{"id":3305,"date":"2024-03-29T10:52:08","date_gmt":"2024-03-29T10:52:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/?p=3305"},"modified":"2024-03-29T10:52:08","modified_gmt":"2024-03-29T10:52:08","slug":"pirminkloster-hornbach","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/?p=3305","title":{"rendered":"Pirminkloster Hornbach"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp; <\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/a\/ab\/KlosterHornbach_KonventHotel.JPG\/220px-KlosterHornbach_KonventHotel.JPG\" width=\"220\" height=\"146\"><\/p>\n<p>Das letzte Kloster das der Wanderbischof Pirmin gr\u00fcndete war 742 das&nbsp; Kloster Hornbach, an der Grenze von Rheinland-Pfalz und Saarland 11 Kilometer von Zweibr\u00fccken entfernt.<\/p>\n<p>Pirmin wird in den Legenden als Westgote, Iroschotte oder als von romanischer Herkunft bezeichnet. Er wurde um 690 geboren und es werden verschiedene Geburtsorte genannt.<\/p>\n<p>Einmal ist Irland angegeben, was f\u00fcr die iro-schottische Herkunft sprechen w\u00fcrde, aber auch Narbonne oder Paris werden genannt.<\/p>\n<p>Er wurde um 720 &#8211; m\u00f6glicherweise in Meaux im im D\u00e9partement Seine-et-Marne zum Wanderbischof geweiht.&nbsp; Er wurde zur Mission nach Nordwest-Frankreich und an den Oberrhein gesandt.<\/p>\n<p>Er gr\u00fcndete viele Kl\u00f6ster und noch mehr werden auf ihn zur\u00fcckgef\u00fchrt. Sichere Pirmingr\u00fcndungen sind Kloster Mittelzell auf der Reichenau, Pf\u00e4fers in der Schweiz, Murbach im Elsass,<\/p>\n<p>m\u00f6glicherweise Amorbach im Odenwald und als letztes eben Kloster Hornbach.<\/p>\n<p>Nach der Gr\u00fcndung von Kloster Murbach 727 kam Pirmin um 740 nach Gamundias am Zusammenflu\u00df von Saar und Blies. Der Ortsname Gem\u00fcnd (Gamundias) deutet darauf hin, denn Gem\u00fcnd hei\u00dft nichts anderes als confluens.<\/p>\n<p>&nbsp; Dort gab es zun\u00e4chst eine keltische, sp\u00e4ter r\u00f6mische Besiedlung,&nbsp; was zahlreiche M\u00fcnzfunde aus der R\u00f6merzeit belegen.<\/p>\n<p> Auch ein Bergheiligtum war&nbsp; auf dem Gel\u00e4nde, auf dem sp\u00e4ter das Kloster gebaut wurde. <\/p>\n<p>In Hornbach stiftete Graf Warnharius (um 760\/65-&nbsp;&nbsp;&nbsp; 814) aus dem Geschlecht der Widonen, einer fr\u00e4nkischen Adelsippe und Vorfahren der Salier. das Kloster Hornbach. Warnharius war der Stammvater der Salier.<\/p>\n<p>Warnharius war Mitbesitzer von Hornbach.<\/p>\n<p>Die Schenkungsurkunde erscheint in&nbsp; den Regesten des ehemaligen Bendiktinerklosters Hornbach, abgedruckt in Miteilungen des Historischen Vereins der Pfalz Bd. 27 Speyer 1904 ab V, als Urkunde 1. <\/p>\n<p>Sie ist ausgestellt vor 737. Warnharius \u00fcbergibt hier seinen Ort Gamundias mit allem Zubeh\u00f6r an Bischof Pirmin und stellt den Platz unter den Schutz von Majordomus (Hausmeier)Karl (Martell)(zwischen 688 und 691-741) und seiner Nachfolger.<\/p>\n<p>Gleich in der n\u00e4chsten Urkunde vor 741 befreite Karl Pirmin und seine M\u00f6nche von der Gewalt jede Bischofs und verlieh ihnen Immunit\u00e4t und das Recht auf freie Abtswahl. Urkunde 2( beide in Regesten S. 1)<\/p>\n<p>Der Bischof von Metz Sigibald (etwa 716-741) unterschrieb auf der Stiftungsurkunde und best\u00e4tigte das Kloster. Die Abtei Hornbach geh\u00f6rte zum Bistum Metz.<\/p>\n<p>Pirmin war der erste Abt von Kloster Hornbach. Er nahm dort seinen Sitz, reiste aber in der Umgebung herum, um die Menschen dort zu christianisieren.<\/p>\n<p>Er reiste auch in andere Kl\u00f6ster, um diese zu reformieren. So war er auch in Kloster Weissenburg.<\/p>\n<p>Warnharius beschenkte Hornbach reichlich, so in den Vogesen. In der N\u00e4he von Hornbach wurde ein Klosterhof betrieben mit dem Namen Pirminiseusna, aus dem sich die Stadt Pirmasens entwickelte.<\/p>\n<p>Als Eigenkloster der Salier hatte Kloster Hornbach weitreichende Privilegien.<\/p>\n<p>Pirmin starb am 3. November 753 und wurde in Kloster Hornbach bestattet.<\/p>\n<p>Nachfolger von Pirmin war Jakob, der zugleich Bischof von Trul war (Kalender f\u00fcr katholische Christen, Sulzbach 1893, S. 65). Er nahm auch an der Synode von Attigny 765 teil. Dort ging es um Gebetsverbr\u00fcderungen.<\/p>\n<p>Abt Jakob unterschrieb hier als Jacobus Episcopus de monasterio Gamundias.<\/p>\n<p>Schon in einer Handschrift Ende des 8. Jahrhunderts wurde Pirmin als Heiliger bezeichnet. Abt Wyrund, Pirmins 3. Nachfolger, lie\u00df 814 Pirmins Gebeine erheben und in der von ihm neu erbauten Kirche bestatten. 827 wurde Pirmin erstmals als deren Titelheiliger genannt.<\/p>\n<p>Bald entwickelte sich eine Wallfahrt.<\/p>\n<p>Die Nonne Attala (auch Adela) war Tochter des Bodolus, Enkel des Herzogs Etticho(ab 673) im Elsass war im Elsass beg\u00fctert und sie schenkte 754 dem Kloster Hornbach ihre D\u00f6rfer Wasselnheim und Esphenweiler<\/p>\n<p>mit Land, Zehnten, H\u00e4usern, Leibeigenen , W\u00e4ldern, Weiden und Wiesen.<\/p>\n<p>Adela ist wohl identisch mit der \u00c4btissin Adala von Eschau.<\/p>\n<p>Nachfolger von Abt Jakob wurde Abt Amalrad. Die Regesten( S 2) nennen allerdings noch eine Abt Doto in der Urkunde 5 zwischen 762 und 786<\/p>\n<p>Unter ihm erhielt Kloster Hornbach im Jahre 796 von den Grafen Warnharius II. und Wido, den Enkel von Warnharius reiche Schenkungen im Bliesgau und zwar die D\u00f6rfer Mimbach,heute ein Stadtteil von Blieskastel, Ransbach,sp\u00e4ter Bliesransbach, heute in Kleinbittersdorf aufgegangen,&nbsp; Diedelfingen be heute W\u00fcstung im Saarland und Wallershofen mit allem Zubeh\u00f6r und Rechten geschenkt.<\/p>\n<p>Auf Abt Amalrad folgte Abt Wyrund. <\/p>\n<p>Unter Abt Wyrund zeigten sich einige Bedr\u00e4nger. Deshalb wandte sich der Abt ab an Kaiser Ludwig den Frommen (813-840). Dieser hatte schon 814 zwei Urkunden f\u00fcr Kloster Gamundias oder Hornbach ausgestellt. In der einen&nbsp; <\/p>\n<p>Ludwig der Fromme &#8211; RI I n. 534 best\u00e4tigte er auf Grund der vorgelegten Urkunden seines Gro\u00dfvaters Pippin und Vaters Karl auf Bitten von Abt Wyrund den rechtm\u00e4ssigen und von Abgaben freien Besitz des Klosters.<\/p>\n<p>In der n\u00e4chsten Urkunde vom 1. September 814&nbsp; Ludwig der Fromme &#8211; RI I n. 533 best\u00e4tigte er dem Kloster Zollfreiheit zu Wasser und zu Lande, wobei er sich ebenfalls auf die vorgelegten Urkunden von Pippin und Karl bezog.<\/p>\n<p>Am 7. August 819 restituierte Ludwig der Fromme dem Kloster widerrechtlich entrissenen Besitz und das war wohl die Reaktion auf Abt Wyrunds Eingabe. Ludwig der Fromme &#8211; RI I n. 699<\/p>\n<p>Auch eine Klage gegen einen Steuerbeamten des Kaisers Nantcar hatte Erfolg und der Kaiser restituierte den Klosterbesitz. mit der Urkunde vom 8. Januar 823.&nbsp; Ludwig der Fromme &#8211; RI I n. 770.<\/p>\n<p>Interessant sind die drei Urkunden, die Lothar I.(823-850) in Mainz f\u00fcr Kloster Hornbach ausstellte. Laut Text hatte Abt Wyrund die Urkunden erbeten, aber eigentlicher Empf\u00e4nger war&nbsp; Lambert von Nantes (+ 836\/37).Sie wurden alle in Mainz<\/p>\n<p>ausgestellt. Lothar I &#8211; RI I n. 1039 vom 18. Dezember 833 best\u00e4tigte&nbsp; die Abgabenfreiheit von Kloster Hornbach. Die am selben Tag ausgestellte Urkunde Lothar I &#8211; RI I n. 1040 ist auch wie die letzte Urkunde&nbsp; auch vom 18.03. wortgleich mit den Urkunden Ludwigs des Frommen.