{"id":3290,"date":"2023-10-29T15:28:06","date_gmt":"2023-10-29T15:28:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/?p=3290"},"modified":"2024-09-11T12:01:28","modified_gmt":"2024-09-11T12:01:28","slug":"zisterzienserkloster-morimond","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/?p=3290","title":{"rendered":"Zisterzienserkloster Morimond"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"Reste der Abteikirche\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/6\/6c\/Vestige_eglise_Morimond.jpg\/250px-Vestige_eglise_Morimond.jpg\" width=\"250\" height=\"375\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <\/p>\n<p>Kloster Morimond war die letzte der vier Tochtergr\u00fcndungen des 1098&nbsp;&nbsp;&nbsp; von Robert von Molesme ( *um 1028-17. April 1111) in Citeaux in Burgund gegr\u00fcndeten Klosters. Es war damit eine der vier Primarabteien von Citeaux.<\/p>\n<p>Morimond lag wie Clairvaux und Molesme in der Di\u00f6zese Langres. In Langres war war Bischof Josserand&nbsp; de&nbsp; Brancion&nbsp; (1113-1125) Oberhirte. Josserand stammte aus der Adelsfamilie von Brancion, deren m\u00e4nnliche Mitglieder \u00fcber&nbsp; Generationen den Beinamen <\/p>\n<p>Le Gros, also der Gro\u00dfe f\u00fchrten, also durchaus bedeutend waren.<\/p>\n<p>In der Di\u00f6zese lagen Molesme, Clairvaux und Morimond. Bischof Josserand&nbsp; f\u00f6rderte diese<\/p>\n<p>ersten Zisterzienserkl\u00f6ster und nahm somit auch eine wichtige Stellung in der Fr\u00fchgeschichte des Ordens ein.<\/p>\n<p>Morimond war die vierte Tochtergr\u00fcndung von Citeaux. Sie fand wohl um 1117 statt. Den n\u00f6tigen Grundbesitz stiftete der Adlige Ulrich von Aigremont und seine Ehefrau Adeline.<\/p>\n<p>Das Stifterpaar war mit Bernhard von Clairvaux verwandt, ebenso wie der Lehensherr Ulrich von Aigremont&nbsp; Simon II. von Clefmont, Graf von Bassigny.<\/p>\n<p>Das zeigt, dass die Familie Bernhards nicht nur bei der Gr\u00fcndung des Klosters Clairvaux eine wichtige Rolle spielte, sondern dass ihr Netzwerk auch bei der Gr\u00fcndung von Kloster Morimond<\/p>\n<p>mitwirkte. Die Stifterfamilie f\u00fcr Morimond f\u00f6rderte zun\u00e4chst die Klosterbildung durch einen M\u00f6nch Johannes. Dieser Plan scheiterte aber. Auf Rat von Bischof Josserand&nbsp; von Langres \u00fcbertrug<\/p>\n<p>die Stifterfamilie den gesamten Besitz auf den Abt Stephan Harding von Citeaux. Zu diesem Zweck reiste Abt Stephan extra nach Morimond.<\/p>\n<p>Bevor ich auf Kloster Morimond eingehe, noch ein Blick werfen auf Robert von Molesme, Alberich von Citeaux und ersten Abt des Klosters und Stephan Harding den zweiten Abt von Citeaux und den Gr\u00fcnder von Kloster Morimond.<\/p>\n<p>Robert von Molesme wurde um 1028 als Sohn der Adligen Dietrich und Irmengard in der Champagne geboren. <\/p>\n<p>Mit 15 trat er in das Kloster Moutier-La-Celle bei Troyes ein.&nbsp; Das war ein Kloster mit 17 Prioraten nach dem Vorbild von Cluny.<\/p>\n<p>Ein Priorat war ein Kloster, das nicht Abtei war, weil der Orden keine Abteien kennt wie z. B. die Karth\u00e4user oder weil&nbsp; die rechtlichen Voraussetzungen zur Erhebung zur Abtei nicht gegeben sind (z.B. die Mitgliederzahl).<\/p>\n<p>1053 wurde er dort Prior.<\/p>\n<p>Robert strebte nach einem einfachen, zur\u00fcckgezogenen Leben in der Gemeinschaft von Br\u00fcdern unter der strikten Beobachtung der Regel des hl. Benedikt..<\/p>\n<p>Dieses Streben pr\u00e4gte sein ganzes Leben<\/p>\n<p>1068 wurde Robert&nbsp; ins Kloster Saint-Michel de Tonnere berufen und dort zum Abt gew\u00e4hlt. Das Kloster war zwar von der cluniazentischen Reform gepr\u00e4gt. Aber Robert konnte die dortigen M\u00f6nche nicht zu einer strengeren Regelobservanz<\/p>\n<p>verpflichten. Deshalb resignierte er und kehrte nach Moutier La Celle zur\u00fcck. Wenig sp\u00e4ter wurde er Prior in Saint-Ayoul de Provins einem von Moutier La Celle abh\u00e4ngigen Kloster.<\/p>\n<p>Nach 1070 verlie\u00df er sein Kloster,um in den W\u00e4ldern von Collan als Einsiedler zu leben, wo sich etwa ab1073 eine Eremitengemeinschaft unter seiner Leitung formierte. Mit dieser Gemeinschaft bezog Robert 1075 ein neues Kloster in Molesme im Bistum<br \/>Langres. Der Bischof von Langres Raynard von Bar (1065-1085) war dem Kloster wohl gesonnen und rief 1083 zu Stiftungen auf. Daraufhin erhielt das Kloster viele Zuwendungen. Der Besitz wuchs an und der reformerische Eifer lie\u00df nach.<\/p>\n<p>In Molesme war der M\u00f6nch Alberich von Citeaux (* um 1050-1109) Prior geworden. Auch er versuchte wieder eine strengere Disziplin einzuf\u00fchren. Er wurde dabei von einer Gruppe Gleichgesinnter unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>Zu ihnen z\u00e4hlte auch der aus England stammende M\u00f6nch Stephan Harding (* um 1059-1134). Er war vorher Benediktiner der Abtei Sherborne in England.<\/p>\n<p>Um 1095 versuchte Abt Robert in Molesme erneut, eine strengere Disziplin ein zuf\u00fchren.Da ihm das auf Dauer jedoch nichtgelang, verlie\u00df Robert zusammen mit Alberich, Stephan Harding und 19 weiteren M\u00f6nchen 1098 den Konvent in Molesme.<\/p>\n<p>Diese Gemeinschaft siedelte im Wald zwischen Nuits St. Georges und der Sa\u00f4ne. Dort \u00fcbernahmen dieM\u00f6nche ein Allodialgut namens C\u00eeteaux, das einem Cousin Abt Roberts<br \/>geh\u00f6rte, der es den M\u00f6nchen \u00fcberlie\u00df. Diese nannten das neue Kloster schlicht \u201eNovum Monasterium\u201d. Das neue Kloster wurde vom Bischof&nbsp; von Dijon Garnier IV. de Blaisy (ca. 1081\u2013ca. 1113) best\u00e4tigt und vom burgundischen Herzog Odo L. (* 1058-1102)<\/p>\n<p>wirtschaftlich unterst\u00fctzt und gef\u00f6rdert.<\/p>\n<p>Der Gr\u00fcndungsakt wurde am Tag des hl. Benedikt, am 21. M\u00e4rz 1098 &#8211; es war Palmsonntag -, feierlich zelebriert. <\/p>\n<p>Das Kloster Molesme verdaute den Weggang von Abt Robert und seinen Gef\u00e4hrten nicht so einfach. Es verlor an Bedeutung und vor allem auch an Zuwendungen der Adelskreise. Der neue Abt Gottfried (1098-1099) musste reagieren<\/p>\n<p>und wandte sich direkt an Papst Utban II. (1088-1099) Im April 1099 wurde eine kleine Bischofssynode in Port d\u2019Anselle einberufen. Diese entschied, dass Robert nach Molesme zur\u00fcckkehren musste.<\/p>\n<p>Den M\u00f6nchen blieb es \u00fcberlassen, ob sie mit ihm zur\u00fcckgingen oder in Citeaux blieben. Alberich und Stephan blieben mit 6 M\u00f6nchen in Citeaux. 13 M\u00f6nche&nbsp; folgten Robert nach Molesme. Er \u00fcbte dort sein Amt als Abt&nbsp; bis zu seinem Tod am 29. April 1111 weiter aus.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger in Citeaux wurde Alberich. \u00dcber seine Nationalit\u00e4t ist nichts bekannt. Aber er war wohl ein Einheimischer. Es ist auch nicht klar, ob er schon zu der Gruppe von Eremiten geh\u00f6rt hatte, aus denen dann die Klostergemeinschaft von Molesme bildete,<\/p>\n<p>oder ob er erst in Molesme ins Kloster eintrat. Aber er war sowohl in Molesme als auch in Citeaux der Prior von Abt Robert. <\/p>\n<p>Er war nach den Quellen ein Mann \u201cvon Gelehrsamkeit und ein Liebhaber der Regel\u201d<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich hatte die Abreise Roberts mit der Mehrheit der M\u00f6nche das junge Kloster empfindlich getroffen. Mit Alberich w\u00e4hlten die die in Citeaux Gebliebenen im Sommer 1099 ihren neuen Abt.<\/p>\n<p>Im \u201cExordium Parvum\u201d ist die Wahl unter Ziffer 9 geschildert: <\/p>\n<p>2&nbsp; Da nun das Kloster C\u00eeteaux keinen Hirten mehr hatte, kam die Klostergemeinde zusammen und machte in einer Wahl gem\u00e4\u00df den Vorschriften der Regel einen gewissen Bruder namens Alberich zu ihrem Vorsteher.  <\/p>\n<p>3 Er war ein gebildeter Mann, bewandert in geistlichen und weltlichen Belangen; er liebte die Regel und die Br\u00fcder.  <\/p>\n<p>4 Das Amt des Priors hatte er sowohl in Molesme als auch in dieser Gemeinschaft l\u00e4ngere Zeit inne. Auch hatte er sich lange und mit aller Kraft um die \u00dcbersiedlung der Br\u00fcder von Molesme in dieses Kloster bem\u00fcht und f\u00fcr  <\/p>\n<p>dieses Anliegen viele Schm\u00e4hungen, Kerker und Schl\u00e4ge erlitten\u201d  <\/p>\n<p>Das zeigt, dass Alberich die treibende Kraft&nbsp; bei der Umsetzung der Reform war.  <\/p>\n<p>Weitsichtig hatte er mit Hilfe des Erzbischofs von Lyon Hugo von Die(1085\u20141106), der gleichzeitig p\u00e4pstlicher Legat war, am 19. Oktober 1100 von Papst Paschalis II.(1099-1118)das Privilegium Romanum erwirkt.  <\/p>\n<p>Es best\u00e4tigte die Trennung des Novum Monasteriums von Molesme.Die G\u00fcltigkeit der gew\u00e4hlten Lebensweise wurde anerkannt. Die Freiheiten des Klosters wurden anerkannt und ihre Verletzung mit Strafe belegt.  <\/p>\n<p>Damit war die rechtliche Grundlage f\u00fcr die Zukunft des Klosters gelegt. Es konnte nun&nbsp; sicher und frei vom Druck geistlicher und weltlicher Personen leben.  <\/p>\n<p>Alberich verfasste nun die ihm zugeschriebenen \u201cInstituta Monachorum Cisterciensium de Molismo venientium.\u201d  <\/p>\n<p>Sie wohl (noch)nicht&nbsp; f\u00fcr einen europaweiten Orden gedacht sondern f\u00fcr den kleinen Kreis der M\u00f6nche in Citeaux.  <\/p>\n<p>Es ging um eine m\u00f6glichst genaue Befolgung der Regel des heiligen Benedikts,um ihre Echtheit und Reinheit, um Einfachheit und Armut im Lebensstil sowie um die kl\u00f6sterliche Abgeschiedenheit.  <\/p>\n<p>Er verfasste auch Regeln f\u00fcr die Nahrung und Kleidung. Ihm wird auch die weisse Kukulle zugeschrieben. Sie sollte Ausdruck der Reinheit, Einfachheit und Armut sein.  <\/p>\n<p>Sie war aus ungef\u00e4rbter Schafwolle und damit billig im Gegensatz zum teuren gef\u00e4rbten Stoff der Benediktiner und damit auch ein bewusstes Abgrenzen zu Molesme.  <\/p>\n<p>Es war auch die Ordenskleidung anderer Reformbewegungen wie z. B. der Karth\u00e4user. Mit diesen identifizierte man sich.  <\/p>\n<p>Alberich nahm Laienbr\u00fcder, die Konversen in den Orden auf. Die Konversen waren keine Chorm\u00f6nche, nahmen nicht am Chorgebet teil,<br \/>sondern verrichteten in einem eigens f\u00fcr sie abgetrennten Teil der Klosterkirche morgens und abends ihr Gebet, nahmen ihre Mahlzeiten in<br \/>einem eigens f\u00fcr die errichteten Speisesaal ein und schliefen in einem ihnen vorbehaltenen eigenen Dormitorium. Ihre Zahl stieg im Lauf des 12.<br \/>Jahrhunderts stetig an; man wei\u00df, dass um die Jahrhundertmitte in Pontigny etwa 300 Konversen lebten. Ihre Aufgabe bestand in der<br \/>Unterst\u00fctzung der M\u00f6nche, die \u2013 im Unterschied zum cluniazensischen M\u00f6nchtum und durchaus in Abweichung der zeitgen\u00f6ssischen<br \/>gesellschaftlichen Konvention\u2013 die von der Benediktsregel geforderte Handarbeit wieder zum Bestandteil ihres t\u00e4glichen Lebens gemacht hatten.  <\/p>\n<p>Er war der erste Organisator des Zisterzienserordens.  <\/p>\n<p>Wichtig war auch, dass die geistlichen und weltlichen F\u00f6rderer des Klosters ihre Unterst\u00fctzung nicht einstellten sondern sogar noch steigerten. Das belegt auch die Beisetzung des burgundischen Herzogs Odo I. im Kloster Citeaux.  <\/p>\n<p>Die Krise von 1099 war so schnell \u00fcberwunden.  <\/p>\n<p>Das Kloster war im Wachsen begriffen und&nbsp; musste um 1100\/1101 wegen Wassermangels verlegt werden. Es wurde zwar in noch gr\u00f6\u00dfere Einsamkeit verlegt. Aber es wurden keine Blockh\u00fctten mehr gebaut.  <\/p>\n<p>Alberich verwandelte eine Einsiedelei in eine regelrechte Abtei. 1106 weihte der Di\u00f6zesanbischof Walter I. (1080-1121) von Chalon-sur-Sa\u00f4ne eine steinerne Kirche in Citeaux.  <\/p>\n<p>Bei Alberichs Tod 1109 bestand der Konvent aus 22 M\u00f6nchen.  <\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Stephan Harding. Er ist in Merriott in Dorset in England als Sohn eines angels\u00e4chsischen Adeligen&nbsp; geboren. 1069 trat er sehr jung in das Benediktinerkloster Sherborne in Dorsetshire ein.  <\/p>\n<p>Der normannische Druck auf die englischen Kl\u00f6ster und sein Wissensdrang veranlassen ihn, das Kloster bald zu verlassen.  <\/p>\n<p>\u00dcber Schottland und Irland kommt er nach Frankreich. Dort studierte er an den Domschulen von Reims, Laon und Paris. Die franz\u00f6sischen Schulen waren damals die renommiertesten der Welt.  <\/p>\n<p>Seinen Lebensunterhalt verdiente er sich als Kopist und Buchmaler. In Burgund schlie\u00dft er sich einem Landsmann namens Peter an. Sie machten eine Pilgerfahrt nach Rom, wanderten dabei durch Oberitalien  <\/p>\n<p>und lernten&nbsp; auf diesem Weg die Reformkl\u00f6ster Vallumbrosa und Camaldoli kennen. Vallumbrosa wurde 1039 als Eremitengemeinschaft von dem Benediktiner Giovanni Gualberto (um 995-1073) gegr\u00fcndet. Daraus wurde eine  <\/p>\n<p>Kongregation von mehreren Kl\u00f6stern. In diesem Klosterverband ist die Praxis eines gemeinsamen Kapitels&nbsp; von verschiedenen&nbsp; Kl\u00f6stern schon im sp\u00e4teren 11. Jahrhundert bezeugt.  <\/p>\n<p>Camaldoli wurde zu Beginn des 11. Jahrhunderts von Romuald von Camaldoli (um 952-1027) gegr\u00fcndet. Daraus entwickelte sich der Orden der Kamaldulenser.  <\/p>\n<p>Beide Klosterverb\u00e4nde inspirierten sp\u00e4ter Stephan Harding. Die&nbsp; Idee eines gemeinsamen Kapitels k\u00f6nnte er von seinem Aufenthalt in Vallumbrosa um 1086\/1087 mitgebracht haben.  <\/p>\n<p>Peter und Stephan kehrten nach Burgund zur\u00fcck und traten ins Kloster Molesme ein. Dort wurde Stephan Sekret\u00e4r von Abt Robert.  <\/p>\n<p>In Citeaux wurde Stephan nach der Wahl Alberichs zum Abt Prior. Er hat wahrscheinlich auch im Skriptorium mitgearbeitet. Er f\u00f6rderte die Arbeiten des Skriptoriums, dessen Buchmalereien zu den sch\u00f6nsten seiner Zeit geh\u00f6rten.  <\/p>\n<p>Stephan hatte sich schon einen Ruf gemacht durch Diskussionen mit Rabbinern um den richtigen Text des Alten Testaments und durch die Heranziehung der Mail\u00e4nder Hymnen\u00fcberlieferung.  <\/p>\n<p>Im Skriptorium im Neuen Kloster wurde die Bibel abgeschrieben. Dort wurde der Text der Vulgata mit hebr\u00e4ischen und aram\u00e4ischen Texten verglichen.  <\/p>\n<p>Stephan ging es immer um die Echtheit und Authentizit\u00e4t. So wurde jemand nach Metz geschickt,wo man die authentischsten \u00dcberlieferungen des Gregorianischen Gesanges zu finden glaubte und nach Mailand, um festzustellen, welche Hymnen<br \/>man wirklich dem hl. Ambrosius zuschreibt und sie mit Sicherheit benutzen konnte, wo der heilige Benedikt ambrosianische Hymnen vorschrieb.  <\/p>\n<p>Das Aufsuchen alter Handschriften wurde vor allem vom Kloster Morimond gepflegt. Die Schreibm\u00f6nche standen unter Aufsicht eines Meisters magister scriptorum.  <\/p>\n<p>Sie hatten Privilegien. Sie mussten nur zur Zeit des M\u00e4hens und der Ernte aufs Feld. Sie durften mehrere B\u00fccher gleichzeitig haben. Sie durften in die K\u00fcche gehen, um ihre Schreibtafeln zu gl\u00e4tten,  <\/p>\n<p>Wachs zu schmelzen und das Pergament zu trocknen.  <\/p>\n<p>Das Generalkapitel ordnete 1134 an, dass die Buchstaben einfach, ohne Ausmalung und nur in einer einzigen Farbe waren. Erst sp\u00e4ter kamen Arabesken und Ausmalung dazu.  <\/p>\n<p>Wie prachtvoll das war, zeigt ein Missale aus dem 14. Jahrhundert, das sich in der Bibliothek von Chaumont befindet. (Dubois S. 260)  <\/p>\n<p>Nach Alberichs Tod wurde Stephan Harding in Abwesenheit&nbsp; zum Abt gew\u00e4hlt. Er war nicht im Kloster, aber er nahm die Wahl an.  <\/p>\n<p>Stephan hatte eine enorme Aussenwirkung, was sich sowohl im Wachsen des Spendenaufkommens als in der Zunahme des Konvents zeigte. Er traf den<br \/>f\u00fcr die Zukunft des Ordens wichtigen Entschluss, Stiftungen und Schenkungen geistlicher und weltlicher W\u00fcrdentr\u00e4ger anzunehmen.  <\/p>\n<p>Er war rigoros sowohl G\u00f6nnern gegen\u00fcber als auch seinem Konvent.  <\/p>\n<p>Und er war zu keinen Konzessionen bereit, wenn es um die Einsamkeit ging. So brachte er den burgundischen Herzog Hugo II. (* 1084; \u2020 1143) dazu,  <\/p>\n<p>nach der Jagd in den Forsten von Citeaux auf das anschlie\u00dfende Hofhalten im Kloster zu verzichten, um die kl\u00f6sterliche Abgeschiedenheit zu sch\u00fctzen.  <\/p>\n<p>Robert und Alberich hatte das auch sehr gest\u00f6rt. Sie hatten aber nichts dagegen unternommen, weil es einfach \u00fcblich war.  <\/p>\n<p>Srephan scheint auch sehr diplomatisch gewesen zu&nbsp; sein. Der Herzog respektierte die Bitte, ohne dass daraus ein Zerw\u00fcrfnis entstanden w\u00e4re.  <\/p>\n<p>Der Bruder des Herzogs&nbsp; Heinrich (* 1087; \u2020 9. M\u00e4rz 1131) trat in Citeaux ins Kloster ein.  <\/p>\n<p>Der Konvent wuchs zwischen 1109 und 1113 so schnell, dass Stephan an die Gr\u00fcndung eines Tochterklosters denken musste. Graf Guy von Chalon hatte in den W\u00e4ldern von Bragne sur la Gros  <\/p>\n<p>Besitzungen, die er zur Gr\u00fcndung eines Klosters zur Verf\u00fcgung stellte.  <\/p>\n<p>Als Gr\u00fcndungsabt berief Stephan den Konventualen Philibert, der vermutlich noch aus der Zeit von Molesme stammte.  <\/p>\n<p>Der Name der ersten Tochterabtei war programmatisch \u2013 \u201cFirmitas\u201d (La Fert\u00e9) Er brachte die sorgsame Bewahrung der im Mutterkloster&nbsp; vorgelebten Strenge zum Ausdruck.  <\/p>\n<p>Am 20. Mai 1113 wurde dort in Anwesenheit des Ortsbischofs und alten F\u00f6rderer des Neuklosters Walter von Chalon sowie Bischofs Josserand von Langres ein erstes Oratorium der Gottesmutter geweiht.  <\/p>\n<p>Die Beibehaltung des Marienpatroziniums sollte die geistliche Einheit mi dem Mutterkloster unterstreichen. Diese Praxis wurde von allen sp\u00e4teren Gr\u00fcndungen \u00fcbernommen.  <\/p>\n<p>Abt Stephan schwebte eine enge Verbindung der beiden Konvente vor.  <\/p>\n<p>Ein weiterer Wendepunkt war der Eintritt von Bernhard von Clairvaux ins Kloster Citeaux dar. Er trat mit 30 Verwandten und Gefolgsleuten ein.  <\/p>\n<p>Die n\u00e4chsten Gr\u00fcndungen folgten nun Schlag auf Schlag. Nun bestand Regelungsbedarf f\u00fcr den entstehenden Klosterverbund. Das Privilegium Romanum von 1100 hatte dem Neukloster  <\/p>\n<p>weitreichende Aufsichts-und Weiherechte gegen\u00fcber Neugr\u00fcndungen einger\u00e4umt. Sollte die Strenge und Einheitlichkeit der Lebensform auch in Neugr\u00fcndungen gewahrt werden, war die  <\/p>\n<p>Einbindung des Ortsbischofs unverzichtbar. Es gab wohl schon 1114 eine erste Fassung der Charta Caritatis. Diese sowie eine&nbsp; Sammlung fr\u00fcherer Generalkapitelsbeschl\u00fcsse. Beide sehen die  <\/p>\n<p>ausf\u00fchrliche Beratung mit dem Ortsbischof als Bedingung f\u00fcr eine Neugr\u00fcndung vor.  <\/p>\n<p>Die Charta caritatis anerkannte die Autonomie der einzelnen Kl\u00f6ster. Die unantastbare Autorit\u00e4t des Abtes wurde respektiert. Gleichzeitig verband ihn aber die gemeinsame Sorge mit den anderen \u00c4bten,  <\/p>\n<p>die Bande der christlichen N\u00e4chstenliebe und der monastischen Disziplin zwischen ihren Kl\u00f6stern aufrecht zu erhalten. Die Carta verbot den \u00c4bten des Mutterklosters, ihren Filialen irgendwelcher Art von Abgaben <\/p>\n<p>aufzuerlegen, wie das in anderen hierarchisch organisierten Klosterverb\u00e4nden \u00fcblich war. Zentral war die Forderung, dass die Benediktregel so beobachtet wird, wie sie im Neukloster (dann Citeaux) beobachtet wird.  <\/p>\n<p>Die Charta war die Verfassung des Ordens. Die Kl\u00f6ster waren in einem ausgewogenen Verh\u00e4ltnis von Abh\u00e4ngigkeit und Selbstst\u00e4ndigkeit mit einander&nbsp; verbunden.  <\/p>\n<p>Ein wichtiges Merkmal war, der Klosterverband war horizontal strukturiert. Das Generalkapitel als Versammlung aller \u00c4bte war das wichtigste Entscheidungsorgan des Verbandes.&nbsp; Urspr\u00fcnglich waren alle \u00c4bte zur Teilnahme am  <\/p>\n<p>Generalkapitel verpflichtet. Nur Krankheit oder Abnahme einer Profess galten als Entschuldigung. Das \u00e4nderte sich erst gegen Ende des 12., als die Anreisewege immer weiter wurden und es so immer wieder einige Ausnahmen gab. <\/p>\n<p>Das benediktinische Prinzip der Abtsherrschaft \u00fcber sein Kloster blieb erhalten. Aber die \u00c4bte der Mutterkl\u00f6ster hatten mit ihren regelm\u00e4\u00dfigen Visitationen in den Tochterkl\u00f6stern besondere Vollmachten. So sollte die strenge Regelbefolgung und die Einheit mit dem Mutterkloster gesichert werden.  <\/p>\n<p>Die Charta wurde immer wieder \u00fcberarbeitet und aktualisiert. Die Beschl\u00fcsse des Generalkapitels bildeten ein kontinuierlich anwachsenden Bestand neuer Regelungen, die als systematische Rechtsb\u00fccher gesammelt wurden.  <\/p>\n<p>Die Kl\u00f6ster untereinander hatten eine effizient organisierte Kommunikation. Sie waren Verfechter der Schriftlichkeit. Nur so lie\u00df sich Regelhaftes und Normatives g\u00fcltig verbreiten und eben auch bewahren.  <\/p>\n<p>Die Buchschrift der Zisterzienser war schmucklos und pr\u00e4zise.&nbsp; Bernhard von Clairvaux setzte sich in seinen letzten Lebensjahren entschieden f\u00fcr eine ganz einfache Ausstattung der Ordensb\u00fccher ein.  <\/p>\n<p>Als sich Papst Calixt II. (1119-1124) in Saulieu im Departement C\u00f4tte d\u2019Or aufhielt, nutzte Abt Stephan die Gelegenheit und legte dort dem Papst die neuen Satzungen des Klosterverbands zur Best\u00e4tigung vor.  <\/p>\n<p>Dies geschah in der Bulle \u201c Ad hoc in Apostolicae sedis\u201d vom 23.12.1119.  <\/p>\n<p>Eine \u00fcberarbeitet Fassung der Charta in der um 1130\/35 im Codex von Trient diente den Regularkanonikern von Arrouaise, einem Klosterverband von Augustinerchorherren und Pr\u00e9montre, den sp\u00e4teren Pr\u00e4monstratensern,  <\/p>\n<p>als Grundlage ihrer ersten Ordensstatuten.  <\/p>\n<p>Als Papst Calixt II. die Carta best\u00e4tigte, war der Verband schon auf 12 Kl\u00f6ster angewachsen.  <\/p>\n<p>Auf die Gr\u00fcndung von La Fert\u00e9 folgten bald Pontigny 1114 mit dem ersten Abt Hugo von M\u00e2con (* um 1085-1151)und Clairvaux 1115 mit Bernhard (* um 1090-1153).F\u00fcr Morimond mit dem 1. Abt Arnaud I.( Amtszeit1115\u20131126 )<\/p>\n<p>wird oft 1115 genannt. Neuere Forschungen nehmen aber eher 1117 als Gr\u00fcndungsjahr an.<\/p>\n<p>Das erste zisterziensische Frauenkloster Le Tart &#8211; das heutige Tart-l&#8217;Abbaye im Jahr 1125, geht auf Stephan Harding&nbsp; zur\u00fcck. <\/p>\n<p>1133 trat er fast erblindet zur\u00fcck. ZU seinem Nachfolger wurde Guy de Trois-Fontaines (1133\u20131134 ) gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Stephan Harding starb am 28. M\u00e4rz 1134 in Citeaux. In seinem Todesjahr z\u00e4hlte der Orden schon 77 Kl\u00f6ster.<\/p>\n<p>Was machte den enormen Erfolg der Zisterziernser aus?<\/p>\n<p>Die neue Gemeinschaft&nbsp; ruhte in einem etablierten Normensystem, n\u00e4mlich der Benediktinerregel. Auf dieser Basis wurde ein innovatives Organisationssystem geschaffen.<\/p>\n<p>Es war genossenschaftlich organisiert. Es war flexibel genug, sich neuen Anforderungen anzupassen.<\/p>\n<p>In den deutschen Reichslanden waren es vor allem die Staufer, die sich den&nbsp; Zisterziensern zuwandten. Einerseits mehrte sie deren Ausstattung und verliehen ihnen weitgehende Rechte. Andrerseits setzten sie sie aber auch ein,<\/p>\n<p>um ihre eigenen politischen Ziele zu verfolgen. Das Ziel war, staufisches Haus-und Reichsgut auszubauen.<\/p>\n<p>Da die Zisterzienser ausgerichtet waren. Die Handarbeit war ein wesentlicher Teil des m\u00f6nchischen Lebens. Sie sorgten f\u00fcr die Kultivierung ungerodeter Landstriche. Dazu kommt, dass sie durchaus spezialisiert waren.<\/p>\n<p>Sie kannten sich aus in der Wasserwirtschaft, bauten M\u00fchlen, sorgten f\u00fcr Teichwirtschaft und Fischzucht. Die Gegend um Waldsassen profitiert noch heute von den Fischteichen der Zisterzienser.<\/p>\n<p>Sie kannten sich aus im Weinbau, f\u00fchrten&nbsp; ihre Reben aus Burgund ein und brachten neue Weinbergtechniken ins Land, man denke an den Terassenweinbau um Kloster Maulbronn. Kloster Eberbach war praktisch der <\/p>\n<p>gr\u00f6\u00dfte Weinproduzent im Mittelalter in Deutschland. Das alles machte sie nat\u00fcrlich f\u00fcr die deutschen&nbsp; Grundherren&nbsp; hochinteressant und sie genossen einen ausgezeichneten Ruf.<\/p>\n<p>Zum Beispiel hat Herzog Ludwig der Strenge f\u00fcr seine Gr\u00fcndung F\u00fcrstenzell, das ja als S\u00fchneleistung ins Leben gerufen worden war, Zisterzienser zu Klostergr\u00fcndung gerufen obwohl der Papst ihm vor gegeben hatte, Karth\u00e4userm\u00f6nche zur Klostergr\u00fcndung zu berufen.<\/p>\n<p>(siehe Mei B\u00fcchle, die entsprechenden Kl\u00f6ster).<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"https:\/\/abteioberschoenenfeld.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Maigrauge__299_-4.jpg\" width=\"711\" height=\"601\"><\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Kloster Morimond<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Kloster Morimond, die letzte der 4 Primarabteien Citeauxs wurde zur wichtigsten Mutterabtei f\u00fcr die zisterziensische Expansion in Deutschland.Verst\u00e4rkt wurde das noch durch die Enkeltochter Lucelle (L\u00fctzel) im Elsass, unmittelbar an der Schweizer<\/p>\n<p>Grenze gelegen. L\u00fctzel war ebenfalls Mutterabtei vieler Kl\u00f6ster vor allem in S\u00fcddeutschland, z. B. Kloster Salem. Kloster Kamp (1123) war die erste Zisterziensergr\u00fcndung in Deutschland. Von Kamp gingen 15 Tochtergr\u00fcndungen aus.<\/p>\n<p>Ebrach in Franken folgte 1127 und hatte 9 Tochtergr\u00fcndungen.<\/p>\n<p>Wohl 1117 schickte Abt Stephan Harding den M\u00f6nch Arnold ins heutige&nbsp;&nbsp; Parnoy-en-Bassigny im D\u00e9partement Haute-Marne&nbsp;&nbsp; um dort das Kloster Morimond zu gr\u00fcnden. Morimond&nbsp; kommt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie <\/p>\n<p>\u201cStirb der Welt\u201d. Wer also in diese Abtei eintrat, soll dem irdischen Dasein entsagen, ein \u00e4hnlich programmatischer Name wie der Name der ersten Gr\u00fcndung von Abt Stephan La Fert\u00e9, also Firmitas, was sich auf die Bewahrung der im Mutterkloster gelebten Strenge bezog.<\/p>\n<p>Arnold war wahrscheinlich der leibliche Bruder des K\u00f6lner Erzbischofs Friedrich I., von Schwarzenburg (1100 \u20131131 )Ein weiterer Bruder Friedrichs war Heinrich, der als einfacher M\u00f6nch in Morimond lebte. In Absprache mit dem K\u00f6lner Bischof<\/p>\n<p>bestimmte Bernhard von Clairvaux Heinrich als Abt von Kloster Kloster Kamp, 1123 als Kloster Altenkamp gegr\u00fcndet.<\/p>\n<p>F\u00f6rderer des Klosters war Odelric d&#8217;Aigremont und seine Frau Adeline de Choiseul .Sie stifteten die notwendigen G\u00fcter. Allerdings war nicht die gesamte Familie damit einverstanden.Nach dem Tod Odelrics forderte sein \u00e4ltester Sohn die G\u00fcter zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Er drohte, diese n\u00f6tigenfalls mit Gewalt zur\u00fcckzuholen. Dazu kam, dass Arnold wohl auch Disziplinschwierigkeiten in seinem Konvent hatte (Abb\u00e9 Dubois, Geschichte der Abtei Morimond, M\u00fcnchen 1885, S.33 f.)<\/p>\n<p>Nach 1120 entschloss sich Abt Arnold zum R\u00fccktritt und mit einigen Mitbr\u00fcdern zu einer Wallfahrt nach Jerusalem, wo er ein Kloster gr\u00fcnden wollte. Selbst eine Intervention beim Papst durch Bernhard brachte Arnold nicht dazu,<\/p>\n<p>auf seinen Abtsstuhl nach Morimond zur\u00fcckzukehren.Vor dem geplanten Aufbruch ins Heilige Land gingen Arnold, Eberhard und Adam in die Di\u00f6zese K\u00f6ln, wahrscheinlich nach K\u00f6ln selbst, wo sie ja an der Domschule ausgebildet worden waren.<\/p>\n<p>Bernhard schrieb an&nbsp; Bruno II.(1131-1137) von K\u00f6ln, den er kurz zuvor in Reims kennengelernt hatte und wo dieser studierte. <\/p>\n<p>In diesem Brief nennt Bernhard drei Namen von M\u00f6nchen, die Arnold gefolgt waren und zwar Eberhard, Konrad und Adam. Eberhard war ein Bruder Brunos, beide S\u00f6hne des Grafen Adolf I. von Berg *um 1045-1106).<\/p>\n<p>Eberhard hatte Pilgerreisen nach Rom und Santiago des Compostela unternommen. Danach lebt er&nbsp; auf einer Grangie von Morimond, wurde dann dort M\u00f6nch und sp\u00e4ter Abt des Klosters Georgenthals in Th\u00fcringen. Das Kloster wurde 1143&nbsp; gegr\u00fcndet 1143.Der Gr\u00fcndungskonvent<\/p>\n<p>kam aus Morimond, mit dabei Eberhard von Berg. Dieser wird der erste Abt von Georgenthal. (H. Stiehler, Kloster und Ort Georgenthal, Gotha 1891, S. 11)<\/p>\n<p>Konrad war der Bruder Heinrichs des Stolzen (1126-1138) des Herzogs von Bayern und Onkel von Heinrich dem L\u00f6wen (+ 1195).Er war f\u00fcr die geistliche Laufbahn bestimmt.Er war an der K\u00f6lner Domschule ausgebildet worden.<\/p>\n<p>Dort zog ihn Arnold wohl gegen den Willen der Welfenfamilie ab. Er trat vor 1124 ins Kloster Morimond ein.&nbsp; M\u00f6glicherweise als einziger von denen mit Arnold Kloster Morimond verlassen hatten, erreichte er tats\u00e4chlich das Heilige Land.<\/p>\n<p>Dort lebte er kurze Zeit als Helfer eines Eremiten. Da zwang in Krankheit zur R\u00fcckreise. Er starb&nbsp; 1126 in der N\u00e4he von Bari.<\/p>\n<p>Adam stammte aus K\u00f6ln. Er kannte auch Bruno. Er war erst im Benediktinerkloster Marmoutier im Elsass. Von dort ging er in das Zisterzienserkloster Foigny, das dritte 1121 gegr\u00fcndete Tochterkloster von Clairvaux im heutigen D\u00e9partement Aisne.<\/p>\n<p>Von dort ging er weiter nach Morimond.<\/p>\n<p>Arnold starb am 3. Januar 1125 in Flandern.<\/p>\n<p>Bernhard schrieb zwei mal an Adam, einmal vor Arnolds Tod und einmal danach. Er forderte Adam zur R\u00fcckkehr auf und nahm zuversichtlich an, dass die restlichen M\u00f6nche, die Morimond verlassen hatten, ihm folgen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Das zeigt auch, dass Bernhard von Adams F\u00fchrungsbegabung \u00fcberzeugt war. So verwundert es nicht, dass Adam nur ein Jahr sp\u00e4ter als Gr\u00fcndungsabt nach Ebrach entsandt wurde.<\/p>\n<p>Der Auszug Abt Arnolds aus Morimond war die erste Krise des noch jungen Klosterverbands.<\/p>\n<p>Stephan Harding und Bernhard von Clairvaux l\u00f6sten die Vakanz in Morimond dadurch, dass sie den bisherigen Prior&nbsp; von Clairvaux Walter&nbsp; nach Morimond bestellten.<\/p>\n<p>Walter war dem jungen Abt Bernhard als Prior in Clairvaux zur Seite gestellt worden. Da Bernhard viel auf Reisen war, auch zeitweilig krank, trug Walter in Clairvaux viel Verantwortung und wurde zwangsweise mit der Leitung eines Klosters vertraut gemacht.<\/p>\n<p>Unter Abt Walter erlebte Kloster Morimond einen enormen Aufschwung.Damals wurden folgende Abteien von Morimond aus besiedelt: Ebrach in Franken (1127), Beaupr\u00e9 in Lothringen (1130), Theuley in der Franche-Comt\u00e9 (1130), Clairefontaine in der Franche-Comt\u00e9 (1132), Bithaine in der Franche-Comt\u00e9 (1133), Altenberg im Bergischen Land (1133), Heiligenkreuz in Nieder\u00f6sterreich (1133), Villers-Bettnach in Lothringen (1134), Morimondo in der Lombardei (1134), Bonnefont in den Midi-Pyr\u00e9n\u00e9es (1137), Aiguebelle in den Rh\u00f4ne-Alpes (1137), L\u2019Escaladieu in den Midi-Pyr\u00e9n\u00e9es (1137) und Berdoues in den Midi-Pyr\u00e9n\u00e9es (1137). <\/p>\n<p>Zwei Klostereintritte unter Abt Walter erregten damals Aufsehen. Der Herzogssohn Heinrich von K\u00e4rnten und der Babenberger Otto der sp\u00e4tere Otto von Freising traten ins Kloster Morimond ein.<\/p>\n<p>Heinrich war der Sohn von Herzog Engelbert II.(+ 1141)l Er war mit Otto von Freising nach Morimond gekommen und mit ihm zusammen ins Kloster eingetreten. Er wurde 1134 als Gr\u00fcndungsabt nach Villers- Bettnach im heutigen D\u00e9partement Moselle geschickt worden.<\/p>\n<p>Villers- Bettnach&nbsp; war die 7. Tochter von Kloster Morimond. Abt Heinrich wurde 1145(-1169 )Bischof von Troyes.<\/p>\n<p>Otto wurde 1112\/1113 wahrscheinlich&nbsp; in&nbsp; Kloster Neuburg geboren. Er war der der f\u00fcnfte Sohn des \u00f6sterreichischen Markgrafen Leopold III. von Babenberg (1073-1136) und der Agnes von Waiblingen(* 1072-1143).<\/p>\n<p>Agnes war die Tochter von Kaiser Heinrich IV. Agnes war in erster Ehe mit Herzog Friedrich I.(um 1050-1105)&nbsp; von Schwaben verheiratet. Durch seine Mutter Agnes war Otto der Enkelsohn Kaiser Heinrichs IV., der Onkel Kaiser Heinrichs V., der Halbbruder K\u00f6nig Konrads III. <\/p>\n<p>und der Neffe Kaiser Friedrich Barbarossas. Die Imperatrix Mathilde, die Tochter K\u00f6nig Heinrichs I. von England war seine Tante.<\/p>\n<p>Markgraf Leopold bestimmte Otto f\u00fcr den geistlichen Stand. 1114 hatten Leopold und seine Frau Agnes das S\u00e4kularkanonikerstift Klosterneuburg gestiftet. 1126 berief er Otto zum 2. Propst von&nbsp; Klosterneuburg, wobei dieser seine Aufgaben als Propst Vikaren \u00fcbertragen konnte.<\/p>\n<p>Die Eltern Ottos wollten ihn im Reichsepiskopat unterbringen. Dazu brauchte es neben der hochadeligen Herkunft Studien und zwar an einem renommierte Studienort, der f\u00fcr die Qualit\u00e4t seiner Lehrer bekannt war.<\/p>\n<p>So wurde Otto in einem Gefolge von jungen Adeligen&nbsp; nach Paris geschickt.Er erhielt dort eine ausgezeichnete Schulung der aristotelischen Philosophie und fr\u00fchscholastischen Theologie. Er war h\u00f6chstwahrscheinlich auch Sch\u00fcler bei den Augustiner-Chorherren von Sankt Viktor. <\/p>\n<p>Dort hatte auch Wilhelm von Champeaux gelehrt, vor er 1113 Bischof von Ch\u00e2lons-en-Champagne wurde. Er hatte in Sankt Viktor einen Dialektiklehrstuhl. Er war mit Bernhard von Clairvaux befreundet und soll noch acht Tage vor seinem Tod&nbsp; als<\/p>\n<p>Monachus ad succurrendum in den Zisterzienserorden eingetreten sein. Das war jemand, der an der Schwelle des Todes stand und M\u00f6nchsgew\u00e4nder angelegt bekam, um in die F\u00fcrbitten der M\u00f6nche mit einbezogen zu werden.