{"id":3309,"date":"2024-05-30T15:52:59","date_gmt":"2024-05-30T15:52:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/?p=3309"},"modified":"2024-05-30T15:52:59","modified_gmt":"2024-05-30T15:52:59","slug":"frstabtei-murbach","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/?p=3309","title":{"rendered":"F&uuml;rstabtei Murbach"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/0\/0b\/Abtei_Murbach.jpg\/220px-Abtei_Murbach.jpg\" width=\"220\" height=\"330\"><\/p>\n<p>Eberhard von Elsass (* um 702-747) war der zweite Sohn des Els\u00e4sserherzogs Adalbert. Er geh\u00f6rte dem Herzogsgeschlecht der Etichonen an. Nach dem Tode Adalberts ging die Herrschaft auf den \u00e4lteren Bruder Liutfriid.<\/p>\n<p>Die beiden Br\u00fcder beschlossen 727 eine Teilung des v\u00e4terlichen Erbes. Liutfried die herzogliche Herrschaft aus. Aber er konzentrierte sich auf den n\u00f6rdlichen Teil des Landes zwischen der Hohenburg und Stra\u00dfburg,<\/p>\n<p>Eberhard regierte de facto \u00fcber den s\u00fcdlichen Teil bis zur burgundischen Pforte. Ab diesem Jahr urkundeten die Br\u00fcder nicht mehr gemeinsam. Daraus schlie\u00dft die Forschung, dass Eberhard ein Parteig\u00e4nger des fr\u00e4nkischen<\/p>\n<p>Hausmeiers Karl Martell (+ 741) war. Eberhards einziger Sohn&nbsp; Anifridus verstarb schon fr\u00fch. <\/p>\n<p>Graf Eberhard gr\u00fcndete 727 unter Mithilfe des Wanderbischofs Pirmin das Kloster Murbach, das zun\u00e4chst den Namen Vivarius Peregrinorum erhielt. Er stattete seine Gr\u00fcndung reich aus.<\/p>\n<p>Es erhielt etwa 40 D\u00f6rfer , die zwischen Hagenau und der burgundischen Pforte lagen.<\/p>\n<p>Da er keine direkten Erben hatte, sch\u00e4digte er mit seiner&nbsp; Stiftung niemanden.<\/p>\n<p>Den Namen Murbach erhielt das Kloster erst sp\u00e4ter von dem Bach, an dem es gelegen war.<\/p>\n<p>Pirmin hatte einige Kl\u00f6ster gegr\u00fcndet unter anderem Mittelzell 724 auf der Insel Reichenau. (zu Pirmin siehe Mei B\u00fcchle Kloster Reichenau und Kloster Hornbach)<\/p>\n<p>Er musste Reichenau aber schon 727 verlassen, da der alemannischen Herzog Theudebald (vor 709-746), das Kloster, dass von Karl Martell<\/p>\n<p>im Herrschaftsbereich Theobalds gestiftet wurde,wohl als Provokation empfunden wurde.<\/p>\n<p>Pirmin kam also nach Murbach, baute die M\u00f6nchsgemeinschaft auf und weihte das Kloster und gab ihm den Namen Vivarius Peregrinorum .<\/p>\n<p>Er organisierte das Kloster nach dem Ideal der Peregrinatio<\/p>\n<p>Der&nbsp; Stra\u00dfburger Bischof Widegern&nbsp; (1. H\u00e4lfte 8.Jahrhundert)best\u00e4tigte dem Kloster seinen gesamten Besitz mit allem Zubeh\u00f6r, den es von Eberhard oder anderen geschenkt bekommen hatte und auch das was es in Zukunft erhalten wird. Der Bischof selbst <\/p>\n<p>oder seine Nachfolger d\u00fcrfen dem Kloster Befehle geben und Abgaben oder Geschenke verlangen. Ihren Abt Ihren Abt k\u00f6nnen sich die M\u00f6nche aus ihrer Mitte oder einem anderen Kloster, das Pirmin unter der Regel des Heiligen Benedikt geeint hat, selbst w\u00e4hlen.<\/p>\n<p>(in Regesten der Bisch\u00f6fe von Stra\u00dfburg BD 1, Insbruck 1908 Urkunde Bischof Widegern, Urkunde vom 13. Mai 728, S. 220)&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <\/p>\n<p>Mit dem Verzicht auf bisch\u00f6fliche und eigenkirchliche Rechte sowie das Recht auf freie Abtswahl hatte Pirmin f\u00fcr das Kloster alles erreicht, was f\u00fcr ein Kloster zu erreichen war.<\/p>\n<p>Das Kloster wurde zudem unter K\u00f6nigsschutz gestellt. K\u00f6nig Theuderich IV. (721-731) best\u00e4tigte am 12.7. 727 Besitz des Klosters sowie Immunit\u00e4t mit K\u00f6nigsschutz und die Befreiung von der<\/p>\n<p>Steuerpflicht des Heerbannes. (Regesta Alsatiae in Die Formierung des Elsass im Regnum Francorum Ostfildern 2011&nbsp; RegA 114 S. 31)<\/p>\n<p>Au\u00dferdem schenkte er dem Kloster reiche Besitzungen, darunter die Benediktinerabtei Luzern. In einer Urkunde Lothars I. (843-855 K\u00f6nig des fr\u00e4nkischen Lotharii Regnum) wird das Kloster Luzern als von Pippin an Kloster Murbach<\/p>\n<p>geschenktes Kloster bezeichnet. Lothar I &#8211; RI I n. 1069. Sp\u00e4testens&nbsp; 1135 wird es zu einer von Murbach abh\u00e4ngigen Propstei,<\/p>\n<p>In den Regesta Alsatiae sind auch die Schenkungen Eberhards aufgef\u00fchrt. Reg A 122 S. 34,&nbsp; RegA 128 S. 38<\/p>\n<p>Pirmin verlie\u00df Kloster Murbach bald wieder nachdem der Anfang geschafft war. Er reformierte andere Kl\u00f6ster wie z. B. Weissenburg und Maursm\u00fcnster und nahm um 740 seine letzte Gr\u00fcndung vor, Kloster Hornbach, wo er <\/p>\n<p>753 starb und auch bestattet wurde.<\/p>\n<p>Kloster Murbach wurde unter das Patrozinium des Heiligen Leodegar gestellt, Dieser hatte im 7. Jahrhundert in Burgund die Benediktinerregel eingef\u00fchrt. Sein Haupt wurde 760 nach Murbach \u00fcberf\u00fchrt.<\/p>\n<p>Nach Pirmins Weggang aus Murbach sollte die Klosterzucht von einem benachbarten Kloster \u00e4hnlicher Pr\u00e4gung und Observanz \u00fcberpr\u00fcft werden. Als Abt setzte Pirmin den Romanus (727-751) ein.<\/p>\n<p>Laut Gatrio, Die Abtei Murbach in Elsass, Stra\u00dfburg 1895, kam Tomanus zusammen mit Pirmin in Murbach an. (S. 41)<\/p>\n<p>Graf Eberhard zog sich mehr und mehr aus dem \u00f6ffentlichen Leben zur\u00fcck. Mit Abt Romanus verstand er sich wohl sehr gut.. Die meisten seiner Schenkungen richtete er an Romanus,<\/p>\n<p>Er verbrachte seinen Lebensabend wohl als M\u00f6nch im Kloster Remiremont. Er verstarb 747 ist aber in Murbach bestattet, wo sich ein sp\u00e4tgotisches Epitaph f\u00fcr ihn befindet.<\/p>\n<p>Kloster Murbach erlangte schon bald eine f\u00fchrende Stellung und nahm unter den Karolingern eine wichtige politische&nbsp; Rolle ein.<\/p>\n<p>Auf Bitten von Abt Baldebert (751\u2013762) dem Nachfolger von Romanus, best\u00e4tigte Pippin (751-768) als K\u00f6nig die von seinen Vorfahren verliehene und bisher bewahrte Immunit\u00e4t. Pippin als k\u00f6nig &#8211; RI I n. 96 und wenige Tage sp\u00e4ter, am <\/p>\n<p>Die beiden Nachfolger Herbert (762\u2013774) und Amicho (774\u2013786) erhielten von Karl dem Gro\u00dfen (768-814) ebenso die Best\u00e4tigung der Immunit\u00e4t. Karl der Grosse &#8211; RI I n. 143 und Karl der Grosse &#8211; RI I n. 182.<\/p>\n<p>Abt Herbert wurde&nbsp; von Pippin als Gesandter zu Papst Paul I.(757-767) nach Rom geschickt.<\/p>\n<p>Wahrscheinlich&nbsp; kam in seiner Regierungszeit Erzbischof Aethelbert von York (767-777 oder 778) auf einer Romreise auch nach Murbach, begleitet von Alkuin, der ihm als Leiter der Klosterschule von York gefolgt war, nach Murbach (s.u.)<\/p>\n<p>Sintpert (786\u2013792 ) wird als Nachfolger von Abt Amicho gef\u00fchrt. Ob er mit dem Augsburger Bischof Simpert (ca.778-807) identisch ist, ist nicht sicher. Der Augsburger Bischof Simpert entstammte einer bayrisch-alemannischen Adelsippe und war wohl auch mit dem Haus der Karolinger verwandt.<\/p>\n<p>Einige Schreiber nehmen an, dass er beide \u00c4mter verwaltet hatte.<\/p>\n<p>Er nahm bei der fr\u00e4nkischen Einverleibung des Herzogtum Bayerns eine Schl\u00fcsselstellung ein und genoss wohl auch das Vertrauen Karls des Gro\u00dfen.&nbsp; In der Murbacher \u00c4bteliste wird er als Bischof von Augsburg gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>792 ernannte Karl sich zum Laienabt und wird als solcher auch in der \u00c4bteliste gef\u00fchrt,<\/p>\n<p>In den Regesta Alsatiae werden noch drei erschlossene Urkunden Karls des Gro\u00dfen erw\u00e4hnt. In 426 gew\u00e4hrt er Zollfreiheit, in 427 befreit er die homines liberi der Abtei von der allgemeinen Gerichtsbarkeit und in 428 <\/p>\n<p>gew\u00e4hrt er freie Abtswahl, alle S. 114.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Agilmar 793. In den Regesta Alsatiae ist f\u00fcr seine Regierungszeit eine Schenkung eines Waharius verzeichnet RegA 368.<\/p>\n<p>Als n\u00e4chsten Abt f\u00fchrt die \u00c4bteliste Gerhoh&nbsp; (793-808) an. Er soll aber auch Bischof von Eichst\u00e4tt gewesen sein F\u00fcr ihn gilt dasselbe wie f\u00fcr Abt Sintpert, der ja auch als Bischof in Augsburg war.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Guntram, der 811 beglaubigt ist. Aus seiner Regierungszeit stammen zwei Urkunden, einmal eine Schenkung von Ostheim im Elsass RegA 418 und einmal die Umwandlung einer Schenkung in eine Leihe gegen eine Zinszahlung.<\/p>\n<p>Er erhielt am 19. August 816 auch eine Best\u00e4tigung der Zollfreiheit des Klosters zu Wasser und zu Lande von Kaiser Ludwig dem Frommen (813-840). Ludwig der Fromme &#8211; RI I n. 623 und wenige Tage sp\u00e4ter<\/p>\n<p>am 22. August die Best\u00e4tigung der Exemtion und der freien Abtswahl.Ludwig der Fromme &#8211; RI I n. 624.<\/p>\n<p>Abt Guntram erhielt auch die schon von Kaiser Karl verliehene Befreiung der homines liberi von der allgemeinen Gerichtsbarkeit. RegA 437, S.116<\/p>\n<p>Sein Nachfolger war Abt Sigismar, der 829 beglaubigt ist. Auch er erhielt eine k\u00f6nigliche Best\u00e4tigung und zwar durch Kaiser Lothar (823-855) r\u00f6mischer Kaiser).<\/p>\n<p>Dieser best\u00e4tigte am 25. Juli 840 die Schenkung von Kloster Luzern an Kloster Murbach durch Pippin. Lothar I &#8211; RI I n. 106<\/p>\n<p>In seiner Regierungszeit schloss Kloster Murbach auch einen Tauschvertrag mit einem Gerold und seinem Sohn Beo. RegA 481, S. 127<\/p>\n<p>Kloster Murbach war inzwischen eines der geistigen Zentren am Oberrhein geworden. Schon Alkuin&nbsp; (735-804), der als ein er der gr\u00f6\u00dften Gelehrten seiner Zeit galt, Berater Karls des Gro\u00dfen war, hatte den Rang Murbachs in einem seiner Briefe<\/p>\n<p>von 796 nach einem Besuch in Murbach hervorgehoben. Er erw\u00e4hnte auch ausdr\u00fccklich die Klosterschule.<\/p>\n<p>Murbach hatte ein Skriptorium von hohem Ruf. Die Murbacher Hymnen sind dort entstanden. Das ist eine Sammlung von 27 fr\u00fchmittelalterlichen Hymnen in lateinischer Sprache.<\/p>\n<p>Interessant sind auch die interlinearen althochdeutschen Glossen, Sie waren als Verst\u00e4ndnishilfe f\u00fcr die Novizen gedacht und sind heute ein wichtiges Zeugnis der fr\u00fchen alemannischen Sprache. Sie sind heute in einem gemeinsamen Codex mit<\/p>\n<p>dem fr\u00e4nkischen Hymnar aus dem 9. Jahrhundert \u00fcberliefert.<\/p>\n<p>Das Wessobrunner Gebet, das \u00e4lteste erhaltene religi\u00f6se Gedicht in deutscher Sprache, soll im Kloster Murbach entstanden sein.<\/p>\n<p>Der Murbacher Velleius Codex soll in Murbach entstanden sein. Er ist verschwunden und nur in der Amerbachschen (Basler Buchdrucker und Verleger) in einer verderbten Abschrift vorhanden.<\/p>\n<p>Kloster Murbach hatte eine umfassende Bibliothek, in der es um 840 schon rund&nbsp; 340 theologische, grammatische und geschichtliche Werke gab. Sie sind in einem Bibliothekskatalog aus dem sp\u00e4ten 9. Jahrhundert erfasst.<\/p>\n<p>Davon gibt es noch eine Abschrift von 1464, die sich heute in Colmar befindet.<\/p>\n<p>Im Kloster arbeiteten auch Goldschmiede und es gab Werkst\u00e4tten f\u00fcr Teppichwirker,&nbsp; die Bildteppiche herstellten.<\/p>\n<p>Auf Abt Sigismar folgt Abt Isker. Dieser ist 870 beglaubigt. In seiner Regierungszeit fanden sich die Excerpta Iheronimi de Ethico Philosopho in der Murbacher Bibliothek.<\/p>\n<p>Abt Isker war auch ein gro\u00dfer F\u00f6rderer der Murbacher Klosterschule-<\/p>\n<p>Sein Nachfolger war Abt Friedrich, der 870 beglaubigt ist. Er erhielt von Karl dem Dicken (876-887) am 7. Juli 877 frei Abtswahl best\u00e4tigt. Karl III (der Dicke) &#8211; RI I n. 1580<\/p>\n<p>Von Ludwig III. dem J\u00fcngeren, dem Bruder Karls erhielt Abt Friedrich am 13. September 878 Zollfreiheit zu Wasser und zu Lande (siehe auch oben Ludwig der Fromme) best\u00e4tigt. Ludwig III (der J\u00fcngere) &#8211; RI I n. 1559<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Nandbert. Dieser ist 910 beglaubigt. Am 12. M\u00e4rz 913 best\u00e4tigte ihm K\u00f6nig Konrad I. (911-918) auf F\u00fcrsprache der Bisch\u00f6fe Hatto I (891-913) von Mainz, Salomo III. (890-919) von Konstanz,<\/p>\n<p>Diotolf (888-913) von Chur, Hiltin (909-923) von Augsburg und Einhard I (895-913) von Speyer freie Abtwahl, Immunit\u00e4t und Zollfreiheit, die G\u00fcter des Klosters, auch entrissene. Konrad I &#8211; RI I n. 2087<\/p>\n<p>Mit dem gleichen Datum best\u00e4tigte dies auch Bischof Bischof Hiltin von Augsburg Hiltine 909-923 &#8211; RIplus Regg<strong>. <\/strong>B Augsburg 1 n. 98 sowie Bischof Hatto von Mainz Hatto I. (891-913) &#8211; RIplus Regg. EB Mainz 1 [n. 538]<\/p>\n<p>Bei Hittin ist noch erw\u00e4hnt, dass sich 8 Grafen der Bitte angeschlossen hatten.<\/p>\n<p>Kloster Murbach hatte&nbsp; eine Gebetsgemeinschaft mit den Kl\u00f6stern Reichenau, Remiremont, St. Gallen und San Salvatore in Brescia.<\/p>\n<p>Das Kloster Reichenau wurde ja zuerst von Pirmin gegr\u00fcndet und nach seinem Weggang gr\u00fcndete er Murbach. So sind Beziehungen zwischen beiden Kl\u00f6stern eigentlich logisch.Beide Kl\u00f6ster tauschten ihre Gedenkb\u00fccher aus und ein Totengedenken f\u00fcr die jeweils verbr\u00fcderte Abtei<\/p>\n<p>war ein Merkmal der Gebetsverbr\u00fcderungen. Kloster Remiremont&nbsp; war wie Murbach eine Etichonengr\u00fcndung. Der Stifter von Murbach hatte seine letzten Jahre ja als M\u00f6nch in Remiremont verbracht. Eine Gebetsverbr\u00fcderung war somit ebenfalls naheliegend. Die Gebetverbr\u00fcderung mit St. Gallen wurde 855 beschlossen. Im Klosterbezirk von Murbach gab es sogar eine Galluskapelle, die 1335 und 1347 schriftlich belegt ist. St. Gallen und Murbach z\u00e4hlten derzeit zu den bedeutendsten Abteien Europas. Die erste Bl\u00fcte beider Kl\u00f6ster endete fast gleichzeitig im Jahre 926<\/p>\n<p>beim Ungarneinfall, der beide Kl\u00f6ster schwer traf. San Salvatore in Brescia war ein Frauenkloster in Norditalien<\/p>\n<p>Das Kloster erhielt viele Stiftungen und war im 9. Jahrhundert eines der reichsten Kl\u00f6ster im Elsass.&nbsp; Es hatte auch rechtsrheinisch viel Besitzungen bis in den Schwarzwald. In der Pfalz war es bis nach Worms und Mainz beg\u00fctert.<\/p>\n<p>Durch die Schenkungen Pippins hatte es G\u00fcter in der Schweiz vor allem um Luzern. Dort war die Strecke zum Gotthardpass ein wichtiger Punkt auf der Route von Deutschland nach Italien.<\/p>\n<p>Das Herrschaftsgebiet von Kloster Murbach umfasste schlie\u00dflich Liegenschaften und Rechte in&nbsp; rund 350 Orten.<\/p>\n<p>Abt Nandbert war der letzte Abt als die erste Bl\u00fcte des Klosters endete. Dies wurde durch die Ungarneinf\u00e4lle verursacht.Sie begannen ab 899 auf das Reichsgebiet und endeten schlie\u00dflich 955 mit der Schlacht auf dem Lechfeld.<\/p>\n<p>Der erste Ungarneinfall im Elsass fand 917 statt. 926 wurde Kloster Murbach&nbsp; und auch St. Gallen betroffen. In Murbach wurden Wertsachen in Sicherheit gebracht. Nur sieben M\u00f6nche blieben im Kloster zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Sie wurden alle ermordet, das Kloster angez\u00fcndet und zerst\u00f6rt.