<\/p>\n<p>Der Empf\u00e4nger war Graf Lambert, Eigenkirchenherr von Kloster Hornbach. Lambert hatte schon 818 an einem Feldzug Ludwigs des Frommen teilgenommen. Beim Aufstand Lothars I. 833 gegen seinen Vater stellte sich Lambert auf die Seite Lothars und wurde zu seinem treuen Gefolgsmann.<\/p>\n<p>Aus Sicht Lothars konnte Kloster Hornbach durchaus ein Gegengewicht zu Kloster Weissenburg und damit ein Gegengewicht zu seinem Bruder Ludwig dem Deutschen (nannte sich ab 833 K\u00f6nig im \u00f6stlichen Frankenreich) bilden.<\/p>\n<p>Beide Kl\u00f6ster hatten Besitz im Elsass und Weissenburg hatte gro\u00dfen Einfluss im Elsass. 833 setzte Ludwig den Weissenburger Abt Grimald als Kanzler ein.<\/p>\n<p>Ludwig der Fromme hatte 833 zun\u00e4chst abgedankt. Es war&nbsp; durchaus \u00fcblich, bei Herrschaftschaftswechsel neue Best\u00e4tigungen auszustellen und so das Verh\u00e4ltnis zwischen Herrschenden und Privilegierten zu erneuern und zu festigen.<\/p>\n<p>827 erhielt das Kloster von einem Adelbert In Dittelsheim und He\u00dfloch, damals Hesinloh im Wormsgau einen Freihof.<\/p>\n<p>826 schenkte Wilgarda, die Enkelin der Mitstifterin von Kloster Hornbach das Dorf Wilgartswiesen mit Kirche, G\u00fctern und einem gro\u00dfen Waldbezirk.<\/p>\n<p>Wohl durch die Bem\u00fchungen von Abt Wyrund kamen die Reliquien des M\u00e4rtyrers und Papstes (236) Fabian nach Hornbach.<\/p>\n<p>In unmittelbarer N\u00e4he zum Kloster wurde das Fabianstift eingerichtet. Der kleine, einschiffige, kreuzf\u00f6rmige Bau stammt&nbsp; im Wesentlichen aus dem 12.Jh. Errichtet hat man den romanischen Memorialbau f\u00fcr den M\u00e4rtyrerpapst Fabian.<\/p>\n<p>In dem Stift lebten 12 Chorherren, die der Abt von Hornbach ernannte. Der Stiftsvorstand oder Dechant war immer der \u00c4lteste des Konvents.<\/p>\n<p>Beim Stift wurde auch eine Schule errichtet, angeblich auf Anregung von Bonifazius, die eine wichtige Ausbildungsst\u00e4tte im Bliesgau wurde.<\/p>\n<p>Um 850 wurde&nbsp; karolingischen Basilika mit drei Apsiden im Osten und einer Westapsis erbaut.<\/p>\n<p>865 erscheint ein Abt Richard in einer Urkunde von Lothar II. (855-869). Der Abt erh\u00e4lt den Pechzehnten in Rimlingen. Lothar II &#8211; RI I n. 1307<\/p>\n<p>Nach Kalender f\u00fcr katholische Christen S. 66 ordnete Graf Werner V. ( um 899-+935) 887 die \u00e4u\u00dferen Verh\u00e4ltnisse von Kloster Hornbach.In einem besonderen Statut, das er von Rom erhielt und dass er sich von Karls dem Dicken (885-887)<\/p>\n<p>in Ingelheim best\u00e4tigen lie\u00df.&nbsp; Zeitlich passt das allerdings nicht ganz, denn laut den Stammtafeln ist<\/p>\n<p>Werner erst um 899 geboren. \u00dcber seine Lebensdaten und verwandtschaftlichen Beziehungen gehen die Annahmen allerdings weit auseinander.&nbsp; Von seiner Funktion her w\u00fcrde es auch passen, denn er war Vogt von Kloster Hornbach<\/p>\n<p>Werner V. ist der erste historisch fassbare Salier.<\/p>\n<p>Nach diesem Statut sollte der jeweils \u00c4lteste in der Familie Werners die herrschaftlichen Rechte \u00fcber Grund und Boden des Klosters besitzen.<\/p>\n<p>Der Abt des Kloster sollte \u00fcber die Untergebenen des Klosters im ganzen Bliesgau das Aufsichts-Straf-und Begnadigungsrecht aus\u00fcben und darin von keinem Bischof oder Vogt beeintr\u00e4chtigt werden.<\/p>\n<p>Die Staturen sind in der in Ingelheim am 13. Mai 887 ausgestellten Urkunde abgedruckt (Regesten 20, S. 8)<\/p>\n<p>Am 8. Juni 90 erscheint ein Abt Walaho in den Urkunden Ludwigs IV. das Kind (900-911) Ludwig IV (das Kind) &#8211; RI I n. 1989 . Es geht um eine Schenkung von zwei Hufen in Brunheim nordwestlich von Speyer, heute Bornheim.<\/p>\n<p>(Regesten 23, S. 9)<\/p>\n<p>Laut Kalender f\u00fcr katholische Christen war Walaho ein Spr\u00f6\u00dfling aus der Familie des Stifters. Er hatte als Weltlicher das Amt des Abtes inne.<\/p>\n<p>Abt&nbsp; Theotwin erhielt am 2. Februar 960 eine Schenkung von einem Mann namens Diuring. (Regesten 24, S. 10)<\/p>\n<p>In einer weiteren Urkunde vom 8.10. 900<strong> <\/strong>Adalpero 887-909 &#8211; RIplus Regg. B Augsburg 1 n. 73 erh\u00e4lt ein M\u00f6nch namens Wenilo aus Kloster Hornbach zwei Hufen geschenkt, die nach seinem Tod an das Kloster fallen sollen.<\/p>\n<p>In der ersten Urkunde von Otto dem Gro\u00dfen (935-ab 962 Kaiser-973) best\u00e4tigt dieser noch als K\u00f6nig dem Abt Rodwig die Privilegien, die die K\u00f6nige Lothar und Karl erteilt hatten. Otto I. &#8211; RI II,1 n. 181 vom 18. Januar 950.<\/p>\n<p>Als Kaiser schenkt Otto I. Kloster Hornbach den Fleischmarkt in Urbach bei Kaysersberg heute Fr\u00e9land mit allen Ertr\u00e4gnissen. Otto I. &#8211; RI II,1 n. 558 vom 1. Dezember 972. Als Abt ist Adalbert genannt.<\/p>\n<p>Schon um 850 unterstand das Stift Zell bei Worms dem Kloster Hornbach. Dort besass es auch mehrere Eigenkirchen und Liegenschaften. Der in der Urkunde genannte Abt Adalbert wandelte die in Zell bestehende Klerikergemeinschaft<\/p>\n<p>975 in ein Kollegiatsstift um, das Kloster Hornbach unterstellt war. Er erneuerte das wegen Alter zerst\u00f6rte Kloster.<\/p>\n<p>Mit Erlaubnis des Mainzer Erzbischofs Ruprecht (970-975) lie\u00df er den Leib des Heiligen Philipp suchen und fand ihn.(Regesten 26 S.11) Philipp von Zell&nbsp; war einer der fr\u00fchen Glaubensboten in der Pfalz. Nach seinem Tod wurde Zell Kloster Hornbach unterstellt.<\/p>\n<p>Um 850 wurden Philipps Gebeine erhoben und die Salvatorkirche errichtet, wo bald eine Wallfahrt entstand. Bei den Ungarneinf\u00e4llen im 10. Jahrhundert wurde die Kirche verw\u00fcstet.<\/p>\n<p>Auf Befehl&nbsp; Otto von Worms (um 948- 1004) Sohn des Saliers Konrad des Roten (um 922-955) wurde die Kirche wieder errichtet. Darauf bezieht sich wohl auch die in der Urkunde genannte Suche nach dem Leichnam Philipps.<\/p>\n<p>953&nbsp; Das Hornbacher Sakramentar ist ein bedeutendes Werk ottonischer Buchmalerei. Es ist vor 983 auf der Reichenau f\u00fcr die Benediktinerabtei Hornbach (Pfalz) geschaffen worden. Nach ihrem Schreiber wird die Handschrift auch Eburnant-Codex genannt. <\/p>\n<p>Ottos Sohn, Otto II. (973-983) schenkte Kloster Hornbach sechs Hufen in Quirnbach mit allem Zubeh\u00f6r und dem Recht auf Schweinemast sowie die Holznutzung im dort gelegenen k\u00f6niglichen Forst. Otto II. &#8211; RI II,2 n. 842<\/p>\n<p>Die Schenkung geschah auf Intervention des Herzogs Otto von K\u00e4rnten (+1004), der Graf im Speyergau war.<\/p>\n<p>Otto III. best\u00e4tigte im Mai 993 die Urkunden seines Vaters und Gro\u00dfvaters. Au\u00dferdem best\u00e4tigte er die Immunit\u00e4t des Klosters. Otto III. &#8211; RI II,3 n. 1092.<\/p>\n<p>1008 stirbt Abt&nbsp; Garoman von Kloster Hornbach (Regesten 29, S. 12)<\/p>\n<p>1009 bat Abt Willemann von Hornbach&nbsp; Heinrich II. (1004-1014, dann Kaiser \u20131024) f\u00fcr sein Kloster um Schutz, als dieser gegen Bischof Dietrich von Metz (1005-1047) zog. Der Bischof sagte sich vom K\u00f6nig los, worauf dieser gegen ihn zog.