{"id":3240,"date":"2021-08-30T15:53:19","date_gmt":"2021-08-30T15:53:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/?p=3240"},"modified":"2021-08-30T15:53:19","modified_gmt":"2021-08-30T15:53:19","slug":"kloster-marienau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/?p=3240","title":{"rendered":"Kloster Marienau"},"content":{"rendered":"<p><font size=\"3\"><\/font>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.cistopedia.org\/typo3temp\/pics\/8dacca574b.jpg\" width=\"400\" height=\"98\"><\/p>\n<p><font size=\"3\">Ein Stiftungsbrief f\u00fcr das Kloster Marienau ist nicht erhalten. Deshalb k\u00f6nnen sowohl Gr\u00fcndungsdatum als auch Stifter nicht genau bestimmt werden. Der Kunst-und Kirchenhistoriker Franz Xaver Kraus gibt an,<\/font><\/p>\n<p><font size=\"3\">das Kloster sei angeblich 1123 von Herzog Berthold IV. von Z\u00e4hringen (um 1125-1186)gegr\u00fcndet worden, wobei ich hier schon Schwierigkeiten mit den Lebensdaten habe. Kraus belegt seine aussage nicht.<\/font><\/p>\n<p>Der verstorbene Freiburger Stadtarchivar Berent Schwinek\u00f6per nennt f\u00fcr die Gr\u00fcndung hingegen das Jahr 1265 und sieht die Basler Bisch\u00f6fe als Gr\u00fcnder. Das waren in dieser Zeit Berthold II. von Pfirt (1248-1262) und <\/p>\n<p>Heinrich III. von Neuenb\u00fcrg (1263-1274).<\/p>\n<p>Eine weitere Version bietet der L\u00fctzeler Abt Bernhardin Buchinger (1654-1673). Folgt man ihm, haben die Markgrafen von Baden-Hachberg oder die Grafen von Freiburg Kloster Marienau gegr\u00fcndet. Ein genaues Jahr nennt er nicht.<\/p>\n<p>Die Markgrafschaft Baden-Hachberg entstand um das Jahr 1212 durch Abspaltung von der Markgrafschaft Baden. Ein Zweig der Grafen von Urach hatte 1218 das Erbe der Z\u00e4hringer im Breisgau und deren Hauptstadt Freiburg angetreten.<\/p>\n<p>Heute geht man davon aus, dass der Basler Bischof Bertold II. als Stifter von Marienau angesehen werden kann. Bischof Berthold hatte zusammen mit seinem Bruder Ulrich II von Pfirt Zisterienserinnen unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>Kloster Marienau liegt in Breisach am Fu\u00df des Eckartsberges. Dort war eine burg\u00e4hnliche Befestigungsanlage. Dort vermutet man auch einen Hof der z\u00e4hringischen Familie Tunsel. Der Hof war wohl einer Gemeinschaft von Beginen oder Inklusen \u00fcberlassen worden. <\/p>\n<p>Erstmals urkundlich fassbar wird Kloster Marienau 1265. Der Stadtherr von Breisach, Bischof Heinrich von Neuenburg (1263-1274)und Nachfolger von Bischof Berthold II. beantragte die Aufnahme der Frauengemeinschaft in den Zisterzienserorden.<\/p>\n<p>Das Generalkapitel beauftragte Abt Adolf (1263-1280 von Kloster Lieu Croissant im Departement Doubs und den Tennenbacher Abt Heinrich von Falkenstein (1260-ca. 1279) Marienau zu visitieren und zu \u00fcberpr\u00fcfen, ob es die Aufnahmekriterien der Zisterzienser <\/p>\n<p>erf\u00fcllt. Die Aufnahme in den Orden erfolgte wohl&nbsp; kurz danach.<\/p>\n<p>Etwas sp\u00e4ter wurde es Kloster L\u00fctzel unterstellt. Zun\u00e4chst hatte der Abt von Citeaux das Visitationsrecht.