{"id":3311,"date":"2024-07-19T06:14:28","date_gmt":"2024-07-19T06:14:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/?p=3311"},"modified":"2024-07-19T06:14:28","modified_gmt":"2024-07-19T06:14:28","slug":"kloster-wettingen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/?p=3311","title":{"rendered":"Kloster Wettingen"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <img decoding=\"async\" alt=\"Zeichnung von Graf Heinrich von Rapperswil, Gr&uuml;nder des Klosters Wettingen.\" src=\"https:\/\/www.museumaargau.ch\/fileadmin\/_processed_\/c\/1\/csm_kloster-wettingen-gruender-graf-heinrich-von-rapperswil-zentralbibliothek-zuerich_d8e870319a.jpg\" width=\"675\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <\/p>\n<p>Nach der Gr\u00fcndungslegende des Kloster Wettingen unternahm Heinrich II. von Rapperswil um 1237&nbsp; zusammen mit seinem Bruder Rudolf eine Pilgerfahrt ins Heilige Land. Auf hoher See<\/p>\n<p>gerieten die beiden in einen Sturm und Heinrich gelobte im Falle seiner Rettung zu Ehren der Gottesmutter Maria ein Kloster zu bauen. Kaum hatte er sein Gel\u00fcbde abgelegt, h\u00f6rte der Sturm auf<\/p>\n<p>und zum Zeichen der Rettung erschien ein heller Stern am Himmel. Gesund wieder in der Heimat angekommen unternahm er Schritte zur Erf\u00fcllung seines Gel\u00fcbdes.<\/p>\n<p>Heinrich II. von Rapperswil war der Sohn von Rudolf II. von Rapperswil und&nbsp; hatte zwei Br\u00fcder, Rudolf III. und Ulrich von Greifenberg. Er war verheiratet mit einer Tochter Hartmanns V. von Kiburg, mit der<\/p>\n<p>eine Tochter hatte. Seine Frau und sein Kind verstarben auf der Fahrt nach Jerusalem.<\/p>\n<p>Heinrich war ein Lehensmann von Kaiser Friedrich Barbarossa (1147-1190) Die Rapperswiler hatten die niedrige Gerichtsbarkeit inne und besa\u00dfen die Vogteirechte \u00fcber das Gebiet von Einsiedeln<\/p>\n<p>Heinrich II. ist 1223 erstmals erw\u00e4hnt.<\/p>\n<p>Wegen der Klostergr\u00fcndung wandte er sich an den Orden der Zisterzienser, damals der aufstrebendste Orden. <\/p>\n<p>1223 beauftragte das Generalkapitel von Citeaux die \u00c4bte von Kappel und Frienisberg  <\/p>\n<p>Ort und Gr\u00f6\u00dfe f\u00fcr das neue Kloster zu \u00fcberpr\u00fcfen und dem n\u00e4chsten Generalkapitel  <\/p>\n<p>Bericht zu erstatten. Die Tatsache, dass diese beiden \u00c4bte beauftragt worden waren, deutete darauf hin, dass Wettingen zun\u00e4chst nicht f\u00fcr den Gr\u00fcndungsort vorgesehen waren,  <\/p>\n<p>Urspr\u00fcnglich wollte Heinrich das Kloster wohl eher in Uri gr\u00fcnden. Dort lag der Schwerpunkt seiner Besitzungen und die M\u00f6nche sollten aus dem n\u00e4chstgelegenen Kloster St. Urban berufen werden. Die Expertise scheint wohl eher ung\u00fcnstig ausgefallen sein, denn erst drei Jahre sp\u00e4ter ist wieder von der Gr\u00fcndung die Rede,  <\/p>\n<p>Heinrich von Rapperswil&nbsp;&nbsp; hatte inzwischen vom Grafen Hartmann von Dillingen-Kyburg  <\/p>\n<p>(um 1180- 1254) Grund und Boden in Wettingen mit allen Lehen, Rechten und Leuten  <\/p>\n<p>und das Patronat der dortigen Kirche f\u00fcr 660 Mark Silber , das sind etwa 139.056,00 \u20ac gekauft.Den Baugrund schenkte das Frauenstift Sch\u00e4nnis ((SG)  <\/p>\n<p>Die Urkunde ist hier abgedruckt: Chartularium Sangallense 03 (1004-1277) Nr. 1139, S. 152  <\/p>\n<p>Der Konstanzer Bischof Konrad II. Von Tegerfelden (1209-1233) verzichtete auf alle Rechte,  <\/p>\n<p>die ihm als Di\u00f6zesanbischof auf die Dorfkirche von Wettingen zustanden.  <\/p>\n<p>Die \u00dcbergabe aller G\u00fcter und des Kirchensatzes erfolgten in die Hand von Abt Eberhard von Rohrdorf (1191-1240) , der M\u00f6nche aus Salem zur Besiedelung nach Wettingen schickte  <\/p>\n<p>Es war die zweite Salemer Tochter.  <\/p>\n<p>Die erste urkundliche Erw\u00e4hnung Wettingens war aber schon am 30. Januar 1045.  <\/p>\n<p>In der Urkunde Heinrich III. &#8211; [RIplus] Regg. Heinrich III. n. 130 in den Regesta Imperii nimmt K\u00f6nig Heinrich III.(1039-1046, dann Kaiser bis 1056) das Nonnenkloster Sch\u00e4nnis und dessen Besitzungen in seinen Schutz, gibt ihm die Freiheit der k\u00f6niglichen Kirchen und verleiht den Nonnen das Recht, die von dem K\u00f6nig einzusetzende \u00c4btissin zu w\u00e4hlen.In der G\u00fcteraufz\u00e4hlung wird auch \u201cVettingun\u201d also Wettingen erw\u00e4hnt.MGH DH III. n. 131 S. 163)  <\/p>\n<p>Als Gr\u00fcnderabt wurde Konrad I. (1227-1256) nach Wettingen geschickt. In Salem war er Prior.  <\/p>\n<p>Das l\u00e4sst annehmen, dass die Klostergr\u00fcndung f\u00fcr Abt Eberhard wichtig war. Er schickte seinen Prior, also seinen Stellvertreter in das neue Kloster. Konrad scheint ja ein sehr tatkr\u00e4ftiger Mann gewesen zu sein.  <\/p>\n<p>Schon 1228, also ein Jahr nach der Gr\u00fcndung erwirkte das Kloster von K\u00f6nig Heinrich VII. (1220-1235) die Abgabenfreiheit f\u00fcr die H\u00e4user, die es in Z\u00fcrich und anderswo erwerben w\u00fcrde.K\u00f6nig Heinrich nahm au\u00dferdem das Kloster in seinen besonderen  <\/p>\n<p>Schutz (Dominicus Willi, Das Cisterzienser Stift Wettingen-Mehrerau, W\u00fcrzburg !881, S. 7)  <\/p>\n<p>Der Stifter kam nicht aus dem F\u00fcrstenstand, war also etwas weniger beg\u00fctert. Der Wert seiner Stiftung in Geld und Gut belief sich auf 1.300 Mark, das sind etwa 273.898,00 \u20ac, vorausgesetzt, es w\u00e4re reines Silber gewesen, was in der Regel nicht der Fall war.  <\/p>\n<p>Es kamen weiter Zustiftungen hinzu, so dass etwa 2734 Mark, das sind etwa 576.029,00 \u20ac ,&nbsp; vorhanden waren.  <\/p>\n<p>Im April 1237 wurde mit dem Bau begonnen, der rasch fortschritt, so dass der Konvent schon am 24. Oktober 1237 in das neue Kloster einziehen konnte.  <\/p>\n<p>In Erinnerung an die Erscheinung bei der Rettung Heinrichs erhielt es den Namen Maria Stella,also Meeresstern, der aber nur in Urkunden und Schriften verwendet wurde.  <\/p>\n<p>Abt Konrad bem\u00fchte sich um p\u00e4pstliche Absicherung seines Klosters. Papst Gregor IX. (1227-1241) erteilte dem Kloster 1231 das&nbsp; gro\u00dfe Privileg. Dieses best\u00e4tigte die geistliche Freiheit, Immunit\u00e4t Exemtion.  <\/p>\n<p>Er&nbsp; gew\u00e4hrte auch, dass zehn Personen, die sich zur Kreuzfahrt verpflichtet hatten,ihrem Gel\u00fcbde gen\u00fcgen konnten, in dem sie das Reisegeld zu Bau der Klosterkirche gaben. (Will S.8)  <\/p>\n<p>1252 wurde Wettingen abbatia nullius (papstunmittelbare Abtei).&nbsp; (Historisches Lexikon der Schweiz Wettingen)  <\/p>\n<p>Kloster Wettingen hatte zwischen 1231 und 1254 \u00fcber 54 Papstbullen ausgestellt bekommen. Diese gro\u00dfe Zahl verdankt das Kloster vor allem dem Laienbruder Werner von Riehen (Album Wettingense Nr.20). Dieser erscheint zwischen 1238 und&nbsp; 1268  <\/p>\n<p>h\u00e4ufig in Urkunden. Er war als Unterh\u00e4ndler f\u00fcr Kloster Wettingen und auch andere Kl\u00f6ster bei&nbsp; Papst Innozenz IV. (1234-1254) t\u00e4tig. (Will S. 8)  <\/p>\n<p>Am 15. M\u00e4rz 1233 bet\u00e4tigte <b>&nbsp;<\/b>Papst Gregor IX.&nbsp; dem Kloster Wettingen auf Bitte Heinrichs von Rapperswil den von ihm \u00fcbertragenen Ort Wettingen. Nr. 1223, S. 199-200  <\/p>\n<p>Am 1. April 1248 best\u00e4tigte Papst Innozenz IV. dem Kloster Wettingen die Schenkungen des Stifters Heinrich Wandelbere und anderer Wohlt\u00e4ter. Urkunde<strong>: <\/strong>Nr. 1403, S. 316  <\/p>\n<p>1228 kaufte er von Truchsess Eberhard von Tanne-Waldburg&nbsp; (erw\u00e4hnt 1190-1234) ein Gut in Fislisbach f\u00fcr 50 Mark, das sind etwa 10.535,00 \u20ac. 1268 erweiterte das Kloster seinen dortigen Grundbesitz und&nbsp; ab 1278 teilte  <\/p>\n<p>es sich&nbsp; mit Kloster Engelsberg im Kanton Obwalden die niedere Gerichtsbarkeit. Die Blutgerichtsbarkeit lag bei den Habsburgern.  <\/p>\n<p>1232 gab es die ersten Schenkungen der Grafen von Habsburg. Diese entwickelten sich zu den gr\u00f6\u00dften Wohlt\u00e4tern von Kloster Wettingen bis 1415, als Habsburg den Aargau verlor.  <\/p>\n<p>1233 best\u00e4tigte Rudolf von Rapperswil die Schenkung eines Gutes in H\u00f6ri seiner Frau. Chartularium Sangallense 03&nbsp; Nr. 1221, S. 198  <\/p>\n<p>Auch die Grafen von Kyburg geh\u00f6rten zu den wichtigen Schenkern von Kloster Wettingen. So schenkten sie den Wald am Baderberg jenseits der Limmat mit der Bedingung, dass nie eine Br\u00fccke  <\/p>\n<p>\u00fcber die Limmat gebaut werden sollte<strong> <\/strong>Urkunde<strong>: <\/strong>Nr. 1290, S. 235  <\/p>\n<p>. Graf Hermann IV. von Kyburg (+1264) und sein Neffe Graf Hermann V. von Kyburg (+1263) sind beide in Kloster Wettingen bestattet, zusammen mit der Gattin von Hermann V.,  <\/p>\n<p>Anna von Raperswil. Annas Onkel ist Heinrich II. von Rapperswil, der Stifter von Kloster Wettingen, der dort auch beigesetzt ist.  <\/p>\n<p>Anl\u00e4sslich der Beerdigung von Anna erhielt das Kloster in Mellingen, Hitzkirch und in Uri.  <\/p>\n<p>Abt Konrad erwarb auch Besitz in Riehen. Dort hatte es auch 1238 das Patronatsrecht erworben.  <\/p>\n<p>Kloster Wettingen war rasch zu Ansehen gekommen,was sich auch darin zeigt, dass es 1244 die Visitation des neuen Zisterzienserinnenklosters Magdenau im Toggenburg \u00fcbertragen bekam.  <\/p>\n<p>Am 7. Oktober 1250&nbsp; best\u00e4tigte Papst Innozenz IV dem Kloster Wettingen die Bestimmungen der Zisterzienserstatuten betreffend die Beichtgewalt gegen\u00fcber den dem Orden inkorporierten Nonnen.<strong> <\/strong>Urkunde: Nr. 1446, S. 341  <\/p>\n<p>Auch die Beghinen bei St. Peter in Z\u00fcrich stellten sich 1248 freiwillig unter die geistige Leitung von Abt Konrad.  <\/p>\n<p>Nach seiner R\u00fcckkehr aus dem Heiligen Land trat Heinrich als Laienm\u00f6nch in das von ihm gegr\u00fcndete Kloster ein. Er versah dort das Amt des Cantors.Dieser \u00fcbte nat\u00fcrlich die Chorges\u00e4nge ein, war aber auch f\u00fcr die  <\/p>\n<p>F\u00fchrung des Necrologs zust\u00e4ndig. 1241 wurde er Priester. Er verstarb wohl 1246.  <\/p>\n<p>Das literarische Leben von Wettingen war auch schon hochentwickelt.  <\/p>\n<p>Johann von Strassburg trat nach eigenen Angaben 1232 ins Kloster ein. Er hat 25 Werke abgeschrieben und von ihm stammt auch das erste bis 1427 fortgef\u00fchrte Necrolog.  <\/p>\n<p>Er verfasste 1248 auch das \u201ckleine Urbar\u201d. Das ist die erst Wettinger G\u00fcterbeschreibung, die er zugleich mit dem Privilegienregister und dem ersten Urkundenbuch der Abtei anlegte.  <\/p>\n<p>Auch die erste Wettinger B\u00fccherliste&nbsp; stammt von ihm.  <\/p>\n<p>Arnold von Bronnbach kam aus dem Kloster an der Tauber und ging auch sp\u00e4ter wieder zur\u00fcck. Er lebte wohl von 1230 bis 1240 in Wettingen und zeichnete sich als B\u00fccherabschreiber aus.  <\/p>\n<p>Auch Konrad von Eigeltingen war ein eifriger B\u00fccherabschreiber.  <\/p>\n<p>Die Bibliothek erhielt auch Geschenke von in Wettingen lebenden Priestern.  <\/p>\n<p>Die Hauptgeb\u00e4ude des Klosters standen schon 1240 so, wie sie heute noch zu sehen sind.  <\/p>\n<p>Der Bau der Kirche mit acht Alt\u00e4ren dauerte bis&nbsp; 1256.Sie wurde in diesem Jahr vom Konstanzer&nbsp; Bischof Eberhard II. von Waldburg (1248 \u20131274 ) geweiht.  <\/p>\n<p>1248 hatte Abt Eberhard von Rohrdorf vom Kloster Salem als Visitator des Klosters Wettingen, ein G\u00fcterverzeichnis der Abtei angelegt wurde.  <\/p>\n<p>Abt Konrad hatte das Amt des Wettinger Abtes 29 Jahre begleidet. Ende des Jahres 1256 resignierte er. Er lebte aber noch bis 1265 und verbrachte seine Tage zur\u00fcckgezogen im Kloster.  <\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Heinrich I. von Murbach (1256-1278) Er war zusammen mit Abt Konrad im Gr\u00fcndungskonvent von Kloster Salem gekommen  <\/p>\n<p>Er war damals der j\u00fcngste Konventuale.&nbsp; 1239 war er Subdiakon,&nbsp; ab 1253 Cellerarius und ab 1255 Gro\u00dfkellner.  <\/p>\n<p>1256 wurde er zum Abt gew\u00e4hlt.  <\/p>\n<p>K\u00f6nig Rudolf war vor er 1273 zum deutschen K\u00f6nig gew\u00e4hlt wurde von 1240 bis zur Wahl zum K\u00f6nig Graf von Habsburg.  <\/p>\n<p>Er und seine Vettern, die Grafen&nbsp; Gottfried I. von Habsburg-Laufenburg (+1271) und Eberhard von Habsburg-Laufenburg (1249-1284) gaben Abt Heinrich die Advokatie, das sind die Rechte eines Vogtes \u00fcber die Kirche von Thalwyl am Z\u00fcrichsee, dessen Patronatsrechte schon seit 1253 beim Kloster Wettingen lagen.  <\/p>\n<p>Einen heftigen Streit hatte der Abt mit Rudolph von Strettlingen, einem Cousin von Heinrich von&nbsp; Rapperswil, der Erbanspr\u00fcche auf das gesamte Stiftungsgut machte.  <\/p>\n<p>Graf Rudolf von Habsburg vermittelte. Gegen einen Anspruch auf ein Begr\u00e4bnis im Kloster verzichtete Rudolph auf alle Erbanspr\u00fcche. Es kann aber auch sein, dass die Strettlinger nur ein Recht erstritten,  <\/p>\n<p>auf das eigentlich nur Stifter oder au\u00dferordentliche Wohlt\u00e4ter Anrecht hatten, ohne eine einzige Hube stiften zu m\u00fcssen.  <\/p>\n<p>Am 17. Oktober 1259 kaufte Abt Heinrich von Graf Rudolf von Habsburg und seinen&nbsp; Neffen&nbsp; die H\u00f6fe und G\u00fcter in Dietikon, die er von seiner Mutter geerbt hatte&nbsp; samt der niederen Gerichtsbarkeit  <\/p>\n<p>sowie Fischenzen in der Limmat f\u00fcr 540 Mark, das sind etwa 115.037,00 \u20ac. Graf Rudolf hatte zu diesem Zeitpunkt finanzielle Schwierigkeiten.  <\/p>\n<p>Urkunde:<strong>&nbsp;<\/strong>Nr. 1618, S. 446. Dieser Kauf wurde im Beisein vieler Zeugen get\u00e4tigt und die Urkunde&nbsp; ist deshalb f\u00fcr die Genealogie des Hauses Habsburg von gro\u00dfem Wert.  <\/p>\n<p>Hier ist auch Arnold von Wildegg, Truchsess von Habsburg genannt.Er ist um 1240 erstmals erw\u00e4hnt.  <\/p>\n<p>Die Habsburg war bis etwa 1230 die Stammburg der Grafen von Habsburg. Dann war sie f\u00fcr das aufstrebende Grafengeschlecht nicht mehr geeignet und wurde an Dienstadlige verliehen.  <\/p>\n<p>Die Hintere Burg \u00fcbernahmen die Truchsessen von Habsburg-Wildegg.  <\/p>\n<p>Arnold von Wildegg wird als M\u00f6nch erstmals 1256 genannt.Vor seinem Eintritt ins Kloster schenkte er dem Kloster Wettingen eine Hube in H\u00e4ttingen.  <\/p>\n<p>Er hatte einen Sohn Johann, der 1276 Propst am Gro\u00dfen M\u00fcnster in Z\u00fcrich wurde und am 14. Januar 1301 in Z\u00fcrich verstarb.  <\/p>\n<p>Als M\u00f6nch war Arnold wohl st\u00e4ndiger Begleiter des Grafen Rudolfs. Er erlebte noch die Wahl Rudolfs zum deutschen K\u00f6nig 1273.  <\/p>\n<p>Graf Rudolf IV. von Rapperswil (+ um 1262) hatte zusammen mit seiner Frau Mechthild von Neifen Mariazell-Wurmsbach am Z\u00fcrcher See gegr\u00fcndet. Er hatte dabei Abt Heinrich um Mithilfe gebeten.  <\/p>\n<p>Er unterst\u00fctzte auch die Gr\u00fcndung des Zisterzienserinnenkloster Rathausen.  <\/p>\n<p>Durch eine Bulle von Papst Urban IV. (1261-1264) wurde Konrad das Visitationsrecht f\u00fcr die Schwestern in Bollingen erteilt. Diese vereinigten sich sp\u00e4ter mit Wurmsbach. Urkunde: Nr. 1734, S. 519  <\/p>\n<p>Auch Selnau in Z\u00fcrich erhielt ihn als Visitator. Er setzte damit die Tradition seines Vorg\u00e4ngers fort. Die Wahrnehmung der Interessen von Frauenkl\u00f6stern war nun ein wichtiger Arbeitsbereich f\u00fcr die Wettinger \u00c4bte.  <\/p>\n<p>Die Abtei Wettingen half dem Grafen immer wieder aus Geldverlegenheiten, sei es durch Kauf oder durch Darlehen. Auch Gertrud von Hohenberg (+1281), die Gemahlin Rudolfs, musste Wettingen als Darlehensgeber in Anspruch nehmen.  <\/p>\n<p>Sie erhielt ein Darlehen von 60 Mark, das sind etwa 12.782,00 \u20ac.  <\/p>\n<p>Durch Erwerb und Darlehen bekam das Kloster selbst Probleme und Abt Heinrich musste 1267 die von den Herren von \u00dcsenberg in Riehen f\u00fcr 1000 Mark, das sind etwa 213.032,00 \u20ac versetzen.  <\/p>\n<p>Am 1. Oktober 1273 wurde Graf Rudolf in Frankfurt einstimmig zum deutschen K\u00f6nig gew\u00e4hlt und am 24. Oktober 1273 in Aachen gekr\u00f6nt.Damit endete das Interregnum  <\/p>\n<p>Abt Heinrich verstarb hochbetagt am 8. Juli 1278.  <\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Volker (1278-1304). Er ist in Wettingen ins Kloster eingetreten. Er war zun\u00e4chst Subprior. 1268 war er Kaplan des Abts und ab 1273 Prior.  <\/p>\n<p>1278 wurde er zum 3. Abt von Wettingen gew\u00e4hlt. M\u00f6glicherweise stammte er aus dem Geschlecht von Fulach bei Herblingen, das dann vor allem in der Geschichte der Stadt Schaffhausen im 13. Jahrhundert  <\/p>\n<p>bis die Familie 1455 ins Burgrecht von Z\u00fcrich eintrat. Will sagt, dass Volker aus \u201cedlem Geschlecht \u201c( S.11) war.<\/p>\n<p>Bei K\u00f6nig Rudolf stand er in hohem Ansehen.&nbsp;&nbsp; Abt Volker wurde auf Betreiben Rudolfs im Zusammenwirken mit dem p\u00e4pstlichen Legaten von 1286-87 Johannes Boccamazza, Kardinalbischof von Tusculum (1285-1309)<\/p>\n<p>als Schiedsrichter in der Streitsache des St. Gallener&nbsp; F\u00fcrstbischofs Wilhelm von Montfort (1281-1301) gew\u00e4hlt. Das war allerdings ein massiver Eingriff in die Rechte St. Gallens und Rudolf ging es haupts\u00e4chlich darum,<\/p>\n<p>den Einfluss des Stiftes St. Gallen im Thurgau einzuengen.<\/p>\n<p>Noch auf dem Totenbett 1281 \u00fcbergab die Gemahlin von K\u00f6nig Rudolf G\u00fcter, die sie von Rudolf als Morgengabe bekommen hatte aus Dank f\u00fcr die Hilfe, die sie von Kloster Wettingen bekommen hatte, an das Kloster.<\/p>\n<p>Vom Benediktinerkloster Trub kaufte Abt Volker G\u00fcter und den Kirchensatz von Otelfingen.<\/p>\n<p>Noch wichtiger war der Erwerb von G\u00fctern in Uri von Gr\u00e4fin Elisabeth von Rapperswil. Sie war Erbin von Teilen der Rapperswiler Herrschaft und musste diese&nbsp; ver\u00e4u\u00dfern. Urkunde:<strong> <\/strong>1290 IV 29<\/p>\n<p>Der Kaufpreis betrug 428 Mark, das sind etwa 89.174,00 \u20ac. Um den Kaufpreis aufzubringen, verkaufte Abt Volker den Johannitern in Bubikon die Kirche, den Kirchensatz und den B<strong>esitz <\/strong>in W\u00e4denswyl f\u00fcr 400 Mark, das sind etwa 83.340,00 \u20ac. <\/p>\n<p>Mit diesem Kauf war Kloster Wettingen im Besitz s\u00e4mtlicher ehemals den Herren von Rapperswil in Uri geh\u00f6renden G\u00fcter <\/p>\n<p>Abt Volker vergr\u00f6\u00dferte die Klosterkirche, die 1294 zum zweiten Mal geweiht wurde<\/p>\n<p>1284\/85 war Volker Verwalter des Klosters Selnau, das Kloster Wettingen seit 1266 unterstellt war.<\/p>\n<p>Um 1291 erreichte Abt Volker die enge politische #Anlehnung an Z\u00fcrich. Das B\u00fcrgerrecht erhielt er dort am 26. Januar 1263.<\/p>\n<p>Abt Volker verstarb am 15. November 1304 und wurde im Kapitelhaus bestattet.<\/p>\n<p>Auf ihn folgt Abt Ulrich I. Wolleb aus Uri (1304-1308)<\/p>\n<p>Gravierendstes&nbsp; Ereignis in seiner Regierungszeit&nbsp; war die Ermordung K\u00f6nig Albrechts I. von Habsburg (1298-1308) durch seinen Neffen Johann Parricada (+ m\u00f6glicherweise 1313)&nbsp; bei Windisch.<\/p>\n<p>Es ging um die Herausgabe seines v\u00e4terlichen Erbes.<\/p>\n<p>Albrecht wurde unter gro\u00dfer Teilnahme des Adels, der Geistlichkeit und des Volkes zun\u00e4chst in Wettingen bestattet.&nbsp; 15 Monate sp\u00e4ter wurde er nach Speyer \u00fcberf\u00fchrt und dort zusammen mit <\/p>\n<p>Adolf von Nassau (1292-1298) bestattet.<\/p>\n<p>Unter Abt Ulrich gibt es erste Spuren einer in Wettingen bestehenden Klosterschule in Wettingen.<\/p>\n<p>Er starb am&nbsp; 26. Dezember 1308.<\/p>\n<p>Die ersten Konversen treten in Wettingen Mitte des 13. Jahrhunderts in Erscheinung. Das Kloster hatte im Vergleich zu anderen Kl\u00f6stern immer relativ wenig Konversen. Nach Will waren es selten mehr als zehn.<\/p>\n<p>Auch waren sie kaum auf den Grangien t\u00e4tig sondern buchhalterisch.<\/p>\n<p>Berchtold erscheint viermal bei Rechtsgesch\u00e4ften und wird in Urkunden auch als Berchtold der Kaufmann genannt- Am 11. Juni 1300&nbsp; vertritt er die Abtei, als Adelheid von Regensberg auf ihr Leibgeding zu Gunsten von Kloster Wettingen verzichtet.<\/p>\n<p>UB Z\u00fcrich 7, Nr.2562 S. 160<\/p>\n<p>Auch am 2. September 1301 ist Berchtold beim Verkauf einer Hofstatt an Kloster Wettingen wieder t\u00e4tig UB Z\u00fcrich 7, Nr.2615 S. 203<\/p>\n<p>In einer Urkunde vom 29.September 1303 erkl\u00e4rt Gertrud von Oetwil gegen\u00fcber Bruder Berchtold ihren Verzicht auf ihre Anspr\u00fcche. Abt Volker stellt die Urkunde aus.&nbsp; UB Z\u00fcrich 7, Nr.2728 S. 326<\/p>\n<p>In einer Urkunde vom 28. M\u00e4rz 1311 erscheint Berchtold letztmals. Es geht um eine \u00dcberlassung von G\u00fctern in Killwangen an Kloster Wettingen durch Abt Heinrich III.&nbsp; von Rheinau(1302-1329).