{"id":3261,"date":"2022-03-03T21:04:24","date_gmt":"2022-03-03T21:04:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/?p=3261"},"modified":"2022-03-03T21:04:24","modified_gmt":"2022-03-03T21:04:24","slug":"kloster-st-urban","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/?p=3261","title":{"rendered":"Kloster St. Urban"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"\" wlcopysrcurl=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Kloster St. Urban\" alt=\"Kloster St. Urban\" src=\"https:\/\/tse4.mm.bing.net\/th?id=OIP.u536CVgq2ZJT-nR2vky85gAAAA&amp;pid=Api&amp;P=0&amp;w=300&amp;h=300\" width=\"300\" height=\"449\"><\/p>\n<p>Ritter Ulrich Freiherr von Langenstein und seine beiden Br\u00fcder, die Geistlichen L\u00fctold und Werner, stifteten zwischen 1191 und 1194 ein Zisterzienserkloster. Die Freiherren von Langenstein hatten ihren Stammsitz auf dem heutigen Schlossberg bei Melchnau im Kanton Bern. <\/p>\n<p>Ritter Ulrich wurde 1191 als Eigent\u00fcmer einer Kirche in Rot urkundlich erw\u00e4hnt, das ist im heutigen Untersteckholz im Kanton Bern. Dort soll nach unbest\u00e4tigten Aussagen schon um 1148 ein Chorherrenstift gegr\u00fcndet worden sein.<\/p>\n<p>Der Konstanzer Bischof Diethelm von Krenkingen (1189-1206) best\u00e4tigte die Schenkung 1194. (In Schweizerisches Urkundenregister, Zweiter Band, Bern 1877, S. 421 f Urkunde 2675) Der Bischof \u00fcbergab die Schenkung an den Zisterzienserorden mit der dem Orden<\/p>\n<p>von den P\u00e4psten verliehenen Freiheiten und teilte in der Urkunde mit, dass Werner ins Kloster eingetreten ist. Au\u00dferdem werden die Besitzungen des Klosters aufgelistet und best\u00e4tigt.<\/p>\n<p>Das Generalkapitel des Zisterzienserordens nahm dies Schenkung an.<\/p>\n<p>Daraufhin schickte die Abtei L\u00fctzel unter Abt Christian (1131?\u20131175? ) einen Gr\u00fcndungskonvent . <\/p>\n<p>Da sich schnell herausstellte, dass es an der notwendigen Wasserzufuhr f\u00fcr einen dauernden Aufenthalt fehlte und auch keine M\u00fchle betrieben werden konnte, verlegte man das Kloster etwa drei Kilometer talabw\u00e4rts in das Dorf Nieder-Tundwil. Dort bestand schon eine kleine Kirche <\/p>\n<p>mit dem Paten St. Urban. dieser gab auch dem Kloster seinen Namen. Ritter Arnold von Kapfenberg schenkte den Grund f\u00fcr das neue Kloster. Er war mit den Freiherren von Langenstein verschw\u00e4gert.<\/p>\n<p>Der erste Abt von St. Urban war Konrad von Biederthan (1196) Biederthan war ein hochadeliges Geschlecht, das 1169 die Burg Alt- Biederthal in Laufen, heute eine Gemeinde im Bezirk Basel Land an der Landesgrenze zu Frankreich erbaute. Die Burg wurde im 13. Jahrhundert aufgelassen.<\/p>\n<p>Die Edelfreien von B\u00fchlerthan (auch Bierthal) wurden 1141 urkundlich nachgewiesen.<\/p>\n<p>Der erste wichtige Besitz war Roggwil. Dort errichteten die M\u00f6nche auch einen der Klosterh\u00f6fe, der zu den bedeutendsten des Klosters werden sollte. Schon ab 1197 begannen sie, Streubesitz aus entfernter gelegenen Besitzungen zu verkaufen oder tauschen, um klosternah<\/p>\n<p>zusammenh\u00e4ngenden Besitz zu schaffen. Um 1201 d\u00fcrfte Roggwil g\u00e4nzlich Eigentum des Klosters gewesen sein. Dort bauten die M\u00f6nche ein Bew\u00e4sserungssytem. Das war etwas, worauf sich die Zisterziener verstanden. Sie fassten die Langeten in einen Kanal und f\u00fchrten diesen bis Roggwil und zur Roth.<\/p>\n<p>Sie betrieben dann einen spezialisierten, mit Bew\u00e4sserung gekoppelten Wiesen- und Ackerbau (sog. W\u00e4ssermatten). Der Klosterhof von Roggwil umfasste immerhin mehr als 1200 Jucharten (Juchart ist ein Schweizer Fl\u00e4chenmass. Das war ein Sch\u00e4tzmass, das einem Tagewerk des Pfl\u00fcgers entspricht und je nach Gel\u00e4nde variiert. Im Schweizer Mittelland waren das&nbsp; zwischen 27 und 36 Ar) Das waren also&nbsp; etwa 360 Hektar, die in Roggwil bew\u00e4ssert und bewirtschaftet wurden.<\/p>\n<p>Die ersten Klosterbauten wurden dort 1200 oder 1201 geweiht.<\/p>\n<p>Aus den Jahren 1231 und 1232 sind Nachrichten von Altarweihen \u00fcberliefert. In der Zeit von 1249-1259 entstanden Kirche und Kloster neu.<\/p>\n<p>Am 10. Dezember 1208 gestattete&nbsp; Papst Innozenz III. (1196-1216) dem Abt und Konvent von Kloster St. Urban von freien Leuten, die als M\u00f6nche oder Konversen ins Kloster eintreten, bewegliches und unbewegliches Gut anzunehmen und dieses zu behalten.<\/p>\n<p>(Urkundio Beitr\u00e4ge zur vaterl\u00e4ndischen Geschichtsforschung, 2. Bd. Solothurn, 1875, S. 20) und am 8. Januar 1209 nahm er das Kloster in den Schutz des apostolischen Stuhls und untersagte von dessen selbst bebauten G\u00fctern den Zehnten zu fordern (S.21)<\/p>\n<p>Am 6. November folgte eine Urkunde, in der der Besitz aufgelistet und best\u00e4tigt wurde und der Papst gew\u00e4hrte dem Kloster besondere Freiheiten und Rechte (S. 22). Am 9. April 1210 beauftrage er den Erzbischof von Mainz Siegfried II. von Eppstein (1200-1230)<\/p>\n<p>das Kloster St. Urban gegen alle Beeintr\u00e4chtigungen zu sch\u00fctzen. (27)<\/p>\n<p>Auch Kaiser Heinrich VI. (1169-1197) nahm das Kloster in seinen Schutz.<\/p>\n<p>1196 sandte der Abt von L\u00fctzel dem Abt von St. Urban ein von Bruder Helandus geschriebenes Missale (Anzeiger f\u00fcr Schweizerische Geschichte-Band 4, S. 165)<a href=\"https:\/\/books.google.de\/books?id=UZlMAAAAYAAJ&amp;pg=RA1-PA165&amp;dq=Otto+von+Salem+Abt+von+St.urban&amp;hl=de&amp;newbks=1&amp;newbks_redir=1&amp;sa=X&amp;ved=2ahUKEwi2qvzB49n1AhXeiv0HHZrCB24Q6AF6BAgJEAI\"><\/p>\n<p><\/a> <\/p>\n<p>Graf Hermann II. von Froburg (+1211\/1213) erteilte dem Kloster Zollfreiheit in allen St\u00e4dten seiner Herrschaft. Sie hatten die St\u00e4dte&nbsp; Aarburg, Liestal,&nbsp; Olten, Waldenburg, Wiedlisbach, Zofingenund&nbsp; Fridau gegr\u00fcndet.<\/p>\n<p>Abt Konrad starb am 12. Mai 1212.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Otto von Salem. Er war ein M\u00f6nch aus Salem und wohl sehr kunstbegabt.<\/p>\n<p>Kurz nach seiner Wahl war Abt mit einem Konversenbruder nach Rom gereist. In Thunstetten war um 1210 eine Johanniterkommende gegr\u00fcndet worden. Zwischen Kommende und Kloster war ein heftiger Streit entstanden.<\/p>\n<p>Das war wohl der Anlass der Romreise des Abtes. Abt Otto war zwar in Rom juristisch erfolgreich. Auf der R\u00fcckreise verstarb er aber am 21. Oktober 1212.<\/p>\n<p>Am 6. Mai1228 beauftragte Papst Gregor IX. (1227-1241) den Konstanzer Bischof Konrad II. von Tegerfelden (1233 \u20131233) und den Abt von Petershausen Konrad II. (1225\u20131248) daf\u00fcr Sorge zu tragen, dass der von Papst Innozenz III.<\/p>\n<p>geschlossene Vergleich zwischen dem Kloster St. Urban und der Kommende Thunstetten beobachtet wird und ein dagegen ergangener Schiedsspruch aufgehoben werde. (S. 30)<\/p>\n<p>Der Streit wurde aber erst 1269 endg\u00fcltig beigelegt. Den Johannitern sollte der Kirchensatz von Lotzwil nebst anderen Rechten geh\u00f6ren, Kloster Urban sollte den Kirchensatz von Waldkirch geh\u00f6ren, ein ehemaliges Dorf bei Niederbipp.<\/p>\n<p>Sollte es dennoch Schwierigkeiten geben,sollte Ritter Rudolf von Balm oder Heinrich von Gr\u00fcnenberg als Schiedsrichter fungieren.<\/p>\n<p>Nach nicht einmal einj\u00e4hriger Regierungszeit folgte auf ihn Konrad II.&nbsp; von Tennenbach. Er erhielt von Albrecht IV. Grafen von Habsburg (um 1188-1239) die landesherrliche Zustimmung f\u00fcr alle Erwerbungen in Langenthal. Albrecht war Landgraf im Oberelsass und Vater von Rudolf I.,<\/p>\n<p>der von 1273-1291 deutscher K\u00f6nig war.<\/p>\n<p>Eberhard von Gr\u00fcnenberg schenkte dem Kloster 1224 den Kirchensatz von Langenthal und alle seine G\u00fcter. Die Freiherren von Gr\u00fcnenberg waren schon fr\u00fch G\u00f6nner des Kloster. Auch waren Familienmitglieder M\u00f6nche in St. Urban.Herbert&nbsp; von Gr\u00fcnenberg<\/p>\n<p>tritt 1250 in einer Urkunde als Zeuge auf und wird dort als M\u00f6nch in St. Ulrich auf. Er war wohl ein Bruder von Ulrich und Markwart.<\/p>\n<p>Schon zwischen 1218 und 12224 schenkten Heinrich von<\/p>\n<p>Gr\u00fcnenberg und sein Bruder Markwart eine Schuppose in Gotzratwil. 1249 verkaufte Heinrich von Gr\u00fcnenberg dem Kloster ein Gut in Solothurn, in dessen Besitz er durch seine Gemahlin gekommen war f\u00fcr 11 Mark Silber.<\/p>\n<p>Zwischen den Rittern von Luternau hatte eine langj\u00e4hrige Fehde zwischen ihnen und dem Kloster geherrscht. Ritter Werner von Lutternau wurde deshalb von Bischof Konrad II. von Tegerfelden&nbsp; (1209 \u20131233 ) gebannt worden.<\/p>\n<p>Heinrich und sein Bruder Markwart traten als Zeugen in der Schlichtungsurkunde auf.<\/p>\n<p>Markwart starb kurz nach 1262. Er wurde in St.Urban bestattet. Das hatten sich die Herren von Gr\u00fcnenberg als Grablege gew\u00e4hlt, ebenso wie die die Familie der Klostergr\u00fcnder, die Freiherren von Langenstein.<\/p>\n<p>Abt Konrad II. starb am 22.Dezember 1226.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Marcellinus.<\/p>\n<p>1231 konsekrierte der Konstanzer Suffragan Heinrich, Bischof von Gro\u00df-Troja<\/p>\n<p>Der Streit mit den Johannitern in Thunstetten schwelte noch immer. Papst Gregor IX. gab deshalb dem Konstanzer&nbsp; Bischof Konrad II. und dem Abt von Petershausen Konrad III. auf dem Hof (1329\u20131339?)den Auftrag, den Streit zu schlichten.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem nahm er das Kloster mit seinem jetzigen und k\u00fcnftigen Besitz und den Konvent&nbsp; am 27. April 1233 in seinen Schutz auf. Der derzeitige Besitz wurde detailliert aufgez\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Abt Marcellinus starb am 13. September 1240.<\/p>\n<p>In Zofingen besa\u00df Kloster St. Urban mehrere H\u00e4user. Das erste hatte es 1227 vom Stift Zofingen bekommen. 1261 \u00fcberliess Graf Hartmann von Frohburg (etwa 1240 + zwischen 1281 und 85), der auch Schultheis in Zofingen war, dort ein Haus.<\/p>\n<p>1285 \u00fcbertrug Niklaus von Fischbach dem Kloster sein Haus mit Garten. Daraus entstand der St. Urbanshof, der bis zur Aufhebung des Kloster 1848 im Besitz des Klosters war.<\/p>\n<p>Nilkaus von Fischbach war auch der erste Klosterschaffner von St. Urban. 1283 wurde Kloster St. Urban ins B\u00fcrgerrecht der Stadt aufgenommen.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Heinrich I.<\/p>\n<p>Der Konstanzer Bischof Heinrich von Tanne (1233 \u20131248) best\u00e4tigte 1243 den Besitz des Klosters in St. Urban, Rot, Roggwil, Schorren, Langenthal, R\u00fcthi usw.<\/p>\n<p>Abt Konrad starb am 7. Januar 1246.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Ulrich von Burgdorf. Er begann mit dem Bau des Kreuzgangs. Unter Abt Ulrich wurde auch festgestellt, dass reichlich rote Erde vorhanden war, die sich zur Herstellung von Ziegeln eignete.<\/p>\n<p>Das Generalkapitel und seine Versammlung war immer auch die M\u00f6glichkeit, sich auszutauschen. Die norddeutschen und lombardischen Zisterzienserkl\u00f6ster hatten Erfahrung im Backsteinbau und St. Urban<\/p>\n<p>konnte sicher von diesen Erfahrungen profitieren. Allerdings sind die in St.Urban entstandenen Backsteine in ihrer Art einzigartig. In St.Urban fand nicht eine Umsetzung in backsteingerechte<br \/>Formen statt wie in der Lombardei oder besonders in Norddeutschland. In St. Urban wurden Hausteinformen in die Backsteinproduktion \u00fcbernommen, das heisst, die Backsteinwerkst\u00fccke&nbsp; von St.<br \/>Urban imitierten Werkst\u00fccke in Stein. Die Bauten von St. Ulrich waren dann auch nicht der Backsteinarchitektur verpflichtet,sondern der Hausteintradition im Aargau. Ein weiteres Merkmal waren die <\/p>\n<p>ungew\u00f6hnlich gro\u00dfen Formate. Das erforderte einen hervorragenden Lehm sowie viel Gesp\u00fcr und Geduld seitens des Zieglers.<\/p>\n<p>Ein drittes Merkmal war&nbsp; die Verzierung der Backsteine mit Modeldrucken, die sich am zeitgen\u00f6ssischen Fliesendekor orientierten,in der Reichhaltigkeit des Formenschatzes aber ihresgleichen suchte.<\/p>\n<p>F\u00fcr die F\u00e4higkeit der Zisterzienserm\u00f6nche, die in St. Urban solche Ziegel produzierten, gibt es mehrere M\u00f6glichkeiten. Es k\u00f6nnte die F\u00e4higkeit eines einzelnen Konventualen gewesen sein.