{"id":3288,"date":"2023-08-27T14:15:38","date_gmt":"2023-08-27T14:15:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/?p=3288"},"modified":"2023-08-27T14:15:38","modified_gmt":"2023-08-27T14:15:38","slug":"zisterzienserkloster-frstenfeld","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/?p=3288","title":{"rendered":"Zisterzienserkloster F&uuml;rstenfeld"},"content":{"rendered":"<p>, die schon&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/4\/40\/Kloster_F%C3%BCrstenfeld.jpg\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/4\/40\/Kloster_F%C3%BCrstenfeld.jpg\" width=\"1756\" height=\"899\"><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>1263 stiftete Herzog Ludwig der Strenge (1253-1294), Herzog von Bayern und Pfalzgraf bei Rhein Kloster F\u00fcrstenfeld als S\u00fchneleistung. Seinen Beinamen verdankt er der von ihm befohlenen Hinrichtung seiner ersten Ehefrau Maria von Brabant (1226-1256)<\/p>\n<p>Die Hochzeit fand 1254 in Landshut statt. Kurz nach der Eheschlie\u00dfung war Ludwig in Heidelberg. Seine Frau schrieb ihm nach Heidelberg. Dabei kam es zu einer Verwechslung von Briefen. Der Herzog, so die Legende, schloss daraus auf Untreue seiner Frau,<\/p>\n<p>liess sie hinrichten, obwohl sie ihre Unschuld beteuerte. Es stellte sich schnell heraus, dass Maria zu Unrecht hingerichtet worden war. Da dies in der Zeit des Interregnums geschehen war, wurde er gerichtlich nie belangt. Auch die Herzogfamilie von Brabant <\/p>\n<p>konnte ihre Drohungen nicht in die Tat umsetzen. Aber wie Pater&nbsp; Beda&nbsp; Stubenvolk in einem Vortrag farbig schildert&nbsp; (Das Cistercienser-Kloster F\u00fcrstenfeld, Augsburg 1879 S. 8) in einem in M\u00fcnchen gehaltenen Vortrag sehr einpr\u00e4gsam schildert,&nbsp; plagte Herzog Ludwig<\/p>\n<p>das schlechte Gewissen. Er zog sich \u201czu strengen Buss\u00fcbungen\u201d nach Augsburg zur\u00fcck. Wegen der Tat wandte er sich zur Absolution&nbsp; an Papst Alexander IV. (1254-1261), zu der ihm der Papst drei M\u00f6glichkeiten anbot. Er sollte entweder lebenslang zur \u00f6ffentlichen Bekenntnis seiner Schuld ein von einem Dolch durchstochenes Herz auf seiner Brust tragen, oder ins Heilige Land wallfahren oder in seinem Herzogtum ein Kart\u00e4userkloster gr\u00fcnden, wo die M\u00f6nche um Vergebung seiner Schuld f\u00fcr ihn beten sollten.<\/p>\n<p>Er gr\u00fcndete ein Kloster, allerdings kein Kart\u00e4userkloster mit der Begr\u00fcndung, in seinem Land g\u00e4be es keine Kart\u00e4user. Er entschied sich f\u00fcr die Zisterzienser. Das war wohl eher eine strategische Entscheidung, denn die Zisterzienser waren bekannt und angesehen <\/p>\n<p>wegen ihrer Kultivierung-und Siedlungst\u00e4tigkeit. Vor allem Territorialf\u00fcrsten sch\u00e4tzten ihre wirtschaftliche Kompetenz. So passten besser in sein herrschaftspolitisches Interesse. Strategisch war auch die Ortswahl.Das Kloster lag nahe bei der Residenzstadt M\u00fcnchen.Hier trafen die Territorien der Wittelsbacher, der Andechs-Meranier und der Staufer<\/p>\n<p>aufeinander und die Stadt Augsburg war ebenfalls in erreichbarer N\u00e4he.<\/p>\n<p>Herzog Ludwig wandte sich an den Abt von Kloster Aldersbach Albert I (1253-1258), der vier Patres und zwei Laienbr\u00fcder sandte.Damit war F\u00fcrstenfeld in der Filiation Aldersbach-Ebrach-Morimond.<\/p>\n<p>Nachdem der Bischof von Freising Konrad I. von T\u00f6lz und Hohenburg (1230-1258)die Erlaubnis zur Ansiedlung von Zisterziensern gegeben hatte, siedelten sich diese <\/p>\n<p>zun\u00e4chst in Seldental bei Aibling an. Dabei griff der Herzog auf eine bereits bestehende Stiftung eines Ritters zur\u00fcck.Es wurde eine Kapelle, ein Bet-und ein Schlafhaus aus Holz errichtet. Die M\u00f6nche blieben aber nur etwa drei Jahre dort. Denn \u201cDer&nbsp; Mangel an allem zum Leben Nothwendigen war so gro\u00df, da\u00df sie nicht l\u00e4nger mehr aushielten und nach Aldersbach zur\u00fcckkehrten.\u201d(Eberhard Graf von Fugger, Kloster F\u00fcrstenfeld, M\u00fcnchen 1885, S. 5)<\/p>\n<p>Die M\u00f6nche wurden ersetzt und das Kloster wurde dann nach Olching verlegt. Dort fand in Anwesenheit von Abt&nbsp; Alhard (genannt 1238\u20131244) von Kloster Ebrach und des Salemer&nbsp; Abtes Eberhard II. von Wollmatingen (1241\u20131276 ) <\/p>\n<p>die Wahl des ersten Abtes&nbsp; Anselm (1261-1270) statt. Er war schon in Seldental dabei, kam aus Kloster Aldersbach und war dort Cellerar.<\/p>\n<p>1263 wurde \u00b4das Kloster nach F\u00fcrstenfeld in Tal und Einsamkeit verlegt.&nbsp; Bischof Konrad II. (1258-1279) beurkundete am 3. Dezember 1263 die Stiftung und Dotierung des von dem Pfalzgrafen Ludwig gegr\u00fcndeten Klosters F\u00fcrstenfeld. <\/p>\n<p>Urkunde in Regesta Imperii Ludwig II. &#8211; RIplus Regg. Pfalzgrafen 1 n. 755<\/p>\n<p>1265 erteilte Papst Klemens IV. (1265-1268) seine Zustimmung und beauftragte&nbsp; Bischof Konrad, die Genehmigung zur Gr\u00fcndung eines Zisterzienserklosters zu erteilen . Jetzt unterschrieb auch Herzog Ludwig die Gr\u00fcndungsurkunde und stattete das Kloster gro\u00dfz\u00fcgig<\/p>\n<p>mit L\u00e4ndereien und Privilegien aus.<strong>&nbsp;<\/strong> &#8211; RI V,2,4 n. 11994<\/p>\n<p>Bei dieser Urkunde waren Bischof Konrad aus Freising, Bischof von Augsburg Hartmann von Dillingen (1248-1286) sowie der Herzog von Schwaben Konradin (1254-1268) Zeugen<\/p>\n<p>Die Aufz\u00e4hlung der G\u00fcter findet sich in der lateinischen Urkunde in Monumenta Boica Bd. 9 1797 auf Seite 90.<\/p>\n<p>In Bruck gab es gutes Trinkwasser, ein wichtiger Grund f\u00fcr die Entscheidung, in Bruck das Kloster zu errichten. Denn dieses hatte sowohl in Seldental als auch in Olching gefehlt.<\/p>\n<p>1266 besa\u00df das Kloster schon die Pfarrei Hollenbach, wo sich die Wallfahrtskirche St. Leonhard befand, um die sich sp\u00e4ter der Markt Inchenhofen entwickelte. 1283 \u00fcbernahmen die Zisterzienser dort die Wallfahrtsseelsorge. Dort gab es bald eine <\/p>\n<p>Wallfahrt, wo man wegen des gro\u00dfen Zustroms schon 1332 eine Wallfahrtskirche erbaute, die schon bald einen gr\u00f6\u00dferen Neubau erforderlich machte. Zwischen 1450 bis 1457 wurde die jetzige Kirche im sp\u00e4tgotischen Stil errichtet.<\/p>\n<p>1270 resignierte Abt Anselm.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Albert. (1270-1274)<\/p>\n<p>Albert legte den Grundstein zum steinernen Klosterneubau. Er sandte seine M\u00f6nche aus., um Almosen f\u00fcr den Neubau zu sammeln. Er f\u00fchrte eine gr\u00f6\u00dfere Klosterzucht ein.<\/p>\n<p>1269 starb Agnes die Tochter Ludwigs des Strengen aus seiner zweiten Ehe. Sie wurde in Kloster F\u00fcrstenfeld bestattet.<\/p>\n<p>1271 wurde die Pfarrkirche von Pfaffing inkorporiert, was Bischof Konrad 1271 beurkundete. (Monumenta Boica, Bd. 9 S. 100)<\/p>\n<p>In der Urkunde wird sie als ecclesia babtismalis bezeichnet, denn dort befand sich ein Taufstein.<\/p>\n<p>Am 23, Juni 1271 starb Ludwigs 2. Ehefrau Anna (1240-1271). Sie wurde in der Gruft von F\u00fcrstenfeld bestattet. <\/p>\n<p>1271 hatte Ludwig den Habsburger Grafen Rudolf bei der K\u00f6nigswahl unterst\u00fctzt. Das zahlte sich aus f\u00fcr ihn. Der letzte Staufer Konradin hatte ihn zum Erben eingesetzt.<\/p>\n<p>Ludwig hatte das fr\u00e4nkische und bayrische Erbe Konradins verwaltet.Rudolf I. (1273-1291) anerkannte nun als deutscher K\u00f6nig die \u201cKonradinische Schenkung\u201d an, was<\/p>\n<p>ihm Besitzungen in der Oberpfalz um Sulzbach, in S\u00fcdwestbayern aber auch in Bayerisch-Schwaben einbrachte. Dar\u00fcber hinaus erhielt Ludwig die Hand von Rudolfs Tochter Mathilde (1243-1304).<\/p>\n<p>Er wurde nun Parteig\u00e4nger der Habsburger. Aus der dritten Ehe gingen Rudolf I. (1274-1319) Herzog von Oberpfalz und Pfalzgraf bei Rhein und&nbsp; Ludwig (1282-1347) hervor, der als Ludwig I. deutscher Kaiser wurde.<\/p>\n<p>Abt Albert resignierte nach nur vier Jahren Regierungszeit auch.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Eberhard (1274-1278). Er kam aus Kloster Kaisheim. Er zeichnete sich dort durch strenge Ordensobservanz und geregelte Lebensweise aus.<\/p>\n<p>Allerdings sp\u00fcrte er, dass die Zufriedenheit im Konvent nachlie\u00df und allzu strenge Disziplin und \u00fcbertriebene Strenge mehr Schaden als Nutzen bringt. Er legte auch er nach 4 Jahren sein <\/p>\n<p>Amt nieder und kehrte nach Kaisheim zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Hermann (1278-1284) Er hatte eine ganz andere Vorgeschichte als sein Vorg\u00e4nger. Dieser war ja unter anderem wegen seiner \u00fcbergro\u00dfen Strenge zur\u00fcckgetreten. <\/p>\n<p>Abt Hermann hatte vor seinem Eintritt bei den Zisterziensern dem wesentlich milderen Orden der&nbsp; regulierten&nbsp; der Augustiner-Chorherren angeh\u00f6rt.&nbsp; <\/p>\n<p>In Kloster Polling im oberbayerischen Landkreis Weilheim-Schongau war er sogar Propst. Er legte dort sein Amt nieder und trat 1273 als einfacher M\u00f6nch in F\u00fcrstenfeld ein.&nbsp; <\/p>\n<p>Nach Fugger hatte ihn die \u201cstrenge und gottselige Lebensweise der Cistercienser \u201c (S. 13) angezogen. Bei seiner Wahl war er einer der j\u00fcngsten Konventualen in F\u00fcrstenfeld.  <\/p>\n<p>Er erwies sich als Gl\u00fccksgriff f\u00fcr das Kloster. Als Propst verf\u00fcgte er \u00fcber administrative Erfahrung. Dazu kamen breite wissenschaftliche Kenntnisse.  <\/p>\n<p>Er war fromm, hatte aber gen\u00fcgend Tatkraft und auch \u00f6konomisches Verst\u00e4ndnis. Er lie\u00df einen Arm der Amper durch das Kloster leiten und eine M\u00fchle betreiben.  <\/p>\n<p>Er t\u00e4tigte verschiedene Erwerbungen, so&nbsp; 1280 die G\u00fcter des Friedrich von G\u00fcnzelhofen, das Gut des Berthold von Schauenburg und dessen Bruder Heinrich in Ainertshofen bei Inchenhofen.  <\/p>\n<p>1283 inkorporierte Bischof Hartmann von Augsburg die Pfarrei Hollenbach. In diesem Jahr schenkte die \u00c4btissin&nbsp; Agnes I. (genannt 1253) Grundst\u00fccke und die \u00c4btissin vom Zisterzienserinnen  <\/p>\n<p>Seligenthal in Landshut die Waldung Buschhorn.  <\/p>\n<p>Abt Hermann verstarb am 7. August 1284.  <\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Volkmar (1284-1314) . Er hatte schon 1273 eine Klosterurkunde als \u201cFrater Volkmar\u201d mitunterzeichnet. (Fugger S.15) Vor seiner Wahl war er Prior. Er war der erste Abt, der aus der F\u00fcrstenfelder Klostergemeinschaft kam.  <\/p>\n<p>Er war, wie ihm nachgesagt wird,&nbsp; \u201chochgelehrt\u201d, selbst schriftstellerisch t\u00e4tig. Er schrieb eine Chronik von Bayern in lateinischer Sprache, auf die auch Aventin zur\u00fcckgriff. Sie reichte bis ins Jahr 1314.  <\/p>\n<p>Etwa zur selben Zeit wurden in F\u00fcrstenfeld die \u201cMonachi F\u00fcrstenfeldensis Chronika de gestis principum 1273-1326\u201d verfasst, die an Martinus Polonus ankn\u00fcpften. Sie wurden von einem F\u00fcrstenfelder M\u00f6nch verfasst,  <\/p>\n<p>Seine Pers\u00f6nlichkeit ist nicht genau sicher festzustellen. Das Werk z\u00e4hlt zu den vorz\u00fcglicheren des 14. Jahrhunderts und wurde vielleicht 1329 geschrieben.  <\/p>\n<p>Es belegt auch, dass unter Volkmar ein lebhafter und gebildeter Konvent existierte, der dann auch in anderen Kl\u00f6stern \u00c4bte stellte.  <\/p>\n<p>Unter Volkmar wurden Kloster und Kirche wohl endg\u00fcltig vollendet. Um 1290 werden mehrere Begr\u00e4bnisstellen f\u00fcr den benachbarten Adel im Kreuzgang und in den Seitenkapellen urkundlich erw\u00e4hnt.  <\/p>\n<p>F\u00fcr sich und seine Familienangeh\u00f6rigen hatte Herzog Ludwig der Strenge hinter dem Chor eine eigene Grabkapelle errichten lassen.  <\/p>\n<p>Volkmar war auch ein guter \u00d6konom. in seiner Regierungszeit erhielt das Kloster viele Schenkungen und er konnte den Klosterbesitz mehren. Das hatte ihm auch die finanziellen Mittel gegeben, Kloster-und Kirchenbau zu vollenden.  <\/p>\n<p>Eine Urkunde vom Februar 1289 besagt, dass der Ritter Heinrich von Sachsenhausen dem Kloster am Graben beim Sendlinger Tor einen Hof geschenkt hat.Die Schenkung erfolgte bald nach 1274. Herzog Ludwig hatte dem Kloster f\u00fcr diesen Hof alle Freiheiten gegeben. Die Stadt M\u00fcnchen  <\/p>\n<p>bekannte nun,&nbsp; von diesem Hof \u201cewiglich\u201d keine Steuern zu nehmen. (Oberbayrisches Archiv f\u00fcr vaterl\u00e4ndische Geschichte, M\u00fcnchen 1847, S.244). Das belegt, dass F\u00fcrstenfeld schon sehr fr\u00fch einen Pfleghof in M\u00fcnchen hatte.  <\/p>\n<p>In Augsburg besa\u00df Kloster F\u00fcrstenfeld ebenfalls&nbsp; ein Haus mit Garten. Dieses 18 hatte es kurz vor Herzog Ludwigs Tod von diesem geschenkt bekommen. (Fugger S. 18)  <\/p>\n<p>Aber F\u00fcrstenfeld war auch in der f\u00fcr die damalige Zeit betr\u00e4chtliche Entfernung von 200 Kilometern t\u00e4tig. Am 14. Oktober 1317 gestatteten Rat, B\u00fcrgermeister und Schultheiss der Stadt Esslingen dem Kloster F\u00fcrstenfeld auf dem Stadtgebiet G\u00fcter f\u00fcr 500 Pfund Heller , das entspricht&nbsp; \u20ac 116.618,00 \u20ac.  <\/p>\n<p>kaufen&nbsp; zu d\u00fcrfen. Mit einer einmaligen Zahlung von&nbsp; 24.000 Hellern, das entspricht etwa 23.324,00 \u20ac, waren die F\u00fcrstenfelder G\u00fcter dann steuerfrei.&nbsp; Bis am 11. April 1321 hatte Kloster F\u00fcrstenfeld f\u00fcr 441 Pfund Heller G\u00fcter erworben  <\/p>\n<p>(Staatsarchiv Ludwigsburg B 169 U 553) (Kaspar Elm, Erwerbspolitik und Wirtschaftsweise mittelalterlicher Orden, Berlin 1992, S. 58)  <\/p>\n<p>1317 verlieh die Stadt&nbsp; Esslingen dem Kloster das B\u00fcrgerrecht auf ewige Zeiten (Fugger S. 25). Das Kloster hatte in Esslingen einen Pfleghof. Noch heute steht dort ein pr\u00e4chtiger barocker Bau&nbsp; Dieser wurde 1702 vom oberschw\u00e4bischen Baumeister Johann Wiedemann(1654-1729) errichtet. Pr\u00e4chtige Wappenkartuschen bekr\u00f6nen die beiden Portale. Das n\u00f6rdliche Portal zeigt das Wappen des Abtes Balduin Helm (1690-1705), darunter ist die r\u00f6mische Jahreszahl 1738 zu sehen. Das Wappen am \u00f6stlichen Tor ist dem Abt Tezelin Katzmayr (1779-1796)  <\/p>\n<p>Er befindet sich in der Strohgasse in Esslingen und ist heute eine Gastst\u00e4tte. in der Heugasse 20 in Esslingen war die Kelter untergebracht.Verwaltet wurde der F\u00fcrstenfelder Pfleghof von einem F\u00fcrstenfelder Pfleger. (Staatsarchiv Ludwigsburg B 169 U 646)<\/p>\n<p>Abt&nbsp; Volkmar herzoglicher Rat und Beichtvater der herzoglichen Familie.<\/p>\n<p>1290 ereignete sich ein Ungl\u00fcck. Ludwig Elegans (1267-1290), der Sohn Ludwigs des Strengen aus seiner 2. Ehe mit Anna von Schlesien, wurde auf einem Turnier in N\u00fcrnberg t\u00f6dlich verwundet. Er war gerade 22 Tage mit Isabella von Lothringen (1272-1335) verheiratet (nach Fugger S.17,<\/p>\n<p>wikipedia gibt eine Eheschlie\u00dfung 1288 an) Ludwig Elegans wurde feierlich in F\u00fcrstenfeld bestattet.<\/p>\n<p>Ludwig der Strenge&nbsp; starb am 2. Februar 1294 in Heidelberg. Er wurde unter gro\u00dfem Gefolge in F\u00fcrstenfeld bestattet.