<\/p>\n<p>Hier ist er zusammen mit dem Cellarar Heinrich, dem M\u00f6nch \u201cWalkone\u201d und dem Konversen Peter Zeuge.UB Z\u00fcrich 8, Nr.3105 S. 357<\/p>\n<p>Der Laienbruder Berchtold der Hofmeister (im Album Wettingense Nr.75) ist 1307 Zeuge bei einer Streitschlichtung.<\/p>\n<p>Burkhard von Schaffhausen Album Wettingense Nr.83) wird in Urkunden ebenfalls Mercator oder Kaufmann genannt. Er war ebenfalls Laienbruder , Ende des 13. Jahrhunderts t\u00e4tig und ist siebenmal urkundlich \u00fcberliefert.<\/p>\n<p>Er war&nbsp; ein m\u00f6glicher Verwandter des Abtes Jakob von Schaffhausen. Kl\u00f6sterliche Chronisten z\u00e4hlen ihn zum adligen Geschlecht der Familie Heggenzi in Schaffhausen. Von 1282-1289 war er an sieben Rechtsgesch\u00e4ften beteiligt,<\/p>\n<p>was durchaus f\u00fcr einen adligen Hintergrund spricht.<\/p>\n<p>Bemerkenswert ist der Konverse Heinrich Slel (Album Wettingense Nr.41). Von ihm gibt es einen in lateinisch abgefassten Traum. Er muss gebildet und des Schreibens m\u00e4chtig gewesen sein.<\/p>\n<p>Der Aufsatz ist einer lateinischen Bibel beigebunden und befindet sich in der Kantonsbibliothek in Aarau, Wettinger Handschriften No 2<\/p>\n<p>Zu den Konversen: Guido Gassmann Konversen im Mittelalter,M\u00fcnster 2014<\/p>\n<p>Ich denke, dass die Konversen in Kloster Wettingen eine durchaus andere Rolle im Kloster spielten. Es waren 1. deutlich weniger&nbsp; als in anderen Kl\u00f6stern und 2. waren sie dort weitgehend in der Landwirtschaft t\u00e4tig und<\/p>\n<p>spielten eine ganz wichtige Rolle in der wirtschaftlichen Entwicklung der Kl\u00f6ster. In Wettingen gab es auch nicht die Disziplinprobleme wie in anderen Kl\u00f6stern.<\/p>\n<p>Auf Abt Ulrich folgte Abt Konrad II. von M\u00fclheim (1308-1316)<\/p>\n<p>Einer der Verschw\u00f6rer beim Mord Albrechts von Habsburg Walther von Eschenbach drang im Oktober 1308 in das Kloster Wettingen ein, wo Albrechts Leiche ruhte und erpresste von<\/p>\n<p>Abt und Konvent&nbsp; 40 Eimer Wein. Am Oberrhein entsprach ein Eimer 32 Liter, das waren immerhin 1280 Liter. Au\u00dferdem nahm er das Kloster und dessen G\u00fcter in seinen ungebetenen Schutz.<\/p>\n<p>1310 erhielt Kloster Wettingen vom Grafen Rudolph III. von Laufenburg-Habsburg<\/p>\n<p>das Patronatsrecht der Kirche von Dietikon und deren Filialen Urdorf und Spreitenbach.(Will S. 13)  <\/p>\n<p>Albrecht war nach seiner Ermordung zun\u00e4chst in Wettingen bestattet worden Seine  <\/p>\n<p>Gemahlin Elisabeth (+ 1313) und seine Tochter Agnes (+ 1364). Beide stifteten dem Kloster aus Dank f\u00fcr die ehrenvolle Bestattung jeweils 6o Mark, das sind etwa 12.220,00 \u20ac.  <\/p>\n<p>Agnes stiftete dem Kloster au\u00dferdem einen Ornat aus rotem Samt. K\u00f6nigin Elisabeth wollte auch ein Zisterzienserinnenkloster bei Kloster Wettingen gr\u00fcnden. Das Generalkapitel lehnte dies aber ab.  <\/p>\n<p>Daraufhin stifteten sie das Kloster . Daraufhin stiftetet sie Kloster K\u00f6nigsfelden. Dort wurde 1310 mit den Bauarbeiten begonnen. Seit 1316 befindet sich dort die Grablege der Habsburger.  <\/p>\n<p>Es gab schon seit l\u00e4ngerem eine Auseinandersetzung zwischen den Urkantonen Uri, Schwyz und Unterwalden. 1315 kam es zur Schlacht am Morgarten zwischen Herzog Leopold I. (+1326), dem Sohn von Albrecht,  <\/p>\n<p>und den Waldst\u00e4tten. Die Habsburger erlitten dabei eine vernichtende Niederlage.  <\/p>\n<p>Nach Will wurde Kloster Wettingen dabei auch hart mitgenommen. (S.13) Das Wettinger Necrolog gedenkt der \u00f6sterreichischen Gefallenen am 15. November 1315. Siehe dazu auch Wilhelm Oechsli, Urkunden-Regesten zur  <\/p>\n<p>Schweizer Geschichte, Z\u00fcrich 1891, S 214 ff, darin Beschreibung der Schlacht von Morgarten  <\/p>\n<p>Abt Konrad verstarb 1316. Auf ihn folgte Abt Heinrich von St. Gallen (1316\u20131324).  <\/p>\n<p>Er bereinigte mit Hilfe von Schiedsleuten die Grenzen der Pfarrei Wettingen.  <\/p>\n<p>Heinrich an dem Lewe schenkte Kloster Wettingen Kirchensatz und Hofstatt in Niederhasli. (Will S. 13) Heinrich an dem Lewe war 1297 Verwalter des Klosters. Es ist aber nicht sicher, ob der M\u00f6nch war. Es ist  <\/p>\n<p>zweifelhaft, ob er \u00fcberhaupt Klosterangeh\u00f6riger war.Mit der Schaffhausener Familie an dem Lewe stand&nbsp; Kloster Wettingrn aber in regem Verkehr.  <\/p>\n<p>Papst Johannes XXII. (1316-1334) best\u00e4tigte Kloster Wettingen alle Privilegien.  <\/p>\n<p>Er beauftragte auf Bitten Friedrichs des Sch\u00f6nen den Bischof von Stra\u00dfburg Johann I. (1306-1328) die Pfarrkirche in Dietikon samt deren Kapellen zu inkorporieren Friedrich der Sch\u00f6ne &#8211; [Regesta Habsburgica 3] n. 1087  <\/p>\n<p>Wie seine Vorg\u00e4nger vermehrte er auch das Eigentum des Klosters in Basel.  <\/p>\n<p>Er verstarb am 7. August 1326.  <\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Jakob von Schaffhausen (1324\u20131335) Bei den Konversen s.o. wurde Burkhard von Schaffhausen als m\u00f6glicher Verwandter des Abtes bezeichnet und dass ihn Chronisten als Verwandten  <\/p>\n<p>der Schaffhausener Familie Heggenzi bezeichnen. Dann w\u00fcrde das nat\u00fcrlich auf Abt Jakob zutreffen. Urkundlich l\u00e4sst es sich aber nicht belegen.  <\/p>\n<p>In einer Urkunde vom 20.1. 1327 beauftragt Papst Johannes XX, Abt Jakob dem Konstanzer Scholar Jakob von Luterberg die  <\/p>\n<p>Aufnahme ins Kloster St. Johann zu verschaffen. Urkunde: 1327 I 20  <\/p>\n<p>Er stellt 1329 eine Urkunde aus, in&nbsp; der&nbsp;&nbsp; es&nbsp; um Verleihung von Rechten an h\u00f6rige geht, und 1330 wird ein Haus verliehen.  <\/p>\n<p>Abt Jakob stirbt am 6. M\u00e4rz 1335 und ist in der St. Nicolai Kapelle bestattet.  <\/p>\n<p>Als 8. Abt folgt Eberhard Freiherr von Tengen (1335\u20131343).  <\/p>\n<p>Er wurde 24. M\u00e4rz 1335 gew\u00e4hlt und war bei seiner Wahl schon bejahrt. Er war ein guter Haush\u00e4lter.  <\/p>\n<p>Sein Versuch das Frauenkloster Selnau in Z\u00fcrich zu reformieren, misslang. Abgeordnete des Generalkapitels mussten die Frauen wieder auf den Weg kl\u00f6sterlichen Gehorsams zur\u00fcckbringen.  <\/p>\n<p>Abt Eberhard starb am 4. April 1343.  <\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Heinrich Sitti (1343\u20131351) 1311 war er Cellerar. 1343 wurde er Abt.  <\/p>\n<p>Er hatte Streitigkeiten wegen der Fischenzen&nbsp; mit Kloster Fahr, das zu Kloster Einsiedeln geh\u00f6rt. Der Streit wurde von Herrmann IV. von Landenberg Greisensee (+ 1361) der habsburgischer Landvogt  <\/p>\n<p>und Hauptmann im Thurgau war, geschlichtet.  <\/p>\n<p>1351 f\u00fchrte Z\u00fcrich in der dritten Phase der Habsburger Kriege gegen die Schweiz eine \u00dcberraschungsangriff in der N\u00e4he von Baden durch, weil dort Habsburger Truppen lagerten.  <\/p>\n<p>Auf dem R\u00fcckzug kam es bei D\u00e4ttwil zur Schlacht. Dort stellten sich die Habsburger Truppen denen von Z\u00fcrich. Die Z\u00fcrcher konnten sich aber frei k\u00e4mpfen.  <\/p>\n<p>Die Habsburger und ihre Verb\u00fcndeten hatten 500 Tote, darunter 135 Ritter. zu beklagen. D\u00e4ttwil ist nicht weit von Wettingen entfernt.  <\/p>\n<p>Auf dem Wettinger Klosterfriedhof wurden 65 gefallene \u00f6sterreichische Edelleute bestattet.  <\/p>\n<p>Unter Abt Heinrich war das Kloster in einem bl\u00fchenden&nbsp; Zustand. der Konvent z\u00e4hlte 54 M\u00f6nche.  <\/p>\n<p>Abt Heinrich verstarb am 17. Januar 1352.  <\/p>\n<p>Seine Nachfolge bereitete aber Probleme. Papst Innozenz VI. (1352-1362) setzte den Salemer M\u00f6nch Berthold Tutz als Abt in Wettingen ein, wobei die Gr\u00fcnde daf\u00fcr nicht klar sind.  <\/p>\n<p>Nach Will hatte sich Berthold Tutz sich Berchtold Tutz das Ernennungsdekret vom p\u00e4pstlichen Stuhl erschlichen. Der Konvent hatte aber nach dem Tod Abt Heinrichs den Konventualen Johann Murer gew\u00e4hlt und diesen  <\/p>\n<p>auch vom Mutterabt Ulrich III. von Werdenberg-Sargans (1337\u20131358 ) von Kloster Salem best\u00e4tigen.  <\/p>\n<p>Kaiser Karl IV. best\u00e4tigte dem Kloster alle Privilegien und er best\u00e4tigte auch das neue Erbrecht, das das Kloster f\u00fcr Eigenleute eingef\u00fchrt hatte. (WIll S. 14.)  <\/p>\n<p>Berthold Tutz war 1355 noch nicht im Besitz der Abtei, so dass der Papst Herzog Albrecht II. von \u00d6sterreich (1330-1358)&nbsp; bat, Berthold Tutz bei der Besitzergreifung zu helfen.  <\/p>\n<p>Das hat wohl Bewegung in die Angelegenheit gebracht. Auf jeden Fall zahlte er 1357 die Servitien.  <\/p>\n<p>Tutz hatte nach Will 4 Jahre vor dem Heiligen Stuhl prozessiert, was Wettingen 4000 Gulden, das sind etwa 978.334,00 \u20ac, kostete und das Kloster tief sch\u00e4digte.  <\/p>\n<p>1356 erkannte Innozenz VI. Berthold Tutz als Abt an und er konnte in Wettingen Einzug halten. Sein vom Konvent gew\u00e4hlter Rivale, Johann Murer , \u00fcbergab ihm den Abtstab.  <\/p>\n<p>Abt Bertold f\u00fchlte sich in Wettingen aber nicht heimisch. Nur 5 Urkunden tragen seinen Namen, darunter eine mit der Erlaubnis des Generalkapitels, in Wettingen f\u00fcr 4000  <\/p>\n<p>Gulden verkaufen zu d\u00fcrfen.. In seiner zweij\u00e4hrigen Amtszeit&nbsp; trat kein einziger Novize in Wettingen ein.  <\/p>\n<p>In Kloster Salem verstarb 1358 der dortige Abt Ulrich III. von Werdenberg-Sargans .  <\/p>\n<p>Die Salemer M\u00f6nche w\u00e4hlten dann dort Berthold zu seinem Nachfolger. In Salem war er dann Abt von 1358-1373. In diesem Jahr resignierte er.  <\/p>\n<p>In Wettingen wurde Albrecht I. Huter von Mengen (1358-1379) sein Nachfolger. Vorher war er Cellerarius.<\/p>\n<p>Der Konvent hatte sich beim Papst f\u00fcr ihn verwendet.<\/p>\n<p>Er wurde an Ostern gew\u00e4hlt und am 15 Juli 1358 von Bischof Geoffroy Le Marhec von Qimper (1357\u20131383) in Avignon zum Abt geweiht.<\/p>\n<p>Er bem\u00fchte sich, das Kloster wieder zu heben. Er verkaufte den gesamten Besitz des Klosters in Uri dem Landamman und den Leuten von Uri f\u00fcr 8448 fl,&nbsp; das sind etwa 2.066.242,00 \u20ac <\/p>\n<p>Abt Albrecht bezahlte damit die Schulden aus den durch Bertold und seine Prozesse verursachten Schulden. Den Rest verwendete er zu den unten beschriebenen Neuerwerbungen.<\/p>\n<h3><font size=\"3\">in Urkunden-Regesten zur Schweizergeschichte aus dem Zeitraume von 732-1435von Wilhelm Oechsli&nbsp; Z\u00fcrich 1891, Nr.733<\/font><\/h3>\n<p>Das verschaffte ihm ausreichende Mittel um G\u00fcter in der N\u00e4he des Klosters zu erwerben.<\/p>\n<p>Seit der Erhebung der Waldst\u00e4tte gegen das Haus Habsburg war die Situation f\u00fcr dort beg\u00fcterte geistliche und weltliche Herren immer schwieriger geworden.<\/p>\n<p>Die Eink\u00fcnfte des Klosters waren&nbsp; seit 1310 vom Beginn der Unruhen von 400 Pfund , das sind etwa 77.088,00 \u20ac auf 5 Pfund , das sind gerade mal 12 \u20ac gesunken<\/p>\n<p>(Oechsli&nbsp; Nr. 736 S. 281 f.).<\/p>\n<p>Er kaufte 1359 von Ritter Johann von Seon, einer aus Winterthur stammenden Adelsfamilie den Meierhof und das Patronat der Kirch von H\u00f6ng um 725 Mark, das sind etwa 154.507,00 \u20ac&nbsp; . H\u00f6ng ist heute ein Ortsteil von Z\u00fcrich.<\/p>\n<p>Von Konstanzer Bischof Heinrich III.&nbsp; von&nbsp; Brandis (1357 \u20131383 ) kaufte er f\u00fcr 1000 Goldgulden, das sind etwa 212.039,00 \u20ac die bisch\u00f6fliche Quart <\/p>\n<p>1368 kaufte er von den Rittern von Sch\u00f6nenwerth, einem Z\u00fcricher Adelsgeschlecht den Egelsee mit dazu geh\u00f6rigen W\u00e4ldern und Matten.<\/p>\n<p>Er vermehrte das Klostereigentum an den Ufern der Limmat weiter.<\/p>\n<p>Von Kaiser Karl IV. und Herzog Leopold III. (+ 1386) lie\u00df er sich alle Rechte und Freiheiten des Klosters best\u00e4tigen.<\/p>\n<p>Genauso lie\u00df er sich die von Papst Gregor XI, (1370-1378) die zahlriechen Privilegien aufs neu best\u00e4tigen.<\/p>\n<p>&nbsp; Kaum hatte sich das Kloster etwas erholt, zogen&nbsp; die Gugler, eine S\u00f6ldnertruppe unter F\u00fchrung von Enguerrand VII. de Coucy (+ 1397) durch&nbsp; das Elsass \u00fcber Waldshut pl\u00fcndernd in das Schweizer Mittelland.  <\/p>\n<p>Kloster Wettingen wurde schwer betroffen. Die G\u00fcter im Aargau, an der Limmat und in Basel wurden v\u00f6llig verw\u00fcstet.Der Schaden belief sich auf 50.000 fl., das sind etwa 12.229.178,00 \u20ac.  <\/p>\n<p>Abt Albrecht resignierte am 11. Februar 1379 und verstarb am 9. Oktober desselben Jahres.  <\/p>\n<p>Auf ihn folgte Johann Paradyser von Magdenau (1379\u20131385). Vor seiner Wahl war er Prior  <\/p>\n<p>1382 wurde ihm nach Will die Visitation des Frauenklosters Wurmsbach f\u00fcr drei Jahre \u00fcbertragen.  <\/p>\n<p>Urkunde: 1385 IX In dieser Urkunde \u00fcbertr\u00e4gt Generalabt Gerard von Citeaux (1376-1389) das Visitationsrecht f\u00fcr drei Jahre.  <\/p>\n<p>Abt. Johann verstarb am 6. Juni 1385.  <\/p>\n<p>Auf ihn folgte als 13. Abt von Wettingen Burkart Wi\u00df (1385\u20131407)  <\/p>\n<p>1379 wird er als Servitor Abbati, also Diener des Abtes&nbsp; bezeichnet. Am 11. Juni 1385 wurde er zum Abt gew\u00e4hlt.  <\/p>\n<p>Am 9. Juni 1386 fand die Schlacht bei Sempach statt. Der Sempacherkrieg war die entscheidende milit\u00e4rische Auseinandersetzung zwischen der Herrschaft \u00d6sterreich und der Eidgenossenschaft im Streit um den Ausbau der jeweiligen Territorialherrschaft im Raum zwischen den habsburgischen Vorlanden und den Alpen. Der Sieg der Eidgenossen in der Schlacht bei Sempach am 9. Juli 1386 schw\u00e4chte Habsburg-\u00d6sterreich so sehr, dass es seine Herrschaftspositionen in den Gebieten s\u00fcdlich des Hochrheins langfristig nicht halten konnte.  <\/p>\n<p>\u00dcber 400 \u00f6sterreichische Ritter fielen in dieser Schlacht, unter ihnen Herzog Leopold III. von&nbsp; Habsburg (1351-1386). Darunter waren viele Wohlt\u00e4ter des Klosters Wettingen.  <\/p>\n<p>Auch in der Schlacht bei N\u00e4fels am 9. April 1388 , der letzten Schlacht in der Auseinandersetzungen zwischen Habsburg und den Eidgenossen, fielen wieder Wohlt\u00e4ter des Klosters.  <\/p>\n<p>Das Wettinger Necrolog&nbsp; gedenkt einiger von ihnen. Auch Stiftungen gab es.  <\/p>\n<p>Kloster Wettingen hatte ja einige Verluste in den Auseinandersetzungen zwischen den Waldst\u00e4tten und Habsburg erlitten.  <\/p>\n<p>Herzog Albrecht IV. (1395-1404) best\u00e4tigte alle Rechte und Freiheiten, die seine Vorfahren dem Kloster verliehen hatte. F\u00fcr den Ausgleich der Verluste gab er dem Kloster 1389 die Anwartschaft auf die Liebfrauenkirche Kloten,  <\/p>\n<p>Die Inkorporation wurde 1406 vollzogen. An der Schenkung der Frauenkirche war auch Herzog Friedrich IV., der mit der leeren Tasch, (1402-1439) beteiligt. Er schenkte dem Kloster 1406 auch die Stadtpfarrkirche Maria Himmelfahrt in Baden.  <\/p>\n<p>1389 kam es zu einem Waffenstillstand zwischen Herzog Albrecht III. (1365-1395) und den Eidgenossen, der dann 7 Jahre hielt. An der Vermittlung waren der Abt von Einsiedeln&nbsp; Ludwig I. von Thierstein (1387 \u20131402 )und Abt Burkard  <\/p>\n<p>von Wettingen beteiligt. Dass Abt Burkhart zu den Verhandlungen zugezogen wurde, zeigt auch das Ansehen, in dem er bei den Eidgenossen stand. (Will S. 17)  <\/p>\n<p>1394 beschloss das Generalkapitel die Einverleibung des Frauenklosters Gnadenthal an der Reuss in den Zisterzienserorden. Es wurde Kloster Wettingen unterstellt.  <\/p>\n<p>Abt Burkard verstarb am 22. August 1407.  <\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Johann T\u00fcrr (1407\u20131427). 1385 war er Novize.Vor seiner Wahl war er Klosterschaffner in Kleinbasel.  <\/p>\n<p>Er wurde am 29. August 1307 zum Abt gew\u00e4hlt.  <\/p>\n<p>1408 wurden die Pfarreien Kloten und Baden Kloster Wettingen endg\u00fcltig inkorporiert. Allerding lief das bei Baden nicht reibungslos ab, denn der Magistrat von Baden h\u00e4tte das Patronat selbst gerne besessen.  <\/p>\n<p>In der Folge gab es immer wieder Streitigkeiten. Vor allem bei Priestervakanzen versuchte die Stadt immer, ihren Einfluss auszuweiten.  <\/p>\n<p>1411 erteilte Papst Johannes XXIII., der 1415 vom Konstanzer Konzil abgesetzt wurde, gab 1411 Kloster Wettingen einen Schirmbrief und best\u00e4tigte dem Kloster die Pfarreien Wettingen, Baden,  <\/p>\n<p>Kloten, Thalwyl, H\u00f6ngg, Riehen und Dietikon. Er ernannte Abt Johann auch zum Exekutor bei der Einverleibung der Pfarrkirche von Rohrdorf an den Spital in Baden.  <\/p>\n<p>Von 1414bis 1418&nbsp; fand in Konstanz das Konzil statt. Konventsangeh\u00f6rige von Wettingen scheinen in Konstanz nicht anwesend gewesen zu sein.  <\/p>\n<p>Am 24. Juli 1416 erhielt Abt Johann vom Konzil die&nbsp; Pontifikalien f\u00fcr sich verliehen.  <\/p>\n<p>Das Konstanzer Konzil war nicht nur die Plattform f\u00fcr religi\u00f6se Angelegenheiten.  <\/p>\n<p>K\u00f6nig Sigismund (1411-1433 K\u00f6nig dann bis zu seinem Tod 1437 Kaiser) nutzte diese Zeit auch f\u00fcr reichspolitische Diskussionen. Er wollte die Reichsf\u00fcrsten fester an sich binden.  <\/p>\n<p>Der Habsburgische Herzog Friedrich IV. war mit seiner Italienpolitik in einen Interessenkonflikt mit K\u00f6nig Sigismund geraten. Er forderte Friedrich am 6. August 1414 auf, pers\u00f6nlich  <\/p>\n<p>in Konstanz zu erscheinen. Am 0.\/21 M\u00e4rz fl\u00fcchtete er zusammen mit dem einzigen in Konstanz weilenden Papst Johannes XXIII. aus der Stadt.  <\/p>\n<p>Am 30. M\u00e4rz 1415 rief Sigmund zum Reichskrieg auf und schon vorher setzten sich seine Truppen gegen habsburgische St\u00e4dte in Bewegung.Dies nutzten die eidgen\u00f6ssischen Orte sich mit k\u00f6niglicher Billigung  <\/p>\n<p>in den Besitz der Herrschaften Friedrich zu setzen. Dieser unterwarf sich K\u00f6nig Sigismund&nbsp; am 7. Mai 1415 in Konstanz und \u00fcbergab seine L\u00e4nder bis auf weiteres an den K\u00f6nig.  <\/p>\n<p>F\u00fcr Kloster Wettingen hatte das zur Folge, dass nicht mehr die Herz\u00f6ge von Habsburg V\u00f6gte in Wettingen waren. Die sieben bzw. acht alten Orte, das sind Z\u00fcrich, Bern, Luzern, Uri,  <\/p>\n<p>Schwyz Unterwalden, Zug und Glarus wurden nun&nbsp; die Herren der Grafschaft Baden und sie \u00fcbernahmen die Schirmvogtei \u00fcber Wettingen.  <\/p>\n<p>1421 erwarb Abt Johann&nbsp; zwei H\u00f6fe in Seeon und den Kirchensatz und die niedere Gerichtsbarkeit von W\u00fcrenlos f\u00fcr 1150 fl. , das sind etwa 285.217,00 \u20ac.  <\/p>\n<p>Papst Martin V.(1417-1431) und der Konstanzer Bischof Otto III. von Hachberg (1410 \u2013 1434 ) genehmigten dies.  <\/p>\n<p>Abt Johann verstarb am 20. November 1427.  <\/p>\n<p>Zu seinem Nachfolger wurde Abt Johann Schwarzmurer (1427\u20131433)am 23. November 1427 gew\u00e4hlt.  <\/p>\n<p>Wettingen war zu derzeit schon eine dem p\u00e4pstlichen Stuhl direkt unterstellte Abtei, denn f\u00fcr seine Best\u00e4tigung musste er 700 fl, das sind immerhin etwa 173.610,00 \u20ac, zahlen.  <\/p>\n<p>Wann die Unterstellung stattfand, l\u00e4sst sich urkundlich nicht nachweisen. Es k\u00f6nnte sein, dass 1352 im Zusammenhang mit der strittigen Wahl von Berthold Tutz war.  <\/p>\n<p>Abt Johann war nach Will (18) gutm\u00fctig aber schwach. Es bildete sich eine Partei gegen ihn, die von weltlicher Seite unterst\u00fctzt wurde.  <\/p>\n<p>Sein Gegenspieler war Rudolf W\u00fclfinger, fr\u00fcher Gro\u00dfkellner und 1425 Schaffner in Kleinbasel.  <\/p>\n<p>Abt Johann wurde 1433 abgesetzt und Rudolf W\u00fclfinger wurde Abt. Aber der Generalabt Jean&nbsp; VIII. Picart d\u2019Aulnay (1429-1440) und das Generalkapitel&nbsp; verwarfen die Wahl.  <\/p>\n<p>Es kam zu einem langen Prozess an der p\u00e4pstlichen Kurie, in den sich auch die Eidgenossen eingemischt hatten. Nachdem die Prozesskosten auf 2914 fl., das sind 722.714,00 \u20ac,  <\/p>\n<p>aufgelaufen waren, blieb Rudolf Abt und Johann bekam j\u00e4hrlich 100 Goldgulden, das sind ungef\u00e4hr 64.504,00 \u20ac und die Schaffnerei in Z\u00fcrich.  <\/p>\n<p>Erst 1436 s\u00f6hnte er sich mit de Generalabt&nbsp; aus.  <\/p>\n<p>Von 1431 bis 1449 fand in Basel das Konzil statt.  <\/p>\n<p>Abt Rudolf hielt sich meistens au\u00dferhalb des Klosters auf, \u00fcberwiegend in Basel-  <\/p>\n<p>Den Konzilsv\u00e4tern gegen\u00fcber erwies Abt Rudolf au\u00dferordentliche Gastfreundschaft. Zum Dank daf\u00fcr erhielt Abt Rudolf am 27. Juni m1439 f\u00fcr sich und seine Nachfolger die Pontifikalien  <\/p>\n<p>1439 best\u00e4tigte K\u00f6nig Albrecht II.&nbsp; (1438-1439) und 1442 K\u00f6nig Friedrich III. (1440-1493) die Freiheiten und Privilegien des Klosters.  <\/p>\n<p>1440 gab es Auseinandersetzungen zwischen Schwyz und Z\u00fcrich. Die \u00fcbrigen Eidgenossen \u2013 die Urner und Unterwaldner-\u2013 hatten sich auf die Seite der Schwyzer gestellt. Vor dieser \u00dcbermacht r\u00e4umten die Z\u00fcrcher praktisch kampflos und fluchtartig das Feld, und die eidgen\u00f6ssischen Truppen fielen in die Z\u00fcrcher Landschaft ein. Es kam zu ersten Verw\u00fcstungen und Pl\u00fcnderungen. Dabei wurde m\u00f6glicherweise auch Kloster Wettingen besch\u00e4digt. Die Kirche von W\u00fcrenlos war in Flammen aufgegangen.  <\/p>\n<p>Abt Jean VI. de Blasey (1441-1449) befand zwar 1441, dass Kloster Wettingen \u201cwohl und ordentlich reformiert sei\u201d und deshalb keiner Reform bed\u00fcrfe (Will S. 19.) Er verbot auch, dass das Kloster vor dem n\u00e4chsten Generalkapitel visitiert wird.  <\/p>\n<p>Aber der Konvent war von 52 Mitgliedern unter Abt Heinrich III. auf 25 M\u00f6nche geschmolzen, was nicht f\u00fcr einen guten Zustand des Klosters spricht.  <\/p>\n<p>Abt Rudolf verstarb am 25. Juni 1445.Nun wurde einstimmig der resignierte Abt&nbsp; und Senior des Konvents wieder zum Abt gew\u00e4hlt.  <\/p>\n<p>1448 traf eine Brandkatastrophe das Kloster \u00fcber deren Ausma\u00dfe es aber keine genauen Angaben gibt.  <\/p>\n<p>Abt Johann Schwarzmurer verstarb am 11. November 1455.  <\/p>\n<p>Zu seinem Nachfolger wurde Johann IV.Wagner(1455-1462) von Baden gew\u00e4hlt.  <\/p>\n<p>Er hatte am 23.1434 seine Profess abgelegt. Am 26. 1443 wurde er Schaffner in Kleinbasel.  <\/p>\n<p>Am 22. November 1455 wurde er zum 15. Abt von Wettingen gew\u00e4hlt. Bei der Wahl anwesend waren die \u00c4bte von Salem Georg I. M\u00fcnch (1441\u20131458), L\u00fctzel&nbsp; Nicolaus Amberg (1443\u20131466)  <\/p>\n<p>und Abt Werner am Bach von Kloster Albis (ersterw\u00e4hnt 1426 letztmals 1470)  <\/p>\n<p>Bei der anl\u00e4sslich der Wahl stattfindenden Inventur wurde festgestellt, dass die Wirtschaftslage des Klosters w\u00e4hren des alten Z\u00fcrcherkriegs 1440-1450 sehr gelitten hatte.  <\/p>\n<p>Das Kloster hatte noch ein Barverm\u00f6gen von 313 fl., das sind etwa 77.629,00 \u20ac. Diese ben\u00f6tigte Abt Johann komplett f\u00fcr die Bezahlung der p\u00e4pstlichen Best\u00e4tigung.  <\/p>\n<p>Dem standen Schulden von 6570 fl., das sind etwa 1.629.455,00 \u20ac.  <\/p>\n<p>1456 fuhr er zum Generalkapitel nach Citeaux, wof\u00fcr er nur 10 fl., das sind etwa 2.480,00 \u20ac ausgab.  <\/p>\n<p>Dort wurde er am 14,September best\u00e4tigt.  <\/p>\n<p>Er regierte 6 Jahre und neun Monate.  <\/p>\n<p>In dieser Zeit begannen die Streitigkeiten des Klosters mit den Einwohnern von Wettingen-Dorf und W\u00fcrenlos wegen des Holzrechtes im T\u00e4gerhard.  <\/p>\n<p>Er kam bei einem Schiffsungl\u00fcck&nbsp; mit seinem Sekret\u00e4r Martin Barthamer und 60 anderen Personen auf dem Rhein ums Leben.  <\/p>\n<p>Bei seinem Tod z\u00e4hlte der Konvent 18 M\u00f6nche, 3 Novizen und ein Konverse.  <\/p>\n<p>Nach dem Tod von Abt Johann IV. wurde der bisherige Gro\u00dfkellner Albrecht Haas (1462\u20131486)  <\/p>\n<p>zum neuen Abt von Wettingen gew\u00e4hlt. Er stammte aus Rapperswyl. Er hatte am 28. Juni 1439 seine Profess abgelegt.  <\/p>\n<p>Er lie\u00df die Klostergeb\u00e4ude reparieren. In der Kirche stellte er eine neue Orgel auf  <\/p>\n<p>1473 kaufte er f\u00fcr 500 Dukaten das sind etwa 124.007,00 \u20ac, den Katzensee mit dem Fischerhaus.  <\/p>\n<p>Einnahmen und Ausgaben&nbsp; waren aber zunehmend im&nbsp; Mi\u00dfverh\u00e4ltnis. Die Klagen \u00fcber schlechte Verwaltung des Klostergutes h\u00e4uften sich.  <\/p>\n<p>1486 beriefen die 8 alten Orte den Salemer Vaterabt Johannes I. Stantenat (1471\u20131494 ) nach Wettingen, damit er Ordnung schaffe.  <\/p>\n<p>Aber Abt Albert verstarb am&nbsp; 13. April 1486.  <\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Johann M\u00fcller (1486\u20131521)  <\/p>\n<p>Er wurde am 27. Dezember 1448 geboren. An seinem Geburtstag 1463 wurde er eingekleidet und legte am 10. Mai 1464 seine Profess ab.<\/p>\n<p>1479 war er Gro\u00dfkellner und 1485 Schaffner in Z\u00fcrich.<\/p>\n<p>Er wurde am 5. Mai 1486 zum Abt gew\u00e4hlt und am 29. Oktober 1486 vom Konstanzer Bischof Otto von Sonnenberg (1474.1491) im Beisein von Abt Johannes I. Stantenat&nbsp; aus Salem<\/p>\n<p>und Johann VI. S\u00fcnderstorff (1473\u20131489) von Kloster Peterhausen in Konstanz benediziert.<\/p>\n<p>Das Kloster wies einen Schuldenstand von 5331 Pfund, das sind etwa 1,003.907,00 \u20ac auf.<\/p>\n<p>Die Vorboten der Reformation, die 1517 mit dem Thesenanschlag LuThers in Wittenbergihren Anfang nahm, zeichneten sich schon ab.<\/p>\n<p>In Z\u00fcrich war Huldrych Zwingli (1484-1531) ab 1519 Leutpriester am Gro\u00dfm\u00fcnster.<\/p>\n<p>Die Klagen der alten Orte \u00fcber den schlechten Lebenswandel der Wettinger M\u00f6nche waren seit 1491 an der Tagesordnung.<\/p>\n<p>1496 riefen sie den Abt von Salem Johannes II. Scharpfer (1494\u20131510) um Hilfe. Allerdings erkl\u00e4rten sie einen Monat sp\u00e4ter, als der Abt zu kommen versprach aber die volle Gewalt<\/p>\n<p>nach Ordensbrauch verlangte, <\/p>\n<p>die Regenten in Wettingen seien ganz vortreffliche Leute und der Abt brauche nicht zu kommen.<\/p>\n<p>Wie begr\u00fcndet die Klagen also wirklich waren, ist nicht ganz ersichtlich.<\/p>\n<p>Die Schirmorte vers\u00f6hnten sich wieder mit Kloster Wettingen. 1499 schenkten 13 Orte der Eidgenossenschaft&nbsp; Glasscheiben f\u00fcr den Kreuzgang. <\/p>\n<p>Das sind die einzigen regional-eigenst\u00e4ndigen Schweizer Scheiben. Dies bedeutet, sie wurden ins Kloster geschenkt und haben dieses nie wieder verlassen.<\/p>\n<p>Schweizer Scheiben sind&nbsp; farbige, bleiverglaste Zierfensterscheiben aus Schweizer Glas-Produktion. Sie wurde seit dem Ende des 13. Jahrhunderts angewandt und Anfang des 14. Jahrhunderts popul\u00e4r.<\/p>\n<p>Die Klagen \u00fcber Kloster Wettingen fingen bald wieder an und scheinen nicht grundlos gewesen zu sein. Er war dann Beichtiger in Kloster Wurmbach.<\/p>\n<p>Dort soll er eine wahre des alten Glaubens gewesen. <\/p>\n<p>1534 wurde er von den in Kappel siegreichen katholischen Orten nach Wettingen zur\u00fcckgeholt und an die Spitze der beim alten Glauben gebliebenen M\u00f6nche gestellt.<\/p>\n<p>Kaiser Maximilian I. (1486-1519 best\u00e4tigte Kloster Wettingen 1493 die Privilegien des Klosters (Will S. 21)<\/p>\n<p>Von Peter Numagen (+ 1515), Notar des Propstes und Kapitels des Gro\u00dfm\u00fcnster Z\u00fcrich) schrieb auf Auftrag von Abt Johann die Dokumente der Klosterarchive von Wettingen, Z\u00fcrich und Basel ab<\/p>\n<p>und vereinigte sie in einem noch vorhandenen Band.<\/p>\n<p>Am 11. April 1507 vernichtete ein Brand mit Ausnahme des M\u00f6nchschors und des Presbyteriums das Kloster. <\/p>\n<p>Der Schaden belief sich auf 16.000 fl., das sind etwa 3.962.572,00 \u20ac.<\/p>\n<p>Der junge Pater&nbsp; Johann Schnewly, der dabei war, nach der Tradition des Klosters Raketen herzustellen, soll dabei den Bran verursacht haben. Der M\u00f6nch soll wegen dieser Fahrl\u00e4ssigkeit von den Schirmorten aus dem Kloster weggeschickt worden sein.<\/p>\n<p>1517 weihte&nbsp; der apostolische Nuntius Ennio Filonardi (Kardinal von Veroli von 1503-1538) die Kirche wieder ein.<\/p>\n<p>1517 erwirkte die Stadt Baden von Papst Leo X. (1513-1521) mit falschen Angaben eine Bulle \u00fcber die dortige Kirche. Der Papst erkannte daraufhin Kloster Wettingen den Kirchensatz ab. Erst als mit Hilfe des Abtes<\/p>\n<p>von Salem Jodok II. Necker&nbsp; (1510\u20131529) der wahre Sachverhalt aufgekl\u00e4rt wurde,erkl\u00e4rte der Papst 1518 die Bulle f\u00fcr ung\u00fcltig und stellte den Kirchensatz f\u00fcr Wettingen wieder her.<\/p>\n<p>Abt Johann verstarb am 20. Februar 1521.<\/p>\n<p>Er war der letzte Abt, der im Kapitelhaus bestattet wurde.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Andreas Wengi (1521\u20131528).<\/p>\n<p>Er ist am 5. Mai 1486 im Thurgau geboren. Am 28.Oktober 1512 legte er seine Profess ab. 1517 wurde er Gro\u00dfkellner.<\/p>\n<p>Am 7. M\u00e4rz 1521&nbsp; wurde er zum Nachfolger von Abt Johannes gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Seit 1519 predigte Zwingli schon in Z\u00fcrich. 1522 ver\u00f6ffentlichte er seine erste reformatorische Schrift.<\/p>\n<p>1523\/24 waren die drei Z\u00fcricher Disputationen.<\/p>\n<p>F\u00fcr Kloster Wettingen war die religi\u00f6se Umw\u00e4lzung in Z\u00fcrich sehr bedenklich, da es in Z\u00fcrich viel Besitzungen hatte und auch viel Patronate in Kirchen im Z\u00fcricher Umland.<\/p>\n<p>Diese gingen auch alle schnell zum neuen Glauben \u00fcber. Seltsamerweise blieben die Patronate auch der protestantischen Pfarreine bis 1840 bei Kloster Wettingen.<\/p>\n<p>1526 wurden in Baden auf Gehei\u00df der Eidgenossen Disputationen abgehalten.<\/p>\n<p>Kloster Wettingen \u00fcbernahm die Verpflegung aller teilnehmenden katholischen Theologen.Wettinger M\u00f6nche beteiligten sich auch pers\u00f6nlich an den Verhandlungen.<\/p>\n<p>In der Schlu\u00dferkl\u00e4rung&nbsp; schwor der Konvent noch auf den alten Glauben. <\/p>\n<p>Abt Andreas verstarb am 16. M\u00e4rz 1528.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Georg M\u00fcller (1528-1531)<\/p>\n<p>Er war ein Neffe des Abtes Johann M\u00fcller und war bisher Gro\u00dfkellner.<\/p>\n<p>Z\u00fcrich und Bern, bereits reformiert, waren eifrig bem\u00fcht, die Reformation auszubreiten.<\/p>\n<p>Das Berner Ratsmitglied Nikolaus Manuel (+1531), der sich erfolgreich f\u00fcr die Reformation in Bern eingesetzt hatte, erschien am 7. August 1529 im Kloster Wettingen und bearbeitete die ohnehin schon wankenden M\u00f6nche .<\/p>\n<p>Am 17. August legte dann zehn M\u00f6nche und der Abt ihre Kutten ab, 5 verblieben beim alten Glauben.<\/p>\n<p>In seiner Chronik der Reformation schreibt Johann Salat \u00fcber die Zeit in Wettingen<\/p>\n<p>Um den 15. August 1529 wurden im Kloster Wettingen Bilder und Kirchenzierden entfernt und alle M\u00f6nche aus den Kutten gestellt, ausgenommen&nbsp; der Herr Abt und ein Konventherr.<\/p>\n<p>Das war der Austritt der M\u00f6nche und die Folgezeit so:<\/p>\n<p>In Wettingen ging alles sektiererisch zu und her, die M\u00f6nche sa\u00dfen mit ihren Weibern im Kloster und hielten weder die Messe noch die<br \/>vorgeschriebenen Gebete ab.<\/p>\n<p>Zwingli richtete in Wettingen \u00e4hnlich wie in Kappel eine Schule ein.<\/p>\n<p>1531 kam es zum 2, Kappeler Krieg zwischen Z\u00fcrich und den katholischen Kantonen Luzern, Uri, Schwyz, Unterwalden und Zug. <\/p>\n<p>Am 11. Oktober 1531 unterlag Z\u00fcrich. Zwingli wurde gefangen genommen und get\u00f6tet.<\/p>\n<p>Nach l\u00e4ngeren Verhandlungen setzten die alten Orte durch, dass das Kloster wieder hergestellt wurde. Abt Georg, der noch in Wettingen geblieben war und die abgefallenen M\u00f6nche wurden<\/p>\n<p>mit Pensionen abgefunden.<\/p>\n<p>Die alten Orte setzten gegen den Widerstand Z\u00fcrichs die Ernennung Johann Schnewly zum Administrator durch.<\/p>\n<p>Am 10.Februar 1534 ernannte ihn die Tagsatzung zum Abt Johannes VI.<\/p>\n<p>Er musste M\u00f6nche f\u00fcr das ver\u00f6dete Kloster finden. Es traten mehrere junge Leute als Novizen ein. Auch kamen einige Konventualen aus dem von Bern aufgehobenen Kloster Frienisberg.<\/p>\n<p>Die \u00f6konomischen Verh\u00e4ltnisse wieder zu ordnen war schwierig. Aber die meisten Beamten und Dienstboten waren noch verblieben.<\/p>\n<p>Abt Johann starb am <\/p>\n<p>Zun\u00e4chst wurde die Verwaltung dem Prior \u00fcberlassen.<\/p>\n<p>Im April 1540 w\u00e4hlten die Orte den Prior Johann N\u00f6thlich (1540-1550) des Wilhelmiterklosters Sion zum Abt.<\/p>\n<p>Er str\u00e4ubte sich, weil er einem anderen Orden angeh\u00f6rte, musste sich aber f\u00fcgen.<\/p>\n<p>Seine Regierungszeit war f\u00fcr das Kloster nicht sehr gl\u00fccklich. Von Abgesandten der Schirmorte lie\u00df er sich verleiten, die ausgedehnten Klosterbesitzungen in Basel und den Kirchensatz in Riehen und M\u00fclberg zu verkaufen.<\/p>\n<p>Vom Verkaufserl\u00f6s erhielt das Kloster nichts. Als Ersatz gaben die alten Orte das Priorat von Sion.<\/p>\n<p>Abt Johann verstarb am 1. Februar 1550.<\/p>\n<p>Zu seinem Nachfolger w\u00e4hlten&nbsp; die alten Orte Peter I. Eichhorn, OSB (1550\u20131563) einen&nbsp; Benediktiner und Dekan von St. Gallen. Er war der Bruder des F\u00fcrstabtes&nbsp; Joachim Eichhorn (1544 \u20131569 )<\/p>\n<p>von Kloster Einsiedeln. Er hatte seine Profess in St. Gallen 1533 abgelegt. 1536 wurde er Priester, 1542 Statthalter und 1547&nbsp; Stiftsdekan.<\/p>\n<p>Das Recht der freien Abtswahl achteten sie nicht und begr\u00fcndeten das damit, dass der Konvent von Wettingen keinen geeigneten Kandidaten f\u00fcr die Abtsw\u00fcrde h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Der Landvogt von Baden Aegidius Tschudi (+ 1572) wurde nach St. Gallen geschickt, um die Einwilligung des F\u00fcrstabtes von St. Gallen Diethelm Blarer von Wartensee (1530\u20131564) und des<\/p>\n<p>Kandidaten einzuholen. Beide gaben diese sofort, obwohl die Abtswahl in einem Zisterzienserkloster Sache des Generlabtes von Citeaux war.<\/p>\n<p>Die beiden Unterh\u00e4ndler erbaten die Best\u00e4tigung vom Konstanzer Bischof Christoph Metzler (1549 \u20131561 ). Sie stellten Sachverhalt so dar, dass Peter Eichhorn vom Konvent kanonisch gew\u00e4hlt war,<\/p>\n<p>was ja nicht stimmte. Der Bischof best\u00e4tigte die Wahl sofort, obwohl das ja nicht in seinen Kompetenzbereich fiel.<\/p>\n<p>Da die Alten Orte aber den franz\u00f6sischen K\u00f6nig f\u00fcrchteten, erbaten sie schlie\u00dflich doch die Best\u00e4tigung von Generalabt Jean XI. Loysier (1540\u2013 1559) ein.<\/p>\n<p>Dieser best\u00e4tigte die Wahl erst nach Intervention vom franz\u00f6sischen K\u00f6nig Henri II. (1547-1559) am 5. September 1550 nicht ohne den Hinweis auf die Wahlfreiheit der Zisterzienserkl\u00f6ster<\/p>\n<p>und das Bisch\u00f6fe und Laien exkommuniziert w\u00fcrden, wenn sie dies verachten.&nbsp; Au\u00dferdem verf\u00fcgte er , dass Eichhorn den Zisterzienserhabit tragen und die Profess auf den Orden ablegen m\u00fcsse \u2013 was Eichhorn jedoch nicht tat. <\/p>\n<p>In Wettingen scheint es nicht so einfach gewesen zu sein. Der Konvent zeigte sich mit dem Vorgehen nicht einverstanden. Erst die Androhung der Einkerkerung im Schloss zu Baden oder der Verweisung aus dem Kloster durch den Landvogt Aegidius Tschudi bewegte die Wettinger Konventualen zur Anerkennung Eichhorns.<\/p>\n<p>Trotz seiner langen Krankheiten&nbsp; scheint Abt Eichhorn Wettingen gut regiert zu haben. Er setzte sich erfolgreich f\u00fcr die Reform des Klosters ein. 1557 wurde das Kloster Sion bei Klingnau inkorporiert.<\/p>\n<p>Er war sehr bem\u00fcht, entfremdete G\u00fcter wieder ans das Stift zur\u00fcckzubringen.<\/p>\n<p>Er wandte seine Aufmerksamkeit&nbsp; dem geistlichen Leben der M\u00f6nche zu, sorgte aber auch f\u00fcr auch der k\u00fcnstlerischen Ausgestaltung des Klosters Wettingen zu. Im Kreuzgang lie\u00df er mehrere Glasscheiben anbringen, von denen f\u00fcnf aus den Jahren 1550\u201458 erhalten sind. Zwei davon tragen das Monogramm N B, des ber\u00fchmten Z\u00fcrcher Glasmalers Nikolaus Bluntschli (+ 1602). Au\u00dferdem erwarb er Scheiben von den Kl\u00f6stern Kreuzlingen, Muri, Gnadenthal, Hermetschwil, D\u00e4nikon, Magdenau und Rheinau.<\/p>\n<p>Abt Peter besuchte seinen Bruder in Einsiedeln und starb dort bei diesem Besuch am 14. Juni 1563. Dort ist er neben der Gnadenkapelle bestattet.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde als 25. Abt Christoph Sylbereisen (1564\u20131594).<\/p>\n<p>Die Acht Orte gaben nun die Wahl zum Abt frei. Am 29. Juni 1564 w\u00e4hlte der Konvent&nbsp; den mit 21 Jahren j\u00fcngsten Konventualen zum Abt.<\/p>\n<p>Er ist 1542 in Baden im Aargau geboren.<\/p>\n<p>1558 trat er in das Kloster Wettingen ein. Mit p\u00e4pstlicher Dispens wurde er am 27. M\u00e4rz 1563 zum Priester geweiht und nur drei Monate sp\u00e4ter unter Vorsitz von der F\u00fcrstabt Joachim Eichhorn . Von wem er die Legitimation hatte ist<\/p>\n<p>nicht bekannt. Als einziger Zisterzienserabt war Jakob K\u00fcndig (1558\u20131572) von Kloster St. Urban anwesend.<\/p>\n<p>Am 3. April 1564 traf die p\u00e4pstliche Best\u00e4tigung ein.<\/p>\n<p>Die Wahl eines so jungen Mannes teilweise unter Umgehung der Ordensvorschriften k\u00f6nnte in Rom&nbsp; oder Citeaux auf Vorbehalte gesto\u00dfen sein, was man auch aus der langen Zeit zwischen Wahl und Benediktion l\u00e4sst das denkbar<\/p>\n<p>erscheinen. <\/p>\n<p>Der Generalabt erteilte ihm das Visitationsrecht \u00fcber die Frauenkl\u00f6ster D\u00e4nikon und Frauenthal, die fr\u00fcher unter Kappel standen, das 1527 an die Stadt Z\u00fcrich \u00fcbergeben worden ist.<\/p>\n<p>Dass Abt Christoph so jung zum Priester geweiht und Abt geworden ist, spricht f\u00fcr seine au\u00dferordentliche Begabung und auch der Konvent setzt gro\u00dfe Hoffnungen auf ihn.<\/p>\n<p>Diese erf\u00fcllten sich aber nicht in jeder Hinsicht. Anfangs waren die Schirmorte mitseiner Verwaltung noch zufrieden und erlie\u00dfen ihm die Rechnungslegung.<\/p>\n<p>Ende der 1560-er Jahre gab er die Verwaltung einem Kanzler ab und k\u00fcmmerte sich nur noch um seine historischen und k\u00fcnstlerischen Arbeiten. Inzwischen wuchs die Schuldenlast des Klosters zu einer erschreckenden H\u00f6he an. Die Schirmorte entzogen ihm daraufhin 1580 \u201eder \u00fcbeln hu\u00dfhaltung halben\u201c die Rechnungsf\u00fchrung und \u00fcbergaben sie dem Gro\u00dfkellner Georg Stoll. Von 1584 bis 1593 erhielt der Abt die Finanzhoheit zur\u00fcck, musste den Orten aber j\u00e4hrlich Rechenschaft ablegen. <\/p>\n<p>Aber 1593 spitzte sich die Lage weiter zu, so dass&nbsp;&nbsp; die Kantone dem Abt Christoph mit Einwilligung des Generalabtes von C\u00eeteaux, Edmond de la Croix (1584-1604), am 7. September 1593 den jungen und reformwilligen P. Peter Schmid (seinen sp\u00e4teren Nachfolger) als Statthalter mit allen Vollmachten an die Seite stellten.<\/p>\n<p>1581 hatte Abt Christian Pater Peter Schmid an die Sorbonne in Paris zum Studium geschickt. Dort studierte er von 1581-1585 Theologie.<\/p>\n<p>Ihren Abschluss fand die Angelegenheit mit der Resignation, durch die Abt Christoph seiner Absetzung zuvorkam. Am 10. Februar 1594 verzichtete er in die H\u00e4nde des nach Wettingen gereisten Generalabtes Edmund de la Croix, auf sein Amt und zog sich in das 1548 gebaute sog. Weiberhaus neben dem \u00e4u\u00dferen Klostertor zur\u00fcck. Dort widmete er sich, zunehmend vereinsamt, bis zu seinem Tod am 21. Juli 1608 historischen Arbeiten, die er schon als Abt mit Vorliebe gepflegt hatte.<\/p>\n<p>Er schuf ein Wappenbuch nach Aegidius Tschudi, der uns oben schon als Landvogt begegnet ist. Dann schrieb er eine bebilderte Reimchronik \u00fcber den zweiten Kapplerkrieg.<\/p>\n<p>Sein reich bebildertes &#8222;Chronicon Helvetiae&#8220; beruht im ersten Teil von 1576 vorab auf der Schweizerchronik von Heinrich Brennwald, w\u00e4hrend f\u00fcr den zweiten und dritten Teil von 1572 haupts\u00e4chlich die Chronik von Werner Schodoler als Vorlage diente.<\/p>\n<p>Die Schweizer Chronik ist noch in der Aargauer Kantonsbibliothek erhalten<\/p>\n<p>In seiner Zeit als Abt stiftete er ein Glasgem\u00e4lde und er sammelte Standesscheiben der eidgen\u00f6ssischen Orte und Silberwaren. <\/p>\n<p>Begraben wurde er in der damaligen St. Nikolaus-Kapelle, jetzt Sakristei, wo sein Grabstein noch zu sehen ist (Willi). <\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Peter II. Schmid (1594-1633).<\/p>\n<p>Er wurde 1559 in Baar im Kanon Zug geboren.<\/p>\n<p>Sein Vater war Gotthard Schmid, erstmals 1559 anl\u00e4\u00dflich der Geburt seines Sohnes Peter erw\u00e4hnt. 1570-72 war er Landvogt im Thurgau und von 1568-1590 h\u00e4ufig Tagsatzungsgesandter.<\/p>\n<p>1590 wird er letztmals erw\u00e4hnt.<\/p>\n<p>Peter trat 1574 in das Kloster Wettingen ein. 1575 legte er seine Profess in Wettingen ab. 1580 wurde er in Konstanz zum Priester geweiht.<\/p>\n<p>1588 wurde er Prior. 1593 hatten ihn die Schirmorte als Statthalter&nbsp; mit allen Vollmachten an die Seite von Abt Christoph gestellt.<\/p>\n<p>Am 10. Februar 1594 wurde er unter Vorsitz von Generalabt Edmond de la Croix&nbsp; zum 26. Wettinger Abt gew\u00e4hlt-<\/p>\n<p>Bei seiner Wahl war er 35. Er gilt als zweiter Gr\u00fcnder von Kloster Wettingen.<\/p>\n<p>Nach Will war er \u201cein Finanzgenie, das seinesgleichen suchte\u201d (S. 27) <\/p>\n<p>In seinen ersten beiden Regierungsjahren tilgte er alle Schulden des Klosters, die sich auf 80.000 Dukaten, das sind immerhin&nbsp; etwa 19.733.630,00 \u20ac<\/p>\n<p>Danach machte er eine Reihe von Neuerwerbungen.