{"id":3238,"date":"2021-08-23T13:50:55","date_gmt":"2021-08-23T13:50:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/?p=3238"},"modified":"2021-08-23T13:50:55","modified_gmt":"2021-08-23T13:50:55","slug":"zisterzienserabtei-ebrach","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/?p=3238","title":{"rendered":"Zisterzienserabtei Ebrach"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"https:\/\/cistercium.info\/fileadmin\/images\/Ebrach\/Ebrach_038.jpg\" width=\"800\" height=\"600\"><\/p>\n<p>M\u00f6glicherweise im Jahre 1119 hatten sich die fr\u00e4nkischen Br\u00fcder Berno und Richwin entschlossen, ein Kloster zu gr\u00fcnden. Es waren wohl Edelfreie und Lehensleute von Gozwin von H\u00f6chst\u00e4dt. Dieser war auch Graf von Stahleck und von seinem Schwager, <\/p>\n<p>dem Staufer Konrad III. (1138-1152) mit der Pfalzgrafschaft bei Rhein belehnt worden. Enge Beziehungen hatten sie auch zu dem W\u00fcrzburger Bischof Embricho (1127-1146). Sie waren in der Gesandtschaft Konrads III. mit Bischof Embricho dabei, wo es dank Embrichos geschickter Verhandlungsf\u00fchrung<\/p>\n<p>zur Ehe mit Konrads Schw\u00e4gerin Berta von Sulzbach kam (RI Konrad III. &#8211; RI IV,1,2 n. 334) und sie waren&nbsp; auch in seinem Gefolge, als dieser Berta von Sulzbach (+1158\/60) die Schwester der K\u00f6nigin <\/p>\n<p>Gertrud zu ihrer Hochzeit mit dem byzantinischen Kaiser Michael I. Komnenos (1143 bis 1180 ) nach Byzanz&nbsp; begleitete. Sie waren auch Zeugen in der Urkunde vom 2. M\u00e4rz 1147 f\u00fcr Waldsassen, in der K\u00f6nig Konrad der Abtei den k\u00f6niglichen Schutz gew\u00e4hrte.(RI Konrad III. &#8211; RI IV,1,2 n. 442)<\/p>\n<p>Falls 1119 die Vorverhandlungen gef\u00fchrt wurden, k\u00f6nnte der W\u00fcrzburger Bischof Erlung (1105-1121) in den Gr\u00fcndungsvorgang involviert gewesen sein.<\/p>\n<p>Im Einverst\u00e4ndnis mit ihrem Lehensherrn Gozwin und dem W\u00fcrzburger Bischof Gebhard von Henneberg (1121-1127) wandten sie sich an das in Citeaux tagende Generalkapitel, um die Klostergr\u00fcndung in Gang zu bringen. Nachdem das Generalkapitel \u00fcberpr\u00fcft hatte,<\/p>\n<p>ob der vorgesehene Platz die Voraussetzungen erf\u00fcllte, die die Zisterzienser an ihre Klosterorte stellten, wurde 1127 ein Gr\u00fcndungskonvent nach Ebrach entsandt. Dieser bestand gem\u00e4\u00df den Statuen aus 12 M\u00f6nchen und einem Gr\u00fcndungsabt. Die Kl\u00f6ster sollten fern von menschlichen Siedlungen oder gro\u00dfen Stra\u00dfen liegen. Nach M\u00f6glichkeit sollte es an einem Bach-oder Flusslauf liegen, da die M\u00f6nche am flie\u00dfenden Wasser ihre Kleider waschen und ihr Geschirr absp\u00fclen mussten. Die Gegend sollte sich zur Landwirtschaft eignen, da die Ordensstatuten verlangten,dass die M\u00f6nche von ihrer H\u00e4nde Arbeit lebten.(Josephus-Maria Canivez, Statuta capitulorum generalia ordinis Cisterciensis ab anno 1116 ad annum 1786, Bd. 1, Namur 1933,Statuta I,1134\/V, S. 14)<\/p>\n<p>Kloster Ebrach wurde nach Kamp (1123) und L\u00fctzel (1123) die dritte Zisterzienserabtei im deutschsprachigen Raum. Gr\u00fcndungsabt war Abt Adam. Adam trat wohl in Kloster Citeaux ein, vor er dann M\u00f6nch in Morimond war. Er stammte wahrscheinlich&nbsp; aus dem Raum K\u00f6ln wie auch der <\/p>\n<p>erste Abt von Kloster Morimond, Arnold. Adam war auch in der Gruppe von M\u00f6nchen um Abt Arnold, die um1124 Kloster Morimond verlie\u00dfen, um ein neues Kloster im Heiligen