<\/p>\n<p>Bischof Heinrich betrieb die Aufnahme Marienaus in den Zisterzienserorden in seiner Eigenschaft als Stadtherr. F\u00fcr geistliche Angelegenheiten war der Bischof von Konstanz als Di\u00f6zesanbischof&nbsp; zust\u00e4ndig. Das war zu dieser Zeit Bischof&nbsp; Eberhard II. von Waldburg (1248-1274)<\/p>\n<p>Das Kloster lag wohl nicht innerhalb der Stadtmauern. In vielen fr\u00fchen Urkunden \u201csante Meriunowe bi Brisach \u201c. Noch genauer wird die Lage angegeben in Urkunden von 1330,1332 und 1333. Da heisst es \u201cze Brisach vor der muren\u201d<\/p>\n<p>Die Nonnen hatten so auch sichtbar eine gewisse Unabh\u00e4ngigkeit von der Stadt. Andrerseits genossen sie aber auch nicht den Schutz den Stadtmauern geboten h\u00e4tten. <\/p>\n<p>Am 24. Juni 1266 best\u00e4tigt Philipp von Ratsamhausen die Schenkung seiner verstorbenen Ehefrau an Klodter Marienau (ZGO 13, 1861 S. 49) Es siegelten die \u00c4bte von Lieu Croissant , Tennebach, L\u00fctzel und Sankt Urban sowie eine Reihe Adliger.<\/p>\n<p>Rudolf von Ratsamhausen aus einer im Elsass reich beg\u00fcterten Familie heiratete Anna,die Erbtochter des letzten Rittes von Tunsel. Er stammte aus einem Dorf Rathsamshausen in der N\u00e4he von Schlettstadt. Die Familie wird dort bereits 1127 urkundlich erw\u00e4hnt.<\/p>\n<p>Sie wurde eine der wichtigsten F\u00f6rderer des jungen Klosters. die Familie von Ratsamhausen hatte Beziehungen zum Zisterzienserorden, denn Philipp von \u00c4Ratsamhausen trat um 1260 in das Zisterzienserkloster Pairis ein und war dort von 1301-1306 Abt, bevor dann Bischof von Eichst\u00e4tt wurde (1306-1322) (siehe Mei B\u00fcchle Zisterzienserkloster Pairis\/Elsass).<\/p>\n<p>Das Kloster scheint einen gro\u00dfen Zulauf gehabt zu haben. Allerdings waren die wirtschaftlichen Voraussetzungen noch nicht sonderlich g\u00fcnstig. Die \u00c4bte von Lucelles Conrad (1268-1286) und Bellevaux&nbsp; Petrus I. (1280-1291)beschr\u00e4nkten die Anzahl der Nonnen auf 6 Jahre und untersagten f\u00fcr diesen Zeitraum die Neuaufnahme von Schwestern.&nbsp; (ZGO S. 50 f.)\u00c4btissin ist Berchte von Reinau.<\/p>\n<p>Aber Kloster Marienau wurde allm\u00e4hlich zur Versorgungsstelle von T\u00f6chtern aus wohlhabenden Breisacher Familien, els\u00e4ssischen Ministerialenfamilien und auch Familien des Breisgauer Adels, so dass sich auch die wirtschaftliche Lage des Klosters besserte.<\/p>\n<p>Es gibt viele Schenkungen, bei denen als Grund angegeben wird, dass eine Tochter im Kloster Marienau ist.<\/p>\n<p>Zu den Familien z\u00e4hlten die von Reinach, die aus dem Aargau stammte, von Bischoffingen, die in einer Urkunde von \u00c4btissin Berchte von Reinau genannt wird (ZGO S. 51 f) von Pforr, die zum Breisacher Patriziat geh\u00f6rte. Aus dieser Familie kamen immer wieder T\u00f6chter ins Kloster Marienau.<\/p>\n<p>Deshalb z\u00e4hlte die Familie auch zu den M\u00e4zenen des Klosters und stattete es immer wieder mit Schenkungen aus. Katharina von Pforr war in den dreissiger Jahren des 14. Jahrhunderts sogar \u00c4btissin in Kloster Marienau.<\/p>\n<p>Zwischen 1329 und 1343 kam Kloster Marienau in den Besitz eines Klosterhofs innerhalb der Stadtmauern. Dass sie sich die Nonnen der gef\u00e4hrdeten Lage des Klosters durchaus bewusst waren, zeigt auch ihr Klosterhof in Breisach.<\/p>\n<p>Dieser setzte sich zusammen aus zwei urspr\u00fcnglich getrennten H\u00f6fen. Eine H\u00e4lfte kam vor 1329 aus dem Besitz der Breisacher Patrizierfamilie M\u00fcntzmeister durch eine Schenkung in den Besitz des Klosters. Die andere H\u00e4lfte erwarb das Kloster 1349 f\u00fcr 125 Pfund Rappen,<\/p>\n<p>das entspricht heute etwa einer Kaufkraft von 900.000 \u20ac. Das zeigt zwei Dinge. Einmal wollte das Kloster eine sichere Aufbewahrungsstelle f\u00fcr seine Korn-und Lebensmittelvorr\u00e4te innerhalb der Stadtmauern. Zum andern hat sich die wirtschaftliche Lage des Klosters enorm verbessert.