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger in St. Victor war Hugo von&nbsp; St. Viktor (*um 1097-1141). Er wurde um 1133 Leitet der Schule von Sankt Viktor. Er korrespondierte auch mit Bernhard von Clairvaux. Hugo bezog sich mehrfach<\/p>\n<p>auf Bernhards Werke uns kannte ihn wohl auch pers\u00f6nlich.<\/p>\n<p>Auf dem Heimweg von Paris kam eine Gesellschaft deutscher Scholaren nach Morimond. Das lag nicht auf dem direkten Weg und es ist anzunehmen, dass Morimond bewusst aufgesucht wurde.<\/p>\n<p>Im Konvent von Morimond gab es auffallend viele Deutsche. Otto befand sich so in einem vertrauten Milieu, in einem Kreis von adligen und hochadligen Intellektuellen, viele miteinander versippt.<\/p>\n<p>Otto und der Kreis mit dem er nach Morimond reiste, war sicher \u00fcber das Kloster informiert und es muss ihm wohl schon seit seinem Pariser Aufenthalt gut kennen gelernt.<\/p>\n<p>Otto setzte seinen Weg nicht fort, sondern trat mit 15 Seiner Gef\u00e4hrten in das Kloster Morimond ein.<\/p>\n<p>1133 \u00fcbergab&nbsp; Markgraf Leopold&nbsp; das Stift Kloster Neuburg, in dem er Otto 1126 als Propst eingesetzt hatte, den Augustinerchorherren. Als erster Propst dieser in Kloster Neuburg neuen Gemeinschaft wurde<\/p>\n<p>der selige Hartmann (* 1090\/1091-1164) eingesetzt Das bedeutet wohl auch, dass die Pl\u00e4ne Leopolds f\u00fcr einen eigenen Bischofssitz Ottos&nbsp; aufgrund des Widerstandes der Bisch\u00f6fe von Passau, Salzburg und Gurk gescheitert waren. <\/p>\n<p>Wohl auf Betreiben Ottos im selben Jahr setzte Markgraf Leopold III. die ersten Schritte zur Gr\u00fcndung und Besiedelung der Zisterzienserabtei Heiligenkreuz durch Morimond durch. <\/p>\n<p>Abt Walter starb nach seiner fruchtbaren Regierungszeit 1138. Die M\u00f6nche w\u00e4hlten ihn einstimmig zum 3. Abt von Morimond.<\/p>\n<p>Der Einfluss Konrads III. sorgte wahrscheinlich daf\u00fcr, dass&nbsp; Otto kurz nach seiner Wahl zum Abt auch auf den Bischofsstuhl von Freising berufen wurde. Er war da erst 26.<\/p>\n<p>Er konzentrierte sich wohl&nbsp; auf sein Amt als Bischof. Er trug aber weiterhin den Zisterzienserhabit und nahm regelm\u00e4\u00dfig an den Generalkapiteln teil.<\/p>\n<p>Den Besitz des&nbsp; Bischofsstuhl und seine Rechte lie\u00df er von Papst und Kaiser best\u00e4tigen<\/p>\n<p>Als Bischof&nbsp; leitete er Massnahmen ein,&nbsp; um das intellektuelle und geistliche Niveau des Klerus zu heben und eine moralische und religi\u00f6se Erneuerung seiner Di\u00f6zese einzuleiten. Er reformierte die Freisinger Domschule und f\u00fchrte in ihr das Studium der aristotelischen Philosophie ein. Er verlangte von den Klerikern einen sittlich korrekten und spirituell bestimmten Lebenswandel. Er besuchte auch entlegene Gegenden seiner Di\u00f6zese. Herunter gekommene Kl\u00f6ster \u00fcbergab er anderen Ordensgemeinschaften, so<\/p>\n<p>Sch\u00e4ftlarn den Pr\u00e4monstratensern (1140) und Schlehdorf den Augustiner-Chorherren (1140). Innichen wandelte er in ein Kollegiatsstift um (1141). Au\u00dferdem gr\u00fcndete er das Pr\u00e4monstratenserstift Neustift (1140) und das Kollegiatsstift Schliersee (1141). <\/p>\n<p>Bei seinen Klostergr\u00fcndungen bevorzugte er Orden, die sich mit Seelsorge befassten.<\/p>\n<p>Schwierigkeiten hatte er mit den Wittelsbachern, die als V\u00f6gte im Bistum Freising eine Rolle spielten.<\/p>\n<p>Auch mit Herzog&nbsp;&nbsp; Heinrich dem L\u00f6wen (Herzog von 1140-1180) gab es Probleme, als dieser&nbsp; 1158 die bisch\u00f6fliche Zollbr\u00fccke bei F\u00f6hring zerst\u00f6rte und nach M\u00fcnchen verlegte.<\/p>\n<p>Als Reichsbischof geh\u00f6rte er zur politischen F\u00fchrungsschicht. Er nahm an verschiedenen Reichstagen teil. Er musste immer wieder den Kaiser auf Reisen begleiten oder war in <\/p>\n<p>kaiserlichem Auftrag unterwegs wie 1141 und 1145\/46&nbsp; zum Papst nach Viterbo und Rom.<\/p>\n<p>Auch nahm er 1148\/49 an dem missgl\u00fcckten Kreuzzug teil.<\/p>\n<p>Als Geschichtsschreiber verfasste er eine Weltchronik, die eine theologisch-philosophische Deutung der Welt und der planvoll gelenkten Geschichte als der Offenbarung Gottes (Heilsgeschichte) ist.<\/p>\n<p>Sie verschaffte ihm bleibende Bedeutung. Auch sein zweites Werk, die 1157\/58 im Auftrag Friedrich Barbarossas verfa\u00dften&nbsp;&nbsp;&nbsp; \u201eGesta Frederici\u201c, sind eine wichtige Quelle zum<\/p>\n<p>Aufstieg der Staufer als Schw\u00e4bische&nbsp; Herz\u00f6ge und deutsche K\u00f6nige im ersten Band , im&nbsp; zweiten die Regierungszeit Friedrich Barbarossas bis zum September 1156. <\/p>\n<p>Auf dem Weg zum Generalkapitel 1158 war er krank. Er erreichte krank sein Eintrittskloester Morimond und verstarb dort&nbsp; am 22. September 1158 .<\/p>\n<p>Schon 1139 war ihm Renauld I. als Abt von Morimond gefolgt.<\/p>\n<p>Dort ist er auch bestattet.<\/p>\n<p>Renauld I. war ein Bruder von Friedrich III. von Dampierre (1134-nach 1142), des Grafen von Toul. Renauld war wohl einer&nbsp; der Gef\u00e4hrten die mit Otto nach Morimond kamen.<\/p>\n<p>Viele Adlige aus der Umgebung von Morimond hatten am 2. Kreuzzug (1147-1149) teilgenommen. Viele hatten vor der Abfahrt ins Heilige Land Kloster Morimond betr\u00e4chtliche G\u00fcter geschenkt.<\/p>\n<p>In dieser Zeit besuchte Papst Eugen III. (1145-1153)Clairvaux, wo er selbst M\u00f6nch war und nahm 1147 am Generalkapitel in Citeaux teil. Abt Renauld traf bei dieser Gelegenheit Papst Eugen <\/p>\n<p>und bat ihn, Morimond in den p\u00e4pstlichen Schutz zu nehmen. Das geschah am 6. Dezember mit einer in Trier ausgestellten Bulle.<\/p>\n<p>In Spanien gr\u00fcndete Abt Renauld 1143 mit Santa Mar\u00eda de Valbuena) in der Gemeinde Valbuena de Duero in der Provinz Valladolid in Kastilien-Leon die erste spanische Tochter.<\/p>\n<p>1147 gr\u00fcndete Abt Renauld das erste Tochterkloster Morimonds in England, die&nbsp; Dore Abbey in der Grafschaft Herefordshire. Von dort aus wurden noch zwei T\u00f6chter gegr\u00fcndet, Vale Royal Abbey in Cheshire (1266) <\/p>\n<p>und d Grace Dieu Abbey in Monmouthshire (zuvor Gwent) in Wales. Das war das einzige Kloster aus der Filiation Morimont auf den Britischen Inseln. <\/p>\n<p>1149 folgte&nbsp; mit J\u0119drzej\u00f3w (lateinisch Abbatia de Andreovia) in der&nbsp; Woiwodschaft Heiligkreuz das ist rund 120 km nord\u00f6stlich von Krakau das erste Kloster in Polen. Das war eine sehr fruchtbare<\/p>\n<p>Neugr\u00fcndung, der in&nbsp; kurzer&nbsp; Zeit 6 T\u00f6chter folgten.<\/p>\n<p>Abt Renauld dankte 1155 ab. Auf ihn folgte Abt Lambert. Er war von 11223-1154 Abt in Clairefontaine. Er war dann nur kurz Abt. Von dort kam er als Abt nach Citeaux. Er war&nbsp; der erste Abt aus Morimond, der dann Abt von Citeaux (1155-1161)<\/p>\n<p>und damit Generalabt wurde.<\/p>\n<p>Um 1155 wurde auch die erste Kirche in Morimond fertiggestellt. Die dreischiffige kreuzf\u00f6rmige Klosterkirche mit gerade geschlossenem Chor, dessen Seiten alle mit Kapellen besetzt und durch einen Umgang verbunden sind, wurde nach der Bauvorschrift der Zisterzienser schlicht und streng, ohne T\u00fcrme und k\u00fcnstlerischen Schmuck gestaltet. <\/p>\n<p>1157 wurde Morimond zur Primarabtei erhoben.<\/p>\n<p>Schon Abt Arnold wollte ja 1124 ein Kloster im Heiligen Land gr\u00fcnden, was den Orden ja in eine erste Krise gest\u00fcrzt hatte. Schon 1129 wandten sich Balduin II. der von 1118-1131 K\u00f6nig von Jerusalem war, so wie Wilhelm von Messine, der von<\/p>\n<p>1130 bis 1145 Lateinischer Patriarch von Jerusalem war 1130 an Bernhard von Clairvaux mit der Bitte, die Gr\u00fcndung einer Zisterzienser-Abtei im heiligen Land zu unterst\u00fctzen. Zwar hatte Bernhard eine Reliquie des heiligen Kreuzes als<\/p>\n<p>Geschenk bekommen. Aber er lehnte trotzdem ab. Daf\u00fcr gab es wohl mehrere Gr\u00fcnde. Zum einen war die Situation vor Ort unsicher. Au\u00dferdem verpflichteten die Richtlinien des Ordens die \u00c4bte eines Mutterklosters, jedes ihrer Tochterkl\u00f6ster in jedem Jahr zu besuchen .<\/p>\n<p>Die Distanz schreckte sicher ab. Aber er vermittelte stattdessen eine Gr\u00fcndung der Pr\u00e4monstratenser, die 1141 in der N\u00e4he von Jerusalem unter dem Namen<em> <\/em>St. Samuel erfolgte.<\/p>\n<p>Bernhard verstarb am 20. August 1153.Nun scheint es keinen Widerstand mehr gegen eine Gr\u00fcndung der Zisterzienser im heiligen Land gegeben zu haben. Dreizehn M\u00f6nche wurden von Morimond aus \u00fcber das Mittelmeer geschickt. \u00dcber die genauen<\/p>\n<p>Umst\u00e4nde der Gr\u00fcndung mit dem Namen Balamand ist nichts bekannt, wohl aber das Gr\u00fcndungsdatum, n\u00e4mlich der 29. Mai 1157.<\/p>\n<p>Die Anf\u00e4nge der neuen Gr\u00fcndung verlief zun\u00e4chst recht erfolgreich. Schon&nbsp; 1169 und 1187 erfolgten im Heiligen Land Tochtergr\u00fcndungen.<\/p>\n<p>Die Gr\u00fcndung von Balamand geschah unter&nbsp; der Regierung von Abt Heinrich I. (1155\u20131159 )<\/p>\n<p>1165 wurde die Charta Caritatis posterior redigiert. Das war die Endfassung der Charta, da<\/p>\n<p>die Verh\u00e4ltnisse doch wesentlich komplexer geworden&nbsp; waren.&nbsp; In Punkt 8 wurde festgelegt, dass \u201c das Kloster Citeaux aber durch die vier Primar\u00e4bte, also die \u00c4bte von La Fert\u00e9, Pontigny, Clairvaux<\/p>\n<p>und Morimont, in eigener Person gemeinsam visitieren au\u00dfer einer ist wegen schwerer Krankheit verhindert, und zwar an einem von ihnen bestimmten Tag au\u00dferhalb des j\u00e4hrlichen Generalkapitels.\u201d<\/p>\n<p>Generalabt Lambert legte 1161 sein Amt nieder und kehrte als einfachere M\u00f6nch n ach Morimond zur\u00fcck, wo er verstarb. Nun scheint es wohl keinen Widerstand<\/p>\n<p>Die Biographia Cisterciensis f\u00fchrt als 6. Abt von&nbsp; Morimond Henri I. (1155-1159), Abb\u00e9 Dubois hat in seiner \u201cGeschichte der Abtei Morimond und der vornehmlichsten Ritterorden Spaniens und Portugals, M\u00fcnster 1855\u201d, <\/p>\n<p>erw\u00e4hnt diesen nicht. Er sagt, dass Lambert zu seinem Nachfolger Aliprand I. (1159\u20131160 ) bestimmt hatte, \u201ceinen Ordensmann von seltener F\u00e4higkeit zur Verwaltung \u201c S. 125 bestimmt hatte.<\/p>\n<p>Das war wohl n\u00f6tig, denn die Filiation Morimond z\u00e4hlte 1160 nur 45 Jahre nach der Gr\u00fcndung Morimonds bereits \u00fcber 100 Kl\u00f6ster.<\/p>\n<p>Nach Abb\u00e9 Dubois w\u00e4hlten die Mail\u00e4nder im Krieg gegen Friedrich Barbaross Abt Aliprand als ihren Vermittler (S, 127). Auch bei den Herren des Bassigny und Lothringens genoss er \u201cwegen seiner Rechtschaffenheit, Kenntnis und seines Urteils\u201d<\/p>\n<p>gro\u00dfe Achtung und er wurde in verschieden F\u00e4llen zum Schiedsrichter gew\u00e4hlt. (S. 128). Er starb&nbsp; nach nur kurzer Amtszeit 1160. Auf ihn folgte Otto (1160\u20131161 ) und Walther II. (1161\u20131162 )<\/p>\n<p>Otto hatte nach Abb\u00e9 Dubois bei seinen Zeitgenossen einen gewissen Ruf als Redner und mystischer Schriftsteller (S. 128). \u00dcber Walther berichtet er nichts Bemerkenswertes.<\/p>\n<p>Als 10. Abt folgte Aliprand II. (1162\u20131168 ).Sein Nachfolger Gilbert (1168\u20131170 ) starb auch relativ kurz nach seinem Regierungsantritt. Heinrich II.(1170\u20131183) war der 12. Abt.<\/p>\n<p>Er erhielt von Papst Alexander III. (1159-1181) 1178 eine Schutzurkunde f\u00fcr Kloster Morimond ausgestellt, Auch wurden dem Kloster wichtige Privilegien erteilt. Abt Heinrich <\/p>\n<p>war auch&nbsp; ein gesuchter&nbsp; Vermittler. So vermittelte er zwischen den M\u00f6nchen von Beaupr\u00e9s in Lothringen, einem Tochterkloster von Morimond&nbsp; und denen des Pr\u00e4monstratenserklosters&nbsp; \u00c9tival-Clairefontaine im D\u00e9partement Vosges und<\/p>\n<p>dem Bischof von Toul Peter de Brixey (1168\u20131192) und seinem Kapitel aber auch bei Erbstreitigkeiten zwischen den S\u00f6hnen Simons de Cl\u00e9mont. Er wurde nach Metz, Besancon und Langres gerufen (S. 131 f.)<\/p>\n<p>Er starb 1183<\/p>\n<p>Auf ihn&nbsp; folgte Abt Peter (1183-1193). Er hatte seine Schulausbildung in Paris. In Morimond legte er seine Gel\u00fcbde ab. Abb\u00e9 Dubois weicht nun ein bisschen von der \u00c4bteliste der Biographia Cisterciensis ab. Bei ihm regiert Abt Peter ab 1178<\/p>\n<p>3 Jahre und tritt dann zur\u00fcck. Auf jeden Fall nimmt Papst Urban III. (1185-1187) \u201cAbt Peter und die Br\u00fcder von Notre-Dame in Morimond (Petro abbati ecclesie sancte Marie Morimundi eiusque fratribus) (D. Langres) in den p\u00e4pstlichen Schutz, best\u00e4tigt die Benediktinerregel und die Institution der Zisterzienser sowie den genannten Besitz, befreit sie vom Zehnten bei Eigenbau und f\u00fcr Tierfutter, gew\u00e4hrt das Aufnahmerecht, verbietet, nach abgelegter Profe\u00df das Kloster unerlaubt zu verlassen, gebietet Frieden und untersagt Verbrechen in ihren Klausuren und Grangien sowie die Errichtung von Neubauten innerhalb einer halben Meile von ihren Geb\u00e4uden, verbietet, die Br\u00fcder vor ein weltliches Gericht zu ziehen, gew\u00e4hrt dem Abt das Recht, falls der zust\u00e4ndige Bischof sich nach dreimaligem angemessenem Ersuchen weigert, ihn zu benedizieren, die Weihe der eigenen Novizen vorzunehmen und sein Amt zu f\u00fchren, bis der Bischof einlenkt, und setzt fest, da\u00df \u00fcber den geschuldeten Gehorsam und die Freiheit des Ordens hinausgehende Forderungen des Bischofs zur\u00fcckgewiesen werden d\u00fcrfen. (Urban III. &#8211; RI IV,4,4,3 n. 58)<\/p>\n<p>Es folgen Abt Heinrich III. 1181, der 2 Jahre sp\u00e4ter stirbt. Dann folgt Abt Bartholom\u00e4us., der nach noch k\u00fcrzerer Zeit stirbt. Die Biographia f\u00fchrt Abt Heinrich III. von 1193-1194 und Bartholom\u00e4us 1194-1195.<\/p>\n<p>Bei Abb\u00e9 Dubois wird Peter nach Bartolom\u00e4us ein 2. Mal gew\u00e4hlt. Die Biographia f\u00fchrt dann Abt Peter II. (1195\u20131198 )( der dann wohl der zum 2. Mal gew\u00e4hlte Abt Peter bei Dubois w\u00e4re.<\/p>\n<p>Der polnische Seniorherzog Kasimir der Gerechte (1177-1194) stiftete 1178 das Kloster Koprzywnica in Polen in der Woiwodschaft Heiligkreuz und wandte sich deshalb an Abt Peter. Das Kloster wurde 1185 als 26. Tochter der Primarabtei Morimond <\/p>\n<p>durch den aus Morimond gekommenen Konvent besiedelt. Er schenkte der neuen Gr\u00fcndung Teile der Burg Kopronitz bei Sendomir sowie Grund uns Boden. Es war das 4. Tochterkloster Morimonds in Polen.<\/p>\n<p>Der Gro\u00dfmeister des spanischen Ritterordens von Calatrava Nu\u00f1o P\u00e9rez de Qui\u00f1ones (1182\u20131199) kam 1187 zum Generalkapitel nach Citeaux. Er hatte auch ein Schreiben des K\u00f6nigs von Leon und Kastilien Ferdinand II. (1157-1188) dabei,<\/p>\n<p>worin dieser bat, den Orden&nbsp; mit Morimond zu verbinden. Das geschah dann. Der Orden wurde mit den Zisterziensern verbunden und von Calatrava und Alcantara unterstellt.<\/p>\n<p>Neben dem Orden von Calatrava steht auch der von Alcantara unter der geistlichen Aufsicht von Morimond. Abt Guido von Citeaux&nbsp; (1194-1200) erstellte dazu eine Urkunde. (Dubois S. 137 ff)<\/p>\n<p>Der Gro\u00dfmeister begab sich nun begleitet von einem Zisterzienserm\u00f6nch zu Papst Gregror VIII. (1187) um dieses best\u00e4tigen zu lassen.<\/p>\n<p>\u201cGregor VIII. gew\u00e4hrt Abt (Peter) von Morimond (D. Langres) ein Privileg, best\u00e4tigt die Besitzungen des Klosters und insbesondere die Unterstellung des Ordens von Calatrava unter das Kloster. Gregor VIII. &#8211; RI IV,4,4,3 n. 1320<\/p>\n<p>1194 schenkte K\u00f6nig Alfons VIII. (1158-1214) Kloster Morimond das ehemalige Benediktinerkloster San Pedro de Gumiel. Abt Peter setzte den Abt dieses Klosters als seinen Stellvertreter in Spanien ein, mit dem Recht , dort zu visitieren.<\/p>\n<p>In diesem Kloster wurde dort 1196 Fray Diego Vel\u00e1zquez, der Mitbegr\u00fcnder des Ritterordens von Calatrava, begraben,<\/p>\n<p>Abt Peter starb am 14. September 1198.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt B\u00e9thold (1198\u20131199). Er regierte ebenfalls nur sehr kurz. Ein Ereignis ist aber doch zu erw\u00e4hnen.<\/p>\n<p>In Coimbra in&nbsp; Portugal war 1162 eine Bruderschaft von Rittern (confraria de cavaleiros) zur Bek\u00e4mpfung der Mauren hervorging gegr\u00fcndet worden.&nbsp; 1166 wandelte der portugiesische K\u00f6nig Alfons I.(1139-1185)&nbsp; die<\/p>\n<p>Bruderschaft in einen geistlichen Ritterorden um. Um das Jahr 1187 \u00fcbernahmen die Ordensoberen die Regel der Ordensritter von Calatrava. Fortan wurden sie als Miliz von \u00c9vora der Calatravaritter&nbsp; betrachtet, d. h. als portugiesischer Zweig dieses kastilischen Ordens. <\/p>\n<p>Das war im selben Jahr, in dem der Orden von Caltrava Kloster Morimond unterstellt wurde. So war diese \u00dcbernahme nat\u00fcrlich auch f\u00fcr das Kloster von Bedeutung.