Land zu gr\u00fcnden. Nach Arnolds Tod am 3. Jan. 1126 forderte Bernhard von Clairvaux Adam<\/p>\n<p>brieflich auf, nach Morimond zur\u00fcckzukehren. Das zeigte, dass Bernhard ein gro\u00dfes Vertrauen in Adam hatte und die Tatsache, dass er annahm, dass die Gef\u00e4hrten Adams mit ihm zur\u00fcckkehrten, deutete auf eine F\u00fchrungsbegabung Adams hin. <\/p>\n<p>Der 2. Abt von Morimond Walter (1125-1137 oder 38)entsandte Adam als Gr\u00fcndungsabt nach Ebrach. Das sollte sich als Gl\u00fccksfall f\u00fcr das neue Kloster erweisen.<\/p>\n<p>Abt Adam war mit Bernhard von Clairvaux (1115-1153) befreundet, der ihn 1146\/47 mit der Kreuzzugspredigt in S\u00fcddeutschland beauftragte. Seine T\u00e4tigkeit als Kreuzzugsprediger wird auch in einer Urkunde Konrads (1138-1152) dokumentiert. \u201c Konrad h\u00e4lt einen Hoftag ab, auf dem Abt Adam von Ebrach als Vertreter Bernhards von Clairvaux durch Verlesung von Briefen desselben und des Papstes und eine kurze Ermahnung fast alle Anwesenden, die wegen der herrschenden Erregung sich ohnedies dazu dr\u00e4ngen, zur Kreuznahme bewegt\u201d (RI Konrad III. &#8211; RI IV,1,2 n. 437) Er unterhielt Kontakte zu Hildegard von Bingen (*1098-1179) und Gerhoh von Reichersberg (* 1092-1169).<\/p>\n<p>Er hatte auch einen Draht zu den&nbsp; M\u00e4chtigen. Zu K\u00f6nig Konrad hatte er ein besonderes Vertrauensverh\u00e4ltnis. Konrads Gemahlin Gertrud (* um 1110-1146) ist in der Klosterkirche von Ebrach bestattet, ebenso wiederen Sohn, Friedrich IV. (Herzog von Schwaben 1152-1167)<\/p>\n<p>Konrad best\u00e4tigte einige Schenkungen an Kloster Ebrach.<\/p>\n<p>Adam ist auch vielfach in der Umgebung von Friedrich Barbarossa (1152-1190) bezeugt. 1152 wurde er von Friedrich als Mitglied einer Gesandtschaft zu Papst Eugen III. (1145-1153)benannt, die diesem Friedrichs Wahlanzeige \u00fcberbrachte. Papst Eugen war \u00fcbrigens der erste Papst aus dem Zisterzienserorden und vor seiner Wahl zum Papst als Bernhard von Pisa Gr\u00fcnderabt der&nbsp; Zisterzienserabtei Tre Fontane bei Rom. (RI <strong>Friedrich I. &#8211;<\/strong> RI IV,2,1 n. 72)<\/p>\n<p>Die beiden Gr\u00fcnder waren nicht reich und so war die Grundausstattung des neuen Klosters eher sp\u00e4rlich. Aber es gab schon sehr fr\u00fch Geldschenkungen. So schenkte der Bamberger Domherr Konrad Kloster Ebrach 40 Talente, die er f\u00fcr eine Pilgerreise<\/p>\n<p>zum Heiligen Grab gespart hatte. Sie sollten zum Klosterbau, zum Kirchenbau und zum Kauf f\u00fcr Ackerland verwendet werden. (Elke Goez Das Zisterzienserkloster Ebrach in seiner fr\u00e4nkischen Umwelt ,Sonderdruck aus dem 98. Jahrbuch des Historischen Vereins f\u00fcr Mittelfranken 1996\/99 ,<\/p>\n<p>Anmerkung 12) Kaufkraftm\u00e4\u00dfig entspricht das heute etwa 36.000 \u20ac. Er kaufte Ackerland g\u00fcnstig ein. So erwarb&nbsp; Kloster Ebrach 1140 vom W\u00fcrzburger Kloster St. Burchhard 5 Mansen in Stockheim, die f\u00fcr dieses Kloster sehr ung\u00fcnstig lagen f\u00fcr 24 Pfund. Das sind 125 Ar zu einem heutigen Preis von<\/p>\n<p>etwa 7120 \u20ac . (Goez Anmerkung 14) Au\u00dferdem vergr\u00f6\u00dferte er den Ebracher Besitz durch geschickten G\u00fctertausch. Es gelang ihm so, den Besitz&nbsp; nicht nur r\u00e4umlich zu vergr\u00f6\u00dfern, sondern auch wirtschaftlich zu nutzen. Er schaute, dass die Liegenschaften an einem Tag erreichbar waren. Er m\u00fchte sich geschlossene Besitzkomplexe zu schaffen, da zusammen h\u00e4ngendes Land besser zu bearbeiten war. So tauschte er 1136 mit dem Abt von Fulda Grundbesitz in Alitzheim gegen Besitz in Schwanfeld und Br\u00fcnnstadt. (StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 1)<\/p>\n<p>Schon 1134 konnte die erste Klosterkirche von Bischof Embricho geweiht werden. Aus diesem Anlass stiftete er dem Kloster mehrere G\u00fcter.