<\/p>\n<p>So lange das Kloster bestand, wurde&nbsp; am Todestag Ludwigs ein Almosen ausgeteilt, sp\u00e4ter an den Ged\u00e4chtnistagen der Wohlt\u00e4ter des Klosters in die Verteilung milder Gaben umgewandelt (Fugger S. 19)<\/p>\n<p>Gleich nach dem Tod Ludwigs 1294 erneuerte Herzog Rudolf die Gerichtsfreiheit von Kloster F\u00fcrstenfeld. Rudolf I. &#8211; RIplus Regg. Pfalzgrafen 1 n. 1323<\/p>\n<p>Ebenfalls 1294 kaufte Rudolf das Fischrecht in Possenhofen und schenkte es dem Kloster und auch drei H\u00f6fe in Reichertsried und einen in Mammendorf. (Fugger S. 20)<\/p>\n<p>1298&nbsp;&nbsp; gew\u00e4hrte Herzog Rudolf Kloster F\u00fcrstenfeld die&nbsp; eigene Gerichtsbarkeit. Rudolf I. &#8211; RIplus Regg. Pfalzgrafen 1 n. 1393<\/p>\n<p>1300 best\u00e4tigte er die Befreiung von der herzoglichen Gerichtsbarkeit ebenso wie die Zollfreiheit. (Urkunde 1394)<\/p>\n<p>Mechthild, die dritte Ehefrau Ludwigs starb 1304 und auch sie wurde in F\u00fcrstenfeld bestattet.<\/p>\n<p>1306 stellte Ludwig der Bayer die erste Urkunde f\u00fcr Kloster F\u00fcrstenfeld aus. \u201cbest\u00e4tigt die von seinem vater Ludwig, seiner mutter Mechtild und seinen br\u00fcdern Ludwig (schon 1290 get\u00f6dtet) und Rudolf dem kloster F\u00fcrstenfeld gegebenen freiheiten. Ludwig der Bayer &#8211; RIplus Regg. Pfalzgrafen 1 n. 1822<\/p>\n<p>In seinem&nbsp; Testament hatte Ludwig der Strenge festgelegt, dass&nbsp; sich Ludwig die Herrschaft in der Pfalzgrafschaft und im Herzogtum Oberbayern mit seinem \u00e4lteren Bruder Rudolf I.&nbsp; teilte. Es kam aber bald zum Streit, in dessen Folge im damaligen Landgericht Dachau verschiedene Ortschaften<\/p>\n<p>gepl\u00fcndert die Scheunen des Klosters geleert und das Vieh weggef\u00fchrt wurden.<\/p>\n<p>Ludwig hatte auch zusammen mit seinem Vetter Otto III. (1290-1312) Herzog von Niederbayern, f\u00fcr die unm\u00fcndigen Kinder von dessen Bruder Stephan I (+1310) die Vormundschaft.<\/p>\n<p>Im Zuge dieser Vormundschaft kam es zu Auseinandersetzungen mit Habsburg. Von seinem Bruder Rudolf wurde er dabei nicht unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>In der Schlacht&nbsp; von Gammelsdorf 1319 besiegte er seinen Gegenspieler Friedrich den Sch\u00f6nen von Habsburg (1314-1330) vernichtend.<\/p>\n<p>Dieser Sieg verschaffte ihm viel Prestige und ebnete ihm den Weg auf den deutschen K\u00f6nigsthron. <\/p>\n<p>Am 28. Juni 1314 verstarb Abt Volkmar. Er hatte das Kloster 30 Jahre regiert, es auf die H\u00f6he gebracht und&nbsp; das Klosterverm\u00f6gen vermehrt.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Heinrich (1314-1324). Er stammte aus M\u00fcnchen. Er setzte die Chronik von Abt Volkmar fort, schrieb auch weitere&nbsp; aber verloren gegangene Werke.<\/p>\n<p>Unter ihm wurde das B\u00fcrgerrecht in Esslingen erworben.<\/p>\n<p>Kurz vor seinem Tod \u00fcbergab der Freisinger Bischof Gottfried (1311-1314) Kloster F\u00fcrstenfeld die Pfarrei Jesenwang&nbsp; mit allen Rechten und Grund unter Bedingung, dass<\/p>\n<p>dort an seinem Sterbetag immer ein feierliches Requiem abgehalten wird.<\/p>\n<p>Am 13. November1315&nbsp; nahm Ludwig Kloster F\u00fcrstenfeld in seinen Schutz und best\u00e4tigte&nbsp; alle bisherigen und k\u00fcnftigen Schenkungen. Ludwig &#8211; [RI VII] H. 3 n. 26.<\/p>\n<p>An diesem Tag \u00fcbertrug er auch die nieder Gerichtsbarkeit a das Kloster (Urkunde n. 62)<\/p>\n<p>Am 22. Februar 1318&nbsp; versprach er Kloster F\u00fcrstenfeld nicht zu besteuern. Ludwig der Bayer &#8211; [RI VII] H. 7 n. 117<\/p>\n<p>Im Kampf Ludwigs gegen Friedrich den Sch\u00f6nen um die K\u00f6nigskrone unterst\u00fctze Kloster F\u00fcrstenfeld&nbsp; Ludwig nachhaltig.<\/p>\n<p>Am 17. M\u00e4rz 1319 erneuerte er dem Kloster den Stiftungsbrief seines Vaters (Urkunde vom 22. Februar 1266) Ludwig der Bayer &#8211; [RI VII] H. 7 n. 140<\/p>\n<p>Am 19. September 319 \u00fcbertrug&nbsp; er die Vogtei \u00fcber den Widern in Puch, heute ein Stadtteil von F\u00fcrstenfeldbruck Ludwig der Bayer &#8211; [RI VII] H. 7 n. 145 und schenkte dem Kloster 12 H\u00f6fe in Mammendorf.<\/p>\n<p>Am 5. Dezember 1319 \u00fcbertrug er dem Kloster seine M\u00fchle sowie eine alte M\u00fchlstatt unter Karlsberg. Ludwig der Bayer &#8211; [RI VII] H. 7 n. 149<\/p>\n<p>Zwar war Ludwig nach dem Tod von Heinrich VII. (1308-1313)&nbsp; zum deutschen K\u00f6nig gew\u00e4hlt worden, sein Widersacher Friedrich der Sch\u00f6ne aber einen Tag vorher zum K\u00f6nig erhoben.<\/p>\n<p>Die K\u00f6nigskr\u00f6nung blieb strittig zumal Ludwig bei der Kr\u00f6nung nicht die richtigen Insignien und zudem mit dem Erzbischof von Mainz den falschen Koronator hatte. Friedrich hatte zwar die richtigen Insignien und mit dem<\/p>\n<p>Erzbischof von K\u00f6ln den richtigen Koronator. Aber wurde in Bonn und nicht am richtigen Kr\u00f6nungsort Aachen zum K\u00f6nig erhoben. 8 Jahre wurde gek\u00e4mpft.<\/p>\n<p>Am 28. September 1322 fand die Schlacht von M\u00fchldorf (fr\u00fcher auch Schlacht von Ampfing)statt. Ludwig besiegte Friedrich und konnte ihn gefangen nehmen. M\u00f6glicherweise entscheidend f\u00fcr Ludwigs Sieg war, dass Kloster F\u00fcrstenfeld die<\/p>\n<p>Habsburger Boten abfing wohl auch unter Mitwirkung von Abt Heinrich.. Daf\u00fcr wurde das Kloster von Ludwig mit zahlriechen Privilegien bedacht und erhielt viele Schenkungen.<\/p>\n<p>Abt Heinrich starb ein halbes Jahr nach der Schlacht bei M\u00fchldorf. <\/p>\n<p>Auf ihn folgte als 7. Abt Werner (1324\u20131344 ) Er geno\u00df ebenfalls die Gunst von K\u00f6nig Ludwig. Er war ein t\u00fcchtiger Haush\u00e4lter. Im Kloster lie\u00df er einen Kornboden und die Klosterb\u00e4ckerei anlegen.<\/p>\n<p>Am 25. April 1326 stellte Ludwig eine Urkunde aus, in der er allen St\u00e4dten, M\u00e4rkten und Landen untersagt,&nbsp; Abt und Konvent des Zisterzienserklosters F\u00fcrstenfeld geh\u00f6rige Eigenleute mit Leib und Gut gegen den Willen des Abtes zu B\u00fcrgern aufzunehmen, und bedroht Zuwiderhandelnde mit Verm\u00f6genseinzug durch seinen Richter.\u201d&nbsp; Ludwig &#8211; [RI VII] H. 3 n. <strong><\/strong>\u2020185<\/p>\n<p>Ludwig wurde am 17.Januar 1328 von drei italienischen Bisch\u00f6fen und vier Syndici (Anw\u00e4lte) des r\u00f6mischen Volkes zum Kaiser gekr\u00f6nt.<\/p>\n<p>Am 15. Mai 1328 stellte er als Kaiser eine Urkunde aus, in der er Kloster F\u00fcrstenfeld in\u201dseinen herzoglichen und kaiserlichen\u201d Schutz nahm, seine G\u00fcter und alle seine Privilegien best\u00e4tigte. Ludwig &#8211; [RI VII] H. 3 n. 206<\/p>\n<p>Er baute die Wallfahrtskapelle St. Leonhard in Inchenhofen zu einer vollst\u00e4ndigen Kirche aus. Der Augsburger Bischof Friedrich (I.) Sp\u00e4t v. Faimingen (1309 \u2013 1331) inkorporierte sie kurz vor seinem Tod mit der Bedingung, dass<\/p>\n<p>ein Drittel der Eink\u00fcnfte an den bisch\u00f6flichen Stuhl in Augsburg ging.<\/p>\n<p>1342 kaufte Abt Werner den Markt Bruck vom Ritter Weychnand von Ausenhofen. Kaiser Ludwig best\u00e4tigte diesen Kauf&nbsp; mit der am 11. April in M\u00fcnchen ausgestellten Urkunde. Ludwig &#8211; [RI VII] H. 3 n. 475<\/p>\n<p>Nach Fugger befreite er ihn dazu das Kloster&nbsp; von allen Feudallasten und erneuerte das Salzfuhrprivileg und dehnte dieses auf \u00d6tting und Burghausen auf. (S.40)<\/p>\n<p>1343 kam Kloster F\u00fcrstenfeld in den Besitz sehr wertvoller Weing\u00fcter in Esslingen, die die M\u00fcnchner B\u00fcrgerin Selinde Dr\u00e4chslin und ihre Tochter Katharina die Langmantelin in Augsburg mit Zustimmung ihrer Erben dem Kloster \u00fcberlassen hatte.<\/p>\n<p>(Fugger S. 41)<\/p>\n<p>Abt Werner verstarb 144. Auf ihn folgte Abt&nbsp; Johann I. Vischhauser (1344\u20131362). Er war ein t\u00fcchtiger Verwalter und auch ein guter Prediger.<\/p>\n<p>Er wurde mehrmals an den Hof Ludwigs als Ratgeber gerufen.<\/p>\n<p>Am 11. Oktober 1347 starb Kaiser Ludwig in Puch, ganz in der N\u00e4he von F\u00fcrstenfeld w\u00e4hrend einer B\u00e4renjagd. Er wurde ins Kloster F\u00fcrstenfeld gebracht. Dort wurde&nbsp; ihm wohl das Herz entnommen und in F\u00fcrstenfeld bestattet.<\/p>\n<p>Sein Leichnam wurde in M\u00fcnchen in der Frauenkirche bestattet. Seine erste Gemahlin Beatrix von Schlesien-Schweidnitz (* um 1290; \u2020&nbsp; 1322) fand schon 1322 in der M\u00fcnchener Frauenkirche ihre letzte Ruhest\u00e4tte. Damit hatte Ludwig <\/p>\n<p>eine neue Grablege initiiert. Diese wurde dann von den meisten Herz\u00f6gen der M\u00fcnchner Linie der Wittelsbacher genutzt. Ludwig der Bayer wollte mehr \u00d6ffentlichkeit f\u00fcr seine Grablege. Eine Klosterkirche war nur f\u00fcr M\u00f6nche und Laienbr\u00fcder zug\u00e4nglich.<\/p>\n<p>Erst sehr viel sp\u00e4ter hatten dort Bewohner der n\u00e4heren Umgebung Zugang. Ludwig leitete mit der Wahl seiner Grablege eine neue Entwicklung ein. Bisher hatten alle Dynastien ihre Grablegen in Kl\u00f6stern. Im Zuge der Entstehung dauerhafter Residenzen, die es <\/p>\n<p>in dieser Form vorher nicht gab, wurden nun die Grablegen in diese neuen&nbsp; Zentren verlegt. Kloster F\u00fcrstenfeld war so nur Grablege f\u00fcr den Stifter und seine Familie.<\/p>\n<p>Allerdings zog das Herrscherhaus bis zur S\u00e4kularisation die F\u00fcrstenfelder \u00c4bte&nbsp; zu weiteren Diensten im Zuge des Totengedenkens heran. Sie waren verpflichtet, in ihren Pontifikalien (seit 1441) in Begleitung von zwei M\u00f6nchen an den M\u00fcnchner Grablegen (Frauenkirche,<\/p>\n<p>Michaelskirche und Theatinerkirche) zu erscheinen und dort die Totenmessen und Jahrtage abzuhalten.<\/p>\n<p>Die Kaiserinwitwe Margaretha gab dem Kloster Dotationen. Ludwig der Brandenburger (1315-1361), der \u00e4lteste Sohn&nbsp; von Ludwig und Beatrix, schenkte dem Kloster den Wald beim Zeller Hof. (Fugger S.47)<\/p>\n<p>1356 gab der Freisinger Bischof Albert II. von Hohenberg (1349-1359) mit Zustimmung seines Domkapitels Kloster F\u00fcrstenfeld die Pfarrei Gilching mit allen rechten und Zubeh\u00f6r. Daf\u00fcr musste das Kloster jedes Jahr feierlich das Fest<\/p>\n<p>des heiligen Korbinian, des Freisinger Di\u00f6zesanpatrons begehen. Dazu gab der Konvent seine Zustimmung.<\/p>\n<p>1357 gab Ludwig der Brandenburger dem Kloster in all seinen L\u00e4ndern vollst\u00e4ndige Zollfreiheit.. Das war in der Markgrafschaft Brandenburg und der Grafschaft Tirol. (Beides Fugger&nbsp; S 47 f.)<\/p>\n<p>Abt Johannes starb nach 19-j\u00e4hriger Regierung am&nbsp;&nbsp; 4. November 1362.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Conrad (1362\u20131387)<\/p>\n<p>Er regierte 25 Jahre. Er achtete auf strenge Ordensdisziplin und strenge Einhaltung der Regeln. Das f\u00fchrte dazu, dass F\u00fcrstenfeld einen gro\u00dfen Zulauf erhielt. Die Zahl der M\u00f6nche wuchs auf 42 an.<\/p>\n<p>Das Koster erhielt viele Schenkungen. Das versetzte das Kloster in die Lage, Versch\u00f6nerungen in der Kirche und im Kloster vorzunehmen. <\/p>\n<p>Abt Conrad war der erste, der die Alt\u00e4re mit dauerhaften Gew\u00f6lben versah. 1375 kamen zu den bisherigen 3 Alt\u00e4ren 11 weitere hinzu.<\/p>\n<p>Der Vicedom&nbsp; von Oberbayern Conrad von Freyberg-Eisenberg (+1384) erlaubte Kloster F\u00fcrstenfeld 1387 in dem Markt Bruck ein Rechtsbuch zu halten und dazu einen geschworenen Schreiber aufzustellen <\/p>\n<p>gemeinschaftlich mit Conrad G\u00fcnter Watt von Gegenpoint (erw\u00e4hnt 1354) (Fugger S. 51)<\/p>\n<p>1371 verkaufte die Witwe Katharina, die Frau Heinrichs des Kuchenmeister und ihrer beider Sohn Ulrich ihr Gut und Burg Roggenstein f\u00fcr 100 Pfund W\u00fcrzburger Pfennige, das sind etwa 15.330,00 \u20ac.<\/p>\n<p>an das Kloster F\u00fcrstenfeld. Rregesten ungedruckter Urkunden zur bayerischen&nbsp; Orts-, Familien- und Landesgeschichte , M\u00fcnchen 1846, S.10) Das Kloster verwandelte Burg und Zubeh\u00f6r in ein \u00d6komiegut<\/p>\n<p>und gab es lehensweise an b\u00e4uerliche Besitzer weiter.<\/p>\n<p>Auch 1371 legte der Zisterzienserorden 3000 Gulden , das sind etwa 603.448,00 \u20ac, an Subsidiengeldern, also zweckgebundene Unterst\u00fctzungsgelder wegen herrschender Kriegszust\u00e4nde auf das Kloster um. (Fugger S.51)<\/p>\n<p>Diese wurden vom Generalvisitator des Ordens einkassiert. Im Gegenzug befreite der Generalabt den F\u00fcrstenfelder Abt wegen seines hohen Alters von der Reise nach Frankreich zum Generalkapitel und die M\u00f6nche von der Reise<\/p>\n<p>zu den Generalordensstudien. Beides geschah aber wohl auch als finanzieller Ausgleich.<\/p>\n<p>Abt Conrad verstarb 1387.<\/p>\n<p>Zu seinem Nachfolger wurde Abt Otto (1387\u20131403) als 10. Abt gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Schon vor seiner Wahl zum Abt war er als Begleiter der Herz\u00f6ge Stephan von Bayern und Otto des Brandenburgers im Heiligen Land und brachte von dort verschiedene Reliquien f\u00fcr Kloster F\u00fcrstenfeld mit. (Fugger S. 52)<\/p>\n<p>Er besa\u00df Kenntnisse auf wissenschaftlichem Gebiet.<\/p>\n<p>Er war 1387&nbsp; bei der Einweihung der neuen Kirche in Kaisheim dabei. Neben \u00c4bten anderer Orden waren noch die beiden Zisterzienser\u00e4bte Berthold Stromair (1386\u20131413) von Kloster Heilsbronn und Johannes (1388) von Kloster <\/p>\n<p>K\u00f6nigsbronn an der Brenz vertreten.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Klosterkirche schaffte er Silberzeug und vergoldete Ger\u00e4te an, f\u00fcr sich einen neuen Abtsstab.<\/p>\n<p>F\u00fcr das Kloster errichtete er ein Krankenhaus, da es bis dahin \u00fcber keine Unterk\u00fcnfte f\u00fcr Kranke verf\u00fcgte.<\/p>\n<p>Herzog Stephan I. (1375-1413) schenkte Kloster F\u00fcrstenfeld 1388 die Pfarrkirchen in Rieden und Adelshausen. In seine Regierungszeit fiel auch&nbsp; die Inkorporation der Pfarreien Rieden, Adelshausen, Pfaffing und Hollenbach. Papst Bonifatius IX. (1389-1404)<\/p>\n<p>best\u00e4tigte dies 1391 in einem Breve an den Augsburger Bischof&nbsp; Burkhard von Ellerbach (1373 \u20131404 )<\/p>\n<p>Mit diesem Bischof gelang Abt Otto 1395 auch eine Einigung \u00fcber die Einnahmen der Leonhardskirche in Inchenhofen. Das Bistum hatte bisher ein Drittel der Einnahmen bekommen, was immer wieder zu Verdruss und Nachteil f\u00fcr das&nbsp; f\u00fcr das Kloster gesorgt hatte.<\/p>\n<p>Mit Unterst\u00fctzung der bayrischen Herz\u00f6ge Stephan und Johann II. (1375-1397) einigten sich Bischof Burkhard und sein Domkapitel mit Abt Otto einen Verzicht auf die Einnahmen der Leonhardskirche. Das Bistum erhielt daf\u00fcr den Zehnten<\/p>\n<p>der Ortschaften M\u00f6hring, Schwabm\u00fcnchen, Mittelstetten und Hiltefingen.<\/p>\n<p>Abt Otto z\u00e4hlte zu den R\u00e4ten der Herz\u00f6ge&nbsp; von Bayern.<\/p>\n<p>Aber auch im Orden geno\u00df er Ansehen. Bei den Generalkapiteln die in Citeaux zwischen 1390 und 1398 abgehalten wurden, war Abt Otto das Kommissorium, das ist die Vollmacht f\u00fcr die bayrischen Kl\u00f6stern \u00fcbertragen worden.<\/p>\n<p>Abt Otto verstarb am 4. Mai 1403&nbsp; nach 16-j\u00e4hriger Regierungszeit.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte als 11. Abt Johann II. Mindl (1403-1413)<\/p>\n<p>1397 hatte Herzog Stephan dem Kloster f\u00fcr 3 Jahre Befreiung von der \u00dcbernahme aller Kosten von Beherbungs- und Verpflegungskosten bei Jagden einger\u00e4umt.<\/p>\n<p>Anfang des 15. Jahrhunderts nahmen Jagden und Hofbesuche aber so \u00fcberhand und st\u00f6rten die kl\u00f6sterliche Disziplin empfindlich. Abt Johann II. Mindl erbat dann die Verschonung von Jagdgesellschaften f\u00fcr wenigstens 20 Jahre,<\/p>\n<p>Abt Johann stammte aus M\u00fcnchen.<\/p>\n<p>Er umgab die Klostergeb\u00e4ude mit&nbsp; einer Mauer.