gelang ihnen die S\u00f6ldner aufzuhalten. Diese erlitten gewaltige Verluste und gaben ihren Vormarsch auf Z\u00fcrich auf. Sie schw\u00e4rmten aber nun durch den Breisgau&nbsp; und fielen auch in Kloster Tennenbach ein.<\/p>\n<p>Kloster und Kirche wurden gepl\u00fcndert. Nach dem Abzug der Armagnaken musste der Konstanzer Weihbischof Johann von&nbsp; Blatten (1441-1461) die Klosterkirche wieder neu weihen.<\/p>\n<p>Die Biographia Cisterciensis sagt, dass das Kloster danach \u00fcber 30 Jahre unbewohnt war.<\/p>\n<p>Abt Martin verstarb am 16.6. 1448.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Nikolaus I. Rieflin (1448-1449. Ob er aus dem Elsass oder der Schweiz stammte ist nicht sicher. Die Schweiz ist wahrscheinlich. Er wurde nach kurzer Amtszeit abberufen, verstarb und ist im Kapitel bestattet.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Burchard II. Iselin (1449-1483) Er stammte aus einem von Basel nach Freiburg \u00fcbersiedelten Geschlecht.<\/p>\n<p>Er regierte 34 Jahre und war \u201cseiner Herde ein getreuer hirte\u201d (Kolb S.280)<\/p>\n<p>Unter Abt Burchard begannen die Gebetsverbr\u00fcderungen , die es in vielen oberdeutschen Kl\u00f6stern gab, so 1457 mit G\u00fcterstal,&nbsp; wobei dieses Frauenkloster ja Tennenbach unterstellt war.<\/p>\n<p>Am 18. Februar 1459 beauftragte Papst Pius II. (1458-1464) auf Bitten des Markgrafen Karl von Baden-Hochberg die Visitation der Kl\u00f6ster in Esslingen. In Esslingen gab es keine Zisterzienserkl\u00f6ster.<\/p>\n<p>1468 und 1469 fand in Neuenburg am Rhein ein Landtag statt. Nach dem Tod von Herzog Albrecht VI. von \u00d6sterreich&nbsp; 1463 ernannte das Haus Habsburg den Markgrafen Karl von Baden (1425 (?)-1475) zum Statthalter von Vorder\u00f6sterreich.<\/p>\n<p>Er sollte die zerr\u00fctteten Finanzen, die Albrecht VI. hinterlassen hatte, wieder in Ordnung bringen. Dieser hatte im 19. Jahrhundert den Beinamen \u201cder Verschwender\u201d erhalten. Er hatte zwar 1457 die Universit\u00e4t Freiburg gegr\u00fcndet, aber auch viele meist verlustreiche und mit vielen<\/p>\n<p>Kosten verbundene Kriege gef\u00fchrt. Au\u00dferdem f\u00fchrte er ein recht ausschweifendes Leben. Er soll \u00fcber 40 uneheliche Kinder gehabt haben.<\/p>\n<p>Durch Erhebung neuer Steuern wollte er den Haushalt konsolidieren. So wurde auf dem Landtag die Einf\u00fchrung der Erhebung des 100. Pfennig vom Gulden beschlossen.<\/p>\n<p>Auf diesem Landtag traf Abt Burchhard auch den Abt von Kloster L\u00fctzel Johann Stantenat (1467-1471), der dann&nbsp; von 1471\u20131494&nbsp; Abt der Tennenbacher Mutterabtei Salem wurde.<\/p>\n<p>Unter Abt Burchard entstand 1473&nbsp; ein Altar von dem N\u00f6rdlinger Meister Friedrich Herlin (um 1430-um 1500). Im badischen Raum hatte er neben diesem Triptychon-Altar, der f\u00fcr die Krankenkapelle in Tennenbach geschaffen wurde,<\/p>\n<p>stammt aus einem Umkreis die Dreik\u00f6nigsretabel in Emmendingen. Der&nbsp; Tennenbacher Altar steht heute in der katholischen Pfarrkirche St. Bonifatius in Emmendingen.<\/p>\n<p>Herlin steht in der Nachfolge Rogiers von der Weyden (+ 1464), dessen Stil er den oberdeutschen vermittelt hat.<\/p>\n<p>1480 gab es ein starkes Rheinhochwasser, was nicht au\u00dfergew\u00f6hnlich war. Freiburg war besonders stark betroffen. Dort riss die Dreisam Br\u00fccken, M\u00fchlen und Zollh\u00e4user weg. Viele Menschen kamen ums Leben.<\/p>\n<p>Stark betroffen war auch Kloster G\u00fcnterstal. Abt Burchard war gerade auf Visitation in G\u00fcnterstal. Die Nonnen konnten sich aber retten und kamen mit dem Schrecken davon.<\/p>\n<p>Aus Dankbarkeit wallfahrtet sie nach St. Ulrich im M\u00f6hlintal und stifteten eine&nbsp; allj\u00e4hrlich Messe.<\/p>\n<p>Abt Burchard verstarb am 02.01. 1483.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Konrad II. Pfitelin (1483-1490)&nbsp; Er stammte aus Malterdingen. Er wie auch sein Nachfolger Michael Sitz waren schlechte Verwalter und Tennenbach erlitt bedeutende Verluste an G\u00fctern. (Schau-ins-Land Bd. III, p. 32)<\/p>\n<p>Abt Konrad wurde 1490 abgesetzt und verstarb 1492<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Michael Sitz (1490-1508). Er stammte auch aus Malterdingen<\/p>\n<p>Vor seiner Wahl verwaltete er den Tennenbacher Hof in Kenzingen&nbsp; und war dann Gro\u00dfkellner des Klosters.<\/p>\n<p>Abt Michael verkaufte einen Gro\u00dfteil der Tennenbacher G\u00fcter. So ver\u00e4u\u00dferte er den Besitz des Klosters im Kinzigtal. Dort war die Bewirtschaftung der G\u00fcter und der Einzug des Zehnten schwierig geworden<\/p>\n<p>Abt Michael&nbsp; verkaufte dem Grafen Wolfgang von F\u00fcrstenberg (1484-1509) am 3.7. 1505 f\u00fcr eine Jahresrente von 12 Gulden in Gold, das sind etwa 2.635,00 \u20ac alle G\u00fcter und Rechte des Klosters<br \/>in der F\u00fcrstenbergischen Herrschaft Kinzigtal.<\/p>\n<p>Schon 1504 wurde die H\u00e4lfte des Harderer Hofes als Erblehen ausgegeben. Das Kloster behielt sich nur die Schafhaltung vor.&nbsp; (s.o)<\/p>\n<p>Er resignierte 1508&nbsp; aus \u201cAlters-und Lebens\u00fcberdru\u00df\u201d oder wurde vielmehr abgesetzt.<\/p>\n<p>Trotzdem Abt Michael sehr schlecht beurteilt wird, war er vielleicht gar nicht so schlecht. Vielleicht waren die Verk\u00e4ufe einfach durch akuten Geldmangel erzwungen. Vielleicht hatte sich das Kloster von <\/p>\n<p>den Verw\u00fcstungen des Armagnaken\u00fcberfalls noch nicht erholt. Dazu kamen Kriegslasten. <\/p>\n<p>Au\u00dferdem gab es um 1450 eine kleine Eiszeit, Diese l\u00f6ste Agrarkrisen aus. Es gab Mi\u00dfernten. Hungersn\u00f6te traten auf. Teuerungen, Mangelern\u00e4hrung und auch Seuchen waren die Folge.<\/p>\n<p>Das bewirkte Stagnation und beeinflusste nat\u00fcrlich auch die Wirtschaft der Kl\u00f6ster.<\/p>\n<p>Auf Abt Michael folgte Abt Johannes V. Ringlin (1508-1540)<\/p>\n<p>Er stammte aus Villingen. Er war 32 Jahre Abt in Tennenbach. Er lebte aber den gr\u00f6\u00dften Teil seiner Regierungszeit au\u00dferhalb des Klosters, weil&nbsp; Tennenbach am 3. Mai 1525 von aufst\u00e4ndischen Bauern \u00fcberfallen und gepl\u00fcndert wurde,<\/p>\n<p>Dabei brannte es v\u00f6llig ab.<\/p>\n<p>Die Reformation hatte f\u00fcr Tennenbach so gut wie keine Folgen. Zum einen war der Landesherr Erzherzog Ferdinand von \u00d6sterreich (seit 1521 Herrscher auch von Vorder\u00f6sterreich, von 1558-1564 deutscher Kaiser) ein entschiedener Gegner der Reformation. <\/p>\n<p>Dann wurde das Kloster im&nbsp; Bauernkrieg in Schutt und Asche gelegt und es dauerte sehr lange bis die M\u00f6nche zur\u00fcckkehren konnten.<\/p>\n<p>Kloster Tennenbach hatte kein besonders gutes Verh\u00e4ltnis zu seinen Bauern. Das Kloster hatte gro\u00dfen Grundbesitz.<\/p>\n<p>Der Zehnte und die Zinsen wurden hart eingetrieben, was den Unmut der Bauern schon lange hervorgerufen hatte.<\/p>\n<p>In S\u00fcdbaden waren drei Bauernhaufen unterwegs. Einer war aus Sausenburg, der Stammburg der Markgrafen von Baden-Hachberg, und Badenweiler unterwegs.<\/p>\n<p>Ein zweiter war um den Kaiserstuhl herum, der&nbsp; Breisgauer Haufen genannt wurde. Der dritte Haufen war in der Markgrafschaft Hachberg unterwegs. Sein Anf\u00fchrer war Klewi (Nikolaus) R\u00fcedi.<\/p>\n<p>Er stammte aus Malterdingen. <\/p>\n<p>Abt Johann und sein Konvent hatten sich hatten sich nach Freiburg auf den dortigen Klosterhof gefl\u00fcchtet.<\/p>\n<p>Am 3. Mai1525 hatte der Markgr\u00e4fler Haufe vergeblich versucht die Burg Hachberg einzunehmen. Danach drangen die Bauern in das verlassene Kloster Tennenbach ein und pl\u00fcnderten es aus.