<\/p>\n<p>Es kam zu einem neunj\u00e4hrigen harten Krieg, der die ganze Moselgegend schwer in Mitleidenschaft nahm. Die Bitte um Schutz war wohl eine durchaus begr\u00fcndete Furcht vor Sch\u00e4den f\u00fcr Kloster Hornbach. (Regesten 30, S. 12)<\/p>\n<p>Erst unter Kaiser Heinrich IV. (1056-1105) sind wieder Urkunden und Nennungen von \u00c4bten f\u00fcr Kloster Hornbach \u00fcberliefert. Am. 1. Januar 1072 stellt Heinrich folgende Urkunde aus:<\/p>\n<p>\u201cHeinrich best\u00e4tigt dem Kloster Hornbach auf Bitten Abt Winithers das einger\u00fcckte (angebliche) Privileg Kaiser Karls (Karl Martells ?), mittels dessen dieser das von Pirmin gegr\u00fcndete Kloster von bisch\u00f6flicher Gewalt befreite, indem er demselben Immunit\u00e4t und das Recht der freien Abtswahl verlieh, beh\u00e4lt sich die Vogtei auf Lebenszeit vor und bestimmt, da\u00df kein Archidiakon oder Vogt mit Ausnahme des salischen Geschlechts\u00e4ltesten dort Gericht halten d\u00fcrfe, es sei denn auf Gehei\u00df des Abtes\u201d Heinrich IV. &#8211; RI III,2,3 n. 592<\/p>\n<p>Das ist die erste urkundliche Erw\u00e4hnung Abt Winithers. Er stammte aus der Familie der Saargaugrafen. 1077 wird er auch in Kloster Lorch zum Abt gew\u00e4hlt. 1088 wurde er Gegenbischof von Bischof von Bischof Adalbert II. (1070-1107). Dieser war ein entschiedener Anh\u00e4nger <\/p>\n<p>von Papst Gregor VII. (1073-1085)Zun\u00e4chst hatte er ein gutes Verh\u00e4ltnis zu Kaiser Heinrich, geh\u00f6rte aber bald der F\u00fcrstenopposition an. Er wurde aus Worms vertrieben und konnte erst nach der Entmachtung Heinrichs nach Worms zur\u00fcckkehren.<\/p>\n<p>Man kann annehmen,dass der Kaiser gro\u00dfen Anteil daran hatte, dass Abt Winither auf den Wormser Bischofstuhl kam.<\/p>\n<p>1072 kommt Kaiser Heinrich zu Besuch nach&nbsp; Hornbach. Da das ja ein kaisertreues Kloster war, war es f\u00fcr ihn sicher wichtig, diese Kontakte zu pflegen.<\/p>\n<p>Im 11. Jahrhundert entstand eine monumentale, 72 Meter in der L\u00e4nge messende Pfeilerbasilika, die neben den zwei Apsiden f\u00fcnf T\u00fcrme und einen Westbau aufwies. <\/p>\n<p>1087 schenkte Heinrich IV. auf Bitten seiner Gemahlin Bertha (12051-1087) und seines Sohnes Konrad (deutscher K\u00f6nig von 1087-1098) Kloster Hornbach der Kirche von Speyer. Das geschah auf Bitten von Bischof R\u00fcdiger Huzmann (1074-1090)<\/p>\n<p>Heinrich IV. &#8211; RI III,2,3 n. 1225<\/p>\n<p>Bischof R\u00fcdiger war in Speyer von Heinrich IV. als Bischof eingesetzt worden und sein Parteig\u00e4nger. Wegen seiner k\u00f6nigstreuen Aktivit\u00e4ten war er zweimal von Papst Gregor gebannt worden.<\/p>\n<p>Bischof R\u00fcdigers K\u00f6nigstreue wurden weiter belohnt. Im Januar 1086 bekam ere von&nbsp; Heinrich IV. ein Gut in der \u201cVilla Lutera) (Lauterburg?, Kaiserslautern ?) geschenkt. Heinrich IV. &#8211; RI III,2,3 n. 1225<\/p>\n<p>Kloster Hornbach schenkte Heinrich der Kirche von Speyer im August 1087 noch einmal, dieses Mal mit leicht ge\u00e4nderter Ma\u00dfgabe.<\/p>\n<p>\u201cdie im Bliesgau in der Grafschaft Gottfrieds gelegene Abtei Hornbach (abbaciam . . . Hornbach in pago Blisengowe in comitatu Godefridi) nebst allem Zubeh\u00f6r und allen Eink\u00fcnften zu freiem Eigen mit der Ma\u00dfgabe, da\u00df dieselbe nicht unter die ritterlichen Lehnstr\u00e4ger der Speyerer Kirche aufgeteilt werden soll.\u201d Heinrich IV. &#8211; RI III,2,3 n. 1263<\/p>\n<p>Eine letzte Urkunde stellte Heinrich im Jahr seiner Abdankung&nbsp; am 15. Februar 1105 aus. Heinrich IV. &#8211; RI III,2,3 n. 1509. Er best\u00e4tigte der Kirche von Speyer den Besitz von Kloster Hornbach.<\/p>\n<p>Bischof war zu der Zeit Johannes (1090-1104). Er stammte aus der Familie der Grafen von Zeisolf-Wolfram, die eng mit den Saliern verbunden war. Er war 1090 von Heinrich als Bischof von Speyer eingesetzt worden.<\/p>\n<p>Mit der Urkunde schenkte Heinrich dem Bischof auch die vogteilichen Rechte von Hornbach.\u201d Angesichts der in der Vergangenheit aufgekommenen Streitigkeiten in Wiederholung der Rechtsverleihungen seiner Vorg\u00e4nger die Vogtei \u00fcber dieselbe und bestimmt hinsichtlich der Rechte des Vogtes, da\u00df derselbe die Vogtei vom Bischof von Speyer erh\u00e4lt, \u00fcber das zur Vogtei geh\u00f6rende Lehen hinaus keine Anspr\u00fcche auf die Abtei Hornbach geltend macht und dem Abt oder dessen Beauftragten (<em>villicus<\/em>) die Entscheidung \u00fcber Streitigkeiten vorbehalten bleibt \u201c<\/p>\n<p>Es folgten zwei \u00c4bte n\u00e4mlich Albert und Ernst.Beide k\u00fcmmerten sich um das Stift Zell bei Worms.Abt Albert gr\u00fcndete nach Michael Frey, Versuch einer geographisch, historisch,statistischen Beschreibung des bayrischen Rheinkreises, Speyer 1837, S. 221 in Zell eine von <\/p>\n<p>Kloster Hornbach abh\u00e4ngige Propstei indem er den vorhanden Besitz um den Zehnten der Kirche von Harrheim und eine M\u00fchle erweiterte. Au\u00dferdem sorgte er daf\u00fcr, dass in Zell eine neue Kirche gebaut wurde. (Kalender f\u00fcr katholische Christen S.66)<\/p>\n<p>Sein Nachfolger Abt Ernst gab der Propstei den Kirchensatz von Bubenheim samt Zehnten und noch einen Zoll in Zell<\/p>\n<p>Im Oktober 1119 verlieh Kaiser Heinrich V. (1106-1125) bei einem Besuch von Kloster Hornbach dem Kloster das M\u00fcnzrecht. Heinrich V. &#8211; [RIplus] Regg. Heinrich V. n. 221 . Das Kloster \u00fcbte dieses Recht bis etwa 1230 aus.<\/p>\n<p>In der Urkunde&nbsp; nicht die in RI sondern Regesten 36 S. 14 steht \u201cHeinrich verleiht das Recht mir dem Bildnis des Abtes zu schlagen. Als Abt ist Hilderich genannt.<\/p>\n<p>1141 gr\u00fcndete Graf Friedrich L. von Saarwerden (*um 1110-+etwa 1131) das Kloster W\u00f6rschweiler, heute Ortsteil von Homburg\/Saar. Es wurde von M\u00f6nchen aus Kloster Hornbach unter einem Prior besiedelt.<\/p>\n<p>Das Kloster wurde aber schon 1171 von dem Zisterzienserkloster Villers-Bettnach in Lothringen \u00fcbernommen und diesem als Tochterkloster unterstellt<\/p>\n<p>Abt Ludolf folgte auf Ernst. Er schenkte das Dorf Rohrbach mit Kirche und allen Zugeh\u00f6rigkeiten der Propstei Zell. Es ist nicht ganz klar um welches Rohrbach es sich handelt. Frey pl\u00e4diert f\u00fcr Rohrbach-Wartemberg, weil dieses im 13. Jahrhundert Kloster Hornbach geh\u00f6rte und die Kirche <\/p>\n<p>bis zur franz\u00f6sische Revolution unter Kurpf\u00e4lzer Schutz stand und wie die Propstei Zell zur Di\u00f6zese Speyer geh\u00f6rte.Es k\u00f6nnte sich aber auch um den Rohrbacher Hof in der Gemarkung Friesenheim handeln.<\/p>\n<p>Der Mainzer Erzbischof Adalbert I. von Saarbr\u00fccken (1138-1141) best\u00e4tigte 1135 die Schenkung.(Regesten&nbsp; 37, S. 15) In den Regesten erscheint Abt Ludolf noch in zwei weiteren Urkunden 38 und 39<\/p>\n<p>Am 20 Mai 1139 erschien Abt Ludolf noch als Zeuge in er Urkunde von Konrad III.(1138-1152) einer Schenkung an Kloster Frankenthal. Konrad III. &#8211; RI IV,1,2 n. 130<\/p>\n<p>Sein Nachfolger war Abt Gregor. 