<\/p>\n<p>1142 nahm Papst Innozenz II. (1130-1143) Kloster Ebrach und seine Besitzungen in den Schutz der R\u00f6mischen Kirche. Dabei wird ausdr\u00fccklich der Klosterhof in W\u00fcrzburg erw\u00e4hnt. Abt Adam richtete 1141 eine \u201cCuria\u201d in W\u00fcrzburg ein.<\/p>\n<p>Dieser Schritt stand eigentlich im Widerspruch zur Ordensregel. Denn diese untersagte den zisterziensischen M\u00f6nchen Besitz und Aufenthalt in St\u00e4dten. Aber alle Zisterzienserkl\u00f6ster hatten dasselbe Problem. Sie bewirtschafteten ihren landwirtschaftlichen Besitz in Grangien.<\/p>\n<p>Sie waren bef\u00e4higte Verwalter und die Laienm\u00f6nche, die Konversen, geschickte und oft spezialisierte Landwirte. Dazu kam neben Gehorsam, Keuschheit und Armut, zudem die M\u00f6nche verpflichtet waren, das Schweigegebot.<\/p>\n<p>Keine Zeit sollte mit unn\u00fctzem Geplauder vergeudet werden. Auch auf dem Feld sollte nur das unbedingt f\u00fcr den Fortgang der Arbeit Notwendige gesprochen werden. Es gibt sogar Hinweise auf eine spezielle Zeichensprache, die unter Konversen verwendet wurde. Selbst an bestimmten Feiertagen durften verschiedene T\u00e4tigkeiten nicht ruhen. Sie nutzten agrarische Innovationen und erwirtschaften praktisch zwangsl\u00e4ufig \u00dcbersch\u00fcsse, die irgendwie vermarktet werden mussten. Die Grangien waren keine Erfindung der Zisterzienser. Sie wurden wohl in Hirsau erstmals eingerichtet. Neu war, dass die Wirtschaftsh\u00f6fe Teil eines Verbundsystems aus l\u00e4ndlichen Produktionsst\u00e4tten und st\u00e4dtischer Vermarktung (Stadth\u00f6fe) wurden.&nbsp; Die Grangien waren oft auch auf G\u00fcter ausgerichtet, die am jeweiligen Standort besonders gut zu produzieren waren, z. B. Fische in Waldsassen, Wein in Eberbach.<\/p>\n<p>Der Stadthof in W\u00fcrzburg war der erste zisterziensische Stadthof auf deutschem Boden und wurde zu einem Vorbild f\u00fcr die anderen Konvente. Auch Ebrach richtete noch eine Reihe weiterer Stadth\u00f6fe ein.<\/p>\n<p>Der Ebracher Hof in W\u00fcrzburg wurde von Konrad III. schon 1146 von allen Abgaben befreit.(RI&nbsp; Konrad III. &#8211; RI IV,1,2 n. *381)Auch Kaiser Friedrich erteilte dem Ebracher Hof in W\u00fcrzburg eine Steuerbefreiung (RI Friedrich I. &#8211; RI IV,2,4 n. 3284 ) Die Urkunde ist nicht genau datiert und wurde ausgestellt zwischen zwischen dem 9. M\u00e4rz 1152 \u2013 Ende Mai 1189. Heinrich VI. (1169-1194) best\u00e4tigte in einer Urkunde, die zwischen 1185 und 1191 ausgestellt wurde, die Steuerbefreiung des Ebracher Hofs in W\u00fcrzburg ebenfalls. (RI Heinrich VI. &#8211; RI IV,3 n. D633). K\u00f6nig Philipp von Schwaben (1198-1208) best\u00e4tigte im Mai 1205 ( StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 30) diesen Sachverhalt nochmals. Er bezog sich dabei auf die drei Vorg\u00e4nger. Zus\u00e4tzlich ordnete er an, dass von den Weinen, die das Kloster selbst erzeugt, weder die Klosterbr\u00fcder noch Personen, die diese Weine verkaufen, irgendwelche Abgaben zu entrichten haben.