<\/p>\n<p>M\u00f6glicherweise fand wie oben erw\u00e4hnt ein Wissenstransfer statt, was bei den Zisterziensern eine \u00fcbliche Praxis war.<\/p>\n<p>Es k\u00f6nnte auch sein, dass Abt Ulrich, der aus Burgdorf stammte, die Kenntnis der Backsteinherstellung vermittelte. In Burgdorf entstand kurz vor in St. Urban der Backsteinbau eingef\u00fchrt wurde, die dortige Z\u00e4hringerburg.<\/p>\n<p>Dort war ein wandernder Bautrupp t\u00e4tig, der \u00fcber Abt Ulrich diese Kenntnisse weitergab.<\/p>\n<p>Abt Ulrich I. starb am 9.Februar 1249<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Ulrich II. von St. Gallen. Er stammte aus einer in Konstanz eingeb\u00fcrgerten Familie diesen Namens. Er leitete die Bauten. Nur die Ziegelarbeiter, die Konversen und andere Handwerker unterstanden einem anderen Meister.<\/p>\n<p>Im Jahrzeitbuch des Klosters wird er als Magister Berchtold gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Unter Abt Ulrich II. wurde 1252 die Schaffnerei in Solothurn er\u00f6ffnet. Das war die wirtschaftliche Vertretung des Klosters in der Stadt.Das Kloster musste in Solothurn ein Haus erwerben Das Haus in Solothurn war auch Voraussetzung f\u00fcr das B\u00fcrgerrecht in der Stadt,<\/p>\n<p>das Kloster St. Urban ebenfalls 1252 erhielt.<\/p>\n<p>Im 13. Jahrhundert statteten die Grafen Kyburg Sursee mit st\u00e4dtischen Rechten aus. Im Zusammenhang mit der Stadtgr\u00fcndung errichte Kloster St. Urban in Sursee sein Amtshaus. Die Stadt erteilte dem Kloster 1256 das B\u00fcrgerrecht.<\/p>\n<p>In Sursee musste das Kloster ein Steinhaus errichten und nahm in dieser Zeit ein Darlehen bei den Freiherren von Signau auf.<\/p>\n<p>1254 erhielt Kloster St. Urban in Solothurn die Zollfreiheit. Graf Hartmann von Frohburg hatte das veranlasst.<\/p>\n<p>Vor 1257 hatte das Kloster Probleme mit den Herren von Luternau. Werner von Luternau und seine beiden S\u00f6hne sch\u00e4digten das Kloster wiederholt. Das zeigte sich auch darin, dass sich das Kloster zwischen 1251\u20131254 eine Reihe p\u00e4pstlicher Bullen<br \/>ausstellen lie\u00df, welche sowohl die allgemeinen Ordensvorrechte verbrieften wie auch den Besitz des Klosters garantierten. Papst Innozenz IV. (1243\/1244) suchte \u00fcberdies zu helfen, indem er 1254 Bu\u00dffertigen gestattete, unrechtm\u00e4\u00dfig erworbene G\u00fcter zur\u00fcck zu erstatten.<\/p>\n<p>Graf Hermann&nbsp; von Frohburg-Waldenburg befreite Kloster Urban 1259 vom Zoll in Liestal.<\/p>\n<p>1259 fand auch die Kirchweihe des Klosters statt. Am 23. M\u00e4rz 1259 nahm der Konstanzer&nbsp; Bischof Eberhard II. von Waldburg (1248 \u20131274) die Weihe der Kirche und des Klosters vor.<\/p>\n<p>Eberhard aus der Familie der Truchsessen von Waldburg war ein G\u00f6nner des Klosters.<\/p>\n<p>Abt Ulrich II. starb am 7. Februar 1262.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Johannes von Wangen (1262-1268) <\/p>\n<p>1263 schenkte Hartmann von Frohburg (+ zwischen 1281 und 1285), Sohn Ludwig des \u00c4lteren dem Kloster die M\u00fchle in Morgarten samt aller zugeh\u00f6rigen G\u00fcter und Rechte.<\/p>\n<p>1266 erhielt Abt Johannes die Zollfreiheit in Liestal best\u00e4tigt.<\/p>\n<p>Ebenfalls 1266 bestimmte&nbsp; das Generalkapitel den Abt von St. Urban als Visitator des 1245 gegr\u00fcndeten Frauenklosters Rathausen und Wurmsbach, das 1259 von Graf Rudolf IV. von Rapperswil und seiner Gemahlin Mechtild von Neifen gegr\u00fcndet wurde.<\/p>\n<p>1268 erbaute Kloster St. Urban in Zofingen einen Amtshof. In diesem Jahr erteilten die B\u00fcrger von Zofingen dem Hof alle Freiheiten und Rechte eines B\u00fcrgers.<\/p>\n<p>Abt Johannes starb am 2. September 1268.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Markward (1274\u20131286) 1263 war er als Subprior Zeuge in einer Urkunde erw\u00e4hnt.<\/p>\n<p>1275 gr\u00fcndeten&nbsp; Rudolf von der Balm zu Altenb\u00fcron&nbsp; und Jakobi von Fischbach zu Zofingen ein Frauenkloster in Ebersecken mit dem Namen Pura Vallis. Die ersten Nonnen kamen aus Rathausen. Das Kloster wurde St.Urban unterstellt.<\/p>\n<p>1276&nbsp; vergab der Ritter Johann VII. von B\u00fcttikon (1276\u20131300) Kloster St. Urban das Patronatsrecht der Marienkapelle im Weiler Freibach im heutigen Gondiswil. 1296 erhielt die Kapelle von 2 Erzbisch\u00f6fen und 11 Bisch\u00f6fen einen vierzehnt\u00e4gigen Ablass verliehen,<\/p>\n<p>wenn Gl\u00e4ubige an gewissen Festtagen hier eine Andacht verrichteten.Diesen hatte der in Rom weilende Diakon Konrad von Aarburg vermittelt. Die Kapelle erhielt bald weitere Abl\u00e4sse. 1300 gestattete der Konstanzer Bischof Heinrich II. von Klingenberg (1293-1306) Kloster St. Urban die Kapelle mit Priestern zu versorgen. Die Eink\u00fcnfte erhielt das Kloster. Es entwickelte sich eine regional bedeutende Marienwallfahrt, der erst die Reformation ein Ende machte. Die Wallfahrt erhielt zus\u00e4tzlichen Auftrieb durch die Gr\u00fcndung mehrere Bruderschaften.1468 belegen Rechnungen aus St. Urban noch Arbeiten an der Kirche. Vor 1520 erhielt&nbsp; die Wallfahrtskapelle einen neuen Chor mit einem Haupt-und zwei Seitenalt\u00e4ren. Zierde des Kirchleins war das sp\u00e4tgotische Gnadenbild, das etwa aus dem Beginn des XVI. Jahrhunderts stammt. Der Konstanzer Weihbischof Melchior von Ascalon weihte die Alt\u00e4re&nbsp; am 13. August 1520.&nbsp; <\/p>\n<p>Am 7. August 1528 bekannte sich Bern zur Reformation. Die Kirche stand auf Berner Gebiet. Das Patronatsrecht hatte St. Urban inne. Abt Walther Th\u00f6ri von St. Urban <\/p>\n<p>lie\u00df das Gnadenbild, die Messgew\u00e4nder, Altart\u00fccher und Kelche nach St. Urban in Sicherheit bringen. Damit kam der Patronatsherr dem Bildersturm zuvor.Der Rat von Bern lie\u00df die Kapelle abdecken. Die Mauersteine wurden f\u00fcr Bauten in der Nachbarschaft zur<br \/>Verf\u00fcgung gestellt. Das Gnadenbild kam in die Wallfahrtskirche von Werthenstein.  <\/p>\n<p>1283 beschenkten Graf Hartmann von Froburg und die B\u00fcrger von Zofingen Kloster St. Urban mit dem B\u00fcrgerrecht. Das hatte bisher nur der Amtshof von St.Urban in Zofingen inne.<\/p>\n<p>1284 errichtete das Kloster einen Amtshof in Liestal<\/p>\n<p>Abt Markward starb am 24. Mai 1287.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Julian. Vorher war er Abt in Frienisberg.Dort resignierte er 1287. Im Berner Archiv kommt Julian nur als \u201cresignierter Abt von Aurora (Frienisberg)\u201d vor.<\/p>\n<p>Ludwig I. von Homberg (+1289) erteilte Kloster St. Urban in Liestal 1288 das B\u00fcrgerrecht sowie Zollfreiheit in Liestal.<\/p>\n<p>1288 schenkte der Basler B\u00fcrger Johann sein Haus, das er in Basel hatte. Damit war&nbsp; das Kloster in Liestal, Basel und Olten mit einem Stadthof vertreten.<\/p>\n<p>Abt Julian starb am 9. Januar 1294.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger Rudolf von Hauenstein war auch Abt in Frienisberg, vor er sein Amt in St. Urban antrat. Er stammte aus einer Familie in Basel.<\/p>\n<p>Er kaufte 1298 den Bann und Twing in Wynau, das sind die Niedergerichtsrechte. Solche hatte das Kloster auch in Kleinroth, Habcherig, Langenthal, Pfaffnau, Roggwil (BE),&nbsp; ab 1579 in Knutwil sowie ab dem 17. Jh. im Thurgau durch den Erwerb der Herrschaften Herdern und Liebenfels.<\/p>\n<p>Ortolf I. Freiherr von Utzingen hatte mit Kloster St. Urban einen langj\u00e4hrigen Streit. Er war deshalb auch mit dem Kirchenbann belegt worden. Es ging haupts\u00e4chlich um Wasserrechte.<\/p>\n<p>Sein Sohn Ortolf II. von Utzingen verkaufte 1293 und 1298 G\u00fcter in Lotzwil an Kloster St. Urban. <\/p>\n<p>Der Streit zwischen den beiden Parteien flammte bald wieder auf und geriet schlie\u00dflich&nbsp; 1301 in einer offenen Fehde. Die M\u00f6nche wandten sich an ihre Schutzmacht Solothurn, worauf die Stadt Soldaten vor die Gutenburg schickten,  <\/p>\n<p>dem Wohnsitz der Herren von Utzingen. Man einigte sich schlie\u00dflich auf einen Vergleich.  <\/p>\n<p>Abt Rudolf starb am 25. September 1303.  <\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Ulrich III. von B\u00fctikon (1304-08) . Er stammte aus einem aargauischen Ministerialengeschlecht, das vom12-16. Jahrhundert bezeugt ist. Die Familie f\u00f6rderte das Kloster St. Urban.  <\/p>\n<p>Er bekam von Papst Clemens V. (1305-1314) die Rechte des Klosters best\u00e4tigt.  <\/p>\n<p>Der Streit mit Ortolf von Utzingen flammte wieder auf. Kaiser Heinrich VII. (1308-1313) befahl der Stadt Solothurn sich der Sache anzunehmen. Es eroberte dieses Mal die Burg Gutenburg und zerst\u00f6rte sie.  <\/p>\n<p>Abt Ulrich resignierte 1308.  <\/p>\n<p>Abt&nbsp; Ulrich starb am 26. Mai 1311.  <\/p>\n<p>Auf ihn folgte Werner von H\u00fcsler (1311\u20131315). 1314 befreiten Schultheiss und Rat von Willisau das dortige Amtshaus des Klosters.<\/p>\n<p>Zwischen 1310 und 1313 gab es immer wieder Problem&nbsp; mit der Deutschordens Kommende Sumiswald. Die Kommende beanspruchte G\u00fcter, auf die auch Kloster St.Urban Anspruch zu haben glaubte. Es kam zu kriegerischen Auseinandersetzungen,<\/p>\n<p>bei denen einmal bei einem \u00dcberfall durch Komtur Hugo von Langenstein, dem Komtur von Sumliswald, Abt Werner durch einen Speer verletzt wurde. Das Kloster erholte sich aber von den Auseinandersetzungen schnell wieder.<\/p>\n<p>Ein Zwist wegen Twing und Gericht wurde zu Gunsten des Klosters entschieden.<\/p>\n<p>Abt Werner verstarb am am 22. August 1315.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Heinrich II. von Yberg&nbsp; (1316\u20131322). Er stammte aus einer Minsterialenfamilie der Grafen von Kyburg.<\/p>\n<p>1322 gaben die Grafen Johannes&nbsp; (+1366) und Hermann (der sp\u00e4tere Abt von St.Urban1356\u20131367)&nbsp; von Frohburg dem Kloster die Kirche von Niederbipp, heute Kanton Bern und das Patronatsrecht f\u00fcr die Kirche. Hermann war bei der Vergabung noch Laie.<\/p>\n<p>Als Abt nahm er die \u00dcbertragung der Kirche und des Hofs H\u00e4gendorf von seinem Bruder entgegen. <\/p>\n<p>Graf Rudolf III. von Neuenburg-Nidau (+ Juni 1339) erteilte dem Kloster die Zollfreiheit in Nidau und in der ganzen Herrschaft Nidau. In der Urkunde hei\u00dft es dazu: \u201c dass Sie mit Ihr Wine und mit all Ihrem Gute, dass Sie dur unser Schloss zu Nydowe f\u00fchren\u201d<\/p>\n<p>(Cistercienser- Chronik, 10.Jahrgang 1898, S. 132) Nidau grenzt an den Bieler See. In Sonderkulturen betrieben die M\u00f6nche von St. Urban Weinbau am Bieler See.<\/p>\n<p>Abt Heinrich starb am 30. Juni 1322.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Johannes II. von Zofingen genannt R\u00e4pplin (1325\u20131335).<\/p>\n<p>1326 \u00fcberlie\u00df Herzog Albrecht II. von \u00d6sterreich (1330-1358) in Ettiswil heute im Kanton Luzern alle Rechte, den Twing und Bann Kloster St.Urban. Allerdings gingen die Rechte bald an die Herren von Winterberg weiter, die Ettiswil 1367 den Herren von Luternau \u00fcberlie\u00dfen.<\/p>\n<p>1329 und 1321 kaufte das Kloster Rebg\u00fcter in T\u00fcscherz und in Alferm\u00e9, beides am Bieler See.<\/p>\n<p>1334 erteilte Graf Rudolf III. von Neuenburg-Nidau dem Kloster das Recht auf frei Landung in Convalet, das ist bei Alferm\u00e9.<\/p>\n<p>1339 schenkte Graf Johannes von Froburg dem Kloster seinen Hof in H\u00e4gendorf und den Kirchensatz . Der Basler Bischof Johann II. Senn von M\u00fcnsingen (1335- 1365 ) best\u00e4tigte dies auch 1339. Endg\u00fcltig wurde das dann Abt Herman (s.o.) best\u00e4tigt.<\/p>\n<p>Abt Johannes II. verstarb am 8. September 1339.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Nikolaus Bischof (1337\u20131349). Er stammte aus Basel<\/p>\n<p>Graf Eberhard II., Graf von Kyburg (1299\u2013 1357) \u00fcberlie\u00df 1339 alle G\u00fcter in Langenthal.<\/p>\n<p>Johannes von Aarwangen stand dem Hause Habsburg nahe. 1333 wurde er Landvogt im Aargau. V\u00f6llig \u00fcberraschend \u00fcbergab er 1339 seine G\u00fcter seiner Enkelin Margaretha von Kien und trat in das Kloster St. Urban ein. Seine Familie war auch mit dem Kloster verbunden<\/p>\n<p>und z. B. bei der Schlichtung mit Ortolf von \u00dctzingen (s.o.) dabei. Allerdings gen\u00fcgte ihm die Klosterzelle auch nicht. Mit sechs Br\u00fcdern ging er ins Entlebuch und lebte in der Eremitenklause Wittenbach und stiftete dort die&nbsp; Heiligkreuzkapelle.