<\/p>\n<p>\u00c4btissin war in dieser Zeit Berchta<\/p>\n<p>Das Kloster wurde im Laufe des Sp\u00e4tmittelalters zum gr\u00f6\u00dften Grundbesitze in Breisach und hatte auch umfangreiche Besitzungen im Breisgau und vor allem im Elsass.<\/p>\n<p>1348 gab es im Raum Breisach zwei Katastrophen, die sicher auch Kloster Marienau betroffen haben.<\/p>\n<p>Am 27. Januar 1348 gab es in Breisach ein gewaltiges Erdbeben, bei dem Geb\u00e4ude einst\u00fcrzten und Menschen und Tiere begraben wurden.<\/p>\n<p>1348 und 1349 grassierte die Pest am Oberrhein. Fast 90 % der Bev\u00f6lkerung kam ums Leben.<\/p>\n<p>\u00c4btissin war in dieser Zeit Agnes.<\/p>\n<p>1356 fand das gro\u00dfe Erbeben von Basel statt, das Basel weitgehend zerst\u00f6rt hat. Man kann davon ausgehen, dass ein solch verheerendes Erdbeben auch nicht allzu weit entfernte Gebiete wie zum Beispiel Breisach in Mitleidenschaft gezogen hat.<\/p>\n<p>1367 wurde das Kloster Schauplatz eines Kampfes, wobei es da wohl selbst nicht in Mitleidenschaft gezogen wurde. Der Freiburger Graf Egino III. (1358-1385) lag haupts\u00e4chlich aus finanziellen Gr\u00fcnden mit seiner Stadt st\u00e4ndig in Fehde. 1366 versuchte er ,<\/p>\n<p>nachts mit einem Heerhaufen in die Stadt einzudringen. Daraufhin zerst\u00f6rten die Freiburger seine Burg auf dem Schlossberg. Egino zog sich dann nach Endingen zur\u00fcck. In der N\u00e4he von Endingen kam es zu einer Schlacht mit Freiburg B\u00fcrgern und ihren Verb\u00fcndeten,<\/p>\n<p>B\u00fcrger aus Basel, Endingen, Neuenburg, Breisach und Kenzingen gegen den Grafen und dessen Verb\u00fcndeten, die Herren von \u00dcsenberg, die auch Stadtherren von Endingen waren. Die Grafen von Freiburg siegten und verfolgten die Unterlegenen bis nach Breisach.<\/p>\n<p>Am Klostertor von Marienau konnten sie sie stellen und erschlugen sie oder nahmen sie gefangen.<\/p>\n<p>Der L\u00fctzeler Pater Bernhardin Walch(1688-1760) berichtet dies in seiner Chronik.( Chronicon R.P.Bernhardini Walch, Senioris et Archivarii Monasterii Lucellensis 1445, erschienen bei Heitz, Strassbourg 1950 p. 179 f.)<\/p>\n<p>Freiburg kaufte sich danach f\u00fcr 20.000 Mark Silber von der Herrschaft des Grafen frei und begab sich freiwillig unter den Schutz des Hauses Habsburg.<\/p>\n<p>Auf die Lage Kloster Marienaus ist oben hingewiesen worden. Es lag au\u00dferhalb der Stadtmauern, konnte also den Schutz der Stadt nicht genie\u00dfen. Das Kloster selbst aber war wohl ummauert. Als St\u00fctzpunkt eines m\u00f6glichen Angreifers konnte das Kloster<\/p>\n<p>aber der Stadt selbst gef\u00e4hrlich werden.<\/p>\n<p>1468 hatte Karl der K\u00fchne (1467-1477), der Herzog von Burgund in den \u00f6sterreichischen Vorlanden, die 4 Waldst\u00e4dte und Teile des Elsasses und des Breisgau Herrschaften und Rechte pfandweise erworben und dort in den \u201cPfandlanden\u201d einen Landvogt<\/p>\n<p>eingesetzt. Das war Peter von Hagenbach. 1473 versuchte er die Selbstverwaltung von M\u00fclhausen und Breisach aufzuheben. Wegen dieser Schwachstelle in der Breisacher Stadtbefestigung wollte er Kloster Marienau abreissen lassen. Die Nonnen wurden <\/p>\n<p>in \u201cRegelh\u00e4user \u201c umgesiedelt. Zum Abriss kam es allerdings nicht, denn Peter von Hagenbach wurde 1474 gest\u00fcrzt und am 9. Mai 1474 auf dem Anger vor dem Kupfertor in Breisach hingerichtet.<\/p>\n<p>Die Nonnen konnten in ihr Kloster zur\u00fcckkehren.<\/p>\n<p>Nach dem Tod von Herzog Karl gingen die bisherigen Erblande wieder an Habsburg. Kaiser Maximilian I. (1486-1519) wollte Breisach zur Festung ausbauen. Er hatte das gleiche Problem wie Peter Hagenbach. Er hatte auch mit der Stadt geredet<\/p>\n<p>und dar\u00fcber nachgedacht, wie das Kloster abgebrochen und geschleift werden kann. Aber er l\u00f6ste das Problem ebenfalls nicht.