<\/p>\n<p>Der Pfleghof in Bamberg war der zweite Stadthof von Kloster Ebrach. Zun\u00e4chst aber teilte sich das Kloster den Hof mit Kloster Langheim und Kloster Heilsbronn. Urkundlich erw\u00e4hnt ist der gemeinschaftlich betriebene Hof&nbsp; schon 1196. Der Bamberger Bischof Timo (1196 \u20131201) beurkundete eine Streitschlichtung zwischen den drei Kl\u00f6stern auf der einen Seite und seinem Ministerialen Gundeloch auf der anderen Seite.&nbsp; August 1196 (StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 26)<\/p>\n<p>Am 27. M\u00e4rz 1301 verkaufte der N\u00fcrnberger B\u00fcrger R\u00fcdiger Soreich&nbsp; mehrere H\u00e4user sowie einen Garten und einen Baumgarten in der Pfannenschmiedgasse in N\u00fcrnberg an Kloster Ebrach (StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 331)<\/p>\n<p>Das war die Keimzelle des Ebracher Hofs, der st\u00e4ndig erweitert wurde. Abt Johannes I. Kaufmann von W\u00fcrzburg (1474\u201389) errichte 1480 an der s\u00fcdlichsten Ecke des Hofes die St. Michaelskapelle,<\/p>\n<p>Der Pfleghof in Schweinfurt ist seit 1431 nachgewiesen. Unter Abt Hermann III. von Kottenheim (1430-1437) kaufte Kloster Ebrach am 17. Oktober 1431 einen Hof in der Stadt Schweinfurt zur \u201cLagerung von G\u00fctern des Klosters in dem Haus sowie den Verkauf von Klosterg\u00fctern in der Stadt\u201d (StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 874)<\/p>\n<p>Neben den Stadth\u00f6fen betrieb das Kloster Amtsh\u00f6fe. Dort wurden Ertr\u00e4ge und Abgaben eingesammelt und die Grangien verwaltet. Aber sie dienten nicht der Vermarktung. Manche Amtsh\u00f6fe wurden sp\u00e4ter schloss\u00e4hnlich ausgebaut wie in Burgwindheim, Sulzheim, Oberschwappach und Mainstockheim.<\/p>\n<p>Am 28. Januar 1148 nahm Papst Eugen III. Kloster Ebrach in den Schutz der R\u00f6mischen Kirche. Hatte Papst Innozenz zusammen mit dem Hof in W\u00fcrzburg 6 Besitzungen namentlich erw\u00e4hnt, so waren es in dieser Urkunde schon 15. Bis zum Jahr 1300 erhielt Kloster Ebrach 59 Papstprivilegien. (Elke Goez, <\/p>\n<p>Anmerkung 44). Aber auch die deutschen Herrscher stellten Schutzurkunden f\u00fcr das Kloster aus, erteilten Abgabenbefreiungen, best\u00e4tigten Nutzungsrechte oder Privilegien und best\u00e4tigten Besitz. So wird Schwabach mehrfach best\u00e4tigt. Elke Goez f\u00fchrt in ihrer Anmerkung 45 aus,<\/p>\n<p>dass Ebrach bis zum Tod von Friedrich III. (+ 19. August 1493) 38 Kaiserurkunden vorweisen kann, die der Absicherung des Klosters dienten, worunter sich allerdings auch vidimierte und transumierte Urkunden befanden.<\/p>\n<p>Die Zisterze wurde rasch von verm\u00f6genden Personen aus angesehenem Stand gef\u00f6rdert. <\/p>\n<p>Im September 1151 urkundete Konrad III., dass er auf Bitten von Abt Adam seinen Sohn veranlasst hatte , dem Kloster den Steigerwald zu schenken. (StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 9)<\/p>\n<p>Kurz nach der Stiftung von G\u00fctern anl\u00e4sslich der Kirchweihe \u00fcbergab im Februar 1152&nbsp; der Bamberger Bischof Eberhard II. von Otelingen (1146 \u20131170 ) Kloster Langheim im Weiler Lindenau (heute ein<\/p>\n<p>Ortsteil von Heldburg im Kries Hildburghausen in Th\u00fcringen) zu gemeinsamen Nutzung mit Kloster Ebrach eine Salzquelle. Konrad III. best\u00e4tigte dies mit seiner Urkunde vom 2. Februar 1152. (RI Konrad III. &#8211; RI IV,1,2 n. 787)<\/p>\n<p>Der rasche Aufstieg der Abtei zeigt sich auch in den schnell folgenden Tochtergr\u00fcndungen. Nach den Statuten (Canivez, Statuta I , 1134\/XII) waren zur Gr\u00fcndung eines Filialkloster 12 M\u00f6nche und ein Abt vorgeschrieben.