<\/p>\n<p>Die Jubil\u00e4umsfeier der Stadt M\u00fcnchen fiel in das erste Jahr seiner Amtsf\u00fchrung. Papst Bonifatius IX. beauftragte ihn in seinem Namen als summus poenitentarius, also als oberster Beichtvater zu fungieren.<\/p>\n<p>Der Papst best\u00e4tigte die Inkorporation der Leonhardskirche in Inchenhofen 1403 durch Bischof Burkard aus Augsburg<\/p>\n<p>1408 best\u00e4tigte K\u00f6nig Ruprecht von der Pfalz (1398-1410) Kloster F\u00fcrstenfeld seine Privilegien in Esslingen.<\/p>\n<p>1413 bekam das Kloster in M\u00fcnchen&nbsp; ein Haus geschenkt.<\/p>\n<p>1413 verstarb Abt Johann II.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt&nbsp; Johann III. Fuchs (1413-1432)<\/p>\n<p>ZU Beginn seiner Regierungszeit lie\u00df er schadhafte Geb\u00e4ude ausbessern. Er lie\u00df eine Scheune errichten und den Pferdestall von Grund auf neu bauen.<\/p>\n<p>Er legte 1414 den Grundstein zu einer Willibaldskapelle bei Jesenwang im Kreis F\u00fcrstenfeldbruck.&nbsp;&nbsp; Willibald wirkte nach 740 in Eichst\u00e4tt, baute dort das Bistum auf und gr\u00fcndete Kl\u00f6ster. In Eichst\u00e4tt geno\u00df er eine gro\u00dfe Verehrung.<\/p>\n<p>Sein Kult wurde von dort nach F\u00fcrstenfeld gepflanzt und fand dort gro\u00dfen Anklang.<\/p>\n<p>1417 brannte das Haus des Klosters in Puch ab. Abt Johannes lie\u00df dieses wieder neu bauen und einrichten.<\/p>\n<p>Auch ein Br\u00e4uhaus lie\u00df er errichten.<\/p>\n<p>Am 19. September 1422 fand die Schlacht bei Alling statt. Die Herz\u00f6ge von Bayern-M\u00fcnchen, Ernst (1397-1438) und Wilhelm III. (1397-1435)schlugen ihren Vetter Ludwig VII. ( 1413-1443) von Bayern-Ingolstadt.<\/p>\n<p>Sie war der Schlusspunkt des Bayrischen Krieges 1420-1422. Er hatte angefangen, weil Ludwig der Gebartete mit der Aufteilung des Landes nicht einverstanden war. K\u00f6nig Sigmund hatte den Reichskrieg gegen <\/p>\n<p>Herzog Ludwig ausgerufen, weil sich dieser einem Friedensschluss verweigert hatte. Er wurde dann auch noch gebannt. W\u00e4hrend des Krieges waren fast 1000 D\u00f6rfer in Flammen aufgegangen.<\/p>\n<p>Auch Kloster F\u00fcrstenfeld wurde arg mitgenommen zumal Alling ja keine 10 Kilometer von F\u00fcrstenfeldbruck entfernt ist.<\/p>\n<p>Es wurde von den Soldaten des Herzogs gepl\u00fcndert. (Karl. A. R\u00f6ckl, Beschreibung des ehemaligen Klosters F\u00fcrstenfeld, M\u00fcnchen 1840, S.23)<\/p>\n<p>Papst Martin V. (1417-1431) best\u00e4tigte die Wallfahrtskirche Inchenhausen. Die Leonhardsverehrung war in Kloster F\u00fcrstenfeld sehr ausgepr\u00e4gt, was sich bauch daran zeigt, dass die Kapellen in den Stadth\u00e4usern von Esslingen<\/p>\n<p>und in M\u00fcnchen in der F\u00fcrstenfelder Gasse Str. Leonhard geweiht waren.<\/p>\n<p>Abt Johann fragte auch beim Generalabt nach, ob er G\u00e4ste des Klosters auch mit Fleischspeisen bedienen d\u00fcrfe. Die Zisterzienser durften urspr\u00fcnglich Fleisch nur an den h\u00f6chsten Feiertage genie\u00dfen.<\/p>\n<p>Nun wurde das abgemildert und auch die M\u00f6nche durften jetzt au\u00dfer Mittwoch, Freitag und Samstag sowie an den 40-t\u00e4gigen Fasten Fleisch essen<\/p>\n<p>Abt&nbsp; Johann III. starb nach 18-j\u00e4hriger Regierung am 13. November 1432.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Andreas (1432-1451) als 13. Abt.<\/p>\n<p>1431 bis 1449 tagte in Basel ein Reformkonzil. Dieses hatte auch f\u00fcr Kloster F\u00fcrstenfeld Bedeutung. Acht Kl\u00f6ster im Umfeld von M\u00fcnchen hatten sich wegen eines schon seit Konstanz anh\u00e4ngenden Streits mit<\/p>\n<p>Ludwig VI. anh\u00e4ngenden Streits um landesherrliche Abgaben an das Konzil von Basel gewandt. Hintergrund waren zun\u00e4chst die Sch\u00e4den an Klosterbesitz, die w\u00e4hrend des Bayerischen Krieges (1420-1422) entstanden waren. Relativ rasch entwickelten sich aber die von Ludwig anstelle von Naturalleistungen eingef\u00fchrten Geldabgaben (&#8222;J\u00e4gergeld&#8220;) sowie die intensivierte Verwaltung zum eigentlichen Kern des Prozesses. Unterst\u00fctzt wurden die betroffenen Kl\u00f6ster durch das M\u00fcnchner Herzogshaus, wodurch sich der Konflikt nochmals verkomplizierte. Die Prozesse fanden vor p\u00e4pstlichen, konziliaren und kaiserlichen Gerichten statt. <\/p>\n<p>Neben F\u00fcrstenfeld waren dies die Kl\u00f6ster Scheiern, M\u00f6nchsm\u00fcnster (Benediktiner), Indersdorf (Augustiner), Geisenfeld (Benediktinerinnen) und&nbsp; Anger (Clarissinnen)<\/p>\n<p>Kaiser Siegmund erm\u00e4\u00dfigte den von den Kl\u00f6stern geforderten Schadenersatz von 9.084+1000 Gulden auf 5000 Gulden, das sind etwa 869.929,00 \u20ac.&nbsp; Sollte er diese Verpflichtung nicht erf\u00fcllen, w\u00fcrde er die Vogtei, die er \u00fcber \u201cetliche\u201d der Kl\u00f6ster hatte, verlieren<\/p>\n<p>und au\u00dferdem w\u00e4re eine Busse von 2000 Gulden, das sind etwa 347.972,00 \u20ac f\u00e4llig. Sigmund &#8211; RI XI,2 n. 10793te<\/p>\n<p>1441 verlieh das Konzil von Basel Abt Andreas das Recht, die Pontifikalien zu tragen.<\/p>\n<p>Wirtschaftlich ging es aber abw\u00e4rts mit dem Kloster. 1448 und 1451 lie\u00df der Generalabt Jean IX. Vion de Gevrey (1440-1458) durch&nbsp; den Abt von Morimond, Jean VII. de Graille(1449\u20131459 ) der Generalvisitator des Klosters war, die Pflichtbeitr\u00e4ge F\u00fcrstenfelds an den Orden zur\u00fcckerstatten.<\/p>\n<p>Die Gesamtsituation des Klosters machte Abt Andreas so zu schaffen, dass er 1451 resignierte. Nach Fugger lebte er aber dann noch 20 Jahre (S.65) Andere Quellen geben sein Todesjahr mit 1451 an.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Paul Herzmann (1451\u20131454 ) Er erhielt von Papst Nikolaus V. (1447 \u2013 1455) eine Best\u00e4tigung der Privilegien und Exemtionen von Kloster F\u00fcrstenfeld. Im Kloster lie\u00df er die Konventg\u00e4nge<\/p>\n<p>\u00fcberw\u00f6lben. Er lie\u00df die bauf\u00e4llige Leonhardskirche in Inchenhofen restaurieren, was der Wallfahrt wieder mehr Zulauf verschaffte.<\/p>\n<p>Inchenhofen war damals der viertwichtigste Wallfahrtsort Europas. Abt Paul organisierte 1457&nbsp; zur Feier des Kirchenneubaus den vielleicht \u00e4ltesten Leonhardiritt Bayerns.<\/p>\n<p>Man beschloss, einen Ritt durch das Dorf zu organisieren und die R\u00f6sser anschlie\u00dfend weihen zu lassen. <\/p>\n<p>Aber er war ein schlechter Wirtschafter und&nbsp; verschleuderte die G\u00fcter des Klosters, was zu einer Anzeige beim Generalvisitator f\u00fchrte.<\/p>\n<p>Dieser beauftragt am 25.Juni 1455 die \u00c4bte von Heilsbronn Ulrich K\u00f6tzler (1433\u20131462 ) und Kaisheim Nikolaus Kolb (1440\u20131458) die Angelegenheit zu untersuchen.<\/p>\n<p>Abt Paul schloss aber einen Kompromiss mit seinem Prior, resignierte und \u00fcbergab die Amtsgesch\u00e4fte an ihn. Er zog sich nach Inchenhofen zur\u00fcck, wo sich sein Bruder Caspar Herzmann aufhielt.<\/p>\n<p>Prior Michael wurde an seiner Stelle zum Abt gew\u00e4hlt. Pauls Resignation wurde aber die nachtr\u00e4gliche Genehmigung versagt.<\/p>\n<p>Er wurde dann von den beiden \u00c4bte Ulrich und Nikolaus vorgeladen. Abt Jean von Kloster Morimond hatte verf\u00fcgt, dass bei Nichterscheinen ein Vers\u00e4umnisurteil erfolgen solle.<\/p>\n<p>Abt Jean de Graille beauftragte Abt Nikolaus Kolb (1440\u20131458) von Kloster Kaisheim und Abt Ulrich K\u00f6tzler (1433\u2013146) von Kloster Heilsbronn als Spezialdelegierte die Angelegenheit zu untersuchen.  <\/p>\n<p>Der zur\u00fcckgetretene Abt Paul hatte an die \u00c4bte Johann II. Plier (1448-1463) von Kloster Aldersbach und Georg I. Sch\u00e4ppner (1445-1464) von Kloster Raitenhaslach sowie interessanterweise an Abt Petrus&nbsp; V\u00e4ittl (1446-1459) von  <\/p>\n<p>Kloster Metten (Fugger S. 66) gewandt. Interessant ist Kloster Metten, denn das war keine Zisterzienser-sondern eine Benediktinerabtei.  <\/p>\n<p>Diese drei \u00c4bte best\u00e4tigten 1456 zum einen die Wahl des Prior Michael und best\u00e4tigten die Beurteilung von Abt Paul. Er wurde f\u00fcr abgesetzt erkl\u00e4rt und dar\u00fcber hinaus mit Haft bestraft.  <\/p>\n<p>Die Gegenklage gegen den Abt von Aldersbach und von Morimond wurde&nbsp; verworfen. Aber Paul gab immer noch nicht auf. Er wandte sich an Rom. Die bayrischen Herz\u00f6ge setzten sich f\u00fcr ihn ein.  <\/p>\n<p>Die Gegendarstellung von Abt Michaels auf Pauls Einlassungen traf versp\u00e4tet in Rom ein und dort wurde er frei gesprochen.  <\/p>\n<p>Das Kloster wurde in noch in einen heftigen Rechtsstreit verwickelt. Ob da die Schuld auch Abt Paul zu fiel, l\u00e4sst sich mit Bestimmtheit nicht behaupten.  <\/p>\n<p>Abt Michael war f\u00fcr das Kloster ebenfalls keine gute Wahl. Auch er war kein guter Haush\u00e4lter. Zwar ist ihm die neue Orgel und die gro\u00dfe Glocke zu verdanken. Aber er macht ohne Not neue Schulden.  <\/p>\n<p>er resignierte 1457, ob freiwillig oder gezwungen ist nicht klar.  <\/p>\n<p>Bei der folgenden Wahl setzte auch der Konvent auf ausw\u00e4rtige Kr\u00e4fte. Im 2. Wahlgang wurde Ulrich(1457-1467) aus dem Reichsstift Kaisheim unter Vorsitz des Abtes von Morimond&nbsp; zum neuen Abt gew\u00e4hlt .  <\/p>\n<p>Er zeichnete sich durch Fr\u00f6mmigkei und Wissenschaft aus. Er rechtfertigte das Vertrauen, das ihn in gesetzt wurde,&nbsp; in vollster eise. Er baute die Schulden, die seine beiden Vorg\u00e4nger gemacht hatten, rasch ab.  <\/p>\n<p>Er brachte die Administration wieder in Ordnung und verschaffte dem Kloster wieder den Ruf, den es unter den \u00c4bten Volkmar und Heinrich genossen hatte. Auch im Orden geno\u00df er ansehen.  <\/p>\n<p>Das Generalkapitel beauftragte ihn, die Kl\u00f6ster Aldersbach, Seligenthal und Stams in Tirol zu visitieren. Er starb nach zehnj\u00e4hriger Regierungszeit am am 23. Januar 1466 (nach Karl. A. R\u00f6ckl S.24)  <\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Jodok (1467-1480) Ger\u00fchmt wird&nbsp; \u201csein Scharfsinn und seine ausgebreiteten Kenntnisse\u201d. (Fugger S. 75). Er tilgte die noch vorhandenen Schulden.  <\/p>\n<p>Er verbesserte den baulichen Zustand des Klosters, lie\u00df ein neues Schlafhaus, einen neuen Speisesaal sowie neue Stallungen erbauen. Das Kloster bekam ein neues Portal am Eingang.  <\/p>\n<p>Die Alt\u00e4re wurden mit neuen Bildern versehen.  <\/p>\n<p>Er lie\u00df die 1414 von Abt Johann gebaute Willibaldkapelle in Jesenwang renovieren.  <\/p>\n<p>1473 wurde der Wochenmarkt in Bruck best\u00e4tigt. 1475 sah Abt Jodok, dass der Jahr-und&nbsp; Wochenmarkt in Dachau die Marktfreiheit in Bruck beeintr\u00e4chtigt wurde. Er wandte sich deshalb an Herzog Sigmund (1460-1467, danach Amtsverzicht)  <\/p>\n<p>Dieser lie\u00df das \u00fcberpr\u00fcfen. Bruck wurde das Recht zugesprochen,die Jahr-und Wochenm\u00e4rkte abzuhalten, wie es dem von den fr\u00fcheren Herz\u00f6gen erteilten Privileg entsprach.  <\/p>\n<p>Das F\u00fcrstenfeld wieder einen guten Ruf genoss, zeigt sich auch darin , dass wieder ein F\u00fcrstenfelder Konventuale als Abt in ein anderes Kloster gerufen wurde.  <\/p>\n<p>Johann V. Holzer wurde nach Raitenhaslach berufen und war dort von 1474 bis 1483 Abt.  <\/p>\n<p>1480 lie\u00df sich Herzog Sigmund Kloster F\u00fcrstenfeld als Konfrater einverleiben. Das war damals eine durchaus \u00fcbliche Praxis. Man trat nicht ins Kloster ein, trug auch keine Ordenstracht. Man legte auch kein Ordensgel\u00fcbde ab.  <\/p>\n<p>Es war wie eine Art Bruderschaf, um von den Vorteilen&nbsp; zu profitieren wie z. b. Abl\u00e4sse zu erlangen  <\/p>\n<p>Der Abt von Morimond&nbsp; Jacques I. de Livron (1484\u20131491 stellte am 14. Juni 1482 eine Urkunde aus&nbsp; und best\u00e4tigte auch verschiedene Schenkungen. <\/p>\n<p>Abt Jodok&nbsp; starb nach 13 Jahren Regierungszeit am 9. Juni 1480.  <\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt&nbsp; Leonhard I. Eggenhofer (1480\u20131496) als 18. Abt.<\/p>\n<p>Er ist bereits 1448 als F\u00fcrstenfelder M\u00f6nch bezeugt. Er studierte in Wien. Er war Doktor und Professor der Theologie In Heidelberg lehrte er Theologie.<\/p>\n<p>1480 wurde er zum Abt gew\u00e4hlt. 1482 best\u00e4tigte Papst Sixtus IV. (1471-1484) auf Dr\u00e4ngen&nbsp; Herzog Albrechts IV. von Bayern (1465-150) die Inkorporation der Leonharsdskirche in Inchenhofen. <\/p>\n<p>Da auch Herzog Albrecht dies bef\u00fcrwortete, war die Zugeh\u00f6rigkeit der Kirche zum Kloster sowohl kirchlicherseits als auch weltlicherseits abgesichert.<\/p>\n<p>1483 erhielt Inchenhofen eine noch mindestens bis zum Bericht von Eberhard Graf Fugger 1885 bestehende Stiftung f\u00fcr&nbsp; S\u00e4kularpriester<\/p>\n<p>1486 war Abt Leonhard auch Geheimer Rat von Herzog Albrecht geworden.<\/p>\n<p>1484 harre das Generalkapitel Abt Leonhard mit der Visitation s\u00e4mtlicher Zisterzienserkl\u00f6ster in Bayern, \u00d6sterreich, K\u00e4rnten, Steiermark und der Mark Krain (Kloster Sittlich, heute Slowenien) beauftragt.<\/p>\n<p>1486 begann er mit der Visitation, begleitet von seinem Prior. Dieser zog die Subsidiengelder f\u00fcr den Orden ein.<\/p>\n<p>1490 zerst\u00f6rte ein Gro\u00dfbrand die zentralen Klostergeb\u00e4ude in Kloster Benediktbeuren. Abt war Narzi\u00df Paumann (1483\u20131504). Die M\u00f6nche konnten nur retten, was sie auf dem Leibe trugen.<\/p>\n<p>Abt Leonhard half tatkr\u00e4ftig und schickte 12 Scheffel Getreide nach Benediktbeuren ( ein bayrisches Scheffel hatte damals rund 222 Liter) Die Hilfe war noch wertvoller, da in dieser Zeit in Bayern und <\/p>\n<p>Schwaben ein gro\u00dfer Getreidemangel herrschte und die Getreidepreise entsprechend hoch waren.<\/p>\n<p>1495 schrieb K\u00f6nig Maximilian I (1486-1508 K\u00f6nig 1508 \u2013 1519 Kaiser) einen Reichstag in Worms aus. Bischof Sigmund II. von Hollenegg (1494\u20131495 ) von Salzburg und Bischof Georg Altdorfer (1477 \u20131495) von Chiemsee waren <\/p>\n<p>auf dem Weg nach Worms. Bischof Georg erlitt allerdings in Salzburg einen Schlaganfall, an dem er verstarb. Bischof Sigmund ernannte dann Propst Ludwig Ebmer (1495 \u20131502 ) vom Stift Zeno in Reichenhall zum neuen Bischof von Chiemsee.<\/p>\n<p>Die beiden Bisch\u00f6fe stiegen auf dem weg nach Worms in Kloster F\u00fcrstenfeld ab.<\/p>\n<p>Herzog Wilhelm hatte am (wohl \u00fcber seine Vorm\u00fcnder) am 2. Oktober 1495 eine Anordnung getroffen, dass seine Kommissare bei der Einsetzung eines neuen Abtes das Inventar aufgenommen wurde und ein vollst\u00e4ndiges Verzeichnis angefertigt wurde.<\/p>\n<p>Das Kloster erhielt eine Abschrift davon.<\/p>\n<p>Abt Leonhard verstarb nach kurzer Krankheit am 22. September 1496 nach 16 Regierungsjahren.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde&nbsp; Abt Michael II. (1496\u20131502) Auch er k\u00fcmmerte sich sehr um die Wissenschaften. Er suchte die historischen Materialien des Abtes Volkmar und seines Nachfolgers Heinrich zu sammeln und diese<\/p>\n<p>chronologisch zu ordnen. Der Gro\u00dfteil ist leider verloren gegangen. Die Zeitstr\u00f6mung war aber weniger auf wissenschaftliche Bestrebungen ausgerichtet sondern auf materiellen Gewinn. Das war nicht nach dem Geschmack seines Konventes.<\/p>\n<p>Intrigen von innen und au\u00dfen sorgten daf\u00fcr, dass er bald seines Amtes \u00fcberdr\u00fcssig wurde und 1502 resignierte.&nbsp; Er starb am 11. Mai 1503.