<\/p>\n<p>In der Kirche rissen sie die Grabplatten der Adelsgr\u00e4ber ab, um nach Schmuckst\u00fccken zu suchen. Dann wurde die ganze Abtei nach Vertr\u00e4gen und Zinsrodeln durchw\u00fchlt, um diese zu vernichten und so vielleicht das Joch von Abgaben aber auch Frondiensten <\/p>\n<p>absch\u00fctteln zu k\u00f6nnen. Bei der Zecherei wurde eine Flasche Schnaps umgeworfen, was eine Brand verursachte. Die Abtei brannte bis auf die Kirche v\u00f6llig ab. Der Schaden belief sich auf 30.000 Gulden, das sind etwa 7.598.537,00 Euro, die Abt Johann sp\u00e4ter f\u00fcr den Wiederaufbau aufnehmen musste.<\/p>\n<p>Der Kaiserst\u00fchler Haufen unter Valentin Ziller aus Amolter pl\u00fcnderte den Sommersitz der Tennenbacher \u00c4bte in Kiechlinsbergen.<\/p>\n<p>Auch das Tochterkloster Wonnental. Dort hatte der Markgr\u00e4fler Haufen das Kloster ebenfalls in Schutt und Asche gelegt. Dort wurde der Schaden auf 6250 Gulden, das sind&nbsp; etwa 1.583.029,00 \u20ac, veranschlagt.<\/p>\n<p>Abt Johannes fl\u00fcchtete wahrscheinlich ins Kloster Stams in Tirol Der Konvent ging ins Kloster Wettingen,<\/p>\n<p>Es dauerte 30 Jahre bis die Geb\u00e4ude wieder hergestellt waren&nbsp; und die M\u00f6nche&nbsp; zur\u00fcckkehren konnten.<\/p>\n<p>Der Konstanzer Weihbischof Johann weihte die Klosterkirche neu.<\/p>\n<p>Herzog Ulrich von W\u00fcrttemberg (1498\u20131519 und 1534\u20131550 ) wurde 1519 von Georg Truchsess von Waldburg (1488-1531) im Auftrag des Schw\u00e4bischen Bundes aus W\u00fcrttemberg vertrieben, nachdem er die Reichsstadt Reutlingen \u00fcberfallen hatte.<\/p>\n<p>1534 kam er mit Hilfe des hessischen Landgrafen Philipp I. (1504-1567) nach W\u00fcrttemberg zur\u00fcck. Nach der Schlacht bei Lauffen&nbsp; (13. Mai 1534) wurde am 29. Juni 1534 der Vertrag von Kaaden geschlossen Ulrich war wieder Regent in W\u00fcrttemberg,<\/p>\n<p>wenn auch nur als Afterlehensnehmer von K\u00f6nig Ferdinand. Ferdinand behielt den Titel des Herzogs von W\u00fcrttemberg. Auch bez\u00fcglich der Reformation gab es Bestimmungen.<\/p>\n<p>Der Vertrag verbot eindeutig die Lehrern der Schweizer Reformatoren oder T\u00e4ufer im Herzogtum einzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Herzog Ulrich f\u00fchrte umgehend im ganzen Herzogtum die Reformation ein.<\/p>\n<p>Kl\u00f6ster und geistliche Korporationen wurden s\u00e4kularisert. Das Klostergut wurde als eigene Verm\u00f6gensmasse behandelt und gesondert verwaltet.<\/p>\n<p>Der Gro\u00dfteil der M\u00f6nche aus Bebenhausen ging nach Salem. Dort regierte&nbsp; Abt Johannes III. Fischer (1534\u20131543), der gleichzeitig Ordenskommissar f\u00fcr Oberdeutschland&nbsp; war.<\/p>\n<p>Ein Teil der M\u00f6nche wurden in Kl\u00f6ster geschickt, in denen Personalmangel herrschte. So kamen Bebenhausener M\u00f6nche auch nach Kloster Tennenbach.<\/p>\n<p>Ins Kloster Stams wurden ebenfalls Bebenhausener M\u00f6nche geschickt, um dort eine Reform zu unterst\u00fctzen unter ihnen der Bebenhausener Prior Leonhard Jo\u00df&nbsp; sowie der sp\u00e4tere Abt von Kloster Tennenbach, Sebastian Lutz.<\/p>\n<p>Abt Johann verstarb 1540.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Johannes VI. Rath (1540\u20131541) Er stammte aus Emmendingen. Kolb schreibt \u00fcber ihn \u201cder Gef\u00e4hrte des Vorigen im Elende, und<br \/>schon 1541 von Kummer verzehret.2( S.81).<\/p>\n<p>Nah nur einj\u00e4hriger Regierung&nbsp; folgte auf ihn Abt Sebastian Lutz genannt Hebenstreit (1541-58). Er ist um 1500 in T\u00fcbingen geboren und entstammte einer angesehen Familie, die in T\u00fcbingen der Ehrbarkeit angeh\u00f6rte.<\/p>\n<p>Er verlor schon 1502 Beide Eltern und wurde von \u201cFreunden\u201d, wohl Verwandten aufgezogen.<\/p>\n<p>1518 trat er in das Zisterzienserkloster Bebenhausen ein Ein Jahr sp\u00e4ter legte er seine Profess ab.<\/p>\n<p>1521 wurde er an der Universit\u00e4t Heidelberg immatrikuliert. Er war im Kolleg St. Jakob in Heidelberg, das von Kloster Sch\u00f6nau, dem Mutterkloster Bebenhausens beaufsichtigt wurde. Er studierte in Heidelberg wohl&nbsp; nicht fertig,<\/p>\n<p>denn das Generalkapitel hatte am 9. Mai 1523 verboten, Scholaren nach Heidelberg zu schicken, weil sich die Luthersche Lehre an der Universit\u00e4t Heidelberg durchgesetzt hatte.<\/p>\n<p>Man kann deshalb annehmen, dass Sebastian Lutz seine Studien am ordenseigenen Kolleg St. Bernhard in Paris beendet hat.<\/p>\n<p>Danach kehrte er ins Kloster Bebenhausen zur\u00fcck. Dort war er zw\u00f6lf Jahre lang Kaplan von Abt Johann von Fridingen (1493\u20131534 )<\/p>\n<p>Nach dem Tod von Abt Johannes am 21. Dezember 1534 kam keine Nachfolgerwahl mehr zustande.<\/p>\n<p>Herzog Ulrich l\u00f6ste das&nbsp; Kloster auf. Am 17. November 1535 musste die M\u00f6nche Bebenhausen verlassen. Die 20 katholisch gebliebenen M\u00f6nche gingen zun\u00e4chst nach Salem.<\/p>\n<p>Sebastian ging wohl schnell nach Stams, denn dort ist er schon um die Jahreswende 1535\/36 nachweisbar.<\/p>\n<p>Dort war Pelagius Baur (1525-1540) Abt.Die Verh\u00e4ltnisse standen wohl so schlecht, dass sich die Innsbrucker Regierung zum Eingreifen gezwungen sah und mit der Entsendung der<\/p>\n<p>Bebenh\u00e4user M\u00f6nche eine Besserung erreichen wollte. Einen gro\u00dfen Einfluss hatte auch Dr. Gallus M\u00fcller aus T\u00fcbingen.<\/p>\n<p>Nach Einf\u00fchrung der Reformation in W\u00fcrttemberg erhielt er im September 1534 Kanzelverbot und wurde Ende Januar 1535 von Herzog Ulrich als Professor der Theologie abgesetzt und ohne Entsch\u00e4digung entlassen. Er wandte sich nach Freiburg, wo er einen Monat sp\u00e4ter durch den Akademischen Senat ehrenvoll empfangen wurde. Hier erreichte ihn ein Ruf von K\u00f6nig. Ferdinand II. als Rat und Hofprediger nach Innsbruck. Im Juni 1535 wurden ihm von der Tiroler Landesregierung die Aufgaben der Predigtt\u00e4tigkeit und der Kirchenreform \u00fcbertragen. <\/p>\n<p>Am 22. September 1537 wurde Sebastian zum Bursierer von Kloster Stams bestellt. Er sollte das Kloster wirtschaftlich sanieren.<\/p>\n<p>Es kam bald zu einem tiefen pers\u00f6nlichen Zerw\u00fcrfnis mit den Bebenhausener M\u00f6nchen, vor allem mit Sebastian und Abt Pelagius.<\/p>\n<p>Sebastian bat um Entbindung seiner Aufgaben in Stams, was am 6. September 1538 gew\u00e4hrt wurde. Er kehrte nach Kloster Salem zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Dort war er f\u00fcr vier Jahre an der Klosterschule in Salem. Am 1. Juli 1542 verstarb Abt Johannes im Kloster Tennenbach.<\/p>\n<p>Dort waren keine Priester mehr sondern nur noch einig juvenes.<\/p>\n<p>Der Salemer Abt Johannes III.forderte die noch lebenden Bebenhauser M\u00f6nche auf, Kloster Tennenbach zu beziehen und einen Abt aus ihrer Mitte zu w\u00e4hlen und dort auf die Besserung der Verh\u00e4ltnisse <\/p>\n<p>in Bebenhausen zu warten.<\/p>\n<p>1547 fand in Augsburg der geharnischte Reichstag statt. Auf diesem Reichstag erlie\u00df Kaiser Karl V. das Augsburger Interim, das der Reichstag 1548 verabschiedete.<\/p>\n<p>F\u00fcr W\u00fcrttemberg bedeute dies, dass Kl\u00f6ster wieder restituiert wurden<\/p>\n<p>Anfang 1549 konnte Abt Sebastian mit dem verbliebenen Bebenh\u00e4user Konvent nach Bebenhausen zur\u00fcckkehren, (zu Kloster Bebenhausen siehe&nbsp; Mei B\u00fcchle Zisterzienserabtei Bebenhausen.<\/p>\n<p>In Tennenbach setzte er Georg I. Fabri als Administrator ein und legte seine Abtsw\u00fcrde f\u00fcr Tennenbach nieder. <\/p>\n<p>Abt Sebastian verstarb am 15, November 1560 und ist in der Stiftskirche in T\u00fcbingen beigesetzt.<\/p>\n<p>Georg Fabri (1558-1566) stammte aus Endingen. Er studierte in Tennenbach und wurde 1558 zum 24. Abt gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Er musste die restlichen Sch\u00e4den des Bauernkriegs beheben. <\/p>\n<p>Er starb am 9.2. 1566.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Friedrich Abstetter (1566\u20131568). Er stammte aus Kenzingen und regierte nur zwei Jahre. Von ihm ist nur \u00fcberliefert, dass er bei einer Visitation im Klosterhof in Freiburg starb.