<\/p>\n<p>1611 kaufte er eine M\u00fchle im Kleggau.<\/p>\n<p>Zwischen 1610 und 1620 erwarb er das Bad Walterschwyl in Baar.&nbsp; Dort soll zwischen 1519 und 1523 der Zuger Sigmund Schwarzmurer die Heilquelle wiederentdeckt haben.<\/p>\n<p>Abt Peter baute die Liegenschaft mit repr\u00e4sentativen neune Geb\u00e4uden aus und gab daf\u00fcr 70.000 Dukaten aus, das sind etwa 17.554.131,00 \u20ac. Um 1700 erlebte das Bad seine Bl\u00fctezeit.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Reparatur des Klostergeb\u00e4udes und f\u00fcr Neubauten gab er 80.000 Dukaten, das sind 60.185.592,00 \u20ac aus.<\/p>\n<p>Auch der Unterhalt der Patronatskirchen und falls erforderlich die Renovierung erforderte Tausende von Dukaten.<\/p>\n<p>Zwischen 1612-1617 wurde der Innenraum der Stadtpfarrkirche Maria Himmelfahrt in Baden barockisiert. Die Leitung hatte der Luzerner Kirchenmaler Renward Forer (+ nach 1625) inne. Das kostete allein 10.000 Dukaten,<\/p>\n<p>das sind etwa 2.507.733,00 \u20ac<\/p>\n<p>Trotz dieser enormen Summen war Abt Peter in der Lage, Darlehen zu vergeben. So erhielt Graf Carl Ludwig II. (1595-1648), Landgraf im Klettgau, 30.000 Dukaten, das sind etwa 7.523.199,00 \u20ac bei Kloster Wettingen auf.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem stellte Abt Peter noch eine B\u00fcrgschaft von 4000 Dukaten, das sind etwa 1.003.093,00 \u20ac<\/p>\n<p>F\u00fcr das Mutterkloster Salem sprang er ein. Er versetzte zweimal den Klosterhof in Z\u00fcrich, weil Salem nur mit dieser B\u00fcrgschaft Kredit bekam.<\/p>\n<p>In dieser Zeit tobte in Deutschland der Drei\u00dfigj\u00e4hrige Krieg. Viele \u00c4bte und M\u00f6nche vor allem s\u00fcddeutscher Kl\u00f6ster fanden in Wettingen Zuflucht<\/p>\n<p>Falls n\u00f6tig erhielten diese auch gro\u00dfe Darlehen.<\/p>\n<p>Im Kloster sorgte er f\u00fcr die bauliche Erneuerung des Klosters.<\/p>\n<p>Er erbaute das Geb\u00e4ude, in dem sich das Parlatorium befindet. Das Dormitorium, der Schlafsaal der M\u00f6nche wurde in Zellen unterteilt.<\/p>\n<p>Er lie\u00df den Lettner errichten, dar Konversen-und M\u00f6nchskirche trennt.<\/p>\n<p>Er lie\u00df auch das bekannte Chorgest\u00fchl errichten, das zwischen 1601 und 1604 entstand.<\/p>\n<p>Die Bibliothek wurde mit einem Arbeitsraum erg\u00e4nzt. Die Novizen erhielten neue R\u00e4ume.<\/p>\n<p>Die Sommerabtei und die Abtskapelle entstanden.<\/p>\n<p>1604 errichte er eine Philosophie- und Theologieschule. <\/p>\n<p>Seine M\u00f6nche schickte er aber auch nach Dillingen, D\u00f4le, Freiburg und Paris,. F\u00fcr kurze Zeit hatte er sogar zwei Freipl\u00e4tze im Collegium borrom\u00e4um in Mailand,das <\/p>\n<p>war ein in der katholischen Reform gegr\u00fcndetes Priesterseminar f\u00fcr die katholische Eidgenossenschaft, Graub\u00fcnden, das Wallis und deren Untertanengebiete. Es wurde im 19. Jahrhundert nach seinem Organisator<\/p>\n<p>und ersten Administrator Karl Borrom\u00e4us auch Collegium Borromaeum genannt. <\/p>\n<p>In Kloster Wettingen hielt er die Klosterzucht aufrecht.<\/p>\n<p>Die ihm untergebenen Frauenkl\u00f6ster reformierte er durch die Einf\u00fchrung einer strengen Klausur.<\/p>\n<p>1603 wurde ihm die Visitation&nbsp; der Frauenkl\u00f6ster Feldbach bei Steckborn am Untersee&nbsp; und Kalchrein in H\u00fcttwilen im Thurgau. Beide Kl\u00f6ster unterstanden bisher Salem. In Kalchrein wurde der Wettinger Abt 1603 Vaterabt anstelle des Salemer Abtes.<\/p>\n<p>Die Reformation in Deutschland hatte auf den Zisterzienserorden gravierende Auswirkungen, Eine Reihe von Kl\u00f6stern war im Zuge der Reformation aufgel\u00f6st worden.<\/p>\n<p>Die Filiationsketten, das verbindende Element des Ordens war dadurch in vielen F\u00e4llen unterbrochen worden. Auch die direkte Kommunikation mit Citeaux war oft durch kriegerische Ereignisse gest\u00f6rt oder sehr erschwert.<\/p>\n<p>In unruhigen Zeiten wurde der j\u00e4hrliche Besuch des Generalkapitels und die j\u00e4hrliche Visitation durch die Vater\u00e4bte mehr und mehr unm\u00f6glich. In Spanien, Portugal und Italien entstanden mit Billigung des Apostolischen Stuhles regionale Kongregationen, die meist mit dem Orden verbunden blieben. <\/p>\n<p>Im deutschen Raum&nbsp; sah man&nbsp; sich auch neuen Verh\u00e4ltnissen gegen\u00fcber, die eine neue Ordnung erforderten. Auch in Deutschland wurde nun \u00fcber Congregationen nach gedacht. Die Initiative scheint von Rom und Citeaux ziemlich gleichzeitig ausgegangen zu sein.<\/p>\n<p>Die Idee einer oberdeutschen Kongregation stammte nach Willi (Die oberdeutsche und schweizerische Cisterciensercongregation,Bregenz 1897, S.7) von Abt Peter.<\/p>\n<p>1593 forderte Papst Clemens VIII. (1592-1605) den Abt von C\u00eeteaux, Edmund de la Croix (1584 \u2011 1604), in zwei Breven auf, die Kl\u00f6ster in Ober\u2011 und Niederdeutschland und den angrenzenden Provinzen und K\u00f6nigreichen zu visitieren und Provinzkapitel abzuhalten. Der Generalabt visitierte<\/p>\n<p>viele M\u00e4nner-und Frauenkl\u00f6ster. Das Fazit war \u00e4u\u00dferst schwache Personallage und die nicht immer erbaulichen Zust\u00e4nde in diesen Kl\u00f6stern. Das erste Provinzkapitel fand am 15. November 1593 in Salem statt. Die anwesenden \u00c4bte w\u00e4hlten den Salemer Abt <\/p>\n<p>Christian F\u00fcrst (1588-1593)zum \u00bbabbas provincialis\u00ab.<\/p>\n<p>F\u00fcr 1595 berief Generalabt Edmund de la Croix&nbsp; wieder ein Provinzkapitel ein, dieses mal in Kloster F\u00fcrstenfeld.<\/p>\n<p>17 \u00c4bte aus dem oberdeutschen Raum und der Schweiz waren anwesend. Die F\u00fcrstenfelder Statuten wurden erlassen, die dir Grundlagen einer gemeinsamen Reform bildeten.<\/p>\n<p>Ein gemeinsames oberdeutsches Generalvikariat wurde eingerichtet. Dieses bestand aus den vier Provinzen Schweiz-Schwaben-Elsa\u00df, Franken, Baiern und die Kaisheim unterstehenden Kl\u00f6ster sowie Tirol.<\/p>\n<p>Den Provinzen standen Provinzvikare vor.<\/p>\n<p>Zum Generalvikar wurde Abt Petrus M\u00fcller (1593\u20131615) von Salem ernannt. <\/p>\n<p>Generalabt Edmund wollte schon 1602 das Generalvikariat zu einer oberdeutschen Kongregation weiter entwickeln.<\/p>\n<p>Allerdings scheiterte das Projekt zun\u00e4chst noch, teils an den Widerst\u00e4nden der Kl\u00f6ster, teils an der Ordensleitung.<\/p>\n<p>Der Apostolische Nuntius in Luzern (1608-1613) griff diese Idee wieder auf. Schon dessen Vorg\u00e4nger, der&nbsp; Luzerner Nuntius Giovanni Bella Torre (1595-1605) alle Zisterzienserkl\u00f6ster innerhalb seines Nuntiaturbereiches zu einer Kongregation zu vereinigen. Den Schweizer, Els\u00e4sser und Breisgauer \u00c4bten, die das Vorbild der 1602 initiierten Schweizer Benediktinerkongregation vor Augen hatten, gefiel diese Idee sehr gut. <\/p>\n<p>In Salem wurde 1615 Thomas Wunn (1615-1647) Abt. Dieser, wissenschaftlich sehr gebildet und religi\u00f6s, aber nach Willi auch hochfahrend (Anmerkung S.8), trieb nun seinerseits die Entwicklung des Projekte oberdeutsche Zisterzienserkongregation erfolgreich in <\/p>\n<p>mehreren Zwischenstufen voran.<\/p>\n<p>Abt Peter erhielt sich einer weiteren Beteiligung an einer oberdeutschen Delegation zunehmend ablehnend. Er f\u00fchrte drei Gegenargumente an 1. die Schweizer und s\u00fcddeutschen Kl\u00f6ster vertragen sich erfahrungsgem\u00e4\u00df nicht sonderlich gut. 2.<\/p>\n<p>Die s\u00fcddeutschen Kl\u00f6ster bildeten eine gro\u00dfe&nbsp;&nbsp; Mehrheit und werden sich vielleicht in die Regierung der Schweizer Frauenkl\u00f6ster zum Nachteil der patres immediati einmischen und letztes und gewichtiges Gegenargument: die katholischen<\/p>\n<p>Orte werden einem eventuellen Anschluss nicht zustimmen.<\/p>\n<p>Trotz der Reserve von Abt Peter ging der Salemer Abt auf seinem Weg weiter. Er organisierte ein Treffen&nbsp; der \u00c4bte von Wettingen, St. Urban, Tennenbach und Neuburg (Elsass) und von Vertretern der Kl\u00f6ster Hauterive, Kaisheim und Stams.<\/p>\n<p>Im November 1617 wurden in Salem&nbsp; erste Schritte eingeleitet und erste Statuten f\u00fcr die Kongregation entworfen; ein Provinzkapitel im November 1618 best\u00e4tigte die Pl\u00e4ne f\u00fcr eine Kongregation und bestimmte Abt Thomas zum Pr\u00e4ses der Kongregation. Daraufhin beauftragte Generalabt Nikolaus II. <\/p>\n<p>Boucherat (1604\u20131625) seinen Sekret\u00e4r Balduin Moreau, die Errichtung der Kongregation voranzutreiben. Bei einem \u00c4btetreffen Ende Dezember 1618, zu dem Balduin Moreau einlud, wurden die Statuten revidiert und vom Vertreter des Generalabtes approbiert. Am 22. Januar 1619 wurden sie vom Abt von C\u00eeteaux best\u00e4tigt. Auf einem Provinzkapitel im Juni 1621, an dem wiederum Balduin Moreau als Bevollm\u00e4chtigter des Generalabtes teilnahm, wurden die Statuten erneut \u00fcberarbeitet. Das am 15. Mai 1623 zusammengetretene Generalkapitel des Ordens erkannte trotz Bedenken die Kongregation und die Statuten an. <\/p>\n<p>Papst Urban VIII. (1623-1644) best\u00e4tigte die Statuten am 10. Juli 1624.<\/p>\n<p>Am 2. und 3. September 1624 fand in Salem eine \u00c4bteversammlung <\/p>\n<p>statt und wurde zur Geburtsstunde der Oberdeutschen Kongregation, denn alle Kl\u00f6ster des oberdeutschen Generalvikariates waren von da an Mitglieder der Gemeinschaft. Am 2. Oktober 1624 wurde diese Kongregation vom Abt von C\u00eeteaux und am 17. Oktober 1624 vom Papst anerkannt.<\/p>\n<p>Die els\u00e4ssische \u2013 schweizer Provinz umfasste die Kl\u00f6ster L\u00fctzel mit&nbsp; K\u00f6nigsbruck und Olsberg<\/p>\n<p>Neuburg, Hauterive mit&nbsp; Magerau\/La Maigrauge,&nbsp; La Fille-Dieu<\/p>\n<p>Tennenbach mit&nbsp; Lichtenthal, G\u00fcntherstal, Wonnental, Friedensweiler<\/p>\n<p>St. Urban mit Rathausen, Eschenbach<\/p>\n<p>Wettingen mit Kalchrain, Frauental, Magdenau, Feldbach,T\u00e4nikon, Wurmsbach und Gnadental<\/p>\n<p>Abt Peter starb am 16. September 1633.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Christoph Bachmann (1633\u20131641)<\/p>\n<p>Er wurde am 25. Juni 1591 geboren. Sein Vater Johann war lange Schaffner in Kloster Wettingen.<\/p>\n<p>Am 2. August 1608 legte er seine Ordensgel\u00fcbde ab.<\/p>\n<p>Schon 1612 wurde er zum Praeceptor, das war der Leiter der Klosterschule ernannt.<\/p>\n<p>Nach seiner Priester<\/p>\n<p>weihe war er von 1620-1628 Granuarius.<\/p>\n<p>1628\/29 war er Pfarrer in T\u00e4nnikon und von 1629-1632 Frauenthal <\/p>\n<p>1632 wurde er Prior.&nbsp; Zur Annahme dieses Amtes musste ihn der Apostolische Nuntius Ranuccio Scotti (1630-1639) zwingen.<\/p>\n<p>Als Abt Peter starb, wurde sein&nbsp; Tod aus Furcht vor Beeintr\u00e4chtigung des Nuntius und der 8 alten Orte erst geheimgehalten. Er wurde unter<\/p>\n<p>Vorsitz des Salemer Vaterabtes Thomas Wunn zum 27. Abt gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Wegen seiner gro\u00dfen Freigebigkeit wurde er vom Volke schon bei Lebzeiten als Heiliger betrachtet.<\/p>\n<p>Den im Krieg stark betroffenen Kl\u00f6stern half er wo er konnte.Oft \u00fcberstieg die Zahl der gefl\u00fcchteten Ordensangeh\u00f6rigen 30.<\/p>\n<p>1636 versetzten die Zisterzienserinnen von Rottenm\u00fcnster ihre Kirchenzierden f\u00fcr 2000 fl, das sind etwa 493.836,00 \u20ac und die Stadt Rottweil f\u00fcr 3000 fl., das sind etwa 740.754,00 \u20ac.<\/p>\n<p>Auch Kloster Tennenbach wurde von ihm unterst\u00fctzt. Zu den Verpf\u00e4ndungen von Rottenm\u00fcnster und Rottweil gab Bischof Johann von Waldburg (127-1644) seine Einwilligung. Bei aller Hilfsbereitschaft<\/p>\n<p>gab er die Gelder immer nur gegen Sicherheiten aus.<\/p>\n<p>1639 lie\u00df er zwei Glocken gie\u00dfen, die 1640 geweiht wurden und 4000 fl., das sind etwa 987.672,00 \u20ac.<\/p>\n<p>Abt Christoph verstarb am 17. M\u00e4rz 1641.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Nikolaus von Fl\u00fce (1641\u20131649)<\/p>\n<p>Er wurde am 21.2.1598 in Sarnen als Sohn F\u00e4hnrichs&nbsp; Jakob von der Fl\u00fce geboren. Er war ein Urenkel des Seligen Niklaus on der Fl\u00fce (1417-1487), der als&nbsp; Bruder Klaus bekannt und verehrt wurde.<\/p>\n<p>Auf Empfehlung der Regierung von Nidwalden wurde er 1612 als Student in Kloster Wettingen aufgenommen.<\/p>\n<p>Am 1. November 1615 legte er die Ordensgel\u00fcbde ab. F\u00fcr drei Jahre wurde er nach Mailand geschickt, wo er die besten Zeugnisse erhielt.<\/p>\n<p>Obwalden bekam er dann das sogenannte franz\u00f6sische Stipendium, um seine Studien in Paris fortzusetzen. An der Sorbonne studierte er Theologie.<\/p>\n<p>1623 wurde er zum Priester geweiht. Ab Juni 1624 war er im Stift unter Abt Peter als 1. Professor f\u00fcr Theologie t\u00e4tig.<\/p>\n<p>Er galt auch als hochbegabter S\u00e4nge, Musiker und Komponist.<\/p>\n<p>Von 1629.1632 war er Prior und bis 1641 Gro\u00dfkellner.<\/p>\n<p>Am 22. November 1641 wurde er zum 28. Wettinger Abt gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Er k\u00fcmmerte sich um die wirtschaftliche des Klosters. 1644 kaufte er die F\u00e4hre und das Wirtshaus f\u00fcr 9000 fl., das sind etwa 2.225.763,00 \u20ac. Abt Johann N\u00f6thlich hatte diese in seiner<\/p>\n<p>Regierungszeit f\u00fcr einen Spottpreis verkauft.<\/p>\n<p>F\u00fcr denselben Preis kaufte er die Tavern-Wirtschaft in Dietikon.<\/p>\n<p>Nur einer Taverne war es erlaubt, nebst Trank auch Speisen anzubieten, G\u00e4ste zu beherbergen und das typische Gasthaus-Aush\u00e4ngeschild zu f\u00fchren. Als eine der wenigen Unterk\u00fcnfte zwischen Baden&nbsp; und Z\u00fcrich war sie zu Zeiten des Fuhrwerkverkehrs und der Postkutsche gut frequentiert und eine wichtige Einnahmequelle des Klosters. Der zweite Bau wurde 1595 erstellt. Er verf\u00fcgte \u00fcber 25 Betten und bestand aus Wirtschaft, Scheune, Speicherkammer, Kraut- und Baumgarten mit Schweinest\u00e4llen. <\/p>\n<p>Die schon fr\u00fchere bestandene Gerichtskanzlei lie\u00df er durch die 8 Alten Orte best\u00e4tigen.<\/p>\n<p>1648 schloss er ein Konkordat mit dem Konstanzer Bischof Franz Johann Vogt von Altsumerau und Prasberg (1645 \u20131689 ) schloss er ein Konkordat und beendete damit jahrelange Streitigkeiten wegen der Kollatur von Baden, also dem Recht,<\/p>\n<p>eine geistliche Stelle zu besetzen sowie eine Pfr\u00fcnde oder ein Stipendium zu vergeben. <\/p>\n<p>Auch Ordensangelegenheiten besch\u00e4ftigten ihn stark. 1635 hatte Kardinal Richelieu die Stelle des Generalabtes f\u00fcr sich beansprucht und dies auch bis zu seinem Tod 1642 inne behalten.<\/p>\n<p>Die nichtfranz\u00f6sischen \u00c4bte erkannten dies nicht an.<\/p>\n<p>1642 wurde in kanonischer Wahl Claude Vaussin(1643 und dann wieder 1645-1670) Die Reformpartei, die auch die Wahl Richelieus durchgesetzt hatte und mit der Wahl viel Einfluss bekommen hatte,<\/p>\n<p>erkannte die Wahl von Vaussin nicht an und erzwang eine Neuwahl, bei der wieder Vaussin gew\u00e4hlt wurde. Nachdem der franz\u00f6sische K\u00f6nig&nbsp; Ludwig XIV, (1643-1715) und&nbsp; der Heilige Stuhl die Wahl anerkannt hatten,<\/p>\n<p>nahm Abt Claude 149 in Besitz.<\/p>\n<p>1645 fand in Wettingen das Nationalkapitel statt. Abt Nikolaus hatte sich dort mit aller Kraft f\u00fcr seinen Freund und Pariser Studienkollegen Claude Vaussin eingesetzt.<\/p>\n<p>\u00c4rger hatte Abt Nikolaus&nbsp; mit Kloster Weingarten. Dieses hatte eine Schuld von 11000 fl., das sind etwa 2.720.377,00 \u20ac, nicht anerkannt.<\/p>\n<p>Er erhob deshalb Klage beim Landgericht Rankweil und lie\u00df die Weingartner Herrschaft Blumenegg in Vorarlberg mit Beschlag belegen. Den f\u00fcr Wettingen g\u00fcnstigen Ausgang erlebte er nicht mehr.<\/p>\n<p>Am Osterdienstag entging das Kloster mit gro\u00dfem Gl\u00fcck einem Brandungl\u00fcck. Das ausgebrochene Feuer erl\u00f6schte fast von selbst. Abt und Prior hatten ein Gel\u00fcbde abgelegt, im Falle der Rettung jeden Samstag<\/p>\n<p>ein Fr\u00fchamt abzuhalten, was auch noch&nbsp; nach der \u00dcbersiedlung nach Mehrerau beibehalten wurde.<\/p>\n<p>Abt Nikolaus verstarb am 21, Juni 1649.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Bernhard Keller (1649\u20131659)<\/p>\n<p>Er wurde am 25. Mai 1608&nbsp; als Sohn des Sohn des Metzgermeisters Johann Keller und der Barbara Ratzenhofer in Luzern geboren.<\/p>\n<p>Dort besuchte er das Jesuitengymnasium. Er trat in das&nbsp; Kloster Wettingen ein und legte dort am 20. August 1625 die Ordensgel\u00fcbde ab.<\/p>\n<p>Am 5. Juni 1632 wurde er zum Priester geweiht. Von 1633 bis 1648 war er Pfarrer in W\u00fcrenlos.<\/p>\n<p>Von November 1648 bis zum 26. Juni 1649 war er Gro\u00dfkellner. An diesem Tag wurde er zum Abt gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Am September 1643, also schon 6 Jahre vor seiner Wahl zum Abt war er zum Notarius Apostolicus ernannt worden.<\/p>\n<p>1654 erzielt der Z\u00fcricher B\u00fcrgermeister Johann Heinrich Waser (1600-1669) den Auftrag, einen Plan zur B\u00fcndniserneuerung auszuarbeiten.<\/p>\n<p>Sein Vorschlag, das Bundesprojekt von 1655, das die alten B\u00fcnde in ein einziges Bundesinstrument, also eine Urkunde, zusammenzufassen sollte, wurde aber von den katholischen Orten abgelehnt,<\/p>\n<p>weil es B\u00fcndnisse mit fremden M\u00e4chten erm\u00f6glicht h\u00e4tte und damit auch einen evangelischen Sonderbund als Gegengewicht zum Goldenen Bund der katholischen Orte. <\/p>\n<p>Die Streitigkeiten eskalierten und es kam zum 1. Villmerkrieg (Januar-M\u00e4rz 1656).<\/p>\n<p>Kloster Wettingen hatte dabei einiges zu erdulden. Die Geb\u00e4ude wurden aber durch eine Z\u00fcricher Sauve-Garde gesch\u00fctzt, so das sie vor Zerst\u00f6rung gesch\u00fctzt wurden.<\/p>\n<p>Abt Bernhard war ein guter Haush\u00e4lter. Er liess das Archiv neu ordnen und eine gute Registratur erstellen.<\/p>\n<p>Von Rom erhielt er 1651 die Reliquien der Heiligen Marianus und Getulius.<\/p>\n<p>1658 f\u00fchrte er die marianische Bruderschaft in Wettingen ein.&nbsp; Bei dieser Gelegenheit gab er ein wichtiges Ordensprinzip preis, indem er Frauen den ihnen bisher verboten Zutritt zur Klosterkirsche gestattete.<\/p>\n<p>Er \u00fcberwarf sich mit seinem Konvent und trat deshalb am 13.September 1659 als Abt zur\u00fcck<\/p>\n<p>Er starb am 6. Juni 1660 im Alter von nur 53 Jahren.<\/p>\n<p>Am Tag des R\u00fccktritts von Abt Bernhard wurde Gerhard B\u00fcrgisser (1659\u20131670)&nbsp; zum neuen Abt gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Er wurde am&nbsp; 19. Mai 1608 in Bremgarten geboren. Seine Profess legte er am 20. August 1625 ab.<\/p>\n<p>Am 12. M\u00e4rz 1633 wurde er zum Priester geweiht.<\/p>\n<p>Von 1635 bis 1641 war er Cellerarus Minor, dann bis 1648 Gro\u00dfkellner. Bis 1653 war er Prior, danach wieder Gro\u00dfkellner.<\/p>\n<p>Nach dem R\u00fccktritt von Abt Bernhard wurde er zum 30. Wettinger Abt gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Wegen Streitigkeiten \u00fcber die H\u00f6he der Taxe wurde er aber erst 1662 benediziert.<\/p>\n<p>Erst nach dem Einschalten von Citeaux und Kloster St. Urban sowie dem Hauptmann der Schweizer Garde Ludwig Pfyffer (1658-1686) in Rom wurde die Urkunde&nbsp; im November<\/p>\n<p>1661 ausgestellt. Die Benediktion erteilte Abt Edmund Schnyder (1640-1677) von Kloster St. Urban , dem die \u00c4bte Bernhard v. Freybur(1642-1682) OSB von Rheinau und Aegidius v. Waldkirch (1657-1667) OSB von Muri <\/p>\n<p>Er brachte die kl\u00f6sterlichen Finanzen in Ordnung. Dazu hatte er 1661 ein Verzeichnis der bei der Resignation seines Vorg\u00e4nger vorhandenen Guthaben und Schulden erstellen.<\/p>\n<p>1660 hatte er eine Auseinandersetzung mit Z\u00fcrich wegen des Jagdrechtes in Dietikon. Mit Berufung auf eine Urkunde aus dem Jahr 1259 wurde es aber dem Kloster zugesprochen.<\/p>\n<p>Mit dem Konstanzer Bischof Franz Johann Vogt von Altsumerau und Prasberg schloss er 1651 einen Vertrag wegen der Besetzung der dem Kloster inkorporierten Pfarreien von <\/p>\n<p>Wettingen, W\u00fcrenlos, Baden, Dietikon, D\u00e4nikon und Magdenau.<\/p>\n<p>In seiner Regierungszeit legten 20 Novizen ihre Profess ab, unter ihnen Wilhelm Reding von Biberegg, Profess am 12. Juni 1661, + am 16. M\u00e4rz 1701.<\/p>\n<p>Im Kloster hatte er kein Amt zu verwalten. Er nutzte seine Zeit zur Abfassung wissenschaftlicher Werke. In der Schweizer Staatsbibliothek von Aarau stehen zwei Chroniken zu Schweizer Geschichte,<\/p>\n<p>die er verfasst hat, die erste mit 12, die zweite mit 25 B\u00e4nden. Er war auch ein angesehener Naturforscher.