1155 tritt er in einer Urkunde f\u00fcr Zisterzienserkloster St\u00fcrzelbronn auf. (Regesten 40, S. 15)<\/p>\n<p>1163 \u00fcbergab Abt Gregor dem Zisterzienserkloster Eu\u00dferthal 4 Hofst\u00e4tten. Au\u00dferdem gestattete er dem Kloster ohne Zehnten zu verlangen, den Wald zu roden, dort H\u00e4user erstellen und das Land urbar zu machen. Auch gestattete er dem Kloster,<\/p>\n<p>seine Herden \u00fcberall weiden zu lassen. (Regesten 41 S. 16). Da Eu\u00dferthal da noch ein sehr junges Kloster war,dDie Gr\u00fcndung war erst 1148 erfolgt, kann man das vielleicht als Entwicklungshilfe sehen.<\/p>\n<p>Im 12. Jahrhundert wurde der Bau erneuert. <\/p>\n<p>Am 11.November 1167 best\u00e4tigte Papst Paschalis III (1164-1168) Abt Gregor das Patronat \u00fcber die Kirche von Wazzelnheim, heute das els\u00e4ssische Wasselone. Der Trierer&nbsp; Erzbischof Hillin&nbsp; von Falmagne (1152-1169) hatte als Schiedsrichter den Streit <\/p>\n<p>dar\u00fcber mit dem Stra\u00dfburger Bischof zugunsten von Kloster Hornbach entschieden. (Regesten 42 S.16) <\/p>\n<p>Papst Paschalis III. war von der kaiserlichen Partei 1164 als Gegenpapst zu Papst Alexander II. (1159-1181) gew\u00e4hlt worden.<\/p>\n<p>Die kl\u00f6sterliche Zucht scheint etwas in Verfall geraten zu sein, weshalb die Ordensoberen aus Kloster Hirsau&nbsp; 12 M\u00f6nche nach Hornbach beriefen. Sie erschienen dort um 1179. Einer von ihnen,<\/p>\n<p>Konrad, wurde zum Abt von Hornbach bestimmt.(Kalender f\u00fcr katholische Christen S. 67). Er tritt als Zeuge in Urkunden auf&nbsp; (44), siegelt eine Urkunde f\u00fcr Kloster W\u00f6rschweiler (45),<\/p>\n<p>schenkt das Klostergut in Rohrbach dem Abt Godefried von Wadgassen (1171\u20131201,) (46) und einigt sich mit Abt Albert von Kloster Eu\u00dferthal wegen eines Zehnten. (47)<\/p>\n<p>(alle Urkunden in Regesten S. 17 f.)<\/p>\n<p>Nach dem Kalender f\u00fcr Katholische Christen folgte Abt Hilderich aus Abt Konrad. In seiner Zeit besuchte Kaiser Hinrich VI. (1191-1197)Kloster Hornbach. Bei seiner Anwesenheit verlieh er dem Kloster auch das M\u00fcnzrecht, wobei das wohl nur ein Best\u00e4tigung war, <\/p>\n<p>denn Kaiser Heinrich V. hatte dieses Recht ja schon 1119 verliehen.<\/p>\n<p>Nachfolger Hilderichs war Abt Adelo. Von beiden \u00c4bten sind keine Urkunden \u00fcberliefert. In der Zeit war der Medelsheimer Zehntstreit.<\/p>\n<p>Nun wurde Werner Abt von Hornbach.&nbsp; Er \u00fcberlie\u00df Graf Heinrich I. von Zweibr\u00fccken (+1228) im Tausch gegen einen Hof in K\u00e4shofen heute Verbandsgemeinde Zweibr\u00fccken-Land gegen&nbsp; 4 Berge, damit der Graf darauf Burgen errichten konnte.<\/p>\n<p>(Regesten 48, S. 18)<\/p>\n<p>Graf Heinrich I. von Zweibr\u00fccken erbte die Vogtei \u00fcber Kloster Zweibr\u00fccken.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Wolfram, der seit 1195 Abt in Kloster Weissenburg war. 1211 wurde er auch Abt von Hornbach. Er verwaltete beide \u00c4mter in Personalunion.In Hornbach legte er sein Amt 1219 nieder, blieb aber Abt in&nbsp; Weissenburg bis 1224.<\/p>\n<p>1211 verkaufte Wolfram eine Hof in Freisdorfin Elsass-Lothringen , was Bischof Bertram von Metz(1180-1212) best\u00e4tigte. (Regesten 51, 52 S. 20)<\/p>\n<p>Wolfram folgte dem Kreuzzugsaufruf von Papst Innozenz III. und legte das Kreuzzugsgel\u00fcbde ab.Mit Hilfe des Abtes Heinrich von Kloster Eu\u00dferthal konnte er sich aber von dem Gel\u00fcbde wieder l\u00f6sen. Kloster Eu\u00dferthal erhielt daf\u00fcr<\/p>\n<p>eine j\u00e4hrliche Gilt von 15 Unzen. (Regesten 55, S. 21)<\/p>\n<p>Abt Gottfried von Hornbach tritt erstmals1219 als Zeuge in einer Urkunde Friedrichs II. (1212-1250) f\u00fcr Kloster Otterberg auf Friedrich II. &#8211; RI V,1,1 n. 1038. Es geht um die Rechte von Kloster Otterberg in Erlenbach.<\/p>\n<p>Er regierte wohl nur kurz. <\/p>\n<p>Sein Nachfolger war Siegfried I. Bischof Konrad von Scharfenberg (1212-124) Bischof von Metz und Speyer beurkundete Abt Siegfried und all seinen Nachfolgern, das der jeweilige Abt von Hornbach<\/p>\n<p>sich innerhalb der Stadt der Macht eines Archidiakons erfreut. ( Regesten 57, S. 21). Der Archidiakon hatte im zugewiesen Amtsbezirk die Funktion eines Stellvertreters eines residierenden Bischofs. (Regesten 57 S. 21)<\/p>\n<p>Anfang des 13. Jahrhunderts geriet Kloster Hornbach in Verm\u00f6gensverfall. Um Abhilfe zu schaffen inkorporierte Bischof Konrad dem Klosterunter Vorbehalt der p\u00e4pstlichen Zustimmung die Pfarrei Godramstein. (Regesten 58 S. 21)<\/p>\n<p>1221 war Eberhard Abt von Kloster Hornbach. Er wurde aus dem Kloster St. Matthias als Abt in&nbsp; Hornbach berufen. Er beklagte,, dass die Abtei durch die H\u00e4rte ihrer Schirmv\u00f6gte, sie Sorglosigkeit der \u00c4bte und die Ungebundenheit der M\u00f6nche gef\u00e4hrdet sei. <\/p>\n<p>(Kalender f\u00fcr katholische Christen&nbsp; S.68<\/p>\n<p>Das Domkapitel von Speyer stimmte der Inkorporation von Godramstein&nbsp; zu (Regesten 60) und Papst Honorius III. (1216-1227) best\u00e4tigte die Inkorporation am 7. Juni 1222. (Regesten 61 S.22)<\/p>\n<p>In Godramstein wurde dann eine Propstei mit einigen M\u00f6nchen eingerichtet.<\/p>\n<p>Am 16. Mai 1225 inkorporierte der Bischof von Metz Johann I. von Apremont (1224 \u2013 1238)Kloster Hornbach&nbsp; die unter seinem Patronat stehende Kirche von Pirmasens. Die Eink\u00fcnfte sollten f\u00fcr die<\/p>\n<p>Errichtung und den Unterhalt eines Siechenhauses f\u00fcr kranke Br\u00fcder in Hornbach verwendet. Denn Abt Eberhard hatte weder Zellen f\u00fcr kranke M\u00f6nche noch ein Siechenhaus vorgefunden, als er von Trier<\/p>\n<p>nach Hornbach berufen worden ist. Das Domkapitel von Metz stimmte der Inkorporation zu und Abt Eberhard best\u00e4tigte den Beschluss seine Konvents, die Eink\u00fcnfte von&nbsp; Pirmasens f\u00fcr ein Siechenhaus in Hornbach<\/p>\n<p>zu verwenden. (Regesten 64-66 S. 23)<\/p>\n<p>Auch um das Stift Zell k\u00fcmmerte sich Abt Eberhard. Am 7.Juli 1230 gaben Abt Eberhard und der Konvent von Hornbach auf Bitten der Kanoniker des Stiftes Zell diesem Statuten. (Regesten 69. S. 24)<\/p>\n<p>Nachfolger von Abt Eberhard wurde Abt Rudolf. Er schloss mit dem Zweibr\u00fcckener Grafen Heinrich II. (1237-1282) einen Vertrag, der die Vogteirechte zwischen Grafen und Kl\u00f6ster regelte.<\/p>\n<p>Den Vertrag beurkundete der Trierer&nbsp; Erzbischof Theoderich von Wied (1212 bis 1242 ) sowie der Metzer Bischof Johann I. von Apremont (1224 \u20131238) und der Speyrer Bischof Konrad V. von Eberstein (1237 \u20131245 )<\/p>\n<p>Die bisherigen Schultheissen von Hornbach wurden abgel\u00f6st. Der Abt konnte nun einen Schultheissen bestimmen und zwar einen einfachen Bauern, der in der Vogtei des Grafen sitzen sollte.<\/p>\n<p>Das Kloster zahlte dem Grafen daf\u00fcr 48 Taler, um dieses&nbsp; Amt dem bisherigen Inhaber abzukaufen. Der Graf gab noch 12 Taler dazu, erhielt daf\u00fcr den Zoll in Zweibr\u00fccken. Die Gerichtsgelder von Horrnbach wurden zwischen Graf und Kloster geteilt.<\/p>\n<p>Der Graf versprach, von den G\u00fctern und Leuten des Pirminius, \u00fcber die er die Vogtei besitzt, nichts zum Nachteil des Klosters zu versetzen oder zu verkaufen.