<\/p>\n<p>1497 veranlasste&nbsp; Herzog Georg der Reiche (1479-1503) eine p\u00e4pstliche Bulle von Papst Alexander VI. (1492-1503), die eine Visitation s\u00e4mtlicher&nbsp; bayrischen Kl\u00f6ster anordnete. Diese wurde unter der&nbsp;&nbsp; Oberleitung<\/p>\n<p>von dem Freisinger Bischof Ruprecht von der Pfalz (1495-1498) und den \u00c4bten von Kloster Ebersberg Sebastian Haefele (1472\u20131500 ) und Tegernsee Quirin I. Regler (1492\u20131500) durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>S\u00e4mtliche Kl\u00f6ster wurden einer strengen Pr\u00fcfung unterzogen. In leichtfertigen Kl\u00f6stern wurde energisch eingeschritten. Nach Meinung von&nbsp; Fugger ist es auch dieser Massnahme zu verdanken,<\/p>\n<p>dass Altbayern dem katholischen Glauben treu blieb. (S.87)<\/p>\n<p>Nachfolger von Abt Michael wurde Abt Peter (1502-1505) Auch er blieb nur 3 Jahre im Amt und resignierte 1505. Er starb am 2. Dezember 1511<\/p>\n<p>Vom Landesherren Albrecht war auch nicht viel Hilfe zu erwarten. Der Landshuter Erbfolgekrieg 1504\/1505 lie\u00df ihm keine Zeit, sich um Kl\u00f6ster zu k\u00fcmmern. Kloster F\u00fcrstenfeld war&nbsp; nicht betroffen.<\/p>\n<p>Aus Anla\u00df des Krieges konnte Abt Peter Kaiser Maximilian beherbergen. Er traf sich in F\u00fcrstenfeld mit Herzog Albrecht.<\/p>\n<p>Am 30. Juli 1505 endete der Krieg durch den K\u00f6lner Schiedsspruch von&nbsp; Maximilian.<\/p>\n<p>Nach dem R\u00fccktritt von Abt Peter wurde Abt Johannes IV. Scharb (1505\u20131513) zum neuen Klostervorsteher gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Von 1498-1505&nbsp; war er Prior Auch hatte er den Doktor in Theologie.<\/p>\n<p>Er achtete auf eine strammere Disziplin im Kloster.<\/p>\n<p>Herzog Albrecht verlieh dem Kloster die niedere Gerichtsbarkeit. Diese erstreckte sich auf s\u00e4mtliche Untertanen des Klosters, egal wo sie sich aufhielten. Er lie\u00df sich dieses 1508 von Herzog Albrecht best\u00e4tigen und<\/p>\n<p>bezog sich dabei auf die Stiftungs-und Konfirmationsbriefe des Kloster, wo dieses ausdr\u00fccklich angeordnet war.<\/p>\n<p>F\u00fcr Paramente, Schmuck der Reliquien und Verzierungen der Kirchengef\u00e4\u00df gab er aus, was die Finanzen des Kloster zulie\u00dfen.<\/p>\n<p>Abt&nbsp; Johannes starb nach 7 Regierungsjahren am 22. August 1513.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Abt Kaspar&nbsp; Harder (1513-1522) als 22. Abt.<\/p>\n<p>Er war ein Mann \u201cgro\u00df von Statur wie von Geist\u201d (Fugger S. 88). Wie Fugger weiter schreibt, muss wirklich sehr gro\u00df gewesen sein,denn in der Gruft reichte die Nische von der L\u00e4nge her nicht aus, sondern es musste von au\u00dfen daran gemauert werden.<\/p>\n<p>Er studierte in Heidelberg.<\/p>\n<p>Das gravierendste Ereignis in Abt Kaspars Regierungszeit war sicher die Reformation von 1517. In diesem Jahr wurde F\u00fcrstenfeld vom Mutterkloster Aldersbach visitiert. Abt Konrad wurde so gut beurteilt, dass er vom Generalkapitel mit der<\/p>\n<p>Visitation anderer Zisterzienserkl\u00f6ster beauftragt wurde. Er war mehrfach in Raitenhaslach, F\u00fcrstenzell und Waldersbach, heute Landkreis Cham.<\/p>\n<p>1518 erbaute er in Bruck die Siechenkapelle, in der die Heiligen&nbsp; Wolfgang, Leonhard und Willibald verehrt wurden.<\/p>\n<p>Er har auch das Rottel-Buch zum ersten Mal renovieren lassen. Die Rottelb\u00fccher waren das Organ einer Konf\u00f6deration von 19 bayrischen und \u00f6sterreichischen Kl\u00f6stern \u201cpro defunctis confratribus\u201d, also f\u00fcr verstorbene Mitbr\u00fcder.<\/p>\n<p>Die in der Konf\u00f6deration verbundenen Kl\u00f6ster wurden mit Eilboten brieflich \u00fcber Todesf\u00e4lle benachrichtigt.<\/p>\n<p>Abt Kaspar war&nbsp; um eine&nbsp; solide Ausbildung seiner Konventualen bem\u00fcht und schickt Klosterangeh\u00f6rige auf die Universit\u00e4t in Heidelberg.<\/p>\n<p>1517 gab es schon Meldungen eines M\u00f6nches an den Abt von Kloster Aldersbach&nbsp; Wolfgang Marius (1514-154) \u00fcber mangelnde Disziplin, Fehlverhalten und Ungerechtigkeiten Harders beschwert. Am 22. Februar 1518 kontrollierte der Aldersbacher Abt F\u00fcrstenfeld erneut und dieses Mal fiel sein Urteil anders aus. Er notiert Spannungen im Konvent. Schuld sei die &#8222;\u00fcbertriebene H\u00e4rte und Willk\u00fcr des Abts Harder&#8220;.&nbsp; <\/p>\n<p>1522 verbot die bayrische Regierung&nbsp; die lutherische Lehre unter Strafe. <\/p>\n<p>Abt Kaspar starb knapp drei Wochen nach diesem Verbot. Abt Gerhard F\u00fchrer, der letzte F\u00fcrstenfelder Abt und Chronist des Klosters schrieb der Abt sei von seinem K\u00e4mmerer meuchlings ermordet worden und bezog sich dabei auf<\/p>\n<p>ein altes Manuskript des Klosters. Der F\u00fcrstenfeldbrucker Wirtschaftshistoriker und Stadtrat Klaus Wollenberg schreibt dar\u00fcber in einem Artikel der S\u00fcddeutschen Zeitung vom 27.10. 2017 \u201cMord im Kloster\u201d<\/p>\n<p>F\u00fcr ihn&nbsp; ist klar, dass der Mord mit den Verwerfungen durch die Reformation zu tun hat.&nbsp; Abt Kaspar starb am 26.3.1522<\/p>\n<p>Zwar stand F\u00fcrstenfeld als Witelsbacher Stiftung unter besonderer Kontrolle. Aber es unterlag nat\u00fcrlich auch dem Zeitgeist. Martin Luther hatte unter den F\u00fcrstenfelder M\u00f6nchen etliche Sympathisanten hatte. <\/p>\n<p>F\u00fcrstenfelder M\u00f6nche waren auf die Universit\u00e4ten geschickt worden und kamen da zwangsl\u00e4ufig mit reformatorische Ideen in Kontakt. F\u00fcrstenfelder M\u00f6nche hatten Kontakte zu reformierten Augustinerkonventen in Esslingen und M\u00fcnchen.<\/p>\n<p>Der Konvent war zu Beginn der Reformation disziplin\u00e4r und geistig zerr\u00fcttet. Rund um das Kloster breiteten sich reformatorische Str\u00f6mungen bis hin zu den Wiedert\u00e4ufern aus.<\/p>\n<p>Ein Anh\u00e4nger der Reformation war auch Pfarrer Zacharius Weichsner, der schon fr\u00fch mit Luthers Schiften in Ber\u00fchrung gekommen war und sp\u00e4ter auch junge Leute in seiner Umgebung hatte und diese dann mit Luthers Schriften bekannt machte, so zum Beispiel Martinus Balticus<\/p>\n<p>(ca. 1532-1601), der als Knabe zu dem Pfarrer und von ihm in alten Sprachen unterrichtet wurde. und bei ihm auch Luthers Schriften zu lesen bekam. Ein noch fr\u00fcherer Gast war Johannes Mathesius, sich unter Anleitung des Pfarrers Zacharias Weichsner in Bruck weiter in Luthers Lehre vertiefte.<\/p>\n<p>Mathesius wurde sp\u00e4ter bekannt als \u00dcbersetzer von Luthers Tischreden und als sein Biograph.<\/p>\n<p>Jakob Gross schreibt auf Seite92 seiner Chronik des Marktes F\u00fcrstenfeldbruck (F\u00fcrstenfeldbruck 1877) , dass nach \u201cden Aufschreibungen in den alten F\u00fcrstenfeldischen Protokollb\u00fcchern\u201d in der zweiten H\u00e4lfte des 16. Jahrhunderts auf mehreren Pfarreien verheirate Priester sa\u00dfen.<\/p>\n<p>Weichsner wird 1544 noch als Pfarrer in Bruck halten konnte, verdankt er sicher auch dem Schutz des sp\u00e4teren Abtes Johannes Pistorius.<\/p>\n<p>Auf Befehl Herzog Wilhelms IV von Bayern (1508-1550) und Ludwig X. von Bayern (1514-1545) war&nbsp; Dr. Johannes Eck, der die alte Lehre in vielen Disputationen und Religionsgespr\u00e4chen verteidigt hatte, zum dritten Mal in Rom, dieses Mal bei Papst Hadrian IV. (1522-1523)<\/p>\n<p>um ihm die Gefahren, die der katholischen Religion in Bayern drohten, zu schildern. Der Papst ernannte eine Kommission in der Bisch\u00f6fe sowie die \u00c4bte von Tegernsee Maurus Leyrer (1512\u20131528), Niederaltaich&nbsp; Kilian I. Weybeck (1503\u20131534), Aldersbach Wolfgang Marius und <\/p>\n<p>der F\u00fcrstenfelder Abt Georg I. Menhard und der Propst von Polling Johann III. Zingie\u00dfer (1499\u20131523) befanden Weiter war dabei der Prodekan der Universit\u00e4t Ingolstadt.<\/p>\n<p>Nach dem Mord an Abt Kaspar, der ja wohl vertuscht worden war, wurde Abt Georg I. Menhard (1522-1531) zu seinem Nachfolger gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Er war Humanist und studierte in Heidelberg.<\/p>\n<p>Nach Fugger hatte er ein \u201cargloses Gem\u00fct,Fr\u00f6mmigkeit und Herzensg\u00fcte\u201d (S. 92) In den Zeiten der Glaubensspaltung, aufkommender kriegerischer Auseinandersetzungen und Landesherren mit st\u00e4ndigem Geldbedarf war er<\/p>\n<p>schnell \u00fcberfordert. Das Kloster wurde st\u00e4ndig zu Ausgaben gezwungen, die seine finanziellen Ressourcen \u00fcberforderte. So war man gezwungen, Grundst\u00fccke zu verkaufen oder Zehnte zu verpf\u00e4nden. Dazu war jedes Mal die Genehmigung der Landesherren einzuholen.<\/p>\n<p>Vom 30. Juni bis 19. November1530 fand in Augsburg der Reichstag statt. Die evangelischen F\u00fcrsten schlossen sich dort zum Schmalkaldischen Bund zusammen, einem Defensivb\u00fcndnis. Sie verpflichteten sich auf die<\/p>\n<p>\u201cConfessio Augustana\u201d eine evangelische Bekenntnisschrift, die auf dem Augsburger Reichstag dem Kaiser \u00fcbergeben worden war. <\/p>\n<p>Am 14. Julia 1530 kam Kaiser Karl V. (1519-1556) und sein Bruder Ferdinand I. (1558-1564) ins Kloster F\u00fcrstenfeld und \u00fcbernachtete dort auf dem Weg zum Augsburger Reichstag.<\/p>\n<p>Im Konvent zeichnete sich allm\u00e4hlich eine Spaltung zwischen Anh\u00e4ngern der neuen Lehre und denen, die dem alten Glauben treu blieben ab.<\/p>\n<p>Vaterabt&nbsp; Wolfgang Marius aus Aldersbach musste Kloster F\u00fcrstenfeld visitieren und nachdem sich M\u00e4ngel gezeigt hatten, musste Abt Georg 1531 resignieren. Er&nbsp; hatte sich nach Raitenhaslach zur\u00fcckgezogen und starb dort am 30. Dezember 1538.<\/p>\n<p>Herzog Wilhelm setzte Johannes V. Albrecht Pistor als Administrator ein. Johannes Albrecht war unter Abt Kaspar Prior. Er blieb Administrator bis zum Tod Abt Georgs. Als Verwalter scheint er t\u00fcchtig gewesen zu sein.Etwas erstaunlich ist schon, <\/p>\n<p>dass Herzog Wilhelm Johannes Albrecht zum Administrator berufen hatte, denn er zeigte&nbsp; viel Sympathie f\u00fcr humanistisch-reformatorische Ideen. Au\u00dferdem pflegte er&nbsp; gute Kontakte zu Pfarrer Weichsner, der wie oben erw\u00e4hnt vermutlich durch&nbsp; ihn vor Nachstellungen,<\/p>\n<p>gesch\u00fctzt wurde. Er war Doktor der Theologie und Magister der freien K\u00fcnste. Auch als Dichter hatte er sich einen gewissen Ruf erworben.<\/p>\n<p>1539 wurde er zum 24. Abt gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Am 2. Dezember 1540 brannte nach einem Blitzschlag der Kirchturm in Inchenhofen nieder. Diesen lie\u00df er wieder aufbauen und feierte das mit 9 selbstverfassten lateinischen Distichen.<\/p>\n<p>1541 wurde das Pfleghaus in Esslingen durch die Nachl\u00e4ssigkeit des Verwalters ein Raub der Flammen. Ein Kind des Verwalters kam dabei ums Leben. Wertvolle Dokumente wurden zerst\u00f6rt.<\/p>\n<p>Um die Verwaltung des Esslinger Pfleghofes war es ohnehin schlecht bestellt. Viele Pfleger waren sogar protestantisch geworden. Die H\u00e4lfte der Klosterg\u00fcter in Esslingen gingen verloren.<\/p>\n<p>Erst Abt Balduin Helm sorgte nach einem erneuten Brand 1741 f\u00fcr einen soliden und zweckm\u00e4\u00dfigen Neuaufbau und wieder f\u00fcr eine geregelte Verwaltung und setzte daf\u00fcr nur noch Ordensmitglieder ein.<\/p>\n<p>1547 kam auf Verlangen des bayrischen Herzogs wieder der Aldersbacher Vaterabt Johannes&nbsp; V. Zankher von Gumperting (1544-1552) zu einer Visitation nach F\u00fcrstenfeld. In der Folge wurde dann<\/p>\n<p>Abt Johannes V. Albrecht Pistor auf Weisung von Herzog Wilhelm IV seines Amtes enthoben. Es wir zwar gesagt, Johannes Albrecht habe Geld verschleudert und die Klosterwirtschaft schlecht gef\u00fchrt. <\/p>\n<p>Belegen l\u00e4sst sich das aber nicht. Belegt ist aber, dass der bayerische Herzog st\u00e4ndig vom Kloster Geld verlangte, etwa f\u00fcr die Kriegf\u00fchrung. Zwischen 1550 und 1552 gab es weder Abt noch Administrator in F\u00fcrstenfeld, praktisch f\u00fcr Herzog Albrecht V.(1550-1579), der sich nun direkt <\/p>\n<p>aus der Klosterkasse bedienen konnte.<\/p>\n<p>Abt Johann Pistor ging nach seiner Resignation&nbsp; zun\u00e4chst nach Esslingen und dann von dort nach Aichach, wo er sich als Stadtprediger einen guten Ruf erwarb.<\/p>\n<p>Er starb am&nbsp; 13.Oktober 1552.<\/p>\n<p>F\u00fcr ihn wird Michael Kain als Administrator eingesetzt. Fugger l\u00e4sst es offen, ob er zum Abt gew\u00e4hlt wurde oder nur als eingesetzter Administrator fungierte. <\/p>\n<p>Er&nbsp; trat&nbsp; 1522 ins Kloster ein. 1530 wurde er zum Priester geweiht.Als er Administrator wurde, war er der einzige (!) Priester in F\u00fcrstenfeld.Seine Verwaltung scheint auf jeden Fall nicht funktioniert zu haben.<\/p>\n<p>Herzog Albrecht V. (1550-1579) setzte ihn&nbsp; wegen finanzieller Unregelm\u00e4\u00dfigkeiten am 13. Januar 1552 ab und lie\u00df ihn sogar gefangen nehmen und im Kloster Aldersbach festsetzen. Er scheint&nbsp; aber wieder rehabilitiert worden zu sein.<\/p>\n<p>1558 war er Administrator in K\u00f6sslarn.Das ist einer der \u00e4ltesten Wallfahrtsorte Bayerns.In der ersten Bl\u00fctezeit der Wallfahrt waren also 3 Zisterzienser und 3 Weltgeistliche (Benefiziaten) in K\u00f6\u00dflarn. 1561 wurde er Pfarrer in Rottalm\u00fcnster. Er starb 1563.<\/p>\n<p>Jetzt fuhr Herzog Albrecht sogar zweigleisig. F\u00fcr die Verwaltung der Temporalia berief er Stephan Dorfpeck am 11.5. 1552. Zuvor war er Landrichter in Rosenheim. Nach seiner Administratort\u00e4tigkeit in F\u00fcrstenfeld, die von 1552 bis 1555 dauerte, war er bis 1557 Richter in Dachau.<\/p>\n<p>Er starb am 10.07.1561 in Abensberg. Dort war er ebenfalls als Administrator t\u00e4tig.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Spiritualia berief Herzog Albrecht Pater Johannes Paumann aus Kloster Kaisheim. Er stammte aus Eichst\u00e4tt. Er studierte in Ingolstadt. 1532 trat er in Kaisheim ins Kloster ein. 1536 wurde er dort zum Priester geweiht.<\/p>\n<p>In Obersch\u00f6nenfeld war er auch als Beichtvater t\u00e4tig.<\/p>\n<p>1555 wurde er Administrator in F\u00fcrstenfeld.<\/p>\n<p>Beide erwiesen sich als gute Wahl des Herzogs.<\/p>\n<p>Stephan Dorfpeck gelang die wirtschaftliche Stabilisierung von Kloster F\u00fcrstenfeld, obwohl seine Ausgangssituation \u00e4u\u00dferst ung\u00fcnstig war. Ihm konnte nicht einmal sein Sal\u00e4r ausbezahlt werden. Seine Forderung, die er dem Kloster stellen k\u00f6nnen h\u00e4tte,<\/p>\n<p>belief sich schlie\u00dflich auf 1.000 Dukaten, das sind etwa 198.921,00 \u20ac. Herzog Albrecht&nbsp; ordnete an, dass das Kapital von 1000 Dukaten mit 5% verzinslich liegen blieb. Der Familie Dorfpeck wurde eine sichere Hypothek auf Realien des Klosters bestellt. (Fugger S.100)<\/p>\n<p>1555 war das Kloster saniert.<\/p>\n<p>Ebenso gl\u00fccklich wirkte Johannes II. Paumann (1556-1565) wurde am 16. April 1556 als 25. Abt von F\u00fcrstenfeld gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst suchte er die kl\u00f6sterliche Disziplin wieder herzustellen.&nbsp; Da war erst einmal sein eigenes Vorbild. Die Religion wurde im Kloster gepflegt.<\/p>\n<p>Er achtet auf die wissenschaftliche Ausbildung seiner Konventualen. Er war selbst als Forscher und Schriftsteller t\u00e4tig und k\u00fcmmerte sich um den Ausbau der Bibliothek. Er hatte schon eine reichhaltige Bibliothek aus Kaisheim mitgebracht<\/p>\n<p>Das Ansehen F\u00fcrstenfelds war so gewachsen, dass Herzog Albrecht&nbsp; 1565 den Prior von F\u00fcrstenfeld als Beichtvater f\u00fcr die Truchsessen und Edelknaben an seinem Hof einsetzte.