<\/p>\n<p>1664 postulierte&nbsp; der Konvent von Tennenbach den Wettinger Konventualen Nikolaus G\u00f6ldlin auf Vorschlag des Generalvikars Edmund Schnyder&nbsp; zum Abt, da der Konvent von Tennenbach keinen geeigneten Kandidaten finden konnte.<\/p>\n<p>Er wurde dort der 33. Abt.<\/p>\n<p>Am 8. Juni 1670 erlitt er einen Schlaganfall, dem er am 12.06. erlag.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Benedikt Staub (1670\u20131672).<\/p>\n<p>Er wurde 1617 als Sohn des&nbsp; Andreas Staub in Menzingen im Kanton Zug geboren. Er legte am 8. Dezember 1638 unter Abt Christoph Bachmann im Kloster Wettingen seine Profess ab.<\/p>\n<p>Er wurde am 15. M\u00e4rz 1642 zum Priester geweiht.<\/p>\n<p>Von 1643 bis 1646 war er Pfarrer und Beichtvater in Magdenau, von 1646-1648 in Dietikon.<\/p>\n<p>Bis 1649 war er Subprior<\/p>\n<p>Von 1649-1653 war er Beichtvater im Kloster T\u00e4nikon<\/p>\n<p>1653-1654 war er Prior, dann bis 1659&nbsp; wieder Priester in Magendau.<\/p>\n<p>Von 1659-1655 war er Gro\u00dfkellner und Pr\u00e4ses der Marianischen Kongregation.<\/p>\n<p>Dann war er ab 1665 zum dritten Mal Beichtvater in T\u00e4nikon.<\/p>\n<p>Nach dem Tod von Abt Gerhard wurde er am am am 16. Juli 1670 unter Vorsitz von Abt Anselm Muotelsee(1664-1680) von Salem.<\/p>\n<p>Der p\u00e4pstliche Nuntius Odoardo Cibo (1670-1679) war in&nbsp; \u00dcbereinstimmung mit der Ordenssatzung nicht zur Wahl eingeladen. Er erkl\u00e4rte die Wahl f\u00fcr ung\u00fcltig<\/p>\n<p>und verz\u00f6gerte die p\u00e4pstliche Best\u00e4tigung. Erst nach Intervention der eidgen\u00f6ssischen alten Orte und St. Urbans wurden die Bullen am 3. Juni 1671 ausgefertigt, worauf im Oktober d. J. der Generalvikar Abt Edmund Schnyder&nbsp; von<\/p>\n<p>Kloster St. Urban&nbsp;&nbsp; die Benediktion in Wettingen vornehmen konnte.<\/p>\n<p>Schon bald nach seiner Wahl wurde er zum Visitator des Kapuzinerklosters Mari\u00e4 Kr\u00f6nung in Baden bestimmt.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend seiner Regierungszeit wurde das Langhaus an der Stelle der bisherigen Klostermauer vollendet.<\/p>\n<p>1671 wurde im Kloster eine bedeutende Druckerei eingerichtet.<\/p>\n<p>Er starb nach sehr kurze Regierungszeit schon am am 17. September 1672 .<\/p>\n<p>Bei seinem Tod z\u00e4hlte der Konvent einschlie\u00dflich Abt Nikolaus G\u00f6ldlin von Tennenbach, 31 Priester, drei Kleriker, vier Novizen, f\u00fcnf Konversen und einen Konversnovizen, insgesamt 44 Mitglieder. <\/p>\n<p>Zu seinem Nachfolger wurde Abt Marian Ryser (1672\u20131676) gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Er ist 1. April 1620 Bremgarten, Aargau&nbsp; geboren.<\/p>\n<p>Er ist der einzige Wettinger Konventuale, der schon vor seinem Klostereintritt Weltpriester war.<\/p>\n<p>1644 wurde er zum Priester geweiht. Er versah die Wettinger Pfarreien, erst Wettingen, dann Dietikon, dann wieder Dietikon.<\/p>\n<p>1652 trat er unter unter Abt Bernhard Keller in das Kloster Wettingen ein. Er legte am 13. Juli 1653 als P. Marianus die Profess ab.<\/p>\n<p>Bis 1659 war er Pfarrer in W\u00fcrenlos. Bis 1661war er Subprior Bis 1668 war er wieder Pfarrer in Dietikon.<\/p>\n<p>Dann hatte er die Kloster\u00e4mter des Infirmarius, Bursarius und Kleinkellners inne.<\/p>\n<p>Nach dem Tod von&nbsp; Abt Andreas wurde er am am 24. September 1672 unter Vorsitz des Salemer Abt Anselm Muotelsee zum 32. Wettinger Abt gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Nachdem die Taxe von 200 fl., das sind etwa 49.391,00 \u20ac und die Best\u00e4tigungsbulle aus Rom eingetroffen war,&nbsp; wurde Marian am 23. Juli 1673 durch den Abt und Generalvikar Edmund Schnider von St. Urban in der Klosterkirche von Wettingen benediziert.<\/p>\n<p>Er schloss einen g\u00fctlichen Vertrag mit der Gemeinde Wettingen ab. Alles deutete eigentlich auf eine gute Regierungszeit hin. Die Hoffnungen wurden aber schnell entt\u00e4uscht.<\/p>\n<p>Es gab Spannungen zwischen Abt und Konvent. Man warf ihm Eigensinn und schlechte Finanzverwaltung vor. Auch wurde gesagt, er sei zu leicht von Laien von au\u00dfen zu beeinflussen.<\/p>\n<p>Die Lage wurde so unhaltbar, dass Vaterabt Anselm Muotelsee, zusammen mit den \u00c4bten Edmund Schnider von St. Urban und Nikolaus G\u00f6ldlin von Tennenbach am 25. August 1676 eine au\u00dferordentliche Visitation in Wettingen vornehmen musste, deren Resultat war, dass Abt Marian sich unf\u00e4hig erkl\u00e4rte, die Regierung weiter zu tragen. Am 2. September 1676 resignierte er aus Gesundheitsr\u00fccksichten. De facto war er abgesetzt worden.<\/p>\n<p>Er zog sich auf die Wettinger Besitzung Schloss Bick bei W\u00fcrenlos zur\u00fcck, wo er am 28. Juli 1680 starb.<\/p>\n<p>Die einstimmige Wahl des Konvents fiel nun auf den Konventualen&nbsp; Nikolaus G\u00f6ldlin .<\/p>\n<p>Er ist 12. Jan. 1625 in&nbsp; Luzern als Spross einer bekannten&nbsp; Luzerner Patrizierfamilie, die nach ihrem Stammsitz Tiefenau bei Sinzheim benannt war, geboren.<\/p>\n<p>Er besuchte das Jesuitengymnasium in Luzern.<\/p>\n<p>1640 trat er unter Abt Christoph Bachmann in die Zisterzienserabtei Wettingen ein und&nbsp; legte er am 22. September 1641, erst 16 Jahre alt, als erster Professe vor Abt Nikolaus von Fl\u00fce die Gel\u00fcbde ab und erhielt daher den Ordensnamen Nikolaus.<\/p>\n<p>Die Priesterweihe empfing er am&nbsp; 20. M\u00e4rz 1649 in Luzern durch den Nuntius Francesco Buccapaduglio 1647-1652)in Luzern.. Danach studierte er drei Jahre lang die Rechte in Freiburg i. Breisgau. <\/p>\n<p>1652 wurde er Pfarrer in Ditikon.<\/p>\n<p>1654 wurde er noch nicht 30 Jahre alt Prior und Pr\u00e4ses, Das blieb er bis 1657.<\/p>\n<p>Von Dezember 1657 bis 1660 war er wieder Pfarrer in Dietikon.<\/p>\n<p>1660 war er Statthalter in Walterswil geworden. Dort f\u00fchrte er einen besseren Haushalt ein.<\/p>\n<p>Unter Abt Gerhard wurde er 1664 zum Abt von Kloster Tennenbach postuliert.<\/p>\n<p>Seine Aufgabe war es dort, das durch den Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg sehr in Mitleidenschaft gezogene Kloster zu reformieren<\/p>\n<p>und bessere Bildungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr die M\u00f6nche zu schaffen u.a. in Wettingen.<\/p>\n<p>Nach dem Amtsverzicht von Abt Martin 1676 wurde Nikolaus am 5. September 1676 unter dem Vorsitz des Vaterabtes Anselm Muotelsee .&nbsp; im ersten Wahlgang einstimmig zum Abt von Wettingen postuliert, als solcher aber erst am 17. Oktober 1677, dem Kirchweihfest, feierlich installiert, nachdem die p\u00e4pstliche Best\u00e4tigung im September 1677 schlie\u00dflich eingetroffen war. Man war in Rom der irrigen Ansicht gewesen, dass es einer solchen Best\u00e4tigung nicht mehr bed\u00fcrfe, da Nikolaus G\u00f6ldlin bereits Abt sei.<\/p>\n<p>Mit Genehmigung des Generalabtes Claude Vaussin blieb er noch drei Jahre Administrator in Kloster Tennenbach, bis dort&nbsp; 1679 mit Robert Handtmann (1679\u20131703 ) ein neuer Abt gew\u00e4hlt wurde.<\/p>\n<p>Als Abt Edmund Schnider am 2.2.1677 starb, wurde er am 5. Juli 1677 in Olten zu dessen Nachfolger als Generalvikar der der Zisterzienserkl\u00f6ster in der Schweiz, im Elsass und im Breisgau gew\u00e4hlt. <\/p>\n<p>Beim Generalkapitel 1683 war er einer der Confessarii Capituli Generalis, also der Beichtv\u00e4ter des Generalkapitels.<\/p>\n<p>Am 30. August 1683 nahm er am Nationalkapitel der Oberdeutschen Kongregation in Salem teil. <\/p>\n<p>In seiner Regierungszeit in Wettingen suchte er wie schon in Tennenbach die Rechts- und Besitzverh\u00e4ltnisse des Klosters zu kl\u00e4ren. Sein Jurastudium in Freiburg hatte ihn daf\u00fcr ja bestens vorbereitet.<\/p>\n<p align=\"left\">Ausserdem wurde in dieser Zeit wohl mit den Arbeiten f\u00fcr das &#8222;Archiv des hochl\u00f6blichen&nbsp; Gottshauses Wettingen&#8220; begonnen, eine Urkundensammlung, die unter seinem Nachfolger Abt Ulrich gedruckt wurde.<\/p>\n<p align=\"left\">\u00dcber dem Sommerrefektorium richtete er einen Studiensaal f\u00fcr Kleriker ein.<\/p>\n<p align=\"left\">Die Muttergotteskapelle im Abteistock und die St. Annakapelle lie\u00df er restaurieren.<\/p>\n<p align=\"left\">Er starb am 15. Februar 1686 nach langer schmerzhafter Krankheit.<\/p>\n<p align=\"left\">Auf ihn folgte Abt Ulrich Meyer (1686\u20131694).<\/p>\n<p align=\"left\">Er wurde am 21. Jan. 1647 in Mellingen geboren.<\/p>\n<p align=\"left\">Unter Abt Gebhard trat er in das Kloster Wettingen ein. Seine Profess legte er am 6. Januar 1666 ab.<\/p>\n<p align=\"left\">Am 14. M\u00e4rz 1671 wurde er in Konstanz zum Priester geweiht.<\/p>\n<p align=\"left\">Von 1671 bis 1673 war er Succentor, das ist ein kirchenmusikalisches Amt<\/p>\n<p align=\"left\">Von 1673 bis 1684war er&nbsp; Sekret\u00e4r des Abtes und zugleich von 1679 bis 1683 Subprior. <\/p>\n<p align=\"left\">Er war auch Professor der Theologie und Philosophie am Hausstudium. Au\u00dferdem war er&nbsp; cellerarius conventualis. Von 1674 bis 1689 war er, auch noch als Abt, Pr\u00e4ses der Marianischen Kongregation..<\/p>\n<p align=\"left\">Am 28. Oktober 1683 wurde er zum Prior ernannt.<\/p>\n<p align=\"left\">Am 22. Februar 1686 wurde er unter dem Vorsitz des Salemer Vaterabtes Emanuel Sulger (1680-1698) im ersten Wahlgang als Nachfolger im ersten Wahlgang als Nachfolger des<\/p>\n<p align=\"left\">verstorbenen Abtes Nikolaus gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p align=\"left\">Bei seiner Wahl gab es einen kleinen Zwischenfall. Der Luzerner Nuntius Giacomo Cantelmo (1687-1687) dr\u00e4ngte in das Wahllokal und wollte den Vorsitz der Wahl.<\/p>\n<p align=\"left\">Abt Sulger konnte ihn mit Hinweis auf die Rechtslage und gutem Zureden von seinem Vorhaben abbringen. Die p\u00e4pstliche Best\u00e4tigungsbulle traf erst 16 Monate sp\u00e4ter ein.<\/p>\n<p align=\"left\">Vielleicht war das der Grund daf\u00fcr.<\/p>\n<p align=\"left\">Generalvikar Karl Dulliker (1686-87) vom Kloster St. Urban konnte ihn erst am 24. August 1687 benedizieren.<\/p>\n<p align=\"left\">Am 25. August 1688 benedizierte er die gew\u00e4hlte \u00c4btissin Elisabeth Dietrich (1687 \u2013 1707) in Kloster T\u00e4nikon.<\/p>\n<p align=\"left\">In der hauseigenen Druckerei lie\u00df er das&nbsp; \u201cArchiv des hochl\u00f6blichen&nbsp; Gottshauses Wettingen&#8220; an dem er zusammen mit dem Konventualen<\/p>\n<p align=\"left\">und Gelehrten Joseph Meglinger, 12. Juni 1655 gearbeitet hatte. Beide starben kurz nach der Drucklegung.<\/p>\n<p align=\"left\">Kurz vorher erschien der Geometrische Grundri\u00df aller Marken der Gerichtsherrlichkeit de\u00df Gottshauses Wettingen, das auf seine Veranlassung herausgegeben worden ist.<\/p>\n<p align=\"left\">Anlass f\u00fcr beide Werke waren wohl Konflikte um Gerichtsrechte mit der Stadt Baden und Schiffahrts- und F\u00e4hrrechte mit der Abtei Einsiedeln. <\/p>\n<p align=\"left\">Um 1690 hatte er in Baden Probleme mit dem Patronatsrecht auszutragen.<\/p>\n<p align=\"left\">In Walterswil begann er mit dem Bau des Wohn- und Badehauses. <\/p>\n<p align=\"left\">Am 31. Mai 1694 erkrankte er und starb schon am 9. Juni 1694 im Alter von nur 47 Jahren.<\/p>\n<p align=\"left\">Sein Nachfolger wurde&nbsp;&nbsp; Basilius Reuty (1694- 1703) als 35. Abt.<\/p>\n<p align=\"left\">Er wurde am 27. Juli 1646 in Wil (SG) geboren.<\/p>\n<p align=\"left\">Er legte am 9. September 1663 unter Abt Gerhard B\u00fcrgisser die Profess ab,<\/p>\n<p align=\"left\">Am 20 September 1671 wurde er zum Priester geweiht.<\/p>\n<p align=\"left\">Von 1671-1673 war er Subprior und Novizenmeister, von 1673-1679 Prior <\/p>\n<p align=\"left\">dann von 1679- 1692 Gro\u00dfkellner. <\/p>\n<p align=\"left\">Dann wechselte er als Beichtvater nach&nbsp; Magdenau von hier aus wurde er am 17. Juni 1694 zum Abt gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p align=\"left\">Wie bei der Wahl seines Vorg\u00e4ngers Ulrich versuchte der Apostolische Nuntius Marcello d\u2019Asti den Wahlvorsitz zu beanspruchen. Diese Mal konnte&nbsp; Generalvikar Abt Ulrich Glutz (1687-1701) von St. Urban davon abbringen, in dem er ihm&nbsp; eine Art <\/p>\n<p align=\"left\">Ehrenvorsitz \u00fcberlie\u00df. In die Wahl mischte er sich nicht ein.Durch seine Vermitlung wurde die p\u00e4pstliche Anerkennung aber beschleunigt.<\/p>\n<p align=\"left\">Generalvikar Glutz konnte Abt Basilius schon&nbsp; am 23. Januar 1695 unter Assistenz der \u00c4bte Placidus Zurlauben (1684- 1723) 0SB von Muri und Robert Handtmann(1679-1703) OCist von Tennenbach beneditieren.<\/p>\n<p align=\"left\">Er nahm am Generalkapitel 1699 teil.<\/p>\n<p align=\"left\">Generalabt Nicolas Larcher (1692-1712) berief in ins Definitorium. Bei diesem, Generalkapielt fiel er durch eine gro\u00dfe Rednergabe auf, bei der die Beisitzer sagten, bei dieser Rede habe ihnen nur nicht gefallen, dass der Redner zu<\/p>\n<p align=\"left\">sprechen aufgeh\u00f6rt habe. (Willi S.33)<\/p>\n<p align=\"left\">Kurz nach seiner Benediktion hatten die katholischen Orte die Nachricht verbreitet, dass Z\u00fcrich einen Krieg beginnen wolle, um seinen Einflu\u00df auf die katholischen Orte auszudehnen. <\/p>\n<p align=\"left\">Es wurde ihm empfohlen beizeiten Fr\u00fcchte, Bargeld und Wertgegenst\u00e4nde in Sicherheit zu bringen. <\/p>\n<p align=\"left\">In seiner Amtszeit beendete er die in Walterswil begonnenen Bauma\u00dfnahmen.<\/p>\n<p align=\"left\">1696-1702 beteiligte er sich an den vom Apostolischen Nuntius Michelangelo dei Conti (1695-98) angeregten&nbsp;&nbsp; Finanzhilfen f\u00fcr&nbsp; die Glarner Katholiken.<\/p>\n<p align=\"left\">Er hatte bei Papst Innozenz XI. (1676-1689) eine Unterst\u00fctzung von 8000 Gulden der auf etwa 200 Familien reduzierten Katholisch-Glarner erwirkt<\/p>\n<p align=\"left\">Abt Basilius verstarb am 23. Mai 1703.<\/p>\n<p align=\"left\">Sein Nachfolger wurde Abt Franziskus Baumgartner (1703\u20131721)<\/p>\n<p align=\"left\">Er ist am 11. Februar 1652 als Sohn des Ratsherrn Urs Baumgartner in Solothurn&nbsp; und der Helena Kiefer geboren.<\/p>\n<p align=\"left\">Durch Vermittlung seines Onkels Fintan Kiefer, Abt von Beinwil-Mariastein (1633\u20131675) kam er ins Noviziat nach Kloster Wettingen.<\/p>\n<p align=\"left\">Er trat dort zwar zun\u00e4chst aus, kehrte aber bald wieder zur\u00fcck.<\/p>\n<p align=\"left\">Die Profess legte er am 25. Juli 1673 unter Abt Marian Ryser ab.<\/p>\n<p align=\"left\">Nuntius Odoardo Cybo (1670-1679)in Luzern und weihte ihn dort am 21. M\u00e4rz 1676 zum Priester.<\/p>\n<p align=\"left\">Seine Klosterlaufbahn sah wie folgt aus. von 1679 bis 1684 war er Kleinkellner (Cellerarius minor), 1684 bis 1691 Administrator in Walterswil (Walterschwyl),&nbsp; September 1691 bis 1696 war er Prior, 1696 bis 1698 Beichtvater in Frauenthal. Von November 1698 bis 1702 war er Beichtvater und Pfarrer in T\u00e4nikon. Im August t1702 wurde er zum zweiten Mal als Administrator nach Walterswil entsandt. Am 29. Mai 1703&nbsp; wurde er unter Vorsitz des Abtes Stephan I. Jung (1698-1725) von Kloster Salem zum Wettinger Abt gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p align=\"left\">Bei seiner Wahl war Abt Franz 51 Jahre alt.<\/p>\n<p align=\"left\">Am 27. Januar 1704&nbsp; wurde er benediziert, von wem ist nicht \u00fcberliefert<\/p>\n<p align=\"left\">Im Cellarium (Keller) lie\u00df Abt Franz eine Kornsch\u00fctte im Obergeschoss errichten. Er lie\u00df auch das Dach de Geb\u00e4udes erneuern.<\/p>\n<p align=\"left\">Am 3. Mai 1708 ernannte ihn Generalabt Nicolas Larcher&nbsp; zum Generalvikar der Zisterzienserkl\u00f6ster in der Schweiz, im Elsass und im Breisgau.<\/p>\n<p align=\"left\">Gravierendstes Ereignis in der Regierungszeit von Abt Franz war der 2. Villmergerkrieg von 1712. Das war ein milit\u00e4rischer Konflikt zwischen den reformierten Orten Z\u00fcrich, Bern, Genf und Neuenburg einerseits und den katholischen Orten Luzern, Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug, Wallis und dem F\u00fcrstabt von St. Gallen andererseits. Der Krieg endete mit der Niederlage der Katholiken und dem am 11. August 1712 in Aarau abgeschlossenen Vierten Landfrieden.<\/p>\n<p align=\"left\">Neben dem Gebiet des Abtes war bald die Grafschaft Baden und die Frei\u00e4mter Kriegsschauplatz. <\/p>\n<p align=\"left\">Abt Franz floh mit seinem Konvent nach Baden wo Kloster Wettingen mehrere H\u00e4user besa\u00df. Die Kostbarkeiten des Klosters brachte er dort in Sicherheit.<\/p>\n<p align=\"left\">Nur sieben Patres blieben in Wettingen zur\u00fcck. <\/p>\n<p align=\"left\">Der Z\u00fcricher Generalmajor Hans Felix Werdm\u00fcller (+1725)lag mit 4000 Mann in Kloster Wettingen und errichtete dort sein Hauptquartier. Das brachte das Kloster in gro\u00dfe Gefahr, denn die Besatzung von Baden musste schon aus Gr\u00fcnden der Selbsterhaltung ihre Gesch\u00fctze auf <\/p>\n<p align=\"left\">das Kloster richten. Da das Kloster auch unter den Z\u00fcrichern viel Freunde hatte, einigte man sich darauf,dass die Z\u00fcricher in Klostern\u00e4he keine Batterien aufstellte.&nbsp; Das wiederum verpflichtete Baden zu Gegenleistungen.<\/p>\n<p align=\"left\">Das Kloster kam ohne Besch\u00e4digungen davon. Das Kloster erholte sich bald, was man auch daraus ersehen kann, dass Abt Frenz gro\u00dfe Summen f\u00fcr Kirchenzierden ausgeben konnte.<\/p>\n<p align=\"left\">Er begann auch mit der Errichtung von Rokokoalt\u00e4ren in der Abteikirche, was Dominikus Willi als \u201cVerunstaltung\u201d bezeichnete (S. 34)<\/p>\n<p align=\"left\">Abt Franz starb am 17. Juni 1721 ganz pl\u00f6tzlich, als er sich gerade zum Essen begeben wollte.<\/p>\n<p align=\"left\">Auf ihn folgte Abt Alberich I. Beusch (1721\u20131745)<\/p>\n<p align=\"left\">Er wurde am 7. Juli 1682 Luzern geboren. Er trat in das Kloster Wettingen ein. Er trat dort zun\u00e4chst wieder aus zusammen mit Rudolph Mohr. Beide traten aber wieder ein und legten&nbsp; ihre Profess aber 1700&nbsp; ab,<\/p>\n<p align=\"left\">Alberich am 14. November. Am 19. September 1705 wurde er zum Priester geweiht.<\/p>\n<p align=\"left\">Von 1706-1708 war er Subkustos. Von 1708 bis 1713war er&nbsp; Professor der Rhetorik, Philosophie und Theologie an der Hauslehranstalt. Nach Willi war er ein \u201cfeingebildeter Mann\u201d (S. 34)<\/p>\n<p align=\"left\">1717 wurde er Sekret\u00e4r seines Vorg\u00e4ngers Abt Franz.<\/p>\n<p align=\"left\">Am 27. Juni 1721&nbsp; fand die Wahl zum Abt unter Leitung des Abtes Malachias Glutz (1706-1726) von St. Urban als Vertreter des erkrankten Vaterabtes Stephan Jung von Salem statt. <\/p>\n<p align=\"left\">Die Best\u00e4tigung aus Citeaux erfolgte am am 25. Juli 1721, die p\u00e4pstlichen Bullen trafen im Januar 1722 ein. Er wurde dann im Februar 1722 in der Klosterkirche zum Abt geweiht.<\/p>\n<p align=\"left\">1726 visitierte Abt Nicolas Delfi (1708 \u2013 1751) von L\u00fctzel das Kloster.<\/p>\n<p align=\"left\">An den Nationalkapiteln nahm er ebenso teil wie am Generalkapitel 1738 in&nbsp; Citeaux.Bei diesem Kapitel hatte er das Amt eines zweiten Notars inne.<\/p>\n<p align=\"left\">Mit Generalabt Andoche Pernot (1727-1748) stand er in regem brieflichem Kontakt. <\/p>\n<p align=\"left\">Schwierigkeiten gab es mit dem unterstellten Nonnenkloster Magdenau, in die sich auch der Nuntius einschaltete.<\/p>\n<p align=\"left\">1726 lie\u00df Abt Alberich das Sommerhaus erbauen. Heute ist dort ein schmuckes Wohn- und Arbeitszimmer mit historischem Mobiliar inszeniert.<\/p>\n<p align=\"left\">Am 1. Juli 1731 schlug ein Blitz in den Dachreiter der Klosterkirche ein und verw\u00fcstete das Kircheninnere. Die zur Mette anwesenden M\u00f6nche kamen mit dem Schrecken davon.<\/p>\n<p align=\"left\">Abt Alberich war jedem Luxus abgeneigt . Er f\u00fchrte einen sparsamen Klosterhaushalt ein. Er leitete den finanziellen Aufschwung von Kloster Wettingen ein.<\/p>\n<p align=\"left\">In Walterswil verkaufte er einige H\u00f6fe aus dem dortigen Klosterbesitz.<\/p>\n<p align=\"left\">Am 5. Dezember 1745, war er&nbsp; im Kloster Feldbach, wo er einer \u00c4btissinnenwahl pr\u00e4sidieren wollte. Er erlitt einen Schlaganfall und verstarb.<\/p>\n<p align=\"left\">Die Leiche wurde nach Wettingen gebracht.Der Landvogt von Frauenfeld Heinrich von Aegery verlangte f\u00fcr die Fahrt 300 Gulden, das sind etwa 74.510,00 \u20ac, liess<\/p>\n<p align=\"left\">sich aber auf 150 Gulden, das sind etwa 37.255,00 \u20ac&nbsp; herunterhandeln. Er zeigte Wege, wo der Leichnam im Geheimen durch Z\u00fcricher Gebiet gebracht werden konnte.<\/p>\n<p align=\"left\">Bei seinem Tod hatte der Konvent 35 Priester, einen Kleriker und 10 Konversen also 46 Mitglieder.