<\/p>\n<p>Friedrich Herzog von \u00d6sterreich befreite den Ort und unterwarf ihn Kloster St. Urban. Die Kapelle wurde 1345 geweiht. Johannes von Aarwangen starb am 24. Januar 1350.<\/p>\n<p>1349 erhielt das Kloster eine gr\u00f6\u00dfere Schenkung von Heinrich von Pfaffnach und seiner Frau Benignosa. Es waren die G\u00fcter und die Burg Pfaffnach sowie der Zehnte in Subingen und Teidtingen (Cistercienser Chronik S.132)<\/p>\n<p>Die Konkurrenz der Bettelorden, vor allem der Franziskaner bewirkte das alle Zisterzienserkl\u00f6ster immer gr\u00f6\u00dfere Schwierigkeiten bekamen, \u00fcberhaupt noch Laienm\u00f6nche zu gewinnen.<\/p>\n<p>Die Zahl der Konversen nahm stetig ab. Das hatte nat\u00fcrlich Auswirkung auf die Bewirtschaftung der G\u00fcter. Die Eigenbetriebe konnten nicht mehr gehalten werden und so wurden die G\u00fcter vermehrt verpachtet.<\/p>\n<p>St. Urban entschloss sich 1347 seinen Hof in Roggwil zu verpachten. Der Rat des Vaterabtes, das war zu der Zeit Abt Johannes (Demetrius) (1303\u20131319), wurde gesucht. Man fand ein Konsortium von 12 P\u00e4chtern, das den Hof gesamthaft \u00fcbernahm.<\/p>\n<p>Der Pachtvertrag sollte weiterhin die bisherigen Eink\u00fcnfte sichern. Deren Grundlage in erster Linie, die zweckm\u00e4\u00dfige Bewirtschaftung, sollte erhalten bleiben. Der Klosterkellerer als<br \/>\u00d6konom hatte alle f\u00fcnf Jahre s\u00e4mtliche G\u00fcter eingehend zu besichtigen. Er durfte ein Lehen nur dann erneuern, wenn es sich in gutem Zustande befand.<\/p>\n<p>Abt Nikolaus starb am 22. Januar 1349.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Konrad zum Brunnen, (1349-1356) Er war ein Sohn des Schultheissen von Zofingen und Amtmann von Kloster St. Urban Johannes zum Brunnen.<\/p>\n<p>1353 kaufte das Kloster ein Haus in Convalet.<\/p>\n<p>1354 flammte die alte Feindschaft zwischen den Herren von \u00dctzingen und dem Kloster wieder auf. Sie wurde durch Johann Graf von&nbsp; Froburg und anderen in einem Schiedsverfahren wieder beigelegt.<\/p>\n<p>Abt Konrad verstarb am 20. Juni 1356.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Hermann von Frohburg ( 1356\u20131367). Er war der Sohn&nbsp; des Volmar IV. von Frohburg.und der Katharina von Toggenburg. Er ist oben bei der Vergabung von Kirche und Hof H\u00e4gendorf schon in Erscheinung getreten.<\/p>\n<p>1336 erscheint er erstmals als Konventuale. 1339 war er Priester und ab 1356 Abt.In seine Regierungszeit f\u00e4llt die Beilegung des Wasserstreits um die Langeten bei Lotzwil&nbsp; mit den Freiherren von Gutenberg.<\/p>\n<p>1363 wurde ein Vergleich erreicht. Darin wurde auch festgelegt, dass&nbsp; der Klosterm\u00fcller und Sager von Langenthal bei Wassermangel die die W\u00e4sserungsvorkehren eigenh\u00e4ndig schlie\u00dfen durfte.<\/p>\n<p>Am 19. Oktober 1363 verstarb Abt Hermann. Er war der letzte Graf von Frohburg.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Johann Kolb (1369\u20131370).In seine Regierungszeit fiel das Ereignis, das die mittelalterlichen Bl\u00fctezeit der Zisterzienserabtei St. Urban beendete, der Guglerkrieg von 1375.<\/p>\n<p>Die Gugler waren franz\u00f6sische und englische S\u00f6ldner und wurden nach ihren Kugelh\u00fcten benannt.<\/p>\n<p>Enguerrand de Coucy VII. (um 1340-1397) war ein Nordfranzose und stammte m\u00fctterlicherseits von den Habsburgern ab und war ein Enkel Leopolds I. von Habsburg, Herzogs von \u00d6sterreich. <\/p>\n<p>Er machte Erbanspr\u00fcche geltend, die ihm nach seiner Meinung \u00fcber seine Mutter Katharina von \u00d6sterreich zustanden.<\/p>\n<p>Im 100-j\u00e4hrigen Krieg zwischen England und Frankreich gab es 1375 in Nancy einen Waffenstillstand. Diesen nutzte er, um 22000 in Frankreich marodierend herumziehenden S\u00f6ldner gelegen, die wegen des Waffenstillstands ohne Eink\u00fcnfte und Nahrung waren, zu engagieren,<\/p>\n<p>um sein zur\u00fcckbehaltenes Erbe mit Waffengewalt zu holen. Ziel seines Unternehmens war der habsburgische Aargau, insbesondere jene St\u00e4dte, die seiner Mutter gem\u00e4\u00df Ehevertrag ihrer Eltern Leopold I. und Katharina von Savoyen vom 20. April 1310 als Erbe zugesprochen waren, n\u00e4mlich Willisau, Sempach, Sursee, Aarau, Lenzburg und Bremgarten. Sie nahmen in Kloster St. Urban ihr Hauptquartier. Die M\u00f6nche konnten sich gerade noch in Sicherheit bringen, die meisten nach Zofingen. Auch die Kostbarkeiten des Klosters samt den Urkunden wurden gerettet.<\/p>\n<p>Das Gebiet der Klosterherrschaft litt aber schwer unter den Verw\u00fcstungen und Zerst\u00f6rungen der S\u00f6ldner. Die Bewohner der&nbsp; betreffenden Gegenden begannen sich zu wehren und zwangen die Gugler nach Weihnachten abzuziehen.<\/p>\n<p>18 Tage hatten sie im Oberaargau gehaust. Sie hatten die Kirche profaniert. Die abziehenden Gugler steckten&nbsp; das Kloster in Brand. Einige H\u00f6fe waren so mitgenommen worden, dass man sie \u00fcberhaupt nicht mehr aufbaute. F\u00fcr das Kloster war die Zerst\u00f6rung des Gutsbetriebs von Roggwil und auch des Riedhofes ein herber Verlust.<\/p>\n<p>Es dauerte lange, bis sich das Kloster wieder erholte. Es dauerte allein drei Jahre, bis der Boden wieder fruchtbar wurde.<\/p>\n<p>Von den Herz\u00f6gen von \u00d6sterreich Albrecht III. (1365-1395) und Leopold III. (1365-1386) erhielt das Kloster als Schadenersatz den Kirchensatz und die Lehensherrschaft&nbsp; von Oberkirch am Sempacher See sowie den Boowald im Oberaargau.<\/p>\n<p>Abt Johann verstarb am 18. Oktober 1376.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Johann Jakob Spariolus (1378\u20131383)<\/p>\n<p>Seine Regierungszeit war ebenfalls von Kriegen getr\u00fcbt. Zwischen den Herren von Neu-Kyburg und der aufstrebenden Stadt Bern entschied der Kyburger Krieg 1383 und 1384 den Wettlauf um die Vormacht in der Landgrafschaft Burgund. Diese umfasste den Oberaargau <\/p>\n<p>und das Napfgebiet. Graf Rudolf II. von Kiburg (ca. 1362\u20131383 oder 1384) \u00fcberfiel die Stadt Solothurn, um die Herausgabe von Pf\u00e4ndern zu erzwingen. Das misslang, bot aber der Stadt Bern, die mit Solothurn verb\u00fcndet war, den willkommenen Anlass, einzugreifen und mit Neu-Kyburg<\/p>\n<p>abzurechnen. Vor Beginn des Krieges verstarb Graf Rudolf II. Die Berner belagerten das Verwaltungszentrum der Grafen von Neuburg, die Stadt und das Schloss Burgdorf. Dieses wurde 45 Tage belagert, konnte der Belagerung aber trotzen.<\/p>\n<p>Durch B\u00fcrgerunruhen in Bern&nbsp; und die enormen Kriegslasten sah sich Bern aber gezwungen, durch die Annahme einer eidgen\u00f6ssischen Vermittlung den Krieg zu beenden.&nbsp; Am 7.4.1384 wurde der Frieden geschlossen.<\/p>\n<p>Dieser besiegelte aber den Fall der Grafen von Neu-Kyburg. Auch die Burg Gr\u00fcnenberg wurde im Zuge der Auseinandersetzungen zerst\u00f6rt.<\/p>\n<p>Die Kriege hatten zur Folge, dass die \u00c4cker nicht mehr bestellt wurden. Der Ackerbau verk\u00fcmmerte.<\/p>\n<p>Abt Johann erhielt 1382 die Best\u00e4tigung der Schenkung von Oberkirch durch den Konstanzer Bischof Heinrich III. von Brandis (1357 \u20131383 )<\/p>\n<p>Abt Johann verstarb am 7. April 1383.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Ulrich K\u00fcndig,&nbsp; ( 1382\u20131398)<\/p>\n<p>Auch in seiner Amtszeit fanden&nbsp; kriegerische Auseinandersetzungen statt. Die f\u00fcr die Schweiz wichtigste Auseinandersetzung war der Sempacher Krieg. Das war die Auseinandersetzung zwischen der sich entwickelnden Eidgenossenschaft und dem Hause \u00d6sterreich<\/p>\n<p>und dauerte von 1385-1389. Dieses Mal wurde auch das Gebiet von St. Urban betroffen. Es wurden gro\u00dfe Verheerungen angerichtet, als eine Abteilung von Bernern und Solothurnern&nbsp; im Januar 1389 der Aare entlang in das \u00f6sterreichische Hoheitsgebiet einfiel.<\/p>\n<p>Eine allgemeine Kriegsm\u00fcdigkeit bewog beide Seiten zum Einlenken. Auf der Grundlage des neuen Besitzstandes wurde am 1. April1389 ein Friedensvertrag entworfen. In k\u00fcnftigen Streitigkeiten Oesterreichs mit Bern und Solothurn sollte das Kloster St. Urban Verhandlungsort sein<\/p>\n<p>Unter Abt Ulrich bekam das Kloster die Kirche Sankt Blasius in Burgrain geschenkt.<\/p>\n<p>1390 erhielt St. Urban den Kirchensatz und die Vogte in Teitingen&nbsp; von Rudolf von Aarburg und seiner Frau geschenkt. Rudolfs Frau stammte aus der Familie der Gr\u00fcnenberger.<\/p>\n<p>Abt Ulrich starb am 5. Dezember 1398.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Rudolf Frutiger ( 1402\u20131408)<\/p>\n<p>1406 erhielt das Kloster von Generalabt Jean VII. de Martigny (1405\u2013 1428 ) die Visitation von Frauenthal \u00fcbertragen.<\/p>\n<p>Die letzten Jahrzehnte hatten gezeigt, dass der hohe Adel Kloster St. Urban keinen wirksamen Schutz mehr bieten konnte. Immer mehr wichtige Dynastenfamilien wurden bedeutungslos oder verschwanden von der Bildfl\u00e4che. Das erfolgte aus verschiedenen Gr\u00fcnden,<\/p>\n<p>finanzielle Schwierigkeiten, verh\u00e4ngnisvolle Besitzteilungen und die Niederlagen im Kampfe gegen die Eidgenossen besiegelten das Schicksal der bisher f\u00fchrenden Adelsfamilien. Die neuen St\u00e4nde, n\u00e4mlich das B\u00fcr&shy;gertum der St\u00e4dte und das Landesf\u00fcrstentum standen bereit,<\/p>\n<p>das Erbe der Adelsfamilien zu \u00fcbernehmen. Wenn St. Urban seine politische und wirt&shy;schaftliche Eigenst\u00e4ndigkeit wahren wollte, so musste die Abtei in dieser Zeit versuchen, neue Schutzherren zu gewinnen.<\/p>\n<p>Die Niederlage der Habsburger in der Schlacht bei Sempach am 9. Juli 1386 er\u00f6ffnete den eidgen\u00f6ssischen St\u00e4dteorten Luzern und Bern sowie Solothurn&nbsp; jetzt M\u00f6glichkeiten f\u00fcr eine ungehinderte Expansion in die schutzlosen \u00f6sterreichischen Herrschaften. <\/p>\n<p>Ein Wendepunkt f\u00fcr die Abtei war das Jahr 1406. In diesem Jahr kaufte die Stadt Bern die Landgrafschaft Kleinburgund und wurde so&nbsp; Landesherr \u00fcber die grundherrlichen Gebiete St. Urbans jenseits der Roth und konnte da&shy;durch seine Hoheitsrechte bis an die Klosterpforte ausdehnen. <\/p>\n<p>Schon 1407 f\u00fchrte Bern im Oberaargau eine weitgreifende gerichtliche Neuorientierung durch und stie\u00df dabei auf die Interessen der Abtei. <\/p>\n<p>Luzern \u00fcbernahm 1407 das Amt Willisau. Dadurch kam Kloster St. Urban unter luzernische Territorialherrschaft. Allerdings befanden sich nur etwa ein&nbsp; Drittel der G\u00fcter von St. Urban in der Grafschaft Willisau.<\/p>\n<p>Konrad Holzacher&nbsp; war schon 1384 M\u00f6nch in St. Urban. Er war dann Cellerarius. 1407 wurde er zum Abt von L\u00fctzel gew\u00e4hlt und verwaltete dieses Amt bis 1443.<\/p>\n<p>Abt Rudolf starb am 15. Mai 1408.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Heinrich Hauptring (1408\u20131422).<\/p>\n<p>Abt Heinrich erkannte, dass die ver\u00e4nderten Herrschaftsverh\u00e4ltnisse einen n\u00e4heren Anschluss an die aufstrebende Stadt Bern erforderlich machten.<\/p>\n<p>Schon 1413 hatte sich Abt Heinrich mit der Stadt Bern geeinigt, die Gerichtsherrlichkeit in Roggwil, Langenthal und Wynau den Landv\u00f6gten zu \u00fcbergeben. Nur in kleinen Angelegenheiten<\/p>\n<p>sollte sie beim Kloster bleiben.<\/p>\n<p>1415 hatten die Eidgenossen den habsburgischen Aargau erobert. Zwar hatte man 1394 mit \u00d6sterreich einen Friedensvertrag auf 20 Jahre abgeschlossen. Aber als Kaiser Sigmund 1415 die Nachbarn Habsburgs aufforderte, deren L\u00e4ndereien im Namen des Reiches einzunehmen,<\/p>\n<p>lie\u00dfen sich die Eidgenossen nicht lange bitten. <\/p>\n<p>In dieser Situation kam der Stadt Bern sicher sehr gelegen, dass Kloster St. Urban ins Berner Burgrecht aufgenommen werden wollte. Die Unterhandlungen wurden nur wenige Monate nach Beendigung des Feldzuges im Aargau aufgenommen<\/p>\n<p>und&nbsp; f\u00fchrten am 9. Oktober 1415 zum Abschluss des Burgrechtvertrages. Abt und Konvent wurden mitsamt den Gotteshausleuten B\u00fcrger der Stadt Bern. Bern gelobte, die Rechte, Freiheiten und G\u00fcter der Abtei unangetastet zu lassen.