&nbsp; Die get\u00f6teten M\u00f6nche wurden im Chor der Klosterkirche bestattet.<\/p>\n<p>Der Abtsstuhl blieb bis 959 unbesetzt. 959 wird Landelous (955-977?) als Abt genannt, der auch gleichzeitig Bischof von Basel war.<\/p>\n<p>Otto der Gro\u00dfe (951-973) hatte nach Gatrio Die Abtei Murbach im Elsass, Stra\u00dfburg 1895 einen Anteil am Wiederaufbau von Kloster Murbach. Er stellte auch eine Urkunde zu Gunsten von Murbach aus, die allerdings verschwunden ist S. 168.<\/p>\n<p>Aber Otto II. und Otto III. (siehe unten stellten ebenfalls Urkunden f\u00fcr Murbach aus, in der auf die Urkunde Ottos Bezug genommen wird.<\/p>\n<p>Auch Ottos Gemahlin Adelheid (*931-999) unterst\u00fctzte Kloster Murbach.<\/p>\n<p>Auf Abt Landelous&nbsp; folgte Abt Beringer (977\u2013988?)Ihm stellte Otto II.(973- 983) zwei Urkunden aus. In der ersten best\u00e4tigte er die Schenkung einer Kapelle in sowie den Ort Ammerschwihr sowie ein Tauschgesch\u00e4ft zwischen Abt Beringer und dem Freien <\/p>\n<p>Godefrid Otto II. &#8211; RI II,2 n. 759 Ihre Rechte an Ammerschwihr trat Adelheid an das Kloster Murbach ab-<\/p>\n<p>In der zweiten Urkunde vom 27. April 977 in Brumath ausgestellten Urkunde best\u00e4tigte Otto II. die Immunit\u00e4t, den Besitzstand, das Wahlrecht und die Befreiung vom Zoll&nbsp; und bezog sich auf die Urkunde<\/p>\n<p>seines Vaters. Otto II. &#8211; RI II,2 n. 742<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Helmerich (988\u2013?). Er erhielt von Otto III. (983-1002) eine Urkunde ausgestellt, die Immunit\u00e4t, Besitzstand, das Wahlrecht und Zollbefreiung best\u00e4tigte. Otto III. bezog sich dabei auf die Urkunden Ottos I. und II.<\/p>\n<p>Sie wurde am 12.Oktober 988 in Meersburg ausgestellt. Otto III. &#8211; RI II,3 n. 1005<\/p>\n<p>Zwar war Kaiserin Adelheid der Reformbewegung von Cluny sehr zu getan. Das scheint aber kaum Einfluss auf Murbach gehabt zu haben. Murbach tendierte zum lothringischen Reformkloster Gorze.<\/p>\n<p>Auf Abt Helmerich folgte Abt Werner (-994) Er soll Murbach im Sinne von Cluny reformiert haben. dies l\u00e4sst sich allerdings nicht belegen.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Degenhard ( 1012\u20131025) Er ist&nbsp; 1012 beglaubigt.<\/p>\n<p>Abt Degenhard erhielt von Papst Benedikt VIII.(1012-1024) die Best\u00e4tigungsbullen und von Heinrich II. (1002-1024) die Regalien.<\/p>\n<p>Die Best\u00e4tigung&nbsp; seiner Privilegien erhielt das Kloster durch Kaiser Heinrich II sehr sp\u00e4t, n\u00e4mlich am 25. September 1023. Heinrich II. &#8211; RI II,4 n. 2048<\/p>\n<p>Im Beitext zu dieser Urkunde wird in RI vermutet, dass die von Heinrich II. entzogenen und an Bischof Adalbero geschenkten G\u00fcter der Preis waren, den das Kloster f\u00fcr die Privilegienbest\u00e4tigung zu zahlen hatte.<\/p>\n<p>K\u00f6nig Konrad II. (1024- ab1027 Kaiser \u20131039) kam kurz nach seiner Thronbesteigung nach Basel. Abt Degenhard machte sich das zu nutze und kam auch nach Basel. Konrad best\u00e4tigte ihm nicht nur alle Privilegien, die Heinrich II. und all<\/p>\n<p>seine Vorg\u00e4nger gew\u00e4hrt hatten, also die Immunit\u00e4t, das Wahlrecht, Zollfreiheit in den Grenzen seines Reiches und den Besitzstand des Klosters, sondern erstattet ihm die G\u00fcter&nbsp; Ettenheim, Wasenweiler und Todtnau sowie alle anderen G\u00fcter zur\u00fcck, <\/p>\n<p>die ihm Heinrich II. entzogen und dem Bischof Adalbero von Basel verliehen hatte. Konrad II. &#8211; RI III,1 n. 40<\/p>\n<p>Abt Degenhard verstarb 1025.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger&nbsp; wurde Abt Eberhard (1026-?)<\/p>\n<p>In Ostein einem abgegangen Dorf bei Isenheim wurde eine Kapelle erbaut, die Bischof Udalrich II. (1025-1040) einweihte und sie&nbsp; Abt Eberhard vom Kloster Murbach unterwarf.<\/p>\n<p>Auf Befehl Abt Eberhards (Gatrio S. 183)verfasste ein Murbacher M\u00f6nch Frulandus (Wirkungsdaten um 1025-1045) eine Lebensbeschreibung des Murbacher Kirchenpatrons Leodegar Vita vel passio sancti Leodegarii martyris et pontificis<\/p>\n<p>Ebenfalls nach Gatrio(ebda) hatte Abt Eberhard eine besondere Beziehung zu dem Erzbischof von Besancon Hugo I. de Salins (1031\u20131067)<\/p>\n<p>Abt Eberhard lebte wohl 1041 noch.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Wolfrad, beglaubigt 1049.<\/p>\n<p>Kurz nach seinem Regierungsantritt kam der einzige Papst aus dem Elsass Leo IX. (1049-1054) zun\u00e4chst nach K\u00f6ln und traf dort Kaiser Heinrich III. (1039-1056).<\/p>\n<p>Auf F\u00fcrsprache des Papstes und der Kaiserin Agnes (* um 1025-1077) best\u00e4tigte Kaiser Heinrich am 5. Juli 1049 Abt Wolfrad den Besitz von Ostheim. Ostheim war dem Kloster von Konrad II. genommen worden. Heinrich gab es dem Kloster zur\u00fcck<\/p>\n<p>und best\u00e4tigte dies. Dar\u00fcber gibt es eine Papsturkunde. Leo IX. &#8211; RI III,5,2 n. 573<\/p>\n<p>Ebenfalls am 5. Juli nahm Kaiser Heinrich Kloster Murbach in seinen Schutz und best\u00e4tigte den Besitzstand, die Immunit\u00e4t. das Wahlrecht und die Zollfreiheit im Reich. Die R\u00fcckgabe von Ostheim wird ebenfalls vermerkt. Heinrich III. &#8211; [RIplus] Regg. Heinrich III. n. 238<\/p>\n<p>Um 1006 wurde von Murbach aus das Kloster Bergoltzzell gegr\u00fcndet. Das war ein kleines Dorf, das schon zu Entstehungszeiten von Murbach dort existierte.<\/p>\n<p>Im November 1049 kam Papst Leo nach Berghotzzell, weihte dort die Kirche und drei Alt\u00e4re und verlieh einen Ablass Leo IX. &#8211; RI III,5,2 n. 700.<\/p>\n<p>Papst Leo besuchte dann wohl auch Kloster Murbach und verlieh Abt Wolfrad eine Bulle. Leo IX. &#8211; RI III,5,2 n. 701.<\/p>\n<p>Auf Abt Wolfrad folgte Abt Ulrich von Lorsch (1073\u20131075). Nach Gatrio (S.199) war er gleichzeitig Abt von Kloster Lorsch und Kloster Murbach.<\/p>\n<p>Allerdings finde ich&nbsp; in den Unterlagen von Kloster Lorsch keine Best\u00e4tigung f\u00fcr ein gleichzeitiges Abbatiat, sondern dass er nach seiner Regierung in Lorsch Abt in Murbach wurde<\/p>\n<p>(z.B. in Franz Falk, Geschichte des ehemaligen Kloster Lorsch, 1866. S.70)<\/p>\n<p>Abt Ulrich verstarb 1075.<\/p>\n<p>Nun wurde auch Kloster Murbach in den Investiturstreit hineingezogen.<\/p>\n<p>Nach dem Gang nach Canossa Ende Januar 1077 versammelten sich in Forchheim die s\u00fcddeutschen Herz\u00f6ge, Otto von Northeim (+1083,Herzog von Bayern, die drei Erzbisch\u00f6fe Siegfried von Mainz (1059-1084), Werner von Magdeburg (1063-1078)<\/p>\n<p>und Gebhard von Salzburg( 1060\u20131088) sowie die Bischof Adalbert (1070-1107) von Worms, Bischof von W\u00fcrzburg Adalbero (1045-1085) Bischof Altmann (1065-1091) von Passau und Bischof Burchard (1059-1088) von Halberstadt.<\/p>\n<p>Sie w\u00e4hlten am&nbsp; 15. M\u00e4rz 107 Rudolf&nbsp; von Rheinfelden (+1080) zum Gegenk\u00f6nig. Am 26. M\u00e4rz 1077 wurde er in Mainz von Bischof Siegfried gekr\u00f6nt.<\/p>\n<p>Es kam dann zum B\u00fcrgerkrieg, der erst 1080 durch die Niederlage Rudolfs beendet wurde.<\/p>\n<p>Der Konvent von Murbach war gespalten in Anh\u00e4nger beider Lager.&nbsp; Nach Gatrio wurde auch Kloster Murbach in die K\u00e4mpfe einbezogen und vollst\u00e4ndig zerst\u00f6rt. (S. 201)<\/p>\n<p>Diese Verwicklung war wohl Ursache, dass der Abststuhl in Murbach erst wieder 1080 besetzt war.<\/p>\n<p>Auf Abt Ulrich&nbsp; folgte Abt Samuel von Wei\u00dfenburg ( 1080\u20131097) 1055 war er bereits Abt in Kloster Wei\u00dfenburg 1080 wurde er auch Abt in Murbach und 1084 auch Abt in Gregoriental.<\/p>\n<p>Samuels genaue Lebensdaten sind ebenso wenig bekannt wie seine Herkunft. Allerdings sagt Gatrio, Samuel stamme aus dem Geschlecht der Herz\u00f6ge von Sachsen (Anmerkung S. 202, Anmerkung 6)<\/p>\n<p>Er hatte aber sehr gute Beziehungen zu Kaiser Heinrich IV. So taufte er Heinrichs 2. Sohn Konrad(deutscher K\u00f6nig 1087-1101) am 12.02. 1074 im Kloster Hersfeld. Er war ein Parteig\u00e4nger Heinrichs im Investiturstreit. Diesem B\u00fcndnis<\/p>\n<p>verdankte er wohl auch die Abtsstellen in Murbach und in Gregoriental.. In Murbach setzte sich Heinrich \u00fcber das dortige Privileg der freien und von allen Vorg\u00e4ngern Heinrichs best\u00e4tigte Privileg der<\/p>\n<p>freien Abtswahl hinweg. Abt Samuel stand Kloster Murbach in Personalunion mit Weissenburg 17 Jahre vor. Er verstarb 1097 und ist in Weissenburg bestattet.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Erlolf von Bergholtz (-1122) Er stammt aus einer Ministerialenfamilie des Klosters Murbach . Er besuchte dort die Klosterschule und wurde schon vor 1100 dort M\u00f6nch.<\/p>\n<p>Um 1110 wurde er dort Abt.<\/p>\n<p>Zwischen 1106 und 1111 best\u00e4tigte Heinrich V. den Besitzstand von Kloster Murbach. Heinrich V. &#8211; [RIplus] Regg. Heinrich V. n. 320 <\/p>\n<p>Erlolf hatte wie sein Vorg\u00e4nger&nbsp; ein gutes Verh\u00e4ltnis zum Salierk\u00f6nig . Bei ihm war es Heinrich V.(1106 K\u00f6nig ab 1111-1125 Kaiser). Er war Berater Kaiser Heinrichs.<\/p>\n<p>Dieser Beziehung hatte es Abt Erlolf wohl zu verdanken, dass ihn Kaiser Heinrich im Sommer 1114 in Mainz auch als Abt von Fulda einsetzte.<\/p>\n<p>Im Fr\u00fchjahr 1122 wurde er zusammen mit Bischof Bruno von Speyer (1107-1123) nach Rom zu Papst Calixt II. (1119-1124) als Vermittler geschickt. Sie erreichten, dass drei Kardin\u00e4le nach Deutschland <\/p>\n<p>geschickt wurden, wo weitere Verhandlungen gef\u00fchrt wurden und es schlie\u00dflich zum Abschluss des Wormser Konkordats f\u00fchrte. Dass Abt Erlolf nach Rom geschickt wurde, zeigt, dass er sehr gebildet war.<\/p>\n<p>Gatrio (S 207) f\u00fchrt die Tatsache, dass Abt Erlolf wohl gut mit Papst Calixt konnte, darauf zur\u00fcck, dass Papst Calixt aus Burgund stammte und seine Schwester Ermentrude mit dem Grafen von M\u00f6mpelgard Theoderich II. (+1102-1105) verheiratet war.<\/p>\n<p>Das ist unmittelbar mit Murbach benachbart.<\/p>\n<p>Am 23,09.1222 wurde in Worms das Wormser Konkordat unterzeichnet. Erlolf wurde als einziger Abt unter den am Abkommen beteiligten geistlichen und weltlichen F\u00fcrsten aufgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Er verstarb am 11.101122 in Worms.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Bertold (1122\u20131149)<\/p>\n<p>Unter ihm wurde die Abteikirche 1123 gebaut. Es existieren zwei Weihedaten, das erste 1134.<\/p>\n<p>Er gestattete 1135 die Gr\u00fcndung eines Augustinerstiftes auf Murbacher Grund in Goldbach-Altenbach im Elsass durch das Stift Marbach gegr\u00fcndet war. Das Stift war im Hochmittelalter der Ausgangspunkt vieler Stiftsneugr\u00fcndungen in S\u00fcddeutschland, am Oberrhein und in der Schweiz <\/p>\n<p>Das Stift St. Amarin ist ebenfalls 1135 erstmals erw\u00e4hnt und wurde nach Gatrio in der Regierungszeit von Abt Simbert II. gegr\u00fcndet.<\/p>\n<p>Neben dem kleinen Kloster hatte Murbach in Saint Amarin einen Verwaltungsmittelpunkt.<\/p>\n<p>1139 nahm Abt Berthold am 2. Laterankonzil teil. (Gatrio S. 225) Dieses Konzil beendete das Schisma der gegen Innozenz II. aufgetretenen Gegenp\u00e4pste und f\u00fchrte den Z\u00f6libat f\u00fcr Priester und Bisch\u00f6fe verpflichtend ein.<\/p>\n<p>Am 10. Juli 1143 war Abt Berthold Zeuge in einer Urkunde, in der es um eine Klage gegen Bischof Burchhard (1141-1162) von Stra\u00dfburg gegen Abt Walter von Selz (1143) ging. Konrad III. &#8211; RI IV,1,2 n. 278<\/p>\n<p>Abt Bertold nahm noch an der Kreuzzugspredigt von Bernhard von Clairvaux (+1153) an Weihnachten 1146 in Speyer teil. Er verstarb 1149.<\/p>\n<p>Um 1135 wurde Graf Werner II. von Habsburg Landgraf im Oberelsass, wo die Habsburger schon ausgedehnte G\u00fcter hatten. Werner hatte die Schirmvogtei \u00fcber Kloster Muri inne. Er erlangte dann auch die Schirmvogtei \u00fcber Kloster Murbach.<\/p>\n<p>Er erhielt auch umfangreiche Lehen von Kloster Murbach darunter die Vogtei \u00fcber Kloster Luzern und die im Aargau gelegenen H\u00f6fe in Pratteln, Augst, M\u00f6hlin, Schupfart, Wittnau und Gipf. Im Breisgau waren es<\/p>\n<p>die H\u00f6fe in Bellingen, Bamlach, Schopfheim sowie die Burg R\u00f6tteln.<sup><\/sup><\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Egilolf von Erlach (1150\u20131162)<\/p>\n<p>Unter Abt Berthold hatte die Klosterdisziplin nachgelassen. Die M\u00f6nche von Murbach schlugen&nbsp; K\u00f6nig Konrad III. (1138-2252) den Kellerer von Kloster Murbach als Nachfolger vor. Konrad befragte auch den Basler Bischof <\/p>\n<p>Ortlieb von Frohburg (1137 \u20131164 ) in dessen Sprengel Kloster Murbach lag, um seine Meinung. Er h\u00f6rte von ihm \u00fcber die Miurbacher Disziplinschwierigkeiten. Auch Abt Wibald (1146-1158), der auch in Konrads Hofkanzlei t\u00e4tig war,<\/p>\n<p>wurde eingeschaltet. Er kannte die Verh\u00e4ltnisse von Kloster Murbach gut. Als Abt wurde dann Egilolf von Erlach vorgeschlagen. Er war in Kloster&nbsp; Erlach in Gals im Kanton Bern Abt.<\/p>\n<p>Der Vorschlag Wibalds fand die Zustimmung von Bischof und K\u00f6nig. Er wurde in Murbach 1150 Abt. Die p\u00e4pstliche Best\u00e4tigung durch Papst Eugen III. (1145-153) erfolgte erst im Jahre 1153. (Gatrio S.241)<\/p>\n<p>Auf einer Best\u00e4tigungsurkunde f\u00fcr Kloster&nbsp; Altdorf im Elsass am 30. Januar 1153 unterschreibt Abt Egilolf als Zeuge. Friedrich I. &#8211; RI IV,2,1 n. 158<\/p>\n<p>1158 war Egilolf mit Friedrich Barbarossa(1152-1190) in Italien unterwegs.<\/p>\n<p>Er erscheint noch 1162 als Abt von Murbach.<\/p>\n<p>Wann genau sein Nachfolger Konrad von Eschenbach Abt wurde ist nicht klar. Nach&nbsp; Gatrio wird er in der Chronik bereits 116a als Abt erw\u00e4hnt. (S. 242)<\/p>\n<p>Abt Konrad stammte aus&nbsp; der Familie der Freiherren von Eschenbach, einem der bedeutendsten Adelsgeschlechter des Schweizer Mittellandes.<\/p>\n<p>Konrad hatte zwei Br\u00fcder, Walther I. Freiherr von Eschenbach-Schnabelburg und Ulrich, der Propst des Klosters Luzern war. Er wurde 1168 zum Propst ernannt. Die Pr\u00f6spte in Luzern zu ernennen war ein Vorrecht der \u00c4bte von Murbach.<\/p>\n<p>Auch das spricht daf\u00fcr, dass Konrad auf jeden Fall vor 1168 Abt in Murbach war.<\/p>\n<p>Konrad erscheint erstmals in einer Urkunde Friedrichs am 20. Februar 1173 als Zeuge bei der Best\u00e4tigung der Besitzungen des Klosters Interlaken. (Gatrio S.242)<\/p>\n<p>Abt Konrad hatte zwar die Regalien von Kaiser Friedrich erhalten, nicht aber die p\u00e4pstliche Best\u00e4tigung. In Urkunden nannte er\u00b4sich deshalb nur der Ernannte, nicht der Best\u00e4tigte.<\/p>\n<p>Abt Konrad verstarb 1186.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Widerolph 1187\u20131188. Er war nur ein Jahr im Amt. Laut Gatrio (S. 252 f.)nahm er nach dem Fall von Jerusalem am 2- Oktober auch das Kreuz 1188. Er bat dann aber Kaiser Friedrich,<\/p>\n<p>ihn von der M\u00fchsalen einer solchen Reise zu verschonen. Gegen \u00dcberschreibung eines Hofes gestattete er dies.Das erboste seine Untergebenen so, dass Morddrohungen gegen ihn gerichtet wurden.