<\/p>\n<p>Er wurde nach Tennenbach \u00fcberf\u00fchrt und ist dort bestattet. <\/p>\n<p>In seiner Regierungszeit gab es nur wenig Nachwuchs. Gastm\u00f6nche aus anderen Zisterzienserkl\u00f6stern stellten sich f\u00fcr Kloster\u00e4mter zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Johannes VII. Schirer (auch Sch\u00fcrer) (1568\u20131575).<\/p>\n<p>Er stammte aus Eningen. Er war jahrelang Stellvertreter des Abtes. Er tilgte die Schulden f\u00fcr den Wiederaufbau der im Bauernkrieg verw\u00fcsteten Abtei.<\/p>\n<p>Er begann mit dem Wiederaufbau der Klosterkirche.<\/p>\n<p>Das Kloster konnte sich sogar zusammen mit der Benediktinerabtei St. Peter an einer B\u00fcrgschaft f\u00fcr das Haus \u00d6sterreich beteiligen.<\/p>\n<p>Abt Johannes war auch Visitator von Kloster Lichtenthal.<\/p>\n<p>Unter seinem Abbatiat begann die Wiederbesiedlung von Kloster Fiedenweiler, dass dann auch dem Zisterzienserorden eingegliedert und Kloster Tennenbach unterstellt wurde.<\/p>\n<p>Am 20. Mai 1570 stellten Jakob\u00e4a (1505-1580),die&nbsp; Gemahlin Herzog Albrechts&nbsp; zusammen mit Herzog Albrecht V. (1550-1579) der die Vormundschaftsregierung f\u00fcr den sp\u00e4teren Markgrafen Philipp II. (1571-1588) von Baden&nbsp; und dem Grafen Karl von Hohenzollern (1525-1575)f\u00fcr die Wiederbesiedelung&nbsp; die offizielle Genehmigung aus. Daraufhin entsandte \u00c4btissin Barbara Vehus (1551-1597) von Lichtenthalsechs Schwestern aus Lichtenthal nach Friedenweiler. Die bisherige Lichtenthaler&nbsp; Priorin&nbsp; Lucia Bauer wurde zur \u00c4btissin bestimmt. <\/p>\n<p>Ende des 16. Jahrhunderts verbanden sich ordens\u00fcbergreifend Benediktiner und Zisterzienserkl\u00f6ster zu Ordensprovinzen um einander beizustehen gegen durchziehende S\u00f6ldnertruppen.<\/p>\n<p>Abt Johannes verstarb im September 1575 in Kiechlinsbergen.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Georg II. Sartorius (1575\u20131576) Er wurde wohl von Abt Joannes veranlasst, in das Kloster Tennenbach einzutreten.<\/p>\n<p>Am 4. Juli 1561 wurde er an der Universit\u00e4t Freiburg immatrikuliert.<\/p>\n<p>Im Zisterzienserinnenkloster Friedental war er Pfarrer und Beichtvater. <\/p>\n<p>Er wurde 1575 zum Abt gew\u00e4hlt, starb aber schon ein halbes Jahr sp\u00e4ter.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte&nbsp; Abt Joseph Wei\u00dfhaar (1576\u20131585) .<\/p>\n<p>Er stammte aus Waldkirch. <\/p>\n<p>In Tennenbach hat er auch das Amt eines Subpriors bekleidet.<\/p>\n<p>Unter Abt Joseph wurde der Konvent \u201euf das kloster Fridenweiler best\u00e4ttigt\u201c, nachdem die Nonnen aus Lichtenthal nach Friedenweiler \u00fcbergesiedelt waren,<\/p>\n<p>Am 15. April 1578 \u00fcbergab dann Graf Heinrich VIII (1536-1596) von F\u00fcrstenberg Friedenweiler offiziell dem Zisterzienserorden. Als Papst Gregor XIII. (1572-1585) am 1. Juli 1584 das Recht zur Inkorporation gew\u00e4hrte, stand einer rechtlichen Aufnahme Kloster Friedenweiler&nbsp; nichts mehr im Wege. <\/p>\n<p>Abt Joseph war m\u00f6glicherweise mit der \u00c4btissin Barbara II Wei\u00dfhar (1600-1633)von Wonnental. Auch sie stammte aus Waldkirch, wurde 1600 zur \u00c4btissin von&nbsp; von Kloster Wonnental gew\u00e4hlt. Im 30-j\u00e4hrigen Krieg musste sie fliehen und starb 1633 in Kenzingen.<\/p>\n<p>Von Abt Joseph ist sonst wenig bekannt. Abt Joseph starb am 12.3. 1585.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Martin II. Schleher (1585-1627)<\/p>\n<p>Er stammte aus Villingen. Er war, wie es im lateinischen Text der Chronik \u00fcber ihn hei\u00dft, umsichtig in der Regierung und wahr und fromm in seiner Religion.<\/p>\n<p>Er regierte 42 Jahre und war einer der f\u00e4higsten Pr\u00e4laten die Kloster Tennenbach hatte.<\/p>\n<p>Er war ein Erneuerer des Klosters. Als Bauherr sorgte er f\u00fcr die Erneuerung der Klostergeb\u00e4ude, wo es nach den Zerst\u00f6rungen des Bauernkriegs immer noch Nachholbedarf gab.<\/p>\n<p>Die Marienkapelle deren Chorraum heute noch steht, lie\u00df er innen und au\u00dfen herrichten.<\/p>\n<p>Er sorgte f\u00fcr die Hebung der Klostereink\u00fcnfte,<\/p>\n<p>So \u00fcbernahm er 1585 vom Stift St. Margarethen in Waldkirch Besitzungen zum Lehen im Elztal.<\/p>\n<p>1604 erwarb er die Herrschaft \u00fcber das Dorf Heimbach.<\/p>\n<p>Am 15. Juli 1590 nahm Abt Martin den Markgrafen Jakob III. von Baden \u2013 Hachberg in der Klosterkirche von Tennenbach in die katholische Kirche auf,<\/p>\n<p>Philipp wurde 26. Mai 1562 geboren und war von 1584-1590 Markgraf von Baden-Hachberg. Er machte 1590 Emmendingen zum Mittelpunkt seiner Herrschaft und erhob es zur Stadt.<\/p>\n<p>Im Emmendinger Religionsgespr\u00e4ch vom 13.-17, Juli 1590 trafen Vertreter der evangelischen und katholischen Kirche aufeinander. Markgraf Jakob III., der dieses Gespr\u00e4ch veranlasst hatte, trat wenige Wochen sp\u00e4ter zum katholischen Glauben \u00fcber.<\/p>\n<p>Dieser Religionswechsel erregte in Deutschland h\u00f6chstes Aufsehen, war Jakob&nbsp; doch der erste regierende F\u00fcrst, der nach 1555 zum katholischen Glauben \u00fcbertrat.<\/p>\n<p>Aber nur eine Woche sp\u00e4ter verstarb der bis dahin kerngesunde 28-J\u00e4hrige ganz pl\u00f6tzlich. Zwei Professoren der Freiburger Medizinischen Fakult\u00e4t sezierten den Leichnam, eine der ersten rechtsmedizinischen Sektionen in Deutschland.<\/p>\n<p>Jakob war mit Arsenik vergiftet worden.<\/p>\n<p>Die Markgrafschaft Baden-Hachberg fiel an Jakobs Bruder Ernst Friedrich (1584-1604), der in Baden-Hachberg die Reformation wieder einf\u00fchrte.<\/p>\n<p>Die M\u00f6nche wurden von ihren Pfarrstellen verjagt und kehrten ins Kloster Tennenbach zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Tennenbach war nun eine katholische Diaspora inmitten der evangelisch gewordenen Markgrafschaft geworden.<\/p>\n<p>In Kiechlinsbergen lie\u00df Abt Martin am 24. November 1607 ein Zinsregister anlegen.<\/p>\n<p>Dort lie\u00df er auch den gro\u00dfen Weinkeller ausbauen. Dort hat sich sein Wappen mit der Jahreszahl 1622 erhalten.<\/p>\n<p>Auch im Orden war er t\u00e4tig. 1590 haben in Friedenweiler vor ihm&nbsp; mehrere Rathausener Nonnen ihre Profess abgelegt.<\/p>\n<p>Diese waren nach Friedenweiler geschickt worden, um dort in das kl\u00f6sterliche Leben eingewiesen zu werden. Unter ihnen befand sich Verena Frey (1609-1639), die sp\u00e4ter \u00c4btissin in Rathausen wurde.<\/p>\n<p>Generalabt Edmond I. de la Croix (1584\u20131604 ) hatte auf den 14.-20. Dezember 17 \u00c4bte aus dem oberdeutschen Raum ins Kloster F\u00fcrstenfeld eingeladen, um \u00fcber eine gemeinsame Reform zu sprechen.<\/p>\n<p>Die Reformation hatte zur Aufl\u00f6sung vieler Zisterzienserkl\u00f6ster gef\u00fchrt und damit&nbsp; Filiationskette als das verbindende Element der Kl\u00f6ster des Ordens&nbsp; in vielen F\u00e4llen unterbrochen.<\/p>\n<p>Generalvikariate entstanden mit vom Generalkapitel ernannten Generalvikaren traten nun an ihre Stelle.<\/p>\n<p>Die 17 in F\u00fcrstenfeld anwesenden \u00c4bte beschlossen die \u201cF\u00fcrstenfelder<strong> <\/strong>Reformstatuten\u201d, die vom Generalabt am 4. August 1596 best\u00e4tigt wurden.<\/p>\n<p>Dies war der erste Schritt zur Bildung der Oberdeutsche Zisterzienserkongregation.<\/p>\n<p>Auch Kloster Tennenbach war in F\u00fcrstenfeld vertreten.<\/p>\n<p>Das Vorhaben verlangsamte sich wieder. Erst mit dem Generalvikar der oberdeutschen Kl\u00f6ster, dem Salemer Abt Thomas I. Wunn (1615\u20131647) nahm das Projekt wieder Fahrt auf.<\/p>\n<p>Bei einem ersten \u201egeheimen\u201c Treffen der \u00c4bte von Wettingen Peter II. Schmid (1594\u20131633), St. Urban&nbsp; Ulrich Amstein (1588\u20131627) , Tennenbach Martin und Neuburg&nbsp; Johannes Hanser (1605 \u2013 1625 ) und von Vertretern der Kl\u00f6ster Hauterive, Kaisheim und Stams im November 1617 in Salem wurden erste Schritte eingeleitet und erste Statuten f\u00fcr die Kongregation entworfen; ein Provinzkapitel im November 1618 best\u00e4tigte die Pl\u00e4ne f\u00fcr eine Kongregation.