<br \/>Im weitern sicherte es den Zisterziensern Schutz und Schirm gegen alle jene zu, die das Kloster irgendwie behelligen sollten. In Notzeiten durfte Bern dem Kloster eine kleine Steuer auferlegen. Von allen anderen Abgaben aber sollte das Kloster befreit bleiben.<\/p>\n<p>Die Stadt durfte das Kloster zum Kriegsdienst anhalten. Au\u00dferdem durfte die Stadt die Klosterangeh\u00f6rigen zu den hohen Landgerichten verpflichten. Es scheint f\u00fcr Abt Heinrich nicht einfach gewesen zu sein, seinem Konvent den Burgrechtsvertrag schmackhaft zu machen.<\/p>\n<p>Mit dem Landesherrn Luzern wurde ein Burgrechtsvertrag erst am 7. August 1416 geschlossen .<\/p>\n<p>Abt Heinrich nahm am Konstanzer Konzil teil. Bei der R\u00fcckreise vom Konzil besuchte der neue Papst Martin (1417-1431) Kloster St. Urban.<\/p>\n<p>Abt Heinrich starb am 12. April 1422.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Johann Marti (1422\u20131441)<\/p>\n<p>Der B\u00fcrgerrechtsvertag von 1415 enthielt keine Bestimmung \u00fcber eine zuk\u00fcnftige Erneuerung des Vertrages.Aber der neue Abt Johann setzte sich nach dem Tod von Abt Heinrich umgehend mit Bern in Verbindung. Das Abkommen wurde best\u00e4tigt.<\/p>\n<p>In seiner Antwort hie\u00df Abt Johann die politischen Abmachungen seines Vorg\u00e4ngers in allen Punkten gut und f\u00fcgte die Klausel bei, dass jeder&nbsp; neue Abt vor dem versammelten Rate zu Bern das Burgrecht erneuern solle, wie er es tat.<br \/>1425 kaufte Abt Johann 40 Mannwerk Reben und ein Haus in Vingelz,einem ehemaligen Weinbauerndorf, heute Teil der Stadt Biel. Die Reben dort geh\u00f6rten gr\u00f6\u00dftenteils den&nbsp; beiden Kl\u00f6stern Gottstatt und St. Urban. Mannswerk war im Berner<\/p>\n<p>Seenland ein Reblandmass (= 34,4 a).&nbsp; 1425 kaufte Abt Johann dort ein zweites Haus.<\/p>\n<p>1426 wurde den M\u00f6nchen gestattet, drei Mal in der Woche Fleisch zu essen. Der Abt von L\u00fctzel Konrad Holzacher (1409\u20131443) genehmigte dies als Visitator. Er war ja vorher Cellerar in St.Urban.<\/p>\n<p>1427 schenkte der Edelknecht Heinrich von Wildberg dem Kloster das Patronatsrecht der Kirche von Nieder-Sch\u00f6tz. Der Konstanzer Bischof Heinrich IV. von Hewen (1436 \u20131462) best\u00e4tigte die Schenkung 1438.<\/p>\n<p>1428 kaufte Abt Johann den Kirchensatz von Pfaffnach&nbsp; mit allen Rechten f\u00fcr 210 Reichsgulden, ein vor allem in der Schweiz gebr\u00e4uchliches Zahlungsmittel. 210 Gulden entsprachen etwa 39.122,00 \u20ac.<\/p>\n<p>Ritter Heinrich von Bubenberg und Johannes, Chorherr in Solothurn schenkten dem Kloster den Kirchensatz mit allen Rechten und den Zehnten der oberen Kirche von Sch\u00f6tz.&nbsp; Papst Nikolaus V. (1447-1455) best\u00e4tigte die Schenkung.<\/p>\n<p>Abt Johann starb am 8. Februar 1441.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Niklaus Hollstein ( 1441\u20131480 ). Er stammte aus Basel. Er war wohl der bedeutendste Abt von St. Urban in seinem Jahrhundert.<\/p>\n<p>Im Alten Z\u00fcrichkrieg zwischen 1440 und 1450 hatte die Stadt Bern und den Eidgenossen aus Schwyz ihre Hilfe zugesagt. Mehrmals zogen deshalb bernische Aufgebote gegen Z\u00fcrich. Auf dem Hin-&shy; und R\u00fcckmarsch bezogen die Berner in St. Urban<br \/>Nachtquartier. Dabei musste das Kloster f\u00fcr die Verpflegung der Truppen aufkommen, und dies zu einem Zeitpunkt, da sein Finanzhaushalt noch keine schwere Belastung ertrug. Au\u00dferdem kostete der Krieg, mit der Folge, dass Bern in Schulden geriet.<\/p>\n<p>Deshalb legte es den Kl\u00f6stern und Stiften in seinem Bereich eine Sch\u00e4tzung auf, die 2972 Gulden erbringen sollte. Davon entfielen auf Kloster St. Urban 200 Gulden. Das entspricht etwa 32.301,00 \u20ac. <\/p>\n<p>Abt Niklaus wusste, dass der Stadt Bern gem\u00e4\u00df dem Burgrechtsvertrag von 1415 dieses Recht zustand, er war aber sicher davon \u00fcberzeugt, dass er mit der \u00dcbernahme der Verpflegungskosten f\u00fcr die Truppen bei ihren Aufenthalten in St. Urban seine<\/p>\n<p>Schuldigkeit getan habe. Au\u00dferdem hatte der bernische Klerus die Stadt zum Verzicht auf die finanzielle Hilfe gebeten, mit dem Hin&shy;weis, Bern l\u00e4ge im offenen Krieg. Die Zahlungsverweigerung durch Abt Niklaus kam in Bern nicht gut an.<\/p>\n<p>Schriftlich machte die Stadt ihre Ansicht kund. z. B. ihre Mannschaften das Kloster und dessen Besitzungen vor Kriegssch\u00e4den gesch\u00fctzt h\u00e4tten. Au\u00dferdem h\u00e4tten zahlreiche B\u00fcrger jeden Standes ihre Beisteuer geleistet oder wenigstens eine Unterst\u00fctzung zugesichert.<\/p>\n<p>Nun forderte Bern statt 200 400 Gulden und Abt Niklaus sah sich schlie\u00dflich gezwungen, zu zahlen. In der Zukunft nahm die Stadt aber von weiteren steuerlichen Belastungen f\u00fcr das Kloster Abstand.<\/p>\n<p>Das Burgrecht beschwor Abt Niklaus erst 22 Jahre nach Amtsantritt n\u00e4mlich 1463.<\/p>\n<p>1456 kaufte Abt Niklaus ein Haus und 40 Mannwerk Reben in Erlach am Bieler See.<\/p>\n<p>Am 12. M\u00e4rz 1470 schlossen Bern und Luzern ein Abkommen, nachdem&nbsp; kein Teil Angeh\u00f6rige des andern, die auf dessen Gebiet wohnen, ins Burgrecht, Landrecht oder in freien Dienst aufnehmen durfte. Wo es bereits geschehen war, mussten die<br \/>Vertr\u00e4ge gel\u00f6st werden. F\u00fcr St. Urban h\u00e4tte das bedeutet, dass das Kloster aus dem Burgrecht der Stadt Bern ausscheiden h\u00e4tte m\u00fcssen. Da aber Bern und mittlerweile St. Urban die Vorteile des Burgrechts erkannt hatten, kam es zu vereinten Anstrengungen <\/p>\n<p>von Kloster und Stadt und man erreichte, dass sich die Gesandten von Luzern sich&nbsp; mit einem Ausnahmeartikel einverstanden erkl\u00e4rten. Das Burgrecht f\u00fcr Kloster St. Urban war gerettet.<\/p>\n<p>Schon um 1470 richtete Abt Niklaus in St. Urban eine Klosterschule ein. Einen ersten H\u00f6hepunkt erlebte die Schule in der Zeit des Humanismus und der Reformschriften. Unter Abt Benedikt Pfyffer (1768 bis 1781)<\/p>\n<p>entwickelte sie sich zu einer Musterschule. Die Schule wurde um 1470 auch von ausw\u00e4rtigen Studenten, allerdings wohl ausschlie\u00dflich aus dem Zisterzienserorden besucht. St. Urbaner Konventualen lassen sich um diese<br \/>Zeit auch an deutschen, franz\u00f6sischen und italienischen Hochschulen nachweisen.<\/p>\n<p>1477 wurde Abt Niklaus von einem Kommissar des Generalabtes Jean X. de Cirey ( 1476\u2013 1501 ) bevollm\u00e4chtigt, die Kl\u00f6ster Wettingen und Kappel am Albis zu visitieren.<\/p>\n<p>Abt Niklaus verstarb am 27. November 1480.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Johann K\u00fcffer (1480\u20131487).<\/p>\n<p>1483 erhielt das Kloster von Luzern und von Sempach die Zollfreiheit.<\/p>\n<p>1486 wurde das Kloster von dem L\u00fctzeler Abt Ludwig J\u00e4ger (1471\u20131495), der Visitator der Frauen-und M\u00e4nnerkl\u00f6ster in der Schweiz war, visitiert. In der dazugeh\u00f6rigen Charta hei\u00dft es \u201cUnsere Ordensfamilie- und direkt unterstellt\u201d.<\/p>\n<p>Unter Abt Johann geriet das Kloster in Schulden, was sich unter seinem Nachfolger fortsetzte.<\/p>\n<p>Abt Johann resignierte 1497. Er starb am 16. Juni 1503.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Heinrich Bartenheim (1487\u20131501)<\/p>\n<p>Zwischen dem neugew\u00e4hlten Abt Heinrich und seinem Vorg\u00e4nger brach 1487 ein Konflikt aus. Die Stadt Bern stellte sich auf die Seite des resignierten Abtes Johann.<\/p>\n<p>In der Folge weigerte sich Abt Heinrich das Burgrecht mit Bern zu erneuern.&nbsp; Diese Weigerung wiederum verdro\u00df den Schultheiss und den Rat der Stadt Bern. Man machte Abt Heinrich sehr bestimmt auf die geschuldete Pflicht aufmerksam.<\/p>\n<p>Allerdings machte er keine Anstalten, dem Verlangen nachkommen. Bern setzte dann&nbsp; kurzerhand einen Tag zur Beschw\u00f6rung des Burgrechts fest. Abt Heinrich musste dann dem Druck nachgeben.<\/p>\n<p>Die Lehensleute des Klosters in Roggwil und Langenthal erkannten, dass aus der politischen Lage Nutzen zu ziehen war. Es fanden viele Schlichtungsverhandlungen im Ratsaal in Bern statt. Wenn es um Schlichtungen<\/p>\n<p>gr\u00f6\u00dferen Ausma\u00dfes zwischen den Bauern aus dem Oberaargau und dem Kloster ging, luden die \u00c4bte mehrmals Ratsmitglieder aus Luzern und Solothurn als Berater und Schiedsleute ein.<\/p>\n<p>1488 ging wohl das Visitationsrecht f\u00fcr Kloster Frauenthal von St. Urban auf Wettingen \u00fcber.<\/p>\n<p>Wie oben bemerkt stieg der Schuldenstand des Klosters weiter, so dass sich&nbsp; Luzern gezwungen sah, t\u00e4tig zu werden. Durch Eingriffe in die Klosterf\u00fchrung wurde ein Reformprozess eingeleitet, der<\/p>\n<p>das Kloster konsolidierte.<\/p>\n<p>Abt Heinrich trat 1501 zur\u00fcck. Er starb wie sein Vorg\u00e4nger ebenfalls 1503, aber schon am 1. M\u00e4rz.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Johannes Renzlinger ( 1501\u20131512).<\/p>\n<p>Durch seine Sparsamkeit konnte sich das Kloster fast v\u00f6llig von seinen Schulden befreien.<\/p>\n<p>Abt Johannes verstarb am 4. November 1512.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Erhard Kastler&nbsp; von Kaiserstuhl(1512\u20131525)<\/p>\n<p>Kurz nach seinem Regierungsantritt wurde das Kloster von einem gro\u00dfen Ungl\u00fcck getroffen. Abt Erhard befand am 7. April 1513 mit seinem Prior Jacob Stral auf einer Wallfahrt nach St. Anna am Steinenberg, heute im Kanton Schwyz.<\/p>\n<p>Da brach im Kloster durch die Unachtsamkeit eines K\u00fcchenjungen ein Feuer aus. Nur das Kirchengew\u00f6lbe, der Keller, die M\u00fchle und die Weberei konnten gerettet werden. Die Glocken im Turm, Hausger\u00e4t, viele B\u00fccher und Schriften gingen verloren.<\/p>\n<p>Die St\u00e4dte Solothurn, Zofingen, Luzern, Sursee, Willisau und andere halfen. Nach etwa drei Jahren war alles wieder aufgebaut. Schon 1514 konnte der Generalvikar des Konstanzer&nbsp; Bischofs zwei Glocken weihen und zwei Alt\u00e4re konsekrieren.<\/p>\n<p>Abt Ulrich W\u00fcst vom Kloster Kappel erhielt 1515 vom Generalabt Jacques III. Theuley de Pontailler-sur-Sa\u00f4ne (1501\u2013 1516)den Auftrag, St. Urban zu visitieren.<\/p>\n<p>Auch 1515 wurde in St. Urban die St. Anna Bruderschaft gestiftet, die vom&nbsp; p\u00e4pstlichen Nuntius Filonardi (1514-17 und 7 weitere Mandate)mit gro\u00dfen Privilegien und vielen Abl\u00e4ssen ausgestattet wurde, wobei die Abl\u00e4ss so kurz vor der Reformation<\/p>\n<p>immer st\u00e4rker in Verruf kamen.<\/p>\n<p>1516 best\u00e4tigte der Rat von Luzern Abt Erhard das Verf\u00fcgungsrecht \u00fcber die Fischenzen, das sind Fischereirechte an B\u00e4chen und Weihern.<\/p>\n<p>1520 kaufte das Kloster ein Haus in Solothurn.<\/p>\n<p>Die von Abt Niklaus um 1470 eingerichtete Klosterschule erlebte unter Abt Erhard eine gro\u00dfe Bl\u00fctezeit. Die Kultur der Renaissance mit ihrem Ideal der klassischen Bildung wurde in St. Urban gepflegt. Gro\u00dfen Einfluss auf das<\/p>\n<p>geistige Leben in der Abtei hatte Universit\u00e4ts&shy;- und Druckerstadt Basel. Die in dieser Zeit regierenden \u00c4bte waren sehr aufgeschlossen und f\u00f6rderte die literarische und theologische Bildung des Ordensnachwuchses. <\/p>\n<p>Das sieht man auch an der Klosterbibliothek. Sie z\u00e4hlte zu Beginn des 16. Jahrhunderts schon viele hundert Werke. Ein Teil der kostbaren Handschriften ist leider dem Klosterbrand von 1513 zum Opfer gefallen. <\/p>\n<p>Die Bibliothek belegte die Weltoffenheit der \u00c4bte zu Beginn des 16. Jahrhunderts. Da standen die Schiften lateinischer und griechischer Kirchenv\u00e4ter und Schriften des Alten und Neuen Testa&shy;mentes,&nbsp; neben Erasmus von Rotterdam,<\/p>\n<p>Luther, Hus und Melanchthon. In St. Urban war man bestrebt, die antike Kultur mit dem christlichen Glaubensgut zu verbinden. <\/p>\n<p>Abt Erhard lie\u00df meist weltliche Lehrkr\u00e4fte unterrichten, die von den humanistischen&nbsp; Idealen begeistert waren. So unterrichtete Melchior Macrinus (D\u00fcrr) aus Solothurn (+1529) von 1519-1522 in St. Urban Griechisch<\/p>\n<p>&nbsp; und wohl auch Latein. Danach ging er nach Solothurn, wo er als Parteig\u00e4nger von Huldrych Zwingli eine Rolle spielte.