<\/p>\n<p>Darauf entfloh er und blieb verschollen.<\/p>\n<p>In der \u00c4bteliste von wikiwand erscheint nun Abt Simbert II. ? \u20131149.<\/p>\n<p>Zu ihm vermerkt Gatrio, dass er in St. Amarin ein Spital stiftete, das zu einer Zufluchtsst\u00e4tte f\u00fcr Pal\u00e4stinareisende wurde.<\/p>\n<p>Im 12. Jahrhundert war die Abtei stark milit\u00e4risch im Reichsdienst engagiert. das f\u00fchrte allerdings zu einem Verfall der monastischen Disziplin<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Arnold von Frohburg<sup><\/sup> (1194\u20131216). Er stammte aus der Familie der Grafen von Frohburg, einer Schweizer Adelsfamilie, die \u00fcber den Buchsgau herrschte, das ist die Gegend zwischen Olten und Solothurn.<\/p>\n<p>Er ist erstmals 1194 erw\u00e4hnt<\/p>\n<p>Nach den Tod von K\u00f6nig Heinrich VI. (1169-1197) gab es Auseinandersetzungen zwischen Heinrichs Bruder Philipp von Schwaben (1198-1208) und dem Welfen Otto (1198-1218 unangefochten nur von 1208-1211), <\/p>\n<p>in die sich Abt Arnold nicht einmischte.<\/p>\n<p>Eine der ersten Amtshandlungen Abt Arnolds war die Beilegung eines Streits zwischen dem Basler Bischof L\u00fchtold von Aarburg (1191-1213 ) und Kloster&nbsp; Murbach. Es ging um Zehntzahlungen in Watweiler.<\/p>\n<p>Die Sache ging bis vor den Papst. Papst C\u00f6lestin III. (1191-1198). Dieser beauftragte den Abt von Kloster Luxueil und den Propst Friedrich mit der Untersuchung und Beilegung des Streits. C\u00f6lestin III. &#8211; RI IV,4,4,5 n. 1036<\/p>\n<p>Die ernannten Vermittler erarbeiteten einen Vergleich. Dieser wurde erst C\u00f6lestins Nachfolger Papst Innozenz III. (1198-1216) vorgelegt, Die p\u00e4pstliche Best\u00e4tigung erfolgte am 12. Juni 1201. (Gatrio S. 262)<\/p>\n<p>Mit Marbach verband Kloster Murbach eine Gebetsbr\u00fcderschaft, die von Marbach ausgegangen war und \u00fcber 100 Kl\u00f6ster verschiedener Orden z\u00e4hlte.<\/p>\n<p>Auch als Vermittler war Abt Arnold gefragt. Die M\u00f6nche von Kloster Ebersm\u00fcnster baten ihn um Mithilfe nach dem R\u00fccktritt ihres Abte Rimund (1213). Er brachte die Verh\u00e4ltnisse des Klosters in Ordnung und sorgte daf\u00fcr, dass der Abt von Kloster Hugshofen<\/p>\n<p>auch Kloster Ebersm\u00fcnster leitete,<\/p>\n<p>Im Stift Marbach hatten die Chorherren ihren Propst Rudolph als Verschwender und Zerst\u00f6rer ihrer Privilegien aus dem Stift gejagt. Dieser klagte beim Papst dagegen. Papst Innozenz ordnete an, dass Abt Arnold&nbsp; und<\/p>\n<p>der Salemer Abt Eberhard I. von Rohrdorf (1191-1240) den Propst wieder in sein Amt einf\u00fchrten. (Gatrio S. 266)<\/p>\n<p>Gegen Ende von Abt Arnolds Regierungszeit gab Kloster Murbach seine Besitzungen rund um Mainz auf.<\/p>\n<p>Nachfolger von Abt Arnold wurde Abt Hugo von Rothenburg (1216\u20131236).<\/p>\n<p>Er stammte aus der Familie der Freiherren von Rothenburg im Kanton Luzern.<\/p>\n<p>Sie hatten die Vogtei \u00fcber das Stift Luzern und dessen G\u00fcter inne und waren auch Unterv\u00f6gte der habsburgischen Klosterv\u00f6gte von Murbach.<\/p>\n<p>Er startete seine Regierungszeit mit der Einweihung der Murbacher Kirche durch den Basler Bischof Heinrich von Thun (1216-1238).<\/p>\n<p>1219 ist Abt Zeuge on mehreren Urkunden, die Friedrich II.(1212-1250) in Hagenau ausstellte, so z. am 29.August 1219 f\u00fcr die B\u00fcrger von Cremona&nbsp; Friedrich II. &#8211; RI V,1,1 n. 1041. Auch<\/p>\n<p>in Best\u00e4tigungen an Papst Honorius III. (1216-1227) Friedrich II. &#8211; RI V,1,1 n. 1050<\/p>\n<p>Der Verkehr mit den Gro\u00dfen seiner Zeit bedeutete auch viele Reisen und viel aufwand, so dass sich Abt Hugo gezwungen sah, den Hof in Wickerschweier zu verpf\u00e4nden.<\/p>\n<p>1230 erbaute er die Burg Hugstein, benannt nach ihm. Sie beherrschte den Eingang ins Murbachtal und diente den \u00c4bten von Murbach als Residenz.<\/p>\n<p>Hugstein war aber nur Teil eines Burgensystems.<\/p>\n<p>Sie ist die \u00e4lteste&nbsp; urkundliche gesicherte Burg eines Klosters im Elsass und nahm eine zentrale Position in den kl\u00f6sterlichen Besitzungen ein.<\/p>\n<p>Die Abtei Murbach z\u00e4hlte zu den m\u00e4chtigsten geistlichen Einrichtungen des Reiches.<\/p>\n<p>In verschiedenen Angelegenheiten war Abt Hugo immer wieder als Schiedsrichter t\u00e4tig.<\/p>\n<p>Abt Hugo nahm auch am Kreuzzug von Kaiser Friedrich II. 1288\/1229 teil. Dabei erhielt er die Urkunde unten in Akkon ausgestellt.<\/p>\n<p>In der Urkunde&nbsp; 1295 vom September 1228 verleiht er Abt Hugo den Wegzoll in St. Amarinstal und nennt ihn in dieser Urkunde \u201c princeps \u201d( Die Urkunden der K\u00f6nige und Kaiser,Bd 14,6, S.264) also Reichsf\u00fcrst, ein Titel, den alle seine Nachfolger bis<\/p>\n<p>zum Untergang des Heiligen R\u00f6mischen Reiches innehatten.<\/p>\n<p>Nach dem Kreuzzug widmete sich Abt Hugo wieder mehr seiner Abtei.<\/p>\n<p>Um 1230 begr\u00fcndete er mit dem Abt Theobald II. von Luxeuil eine Gebetsbr\u00fcderschaft.<\/p>\n<p>1235 gab es bewaffnete Auseinandersetzungen mit den Grafen von Pfirdt und M\u00f6mpelgard.<\/p>\n<p>Kloster Murbach stellte sich unter den Schutz K\u00f6nig Heinrichs VII, dem Sohn Friedrich II. und gab ihm1231 (Delle) als Lehen. daf\u00fcr den Ort Dattenried (Delle) Heinrich (VII). &#8211; RI V,1,2 n. 4223<\/p>\n<p>Am 15. Januar 1236 genehmigte Abt Hugo noch einen Gebietstausch.<\/p>\n<p>Dann folgte Albrecht von Frohburg als Amtsverweser ( 1237\u20131244)<\/p>\n<p>Damit war ein weiteres Familienmitglied der Grafen von Frohburg auf dem Murbacher Abtsstuhl.<\/p>\n<p>Albrecht war Propst des Chorherrenstiftes von Zofingen.<\/p>\n<p>Albrecht konnte im Elsass einige Besitzungen f\u00fcr Kloster Murbach erwerben.<\/p>\n<p>Er verstarb im Jahr 1244.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Theobald von Faucolgney (1244\u20131260), ein Mitglied des burgundischen Hochadels.<\/p>\n<p>1245 hatte Papst Ionnozenz&nbsp; IV. (1243-1254) das 1. Konzil von Lyon einberufen. Hauptziel war die Absetzung Kaiser Friedrichs II.<\/p>\n<p>Abt Theobald war einer der wenigen \u00c4bte, die an dem Konzil teilnahmen. Abt Theobald war mit Papst Innozenz verwandt.<\/p>\n<p>Er erlie\u00df eine Anordnung dass Anwartschaftsbriefe auf eine Mitgliedschaft im Kloster Murbach, die sehr begehrt war keine G\u00fcltigkeit mehr hatten.<\/p>\n<p>Die Mitgliedschaft konnte jetzt nur noch mit Einwilligung des Konvents und des Abtes erreicht werden. Der Abt musste dann nicht einmal mehr vom Heiligen Stuhl<\/p>\n<p>vorgesehen Anw\u00e4rter aufnehmen<\/p>\n<p>Das Kloster litt zu der Zeit schon erheblich unter der Schuldenlast. Der Papst gestattete dem Kloster die Eink\u00fcnfte der Kirchen von Gebwiler und Luzern f\u00fcnf Jahre lang selbst zu beziehen.<\/p>\n<p>Innocenz IV. &#8211; RI V,2,3 n. 8240 Urkunde von Papst Innozenz am 12. September 1250 ausgestellt.<\/p>\n<p>1253 kaufte Abt Theobald die Vogtei von St. Amarin f\u00fcr 400&nbsp; Mark Silber.<\/p>\n<p>Zu Schwierigkeiten kam es mit dem Grafen Ulrich II. von Pfirdt (1233-1275). Es ging wie oft um Rechte und Eink\u00fcnfte.<\/p>\n<p>Graf Ulrich beleidigte den Abt mehrmals&nbsp; pers\u00f6nlich und sch\u00e4digte die Murbacher Besitzungen. 1245 musste er aber mit Abt Theobald eine \u00dcbereinkunft abschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Er sollte Kloster Murbach in seinen Rechten nicht mehr beeintr\u00e4chtigen Allerdings hielt er sich nicht daran . Die Bisch\u00f6fe von Stra\u00dfburg Heinrich von Stahleck (1245-1260) und Basel Berthold II. (1248-1262)<\/p>\n<p>erlie\u00dfen 1252 einen Schiedsspruch, dass&nbsp; Graf Ulrich keine Rechte in Uffholz habe als die \u00dcberkommenen.<\/p>\n<p>Da die Verh\u00e4ltnisse in Luzern f\u00fcr Kloster Murbach ziemlich schwierig waren, \u00fcbergab er 1253 das Gotteshaus Luzern mit allen zustehenden Rechten und G\u00fctern dem Bischof Eberhard II. (1248-1274) <\/p>\n<p>von Konstanz&nbsp; in Schutz und Schirm<\/p>\n<p>Abt Theobald verstarb1260.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Berthold von Steinbronn, (1260\u20131285). Er stammte aus einer hochadligen Ritterfamilie im Sundgau.<\/p>\n<p>Er wurde 1260 Abt von Kloster Murbach. Er war wohl kein guter Abt. Emil Michael nennt ihn in der \u201cGeschichte des deutschen Volkes seit dem dreizehnten Jahrhundert bis zum Ausgang des Mittelalters, Freiburg 1897<\/p>\n<p>auf Seite 61 einen \u201cZerst\u00f6rer des Ordensleben und einen unglaublichen Verschwender der Klosterg\u00fcter\u201d. Auf dieser Seite berichtet er auch, dass der Abt 1273 von seinen Konventualen gepr\u00fcgelt worden sei.<\/p>\n<p>Dass er zum Prunk neigte, zeigte sich zum Beispiel bei der Amtseinf\u00fchrung des Strassburger Bischofs Walther von Geroldseck (1260-1263), an dem er mit 500 Reitern teilnahm, nur noch \u00fcbertroffen interessanterweise vom Abt<\/p>\n<p>von St. Gallen Berchtold von Falkenstein (1244\u20131272) , der mit 1000 Reitern an dem Ereignis teilnahm. Beide Kl\u00f6ster befanden sich dank eines unf\u00e4higen und verschwendungss\u00fcchtigen Abtes in finanziellen chwierigkeiten.<\/p>\n<p>Das hatte nicht nur Auswirkungen auf die Klosterdisziplin. Es herrschte auch ein unglaublicher Tiefstand der Bildung der M\u00f6nche. Sowohl&nbsp; M\u00f6nche, Propst und Abt von Kloster St. Gallen als auch Murbach lie\u00dfen jeweils 1291<\/p>\n<p>Urkunden durch den Notar erg\u00e4nzen, da sie \u201cder Kenntnis des Schreibens ermangelten\u201d. (in Oswald Redlich Rudolf von Habsburg Frankfurt 2022, S.567)<\/p>\n<p>F\u00fcr Abt Berthold ging es haupts\u00e4chlich darum, das Eigentum seiner Familie nach besten Kr\u00e4ften zu sichern. Er befestigte Gebwiler und Wattenwiler. Er lie\u00df die Burgen Hohenrupf \u00fcber Kloster Murbach und sp\u00e4ter Hirzenstein in der N\u00e4he von <\/p>\n<p>Wattwiler errichten.<\/p>\n<p>Er hatte auch verschiedene kriegerische Auseinandersetzungen&nbsp; so mit Graf Reinald von M\u00f6mpelgard ( 1283-1322) den er \u00fcberwand und der auf Hugstein gefangengesetzt wurde.<\/p>\n<p>Auch mit den Grafen von Pfirt gab es immer wieder Reibereien.<\/p>\n<p>1274 verkaufte Kloster Murbach ihren Besitz im Bereich von Dettenriedals Lehen&nbsp; an den Grafen Dietrich III. von M\u00f6mpelgard (+1283)<\/p>\n<p>Der Titel eines Reichsf\u00fcrsten bedeutete f\u00fcr die Abtei auch Abgaben an das Reich.<\/p>\n<p>Abt Berthold verstarb 1285.<\/p>\n<p>Das Ende der Staufer lie\u00df die Bedeutung der Oberrheinregion ab dem 14. Jahrhundert zunehmend schwinden.<\/p>\n<p>Auf Abt Berthold folgte Abt Berchtold von Falkenstein<sup><\/sup> (1286\u20131299)<\/p>\n<p>Die Wahl wurde dem Luzerner Propst Dietmar, Konrad dem Almosenier und dem murbachischen Pfr\u00fcndner Johann von Colmar \u00fcberlassen. Sie h\u00f6rten die M\u00f6nche<\/p>\n<p>und einigten sich dann auf Berchtold von Falkenstein. Das Domkapitel von Basel aber erhob Einspruch mit der Begr\u00fcndung, dass die Abtei Murbach aber nach gemeinem Recht der<\/p>\n<p>Kirche von Basel unterstellt sein m\u00fcsse. Es gab dem Basler Bischof Heinrich von Isny (1275-1286) Vollmacht und Auftrag in seinem Namen und&nbsp; des Domkapitels die Unterwerfung&nbsp; des Klosters<\/p>\n<p>unter Basel zu verlangen. Das Kloster hatte aber schon gleich nach der Wahl das Ergebnis an den p\u00e4pstlichen Legaten Kardinalpriester Johann von Santa Cecilia (1281-1293), der sich in der N\u00e4he von Paris befand, mitgeteilt.<\/p>\n<p>Da Murbach dem Heiligen Stuhl direkt unterstellt war, best\u00e4tigte dieser am 12. Februar 1286 die Wahl von Abt Berchtold.<\/p>\n<p>Er stammte aus der Familie der Grafen von Falkenstein, benannt nach dem Wohnsitz Neu-Falkenstein bei Balsthal.<\/p>\n<p>Abt&nbsp; Berchtold verkaufte am 24. April 1291 Hof, Stadt und G\u00fcter zu Luzern an K\u00f6nig Rudolf von Habsburg (1273-1291). Rudolf &#8211; RI VI,1 n. 2442<\/p>\n<p>Zum einen war das Kloster hochverschuldet, zum andern war Rudolf daran interessiert,seinen B<\/p>\n<p>esitz auszubauen. F\u00fcr Murbach brachte das immerhin&nbsp; 2000 Mark Silber ein, das sind etwa 383.926,00 \u20ac. <\/p>\n<p>Abt Berchtold verstarb 1299.<\/p>\n<p>Bei der Wahl zum Nachfolger von Abt Berchtold trat ein Problem auf. Die finanzielle Lage von Murbach war so schlecht, dass sich niemand w\u00e4hlen lassen wollte.<\/p>\n<p>Der Propst des Domkapitels ernannte deshalb&nbsp; von Basel ernannte deshalb Albrecht&nbsp; von Liebenstein (1299-1303) zum Abt von Kloster Murbach.<\/p>\n<p>Papst Bonifaz VIII. (1294-1303) best\u00e4tigte die Wahl am 3. August 1299.<\/p>\n<p>Abt Albrecht stammte aus der Familie der Edlen von Liebestein, deren Stammburg nahe dem Ort Liebstein in der Grafschaft Pfirt liegt.<\/p>\n<p>Der neue Abt ernannte die Ritter von Haus zu Verwaltern des gesamten Klosterverm\u00f6gens. Sie waren Murbacher Ministerialen.Diese verfolgten aber nicht die Interessen des Klosters sondern der eigenen Familie.<\/p>\n<p>So verkauften sie 1301 dem Kloster L\u00fctzel&nbsp; die H\u00e4lfte des Dinghofes zu Lutterbach mit 4 dazu geh\u00f6renden D\u00f6rfer f\u00fcr 340 Mark Silber, das sind etwa 65.267,00 \u20ac. <\/p>\n<p>Es war ein Gl\u00fcck f\u00fcr das Kloster, dass Abt Albrecht schon 1303 verstarb und so das Kloster durch die Misswirtschaft noch weiter gesch\u00e4digt wurde.<\/p>\n<p>Die Lage war aber nach wie vor dramatisch. Der Konvent war total zerstritten.Es gab zwei Lager. Man konnte sich auf keinen Kandidaten einigen.<\/p>\n<p>Der Basler Bischof Peter II. von Aspelt (1297 \u20131306 ) Sollte die Angelegenheit untersuchen. Er empfahl, dass die Kandidaten beider Lager auf die Wahl<\/p>\n<p>verzichten sollten und diese dem Papst \u00fcberlassen sollten. Das geschah.Papst Benedikt XI. (1303-1304) beauftragte den Abt von Pairis Philipp von Ratsamhausen (1301-1306),<\/p>\n<p>und die Prioren der Dominikanerkl\u00f6ster Colmar und Gebwiler so wie einen Guardian der Minderbr\u00fcder nach einem geeigneten Kandidaten Ausschau zu halten.<\/p>\n<p>1304 ist Matthias von Buchegg, der sp\u00e4tere Erzbischof von Mainz (1321-1328) als Kustos von Kloster Miurbach erstmals erw\u00e4hnt. Er richtete die Murbacher Klosterschule ein.<strong> <\/strong>RIplus Regg. EB Mainz 1,1 n. 2284<\/p>\n<p>Dann wurde er Propst in Kloster Luzern. Danach wurde er zum Mainzer Erzbischof gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Diese schlugen dem Konvent Konrad von Widergr\u00fcn aus Stauffenberg (1305\u20131334) vor.&nbsp; Papst Clemens V. (1305-1314) best\u00e4tigte die Wahl.<\/p>\n<p>Konrad war M\u00f6nch in Maursm\u00fcnster. Seine Familie lebten in Nesselried bei Appenweier.<\/p>\n<p>Er bem\u00fchte sich, die monastische Regel in Murbach wieder einzuf\u00fchren. Sein Nachfolger nahm die Reformversuche zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Er fand&nbsp; fast alle Besitzungen des Klosters verkauft, verpf\u00e4ndet oder weggenommen vor.