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Guido I. (1199\u20131239 ). Nach Franz Winter \u201cDie Cistercienser des nord\u00f6stlichen Deutschlands\u201d, Gotha 1866 Bd.1 S.161 war Guido als \u201cHeidenreich\u201d von 1197-1191 Abt in Kloster Walkenried. Er hatte dort \u201cdie bedeutsamste Stellung des Ordenszweiges<\/p>\n<p>des nord\u00f6stlichen Deutschlands\u201d Deswegen wurde er auch 1199 zum Abt von Morimond gew\u00e4hlt. (Auch bei Wilhelm Nauck, Theologischer Jahresbericht, Wiesbaden 1869,S. 306,Holger Kunde, Das Kloster Pforte, K\u00f6ln 2003, S.219 und Nikolaus&nbsp; Heutger, Kloster Walkenried, Berlin 2007 auf \u00c4bteliste S.76 )<\/p>\n<p>Bei Dubois gibt es nur Abt Guido.<\/p>\n<p>Schon ziemlich am Anfang seiner Regierungszeit lie\u00df Abt Guido die Klosterkirche in Morimond neu bauen.&nbsp; (Bernd Ulrich Hucker, Otto IV.-der wiederentdeckte Kaiser- eine Biographie, Frankfurt 2003, S. 245)<\/p>\n<p>Dubois&nbsp; sieht Guido bei Papst Innozenz III. (1198-1216) in gro\u00dfem Ansehen. Er schickte Abt Guido nach Metz zu Bischof Bertram (1180 \u2013 1212) (S. 147)(nach Franz Winter auch die \u00c4bte von Citeaux und La Cr\u00eate, das ist die 2. Tochterabtei von<\/p>\n<p>Morimond, um die sich dort bildendenden \u201cKonventikel\u201d Winter S. 161) zu untersuchen. Papst Innozenz III. verwendete die Bezeichnung occulta conventicula (finstere Versammlungen) f\u00fcr Vereinigungen in Metz, die sich kirchlicher Kontrolle entzogen.<\/p>\n<p>Abt Guido erreichte, dass die \u201cwidersetzlichen zur Ordnung zur\u00fcckkehrten\u201d. (Dubois S. 148)<\/p>\n<p>In Spanien war er wieder&nbsp; 1210 im Auftrag des Papstes unterwegs. Die \u00c4btissin des Zisterzienserinnenklosters Las Huelgas Reales ei Burgos, das vom kastilischen K\u00f6nig Alfons VIII. ( 1158\u20131214) und seiner Ehefrau Eleonore Plantagenet(*1162-1214)&nbsp; 1187 gegr\u00fcndet worden war,<\/p>\n<p>hatte aufgrund k\u00f6niglicher Protektion einen Sonderstatus. Die Abtei konnte sich ihre Visitatoren&nbsp; selbst w\u00e4hlen. Sie bestellte Pfarrer, sie erteilte die Beicht- und Predigtvollmacht, zensurierte B\u00fccher und dispensierte von Ehehindernissen. Sie hatte<\/p>\n<p>de facto bisch\u00f6fliche Jurisdiktion.Das wurde allerdings insbesondere innerkirchlich nicht gern gesehen. Denn zum einen schr\u00e4nkte sie die Macht des Bischofs von Burgos ein. Zum anderen st\u00f6rte und verst\u00f6rte sie in einer m\u00e4nnerdominierten Kirche. <\/p>\n<p>Abt Guido wies die \u00c4btissin an, vor dem Papst zu erscheinen, \u201cnahm ihr die angema\u00dfte Macht und wies sie in die Schranken ihres Geschlechts und zur&nbsp; Demuth ihres Standes zur\u00fcck(!)\u201d (Dubois S. 152 f.)<\/p>\n<p>Nach Winter war Abt Guido Ordenskommissar (S. 162) und besonders in Deutschland t\u00e4tig. Von 1199-1220 wurde kein anderer Zisterzienserabt vom Generalkapitel mit so vielen Auftr\u00e4gen betraut wie Guido.<\/p>\n<p>1209 hielt er in Walkenried ein Provinzkapitel f\u00fcr Deutschland&nbsp; ab, bei dem 50 \u00c4bte anwesend waren. Als Gast war auch K\u00f6nig Otto IV.&nbsp; (1198-1218) dabei. Nachdem Philipp von Schwaben (1198-1208) in Bamberg ermordet worden war,<\/p>\n<p>war Otto nach zehnj\u00e4hrigem Thronstreit zwischen den beiden jetzt in Deutschland allgemein als K\u00f6nig anerkannt. In Walkenried nahmen die Zisterzienser\u00e4bte Otto in ihre Gebetsbr\u00fcderschaft auf.<\/p>\n<p>Danach reisten alle zum Hoftag in W\u00fcrzburg am 24. Mai 1209. Guido nahm dort im Auftrag von Papst Innozenz teil, um \u201cdas M\u00f6nchwesen zu vertreten\u201d (Dubois S.149) Es ging dabei vor allem um die <\/p>\n<p>Verlobung von Otto mit Beatrix von Schwaben (1198-1212). Die ehe sollte die beiden Herrscherh\u00e4user vers\u00f6hnen und da Beatrix die Enkelin von Friedrich Barbarossa war, diente die Ehe auch der Legitimation von Otto.<\/p>\n<p>Problem war, dass sie beide denselben Urgro\u00dfvater hatten. Der Papst hatte die notwendige Dispens bereits erteilt. Guido schlug im Namen der \u00c4bte vor, dass Otto auf irgendeiner Dom\u00e4ne des Ordens ein<\/p>\n<p>Zisterzienserkloster errichten soll. Au\u00dferdem regte er eine Kreuzzugsteilnahme Ottos an, was sich politisch aber nicht realisieren lie\u00df.<\/p>\n<p>Vor allem Kloster Walkenried und dessen Tochter erhielten von Otto reiche Schenkungen und wichtige Privilegien.<\/p>\n<p>Am 16. Juli 1212 besiegten christliche Heere in der Schlacht von Las Nava de Tolosa die maurischen Almohaden unter Kalif Muhammad an-Nasir. In der Folgezeit gelang es den christlichen Reichen, weite Teile des muslimischen Herrschaftsgebietes auf der iberischen Halbinsel zu erobern.<\/p>\n<p>Die spanischen Ritterorden, die bisher noch nicht mit den der Ordensritter von Calatrava vereint waren, unterwarfen sich 1214 der Visitation und Jurisdiktion von Calatrava unter der geistlichen Leitung von Kloster Morimond.<\/p>\n<p>Auf Papst Innozenz III. folgte Honorius III. (1216-1227) Auch bei ihm stand Abt Guido in hohem Ansehen.<\/p>\n<p>Er ernannte ihn zum p\u00e4pstlichen Legaten am franz\u00f6sischen Hof.<\/p>\n<p>Nach Dubois erhielt das 1133 gegr\u00fcndete Tochterkloster von Morimond Altenberg zwei heilige Leiber aus dem Gefolge der Heiligen Ursula. Da Altenberg noch viele weitere Reliquien erhielt, \u00fcberlie\u00df das Tochterkloster dem Mutterkloster<\/p>\n<p>diese heiligen Leiber. Diese wurden dann nach Morimond gebracht. Dort war au\u00dferhalb der Ringmauer des Klosters eine Kapelle zur Heiligen Ursula gebaut und geweiht worden. Dorthin wurden die Reliquien verbracht.<\/p>\n<p>Abt Guido verstarb 1239 nach 41 (Dubois 38) Regierungsjahren.<\/p>\n<p>In der Biographia Cisterciensis folgen&nbsp; jetzt zwei \u00c4bte, die Dubois nicht erw\u00e4hnt n\u00e4mlich Arnaud II. (1239\u20131240 ) und Conon (1240\u20131264 )<\/p>\n<p>Die Einweihung der Kirche von Morimond fand nach Dubois 1251 statt (S.&nbsp; 169) Im Gegensatz zu Hucker fand der Bau nicht gleich zu Beginn von Guidos Regierungszeit&nbsp; statt. Bei ihm wurde das Fundament 1230 gelegt.<\/p>\n<p>Die Ma\u00dfe m\u00fcssen betr\u00e4chtlich gewesen sein. Die L\u00e4nge des Mittelschiffs betrug 159 Fu\u00df, also knapp 46 Meter, die des Querschiffs 90 Fu\u00df also etwas \u00fcber 27 Meter. Die Breite des Hauptschiffs betrug 30 Fu\u00df, also etwas \u00fcber 9 Meter.<\/p>\n<p>Das Gew\u00f6lbe war 75 Fu\u00df hoch, also knapp 23 Meter. Es wurde von 12 Runds\u00e4ulen getragen.<\/p>\n<p>Die Weihe nahm der Bischof von Langres Guy de Rochefort (1250\u20131266 ) vor.<\/p>\n<p>1243 war Stephan Lexington zum Abt von Clairvaux gew\u00e4hlt worden Er war \u00fcberzeugt, dass die Novizen des Zisterzienserordens theologisch besser geschult und \u00fcber die Prinzipien und Ideale des Ordens unterrichtet werden m\u00fcssten. <\/p>\n<p>Dazu begann er 1247 mit dem Bau eines Kollegs dem sp\u00e4teren Coll\u00e8ge des Bernardins. Es unterstand der Ausicht der \u00c4bte von Clairvaux, die auch den Schulleiter ernannten.<\/p>\n<p>Das Generalkapitel f\u00fchrte f\u00fcr die Zisterzienser ein Ausbildungs- und Lehrkonzept ein. Au\u00dferdem sollte jeder Abt eine Schule f\u00fcr seine M\u00f6nche in seinem Kloster gr\u00fcnden.<\/p>\n<p>Nach Paris sollten aus allen Kl\u00f6stern besonders begabte M\u00f6nche geschickt werden. Das Kloster Morimond musste jeweils zwei seiner Professen nach Paris schicken und den Unterhalt bezahlen, was das Kloster bis zu seiner Aufhebung einhielt.<\/p>\n<p>1263 wurde der Abt von Morimond, das m\u00fcsste Abt Conon gewesen sein, vom Generalkapitel&nbsp; mit der Untersuchung der Abtswahlen in Leubus und Nepomuk beauftragt. Beide Kl\u00f6ster sind in der Filiation Morimond.<\/p>\n<p>Leubus wurde 1175 als Tochterkloster von Pforte gegr\u00fcndet etwa 54 Kilometer von Wroclaw (Breslau) gegr\u00fcndet. Kloster Nepomuk in B\u00f6hmen in der Region Pilsen wurde 1157 als Tochter von Ebrach gegr\u00fcndet.<\/p>\n<p>In Leubas ging es wohl um die Wahl von Abt Nikolaus I. (1267\u20131268 )<\/p>\n<p>Auf Abt Conon folgte Abt Nikolaus&nbsp; I. (1264\u20131272 ) Er war ein Mann gro\u00dfer Weisheit und lebte als M\u00f6nch und Priester im Tochterkloster Ebrach. Von dort wurde er nach Morimond berufen wo er Abt wurde (je nach Z\u00e4hlung 20. oder 21.)<\/p>\n<p>Er wurde gleich mit einem erheblichen Problem konfrontiert.<\/p>\n<p>In Citeaux war Guido III. von Burgund (1258\u20131262 ) Als er 1262 zum Kardinal erhoben wurde,hatte der Prior von Citeaux nicht wie vorgesehen die 4 Primar\u00e4bte informiert und zur Abtswahl eingeladen. Ohne ihre Teilnahme wurde in Citeaux<\/p>\n<p>Johannes von Citeaux (1262-1266) zum Nachfolger Abt Guidos gew\u00e4hlt. Der neue Abt von Morimond Nikolaus sprach sich mit dem Abt von Clairxaux&nbsp; Philipp I. (1262\u20131273) ab. Beide sahen sich in ihrem Recht besch\u00e4digt,<\/p>\n<p>legten Einspruch ein und erkl\u00e4rten die Wahl f\u00fcr ungesetzlich und nichtig. Sie wandten sich an Papst Urban IV. (1261-1264)<\/p>\n<p>Abt Johannes von Citeaux trat zur\u00fcck. Die vier Primar\u00e4bte waren nun bei der Wahl des Nachfolgers zugegen, bei der Jean II. de Ballon (1266\u20131284 ) gew\u00e4hlt wurde.Nach Dubois besprachen sich die \u00c4bte Nikolaus und Philipp<\/p>\n<p>mit Papst Urban zu \u00c4nderungen der Carta Caritas. Er setzte fest, dass die 4 Primar\u00e4bte bei der Wahl des Abtes von Citeaux anwesend und dem Konvent beratend zur Seite stehen sollten.<\/p>\n<p>Die kirchenrechtsverbindliche Bulle erlie\u00df aber erst sein Nachfolger Papst Clemens IV. ( 1265-1268) mit der Bulle Parvus fons vom 9. Juni 1265.<\/p>\n<p>Diese Bulle sekretierte eine weitgehende Rechtsgleichheit zwischen Citeaux und den 4 Primar\u00e4bten. Aus jeder Primarfiliation sollte der jeweilige Primarabt 5 \u00c4bte vorschlagen, von den dann&nbsp; von ihm 4 gew\u00e4hlt wurden.<\/p>\n<p>Die Rechte der Definitoren wurden erweitert. Bei Abstimmungen war die Stimmenmehrheit entscheidend. Bei Stimmengleichheit entschied die Stimme des Abtes von Citeaux.<\/p>\n<p>Die Visitation von Citeaux durch die 4 Primar\u00e4bte wurde im Detail geregelt, ebenso die Gr\u00fcnde f\u00fcr Amtsenthebungen von \u00c4bten, auch das immer wieder Quelle zu Streit.<\/p>\n<p>Abt Nikolaus starb 1272. <\/p>\n<p>Nachdem Papst Clemens mit der Bulle Parvis fons f\u00fcr den Zisterzienserorden die Angelegenheit mit dem Definitorium geregelt hatte, gab es noch Probleme mit dem Ritterorden von Calatrava zu regeln.<\/p>\n<p>Dieser hatte beim Papst geklagt, dass ein einfacher Laie ihre Gel\u00fcbde abnehme statt des von Morimond gekommenen Priors. Der Papst \u00fcberwiese die Angelegenheit an das Generalkapitel von Citeaux,<\/p>\n<p>wohin sie ihrer Natur her geh\u00f6re. Die \u00c4bte setzten beim Generalkapitel die Rechte Morimonds unwiderruflich fest.<\/p>\n<p>Da die Angelegenheit damit&nbsp; noch nicht bereinigt war reiste&nbsp; Abt Johannes I. (1272\u20131284) unmittelbar nach seiner Wahl nach Spaniem zum&nbsp; Gro\u00dfmeister des Ritterordens Juan Gonz\u00e1lez (1267\u20131284)<\/p>\n<p>Abt Johannes versammelte die Ritter, setzte f\u00fcr den Ritterorden eine Reihen von Statuten in 12 Kapiteln auf. Die Ritter empfingen die Gesetze \u201cmit Ehrfurcht\u201d (Dubois S. 183) und beschworen sie.<\/p>\n<p>Es folgten die \u00c4bte Hugo I. (1284\u20131286 )Dominikus (1286\u20131296),Gerhard (1296\u20131301 ),Hugo II. (1301\u20131303 ).<\/p>\n<p>Der franz\u00f6sische K\u00f6nig Ludwig IX. der Heilige (1226-1270) hatte zwei Kreuzz\u00fcge nach Pal\u00e4stina unternommen, den 6. (1249-1254) und den 7. 1270, bei dem er im August 1270 vor Tunis wohl an der Ruhr starb,<\/p>\n<p>die beide sehr kostentr\u00e4chtig waren. Fast der gesamte franz\u00f6sische Adel hatte sich an den Kreuzz\u00fcgen beteiligt. Finanziert wurde das oft dadurch,dass sich der Adel an die Kl\u00f6ster wandte, seine Lehen zerst\u00fcckelte<\/p>\n<p>und diese Teile an Kl\u00f6ster versteigerte oder seinen Zehnten abtrat. So verkaufte zum Beispiel Jean de Choiseul (1239-1302) im Bassigny im Einvernehmen mit seiner Ehefrau Alix de Choiseul seine M\u00fchle in Germennes an der Maas in der N\u00e4he<\/p>\n<p>von Lenizeul an Kloster Morimond. Seinen Zehnten in Ch\u00e9zeau trat er ebenfalls ab.(Dubois S.189) So wie er handelten auch andere Ritter und Barone, wie z.&nbsp; B. die Herren von C\u00e9mont,Bourbonne, Vaud\u00e9mont und viele mehr.<\/p>\n<p>Dazu kam, dass unabh\u00e4ngig von den Kreuzz\u00fcgen schon vorher wie es in der Zeit \u00fcblich war, alle Gro\u00dfen um ihres Seelenheiles Willen reichlich G\u00fcter und Grundbesitz an die Kl\u00f6ster geschenkt hatten.<\/p>\n<p>So besa\u00df Kloster Morimond anfang des 14. Jahrhunderts&nbsp; (alle Angaben nach Dubois S. 189) mehr als 29 M\u00fchlen an der Mosel, der Maas und der Saar, ein Eisenbergwerk, zwei H\u00fcttenwerke, Weinkeltern auf den L\u00e4ndereien<\/p>\n<p>von Bourbonne, Serqueuz und Laneuville.<\/p>\n<p>Das Kloster konnte Holz zu seinem Gebrauch in den W\u00e4ldern von&nbsp; Darney, La Marche, Aigremont und Fresnoy holen. Es hatte die Zwangsgerechtigkeit&nbsp; in den drei Back\u00f6fen von Nijon, S\u00e9rocourt und Rosi\u00e8res, das heisst wer backen wollte, musste das dort machen.<\/p>\n<p>Von der Saline in Salins erhielt das Kloster j\u00e4hrlich zehn Last Salz. Last bezeichnete urspr\u00fcnglich die Menge an Getreide, die von einem von vier Pferden gezogenen Fuhrwerk transportiert werden konnte. <\/p>\n<p>Fischrechte hatte das Kloster in der Mosel, in der Maas bis Metz und Verdun und an der Sa\u00f4ne bis Gray knapp an der Grenze der ehemaligen Regionen Franche-Comt\u00e9 und Burgund.<\/p>\n<p>In mehr als zw\u00f6lf St\u00e4dten besa\u00df Morimond H\u00e4user.<\/p>\n<p>Dann hatte es Befreiung von Wegegeld f\u00fcr Pferde, Fuhrwerke, Vieh und Waren in ganz Lothringen, in den Grafschaften Burgund, Champagne und Bar sowie den Bist\u00fcmern Langres, Toul und Metz.<\/p>\n<p>Das Kloster bewirtschaftete 15 Grangien in denen 160 Konversen arbeiteten.<\/p>\n<p>Das Kloster hatte \u00fcber 200 Pferde und ebenso viele f\u00fcrs Joch taugliche Ochsen. Es gab viele K\u00fche mit K\u00e4lbern und jede Menge Schafe, deren Wolle f\u00fcr Stoff und Bekleidung diente.<\/p>\n<p>Schweinezucht sah man als f\u00fcr wichtig f\u00fcr die Ern\u00e4hrung der Dorfbewohner an. Morimond hatte gut zwanzig Schweinez\u00fcchtereien. Die Schweine wurden zur Eichelmast in die W\u00e4lder getrieben.<\/p>\n<p>Die Zisterzienser&nbsp; kannten sich bestens mit Wasserbau aus.Sie legten \u00fcberall Teiche an. Zun\u00e4chst ging es nicht um Fischzucht, In den ersten 150 Jahren waren Fische noch eine verbotene Speise. Es ging darum, die Gebiete trocken zu legen, sumpfige<\/p>\n<p>Gebiete so zu gestalten, dass man gesund leben konnte, fruchtbaren Boden zu gewinnen, vern\u00fcnftig zu bew\u00e4ssern. Die Wasserkraft wurde ausgenutzt, um M\u00fchlen zu betreiben, nicht nur Kornm\u00fchlen sondern auch Schneide, \u00d6l- und Lohm\u00fchlen.<\/p>\n<p>Unterhalb von Kloster Morimond befanden sich 12 solcher Anlagen (Dubois S.196)<\/p>\n<p>Erst danach widmete man sich der Fischzucht. In der N\u00e4he von Morimond wurde die k\u00fcnstliche Befruchtung des Fischrogens entdeckt. Die M\u00f6nche von Maulbronn z. B. entwickelten die Karpfenzucht weiter.<\/p>\n<p>Dort gelang es den Spiegelkarpfen zu z\u00fcchten, der \u2013 im Vergleich zum Wildkarpfen \u2013 nur noch wenige Schuppen besitzt. Da es im Mittelalter um die Zahngesundheit nicht sehr gut stand, war es wichtig, die Z\u00e4hne zu schonen.<\/p>\n<p>Das Kloster Morimond pflegte&nbsp; auch Gem\u00fcse-und Obstanbau. Die Samen und Setzlinge gaben sie an ihre Tochterkl\u00f6ster weiter. Die Herkunft der grauen Renette geben&nbsp;&nbsp; einige Quellen&nbsp; das 12. Jahrhundert in Frankreich an.<\/p>\n<p>Nachgewiesen ist der Anbau der Sorte im 16. Jahrhundert im Kloster Morimond. Die M\u00f6nche nahmen die Renette nach Altkamp mit. Von dort ging sie weiter nach Walkenried, dann nach Porta und schlie\u00dflich nach Leubus in Schlesien.<\/p>\n<p>Auch der Weinbau fand zun\u00e4chst eher z\u00f6gerlich Eingang.&nbsp; Manchen erschien er als zu sinnliches Getr\u00e4nk. Man erkannte, dass Wein bei bestimmten Krankheiten durchaus f\u00f6rderlich war. Au\u00dferdem wurde er f\u00fcr die Messe gebraucht<\/p>\n<p>und bald sah man auch die wirtschaftlichen Vorteile. Kloster Eberbach war m Beispiel einer der wichtigsten Weinproduzenten und H\u00e4ndler im Mittelalter.<\/p>\n<p>Morimond war die fruchtbarste Tochter von Kloster Citeaux. 1123 wurde Kloster Ebrach gegr\u00fcndet, das erste rechtsrheinische Kloster in Deutschland. Von dort aus wurden in rascher Folge die bayrischen Kl\u00f6ster Heilsbronn (1131, Langheim (1132)<\/p>\n<p>Aldersbach (1146 und Bildhausen (1158)gegr\u00fcndet. 