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger in St. Urban wurde Rudolf Collinus (Amb\u00fchl) (1499-1578) ebenfalls als Griechischlehrer 1522. 1524 ging er nach Z\u00fcrich, wo Zwingli wirkte und mit dem er schon seit 1519 befreundet war.<\/p>\n<p>Gleichzeitig mit&nbsp; Collinus lehrte Alban Torinus (zum Thor) aus Winterthur (1489-1550). Er hatte an der Artistenfakult\u00e4t in Basel studiert und wurde dann Lehrer in St. Urban.<\/p>\n<p>Nach zwei Jahren in St. Urban kehrte er 1524 als Dozent f\u00fcr Latein und Rhetorik an der Artistenfakult\u00e4t Basel zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Johannes Oporinus (Herbster) (1507-1568) machte&nbsp; seine akademische Ausbildung in Stra\u00dfburg und Basel. Dann arbeitete er als Lehrer in St. Urban.<\/p>\n<p>1526 kehrte er nach Basel zur\u00fcck und nahm zun\u00e4chst seine Studien wieder auf. Um 1535 gr\u00fcndete er mit Thomas Platter, Balthasar Ruch und Robert Winter eine Druck- und Verlagsgemeinschaft und wurde dann einer der besten Buchdrucker <\/p>\n<p>Basels mit einer der gr\u00f6\u00dften Buchdruckereien der Stadt.<\/p>\n<p>Wie Oporinus kam Johannes Feer aus Basel nach St. Urban. Er wurde&nbsp; ebenfalls ein Freund von Zwingli. 1530 wechselte er ans Schaffhauser P\u00e4dagogicum.<\/p>\n<p>Seine Wahl der Lehrer zeigt, dass Abt Erhard keinerlei Ber\u00fchrungs\u00e4ngste hatte. Immerhin waren nacheinander Freunde des Reformators Zwingli als Lehrer t\u00e4tig.<\/p>\n<p>Nicht umsonst f\u00e4llt auch Zwingli ein sehr positives Urteil \u00fcber Abt Erhard. So schrieb er am 31. Juli 1523 an Propst Nikolaus von Wattenwyl (1492-1551) zu den \u00c4bten \u201cvon denen er wisse, dass sie gut denken,z\u00e4hle auch der Abt von St. Urban\u201d.<\/p>\n<p>Jahrbuch des Oberaargaus 1967, Bd 10, S.120)<\/p>\n<p>Im M\u00e4rz 1525 hatten sich oberschw\u00e4bische Bauern gruppen in Memmingen getroffen und dort die \u201cZw\u00f6lf Artikel der Bauernschaft in Schwaben\u201d verfasst und ver\u00f6ffentlicht. Ab Ende M\u00e4rz zwischen 1524 und 1526 kam es im Oberrheingebiet, W\u00fcrttemberg, Oberschwaben, Franken, Th\u00fcringen, Rheinland, Tirol und Salzburg zu Aufst\u00e4nden. Auch in der Schweiz kam es zu Unruhen. Im Jura rebel&shy;lierten die Untertanen des Bischofs von Basel, die Laufentaler pl\u00fcnderten dieAbtei L\u00fctzel, das Mutterkloster von St. Urban;&nbsp; die M\u00fcnstertaler bedr\u00e4ngten<br \/>die Stifte M\u00fcnster und Bellelay.Die Basler Bauern zogen vor die Stadt. Die Bauernschaft von Roggwil und Wynau fasste 1525 ihre Klagen gegen den Zins-&shy; und Zehnt&shy;herren von St. Urban in 23 Punkte zusammen. <\/p>\n<p>Der Rat von Bern, Landesherr in Roggwil und Wynau sch\u00fctzte die Rechtsanspr\u00fcche des Klosters. Der kleine Zehnte und Bodenzinse sah er als verhandelbar an. Nicht ger\u00fcttelt wurde am Zehntrecht des Abtes und an der Waldnutzung. Alte Fischrechte <\/p>\n<p>wurden best\u00e4tigt.<\/p>\n<p>Abt Erhard starb am 10. Mai 1525.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Walther Th\u00f6ri (1525\u20131534) Beim Klosterbrand von 1513 war er Gro\u00dfkeller.<\/p>\n<p>1528 wurde die Komturei Thunstetten im Zuge der Reformation aufgehoben. Bern verpflichtete nun den Abt, die St. Urbanische Gemeinde Langenthal, zu der Thunstten geh\u00f6rt hatte, kirchlich zu versorgen. Der Abt wehrte sich gegen diese Aufgabe.<\/p>\n<p>Nachdem 1529 die Gemeinde immer noch ohne Versorgung war, stellte Bern das Ultimatum einen tauglichen Pfarrer nach Langenthal zu senden, der \u00abnach der Her&shy;ren&nbsp; Reformation das Wort Gottes verk\u00fcnde\u00bb. (Jahrbuch des Oberaargaus, S. 115)<\/p>\n<p>Erst im Herbst 1530 f\u00fcgte sich der Abt und stellte einen Pr\u00e4dikanten, den das Kloster besoldete.<\/p>\n<p>Im Mai 1531 hatten die reformierten Orte eine Lebensmittelsperre gegen die Innerschweiz verh\u00e4ngt. Den Abt hatte man aufgefordert seine Ernte hurtig einzubringen und zu dreschen.<\/p>\n<p>Sebastian von Diesbach (1481-1537) war Heerf\u00fchrer der Berner in beiden Kappeler Kriegen 1529 und 1531. 1531 hatte er Befehl, St. Urban nieder zu brennen. Die Stadt Luzern zog aber seine Truppen bei St. Urban zusammen. Das verhinderte das Schlimmste f\u00fcr das Kloster.<\/p>\n<p>Erst die beiden Niederlagen der Reformierten bei Kappel am 11. Oktober 1531 und bei Gubel am&nbsp; 24. Oktober 1531 beendeten die Gefahr f\u00fcr das Kloster und retteten es vor dem Untergang.<\/p>\n<p>Abt Walther starb am 23. September 1535.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Sebastian Seemann (1535\u20131551)<\/p>\n<p>Er war 1513 Subprior und wurde 1520 Prior. Von 1526-1529 war er Pfarrer in Deitingen.<\/p>\n<p>Dort musste er 1529 gehen, nachdem es in Deitingen einen Bildersturm gegeben hatte. Sein bereits geschriebene Chronik, das&nbsp; von ihm erstellte Urbar und weitere Dokumente konnte er aber nach St. Urban retten.<\/p>\n<p>Das Langenthaler Urbar entstand 1530. Das war eine Zusammenstellung aller St. Urban nach der Reformation verblie&shy;benen Rechte und Eink\u00fcnfte.<\/p>\n<p>1535 wurde er zum Abt von St. Ulrich gew\u00e4hlt. !550 entstand das Twingrodel. Es war eine schriftliche Fixierung dessen, was St. Urban weiterhin in seiner Twingherrschaft zu sagen hatte.<\/p>\n<p>Damit sich seine Bestimmungen fest in das Ged\u00e4chtnis der Grundherrschaftsleute einpr\u00e4gten, wurde er j\u00e4hrlich einmal an der Gemeindeversammlung vorgelesen.  <\/p>\n<p>1537&nbsp; wurde Abt Sebastian von Papst Paul III. (1534-1549) infuliert. Au\u00dferdem erhielt&nbsp; er die Vollmacht, die niederen Weihen zu erteilen, entweihte Kirchen wieder zu weihen, sowie Alt\u00e4re, Glocken, Kelche, Kirchengew\u00e4nder und Kirchh\u00f6fe  <\/p>\n<p>zu weihen.  <\/p>\n<p>23. Januar 1541 unterstellte Papst Paul&nbsp; St. Urban seinem unmittelbaren Schutz.  <\/p>\n<p>1543 wurde Abt Sebastian vom Papst zum Konzil nach Trient eingeladen. Er sagte aber wegen seines Gesundheitszustandes und der finanziellen Lage der Abtei ab.  <\/p>\n<p>Ihm waren die Frauenkl\u00f6ster Ebersecken und Rathausen unterstellt. Er k\u00fcmmerte sich um die Hebung der wirtschaftlichen Lage und des religi\u00f6sen Lebens dieser beiden Kl\u00f6ster.  <\/p>\n<p>Beim Langenthaler Dorfbrand vom 18. M\u00e4rz 1542 kamen der Abt und der Konvent pers\u00f6nlich, um zu helfen. Sofort schickte er Brot und K\u00e4se, um in der ersten Not zu helfen.  <\/p>\n<p>Die Abtei half weiter mit Getreide , was einen Geldwert von heute zwischen 15.000 und 20.000 Franken hatte. Dann wurde er Mitglied der vierk\u00f6pfigen Baukommission, die den Wiederaufbau zu planen und zu \u00fcberwachen hatte.  <\/p>\n<p>Abt Sebastian verstarb am 30. September 1551.  <\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Jakob Wanger aus Baden. (1551\u20131558).&nbsp; Vor seiner Wahl zum Abt war er Prior. Er wurde wie sein Nachfolger&nbsp; Jakob K\u00fcndig&nbsp; (1558\u20131572) aus Luzern  <\/p>\n<p>unter Vorsitz des L\u00fctzeler Abts Nicolas Rosenberg (1542\u20131566 ) gew\u00e4hlt. Abt Jakob starb am 14. September 1458.&nbsp; <\/p>\n<p>Abt Jakob war war als einziger Zisterzienserabt bei der Wahl des Wettinger&nbsp; Abts Christoph Silberysen (1563-1594)&nbsp; am 29. Juni 1563 in Wettingen anwesend. Er assistierte dabei dem Einsiedler F\u00fcrstabt Joachim Eichorn ( 1544-1569)  <\/p>\n<p>Abt Jakob wurde erst 1564 in Wettingen benediziert.  <\/p>\n<p>1566 verkaufte er den Kirchensatz und Zehnten&nbsp; von Balm an die Stadt Solothurn.  <\/p>\n<p>Ebenfalls 1566 wurden alle Besitzungen des Klosters in Vingelz sowie der jeweilige Rebmann ins B\u00fcrgerrecht der Stadt Biel aufgenommen.  <\/p>\n<p>1571 bekam Langenthal zwei Jahrm\u00e4rkte zugebilligt.  <\/p>\n<p>Abt Jakob starb am 11. M\u00e4rz 1573.  <\/p>\n<p>Auf ihn folgte&nbsp; Leodegar Hofsch\u00fcrer (1572\u20131585)  <\/p>\n<p>Generalabt Nicolas I. Boucherat ( 1571\u20131583) hatte 1583 Kloster St. Urban visitiert. Er benedizierte dann Abt Leodegar.  <\/p>\n<p>Sei der Reformation hatte die Tatsache, dass die Abtei Patronatsrechte im nun reformierten Bernbiet innehatte, f\u00fcr Probleme gesorgt. Schon 1532 regte deshalb Luzern den Austausch der umstrittenen Kirchens\u00e4tze  <\/p>\n<p>gegen die bernischen Patronatspfarreien auf Luzerner Boden an. Das dauerte. Erst 1577 kam der Tausch der St. urbanischen Patronate Madis&shy;wil, Wynau und Niederbipp gegen die bernischen Kirchens\u00e4tze Knutwil<br \/>und Luthern zustande.<\/p>\n<p>1577 erneuerte Abt Leodegar die Zollfreiheit mit Luzern und Sempach.<\/p>\n<p>1579 tauschte die Regierung von Luzern die niedere Gerichtsbarkeit von Knutwil gegen die zu Paffnau samt dem See von Sch\u00f6tz und gab diese Kloster St. Urban.<\/p>\n<p>Unter Abt Leodegar erreichte das Kloster in wirtschaftlicher und disziplin\u00e4rer Hinsicht einen Tiefpunkt. Das veranlasste die Regierung von Luzern zum Handeln<\/p>\n<p>Auf Druck hin resignierte Abt Leodegar 1585.In Balsthal verstarb er 1588.<\/p>\n<p>Ludwig von Mettenwil (1585\u20131588) aus Luzern wurde als Verweser eingesetzt. Beat Bapst (1583\u20131597 ) der L\u00fctzeler Vaterabt und die Regierung von Luzern reformierten das Kloster.<\/p>\n<p>Abt Ludwig starb am 8. Mai 1588.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Ulrich Amstein (1588\u20131627) aus Willisau.<\/p>\n<p>Er hatte in Paris studiert.<\/p>\n<p>Vor seiner Regierungszeit stand Kloster St. Urban eigentlich zur Disposition, denn es hatte wie oben vermerkt einen Tiefpunkt erreicht. Die S\u00e4kularisation des Klosters wurde als im Interesse der katholischen Kirche diskutiert.<\/p>\n<p>Neben Abt Ulrich war es vor allem Nikolaus Feer aus Luzern, der als Novizenmeister und Prior das Kloster wieder auf Kurs brachte.<\/p>\n<p>1588 trat das Kloster Eschenbach auf Anordnung von Papst Sixtus V.&nbsp; (1585-1590) von den Augustinerchorherren in den Zisterzienserorden ein.Ebersecken und Neukirch wurden dem jetzt neu erbauten Kloster Rathausen einverleibt.<\/p>\n<p>1590 wurde in Klostern\u00e4he eine neue M\u00fchle und eine Reibe gebaut, wor\u00fcber sich der M\u00fcller von Langenthal beklagte.<\/p>\n<p>Abt Ulrich leitete 1592 die Wahl der ersten \u00c4btissin Salome Suter. Die Visitation der beiden Kl\u00f6ster wurde wieder an Kloster St. Urban vergeben. Allerdings hatte der p\u00e4pstliche Nuntius im Einverst\u00e4ndnis mit der Regierung von Luzern<\/p>\n<p>die Jesuiten zu Beichtv\u00e4tern in den beiden Nonnenkl\u00f6stern bestimmt.<\/p>\n<p>Am&nbsp; 29. September 1608 weihte Abt Ulrich 5 Glocken in Pfarrkirche St. Urs in Solothurn.<\/p>\n<p>Auch das Kloster Hauterive bei Fribourg hatte im Zuge der Sempacher Kriege und nicht zuletzt im Savoyerkrieg 1447\/1448 einen Niedergang zu verzeichnen.<\/p>\n<p>Der Generalabt&nbsp; Nicolas II. Boucherat (1604\u2013 1625 ) beauftragte 1614&nbsp; auf Bitte des Bischof von Lausanne Aymon II. de Montfalcon (1491\u20131517) Abt Ulrich das Kloster zu visitieren.<\/p>\n<p>Das zeigt, dass der Ruf des Klosters sich auch im Orden wieder gefestigt hatte.<\/p>\n<p>1606\u20131608 war der Italiener Fabrizio Verallo p\u00e4pstlicher Nuntius in Luzern. Er strebte eine Zisterzienserkongregation f\u00fcr den s\u00fcdwestdeutschen und f\u00fcr den Schweizer Raum an. Auch der Wettinger Abt Abt Petrus II.&nbsp; (1594\u20131633) unterst\u00fctze dies.<\/p>\n<p>1615 starb Prior Nikolaus Feer.<\/p>\n<p>Mit Generalabtes Nikolaus II. Boucherat stand auch die Ordensleitung wieder hinter dem Projekt einer Kongregation. Der Salemer Abt&nbsp; Thomas I. Wunn&nbsp; (1615\u20131647), der Generalvikar der oberdeutschen Kl\u00f6ster, setzte das Projekt Kongregation&nbsp; \u00fcber mehrere Zwischenstufen erfolgreich um.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst trafen sich \u00c4bte von Wettingen Petrus II, St. Urban Ulrich, Tennenbach Martin Schleher (1585-1627) und Neuburg (Elsass) Kaspar III. Seemiller(1600\u20131618 ) und&nbsp; Vertreter der Kl\u00f6ster Hauterive, Kaisheim und Stams im November 1617 in Salem.<\/p>\n<p>Dabei wurden erste Statuten f\u00fcr eine Kongregation entworfen. Bei einem weiteren Treffen 1618 wurden sie revidiert und 1619 wurden sie vom Generalabt best\u00e4tigt. Am 15. Mai 1623 erkannte das Generalkapitel des Ordens die Kongregation und die Statuten an.