<\/p>\n<p>Er verband sich mit dem Bischof von Basel Otto von Grandson (1306 \u20131309 ) und Stra\u00dfburg Johann I. von Stra\u00dfburg (1306-1328) und mehreren Adligen, um sich der Verwalter von Haus zu entledigen.<\/p>\n<p>Er unterst\u00fctzte den Bau des Konvents und der Kirche der Dominikaner in Gebwiler.<\/p>\n<p>Auf Schloss Hugstein vollendete er die Kapelle, weil sich die \u00c4bte jetzt oft auf Hugstein aufhielten.<\/p>\n<p>Er schloss sich einem B\u00fcndnis mit den Bisch\u00f6fen von Stra\u00dfburg und Basel sowie dem Landvogt&nbsp; und allen St\u00e4dten im Elsass an.<\/p>\n<p>Abt Konrad verstarb 1344, nachdem er in Anbetracht der Umst\u00e4nde viel f\u00fcr das Kloster erreicht hatte.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Konrad Werner von Murnhard ( 1334\u20131343).<\/p>\n<p>Er wurde nur drei Tage nach dem Tod von Abt Konrad zum neuen Abt gew\u00e4hlt. Er war Cellerar&nbsp; von Kloster Murbach.<\/p>\n<p>Er stammte aus einem Rittergeschlecht im Unterelsass. Seine Vorfahren waren bisch\u00f6fliche Ministerialen und Stadtr\u00e4te in Stra\u00dfburg.<\/p>\n<p>Er schaffte es, die Klosterg\u00fcter, die die Ritter von Haus dem Kloster entfremdet hatten, alle wieder in die H\u00e4nde des Klosters zu bekommen.<\/p>\n<p>Ein sehr gutes Verh\u00e4ltnis hatte er zu Kaiser Ludwig dem Bayer( 1314-1328, dann Kaiser-1347)<\/p>\n<p>Am 21. Dezember 1341&nbsp; unterstellte er Kloster Murbach dem Schutz des Reiches und verbietet das Kloster widerrechtlich&nbsp; zu belasten und zu beklagen. Ludwig &#8211; [RI VII] H. 4 n. 189<\/p>\n<p>Am&nbsp; 2. Juni 1342 gab Ludwig ihm die Lehen und Regalien und investierte ihn. Ludwig &#8211; [RI VII] H. 4 n. 191 Dabei war er beim Kaiser in M\u00fcnchen.<\/p>\n<p>Auch in N\u00fcrnberg gab es ein pers\u00f6nliches Treffen zwischen Abt und Kaiser. Dabei best\u00e4tigte der Kaiser alte Urkunden und erneuerte alle Privilegien, Zugest\u00e4ndnisse, Freiheiten, Immunit\u00e4ten und Gnaden.Ludwig &#8211; [RI VII] H. 4 n. 192<\/p>\n<p>1335 lebten noch 13 M\u00f6nche und der Abt in Kloster Murbach. Sein Vorg\u00e4nger Konrad von Wiedergr\u00fcn hatte versucht, monastisches Leben in Murbach wieder zu beleben.<\/p>\n<p>Am 27. Mai 1336 wurde ein Kapitelsbeschluss gefasst. Die Pfr\u00fcnden wurden neu verteilt Das gemeinsame Chorgebet konnte ausgesetzt werden. Das monastische Gemeinschaftsleben war offiziell aufgehoben.<\/p>\n<p>Im Prinzip lief das auf eine stiftische Lebensweise hinaus.<\/p>\n<p>Abt Konrad Werner verstarb 1343.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Heinrich von Schauenburg (1343\u20131353).Vor seiner Wahl war Heinrich Propst im Kloster Luzern.<\/p>\n<p>Eine seiner ersten Handlungen war dem B\u00fcndnis der Edlen vom Elsass,der St\u00e4dte und Bisch\u00f6fe zur Sicherung der \u00f6ffentlichen ruhe im Elsass beizutreten. (s.o)<\/p>\n<p>1345 war da Bischof Berthold II. von Buchegg (1328-1353), Gr\u00e4fin Johanna von M\u00f6mpelgard (+1351), der Habsburger Landrichter,der habsburgische Vogt im Elsass und praktisch<\/p>\n<p>alle els\u00e4ssischen St\u00e4dte vertreten.. Es war ein Friedens-und Schutzb\u00fcndnis mit gegenseitigem Hilfsversprechen.<\/p>\n<p>Bei Papst Clemens VI. (1342-1352) erwirkte er am 21. M\u00e4rz 1346 einen Ausschu\u00df mit dem Bischof Berthold von Stra\u00dfburg und dem Bischof von Toul Thomas de Bourl\u00e9mont (1330\u20131353) und dem Abt<\/p>\n<p>Reinhard von Windeck&nbsp; (1340, 1357) als Mitglieder mit dem Ziel,der Abtei Murbach wieder zu ihren entrissenen G\u00fctern zu verhelfen.<\/p>\n<p>Abt Heinrich verstarb 1353. Es dauerte ein Jahr bis ein neuer Abt gew\u00e4hlt wurde. In dieser zeit waren 4 Verwalter eingesetzt .<\/p>\n<p>1354 wurde mit Abt Johann Schultheiss (1354\u20131376) ein Nachfolger von Abt Heinrich gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>1353 besuchte Kaiser Karl IV. (1346-1355, dann Kaiser \u20131373) das Elsass. Im Oktober richtete er in Hagenau einen Landfrieden f\u00fcr drei Jahre ein.Karl IV. &#8211; RI VIII n. 1644a<\/p>\n<p>Dazu sollten 15 Richter f\u00fcr vorkommende Schwierigkeiten eingesetzt werden.&nbsp; Die Abtei Murbach hatte davon einen zu bestimmen.<\/p>\n<p>Am 30. April 1354 besuchte Karl Kloster Murbach. Da sprach der Kaiser die M\u00f6nche wohl auch auf die bevorstehende Abtswahl an.<\/p>\n<p>Dass der Abtsstuhl in Murbach verwaist war, lag wohl auch daran, dass die Verteilung der Pfr\u00fcnde nach wie vor f\u00fcr b\u00f6ses Blut sorgte.<\/p>\n<p>Am 18. September 1355 best\u00e4tigte Kaiser Karl Abt Johann alle Lehen, welche der Abt und das Kloster vom Reich erhalten hatten. (Gatrio S. 452)<\/p>\n<p>Auf die im Murbacher Klostergebiet liegenden Kl\u00f6ster hatte Abt Johann ein wachsames Auge.<\/p>\n<p>1330 wurden die Goldbacher Augustiner durch Augustinerinnen ersetzt.<\/p>\n<p>Nach wie vor hatte Abt Johann Probleme in Geldsachen. Er war immer wieder zu Verk\u00e4ufen gezwungen.<\/p>\n<p>Am&nbsp; 30. April 1365 verlieh Kaiser Karl Abt Johann die Regalien. Karl IV. &#8211; [RIplus] Regg. Karl IV. (Diplome) [n. 6210] <\/p>\n<p>Am Jahresende 1375 zogen die Gugler pl\u00fcndernd und raubend durch das Elsass in den Schweizer Jura.Sie standen unter F\u00fchrung des Enguerrand VII. de Coucy&nbsp; (+ 1397) Er war ein Sohn der Katharina von Habsburg (1320-1349)<\/p>\n<p>Er k\u00e4mpfte im Hundertj\u00e4hrigen Krieg&nbsp; gegen die Engl\u00e4nder. 1375 k\u00e4mpfte er auf franz\u00f6sischer Seite gegen Habsburg. Als Coucy ins Elsass zog, hatte bereits eine Vorausstreitmacht disziplinloser S\u00f6ldner das Elsass verw\u00fcstet und ausgepl\u00fcndert.<\/p>\n<p>1375 und 1376 wurde auch die F\u00fcrstabtei Murbach \u00fcberfallen.<\/p>\n<p>Abt Johann verstarb 1376.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Wilhelm Stoer von Stoerenburg (1377\u20131387)<\/p>\n<p>Am 28.Januar 1377 schlug Papst Gregor XI. (1370-1378) Abt Wilhelm als Abt f\u00fcr Kloster Murbach vor. Er schrieb auch an Kaiser Karl mit der Bitte, den neuen Abt zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p align=\"justify\">Papst Gregor war von Avignon nach Rom zur\u00fcckgekehrt starb dort am 27. M\u00e4rz 1378.&nbsp; Im Konklave wurde Papst Urban VI. (1378-1389) als Nachfolger gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Im Kardinalskollegium herrschte eine starke Tendenz zur R\u00fcckkehr nach Avignon, was Urban strikt ablehnte. Die meisten franz\u00f6sischen Kardin\u00e4le w\u00e4hlten ihn einer neuen Wahl unterst\u00fctzt vom franz\u00f6sischen K\u00f6nig <\/p>\n<p>Karl V. (1364-1380) mit Clemens VII, (1378-1394) einen Gegenpapst. Damit war das Schisma perfekt, das erst 1417 auf dem Konstanzer Konzil beendet wurde.<\/p>\n<p>Abt Wilhelm nahm zun\u00e4chst eine eher beobachtende Stellung ein. In Basel gab es mit Wolfhard von Ehrenfels&nbsp; (1376-1385), der sich zur r\u00f6mischen Ob\u00f6dienz bekannte, sich aber in Basel nicht durchsetzen konnte<\/p>\n<p>und mit&nbsp; Werner Schaler (1382-1392), der die avignonesische Ob\u00f6dienz hatte, zwei Bisch\u00f6fe mit verschiedener Ob\u00f6dienz. Leopold II. von \u00d6sterreich, der von 1392-1406 \u00fcber die Grafschaft Tirol und Vorder\u00f6sterreich herrschte,<\/p>\n<p>trat ebenfalls zur Ob\u00f6dienz von Avignon \u00fcber.Abt Wilhelm&nbsp; unterst\u00fctzte Papst Clemens ebenfalls. Er zahlte die noch ausstehende Ernennungsgeb\u00fchr von 333 fl, das sind etwa 82.695,00 \u20ac, an den p\u00e4pstlichen Agenten.<\/p>\n<p>In Basel regierte 1382-1391 Bischof Imer von Ramstein. Er unterst\u00fctzte wieder die r\u00f6mische Ob\u00f6dienz.<\/p>\n<p>1380 beschlossen Herzog Albrecht von \u00d6sterreich (+1395), Graf Johann von Habsburg (+ 1408), Graf Rudolf von Hohenberg (Landvogt im Elsass), Graf Berchtold von Kyburg (+ 1417) eine M\u00fcnzordnung.<\/p>\n<p>iese sollte 10 Jahre gelten. Dieser schlossen sich die R\u00e4te von Z\u00fcrich, Bern, Basel und Luzern und 10 weitere St\u00e4dte an. Auch Bischof Imer von Basel und Abt Wilhelm traten bei.<\/p>\n<p>1382 trat ein weiteres Ereignis ein, dass alle Tatkraft von Abt Wilhelm verlangte. Die Kirche und das Kloster brannten ab. Er errichtete in kurzer Zeit alles neu und bei seinem Tod 1387 waren alle Sch\u00e4den wieder beseitigt.<\/p>\n<p>Der Zwist zwischen Anh\u00e4ngern von Papst Urban und Papst Clemens bestand nach wie vor.<\/p>\n<p>Der Heilige Stuhl in Rom hatte \u00fcber die Anh\u00e4nger von Papst Clemens den Bann&nbsp; ausgesprochen. Das betraf nat\u00fcrlich auch Abt Wilhelm. <\/p>\n<p>Bischof Imer, ein Anh\u00e4nger der r\u00f6mischen Ob\u00f6dienz setzte 1387 Abt Wilhelm ab.<\/p>\n<p>Damit Kloster Murbach nicht ohne Oberhaupt blieb, setzte er Rudolf von Wattweiler (1387\u20131393) als Abt in Murbach ein. Das ist schon bemerkenswert, denn Rudolf war Zisterzienser und von 1379-1387&nbsp; Abt in Kloster L\u00fctzel.<\/p>\n<p>Die Best\u00e4tigungsbulle f\u00fcr den neuen Abt lie\u00df Papst Urban 21. Juni 1387 in Luca ausstellen.<\/p>\n<p>Der bisherige Abt Wilhelm verstarb im Jahr seiner Absetzung.<\/p>\n<p>Papst Urban vertraute dem Basler Bischof, dass er den richtigen Mann als Abt f\u00fcr Kloster Murbach ausgew\u00e4hlt hat und falls sich das so erweist m\u00f6ge dieser das Kleid der Zisterzienser gegen jenes der Benediktiner tauschen. Gatrio S. 478.<\/p>\n<p>Die Herren von Wattweiler treten erstmals&nbsp; 1135 auf. Abt Rudolfs Vater hie\u00df ebenfalls Rudolf und war Schulthei\u00df in Wattweiler.<\/p>\n<p>Abt Rudolf wurde 1379 zu Abt von L\u00fctzel gew\u00e4hlt. Auch er war in die St\u00fcrme des Schismas geraten, hatte in L\u00fctzel deshalb sein Amt 1387 als Abt niedergelegt und sich sich in das Kloster St. Alban in Basel zur\u00fcckgezogen.<\/p>\n<p>Papst Urban verlieh ihm die Prioreien St. Valentin in Ruffach und St. Peter in Colmar.<\/p>\n<p>K\u00f6nig Wenzel (1376-1400) ernannte ihn zum Landvogt vom Elsass,<\/p>\n<p>Er verstarb ganz pl\u00f6tzlich am 28. Februar 1393. Nicht zuletzt wegen seines aufw\u00e4ndigen Lebensstil hinterlie\u00df er bei seinem Tod ein v\u00f6llig verarmtes Kloster.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Wilhelm von Wasselnheim<sup><\/sup> (1393\u20131428) Die Wahl hatte am 18. M\u00e4rz 1393 stattgefunden.<\/p>\n<p>Abt Wilhelm entrichtete die f\u00e4lligen 700 fl, das sind etwa 173.462,00 \u20ac. an Papst Bonifacius&nbsp; IX,(1389-1404)<\/p>\n<p>Herzog Leopold von \u00d6sterreich (1393-1411) nahm Kloster Murbach in seinen Schutz und versprach ihm jederzeit Beistand zu leisten.<\/p>\n<p>Am 11. November 1397 erhielt Abt Wilhelm von Papst Bonifacius IX. den Auftrag, im Kloster Sch\u00f6nensteinbach bei Wittenheim im Elsass Dominikanerinnen einzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Das Kloster war beim zweiten Guglereinfall 1375 v\u00f6llig ausgebrannt. Es gab dann zwei Versuche, das Kloster wieder aufzubauen, die aber beide scheiterten. <\/p>\n<p>Erst mit Leopold IV, von Habsburg (1371-1411) und seiner Gemahlin Katharina von Burgund (1378-1425) gelang der Wiederaufbau.<\/p>\n<p>Abt Wilhelm brachte dann dem p\u00e4pstlichen Auftrag folgend 13 Klosterfrauen in das neue Kloster. Er setzte Clara Anna von Horburg als Priorin&nbsp; ein.<\/p>\n<p>Es wurde ein voller Erfolg. Von Sch\u00f6nensteinbach wurde dann Kloster Unterlinden in Colmar und das Katharinenkloster in N\u00fcrnberg reformiert. Unter dem Reformer der Dominikanerkl\u00f6ster<\/p>\n<p>Raimund von Capua (+1399) entstand mit Sch\u00f6nensteinbach ein ganzes Netzwerk von reformierten Kl\u00f6stern.<\/p>\n<p>Abt Wilhelm regelte die von Abt&nbsp; Konrad Werner von Murnhard erlassene Pfr\u00fcndenregelung neu.<\/p>\n<p>1402 lie\u00df er einen neuen Altar zu unserer Lieben Frau errichten.<\/p>\n<p>Am 16. Juli 1414&nbsp; best\u00e4tigte K\u00f6nig Sigismund (1411-1433 K\u00f6nig, dann bis 1437 Kaiser) die Privilegien von Kloster Murbach Sigmund &#8211; RI XI,1 n. 1044 und mit der Urkunde 1045 belehnte er ihn mit den Regalien.<\/p>\n<p>Von 1414 bis 1418 fand in Konstanz das Konzil statt, das 1417 mit der Wahl von Papst Martin V. (1417-1431) endete&nbsp; das Schisma, das Kloster Murbach ja stark betroffen hatte.<\/p>\n<p>In dieser Zeit l\u00f6ste sich Kloster Luzern von Kloster Murbach. Luzern stand ja immer noch in der Ob\u00f6dienz von Kloster Murbach.<\/p>\n<p>1428 starb Abt Wilhelm.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Peter von Ostein (1428\u20131434)<\/p>\n<p>Er war der Sohn von Bernhard von Ostein und der Kunegunde St\u00f6r von St\u00f6renberg. Er hatte zwei Br\u00fcder. 1390 trat er in das Kloster Murbach ein. Bei seiner Wahl war er Propst im Kloster Luzern.<\/p>\n<p>Er wurde 1427 zum Abt von Murbach gew\u00e4hlt. Die p\u00e4pstliche Best\u00e4tigung durch Papst Martin erfolgte 1429.<\/p>\n<p>Papst Martin wollte zwar selbst eine geeignete Pers\u00f6nlichkeit&nbsp; f\u00fcr den Murbacher Abtsstuhl vorschlagen. Da die M\u00f6nche aber schon Abt Peter gew\u00e4hlt hatten, akzeptierte er die Wahl und best\u00e4tigte sie.<\/p>\n<p>Es bestand eine Wahlkapitulation, die bestimmte, wie der Nachlass der Pfr\u00fcndner geregelt werden sollte.<\/p>\n<p>Am 13. Februar 1429 verlieh Kaiser Sigismund dem nicht anwesenden Abt Peter die Reichslehen. Sigmund &#8211; RI XI,2 n. 7169. Den Lehenseid solle er an Hans von Lupfen(1370-2436) ablegen.<br \/>Er hatte sich vorher entschuldigt, dass er nicht pers\u00f6nlich erscheinen k\u00f6nne. (Gatrio S. 557)<\/p>\n<p>In einer weiteren Urkunde, Nr.7170 wies ihn Kaiser Sigismund an, die Geb\u00fchr von 63 Mark Silber, das sind etwa 11.651,00 \u20ac.&nbsp; an Hans von Lupfen zu bezahlen.<\/p>\n<p>Peter von Ostein ging B\u00fcndnisse&nbsp; mit den St\u00e4dten Colmar, Ruffach und Sulz ein. Die B\u00fcrger halfen ihm, die Raubschl\u00f6sser Hohenhattstatt und&nbsp; Freundstein einzunehmen und zu zerst\u00f6ren.<\/p>\n<p>Sein Bruder Bruder Bernhard&nbsp; half ihm bei mehreren Fehden, die Kloster Murbach hatte.<\/p>\n<p>Abt Peter verstarb 1434.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Dietrich von Hus (1434\u20131447). Der Heilige Stuhl hatte Erkundigungen \u00fcber den vorgesehenen Nachfolger eingeholt. Nachdem diese sehr positiv ausfielen, best\u00e4tigte ihn Papst Eugen IV. (1431-1447)<\/p>\n<p>1435 leistete er in Stra\u00dfburg den Lehenseid an Gesandte von Kaiser Sigismund, da dieser nicht pers\u00f6nlich anwesend sein konnte. Die Regalien empfing er dann erst von seinem Nachfolger Friedrich III. (1440-1493)<\/p>\n<p>am 11.September 1442 in Tann. Friedrich III. &#8211; Chmel n. 1111<\/p>\n<p>Wegen des guten Einvernehmens mit Habsburg musste Abt Dietrich Rechte anerkennen, deren G\u00fcltigkeit durchaus zweifelhaft waren.Mit seinem Konvent schloss er eine Vereinbarung, dass der Abt ohne Einverst\u00e4ndnis des Konvents keine Schl\u00f6sser mehr <\/p>\n<p>ver\u00e4u\u00dfern oder vertauschen darf.