<\/p>\n<p>Am 2.und 3. September 1624 fand ein Provinzkapitel in Salem statt. Dort wurden die Statuen beschlossen und die Oberdeutsche Zisterzienserkongregation.<\/p>\n<p>Abt Marin war bei diesem Kapitel nicht dabei. Er lie\u00df sich von P. Adamus Egetter, seinem sp\u00e4teren Nachfolger vertreten.<\/p>\n<p>Zur Provinz Elsass \u2013Schweiz geh\u00f6rten nun die Kl\u00f6ster L\u00fctzel, Neubourg, Hauterive, St. Urban und Wettingen und Tennenbach.<\/p>\n<p>Tennenbach und seine unterstellte Frauenkl\u00f6ster Lichtenthal, G\u00fcntersthal, Wonnental und Friedensweiler.<\/p>\n<p>Abt Martin verstarb am 27. M\u00e4rz 1627.<\/p>\n<p>Auf in folgte Abt Adam Egeter&nbsp; (1627-1637)<\/p>\n<p>Der Tennenbacher Konventuale Konrad Burger (1613-1680) schrieb in seinem Raisb\u00fcchlein, dass Adam Egeter aus \u201cBissigen\u201d, wohl das heutige baden-w\u00fcrttembergische Bietigheim-Bissingen geb\u00fcrtig ist.<\/p>\n<p>Dort kommt der Name Egeter heute noch vor. Er besuchte eine Klosterschule, m\u00f6glicherweise Hauterive. <\/p>\n<p>Er studierte an der Universit\u00e4t Freiburg Er ist Doktor der Theologie.&nbsp; 1609 erhielt er in Konstanz die niederen Weihen, 1611 das Diakonat und am 16. Juni 1612 die Priesterweihe.<\/p>\n<p>Als Adam zum Tennenbacher Abt gew\u00e4hlt wurde, war der Drei\u00dfigj\u00e4hrige Krieg zwar schon 9 Jahre im Gang- Aber Kloster Tennenbach war davon noch nicht betroffen.<\/p>\n<p>1632 musste Abt Adam aber mit dem Konvent, es waren noch 18 M\u00f6nche , nach Freiburg in den Freiburger Hof fliehen. Als die Schweden n\u00e4her an Freiburg r\u00fcckten fl\u00fcchtete der Konvent weiter, nahm den Kirchenschatz<\/p>\n<p>im Wert von 6000 Gulden, das sind ungef\u00e4hr 4.623.425,00 \u20ac erst nach Breisach, dann ins Kloster Wettingen in der Schweiz.Die meisten M\u00f6nche fl\u00fcchteten weiter.<\/p>\n<p>Pater Konrad versorgte den Abt in Freiburg und brachte ihm Lebensmittel und frische W\u00e4sche.&nbsp; Er zog die Klostereink\u00fcnfte ein und schaute auch nach dem verlassenen Kloster.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem versah er seine Beichtvaterstelle in Kloster Wonnental.<\/p>\n<p>1642 sorgte er daf\u00fcr, dass der Tennenbachere Kirchturm wieder gedeckt wurde, der in Gefahr war, v\u00f6llig einzufallen. Das Kloster war unbewohnt. Nur \u201cein Margr\u00e4fisch alt Wittweiblin, welches mir alle Tag zwo Melsuppen gekocht\u201d wohnte darin. dan sunst hatten weder sie noch ich nichts anders. <\/p>\n<p>(Pater Conrad Burger, Reisb\u00fcchlein Kapitel 16)<\/p>\n<p>Nach der Niederlage der Schweden in N\u00f6rdlingen zogen diese aus dem Breisgau ab. Abt Adam glaubte nun,die Bewirtschaftung der Klosterg\u00fcter wieder aufnehmen zu k\u00f6nnen und nahm zum Einkauf von Weizen und Vieh von Kloster Wettingen eine Anleihe<\/p>\n<p>von 2000 Gulden, das sind ungef\u00e4hr 1.537.534,00 \u20ac , zum Ankauf von Vieh und Ger\u00e4ten auf und verpf\u00e4ndete den nach Wettingen verbrachten Klosterschatz. Er sah sich aber get\u00e4uscht. Denn&nbsp;&nbsp; die Kaiserlichen, die die Schweden verdr\u00e4ngt hatten, sorgten keineswegs f\u00fcr Sicherheit.<\/p>\n<p>Sie pl\u00fcnderten ebenso, verjagten oder t\u00f6teten die Einwohner genauso.<\/p>\n<p>Kurz vor seinem Tod wurde er zunehmend geistig verwirrt. Er versuchte noch, die f\u00fcr die Abtei so wichtigen Urkunden und Rodel zu verbrennen, damit sie nicht in die H\u00e4nde des Markgrafen fallen sollten. Er wurde aber von Konrad Burger daran gehindert, der einiges retten konnte. <\/p>\n<p>Pater Conrad Burger, Reisb\u00fcchlein Kapitel&nbsp; Eintrag vom 3. Mai 1636)<\/p>\n<p>Er starb am 15. Juni 1637 in Freiburg, wo er in gro\u00dfer Armut gelebt hatte, und wurde in Tennenbach im Kapitelsaal begraben<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Bernhard Stolz (1637-1651)<\/p>\n<p>Er stammte aus Gebwiler im Elsass und wurde am 21. Juli 1637 unter dem Vorsitz des Propstes Baumer von Waldkirch (Biographia Cisterciensis Bernhard Stolz)wurde Bernhard mit einfacher Mehrheit zum Abt gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Unter dem Stift Waldkirch finde ich aber nur einen Propst Georgius Laumer (1636).<\/p>\n<p>Die in alle Winde zerstreuten Konventualen waren zur Beisetzung von Abt Adam nach Tennenbach zur\u00fcckgekehrt. Bei dieser Gelegenheit fand auch die Wahl seines Nachfolgers statt.<\/p>\n<p>Bernhard war noch als Frater 1632 ins Exil in die Niederlande gegangen. Als er von dort zur\u00fcckkehrte, wurde er um 1634 zum Priester geweiht&nbsp; und von Abt Adam als Verwalter in Kiechlinsbergen eingesetzt.<\/p>\n<p>Wegen des Krieges war eine Verlegung der Abtei Tennenbach in die Pfalz&nbsp; geplant. Das wurde aber nicht realisiert.<\/p>\n<p>Nach Pater Konrad&nbsp; waren Abt Bernhard und mehrere Konventsmitglieder schwer an der Pest erkrankt.<\/p>\n<p>Bei der \u00dcbergabe der Stadt Freiburg am 11. April 1638, wurden Tennenbacher M\u00f6nche, die sich in Freiburg befanden aufs Schwerste misshandelt. Abt Bernhard wurde gefangen genommen und als Geisel nach Basel verschleppt.<\/p>\n<p>F\u00fcr ihn wurden 1000 Gulden,das sind etwa 255.265,00 \u20ac, L\u00f6segeld, erpresst. Daf\u00fcr musste in Wettingen wieder ein Darlehen aufgenommen werden.<\/p>\n<p>Mit der \u00dcbergabe Breisachs im Dezember 1638 fielen auch die dorthin gefl\u00fcchteten Tennenbacher Urkunden und Wertgegenst\u00e4nde in die H\u00e4nde der Schweden. <\/p>\n<p>Abt Bernhard war im Zisterzienserstift Lilienfeld in Nieder\u00f6sterreich und sp\u00e4ter in Wettingen im Exil.<\/p>\n<p>In seiner Regierungszet ging auch das Verf\u00fcgungsrecht \u00fcber den Tennenbacher Klosterschatz, der sich in Wettingen befand, an dieses Kloster \u00fcber.<\/p>\n<p>Damit wurden Schulden abgel\u00f6st, die im Kriegsverlauf gemacht worden waren und auch der Unterhalt, der Tennenbacher M\u00f6nche, die sich in Wettingen im Exil befanden, bezahlt.<\/p>\n<p>Abt Bernhard nahm 1642 am Provinzkapitel in Kloster Sch\u00f6ntal teil. Dort assistierte er bei der Benediktion des Maulbronner Abtes Bernhardin Buchinger (Maulbronn 1642\u20131649, Pairis 1649\u20131656 und L\u00fctzel 1654\u20131673), die der<\/p>\n<p>Kaisheimer Abt Georg M\u00fcller (1637- 1667) vornehm. Au\u00dfer Abt Bernhard assistierte auch der Sch\u00f6ntaler Abt Christoph Haas (1634-1675)<\/p>\n<p>Pater Konrad war mittlerweile als Beichtvater in Kloster Wonnental untergekommen. Von dort aus erreichte er bim Breisacher Stadtkommandanten Johann Ludwig von Erlach (1595-1650)<\/p>\n<p>mit Erlass vom 27. September 1641, dass&nbsp; Abt Bernhard mit seinem Konvent wieder in den Besitz von Tennenbach mit allen G\u00fctern und Gef\u00e4llen einsetzt wurden&nbsp; und&nbsp; Schutz zusichert bekam. Auch die Urkunden und eine Anzahl von Ger\u00e4tschaften und Wertgegenst\u00e4nden, soweit sie sich noch in Breisach befanden, wurden herausgegeben. <\/p>\n<p>Konrad Burger holte den Abt im Februar 1645 aus Wettingen zur\u00fcck. Sie kamen \u00fcber Kloster Friedensweiler. Dort visitierte er die \u00c4btissin Anna Beyer (1631-1652). Das war seine erste Amtshandlung zur\u00fcck in der Heimat.<\/p>\n<p>Am 17. Dezember 1645 visitierte er auch Kloster Wonnental mit \u00c4btissin Ursula Auer (1636-1670)<\/p>\n<p>Kloster Tennenbach war ver\u00f6det,die Geb\u00e4ude ohne Dach und dem Einsturz nahe. Deshalb lebt Abt Bernhard meistens in Kiechlinsbergen, dem Sommersitz der \u00c4bte von&nbsp; Tennenbach.<\/p>\n<p>Abt Bernhard verstarb dort am 20. Februar 1651. Er wurde im Kapitelsaal in Tennenbach bestattet.