<\/p>\n<p>Zur Sicherstellung dieses Vertrages sollte der jeweilige Abt, der Graf und seine Nachfolger, jeder Vogt des Grafen und der Schultheiss diesen Vertrag beschw\u00f6re. (Regesten 73, S. 25 f)<\/p>\n<p>Schon 1241 erscheint ein Abt Arnold. Am 27.April 1241 vertrug er sich mit Werner IV. von Bolanden (1192-1258) \u00fcber Buteil und Besthauptsrechte in Froschau. (Regesten 76, S. 26) Buteil ist ein vom Grundherrn beanspruchter Teil des Nachlasses eines Verstorbenen<\/p>\n<p>und Besthaupt ist das beste St\u00fcck Vieh. Die Eink\u00fcnfte sollten in Anwesenheit beider Meier gleichm\u00e4\u00dfig verteilt werden.&nbsp; Werner von Bolanden hatte dort die Vogtei und Kloster Hornbach besa\u00df eine Grundherrschaft in Froschau.<\/p>\n<p>Im M\u00e4rz 1242 best\u00e4tigten und erneuerten Abt und Konvent von Hornbach dem Stift Zell die Schenkung Der Kirche und und des zugeh\u00f6rigen Zehnten in Biedesheim (busenzem).(Regesten 77 S.27)<\/p>\n<p>Am 23. M\u00e4rz 1243 best\u00e4tigte Abt Arnold, dass die Eink\u00fcnfte der Kirchen von Pirmasens und Godramstein zum Nutzen der Br\u00fcder zu verwenden sei.(Regesten 79, S.28)<\/p>\n<p>Auf Arnold folgten die \u00c4bte Theoderich und Johannes I. Die Zeiten des Amtsantritts und Ableben sind nicht bekannt. Theoderich lie\u00df sich von dem Mainzer Erzbischof Siegfried III. von Eppstein (1230 \u20131249 )<\/p>\n<p>die Rechte von Kloster Hornbach \u00fcber Stift Zell best\u00e4tigen. (Regesten 81, S, 28)<\/p>\n<p>1258 war Hugo Abt von Kloster Hornbach<\/p>\n<p>Es gab gleich Probleme mit dem Grafen Heinrich II. (1237-1282) von Zweibr\u00fccken. Er hatte im unteren Teil von Gamundias auf Klostergrund ein M\u00fchle gebaut.<\/p>\n<p>Man einigte sich im September 1258 so, dass Graf Heinrich j\u00e4hrlich am Pirminstag einen Malter Frucht ans Kloster lieferte. Das Malter war ein Getreidehohlma\u00df, von Region zu Region sehr verschieden, so zwischen 130 und 167 Liter.<\/p>\n<p>(Regesten 87, S. 30) lieferte.<\/p>\n<p>Im Dezember&nbsp; 1261 regelte Abt Hugo in einem Vertrag mit der Gemeinde Godramstein, dass die Gemeinde das Kirchendach decken l\u00e4sst. Da Godramstein von Stift Zell betreut wurde, traf das nat\u00fcrlich auch das Stift Zell<\/p>\n<p>Wegen der Entfernung zur Mutterkirche Godramstein, wurde die eingepfarrte Gemeinde Damheim (heute Dammheim) auf Veranlassung von Abt Hugo von einem eigenen Pfarrer versorgt. (Regesten 92, S. 31)<\/p>\n<p>Am 28. Mai1266 best\u00e4tigte Papst IV. (1265-1268) dem Stift Zell die ihm von geistlichen und weltlichen F\u00fcrsten bewilligten Freiheiten. (Regesten 93 S. 31).<\/p>\n<p>Im September 1271 verkaufte Ritter Eberhard, Vogt in Osthofen sein am Hornbacher Klosterhofe haftendes Lehen wieder an Kloster Hornbach zur\u00fcck. (Regesten 102, S. 34)<\/p>\n<p>Hornbach hatte in Osthofen einen Klosterhof und ist seit 1153 als Besitzer von Fronh\u00f6fen urkundlich belegt. Aber das Kloster hatte wohl schon fr\u00fcher Besitz in Osthofen. Gemeinsam mit dem Liebfrauenstift in Mainz hatte es die Gerichtshoheit<\/p>\n<p>in Osthofen.Ab 1401 begann das Kloster seinen besitz in Osthofen zu verkaufen. 1435 gelangte so der Klosterhof mit seinen Leuten und Kirchensatz in Osthofen in den Besitz des Pfalzgrafen Ludwig III (1401-1436).<\/p>\n<p>Am 9. Juni 1275 best\u00e4tigte Papst Gregor X. (1271-1276) den jetzigen und k\u00fcnftigen Besitz von Kloster Hornbach. Er nahm es in p\u00e4pstlichen Schutz. Au\u00dferdem willigte er in die vom Bischof von Worms<\/p>\n<p>vollzogene Inkorporation der Pfarrei Osthofen ein. (Regesten 111, S. 36)<\/p>\n<p>Abt Hugo verlieh mit Zustimmung seines Konventes die Pfarreien Froschau und Mauwenheim an Stift Zell. (Regesten 114 und 115, S. 37)<\/p>\n<p>Ab 1279 urkundete Abt Isenhard f\u00fcr Kloster Hornbach<\/p>\n<p>Am 13. Februar 1279 best\u00e4tigte ihm auf seine Bitte Papst Nikolaus III. (1277-1280) die von P\u00e4psten, Kaisern und F\u00fcrsten verliehenen Freiheiten. (Regesten 121, S. 38)<\/p>\n<p>Im Januar 1280 bezeugten der Dechant und der Konvent Zell an, dass der Abt von Hornbach ihr Oberherr sei und alle erledigten \u00c4mter und Pfr\u00fcnden besetzen d\u00fcrfe,<\/p>\n<p>dass sie ihm zu Gehorsam verpflichtet seien und dass bei \u00dcbertretungen der Dechant sich nur an ihn und an keinen anderen Richter wenden d\u00fcrfe. <\/p>\n<p>In einer weiteren Urkunde wurde das Versprechen gegeben an Abt Isenhard und seine Nachfolger j\u00e4hrlich 40 Malter Korn nach Worms zu liefern. (Regesten 123,124, S. 39)<\/p>\n<p>Am 10.M\u00e4rz 1287 erkl\u00e4rte K\u00f6nig Rudolf (1273-1291), dass er die Stadt Godramstein gleich anderen Reichsst\u00e4dten gefreit habe, dass daraus aber Konvent&nbsp; und Abt von Hornbach kein <\/p>\n<p>Nachteil erwachsen solle.Aber auf F\u00e4lle (Besthaupt) und Buteil von den dortigen Einwohnern sollen sie verzichten. (Rudolf &#8211; RI VI,1 n. 2061)<\/p>\n<p>Nachfolger wurde laut Kalender f\u00fcr katholische Christen&nbsp; S.69) Abt Sigelo, der nur einmal namentlich in einer Urkunde f\u00fcr Kloster W\u00f6rschweiler als Mitsiegler am 18. Oktober 1298 erscheint.<\/p>\n<p>(Regesten 156, S. 46) Allerdings gibt es in den Regesten am 23.Dezember 1295 eine Urkunde (Regesten 147, S. 46), in der ein Abt Siegfried von Hornbach den M\u00f6nch Johannes von Zweibr\u00fccken,<\/p>\n<p>Kellerer in Hornbach beauftragt, vor dem Archidiakon von Stra\u00dfburg&nbsp; Johanes von Fl\u00f6rchingen,dass das Patronatsrecht \u00fcber die Kirche von Wasselnheim alternierend der Domkirche in Stra\u00dfburg<\/p>\n<p>und dem Kloster Hornbach zustehe. <\/p>\n<p>Am 6. September 1303 nimmt Abt Johannes II. vom Bistum Worms eine beim Hornbacher Klosterhof bei Osthofen eine M\u00fchle in Erbpacht. (Regesten 161, S. 48)<\/p>\n<p>Er ist Anfang des 14. Jahrhunderts Abt in Hornbach. Nach Kalender f\u00fcr Katholische Christen nannte sich sein Bruder Bertram einen Ritter von Zweibr\u00fccken. <\/p>\n<p>Auf Bitten von Abt Johannes inkorporierte der Metzer Bischof&nbsp; Reginald von Bar (1302\u20131316) Kloster Hornbach zwei Kirchen des Bistums, in denen das Kloster das Patronat innehatte, z.B&nbsp; Contwich (Regesten 172)<\/p>\n<p>Der Wormser Bischof Emmerich von Sch\u00f6neck (1307 \u2013 1318 ) inkorporierte dem Kloster die Pfarrei M\u00f6lsheim (Mylnesheim). Der Versuch, die Inkorporationen zu erhalten, war eine Antwort darauf, dass \u201cKardin\u00e4le, <\/p>\n<p>Bisch\u00f6fe, F\u00fcrsten und Grafen versuchten, Pr\u00e4benden der Abtei, also Einkommen aus einem geistlichen Amt zu erlangen. So vermehrte sich die Zahl der Konventualen, die Einkommen vom Kloster bezogen.<\/p>\n<p>Abt Johannes beklagte sich \u00fcber diesen Mi\u00dfstand, der dem Kloster zu schaffen machte. 1318&nbsp; versammelte er den Konvent und fasste mit ihm den Beschluss, dass die Zahl der Konventualen f\u00fcr die n\u00e4chsten 40<\/p>\n<p>Jahre auf 24 begrenzt wurde.Keine Anwartschaft auf Pfr\u00fcnde sollte vergeben werden. Jeder neu Aufzunehmende sollte sowohl v\u00e4terlicherseits als auch m\u00fctterlicherseits adliger Abkunft sein. Au\u00dferdem mussten 5 Mark Silber entrichtet werden. das entspricht<\/p>\n<p>einer Kaufkraft von ca. 36.000 \u20ac (Kalender S. 70)(Regesten 193 vom 22. April 1318, S. 55)<\/p>\n<p>In dieser Zeit brannte die Kirche in Pirmasens ab.&nbsp; Das Kloster musste das gesamte Holz, 57.600 Heller, das sind etwa 19.710,00 \u20ac sowie 8 Malter Korn&nbsp; zum Wiederaufbau beitragen.