<\/p>\n<p>Vom 27. Juni bis 2. Juli 1558 fand in Glatz eine Synode statt, an der Abt Johannes&nbsp; teilnahm, auf der im Auftrag des Glatzer Pfandherrn Herzog Ernst von Bayern (1500-1560) die Konfession der anwesenden Geistlichen mit einem umfangreichen Fragenkatalog erfasst werden sollte. Zusammen mit Abt Johannes Cressavicus,Abt des Zisterzienserklosters Gr\u00fcssau in Niederschlesien verfasste er den Bericht \u00fcber den Glaubenszustand der Geistlichen im Glatzer Dekanat.<\/p>\n<p>1559 best\u00e4tigte Kaiser Ferdinand alle Rechte. Privilegien und Freiheiten von Kloster F\u00fcrstenfeld. 1561 erteilte er dem Kloster das Recht in Rot zu siegeln.<\/p>\n<p>Rotes Siegelwachs war eigentlich Kaisern, K\u00f6nigen, Kardin\u00e4len und staatsrechtlich \u201eSouver\u00e4nen\u201c vorbehalten.<\/p>\n<p>Abt Leonhard II. verstarb am 15. Dezember 1565.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Leonhard III. Treuttwein (1566-1595).<\/p>\n<p>Er ist 1524 in Jettingen geboren. Er war Kellermeister in F\u00fcrstenfeld und 1565 Prior.<\/p>\n<p>Er wurde am 21.1. 1566 zum 26. F\u00fcrstenfelder Abt gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Er setzte den Aufschwung des Klosters fort, der unter seinem Vorg\u00e4nger begonnen hatte. Auch er sorgte f\u00fcr eine wissenschaftliche Ausbildung, die dazu f\u00fchrte, dass F\u00fcrstenfeld wieder einen<\/p>\n<p>hervorragenden Ruf genoss und Konventsmitglieder \u00fcber die Ordensgrenzen hinaus als Beichtv\u00e4ter oder Prediger angefordert wurden.<\/p>\n<p>Er setzte die von seinem Vorg\u00e4nger begonnene Bibliothek&nbsp; \u201cvollkommen instand\u201d Abt Gerhard F\u00fchrer in seinem Chronicon auf Seite 109 schreibt.<\/p>\n<p>1571 bedankte sich die Gemeinde Nauders in Tirol f\u00fcr die \u00dcbersendung von zwei Patres, denen es gelungen war, mit ihren Predigten , die ganze Gemeinde dem katholischen Glauben zu erhalten.<\/p>\n<p>Pater Johann Dietmair war von Abt Leonhard zum Studium nach Ingolstadt geschickt worden und wurde dort nach seinem Studium als Professor angestellt.<\/p>\n<p>Auch Dr. Rudolf Glenk hatte sich einen Namen gemacht. Er hatte in Ingolstadt seinen Doktor der Philosophie und der Theologie erworben.<\/p>\n<p>Er wurde 1577 nach Braunschweig zu einer wissenschaftlichen Reise angefordert, was Abt Leonhard aber nicht genehmigen konnte.<\/p>\n<p>1580 wollte&nbsp; die Pfarrei Ingolstadt Johann Dietmair als Pfarrer was Abt Leonhard f\u00fcr kurze Zeit genehmigte. <\/p>\n<p>1581 forderte ihn das Stift Ellwangen als Prediger an. Aber Herzog Wilhelm V. von Bayern (1579-1597) und der p\u00e4pstliche Nuntius beauftragten ihn, das Seminarium Religiosorum in Ingolstadt zu leiten.<\/p>\n<p>Er wurde dann Stadtprediger an mehreren Pfarreien in Bayern, zuletzt auf Berufung von Herzog Wilhelm 1586 in M\u00fcnchen. Dann wurde er&nbsp; als Abt f\u00fcr den resignierten Abt Andreas II. Haydecker (1578-1559)<\/p>\n<p>nach Kloster Aldersbach&nbsp; berufen. Dort war er von 1587-1612 als Johannes VI. Abt. Er wurde Generalvisitator f\u00fcr die bayrischen Kl\u00f6ster und verstarb als bayrischer Landstandsverordneter am 22. Januar 1622<\/p>\n<p>in M\u00fcnchen (Fugger S. 106)<\/p>\n<p>1586 forderte die f\u00fcrstliche Regierung Pater Jakob Dachmair an, um in an dies Spitze von Kloster Gotteszell zu stellen, das unter Administration von Aldersbach und F\u00fcrstenfeld stand.<\/p>\n<p>1588 wurde Pater Jakob Neuthard nach Kloster Lichtenthal als Beichtvater geschickt. Nach acht Jahren wurde Pater Georg Engelbrecht ersetzt.<\/p>\n<p>Abt Leonhard hatte keine besonders stabile Gesundheit. Er visitierte 1570 Kloster Seligenthal.<\/p>\n<p>1573 beriet er Abt Quirin II. Rest (1569\u20131594) vom Kloster Tegernsee wegen eines zu errichtenden Seminars.Neben seiner umfangreichen T\u00e4tigkeit im Kloster f\u00fchrte Abt Leonhard siebenj\u00e4hrige Aufzeichnungen 1587-1593.<\/p>\n<p>Warum er das gemacht hat, ist nicht bekannt.&nbsp; Abt Leonhard&nbsp; war einer von drei monastischen Wetterbeobachtern. Vor ihm machte das der Prior des Augustiner-Chorherrenstifts Kilian Leib (1471-1553) Er zeichnete das Wetter von<\/p>\n<p>1513-1531 t\u00e4glich auf. Abt Mauritius Knauer (1613-1664) vom Zisterzienserkloster Langheim hielt seine Wetterbeobachtungen ebenfalls schriftlich fest. Seine Aufzeichnungen wurden Anfang des 18. Jahrhunderts f\u00fcr die <\/p>\n<p>Erstellung des auflagenreichen Hundertj\u00e4hrigen Kalender verwendet.(siehe dazu Mei B\u00fcchle Kloster Langheim). Bei den drei kl\u00f6sterlichen Wetterbeobachter zeigte sich schon ein Merkmal der sp\u00e4teren monastischen&nbsp; Naturforschung.<\/p>\n<p>Die Klostergemeinschaft garantierte kontinuierliche Beobachtungsreihen.<\/p>\n<p>In F\u00fcrstenfeld f\u00fchrte der Prior und letzte Abt Georg F\u00fchrer 27 Jahre Wetterbeobachtungen durch. Seine sorgf\u00e4ltigen Wetteraufzeichnungen umfasste immerhin 4 B\u00e4nde. Seine Beobachtungen schickte er an die Bayerische Akademie der Wissenschaften weiter.<\/p>\n<p>Er geh\u00f6rte damit einem Netzwerk von Kl\u00f6stern an, die sich ab 1780 mit der Wetterkunde befassten und ihre Beobachtungen an die Bayerische Akademie weiterleiteten.<\/p>\n<p>Kloster F\u00fcrstenfeld zeichnete sich durch hervorragende Nachwuchspflege aus&nbsp; und Generalabt&nbsp; Edmond I. de la Croix (1584\u20131604 ) ermunterte ihn, weiter Novizen aufzunehmen. Der Konvent war auf 18 Patres und 4 Novizen<\/p>\n<p>zusammen geschmolzen. (Fugger S. 107)<\/p>\n<p>Am 13. Januar 1531 beauftragte Herzog Wilhelm Abt Leonhard damit, die Wappen und Grabinschrift der in F\u00fcrstenfeld bestatteten bayrischen Herz\u00f6ge abschreiben zu lassen. und an den bayrischen Kanzler zu senden.<\/p>\n<p>Er konnte das ja nicht wissen, aber 40 Jahre sp\u00e4ter bei dem Schwedeneinfall hat sich das dann als eine gute Massnahme erwiesen.<\/p>\n<p>Am 7. Juli 1595 starb Abt Leonhard nach 29 Regierungsjahren.<\/p>\n<p>Zwischen 1545 und 1563 hatte das Konzil von Trient stattgefunden. In der letzten Sitzungsperiode von 1562 bis 1563 wurde das Dekret \u00fcber die Reform der Orden beschlossen.<\/p>\n<p>Es wurden . Normen f\u00fcr die Aufnahme neuer Mitglieder festgelegt. Das Dekret enthielt Bestimmungen \u00fcber die Wiederherstellung des Gemeinschaftslebens, das Noviziat, die Abschaffung des Privateigentums, die Klausur der Nonnen und die ordnungsgem\u00e4\u00dfe Wahl der Ordensoberen.<\/p>\n<p>Am 14. September 1595 wurde Abt Johann(es) IV. Puel (1595-1610) als Nachfolger von Abt Leonhard und 27. Klostervorsteher gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Er wurde um 1540 in Michelwinnaden, heute ein Ortsteil von Bad Waldsee geboren. Er studierte&nbsp; in Dillingen. Dort machte er seinen Magister. 10 Jahre war er Vikar in Bruck.1563 trat er ins Kloster F\u00fcrstenfeld ein. 1573 wurde er zum Priester geweiht.<\/p>\n<p>Die Reformation hatte unter anderem eine Auswirkung auf den Zisterzienserorden.&nbsp; Die Filiationsketten als das verbindendende Element im Orden war in vielen F\u00e4llen unterbrochen worden.<\/p>\n<p>Mit der Durchf\u00fchrung der Reformen des Tridentinischen Konzils traten nun regionale Zusammenschl\u00fcsse an die Stelle der Filialketten. Das waren die Generalvikariate. Das Generalkapitel ernannte Generalvikare, die dem Generalvikariat vorstanden.<\/p>\n<p>Das beschnitt die Kontrollrechte der \u00c4bte der vier Primarabteien. Die Kl\u00f6ster wurden auf einheitliche Ziele ausgerichtet. Das Ziel des Generalabtes Edmond de la Croix war es, zur Sicherung der Reform in den einzelnen Kl\u00f6stern und zur Wahrung der Selbstst\u00e4ndigkeit der Ordenskl\u00f6ster ein die einzelnen Territorien \u00fcbergreifendes Generalvikariat f\u00fcr den oberdeutschen Raum zu schaffen. <\/p>\n<p>Vom 14. bis 20. September 1595 versammelten sich auf Einladung des Generalabtes 17 \u00c4bte aus dem oberdeutschen Raum in Kloster F\u00fcrstenfeld. Dass F\u00fcrstenfeld der Ort des Treffens war, kann sicher auch als W\u00fcrdigung des Klosters und den hervorragenden<\/p>\n<p>Ruf, das es sich gerade in den letzten Jahren erworben hatte, verstanden werden.<\/p>\n<p>Dort wurden die F\u00fcrstenfelder Statuten sowie ein gemeinsames oberdeutsches Generalvikariat&nbsp; beschlossen. Dieses bestand aus den vier Provinzen Schweiz-Schwaben-Elsa\u00df, Franken, Baiern und die Kaisheim unterstehenden Kl\u00f6ster sowie Tirol. Dem oberdeutschen<\/p>\n<p>Generalvikariat geh\u00f6rten insgesamt 19 M\u00e4nnerkl\u00f6ster mit den ihnen unterstehenden Frauenkl\u00f6ster an. Zum Generalvikar wurde Abt Petrus M\u00fcller (1593\u20131615) von Salem ernannt.<\/p>\n<p>F\u00fcr Abt Johannes, gerade zum Abt gew\u00e4hlt, war es nat\u00fcrlich ein gro\u00dfer Start in sein neues Amt. Bei seiner Wahl war der Generalabt, sie viele \u00c4bte anwesend, da ja&nbsp; die vom Generalabt anberaumte Versammlung in Kloster F\u00fcrstenfeld stattfand.<\/p>\n<p>Schon zwei Jahre vor seiner Wahl zum Abt war er von Abt Leonhard zum Ordenskapitel in Kloster Salem geschickt worden.<\/p>\n<p>Herzog Wilhelm f\u00f6rderte die Jesuiten in Bayern. Sie kamen nach Alt\u00f6tting, Biburg, M\u00fcnchsm\u00fcnster, Ebersberg und nach Regensburg. In M\u00fcnchen errichtete er das Jesuiten Kloster und lie\u00df ab 1583 mit der Michaelskirche die gr\u00f6\u00dfte Renaissancekirche n\u00f6rdlich der Alpen<\/p>\n<p>bauen. Diese wurde am 6. Jul 1597 eingeweiht. Das wurde als gro\u00dfes Fest begangen. Aus bayrischen Kl\u00f6stern waren 19 \u00c4bte und Pr\u00f6pste anwesend, unter ihnen Abt Johannes. Auch die Fronleichnamsprozession in M\u00fcnchen&nbsp; war immer ein Pflichttermin<\/p>\n<p>f\u00fcr den Abt.<\/p>\n<p>1609 gr\u00fcndete Herzog Maximilian von Bayern (1597-1651) in M\u00fcnchen die Katholische Liga als Gegenpart zur&nbsp; Protestantischen Union, die 1608 in Auhausen gegr\u00fcndet worden war.<\/p>\n<p>Am 26. Mai 1610 starb&nbsp; Abt Johannes nach 15 Regierungsjahren.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger Sebastian Thoma wurde&nbsp; 14.6. 1610 als 28. Abt von F\u00fcrstenfeld gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Er wurde 1572 in Puch, heute ein Ortsteil von F\u00fcrstenfeldbruck geboren. 1593 trat er in Kloster F\u00fcrstenfeld ein. 1605 war er Subprior und von 1607-1610 Pfarrvikar in Bruck.<\/p>\n<p>Als Subprior war er 5 Jahre lang als Delegierter der bayrischen Ordensprovinz zum Generalkapitel nach Citeaux gesandt worden zusammen mit dem&nbsp; Raitenhaslacher Cellerar und Archivar Conrad Tachler.<\/p>\n<p>Bei einem Gewitter am 19. Juli 1615 schlug der Blitz in die Klosterkirche. Der Turm verbrannte. Die Glocken schmolzen. Kirche und Kloster konnten mit gro\u00dfer M\u00fche gerettet werden. Abt Sebastian lie\u00df den Turm wieder aufbauen und neue Glocken beschaffen.<\/p>\n<p>Weibischof Bartholom\u00e4us Scholl (1581 \u20131629) von Freising weihte die Kirche wieder.<\/p>\n<p>Die Gastzimmer, Krankenzimmer und die Bibliothek wurden wieder hergestellt. Ein neuer Pferdestall wurde erstellt.<\/p>\n<p>In Inchenhofen war die Kirche&nbsp; eingest\u00fcrzt. Abt Sebastian lie\u00df sie wieder errichten und mit zwei neuen Altarbildern versehen. Daf\u00fcr gab er 30\u20260 Gulden aus, das sind 5.143.222,00 \u20ac. (Das Bistum Augsburg, Bd. 4, Augsburg 1883 S. 181)<\/p>\n<p>1615 wurde in M\u00fcnchen die Kapelle des Pfleghauses geweiht. Kloster F\u00fcrstenfeld hatte die Schenkungen 1289 erhalten.<\/p>\n<p>Ein gravierendes Ereignis war nat\u00fcrlich der 30- j\u00e4hrige Krieg, der 1618 begann. Sofort waren nat\u00fcrlich Kontributions- und Subsidiengelder f\u00e4llig. Trotzdem wurden keine Schulden gemacht sondern Abt Sebastian hinterlie\u00df<\/p>\n<p>bei seinem Tod am 3. November 1623 noch Bargeld.<\/p>\n<p>ZU seinem Nachfolger wurde Leonhard IV. Lechner (1624-1632) als 29. Abt am 11.2. 1624 gew\u00e4hlt. Er stammte aus Inchenhofen.<\/p>\n<p>1615 hatte er sein Studium im Collegium Ignatianum, also dem Jesuitenkolleg in Ingolstadt begonnen.<\/p>\n<p>Am 2. Juli 1626 lie\u00df Abt Leonhard das Klosterrichterhaus&nbsp; in F\u00fcrstenfeldbruck&nbsp; fertigstellen, wie es aus der dortigen Inschrift hervorgeht. Es diente sp\u00e4ter als Rentamt und Forstamt.<\/p>\n<p>Noch blieben Bayern und damit F\u00fcrstenfeld weitgehend vom Krieg&nbsp; verschont. Am 6. Juli 1630 landete der schwedische K\u00f6nig Gustav Adolf(1594-1632) mit einer Armee von 13.000 Mann auf Usedom. Er verst\u00e4rkte seine Truppen durch Anwerbungen rasch auf 40.000 Mann.<\/p>\n<p>Im M\u00e4rz 1632 konnte der Heerf\u00fchrer der Katholischen Liga Tilly (1559-1632) die Schweden in der Schlacht bei Bamberg noch abwehren. Nach der siegreichen Schlacht bei Rain&nbsp; am Lech am 14.\/15. April konnte er zwar Regensburg nicht&nbsp; einnehmen.<\/p>\n<p>Er verfolgte aber den bayrischen Herzog Maximilian, der sich auf der Flucht befand. Mitte Mai 1632 besetzte er M\u00fcnchen. Gustav Adolf forderte 300.000 Taler, das sind&nbsp; 59.283.657,00 von&nbsp; der Stadt M\u00fcnchen. Nat\u00fcrlich konnte dies Stadt diese Summe nicht<\/p>\n<p>bezahlen. Die Schweden nahmen deshalb 42&nbsp; Geiseln,unter ihnen 2 F\u00fcrstenfelder Konventualen. Sie kamen dann 1634 zur\u00fcck. Zwar blieb die Stadt M\u00fcnchen von&nbsp; der Pl\u00fcnderung verschont. Innerhalb der Stadt duldete Gustav Adolf keine Pl\u00fcnderungen. Aber das Umland gab der Schwedenk\u00f6nig f\u00fcr die zehn Tage, die er in M\u00fcnchen war, zur systematischen Pl\u00fcnderung frei.<\/p>\n<p>Nun war der Krieg in voller Wucht in F\u00fcrstenfeld angekommen. Schon vor die Schweden in M\u00fcnchen angekommen waren, hatten die Bewohner ihre Wertgegenst\u00e4nde vergraben und flohen, in der Hoffnung irgendwo Schutz zu finden.<\/p>\n<p>Aber viele Anwohner wurden get\u00f6tet, die H\u00e4user angez\u00fcndet.<\/p>\n<p>Im Kloster versuchten sie, die F\u00fcrstengr\u00e4ber zu zerst\u00f6ren. Sie holten die Gebeine heraus. Der sp\u00e4ter Abt Martin I. war als Novize im&nbsp; Kloster und entdeckte die Gr\u00e4uel am Stiftergrab.<\/p>\n<p>Abt Leonhard war nach M\u00fcnchen geflohen. Er verstarb am 24. Juni 1632 in M\u00fcnchen. Der Konvent holte den Leichnam dort ab und bestattete in in Kloster F\u00fcrstenfeld.<\/p>\n<p>In der Schlacht bei L\u00fctzen fiel Gustav Adolf am 16. November 1532. An seine Stelle trat der schwedische Kanzler Axel Oxenstierna (1612-1654)<\/p>\n<p>Der Krieg ging aber in unverminderter H\u00e4rte weiter.<\/p>\n<p>Am 8. Dezember 1532 \u00fcberfielen die Schweden Kloster F\u00fcrstenfeld aus Neue. Kloster und Markt wurden gebrandschatzt.<\/p>\n<p>Die F\u00fcrstenfelder M\u00f6nche waren in ihr Mutterkloster Aldersbach geflohen.<\/p>\n<p>Am 10. September 1633 Georg(ius) II. Echter (Aechter) (1633-1640) als 29. F\u00fcrstenfelder Abt.<\/p>\n<p>Zum Krieg kam noch die Pest und Hungersnot. In M\u00fcnchen starben innerhalb eins Jahres 15.000 Menschen.<\/p>\n<p>Abt Georg war wohl kriegsm\u00fcde. Er resignierte am 4. Februar 1640. Er wurde dann Pfarrvikar in Gilching. Dort starb er am 18. September 1641.<\/p>\n<p>Nach dem R\u00fccktritt von Abt Georg wurde am 5. Februar 1640 Martin Dallmayr (Dallmayer) (1640-1690) zum 31. Abt von F\u00fcrstenfeld gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Er ist am 9.10. 1612 in Bernried in der Oberpfalz geboren. 