<\/p>\n<p>Die erste Tochtergr\u00fcndung wurde Kloster Rein in der Steiermark 1129, also nur zw\u00f6lf Jahre, nachdem die M\u00f6nche aus Morimond in Ebrach eingetroffen waren. Der steirische Markgraf Leopold der Tapfere (1122-1129) hatte 1129 das Kloster<\/p>\n<p>gegr\u00fcndet. Der erste Abt war Gerlach (1129- ca. 1164). Rein ist das welt\u00e4lteste Zisterzienserkloster, wie es sich auf seiner homepage&nbsp; selbst bezeichnet. Rein ist auch eine der fr\u00fchesten Zisterzen, die sich auch um Seelsorge bem\u00fchte, was urspr\u00fcnglich kein Anliegen des Ordens war.<\/p>\n<p>Nur vier Jahre sp\u00e4ter wurden zwei Zisterzen in Franken gegr\u00fcndet, das Kloster Heilsbronn in Mittelfranken am 21.4.1133 und Langheim am 1.8.1133. Bischof Otto I. (1102 \u20131139 ) stiftete 1132 Kloster Heilsbronn. Es wurde schon 1139 als bisch\u00f6flich-bambergisches Eigenkloster von Papst Innozenz II. best\u00e4tigt. Von 1297 bis 1625 war das M\u00fcnster die Grablege der Fr\u00e4nkischen Hohenzollern. Der 1. Abt war Rapotho (1132\u20131157 ). Dann wurde er 2. Abt von Langheim und von 1166-1170 ist er als Nachfolger von Abt Adam in Ebrach nachgewiesen.<\/p>\n<p>Kloster Langheim wurde 1132\/1133 von drei Bambergern Ministerialen gegr\u00fcndet, hinter denen aber Bischof Otto von Bamberg stand. Der erste Abt war Adam (nicht identisch mit Abt Adam aus Ebrach) (1132\u20131180\/81).<\/p>\n<p>1145 wurde Kloster Nepomuk im Dorf Kl\u00e1\u0161ter gegr\u00fcndet.&nbsp; Eine Mitwirkung des b\u00f6hmischen Herzogs Vladislav II. (*um 1100-1174) gilt als wahrscheinlich. Der Gr\u00fcndungsabt ist nicht belegt. F\u00fcr das Jahr 1177 ist ein Abt Konrad nachgewiesen.<\/p>\n<p>Bischof Otto I. von Bamberg war auch in Aldersbach aktiv.&nbsp; 1120 war dort vom lokalen Adel ein Augustinerchorherrenstift gegr\u00fcndet worden. Bischof Otto unterst\u00fctzte das Stift kr\u00e4ftig. Ottos Nachfolger in Bamberg, Bischof Egilbert (1139-1146) transferierte den Konvent 1146<\/p>\n<p>nach Reichersberg und wandelte Aldersbach in ein Zisterzienserkloster um. Dahinter stand vielleicht die \u00dcberlegung, das Moorgebiet im Tal der Vils von M\u00f6nchen des im Landbau erfahrenen Zisterzienserordens kultivieren und wirtschaftlich erschlie\u00dfen zu lassen.&nbsp; Erster Abt war<\/p>\n<p>Siegfried (1146\u20131182) und Aldersbach die f\u00fcnfte Tochter von Ebrach.<\/p>\n<p>Das dritte Filialkloster in Franken wurde 1158 gegr\u00fcndet. Es wurde 1156 von Hermann von Stahleck gestiftet. Hermann war der Sohn von Goswin, dem Lehensherr der Gr\u00fcnder von Ebrach. Hermann wurde von seinem Schwager K\u00f6nig Konrad III. 1142\/43 mit der Pfalzgrafschaft bei Rhein&nbsp; belehnt.<\/p>\n<p>Kurz vor seinem Tod stiftete er Kloster Bildhausen, das erst 1158 mit M\u00f6nchen aus Ebrach besiedelt wurde. Der erste Abt war Heinrich,, der von 1158-1190 regierte. Herrmann wurde zun\u00e4chst in Ebrach bestattet und nach der Fertigstellung der Kirche von Bildhausen fand er dort seine letzte<\/p>\n<p>Ruhest\u00e4tte.<\/p>\n<p>1146 wurde in Wilhering im heutigen Ober\u00f6sterreich an der Donau ein Zisterzienserkloster als Filiale von Kloster Rein besiedelt. Allerdings drohte nach knapp 40 Jahren schon das Ende des Klosters. Das in Citeaux tagende Generalkapitel beschloss, das Kloster von Ebrach aus neu zu besiedeln.