<\/p>\n<p>Am 2. und 3. September 1624 fand&nbsp; in Salem statteine \u00c4bteversammlung statt und wurde zur Geburtsstunde der Oberdeutschen Kongregation. Als erster Vorsteher der Kongregation wurde Thomas Wunn bestimmt und in Zukunft war immer der Salemer Abt<\/p>\n<p>Vorsteher der Kongregation.<\/p>\n<p>1624 gestattete der Ordensmeister des Dominikaner-Orden Serafino Secchi (1612\u20131628), dass in St. Urban eine Rosenkranz-Bruderschaft mit allen Privilegien, Abl\u00e4ssen usw. eingerichtet wurde.<\/p>\n<p>Am 3. April 1625 legte Abt Ulrich den Grundstein der neuen Kirche und dem Kloster Eschenbach.<\/p>\n<p>1627 resignierte Abt Ulrich. Er war alt und kr\u00e4nklich. Er starb am 31. August 1629.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Beat G\u00f6ldlin (1627\u20131640)&nbsp; Er wurde unter dem Vorsitz des L\u00fctzeler Vaterabts Laurent Lorillard&nbsp; (1625\u20131648) gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Er ist vor 1570 geboren. \u00dcber seinen Klostereintritt, seine Profess und seine Priesterweihe ist nichts bekannt. Er hielt sich 17 Jahre auf ausw\u00e4rtigen Pfarrstellen auf und hatte deshalb Probleme mit der Klosterdisziplin. <\/p>\n<p>1603 war er Pfarrer in Knutwil.Das Visitationsprotokoll von 1608 h\u00e4lt fest, er sei unf\u00e4hig und unm\u00e4\u00dfig im Trinken. 1612 wurde er Pfarrer in Luthern. 1619 kehrte er unwillig und erst nach Strafandrohung durch den Generalvikar der Oberdeutschen Kongregation, Abt Thomas Wunn von Salem, ins Kloster zur\u00fcck. 1620 wird er dort Gro\u00dfkellner und hatte dieses Amt bis zu seiner Wahl am 2. Juni 1627 inne. Er wurde am 23. Juli 1627 durch Generalabt Pierre III. Nivelle ( 1625\u2013 1635) best\u00e4tigt.(G\u00f6ldlin, Beat, in: Biographia Cisterciensis (Cistercian Biography), Version vom 5.02.2019)<\/p>\n<p>Er ist wohl in seinem Amt gewachsen, denn er gilt als \u201c2.Gr\u00fcnder\u201d von St. Urban.<\/p>\n<p>Kurz nach seiner Wahl erneuerte Abt Beat pers\u00f6nlich das B\u00fcrgerrecht in Bern und Zofingen. Das scheint problemlos gewesen zu sein, obwohl Bern und damit auch Zofingen, das seit 1415 unter bernischer Herrschaft war, seit 1528 reformiert waren.<\/p>\n<p>Auch in Luzern erneuerte er das B\u00fcrgerrecht und wurde dort in \u201cSchutz und Protection\u201d aufgenommen (Cistercienser- Chronik, 10.Jahrgang 1898, S. 164)<\/p>\n<p>1631 f\u00fchrte Abt Beat auf Bitte der Stadt Solothurn und der Klosterfrauen von Nominis Jesu dort eine Visitation durch. Ab 1633 wurde diese Visitation dann durch einen Konventualen aus St.Urban und einen<\/p>\n<p>Chorherrn aus Solothurn ausgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Abt Beat lie\u00df die Klosterkirche ausmalen. 1640 lie\u00df er sechs neue Glocken gie\u00dfen.<\/p>\n<p>Er starb am 11. Mai 1640.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Edmund Schnider (1640\u20131677).<\/p>\n<p>Er wurde am 3. M\u00e4rz 1608 in Mellingen im Aargau als Sohn des dortigen Stadtschreibers geboren. Mit 15 trat er in das Kloster St. Urban ein.<\/p>\n<p>Nach seinem Noviziat erhielt er eine gr\u00fcndliche Ausbildung in Frankreich. Vom 1622-1630 studierte er am St. Bernhardskolleg in D\u00f4le in der Franche Comt\u00e9. 1629 wurde er dort&nbsp; zum Diakon geweiht.<\/p>\n<p>Danach besuchte er das Kolleg in Langr\u00e8s. Dort wurde er 1630 durch Bischof S\u00e9bastien Zamet (1615\u20131655) zum Priester geweiht. Bischof Zamet setzte in seinem Bistum tatkr\u00e4ftig die Beschl\u00fcsse des Konzils von Trient um.<\/p>\n<p>Auch Abt Edmund&nbsp; trat dann in seiner Regierungszeit als Bef\u00fcrworter der Reformen des Konzils von Trient&nbsp; konsequent f\u00fcr ordensreformatorische Anliegen ein und verteidigte die Exemtionsrechte des Ordens gegen\u00fcber der weltlichen Obrigkeit, indem er z.B. dem Kanton Luzern die j\u00e4hrliche Rechnungslegung verweigerte. <\/p>\n<p>Von 1631-1634 lehrte er an der Schule von Kloster Hauterive in Vertretung eines erkrankten Mitbruders Philosophie. Schon in D\u00f4le war er Generalabt Nivelle durch seine Talente, seinen Flei\u00df und seine Fr\u00f6mmigkeit aufgefallen.<\/p>\n<p>Er kehrte nach St. Urban zur\u00fcck und wurde dort 1638 Prior.<\/p>\n<p>Nach dem Tod von Abt Beat wurde Edmund am 23. Mai 1640 zum Abt gew\u00e4hlt und noch&nbsp; am selben Tag eingesetzt. Infuliert wurde er am 10. Juli 1640.<\/p>\n<p>Seine Wahl stand schon ganz im Zeichen der Auseinandersetzung mit der p\u00e4pstlichen Nuntiatur in Luzern.Girolamo Farnese von 1639\u20131643 Nuntius in der Schweiz war bei der Abtswahl anwesend und beanspruchte den Vorsitz bei der Wahl,<\/p>\n<p>obwohl das gegen die Rechte der Zisterzienser verstie\u00df und der Vaterabt aus L\u00fctzel, Abt&nbsp; Laurent Lorillard ebenfalls anwesend war. Schlie\u00dflich gestattete der Nuntius, dass sich der L\u00fctzeler Abt an der Wahl beteiligte, verlangte aber, dass sich Edmund vom Nuntius best\u00e4tigen<\/p>\n<p>lie\u00df. Als Edmund gew\u00e4hlt war, weigerte er sich aber mit dem Hinweis auf die Ordensprivilegien, sich vom Nuntius best\u00e4tigen zu lassen. Diese Querelen sollten ihn einen Gro\u00dfteil seiner Regierungszeit begleiten.<\/p>\n<p>Der n\u00e4chste Konflikt war der um die Visitation der beiden Frauenkl\u00f6ster Rathausen und Eschenbach und wer das Recht hat, dort den Beichtvater zu stellen. Es entwickelte sich ein heftiger Streit, in den der jeweilige Nuntius, die Schweizer St\u00e4dte Luzern und Solothurn,<\/p>\n<p>der franz\u00f6sische Botschafter in der Schweiz, der in Solothurn residierte, die Jesuiten, die als Beichtv\u00e4ter in den beiden Kl\u00f6stern t\u00e4tig waren und nat\u00fcrlich die Zisterzienser, die ihre Rechte verletzt sahen.<\/p>\n<p>Abt Edmund wurde im Mai 1651 nach Rom zitiert. Das alles erregte gro\u00dfes Aufsehen. Das Verfahren dauerte fast ein Jahr, das Abt Edmund in Rom verbringen musste. Alle Vorw\u00fcrfe gegen ihn wurden fallen gelassen. Er&nbsp; wurde am 22. August 1652 vom Papst in einer Audienz<\/p>\n<p>empfangen und mit p\u00e4pstlichem Segen f\u00fcr Kloster St. Urban entlassen. Am 21. September 1652 war er wieder zur\u00fcck in St. Urban. (ausf\u00fchrlich in von Libenau, Die Luzernischen Zisterzienser und die Nuntiatur in Jahrbuch f\u00fcr Schweizerische Geschichte S. 165-253, Bd 11-12 Z\u00fcrich 1885)<\/p>\n<p>Am 16. September wurde er von Generalabt Claude Vaussin ( 1643- 1670 ) zum Generalvikar und Visitator f\u00fcr Helvetien, das Elsass&nbsp; und den Breisgau ernannt.<\/p>\n<p>1654 erwarb er Schloss und Herrschaft Liebenfels heute Gemeinde Herdern im Kanton Thurgau f\u00fcr 36.000 Gulden, das entspricht 5.975.374,00 \u20ac<\/p>\n<p>1658 wurde die Alpe Nessliboden samt\u201dK\u00e4skessii\u201d angekauft. Das ist im Napfbergland im Kanton Bern im Gemeindegebiet von Trub.<\/p>\n<p>1667 wurde der Schwaikhof erworben der zur Herrschaft Liebenfels geh\u00f6rte.<\/p>\n<p>Abt Edmund und das Kloster St. Urban wurden auch in Streitigkeiten hineingezogen, die den&nbsp; Gesamtorden betraf. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts war im Orden die Reformbewegung der strengen Observanz entstanden. Kardinal La Rochefoucauld hatte den Vorstellungen<\/p>\n<p>der strengen Observanz&nbsp; zum Durchbruch verholfen. Allerdings f\u00fchrten die Streitigkeiten zwischen den Anh\u00e4ngern, die eine Reform anstrebten und denen, die sich nicht als Reformparteien sahen, die fast ein halbes Jahrhundert dauerten und zu dauernden Auseinandersetzungen<\/p>\n<p>und Prozessen f\u00fchrten. Viele sahen die Einheit des Ordens gef\u00e4hrdet. In St. Urban ging es dann auch darum, ob das Kloster eine Tochter von L\u00fctzel oder Morimond war. <\/p>\n<p>Mit Hilfe des franz\u00f6sischen Botschafter in Paris gelang&nbsp; Abt Edmund&nbsp; die weitgehende L\u00f6sung der Schweizer Zisterzen aus den alten Filiationsverh\u00e4ltnissen.<\/p>\n<p>Ein wichtiges T\u00e4tigkeitsfeld von Abt Edmund ist der Umbau des Klosters. Allerdings ist von seiner Baut\u00e4tigkeit nicht mehr viel vorhanden, da das Kloster in der ersten H\u00e4lfte des 18. Jahrhunderts fast vollst\u00e4ndig neu errichtet wurde.<\/p>\n<p>In der unter Abt Beat ausgemalten Klosterkirche lie\u00df er 1662 einen neuen Hochaltar aufstellen, der heute noch vorhanden ist.<\/p>\n<p>1674 lie\u00df er einen neuen Vierungsturm errichten.<\/p>\n<p>1677 war er in Kloster L\u00fctzel zur Visitation. Er starb dort am 2. Februar 1677. Er wurde am 7. Februar in St. Urban bestattet. Er gilt als erste profilierte Barockpers\u00f6nlichkeit von St. Urban.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde als 39. Abt Karl Dulliker (1677\u20131687). Er war der Sohn des Luzerner Stadtschultheissen und ist um 1635\/36 geboren.<\/p>\n<p>In Luzern besuchte er die Schule. Ab 1646 war er am Jesuitengymnasium in Luzern.<\/p>\n<p>Am 26. Oktober 1653 legte er in St. Urban die Profess ab und wurde im September 1659 zum Priester geweiht \u2013 mit r\u00f6mischer Dispens, da er das kanonische Alter noch nicht erreicht hatte. Sp\u00e4testens 1666 war er Granarius (Kornmeister) und von 1669 bis 1677 Statthalter auf dem Klostergut Liebenfels im Thurgau. Am 11. Februar 1677 als Nachfolger des verstorbenen Edmund Schnyder zum Abt gew\u00e4hlt.&nbsp; Am 2. Mai 1677 wurde er benediziert. <\/p>\n<p>Im Jahr seines Regierungsantritts erneuerte er das Burgrecht mit Luzern.<\/p>\n<p>1678 kaufte er den Berghof f\u00fcr 7000 Gulden, das entspricht 1.173.898,00 \u20ac und einen Hof in Ludingen f\u00fcr 2500 Gulden, das sind 419.249,00 \u20ac. <\/p>\n<p>1678 malte der Maler Georg Widerkehr (1647-1724) aus Mellingen das Leben des Heiligen Bernhards f\u00fcr 533 Gulden, das entspricht 89.384,00 \u20ac..&nbsp; Bis 1848 hing das Bild in der Klausur.<\/p>\n<p>1683 kaufte er Schloss Barbenstein mit der Herrschaft Herdern.<\/p>\n<p>F\u00fcr das Kloster&nbsp; besorgte er die Gebeine des Katakombenheiligen Pius.<\/p>\n<p>Die Baut\u00e4tigkeit von Abt Edmund setzte er fort. Er baute das Kanzlerhaus, die G\u00e4steherberge, die als Weiberhaus bezeichnet wurde und das Wirtshaus am Nordportal. In Burgrain erbaute er die Blasiuskapelle.<\/p>\n<p>Am 15. Mai 1686 wurde er zum Generalvikar der Ordensprovinz Schweiz-Elsass-Breisgau bestellt. Er starb am 16. Dezember 1687 im Alter von 52 Jahren. <\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Ulrich Glutz-Ruchti (1687\u20131701). Er ist der erste von drei \u00c4bten von St. Urban, die aus der Solothurner Patrizierfamilie stammten. Die Familie Glutz war eine der bedeutendsten Patrizierfamilien. Sie stellte<\/p>\n<p>\u00fcberdurchschnittlich viele Klosterfrauen und Kleriker, neben den \u00c4bten in St. Urban noch zwei in de Benediktinerkloster Mariastein in Metzerlen-Mariastein im Kanton Solothurn.<\/p>\n<p>Abt Ulrich wurde am 4. September 1648 geboren. 1665 legte er in St. Urban seine Profess ab.Am 24. September 1672 wurde er&nbsp; zum Priester geweiht. Sp\u00e4ter war er Statthalter in Herdern. Am 26. Dezember 1687 wurde er<\/p>\n<p>zum Nachfolger von Abt Karl gew\u00e4hlt. 1688 wurde er benediziert. 1693 wurde im von Rom aus die Visitation von Kloster Rathausen \u00fcbertragen. 1698 folgte die Visitation von Kloster Eschenbach.<\/p>\n<p>1698 wurde in St.Urban die Skapulier-Bruderschaft eingef\u00fchrt.<\/p>\n<p>In seiner Regierungszeit wurde die mittelalterliche St. Ulrichskapelle, die Laienkapelle vor der Nordpforte der Abte abgebrochen. 1690 wurde auf der Nordseite der Klosterkirche eine neue, barocke St. Ulrichskapelle geweiht.<\/p>\n<p>1699 nahm Abt Ulrich am Generalkapitel teil und wurde zum Generalvikar der schweizerisch-els\u00e4ssischen Ordensprovinz bestellt. <\/p>\n<p>Abt Ulrich starb am 2.Juli 1701.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Josef zur Gilgen (1701\u20131706).<\/p>\n<p>Unter Abt Josef wurden die Reliquien des Katakombenheiligen Pius, die Abt Karl erworben hatte, nach St. Urban gebracht.<\/p>\n<p>Unter Abt&nbsp; Josef entstand auch das Chorgest\u00fchl. Es gilt eines der reichsten barocken Schnitzwerke der Kunstgeschichte. Es ist zwischen 1701 und 1707 von&nbsp; den Solothurner&nbsp; Bildhauern Johann Peter Fr\u00f6licher (1661\u20131723)<\/p>\n<p>und Urs F\u00fceg (1694-1767) erstellt worden.