1629 trat er ins Kloster ein. 1633 war er unter den Geiseln.<\/p>\n<p>Er studierte in Ingolstadt, wo er zum Doktor der Theologie promoviert wurde.&nbsp; und Augsburg F\u00fcnf Jahre sp\u00e4ter studierte er an den Universit\u00e4t Graz und erwarb dort das Bakkalaureat der Philosophie. Seine Primiz feierte er am 1. Januar 1637.&nbsp; <\/p>\n<p>Als er gew\u00e4hlt wurde, bestand der Konvent aus 21 M\u00f6nchen. Bis zu seinem Regierungsende war die Zahl auf 49 angewachsen.<\/p>\n<p>Zum Zeitpunkt seiner Wahl bestand das Klosterverm\u00f6gen aus 70 Gulden, das sind etwa 11.992,00 \u20ac. und einer Kuh.<\/p>\n<p>Noch w\u00e4hrend des Krieges hatte Abt Martin wieder auf die kl\u00f6sterliche Disziplin geachtet.<\/p>\n<p>Der Generalabt Claude Vaussin(1643\u00b4- 1670 ) hatte angeordnet, dass die Ordensregeln den M\u00f6nchen jedes Vierteljahr an den Ged\u00e4chtnistagen des Heiligen Michaels und Stephanus<\/p>\n<p>sowie an den Dienstagen&nbsp; nach Ostern und Pfingsten vorgelesen wurden.<\/p>\n<p>Abt Martin ordnete dazu verschiedene Exerzitien an und nachdem sich das in Kloster F\u00fcrstenfeld bew\u00e4hrt hatte, schlug er das auf dem Provinzkapitel in Rottweil vor. Alle bayrischen Kl\u00f6ster akzeptierten dies und ordneten es ebenfalls an.<\/p>\n<p>1642 f\u00fchrte er trotz des Krieges die Erzbruderschaft des Rosenkranz in F\u00fcrstenfeld und allen Klosterfilialen ein. <\/p>\n<p>Beim Friedensschluss von M\u00fcnster und Osnabr\u00fcck befand sich das Kloster wieder n leidlichen Verh\u00e4ltnissen.<\/p>\n<p>Der F\u00fcrstbischof Veith Adam von Gepeckh (1618-1651) von Freising weilte am 7. April 1650 in F\u00fcrstenfeld. Die \u00c4bte von Kloster Stams Bernhard Gemelich (1638\u20131660 )Michael Schnabel&nbsp; (1637-1658) von Kloster Heigkreuz b\u00e9i Wien und <\/p>\n<p>Matth\u00e4us III. Kolwei\u00df (1650\u20131695) von Kloster Lilienfeld in Nieder\u00f6sterreich waren Gast in F\u00fcrstenfeld.<\/p>\n<p>Anl\u00e4sslich der Wahl der Wahl zum Deutschen K\u00f6nig von Erzherzog Ferdinand IV. (1653-1654)am 31. Mai 1653 in Augsburg&nbsp; waren die drei geistlichen Kurf\u00fcrsten Johann Philipp von Sch\u00f6nborn (1647-1673),<\/p>\n<p>Karl Kaspar von der Leyen (1652-1676) und Maximilian Heinrich von Bayern (1650-1688) \u00fcbernachteten am 3. Juni 1653 im Kloster F\u00fcrstenfeld.<\/p>\n<p>Dazu&nbsp; kam die entgegengereiste bayrische Kommission samt ihrer Dienerschaft und 130 Pferden.<\/p>\n<p>1648 waren viele Pfarreien im Umfeld von F\u00fcrstenfeld verwaist und ohne Seelsorger. Abt Martin sorgte daf\u00fcr, dass Zisterzienser die Seelsorge \u00fcbernahmen.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich k\u00fcmmerte sich der Abt auch um den weltlichen Wiederaufbau. In F\u00fcrstenfeld lie\u00df er 1651 Grundst\u00fccke verteilen.<\/p>\n<p>1652 lie\u00df er in F\u00fcrstenfeld die Wasserleitungen instand setzen und veranlasste die Reparatur von \u00f6ffentlichen Geb\u00e4uden wie zum Beispiel des Schulhauses.<\/p>\n<p>Auch trafen landesherrliche Verf\u00fcgungen ein, die zur Bebauung aufforderten und Nachlass auf Gilten und Abgaben auf mehrere Jahre einr\u00e4umten.<\/p>\n<p>Neue Bewohner aus Gegenden die vom Krieg nicht betroffen waren, wie aus dem Gebirge, aus Tirol, K\u00e4rnten oder Steiermark begannen sich anzusiedeln.<\/p>\n<p>Das Kloster sorgte f\u00fcr Schulbildung.<\/p>\n<p>1654 erteilte Generalabt Claude Vaussin Abt Martin ein Buch, dass er \u00fcber die Wunder des Heiligen Leonhards und die Geschichte&nbsp; der Wallfahrt in Inchenhofen geschrieben hatte, drucken zu lassen,<\/p>\n<p>auch um die Wallfahrt zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>1654 visitierte der Generalabt auch Kloster F\u00fcrstenfeld. Er kam mit seinem Prior zwei Sekret\u00e4ren und acht Bediensteten.<\/p>\n<p>Der Westf\u00e4lische Friede machte es m\u00f6glich, verloren gegangene Kl\u00f6ster wieder zu besiedeln. 1561 traf Pfalzgraf Reichard von Pfalz-Simmern (1569-1598), zu dessen Herrschaftsbereich auch Kloster Waldassen geh\u00f6rte,<\/p>\n<p>bevor er dieses 1571 an seinen Bruder ,den Kurf\u00fcrsten Friedrich III. (1559-1571) von der Pfalz abtrat. Kloster Waldsassen wurde lutherisch. Waldsassen wurde ein kurpf\u00e4lzisches Pflegamt. (siehe auch Mei B\u00fcchle Zisterzienserabtei Waldsassen)<\/p>\n<p>1628 wurde die Oberpfalz wieder dem bayrischen Staatsverband angegliedert. Kurf\u00fcrst Maximilian I.&nbsp; wurde neuer Landesherr in der Oberpfalz. <\/p>\n<p>1661 begann die Wiederbesiedelung von Kloster F\u00fcrstenfeld aus. Abt Martin hatte&nbsp; Pater Christoph Nivard (1627\/28-1693) nach Waldsassen geschickt. Er konnte sich noch zwei F\u00fcrstenfelder M\u00f6nche als Begleiter aussuchen.<\/p>\n<p>Kloster F\u00fcrstenfeld schoss s\u00e4mtliche Kosten vor. Dazu kam eine Barabgabe 46.800 Dukaten, das sind etwa 9.248.250,00 \u20ac.<\/p>\n<p>1665 wurde die Kirche der Heiligen Magdalen in Bruck von Weihbischof&nbsp; Johann Kaspar K\u00fchn<font color=\"#acb613\">e<\/font>r (1665 \u20131685 ) geweiht. Die Kosten hatte das Kloster getragen.<\/p>\n<p>Am 1. August 1669 wurde Kloster Waldsassen mit p\u00e4pstlicher Zustimmung an den Zisterzienserorden&nbsp; zur\u00fcck gegeben. Am 11. Juli 1669 war Abt Martin im Beisein seines Subpriors&nbsp; Pater Stephan Huber feierlich <\/p>\n<p>als Abt von Waldsassen in sein Amt eingef\u00fchrt. Eben\u00b4falls anwesend waren zwei kurf\u00fcrstliche Kommissare. Waldsassen war nun eine Filiale von F\u00fcrstenfeld. Mehrere M\u00f6nche waren nach Waldsassen abgeordnet worden.<\/p>\n<p>Am Vorabend von Maria Himmelfahrt 1672 waren die Reliquien von Hyazinth in F\u00fcrstenfeld eingetroffen Kloster F\u00fcrstenfeld war an diesem Tag&nbsp; genau vor 400 Jahren besiedelt worden.<\/p>\n<p>1672 wurde Abt Martin zum Generalvisitator f\u00fcr Ober-und Niederbayern gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>1673 legte Abt Martin den Grundstein zu Leonhardskirche in Bruck.<\/p>\n<p>Dank des Klosters nahm der Markt Bruck zu. Neue H\u00e4user wurden erstellt. Die Einwohnerzahl stieg. Das Kloster bot Verdienstm\u00f6glichkeiten. Handwerker und Gewerbe siedelten sich an.<\/p>\n<p>1683 beseitigte er Differenzen, die sich mit der Reichsstadt Esslingen wegen des dortigen Pfleghofs des Klosters&nbsp; ergeben hatten. Das Kloster hatte dort verschiedene Privilegien von Kaiser Ludwig<\/p>\n<p>und K\u00f6nig Rupprecht verliehen bekommen. Diese focht die Stadt nun an. Mit Abt Martin einigte man sich auf geringe Z\u00f6lle f\u00fcr Br\u00fccken Wege und Pflaster. Gr\u00f6\u00dfere Z\u00f6lle auf Wein und Waretransporte <\/p>\n<p>wurden nicht erhoben. Von Kriegskontributionen blieb das Kloster aufgrund sein er Rechte befreit. Die Privilegien wurden best\u00e4tigt.<\/p>\n<p>1683 wurde Abt Martin Generalvisitator f\u00fcr ganz Bayern.<\/p>\n<p>1685 visitierte Abt Martin Kloster Waldsassen. Bei dieser Gelegenheit legte er den Grundstein f\u00fcr die neue Kirche in Waldsassen.<\/p>\n<p>An das Hochstift Regensburg waren f\u00fcr die drei dem Bistum abgehenden Kl\u00f6ster Waldsassen, Gnadenberg und Seligenpforten 80.000 Dukaten zu entrichten. Davon entfielen 20.000 auf F\u00fcrstenfeld.<\/p>\n<p>An den Kosten von Gnadenberg und Seligenpforten musste sich F\u00fcrstenfeld mit jeweils 5.500 beteiligen. Dazu waren noch 2500 Dukaten an M\u00fcnchen und 1000 Dukaten an Amberg zu entrichten, also insgesamt 34.500 fl.<\/p>\n<p>das sind etwa 66.040,00 \u20ac. Dazu kamen in Waldsassen die gesamten Baukosten. Da das Kloster heruntergekommen war, bedeutete das, dass fast alle Geb\u00e4ude von Grund auf neu gebaut werden mussten.<\/p>\n<p>Am 1. Januar 1687 feierte Abt Martin unter Assistenz der \u00c4bte Gregor Kimpfler (1658\u20131693) Scheyern, Quirin Wessenauer (1685\u20131704)Andechs und Pr\u00f6pste Georg I. Mall, 1673\u20131693 Bernried und Otto IV. Landus, 1680\u20131693 Indersdorf<\/p>\n<p>sein 50-j\u00e4hriges Priesterjubil\u00e4um.<\/p>\n<p>1690 war er 50 Jahre Abt von F\u00fcrstenfeld und zu diesem Jubil\u00e4um erschien sogar Kaiser Leopold I. (1640-1705) und seine dritte Ehefrau Eleonore Magdalene von Pfalz-Neuburg (1655\u20131720) sowie sein Sohn Joseph I. (von 1705-1711 Kaiser.<\/p>\n<p>Er starb am 22. April 1690.<\/p>\n<p>Welch guter Wirtschafter er war, zeigt seine Hinterlassenschaft. Er hatte F\u00fcrstenfeldfast bei Null \u00fcbernommen und vor allem enorme Summen nach Waldsassen gezahlt.<\/p>\n<p>Aber bei seinem Tod verf\u00fcgte F\u00fcrstenfeld \u00fcber eine Barschaft von 147.828 fl, das sind etwa 29.212.615,00 \u20ac. (Fugger S. 141)<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Balduin Helm (1690-1705) als 32. F\u00fcrstenfelder Abt. (\u00fcber Abt Balduin Stefan Trinkl, Das Zisterzienserkloster&nbsp; F\u00fcrstenfeld unter Abt Balduin Helm 1690-1705, M\u00fcnchen 2015)<\/p>\n<p>Er wurde am 15. M\u00e4rz 1645 als Sohn des Hofmusikers Elias Helm und dessen Frau Anna Maria Heim als Christoph Ferdinand in M\u00fcnchen geboren. Das Ehepaar hatte insgesamt 5 Kinder.<\/p>\n<p>Ein Bruder Johann Peter war sp\u00e4ter Benediktinerpater im Kloster Attel bei Wasserburg als Pater Peter, eine Schwester deren Name nicht \u00fcberliefert ist, Nonne&nbsp; im Kloster Marienburg.<\/p>\n<p>Taufpate v Christoph Martin war Johannes M\u00e4ndl. Das ist der bayrische Geheimrat und Hofkammerpr\u00e4sident Dr. Johann M\u00e4ndl (1588-1566) unter Herzog Maximilian. Er hatte also einen <\/p>\n<p>sehr hochrangigen Taufpaten aus dem unmittelbaren Umfeld des Hofes.<\/p>\n<p>\u00dcber seine Schulbildung ist wenig&nbsp; bekannt. Er hat wohl, wie damals \u00fcblich, eine Stadtschule in M\u00fcnchen besucht.<\/p>\n<p>Er trat ins Kloster F\u00fcrstenfeld ein und erhielt dort den Klosternamen Balduin. 1666 immatrikulierte er sich an der Universit\u00e4t Ingolstadt.<\/p>\n<p>1668 bestand er dort seine Disputation, Voraussetzung f\u00fcr den Doktortitel. Er gab sie 1668 mit dem Titel \u201c De simplicitate Dei\u201d in Ingolstadt in Druck.<\/p>\n<p>Nach seinem Studium wurde er Pfarrvikar in Bruck. Neben seiner T\u00e4tigkeit als Pfarrvikar begleitete er Abt Martin oft, wenn diese unterwegs war. ER z\u00e4hlte<\/p>\n<p>zu den engvertrauten Patres des Abtes.<\/p>\n<p>Am 26. Juni 1681 war er als Sekret\u00e4r des Abtes mit diesem in Kaisheim, als dort sein Studienkollege Elias G\u00f6tz (1681\u20131696) zum Abt gew\u00e4hlt wurde.<\/p>\n<p>Am 22. Oktober 1685&nbsp; f\u00fchrte Abt Matrin eine Visitation in Kloster Raitenhaslach, was er mit der Urkunde Raitenhaslach 1685 10 22 best\u00e4tigte. Balduin unterzeichnete mit als Fr. Balduin Helm, Secretarius.<\/p>\n<p>Ein e weitere wichtige T\u00e4tigkeit Balduins war seine Unterrichtst\u00e4tigkeit an der hauseigenen Schule, wo er wohl Philosophie unterrichtete.<\/p>\n<p>Unter seiner Leitung wurde 1674 in F\u00fcrstenfeld sogar eine Disputation durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Von 1671-1680 war er mit Unterbrechungen Pfarrvikar in Bruck, in den Jahren 1681 und 1685 war er Sekret\u00e4r von Abt Martin. Von 1687-1690 war er nochmals Pfarrvikar.<\/p>\n<p>Er verf\u00fcgte also \u00fcber ein breitgef\u00e4cherte Praxiserfahrung, die weite Teile des Klosterlebens abdeckte.<\/p>\n<p>Abt Martin verstarb am 22. April 1690. Sofort wurde Kurf\u00fcrst Max Emanuel (1679-1722) benachrichtigt und die Klosterschl\u00fcssel an ihn \u00fcbersandt.<\/p>\n<p>Am 6. Juni 1690&nbsp; fand die Wahl des neuen Abtes statt. Eine Inventur wurde aufgenommen <br \/>(Ergebnisse Trinkl S. 77) Die Wahl wurde von dem Aldersbacher Abt&nbsp; Engelbert Vischer (1683-1705) im Beisein von Abt Candidus Wenzl (1688-1700) von Kloster Raitenhaslach und<\/p>\n<p>Abt Wilhelm I. Pertl (1689-1716) von Gotteszell geleitet. Zwei kurf\u00fcrstliche Kommissare waren als Vertreter des Landesherrn anwesend. Gew\u00e4hlt wurde Balduin Heim.<\/p>\n<p>Die Kosten der Wahl beliefen sich auf 617 Gulden und 25 Kreuzer, das sind etwa 105.684,00 \u20ac<\/p>\n<p>Die Benediktion nahm Abt Candidus Wenzl unter Assistenz von Elias G\u00f6tz und des Propstes Otto IV. Landus (1680-1693) vom Stift Bernried. Als Gast war au\u00dferdem <\/p>\n<p>Abt Quirin Wessenauer (1685-1704) vom Kloster Andechs anwesend. Alle erhielten Geschenke. Die Kosten beliefen sich auf 134 Gulden und 5 Kreuzer, das sind etwa 22.953,00 \u20ac (Trinkl S. 79)<\/p>\n<p>Abt Balduin war Doktor der Theologie und des kanonischen Rechts.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem wurde ihm 1697 der Titel eines apostolischen Pronotars sowie Ritter des p\u00e4pstlichen Ordens vom Goldenen Sporn.<\/p>\n<p>Da es schon unter Abt Martin Schwierigkeiten mit Kloster Waldsassen gegeben hatte und dieses zunehmend nach Selbstst\u00e4ndigkeit verlangte, hielt es Abt Balduin f\u00fcr besser,<\/p>\n<p>die Unzufriedenheit zu beseitigen und Kloster Waldsassen einen eigenen Abt zu konzedieren. Im Einvernehmen mit dem Landesherren Max Emanuel wurde Waldsassen 1692 selbst\u00e4ndig.<\/p>\n<p>Schon 1690 war der F\u00fcrstenfelder Konventuale Albert Hausner (1690\u20131710) in F\u00fcrstenfeld zum Abt von Waldsassen gew\u00e4hlt worden und in Kaisheim vom dortigen Abt Elias G\u00f6tz benediziert worden.<\/p>\n<p>Allerdings war das Kloster rasch in Not und ben\u00f6tigte von der Mutterabtei eine Finanzspritze von 10.000 Gulden, das sind etwa 1.712.874,00 \u20ac (Fugger S.144)<\/p>\n<p>1692 legte Abt Balduin den Grundstein zum neuen Kloster in F\u00fcrstenfeld.<\/p>\n<p>Er schloss mit Giovanni Antonio Viscardi (1645-1713), dem Hofbaumeister von Kurf\u00fcrst einen Akkord. Die Konventfl\u00fcgel, die Kirche und die \u00d6konomiegeb\u00e4ude sollten vollst\u00e4ndig neu gebaut werden. Die Planung und der hohe Kostenvoranschlag wurden vom kurf\u00fcrstlichen Geistlichen Rat im Fr\u00fchjahr 1691 bewilligt&nbsp; Im gleichen Jahr schloss&nbsp; Viscardi mit dem Abt ebenfalls einen Akkord \u00fcber die Baumeisterleistungen. Er ist nicht erhalten. Die vereinbarte Pauschalsumme d\u00fcrfte den Zahlungen von 32 385 Gulden entsprechen. Als Palier engagiert Viscardi den M\u00fcnchner Stadtmaurermeister Martin Gunetzrhainer. 1699 sind die Bauten des \u00d6konomiehofes und des Konventes mit den kurf\u00fcrstlichen R\u00e4umen vollendet.<\/p>\n<p>Der Gesamtbau kam nach Fugger S. 144 auf 131.643 fl., das sind etwa 26.009.605,00 \u20ac<\/p>\n<p>Mit dem Bau des Pfleghofs in M\u00fcnchen hatte Abt Martin 1689 gegonnen. Abt Balduin vollendete diesen im Jahr 1693.<\/p>\n<p>Das Schoss Rezensried am Ammersee, das Abt Lenhard III. Treuttwein errichten lie\u00df, wurde 1692 ebenfalls von von Giovanni Antonio Viscardi aufgestockt und diente bis zur S\u00e4kularisation als Sommerresidenz der \u00c4bte von F\u00fcrstenfeld.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem war Abt Balduin trotz der vielen Ausgaben des Klosters immer darauf bedacht Grundbesitz f\u00fcr das Stift zu erwerben.<\/p>\n<p>1693 war die Hofmark von Walkersaich, heute Landkreis M\u00fchldorf am Inn und Schwindach in Besitz von Kloster F\u00fcrstenfeld gekommen.Allerdings bezweifelt der Historiker Dr. Edgar Krausen die von Fugger&nbsp; S. 145 gemachten Angaben,<\/p>\n<p>da sich Erwerbsurkunden weder im F\u00fcrstenfelder Archiv noch in denen des vormaligen Landgerichts in Neumarkt an der Rott befinden.