<\/p>\n<p>Der Abt war selbst in Geldnot geraten und musste zweimal bei seinen Br\u00fcdern ein Darlehen von insgesamt 2.800 Gulden aufnehmen, das sind etwa 680.972,00 \u20ac. <\/p>\n<p>Abt Dietrich verstarb 1447.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Bartholom\u00e4us von Andlau (1447\u20131476). Er war der Sohn des Ritters Walter von Andlau und der Margareta von Haus. Sein Vorg\u00e4nger Abt Dietrich war sein Onkel.<\/p>\n<p>Der erste Rektor der Basler Universit\u00e4t 1460 war sein Vetter Georg von Andlau (1399-1466),<\/p>\n<p>1430 immatrikulierte er sich an der Universit\u00e4t Heidelberg. Er konnte Griechisch. Die Uni schloss er mit dem Magister Artium ab. 1447 wurde er einstimmig zum Abt von Kloster Murbach gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Papst Nikolaus V. (1447-1455) best\u00e4tigte die Wahl am 12. Juni 1447.<\/p>\n<p>Mit dem Basler Bischof Friedrich zu Rhein (1437-1451) hatte er Auseinandersetzungen in Jurisdiktionfragen. Es gelang ihm 1450&nbsp; die Rechte des Klosters vor bisch\u00f6flichen \u00dcbergriffen zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>Abt Bartholom\u00e4us baute auch die Burg Hugstein aus. Die Burg wurde mit zwei T\u00fcrmen versehen.<\/p>\n<p>Am 9.Juli 1456 verzichtete Abt Bartholom\u00e4us auf Anraten des Basler Bischofs Arnold von Rotberg (1451 \u20131458 ) auf die Murbachische Superiorit\u00e4t \u00fcber Kloster Luzern und gab seine Einwilligung in die<\/p>\n<p>Umwandlung in ein Chorherrenstift.<\/p>\n<p>Abt Bartholom\u00e4us unterst\u00fctzte den Prior des Dominikanerklosters in Gebweiler Petrus St\u00f6r bei der Reform des Klosters und die Umwandlung zur strengen Observanz.<\/p>\n<p>1467 nahm Abt Bartolom\u00e4us das reformierte Kloster und das wieder erstandene Frauenkloster der Dominikanerinnen in seinen besonderen Schutz.<\/p>\n<p>Abt Bartholom\u00e4us erneuerte die Murbacher Bibliothek, lie\u00df besch\u00e4digte Handschriften reparieren&nbsp; und gab zur Beschaffung neuer Werke 300 Gulden, das sind etwa 73.672,00 <\/p>\n<p>\u20ac aus.<\/p>\n<p>Abt Bartholom\u00e4us stand nach nach Gatrio (Bd 2, S. 50) auch mit Martin Schongauer auf vertrautem Fu\u00df.<\/p>\n<p>Bei dem Kampf der Eidgenossen gegen Habsburg kam es im Juli\/August 1468 zur Belagerung von Waldshut. Aber auch Murbachisches Gebiet war umk\u00e4mpft.<\/p>\n<p>Am 27. August wurde in Waldshut ein Frieden geschlossen.<\/p>\n<p>Markgraf Karl I. von Baden wurde von Herzog Sigmund dem M\u00fcnzreichen (1466-1496), der Herzog von Tirol und Vorder\u00f6sterreich war, als Statthalter von Vorder\u00f6stereich von 1468-1471 eingesetzt. Damit war er auch Landesherr<\/p>\n<p>von Murbach. Zu ihm reiste Abt Bartholom\u00e4us, um Schadensersatz f\u00fcr die verbrannten Schl\u00f6sser und D\u00f6rfer seines Gebietes sowie die Pl\u00fcnderung Wattweilers zu fordern.<\/p>\n<p>Er wurde aber wieder weggeschickt.<\/p>\n<p>Er verstarb 1487.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Achatius von Griessen (1476\u20131489)<\/p>\n<p>Johann Rudolph von Lobgassen, Abt zu M\u00fcnster im Gregoriental,war ungeladen nach Murbach gekommen. Die M\u00f6nche boten ihm aber den Vorsitz bei der Wahl an. Nach der Wahl rief er Achatius als neuen Abt aus, Er hatte aber insgeheim<\/p>\n<p>Boten nach Rom geschickt und \u00fcber die Sachlage falsch berichten lassen. Er hatte die Verwaltung der Abtei, als w\u00e4re sie noch vakant, dargestellt.<\/p>\n<p>Als dann die Boten des regul\u00e4ren Abtes Achatius ankamen, hatten sie alle M\u00fche, den wahren Sachverhalt aufzukl\u00e4ren.<\/p>\n<p>Der Anwalt von Abt Achatius verlangte die Verurteilung von Abt Rudolph und 1600 Gulden, das sind&nbsp; etwa 392.918,00 \u20ac, Schadenersatz.<\/p>\n<p>Papst Sixtus IV. (1471-1484) best\u00e4tigte die Wahl am 17. November 1486. An Geb\u00fchren hatte er dann auch nur 12 Gulden, das sind ungef\u00e4hr 8.841,00 \u20ac&nbsp; zu zahlen.<\/p>\n<p>Auch die Reichslehen und Regalien zu erhalten war f\u00fcr Abt Achatius nicht ganz einfach<\/p>\n<p>Am 19. Juni 1480 best\u00e4tigte Kaiser Friedrich III. die Reichslehen und Regalien.<strong> <\/strong>Friedrich III. &#8211; Chmel n. 7383<\/p>\n<p>Die Klosterschulden zu tilgen und keine neuen Schulden zu machen waren eines der ersten Ziele des Abtes.<\/p>\n<p>Um dabei mit zu helfen gestattete Kaiser Friedrich ebenfalls am 19. Juli 1480 dem Kloster in zwei D\u00f6rfern Jahrm\u00e4rkte abzuhalten. Friedrich III. &#8211; Chmel n. 7385<\/p>\n<p>Einen Tag sp\u00e4ter genehmigte er die G\u00fcter der Ausw\u00e4rtigen zu besteuern und die vom Abt Bartholom\u00e4us verliehenen Lehen (ehe er die Regalien erlangt hatte) einzuziehen und weiter zu verleihen. Friedrich III. &#8211; Chmel n. 7386<\/p>\n<p>Abt Achatius lie\u00df nichts unversucht, die finanzielle Lage des Klosters zu verbessern. So liess er&nbsp; 1479 ein Eisenerz-Bergwerk errichten.<\/p>\n<p>Die Abtei schloss mit dem Unternehmer Joseph Laurent, der Schmieden und Bergwerke betrieb, einen Pachtvertrag. 1789 kurz vor der Revolution wurde ein <\/p>\n<p>Pachtvertrag geschlossen, nach dem sich der P\u00e4chter verpflichtete, 10.000 Livre an die Abtei zu zahlen, das entspricht etwa 87.400 \u20ac, also eine durchaus bemerkenswerte Einnahmequelle.<\/p>\n<p>Als sich die Kl\u00f6ster Luders und Murbach vereinigten, betrieben die Kl\u00f6ster in Plancher les Mines Silberbergwerke, die sich eines guten Rufes erfreuten.<\/p>\n<p>Abt Achatius verstarb 1489.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Walter M\u00f6nch von Wilsberg (1489\u20131513)<\/p>\n<p>Er war auch schon als einfacher M\u00f6nch eine angesehene Pers\u00f6nlichkeit. Denn&nbsp; Propst Burkard St\u00f6r, der von der bernischen Regierung in kirchlichen Angelegenheiten zum Papst geschickt wurde und von diesem mit einer Art Nuntiatur <\/p>\n<p>in der Schweiz bekleidet wurde, erlaubte Walter 1480 mehrere Pfr\u00fcnden&nbsp; gleichzeitig zu besitzen.<\/p>\n<p>1489 musste Walter 1000 Gulden, das sind etwa 247.838,00 \u20ac, zur Bestreitung der Kosten f\u00fcr die Regalien und p\u00e4pstlichen Bullen aufnehmen.<\/p>\n<p>Am&nbsp; 26. November 1489 legte er vor dem Grafe Wilhelm von Thierstein (+ 1519) dem Bevollm\u00e4chtigten von Kaiser Friedrich III. den Huldigungseid ab und erhielt die Regalien (Gatrio Bd 2, S.100)<\/p>\n<p>Schwieriger war es die p\u00e4pstlichen Bullen zu erhalten. Abt Walter erhielt sie&nbsp; erst nach Einschaltung von Anw\u00e4lten am 8. Oktober 1493 durch Abt Bernhard von M\u00fcnsterol vom Kloster Gottesthal als Bevollm\u00e4chtigten des Papstes<\/p>\n<p>Alexander VI. (1493-1503) ausgeh\u00e4ndigt. (Gatrio S.101)<\/p>\n<p>Schneller ging es bei der Hilfe zur R\u00fcckerstattung&nbsp; der Abtei entrissener G\u00fcter .Papst Innozenz VIII.&nbsp; (1484-1492) ernannte einen Ausschuss der Pr\u00f6pste von St.Peter Basel und St. Felix und Regula in Z\u00fcrich,Diese sollten unrechtm\u00e4\u00dfige Inhaber murbachischer G\u00fcter<\/p>\n<p>unter Androhung geistlicher Strafen zur R\u00fcckgabe der G\u00fcter veranlassen.<\/p>\n<p>Auch Papst Alexander VI. gab am 24. November 1508 dem Abt von Reichenau Martin von Weissenburg (1491-1508) und dem Propst von St. Peter in Basel einen \u00e4hnlichen Auftrag. Schon am 15. November 1507 hatte er die Privilegien von Kloster Murbach best\u00e4tigt.<\/p>\n<p>Bei Kaiser Maximilian (1486-1508 K\u00f6nig, dann bis 1519 Kaiser) stand Abt Walter in hohem Ansehen.Er hatte schon als K\u00f6nig 1492 daf\u00fcr gesorgt, dass Kloster Murbach in Stra\u00dfburg und Breisach Zollfreiheit einger\u00e4umt wurde.<\/p>\n<p>Am 14 Mai 1495 verlieh Maximilian dem Abt nochmals die Regalien und best\u00e4tigte s\u00e4mtliche Privilegien des Klosters. Au\u00dferdem verf\u00fcgte er, dass die Klosteruntertanen nur vor dem K\u00f6nig und seinen Nachfolgern vor Gericht erscheinen mussten.<\/p>\n<p>Ansonsten war nur der Abt oder der Klosterrichter zust\u00e4ndig. Maximilian I. &#8211; RI XIV,1 n. 1716<\/p>\n<p>1500 wurde Kloster Murbach visitiert.<\/p>\n<p>Abt Walter verstarb 1513.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Georg von Masm\u00fcnster<sup><\/sup> (1513\u20131542).<\/p>\n<p>Georg war Dechant in Murbach, als er 1510 von den M\u00f6nchen von Kloster Luders, das seit 959 belegt ist. 1513 wurde Georg&nbsp; von Papst Leo X. (1513-1521) als Abt von Kloster Murbach eingesetzt, wobei der Papst best\u00e4tigte, <\/p>\n<p>dass Georg beiden Abteien vorstehen sollte. Am 16. M\u00e4rz 1515 \u00fcbertrug ihm Papst Leo au\u00dferdem noch die Abtei Maursm\u00fcnster. Diese war durch eine Verkettung ungl\u00fccklicher Umst\u00e4nde in Schulden geraten und der Papst glaubte mit Abt Georg <\/p>\n<p>die richtige Person zur L\u00f6sung der Probleme zu haben. Seit Abt Georg waren die Abteien L\u00fcders und Murbach in Personalunion verbunde,. 1560 vereinigte dann&nbsp; Papst Pius IV. (1559-1565) beide Kl\u00f6ster.<\/p>\n<p>1514 baute Abt Georg die Burg Hugstein ein letztes Mal wieder auf.<\/p>\n<p>Am 14. Februar 1518 \u00fcbersandte Kaiser Maximilian Abt Georg die Regalien und best\u00e4tigte alle Rechte und Privilegien von&nbsp; Kloster Murbach.<\/p>\n<p>Abt Georg hatte auch zum Nachfolger Maximilians, Kaiser Karl V. ein sehr gutes Verh\u00e4ltnis. Er war von ihm zu diplomatischen&nbsp; Sendungen betraut worden. Zum Dank gestattete er am 15. Februar 1521 der Stadt L\u00fcders (Lure) einen Jahrmarkt<\/p>\n<p>abzuhalten, um den Handel in Stadt ujnd Umgebung zu unterst\u00fctzen. (Gatrio S.120) Abt Georg hatte zu dieser Zeit die eingest\u00fcrzte Stadtmauer von&nbsp; Lure bereits wieder aufgebaut und das Kloster wieder herstellen lassen.<\/p>\n<p>Die Reformation, die 1517 einsetzte, konnte sich in Murbach nicht durchsetzen. 1524 wurden in Gebweiler&nbsp; einige der \u201cIrrlehre\u201d Verd\u00e4chtige auf dem Scheiterhaufen verbrannt.<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter wurde die Abtei Murbach einer der Ausgangsorte der Gegenreformation&nbsp; im Elsass.<\/p>\n<p>1521&nbsp; wurde in Frankfurt eine Reichsmatrikel zur Romzugshilfe erlassen, die festlegte, wie viele Truppen&nbsp; die F\u00fcrsten und Pr\u00e4laten stellen mussten und auch welche Geldsummen bezahlt werden mussten.<\/p>\n<p>Murbach hatte 6 Fu\u00dfsoldaten und 19 Reiter zu stellen. Au\u00dferdem waren 60 Gulden, das sind etwa 14.957,00 \u20ac zu zahlen.<\/p>\n<p>Am 18. Mai 1524 kam Erzherzog Ferdinand (1531-1536) zu Besuch nach Ensisheim als Herrscher der Erblande.<\/p>\n<p>1525 brach der Bauernaufstand auch in den murbachischen Gebieten aus. Wattweiler und Uffholz hielten zum F\u00fcrstabt,. Wattweiler hatte sich gewehrt, Uffholz war gepl\u00fcndert und verbrannt worden.<\/p>\n<p>Abt Georg lie\u00df nach dem Aufstand Milde walten. <\/p>\n<p>Als die fremden Haufen abgezogen waren, schickte er die Murbacher Bauern nach Hause und gab ihnen Saatgut zur Aussaat.<\/p>\n<p>Mit aller Energie wandte er sich gegen die Verbreitung der Lutherischen Lehre.<\/p>\n<p>1531 herrschte eine gro\u00dfe Teuerung im Lande. die \u00f6sterreichische Regierung verbot den Verkauf von Frucht um ihr Land zu sch\u00fctzen. Vor allem Schweizer f\u00fchrten viel Frucht aus dem Elsa\u00df weg.<\/p>\n<p>Es gelang Abt Georg das Verkaufsverbot f\u00fcr murbachische Bauern aufzuheben, so dass diese durch das Verkaufsverbot keine Not litten.<\/p>\n<p>1530 kaufte Abt Georg die Burg Hirzenstein bei Wattwiler zur\u00fcck. Daf\u00fcr wurden 800 Gulden aufgewendet, das sind etwa 199.062,00 \u20ac. Damit demonstrierte er dem Adel und dem Volke gegen\u00fcber, dass er gewillt war,die Z\u00fcgel in der Hand zu halten.<\/p>\n<p>Er erreichte auch Gebietsvergr\u00f6\u00dferungen und Abrundungen des Abteigebiets.<\/p>\n<p>1532 kaufte er von Wilhelm Graf von Lupfen (+15e7) die Herrschaft&nbsp; Ramonchamp im Straithal&nbsp; f\u00fcr 600 Goldgulden, das sind 129.431,00 \u20ac.&nbsp; Dies stellte praktisch eine Verbindungslinie zwischen den <\/p>\n<p>Abteien L\u00fcders und Murbach dar.<\/p>\n<p>1536 f\u00fchrte&nbsp; er alters-und gesundheitsbedingt sein Amt mit Johann Rudolf Stoer von Stoerenberg als Koadjutor. Er hatte sich diesen von Rom als Gehilfen geben lassen,<\/p>\n<p>Auf sein Verlangen&nbsp; hatte Papst&nbsp; Paul III. (1534-1549) seinen Koadjutor gleich auch als seinen Nachfolger eingesetzt. Gleichzeitig erkl\u00e4rte er die Beibehaltung der Union der Kl\u00f6ster L\u00fcders und Murbach.<\/p>\n<p>Abt Georg verstarb 1542.<\/p>\n<p>Abt Johann Rudolf Stoer von Stoerenberg (1542-1570) wurde als Abt eingef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Es gab aber schnell Probleme, denn Heinrich von Jestetten, ein Cousin von Abt Johann, unterst\u00fctzt von seinen Br\u00fcdern&nbsp; und einigen benachbarten Edlen versuchte selbst Abt von Murbach zu werden.<\/p>\n<p>Er bem\u00e4chtigte sich der Burg Hugstein. Der Vogt von Gebwiler Erasmus Boecklin kam mit 250 Mann&nbsp; nach Hugstein und setzte dort Heinrich von Jestetten gefangen.<\/p>\n<p>1544 erreichte K\u00f6nig Ferdinand&nbsp; (1531-1564) einen Vergleich zwischen Heinrich von Jestetten und Abt Johann Rudolf. Heinrich wurde dann von 1562-1568 Abt in Kloster Hugshofen im Unterelsass.<\/p>\n<p>Am 6. und 7. Juli erhielt Abt Johann Rudolf von K\u00f6nig Ferdinand f\u00fcr L\u00fcders und Murbach die \u00fcblichen Lehensbriefe.<\/p>\n<p>Abt Johann Rudolf war zwar erst 45 Jahre alt, aber krank. Unter anderem litt er an Podagra, das sind Gichtanf\u00e4lle. Deshalb sah er sich schon 1544 nach einem Gehilfen um. Er w\u00e4hlte Hercule Boletti. Aber<\/p>\n<p>dieser gefiel entweder den Kapitularen nicht oder dem Heili9gen Stuhl. Er wurde nicht best\u00e4tigt. Darauf schlug Johann Rudolf den Murbacher M\u00f6nch Philipp von Helmstedt vor.Dieser wurde am 19. Dezember 1545<\/p>\n<p>von Papst Paul III. als Coadjutor best\u00e4tigt.Er war ein Sch\u00fcler des Colmarer Augustinerprior Johannes Hofmeister, der Schriften gegen Martin Luther herausgegeben hatte.<\/p>\n<p>Er war auf kaiserlichen Befehl zu den Religionsgespr\u00e4chen beim Reichstag in Worms 1545 und Regensburg 1546 berufen.<\/p>\n<p>Die Einleitung seiner Schriften widmete Prior Johannes dem Murbacher Abt Johann Rudolf.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem war er ein Verwandter des Speyrer Bischof Philipp II. von Flersheim (1529-1552) Unter seiner Leitung wurde 1550 das Murbacher Urbarbuch erstellt. Philipp von Helmstedt<\/p>\n<p>verstarb aber schon nach einem Nekrolog im Jahre 1554.<\/p>\n<p>Abt Johann Rudolf war bei Kaiser Karl V. sehr angesehen.<\/p>\n<p>1548 nahm er am Reichstag in Augsburg teil und stimmte dort mit ab. Kaiser Karl V. best\u00e4tigte das Recht des Abtes mit abzustimmen aufs Neue (Gatrio S. 180)<\/p>\n<p>Dieser Reichstag ist als\u201dGeharnischter Reichstag\u201d in die Geschichte eingegangen, auf dem Karl mit seinen Pl\u00e4nen zur Niederwerfung des Protestantismus und zur Errichtung einer starken kaiserlichen Macht scheiterte.