<\/p>\n<p>Allerdings hatte der Abt nicht sofort in die Zahlung des Brandschadens eingelegt. Erst eine schiedsrichterliche Entscheidung der Gr\u00e4fin Agnes von Zweibr\u00fccken (*1284)<\/p>\n<p>Abt Johannes legte sein Amt kurz nach seiner Regelung f\u00fcr den Konvent nieder.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Rudolf II.. Er erscheint in einer Urkunde vom 19. Mai 1332, in der eine Urkunde seines Vorg\u00e4ngers Kloster Disibodenberg betreffend siegelte. (Regesten 21, S.62)<\/p>\n<p>Am 20. Februar 1333 verkaufte Raugraf Heinrich Herr zu Neu- Bamberg das Dorf M\u00fcnchweiler mit der niederen und hohen Gerichtsbarkeit, Land und Leuten und allem Zubeh\u00f6r f\u00fcr 1400 Pfund Heller <\/p>\n<p>an Kloster Hornbach.(Regesten 221 S. 63)<\/p>\n<p>Abt Rudolf hatte durchaus auch ein Auge auf seine Chorherren in Stift Zell. Das zeigt auch, das er den damaligen Dechanten Gyso wegen Ausschweifungen seines Amtes enthob und daf\u00fcr<\/p>\n<p>den Kanoniker Emich einsetzte, was er dem Domprobst von Worms Friedrich von Leiningen, dem Kantor Johannes zu Zell und dem Pfarrer von Zell Eberhard zu Einzeltem mitteilte. (Regesten 228 vom 9. Dezember 1339, S. 64 f.)<\/p>\n<p>Kurz danach verstarb Abt Rudolf. Auf ihn folgte Abt Gerhard I. Er belehnte am 21. Juli 1342&nbsp; den Grafen Friedrich III. von Leiningen (1237-1287) mit dem Dorfe Osthofen samt Gericht. (Regesten 230, S. 65)<\/p>\n<p>Am 12. August 1342 best\u00e4tigte Kaiser Ludwig der Bayer (1314-1347) Kloster Hornbach die Urkunden Kaiser Heinrichs IV aus den Jahren 1075 und 1105. (Regesten 232)<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Walther. Er war von Papst Clemens VI. (1342-1352) von Kloster Glandernin&nbsp; Longeville-l\u00e8s-Saint-Avold (Lothringen) 1345 zur Leitung von Kloster Hornbach berufen worden.<\/p>\n<p>(Regesten 234 S. 66). In dieser Urkunde verf\u00fcgte er, dass die erste Pfr\u00fcnde, die er nach Herkommen als erste Bitte verleihen konnte, den Armen zugute kommen solle. In dieser Urkunde wird auch gesagt, dass der Abt aus Glandern berufen wurde.<\/p>\n<p>Er war ein sehr frommer und haush\u00e4lterischer Abt. Dem Stift Zell gab er am 25. Februar 1346 Stauten (Regesten 237,S. 67)<\/p>\n<p>Im Dezember 1347 verf\u00fcgte er f\u00fcr die Kanoniker von St.Fabian, dass sie ihre Pfr\u00fcnde nur genie\u00dfen konnten, wenn sie ihre Residenzpflicht erf\u00fcllten Regesten 242, S. 68)<\/p>\n<p>Im Januar 1348 nahmen der Dompropst von Worms Friedrich von Leiningen und sein Bruder Emich&nbsp; Abt Walter Kloster Hornbach mit seinem gesamten Eigentum in ihren Schutz. (Regesten 243,S. 68 f.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Johann III. auch er wurde von Papst Clemens als Abt nach Hornbach berufen. Er nannte sich in Urkunden auch Johann, Abt von Gottes und des Stuhles von&nbsp; Roms Gnaden.<\/p>\n<p>Von ihm sind nur zwei Urkunden \u00fcberliefert. Ab Abt Johann musste jeder Abt von Hornbach um eine Best\u00e4tigung von Rom nachsehen.<\/p>\n<p>Am 16. April 1352 bekam die Siedlung Hornbach zusammen mit Zweibr\u00fccken unter Graf Walram II. von Zweibr\u00fccken (um 1298-1366) von Karl IV. (1346-1378) das Stadtrecht verliehen.<\/p>\n<p>\u201cthut dem grafen Walram von Zweibr\u00fccken die gnade, dass er dessen st\u00e4dten Zweibr\u00fccken und Hornbach dieselben rechte und freiheiten verleiht, wie Hagenau hat\u201d Karl IV. &#8211; RI VIII n. 1480<\/p>\n<p>Geholfen hat da vielleicht auch, dass Walram kaiserlicher Statthalter in Lothringen war.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Hugo II. Er erscheint im Jahre 1363.&nbsp; Er erneuerte die Ordnung des Fabianstiftes<\/p>\n<p>Die Verm\u00f6genslage von Kloster Hornbach scheint ordentlich gewesen zu sein, denn am 30. Juni 1387 konnte Abt Hugo von einem Wormser B\u00fcrger noch100 Morgen Ackerland in Osthofen kaufen. (Regesten 312 S. 86)<\/p>\n<p>Abt Hugo hatte sich unter den Schirm des Pfalzgrafen Rupprecht des \u00c4lteren (1325-1398) begeben. Abt Hugo lieferte dem Trifels&nbsp; 3 Fuder Wein und 20 Malter Korn. Dieses tat er nicht von Rechts wegen oder von G\u00fclte wegen<\/p>\n<p>sondern so lange er unter dem Schutz des Pfalzgrafen war, wie dieser erkl\u00e4rte. (Regesten 304 S. 84)<\/p>\n<p>Als Abt Hugo verstarb, folgte ihm Abt Anton. Er vorher Prior von Hornbach und wurde von Papst Clemens VII.(1378-1394) best\u00e4tigt. Dieser war Gegenpapst von Papst Urban VI. (1378-1389) (Regesten 314 S. 87) Er scheint knapp bei Kasse gewesen sein, <\/p>\n<p>denn in seiner 1. Urkunde bittet er die p\u00e4pstliche Kammer sein Servitium mit 166 Gulden zu bezahlen und falls eine gr\u00f6\u00dfere Taxe erforderlich sei, auch diese zu bezahlen, allerdings in zwei Raten (Regesten 315)<\/p>\n<p>Von ihm gibt es nur noch eine weitere Urkunde, in der es um eine Lehenssache geht.<\/p>\n<p>Auf Abt Anton folgte Abt&nbsp; Gerhard II. Winterbecher. Abt Anton hatte resigniert. Gerhard war vorher K\u00e4mmerer von Kloster Hornbach. Er zahlte seine Servitien wie auch die seines Vorg\u00e4ngers Anton.<\/p>\n<p>Pfalzgraf Ruprecht nahm am 24. November 1394 das Klostergut in Osthofen und das Gericht in seinen Schutz. (Regesten 324, S.89)<\/p>\n<p>Im September 1407 werden Finanzprobleme des Kloster Hornbachs aktenkundig. Kriegsnot, Brand und eine gro\u00dfe Schuldenlast hatten das Kloster gezwungen, den halben Frucht- und Weinzehnten an das Domkapitel von Worms zu verkaufen.<\/p>\n<p>Bischof Raban von Helmstatt (1396 \u20131430) Hatte den Offizial von Worms als seinen Unterkommissar beauftragt, die Angelegenheit zu untersuchen. Bischof Raban best\u00e4tigte Papst Innozenz VII. (Regesten 337,S. 92 f.)<\/p>\n<p>1415 erscheint Johannes Dankert als Abt von Hornbach. Er wurde als Nachfolger des verstorbenen Abt Gerhard gew\u00e4hlt. Er wurde von Papst Johannes XXIII.(1410-1415) best\u00e4tigt. (Regesten 20. Februar 1415 344, S.94)<\/p>\n<p>Er war sicherlich kein guter Wirtschafter und wurde letztlich abgesetzt, weil er \u00fcber 30.000 Gulden an Schulden angeh\u00e4uft hatte.<\/p>\n<p>Schon 1417 verkaufte er eine G\u00fclt von 2O Gulden in Osthofen f\u00fcr 400 Gulden an das Domstift von Worms und nahm Verpf\u00e4ndungen von Zehnten vor. (Regesten 348 S. 95)<\/p>\n<p>1417 nahm er am Konstanzer Konzil teil (Regesten 34)<\/p>\n<p>Es gibt eine ganze Reihe von Verk\u00e4ufen. 1428 \u00fcberlie\u00df Abt Johannes dem Stift Zell die Kirche von Diedelsheim.<\/p>\n<p>Herzog Stefan von Pfalz-Zweibr\u00fccken hatte 1410 nach dem Tod von Pfalzgraf Ruprecht, nach dem die Pfalzgrafschaft bei Rhein unter die 4 S\u00f6hne geteilt wurde, Pfalz-Simmern-Zweibr\u00fccken erhalten und war damit f\u00fcr Kloster Hornbach zust\u00e4ndig.<\/p>\n<p>Er k\u00fcmmerte sich um eine gute Ordnung in den Kl\u00f6stern in seinem Herrschaftsbereich. Er war im Gefolge von Kaiser Sigismund (1411-1437), als dieser das Konstanzer Konzil besuchte.<\/p>\n<p>Die Klosterzucht hatte \u00fcberall sp\u00fcrbar nachgelassen. Vom Konstanzer Konzil erhoffte sich Herzog Stefan dabei Hilfe. Er war in Begleitung von<\/p>\n<p>Abt Heinrich von Kloster W\u00f6rschweiler (1392-1425) in Konstanz unterwegs. Zusammen mit Herzog Stefan wollte er strengere Regeln erreichen. Das aber stand nicht auf der Tagesordnung des Konzils.