<\/p>\n<p>Konrad Burger(1613- 1680) wurde 1613 in Freiburg geboren. Infolge des Wanderlebens seines Vaters kam Konrad viel herum. Das begann schon in seinem Kindesleben.<\/p>\n<p>Von 1623 bis 1626 war er mit der Armee Tillys (1559-1632) unterwegs.<\/p>\n<p>Nach seinem Soldatenleben fand er 1629 Aufnahme in Kloster Tennenbach, wo er im Beisein seiner Schwester, seiner Mutter und seines geistlichen Onkels seine Profess ab. Im Kloster erhielt er von<\/p>\n<p>einem weltlichen Magister eine sorgf\u00e4ltige Schulbildung.<\/p>\n<p>Beim Einfall der Schweden 1632 fl\u00fcchtete er sich nach Wettingen in der Schweiz. Er durchwanderte \u00d6sterreich, Steiermark und die Schweiz und kehrte nach vielen Abenteuern 1641 wieder zur\u00fcck in den Breisgau. Nachdem er einige Wochen die Pfarrei Elzach versehen hatte, wurde er zum Beichtvater von Wonnental.<\/p>\n<p>Ab 1647 war er in Kloster Tennebach, wo er sorgf\u00e4ltig wirtschaftete , brachte viele verschleuderte G\u00fcter der Abtei wieder zur\u00fcck, so dass das Klostereinkommen an Zinsen und Gilten wieder fl\u00fcssig gemacht werden konnte.<\/p>\n<p>Alle acht bis 14 Tage begab er sich als Beichtvater nach Wonnental.<\/p>\n<p>Ab 1674 begann er mit seinem Tagebuch, sein !\u201dRaisb\u00fcchlein\u201d.&nbsp; DarinH\u00e4lt er seine Schicksale und Abenteuer in der Zeit des 30j\u00e4hrigen Krieges und der darauf folgenden traurigen Lage des kirchlichen-kl\u00f6sterlichen Lebens bis 1678 fest.<\/p>\n<p>In Zur Geschichte des Klosters Tennenbach bei Kloster Wonnental wird von Konrad Burger gesagt. dass er wegen&nbsp; seiner lebendigen Schilderung&nbsp; in die Heimatgeschichte eingegangen ist als \u201ezweiter Grimmelshausen\u201c<\/p>\n<p>Pater Konrad stirbt dort nach 39-j\u00e4hriger T\u00e4tigkeit als Beichtvater von Kloster Wonnental.<\/p>\n<p>Als 32. Abt von Kloster Tennenbach wurde Abt Hugo Buchstetter aus Waldkirch gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Eine gute Quelle zu Abt Hugo ist wieder Pater Konrad&nbsp; (Freiburger Di\u00f6zesanarchiv Bd. 5,, S. 2147 ff)<\/p>\n<p>Abt Hugo stammte aus Waldkirch.&nbsp; Im Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg war er&nbsp; auch im Exil. 1641 studierte er in Siena.<\/p>\n<p>Au\u00dfer in Italien hat sich Hugo auch in Frankreich aufgehalten. Er war auch im Zisterzienserkloster La Fert\u00e9<\/p>\n<p>Er kehrte 1648 aus dem Exil zur\u00fcck und wurde dann Beichtvater in Kloster G\u00fcnterstal.<\/p>\n<p>Am 18. M\u00e4rz 1651 wurde er in Kiechlinsbergen zum Abt gew\u00e4hlt. Den Vorsitz f\u00fchrte Abt Bernhardin Buchinger von Kloster Pairis im Beisein der Benediktiner\u00e4bte Matth\u00e4us Welzenm\u00fcller (1637\u20131659 ) von Kloster St. Peter auf dem Schwarzwald und<\/p>\n<p>Amandus Riedm\u00fcller (1646\u20131652) von Kloster Ettenheimm\u00fcnster. (Konrad Burger, Raisb\u00fcchlen Kap. 19)<\/p>\n<p>Bernhardin installierte den neuen Abt und benedizierte ihn&nbsp; gleich nach der Wahl, was ungew\u00f6hnlich war.<\/p>\n<p>Am 3 .April 1652 zog Abt Hugo wieder in das Kloster Tennenbach gezogen wo 20 Jahre kein Abt mehr gelebt hatte.<\/p>\n<p>Am 27. April 1852 begleite Konrad Burger die Beiden \u00c4bte Bernhardin und Hugo ins Kloster Neubourg im Elsass und setzten Abt&nbsp; Bernard Kleibeinsen (1642-1652) ab, der ein sehr schlechter \u00d6konom war.<\/p>\n<p>Sie setzten Abt Michael Stromeyer (1652-1669) ein, der aus Kloster Salem kam und ein echter Gl\u00fccksfall f\u00fcr Neubourg war.<\/p>\n<p>Bei dieser Gelegenheit&nbsp; visitierten sie auch die Zisterzienserinnenkl\u00f6ster K\u00f6nigsbruck und Lichtenthal-<\/p>\n<p>Am 17. Oktober 1652 begleitete Konrad Abt Hugo zur Visitation nach Friedenweiler, wo die \u00c4btissin Anna Bayrin resignierte und Martha Stegerin (1652 \u20131686) gew\u00e4hlt wurde.<\/p>\n<p>Sie wurde am 23. November 1653 von Abt Bernhardin unter Assistenz von Abt Hugo benediziert. Bei dieser Gelegenheit wurde auch \u00c4btissin M. Salome Reinacher von Kloster G\u00fcnterstal benediziert.<\/p>\n<p>1656 gab es zum ersten Mal seit 1630 zwei Professen in Kloster Tennenbach.<\/p>\n<p>In diesem Jahr leitete Abt Hugo auch zusammen mit Abt Michael aus Neubourg die Wahl der \u00c4bitissin Beatrice von Eptingen&nbsp; in Andlau.<\/p>\n<p>1657 setzte Abt Hugo fest, dass kein Hausierer oder ein sonstiger Fremder in der Dorfschule von Kiechlinsbergen Schulmeister werden darf.<\/p>\n<p>Seit 1659 geh\u00f6rte Kiechlinsbergen Kloster Tennenbach ganz und somit hatte es auch dort die Schulaufsicht.<\/p>\n<p>Im Oktober 1659 weihte Abt Hugo die Alt\u00e4re in Kloster Tennnbach, in der&nbsp; Liebfrauenkapelle sowie in Kiechlinsbergen und Kloster Wonnental Alt\u00e4re, die im 30-j\u00e4hrigen Krieg von den Schweden <\/p>\n<p>entweiht worden waren.<\/p>\n<p>Am 6 November 1659 visitierte Abt Edmund Schnyder ( 1640\u20131677 ) von Kloster St. Urban als Generalvikar die drei Kl\u00f6ster Tennenbach, G\u00fcnterstal und Wonnental. <\/p>\n<p>1660 hatte Hugo eine Auseinandersetzung mit de Kiechlinsbergern Bauern, wo er nach hohen Gerichtskosten allerdings verlor (Burger Kap. 29)<\/p>\n<p>Im April 1664 erkrankte Abt Hugo, begab sich nach Kiechlinsbergen, wo er am 11. Mai 1664 verstarb.<\/p>\n<p>Am 17. Mai 16644 fand unter Vorsitz von Abt Edmund von St. Urban die Neuwahl statt.<\/p>\n<p>Nachdem sich der Konvent nicht auf einen Kandidaten einigen konnte, schlug Abt Edmund&nbsp; zwei Kandidaten von au\u00dferhalb vor, einen aus Hauterive und Nikolaus II., G\u00f6ldlin (1664-1679) von<\/p>\n<p>Kloster Wettingen,der dann gew\u00e4hlt und als Abt nach Tennenbach postuliert wurde.<\/p>\n<p>Nikolaus ist am 12. Januar 1625 in Luzern als Walter geboren. Er stammte aus einer bekannten Luzerner Patrizierfamilie, die nach ihrem Stammsitz Tiefenau benannt ist.<\/p>\n<p>Er besuchte das Jesuitengymnasium in Luzern und trat 1640 in die Zisterzienserabtei Wettingen ein.<\/p>\n<p>Am 22. September 1641 legte er mit 16 Jahren vor dem Abt Nikolaus von Fl\u00fce (1641-1649) seine Gel\u00fcbde ab und nahm den Ordensnamen Nikolaus an.<\/p>\n<p>1649 wurde er Priester. 1654 wurde er mit nicht einmal 30 Jahren Prior in Wettingen.<\/p>\n<p>1664 postulierte ihn der Tennenbacher Konvent zum dortigen Abt.<\/p>\n<p>Abt Edmund Schnyder weihte ihn in Wettingen am 29. Juni 1664 im Beisein der \u00c4bte von Muri Aegidius von Waldkirch (1657\u20131667) und Wettingen Gerhard B\u00fcrgisser (1659\u20131670 ) zum Tennenbacher Abt.<\/p>\n<p>Seine Aufgabe war, das durch den Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg sehr in Mitleidenschaft gezogene Kloster zu reformieren. Auch sollte er bessere Bildungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr die M\u00f6nche schaffen, unter anderem in Kloster Wettingen.<\/p>\n<p>Auch f\u00fcr die vier Tennenbach affiliierten Frauenkl\u00f6ster hatte er&nbsp; zu sorgen.<\/p>\n<p>Durch Tausch mit der Reichsabtei Schuttern kam1667&nbsp; der W\u00f6pplinsberger Hof in Mundingen an das Kloster Tennenbach.<\/p>\n<p>Am 23. Mai 1667 \u00fcbernahm Abt Nikolaus auch im Elztal Besitzungen des Stiftes St. Margarethen in Waldkirch zu Lehen.<\/p>\n<p>In Freiburg lie\u00df er den Tennenbacher Hof, der im Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg schwer in Mitleidenschaft gezogen war, samt Scheine neu erbauen.<\/p>\n<p>In der Tennenbacher Klosterkirche lie\u00df er in das alte Geh\u00e4use eine neue Orgel einbauen, was nach Pater Konrad \u201cetliche hundert Gulden gekostet\u201d.<\/p>\n<p>1667 fand in Citeaux das Generalkapitel statt, an dem Abt Nikolaus teilnahm.<\/p>\n<p>Am 30. Oktober 1668 fand in Baden-Baden die Primiz des badischen Markgrafen und Patenkind des schwedischen K\u00f6nigs Gustav Adolf&nbsp; Bernhard Gustav statt.&nbsp; Der Markgraf konvertierte 1660, nahm den Namen Bernhard an.<\/p>\n<p>Vor seiner Konversion hie\u00df er nach seinem Paten Gustav Adolf.