<\/p>\n<p>Abt Josef starb am 3. August 1706.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte als 42. Abt Malachias Glutz (1706\u20131726).<\/p>\n<p>Er ist am 9. August 1665 Sohn des Ratsherrn und sp\u00e4teren B\u00fcrgermeisters Johann Benedikt Glutz und der Maria Susanna Brunner geboren.<\/p>\n<p>Er legte 1682 in St. Urban Profess ab und nahm den Klosternamen Malachias an. 1689 wurde&nbsp; er zum Priester geweiht.<\/p>\n<p>Am 19. Juni 1702 wurde er Pfarrer in Deitingen, wo er im selben Jahr Pfarrhaus und Scheune neu errichten lie\u00df.<\/p>\n<p>Am 9. August 1706 wurde er zum Abt gew\u00e4hlt. Er wurde am 19. August 1706 von Generalabt Nicolas III. Larcher (1692\u20131712 ) best\u00e4tigt. Am 24. Oktober 1706 wurde er benediziert.<\/p>\n<p>1711 wurde die alte Kirche abgebrochen und mit der neuen begonnen. Mit dem Baumeister Franz II. Beer von Bleichten (1660\u20131726) aus der Auer Zunft in Vorarlberg hatte er einen Akkord von 20.000 Gulden, das sind etwa 3.303.094,00 \u20ac,&nbsp; geschlossen.<\/p>\n<p>Franz Beer hatte gerade die Klosterkirche des Pr\u00e4monstratenserklosters Bellelay im Berner Jura fertiggestellt.<\/p>\n<p>1713 lie\u00df Abt Malachias die St.-Urbans-Kapelle im Solothurner Stadthof neu erbauen. <\/p>\n<p>Von der Kirche wurde 1715 eine Medaille gegossen, deren Avers das Klosterwappen von St. Urban und das Wappen von Abt Malachius darstellt. Auf dem Revers ist die neu aufgebaute Kirche dargestellt.<\/p>\n<p>Die Kirche wurde am 16. Dezember 1717 von Giuseppe Firrao, Titularerzbischof von Nicaea und 1716-20 Nuntius in der Schweiz eingeweiht.<\/p>\n<p>Der Kirchenneubau fiel in die Zeit des 2. Villmergerkrieg 1712. Das war ein Krieg&nbsp; der katholischen \u201cinneren\u201d Orte gegen die reformierten Orte Bern und Z\u00fcrich. Der Sieg der Reformierten brachte eine Neuordnung der politischen Verh\u00e4ltnisse innerhalb der Eidgenossenschaft mit sich. <\/p>\n<p>Abt Malachias und der Konvent mussten 1712 ins Exil fl\u00fcchten. Er hielt sich zun\u00e4chst im St. Urbanhof in Sursee auf, dann nahm er von M\u00e4rz bis August 1712 mit zehn Konventualen in Rathausen Quartier . <\/p>\n<p>Nachdem die Kirche fertig war, wurde die Kustorei und die Bibliothek im Rohbau erstellt. Dann folgten von 1722-1733 die Konventsgeb\u00e4ude.<\/p>\n<p>1721 lie\u00df er die Hauptorgel neu erbauen.<\/p>\n<p>1720 wurde er zum Generalvikar der schweizerisch-els\u00e4ssischen Zisterzienserprovinz bestellt.<\/p>\n<p>Er reorganiserte auch die Bewirtschaftung des&nbsp; Agrarbereichs des Klosters in der Umgebung.<\/p>\n<p>Er starb am 24. April 1726.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Robert Balthasar (1726\u20131751). Er stammte aus der bekannten Ratsfamilie Balthasar in Luzern. Sein Bruder Jakob Balthasar war Schultheiss in Luzern.<\/p>\n<p>Seine Schwester Maria Barbara Franziska war von 1712\u20131737 \u00c4btissin in Kloster Eschenbach.<\/p>\n<p>Er besuchte von 1683 bis 1687 das Jesuitenkollegium in Luzern. Seine Profess legte er 1691 in St. Urban ab. Am 24. August 1698 wurde er&nbsp; zum Priester geweiht, Ab 1718 war er Pfarrer in Knutwil,<\/p>\n<p>danach Statthalter in Herdern. Am 12. Mai 1726 wurde er zum Abt gew\u00e4hlt und am 19. Mai 1726 von Generalabt Edmond II. Perrot (1712\u20131727 ) best\u00e4tigt. Am 13. Oktober 1726 wurde er benediziert.<\/p>\n<p>Er vollendete den Klosterneubau seines Vorg\u00e4ngers. Den gro\u00dfen Festsaal lie\u00df er ausstatten.<\/p>\n<p>Er vermehrte die Bibliothek bedeutend vor allem mit zisterziensischen Auotoren. Er lie\u00df auch ein wertvolles M\u00fcnzkabinett anlegen, das in der Bibliothek verwahrt war.<\/p>\n<p>Er schrieb die Acta von St. Urban in&nbsp; 15 Folienb\u00e4nden. Sie umfasste die Geschichte der Abtei an bis zu seiner Zeit.<\/p>\n<p>Zu seinem 70. 1744 wurde er gefeiert. 1747 als Senior und ein Jahr sp\u00e4ter beging er sein Goldenes Priesterjubil\u00e4um. Dazu lie\u00df er sich auf einem verherrlichenden Ehrengem\u00e4lde umrahmt von einem bunten Kranz von Stiftern, Wohlt\u00e4tern, Allegorien und Putten portr\u00e4tieren. <\/p>\n<p>Er starb am 29. November 1751.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte&nbsp; Abt Augustin M\u00fcller&nbsp; (1751\u20131768) Er wurde am 5. April 1712 als Sohn des Mellinger L\u00f6wenwirts und Schulthei\u00dfen Josef Georg M\u00fcller geboren. Seine schulische Ausbildung erhielt er im Jesuitenkolleg in Luzern.<\/p>\n<p>Er trat in das Kloster St. Urban ein und legte dort&nbsp; 1729 seine Profess ab. 1735 wurde er zum Priester geweiht. Am 9. Dezember 1751 wurde er zum Abt gew\u00e4hlt und am 2. Januar 1752 von (1748\u2013 1797 ) best\u00e4tigt.<\/p>\n<p>Er war der Inbegriff des barocken Kirchenf\u00fcrsten. Hans Wicki nennt die Benediktionsfeier am 1. Mai 1572 \u201cgeradezu f\u00fcrstlich\u201d. (Staat, Kirche,Religiosit\u00e4t: der Kanton Luzern zwischen Barock und Aufkl\u00e4rung, Luzern 1990 S. 278)<\/p>\n<p>Sie \u00fcbertraf die Feiern seiner beiden Vorg\u00e4nger bei weitem.<\/p>\n<p>In der Klosterkirche lie\u00df er die wei\u00df gefasste und reichlich vergoldete Rokoko-Kanzel schaffen. Sein Namenspatron der heilige Augustinus thront auf dem Schalldeckel. Am bauchigen Kanzelkorb ist sein Wappen angebracht. Von welchem Bildhauer die Kanzel<\/p>\n<p>stammt, ist nicht bekannt. Die ausladende Terrasse auf dem Klostervorhof geht auch auf ihn zur\u00fcck.Au\u00dferdem lie\u00df er den Abtgarten&nbsp; zum kunstvoll und exotisch best\u00fcckten Flaniergarten umgestalten.<\/p>\n<p>Da der Klosterneubau weitestgehend unter seinem Vorg\u00e4nger abgeschlossen war, war er als Bauherr nur noch ausw\u00e4rts t\u00e4tig. In Pfaffnau lie\u00df er 1764 \u2013 1765 das Pfarrhaus als Sommerresidenz von St. Urban bauen. Das von ungew\u00f6hnlichem Repr\u00e4sentationswillen zeugende Rokokopalais wurde von Baumeister Ringier aus Zofingen erstellt.<\/p>\n<p>In Luthern beteiligte er sich 1752 am Bau der Pfarrkirche. Der dortige Hochaltar tr\u00e4gt sein Wappen.<\/p>\n<p>1768 nahm er am Generalkapitel in Citeaux teil. Auf der R\u00fcckreise starb er am 8. Juni 1768 in Paris. Er ist im&nbsp; Coll\u00e8ge des Bernardins in Paris bestattet. Sein Herz aber wurde, wie er es auf dem Sterbebett verf\u00fcgt hatte, feierlich im Boden der Abteikirche beigesetzt . <\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Benedikt Pfyffer von Altishofen (1768\u20131781). Er stammte aus dem Luzerner Patriziergeschlecht der Pfyffer von Altishofen  <\/p>\n<p>Auch die Mutter seines Vorg\u00e4ngers Augustin stammte aus der Familie der Pfyffer von Altishofen, Jakob\u00e4a Pfyffer von Altishofen.&nbsp; Die Familie Pfyffer war die zahlenm\u00e4\u00dfig gr\u00f6\u00dfte und m\u00e4chtigste Familie im Stadtstaat Luzern.<\/p>\n<p>Zwei seiner Br\u00fcder waren Jesuiten, eine Schwester war Nonne im Kloster Eschenbach, eine andere im Kloster St. Anna im Bruch in Luzern.<\/p>\n<p>Benedikt war zum Klosterstand bestimmt und erfuhr eine entsprechende Ausbildung. Von 1742 bis 1749 besuchte er das Jesuitenkollegium in Luzern .<\/p>\n<p>1749 legte er seine&nbsp; Profess in St. Urban ab. Am 17. M\u00e4rz 1754 wurde er zum Priester geweiht, Dann war er Professor der Philosophie und Theologie an der Klosterschule.<\/p>\n<p>1766 wurde er Prior. Dieses Amt versah er bis 1768. Am 30. Juni 1768 wurde er&nbsp; zum Abt gew\u00e4hlt und mit Datum 7. Juli 1768 von Generalabt Fran\u00e7ois Trouv\u00e9 best\u00e4tigt.<\/p>\n<p>Seine Benediktion erfolgte am 4.\/5. Oktober 1768.&nbsp; Er wurde zum bedeutendsten Abt St. Urbans im 18. Jahrhundert mit nachhaltiger Wirkung f\u00fcr das gesamte Schweizer Schulwesen.<\/p>\n<p>1778 errichte er im Kloster eine unentgeltliche Trivialschule f\u00fcr die Kinder der Nachbarh\u00f6fe. 1780 f\u00fchrte er&nbsp; erste Normalschulb\u00fccher des \u00f6sterreichischen Bildungsreformers Johann Ignaz Felbiger ein.<\/p>\n<p>Dieser war 1758\u20131778 Abt des Augustiner-Chorherrenstiftes Sagan. Schon 1774 hatte er auf Einladung der \u00f6sterreichischen Landesherrin Maria Theresia die Leitung des \u00f6sterreichischen Schulwesens \u00fcbernommen.<\/p>\n<p>Er beauftragte den M\u00f6nch Nivard Krauer und drei weitere Konventualen, sich mit der Normalmethode von Felbiger zu befassen. Nivard Krauer hatte 1766 seine Profess in St. Urban abgelegt. Er war bis 1779 an der Klosterschule als Lehrer t\u00e4tig.<\/p>\n<p>Die Trivial-und Elementarschule wurde zur Musterschule. 1781 \u00fcbernahm Nivard Krauer die Leitung. Bald wurden auch angehende oder schon im Dienst stehende Lehrer in die Methode eingewiesen wurden, wodurch die erste Lehrerbildungsschule der deutschen katholischen Schweiz <\/p>\n<p>entstand. F\u00fcr die Normalschulen verfasste Krauer eine Reihe von Lehrb\u00fcchern, insbesondere das ABC- oder Namenb\u00fcchlein von 1781, die z.T. bis ins 19. Jahrhundert hinein weite Verbreitung fanden. <\/p>\n<p>Die Lehrerbildungsanstalt hatte wegen vieler Anfeindungen nur bis 1785 Bestand.<\/p>\n<p>Die Lateinschule war aber gleichzeitig zum Seminar f\u00fcr Patriziers\u00f6hne (eine Art Ritterakademie) ausgebaut worden. Diese bestand bis zum Franzoseneinfall 1798.<\/p>\n<p>Abt Benedikt verbreitete auch Erbauungsb\u00fccher, die gro\u00dfen Anklang fanden. Er f\u00fchrte&nbsp; bei der Mette den deutschen Kirchengesang ein.<\/p>\n<p>Auch die Musikkultur erlebte ihren H\u00f6hepunkt.<\/p>\n<p>Die Orgel, die Abt Malachias 1721 errichten lie\u00df, galt damals als die gr\u00f6sste und reichste Orgel der Schweiz.<\/p>\n<p>Die fertiggestellten Barockbauten boten einen perfekten Rahmen f\u00fcr eine intensive Musikpflege. Das Kloster hatte einen gro\u00dfen Festsaal, der den sogenannte F\u00fcrstensaal in Einsiedeln \u00fcberbot.<\/p>\n<p>Wenn die \u00c4bte in ihr Amt eingef\u00fchrt wurden, wurden dort Singspiele aufgef\u00fchrt mit Themen aus der griechischen Mythologie. Als Urheber des Singspiels in der Schweiz wird&nbsp; Constantin Reindl (1738\u20131798), der 1756 in Landsberg in den Jesuitenorden eingetreten.<\/p>\n<p>Er war 1763-65 Musikleiter in Luzern und dann wieder 1771-90 Lehrer und Musikpr\u00e4fekt am Jesuitenkollegium St. Xaver in Luzern. Auch in St. Urban war er t\u00e4tig. In Kloster St. Urban war Benignus Schnyder von Wartensee (1754\u20131834) als Konventuale.<\/p>\n<p>Er war Komponist und ein virtuoser Kontrabassist. Er erhielt Besuch von seinem Neffen Xaver Schnyder von Wartensee (1786\u20131868).1802 stellte dieser fest,&nbsp; \u201edass sich unter den M\u00f6nchen so viele Musiker befanden, dass das zur Messe n\u00f6tige Orchesterpersonal aus ihnen besetzt werden konnte.\u201c<\/p>\n<p>Ein weiter Musiker aus St. Urban ist Johann Evangelist Schreiber (1716\u20131800). Er war Kapellmeister und Kantor in St. Urban und einer der wichtigsten Komponisten der Schweiz im 18. Jahrhundert. Der aus der Oberpfalz stammende Komponist und Organist Martin Vogt (1781\u20131854)<\/p>\n<p>war 4 Jahre in St. Urban t\u00e4tig.<\/p>\n<p>Verbleibendes Erbe von Abt Benedikt ist auch die Orangerie in St. Urban im Abtgarten etwa 100 Orangenb\u00e4umen, Ananasstauden und anderen exotischen Pflanzen. <\/p>\n<p>Abt Benedikt starb am 25. Mai 1781 mit nur 51 Jahren.<\/p>\n<p>Nach seinem Tod setzte die schleichende innere und \u00e4u\u00dfere Krise der Abtei ein. <\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Martin Balthasar (1781\u20131787).<\/p>\n<p>Er stammte wie Abt Robert, der drei \u00c4bte vor Martin regiert hatte, aus dem Luzerner Patriziergeschlecht Balthasar und wurde am 3.M\u00e4rz 1736 geboren.<\/p>\n<p>Von 1748 bis 1751 besuchte er&nbsp; das Jesuitenkollegium in Luzern. Er trat in Kloster St. Urban ein und legte am 29. November 1752 als Sechzehnj\u00e4hriger seine Profess ab.<\/p>\n<p>Am 17. April 1759 wurde er zum Priester geweiht. Danach war er Subprior, dann Adjunkt in Herdern. Adjunkt ist in der Schweiz ein Beamter.Sein letztes Klosteramt vor der Abtsw\u00fcrde war Prior.