<\/p>\n<p>Der Trierer Bischof Werner von Falkenstein (1388 \u2013 1418) wurde beauftragt, sein Ansehen zu gebrauchen, um Besserung zu erwirken. Herzog Karl der K\u00fchne von Lothringen (1390-1430) versprach ihm Beistand und Hilfe.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger Erzbischof Otto von Ziegenhain (1418 \u2013 1430 ) 1422 berief er eine Generalversammlung der Benediktiner von den Bist\u00fcmern Trier und K\u00f6ln ein. Es wurde eine festere Regel beschlossen und von allen \u00c4bten unterzeichnet.<\/p>\n<p>Gro\u00dfe Wirkung zeigte das allerdings noch nicht. Erst die Reformen der Bursfelder Kongregation verschafften Abhilfe.<\/p>\n<p>Am 29. November 1418 nahmen Herzog Stefan und seine Ehefrau Anna alle Personen die zum Fabiansstift geh\u00f6rten in seinen Schutz und best\u00e4tigte alle erteilten Freiheiten. (Regesten 354, S. 96)<\/p>\n<p>Die schlechte Haushaltsf\u00fchrung von Abt Johannes Dankart f\u00fchrte dazu, dass Herzog Stefan die Absetzung des Abtes betrieb. Abt Johannes von St. Matthias in Trier (1421-1439)<\/p>\n<p>war als Visitator des Bistums Trier und auch als Reformator in Kloster Hornbach t\u00e4tig. (Regesten 377 S. 102). Abt Johannes war einer der f\u00fchrenden Vertreter der benediktinischen Reformbewegung seiner Zeit.<\/p>\n<p>Das Kloster wurde nun von Reichard von Hembach verwaltet. Herzog Stefan veranlasste das Konzil von Basel Kloster Hornbach zu reformieren. Das Konzil setzte den Verwalter Reinhard als Abt von Hornbach ein.<\/p>\n<p>(Regesten 380,S.104) Eine Reihe von Verk\u00e4ufen, wohl mit R\u00fcckendeckung von Abt Johannes von St. Matthias waren n\u00f6tig, um das Kloster \u00fcber Wasser zu halten.<\/p>\n<p>Der abgesetzte Abt Dankart lebte 1440 wohl noch.<\/p>\n<p>Abt Reichard erscheint letztmals am 29. Januar 1450 wegen einer Lehensverleihung in einer Urkunde. (Regesten 399 S.109)<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Blicker von Rottenburg. Er war vorher Stiftsschaffner in Klingenm\u00fcnster, wie aus einer Urkunde von Klingenm\u00fcnster von 1Regesten 400451 hervorgeht, wo er bereits als erw\u00e4hlter<\/p>\n<p>Abt von Hornbach bezeichnet wird. (Regesten 400, Anmerkung)<\/p>\n<p>Am 30, November 1453 wird er vom Speyrer Bischof Reinhard von Helmstatt (1438 \u20131456 )mit der Abtei Hornbach belehnt. (Regesten 401, S 110)<\/p>\n<p>In seinen ersten Regierungsjahren gab es Probleme mit den Stiftsherren in Zell wegen der Pfarrei Dittelsheim sowie \u00fcber die Scholasterie(Stiftsschule) in Zell und deren Eink\u00fcnfte. <\/p>\n<p>Der Schirmherr Graf Hesso von Leiningen (+1467), vermittelte in dem Streit. (Regesten 406, S.110)<\/p>\n<p>Am 25. Januar 1457 legte Abt Blicker fest, dass jeder eintretende Kanoniker in Zell 22 Gulden, das sind etwa 5.017,00 \u20ac. zu entrichten hatte.(Regesten 413, S.113)<\/p>\n<p>Abt Blicker konnte auch wieder K\u00e4ufe t\u00e4tigen. so kaufte er in Worms ein Haus \u201czum alten Ebertz\u201d, um die Fr\u00fcchte und den Wein des Klosters aus dem Gau dort hin zu f\u00fchren. (Regesten 441, S. 120)<\/p>\n<p>1483 erscheint Blicker noch in einer Urkunde. Er regierte in Hornbach mehr als 30 Jahre.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Ulrich. Er leistet 1484 dem Speyrer Bischof Ludwig von Helmstatt (1478- 1504)die lehensherrliche Huldigung.<\/p>\n<p>Im Oktober 1497 erstellt Abt Ulrich seine letzte Urkunde (Regesten 574)<\/p>\n<p>Auf ihn folgt Abt Andreas Stumpf von Simmern.In den Urkunden wird er Endris genannt. Am 28. Juli 1498 erscheint in den Regesten eine Urkunde, in der sich Andreas erw\u00e4hlter Abt von Hornbach nennt (576 S. 145)<\/p>\n<p>In der n\u00e4chsten Urkunde 577 best\u00e4tigt Georg von Gemmingen (1488-1511), Dompropst in Speyer, dass Papst Alexander VI. (1492-1503) Andreas am 20. April 1498 als Abt in Hornbach best\u00e4tigte.<\/p>\n<p>Er war vorher M\u00f6nch in Hornbach und er wurde nach dem Amtsverzicht von Abt Ulrich einstimmig zum Abt gew\u00e4hlt. (S, 145 f.) Er entstammte der Adelsfamilie der Stumpf von Simmern.<\/p>\n<p>Am 17.Oktober 1498 wurde er von Bischof&nbsp; Ludwig von Helmstatt mit der Abtei Hornbach belehnt.<\/p>\n<p>Er hatte einen Bruder Johann Stumpf von Simmern, bezeugt 1483,dem er am 17. August 1499 das Lehen des Walter von Thane verlieh. (Regesten 589, 590 S. 148) Dieses Lehen hatte er schon am<\/p>\n<p>14. Januar 1489 von Abt Ulrich verliehen bekommen (Regesten 504, 505). An diesem Tag verlieh Abt Andreas auch das Lehen, das vorher Wilhelm von Simmern innehatte&nbsp; (588)<\/p>\n<p>Abt Andreas regierte zwar nur zwei Jahre. Aus&nbsp; dieser Zeit stammen aber viel Urkunden. Er verlieh Lehen, besetzte Pfarrstellen und schlichtete einige Streitf\u00e4lle.<\/p>\n<p>Abt Andreas verstarb am 3. Juli 1501. (Regesten 617, S. 152)<\/p>\n<p>Zu seinem Nachfolger wurde Johannes von Kindhausen gew\u00e4hlt. Nach dem Kalender f\u00fcr Katholische Christen trug er zwar \u201cdie Kleidung eines M\u00f6nches, war aber kein Ordensmann\u201d und<\/p>\n<p>folgert, dass Johannes \u00fcberhaupt gew\u00e4hlt werden konnte, belegt, dass es zu dieser Zeit keine geeigneten Pers\u00f6nlichkeiten f\u00fcr die Leitung einer Abtei mehr gab. (S. 72)<\/p>\n<p>Tragisch f\u00fcr das Kloster mit langer Geschichte,dass Abt Johannes sich \u00fcber ein langes Leben erfreute und das ausgerechnet mit der von Martin Luther ausgel\u00f6sten Reformation zusammen fiel.<\/p>\n<p>Abt Johannes wurde von Bischof Ludwig am 16. M\u00e4rz 1503 mit der Abtei Hornbach belehnt.<\/p>\n<p>Am 5. Dezember 1514 beauftragte Papst Leo X. (1513-1521) den Stra\u00dfburger Probst zu St. Peter und Dr. jur. \u00fcber den als Abt gew\u00e4hlten adligen Benediktinerm\u00f6nch Johannes Kindhausen Erkundigungen einzuziehen und falls <\/p>\n<p>diese g\u00fcnstig ausfallen, den Gew\u00e4hlten zu konfirmieren. (Regesten 648,S. 158). Das scheint positiv ausgefallen zu sein. Am 10. M\u00e4rz 1514 \u00fcbergab Propst B\u00f6cklin die Abtei Hornbach an Abt Johannes und empfahl,&nbsp; Dechant, Konvent,<\/p>\n<p>Vasallen und Untertanen, den Abt innerhalb von ach Tagen anzuerkennen. (Regesten 649)<\/p>\n<p>Am 31. Oktober 1517 hatte Martin Luther seine These n an die Schlosskirche in Wittenberg angeschlagen.<\/p>\n<p>Am 15. Juni wurde die Bulle Exsurge Domine ausgefertigt. Das war die Antwort auf die 95 Thesen Luthers und r\u00e4umte ihm 60 Tage Frist zum Widerruf ein. Bei Weigerung sollte der Kirchenbann ausgesprochen werden.<\/p>\n<p>Beim Reichstag von Worms 1521 weigerte sich Luther zu widerrufen. Die Reichsacht wurde \u00fcber ihn verh\u00e4ngt und er f\u00fcr vogelfrei erkl\u00e4rt. Als Junker J\u00f6rg getarnt hielt er sich dann auf der Wartburg auf.<\/p>\n<p>Reformatorische Ideen und auch evangelische Gottesdienst verbreitetet sich rasch.