&nbsp; 1671 wurde er F\u00fcrstabt von Fulda (bis zu seinem Tod 1677)<\/p>\n<p>Kaiser Leopold (1658-1705) hatte ihm 1671 auch den Kardinalshut verschafft.<\/p>\n<p>Abt Nikolaus assistierte bei der Primizfeier.<\/p>\n<p>Der Breisgau war gerade mal 26 Jahre von Krieg verschont worden.<\/p>\n<p>1672 erkl\u00e4rte Frankreich und England den Niederlanden den Krieg. 1673 belagerte und eroberte Ludwig XIV. die Festung Maastricht.<\/p>\n<p>Nun griffen Spanien und \u00d6sterreich ein, weil sie einen Angriff auf die spanischen Niederlande bef\u00fcrchteten. Der Reichskrieg weitete sich zu einem europ\u00e4ischen Krieg aus.<\/p>\n<p>Ludwig schickte mit Turenne (1611-1675) und Cond\u00e9 (1621-1688) seine f\u00e4higsten Feldherren ins Elsass und an den Mittelrhein.<\/p>\n<p>Im Raum Baden fanden Schlachten in Sinzheim, Enzheim im Elsass und Sasbach statt.<\/p>\n<p>Auch Tennenbach und seine Untertanen waren weder betroffen. Zwar hatte das Kloster eine Sauvegarde, also eine Schutzwache, die es mit viel Geld bezahlen musste, bekommen.<\/p>\n<p>Aber es wurde zuerst von den Franzosen gebrandschatzt. Im Herbst 1676 pl\u00fcnderten es die Kaiserlichen und raubten dabei die ganze B\u00fccherei.<\/p>\n<p>Breisach war von den Franzosen eingenommen worden.  <\/p>\n<p>Am 15. April besetzten die Franzosen Kenzingen und kamen auch nach Kloster Wonnental.  <\/p>\n<p>Das Kloster raubten sie aus. Die Klosterfrauen hatten mittlerweile eine Sauvegarde aus Kenzingen geholt, Der Soldat erhielt t\u00e4glich 4 Reichstaler, wobei ein Reichstaler in der Zeit eine Kaufkraft zwischen etwa 16 \u20ac und 21 \u20ac hatte. Dazu kam Verpflegung, die reichlich ausfiel, weil seine Kameraden mitversorgt werden mussten und auch Offiziere sich Wein,Brot und H\u00fchnern versorgen lie\u00dfen.  <\/p>\n<p>1676 wurden Kloster Tennenbach 400 Taler Kontribution auferlegt, wenn es nicht in Brand gesteckt werden wollte,  <\/p>\n<p>Mit der Schilderung des Kriegsgeschehen endet das Raisb\u00fcchlein von Pater Konrad Burger. Es ist auch eine gute Quelle zum Krieg im Breisgau- (Kapitel 19)  <\/p>\n<p>1676 hatte Abt Marian Ryser (1672-1676) in Kloster Wettingen auf sein Amt verzichtet, nachdem dort Vaterabt Anselm Muotelsee (1664\u20131680 ) von Kloster Salem, Abt Edmund Snyder (1640-1677) von St. Urban und seit 1649 Generalvikar der Ordensprovinz Schweiz und Abt Nikolaus  <\/p>\n<p>in Wettingen eine au\u00dferordentliche Visitation abhielten. Resultat war, dass Abt Marian sich unf\u00e4hig erkl\u00e4rte, die Last des Amtes l\u00e4nger zutragen und aus Gesundheitsgr\u00fcnden zur\u00fccktrat.  <\/p>\n<p>Pater Konrad formulierte das drastischer und wohl besser zutreffend  <\/p>\n<p>\u201eselbiger Abbt \u00fcbel Hausens halber abgesetzt\u201c (Kap. 19)  <\/p>\n<p>Abt Nikolaus wurde einstimmig zum neuen Wettinger Abt gew\u00e4hlt.  <\/p>\n<p>Auf Wunsch des Tennenbacher Konvents behielt Abt Nikolaus mit Erlaubnis des Generalabtes  <\/p>\n<p>Jean XII. Petit (1670-1692)&nbsp;&nbsp; in Tennenbach die Administration noch drei Jahre bei.  <\/p>\n<p>(Zu Nikolaus G\u00f6ldlin siehe auch Mei B\u00fcchle Kloster Wettingen,dort auch sein Wirken in Kloster Wettingen und im Orden)  <\/p>\n<p>Unter Vorsitz von Abt Nikolaus wurde Robert Handtmann (1679-1703) 1679 zum 34. Abt von Kloster Tennenbach gew\u00e4hlt.  <\/p>\n<p>\u00dcber ihn gibt es nur sp\u00e4rliche Nachrichten. Er stammte aus Villingen und war Doktor der Theologie.  <\/p>\n<p>Bis zu seiner Wahl war er Beichtvater im Kloster Friedenweiler.  <\/p>\n<p>Zu seinen Aufgaben z\u00e4hlte das in den Franzoseneinf\u00e4llen von 1673-1675&nbsp; im Niederl\u00e4ndisch-Franz\u00f6sischen Krieg besch\u00e4digte Kloster wiederherzustellen.  <\/p>\n<p>Die alten Wirtschaftsh\u00f6fe konnte er wieder aufbauen.  <\/p>\n<p>Aber mit dem Pf\u00e4lzischen Erbfolgekrieg (1688-1697) war schon der n\u00e4chste Krieg hereingebrochen. Er betraf diese Mal den Breisgau nicht sehre stark. Es mussten nur Getreide nach Freiburg, das seit 1677  <\/p>\n<p>in franz\u00f6sischem Besitz war, geliefert werden. Nur die festen Pl\u00e4tze, also Burgen und Schl\u00f6sser im Umkreis von Freiburg wurden zerst\u00f6rt.  <\/p>\n<p>So wurde 1689 auch die Veste Hachberg, nur 4 Kilometer von Kloster Tennenbach entfernt,&nbsp; zerst\u00f6rt . In der Folge blieb eine der gr\u00f6\u00dften Burg-und Festungsanlagen Badens eine Ruine.  <\/p>\n<p>Im Frieden von Rijswijk&nbsp; vom 20.9.1697 kamen Freiburg und Breisach wieder an das Reich zur\u00fcck.  <\/p>\n<p>Auch Kloster Tennenbach bekam&nbsp; eine kurze Ruhepause, die es dringend n\u00f6tig hatte.  <\/p>\n<p>Am 23. April 1692 beauftragte Abt Ulrich Glutz-Ruchti (1687\u20131701) als Generalvikar Abt Robert, sich um die Restituierung der der zwangss\u00e4kularisierten Zisterzienserinnenabtei Marienau&nbsp; bei Breisach zu k\u00fcmmern.  <\/p>\n<p>1701 brach der Spanische Erbfolgekrieg (1701-1714) aus.  <\/p>\n<p>Dessen Verlauf und Ende erlebte Abt Robert nicht mehr.  <\/p>\n<p>Am 14. Oktober 1702 fand die Schlacht bei Friedlingen statt , im Dreil\u00e4ndereck vor den Toren von Basel und ca. 60 km s\u00fcdlich von Freiburg im Breisgau .  <\/p>\n<p>Markgraf Ludwig Wilhelm&nbsp; von Baden (1655-1707), dem \u201cT\u00fcrkenlouis\u201d und dem franz\u00f6sischen Marschall Vilars (1653-1734) statt. Der Krieg war also schon wieder sehr nahe an Tennenbach ger\u00fcckt.  <\/p>\n<p>Abt Robert verstarb am&nbsp; 15.04.1703 in Kiechlinsbergen. Er wurde in einem Trauerzug unter gro\u00dfer Anteilnahme der Bev\u00f6lkerung von dort nach Kloster Tennenbach \u00fcberf\u00fchrt, wo er bestattet wurde.  <\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Placidus Wilhelmi von Burgheim (1703-1708).  <\/p>\n<p>Auch f\u00fcr ihn ist die Quellenlage d\u00fcnn. Er stammte aus Burkheim am Kaiserstuhl.  <\/p>\n<p>Er war Beichtvater und Pfarrer in Friedenweiler.  <\/p>\n<p>Kolb schreibt \u00fcber ihn \u201cvon \u00f6ftern Krankheiten und harten Kriegszeiten aufgezehrt\u201d (S. 281)<\/p>\n<p>Der Durchmarsch des franz\u00f6sischen Marschalls Tallard (1652-1728) durch das Dreisam-und Elztal schlug dem Breisgau und auch Kloster Tennenbach wieder tiefe Wunden. Die Franzosen hausten hier schrecklich und verschonten weder \u201cStand,<\/p>\n<p>noch Alter&nbsp; und Geschlecht \u201c (Schauinsland III, 1876, S. 46). Die Feldfr\u00fcchte wurden niedergetrampelt. Die Bev\u00f6lkerung floh in den Schwarzwald.<\/p>\n<p>Abt Placidus starb am 2.2. 1708.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Martin III., Steiger. (1708-1716)<\/p>\n<p>Er stammte aus Villingen. Auch \u00fcber ihn ist sehr wenig bekannt.<\/p>\n<p>1714 wurde der Frieden von Rastatt geschlossen, der dem Breisgau und Kloster Tennenbach wieder Ruhe verschaffte.<\/p>\n<p>Abt Martin resignierte 1716 und begab sich in das Kloster Lilienfeld in Nieder\u00f6sterreich, wo er am 28. M\u00e4rz 1727 verstarb.<\/p>\n<p>Auch in Lilienfeld ist nichts \u00fcber ihn bekannt.<\/p>\n<p>Im Gemeindearchiv von Kiechlinsbergen hat sich eine Urkunde erhalten, in der es um einen Vergleich zwischen der Gemeinde Kiechlinsbergen und dem Kloster geht, der wegen verschiedener Streitigkeiten vor der vorder\u00f6sterreichischen Regierung geschlossen wurde.<\/p>\n<p>Nach der Resignation von Abt Martin verz\u00f6gerte der Salemer Mutterabt Stephan I. Jung&nbsp; (1698\u20131725) die Wahl eines neuen Abtes in Tennenbach bis 1719,<\/p>\n<p>da er eine Unterwerfung des Tennenbacher Konvents unter das Patronatsrecht von Salem, unter dem Tennenbach fr\u00fcher stand, verlangte. Als das geschah wurde 1719<\/p>\n<p>Mit Abt Anton Merz (1719-1724) der 37. Tennenbacher Abt gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Er stammte aus Unterbaldingen. Er war \u201cein gelehrter t\u00e4tiger Mann\u201d (Schauinsland III, 1876, S. 46). <\/p>\n<p>Aber schon 1723 traf das Kloster ein gro\u00dfes Ungl\u00fcck. Bis auf die Kirche und des Ostf\u00fcgels brannte es ab.