<\/p>\n<p align=\"left\">Auf ihn folgte Abt Peter K\u00e4lin (1745\u20131762)<\/p>\n<p align=\"left\">Er ist am 9. Nov. 1700 in Einsiedeln geboren.<\/p>\n<p align=\"left\">Sein Bruder war der Bildhauer Franz Anton K\u00e4lin (1710\u20131754),&nbsp; der dann auch von 1751 bis 1754 in der Klosterkirche von Wettingen t\u00e4tig war.<\/p>\n<p align=\"left\">Peter legte am 25. September 1718 unter Abt Franz Baumgartner in&nbsp; Wettingen&nbsp; die Profess ab.<\/p>\n<p align=\"left\">Am 23. September 1724 wurde er zum&nbsp; Priester geweiht. <\/p>\n<p align=\"left\">1723 war er Subkustos.<\/p>\n<p align=\"left\">Von 1725 bis zum&nbsp; August 1726 war er&nbsp; Beichtvater im Kloster Wurmsbach, vom&nbsp; August 1726 bis 1727war er&nbsp; Subprior und Pr\u00e4ses, vom&nbsp; November 1727 bis 1732 Beichtvater im Kloster Frauental, vom 18. April 1732 bis 1738 Professor der Theologie und Philosophie an der Hauslehranstalt, vom&nbsp; M\u00e4rz 1738 bis 1742war er&nbsp; Beichtvater im Kloster Kalchrain und vom Oktober&nbsp; 1742 bis zu seiner Wahl zum Abt Pfarrer und Beichtvater im Kloster T\u00e4nikon.<\/p>\n<p align=\"left\">Am 16. Dezember 1745 wurde er im Winterrefektorium unter dem Vorsitz des Vaterabtes Stephan Enroth(1745-1746) von Salem.&nbsp; <\/p>\n<p align=\"left\">Die p\u00e4pstliche Best\u00e4tigung verz\u00f6gerte sich um fast ein Jahr, weil&nbsp; die Wahltaxe nicht fr\u00fchzeitig bezahlt oder die Bezahlung nicht sichergestellt wurde.<\/p>\n<p align=\"left\">Er wurde dann im Kloster Peterhausen in Konstanz&nbsp; von Weihbischof Franz Carl Joseph von Fugger (1739-1768) unter der Assistenz der \u00c4bte \u00c4bte Bernhard Rusconi (1744-1753) von Rheinau und Alfons Strobel (1737\u20131750) von Petershausen. <\/p>\n<p align=\"left\">Zisterzienser\u00e4bte waren keine anwesend; die Gr\u00fcnde daf\u00fcr sind nicht bekannt. Auf der R\u00fcckreise von Konstanz benedizierte er in Feldbach die \u00c4btissin M. Antonia Jacob\u00e4a Dollinger ( 1745\u20131785 ) und in Magdenau die \u00c4btissin M. Josefa Barbara Ochsner (1746\u20131777 ). <\/p>\n<p align=\"left\">Eine der gr\u00f6\u00dften barocken&nbsp; Festlichkeiten im Kanton Aargau war die Zehnjahresfeier der&nbsp; Translation der Reliquien der Katakombenheiligen Marianus und Getulius. (s.o.)<\/p>\n<p align=\"left\">Er hatte die Absicht, Kloster und Kirche nach dem Vorbild der Abtei Maria Einsiedeln in sp\u00e4tbarockem Stil komplett umbauen zu lassen, wurde aber durch das Veto seines Konvents daran gehindert. <\/p>\n<p align=\"left\">Angeblich aus \u00c4rger dar\u00fcber lie\u00df er 1753\/54 die Kirche im Rokokostil ausmalen und die Alt\u00e4re, den Lettner und das Chorgest\u00fchl durch seinen Bruder Franz Anton renovieren.<\/p>\n<p align=\"left\">Bei Kunstkritikern kommt dies nicht besonders gut weg.<\/p>\n<p align=\"left\">1760 erhielt die Vorhalle ihr heutiges Aussehen<\/p>\n<p align=\"left\">1758-1761 liess er neue Grundzinsbereine f\u00fcr die Wettinger G\u00fcter erstellen.<\/p>\n<p align=\"left\">Abt Peter verstarb ganz pl\u00f6tzlich am am 29. Mai 1762 im Alter von 61 Jahren.<\/p>\n<p align=\"left\">Die n\u00e4chsten beiden \u00c4bte regierten jeweils nur drei Jahre.<\/p>\n<p align=\"left\">Peter M\u00fcller wurde am 17. August 1731 in Zug geboren. Am 24. M\u00e4rz 1748 legte er die Ordensgel\u00fcbde ab. <\/p>\n<p align=\"left\">Am 21. September 174 wurde er zum Priester geweiht.<\/p>\n<p align=\"left\">Er war Succentor und dann Pfisterherr<\/p>\n<p align=\"left\">Am 8. Juni 1762 wurde er im Alter von nur 30 Jahren zum Abt gew\u00e4hlt. <\/p>\n<p align=\"left\">Die Benediktion nahm Nuntius Niccol\u00f3 Oddi&nbsp; (1759-64) unter Assistenz der \u00c4bte&nbsp; Januarius Dangel (1758-1775) von Kloster Rheinau<\/p>\n<p align=\"left\">und Augustin M\u00fcller (1751-1768) von Kloster St. Urban vor.<\/p>\n<p align=\"left\">Diese Benediktion, die der Nuntius von sich aus vornahm, war auch das \u00e4u\u00dfere Zeichen der Beendigung des langj\u00e4hrigen Rechtsstreit zwischen Nuntiatur und dem Kloster<\/p>\n<p align=\"left\">wegen der Abtswahlen.<\/p>\n<p align=\"left\">Er starb aber schon am 8. Februar 1765 an \u201cAuszehrung\u201d (Willi S.34)<\/p>\n<p align=\"left\">Auf ihn folgte Caspar B\u00fcrgisser aus Bremgarten. (1765-1768)<\/p>\n<p align=\"left\">Er wurde am 1. August 1706 in Bremgarten im Aargau geboren.<\/p>\n<p align=\"left\">Am 20 Januar 1726 legte er die Ordensgel\u00fcbde ab.<\/p>\n<p align=\"left\">Am 22. Mai 1758 wurde er zum Priester geweiht.<\/p>\n<p align=\"left\">Von 1729-1733 war er Pfarrer in Magdenau.<\/p>\n<p align=\"left\">Von 1733-1736 war er Kapellmeister. Er war ein t\u00fcchtiger Musiker und hatte sich auch als Komponist hervorgetan.<\/p>\n<p align=\"left\">Von 1736 bis 1742&nbsp; war er Pfarrer in Dietikon,<\/p>\n<p>Dann hatte er die Kloster\u00e4mter des Kleinkellners 1742 bis 1747&nbsp; und von&nbsp; 1747 bis 1752 des&nbsp; Gro\u00dfkellners inne. Von&nbsp; 1752 bis zu seiner Abtwahl 1765&nbsp; war er wieder Pfarrer in Dietikon.<\/p>\n<p>Am 18. Februar 1765 wurde er zum&nbsp; Abt gew\u00e4hlt. Wahlvorsitzender war Abt Anselm Schwab (1746-1778) von Salem als Vaterabt.<\/p>\n<p>Generalabt Francois Trouv\u00e9 (1749-1791)&nbsp; best\u00e4tigte ihn am 4. M\u00e4rz 1765, die p\u00e4pstliche Best\u00e4tigung wurde&nbsp; am 23. April 1765 ausgestellt. Die Benediktion nahm&nbsp; am 16. Juni 1765, der p\u00e4pstliche Nuntius Luigi Valenti Gonzaga (1764-1773) in der Jesuitenkirche in Luzern vor, unter Assistenz der<\/p>\n<p>\u00c4bte Maurus Zingg (1749-1769)&nbsp; von Engelberg und Augustin M\u00fcller von St. Urban vor.<\/p>\n<p>Am 16. Juni 1765 erhielt Abt Kaspar vom Bischof von Konstanz Franz Konrad von Rodt (1750 \u20131775 )<\/p>\n<p>das Recht, in der Wettingen inkorporierten Pfarrei T\u00e4nikon zu Firmen.<\/p>\n<p>1767 lie\u00df er mit Erlaubnis der Tagsatzung durch den auch in der Grafschaft Baden arbeitenden Kirchen- und Br\u00fcckenbauer Johann Ulrich Grubenmann (1709-1783beim Kloster eine Br\u00fccke \u00fcber die Limmat bauen, die 1799 von den franz\u00f6sischen Truppen verbrannt wurde.<\/p>\n<p>Die Br\u00fccke hatte eine Spannweite von 61 Metern.&nbsp; Der Konvent sah diesen Br\u00fcckenbau mit R\u00fccksicht auf ein Versprechen an die Grafen von Kyburg keine Br\u00fccke \u00fcber die Limmat zu bauen sehr ungern&nbsp; und bef\u00fcrchtete Unheil. Sie stand ja auch nur 12 Jahre.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem gab es bald Streitigkeiten mit der Stadt Baden vom Kloster geforderte Br\u00fcckenzoll. Die Tagsatzung musste den Streit schlichten.<\/p>\n<p>Im Mai 1768 nahm Abt Kaspar am Generalkapitel teil. Bei seinem&nbsp; Aufenthalt dort erkrankte er und erholte sich auch nach der Heimkehr nicht mehr.<\/p>\n<p>Er verstarb am 26. September 1768.Auf ihn folgte Abt Sebastian Steinegger (1768\u20131807).<\/p>\n<p>Er wurde&nbsp; am 7. September 1736 in Lachen geboren. <\/p>\n<p>Mit 13 kam er an die Klosterschule Wettingen. Er war dort gleichzeitig mit Bonaventura Lacher, der von 1775-1789 Abt in Kloster Rheinau war.<\/p>\n<p>Die Wettinger Schule scheint sehr gut gewesen zu sein. Auch der F\u00fcrstabt von Muri Bonaventura Bucher (1757-1776) ar ein ehemaliger Wettinger Student.<\/p>\n<p>Im Herbst 1753&nbsp; trat er in das Kloster Wettingen ein.<\/p>\n<p>Am 19. M\u00e4rz 1760 wurde er zum Priester geweiht. Dann war er als Lehrer f\u00fcr Theologie und Philosophie an der Hauslehranstalt und nebenbei als Br\u00fcdermagister (1763\u20131767) t\u00e4tig. <\/p>\n<p>Dann wurde er Priester in W\u00fcrenlos.<\/p>\n<p>Aber schon 1768 wurde er nach dem pl\u00f6tzlichen Tod von Abt Caspar wurde er am 11. Oktober 1768 zum 41. Wettinger Abt gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Auch dies Wahl wurde von Abt Anselm Schwab von Salem als Vaterabt geleitet. Bei seiner Wahl war er nur 32.<\/p>\n<p>Nachdem 1769 die p\u00e4pstliche Best\u00e4tigung eingetroffen war, wurde er am 16. Juli 1769 durch den Nuntius Luigi Valenti Gonzagawie auch sein Vorg\u00e4nger in der Jesuitenkirche in Luzern benediziert.<\/p>\n<p>.Assistenten waren die \u00c4bte Leodegar Salzmann (1769-1798) von Engelberg und Benedikt Pfyffer (1768-1781) von St. Urban. <\/p>\n<p>ie ersten zwanzig Jahre seiner Amtszeit verliefen ruhig. Er k\u00fcmmerte sich um die damals noch sieben Wettingen unterstellten Frauenkl\u00f6ster.<\/p>\n<p>Er k\u00fcmmerte sich um die Wissenschaften, pflegte Austausch mit Gelehrten, die auch oft G\u00e4ste in Wettingen waren.<\/p>\n<p>Er reiste zu den Generalkapiteln nach Citeaux.<\/p>\n<p>1771 war er Beichtvater des Generalkapitels. Am 26.09.1771 hielt er das Pontifikalamt.<\/p>\n<p>1781 war er Definitor, also Berater f\u00fcr die Linie Citeaux. Auch auf diesem Generalkapitel hielt er ein Pontifikalamt ab.<\/p>\n<p>Er war auch in Funktionen innerhalb der schweizerisch-els\u00e4ssisch-breisgauischen Provinz der Oberdeutschen Zisterzienserkongregation t\u00e4tig.<\/p>\n<p>Abt Sebastian trug sich wohl mit dem Gedanken, einen komplett neuen Klosterbau nach dem Vorbild der Mutterabtei C\u00eeteaux zu errichten. Das k\u00f6nnte man auch aus dem Portr\u00e4t des kaiserlichen Hofmalers J.B. H\u00f6chle (1754-1832) schlie\u00dfen, das&nbsp; ihn mit einem detaillierten Plan in der Hand und der Ordenshistoriker Dominikus Willi spricht von einem Holzmodell des Klosters, das aber nicht erhalten ist.&nbsp; Zun\u00e4chst wurde der Bau wohl einfach durch Geldmangel verhindert. Dann kam die franz\u00f6sische Revolution und dann die Helvetik.<\/p>\n<p>So wurde schlie\u00dflich allen Neubaupl\u00e4nen ein Ende gemacht.<\/p>\n<p>Dann aber \u00e4nderten sich zwei Dinge .<\/p>\n<p>Der Konvent war, wie sich schon bei seiner Wahl zeigte, die f\u00fcr ihn sehr knapp ausgegangen war, ziemlich gespalten.<\/p>\n<p>Abt Sebastian hatte immer versucht einen Mittelweg zwischen Ordensideal und Aufkl\u00e4rungsideen zu finden. <\/p>\n<p>1792 gab es Auseinandersetzungen um die Autorit\u00e4t des Abtes, infolge derer schlie\u00dflich zwei M\u00f6nche das Kloster verlie\u00dfen. <\/p>\n<p>Ein zweites Ereignis, das von au\u00dfen kam und das man fast als Zeitenwende bezeichnen k\u00f6nnte war der Ausbruch der Franz\u00f6sischen Revolution.<\/p>\n<p>1790 wurden in Frankreich&nbsp; infolge der Revolution die Kl\u00f6ster aufgehoben, so auch alle franz\u00f6sischen Zisterzienserkl\u00f6ster.<\/p>\n<p>Generalabt Trouv\u00e9 \u00fcbertrug&nbsp; dem Abt von Salem, Robert Schlecht (1778-1802), seine Vollmachten und Rechte und ernannte ihn zum Generalvikar der Oberdeutschen Kongregation. Gleichzeitig beauftragte er ihn, dem Abt von Wettingen die Aufsicht \u00fcber die Schweizer und Els\u00e4sser Zisterzienserkl\u00f6ster zu \u00fcbertragen. <\/p>\n<p>1792 begannen die Koalitionskriege. Au\u00dferdem hatte die Revolution in Frankreich Adlige und Geistliche scharenweise zur Flucht veranlasst.Nach Dominikus Willi suchten und fanden in den ersten 8 Jahren nach der Revolution rund 40.000 Menschen, darunter<\/p>\n<p>ein Kardinal , ein Erzbischof, elf Bisch\u00f6fe und sieben \u00c4bte Zuflucht in Wettingen.<\/p>\n<p>Der Friede von Campo Fermio am 17. Oktober 1797 beendete den 1. Koalitionskrieg. Alle f alle linksrheinischen Gebiete des Heiligen R\u00f6mischen Reiches fielen&nbsp; an Frankreich, womit auch die Annexion der Herrschaftsgebiete des F\u00fcrstbistums Basel als D\u00e9partement du Mont Terrible durch Frankreich sanktioniert wurde. <\/p>\n<p>Napoleon hatte auf einer Reise durch die Schweiz, als er zum Rastatter Kongress (1797-1799) reiste, den Eindruck gewonnen, dass die Schweiz reif f\u00fcr die Revolution sei.<\/p>\n<p>Das Direktorium, die letzte franz\u00f6sische Regierungsform der Franz\u00f6sischen Revolution beschloss im Dezember die Umwandlung der Eidgenossenschaft in eine Republik nach franz\u00f6sischem Vorbild. <\/p>\n<p>Im M\u00e4rz 1798 wurde auf Anordnung des Direktoriums die Helvetische Republik konstituiert.<\/p>\n<p>Abt Sebastian wollte eigentlich fliehen. Er blieb aber in Wettingen und konnte den Konvent zusammenhalten.<\/p>\n<p>F\u00fcr das Kloster war es eine harte Zeit. Es lag im Kampf- und Besatzungsgebiet der Franzosen, \u00d6sterreicher und Russen.<\/p>\n<p>Dazu kamen Kontributionen in H\u00f6he von&nbsp; 200.000 Francs, Der Franc hatte 1803 den Wert von etwa 2,07 \u20ac, also ca.414.000 \u20ac- Kostbare Ringe, Brustkreuze und Kelche mussten herausgegeben werden.<\/p>\n<p>Allein die goldene Monstranz wurde auf 50.000 Francs, also 103.500.\u2014\u20ac&nbsp; gesch\u00e4tzt. Die Druckerei musste herausgegen werden. Dazu kamen Verpflegungskosten f\u00fcr Truppen. <\/p>\n<p>An der Grenze bei Basel standen 8000 Schweizer soldaten, die als Grenzbewacher abkommandiert worden sind und die das Kloster zu verpflegen hatte.<\/p>\n<p>1803 war das Mutterkloster Salem s\u00e4kularisiert worden. Nun setzte sich Abt Sebastian f\u00fcr die Rettung der noch bestehenden Schweizer Zisterzen ein. Auf seine Initiative hin wurde im Dezember 1806 die Schweizerische <\/p>\n<p>Auf seine Initiative hin wurde im Dezember 1806 die Schweizerische Zisterzienserkongregation gegr\u00fcndet. Papst Pius VII (1800-1823) ernannte ihn zu deren erstem \u201eGeneralabt\u201c ihn&nbsp; am 12. Dezember 1806.<\/p>\n<p>1803 wurde der Kanton Aargau in seiner heutigen Form gegr\u00fcndet, zu dem jetzt auch Kloster Wettingen geh\u00f6rte.<\/p>\n<p>Mehrfach leistete das Kloster Geldzahlungen an die Kantonsregierung zur Finanzierung der Grenztruppen. <\/p>\n<p>1803 wurde die Schweiz ein Quasi-Protektorat von Frankreich. Dieser Zeitabschnitt von 1803- 1813 nenn man in der Schweizer Geschichte Mediation. In dieser Zeit wurde vor allem das Schulwesen ausgebaut.<\/p>\n<p>Die Regierung des neuen Kanton Aargau sicherte&nbsp; den Weiterbestand der Kl\u00f6ster und das Recht auf Novizenaufnahme zu. Das Kloster hatte daf\u00fcr eine Schule zu f\u00fchren. <\/p>\n<p>Um eine gute Position zu haben befasste sich Abt Sebastian von 1804 an intensiv mit Schulfragen und wurde Mitglied des aargauischen Schulrates. Er starb&nbsp; am 10. April 1807.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Benedikt II.Geygis (1807\u20131818)<\/p>\n<p>Benedikt Geygis wurde am 02. April 1752 in Bremgarten geboren.  <\/p>\n<p>Er trat in das Kloster Wettingen ein und legte am 18. Oktober 1772 seine Profess ab.  <\/p>\n<p>Am 10. Juni 1775 wurde er zum Priester geweiht.  <\/p>\n<p><a name=\"cite_ref-2\"><\/a>Vom November 1775 bis 1779 war er Pr\u00e4ses der Marianischen Kongregation, vom September 1779 bis 1785 Bibliothekar und Professor der Theologie Ab 1798 war er Vikar von Spreitenbach.Von Mai 1785 an war er Gro\u00dfkellner.  <\/p>\n<p>Am 20. April 1807 wurde er zum Abt gew\u00e4hlt. Die Wahl fand unter Leitung des Generalabt&nbsp; Ambrosius Glutz (1787-1823) von Kloster St. Urban. Statt. Abt Sebastian hatte 1806  <\/p>\n<p>Schweizer Zisterzienserkongregation gegr\u00fcndet und war deren erster Generalabt gewesen.  <\/p>\n<p>Da nach der S\u00e4kularisation der Mutterabtei Salem 1803 der letzte Abt Kaspar Oechsle (1802) auf alle Rechte verzichtet hatte, war nur noch die p\u00e4pstliche Best\u00e4tigung n\u00f6tig, die am 3. August 1807 ausgestellt wurde. Die Benediktion erfolgte am 18. Oktober 1807 in Wettingen.  <\/p>\n<p>Die Weihe nahm Nuntius Fabrizio Sceberras Testaferrata (1802-1816) unter Assistenz der \u00c4bte Ambros Glutz und Januarius Frey (1805-1831)von Rheinau vor.  <\/p>\n<p>Von 1812 bis 1815 war er Generalabt (Pr\u00e4ses) der Schweizerischen Zisterzienserkongregation. In dieser Zeit hatte er zwei schwierige Abtwahlen zu leiten und zwar in Hauterive und St. Urban.  <\/p>\n<p>In Hauterive wurde unter seiner Leitung Jean-Joseph Girard (1812-1831) und in St. Urban Friedrich Pfl\u00fcger (1813\u20131848) gew\u00e4hlt.  <\/p>\n<p>Was ihm in seiner Regierung auch Probleme bereitet hat, war die Abtrennung der Pfarreien um Baden vom Bistum Konstanz zum Bistum Basel zwang ihn, um die weitere Exemption zu k\u00e4mpfen.  <\/p>\n<p>Er m\u00fchte sich nach den unruhigen Jahren, die hinter Kloster Wettingen lagen, die Abtei wieder in ruhigeres Fahrwasser zu bringen. Au\u00dferdem versuchte er wieder neue Konventsmitglieder zu gewinnen.  <\/p>\n<p>Am 22. Mai 1808 konnte er zum erstmals seit 1791 wieder drei Novizen die Profess abnehmen, weitere folgten in den n\u00e4chsten Jahren .  <\/p>\n<p>Er musste sein Augenmerk auf die Wirtschaft legen. In der Zeit der Helvetik und auch noch w\u00e4hrend der Mediation war das Kloster praktisch ausgepl\u00fcndert worden  <\/p>\n<p>Zusammen mit dem Gro\u00dfkellner schaffte er es, die Kloster\u00f6konomie wieder zu verbessern.  <\/p>\n<p>Im April 1815 brach in Indonesien der Vulkan Tambora aus, Das wird heute als Haupturasche f\u00fcr die 1816\/17 folgenden Elends-und Hungerjahre in Europa gesehen.  <\/p>\n<p>Die Verbesserung der \u00d6konomie erm\u00f6glichte es Abt Benedikt, n den Hungerjahren 1816\/17 vielen Notleidenden zu helfen. Auch der Umgang mit den Beh\u00f6rden erforderte in dieser Zeit viel Geschick.  <\/p>\n<p>Abt Benedikt verstarb am 21. September 1818 ganz pl\u00f6tzlich  <\/p>\n<p>Er hinterlie\u00df eine handschriftliche Geschichte des Klosters zur Zeit der franz\u00f6sischen Invasion, die im Jahrgang 1893 der Cistercienser Chronik ver\u00f6ffentlicht wurde, au\u00dferdem ein Diarium. Der Konvent z\u00e4hlte bei Abt Benedikts Tod 26 Priester, 4 Kleriker und 7 Konversen, insgesamt 37 Mitglieder.  <\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Alberich II. Denzler (1818\u20131840)  <\/p>\n<p>Er wurde am 11. Dezember 1759 in Baden geboren.  <\/p>\n<p>Er besuchte das Gymnasium in Baden&nbsp; und absolvierte die philosophischen Jahrg\u00e4nge am Jesuitenkolleg in Luzern. 1778 trat er ins Kloster Wettingen ein. Seine Profess legte er 1779&nbsp; ab und wurde 1784 zum Priester geweiht.  <\/p>\n<p>Von 1785 bis&nbsp; 1790 war er Theologieprofessor im Kloster Hauterive. Nach Wettingen zur\u00fcckberufen, trat er hier dasselbe Amt an und versah es von 1790 bis 1796 und von 1807 bis 1832, auch noch als Abt. W\u00e4hrend dieser Zeit entstand eine mehrb\u00e4ndige, aber ungedruckt gebliebene  <\/p>\n<p>Dogmatik.  <\/p>\n<p>Am 28. April 1815 wurde er Prior und am 5. Oktober 1818 unter dem Vorsitz des Abtes Jean-Joseph Girard (1812-1831) von Hauterive als Generalvikar der Schweizer Kongregation&nbsp; zum Abt gew\u00e4hlt. Die p\u00e4pstliche Best\u00e4tigung<sup> <\/sup>kam schon am 8. Januar 1819 bei der Nuntiatur in Luzern an, und am 7. Februar 1819&nbsp; nahm der Nuntius Vinzenz Macchi (1818\/19) unter Assistenz der \u00c4bte Friedrich Pfluger&nbsp; von St. Urban und Ambrosius Bloch (1816-1838) von Muri in der Jesuitenkirche zu Luzern die Benediktion vor.  <\/p>\n<p>Neben seiner Lehrt\u00e4tigkeit war er von1795 bis zu seiner Wahl Sekret\u00e4r der \u00c4bte Sebastian und Benedikt.  <\/p>\n<p>Die ersten zw\u00f6lf Amtsjahre von Abt Alberich verliefen ruhig.  <\/p>\n<p>Die Finanzlage des Klosters hatte sich gebessert. So konnte er Bauma\u00dfnahmen an Kirchen und Pfarrh\u00f6fen unter anderem in Baden und Wettingen durchf\u00fchren lassen.  <\/p>\n<p>1833 lie\u00df er die Wettinger Klosterkirche mit neuen Deckenbildern ausmalen.  <\/p>\n<p>1827 feierte der Konvent das 600-j\u00e4hrige Bestehen von Kloster Wettingen.<\/p>\n<p>1830&nbsp; legten sechs Novizen ihre Profess ab. Das sollte die letzte in Kloster Wettingen sein.<\/p>\n<p>1803 wurde der Kanton Aargau geschaffen. Er war aus den heutigen Bezirken Baden, Bremgarten, Muri und Zurzach gebildet worden, die katholisch waren, und dem ehemaligen Bernischen Aargau. der protestantisch war.Der neue Kanton war parit\u00e4tisch.<\/p>\n<p>Die Bundesverfassung hatte zwar den Fortbestand der Kl\u00f6ster garantiert. Aber ein \u201cklosterfeindlicher Geist\u201d (Willi S.37) machte sich zunehmend bemerkbar.<\/p>\n<p>1835 stellte der gro\u00dfe Rat des Kanton Aargaus die Kl\u00f6ster vollst\u00e4ndig unter staatliche Verwaltung. 1833 hatte er die Aufnahme von Novizen verboten und 1834 die Klosterschulen aufgehoben.<\/p>\n<p>1834 musste das Klosterverm\u00f6gen inventarisiert werden.<\/p>\n<p>1836 mussten weltliche Verwalter eingesetzt werden, die bald die gesamte Verwaltung des Klosterverm\u00f6gens an sich zogen.<\/p>\n<p>Dazu kam ein \u201cpropagandistisches Begleitkonzert\u201d. Es gab immer mehr Schm\u00e4hschriften gegen Kl\u00f6ster.