<\/p>\n<p>Das war in der Regierungszeit des 4. Abtes von Ebrach, Burkhard I. (1182-1187). Er schickte Heinrich mit einem Gr\u00fcndungskonvent nach Wilhering, der dort aber nur ein Jahr im Amt war. Wilhering wurde Ebrach als Filialkloster unterstellt. Die n\u00e4chsten 4 \u00c4bte hatten ihre Profess alle in Ebrach abgelegt.<\/p>\n<p>Abt Otto von Niest regierte in Wilhering von 1193 bis 1201. Er resignierte 1201 und kehrte dann nach Ebrach zur\u00fcck. Abt Eberhard (1208-1215) hatte seine Profess ebenfalls in Ebrach abgelegt. Er wurde 1215 als Abt nach Ebrach abberufen. Dort resignierte er 1219 und starb kurz danach<\/p>\n<p>Im Jahr 1342 wurde das niederl\u00e4ndische Kloster Eytheren (Ysselstein) ins Leben gerufen, allerdings geh\u00f6rte das Kloster nur bis 1412 zur Ebracher Filiation, denn damals trat Ebrach die Zisterze an den Abt von Kloster Altenberg im Bergischen Land ab. Abt in Ebrach war bei der Gr\u00fcndung<\/p>\n<p>des holl\u00e4ndischen Klosters Albert von Anfeld (1328-1344). Die \u00dcbergabe an Kloster Altenberg geschah im Abbatiat von Heinrich Heppe&nbsp; (1404 bis 1426), der gezwungen war einen rigiden Sparkurs zu fahren, der m\u00f6glicherweise auch zur \u00dcbergabe von Eytheren an Altenberg gef\u00fchrt hatte.<\/p>\n<p>Als letztes Kloster kam Kloster Bronnbach in die Filiation von Ebrach. Zwar war Bronnbach schon 1151 als Tochterkloster von Maulbronn gegr\u00fcndet worden. Als Herzog Ulrich von W\u00fcrttemberg (1498-1519 und 1534-1550) in W\u00fcrttemberg 1534 die Reformation einf\u00fchrte und in der weiteren Folge die W\u00fcrttembergischen Kl\u00f6ster aufhob, verlegte der Maulbronner Abt Johannes IX. von Maulbronn (1521-1547) am 28. September 1537 die Abtei nach Pairis im Elsass. Kloster Bronnbach wurde der Abtei Ebrach unterstellt. (siehe dazu auch Mei B\u00fcchle, Kloster Maulbronn und Kloster Bronnbach)<\/p>\n<p>Ebrach hatte auch die Aufsicht \u00fcber die Zisterzienserinnen in den Kl\u00f6stern Sch\u00f6nau (Gem\u00fcnden am Main), Birkenfeld (Neustadt an der Aisch), Himmelspforten (W\u00fcrzburg-Zellerau) und Maidbronn (Ortsteil von Rimpar in Bayern).<\/p>\n<p>Der Klosterbesitz mehrte sich st\u00e4ndig. Nach der <br \/>Stiftung des Steigerwaldes schenkte Friedrich von Rothenburg dem Kloster auch das Dorf Schwabach und die dortige Pfarrkirche. Die Stiftungsurkunde ist zwar verloren. Sie wird aber in mehreren Kaiserurkunden best\u00e4tigt, erstmals von Heinrich VI. (StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 24)<\/p>\n<p>Abt Adam hatte neun Jahre nach der Gr\u00fcndung den kl\u00f6sterlichen Grundbesitz in 4 Grangien organisiert und bewirtschaftet. Den vier Grangien Mainstockheim, Alitzheim, Kaltenhausen bei Volkach und Morsbach folgten zu Adams Lebzeiten noch drei weitere, n\u00e4mlich<\/p>\n<p>M\u00f6nchherrnsdorf bei Burgwindheim, Waldschwind und Sulzheim. Warum waren die Zisterzienser so erfolgreich? Bei den Zisterziensern war nicht nur die Kontemplation sondern der eigenen H\u00e4nde Arbeit Ordensideal. (Canivez Statuta I 1134\/, S. 14).<\/p>\n<p>Sie hatten auch das Institut der Konversen optimiert und so die Frage der Arbeitskr\u00e4fte zu mindestens in ihrer Anfangszeit bestens gel\u00f6st. Auf die Schaffung geschlossener Besitzkomplex wurde oben schon hingewiesen. In der t\u00e4glichen&nbsp; Arbeit griffen sie agrarische Innovationen auf.