1119 entstand das erste Tochterkloster Morimonds Bellevaux in der Franche-Comt\u00e9. Es war die Mutter von Kloster Lucelle (1123\/24) im \u00e4u\u00dfertsten S\u00fcden des Elsass fast an der Schweizer Grenze.<\/p>\n<p>Lucelle wurde wieder ein ganz wichtiges Kloster f\u00fcr S\u00fcdwestdeutschland. Von dort aus wurde Kaisheim (1133\/34), und&nbsp; \u00fcber seine Tochter Neubourg&nbsp; (1128) Maulbronn (1138) und Herrenalb (1149) Maulbronn hatte die T\u00f6chter<\/p>\n<p>Bronnbach (1151)und Sch\u00f6nthal (1157). Kloster Salem wurde 1137 als Tochter von Lucelle gegr\u00fcndet. Der Salemer Abt Eberhard von Rohrdorf (1191\u20131240) machte sich vor allem um die oberschw\u00e4bischen Frauenzisterzen verdient.<\/p>\n<p>In seiner Amtszeitentstanden die Kl\u00f6ster Wald (1212),Tottenm\u00fcnster (1221)&nbsp; Heiligkreuzthal (1227), Baindt (1227), Heggbach (1233) und Gutenzell (1238)<\/p>\n<p>Kloster Eu\u00dferthal wurde 1148 als Tochter von Villers-Bettnach gegr\u00fcndet. \u00dcber fast alle Kl\u00f6ster siehe Mei B\u00fcchle)<\/p>\n<p>Abt Wilhelm I. (1303-1320) hatte 1303 die T\u00f6chter Morimonds in Deutschland visitiert. Dann ging er nach Calatrava. Dort berief er ein Provinzkapitel ein. er erlie\u00df eine Reihe neuer Verordnungen und ermahnte die Ritter die derzeit g\u00fcltigen Statuten treu<\/p>\n<p align=\"justify\">zu beachten. Nach dem Tod des Gro\u00dfmeisters Diego L\u00f3pez de Santsoles (1295\u20131296) hatten sich zwei Bewerber zur Wahl gestellt. Es bildeten sich zwei Parteien was f\u00fcr fast viere Jahre zu einer Spaltung f\u00fchrte.<\/p>\n<p align=\"justify\">1300 einigte man sich, dass beide Kandidaten freiwillig abdankten. Der Besuch Abt Wilhelms diente auch dazu, die Lage wieder zu beruhigen.<\/p>\n<p align=\"justify\">Um 1303 herrschte eine gro\u00dfe Hungersnot ausgel\u00f6st durch eine extreme D\u00fcrre, die vor allem Burgund traf. Abt Wilhelm schickte M\u00f6nche in die Tochterkl\u00f6ster Morimonds in Spanien und Polen um von dort Lebensmittel zur Unterst\u00fctzung<\/p>\n<p align=\"justify\">zu bekommen. In Morimond wurden 3000 Tiere geschlachtet, um die Hungersnot zu lindern. (Dubois S. 252) <\/p>\n<p align=\"justify\">1307 begab sich Wilhelm wieder nach Spanien um zu sehen, wie der Ritterorden seit seinem letzten Besuch stand. Es hatte sich so gut entwickelt, dass K\u00f6nig Jakob II.&nbsp; von Aragonien (1291-1327)nach der Aufl\u00f6sung des Templerordens einen <\/p>\n<p align=\"justify\">Orden im Kampf gegen die Mauten gr\u00fcndete Er wurde mit G\u00fctern des Templerordens ausgestattet und erhielt Montesa als Sitz zugewiesen. 1317 nahm er die Ordensregeln der Zisterzienser an. 1319 wurde er dem Orden von Calatrava angeschlossen<\/p>\n<p align=\"justify\">und stand damit unter der geistlichen Aufsicht von Kloster Morimond.<\/p>\n<p align=\"justify\">In der Regierungszeit von Abt Renaud II. (1331\u20131354 ) suchte eine weitere Plage ab 1347 Europa heim. 1346 kam die Pest \u00fcber die Handelswege , vor allem die Seidenstra\u00dfe nach Europa. F\u00fcr Deutschland wird gesch\u00e4tzt, dass zwischen 1346-1353 jeder zehnte Einwohner der Pandemie zum Opfer fiel, in Europa waren es wohl 25 Millionen, das war&nbsp;&nbsp; ein Drittel der damals auf dem Kontinent lebenden Bev\u00f6lkerung. Papst Clemens VI. (1342-1352), ein Benediktiner, hatte die Orden aufgerufen, sich der Seuche entgegenzustellen.<\/p>\n<p align=\"justify\">Am 4. Juli 1348 hatte er eine Bulle gegen die Verfolgung von Judenerlassen, weil diese&nbsp; als Verursacher der Pest beschuldigt wurden, allerdings mit sehr geringem Erfolg. Es gab viele Pogrome und viele j\u00fcdische Gemeinden wurden zerst\u00f6rt.<\/p>\n<p align=\"justify\">Abt Renaud II. (1331\u20131354 ) schickte seine M\u00f6nche t\u00e4glich in die D\u00f6rfer um Erkrankte zu versorgen, die Toten zu beerdigen. Viele der Erkrankten wurden auf den Hof von Vaudevillers gebracht, wo sie wie in einem Spital versorgt wurden.<\/p>\n<p align=\"justify\">Insgesamt errichtete Kloster Morimond in 3 seiner H\u00f6fe Spit\u00e4ler, die allen offen standen. Von dort aus wurden auch t\u00e4glich 4 Wagen mit Betten und Decken abgeschickt, die an Kranke und Sterbende verteilt wurden.<\/p>\n<p align=\"justify\">Am Ender Pest war der Konvent von 250 M\u00f6nchen auf 60 geschrumpft.<\/p>\n<p align=\"justify\">Abt Renaud hatte sich nicht nur im Kampf gegen die Pest bew\u00e4hrt. Er war auch schriftstellerisch t\u00e4tig. Er befasste sich mit dem Leben der Heiligen Glossinde von Metz (+ 610), der Tochter des fr\u00e4nkischen Adligen Wintrio.<\/p>\n<p align=\"justify\">Sie hatte in Metz ein Asyl errichtet, aus dem sp\u00e4ter die Abtei Sainte Clossinde hervorging. Er hatte sehr viel Material gesammelt, das allerdings w\u00e4hrend des Krieges und der Zersst\u00f6rungen im 16. Jahrhundert verloren ging.<\/p>\n<p align=\"justify\">Von Dezember 1334-1342 regierte Papst Benedikt XII. als Papst. Er war schon als Kind in das Zisterzienserkloster Boulbonne (Bolbona) in der Gemeinde Cintegabelle im D\u00e9partement Haute-Garonne gegeben worden.<\/p>\n<p align=\"justify\">Er war dann M\u00f6nch in Kloster Morimond. Er wurde dann Abt der s\u00fcdfranz\u00f6sischen Zisterze Fointfroide s\u00fcdwestlich von Narbonne im Departement Aude. Als Papst erlie\u00df er 1335 er die Reformbulle f\u00fcr die Zisterzienser Fulgens sicut stella.<\/p>\n<p align=\"justify\">In der Bulle wurde der disziplinarische und wirtschaftliche Verfallserscheinungen wurden in der Bulle angesprochen. Es hatte eine drastische Verschuldung und Verarmung ganzer Konvente stattgefunden. Verkauf oder Verpachtung von Klostergut fand statt.<\/p>\n<p align=\"justify\">Auch gab es den von der Ordensregel verbotenen Privatbesitz von M\u00f6nchen oder \u00c4bten. Bei den Generalkapiteln wurde oft die Aufhebung strenger Speisevorschriften oder die Aufhebung der Gemeinschaft im Dormitorium durch den&nbsp; Einbau<\/p>\n<p align=\"justify\">von Zellen beklagt. Dazu kamen im Sp\u00e4tmittelalter Einfl\u00fcsse von au\u00dfen wie das p\u00e4pstliche Schisma Ende des 14. Jahrhunderts, was erstmals zu einer Unterbrechung der Generalkapitel f\u00fchrte.<\/p>\n<p align=\"justify\">Die Konkurrenz der Bettelorden f\u00fchrte zu einem R\u00fcckgang der Konversen.&nbsp; Arbeitskr\u00e4fte fehlten und die Klosterg\u00fcter konnten<\/p>\n<p align=\"justify\">nicht mehr so gut bewirtschaftet werden, was den Zwang zur Verpachtung steigerte.<\/p>\n<p align=\"justify\">Die Bulle Fulgens sicut stella st\u00e4rkte das Mitspracherecht der Konvente um den Querelen der \u00c4bte Einhalt zu gebieten. Ein eigenes Konventssiegel wurde eingef\u00fchrt. Das hatte allerdings den Nebeneffekt, dass wir Konvente nach 1335<\/p>\n<p align=\"justify\">kaum mehr namentlich rekonstruieren k\u00f6nnen. Vor 1335 wurde bei einer Beurkundung meist der gesamte Konvent als Urkundenzeuge aufgef\u00fchrt. Mit dem Konventssiegel entfiel diese Beurkundungspraxis meist.<\/p>\n<p align=\"justify\">Im September 1356 fand bei Potiers unter F\u00fchrung des Schwarzen Prinzen Edward of Woodstock (1330-1376) eine gro\u00dfe Schlacht statt, die f\u00fcr die Franzosen verheerend ausfiel. Der franz\u00f6sische K\u00f6nig <\/p>\n<p>Johann II. (1350-1364) geriet in englische Gefangenschaft&nbsp; und kam erst 1360 im Frieden von Bretigny wieder frei. Er musste aber&nbsp; 3 Millionen Goldst\u00fccke (Ecu d\u2019Or) L\u00f6segeld bezahlen.&nbsp; 1 Ecu wog damals 4,2 Gramm<\/p>\n<p>Beim heutigen( 09.10.2023)Tagespreis f\u00fcr Gold w\u00e4ren das etwa 237.\u2014\u20ac w\u00e4re das L\u00f6segeld also 711 Millionen&nbsp; gewesen.<\/p>\n<p>Nach der Schlacht fiel der Prince of Wales in die Champagne und Burgund ein. Der Adel der beiden Provinzen vereinigte sich zwar, unterlag aber. Nach dem Frieden von Bretigny suchten \u201cTard-Venus\u201d Burgund und das Bassigny heim.<\/p>\n<p>Das waren Kompanien der \u201cGrandes&nbsp; Compagnies\u201d das waren Gruppen von S\u00f6ldner, die w\u00e4hrend des Hundertj\u00e4hrigen Krieges in Friedenszeiten oder w\u00e4hrend Waffenstillst\u00e4nden, also nach ihrer Entlassung durch ihren Dienstherrn, Frankreich durchzogen, auspl\u00fcnderten oder von L\u00f6segeldzahlungen lebten. Abteien waren ihre bevorzugte Beute. Sie verjagten oder ermordeten die M\u00f6nche und pl\u00fcnderten die Kl\u00f6ster. Auch Morimond wurde eingenommen und gepl\u00fcndert.<\/p>\n<p>K\u00f6nig Johann hatte bei den Kl\u00f6stern Kriegssteuern eingetrieben. Aber auch der lokale Adel versuchte die Verluste an seiner Habe bei Kl\u00f6stern wieder zu ersetzen.<\/p>\n<p>Kloster Morimond wurde die Zahlung von 100 Moutons auferlegt. Das war eine Goldm\u00fcnze mit ca. 4,7 Gramm Gold.&nbsp; Das entspricht am 10.10.2023 251 \u20ac.Eine solche M\u00fcnze hatte damals einen enormen Wert. Entsprechend war die Belastung.<\/p>\n<p>Abt von Morimond war zu der Zeit Thomas de Romain (1354\u20131380). Die Herren von Choiseul waren seit der Gr\u00fcndung von Kloster Morimond V\u00f6gte von Morimond. Im 14. Jahrhundert war die Vogtei aber in Bedr\u00fcckung ausgeartet.<\/p>\n<p>Der Schwiegervater von Guido von Choiseul (+1361) war in der oben geschilderten Kriegsphase des 100-j\u00e4hrigen Krieges in Gefangenschaft geraten. Um ihn auszul\u00f6sen verkaufte Guido die Vogteirechte und die Gerichtsbarkeit von Kloster Morimond mit Erlaubnis des franz\u00f6sischen K\u00f6nigs <\/p>\n<p>f\u00fcr 2000 Goldgulden&nbsp; an Kloster Morimond, das sind etwa 347.358,00 \u20ac. Der franz\u00f6sische K\u00f6nig Karl V. (1364-1380) best\u00e4tigte die mit zwei Urkunden ausgestellt im September 1364 in Troyes und Juni 1365 in Tolant. (Dubois S. 274)<\/p>\n<p>Am 1. April 1368 gestattete Abt Thomas dem Kloster Altzella in Mitteldeutschland , beim Gottesdienst in ihrem Gebetsraum eine Orgel zu verwenden. Interessant dabei, er berief sich&nbsp; auf das besondere Privileg, dass seinem Kloster als einem der vier Kl\u00f6ster der ersten Generation des Zisterzienserordens zustand. (S\u00e4chsisches Staatsarchiv, 10001 \u00c4ltere Urkunden, Nr. 03891)<\/p>\n<p>In Dijon besa\u00df Kloster Morimond einen gro\u00dfen Stadthof und auch Weinberge und Ackerland.<\/p>\n<p>Herzog Philipp der K\u00fchne (1362-1404) von Burgund plante und stiftete ab 1377 das Kloster&nbsp; Chartreuse de Champmol<\/p>\n<p>in Dijon. Es sollte die Grablege f\u00fcr die Herz\u00f6ge von Burgund werden. Kloster Morimond \u00fcberlie\u00df daf\u00fcr bereitwillig Grundst\u00fccke. Daher r\u00fchren die guten Beziehungen zur Karthause von&nbsp; Dijon und dem Herzoghaus von Burgund und Kloster Morimond<\/p>\n<p>Sp\u00e4testens 1303 raucht ein ein Konrad \u201eAbt von Morimund\u201c als von Urban VI. (1378-1389) ernannter Visitator und Vorsitzender von Generalkapiteln auf. In der \u00c4btereihe von Kloster Morimond ist er aber nicht unterzubringen.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich handelt es sich bei diesem Konrad um Magister Konrad von&nbsp; Ebrach. Er war Profess von Kloster Ebrach und wurde zum Studium der Philosophie und Theologie an das St. Bernhardskolleg in Paris geschickt.<\/p>\n<p>1370 wurde er in Bologna zum zum Magister der Theologie promoviert. Ab 1375 war er&nbsp; Professor an der theologischen Fakult\u00e4t der Universit\u00e4t Prag, wo er ma\u00dfgeblich am Aufbau des neu gegr\u00fcndeten Zisterzienserkollegs mitarbeitete. <\/p>\n<p>1385 kam er nach Wien an die erst ein Jahr zuvor er\u00f6ffnete theologische Fakult\u00e4t. Er war Mitbegr\u00fcnder und erster Magister regens des unter der Aufsicht des Abtes von Heiligenkreuz stehenden St. Nikolaus-Kollegs der Zisterzienser.<\/p>\n<p>Mit der Wahl von Papst Urban VI. war eine Gruppe franz\u00f6sischer Kardin\u00e4le nicht einverstanden, erkl\u00e4rte seine Wahl zum Papst f\u00fcr ung\u00fcltig und w\u00e4hlte Kardinal Robert von Genf als Klemens VII. zum Gegenpapst. Dies war der Beginn des von 1378 bis 1419 w\u00e4hrenden gro\u00dfen abendl\u00e4ndischen <\/p>\n<p>Schismas. Damit waren auch die meisten internationalen Orden in eine Obedienz von Rom und von Avignon gespalten. Die r\u00f6mischen P\u00e4pste mussten die ihnen anh\u00e4ngenden Zisterzienser, deren Ordenszentrale <a href=\"http:\/\/www.zisterzienserlexikon.de\/w\/index.php?title=C%C3%AEteaux&amp;action=edit&amp;redlink=1\">C\u00eeteaux<\/a> im Bereich des Papstes von Avignon lag, neu organisieren. F\u00fcr die \u00c4bte von Deutschland, B\u00f6hmen, Polen und Skandinavien wurden ab 1379 mehrere Generalkapitel einberufen. 1383 erhielt Konrad von&nbsp; Ebrach von Papst Urban den&nbsp; Titel eines Abtes von Morimond und wurde zum Visitator der deutschen, b\u00f6hmischen und skandinavischen Zisterzienserkl\u00f6ster der r\u00f6mischen Obedienz ernannt. Er leitete die Generalkapitel der r\u00f6mischen Obedienz 1393 in Wien und 1394 in Heilsbronn. Trotz dieser Stellung behielt K. seine Professur in Wien bis zum Tod 1399 bei.<\/p>\n<p>Das 1140 gestiftete gestiftete Nonnenkloster Belfays wurde im 100-j\u00e4hrigen Krieg gepl\u00fcndert und dem Erdboden gleichgemacht worden. Da in den Kriegszeiten keine Chance bestand, das Kloster wieder aufzubauen, entschied das Generalkapitel 1393<\/p>\n<p>seine Aufhebung. Grund und Boden wurden dem Kloster Morimond \u00fcbergeben, das dort seit 1393 eine Grangie betrieb.<\/p>\n<p>K\u00f6nig Karl V. sowie das Offizial von Langres best\u00e4tigten und billigten dies.<\/p>\n<p>Im Ritterorden von Calatrava Gonzalo N\u00fa\u00f1ez de Guzm\u00e1n(1385-1404) zwar schon zw\u00f6lf Jahre im Amt, aber nicht von allen anerkannt worden, da seine Wahl ohne Genehmigung des Abtes stattgefunden hatten. Die Ritter verst\u00e4ndigten sich darauf,<\/p>\n<p>Abt Johannes III. von Martigny (1393-1402), den Abt von Morimond nach Spanien einzuladen und als Schiedsrichter den Streit zu beenden.<\/p>\n<p>Er war ein Profess von Kloster Morimond, Doktor der Theologie und hatte im Coll\u00e8ge des Bernardins in Paris gelehrt.Von 1393 bis 1402 war er Abt von&nbsp; Kloster Morimond. Dann wurde er zum Abt von Clairvaux berufen, was er bis 1405 war.<\/p>\n<p>Dann wechselte er nach Citeaux, wo er bis 1428 den Abtstuhl innehatte und damit auch Generalabt der Zisterzienser war.<\/p>\n<p>Von 1414-1418 fand in Konstanz das Konzil statt. Aus Morimond war dort Abt Johannes IV. de Bretagne (1402-1424) und als Vertreter des Zisterzienserordens Johannes von Martigny.<\/p>\n<p>Er geh\u00f6rte der Kommission an, die sich vor allem mit Jan Hus und seiner Lehre besch\u00e4ftigte. Abt Johannes hatte die Schriften von Jan Hus zu \u00fcberpr\u00fcfen und erkl\u00e4rte sie nach Dubois (S. 284) als erster f\u00fcr ketzerisch.<\/p>\n<p>Die Verurteilung und Hinrichtung von&nbsp; Jan Hus 1415 f\u00fchrte nach dem Konzil von Konstanz zu den Hussitenkriegen von 1417-1437. In B\u00f6hmen gab es mehr als 25 T\u00f6chter von Kloster Morimond. 1420 wurde das Kloster K\u00f6nigsaal in Zbraslav, einem Stadtteil von Prag, gepl\u00fcndert und niedergebrannt. <\/p>\n<p>Es war die Grablege der b\u00f6hmischen Herrscher. Die Gr\u00e4ber wurden aufgebrochen und beraubt, die Gebeine in der Kirche verstreut.<\/p>\n<p>1420 wurde Kloster Hradi\u0161t\u011b niedergebrannt und nicht mehr aufgebaut. Ebenfalls gebrandschatzt wurde Kloster Nepomuk. Ebenfalls niedergebrannt wurde Kloster Svat\u00e9 Pole (Heiligenfeld) in Ostb\u00f6hmen.<\/p>\n<p>1421 \u00fcberfiel der Hussitenhauptmann Jan \u017di\u017eka (+1424) das 1142 als erstes in B\u00f6hmen gegr\u00fcndete Zisterzienserkloster. Die M\u00f6nche wurden erschlagen, das Kloster niedergebrannt.<\/p>\n<p>Das 1192 von Waldsassen aus gegr\u00fcndte Kloster Ossek in Nordb\u00f6hmen wurde dreimal im Hussitenkrieg zerst\u00f6rt.<\/p>\n<p>Das Kloster Velehrad wurde 1205 gegr\u00fcndet und ist das \u00e4lteste Zisterzienserkloster in M\u00e4hren. Es wurde 1421 niedergebrannt.<\/p>\n<p>1422 brannten die Hussiten Kloster \u017d\u010f\u00e1r (Saar) nieder.<\/p>\n<p>1424 wurde Kloster Smilheim in M\u00e4hren zerst\u00f6rt<\/p>\n<p>Zlat\u00e1 Koruna (Goldenkron) im Bezirk Krumau fiel 1429 den Hussiten zum Opfer.<\/p>\n<p>Als eines der j\u00fcngsten Kl\u00f6ster in M\u00e4hren, gegr\u00fcndet 1357 wurde Kloster Skalice 1421 zerst\u00f6rt.<\/p>\n<p>In Schlesien wurde Kloster Kamenz zerst\u00f6rt, Kloster Gr\u00fcsau zerst\u00f6rt und das dazu geh\u00f6rige Stiftsland schwer verw\u00fcstet.<\/p>\n<p>In Sachsen traf es die Kl\u00f6ster Neuzell und Gr\u00fcnhain.<\/p>\n<p>Generalabt Johannes von Martigny kam auch mit ersten Reformbestrebungen in seinem Orden in Kontakt.<\/p>\n<p>Bei den Benediktiner gab es eine erfolgreiche Reformbewegung, die von den&nbsp; Kl\u00f6stern Melk (Melker Reform), Kastl (Kastler Reform) und Bursfelde (Bursfelder Kongregation) ausging.