<\/p>\n<p>Nach dem Tod von Abt zeigte es sich, dass im Konvent heftige Spannungen herrschten. Zwischen den b\u00fcrgerlichen und den patrizischen Konventualen war es , u.a. auch \u00fcber das absolutistische Gebaren der Abteiverwaltung, zu Meinungsverschiedenheiten gekommen.<\/p>\n<p>Bei der Wahl am 11. Juni 1781 wurde Abt Martin erst im f\u00fcnften Wahlgang in sein Amt gew\u00e4hlt. Generalabt Fran\u00e7ois Trouv\u00e9 best\u00e4tigte ihn mit Datum 23. Juni 1781. Die Benediktion fand am 25. September 1781 statt. <\/p>\n<p>Abt Martin baute den Pfarrhof in Luthern.<\/p>\n<p>Abt Martin war krank und wegen seiner Krankheit reizbar. Dies und anhaltende Differenzen f\u00fchrten schlie\u00dflich zu einer Vertrauenskrise zwischen Abt und Konvent. Einige Konventuale forderten eine Visitation des Klosters. Generalabt Trouv\u00e9 gab dieser Forderung statt<\/p>\n<p>und beauftragte den Wettinger Abt Sebastian Steinegger (1768-1807) mit der Durchf\u00fchrung. 20 von 24 Konventuale verlangten bei deren Durchf\u00fchrung eine Demission des Abtes. Er willigte unter der Bedingung ein, dass man ihm eine angemessene Pension bezahle.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem solle der Konvent bezeugen, dass die Resignation aus freien St\u00fccken erfolgt sei. Er willigte ein, \u00fcberlegte es sich aber anders und rief die Regierung um Hilfe. Der Konvent beharrte aber aus dem R\u00fccktritt.<\/p>\n<p>Generalabt Trouv\u00e9 genehmigte diesen und auch die Wahl eines Koadjutors. Am12. September 1787 Ambros Glutz zum Koadjutor&nbsp; mit dem Recht der Nachfolge gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Abt Martin unterzeichnete Resignationsvertrag, mit dem er seinem Nachfolger alle geistliche und weltliche Vollmacht \u00fcbertrug. Er zog sich nach Herdern zur\u00fcck, wo er am 17. Juli 1792 starb. Dort wurde er auch begraben. <\/p>\n<p>Auf ihn folgte als vorletzter Abt Karl Ambros Glutz-R\u00fcchti (1787\u20131813). Er stammte auch aus dem Solothurner Patriziergeschlecht Glutz-Ruchti und wurde am 13. September 1748 als Sohn des Grossrats und Schultheissen Johann Viktor Anton Glutz-Ruchti\u200e (1703\u20131780)<\/p>\n<p>geboren. Er besuchte die Internatsschule von St. Urban. Danach begann er in der Abtei St.Urban sein Noviziat. 1766 legte er seine Profess ab. Dann studierte er zusammen mit seinem \u00e4lteren Bruder Urs Viktor Anton Franz (1747\u20131824) am Collegium Germanicum in Rom.<\/p>\n<p>Sein Bruder war nach seinem Studium Propst zu St. Ursen in Solothurn und Koadjutorbischof in Basel.<\/p>\n<p>Karl Ambros wurde 1771 zum Priester geweiht. Er war Bibliothekar und Professor am Hausstudium in St. Urban. <\/p>\n<p>Zur Vervollkommnung seiner philosophischen und naturwissenschaftlichen Studien schickte ihn Abt Benedikt Pfyffer nach Mailand und Paris<\/p>\n<p>Nach seiner R\u00fcckkehr aus Paris war er wieder Bibliothekar. Beim Hausstudium&nbsp; f\u00fchrte er bessere Lehrb\u00fccher und Lehrmethoden ein. <\/p>\n<p>Am 2. Juli 1773 wurde er zum p\u00e4pstlichen&nbsp; Pronotar ernannt. Das ist, wenn der Titel nicht Pr\u00e4laten an der r\u00f6mischen Kurie betrifft, ein hochrangiger p\u00e4pstlicher Ehrentitel.<\/p>\n<p>1787 wurde er Statthalter der Herrschaft Herdern. 1787 wurde er ans Kloster zur\u00fcckberufen und zum Koadjutator von Abt Martin ernannt. Er war schon bei dessen Wahl zum Abt Gegenkandidat und erst im 5. Wahlgang gescheitert.<\/p>\n<p>1788 wurde er von Generalbt Trouv\u00e9 in Citeuax infuliert.<\/p>\n<p>1792 verlie\u00df er ohne Wissen des Konvents Kloster Urban, ging nach Wettingen und bot dem Provinzialoberen Sebastian Steinegger&nbsp; seinen&nbsp; R\u00fccktritt an, weil er sich angesichts der Bedrohung durch die<\/p>\n<p>franz\u00f6zische Revolution seinen Aufgaben nicht mehr gewachsen f\u00fchlte. Der Konvent legehnte dies aber ab.<\/p>\n<p>Nach der Franz\u00f6sischen Revolution 1789 waren 1798 franz\u00f6sische Revolutionstruppen in der Schweiz eingefallen. Die Invasion der Revolutionstruppen hatte zu gravierenden politischen und gesellschaftlichen Umw\u00e4lzungen in der Schweiz gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Die Luzerner Patrizierregierung dankte ab, die Lehenbauern des Klosters revoltierten<\/p>\n<p>Der franz\u00f6sische General Balthasar Alexis Henri Antoine von Schauenburg, seit 8. M\u00e4rz 1798 Oberbefehlshaber der Helvetischen Armee, nahm mit seinem Stab 1798 in Kloster St. Urban Quartier.<\/p>\n<p>Die Soldaten brachten nicht nur das beschauliche Klosterleben durcheinander. Sie zerst\u00f6rten auch enorme materielle und k\u00fcnstlerische Werte<\/p>\n<p>Abt Karl Ambros fl\u00fcchtete daraufhin wieder ohne Wissen des Konvents nach Deutschland nach schloss Marbach auf der Halbinsel H\u00f6ri. Er kehrte erst 1802 nach St. Urban zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Nach seiner R\u00fcckkehr er\u00f6ffnete er in St.Urban das Lehrerseminar und die Knabenschule wieder und wurde nach dem Tod Sebastian Steineggers (\u2020 10. April 1807) turnusgem\u00e4\u00df Generalvikar (\u201eGeneralabt\u201c) der Schweizer Zisterzienserkongregation.<\/p>\n<p>Schon am 20. April 1807 leitete er in dieser Funktion in Wettingen die Neuwahl des Abtes Benedikt Geygis (1807-1818)<\/p>\n<p>Von 1803-1813 war in der Schweiz jetzt die Meditationszeit. Die Regierung in Luzern hatte mit mit dem Konstanzer F\u00fcrstbischof Karl Theodor von Dalberg (1799-1817) ein Abkommen getroffen, das die finanzielle Situation der Geistlichen regelte und die Pfarreien geografisch neu ordnete. Im Zuge dieser \u00dcbereinkunft erinnerte die Regierung 1806 die Kl\u00f6ster daran, dass sie einer Pflicht zur j\u00e4hrlichen Rechnungslegung nachzukommen hatten. Abt Karl Ambros betrachtete dies als unzul\u00e4ssigen Eingriff in kirchliche Angelegenheiten und lehnte dies Pflicht deshalb ab.<\/p>\n<p>Nach mehreren Verz\u00f6gerungsversuchen erschienen Regierungskommissare aus Luzern im Kloster, versiegelten die Akten und entzogen dem Abt die Wirtschaftsverwaltung. Als er sich weiter weigerte,<\/p>\n<p>wurde er verhaftet und ins Franziskanerkloster nach Luzern gebracht. Proteste der Kantone Bern und Solothurn sowie des p\u00e4pstlichen Nuntius blieben ohne Erfolg. Der Konvent setzte zur Administration des Klosters 1806&nbsp; einen <\/p>\n<p>Ausschuss ein, der aus drei Konventualen bestand.<\/p>\n<p>In einem Prozess der Gehorsamsverweigerung gegen\u00fcber dem Staat wurde er f\u00fcr schuldig befunden. Er wurde er seines Amtes enthoben. Aus dem Kloster verbannt, hielt er sich von 1809 bis 1813 im solothurnischen Wolfwil auf. Von dort \u00fcbertrug er am 10. April 1810 sein <\/p>\n<p>Amt als Generalvikar an Abt Robert Gendre (1795-1812) von Kloster Hauterive.<\/p>\n<p>Im Auftrag der Regierung von Solothurn plante und leitete er den Bau der Verbindungsstra\u00dfe Wolfwil-Hoensingen.<\/p>\n<p>Er wirkte bei der Aarekorrektion mit und verfasste im Auftrag der Regierung ein Gutachten zur Linthkorrektion (1807-1816)<\/p>\n<p>Am 6. Januar 1813 resignierte Abt Karl Ambros freiwillig und durfte nach St. Ulrich zur\u00fcckkehren. Dort war er weiter wissenschaftlich t\u00e4tig.<\/p>\n<p>Er starb am 28. Oktober 1825.<\/p>\n<p>Er war vielseitig begabt und interessiert und betrieb mathematische und physikalische Studien.<\/p>\n<p>1803 wurde er als au\u00dferordentliches Mitglied in die Naturforschende Gesellschaft Z\u00fcrich aufgenommen.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger war Abt Friedrich Pfluger (1813\u20131848)<\/p>\n<p>Er wurde am&nbsp; 5. M\u00e4rz1772 in Solothurn als Sohn eines Zimmermeisters geboren in Solothurn. Er besuchte das Jesuitenkollegium und anschlie\u00dfend das Gymnasium in Solothurn. <\/p>\n<p>1791 trat er in das Kloster St. Urban ein. Abt Karl Ambros hatte ihn dazu eingeladen.&nbsp; Am 1. Januar 1792 legte er seine Profess ab. 1797 wurde er zum Priester geweiht. <\/p>\n<p>Im Kloster studierte er Philosophie, Mathematik, Physik und Theologie.Er war ein guter Violinspieler.<\/p>\n<p>Schon 1801 wurde er Cellerar. Den oben erw\u00e4hnten Ausschuss zur Klosteradministration&nbsp; leitete Friedrich Pfl\u00fcger. Er l\u00f6ste diese Aufgabe zur Zufriedenheit des Konvents.<\/p>\n<p>Als&nbsp; Abt Karl Ambros sein Amt abgab, wurde Friedrich 10. Februar 1813  zum 48. und letzten Abt von St. Urban gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Kaum im Amt bat er die Regierung von Luzern zur Genehmigung der Aufnahme von Novize. Diese wurde 1814 erteilt. Das Kloster hatte immer noch einen guten Ruf und es erhielt sofort Zuwachs.<\/p>\n<p>1821 errichte er wieder ein Gymnasium in St. Urban, das noch 1827 vom Luzerner Erziehungsrat lobend anerkannt wurde. Es wurde aber 1833 geschlossen, weil es so die Begr\u00fcndung nicht mehr in die Zeit passte.<\/p>\n<p>1841 konnte er noch eine Lehrerbildungsanstalt einrichten. Da hatte St. Urban ja Pionierarbeit geleistet. Aber 1848&nbsp; musste sie nach dem Sonderbundkrieg schon wieder geschlossen werden.<\/p>\n<p>Um 1830 begann im Schweizer Liberalismus die Tendenz zu einem antiklerikalen Kampf, der sich vor allem gegen die Kl\u00f6ster richtete.<\/p>\n<p>1830 untersagte die Regierung Kloster Urban die 1814 genehmigte Novizenaufnahme. Gegen den Willen des Konvents wurden&nbsp; die Besitzungen in Herdern, das Schloss Liebenfels, der Schwaikhof und alles zu Liebenfels geh\u00f6rende Land verkauft.<\/p>\n<p>Allerdings erhielt das Kloster noch die erl\u00f6ste Summe.<\/p>\n<p>Abt Friedrich war 12 Jahre Generalabt der Schweizer Zisterzienserkongregation, bis dies 1847 aufgehoben wurde. <\/p>\n<p>Abt Friedrich hatte viel f\u00fcr die Klosterbildung getan. Die Bibliothek, die in der Schweizer Revolutionszeit von 1798-1803 stark gelitten hatte , wurde um mehr als 4000 B\u00e4nde aufgestockt.<\/p>\n<p>Die physikalische Instrumentensammlung wurde um die neuesten Apparat erg\u00e4nzt. Das Naturalienkabinett wurden um geologische und mineralogische Sammlungen erweitert.<\/p>\n<p>In seinem Privatbesitz hatte Abt Friedrich hatte&nbsp; bedeutende Sammlungen, einmal eine&nbsp; dreifache M\u00fcnzsammlung mit altr\u00f6mischen, p\u00e4pstlichen und Schweizer M\u00fcnzen, die damals die gr\u00f6\u00dfte Sammlung der Schweiz war. Den Katalog zu den p\u00e4pstlichen M\u00fcnzen hatte er selbst<\/p>\n<p>angefertigt. Dann hatte er eine Urkundensammlung, die von den G\u00f6ttinger&nbsp; Professoren Gatterer angelegt worden ist. Sie umfasste 4000 Pergament-Urkunden&nbsp; so wie verschiedene Schriftproben der vergangenen Jahrhunderte, interessante Siegel, Siegelst\u00f6cke und viele Stempel. <\/p>\n<p>Abt Friedrich konnte diese Sammlung 1838 nach dem Tode des Sohnes von Gatterer, der in Heidelberg Professor war, erwerben.<\/p>\n<p>Auch die musikalische Entwicklung des Klosters f\u00f6rderte er. Pater Leopold N\u00e4geli (1804 \u20131874 ) war ein bekannter Komponist und Kapellmeister.<\/p>\n<p>1845 hatten sieben katholisch-konservativen Kantone Luzern, Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug, Freiburg und Wallis 1845 ein Separatb\u00fcndnis geschlossen, den Sonderbund.<\/p>\n<p>Es kam zur milit\u00e4rischen Auseinandersetzung zwischen den Sonderbundstruppen und den eidgen\u00f6ssischen Truppen. Im November 1847&nbsp; kapitulierte Luzern.<\/p>\n<p>Eidgen\u00f6ssische Truppen wurden im Kloster einquartiert und dem Kloster wurde eine Kontribution von 500&#8217;000 Franken auferlegt.<\/p>\n<p>Abt Friedrich starb am 29.1.1848&nbsp; in St. Urban. Nach seinem Tod untersagte die Regierung die Wahl eines neuen Abtes.<\/p>\n<p>Der Kanton brauchte das Verm\u00f6gen des Klosters zur Tilgung der Sonderbundkosten.<\/p>\n<p>Im April 1848 l\u00f6ste die Kantonsregierung das Kloster auf. Das Inventar, Kirchenschatz und Chorgest\u00fchl wurden verkauft, die Bibliothek und das Archiv dem Kanton Luzern \u00fcbergeben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/8\/8b\/StUrban.jpg\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ritter Ulrich Freiherr von Langenstein und seine beiden Br\u00fcder, die Geistlichen L\u00fctold und Werner, stifteten zwischen 1191 und 1194 ein Zisterzienserkloster. Die Freiherren von Langenstein hatten ihren Stammsitz auf dem heutigen Schlossberg bei Melchnau im Kanton Bern. 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