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem erlie\u00df Karl auf diesem Reichstag das \u201cAugsburger Interim\u201d, das f\u00fcr eine \u00dcbergangszeit die kirchlichen Verh\u00e4ltnisse regeln sollte.<\/p>\n<p>Abt Johann Rudolf schickte Vertreter Murbachs auf die anderen Reichstage, 1555 nach Augsburg und 1557 nach Speyer. Der Reichstag von 1555 war besonders wichtig, denn&nbsp; dort wurde unter Vorsitz von K\u00f6nig Ferdinand I<\/p>\n<p>der Augsburger Religionsfrieden verhandelt.<\/p>\n<p>Auch die Nachfolger von Abt Johann Rudolf schickten Vertreter auf die Reichstage.<\/p>\n<p>Nach Philipp von Helmstedts Tod wurde Friedrich von Thierberg zum Koadjutor ernannt. von seiner T\u00e4tigkeit ist nichts bekannt.<\/p>\n<p>1554 hatte Kardinal Morone (+1580), der auch p\u00e4pstlicher Legat in Deutschland war und 1540 dem Hagenauer Religionsgespr\u00e4ch beiwohnte, erkl\u00e4rte am 12. M\u00e4rz 1554 die Abteien L\u00fcders und Murbach als f\u00fcr<\/p>\n<p>immer vereinigt.(Gatrio S.181)<\/p>\n<p>1560 wurde Johann Ulrich von Raitenau Koadjutor im Kloster Murbach. Er war erst M\u00f6nch in den Kl\u00f6stern Kempten und Ottobeuren, studierter dann1555 in Freiburg und 1559 in Dillingen. Dann war er kurze Zeit Abt<\/p>\n<p>des Benediktinerklosters St. Maximin in Trier. Durch Vermittlung&nbsp; von Kaiser Maximilian II.(1564-1572) und Philipp II. (1556-1598) von Spanien gegen eine Zahlung von 4000 Talern, das entspricht knapp \u00fcber \u00fcber eine Million \u20ac,<\/p>\n<p>sowie einer j\u00e4hrlichen Pension von 300 Talern, das sind etwa 75.784 \u20ac, verzichtete Johann Ulrich auf den Abtsstuhl in St. Maximin.<\/p>\n<p>Dann wurde er zum Koadjutor in Kloster Murbach berufen.Der Bruder von Johann Ulrich war mit&nbsp; einer Frau aus dem Hause Ems verheiratet, einem Uradels und Rittergeschlecht aus <\/p>\n<p>Vorarlberg. Die Hohenemser hatten sehr interessante Verwandtschaftsbeziehungen. So war Johann Ulrich \u00fcber seinen Bruder auch Kardinal Markus Sitticus von Hohenems (+1595) sowie Kardinal Karl Borrom\u00e4us (+1584) verwandt..<\/p>\n<p>Aus Murbacher Sicht war aber die wichtigste Verwandtschaft die folgende.Eine Schwester von Papst Pius IV.(1559-1565) hatte Wolf-Dietrich von Hohenems geheiratet. Der Koadjutor von Murbach hatte so also enge verwandtschaftliche Beziehungen zum Papst<\/p>\n<p>Das beg\u00fcnstigte nat\u00fcrlich die ewige Union&nbsp; von Kloster L\u00fcders und Murbach Diese hatte schon Kardinal Morone&nbsp; dekretiert. 1558 nahmen sie die Kapitularen an.<\/p>\n<p>Am 1. Januar 1560 best\u00e4tigte sie Papst Pius IV.<\/p>\n<p>1567 kaufte Kloster Murbach&nbsp; das Anwesen des Klosters Goldbach, das leer stand.<\/p>\n<p>Die Vereinigung beider Kl\u00f6ster hatte einen gro\u00dfen wirtschaftlichen Vorteil. Beide besa\u00dfen und betrieben Erzgruben.<\/p>\n<p>Murbach besa\u00df nun das Recht, Geld zu schlagen. Die Abtei vergab dieses Recht als Erblehen.<\/p>\n<p>Abt Johann Rudolf verstarb am 16.Juni 1570 im siebzigsten Lebensjahr.<\/p>\n<p>Die Organisation der Abtei Murbach als Territorialstaat des deutschen Reiches war abgeschlossen<\/p>\n<p>Sein Koadjutor Johann Ulrich von Raitenau (1570-1587) folgte ihm wie vorgesehen nach.<\/p>\n<p>Er wurde im Beisein von Abt Rudolf Kuchenmann (1566\u20131573 ) vom Kloster L\u00fctzel und Abt Friedrich IV. (1562\u20131593) vom Kloster Schuttern in Gebwiler vom Basler Bischof Melchior von Lichtenfels (1554-1575)<\/p>\n<p>zum Abt von Murbach geweiht. Die Regalien und die Best\u00e4tigung der Rechte der beiden Kl\u00f6ster erhielt er am 18. Juli 1570 von Kaiser Maximilian II. und am 13. November 1577 durch Kaiser Rudolf II. (1576-1612)<\/p>\n<p>1550 waren der Besitz und das Einkommen von Murbach im Urbar urkundlich fixiert worden. Das sollte 1572 auch f\u00fcr L\u00fcders geschehen.<\/p>\n<p>Der spanische K\u00f6nig Philipp II. hatte Kloster Luxeil f\u00fcr die spanische Krone erworben.Nun hatte er auch Absichten auf Kloster L\u00fcders und man machte Kloster L\u00fcders den Anschluss an die spanische Krone schmackhaft.<\/p>\n<p>Aber Briefe vom M\u00e4rz 1579 lie\u00df Abt Johann Ulrich einfach unbeantwortet.<\/p>\n<p>Der Abt sorgte auch f\u00fcr das Weiterkommen seiner Konventualen. <\/p>\n<p>Aber auch um weltliche Angelegenheiten k\u00fcmmerte er sich. So kaufte er 1574 den Dinghof von Oberentzen und 1577 ein Haus in Oberhergheim.<\/p>\n<p>1575 erkrankte Abt Johann Ulrich schwer. Da er wusste, das Burgund und der spanische K\u00f6nig an Murbach und L\u00fcders interessiert waren, bestellte er einen Koadjutor um Schwierigkeiten vorzubeugen, falls er ausfiel.<\/p>\n<p>Er bestellte seinen Neffen Wolfgang Dietrich f\u00fcr dieses Amt und hatte mit ihm einen Vertrag ausgehandelt, \u00e4hnlich dem, den er selbst mit seinem Vorg\u00e4nger Johann Rudolf hatte.<\/p>\n<p>Sein Neffe war zu diesem Zeitpunkt erst 19, studierte Jura in Basel und war schon Domprobst in Basel, Domherr in Konstanz und Salzburg. Das spricht nat\u00fcrlich f\u00fcr verwandtschaftliche Protektion. Aber das Beziehungsnetz der Familie Raitenau <\/p>\n<p>zeigt sich ja auch bei Johann Ulrich.<\/p>\n<p>Wolfgang Dietrichs Vater Hans Werner (+ 1593)war kaiserlicher Kriegsoberst. Er war mit Helene von Hohenems (1535-1586) verheiratet.<\/p>\n<p>Wolfgang Dietrich begann 1576 sein Studium am Germanicum in Rom. Sein Onkel Kardinal Marcus Sittlich lebte in Rom und war dort sein Mentor.<\/p>\n<p>1581 kam er aus Rom zur\u00fcck. Mit dem Basler Kapitel handelte er einen Amtsverzicht aus f\u00fcr 200 Taler j\u00e4hrlich, das sind etwa 50.523,00 \u20ac.<\/p>\n<p>Die n\u00e4chsten zwei Jahre war er dann auf Reisen in Frankreich, Spanien und Italien unterwegs.&nbsp; <\/p>\n<p>1584 nahm er erstmals seinen im Domchor von Salzburg ein. Dort lernte er die B\u00fcrgertochter Salome Alt kennen. Sie blieb 22 Jahre seine offizielle Lebensgef\u00e4hrtin. Mit ihr hatte er 15 Kinder. Er legitimierte sie alle und sorgte f\u00fcr sie.<\/p>\n<p>1606 baute er au\u00dferhalb der Stadtmauern das Schloss Altenau f\u00fcr sie.<\/p>\n<p>Er scheint sich aber nie in Murbach aufgehalten zu haben.<\/p>\n<p>Er wurde am 2. M\u00e4rz 1587 zum Erzbischof von Salzburg und damit zum Primas Germaniens gew\u00e4hlt. <\/p>\n<p>Er war in weltlichen Schriften ziemlich gelehrt und belesen, mit schneller Auffassungsgabe und von hohem Geist.<\/p>\n<p>Bei Gastrio kommt Wolfgang Dietrich allerdings schlechter weg. (S. 241)<\/p>\n<p>Bei seinem Regierungsantritt als Salzburger Erzbischof begann er ein hartes gegenreformatorisches Regiment. Sp\u00e4ter wurde er in Religionsfragen toleranter-<\/p>\n<p>In Der Stadt wurde er ein Gestalter des neuen Salzburgs.Er begann einen Stadtumbau, der Salzburg im 17. Jahrhundert zur Barockstadt werden lie\u00df<\/p>\n<p>Als sein Onkel Johann Ulrich starb, trat Wolfgang Dietrich sein Amt als Abt von Murbach nicht an.<\/p>\n<p>Nach dem Verzicht von Wolfgang Dietrich standen zwei Personen zu Wahl als Abt von Murbach. Gabriel Giel von Giersbach und Marc de Rye, Bruder des Erzbischofs von Besancon.<\/p>\n<p>Das Klosterleben in Murbach war immer noch nicht in geordneten Bahnen. <\/p>\n<p>In L\u00fcders war Marc de Rye mit Waffengewalt einmarschiert und hatte die dortigen Konventualen gezwungen, den Erzbischof von Besancon zu ihrem Abt zu w\u00e4hlen. Ein Konventuale<\/p>\n<p>konnte entkommen und reiste nach Salzburg, um Wolfgang Dietrich von der Situation zu unterrichten. Als er zur\u00fcckkam, protestierte der Konvent wieder wegen der erpressten Unterschriften.<\/p>\n<p>In L\u00fcders ersetzte die vorder\u00f6sterreichisch Regierung die burgundischen Soldaten durch \u00f6sterreichische.<\/p>\n<p>Kaiser Rudolf II. nutzte nun die Situation, um Kardinal Andreas von \u00d6sterreich, Sohn von Erzherzog Ferdinand II. von \u00d6sterreich, als Abt von Murbach einzusetzen.<\/p>\n<p>Sein Vater Ferdinand war von 1564 bis zu seinem Tod 1595 regierender Landesf\u00fcrst in Tirol und den Vorlanden und damit auch Landesherr im Elsass.<\/p>\n<p>1577 war Andreas von Papst Gregor VII.(1572-1585) zum Kardinal erhoben worden. 1590 war er au\u00dferdem F\u00fcrstbischof in Konstanz und 1591 Bischof in Brixen geworden.<\/p>\n<p>Er war auch als Verwalter von Vorder\u00f6sterreich t\u00e4tig.<\/p>\n<p>Am 14.Oktober 1587 setzte Papst Sixtus V. (1585-1590) mit einer Bulle Kardinal Andreas als Verwalter von Murbach und L\u00fcders ein.<\/p>\n<p>1592 befanden sich in L\u00fcders nur noch zwei M\u00f6nche.<\/p>\n<p>In Murbach aber wurden Schritte zu einer Klosterreform eingeleitet. 1596 forderte Kardinal Andreas den Benediktinerm\u00f6nch Erasmus von Altmannshausen aus Kloster Sankt Gallen an.<\/p>\n<p>Er war schon in mehreren Kl\u00f6stern als Reformator erfolgreich t\u00e4tig gewesen. Von Murbach kehrte Eramus&nbsp; bald wieder heim. Seine Mission schien ein Schritt nach vorne zu sein.<\/p>\n<p>Kardinal Andreas erlie\u00df 1592 eine Forstordnung.<\/p>\n<p>Die Regierung von Kardinal Andreas w\u00e4re wohl durchaus erfolgreich gewesen, wenn er das Kloster nicht immer tiefer in Schulden gest\u00fcrzt h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Als er 1600 verstarb, hinterlie\u00df er einen enormen Schuldenberg.<\/p>\n<p>Zu seinem Nachfolger wurde Johann Georg von Kalkenried (1600-1614) gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Er stammte aus Fussach in Vorarlberg. In Innsbruck hatte er das Gymnasium besucht und trat 1589 in das Collegium Germanicum in Rom ein.<\/p>\n<p>Nach sechs Jahren kehrte er heim und trat 1596 in das Kloster Murbach ein. Er erwarb sich schnell die Achtung seiner Ordensgenossen. Obwohl noch Novize, wurde er<\/p>\n<p>von seinem Abt nach L\u00fcders geschickt, um das dortige Kloster zu reformieren. Nach Murbach zur\u00fcckgekehrt wurde er dort Novizenmeister und Beichtvater der M\u00f6nche bestimmt.<\/p>\n<p>1600 wurde er zum Abt gew\u00e4hlt und war damit in jungen Jahren schon Reichsf\u00fcrst.<\/p>\n<p>Die Wahl erfolgte am 2. Januar 1600 im Beisein von Abt Christoph Birr (1597 \u2013 1605) von Kloster L\u00fctzel und Theodor von Luxemburg, dem Dominikanerprior in Gebwiller.<\/p>\n<p>Gegenkandidat war Claudius von Mugnans, der dort Prior war.Er war unterst\u00fctzt worden vom burgundischen Adel. Gew\u00e4hlt wurde aber Johann Georg von Kalkenried . Er wurde auch <\/p>\n<p>gleich vom Abt von L\u00fctzel als Abt proklamiert.Claudius von Mugnans erhob in Rom Einspruch gegen die Wahl mit der Begr\u00fcndung, die Wahl Johann Georgs sein ung\u00fcltig. Auch sei die vor einiger Zeit<\/p>\n<p>vollzogene Union der beiden Abteien erschlichen gewesen. Es kam zum Prozess in Rom. V\u00f6llig \u00fcberrascht von der Entwicklung war das Haus Habsburg.<\/p>\n<p>Man hatte dem Papst vorgeschlagen, die Abteien Murbach und L\u00fcders Erzherzog Leopold V.(1656-1632) zu \u00fcbertragen. Er war ein Neffe von Kaiser Ferdinand II. (1619-1637). Sein Vater war Erzherzog Karl II. (1564-1590)<\/p>\n<p>und Herrscher von Inner\u00f6sterreich. Erzherzog Leopold war seit 1598 Bischof von Passau und 1607 Bischof von Stra\u00dfburg.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend in Rom prozessiert wurde, k\u00e4mpfte Burgund und Habsburg gegeneinander.<\/p>\n<p>Die Sache war f\u00fcr beide Kl\u00f6ster recht kostspielig. In Rom fielen Prozesskosten an und die \u00f6sterreichische Besatzung in L\u00fcders schlug mit 9.222 Gulden zu Buche, das sind etwa 2.343.619,00 \u20ac .<\/p>\n<p>Abt Johann Georg sah sich zu einer Schuldverschreibung gezwungen.<\/p>\n<p>Am 26. M\u00e4rz 1602 schickte Papst Clemens VIII. (1592-1605) die Best\u00e4tigungsbullen an Kaiser Rudolf II. (1576-1612)<\/p>\n<p>Am 30. Juni 1603 zog die \u00f6sterreichische Besatzung aus L\u00fcders ab.<\/p>\n<p>Am 8.Juli wurde Abt Johann Georg vom Abt von L\u00fctzel und im Beisein des \u00f6sterreichischen Vogts Rudolf von Bollweiler (+1616) als F\u00fcrstabt in sein Amt eingef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Als ehemaliger Novizenmeister suchte er Nachwuchs f\u00fcr sein Kloster zu gewinnen.<\/p>\n<p>1608 wurde das Bruderhaus in Gebwiller neu gebaut. Die Kosten trugen Gebwiller und Kloster Murbach jeweils zur H\u00e4lfte.<\/p>\n<p>1606 einigte sich Johann Georg mit dem Basler Bischof Jakob Christoph Blarer von Wartensee (1575-1608) auf einen Vergleich wegen r\u00fcckst\u00e4ndiger Zinsen von 14.000 Pfund, das sind immerhin etwa <\/p>\n<p>2.22800 \u20ac, auf eine Hauptsumme von 40.000 Pfund. eine Quittung von1611 belegt, das 10.000 Pfund abbezahlt waren und 1658 war die Schuld abgel\u00f6st.<\/p>\n<p>F\u00fcr Habsburg und das Reich war Kloster Murbach immer eine gute Geldquelle.1610 zum Beispiel forderte die Regierung in einen Kriegsbeitrag von 3000 Gulden, das sind etwa etwa 762.400,00 \u20ac. <\/p>\n<p>Am 8. M\u00e4rz 1611 wurde zu einer Versammlung der St\u00e4nde eingeladen, wo \u00fcberlegt werden sollte, wie 130.00 Gulden, das sind immerhin&nbsp;&nbsp; etwa 33.037.348,00 \u20ac an Kriegskosten zusammengebracht werden konnten.  <\/p>\n<p>Die Regalien und die Reichslehen erhielt der Abt durch Kaiser Rudolf II. erst 13. Oktober 1608.  <\/p>\n<p>In Rom, wo er ja studiert hatte erhielt er 1610 von den Kardin\u00e4len und Generalinquisitoren Dominik Pinelli (1607-1611) Bischof von Ostia,Berniero(1586-1611) von Ascoli und anderen die Erlaubnis,<\/p>\n<p>ketzerische B\u00fccher zu lesen und die H\u00e4retiker zu absolvieren und in den Scho\u00df der Kirche zur\u00fcckzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Abt&nbsp; Johann Georg hatte seinen Verwandten Gabriel von Hillenson zum Statthalter von Gebwiller und zum Obervogt von L\u00fcders bestellt. Das kam im Konvent n icht sehr gut an, vor allem als Unterschlagungen von Hillenson bekannt wurden.<\/p>\n<p>Johann Georg wollte in Murbach eine umfassende Reform durchf\u00fchren. Das gelang aber nicht, zu mal im Konvent Uneinigkeit herrschte.<\/p>\n<p>Am 15. April 1614 sandte Johann Georg seinen Bruder Johann David zum Abt Bernhard M\u00fcller (1594\u20131630) von St. Gallen.Er sollte mit ihm seine Amtsniederlegung zu Gunsten von Erzherzog Leopold von \u00d6sterreich besprechen.<\/p>\n<p>Am 12. Mai 1614 wurde sie urkundlich besiegelt. Im Oktober regelte der abtretende Abt mit Erzherzog alles bis in die kleinste Kleinigkeit. Er hatte 1600 Gulden Pension zu beziehen, das sind etwa 406.614,00 \u20ac<\/p>\n<p>Der Abt zog sich ins Schloss Passavent bei L\u00fcders zur\u00fcck. Dort starb er im 49. Lebensjahr am 17. August 1616. Er wurde in L\u00fcders bestattet.<\/p>\n<p>Kaiser Matthias (1612-1619)&nbsp; belehnte den neuen Verwalter von Murbach am 15. Mai 1615.<\/p>\n<p>Auch Erzherzog Leopold regierte wie schon sein Vorg\u00e4nger fern von seiner Abtei.<\/p>\n<p>Das Konzil von Trient (1545-1563) hatte sich in seiner letzten Sitzungsperiode ausf\u00fchrlich mit der Reform der Orden befasst. Es wurden Normen f\u00fcr die Aufnahme neuer Mitglieder&nbsp; festgelegt. Daneben wurden&nbsp; Bestimmungen \u00fcber die Wiederherstellung des Gemeinschaftslebens, das Noviziat, die Abschaffung des Privateigentums, die Klausur der Nonnen, die ordnungsgem\u00e4\u00dfe Wahl der Ordensoberen und die Visitationen erlassen.