<\/p>\n<p>Die Reformation fasste in Breisach relativ schnell Fu\u00df. Schon 1516, also ein Jahr vor Luthers Thesenanschlag in Wittenberg h\u00e4lt der Breisacher M\u00fcnsterpfarrer Johannes Henlin&nbsp; (Gallinarius) und Humanist im Breisacher M\u00fcnster Predigten, worauf der Freiburger<\/p>\n<p>Magistrat den Breisacher Rat ermahnt, gegen\u00fcber Henlin nicht zu nachl\u00e4ssig zu sein. Die Kl\u00f6ster und der Adel standen nicht zuletzt durch Luthers Geist der Reformation nicht mehr im besten Ruf. Dazu kamen Prozesse und Streitigkeiten mit weltlichen Instanzen.<\/p>\n<p>Konrad Haas, Hilfspfarrer und Pfarrverweser in Breisach und Beichtvater im Kloster Marienau, hatte wohl einige Nonnen dazu gebracht, aus dem Orden auszutreten und sich zur neuen Lehrer zu bekennen.<\/p>\n<p>Im drohenden Bauernaufstand ging das Ger\u00fccht von einem Verrat der Nonnen um. Das sollte gleich ges\u00fchnt werden. Die B\u00fcrger von Breisach machten das Kloster innerhalb von 24 Stunden dem Erdboden gleich.<\/p>\n<p>Die \u00c4btissin Lucia St\u00f6kin wurde mitsamt dem Konvent in die Oberstadt gebracht, die Kostbarkeiten des Klosters in Sicherheit gebracht. Die Stadt als Vogtsherrin \u00fcbernahm s\u00e4mtliche kl\u00f6sterlichen Rechte und Besitzungen. Das Kloster wurde aufgehoben.<\/p>\n<p>Die Klosterfrauen erhielten eine Leibrente. Daf\u00fcr aber hatte die Stadt weder die Genehmigung des Landesherren Erzherzog Ferdinands, der durch Erbteilung 1521 die habsburgischen Erblande geerbt hatte noch des Landesvogts Johann Jakob von M\u00f6rsperg (1512-1528).<\/p>\n<p>Es kam der Stadt sicher nicht ungelegen, dass Erzherzog Ferdinand mit Problemen in B\u00f6hmen und Ungarn stark in beschlag genommen war. Erst 1526 kam man dazu sich mit diesen Vorg\u00e4ngen zu besch\u00e4ftigen. Dass die Aufhebung nicht rechtens war, war allen Beteiligten klar.<\/p>\n<p>Es gab auch Verfahren, so vor dem kaiserlichen Hofgericht in Rottweil.<\/p>\n<p>Am 24. April 1529 zog eine k\u00f6nigliche Anordnung einen Schlusstrich . Da heiess es, dass \u201c uff niemands anlangen es apgebrochenen frauwenclosters halben bi\u00df uff weitern antwort zu geben schuldig sei\u201d( Schau-ins-Land 97. 1978, S. 68)<\/p>\n<p>Damit hatte Breisach eine M\u00f6glichkeit bekommen, die Klosterbesitzungen in seinem Besitz zu halten. Davon machte es geschickt Gebrauch.<\/p>\n<p>1532 bem\u00fchte sich Kloster L\u00fctzel unter Abt&nbsp; Heinrich Sapper (1532-1542) nochmals den Marienauer Besitz seinem Kloster als Priorat anzuf\u00fcgen. Die landesherrliche Regierung in Ensisheim hatte aber offensichtlich kein Interesse daran, den Marienauer G\u00fcterkomplex an das Els\u00e4sser Kloster<\/p>\n<p>gelangen zu lassen. 1539 wurde ein letzter Kompromissvorschlag verabschiedet. Bis zu einem Konzil oder dem Ausgleich der Glaubenstreitigkeiten sollte Breisach die Klostereink\u00fcnfte f\u00fcr die Stadt verwenden d\u00fcrfen. Die einzige nicht schriftlich fixierte Klausel sollte erf\u00fcllt werden.<\/p>\n<p>die Einnahmen sollten f\u00fcr einen sozialen Zweck verwendet werden. Auch \u00fcber das Restitutionsedikt von Kaiser Ferdinand II.(1619-1637) von 1629 brachte dem Zisterzienserorden den verlorenen besitz in Marienau zur\u00fcck.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ein Stiftungsbrief f\u00fcr das Kloster Marienau ist nicht erhalten. 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