<\/p>\n<p>Sie brachten neue D\u00fcngemethoden zum Einsatz. Z. B. diente eine Grangie in Kloster Eberbach,der Neuhof, wo Viehzucht betrieben wurde, nicht nur der Nahrungsversorgung des Klosters sondern vor allem zur Erzeugung von D\u00fcnger f\u00fcr die Weinberge. (siehe Mei B\u00fcchle Kloster Eberbach)<\/p>\n<p>Sie waren Spezialisten in der Wasserwirtschaft, was man sowohl in Ebrach als auch in Waldsassen hervorragend sehen kann. Sie k\u00fcmmerten sich um die Verbesserung des Getreideanbaus. Sie k\u00fcmmerten sich um die Obstkulturen. So f\u00fchrten sie Waldsassen zum Beispiel die Sorte Reinette ein,<\/p>\n<p>die sie aus Burgund mitgebracht hatte. Gleiches gilt f\u00fcr den Weinbau. In Eberbach wurde die Burgunderrebe angesiedelt. Die Silvanerrebe wurde in Franken von Abt Alberich Degen 1665 in Franken eingef\u00fchrt. Nach Maulbronn wurde die Traminerrebe gebracht. Dort arbeiteten<\/p>\n<p>die Zisterzienser mit Terassenweinbau und zum Weinbau im Elsass siehe Pfleger, Lucien: Die Zisterzienserabtei Neuburg im Heiligen Forst und der Weinbau im unteren Elsass. In: Bulletin de la Soci\u00e9t\u00e9 d\u00b4Histoire et d\u00b4Arch\u00e9ologie de Haguenau, 1930-32. S. 101-110.<\/p>\n<p>In fast allen Zisterzienserkl\u00f6stern spielte die Schafzucht eine Rolle. Einmal waren die Schafe nat\u00fcrlich Nahrungsquelle. Aber auch die Wolle f\u00fcr die Kutten wurde gebraucht. Und die Schreibstuben der Kl\u00f6ster brauchten Pergament. Die Schafhaltung schlug sich auch in der Bepflanzung nieder.<\/p>\n<p>Es wurden z. B. Pflanzen angebaut, die dem Schafsverbi\u00df widerstehen.<\/p>\n<p>Abt Adam starb an einem 23. November, fr\u00fchestens 1167, sp\u00e4testens 1169. Seine Gebeine ruhen seit 1697 im Mausoleum der Ebracher Abteikirche. <\/p>\n<p>Auf Adam folgte Rapotho als 2. Ebracher Abt. Er stammte wohl aus dem Geschlecht der Grafen von Abenberg. Ihr Stammsitz ist Burg Abenberg in Abenberg im heutigen Landkreis Roth. Diese hatten im Auftrag von Bischof Otto I. Kloster Heilsbronn gegr\u00fcndet.<\/p>\n<p>Dort war Rapotho von 1132-1157 der erste Abt. Dann wechselte er nach Kloster Langheim, wo er&nbsp; zweiter Abt wurde. (diese Angaben aber&nbsp; bei wikiwand und wikipedia. die Biographia Cisterciensis f\u00fchrt&nbsp; einen Abt Rapoto von 1181-1207, was aber von den Lebensdaten nicht passt.<\/p>\n<p>In Ebrach wir Rapotho von 1160-1170 gef\u00fchrt. Er erwarb mehrere G\u00fcter f\u00fcr Ebrach. Er resignierte 1170 und starb nach 1170.<\/p>\n<p>Der dritte Abt wurde Konrad.I (1178-1180). Von ihm weiss man nur wenig. Arnold Truchsess von Rothenburg erhielt von den Staufern die Erlaubnis, zur Sicherung von seinem und seiner Familie Seelenheil einen den Staufern geh\u00f6renden Hof in Elgersheim dem Zisterzienserkloster Ebrach im Steigerwald zu stiften. Dies geschah 1178 in der Amtszeit von Abt Konrad I. Kloster Ebrach richtete sp\u00e4ter in Elgersheim einen Amtshof ein.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Burkard I. (1182-1187).Er wurde in drei Papsturkunden erw\u00e4hnt.Papst Lucius III.(1181-1185) nahm&nbsp; am 3. Mai 1182 Kloster Ebrach mit all seinen Besitzungen in den Schutz der R\u00f6mischen Kirche. (RI Lucius III. &#8211; RI IV,4,4,1 n. 21)Am 22. November 1183 gew\u00e4hrte er Abt und Konvent&nbsp; <\/p>\n<p>die Befreiung von der Entrichtung des Zehnten an die W\u00fcrzburger Archidiakone.(RI Lucius III<strong>. &#8211; <\/strong>RI IV,4,4,1 n. 860) <\/p>\n<p>1185 geriet das Kloster Wilhering in Ober\u00f6sterreich in Not. Das in Citeaux tagende Zentralkapitel beschloss, das Kloster von Ebrach aus neu zu besiedeln. Es wurde Kloster Ebrach unterstellt. Abt Burkhard schichte Abt Heinrich und einen neuen Gr\u00fcndungskonvent nach Wilhering (s.o.)