<\/p>\n<p>Auch bei den Zisterzienser gab es Reformbem\u00fchungen, die aber weniger von der Ordensleitung als von der Peripherie her ausgingen, Das passierte vor allem auf der Iberischen Halbinsel und in nordwesteurop\u00e4ischen Kl\u00f6stern.<\/p>\n<p>In Westfalen gab es Anfang des 15. Jahrhunderts drei Abteien, die sich offen f\u00fcr Reformen zeigten. Von einer Reformbewegung des westf\u00e4lischen Zisterziensertums kann man allerdings nicht sprechen.<\/p>\n<p>Da ist einmal das Kloster Marienfeld in&nbsp; einem Ortsteil von Harsewinkel. Es wurde 1185 vom Kloster Hardehausen aus gegr\u00fcndet. Dieses war eine Tochter von Kloster Kamp. Marienfeld geh\u00f6rte also in die Filiation Morimond.<\/p>\n<p>1410 wurde Abt Hermann von Warendorf von Bischof Otto von Hoya, Bischof in M\u00fcnster von 1392-1424 in der St. Margarethenkapelle von M\u00fcnster zum 21. Abt von Kloster Marienfeld geweiht.<\/p>\n<p>Vor seinem Eintritt in den Zisterzienserorden war Hermann Baccalaureus in Erfurt. Dort war 1397 die Universit\u00e4t gegr\u00fcndet worden. Deren Professoren traten damals alle als Reformer der Kirche und des Otdenswesen ein.<\/p>\n<p>Ein paar Jahre nach Hermann studierte Johann Dederoth. Er wurde 1430 Abt des Reformbenediktinerkloster Clus und drei Jahre sp\u00e4ter Abt von Kloster Bursfelde.<\/p>\n<p>Man kann annehmen, dass Hermann von den Forderungen und Vorstellungen dieser Lehrkr\u00e4fte in Erfurt beeindruckt und beeinflusst wurde. Ein \u00e4hnliches Klima wie in Erfurt<\/p>\n<p>herrschte auch in Prag. Hermann war inzwischen in den Zisterzienserorden eingetreten. In Prag studierte er am Zisterzienserkolleg. Dort lehrte sein Ordenskollege Matth\u00e4us Steynhus, von der Abtei K\u00f6nigssaal abgeordneter Leiter des Zisterzienserkollegs.<\/p>\n<p>Aus Furcht vor der Pest war Hermann ins Zisterzienserkloster Goldenkron geflohen.&nbsp; Die b\u00f6hmischen Zisterzienserkl\u00f6ster K\u00f6nigsaal und Goldenkron&nbsp; hatten n\u00e4mlich seit der Mitte des 14 . Jahrhundertseine Bl\u00fcte ihres Ordenslebens erreicht. Sie waren durchaus mit<br \/>Raudnitz und KastI, den bekannten monastischen bzw. kanonikalen Reformzentren in B\u00f6hmen und der Oberpfalz zu vergleichen kann.<\/p>\n<p>Hermann, nun Abt von Kloster Mariazell, entwickelte eine Reformt\u00e4tigkeit, die das Chronikon Campi S. Mariae so beschreibt: , \u201cdas Verstreute zu sammeln, das Zerst\u00f6rte wiederaufzubauen und N\u00fctzliches zu schaffen\u201d. (Kaspar Elm in<\/p>\n<p>Westf\u00e4lisches Zisterziensertum und sp\u00e4tmittelalterliche Reformbewegung&nbsp; Quelle: Westf\u00e4lische Zeitschrift 128, 1978 \/ Internet-Portal &#8222;Westf\u00e4lische Geschichte&#8220; S. 15 ff)<\/p>\n<p>Er vers\u00f6hnte den unter seinen Vorg\u00e4ngern zerstrittenen Konvent. Er erneuerte die Mensa Communis, bezog ein gemeinsames Dormitorium. Er vervollst\u00e4ndigte die Bibliothek und lie\u00df Abteigeb\u00e4ude und Klosterh\u00f6fe restaurieren.<\/p>\n<p>Ebenso wichtig, er sicherte Besitz, Rechte und Privilegien gegen\u00fcber dem Zugriff der benachbarten geistlichen und weltlichen Herren.<\/p>\n<p>Die Reformbem\u00fchungen von Abt und Konvent wurde ausgedehnt auf die westf\u00e4lischen Zisterzienserinnenkl\u00f6ster, wo die M\u00f6nche Beichtv\u00e4ter und Visitatoren waren.<\/p>\n<p>Abt Hermann wollte mit der Reform dir Erneuerung&nbsp; von Observanz und Liturgie erreichen. Auch die Mutterabtei Hardehausen und Bredelar wurden von den Reformbem\u00fchungen erfasst.<\/p>\n<p>Generalabt Johannes von Martigny und das Generalkapitel anerkannten die Reformbem\u00fchungen der drei Kl\u00f6ster und unterst\u00fctzen sie, auch wenn solche nicht immer mit den Ordensregeln zu vereinbaren waren.<\/p>\n<p>1412 wurde Kloster Sibculo in den Niederlanden als Tochterkloster von Kamp gegr\u00fcndet. Es hatte nur eine kurze Geschichte, denn schon 1580 mussten die M\u00f6nche wegen der Reformation verlassen und noch vor 1600 machten die Truppen der Generalstaaten das <\/p>\n<p>Kloster dem Erdboden gleich. Aber kurz nach seiner Gr\u00fcndung r\u00fchmte Generalabt Johannes das Kloster und seine Gr\u00fcnder. Er sah sie als kleine Herde und&nbsp; lobte sie als Erneuerung der alten \u00dcberlieferungen und Einrichtungen ( traditiones et instituta) als Erneuerung der alten \u00dcberlieferungen und Einrichtungen ( traditiones et instituta) seines Orden.<\/p>\n<p>Abt Johannes von Martigny starb 1428. Nach seinem Weggang nach Clairvaux 1402 und dann nach Citeaux folgte ihm in Morimond Johannes IV. von Bretagne (1402-1424) als 33. Abt von Morimond.<\/p>\n<p>Auf Einladung von K\u00f6nig Heinrich III. von Kastilien kam Abt Johannes IV. 1404, wo er Enrique de Villena (1404\u20131407) als Gro\u00dfmeister von Calatrava best\u00e4tigte.Nach Dubois spielte er auch beim Konzil von Konstanz eine Rolle (S. 268 )<\/p>\n<p>Im 14. Jahrhundert war die Anziehungskraft des Zisterzienserorden geringer geworden. Die Klosterzucht lie\u00df nachDas machte den Orden weniger attraktiv. Die Bettelorden wurden zu echten Konkurrenten.<\/p>\n<p>Der Zustrom an Laienbr\u00fcdern lie\u00df nach. Das bereitete bei der Bewirtschaftung zunehmend Probleme, da Arbeitskr\u00e4fte zu fehlen begannen. Grangien (Hofg\u00fcter) mussten verpachtet werden.<\/p>\n<p>Der Niedergang zeigte sich auch&nbsp; auch in Neugr\u00fcndungen. Von Clairvaux erfolgten keine mehr. Die letzte Gr\u00fcndung Pontignys erfolgte 1239, die letzte von La Fert\u00e9 1246 (nach Dubois S. 281)<\/p>\n<p>In Morimond gab es auch im 14. Jahrhundert Neugr\u00fcndungen. Die Filiation war in den Niederlanden t\u00e4tig.<\/p>\n<p>1342 wurde Kloster Eiteren in der Provinz Utrecht von Kloster Ebrach gegr\u00fcndet.&nbsp; 1382 besiedelte Kloster Kamp das Kloster Marienkroon bei Heusden.<\/p>\n<p>Abt Guido II. war der Nachfolger von Abt Johannes IV. und regierte von 1424-1427. Er war wohl auch mit deutschen Kl\u00f6stern befasst. Am 18.April 1422 stellt er eine Urkunde f\u00fcr Kloster Kamp aus. \u201cAbt Guido vom Zisterzienserkloster Morimont (&#8222;morimundi&#8220;), Di\u00f6zese Langres (&#8222;lingonensis diocesis&#8220;), gestattet dem nicht benannten Prior und Konvent des Zisterzienserklosters zu Kamp, Di\u00f6zese K\u00f6ln, unter Vorbehalt gewisser Rechte, die Befugnis, irgendeinen Abt des Ordens zur Wahl eines neuen Abtes zu berufen, falls in der Zeit bis zur n\u00e4chsten Visitation des Klosters der Abt aus triftigen Gr\u00fcnden auf seine W\u00fcrde resignieren\u201d Das war aber eine Urkunde, die eigentlich noch gar nicht gebraucht wurde und sozusagen f\u00fcr den Bedarfsfall bereitgestellt wurde. (Archive in Nordrhein-Westfalen AA 0345 \/ Kamp, Urkunden AA 0345, Nr. 756)<\/p>\n<p>Bei dieser Urkunde stimmt das Ausstellungsdatum&nbsp; allerdings nicht mit der Biographia Cisterciensis \u00fcberein. Das Ausstellungsdatum ist 1422.In der Biographia wird Guido von 1424-1427 als Abt gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Ebenfalls nicht \u00fcbereinstimmend ist eine Verkaufserlaubnis f\u00fcr das Kloster Amelungsborn, die am 16.05.1430 ausgestellt ist.<\/p>\n<p>\u201cAbt Guido von Morimond erteilt dem Kloster Amelungsborn den Konsens zum Verkauf des Klosterhofes Dranse im Lande Slavien. ((BLHA), 10A Hochstift Havelberg U )<\/p>\n<p>1426 erstellt Abt Guido dem Kloster Buch im Ortsteil Klosterbuch in Leisnig im Landkreis Mittelsachsen. <\/p>\n<h5><font size=\"3\">\u201cGuido, Abt zu Morimond, quittiert dem Kloster Buch eine Zahlung von 8 Gulden f\u00fcr drei r\u00fcckst\u00e4ndige Termine in den Jahren 1420 und 1421.\u201d <\/font><\/h5>\n<p>(S\u00e4chsisches Staatsarchiv, 10001 \u00c4ltere Urkunden, Nr. 06017)<\/p>\n<p>Am 5. Juni 1427 kassierte Abt Guido in Waldsassen die vom Generalkapitel 1423 auferlegte Kontribution.(Staatsarchiv Amberg, Kloster Waldsassen Urkunden 621)<\/p>\n<p>Abt Guido verstarb 1427.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Johannes&nbsp; V. de Sabaudie&nbsp; (1427-1431) Er verstarb im September 1431.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Guido III.(1431\u20131441 ). Er besuchte Calatrava zwei mal. Er verstarb 1441. ER verstatb m September <\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Johannes&nbsp; VI. von&nbsp; Blasey (1441\u20131449 ) Er trat sein Amt nach September 1441 an und verstarb am 10. Mai 1449.<\/p>\n<p>Am 7. Mai 1447 stellte er f\u00fcr Kloster Walkenried eine Urkunde aus, in der er dem Kloster die Erlaubnis des Generalkapitels mitteilte, umfangreichen Besitz an Herzog Heinrich von Braunschweig (+ 1473)<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Johannes&nbsp; VII. von Graille (1449\u20131459) Er. verstarb im September 1460.<\/p>\n<p>Abt Johannes war in S\u00fcddeutschland unterwegs und kassierte die Kontributionen f\u00fcr die dortigen Zisterzienserkl\u00f6ster ein, so&nbsp; am 13. Juli 1453 f\u00fcr Kloster F\u00fcrstenzell (BayHStA, Kloster F\u00fcrstenzell Urkunden 622)<\/p>\n<p>Das waren 6 Rheinische Gulden, das entspricht etwa 1.088,00 \u20ac. Er war Generalvisitator des Ordens und kassierte am 31. Mai 1457 auch von F\u00fcrstenzell dieses Mal 12 Gulden, das entspricht etwa 2.176,00 \u20ac. f\u00fcr die <\/p>\n<p>Jahre 1454-1457 ein (BayHStA, Kloster F\u00fcrstenzell Urkunden 636). Man kann annehmen, dass das immer in Verbindung mit einer Visitation des Kloster stattfand<\/p>\n<p>1455 musste er als Generalvisitator in Kloster F\u00fcrstenzell eingreifen, da es Vorw\u00fcrfe gegen den dortigen Abt Paul Herzmann (1451\u20131454 ) gab, dass&nbsp;&nbsp; er die G\u00fcter des Klosters verschleuderte.<\/p>\n<p>Johannes VII. de Graille musste der Anzeige nachgehen und beauftragte am 25.Juni 1455 die \u00c4bte von Heilsbronn Ulrich K\u00f6tzler (1433\u20131462 ) und Kaisheim Nikolaus Kolb (1440\u20131458) die Angelegenheit zu untersuchen.<\/p>\n<p>(siehe dazu Mei B\u00fcchle Zisterzienserkloster F\u00fcrstenfeld)<\/p>\n<p>Die Wahl des neuen F\u00fcrtstenfelder Abtes Ulrich (1457-1467) fand unter dem Vorsitz von&nbsp; Abt Johannes VII. statt.<\/p>\n<p>Abt Philibert (1459\u20131460 ) folgte als 39. Abt und regierte nur ein Jahr.Dieser kommt bei Dubois nicht vor.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Humbert de Losne (1460\u20131462). Er stammte aus dem kleinen Dorf St. Jean des Losne in der Franche Comt\u00e9. Dubois beschreibt ihn als sehr gebildeten Mann, der bewandert war<\/p>\n<p>in der Theologie, aber auch im Kirchenrecht und der Geschichte. Er hat mehrere Werke verfasst. (S. 292)<\/p>\n<p>1460 schickte ihn Papst Pius II. (1458-1464, vor seiner Wahl t\u00e4tig als Schriftsteller und Humanist Aenea Silvio Piccolomini ) nach Calatrava. Er visitierte auch den Ritterorden von Alcantara und den von Montesa. <\/p>\n<p>In Portugal visitierte er den Christusorden und den Ritterorden von Avis.<\/p>\n<p>Heinrich IV. K\u00f6nig von Kastilien und Leon lud ihn an seinen Hof und verlieh ihm und seinen Nachfolgern den Titel eines Granden von Spanien 1. Klasse. Damit hatte er das Recht, am Hofe des K\u00f6nigs zu leben.<\/p>\n<p>In Gegenwart des K\u00f6nigs durfte er sich setzen und bedeckt bleiben. In den St\u00e4dten und Festungen wurde er mit allen Ehren und dem Zeremoniell der Prinzen von Gebl\u00fct empfangen.<\/p>\n<p>Das war auch die Anerkennung f\u00fcr Kloster Morimond der Dienste, die das Kloster f\u00fcr Spanien geleistet hatte.<\/p>\n<p>Aus Spanien zur\u00fcck reiste Abt Humbert gleich weiter nach Polen, um die dortigen Zisterzienserkl\u00f6ster zu visitieren.<\/p>\n<p>Als er aus Polen zur\u00fcckkam wurde er Abt von Kloster Citeaux. Dieses Amt hatte er von 1462 bis 1476 inne. Er starb am am 7. oder 9. September 1476 in Rom.<\/p>\n<p>1463, schon als Abt von Citeaux, schickte ihn die St\u00e4ndeversammlung von Burgund zu Karl dem K\u00fchnen (1467-1477), damals noch Graf von&nbsp; Charolais, weil dieser sich gegen seinen Vater<\/p>\n<p>Philipp III. der Gute (1396-1467) emp\u00f6rt hatte. Abt Humbert schaffte es, dass Karl sich zu seinem Vater begab und diesen um Verzeihung bat. (Dubois, Anmerkung auf S. 291)<\/p>\n<p>Als Generalabt hatte Humbert eingef\u00fchrt, dass in den Zisterzienserkl\u00f6stern nach der Komplet das Salve Regina gesungen wurde.<\/p>\n<p>Als Humbert Abt von Citeaux wurde, folgte ihm in Morimond Thomas von Luxembourg (1462\u20131466) als 41. Abt.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Wilhelm II. von M\u00e8ge1466\u20131471&nbsp; Er regierte ab 1466. Er starb im April 1471.<\/p>\n<p>Von 1467-1490 regierte in Kloster Altenberg in Bergischen Land Abt Arnold von Monnickendam. Er stoppte den \u00f6konomischen Niedergang der Abtei und sicherte so eine Basis f\u00fcr eine Reform in <\/p>\n<p>seinem Kloster. Abt Wilhelm aus Morimond schickte ihm zwei M\u00f6nche aus Kamp, die ihn in seinen Reformbem\u00fchungen unterst\u00fctzten, Heinrich von Kalkar, der in Alltenberg Prior wurde und Heinrich von Aldekerk.<\/p>\n<p>Die Reform gelang so gut, dass Abt Arnold auch mit der Reform anderer Konvente beauftragt wurde, so Kloster Haina 1470 und die Frauenzisterze Kentrop bei Hamm.<\/p>\n<p>1470 war er in Kloster Heiligkreuz zur Regularvisitation<\/p>\n<p>Als 43. Abt folgte Anton von&nbsp; Boisredon (1471\u20131484). Er war Prior von Serqueux un d ein Verwandter der Familien Choiseul, die lange die V\u00f6gte in Morimond gestellt hatte und Beaufremont.<\/p>\n<p>Er war ein sehr talentierter Verwalter . Er wurde von dem franz\u00f6sischen K\u00f6nig Ludwig XI. zum Rat ernannt und war einer der wichtigsten&nbsp; Ratgeber des K\u00f6nigs und er bediente sich seiner bei vielen wichtigen Verhandlungen.<\/p>\n<p>Nach dem Tod Karls des K\u00fchnen 1477 in der Schlacht von Nancy visitierte Abt Anton den Ritterorden von Calatrava.<\/p>\n<p>Abt Anton resignierte 1484.<\/p>\n<p align=\"left\"><font size=\"3\">Sein Nachfolger wurde Jakob I. von Livron (1484\u20131491) als 44. Abt. Er f\u00fchrte eine Visitation der s\u00fcddeutschen Zisterzienserkl\u00f6ster und des Klosters Engelszell in Ober\u00f6sterreich durch.<\/font><\/p>\n<p align=\"left\"><font size=\"3\">Bei dieser Gelegenheit stellte er auch Urkunden f\u00fcr das Kloster F\u00fcrstenzell aus.<\/font><\/p>\n<h3>\u201cJacob, Abt von Morimond und Generalabt der Zisterzienser in Deutschland, best\u00e4tigt die R\u00fcckzahlung eines Teils dem Kloster F\u00fcrstenzell geliehenen Geldes und die noch in den n\u00e4chsten Jahren zu zahlenden Raten.\u201d<\/h3>\n<p>BayHStA, Kloster F\u00fcrstenzell Urkunden 778. In dieser Urkunde wird er als Generalabt der Zisterzienser in Deutschland bezeichnet.<\/p>\n<p>In der n\u00e4chsten Urkunde BayHStA, Kloster F\u00fcrstenzell Urkunden 781 best\u00e4tigt er die Wahl des Bruders Pangratius zum neuen Abt des Klosters F\u00fcrstenzell. Vor seiner Wahl war er Prior von Kloster F\u00fcrstenzell.<\/p>\n<p>Problem bei beiden Urkunden ist das Ausstellungsdatum. Beide sin 1496 ausgestellt aber sowohl nach Dubois als der Bibliographia Cisterziensis&nbsp;&nbsp;&nbsp; endete die Amtszeit von Abt Jakob bereits 1491.<\/p>\n<p>Dubois gibt das Todesdatum von Abt Jakob I. mit dem 15. Dezember 1491 (S.372) an.<\/p>\n<p>Nach der Biographia Cisterciensis folgte Johannes VIII. von Vivien (1491\u20131495 ) als 45. Abt von Morimond.<\/p>\n<p>Als der letzte Gro\u00dfmeister des Orden von Calatrava Garc\u00eda L\u00f3pez de Padilla (1482\u20131487) starb, vereinigte Papst Innozenz VIII. (1485-1492) den Orden mit der Krone von Spanien und \u00fcbertrug die Gro\u00dfmeisterschaft K\u00f6nig Ferdinand II. (1474-1504).<\/p>\n<p>K\u00f6nig Ferdinand teilte seine Ernennung pflichtgem\u00e4\u00df Abt Joannes mit, der ja als Abt von Morimond geistiges Oberhaupt des Ordens war.<\/p>\n<p>Abt Johannes VIII. verstarb am 10. Oktober 1495.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Jakob II. de Pontailler (1495\u20131503 ). Er war erst Provisor, also Leiter des Coll\u00e8ge St. Bernard in Paris. Dann wurde er Abt in Kloster Bellevaux. Von 1495-1503 wurde er Abt in Morimond und ab 1501 wurde er auch Abt in Kloster Citeaux. <\/p>\n<p>Dort und Generalabt war er bis 1516. Papst Julius II. (1503- 1513) gab in seinem 1.Regierungsjahr in einer Bulle die Jurisdiktion \u00fcber die Ritterorden von Calatrave und Avis in Spanien und den Christusorden und den Orden von Montesa<\/p>\n<p>in Portugal. <\/p>\n<p>Als Abt Jakob II. Abt von Citeaux geworden war, wurde Abt Remigius von&nbsp; Brasey (1503\u20131517 ) sein Nachfolger in Morimond. Nach einer Anmerkung bei Dubois war er als \u201cOrdinis reformator generalis\u201d (S. 306) 1504 in Deutschland, B\u00f6hmen und Polen unterwegs.