<\/p>\n<p>Kostspieliger Neubau von Kloster und Kirche sowie die Kriegszeiten&nbsp; mit ihren Lasten zwangen Abt Martin II. Hazi (1761\u20131779) dazu, 1771 dazu, die Hofmark Walkersaich f\u00fcr<\/p>\n<p>40.000&nbsp; Gulden und 100 Dukaten das sind etwa 6.851.497,00 \u20ac. an den Grafen Maximilian von T\u00f6rring-Jettenbach als Leikauf wieder zu verkaufen. (Walkersaich, Eine Hofmark des Klosters F\u00fcrstenfeld im Isengau,Dr. Edgar Krausen )<\/p>\n<p>1701 brannte in Esslingen der F\u00fcrstenfelder Pfleghof beim Stadtbrand ab. Die protestantischen Esslinger den M\u00f6nchen keine Hilfe. Das veranlasste&nbsp; Abt Balduin die Pr\u00e4senz Kloster F\u00fcrstenfelds in Esslinger durch einen besonders pr\u00e4chtigen barocken Neubau zu best\u00e4tigen. Dieser wurde 1702 vom oberschw\u00e4bischen Baumeister Johann&nbsp; Baptist Wiedemann,&nbsp; (1681\u22121743), der aus der in Elchingen ans\u00e4ssigen Sippe von Baumeistern und Stukkateuren stammte, errichtet.&nbsp; Auf dem n\u00f6rdlichen Portal ist das Wappen von Balduin Helm zu sehen.<\/p>\n<p>1722 schloss Abt Lienhard mit der Reichsstadt Esslingen einen Vergleich, womit immer wiederkehrenden Zollstreitigkeit ein Ende gemacht wurden.Er l\u00f6ste s\u00e4mtliche Maut-und Zollgeb\u00fchren mit<\/p>\n<p>einer Bareinlage von 600 Gulden, das sind etwa 104.300,00 \u20ac f\u00fcr immer ab.<\/p>\n<p>Im ersten Stock befinden sich Stuckarbeiten von Pietro Francesco Appiani&nbsp; und&nbsp; Giovanni Nicolo Perti, die zu der Zeit beide auch in F\u00fcrstenfeld arbeiteten.<\/p>\n<p>1701 begann der Spanische Erbfolgekrieg, der bis 1714 dauerte. Er wurde zwischen den Herrscherh\u00e4user der Bourbonen und Habsburger um die Nachfolge Karls II. (1661-1700), des letzten Habsburger auf dem spanischen Thron&nbsp; ausgetragen.<\/p>\n<p>Es ging aber auch um das M\u00e4chtegleichgewicht in Europa.<\/p>\n<p>Kurf\u00fcrst Maximilian Emanuel stand ebenfalls im Bund mit Frankreich, weil er hoffte, eine von den europ\u00e4ischen M\u00e4chten anerkannte K\u00f6nigskrone zu erringen<\/p>\n<p>1704 wurde auch in Deutschland Krieg gef\u00fchrt. Von Kloster F\u00fcrstenfeld wurden insgesamt 140.000 fl., das sind etwa 27.660.755,00 \u20ac&nbsp; unter Androhung von Feuer und Schwert gefordert. Fugger S. 145.<\/p>\n<p>Zwei mal war man zur Flucht gen\u00f6tigt. <\/p>\n<p>Am 13. August 1704 fand die Schlacht von H\u00f6chst\u00e4dt statt. Die Verb\u00fcndeten mit dem englischen Duke of Marlborough, dem Markgrafen Ludwig Wilhelm von Baden (1655-1707) und Prinz Eugen von Savoyen siegten.<\/p>\n<p>Die Franzosen mussten ganz&nbsp; Bayern r\u00e4umen Max Emanuel floh nach Br\u00fcssel. F\u00fcr Abt Balduin bedeutete das, dass er die R\u00fcckendeckung von Kurf\u00fcrst Max Emanuel verloren hatte.<\/p>\n<p>Nach der Schlacht von H\u00f6chst\u00e4dt pl\u00fcnderten die Engl\u00e4nder Hunderte von Ortschaften. Auch Inchenhofen war betroffen. Dort wurde die Kirche und die Kaplanei niedergebrannt.<\/p>\n<p>Abt Balduin war als Redner sehr gefragt.Zum einen hatte er eine Reihe von Predigtsammlungen herausgegeben, die noch lange nach seinem Tod verlegt wurden. So erschien eine von<\/p>\n<p>ihm gehaltene Primizpredigt noch 1734 bei Maria Magdalena Riedlin. Tinkl S. 86<\/p>\n<p>Bei allen gro\u00dfen Jubil\u00e4en der Zeit sowohl am kurf\u00fcrstlichen Hof als auch bei den gro\u00dfen Orden wie den Jesuiten ist er eingeladen worden. So hielt er bei deren Jubil\u00e4umsfeier&nbsp; 1698 die Festpredigt.<\/p>\n<p>Schon 1697 hielt er die Festpredigt zum 100-j\u00e4hrigen Jubil\u00e4um der Jesuitenkirche in M\u00fcnchen, die dann auch im Druck erschienen ist.<\/p>\n<p>Noch fruchtbarer war er als Schriftsteller.<\/p>\n<p>Sein erstes Werk war das 1700 erschienene Buch \u201cWunderreicher Magnet englischer Reinigkeit \u201c mit 483 Seiten. Nach seiner Resignation und dem Frieden von Rastatt 1714 erschien in Augsburg \u201cEvangelischer Schauplatz\u201d.<\/p>\n<p>Hier sind 58 Predigten abgedruckt. Eine weitere Predigtsammlung erschien auch 1717 \u201cHimmlischer Jublierladen der Kirchen\u201d. Seine letzten beiden Werke erschien in seinem Todesjahr 1720.<\/p>\n<p>Das erste hei\u00dft \u201cQuadrage semale\u201d. Es umfasst 294 Seiten und&nbsp; ist eine umfangreiche Predigtsammlung, ebenso sein letztes Buch mit 17 Predigten.<\/p>\n<p>Mit dem Klosterneubau wurde auch eine prachtvolle Bibliothek errichtet.<\/p>\n<p>F\u00fcrstenfeld hatte Sitz und Stimme in der bayrischen Landschaft. Abt Balduin war deshalb wiederholt in M\u00fcnchen. 1700 wurde er zum Rechnungsaufnehmer der Landschaft gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Gegen 1700 bildete sich eine Opposition gegen Abt Balduin heraus, wohl auch weil der Abt sich bem\u00fc\u00dfigt sah, vier Konventuale \u201c\u00fcberdr\u00fcssig ihrer engen Schranken\u201d, wie Gerhard F\u00fchrer sp\u00e4ter <\/p>\n<p>\u00fcber die Verschw\u00f6rung schreibt. Sie beschlossen mit falschen Vorw\u00fcrfen eine schimpfliche Absetzung des Abtes zu erreichen. Sie nahmen Kontakt mit Abt Stephan Jung (1698\u20131725) von Kloster Salem auf,<\/p>\n<p>der auch f\u00fcr die Visitationen in F\u00fcrstenfeld zust\u00e4ndig war. Er soll Beziehungen zu zwei Frauen unterhalten haben, die Klosterdisziplin w\u00e4re dem Verfall ausgesetzt.<\/p>\n<p>Abt Stephan besuchte den bayrischen Kurf\u00fcrsten Max Emanuel,. Er holte sich dort die Genehmigung, Kloster F\u00fcrstenfeld zu visitieren. Er mutze dies um z\u00fcgig gegen Abt Balduin vorzugehen,<\/p>\n<p>wohl auch mit der festen Absicht diesen abzusetzen. Abt&nbsp; Balduin war bei der Landschaft in M\u00fcnchen. Der Salemer Abt nutzte die Gelegenheit, die R\u00e4ume von Abt Balduin zu durchsuchen.<\/p>\n<p>Abt Balduin beschwerte sich beim Kurf\u00fcrsten gegen das \u201cwiderrechtliche\u201d vorgehen des Salemer Abtes und bat um Entsendung eine Kommission, um die Vorg\u00e4nge vor Ort kl\u00e4ren zu lassen.<\/p>\n<p>Das Resultat auf den Bericht der Kommission war dann, dass Abt Stephan Kloster F\u00fcrstenfeld und auch Bayern sofort verlassen musste.<\/p>\n<p>Aber auch Abt Balduin musste einige Zugest\u00e4ndnisse machen. Er bekam eine Liste mit 17 Punkten vorgelegt und musste darauf sogar einen Eid ablegen.<\/p>\n<p>Im Mai 1705 kam Abt Stephan erneut zur Visitation nach F\u00fcrstenfeld, allerdings unter v\u00f6llig anderen Vorzeichen. Bayern war von \u00d6sterreich besetzt, Max Emanuel au\u00dfer Landes.<\/p>\n<p>Ohne R\u00fcckendeckung des Kurf\u00fcrsten blieb Abt Balduin schlie\u00dflich nur die Resignation. Er tat dies mit einem Schreiben am 29. Mai 1705.<\/p>\n<p>Der Geistliche Rat untersuchte den Vorfall nochmals. Der Vorsitzende des Geistlichen Rates Martin Constante schrieb an Max Emanuel, dass die handschriftliche Erkl\u00e4rung Balduins nicht \u00fcberzeugend sei<\/p>\n<p>und warf dem Salemer Abt die Inszenierung eines Komplotts vor. Auch die kaiserliche Administration in M\u00fcnchen wollte Aufkl\u00e4rung \u00fcber die Demission von Abt Balduin. Abt Stephan hatte die j\u00e4hrliche Pension von 150 Gulden<\/p>\n<p>f\u00fcr Abt Balduin aberkannt. Die kaiserliche Administration erkannte alle Abrechnungen Abt Balduins als in Ordnung an und best\u00e4tigte seinen Anspruch auf seine Pension.<\/p>\n<p>Durch die regelm\u00e4\u00dfige Zahlung seiner Pension konnte sich Balduin noch einmal in seiner Unschuld best\u00e4tigt sehen. <\/p>\n<p>Er starb am 8. Mai 1720 in Kloster F\u00fcrstenfeld.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger war schon am 04.06 1705 Casimir Kramer (1705-1714) als 33.Abt von Kloster&nbsp; F\u00fcrstenfeld geworden.<\/p>\n<p>Er stammte aus Eger. Er ist dort um 1654 geboren. Seine Profess legte er&nbsp; 1670 ab. Seine Philosophische Disputation fand 1674 in Ingolstadt statt. <\/p>\n<p>Um 1690 war er Prior, dann Superior in Inchenhofen.<\/p>\n<p>Dort besserte er auch gleich nach seiner Wahl den noch stehenden aber total ausgebrannten Turm in ausbessern und erh\u00f6hen. Au\u00dferdem wurde er mit Blech gedeckt.<\/p>\n<p>Die Kirche erhielt 5 neue Glocken<\/p>\n<p>Generalabt Nicolas III. Larcher (1692\u2013 1712) von Citeaux best\u00e4tigte die Wahl schon im Jahre 1705.<\/p>\n<p>Kloster F\u00fcrstenfeld war unter kaiserlicher Administration. An irgendwelche bauliche Aktivit\u00e4ten im Kloster war nicht zu denken.<\/p>\n<p>Abt Casimir starb am 18. Juni 1814. Er hinterlie\u00df das Kloster schuldenfrei.<\/p>\n<p>Zu seinem Nachfolger wurde Liebhard Kellerer (1714-1734) am 7.8.1714&nbsp; als 34. F\u00fcrstenfelder Abt gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>ER stammte aus Hollenbach bei Inchenhofen, wo er 1671 als Sohn von Josef Keller,eines einfachen Maurers und seiner Ehefrau Barbara&nbsp;&nbsp; geboren wurde. <\/p>\n<p>Er besuchte die Schule in Inchenhofen. Sie wurde von Patres aus F\u00fcrstenfeld betrieben. Diese f\u00f6rderten ihn und erm\u00f6glichtem ihm einen Studienplatz am<\/p>\n<p>Jesuitenkolleg in Augsburg. Er wohne dort t bei den Franziskanern zum Heiligen Grab. 1692 trat er mit 21 Jahren unter Abt Balduin ins Kloster F\u00fcrstenfeld ein .<\/p>\n<p>legt ein Jahr sp\u00e4ter Profess unter dem Klosternamen Liebhard ab. 1692 legte er seine Profess ab.<\/p>\n<p>Er studierte zwei Jahre an der hauseigenen Schule Philosophie. Von dort schickte ihn Abt Balduin an die Universit\u00e4t Ingolstadt, wo er sich 1696 immatrikulierte.<\/p>\n<p>Dort studierte er 4 Jahre und wurde 1700 in Freising zum Priester geweiht. Dann kehrte er nach F\u00fcrstenfeld zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Er&nbsp; wurde vorerst \u00abexcurrendo\u00bb Kaplan in Bruck, das ist ein Priester, der nicht dem Bistum sondern der Ordensleitung untersteht. Dann wurde er Pfarrer in den inkorporierten Pfarreien Emmering, Jesenwang und Puch.  <\/p>\n<p>1705 w\u00e4hlte er den neuen Abt nach dem R\u00fccktritt von Abt Balduin. Weder Liebhard noch der heugew\u00e4hlte Abt Casimir hatten der Opposition gegen Balduin angeh\u00f6rt  <\/p>\n<p>Pater Liebhard wurde Subprior. Von 1705-1714 war Superior in Inchenhofen<\/p>\n<p>Abt Casimir hatte 1703 als Superior in Inchenhofen die Zerst\u00f6rung der Wallfahrtskaplanei durch englische, badische und kaiserliche Truppen miterlebt. Als Abt beorderte er nun Pater Liebhard in die<\/p>\n<p>Kaplanei bei seinem Heimatort und \u00fcberliess&nbsp; ihm auch die Leitung der Wiederaufbauarbeiten der Wallfahrtskirche und des Neubaus eines dreigeschossigen Superioriat-Geb\u00e4udes mit 19 Fensterachsen und einem Mittelrisalit.<\/p>\n<p>Als Kirchherr war er nun Bauleiter in Inchenhofen.<\/p>\n<p>Als Liebhard zum Abt gew\u00e4hlt wurde, hatte sich das politische Umfeld wieder sehr ge\u00e4ndert.<\/p>\n<p>Am 6. M\u00e4rz 1714 beendete der Friede von Rastatt den Spanischen Erbfolgekrieg. Kurf\u00fcrst Max Emanuel konnte aus dem Exil nach Bayern zur\u00fcckkehren und dort wieder die Regierung \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p>Bayern und damit Kloster F\u00fcrstenfeld stand nicht mehr unter \u00f6sterreichischer Verwaltung.<\/p>\n<p>Abt Lienhard setzte 1716 den Kirchenneubau fort, der seit 1701 nicht \u00fcber&nbsp; die Chorfundamente hinausgekommen war.<\/p>\n<p>Johann Georg&nbsp; Ettenhofer wurde von Abt Liebhard als Baummeister eingesetzt. Er kann sich auf die Pl\u00e4ne des Misoxer Baumeisters Giovanni Antonio Viscardi st\u00fctzen,<\/p>\n<p>der 1700 mit dem Bau der Klosterkirche von F\u00fcrstenfeld begonnen hatte. Ettenhofer hatte schon bei Baubeginn in F\u00fcrstenfeld als Palier von Viscardi gearbeitet.<\/p>\n<p>Die Kirche ist das gemeinsame Werk von Ettenhofer, Jacopo Appiani (1687-1742) und Cosmas Damian Asam (1686-1739) <\/p>\n<p>Appiani war f\u00fcr den Stuck Stuckmarmorausstattung des Kirchenschiffes in F\u00fcrstenfeld zust\u00e4ndig.<\/p>\n<p>Cosmas Damian Asam malte in F\u00fcrstenfeld die Deckenfresken im&nbsp; Chor und im Langhaus aus.<\/p>\n<p>1734 bestellte Abt Liebhard bei dem Donauw\u00f6rther Orgelbauer Johann Georg Fux (1651-1738) eine Orgel,die noch heute zu den bedeutendsten Denkm\u00e4lern des barocken Orgelbaus in Bayern z\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Eingeweiht wurde sie 1736 wurde sie von P. Engelbert Asam, den Bruder von Cosmas Damian, der 1707 in F\u00fcrstenfeld ins Kloster eintrat und auch als begnadeter Musiker galt.<\/p>\n<p>Am Bau beteiligt war auch ein Bruder von Abt Liebhard, der als Palier die Bauarbeiten leitete, aber&nbsp; 1727 bei einem Gew\u00f6lbeeinsturz t\u00f6dlich verungl\u00fcckte.<\/p>\n<p>Der Kirchenneubau bedeutete aber auch eine enorme Verschuldung des Klosters. Die Kirche kostete bis zur Fertigstellung 400.000 Gulden das sind etwa 68.993.325,00 \u20ac , das entsprach dem Zehnfachen der j\u00e4hrlichen Einnahmen&nbsp; <\/p>\n<p>von Kloster F\u00fcrstenfeld.<\/p>\n<p>Abt Liebhard war auch Pr\u00e4latensteuerer und damit Mitglied der St\u00e4ndeversamlung in M\u00fcnchen.<\/p>\n<p>1731 visitierte er Kloster Waldsassen.<\/p>\n<p>1733 wurde das Refektorium in F\u00fcrstenfeld renoviert.<\/p>\n<p>1734 reiste er mit seinem Sekret\u00e4r Pater Franz Scheyrer zum Provinzkapitel nach Kaisheim.<\/p>\n<p>Nachdem er im September&nbsp; 9 Tage krank war, verstarb er am 4. September 1734 nach 20 Regierungsjahren im 63. Lebensjahr,<\/p>\n<p>W\u00e4hrend seiner Regierungszeit traten 34 Konventualen neu ins Kloster ein. Bei seinem Tod z\u00e4hlte der Konvent 47 Mitglieder.<\/p>\n<p>Er hinterlie\u00df allerdings 50.000 Gulden Schulden, das sind etwa 8.691.626,00 \u20ac. Die Verschuldung wuchs allerdings weiter an und bei der S\u00e4kularisation betrug sie 217.000 Gulden, also etwa stolze&nbsp; 47.108.612,00 \u20ac. <\/p>\n<p>Vaterabt Paulus Genzger (1734-1746) lie\u00df sich von Kurf\u00fcrst Karl VII. (1726-1745) den 25. Oktober 1734 als Termin f\u00fcr die Abtswahl genehmigen.<\/p>\n<p>Als 35 F\u00fcrstenfelder Abt&nbsp; wurde Konstantin Haut (1734-1744) 25.10. 1734 gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Er wurde 1704 als Sohn eines Bierbrauereis in Mehring geboren. 1725 legte er in F\u00fcrstenfeld seine Profess ab. (Klaus Haller, Wilhelm Liebhard, Geistliche Spiele der Barockzeit aus Oberbayern, Regensburg 2017, S. 434-<\/p>\n<p>Als Professdatum habe ich auch 1692, z. B. Bernhard Peter Denkmaltopograhie Heraldik Photos von Wappen F\u00fcrstenfeld, Das ehemalige Klosterrichterhaus)<\/p>\n<p>1730 wurde er zum Priester geweiht. Im Kloster war erst Subbursarius und dann auch Sekret\u00e4r von Abt Liebhard, was seine Wahl zum Abt am 25.10. 1734 sicher beg\u00fcnstigte.<\/p>\n<p>Die Wahl fand unter Vorsitz des Alderbacher Abtes Paulus und im Beisein des Abte von Andechs Maurus III. Braun (1705\u20131746) und Propsts von Indersbach Innocenz Weiss&nbsp; (1728\u20131748) statt.<\/p>\n<p>Seine Regierungszeit war belastet durch die Schulden, die das Kloster durch die Kriegslasten aus dem Spanischen Erbfolgekrieg und den Neubauten&nbsp;&nbsp; von Kloster und Kirche zu tragen. Dazu kam mit dem \u00f6sterreichischen<\/p>\n<p>Erbfolgekrieg (1741-1748) der Kloster F\u00fcrstenfeld auch stark in Mitleidenschaft zog.<\/p>\n<p>Er schaffte 6 reiche Messgew\u00e4nder an.<\/p>\n<p>1736 wurde die Hauptorgel von Fux eingeweiht.