<\/p>\n<p>Das Konzil von Trient hatte auch angeordnet, dass sich die Kl\u00f6ster Kongregationen anschlie\u00dfen sollten und falls sie das nicht machen, w\u00fcrden sie das Recht auf Exemtion von der bisch\u00f6flichen Gewalt verlieren.<\/p>\n<p>F\u00fcr Kloster Murbach bestand diese Gefahr zwar nicht, aber der Konvent sah dennoch Handlungsbedarf,zumal auch der Heilige Stuhl auf die Durchf\u00fchrung einer ernsthaften Reform dr\u00e4ngte.<\/p>\n<p>Papst Paul V. (1605-1621)riet nun Erzherzog Leopold, nachdem dieser die Verwaltung von Murbach \u00fcbernommen hatte, zusammen mit dem Nuntius von Luzern, Ludovigo die Sarego (1613-1621) eine<\/p>\n<p>Reform in Kloster Murbach durchzuf\u00fchren. Diese war auch dringend n\u00f6tig. Denn es gab praktisch keine Klosterdisziplin mehr. Die M\u00f6nche lebten wie weltliche Chorherren.<\/p>\n<p>Der Nuntius wandte sich nun an den Abt von St. Gallen Bernhard M\u00fcller. Dieser schlug als erste Ms\u00dfnahme vor, den Dechanten von Murbach Brimsy, der zugleich Abt von Kloster M\u00fcnster war, zu entfernen.<\/p>\n<p>Abt Bernhard schickte am 16. Februar 1616 Jodokus Metzler, der Novizenmeister und Bibliothekar in St. Gallen war, nach Murbach und Gebwiller. <\/p>\n<p>Erzherzog Leopold ernannte au\u00dferdem Columban Tschudi aus Kloster St. Gallen&nbsp; zum Vizedechanten von Murbach und gab ihm alle Gewalt. Tschudi war von zwei St. Gallener M\u00f6nchen Erasmus und Paulus begleitet.<\/p>\n<p>Zwei Murbacher M\u00f6nche wurden nach St. Gallen und Muri geschickt<\/p>\n<p>Pater Jodokus Metzlrer kehrte nach St. Gallen zur\u00fcck und wurde dort Statthalter in Wil.<\/p>\n<p>Die Rechte Tschudis in Murbach wurden schriftlich festgehalten. Die M\u00f6nche wurden nun wieder mit Kleidung, Arzneien und B\u00fcchern sowie Speise und Trank versorgt, d.h. es wurde wieder ein regul\u00e4res Klosterleben gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Die Reform lief aber nicht so glatt ab wie gew\u00fcnscht.Die M\u00f6nche f\u00fcgten sich zwar, aber sie \u00e4u\u00dferten doch deutliche Kritik. Tschudi berichtete das nach St. Gallen. Jodokus Metzler war sofort zur Stelle.<\/p>\n<p>Er f\u00fchrte in Murbach&nbsp; nun das Brevier und das Missal von St. Gallen ein.<\/p>\n<p>Das Wirken Tschudis in Murbach wurde fruchtbar zu Ende gef\u00fchrt. Er ging aber noch weiter. Erzherzog Leopold trennte nun die Benediktinerkl\u00f6ster im Bistum Stra\u00dfburg von den Bursfelder Reformkl\u00f6stern<\/p>\n<p>und richtete 1621 die Kongregation der Benediktinerkl\u00f6ster des Bistums Stra\u00dfburg ein. Das war sicher nicht nur eine Frage der Reform sondern auch der Macht im Bistum Stra\u00dfburg.<\/p>\n<p>Kloster Murbach erlebte wieder eine Aufw\u00e4rtstendenz, w\u00e4hrend sich in L\u00fcders nichts tat.<\/p>\n<p>In der Klosterreform \u00fcberlie\u00df Erzherzog Leopold die Durchf\u00fchrung Pater Tschudi.<\/p>\n<p>In weltlichen Angelegenheiten griff er \u00fcberall pers\u00f6nlich ein.<\/p>\n<p>Als Bischof und Abt war er immer in erster Linie ein Mann des Hauses Habsburg.<\/p>\n<p>Als Kaiser Matthias am 20. M\u00e4rz 1619 starb, spielte er im letzten Jahr seines Lebens praktisch keine Rolle mehr.<\/p>\n<p>In B\u00f6hmen wurde Erzherzog Ferdinand1617 zum Herrscher von B\u00f6hmen gew\u00e4hlt. Er begann sofort mit einer harten Rekatholisierungspolitik in B\u00f6hmen, was zum St\u00e4ndeaufstand des b\u00f6hmischen Adels f\u00fchrte.<\/p>\n<p>Am 28. Mai&nbsp; 1618 fand in Prag der Fenstersturz statt. Nach dem Tod Kaiser Matthias verweigerte der b\u00f6hmische Adel Erzherzog Ferdinand die Gefolgschaft.<\/p>\n<p>Eine neue Verfassung wurde erlassen. Am 16. August 1619 wurde Ferdinand abgesetzt. Von den Kurf\u00fcrsten wurde Ferdinand ungeachtet der Ereignisse in B\u00f6hmen zum deutschen Kaiser gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>In B\u00f6hmen hatte der Adel den pf\u00e4lzischen Kurf\u00fcrsten Friedrich V. (1610-1623) zum b\u00f6hmischen K\u00f6nig gew\u00e4hlt. Er wurde der \u201cWinterk\u00f6nig\u201d.<\/p>\n<p>In der Folge entwickelte sich der Drei\u00dfigj\u00e4hrige Krieg.<\/p>\n<p>1619 War Erzherzog Leopold&nbsp; nach dem Tod von Kaiser Matthias Statthalter von Tirol und Vorder\u00f6sterreich geworden und damit auch Landesherr im Elsass.<\/p>\n<p>Er begab sich 1626 nach Florenz, an den Hof des Gro\u00dfherzogs Ferdinand II.de Medici (1621-1670) wo er zu Gunsten seines Cousin&nbsp; Leopold Wilhelm(1626-1662) auf das Bistum Passau und Stra\u00dfburg sowie auf die Verwaltung der Abteien Murbach und L\u00fcders verzichtete<\/p>\n<p>Die Abteien Murbach und L\u00fcders gab er in die H\u00e4nde des Konvents, nat\u00fcrlich mit der Bedingung, dass sein Cousin Leopold Wilhelm gew\u00e4hlt wird.<\/p>\n<p>Dieser war zu diesem Zeitpunkt noch nicht achtzehn.<\/p>\n<p>Nach seinem R\u00fccktritt heiratete Leopold die verwitwete Claudia de Medici (+1648), mit der er dann noch 5 Kinder hatte.<\/p>\n<p>Er verstarb am 13. September 1632 in Schwaz.Er ist in der Innsbrucker Jesuitenkirche bestattet.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger in Murbach wurde&nbsp; Leopold Wilhelm von \u00d6sterreich (1626-1662). Er war auch Bischof in Passau und Stra\u00dfburg.<\/p>\n<p>Es dauerte einige Zeit, bis die Nachfolge schlie\u00dflich im Sinne Habsburgs gesichert war.<\/p>\n<p>Am 28. August 1626 kam der p\u00e4pstliche Nuntius Alessandro Scappi (1618\u20131628) und der Abt von St. Blasien Blasius II. M\u00fcnzer (1625\u20131638) zur Visitation nach Murbach.<\/p>\n<p>Da noch keine Regierung in Murbach vorlag, ernannte der Nuntius im Namen des Papstes den bisherigen Reformator Columban Tschudi zum Verwalter f\u00fcr das Weltliche in Murbach und f\u00fcr das Geistliche <\/p>\n<p>stellte er ihm Paul von Lauffen, der mit ihm aus St. Gallen gekommen war, als Superior zur Seite.<\/p>\n<p>Am 13.September 1626 wurde das auch ganz offiziell gemacht. Tschudi wurde zum Interimsadministrator ernannt bis Leopold Wilhelm 18 wurde.<\/p>\n<p>Danach konnte er einen anderen ernennen. Tschudi hatte dann eine ordentliche Schlussabrechnung zu erstellen.<\/p>\n<p>Sollte Leopold Wilhelm nicht in Murbach residieren, sollte er aus dem Konvent einen Statthalter f\u00fcr Murbach ernennen.<\/p>\n<p>Am 7. Januar 1627 verlieh Kaiser Ferdinand die Regalien an Tschudi.<\/p>\n<p>Schon&nbsp; zu Kriegsbeginn waren die Sch\u00e4tze von Kloster Murbach nach Basel gebracht worden, einem neutralen Ort.<\/p>\n<p>1629 waren&nbsp; je zwei kaiserliche Kompanien Kroaten in L\u00fcders und Murbach stationiert worden. Jede hatte 116 Pferde dabei.<\/p>\n<p>Bis&nbsp; 1631 war Murbach weitgehend vom Krieg verschont geblieben. Ab August gab es dann aber Durchm\u00e4rsche und Einquartierungen.<\/p>\n<p>Am 6. Januar 1632 war Leopold Wilhelm 18 Jahre alt geworden. Nun w\u00e4re Tschudis Amtszeit abgelaufen gewesen, aber Leopold Wilhelm sprach sich f\u00fcr seinen Verbleib aus.<\/p>\n<p>Im Herbst 1632 besetzte der schwedische Feldherr Gustav Horn (1592-1657) das Elsass und belagerte Breisach. Am 28. November 1632 forderte von Kloster Murbach 14.000 Reichstaler <\/p>\n<p>das sind 2.971.558,00 \u20ac f\u00fcr die schwedische Protektion.<\/p>\n<p>Es gab dann K\u00e4mpfe zwischen Kaiserlichen und Schweden. Die M\u00f6nche fl\u00fcchteten.<\/p>\n<p>Die Schweden pl\u00fcnderten die Kl\u00f6ster Murbach und L\u00fcders.- In Schloss Neuenburg wurde ein schwedischer Vogt eingesetzt.<\/p>\n<p>1633 brach in der Umgebung die Pest aus. T\u00e4glich starben \u00fcber 20 Menschen.&nbsp; Dazu trat eine gro\u00dfe Teuerung auf.<\/p>\n<p>Paul von Lauffen hielt sich in L\u00fcders auf, Tschudi in Remiremont.<\/p>\n<p>Im Februar 1634 nahm der schwedische General Otto Ludwig Graf von Salm<strong> <\/strong>Ruffach und Gebwiller ein.<\/p>\n<p>1641 reiste Tschudi in die Schweiz. als er zur\u00fcckkehren wollte, lie\u00dfen ihn die Franzosen nicht mehr nach Murbach.<\/p>\n<p>Tschudi verstarb am 29. Mai 1643.<\/p>\n<p>Nach seinem Tod setzte Leopold Wilhelm Benedikt Renner von&nbsp; Allmendingen, einen Konventualen aus Kloster Kempten ein als Statthalter von Kloster Murbach ein.<\/p>\n<p>Seine Diakonatsweihe hatte Benedikt 1629 erhalten.<\/p>\n<p>Am 9. August 1643 zeigte er die Ernennung Benedikts Abt Pius Reher (1630\u20131654) von St. Gallen an und begr\u00fcndete die schnelle Ernennung des Statthalters damit, dass<\/p>\n<p>Frankreich plante franz\u00f6sische M\u00f6nche nach Murbach zu entsenden.<\/p>\n<p>Die Entscheidung war auf jeden Fall nicht im Sinne von St. Gallen. Dort hatte man geplant, Leopold Wilhelm Konrad von Offeringen als Vizeadministrator von Murbach vorzuschlagen<\/p>\n<p>Abt Pius sah auch Konflikte mit den Franzosen voraus, die jetzt das Elsass beherrschten. Beim franz\u00f6sischen Gouverneur von B<strong>reisach <\/strong>Johann Ludwig von Erlach,seit 1635 im Dienste&nbsp; des Herzog&nbsp; Bernhard von Sachsen-Weimar,<\/p>\n<p>war Benedikt zwar sehr gut angeschrieben, aber Abt Pius bef\u00fcrchtete, dass die Franzosen von dem neuen Statthalter verlangen w\u00fcrden, dem Hause Habsburg abzuschw\u00f6ren. Au\u00dferdem fragte er sich, ob Benedikt \u00fcberhaupt<\/p>\n<p>der richtige Mann sei. Er habe in Kempten nichts bewirkt. Was k\u00f6nne er dann in der Fremde und in einer solchen Lage wirken?<\/p>\n<p>Gatrio&nbsp; f\u00e4llt ein sehr schlechte Urteil. Er sagt, diese Ernennung h\u00e4tte zuerst die Abberufung der St. Gallener M\u00f6nche zur Folge gehabt und dann&nbsp; den vollst\u00e4ndigen Ruin der beiden Stifte. (S.364)<\/p>\n<p>Benedikt sa\u00df erst mal 5 Wochen in Basel fest. Kein Murbacher Konventuale kam, um ihn abzuholen, was ihn schon etwas befremdete. Er ging dann nach Gebwiller, besetzte dort \u00c4mter mit seinen Gefolgsleuten,<\/p>\n<p>was ihm nat\u00fcrlich R\u00fcckhalt verschaffte. Er lebte sehr verschwenderisch. 1653 lie\u00df <\/p>\n<p>Leopold Wilhelm eine Untersuchung \u00fcber die Amtsf\u00fchrung Benedikts durchf\u00fchren. Da er aber seine Gefolgsleute hatte, fiel diese nicht allzu ung\u00fcnstig aus.<\/p>\n<p>Alle Zahlungen sollten nur durch den Cellerar erfolgen. Aber Benedikt hatte merklich dagegen gehandelt, da er ohne Wissen des Kellermeister erhebliche Summen eingenommen hatte und sich daraus bedient.<\/p>\n<p>1656 fand eine weitere Untersuchung statt und dieses Mal&nbsp; war nichts mehr zu vertuschen. \u201cDer Administrator ist wegen seiner schlechten Haushaltsf\u00fchrung entsetzt worden und in sein Professhaus nach Kempten im Allg\u00e4u geschickt worden.\u201d<\/p>\n<p>in Geschichte der Stadt Gebweiler unter Mitber\u00fccksichtigung der Stiftsabtei Murbach S. 275.<\/p>\n<p>1648 war endlich der Friede zustande gekommen. Die Einquartierungen hatten aber immer noch kein Ende.<\/p>\n<p>In Gebwiller lebten&nbsp; nur noch 150 Menschen. Von den M\u00f6nchen hatte keiner \u00fcberlebt.<\/p>\n<p>Die Zugeh\u00f6rigkeit der Abtei und ihr Gebiet zum Heiligen R\u00f6mischen Reich deutschen Nation war im Westf\u00e4lischen Frieden best\u00e4tigt worden. <\/p>\n<p>Leopold Wilhelm verstarb am20. November 1662 in Wien und ist in der Kaisergruft der Kapuzinerkirche in Wien beigesetzt.<\/p>\n<p>Er war wohl mehr Soldat als Kirchenmann. In seinen Abteien Murbach und L\u00fcders war er nie pers\u00f6nlich.<\/p>\n<p>Als Nachfolger wurde Kolumban von Andlau gew\u00e4hlt. Er ist am 27. Mai 1627 in Ensisheim geboren. Er war M\u00f6nch in Kloster St. Gallen.<\/p>\n<p>In Stra\u00dfburg war als Nachfolger von Leopold Wilhelm Franz Egon von F\u00fcrstenberg (1663 \u20131682)&nbsp; zum Bischof von Stra\u00dfburg gew\u00e4hlt werden.<\/p>\n<p>Das Haus F\u00fcrstenberg galt als sehr franzosenfreundlich gegolten, Ludwig XIV. (1643-1715) hatte Franz Egon&nbsp; schon 1653 als Bischof von Metz durchgesetzt, allerdings die p\u00e4pstliche Best\u00e4tigung daf\u00fcr nie erhalten, <\/p>\n<p>so dass die Wahl ohne Wirkung blieb.<\/p>\n<p>Die Vertreter der Kurie in Deutschland hatten ebenso wie Habsburg ein gro\u00dfes Interesse daran, die Frankreichbindung des Hauses zu neutralisieren.<\/p>\n<p>Franz Egon war zwischenzeitlich in Rom seine p\u00e4pstliche Konfirmation f\u00fcr den Bischofsitz in Stra\u00dfburg erhalten. Papst war Alexander VII. (1655-1667)<\/p>\n<p>Seit dem 16. Jahrhundert wurde in aller Regel der neu gew\u00e4hlte Stra\u00dfburger Bischof in das Amt des Abtes von Murbach und L\u00fcders gew\u00e4hlt,so wie das ja auch bei Erzherzog Leoupold und Leopold Wilhelm der Fall war. <\/p>\n<p>Auch der neue Stra\u00dfburger Bischof Franz Egon nahm das f\u00fcr sich in Anspruch.Das klappte aber nicht, den die M\u00f6nche in Murbach hatten ja Kolumban von Andlau als Abt gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Im Fr\u00fchjahr 1663 wurde Erzherzog Karl Joseph von \u00d6sterreich&nbsp; vom Papst als Nachfolger von Leopold Wilhelm als Abt von Murbach eingesetzt. Er war zu diesem Zeitpunkt erst 13 Jahre alt.<\/p>\n<p>Das Problem Karl Joseph l\u00f6ste sich sehr bald, denn dieser verstarb am 27. Januar 1664.<\/p>\n<p>Der Papst ernannte nun den Stra\u00dfburger Bischof Franz Egon (1664-1682) zum Abt von Murbach. Am 6. September 1664 \u00fcbersandte im Kaiser Leopold (1658-1705) die Regalien.<\/p>\n<p>Der gew\u00e4hlte Abt Kolumban war nun v\u00f6llig zwischen die Fronten geraten.<\/p>\n<p>Er trat nun zur\u00fcck. Bischof Franz Egon ergriff Besitz von der Abtei.<\/p>\n<p>1680 \u00fcbernahm K\u00f6nig Ludwig XIV. im Rahmen seiner Reunionspolitik die Herrschaft \u00fcber Murbach und \u00fcber sein&nbsp; zum Reich geh\u00f6rendes umfangreiches Territorium.<\/p>\n<p>Auf das innere Leben der F\u00fcrstabtei hatte das wenig Einfluss. Sie konsolidierte sich weiter.<\/p>\n<p>1681 setzte Franz Egon seinen Neffen&nbsp; Felix Egon von F\u00fcrstenberg (1682-1686)zum Koadjutor f\u00fcr Kloster Murbach ein.<\/p>\n<p>Am 31. Dezember 1681 fand die kanonische Wahl statt.<\/p>\n<p>Er wurde 1682 Abt in Murbach, verstarb aber auch schon 4 Jahre sp\u00e4ter am 5. M\u00e4rz 1686. Er war nur knapp 29 Jahre alt geworden.<\/p>\n<p>Am 1. April 1682 verstarb Abt Franz Egon in K\u00f6ln.<\/p>\n<p>Der Apostolische Nuntius in Luzern Cantelmi (1685-1687) schrieb an die Schweizer Benediktiner-Kongregation, dass Murbach dieses Mal sein Recht auf freie Abtswahl durchsetzen solle.<\/p>\n<p>Der franz\u00f6sische Minister Louvois (+1691) hatte aber angemerkt, dass der franz\u00f6sische K\u00f6nig wohl sehr ergrimmt w\u00e4re, wenn Philipp Eberhard von L\u00f6wenstein-Wertheim-Rochefort nicht auf der<\/p>\n<p>Kandidatenliste st\u00fcnde.<\/p>\n<p>Philipp Eberhard wurde am 23. April 1657 in Wertheim&nbsp; als Sohn von Ferdinand Karl von L\u00f6wenstein-Wertheim und der Marie-Anne von F\u00fcrstenberg-Heiliegenberg. 