<\/p>\n<p>Die obdachlosen M\u00f6nche mussten sich in befreundete Kl\u00f6ster begeben. <\/p>\n<p>Abt Anton starb kurz nach dem Brand 1724.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Leopold M\u00fcnzer (1725-1754)<\/p>\n<p>Er stammte aus Freiburg. Sein Geburtsjahr ist nicht \u00fcberliefert. Es mu\u00df aber aufgrund seiner sonstigen Lebensdaten vor 1690 liegen.<\/p>\n<p>Er trat in das Kloster Tennenbach ein. Ein weiteres Mitglied der Familie M\u00fcnzer war ebenfalls f\u00fcr den geistlichen Stand bestimmt.<\/p>\n<p>Franziskus M\u00fcnzer war von 1727\u20131753 Abt der Benediktinerabtei Schuttern.<\/p>\n<p>Vor seiner Wahl war Leopold Beichtvater in Kloster Friedenweiler, das 1725 ebenfalls abbrannte.<\/p>\n<p>Noch in diesem Jahr \u00fcbertrug Abt Leopold dem Vorarlberger Baumeister Peter Thumb (1681-1766).<\/p>\n<p>Bis dahin hatte Thumb&nbsp; die Pfarrkirche in Lachen in der Schweiz, die Abteikirche in Ebersm\u00fcnster im Elsa\u00df, <\/p>\n<p>die Kirche St. Martin in Erstein, Schloss Neuenburg, die die Stadtresidenz des F\u00fcrstabts von Murbach in Gebwiler im Elsass, <\/p>\n<p>Philipp Eberhard von L\u00f6wenstein-Wertheim-Rochefort (1686\u20131720),<\/p>\n<p>Kloster und Kirchenumbau von Ettenheimm\u00fcnster, die Wallfahrtskirche Thierenbach im Elsa\u00df,<\/p>\n<p>die Klosterkirche von K\u00f6nigsbr\u00fcck, den Umbau des Klosters Lichtenthal und den Umbau des M\u00fcnsters Schwarzach wie dort die Klostergeb\u00e4ude geschaffen.<\/p>\n<p>Sein bekanntestes Werk ist die Wallfahrtskirche Birnau 1747\u20131750.<\/p>\n<p>Die Nonnen in Friedenweiler konnten ihr Kloster schon 1727 beziehen.<\/p>\n<p>1726 schloss er mit dem gleichen Baumeister \u00fcber den Neubau von Tennenbach einen Generalakkord. <\/p>\n<p>Der Neubau in Tennenbach dauerte von 1726 bis 1741.<\/p>\n<p>F\u00fcr Kloster G\u00fcnterstal \u00fcbertrug&nbsp; Leopold Peter Thumb auch den Umbau, der einem Neubau gleichkam.<\/p>\n<p>Thumb begann 1727 mit dem Bau der Kirche, die Leopold 1731 weihte.<\/p>\n<p>Abt Leopold&nbsp; baute auch den Laberhof sowie den W\u00f6pplinsberger Hof neu, wo sich ein Wappen von ihm befindet.<\/p>\n<p>In seine Regierungszeit fielen auch der Polnische Erbfolgekrieg (1733-1738), in dessen Verlauf auch am Rhein gek\u00e4mpft wurde.<\/p>\n<p>Ihm folgte der \u00d6sterreichische Erbfolgekrieg von 1740-1748,<\/p>\n<p>Der \u00d6sterreichische Erbfolgekrieg wurde auch im Breisgau ausgetragen.<\/p>\n<p>Er traf zwar Kloster Tennenbach nicht hart. Hart waren aber die Kriegskosten, die von \u00d6sterreich auch auf die Kl\u00f6ster umgelegt wurden und unerbittlich <\/p>\n<p>abverlangt wurden.<\/p>\n<p>Die Schwestern des Zisterienserinnenklosters Olsberg in der Schweiz w\u00fcnschten einen Wechsel in der Paternit\u00e4t, die bisher beim Kloster L\u00fctzel lag. In der Regierungszeit von Abt Leopold wurde diese nun auf das Kloster<\/p>\n<p>Tennenbach \u00fcbertragen, das nun f\u00fcr f\u00fcr die Kl\u00f6ster G\u00fcnterstal, Wonnental, Friedenweiler, Lichtenthal, Wald und Olsberg zust\u00e4ndig war. <\/p>\n<p>Abt Leopold verstarb am 12. August 1754 .<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Benedikt St\u00f6cklin (1754\u20131765)<\/p>\n<p>Er ist am 30. April 1715 in Breisach am Rhein geboren.<\/p>\n<p>Er trat in das Kloster Tennenbach ein und legte am 20. August 1732 die Profess ab. Er wurde am 18. Oktober 1739 zum Priester geweiht.Er wurde am 20. August 1754 zum Abt gew\u00e4hlt und wurde er am 22. September 1754 in Salem von Generalabt&nbsp; Fran\u00e7ois Trouv\u00e9 (1748\u20131797) <\/p>\n<p>dem letzten Abt von Citeaux&nbsp; infuliert. <\/p>\n<p>Er und sein Nachfolger und sein Nachfolger f\u00fchrten die barocken Bauten von Abt Leopold fort. Benedikt lie\u00df den ganzen Klosterbau beschreiben.<\/p>\n<p>Er lie\u00df eine gr\u00f6\u00dfere Orgel bauen und schaffte kostbare Kirchenger\u00e4te an.<\/p>\n<p>Er bearbeitete die Annalen des Kloster in drei B\u00e4nden.<\/p>\n<p>Allerdings achteten sie dabei nicht auf die Finanzen. Der Wohlstand des Klosters schwand. Die Kassen waren leer. Die Schuldenlast wurde immer gr\u00f6\u00dfer, die Verwaltung vernachl\u00e4ssigt. Das Kloster verarmte.<\/p>\n<p>Abt Benedikt starb 1765. Sein Todestag ist nicht \u00fcberliefert.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Maurus Berier (1765-1782).<\/p>\n<p>Er wurde am 6. Okt. 1709 unter dem Taufnamen&nbsp; Petrus Michael als Sohn des savoyardischen Kaufmann Raimund Beirier (es gibt auch die Schreibvarianten Berier, Berrier) geboren.<\/p>\n<p>Er hatte in eine alte Freiburger B\u00fcrgerfamilie eingeheiratet.Von 1726 ab studierte er Philosophie in Freiburg und machte 1727 und machte dort 1728 seinen Baccalaureus . Danach <\/p>\n<p>studierte er bis 1728 Moraltheologie. 1728 trat er in das Kloster Tennenbach ein und nahm den Ordensnamen Maurus an.<\/p>\n<p>Er hatte einen Bruder Johann Peter (\u2020 30. September 1757) Dieser&nbsp; war Jesuit und Theologieprofessor in Freiburg.<\/p>\n<p>Maurus war Beichtvater und Pfarrer in Friedenweiler.<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter wurde er Statthalter und Verwalter der Tennenbacher Propstei Kiechlinsbergen.<\/p>\n<p>Am 8. M\u00e4rz 1765 wurde er zum Abt gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Er lie\u00df die Bibliothek des Klosters vergr\u00f6\u00dfern.<\/p>\n<p>Das Gesindegasthaus wurde ebenfalls von ihm errichtet.<\/p>\n<p>1762 hatte Kloster Wald die Paternit\u00e4t gewechselt und sich unter die Paternit\u00e4t von Kloster Tennenbach gestellt, nachdem es heftige Auseinandersetzungen mit dem Konstanzer Vaterabt  <\/p>\n<p>Anselm II. Schwab 1746\u20131778 gegeben hatte.  <\/p>\n<p>Nach einer Untersuchung durch den Orden, gab dieser der \u00c4btissin aus Wald recht und l\u00f6ste die Paternit\u00e4t zu Salem auf. Als Reaktion  <\/p>\n<p>gab Abt Anselm die Paternit\u00e4tsrechte aller Frauenkl\u00f6ster zur\u00fcck. <\/p>\n<p>Abt Maurus&nbsp; vertrat 1765 gegen\u00fcber dem Generalabt die Auffassung, er sei so lange mit der Wahrnehmung der Paternit\u00e4t beauftragt, bis diese vom Generalabt widerrufen sei und<\/p>\n<p>entsandte wieder einen Beichtvater von Tennenbach ins Kloster Wald.<\/p>\n<p>Kloster Wald wurde dann bis zur S\u00e4kularisation von einem Beichtvater aus Tennenbach betreut.<\/p>\n<p>Von 1776- 1778 lie\u00df er in Kiechlinsbergen nach Pl\u00e4nen von Peter Thumb das Schloss als Sommerresidenz der Tennenbacher \u00c4bte erbauen.<\/p>\n<p>Auch er verwandte viel Geld auf die Ausschm\u00fcckung der Kirche. <\/p>\n<p>Die Verwaltung war immer noch vernachl\u00e4ssigt. Die Verschuldung stieg weiter. Auch die Klosterzucht lie\u00df nach .<\/p>\n<p>Ganz schlimm stand es um die Pflege der Wissenschaften und die Bildung der M\u00f6nche. Die Novizenausbildung fand praktisch nicht ehr statt. So wunderte es nicht, dass Tennenbach<\/p>\n<p>auch auf der Lister der \u00f6sterreichischen Kl\u00f6ster stand, die aufgehoben werden sollten, weil sie ihrem urspr\u00fcnglichen Zweck, geistige Bildungsst\u00e4tten zu sein, nicht mehr entsprachen<\/p>\n<p>oder weil ihre Verm\u00f6gensverh\u00e4ltnisse zerr\u00fcttet waren. Kaiser Joseph II. (1741-1790), der Sohn Maria Theresias, setzt nach dem Tod seiner Mutter1790&nbsp; viele Reformen um. <\/p>\n<p>Er schaffte die Folter ab, den Zunftzwang ab. Am&nbsp; 13. Oktober 1781 erlie\u00df er das Toleranzpatent, das den nichtkatholischen Christen freie Religionsaus\u00fcbung gew\u00e4hrte-.<\/p>\n<p>Am 12. Januar 1782 verf\u00fcgte er die&nbsp; Aufhebung aller beschaulichen (das hei\u00dft nicht der Krankenpflege oder dem Unterricht dienenden) Kl\u00f6ster und Orden.<\/p>\n<p>Da Tennenbach zu Vorder\u00f6sterreich geh\u00f6rte, betraf das das Kloster nat\u00fcrlich auch.  <\/p>\n<p>Wegen seines hohen Alters resignierte Abt Maurus Anfang 1782.  <\/p>\n<p>Er zog sich nach Kiechlinsbergen zur\u00fcck.  <\/p>\n<p>Dort starb er&nbsp; 15. Februar 1787.  <\/p>\n<p>Zu seinem Nachfolger wurde Abt Karl am 6. Februar 1782 als 41. und vorletzter Abt von Kloster Tennenbach gew\u00e4hlt.  <\/p>\n<p>Er wurde am 1. Mai 1736 als Sohn des M\u00fcllers der herrschaftlichen M\u00fchle in Oberreute bei Emmendingen&nbsp; mit dem Taufnahmen Philippgeboren . Sein Vater war arm .  <\/p>\n<p>Mit 9 Jahren musste Philipp als Schweinehirt zum Familieneinkommen beitragen.  <\/p>\n<p>Zuf\u00e4llig vorbeikommende M\u00f6nche aus Tennenbach erkannten sein Talent und nahmen ihn mit auf die Klosterschule.  <\/p>\n<p>Dort war er mehrere Jahre Klostersch\u00fcler. Er&nbsp; aboslvierte ein Studium in Tennenbach und studierte dann an der Universit\u00e4t Freiburg.<\/p>\n<p>1758 trat er in Tennenbach ein und nahm den Ordensnamen Carolus an.<\/p>\n<p>1762 wurde er zum Priester geweiht.<\/p>\n<p>Er war dann den Kl\u00f6stern Friedenweiler, G\u00fcnterstal und Wonnetal als Beichtvater und Priester t\u00e4tig. Zuletzt war er Beichtvater in Lichtental.<\/p>\n<p>Dann hatte er einen Lehrstuhl an der Universit\u00e4t Freiburg inne.<\/p>\n<p>Nach der Amtsniederlegung von Abt Maurus wurde er am 6. Februar 1782 unter dem Vorsitz des bisch\u00f6flichen Generalvikars Ernst Maria Ferdinand Graf von Bissingen (1801-1813) zum Abt des Klosters Tennenbach gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Der Konstanzer Weihbischof Wilhelm Josef Freiherr von Baden, weihte ihn zum Abt.<\/p>\n<p>Die Aufl\u00f6sung von Kloster Tennenbach war im Zuge der Josephinischen Reformen in Wien schon beschlossen. Da dies zu Gunsten der Universit\u00e4t Freiburg geplant war, hatte auch Markgraf Karl Friedrich (1771-1803)&nbsp; nichts dagegen.<\/p>\n<p>Ende August 1782 unternahm Abt Karl ohne dass jemand davon wusste nur in Begleitung eines Konventualen eine Reise an den kaiserlichen Hof&nbsp; nach Wien. Er erhielt dort eine Audienz bei Kaiser&nbsp; Joseph II.<\/p>\n<p>und erwirkte&nbsp; eine neue Best\u00e4tigung von Kloster Tennenbach. Bedingung war aber, dass eine durchgreifende Verbesserung des kl\u00f6sterlichen Lebens und vor allem der&nbsp; Verbesserung der Ausbildung vorgenommen wurde.<\/p>\n<p>Kaiser Joseph hatte wollte&nbsp; eigenen Angaben die Philosophie als Gesetzgeberin&nbsp; in seinen Staaten erheben. Folgerichtig war f\u00fcr alle vorder\u00f6sterreichischen Kl\u00f6ster die Bestimmung erlassen worden, dass ein Lehrstuhl f\u00fcr Philodphie<\/p>\n<p>am Kloster eingerichtet wurde. Das brachte aber Kloster Tennenbach in Schwierigkeiten. Es gab nur einen \u00fcbe 50 Jahre alten M\u00f6nch, den man an die Universit\u00e4t Freiburg schicken konnte, damit er dort lerne, wie Philosophie<\/p>\n<p>zu unterrichten ist. Das klappte aber nat\u00fcrlich nicht. Der Salemer Vaterabt Anselm hals schlie\u00dflich aus der Not. Er schickte seinen Konventualen Bernhard Boll, dr 174 in das Kloster Salem eingetreten war,<\/p>\n<p>Er wurde dort mit der Ordnung und Katalogisierung der Bibliothek betraut und war in den folgenden Jahren Professor f\u00fcr Philosophie, Dogmatik, Pastoral, Moral und Kirchenrecht am Hausstudium in Salem.<\/p>\n<p>Von 1797 bis 1801 war er dann in gleicher Funktion in Kloster Tennenbach t\u00e4tig. Nach der S\u00e4kularisation war er dann ordentlicher Philosophieprofessor an die Universit\u00e4t Freiburg.<\/p>\n<p>Von 1827-1836 war er dann erster Erzbischof des neugeschaffenen Freiburger Erzbischofstuhls.<\/p>\n<p>Das kl\u00f6sterliche Leben besserte sich sp\u00fcrbar.<\/p>\n<p>Die wirtschaftliche Lage des Klosters war nach wie vor desolat. Im Kloster herrschte Armut.<\/p>\n<p>Versch\u00e4rft wurde die Lage durch den 2. Koalitionskrieg 1799-1802. Zwischen 1799 und 1800 erhielt das Kloster fast t\u00e4glich franz\u00f6sische Einquartierungen.<\/p>\n<p>1800 sollte der Abt sogar als Geisel nach Stra\u00dfburg gebracht werden. Nur weil er krank war, wurde er gegen einen Konventualen ausgetauscht, der nach Stra\u00dfburg<\/p>\n<p>gebracht wurde.<\/p>\n<p>Abt Karl starb am 15. August 1803.<\/p>\n<p>Sen letzter Nachfolger wurde Abt&nbsp; August Zwiebelhofer, (1803\u201306).<\/p>\n<p>Er wurde am 27. Juni 1749 in Rastatt geboren.<\/p>\n<p>Er trat in das Kloster Tennenbach ein und legte dort am 22. Oktober 1769 die Profess ab. Er wurde am 24. September 1775 zum Priester geweiht. Von 1787 bis 1793 war er Beichtvater&nbsp; im Kloster Lichtenthal , dann&nbsp; im Kloster Wald und 1797 Prior. Von dort wurde er nach dem Tod seines Vorg\u00e4ngers Karl am 17. August 1803 zum Abt des Klosters Tennenbach gew\u00e4hlt, in Anwesenheit des Konstanzer Generalvikars Wessenberg. Die Benediktion erhielt er am 29. September 1803 durch den Konstanzer Weihbischof Graf von Bissingen.<\/p>\n<p>Er hatte einen j\u00fcngeren Bruder Othmar (1759\u20131826), der&nbsp; Prior des Benediktinerklosters Ettenheimm\u00fcnster war.&nbsp; <\/p>\n<p> Abt August blieb nur drei Jahre im Amt; er starb schon am 22. M\u00e4rz 1806. Eine Neuwahl wurde nicht mehr zugelassen. <\/p>\n<p>Abt August erlebte die Aufhebung und Zerst\u00f6rung von Tennenbach nicht mehr<\/p>\n<p>Im Pressburger Frieden von 1805 kam der Breisgau an Baden. Damit wurde auch Tennenbach badisch.<\/p>\n<p>Im Reichsdeputationshauptschluss vom 25. Februar 1803&nbsp; wurden den deutschen Territorialherren, die linksrheinische Gebiete verloren hatten, als die kirchlichen Reichsst\u00e4nde&nbsp; und die meisten Reichsst\u00e4dte zugeschlagen. <\/p>\n<p>Am 17. Juli 1806 wurde Kloster Tennenbach s\u00e4kularisiert.<\/p>\n<p>Die 20 Ordensgeistlichen und die verbliebenen Laienbr\u00fcder verlie\u00dfen das Kloster, obwohl ihnen die badische Regierung Wohnrecht bis zu ihrem Tod einger\u00e4umt hatte. Eine kleine Rente war den M\u00f6nchen gew\u00e4hrt worden. Der gr\u00f6\u00dfte Teil des Konvents zog nach K\u00e4rnten, der Rest bet\u00e4tigte sich als Lehrer oder Pfarrer im Breisgau. <\/p>\n<p>1832&nbsp; wurden die Klostergeb\u00e4ude, sofern sie noch nicht verfallen waren, versteigert und abgebrochen.<\/p>\n<p>Verblieben sind nur die fr\u00fchgotische Kapelle der \u00f6nchsinfirmerie.<\/p>\n<p>Die Klosterkirche wurde _Stein f\u00fcr Stein abgebaut und in Freiburg als evangelische Ludwigskirche wieder aufgebaut.<\/p>\n<p>Diese wurde im zweiten Weltkrieg 1944 bei dem gro\u00dfen Bombenangriff&nbsp; auf Freiburg zerst\u00f6rt.<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/7\/78\/KLoster_Tennenbach_2629.jpg\/250px-KLoster_Tennenbach_2629.jpg\" width=\"250\" height=\"171\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 1158 wurde das Zisterzienserkloster Sankt Maria in Tennenbach auf Veranlassung von&nbsp; Herzogs Berthold IV. von Z\u00e4hringen (1152-1186), der 1152 als Herzog von Z\u00e4hringen und Burgund seinem Vater Konrad I. (1127-1152) gefolgt war, gegr\u00fcndet. Der erste Abt in Kloster Frienisberg in Aarberg in der Schweiz war Hesso von \u00dcsenberg. Die Herren von \u00dcsenberg waren [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[22],"tags":[],"class_list":["post-3313","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kloster-in-baden-wurttemberg"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3313","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3313"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3313\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3314,"href":"https:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3313\/revisions\/3314"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3313"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3313"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3313"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}