<\/p>\n<p>Er traf einige Anordnungen. In Himmerod befreite er den Abt Jakob von Hillesheim (1498\u20131510 ) von der Anwesenheit auf dem Generalkapitel. Als Abt Remigius Kloster Kentrop visitierte, nahm er den als Beichtvater anwesenden Abt von<\/p>\n<p>Kloster Altenberg&nbsp; Heinrich Rouffer von Brauweiler&nbsp; (1496\u20131517) in die Fraternit\u00e4t von Kloster Morimond auf. <\/p>\n<p>Bei einer Untersuchung in Kloster Sibculo setzte er mit einem Notariatsinstrument den erw\u00e4hlten Abt von Kamp Anthonius Bemell in sein Amt als Abt von Kamp ein (1504)ein. (Landesarchiv NRW Abteilung RheinlandAA 0345 \/ Kamp, Urkunden AA 0345, Nr. 92)<\/p>\n<p>Abt Remigius starb im Jahr 1517.<\/p>\n<p>Das ganze folgende Jahrhundert war f\u00fcr Kloster Morimond eine \u00e4u\u00dferst schwierige Zeit. 1340 hatte sich der englische K\u00f6nig Edward III. (1327-1377) zum franz\u00f6sischen K\u00f6nig ernannt.<\/p>\n<p>Er fiel in Frankreich ein. Es folgten die Schlachten von Cr\u00e9cy 1346 und Poitiers 1356 (s.o.). Auch Kloster Morimond war ja gepl\u00fcndert worden. Der Krieg brachte eine Zeit von Rechtsunsicherheit mit sich. Marodierende S\u00f6ldner zogen durch das Land.<\/p>\n<p>Die M\u00f6nchen mussten mehrmals fliehen, so nach der Schlacht von Poitier. Sie nahmen die Reliquien und die Heiligen Gef\u00e4\u00dfe mit und begaben sich in die Gegend von Langres und der Saone. Die kriegerischen Auseinandersetzungen waren gefolgt von Hungersn\u00f6ten und der Pest.<\/p>\n<p>Die Reformation in Deutschland f\u00fchrte dazu, dass Morimond vor allem in Nordwestdeutschland etwa 70 Tochterkl\u00f6ster verlor, die im Zuge der Reformation aufgel\u00f6st wurden.<\/p>\n<p>Die Religionskriege in Frankreich von 1562-1598 wirkten sich nat\u00fcrlich auch auf Kloster Morimond aus. Man sah in dieser Zeit die Notwendigkeit einen Zufluchtsort n\u00e4hrt beim Kloster als in Dijon zu haben.<\/p>\n<p>Die M\u00f6nche verkauften ihr&nbsp; Haus in Dijon und erwarben ein gro\u00dfes Haus in Langres, das sie Petit-Morimond nannten. Die Verk\u00e4ufer in Dijon r\u00e4umten dem Kloster ein m\u00f6bliertes Zimmer mit zwei Betten und einem Stall f\u00fcr die Pferde unentgeltlich ein,<\/p>\n<p>das der Abt und ein Begleiter nutzen konnte, wenn er in Dijon war.<\/p>\n<p>Die Verh\u00e4ltnisse \u00e4nderten sich erst wieder mit der Regierung von Abt Claude I. Masson.<\/p>\n<p>Nach dem Tod von Abt Remigius musste sich der Konvent von Morimond nach Petit-Citeaux in Dijon wegen kriegerischen Ereignissen und Raubz\u00fcgen im Bassigny zur\u00fcckziehen.<\/p>\n<p>Dort wurde der Nachfolger von Abt Remigius gew\u00e4hlt. Edmond Ornot de Pichange (1517\u20131551) wurde einstimmig zum 48. Abt von Morimond gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>1529 dankte der letzte von Kloster Morimond eingesetzte Prior des Ritterordens von Calatrava ab. Abt Edmund schickte umgehend Peter Nivard als neuen Prior nach Spanien. Allerdings akzeptierte Kaiser Karl (als Carlos I. K\u00f6nig von Kastien, Aragon und Leon 1516-1558)<\/p>\n<p>diesen nicht. Abt Edmund sandte dann Nikolas d\u2019Avenne als Prior nach Spanien und blieb dies bis zu seinem Tod 1552.<\/p>\n<p>Abt Edmund verstarb am 27. September 1551.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Johannes IX. Coquey (1551\u20131576 ) als 49. Abt von Morimond.<\/p>\n<p>Er war Doktor der Theologie und Provisor des Coll\u00e8ge St. Bernard in Paris. Er hatte sich als dessen Leiter ausgezeichnet.<\/p>\n<p>Der Nachfolger Karls V., Philipp . von Spanien (!556-1558) wollte das Kloster Morimond keinen Prior mehr f\u00fcr den Orden von Caltrava ernennen konnte. Abt Johannes<\/p>\n<p>lehnte den Verzicht auf dieses Vorrecht aber ab. Philipp wandte sich deshalb an Papst Pius V. (1566-1572) Er best\u00e4tigte aber diesen seit undenklicher Zeit bestehenden Brauch,<\/p>\n<p>ordnete aber an, dass einmalig davon Abstand genommen wurde. Abt Johannes unterwarf sich zwar der p\u00e4pstlichen Entscheidung, verzichtete aber nicht auf das Recht Morimonds.<\/p>\n<p>So wurde ein Prior ohne Zutun Morimonds bestimmt. Da das Kloster weiter auf seinem Recht bestand, hatte die Ritterschaft von jetzt ab mehr keinen geistlichen Hirten.<\/p>\n<p>Im 4. Hugenottenkrieg 1572-1573 eroberten die Hugenotten Schloss Choiseul. Die M\u00f6nche zogen sich nach Langres zur\u00fcck und nahmen alles&nbsp; mit, was ihnen kostbar und teuer war.<\/p>\n<p>Als das Schloss geschleift worden war, kehrten sie wieder in das Kloster zur\u00fcck. 4 Jahre sp\u00e4ter mussten sie nochmals fl\u00fcchten. Als das Kloster verlassen war,drangen Hugenotten in das verlassene Kloster ein.<\/p>\n<p>Sie raubten alles, was ihnen in die H\u00e4nde fiel und brannten alles nieder. Kostbare Handschriften und Kunstgegenst\u00e4nde gingen verloren.<\/p>\n<p>Der Konvent&nbsp; verlor auch das Recht, den Abt selbst zu w\u00e4hlen. Er geriet \u201cin die H\u00e4nde eines Mietlings, wie Dubois dies beschreibt (S.318)<\/p>\n<p>In seiner Regierungszeit hatte Johannes alle Kl\u00f6ster seines Ordens in Frankreich, Flandern, Savoyen und Lothringen besucht.<\/p>\n<p>1572 war er Generalvikar des Zisterzienserordens geworden.Er har auch einige B\u00fccher verfasst.<\/p>\n<p>Abt Johannes IX. verstarb am 16. November 1576.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Gabriel de Saint-Belin (1576\u20131590). Er war der Bruder seines Vorg\u00e4ngers.&nbsp; Er war ein Profess von Cluny, Doktor beider Rechte.<\/p>\n<p>Er war Gouverneur des Schloss von Lourdon, das immer eine wichtige Zuflucht der M\u00f6nche von Cluny war. Auch dieses Mal hatten die M\u00f6nche von Cluny ihre Kostbarkeiten auf das Schloss gebracht. Durch Verrat<\/p>\n<p>gelangten die Hugenotten in das Schloss. Der Gouverneur konnte nicht verhindern, dass alle Klostersch\u00e4tze geraubt wurden. Das Kloster erlitt einen Schlag, von dem es sich nicht mehr erholte.<\/p>\n<p>Gabriel de Saint-Belin zog sich daraufhin zu seinem Bruder Abt Johannes zur\u00fcck.<\/p>\n<p>K\u00f6nig Heinrich III. von Frankreich (1574-1589) und Papst Gregor XIII. (1572-1585) verliehen Gabriel de Saint-Belin Kloster Morimond als Kommende.<\/p>\n<p>Diese im Prinzip widerrechtliche Einsetzung wurde sp\u00e4ter durch eine Wahl des Konvents in eine rechtliche Form umgewandelt.<\/p>\n<p>Er wurde als Abgeordneter der Geistlichkeit des Bassigny zu einer Versammlung nach La Mothe geschickt, wo die Rechtsgebr\u00e4uche der Landschaft festgestellt und revidiert wurden.<\/p>\n<p>Das Gesetzbuch stammt haupts\u00e4chlich von Abt&nbsp; Gabriel.<\/p>\n<p>Er starb am&nbsp; 14. September 1590 im Alter von 44 Jahren in Paris, ohne jemals in seiner Abtei gewohnt zu haben.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger Fran\u00e7ois I. de S\u00e9rocour (1590\u20131591) regierte als 51. Abt nur ein Jahr. Er war Profess von Beaupr\u00e9 und Abt von Kloster Saint-Beno\u00eet-en-Wo\u00ebvre, einer Tochter von Morimond.Francois war dort Abt von<\/p>\n<p>1584-1590. Er dankte aber nach wenigen Monaten ab.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte als 52. Abt Claude I. Masson (1591\u20131620). Er hatte mehrere Jahre an der Universit\u00e4t von Paris studiert&nbsp; und wurde dort zum Doktor der Theologie promoviert.<\/p>\n<p>Im Juni 1591 wurde er in Reims von Generalabt&nbsp; Edmond I. de la Croix (1584\u2013 1604 ) zum Abt von Morimond geweiht. Er festigte die kl\u00f6sterliche Zucht wieder. Von geistlichen Herren<\/p>\n<p>konnte er Klosterbesitz zur\u00fcckholen, dessen sich diese bem\u00e4chtigt hatten. Lange konnte sich Morimond nicht des Friedens erfreuen. Herzog Ren\u00e9 II von Lothringen (1473-1508) fiel auf seinem \u2018Zug in die Champagne ins Bassigny ein und griff <\/p>\n<p>die Festungen Coiffy und Montigny an. Kloster Morimond geriet so zwischen die Fronten. Die von allen Seiten eingeschlossenen M\u00f6nche verlie\u00dfen ihren Posten nicht. Das Volk hatte sich auf die Klosterh\u00f6fe und ins Kloster gefl\u00fcchtet.<\/p>\n<p>Alle blieben aber unversehrt.<\/p>\n<p>Auch die Protestanten von La Marche und Neufchateau schickten&nbsp; ihre Emiss\u00e4re immer wieder in die Gegend und lie\u00dfen auch in den Kirchen predigen. Der Bischof von Langres Charles de Perusse des Cars (1569\u20131614)<\/p>\n<p>schrieb an Abt Claude und verl\u00e4ngerte den Auftrag, den schon Kardinal Claude de Longwy de Givry (1530\u20131561) seinen Abtsvorg\u00e4ngern erteilt hatte, n\u00e4mlich den katholischen Glauben in der Landschaft zu verteidigen.<\/p>\n<p>Abt Claude war Wissenschaftler und als solcher Ansicht, dass man Ketzer am besten \u00fcber ihre Schiften widerlegt w\u00fcrden Deshalb bat er Papst Clemens VIII. (1592-1605) die Schriften der Ketzer in seiner Abtei zu lesen oder sie lesen zu lassen,<\/p>\n<p>um die darin enthaltenen Irrt\u00fcmer aufzudecken und zu wiederlegen. Seine Bitte wurde ihm durch den Gro\u00dfinquisitor der r\u00f6mischen Inquisition Giulio Antonio Santorio (1586-1602) 1597 gew\u00e4hrt.<\/p>\n<p>1601 berief Generalabt Edmind I. in Absprache mit den 4 \u00c4bten der Primarabteien Claude I. von Morimond, Yves Sauvageot (1600-1655) von La Fert\u00e9, Denis Largentier (1596-1624) von Clairvaux und Claude Boucherat (1588-1613 ) von Pontigny.<\/p>\n<p>Eine gro\u00dfe Zahl von \u00c4bten und Prioren aus allen Teilen Europas war anwesend. Abt Claude gl\u00e4nzte auf diesem Kapitale als Redner und mit seinem fundierten Wissen so wie mit seiner Geschicklichkeit in der Behandlung aller Fragen.<\/p>\n<p>Die Geistlichkeit von Langres ordnete ihn 1605 zur Generalversammlung ab.<\/p>\n<p>K\u00f6nig Heinrich IV.(1589-1610) von Frankreich sch\u00e4tze ihn sehr, ernannte ihn&nbsp; zu seinem Rat&nbsp; und&nbsp; und Almosenier, das ist die Bezeichnung eines weltlichen oder kirchlichen Amtstr\u00e4gers, urspr\u00fcnglich eines Armenpflegers, der mit der Verteilung von Almosen an die Armen und mit der Verwaltung der daf\u00fcr vorgesehenen G\u00fcter und Gelder betraut ist. Er wurde am 19. Juni 1622 von Generalabt Nicolas Boucherat&nbsp; benediziert. <\/p>\n<p>Der Orden ernannte ihn zum Generalvikar von Citeaux, zum Visitatator und Reformator. In dieser Eigenschaft bereiste er gro\u00dfe Teile am Vorabend des 30-j\u00e4hrigen Krieges.<\/p>\n<p>In Deutschland visitierte er Kloster Marienstatt und erlie\u00df dort Reformstatuten. Er war in Harthausen und Ridagshauens. In Harthausen best\u00e4tigte er den Verkauf eines Hofes f\u00fcr 10.000 Goldgulden, das sind etwa 1.822.957,00 \u20ac. <\/p>\n<p>am 16. November 1603. (Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Ostwestfalen-Lippe, L 4 W, 20)<\/p>\n<p>Seine T\u00e4tigkeit brachte ihn mit den h\u00f6chsten W\u00fcrdentr\u00e4ger der Kirche Frankreichs zusammen, mit denen ihn ein freundschaftliches Verh\u00e4ltnis pflegte.<\/p>\n<p>Kardinal de la Rochefoucauld (1607-1645) ernannte ihn am 21.April 1618 zum Nachfolger des verstorben Priors von Cluny Guy de Moulin.<\/p>\n<p>Abt Claude I. verstarb im Mai 1620.Abt Claude war gebrechlich und kr\u00e4nklich geworden. Er nahm sich als Coadjutor seinen Neffen Claude II. <\/p>\n<p>Auf ihn&nbsp; folgte Claude II. Briffault (1620\u20131662) als 53. Abt.<\/p>\n<p>Er stammte aus einer angesehenen Familie des Bassigny. Er war der Sohn der Schwester von Abt Claude I. Er trat ins Kloster Morimond ein, studierte Theologie und war dann  <\/p>\n<p>Professor der Theologie. 1614 wurde er Prior von Kloster Droiteval, einem Zisterzienserkloster etwa 25 Kilometer von Kloster Morimond entfernt und war das bis 1621.  <\/p>\n<p>Er wurde am 19. Juni 1622 von Generalabt Nicolas Boucherat (1604-1625) benediziert. Er regierte von 1620 bis 1662.  <\/p>\n<p>Er regierte zwar \u00fcber 40 Jahre. Seine Amtszeit war aber \u00fcberschattet, durch die vielen Schicksalschl\u00e4ge, die Kloster Morimond erdulden musste.  <\/p>\n<p>Abt Claude II. folgte seinem Onkel bald als k\u00f6niglicher Rat und Almosenier. K\u00f6nig Ludwig XIII. (1610-1643 ernannte ihn am 20. August 1621 dazu.  <\/p>\n<p>Er wurde von K\u00f6nig Ludwig oft zu wichtigen Gesch\u00e4ften hinzugezogen.  <\/p>\n<p>Ein Ziel seiner Regierungszeit war die Wiedergewinnung des Priorats von Calatrava f\u00fcr Kloster Morimond.  <\/p>\n<p>Um dem Jurisdiktionsstreit mit der spanischen Krone ein Ende zu machen, verzichtete er auf die Ernennung eines franz\u00f6sischen Priors und schlug den Kastilier Chrysostomus Henriquez (1594-1632). Et war Historiograph des Zisterzienserordens.  <\/p>\n<p>Er starb aber schon mit 36 Jahren.  <\/p>\n<p>Nach dessen Tod 1632 den Theologieprofessor Angelus Manrique(1537-1649) vor, der das Amt aber aus politischen Gr\u00fcnden nicht annahm. K\u00f6nig Philipp legte die Entscheidung \u00fcber einen Prior von Calatrava einem Gremium von Richtern vor.  <\/p>\n<p>In den aufkommenden Kriegszeiten sollt aber keine Entscheidung getroffen werden und die Sache wurde auf Eis gelegt.  <\/p>\n<p>W\u00e4hrend des Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieges geriet Morimond zwischen die Fronten der Kriegsparteien und wurde von den Truppen verschiedener Herren heimgesucht. 1636 wurde die Abtei von den Soldaten des lothringischen Baron Clinchamp gepl\u00fcndert und verw\u00fcstet, mehrere M\u00f6nche kamen um.  <\/p>\n<p>Er hatte sich gegen den franz\u00f6sische K\u00f6nig emp\u00f6rt und an die Spitze der Lothringer gestellt.Er machte sich auf den Weg nach Langres. Unterwegs \u00e4scherte er alle Ortschaften&nbsp; ein.  <\/p>\n<p>Am 29. September 1638 war zu Wien der Generalvikar der \u00f6sterreichischen Zisterzienser, Abt Ignatius Krafft von Lilienfeld (1622-1638) gestorben. Der pl\u00f6tzliche Tod dieses um den Orden hochverdienten Mannes brachte die Zisterzienser \u00d6sterreichs<\/p>\n<p>in eine schwierige Lage. Es handelte sich um die Bestellung eines neuen Generalvikars, die nach den Beschl\u00fcssen des <br \/>Generalkapitels von 1628 dem Generalkapitel oder dem Generalabte zustand.Die Abhaltung eines Kapitels war in n\u00e4chster Zeit wegen des Krieges nicht m\u00f6glich gewesen.<\/p>\n<p>Denn der Orden hatte auch keinen rechtm\u00e4\u00dfigen Generalabt. Zwar der franz\u00f6sische Kardinal Richelieuu 1635(-1642) zum Abt von Citeaux gew\u00e4hlt worden. Er wurde aber weder&nbsp; vom Gro\u00dfteil des Orden noch vom Papst anerkannt.<\/p>\n<p>Kloster Heiligenkreuz hatte innerhalb der \u00f6sterreichischen Zisterzienserkl\u00f6ster eine besondere Stellung. Es war unmittelbare Tochter von Kloster Morimond. Alle Kl\u00f6ster waren aber in der Filiatur von Morimond.<\/p>\n<p>Der Abt von Kloster Heiligkreuz Michael Schnabel (1637-1658 ) wandte sich den Vaterabt von Morimond Claude II. und bat ihn um die sofortige Ernennung eines Generalvikars f\u00fcr \u00d6sterreich und schlug sich daf\u00fcr vor.<\/p>\n<p>Gleichzeitig schrieb er an die \u00c4bte von L\u00fctzel und Salem und bat sie, ihn zu unterst\u00fctzen. Es gab zwar auch eine inner\u00f6sterreische Opposition. Aber schlie\u00dflich wurde Abt Schnabel Generalvikat von \u00d6sterreich<\/p>\n<p>Als Generalabt Claude Vaussin (1645-1670) gew\u00e4hlt wurde, wurde das Provisorium definitiv geregelt.<\/p>\n<p>Der Krieg ging weiter.Bald danach folgten die Truppen des kaiserlichen Generals Matthias Gallas (1588-1647) mit 80.000 Mann. Ein Gro\u00dfteil des Klosters und der umliegenden Wirtschaftsgeb\u00e4ude wurden niedergebrannt. Die M\u00f6nche retteten sich zun\u00e4chst nach Langres, wo sie mehrere Jahre blieben, ein Teil auch in andere Kl\u00f6ster des Ordens. Auch Abt Briffault hielt sich in Langres auf, wie aus einem Brief an den Ordenshistoriker Gaspar Jongelincx vom 11. April 1639 hervorgeht. Erst 1642\/43 kehrten die M\u00f6nche aus allen Winkeln Frankreichs zu den Ruinen ihres Klosters zur\u00fcck, wurden aber noch einige Jahre mit Einquartierungen belastet. Erst nachdem der Friede wieder eingekehrt war, konnte man mit Unterst\u00fctzung der K\u00f6nige von Frankreich und Polen mit dem Wiederaufbau beginnen. <\/p>\n<p>Abt Claude II. verstarb 1662.<\/p>\n<p>Das Kloster wurde dann mehrere Jahre bis 1665 durch den Abt von Vaux La Douze Pierre II. Viard (1650\u20131669 ) verwaltet.<\/p>\n<p>Zu seinem Nachfolger wurde Abt Fran\u00e7ois II. de Machault (1667\u20131678? ) gew\u00e4hlt. Er geh\u00f6rte zum strengen Ordenszweig der Feillanten.<\/p>\n<p>Jean de la Barri\u00e8re war 1573 als Zisterzienser ins&nbsp; Kloster Eaunes eingetreten. Er strebte dann eine Ordensreform an.In w\u00f6rtlicher Auslegung der Benediktsregel strebteer&nbsp; ein asketisches Modell der Heiligkeit des M\u00f6nches an.<\/p>\n<p>Das brachte ihn in Gegensatz zu Generalabt Nicolas I. Boucherat (1571-1583) Dieser exkommunzierte ihn. Dagegen wehrte er sich. Er fand aber auch F\u00fcrsprecher. Mit Unterst\u00fctzung von K\u00f6nig Heinrich III. (1551-1589) von Frankreich gr\u00fcndete er in <\/p>\n<p>Faubourg Saint-Honor\u00e9 das Kloster Saint-Bernard. Papst Sixtus V. (1585-1590) billigte 1586 die \u201eKongregation Unserer Lieben Frau von Feuillant\u201c&nbsp; und erlaubte ab 1587 Klostergr\u00fcndungen in Rom.