<\/p>\n<p>Abt Johannes widersetzte sich den neuen Ideen nicht, sondern leistete ihnen Vorschub. Im Fabiansstift in Hornbach setzte er der neuen Lehre offene Prediger ein wie Hieronymus Bock. <\/p>\n<p>Dieser&nbsp; heiratete schon 1523, erhielt aber 1533 von Abt Johannes 1533 als verheirateter Laie eine bezahlte Pfr\u00fcnde im Stift St. Fabian angeboten. Bei Bock ging es Johannes wohl auch darum, einen renommierten <\/p>\n<p>Botaniker an das Stift zu bekommen. Er wurde am 8. August 1533 als Stiftsherr angenommen. (Regesten 802, S.186)<\/p>\n<p>Der Konvent war durch solche Ma\u00dfnahmen aber gespalten. Die Konventualen, die am alten Glauben festhielten standen hinter Johann von Bonn von Wachenheim.<\/p>\n<p>Als sich auch Abt Johannes verheiratete, ebenso ein weiterer Konventuale, war das Ma\u00df f\u00fcr Johann von Bonn und seine Anh\u00e4nger voll. Er fl\u00fcchtete sich mit einigen Briefen und Kostbarkeiten nach Landau und die<\/p>\n<p>G\u00fcter der Abtei in Godramstein.&nbsp; Pfalzgraf Ludwig der Friedfertige (1478-1544) nahm in theologischen Streitfragen nicht einseitig Partei. Auf Reichsebene setzte er sich seit 1521 f\u00fcr eine friedliche L\u00f6sung des Religionsproblems.<\/p>\n<p>Johann von Bonn fand bei ihm Unterst\u00fctzung. Am 2. Dezember 1535 erreichte er eine Entscheidung der Pfalzgr\u00e4fin Elisabeth (1503-1563) und Ruprecht Graf Veldenz (1506-1544).<\/p>\n<p>Abt Johannes sollte Religion und Zeremonien nach g\u00f6ttlicher und christlicher Ordnung f\u00fchren. Abt Johannes sollte sich leichtfertiger Personen enthalten und sein Regiment und sein Verhalten so anstellen, wie es sich einem Pr\u00e4laten geb\u00fchrt.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Verwaltung des Klosterverm\u00f6gens sollte ein Schaffner bestellt werden, der dem Konvent und dem Herzog rechnungspflichtig war. (Regesten 814 S. 188 f.)<\/p>\n<p>Von Kaiser Karl V. (1519-1555) erhielt Johann von Bonn eine vollmacht und kehrte 1540 nach Hornbach zur\u00fcck. Allerdings lebten 1548 nur noch 3 M\u00f6nche in Kloster Hornbach.<\/p>\n<p>Auftrieb hatte Johann von Bonn noch das Augsburger Interim von 1548 erhalten, das f\u00fcr eine \u00dcbergangszeit die kirchlichen Verh\u00e4ltnisse regeln sollte. So wurden Hieronymus die Gef\u00e4lle entzogen, wogegen er beim Herzog klagte.<\/p>\n<p>Am 4. August 1550 erkrankte aber Johann und verstarb einen Tag sp\u00e4ter. Herzog Wolfgang von Zweibr\u00fccken (1532-1589) \u00fcbertrug die Verwaltung der Pfarrei den gerade in&nbsp; Hornbach anwesenden Pfarrer von Zweibr\u00fccken <\/p>\n<p>Johann Meissenheimer als vorl\u00e4ufigen Verwalter von Hornbach. Er sollte unterst\u00fctzt vom Hornbacher Landschreiber Jost von Nassau das Verm\u00f6gen der Abtei aufnehmen.<\/p>\n<p>Die Abtei wurde nun als von vielen Seiten begehrenswerte Pfr\u00fcnde angesehen.<\/p>\n<p>In Kloster Gengenbach war Graf Anton von Salm&nbsp;&nbsp; (*um 1530 + vor 1564) 1543&nbsp; Graf Wilhelm von F\u00fcrstenberg ohne Rechtsgrundlage&nbsp; als Koadjutor an der Seite von Abt Friedrich eingesetzt worden, wohl um Einfluss auf Kloster Gengenbach zu gewinnen um es m\u00f6glicherweise zu s\u00e4kularisieren.<\/p>\n<p>Er versuchte weiter seine Anspr\u00fcche durchzusetzen, unterlag aber endg\u00fcltig, als Gisbert zum Gengenbacher Abt gew\u00e4hlt wurde.<\/p>\n<p>Etwa gleichzeitig bewarb er sich um den Abtsstuhl in Kloster Hornbach Dort wurde er 1554 mit einer p\u00e4pstlichen Bulle best\u00e4tigt.<\/p>\n<p>1554 kam er zu den R\u00e4ten von Herzog Wolfgang, die von ihm verlangten die Abtei gegen ein Jahresgeld dem Herzog zu \u00fcberlassen.<\/p>\n<p>Darauf lie\u00df sich der designierte Abt nicht ein. Nach langen Verhandlungen unterschrieb der Abt im September 1544 einen Vertrag mit einer Reihe von Bedingungen.<\/p>\n<p>1555 konnte er die Abtei \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p>Am 10. Januar 1556 belehnte ihn der Speyrer Bischof Rudolf von Frankenstein (1552-1560)mit Kloster Hornbach.&nbsp; (Regesten 904, S. 208) <\/p>\n<p>Abt Anton zeigte sich aber nicht so willf\u00e4hrig, wie der Herzog wohl erwartet hatte. Erlie\u00df den Abt nun \u00fcberwachen und ohne seine Erlaubnis durfte niemand den Abt besuchen.<\/p>\n<p>Der Herzog wollte in dem Kloster eine protestantische Schule einrichten und die Geb\u00e4ude nach eigenem Gutd\u00fcnken verwenden. <\/p>\n<p>Abt Anton nahm den in einem Schrein befindlichen Leib des Heiligen Pirminius aus seinem Grab und fl\u00fcchtete 1557 heimlich, unter Mitnahme von silbernen Kirchenger\u00e4ten und wichtigen Archivalien., <\/p>\n<p>zun\u00e4chst nach Landau und von dort nach Speyer wobei er den Leib des Heiligen Pirmins und die Kirchenger\u00e4te dort dem Bischof \u00fcbergab. Von dort gelangten sie weiter nach Innsbruck, wo sie sich noch<\/p>\n<p>heute in der dortigen Jesuitenkirche befinden.<\/p>\n<p>1557 wurde das Kloster Hornbach \u2013 im Zuge der Reformation \u2013 endg\u00fcltig aufgehoben. Das Klosterverm\u00f6gen, die laufenden Eink\u00fcnfte und die Klostergeb\u00e4ude wurden zur Errichtung einer f\u00fcrstlichen Landesschule benutzt, die f\u00fcr die Ausbildung des in Pfalz-Zweibr\u00fccken ben\u00f6tigten Nachwuchses an Pfarrern und h\u00f6heren Beamten zust\u00e4ndig war bzw. auf das Studium an einer Universit\u00e4t vorbereiten sollte. 1631 wurde die Schule nach Zweibr\u00fccken verlegt. Danach verfiel das&nbsp; Kloster.<\/p>\n<p>2000 wurden die Reste des Klosters in ein Hotel integriert. Im Keller des Geb\u00e4udes wurde ein Klostermuseum \u201eHistorama Kloster Hornbach\u201c<sup><\/sup> eingerichtet, das die Geschichte des Klosters vermittelt.<\/p>\n<p>Das Originalgrab Pirmins wurde wieder entdeckt und ein Die Grabst\u00e4tte gilt als \u00e4ltestes bekanntes Zeugnis kirchlicher Baukunst in der <a href=\"https:\/\/www.wikiwand.com\/de\/Pfalz_(Region)\">Pfalz<\/a>.<sup><\/sup><sup><\/sup>Teil der Gebeine von Insbruck zur\u00fcck. Sie werden heute in Hornbach, Speyer und Pirmasens aufbewahrt.<\/p>\n<p>1957 wurde \u00fcber dem Grab eine Kapelle errichtet. Die Grabst\u00e4tte gilt als \u00e4ltestes bekanntes Zeugnis kirchlicher Baukunst in der Pfalz.<sup><\/sup><sup><\/sup><\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"Thumb image\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/b\/b8\/Hornbacher_Sakramentar_fol._8v.jpg\/640px-Hornbacher_Sakramentar_fol._8v.jpg\" width=\"640\" height=\"940\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Das letzte Kloster das der Wanderbischof Pirmin gr\u00fcndete war 742 das&nbsp; Kloster Hornbach, an der Grenze von Rheinland-Pfalz und Saarland 11 Kilometer von Zweibr\u00fccken entfernt. Pirmin wird in den Legenden als Westgote, Iroschotte oder als von romanischer Herkunft bezeichnet. Er wurde um 690 geboren und es werden verschiedene Geburtsorte genannt. Einmal [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3305","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kloster-in-rheinland-pfalz"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3305","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3305"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3305\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3306,"href":"https:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3305\/revisions\/3306"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3305"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3305"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3305"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}