1682 wurde er vom franz\u00f6sischen K\u00f6nig Ludwig XIV. zum Koadjutor seines Onkels <\/p>\n<p>des Stra\u00dfburger Bischofs Felix Egon von F\u00fcrstenberg ernannt.<\/p>\n<p>Am 24. April 1686 ernannte er Philipp Eberhard zum Kommendatarabt von Kloster Murbach. Von Rom verlautete aber inzwischen, dass jede andere Wahl als \u201caus gremio\u201d f\u00fcr null anzusehen sei.<\/p>\n<p>Der Konvent w\u00e4hlte am 6. Juni 1686 Kolumban von Andlau zu seinem Abt.<\/p>\n<p>Die franz\u00f6sische Regierung hatte schon kurz vor der Wahl verwalterische Schritte unternommen. Sie teilte die Eink\u00fcnfte der Abteien Murbach und L\u00fcders in drei Teile, ein Teil f\u00fcr Philipp Eberhard,<\/p>\n<p>ein Teil f\u00fcr den Konvent und ein Teil zur Bezahlung der Beamten und Geistlichen.<\/p>\n<p>1693 beugte sich der Konvent dem Verbot Roms zum Trotz. Philipp Eberhard wurde zum Abt postuliert. Er hatte erkl\u00e4rt, dass in geistlichen Dingen die Schweizer Benediktinerkongregation zu st\u00e4ndig sei.<\/p>\n<p>Im Dezember 1686 kam Philipp Eberhard nach Gebwiller und hinterlegte dort eine gro\u00dfe Geldsumme f\u00fcr den Konvent.<\/p>\n<p>1699 kamen Glasmacher aus dem Sundgau und gr\u00fcndeten im Tal der Thur eine Glash\u00fctte. Sie hatten schon 1672 auf dem Gebiet der Abtei von Lucelle eine Glash\u00fctte gegr\u00fcndet. Die Verrerie Wildenstein wurde <\/p>\n<p>in einem Buchenwald unterhalb der Burg Wildenstein errichtet. Die Gr\u00fcndung erfolgte mit Zustimmung von Abt Philipp Eberhard.<\/p>\n<p>Die H\u00fctte stellte Flaschen und Korbflaschen aus dickem Glas her. Gr\u00fcnder war Jean-Henri Hug, der um 1651 in der Schweiz geboren ist und 1711 in Wildenstein starb.<\/p>\n<p>Sein Sohn Samuel war zwischen 1714 und 1734 Vogt der Glash\u00fctte.Die H\u00fctte \u00fcberlebte die Abtei lange. Sie brach erst 1870 nicht wegen des Krieges sondern wegen der <\/p>\n<p>Konkurrenz anderer H\u00fctten zusammen, weil sie mit diesem im Fortschritt nicht mehr mithalten konnte.<\/p>\n<p>Sie nahm am 6.1700 lie\u00df er in Gebwiller das Schloss Neuenburg als Residenz wieder aufbauen.<\/p>\n<p>Der Plan zum Schloss stammte von Math\u00e4us David, Superior der Isenheimer Antoniter.Der franz\u00f6sische Baumeister Sylvanus Golb\u00e9ry sollte das Schloss erbauen. Der Spanische Erbfolgekrieg (1701-1714) machte aber den Bau zun\u00e4chst unm\u00f6glich.<\/p>\n<p>Der Bau dauerte von&nbsp; 1715-1726 und wurde 1726 von dem Vorarlberger Baumeister&nbsp; Peter Thumb (1681-1766) vollendet.<\/p>\n<p>Die F\u00f6rderung des Weinbaus lag Philipp Eberhard auch am Herzen. <\/p>\n<p>Seit seiner Abdankung hatte sich Abt Kolumban im Schloss Hefingen aufgehalten. 1700 siedelte er nach Rorschach in das dortige von St. Gallen abh\u00e4ngige Kloster Mariaberg zur\u00fcck.Am 7. Februar1707 verstarb er dort. <\/p>\n<p>Es gab noch einen Rechtsstreit mit der Kloster St. Gallen. Erst 1721 gab es durch Vermittlung des Auditors der Nuntiatur von Luzern Franziskus Dondonius eine Auss\u00f6hnung der Kl\u00f6ster Murbach und St. Gallen.<\/p>\n<p>Abt Philipp Eberhard starb am 19. Januar 1720.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte der bisherige Koadjutor C\u00e9lestinus von Beroldingen-G\u00fcndelhard (1720\u20131737)<\/p>\n<p>Er ist am 5. November 1673 in G\u00fcndelhart im Thurgau als Sohn von Caspar Conrad und Anna Maria von Beroldingen&nbsp; geboren.<\/p>\n<p>Er trat 1690 ins Kloster ein und legte am 22. April 1691 seine Profess ab. 1697 wurde er zum Priester geweiht.<\/p>\n<p>Er wurde Novizenmeister Er wurde vom K\u00f6nig naturalisiert um Koadjutor werden zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Am 1. April 1705 wurde er von Weihbischof Johann Christoph Hans (1729-1745) in Basel zum Abt geweiht.<\/p>\n<p>1709 verlangte er noch die Inkorporierung Murbachs in die Schweizer Benediktinerkongregation, die schon lange geplant war. Durch den Streit zwischen St. Gallen und Murbach<\/p>\n<p>verz\u00f6gerte sich das weiter.<\/p>\n<p>1712 w\u00fcnschte Murbach eine Visitation, weil diese schon lange nicht mehr stattgefunden hatte und erbat dazu den Abt von Ebersm\u00fcnster&nbsp; Bernhard R\u00f6thlin ( 1675\u20131715), ein Els\u00e4sser Kloster, weil K\u00f6nig Ludwig untersagt hatte, dass nichtfranz\u00f6sische Kl\u00f6ster<\/p>\n<p>in Frankreich visitierten.<\/p>\n<p>Trotz der Trennung von den schweizer Kl\u00f6stern blieben die Gebetsverbr\u00fcderungen aber bestehen.<\/p>\n<p>1719&nbsp; erging ein Befehl Ludwigs, alle Nichtuntertanen des K\u00f6nigs aus dem Kloster wegzuschicken. Eine Reihe von M\u00f6nchen mussten so Kloster Murbach verlassen.<\/p>\n<p>Der Koadjutor wurde angewiesen, sich auf 14 Kapitularen zu beschr\u00e4nken.<\/p>\n<p>Abt C\u00f6lestin nahm am 23. Januar 1720 Besitz von der Abtei.<\/p>\n<p>1725 visitierte der Abt von Lucelle Nicolas Delfis (1708 \u2013 1751 ) Kloster Murbach.<\/p>\n<p>C\u00f6lestin hatte einen guten Kontakt zu Rom und war zweimal selbst dort.<\/p>\n<p>1725 nahm er an der Verm\u00e4hlung von Ludwig XV.(1715-1774) mit Maria Leszczy\u0144ska in Stra\u00dfburg teil.<\/p>\n<p>Papst Benedikt XIII. (1724-1730) zum Visitator des Frauenklosters Andlau.<\/p>\n<p>1726 \u00fcbersiedelte der Konvent von Murbach nach Gebwiller.<\/p>\n<p>Am 11. Januar 1737 erkl\u00e4rte er seinem Konvent, dass er sein&nbsp; Amt zugunsten von Francois Armand von Rohan-Soubise 1737\u20131756 sein Amt niederlege um die<\/p>\n<p>Union von L\u00fcders und Murbach zu retten. Francois Armand war von 1749-1756 auch Bischof von Stra\u00dfburg.<\/p>\n<p>Francois Armand ist am 1. Dezember 1717 in Paris als zweiter Sohn von Jules Fran\u00e7ois von Rohan, Prince de Soubise (1697\u20131724) und seiner Frau Anne Julie de Melun, Princesse de\u00b4Epinoy (1698\u20131724)<\/p>\n<p>Er wurde mit sieben schon sehr fr\u00fch Waise, da beide Elternteile 1724 an Pocken starben.<\/p>\n<p>Er war Gro\u00dfneffe von Armand I. Gaston Maximilien de Rohan-Soubise seines Vorg\u00e4ngers auf dem Stra\u00dfburger Bischofstuhl, der dieses Amt von 1704-1749 innehatte.<\/p>\n<p>Dieser unterst\u00fctzte seinen Gro\u00dfneffen und verhalf ihm zu einer gro\u00dfen kirchlichen Karriere \u00e4hnlich seiner eigenen<\/p>\n<p>Er studierte an der Sorbonne in Paris Theologie. Sehr fr\u00fch wurde er Rektor der Universit\u00e4t.<\/p>\n<p>Er zeichnete sich aus durch hohe intellektuelle und moralische Eigenschaften.<\/p>\n<p>Er wurde zum F\u00fcrsten von Tournon und Abt von Ventadour ernannt.<\/p>\n<p>Am 16. August 1736 ernannte der zur\u00fcckgetretene&nbsp; Abt C\u00f6lestin Francois Armand zum Gro\u00dfprior von L\u00fcders und Verwalter beider Abteien.<\/p>\n<p>Am 9. April 1737 best\u00e4tigte Papst Clemens XII. (1730-1740) die Abtretung von&nbsp; Abt C\u00f6lestin. Er regelte auch den Unterhalt des alten Abtes.<\/p>\n<p>Er sollte seine Residenz in Wattweiler und Uffholz behalten. Als Unterhalt sollte er bis zu seinem Lebensende von Armand oder dessen Nachfolger j\u00e4hrlich 1000 Dukaten,<\/p>\n<p>das sind&nbsp; etwa 247.342,00 \u20ac, bekommen<\/p>\n<p>Zum Koadjutor von Armand wurde Leodegar von Ratsamhausen gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Abt C\u00f6lestin verstarb nach kurzer Krankheit am 9. Mai 1737 und wurde in der Pfarrkirche von Wattweiler bestattet.<\/p>\n<p>1740 wurde Armand&nbsp; in das Domkapitel von Stra\u00dfburg gew\u00e4hlt, obwohl er noch nicht das notwendige Alter erreicht hatte. 1741 wurde er zum Priester geweiht.<\/p>\n<p>1742 wurde er zum Titularbischof von<em>&nbsp; <\/em>Tolemeida<em> <\/em>ernannt. Ein Titularbischof ist in der katholischen Kirche ein geweihter Bischof, der&nbsp; im Unterschied zum Di\u00f6zesanbischof keine Di\u00f6zese leitet, sondern andere Funktionen wahrnimmt.<\/p>\n<p>Er wurde auch zum Koadjutor seines Gro\u00dfonkels ernannt mit dem Recht auf dessen Nachfolge.<\/p>\n<p>Am 1. Januar 1745 wurde Francois Armand zum Gro\u00dfalmosenier von Frankreich ernannt.Dieses Amt geh\u00f6rte zu den Gro\u00df\u00e4mtern des Haushaltes des franz\u00f6sischen K\u00f6nigs.<\/p>\n<p>1747 wurde er zum Kardinal erhoben, so dass die Di\u00f6zese Stra\u00dfburg&nbsp; zwei Kardin\u00e4le gleichzeitig hatte, n\u00e4mlich sein Gro\u00dfonkel Armand I. Maximilian de Rohan-Soubise und eben Francois Armand.<\/p>\n<p>Als sein Gro\u00dfonkel am 19. Juli 1749 verstarb, folgte ihm Francois Armand als Stra\u00dfburger Bischof nach.<\/p>\n<p>Die Stra\u00dfburger Bisch\u00f6fe hatten eine bemerkenswerte Doppelstellung zwischen Frankreich und dem Heiligen R\u00f6mischen Reich.<\/p>\n<p>Da Stra\u00dfburg mittlerweile zu Frankreich geh\u00f6rte, waren sie nat\u00fcrlich Untertanen des franz\u00f6sischen K\u00f6nigs.<\/p>\n<p>Die Di\u00f6zese Stra\u00dfburg hatte aber auch rechtsrheinische Teile, die zum Reich geh\u00f6rten.<\/p>\n<p>F\u00fcr die rechtsrheinischen teile blieben die Bisch\u00f6fe F\u00fcrstbisch\u00f6fe des Reiches Sie waren so auch Lehenstr\u00e4ger des Kaisers, hatten <\/p>\n<p>Sitz und Stimme auf dem Reichstag in Regensburg und im Oberrheinischen Reichskreis.<\/p>\n<p>Francois Armand erkrankte und verstarb am 28. Juni 1756 m Altr von nur 38 Jahren in Saverne. Dort ist er in der Stiftskirche bestattet.<\/p>\n<p>Schon am 30. Juni 1756 installierte sich Leodegar von Ratsamhausen als F\u00fcrstabt von Murbach.<\/p>\n<p>Er ist am&nbsp; 17. Januar 1698 als Sohn von Wolfgang Dietrich von Rathsamhausen-Wibolsheim und der Friederike Dorothea von Schauenburg in Muttersholtz geboren.<\/p>\n<p>Seine Schulausbildung erhielt er am Jesuitenkolleg in Molsheim.<\/p>\n<p>Am 1. Februar 1717 trat er in das Kloster Murbach ein.<\/p>\n<p>Am 8. M\u00e4rz 1721Wurde er&nbsp; in Pruntrut zum Priester geweiht. Am 24. April 1724 legte er seine Profess ab und nahm den Ordensnamen Leodegar an.<\/p>\n<p>Am 17. April 1732 wurde er zum Dechanten von Murbach und kurz darauf zum Gro\u00dfprior von L\u00fcders gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Als F\u00fcrstabt C\u00f6lestin resigniert hatte, wurde Leodegar am 1. Oktober 1737 dem neuen Abt als Koadjutor zugeordnet mit dem Recht auf Nachfolge von Francois Armand zugeordnet.<\/p>\n<p>Dieser war in seiner gesamten Amtszeit nur dreimal in Murbach. Dieser hatte eine Reihe hoher \u00c4mter inne, so das Leodegar faktisch Kloster Murbach leitete.<\/p>\n<p>So geht der Abriss des Langhauses von Murbach auf ihn zur\u00fcck. Es sollte neu gebaut werden. Dazu kam es aber nicht.<\/p>\n<p>Die Abtei Murbach lag etwa eine Wegstunde von Gebwiller entfernt. Es war schwierig, in dem abgelegenen Ort die notwendigen Lebensmittel zu bekommen.<\/p>\n<p>Der Konvent war \u00fcberaltert und wollte deshalb nach Gebwiller umsiedeln.K\u00f6nig Ludwig XV. genehmigte dies am 12. September 1258 und Papst Clemens XII. am 12. Januar 1759.<\/p>\n<p>Die Konventualen waren \u00fcberaltert und es befanden sich nur noch 13 im Kloster.<\/p>\n<p>Die hohen Anforderungen an die Abkunft aber auch der Zeitgeist machten es immer schwieriger Nachwuchs zu bekommen.<\/p>\n<p>Der Kovent strebte eine \u00e4Skularisierung des Klosters und die Umwandlung in ein Ritterstift an und wandten ich am 29. Juni 1759 an den Papst. Clemens XIII. (1758-1769)<\/p>\n<p>genehmigte dies&nbsp; mit Bulle vom 11. August 1764. K\u00f6nig Ludwig XV. hatte sein Einverst\u00e4ndnis am 8. Juli 1759 erkl\u00e4rt.<\/p>\n<p>Es gab nun zwei \u00c4mter im Ritterstift. Das eine war der F\u00fcrstabt, der nur unter&nbsp; den Mitgliedern von L\u00fcders und Murbach gew\u00e4hlt werden durfte und von Papst und K\u00f6nig best\u00e4tigt werden musste-<\/p>\n<p>Das zweite Amt war&nbsp; das Gro\u00dfdechanat.<\/p>\n<p>Der F\u00fcrstabt residierte in Gebwiller. Er hatte den Vorsitz im Konvent, vergab die Lehen, durfte Mitra und Stab tragen und hatte den Titel und die Vorrechte eines Reichsf\u00fcrsten.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Kanoniker bestand Residenzpflicht.<\/p>\n<p>Von 1765-1785 errichtete das Stift in Gebwiller die Kathedrale Notre Dame durch den Architekten Louis Beuque aus Besan\u00e7on. Es gab Baum\u00e4ngel. Zwei von ihm errichtete Kanoniikalh\u00e4user st\u00fcrzten ein.<\/p>\n<p>1768 wurde ihm die Bauleitung entzogen.Gabriel Ignaz Ritter(1732-1813), ein \u00f6sterreichisch-franz\u00f6sischer Architekt und Baumeister f\u00fchrte den bau zu Ende.<\/p>\n<p>Die Fertigstellung \u00fcberlebte er nur kurz. Er verstarb am 1. Januar 1786.im Alter von 88 Jahren.<\/p>\n<p>Schon zu Lebzeiten hatte er den Ruf eines Heiligen.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Benedikt Anton Friedrich von Andlau-Homburg,<\/p>\n<p>Er ist am 17. August 1761 als Sohn des franz\u00f6sischen Generalleutnants Friedrich Anton Markus von Andlau-Homburg, sowie seiner Gattin Marie Katharina geb. von Ferrete (Pfirt) auf Carspach in Homburg im Elsass geboren<\/p>\n<p>Er studierte in Stra\u00dfburg und Jura in Freiburg.Er wurde Geistlicher.<\/p>\n<p>Am 17. Mai 1786 wurde er als Nachfolger von Abt Leodegar als letzter F\u00fcrstabt von Murbach gew\u00e4hlt. Bei seiner Wahl war er erst 25.<\/p>\n<p>1789 zog der neue Abt&nbsp; als Deputierter der Geistlichen f\u00fcr die Bezirke Colmar und Schlettstadt, in die Verfassunggebende Nationalversammlung ein. <\/p>\n<p>Nachdem schon 1789 die Kircheng\u00fcter in Staatseigentum \u00fcberf\u00fchrt worden waren, 1790 die Orden aufgehoben waren , sollte nun die Stellung der Weltgeistlichen debattiert werden. <\/p>\n<p>Das Gesetz wurde 12. Juli 1790 verabschiedet. Papst Pius VI. (1775-1799) verbot 1791, dieses Gesetz anzuerkennen.<\/p>\n<p>1789 beendete die franz\u00f6sische Revolution und aufst\u00e4ndische Bauern beendeten rund 1100 Jahre Klostergeschichte.<\/p>\n<p>Die Ausstattung und die Klosterbibliothek sind weitgehend verloren. erhalten blieb nur&nbsp; das Ostwerk der Abteikirche als Zeugnis vorgotischer Baukunst.<\/p>\n<p>1790 verlie\u00df Benedikt Anton Friedrich Frankreich. Da er als Abt von Murbach auch Reichsf\u00fcrst war, verhalf ihm Kaiser Franz II. (1792-1806) 1793 zu einer Domherrenstelle in Basel.<\/p>\n<p>1800 wurde er Domkapitularin W\u00fcrzburg und 1817 auch in Eichst\u00e4tt. Ab 1814 lebte er in einem Eichst\u00e4tter Domkapitelshof.<\/p>\n<p>Er starb 1839 in Eichst\u00e4tt und wurde auf dem Ostenfriedhof beigesetzt. <\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"Abteikirche Notre Dame in Guebwiller vom Ende des 18.&nbsp;Jahrhunderts\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/5\/5d\/ND_Guebwiller.jpg\/640px-ND_Guebwiller.jpg\" width=\"640\" height=\"964\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Eberhard von Elsass (* um 702-747) war der zweite Sohn des Els\u00e4sserherzogs Adalbert. Er geh\u00f6rte dem Herzogsgeschlecht der Etichonen an. Nach dem Tode Adalberts ging die Herrschaft auf den \u00e4lteren Bruder Liutfriid. Die beiden Br\u00fcder beschlossen 727 eine Teilung des v\u00e4terlichen Erbes. Liutfried die herzogliche Herrschaft aus. 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