<\/p>\n<p>1737 stiftete der M\u00fcnchner Salzkaufmann&nbsp; Johann Baptist Ruffini (1672-1749) ein Sebastiansbild f\u00fcr die F\u00fcrstenfelderkirche sowie 1000 Gulden, das sind etwa 173.833,00 \u20ac, mit denen&nbsp; Abt Konstantin von<\/p>\n<p>Equid Quirin Asam (1692-1750)den Sebastiansaltar f\u00fcr 1300 Gulden, das sind etwa 225.982,00 \u20ac setzen lie\u00df.<\/p>\n<p>1737 erlie\u00df Papst Clemens XII.(1730-1740) einen Ablassbrief f\u00fcr Kloster F\u00fcrstenfeld.<\/p>\n<p>Das wohl festlichste Ereignis in der Regierungszeit Konstantins war die Kirchweihe am&nbsp; 16. Juli 1641 durch F\u00fcrstbischof Karl Theodor (1727-1763) von Freising und Regensburg. Er war der Sohn von Kurf\u00fcrst Max Emanuel und Bruder <\/p>\n<p>Kurf\u00fcrsts Karl VIII. von Bayern, der ebenfalls am Weiheakt teilnahm.<\/p>\n<p>1742 war der Konvent zur Flucht gezwungen. Vom 14. Januar bis 4. M\u00e4rz 1642 hielt sich der Konvent in Neuburg\/Donau auf. Kaum zur\u00fcckgekehrt musste sich der Konvent erneut in Sicherheit bringenm, diess Mal nach Augsburg wohin man auch die Klostersch\u00e4tze in <\/p>\n<p>Sicherheit gebracht harre. Am 17. Mai 1742 konnten die M\u00f6nche nach F\u00fcrstenfeld zur\u00fcck. Das Pandurenfreikorps unter Johann Daniel von Menzel und Franz von der Trenck hauste in der Gegend von F\u00fcrstenfeld. Das Kloster musste die Verwundeten und <\/p>\n<p>Rekonvaleszenten \u00fcber Monate weg ohne jegliches Entgelt verpflegen. Lebensmittel, Getreide und auch Geld&nbsp; musste gestellt werden. Dazu kamen Krankheiten, ung\u00fcnstige Wetterlage.<\/p>\n<p>Trotz der schwierigen Zeiten&nbsp; konnte Abt Konstantin noch Gebietstausche f\u00fcr das Kloster t\u00e4tigen.<\/p>\n<p>ER starb mit 41 Jahren nach 10 Regierungsjahren am 26. Dezember 1744.<\/p>\n<p>Durch die Kriegslasten hatte sich der Schuldenstand des Klosters auf 140.000 Gulden, das sind etwa 24.336.552,00 \u20ac,&nbsp; erh\u00f6ht.<\/p>\n<p>Abt Paulus schlug als Wahltag f\u00fcr den Nachfolger von Abt Konstantin den 15. Februar 1745 vor.<\/p>\n<p>An diesem Tag wurde Alexander Pellhammer (1745-1761) als neuer Abt gew\u00e4hlt unter Vorsitz von Abt Paulus aus Aldersbach.<\/p>\n<p>Von diesem wurde er am 13. Juni 1745 zum Abt geweiht.<\/p>\n<p>Er ist&nbsp; am 12. Oktober 1695 in Kemnath in der Oberpfalz geboren. 1740 legte er in F\u00fcrstenfeld seine Profess ab. 1721 wurde er zum Priester geweiht.<\/p>\n<p>Er war Theologe und Kandidat des Kirchenrechtes. 1734 ist er als Prior bezeugt.<\/p>\n<p>Vor er zum Abt gew\u00e4hlt wurde, war er Superior in Inchenhofen<\/p>\n<p>Angesichts der prek\u00e4ren Finanzlage von Kloster schrieb Abt Alexander an Kurf\u00fcrst Maximilian\u2005III.\u2005Joseph (1745-1777) zu schreiben. Ob er damit Erfolg hatte, ist nicht bekannt.<\/p>\n<p>Aber konnte die Finanzsituation vor allem durch gro\u00dfz\u00fcgige private Unterst\u00fctzung&nbsp; stabilisieren. Er nahm&nbsp; seit 1746 im gro\u00dfen Stil Geld von Bauern, B\u00fcrgern, Adeligen und Kl\u00f6stern auf, wie ein Kapitalbuch von 1746 zeigt.<\/p>\n<p>Er konnte&nbsp; den 1691 von Abt Balduin Helm begonnenen barocken Neubau der Abtei fertigstellen und die prunkvolle Innenausstattung der Klosterkirche vollenden.<\/p>\n<p>Unter Abt Liebhard hatte 1743 ein Apotheker aus Freising begonnen, in F\u00fcrstenfeld eine Apotheke zu errichten und mit seinem ganzen Inventar und seinen Apparaten ins Kloster zu ziehen, wenn seine lebenslange Versorgung gew\u00e4hrleistet sei.<\/p>\n<p>Zwei Jahre sp\u00e4ter wurde das f\u00fcr 600 Gulden das sind etwa 104.300,00 \u20ac, abgel\u00f6st. Ein Klostergeistlicher und sp\u00e4ter ein Laienbruder \u00fcbernahm die Besorgung. Sp\u00e4ter wurde wieder ein weltlicher Provisor angestellt.<\/p>\n<p>1752 war der Turm der Kirche fertig geworden. Sie wurde mit zwei gro\u00dfen Glocken versehen sowie eine massive Turmuhr, die der Laienbruder Andreas Bartl hergestellt hatte.<\/p>\n<p>1754 wurden die Reliquien des M\u00e4rtyrers Hyazinth und des Heiligen Clemens in die Klosterkirche gebracht. Die Reliquien des Hyazinth waren schon w\u00e4hrend des Kirchenbaus in der Filialkirche von Bruck., die des Heiligen Clemens brachte<\/p>\n<p>der Konventuale Pater Gerard Knoller als Geschenk von Papst Benedikt XIV. (1740-1758) aus Rom mit.<\/p>\n<p>Abt Alexander verstarb am 25. Oktober 1761.<\/p>\n<p>Als er starb, hatte das Kloster einen Schuldenberg von 296.078 Gulden, das sind etwa 51.749.428,00 \u20ac. Man muss allerdings sehen, das das Kloster in dieser Zeit 100.000 Gulden also 17.478.309,00 \u20ac zu tragen hatte.<\/p>\n<p>Dazu kamen die enormen Baukosten. Man kann also Abt Alexander nicht den Vorwurf schlechten Haushaltens machen, zumal er ja schon&nbsp; mit 140.000 Gulden (ohne Baukosten und Kriegskontributionen)starten musste.<\/p>\n<p>Am 24. 11.1761 wurde Martin(us) II. Hazi (1761-1779) als 37. Abt von Kloster F\u00fcrstenfeld gew\u00e4hlt, nicht einstimmig doch reichte es f\u00fcr die Mehrheit der Stimmen.<\/p>\n<p>Er wurde 1714 in Kelheim geboren. Seine Profess legte&nbsp; 1732 in F\u00fcrstenfeld ab. 1738 wurde er zum Priester geweiht. Er war Pfarrvikar in Bruck und sp\u00e4ter Prior in&nbsp; F\u00fcrstenfeld.<\/p>\n<p>In der Klosterkirche lie\u00df er 12 Apostelfiguren aufstellen. sowie eine des Klostergr\u00fcnder Ludwigs und auch eine von Kaiser Ludwig.<\/p>\n<p>In der Kirche hatte das&nbsp; mittlere Eisengitter anbringen lassen.<\/p>\n<p>Der pr\u00e4chtige Hausaltar der urspr\u00fcnglich in der Sommerabtei von Kloster F\u00fcrstenfeld stand, geht auf ihn zur\u00fcck. Er stand 85 Jahre lang im Di\u00f6zesanmuseum Freising und kehrte 2015 in die Dauerausstellung \u00fcber die<\/p>\n<p>Geschichte des Kloster im Stadtmuseum F\u00fcrstenfeldbruck zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Er schaffte teure M\u00f6bel an. Er lie\u00df den sogenannten Hofgarten errichten, wo hochrangige G\u00e4ste untergebracht wurden.<\/p>\n<p>Viel Geld gab er aber auch f\u00fcr Pferde, Jagdger\u00e4te und \u00e4hnliches aus.<\/p>\n<p>Er war kein guter Wirtschafter aber ein leidenschaftlicher J\u00e4ger und Pferdefreund. Er spielte hoch und gern und hatte wohl auch Spielschulden <\/p>\n<p>1764 gab es in Bruck ein gro\u00dfes Hochwasser, bei dem Teile der Amperbr\u00fccke zwischen Bruck und dem Kloster weggerissen wurden.<\/p>\n<p>Zweimal reiste er zum Ordenskapitel nach Citeaux, war dabei wohl auch am franz\u00f6sischen Hof und brachte so das Kloster immer in weitere Schulden.<\/p>\n<p>1785 kam eine Ordenskommission nach F\u00fcrstenfeld. Die Schulden des Klosters waren mittlerweile auf 300.735 fl. angewachsen. Man legte ihm den R\u00fccktritt nahe, von dem er<\/p>\n<p>nichts wissen wollte. Als er1770&nbsp; die Hofmarken Walkersaich und Schwindach, die Abt Balduin&nbsp; 1693 erworben hatte, f\u00fcr 41.000 Gulden, das sind 7.166.107,00 \u20ac, verschleuderte,<\/p>\n<p>Nach R\u00f6ckl S. 58 gab es Mutmassungen, der Kauf w\u00e4re zur Tilgung von Spielschulden genutzt worden.<\/p>\n<p>wandte sich der Konvent an den Vaterabt in Aldersbach Theobald II. Reitwinkler (1745-1779). Eine Administrationskommission wurde eingesetzt, die die Verwaltung des Klosters<\/p>\n<p>in die Hand nahm. An deren Spitze wurde Pater Tecelin Kazmayr gesetzt. Bis zum Tode von Abt Martin konnte sie die Verschuldung immerhin auf 282.247 fl. senken<\/p>\n<p>Abt Martin starb in der Nacht vom 11. Mai 1779<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Tezelin&nbsp; Kazmayr (1779-1796)als vorletzter Abt von&nbsp; F\u00fcrstenfeld. Er ist 1718 als Sohn eines B\u00e4ckers in Grafing in Oberbayern geboren.<\/p>\n<p>1741 wurde er in Kloster F\u00fcrstenfeld eingekleidet. 1745 legte er dort&nbsp; seine Profess ab. 1748 wurde er zum Priester geweiht. 1761 war er Prediger in St. Leonhard.<\/p>\n<p>Dann war er Pfarrvikar in Jesenwang.<\/p>\n<p>1773 bis 1778 verwaltete er den F\u00fcrstenfelder Pfleghof in Esslingen als Praefectus Vinearum. Am \u00f6stlichen Portal ist dort auch sein Wappen angebracht.<\/p>\n<p>Danach wurde er&nbsp; K\u00fcchenmeister in F\u00fcrstenfeld. Wie oben erw\u00e4hnt war er dann an der Spitze der Administrationskommission, die die Temporalien von F\u00fcrstenfeld <\/p>\n<p>wegen der Inkompetenz von Abt Martin II. verwaltete.<\/p>\n<p>Am 14.6. 1779 wurde er zum 38. Abt gew\u00e4hlt. Er war da schon 61 und nach Fugger (S.170) musste man ihn \u201cfast mit Gewalt zur Annahme der Abtsw\u00fcrde zwingen\u201d.<\/p>\n<p>Er stellte die Ordensdisziplin wieder her, die untere seinem Vorg\u00e4nger ziemlich in Verfall gekommen war.<\/p>\n<p>Er schaffte alle unn\u00f6tigen Ausgaben ab und schuf ein geregeltes Budget \u00fcber Einnahmen und Ausgaben. Das brachte ihm zwar den Ruf ein, eigensinnig und pedantisch zu sein.<\/p>\n<p>Aber er hatte Erfolg. F\u00fcrstenfeld wurde wieder kreditw\u00fcrdiger, was dazu f\u00fchrte, dass er umschulden und g\u00fcnstigere Kredite aufnehmen konnte.<\/p>\n<p>Kurf\u00fcrst Karl Theodor von Bayern (1742-1777 von der Pfalz und dann bis 1799 von Bayern) besuchte Kloster F\u00fcrstenfeld bald.<\/p>\n<p>Abt Tezelin hatte die Idee zu einem Denkmal f\u00fcr Kaiser Ludwig den Bayern. Die Ausf\u00fchrung \u00fcbertrug er seinem Prior und sp\u00e4teren Nachfolger Gerhard F\u00fchrer.<\/p>\n<p>Ein gravierendes Ereignis in der Regierungszeit von Abt Tezelin war der Ausbruch der der franz\u00f6sischen Revolution im Juli 1789.<\/p>\n<p>Abt Tezelin hatte Anfangserfolge bei der Sanierung des Klosters. Allerdings setzten ihm die&nbsp; zunehmenden Altersbeschwerden, besonders teilweise Geh\u00f6rlosigkeit, immer mehr zu. Sie machten es schlie\u00dflich n\u00f6tig, dass ihm im Februar 1796 die Administration <\/p>\n<p>der Temporalien abgenommen wurde. Am 16. Juli 1796 resignierte Abt Tezelin.&nbsp; Er starb am 28. November 1798 im Alter von 78 Jahren. <\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde als letzter Abt von F\u00fcrstenfeld Gerhard F\u00fchrer (1796-1803)<\/p>\n<p>Er wurde am 12. August 1745 in Erding als Sohn des Schreiners Martin Fierer und dessen Frau Ursula geboren. <\/p>\n<p>Abt 1754 besuchte er das von Abt Alexander er\u00f6ffnete F\u00fcrstenfelder Klosterseminar. Danach besuchte er das Jesuitengymnasium in M\u00fcnchen. Er trat mit 20 Jahren ins Kloster F\u00fcrstenfeld ein. <\/p>\n<p>Am 10. September 1770 wurde er zum Priester geweiht. Er \u00fcbernahm die&nbsp; seelsorgerische Betreuung der Pfarrei Sch\u00f6ngeising. <\/p>\n<p>Im Kloster war er Professor der Philosophie und Theologie, dann Novizenmeister und von 1783 an elf Jahre Prior.<\/p>\n<p>Auch als Prior war er Novizenmeister und Professor.<\/p>\n<p>Er war nicht nur Theologe und Philosoph, sondern auch naturwissenschaftlich und geschichtlich sehr interessiert.<\/p>\n<p>Er legte ein Naturalienkabinett an, ein physikalisches Armarium aber auch eine M\u00fcnzsammlung.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Bayerische Akademie der Wissenschaften f\u00fchrte meteorologische Beobachtungen \u00fcber sechs Jahre durch. (s.o.)<\/p>\n<p>Daf\u00fcr wurde e1 807 zum au\u00dferordentlichen Mitglied ernannte.<\/p>\n<p>Im Kloster machte er sich als Bibliothekar um die Verbesserung der Klosterbibliothek verdient. Er schaffte viele B\u00fccher an, vor allem historische. Er selbst schrieb eine Klosterchronik, die handschriftlich vorhanden ist.<\/p>\n<p>Er plante einen Gesamtinkunabelkatalog der bayrischen Kl\u00f6ster.<\/p>\n<p>Im Gefolge der franz\u00f6sischen&nbsp; Revolution kam es&nbsp; zu den Koalitionskriegen.<\/p>\n<p>Auch viele Exilanten kamen ins Land, gefl\u00fcchtete Priester, die auch in F\u00fcrstenfeld Aufnahme fanden.<\/p>\n<p>Die Kriegshandlungen trafen nun auch immer wieder F\u00fcrstenfeld.<\/p>\n<p>Ein paarmal mussten die M\u00f6nche aus dem Kloster fl\u00fcchten. (Fugger S. 178) Es gab immer wieder Einquartierungen. Einmal musste F\u00fcrstenfeld 1000&nbsp; Franzosen beherbergen und versorge. (R\u00f6ckl S.66)<\/p>\n<p>Am 9. Februar 1801 schlossen Frankreich und das Heilige R\u00f6mische Reich in Lun\u00e9ville Frieden. 1794\/ 1795 hatte das revolution\u00e4re Frankreich die linksrheinischen Territorien eingenommen.<\/p>\n<p>Im Frieden von Basel erkannte Preussen am 5. April 1795 den Rhein als \u00f6stliche Grenze Frankreichs an.<\/p>\n<p>Im Frieden von Campo Formio 1797 erkannte Kaiser Franz II. (1792-1806) das Recht Frankreichs auf Inbesitznahme der linksrheinischen Gebiete von Frankeich an.<\/p>\n<p>Im Frieden von Lun\u00e9ville wurde erstmals \u00f6ffentlich bekannt, dass die deutschen Staaten mit rechtsrheinischem Kirchenbesitz entsch\u00e4digt werden f\u00fcr den Verlust ihrer linksrheinischen Gebiete entsch\u00e4digt werden sollen.<\/p>\n<p>Schon unter Karl Theodor, der am 16. Februar 1799 in M\u00fcnchen gestorben war, musste das Klostersilber abgegeben werden. Im April 1801 musste auch das Kirchensilber abgegeben werden, das auch eingeschmolzen wurde.<\/p>\n<p>Am 17. April 1802 erlie\u00df Bayern eine landesherrliche Verordnung, nach der alle Filial-und Feldkirchen abgebrochen werden mussten. Das Abbruchmaterial wurde f\u00fcr Schulhausbauten verwendet.(Fugger S. 179)<\/p>\n<p>Am 25. Februar 1803 wurde der Reichsdeputationshauptschluss im Reichstag verabschiedet. Von 47 Reichsst\u00e4dten wurden bis auf 6 alle mediatisiert, das hei\u00dft sie verloren ihre Selbstst\u00e4ndigkeit und wurden Teil anderer Staaten.<\/p>\n<p>Im Rahmen der S\u00e4kularisation verschwanden ebenfalls fast alle geistlichen Herrschaften wie Hochstifte oder Reichsabteien.<\/p>\n<p>Am 17. Mai 1803 kam der Dachauer Landrichter Christian Adolf Heydolph als Aufhebungskommissar nach F\u00fcrstenfeld. Das Kloster wurde aufgehoben, die noch verbliebenen&nbsp; 35 M\u00f6nche erhielten eine \u201cgeringe\u201d Pension.<\/p>\n<p>Die Realit\u00e4ten des Klosters wurden verkauft. Der Grundbesitz wurde vor\u00fcbergehend an den Fabrikanten Ignaz Leitenberger verkauft. Die Konventualen und der Abt konnten aber im Kloster bleiben.<\/p>\n<p>Viele blieben also so zusammen.<\/p>\n<p>Die landwirtschaftlichen Fl\u00e4chen waren bis 1918 im Familienbesitz des Hauses Wittelsbach und geh\u00f6ren heute zum Verm\u00f6gen des Wittelsbacher Ausgleichsfonds. Von 1923 bis 1951 bewirtschaftete das Kloster Ettal als P\u00e4chter die G\u00fcter und betreute zugleich die Kirche. <br \/>Die ehemalige Klosterkirche F\u00fcrstenfeld hatte K\u00f6nig Maximilian I. Joseph 1816 zur k\u00f6niglichen Landhofkirche ernannt.  <\/p>\n<p>Die Kirche wurde zwischen 1965 und&nbsp; 1978 aufw\u00e4ndig saniert. 1976 wurde sie wieder er\u00f6ffnet und geh\u00f6rt heute als Nebenkirche zur Pfarrei St. Magdalena in F\u00fcrstenfeldbruck. <\/p>\n<p>Im&nbsp; Konventsgeb\u00e4ude ist&nbsp; heute die Bayerische Beamtenfachhochschule mit dem Fachbereich Polizei untergebracht.  <\/p>\n<p>Die ehemaligen Wirtschaftsgeb\u00e4ude der Abtei geh\u00f6ren der Stadt F\u00fcrstenfeldbruck und werden als Kulturzentrum und Stadtmuseum genutzt.  <\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"FFeld3Innen\" src=\"https:\/\/www.sueddeutscher-barock.ch\/Bilder_jpg\/werkbild\/f\/FFeld_I_3.jpg\" width=\"258\" height=\"457\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>, die schon&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp; 1263 stiftete Herzog Ludwig der Strenge (1253-1294), Herzog von Bayern und Pfalzgraf bei Rhein Kloster F\u00fcrstenfeld als S\u00fchneleistung. 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