<\/p>\n<p>Abt Alberich war alt und gebrechlich geworden. Seit 1836 konnte er seines Amtes nicht mehr walten,<\/p>\n<p>Er starb am 9. September 1840 im 81. Lebensjahr. Er ist der letzte Abt, der noch in Wettingen bestattet wurde.<\/p>\n<p>Ein Nachfolger konnte aber noch gew\u00e4hlt werden.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Leopold H\u00f6chle (1840\u20131864).<\/p>\n<p>Er wurde am 28. Oktober 1791 in Klingnau geboren.<\/p>\n<p>Er besuchte die Lateinschule der Benediktiner von St. Blasien in Sion bei Klingnau. 1810 trat er in das Kloster Wettingen ein.<\/p>\n<p>Am 15. August 1810 legte er sie Ordensgel\u00fcbde ab.<\/p>\n<p>Am 22. Januar 1815 wurde er zum Priester geweiht,.<\/p>\n<p>Er war ein begabter Musiker und so wurde ihm das Amt des Stiftskantors und Kapellmeisters \u00fcbertragen. Von 1817 bis 1820 war er Vikar in Neuenhof und von 1820 bis 1825 Pfarrer in Wettingen. 1825 wurde er Beichtvater (Spiritual) der Zisterzienserinnen in Gnadenthal, wo er sich als \u00d6konom auch erfolgreich um die Wirtschaftsverwaltung k\u00fcmmerte. <\/p>\n<p>Nach dem Tod seines Vorg\u00e4ngers wurde er am 21. September 1840 v\u00f6llig \u00fcberraschend zum 42. Abt von Wettingen gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Aber schon am 13. Januar 1841 erfolgte die gewaltsame Aufhebung des Klosters durch Oberst Frey-Heros\u00e9 (1801-1873).<\/p>\n<p>Am 26. Januar kam er wieder um dem Konvent zu verk\u00fcnden, dass dieser binnen 48 Stunden das Kloster zu verlassen habe.<\/p>\n<p>Kapitalien nahmen sie nicht&nbsp; mit. Aber Pater Ludwig Oswald nahm die Regel des Benedikt mit, aus der t\u00e4glich vorgelesen wurde und das Necrolog.<\/p>\n<p>Abt Leopold nahm seinen ersten Aufenthalt im Zisterzienserinnenkloster Frauenthal, in der Hoffnung, dass die Tagsatzung den Beschluss der aargauischen Regierung aufheben w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Am 7. M\u00e4rz 1841 erteilte ihm Nuntius Pasquale Gizzi(1839-1841) in Schwyz in seiner Privatkapelle die Benediktion. <\/p>\n<p>Abt Leopold versuchte seine M\u00f6nche zusammen zu halten und kam zun\u00e4chst&nbsp; im Schloss Buonas am Westufer des Zugersees unter&nbsp; und ab 1845 im ehemaligen Franziskanerkloster Werthenstein im Kanton Luzern. <\/p>\n<p>Er hatte zun\u00e4chst nicht vor, die Schweiz zu verlassen. <\/p>\n<p>Aber Hofrat Friedrich Emanuel von Hurter (1787-1865), ein \u00f6sterreichisch-schweizer Historiker und Theologe und Karl Adolf Konstantin H\u00f6fler (1811-1897), Historiker und Professor in M\u00fcnchen unterst\u00fctzten ihn und richteten<\/p>\n<p>seine Blicke nach Bayern. K\u00f6nig Ludwig I. (1825-1848)von Bayern h\u00e4tte gerne ein Zisterzienserkloster in Bayern gehabt. Er sicherte dem zu gr\u00fcndenden Kloster ein Stiftungskapital von 50.000\u2014, das sind etwa 12.625.322,00 \u20ac zu.<\/p>\n<p>Es wurden mehrere leerstehende Kl\u00f6ster besichtigt. Das Vorhaben scheiterte aber an dem Verlangen der bayrischen Regierung, innerhalb von 8 Jahren ein vollst\u00e4ndiges Staatsgymnasium zu errichten.<\/p>\n<p>Abt Leopold und die verbliebenen M\u00f6nche hatten in Wurmsbach Unterschlupf gefunden, wurden jetzt aber ein zweites Mal vertrieben.<\/p>\n<p>Bayern als Zufluchtsort viel aber auch aus.&nbsp; Dort hatte K\u00f6nig Ludwig im Zug der Revolution von 1848 abgedankt.<\/p>\n<p>Aber 1853 wies&nbsp; Pater Robert Reutemann ein Benediktinerpater aus Einsiedeln Abt Leopold auf Kloster Mehrerau bei Bregenz hin.<\/p>\n<p>Er hatte sich dort als junger Priester w\u00e4hrend der franz\u00f6sischen Invasion aufgehalten.<\/p>\n<p>Abt Leopold beriet sich&nbsp; nun mit von Hurter und Domdekan Greith (1807-1882) aus St. Gallen einem weiteren Vertrauten.<\/p>\n<p>Die eingezogenen Erkundigungen waren g\u00fcnstig und am 28. M\u00e4rz 1854 schloss Abt Leopold mit dem Besitzer Franz Xaver von Feuerstein einen Kaufvertrag \u00fcber 48000 fl., das sind etwa 12.120.309,00 \u20ac.<\/p>\n<p>Abt Leopold reiste sofort nach Wien, wo er von Kaiser Franz-Joseph (1848-1916) huldvoll empfangen wurde.<\/p>\n<p>Der Staat genehmigte die Niederlassung.<\/p>\n<p>Im selben Monat wurde mit der Restaurierung der Geb\u00e4ude begonnen, und am 18.10.1854 formierte sich der zwischenzeitlich in alle Winde zerstreute Konvent neu. Um die Kontinuit\u00e4t der Klostertradition zu wahren, wurde Mehrerau dem Kloster Wettingen als Priorat der deutsch-schweizerischen Kongregation inkorporiert, dann wurde der Sitz von Wettingen nach Mehrerau verlegt, so konnten alle Rechte und Privilegien aufrechterhalten werden. Deshalb nennt sich der Abt seitdem &#8222;Abt von Wettingen und Prior von Mehrerau&#8220;.<\/p>\n<p>Am 8. Juni 1854 reiste Abt Leopold mit einigen Patres nach Vorarlberg und wurde von der Bev\u00f6lkerung freudig begr\u00fc\u00dft.<\/p>\n<p>Am 18.Oktober 1854 wurde das Kloster feierlich er\u00f6ffnet.<\/p>\n<p>Kloster Mehrerau war 1807 aufgel\u00f6st worden, Danach hatte es als Kaserne gedient. 1839 war das \u00d6konomiegeb\u00e4ude durch Brand zerst\u00f6rt worden.<\/p>\n<p>Alles war in h\u00f6chstem Ma\u00dfe reparaturbed\u00fcrftig.<\/p>\n<p>Der Abt hatte zu Spenden aufgerufen, die reichlich flossen.<\/p>\n<p>1856 begann der erste Unterricht in der philosophisch-theologischen Hauslehranstalt.<\/p>\n<p>Am 7. August 1859 konnte die neue Kirche auf alten Fundamenten eingeweiht werden.Abt Leopold verstarb am&nbsp; 23. Mai 1864.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der zehn Jahre w\u00e4hrenden Regierung H\u00f6chles in Mehrerau traten zwanzig Professen in das Kloster ein \u2013 die ersten seit 24 Jahren \u2013, darunter die sp\u00e4teren \u00c4bte Maurus Kalkum (Wettingen-Mehrerau) und Dominikus Willi (Marienstatt). <\/p>\n<p>Zu seinem Nachfolger wurde Abt Martin Reimann (1864\u20131878) als 43. Abt von Wettingen und 2. Prior von Mehrerau gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Er ist am 11. April 1798 in Oberrohrdorf-Staretschwil, Kanton Aargau geboren.<\/p>\n<p>Er studierte in Luzern und trat dann in das Kloster Wettingen ein.<\/p>\n<p>Am 2. Februar 1817 legte er seine Profess ab.<\/p>\n<p>Am 24. Juni 1821 wurde er zum Priester geweiht.<\/p>\n<p>1826 wurde er Granarius (Kornmeister) und hatte) die Aufsicht \u00fcber die Klosterm\u00fchle und die eingehenden Getreidezehnten. Seit 1828 war er als Gro\u00dfkellner (Cellerar) f\u00fcr die Verwaltung des gesamten Klosterbesitzes und die F\u00fchrung des Wirtschaftsbetriebes zust\u00e4ndig.<\/p>\n<p>1834 musste er bei&nbsp; der die Aufhebung des Klosters vorbereitenden Inventarisierung des Klosterverm\u00f6gens mithelfen. Erschwert wurde seine Aufgabe durch die staatliche Verwaltung, unter die das Kloster seit 1836 gestellt war. <\/p>\n<p>Bei der Wahl des neuen Abtes 1840 unterlag er Dem gew\u00e4hlten Abt Leopold mit einer Stimme.<\/p>\n<p>Nach der Aufhebung des Klosters 1841 musste Martin sich noch einige Tage zur Verf\u00fcgung der Liquidatoren halten. Dann ging auch er ins Exil.<\/p>\n<p>Seit 1844 war er Prior und lebte&nbsp; mit dem Konvent im Kloster Werthenstein. Im Sonderbundskrieg&nbsp; (3. bis zum 29. November 1847) musste er vor&nbsp; den&nbsp; heranr\u00fcckenden Truppen des Generals Frey-Heros\u00e9 fliehen und gelangte<\/p>\n<p>auf einer abenteuerlichen Flucht \u00fcber tiefverschneite Alpenp\u00e4sse nach Gries bei Bozen.<\/p>\n<p>Im Januar 1848 kehrte er nach Werthenstein zur\u00fcck, wurde dort aber bald zum dritten Mal vertrieben, dieses Mal von der neuen Regierung in Luzern.<\/p>\n<p>.Er ging nach Schwyz, wo er als Seelsorger aushalf und das Dominikanerinnenkloster St. Peter am Bach betreute. 1850 \u00fcbernahm er die erledigte Pfr\u00fcnde der Kaplanei Wagen bei Wurmsbach. <\/p>\n<p>Nachdem der Konvent von Wettingen 1854 das ehemalige Benediktinerkloster aufgekauft hatte, kam er auch nach Mehrerau, war dort Prior, wirkte am Wiederaufbau mit und<\/p>\n<p>leitete als Direktor die neugegr\u00fcndete \u00bbLehr- und Erziehungsanstalt\u00ab (Nov. 1854\u20131864). Vier Wochen nach Abt Leopolds Tod wurde er zum Nachfolger von Abt Leopold gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Am 26. M\u00e4rz 1865 wurde er vom Bischof von St. P\u00f6lten Joseph Fe\u00dfler (1865 \u2013 1872) benediziert.Es assistierten die \u00c4bte Heinrich IV. Schmid (1846 \u20131874 ) von Kloster Einsiedeln und <\/p>\n<p>Augustin Fuchs (1831\u20131848 ) von Kloster Kreuzlingen. Kloster Kreuzlingen war 1848 vom Kanton Thurgau aufgehoben worden und Augustin lebte im Exil in Kloster Mehrerau.<\/p>\n<p>Abt Martin setzte die Aufbauarbeiten seines Vorg\u00e4ngers Abt Leopold fort, an denen er ja als Prior mitgewirkt hatte.<\/p>\n<p>1868 errichtete er auf Bitten seiner Sch\u00fcler die Marianische Studentenkongregation. <\/p>\n<p>Er lie\u00df Vorratsr\u00e4ume und Wohnungen f\u00fcr die Bediensteten und G\u00e4ste bauen. 1872\/73 lie\u00df er den Kirchturm errichten und ein Gel\u00e4ute einziehen. Er baute dem wachsenden Bedarf entsprechend das Internat aus, lie\u00df die Brandruinen am Eingang zur Gesamtanlage beseitigen.<\/p>\n<p>Am 16. Juli 1871 feierte er sein 50-j\u00e4hriges Priesterjubil\u00e4um.<\/p>\n<p>1874 verlieh ihm Kaiser Franz Joseph das Komturkreuz des Franz Joseph Orden.<\/p>\n<p>Im Juni 1878 erlitt Abt Martin einen leichten Schlaganfall, dem er am 30. Juni 1878 erlag.<\/p>\n<p>Am 17. Juli 1878 wurde Maurus Kalkum zum 46. Abt von Kloster Wettingen und 3. Prior von Mehrerau gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Er ist am 29. April 1836 in Koblenz geboren.<\/p>\n<p>Dort besuchte er ab 1848 das Gymnasium und&nbsp; dann ab 1855 als Externer das Stiftsgymnasium Einsiedeln. <\/p>\n<p>1858 trat er in das Priesterseminar in Chur ein. Mit dem Seminar machte er 1860 einen Ausflug ins Kloster Mehrerau.<\/p>\n<p>Das Kloster machte einen solchen Eindruck auf ihn, dass er sich mit dem Gedanken besch\u00e4ftigte Zisterzienser zu werden.<\/p>\n<p>Am 13. August 1860 wurde er in Chur durch Bischof Nicolaus Franz Florentini (1859\u20131876 ) zum Priester geweiht.<\/p>\n<p>Anfang 1861 trat er zusammen mit Dominkus Willi sein Noviziat in Mehrerau an.<\/p>\n<p>Am 13. November 1862 legte er seine Ordensgel\u00fcbde ab. <\/p>\n<p>Schon als Novize unterrichtete er am Institut in Mehrerau.<\/p>\n<p>Nach der Profess wurde er Pr\u00e4fekt am Collegium St. Bernardi (1863\/64), Novizenmeister und schlie\u00dflich Prior. <\/p>\n<p>Nach dem Tod von Abt Martin 1878 wurde er unter dem Vorsitz des Generalvikars der \u00f6sterreichischen Zisterzienserkongregation, Abt Leopold Wackar\u017e von Hohenfurt (Generalbt von 1881-1900) zum&nbsp; Abt von Wettingen in Mehrerau gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Die Best\u00e4tigung aus Rom dauerte. Am&nbsp; 27. April1879 wurde er&nbsp; von Bischof Johann Nepomuk Amberg (1865 \u20131882 )<\/p>\n<p>von Feldkirch unter Assistenz der \u00c4bte von Einsiedeln, Basilius Oberholzer (1875-1895)&nbsp; , und Engelberg, Anselm Villiger (1866\u20131901), geweiht.<\/p>\n<p>Zu seiner T\u00e4tigkeit als Abt sagt Dominkus Willi, Abt Maurus&nbsp; sei neben Abt Peter II. (1594-1633) der tatkr\u00e4ftigste Abt von Wettingen gewesen. (Erinnerungen an den Hochw\u00fcrdigsten Herrn Maurus Kalkum, Bregenz 1893 S. 3)<\/p>\n<p>Mehrerau war damals \u201carm wie eine Kirchenmaus\u201d (Willi S. 15)<\/p>\n<p>1872 lie\u00df er den Turm ausbauen, der 1859 wegen Geldmangel fast unvollendet geblieben war.<\/p>\n<p>Der Reliquienschatz von Wettingen&nbsp; war 1841 bei der Aufhebung des Klosters gerettet worden. Diesen vermehrte er nun.<\/p>\n<p>Er lie\u00df die Kloster- und Schulgeb\u00e4ude betr\u00e4chtlich erweitern und die Klosterkirche ausmalen und umgestalten. <\/p>\n<p>Die Umgestaltung der Klosterkirche wurde zum 2. Jubil\u00e4um der Gr\u00fcndung von Mehrerau beschlossen.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr wurde&nbsp; Franz Joseph Schwarz, Stadtpfarrer in Ellwangen und hervorragender Kenner, Forscher und Schriftsteller auf dem Gebiete der kirchlichen Kunst, insbesondere der Baukunst gewonnen.<\/p>\n<p>Er vermittelte den Kirchenmaler Fran z Xaver Kolb aus Ellwangen (1827-1889), der den Umbau der Kirche und die Ausmalung vornahm. Er malte auch die Kapelle des Schulgeb\u00e4udes.<\/p>\n<p>Die Schule hatte Platz f\u00fcr 80 Z\u00f6glinge und konnte nun nach dem Umbau 200 Sch\u00fcler aufnehmen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Wirtschaftsbetriebe wurden u.a. neue Stallungen, ein S\u00e4gewerk, eine W\u00e4scherei und eine Metzgerei errichtet. Die finanziellen Mittel daf\u00fcr brachte er durch zahlreiche \u00bbBettelg\u00e4nge\u00ab, bis hin zur preu\u00dfischen K\u00f6nigin Augusta von von Sachsen-Weimar-Eisenach (1811-1890)&nbsp; zusammen. <\/p>\n<p>Er schaffte auch die Arrondierung des Klosterbesitzes. Bregenz hatte sich n\u00e4mlich durch den zunehmenden Schiffs-und Eisenbahnverkehr immer mehr ausgedehnt.<\/p>\n<p>Das Kloster wurde durch die Aufk\u00e4ufe von den Folgen der zunehmenden Industrialisierung bewahrt.<\/p>\n<p>Die Zahl der Klosterangeh\u00f6rigen vermehrte sich stark. Beim Amtsantritt von Abt Maurus umfasste der Konvent 29 M\u00f6nche, 9 Laienbr\u00fcder und zwei Novizen.<\/p>\n<p>In seiner Regierungszeit traten 35 M\u00f6nche und 16 Laienbr\u00fcder ein. Bei seinem Tode bestand der Konvent aus 35 Priestern, 10 Klerikern, 7 Chornovizen, 19 Laienbr\u00fcdern und 4 Laienbr\u00fcdernovizen.<\/p>\n<p>Der Platz reichte nicht mehr aus. Deshalb wurden 1892 zwei neue Fl\u00fcgel gebaut, ein Refektorium und eine neue Bibliothek.<\/p>\n<p>Die wissenschaftliche Sammlung wurde vermehrt und der Buchbestand stieg von 10.000 auf 40.000 B\u00e4nde.<\/p>\n<p>Wettingen-Mehrerau unterstanden vier Nonnenkl\u00f6ster und auch hier stieg&nbsp; die Zahl von Nonnen von 162 auf 208. <\/p>\n<p>Er kehrte in den Frauekl\u00f6stern auch wieder zu strengerer Regeltreue zur\u00fcck, was aber bald positive Fr\u00fcchte trug.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Orden schaffte er zwei wichtige Dinge.<\/p>\n<p>Das wichtigste war die Wiedererwerbung der Abtei Marienstatt . 1212 war es von Abt Heinrich von Heisterbach als Tochter von Heisterbach gegr\u00fcndet worden.<\/p>\n<p>1802 wurde es durch Graf Friedrich-Wilhelm (1768-1816 )von Nassau-Weilburg s\u00e4kularisiert.<\/p>\n<p>1888 erwarb Kloster Mehrerau-Wettingen die Abtei Marienstatt und sandte seine Prior Dominikus Willi mit zw\u00f6lf M\u00f6nchen zur Besiedlung nach Marienstatt.<\/p>\n<p>Er wurde dort der erste neue Abt. Dominikus war zusammen mit Maurus Novize <\/p>\n<p>Abt Maurus ernannte ihn am 14. August 1878 zum Prior.<\/p>\n<p>Erforschte ausf\u00fchrlich zu Kloster Wettingen und ist f\u00fcr dessen Geschichte die Hauptquelle.<\/p>\n<p>Von ihm stammt Album Wettingense: Verzeichnis der Mitglieder des exemten und konsistorialen Cistercienser-Stiftes,<\/p>\n<p>Die oberdeutsche und schweizerische Cistercienserkongregation, Das Cistercienserstift Wettingen- Mehrerau<\/p>\n<p>Erinnerungen an den Hochw\u00fcrdigsten Herrn Maurus Kalkum<\/p>\n<p>1898 wurde er Bischof von Limburg (bis 1913)<\/p>\n<p>Abt Maurus gr\u00fcndete 1891 unter Mitwirkung von Dominkus Willi die Schweizerische Zisterzienserkongregation wieder, die Abt Sebastian 1806 nach der S\u00e4kularisation und damit dem Ende der <\/p>\n<p>Oberdeutschen Zisterzienserkongregation zur Rettung der noch in der Schweiz bestehenden Zisterzen.<\/p>\n<p>Mit der Gr\u00fcndung von Marienstatt wurde sie zur Schweizerisch-Deutschen Zisterzienserkongregation erweitert. Heute ist es die Mehrerauer Kongregation.<\/p>\n<p>Heute geh\u00f6ren ihr neben dem Stammkloster Mehrerau in Bregenz (mit dem Priorat Birnau am Bodensee) die Abteien Marienstatt in Deutschland, Stams in Tirol (mit dem Priorat Untermais), Hauterive in der Schweiz und Sti\u010dna(Sittlich) in Slowenien, au\u00dferdem&nbsp; dreizehn Frauenabteien: Obersch\u00f6nenfeld (D), Mariastern-Gwiggen (A), Marienfeld (A), Frauenthal (CH), Magdenau (CH), Lichtenthal (D), Thyrnau (D), Mariazell-Wurmsbach (CH), Maigrauge (CH), Eschenbach (CH), Mariengarten (I), Waldsassen (D) und Porta Coeli (CZ), au\u00dferdem das Konventualpriorat Valley of Our Lady (USA) an.<\/p>\n<p>Maurus wurde Generalvikar der Kongregation.<\/p>\n<p>Abt Maurus hielt viele Exerzitien wohl \u00fcber 50 in seiner Amtszeitin den den Frauenkl\u00f6stern ab. Er wurde dazu auch in Kl\u00f6ster anderer Orden in der Schweiz und \u2018Deutschland berufen.<\/p>\n<p>Eine gr\u00fcndliche Schulung seiner M\u00f6nche lag ihm am Herzen. Er schickte viele junge M\u00f6nche nach Brixen und auch nach Rom.<\/p>\n<p>Er erkrankte 1893 an einer Lungenentz\u00fcndung, an der er am 22. Jan. 1893&nbsp; verstarb.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Laurentius Wocher (1893\u20131895).<\/p>\n<p>Er ist am 15. April 1856 in&nbsp; Bregenz geboren.<\/p>\n<p>Er besuchte das k.k. Staatsgymnasium Brixen und trat im Herbst 1875 in Mehrerau ein. Dort herrschte&nbsp; Priestermangel. Deshalb&nbsp; musste er&nbsp; schon im Noviziat sein Studium aufnehmen.<\/p>\n<p>Am 15. Oktober 1876 legte er seine Profess in Mehrerau ab. <\/p>\n<p>Er wurde am 2. November 1879 von Generalvikar, das ist der Vertreter des Di\u00f6zesanbischofs, Johann Amberg (1802-1882) von Feldkirch zum Priester geweiht.<\/p>\n<p>Gleich nach seiner Priesterweihe begann er am Kollegium der Abtei zu unterrichten. <\/p>\n<p>Schon als Student neigte er zu historischen Forschungen. Deshalb machte ihn Abt Maurus&nbsp; 1881 zum Archivar des Klosters und im folgenden Jahr zum Bibliothekar.<\/p>\n<p>Er schaffte um 10.000 B\u00e4nde f\u00fcr die Bibliothek an. F\u00fcr die Bibliothek entwickelte er eine Systematik,noch heute gilt. Au\u00dferdem besch\u00e4ftigte sich auch sehr mit der Heraldik. <\/p>\n<p>Sein Interesse galt nicht nur den B\u00fcchern.<\/p>\n<p>Abt Maurus machte ihn im September 1890 zu seinem Gro\u00dfkellner (Cellerar) und Sekret\u00e4r. In dieser Funktion \u00fcberwachte und plante er die Arbeiten zur Errichtung der beiden Klosterfl\u00fcgel. <\/p>\n<p>Abt Maurus verschaffte er ihm auch den Titel eines Apostolischen Notars.<\/p>\n<p>Nach dem Tod von Abt Maurus wurde er am 31. Januar 1893 zum Abt gew\u00e4hlt und am 16. Juni 1893 pr\u00e4konisiert.<\/p>\n<p>Danach unternahm er mehrere Visitationsreisen , um die Kl\u00f6ster seiner Kongregation kennenzulernen. Vorher hatte er dazu&nbsp; niemals Zeit gehabt hat. Er veranlasste eine \u00dcberarbeitung der 1735 zum letzten Mal best\u00e4tigten Konstitutionen der ehemals oberdeutschen, jetzt schweizerisch-deutschen Kongregation, die am 8. M\u00e4rz 1895 vom Generalabt Leopold Wackar\u017e best\u00e4tigt wurden. Au\u00dferdem setzte er eine Kommission zur Herausgabe eines Manuale Rituum ein. <\/p>\n<p>gleich nach seiner Wahl hatte sich Abt Laurenz mit der Wiederbesiedlung des ehemaligen Klosters Sittich in Krain befasst und unternahm noch im September 1893 eine Reise dorthin. Sein fr\u00fcher Tod vereitelte zun\u00e4chst die Wiederbegr\u00fcndung, die erst seinem Nachfolger <a href=\"http:\/\/www.zisterzienserlexikon.de\/wiki\/St%C3%B6ckli,_Augustin\">Augustin St\u00f6ckli<\/a> gelang (1898). <\/p>\n<p>Abt Laurentius hatte ein sehr rastloses Leben gef\u00fchrt. Er war Lehrer, Verwalter, Bauleiter und Abt .<\/p>\n<p>Es ist nicht verwunderlich, dass er schon mit 39 Jahren einem Hirnschlag erlag.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Augustin St\u00f6ckli (1895\u20131902)<\/p>\n<p>Er ist am 22. November 1857 in Ruswil, Kanton&nbsp; Luzern geboren.<\/p>\n<p>Er folgte dem Beispiel eines Onkels und wollte Priester werden.<\/p>\n<p>Er erhielt seine Schulbildung in Zug und am Stiftsgymnasium Engelberg.<\/p>\n<p>1880 trat in das Kloster&nbsp; Mehrerau&nbsp; ein. Am 1. Oktober 1881 legte er die Profess ab und wurde nach dem Studium an der Hauslehranstalt am 26. Oktober 1884 zum Priester geweiht. <\/p>\n<p>Dann wurde er Lehrer am am Kollegium Bernardi der Abtei Mehrerau auf (bis 1895). Am 15. August 1886 wurde er Subpr\u00e4fekt, 1887 Subpr\u00e4ses und am 20. August 1889 Pr\u00e4ses der Marianischen Kongregation. Am 14. August 1893 wurde er&nbsp; Pr\u00e4fekt des Instituts. <\/p>\n<p>Nach dem pl\u00f6tzlichen Tod des Abtes Laurentius&nbsp; 1895 wurde er 3. Mai 1895) zu seinem&nbsp; Nachfolger gew\u00e4hlt und am 2. Dezember 1895 im p\u00e4pstlichen Konsistorium pr\u00e4konisiert. <\/p>\n<p>Er wurde durch&nbsp; Bischof Johann Zobl (18885.1907) von Feldkirchg unter Assistenz von Bischof Dominikus Willi (1898-1913) von Limburg und Abt Stephan Mariacher (1895\u20131937) von Stams&nbsp; am 19. Januar 1896 benediziert. <\/p>\n<p>Die dunklen Fenster der Abteikirche lie\u00df er durch helle ersetzen.