<\/p>\n<p>Papst Sixtus befahl Jean de la Barriere zu einem au\u00dferordentlichen Generalkapitel nach Turin. Dort wurden weitreichende Beschl\u00fcsse \u00fcber seinen Kopf hinweg gef\u00e4llt. Er reiste nach Rom weiter. Dort wurde ihm seine Entmachtung bewusst.<\/p>\n<p>Er wurde f\u00fcr unw\u00fcrdig erkl\u00e4rt, jegliches geistliche Oberen-Amt zu \u00fcbernehmen. Er durfte Rom nicht verlassen. Er lebte als einfacher M\u00f6nch heiligm\u00e4\u00dfig im Kloster Santa Pudenziana. <\/p>\n<p>1599 wurde er rehabilitiert. Er starb 1600.<\/p>\n<p>Abt Francois hatte im Krieg v\u00f6llig zerst\u00f6rtes Kloster \u00fcbernommen.<\/p>\n<p>Er versuchte, die Klosterdisziplin&nbsp; wieder zur Geltung zu bringen. Von Herzog Karl IV. (1625-1675) erwirkte er 1669 bedeutende Steuererleichterungen f\u00fcr die in Lothringen gelegenen Besitzungen des Klosters.<\/p>\n<p>Den Ritterorden von Calatrava versuchte er wieder unter die Jurisdiktion von Morimond zu bringen. Er griff den Vorschlag&nbsp; der spanischen Regentin (1649-1665) Maria Anna von \u00d6sterreich auf, Juan Velasco zum Prior des Ordens zu ernennen.<\/p>\n<p>Er konnte aber sein Amt nicht antreten.<\/p>\n<p>Der franz\u00f6sische Kardinal Jules Mazarin f\u00fchrte von 1642 bis 1661 als Minister die Regierungsgesch\u00e4fte in Frankreich. Bei seinem Tod erkl\u00e4rte K\u00f6nig Ludwig XIV. (1643-1715)dass er keinen Minister mehr ernennen werde, sondern die<\/p>\n<p>Regierungsgesch\u00e4fte in eigener Regie f\u00fchren werde. F\u00fct Frankreich bedeutete das&nbsp; aber wieder Krieg. 1672-1678 f\u00fchrte er Krieg gegen die Niederlande, der erst durch den Frieden on Nimwegen beendet wurde.<\/p>\n<p>Die Champagne aber auch die Franche-Comt\u00e9 war Kriegsschauplatz geworden. Die M\u00f6nche mussten wieder ihr Kloster verlassen. Die einen zogen mit den Kostbarkeiten des Klosters nach Langres, die anderen, unter ihnen<\/p>\n<p>der Abt ins Coll\u00e8ge St.Bernard.<\/p>\n<p>Das Kloster wurde von spanischen Guerillas gepl\u00fcndert. Die M\u00f6nche konnten erst 1678 nach dem Frieden von Nimwegen wieder in ihr Kloster zur\u00fcckkehren.<\/p>\n<p>Nach Dubois verstarb Abt Francois&nbsp; 1680. (S. 372)<\/p>\n<p>Als 55. Abt f\u00fchrt die Biographia Cisterciensis Nicolas II. de Chevigny (1681\u20131683 )<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Beno\u00eet-Henri Duchesne (1683\u20131703 ) Er verstarb 1703<\/p>\n<p>Ludwig XIV. hatte innenpolitisch begonnen, die Kontrolle \u00fcber die franz\u00f6sische Staatskirche auszubauen. Er ging davon aus, dass die Einheit der Nation zu st\u00e4rken, die durch die Reformation verursachte Spaltung des Christentums \u00fcberwinden<\/p>\n<p>werden musste.<\/p>\n<p>Nach dem Tod von Abt&nbsp; Beno\u00eet-Henri Duchesne lie\u00df K\u00f6nig Ludwig den M\u00f6nchen von Morimond mitteilen, dass er ihnen die Erlaubnis erteile, sich zur Wahl eines Abtes zu versammeln.<\/p>\n<p>Als seinen Kommissar ernannte er den Intendanten von Champagne.<\/p>\n<p>Nach erfolgter Wahl wurde der neue Abt feierlich bekannt gegeben und jeder einzelne M\u00f6nch musste dem Abt Gehorsam bis in den Tod hinein versprechen.<\/p>\n<p>Abt Nicolas III. Aubertot de Mauveignan (1703-1729) wurde am 9. Juli 1703 von K\u00f6nig Ludwig XIV. und am 26. November&nbsp; von Papst Clemens XI.(1700-1721) best\u00e4tigt. Er wurde am 2. Februar 1705 benediziert.&nbsp;&nbsp; <\/p>\n<p>Die Kosten f\u00fcr eine Abtswahl waren nicht unbedeutend. Alle Staatsbeamten, die an der Installation eines Abtes&nbsp; beteiligt waren, lie\u00dfen sich teuer bezahlen.<\/p>\n<p>Dazu kamen die Kosten&nbsp; bei der r\u00f6mischen Kurie. Nach Dubois betrugen sie bei Abt Nicolas f\u00fcr Bullen und Vollmachten 1400 Florentiner, das sind etwa 302.357,00 \u20ac. (S.340)<\/p>\n<p>Er war Beichtvater des Bischofs von Langres Fran\u00e7ois-Louis de Clermont-Tonnerre (1696-1724) und er war wohl auch mit ihm befreundet.<\/p>\n<p>Der Bischof \u00fcbertrug dem Abt immer wieder bisch\u00f6fliche Amtsaus\u00fcbungen wie Visitationen von Pfarreien oder die Weihe von Kirchen.<\/p>\n<p>In Morimond begann er mit dem kompletten Neubau des w\u00e4hrend der Kriege im vorigen Jahrhundert v\u00f6llig zerst\u00f6rten Klosters. Trotz der immensen Schulden, die auf dem Kloster lasteten,<\/p>\n<p>lie\u00df er die Klosterkirche wiederherstellen, ebenso die Konventgeb\u00e4ude, die Pr\u00e4latur, ein G\u00e4stehaus, die Kreuzg\u00e4nge, das Pfortenhaus so wie&nbsp; die Klausur.<\/p>\n<p>Die Grangien Grignoncourt und G\u00e9nichaux wurden wieder instand gesetzt. Die Au\u00dfenanlagen wurden umgestaltet. Mit der Bibliothek begann er. Deren Fertigstellung erlebte er aber nicht mehr.<\/p>\n<p>Der bekannte Benediktiner Edmond Mart\u00e8ne, Historiker und Liturgiker, besuchte und durchforschte&nbsp; die Bibliotheken vieler Kl\u00f6ster und Kirchen in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden, um Dokumente f\u00fcr die Gallia christiana, an deren Ausgabe die Mauriner arbeiteten, ausfindig zu machen. <\/p>\n<p>Zur Kongregation der Mauriner geh\u00f6rte auch Kloster St-R\u00e9my in Reims, die Mutterabtei von Edmond Mart\u00e8ne. Er hatte also einen guten \u00dcberblick \u00fcber Kl\u00f6ster und schrieb \u00fcber Kloster Morimond:<\/p>\n<p>\u201c Seit 30 Jahren hatte die Abtei nichts von \u00e4u\u00dferem Glanze, aber der Herr Abt hat einen pr\u00e4chtigen Bau begonnen der keinem Hause des Ordens nachstehen wird.\u201c Aubertot, Nicolas in Biographia Cisterciensis.<\/p>\n<p>Abt Nicolas verstatb nach der biographia Cisterciensi 1729, nach Dubois 1720 (S. 372)<\/p>\n<p>Zu seinem Nachfolger wurde Abt Lazare Languet (1729\u20131736 ) einstimmig gew\u00e4hlt.&nbsp; Et stammte aus einer alteingesessenen Familie in Burgund. Sein Vater war Generalprokurator am Parlement in Dijon, seine Mutter Marie Robelin eine Tochter des Parlementpr\u00e4sidenten Lazare Roblin.<\/p>\n<p>Sein Bruder Jean-Joseph Languet de Gergy war Erzbischof in Sens (1730-1753)<\/p>\n<p>Abt Lazare wehrte sich zwar mit aller Kraft gegen seine Wahl, weil er sich nicht<\/p>\n<p>f\u00fcr w\u00fcrdig befand. Seine Amtsf\u00fchrung zeigte aber, dass dieses v\u00f6llig unbegr\u00fcndet war.<\/p>\n<p>Vor seiner Wahl war er Doktor der Theologie der Sorbonne und Prior der Abtei La Fert\u00e9.<\/p>\n<p>1710 wurde er Abt von Saint Sulpice im Bugey. <\/p>\n<p>Nach seiner Wahl forderte er den Generalabt Andoche Pernot des Crots ( 1727\u20131748) wieder ein Generalkapitel abzuhalten. Er hielt diese Versammlungen f\u00fcr die Einheit des Ordens und di9e Erneuerung der Zucht f\u00fcr wichtig.<\/p>\n<p>Dazu kam es aber w\u00e4hrend seiner Amtszeit nicht mehr. Das Generalkapitel fand erst 1737 im Jahr nach seinem Tod statt.<\/p>\n<p>Abt Lazare sorgte daf\u00fcr, dass die Handwerker im Kloster, die Arbeiter in den Klosterwerkst\u00e4tten und die Tagl\u00f6hner auf den H\u00f6fen, zusammen waren das etwa 200 Menschen, eine Kirche f\u00fcr ihren Gottesdienst erhielten.<\/p>\n<p>Mit Erlaubnis des Bischofs von Langres Pierre de Pardaillan de Gondrin d\u2019Antin (1724\u20131733 ) wies er ihnen die St. Ursula-Kapelle naher der Klosterpforte als Pfarrkirche an. Dort sollten sie den Gottesdienst besuchen und die Sakramente empfangen.<\/p>\n<p>Versorgt wurde die Pfarrei von den Ordenspriestern.<\/p>\n<p>Er lie\u00df&nbsp; die Geb\u00e4ude der Grangie Les Gouttes-Hautes wieder instandsetzen, dass die Schweden im 30-j\u00e4hrigen Krieg niedergebrannt hatten. Dort betrieb das Kloster Weinberge von etwa 50 Hektar, belegt seit Mitte des 13. Jahrhunderts.<\/p>\n<p>Normalerweise war es bewohnt von einem Laienbruder, der die Winzer und Ackerbauern des Klosters \u00fcberwachte.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Orden war er von 1729-1734 Generalprokurator in Rom.<\/p>\n<p>Er litt an einer Abzehrungserkrankung, der w\u00e4hrend einer Visitationsreise in der Franche-Comt\u00e9 und Lothringen erlag.<\/p>\n<p>Er starbim Alter von 60 Jahren&nbsp; am 20. Januar 1736 im Kloster Rosi\u00e8res im Departement Jura der Region Bourgogne-Franche-Comt\u00e9.<\/p>\n<p>Am 15. Mai 1736 wurde Nicolas Philibert Guyot als 59. Abt zu seinem Nachfolger gew\u00e4hlt. Er war erst 29 Nicolas noch Jahre alt. Er war der j\u00fcngste Abt den Morimond je hatte.<\/p>\n<p>Er war war Bakkalaureus der Theologie.<\/p>\n<p>Die Wahl erfolgte einstimmig. K\u00f6niglicher Kommissar bei der Wahl war M Lepeletier de Beaupr\u00e9, Intendant der Champagne.<\/p>\n<p>Trotz seiner Jugend wurde er von den Bisch\u00f6fen und seinen Mit\u00e4bte geachtet.<\/p>\n<p>Im April 1738 erhielt er seine Ernennungsurkunde aus Rom. Dann wurde er vom Bischof von Dijon Jean Bouhier (1731\u20131743) im Beisein des Bischofs von Langres und mehrerer Zisterzienser\u00e4bten<\/p>\n<p>der Privatkapelle von Bischof Bouvier zum Abt geweiht.<\/p>\n<p>Im Protokoll der Benedikation wurde Abt Nikolas noch als General-Superiot des Ritterordens von Calatrava gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Der Friede von Wien 1738 wurde zwischen \u00d6sterreich und Frankreich unterzeichnet. Er beendete Polnischen Thronfolgekrieg. Kurf\u00fcrst August von Sachsen (1733-1763) wurde als polnischer K\u00f6nig best\u00e4tigt.<\/p>\n<p>Frankreichs Kandidat Stanislaus I. Leszczy\u0144ski behielt den k\u00f6niglichen Titel und bekam die Herzogt\u00fcmer Lothringen und Bar auf Lebenszeit zugesprochen, beide allerdings unter franz\u00f6sischer Verwaltung. Nach seinem Tod sollten sie auch offiziell an Frankreich fallen. <\/p>\n<p>Seine Tochter Maria Leszczy\u0144ska (1703-1768) war mit dem franz\u00f6sischen K\u00f6nig Ludwig XV. (1715-1774) verheiratet und erbte diese Herzogt\u00fcmer mit dem Tod ihres Vaters 1766.<\/p>\n<p>Damit fielen sie vertragsgem\u00e4\u00df an Frankreich. Da sie mit dem Frieden von Wien schon unter franz\u00f6sischer Verwaltung waren, konnte 1737 wieder ein Gentalkapitel in Frankreich abgehalten werden.Es fand unter gro\u00dfer Beteiligung von \u00c4bten aus 14<\/p>\n<p>Nationen statt.<\/p>\n<p>Er begann eine Gem\u00e4ldegalerie anzulegen. Die vorhandenen Gem\u00e4lde erg\u00e4nzte er&nbsp; mit Bildern, die er aus Rom und Paris kommen lie\u00df.<\/p>\n<p>Er besch\u00e4ftigte sich viel&nbsp; mit den zeitlichen Angelegenheiten seines Klosters,, nach Geschmack von Abb\u00e9 Dubois zu viel. (S. 345).<\/p>\n<p>Er besuchte die H\u00f6fe, die Meiereien und selbst die abgelegensten Besitzungen.<\/p>\n<p>Einmal auf der R\u00fcckfahrt nach Les Gouttes scheuten die Pferde. Sein Wagen st\u00fcrzte um und er wurde schwer verletzt.<\/p>\n<p>In das Haus in dem er untergebracht war, schlug der Blitz ein.<\/p>\n<p>Er verstarb nach der Biographia cisterciensis am&nbsp; 29. M\u00e4rz 1753.<\/p>\n<p>Zum 60. Abt wurde Pierre III. Thirion (1753\u20131778 ) am 19. M\u00e4rz 1753 gew\u00e4hlt. Wahrscheinlich lebte da sein Vorg\u00e4nger noch.<\/p>\n<p>Abt Pierre&nbsp; f\u00fchrte die Neubauten seines Vorg\u00e4ngers fort. Er lie\u00df die alte Kirche abrei\u00dfen. Die Kirche erhielt eine monumentale neue Orgel, einen majest\u00e4tischen Hochaltar und ein neues Chorgest\u00fchl.<\/p>\n<p>Eine neue prachtvolle Bibliothek wurde erbaut. Sein Erdgeschoss mit sechs Fl\u00fcgelt\u00fcren sollte als Vorhalle der Kirche dienen.<\/p>\n<p>Abt Pierre begann mit dem Bau des letzten Fl\u00fcgels des neuen Abteigeb\u00e4udes. Er starb 8. Juli 1778 Biographia Cisterciensis.<\/p>\n<p>Am 9. Oktober 1778 wurde Antoine Remy Chautan de Vercly (1778-1790, \u2020 16. Jan. 1823)als 61. und letzter Abt von Kloster Morimond gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Er war ein Cousin seines Vorg\u00e4ngers. Bei seiner Wahl war er Cellerar in Morimond.<\/p>\n<p>Er setzte den von seinen Vorg\u00e4ngern begonnenen Wiederaufbau&nbsp; des Klosters fort.<\/p>\n<p>1786 er\u00f6ffnete das Kloster eine weiterf\u00fchrende Schule f\u00fcr die Jugend der umliegenden D\u00f6rfer.<\/p>\n<p>Am 14. Juli 1789 hatte mit dem Sturm auf die Bastille die franz\u00f6sische Revolution begonnen.<\/p>\n<p>1700 musste der franz\u00f6sische Klerus einen Eid auf die neue Verfassung ablegen. Papst Pius VI. (1775-1799) hatte bereits die Erkl\u00e4rung der Menschenrechte als gottlos bezeichnet. Er belegte den<\/p>\n<p>Eid mit der Strafe der Exkommunikation. 1790 wurden dann alle Kl\u00f6ster von der Revolutionsregierung aufgel\u00f6st. Die M\u00f6nche blieben zun\u00e4chst im Kloster, wurden aber am Palmsonntag 1791von dort mit<\/p>\n<p>Polizeigewalt vertrieben.<\/p>\n<p>Abt Antoine begab sich ins Exil nach Deutschland. Von Dezember 1792-August 1793 war er im Kloster Marienfeld im Bistum M\u00fcnster.<\/p>\n<p>Dann war er bis mindestens 1799, unterbrochen nur durch Reisen, im Kloster Reifenstein im Landkreis Eichsfeld in Th\u00fcringen.<\/p>\n<p>Nach acht Jahren Exil kehrte er nach Frankreich zur\u00fcck. Er lebte dann in Borny, einem kleinen Ort bei Metz.Dort lebten einige seiner Verwandten.<\/p>\n<p>Von Borny aus versuchte er Kontakt zu seinen ehemaligen Konventualen zu unterhalten.<\/p>\n<p>Er besuchte mit dem ehemaligen Novizenmeister von Morimond Bernard de Girmont 1814 die \u00dcberreste ihres ehemaligen Kloster Morimond und Dom Louis-Etienne Gu\u00e9rin (\u2020 17. Jan. 1822), der als Einsiedler in Morimond lebte. <\/p>\n<p>Bernard war nach der Aufhebung von Morimond erst zu seiner Familie gegangen, dann nach Deutschland.<\/p>\n<p>In Darfeld-Rosenthal hatte der Trappistenm\u00f6nch Eug\u00e8ne de Laprade mit Unterst\u00fctzung des Erbdrosten zu Vischering ein Kloster gegr\u00fcndet.Dort trat Bernard 1798. Als Laprade in Driburg eine Filiale gr\u00fcndete,<\/p>\n<p>\u00fcbertrug er dies Bernard und setzte ihn dort als Prior ein. Dort lebten etwa 60 Religiosen. Er machte sich aus Almosenreise mit gutem Erfolg.<\/p>\n<p>1811 hob Napoleon die Trappistenkl\u00f6ster auf. Bernard ging nach Frankreich zur\u00fcck. Er erscheint wieder 1814 bei einer Audienz von K\u00f6nig Ludwig XVIII. am 20. Augist 1814.<\/p>\n<p>Er und Laprade erhielten die Erlaubnis f\u00fcr eine R\u00fcckkehr der Zisterzienser nach Frankreich.<\/p>\n<p>1815 gr\u00fcndete im eine Gruppe Darfelder M\u00f6nche in Port-du-Salut in Entrammes das erste Zisterzienserkloster nach der franz\u00f6sischen Revolution,<\/p>\n<p>Der ehemalige Abt Antoine spielte \u00f6ffentlich keine Rolle mehr nach der Schlie\u00dfung von Kloster Morimond.<\/p>\n<p>Er war Ehrendomherr der Kathedrale von Metz und assistierte und predigte Chautan dort h\u00e4ufig bei Pontifikal\u00e4mtern, oft vertrat er auch den Gemeindepfarrer in Borny und Colombey. Er starb am 16. Januar 1823 in Borny <\/p>\n<p>und ist dort begraben.<\/p>\n<p>Seinen Nachlass, bestehend u.a. aus seiner Bibliothek, Gegenst\u00e4nden aus der ehemaligen Abteikirche Morimond und Reliquien des. hl. Bernhard von Clairvaux, die er vom letzten Abt von Clairvaux Louis-Marie Rocourt (\u2020 6. April 1824)<\/p>\n<p> erhalten hatte, vermachte er testamentarisch der neuen Zisterzienserabtei Port-du-Salut. <\/p>\n<p>Kloster Morimond hatte 675 Jahte bestanden, bis zu seiner Aufl\u00f6sung 61 \u00c4bte gehabt. Es hat etwa 300 M\u00e4nnerkl\u00f6ster als T\u00f6chter und 5 geistliche Ritterorden.<\/p>\n<p>Eine Auflistung findet sich bei Dubois S. 375-379<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Visites Guid&eacute;es pour d&eacute;couvrir l&rsquo;abbaye de&nbsp;Morimond\" src=\"https:\/\/philippines2017site.files.wordpress.com\/2021\/05\/fig68vueexterieurabbatiale.jpg?w=1386&amp;h=863&amp;crop=1\" width=\"1386\" height=\"863\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Kloster Morimond war die letzte der vier Tochtergr\u00fcndungen des 1098&nbsp;&nbsp;&nbsp; von Robert von Molesme ( *um 1028-17. April 1111) in Citeaux in Burgund gegr\u00fcndeten Klosters. Es war damit eine der vier Primarabteien von Citeaux. Morimond lag wie Clairvaux und Molesme in der Di\u00f6zese Langres. In Langres war war Bischof Josserand&nbsp; de&nbsp; Brancion&nbsp; (1113-1125) [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[28],"tags":[],"class_list":["post-3290","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kloester-in-frankreichschwerpunkt-elsass"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3290","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3290"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3290\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3292,"href":"https:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3290\/revisions\/3292"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3290"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3290"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3290"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}