<\/p>\n<p>Die Geb\u00e4ude der Landwirtschaft brannten 1898 ab. Diese lie\u00df er durch gr\u00f6\u00dfere ersetzen.<\/p>\n<p>Das Collegium lie\u00df er auch vergr\u00f6\u00dfern und R\u00e4umlichkeiten zur Unterbringung der naturwissenschaftlichen und physikalischen Lehrsammlungen errichten.&nbsp; <\/p>\n<p>Die Schreinerei wurde auf elektrischen Betrieb umgestellt und mit modernen Maschinen ausger\u00fcstet. <\/p>\n<p>1898 \u2013 zum 800-j\u00e4hrigen Jubil\u00e4um des Zisterzienserordens \u2013 gelang es St\u00f6ckli, das 1784 unter Kaiser Joseph II (1765-1790) aufgehobene, aber fast vollst\u00e4ndig erhaltene ehemalige f\u00fcrstliche Stift Sittich (Sti\u010dna) mit fast 200 Hektar Umland wieder f\u00fcr den Orden zu erwerben und von Mehrerau aus zu besiedeln. Es war dies die zweite Gr\u00fcndung innerhalb von zehn Jahren, die von Mehrerau ausging.<\/p>\n<p>Abt Augustin starb unerwartet am 24. September 1902 auf einer Reise in die Schweiz im Zisterzienserinnenkloster Eschenbach an einer Aortenruptur, nachdem er noch am 21. September 1902 in seiner Geburtsgemeinde Ruswil eine Festpredigt gehalten hatte.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Eugen Notz (1902\u20131917)<\/p>\n<p>Er ist am 10. Jan. 1857 in Reichenhofen- Leutkirch geboren.<\/p>\n<p>Als Zehnj\u00e4hriger kam er an das Collegium Bernardi&nbsp; der Abtei Mehrerau Als Sechzehnj\u00e4hriger trat er&nbsp; in das Noviziat ein und erhielt den seligen Zisterzienserpapst Eugen III.&nbsp; zum Patron. Am 18. Oktober 1874 legte er die Profess ab und wurde am 13. Juli 1879 zum Priester geweiht. <\/p>\n<p>Noch vor der Priesterweihe wurde er als Subpr\u00e4fekt eingesetzt. Ende Dezember 1879 wurde er Pr\u00e4fekt des Internats. In dieser Position blieb er von&nbsp; 1880 bis&nbsp; 1893.In dieser Zeit wurde&nbsp; das Gymnasium auf das Doppelte erweitert wurde und die Zahl der Sch\u00fcler stieg von 100 auf \u00fcber 220. <\/p>\n<p>Daneben unterrichtete er Religion, Latein und Griechisch an der Stiftsschule. <\/p>\n<p>Er war schon fr\u00fch schwer zuckerkrank. Deshalb versetzte ihn Abt Laurentius&nbsp; auf die weniger anstrengende Stelle des Beichtvaters bei den Zisterzienserinnen im Kloster Wurmsbach im Kanton&nbsp; St. Gallen. Von dort rief ihn nach drei Jahren&nbsp; Abt Augustin&nbsp; als Gastmeister und Pr\u00e4ses der Marianischen Kongregation wieder nach Mehrerau zur\u00fcck. Er&nbsp; nahm er seine Unterrichtst\u00e4tigkeit wieder auf und wurde zu Weihnachten 1900 zum Subprior bef\u00f6rdert. <\/p>\n<p>Nach dem&nbsp; Tod von Abt Augustin&nbsp; im Kloster Eschenbach wurde er&nbsp; am 2. Oktober 1902 zum neuen Abt und Generalvikar der deutsch-schweizerischen Kongregation gew\u00e4hlt. Im April 1903 traf das p\u00e4pstliche Best\u00e4tigungsbreve ein und der Limburger Bischof Dominikus Willi&nbsp; benedizierte <\/p>\n<p>ihn am 19. April 1903. <\/p>\n<p>Abt Eugen f\u00fchrte die Abtei durch die Vorkriegszeit und den Ersten Weltkrieg, der auch unter den ehemaligen Stiftsz\u00f6glingen viele Opfer forderte. Er starb er am 4. August 1917 in Mehrerau, rasch und unerwartet, nach kaum zweit\u00e4gigem Krankenlager. <\/p>\n<p>Zu seinem Nachfolger wurde Abt Kassian Haid(1917-1949) gew\u00e4hlt. <\/p>\n<p>Er wurde am 26. Nov. 1879 in \u00d6tz in Tirol geboren und auf den Namen Josef getauft. <\/p>\n<p>Sein Vater war Johann Tobias Haid,&nbsp; Postmeister und Landtagsabgeordneter. Er war auch&nbsp; Gr\u00fcnder der ersten Raiffeisenkasse in Tirol und Gr\u00fcnder des damaligen &#8222;Versch\u00f6nerungsvereines&#8220; ein der heutigen Tourismusverb\u00e4nde. <\/p>\n<p>Josef besuchte die Gymnasien in Hall, Brixen und Mehrerau. Noch als Sch\u00fcler trat er 1897 in das Zisterzienserkloster Mehrerau in Bregenz ein. Er machte 1900 die Matura am Stadtgymnasium Feldkirch.&nbsp; Am 24. Mai 1903 wurde er zum Priester geweiht. <\/p>\n<p>Von 1903 bis 1907 studierte Haid in Innsbruck Geschichte und Geographie. Er promovierte 1907 und legte die Lehramtspr\u00fcfung ab.<\/p>\n<p>1908 erhielt ein Stipendium als ordentliches Mitglied des \u00f6sterreichischen historischen Institutes in Rom und weilte dort ein halbes Jahr. <\/p>\n<p>Dann kehrte er nach Mehrerau zur\u00fcck. Von 1909 bis 1919 war er Direktor der Stiftsschulen Mehrerau. <\/p>\n<p>Nach dem Tod seines Vorg\u00e4ngers Abt Eugen wurde er am&nbsp; 16. August 1917 unter dem Vorsitz des Marienstatter Abts Konrad Kolb ( 1898\u20131918 ) von Kloster Marienstatt&nbsp; zum Abt von Mehrerau gew\u00e4hlt.&nbsp; Durch den Brixener F\u00fcrstbischof Franziskus Egger(1912-1918) am 18. November 1917.<\/p>\n<p>unter Assistenz der \u00c4bte der Tochterabteien Konrad Kolb (Marienstatt) und Bernhard Widmann(1913-1922) (Sittich) benediziert.<\/p>\n<p>1919 konnte er die<strong> <\/strong>Wallfahrtskirche Birnau, die von 1747-1750 von dem Salemer Abt<strong> <\/strong>Anselm II. Schwab (1746-1778) von dem Vorarlberger Baumeister Peter Thumb erbaut worden ist, f\u00fcr 70.000 Mark vom Land Baden kaufen.<\/p>\n<p>Er konnte auch noch Schloss Maurach unterhalb der Kirche kaufen.<\/p>\n<p>Die Kirche ist heute ein Priorat von Kloster Mehrerau. Sie wurde am 20. November 1919 feierlich wiederer\u00f6ffnet<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der&nbsp; Regierungszeit von Abt Kassian wurde das Collegium Sancti Bernardi zu einem Vollgymnasium mit \u00d6ffentlichkeitsrecht. Neben dem Gymnasium wurden eine eine Landwirtschaftsschule und das Sanatorium Maria, Heil der Kranken (eingeweiht 1923) errichtet,<\/p>\n<p>Am 7. Sep. 1920 wurde Abt Kassian&nbsp; auf dem in Mehrerau einberufenen Generalkapitel als Nachfolger des verstorbenen Amadeus de Bie (1900-1920) zus\u00e4tzlich zum Generalabt gew\u00e4hlt .&nbsp; Damit auch f\u00fcr die Leitung des Gesamtordens zust\u00e4ndig. <\/p>\n<p>Mehrmals reiste er deshalb nach Rom. Auch Visitatiions-und Informationsreisen zu den Kl\u00f6stern waren n\u00f6tig.<\/p>\n<p>1921 besiedelten M\u00f6nche aus dem Kloster Sittlich das Kloster Bronnbach im Taubertal wieder. <\/p>\n<p>Als Bronnbach 1923 durch p\u00e4pstliches Breve zur Abtei erhoben wurde, vollzog er als Generalabt und zugleich Vaterabt von Sittich die Neuerrichtung und Einsetzung des Abtes Bernhard Widmann(1922-1931) und bestellte in Sittich den bisherigen Prior Augu\u0161tin Kostelec zum Prior regens und Administrator Abt 1924- 1963). <\/p>\n<p>!931 wechselten die Zisterzienser nach Seligenpforten. Von 1931-1958 \u00fcbernahmen Kapuziner das Kloster Bronnbach.<\/p>\n<p>1925 erwarb Abt Kassian als Generalabt&nbsp; das Generalatshauses des Ordens auf dem Gianicolo in Rom.<\/p>\n<p>1927 f\u00fchrte Rom die Residenzpflicht f\u00fcr den Generalabt ein. Da Kassian Kloster Mehrerau nicht aufgeben wollte, resignierte er als Generalabt.<\/p>\n<p>1938 erfolgte der Anschluss \u00d6sterreichs&nbsp; an das Deutsche Reich. Die Nationalsozialisten \u00fcbernahmen auch die Macht in \u00d6sterreich.<\/p>\n<p>Abt Kassian ging ins Exil in die Schweiz. <\/p>\n<p>Als Abt-Pr\u00e4ses von Mehrerau unterstanden ihm dort die 5 Schweizer Zisterzienserinnenkl\u00f6ster.<\/p>\n<p>1939 konnte in der Schweiz das 1848 s\u00e4kularisierte Kloster Hauterive im Kanton Fribourg mit M\u00f6nchen aus Mehrerau wieder besiedelt werden.<\/p>\n<p>Erster Prior wurde Sighard Kleiner (1939-1950), der aus Mehrerau kam.<\/p>\n<p>Seit 1973 ist Hauterive wieder Abtei.<\/p>\n<p>Die Nationalsozialisten hoben die Abtei Mehrerau und die von ihr betriebenen Schulen 1941 auf.<\/p>\n<p>Nach dem Zusammenbruch des Deutschen Reichs kam Abt Kassian nach Kloster Mehrerau zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Er widmete sich n und dem Wiederaufbau der Abtei und der Schulen.<\/p>\n<p>Zum Freundeskreis von Abt Kassian z\u00e4hlten unter anderem Bischof Keppler (1898-1926 von Rottenburg), die Kardin\u00e4le Faulhaber (1917-1952) von M\u00fcnchen und Pacelli (Nuntius in Deutschland von 1920-1929), dieser auch als Pius XII (1939-1958). <\/p>\n<p>Er schrieb mehrere historische Abhandlungen und viele Beitr\u00e4ge und Rezensionen in der Cistercienser Chronik, wobei&nbsp; den historischen Studien, zumal der Ordensgeschichte,&nbsp; stets sein besonderes Interesse galt.<\/p>\n<p>Abt Kassian starb am 22. September 1949 Kloster Mehrerau.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Heinrich Suso Groner (1949\u20131968)<\/p>\n<p>Er wurde am 14. Dezember&nbsp; 1895 Tomerdingen bei Ulm als Gastwirtssohn geboren.<\/p>\n<p>Er besuchte die Internatsschulen der Benediktiner in Maria Einsiedeln und der Zisterzienser in Bregenz-Mehrerau. 1914 legte 1914 in der Stella Matutina der Jesuiten in Feldkirch die Matura ab. <\/p>\n<p>Dann bat er in Mehrerau um Aufnahme ins Kloster, wurde aber&nbsp; wegen der durch den Ausbruch des Ersten Weltkriegs verursachten Unsicherheiten zun\u00e4chst abgewiesen. Im September 1915 wurde er aber dann doch zugelassen.<\/p>\n<p>Als Schwabe erhielt er den Schwaben Heinrich Seuse (Suso) als Namenspatron.Seine Profess legte er 1916 ab.<\/p>\n<p>Nach der Profess studierte er in Mehrerau Philosophie und Theologie auf. Kurz vor Ende des Ersten Weltkriegs&nbsp; wurde er noch zum Landsturm eingezogen. <\/p>\n<p>Neben seinem Theologiestudium studierte er noch noch Mathematik und Physik. <\/p>\n<p>1920 wurde er am Canisium in Innsbruck zum Priester geweiht.<\/p>\n<p>Am 8. Juli 1923 wurde er&nbsp; mit einer Arbeit \u00fcber die innere Reibung zylinderf\u00f6rmiger Luftwellen zum Doktor der Philosophie promoviert. Im Herbst 1923 bestand er das Lehramtsexamen (Mathematik und Naturwissenschaften) f\u00fcr den Unterricht an Mittelschulen. <\/p>\n<p>Er unterrichtete am Collegium S. Bernardi und erwarb nebenher noch die Lehrbef\u00e4higung f\u00fcr Turnen.<\/p>\n<p>1938 wurde die Schule von den Nazis geschlossen.<\/p>\n<p>Daraufhin bestellte ihn&nbsp; Abt Kassian&nbsp; zum Spiritual der Zisterzienserinnen in Lichtenthal, wo er die Kriegsjahre verbrachte. <\/p>\n<p>Im Sp\u00e4tsommer 1949 wurde Heinrich Suso nach&nbsp; Mehrerau zur\u00fcckgerufen, um seine Unterrichtst\u00e4tigkeit wieder aufzunehmen und wohl auch um als Abt Kassians Wunschkandidat f\u00fcr eine Abtwahl zur Verf\u00fcgung zu stehen.  <\/p>\n<p>Da mit einer Genesung des schwerkranken Haid nicht mehr zu rechnen war, w\u00e4hlten die Kapitularen dem Wunsch ihres sterbenden Abtes entsprechend Heinrich Suso zum Koadjutor mit dem Recht der Nachfolge.  <\/p>\n<p>Die p\u00e4pstliche Best\u00e4tigung traf am Abend vor der Benefikation ein, die F\u00fcrsterzbischof Rohracher (1943-1969) von Salzburg unter Assistenz der \u00c4bte Benno Gut (1947-1959)von Einsiedeln und Idesbald Eicheler(1936-1971) von Marienstatt vornahm.  <\/p>\n<p>Abt Heinrich Suso m\u00fchte sich um Wiederherstellung der Ordnung im Inneren und \u00c4u\u00dferen.  <\/p>\n<p>Die Klausur wurde provisorisch wieder hergestellt.  <\/p>\n<p>Kloster- und Kollegsgeb\u00e4ude wurden wiederhergestellt und ausgebaut. Dann wurde die Abteikirche grundlegend umgebaut.  <\/p>\n<p>1953 wurde das Jubil\u00e4umsjahr des Zisterzienserordens und 1954 das hundertj\u00e4hrige Bestehen der Abtei Mehrerau festlich begangen.  <\/p>\n<p>1956 musste die theologische Hauslehranstalt wegen Studentenmangels geschlossen werden.  <\/p>\n<p>Auch das Problem aller Kl\u00f6ster bekam Mehrerau zu sp\u00fcren. Die Zahl der Neueintritte ging deutlich zur\u00fcck.  <\/p>\n<p>Von 1962-1965 fand in Rom&nbsp; das Zweite Vatikanische Konzil statt.  <\/p>\n<p>Heinrich Suso nahm&nbsp; in seiner Stellung als gefreiter Abt (Territorialabt im Rang eines Bischofs) zwar teil, stand aber wohl den Reformen und Neuerungen eher reserviert gegen\u00fcber&nbsp; <\/p>\n<p>In Mehrerau berichtete er so gut wie nichts von den Vorg\u00e4ngen in Rom.  <\/p>\n<p>Er starb nach schwerer Krankheit am 7. Aug. 1968 Mehrerau .  <\/p>\n<p>Auf eigen wunsch wurde er nicht in der Abtkrypta sondern auf dem Klosterfriedhof beigesetzt.  <\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Kassian Lauterer (1968\u20132009).  <\/p>\n<p>Er ist am 29. Januar 1934 in Bregenz geboren. Sein Vater war der Postangestellte Peter Lauterer.  <\/p>\n<p>Nach der Wiederer\u00f6ffnung des &#8222;Collegium Bernardi&#8220; im Jahr 1945 war er dort&nbsp; einer der ersten Sch\u00fcler.&nbsp; bereits nach der 6. Gymnasialklasse trat er in den Orden ein.  <\/p>\n<p>Er studierte Theologie, zun\u00e4chst an der Theologischen Lehranstalt der Abtei,  <\/p>\n<p>Von 1955 an war er in Fribourg und schloss dort seine philosophischen und theologischen Studien ab.  <\/p>\n<p>1957 wurde er vom Feldkircher&nbsp; Weihbischof und Generalvikar Bruno Wechner (Bischof&nbsp; 1968-1989)&nbsp; zum Priester geweiht und wirkte dann als Lehrer und Pr\u00e4fekt am Mehrerauer Internat.  <\/p>\n<p>1968 w\u00e4hlte das Kapitel von Mehrerau Lauterer zum 52. Abt von Wettingen und 9. Prior von Mehrerau .  <\/p>\n<p>Nach der Best\u00e4tigung seiner Wahl zum Abt durch den Papst wurde er am 13. September 1968 von Abt Idesbald Eicheler(1936-1971)&nbsp; von Marienstatt installiert und am<\/p>\n<p>26. Oktober 1968 von Kardinal Benno Gut (1897-1970), dem vormaligen Abt von Einsiedeln (1947 \u20131959 ), zum Abt des Klosters Wettingen-Mehrerau geweiht. <\/p>\n<p>Auf den jungen Abt warteten in den folgenden Jahrzehnten gro\u00dfe Aufgaben. Die Klostergeb\u00e4ude mussten dringend saniert werden, der Konvent war zudem \u00fcberaltert und hatte Nachwuchssorgen. <\/p>\n<p>Seit 1975 war er Vorsitzender der Superiorenkonferenz der Di\u00f6zese Feldkirch. In der \u00d6sterreichischen Bischofskonferenz, der er von 1984 bis 2009 angeh\u00f6rte, war er Mitglied der Katechetischen Kommission. Am 5. Dezember 1977 wurde er&nbsp; in Innsbruck<\/p>\n<p>durch den Weihbischof und Generalvikar Jakob Weinbacher, Gro\u00dfprior des Ordens vom Heiligen Grab&nbsp; in \u00d6sterreich investiert. Kassian&nbsp; war 1978 als Gr\u00fcndungsprior wesentlich am Aufbau der Komturei Bregenz des Ordens beteiligt und bekleidete dieses Amt <\/p>\n<p>bis zu seiner Emeritierung 2009. <\/p>\n<p>Die Abtei Mehrerau auch von Vorw\u00fcrfen des sexuellen Missbrauchs betroffen. Es&nbsp; wurden auch Klagen gegen Abt Kassian eingereicht, <\/p>\n<p>weil dieser nach Bekanntwerden von Vorw\u00fcrfen nicht eingegriffen habe. <\/p>\n<p>Abt Kassian wies dies zur\u00fcck. Er betonte, dass sein 1968 verstorbener Vorg\u00e4nger, sein m\u00f6gliches Wissen nicht an ihn weitergegeben hat und ihm keinerlei Informationen \u00fcber eventuelle Verurteilungen von Pater J. hinterlassen hat. Auch in den Personalakten gab es keinerlei Unterlagen oder Hinweise. &#8222;Zur damaligen Zeit war es bedauerlicher Weise \u00fcblich, dass \u00fcber derartige Ereignisse einfach geschwiegen wurde.&#8220;, <\/p>\n<p>Er habe als ihm 1982 der Fall bekannt wurde, den betreffenden Pater&nbsp; aus dem Schuldienst entfernt, als Priester suspendiert und versetzt. Die Eltern des Opfers haben deshalb auf eine Anzeige verzichtet. (ots vom 18.04.2024<\/p>\n<p>Als Abt unterrichtete Lauterer (bis zu seiner Pensionierung) weiter Philosophie und Religion am Gymnasium. Er verfasste mehrere Beitr\u00e4ge zur Ordensgeschichte und -spiritualit\u00e4t in der Cistercienser Chronik, in Festschriften und Sammelwerken und gab die Cistercienser Chronik heraus. Bereits mit Erreichen der Altersgrenze von 70 Jahren hatte Lauterer seinen R\u00fccktritt angeboten, den der Konvent der Mehrerau aber abgelehnt hatte. Mit der Vollendung des 75. Lebensjahres am 29. Januar 2009 legte Lauterer sein Abtamt nieder.<\/p>\n<p>Er starb am 19. Oktober 2022 nach kurzer Krankheit im Landeskrankenhaus Bregenz. <\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Anselm van der Linde(2009-2018)<\/p>\n<p>Er wurde am&nbsp; 24. September 1970 Roodepoort in S\u00fcdafrika geboren.<\/p>\n<p>Er besuchte das Gymnasium in Pretoria und&nbsp; studierte von 1989 bis 1991 Politikwissenschaften an der Universit\u00e4t Pretoria.<\/p>\n<p>Von 1989 bis 1992 Mitarbeiter im Au\u00dfenministerium der Republik S\u00fcdafrika. <\/p>\n<p>Der Aufenthalt als Austauschsch\u00fcler in Deutschland wurde f\u00fcr seinen weiteren Lebensweg von entscheidender Bedeutung. Denn er lernte durch die Familie bei der er wohnte, die katholische Religionsgemeinschaft kennen.  <\/p>\n<p>Er&nbsp; konvertierte er zum Katholizismus und interessierte sich f\u00fcr eine Probezeit in einem Kloster in Europa. Er schrieb Kl\u00f6ster an und bekam die erste Antwort vom Mehrerauer Abt Kassian.  <\/p>\n<p>Im August 1994 trat er in die Abtei Mehrerau ein. <\/p>\n<p>Dann studierte ein Jahr Philosophie in Einsiedeln sowie Theologie in Rom. <\/p>\n<p>Danach studierte er Theologie am am &#8222;Angelicum&#8220; die von Mitgliedern des Dominikanerordens gef\u00fchrte p\u00e4pstliche Universit\u00e4t in Rom<\/p>\n<p>Am Angelicum erwarb er auch das Lizenziat in Kirchenrecht.<\/p>\n<p>1999 wurde er vom Feldkircher Bischof Klaus K\u00fcng&nbsp; (1989-2004, dann von 2004-2018 St. P\u00f6lten) zum Priester geweiht. <\/p>\n<p>2005 wurde er zum Kirchenanwalt der Di\u00f6zese Feldkirch ernannt.<\/p>\n<p>2006 wurde er Sekret\u00e4r der Mehrerauer Zisterzienserkongregation. <\/p>\n<p>Am 30. Januar 2009 wurde er an Stelle des zur\u00fcckgetretenen Kassian Lauterer zum Abt gew\u00e4hlt<\/p>\n<p>Er&nbsp; wurde&nbsp; am 18. Februar 2009 von Papst Benedikt XVI. best\u00e4tigt und am 21. M\u00e4rz 2009 in der Klosterkirche von Mehrerau&nbsp; vom&nbsp; Generalabt des Zisterzienserordens Maurus Esteva Alsina(1995-2010) benediziert.<\/p>\n<p>auch die erfolgreiche Neuausrichtung der Ordensschule Collegium Bernardi mit der \u00d6ffnung f\u00fcr M\u00e4dchen, die Einrichtung einer Volksschule sowie die Zusammenarbeit mit der Fu\u00dfballakademie und anderen Kooperationspartnern: &#8222;Auch hier, denke ich, sind zukunftsf\u00e4hige Konzepte entstanden.&#8220;  <\/p>\n<p>Eine seiner vorrangigen Aufgaben war es&nbsp; eine wirtschaftlich tragf\u00e4hige und nachhaltige Basis f\u00fcr die Klostergemeinschaft herzustellen. Der Brand in der Tischlerei, der dadurch entstandene Schaden sowie der Wiederaufbau waren Marksteine in den letzten Jahren wie die &#8211; leider notwendige &#8211; Schlie\u00dfung des Sanatoriums.  <\/p>\n<p>Er war auch f\u00fcr die Aufarbeitung der Missbrauchsf\u00e4lle in Mehrerau verantwortlich. Dieser Missbrauch hat ihn nach eigenen Worten pers\u00f6nlich sehr ersch\u00fcttert.(orden online vom 13. Juli 2018)  <\/p>\n<p>Abt Anselm trat am&nbsp; 12. Juli 2018&nbsp; \u00fcberraschend zur\u00fcck,&nbsp; Papst Franziskus zum 1. August 2018 annahm.  <\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Vinzen Wohlwend (seit 2018)  <\/p>\n<p>Er wurde am 15. Oktober 1969 in Grabs in der Schweiz geboren, ist aber Liechtensteiner Staatsb\u00fcrger.  <\/p>\n<p>Er besuchte in Schaan in Liechtenstein die Volksschule. Dann ging er auf Gymnasium der Zisterzienser in Mehrerau.  <\/p>\n<p>Dort machte er 1989 seine Matura. 1989\/90 studierte er in Salzburg Theologie. 1990 begann er das Noviziat in der Zisterzienserabtei Mehrerau, wo er ein Jahr sp\u00e4ter die zeitliche und 1994 die feierliche Profess ablegte.  <\/p>\n<p>Den letzten Abschnitt seine Theologiestudiums und das Pastoralpraktikum absolvierte er bis 1997 in Benediktbeuern.  <\/p>\n<p>Am 19. September 1998 wurde er von Bischof Maximilian Aichern(1982-2005) von Linz&nbsp; zum Priester geweiht. Von 1997 bis 2009 wirkte er als Erzieher am Collegium Bernardi in Mehrerau, seitdem als Religionslehrer. 2009 wurde P. Vinzenz Prior und Novizenmeister. Seit 1. Juli 2018 ist er Vorsitzender der Regionalkonferenz der Superioren in Vorarlberg.  <\/p>\n<p>Am 1. August 2018 wurde er unter Vorsitz des Abte von Marienstatt Andreas Range (\/2006-2022) zum Abt von Wettingen und Prior von Mehrerau gew\u00e4hlt.  <\/p>\n<p>Papst Franziskus best\u00e4tigte ihn am 23. November 2018 als Abt  <\/p>\n<p>Generalabt Mauro-Giuseppe Lepori (seit 2010) benedizierte ihn am 2.Januar 2019 in Mehrerau.  <\/p>\n<p>&nbsp; <\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <img decoding=\"async\" alt=\"Mehrerauer Kongregation &ndash; Wikipedia\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/d\/d4\/Mehrerau.jpg\/1200px-Mehrerau.jpg\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Nach der Gr\u00fcndungslegende des Kloster Wettingen unternahm Heinrich II. von Rapperswil um 1237&nbsp; zusammen mit seinem Bruder Rudolf eine Pilgerfahrt ins Heilige Land. 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