<\/p>\n<p>In einer Papsturkunde von Papst Gregor VII.(Okt.1187-Dez 1187) stellte am 30.10.1187 eine Urkunde aus, die an Burkard gerichtet war und in der er Kloster Ebrach von den Zehnten befreit. (RI Gregor VIII. &#8211; RI IV,4,4,3 n. 1308). Burkard starb wohl im Jahr 1187.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Herrmann I.(1194-1200). Am 2. Januar 1194 musste der W\u00fcrzburger Bischof Heinrich von Berg (1191-1197) Kloster Ebrach G\u00fcter zur\u00fcckerstatten, die er dem Kloster widerrechtlich entzogen hatte. (StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 22) Kaiser Heinrich VI. beurkundete diesen Vorgang auch am 2. Januar 1194. (RI Heinrich VI. &#8211; RI IV,3 n. 330) Heinrich VI. erstattete am 16. Juli 1195 die Pfarrei Schwabach dem Kloster Ebrach zur\u00fcck, die Friedrich von Rothenburg Kloster Ebrach geschenkt hatte und die Friedrich I. dem Kloster entfremdet hatte. (RI Heinrich VI. &#8211; RI IV,3 n. 463).<\/p>\n<p>K\u00f6nig Philipp von Schwaben best\u00e4tigte diese Schenkung am 15. M\u00e4rz 1200. (StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 25)<\/p>\n<p>1200 wurde der Grundstein zur gotischen Stiftskirche und zur Michaelskapelle gelegt.<\/p>\n<p>Abt Hermann starb an einem 20. Mai. Das Jahr liegt nicht fest. Er ist bis 1200 nachgewiesen. Sein Nachfolger Meingoth ist 1204 zum ersten Mal erw\u00e4hnt.<\/p>\n<p>Am 13. Oktober 1204 nahm Papst Innozenz III. Kloster Ebrach mit allen seinen Angeh\u00f6rigen und Besitzungen in den Schutz der R\u00f6mischen Kirche.Die Besitzungen wurden aufgez\u00e4hlt und Papst Innozenz best\u00e4tigte auch die von seinen Vorg\u00e4ngern verliehenen Privilegien und Freiheiten.<\/p>\n<p>(StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 28)<\/p>\n<p>In Meingoths Regierungszeit fiel auch die Abgabenbefreiung des Ebracher Hofs in W\u00fcrzburg an (s.o. Mai 1205).<\/p>\n<p>Am 24. Februar 1209 best\u00e4tigte Kaiser Otto IV. (1209-1218)den Besitz der Pfarrei von Schwabach. (RI Otto IV. &#8211; RI V,1,1 n. 271)<\/p>\n<p>Abt Meingoth resignierte 1212. Sein Sterbedatum 24. Mai 1219 ist gesichert.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Eberhard I. (1215-1219).&nbsp; Er trat wohl schon fr\u00fch in die Abtei Ebrach ein. Er wurde von Kloster Ebrach ins Stift Wilhering geschickt, um dort die Abtsstelle anzunehmen. Nach der Resignation von Meingoth wurde er<\/p>\n<p>nach Ebrach zur\u00fcckgerufen, nachdem dort der Abtsstuhl seit 1212 verwaist war. Am 14. April 1219 kaufte Abt Eberhard von dem W\u00fcrzburger Diakon Konrad den Hof Sonderhofen in W\u00fcrzburg f\u00fcr 61 Mark. Hier richtete dann Abt Winrich ein Studienhaus des Zisterzienserordens ein<\/p>\n<p>(StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 45) Der Verkauf wurde von dem W\u00fcrzburger Bischof Otto von Lobdeburg (1207-1223) beurkundet.<\/p>\n<p>Abt Eberhard resignierte im Jahr 1219 und starb kurz darauf.<\/p>\n<p>Zu seinem Nachfolger wurde 1220 Abt Engelbert (1220-1236) gew\u00e4hlt. <\/p>\n<p>Die Grafen von Castell z\u00e4hlten im letzten Drittel des 12. Jahrhunderts und Anfang des 13. Jahrhunderts mit zu den gro\u00dfz\u00fcgigsten Stiftern von Kloster Ebrach. So befreite Graf Rupert II. (+ um 1234)alle Weing\u00fcter, die aus Casteller Besitz an Ebrach gelangt sind, von der Vogtei (Goez Anmerkung 50)<\/p>\n<p>Au\u00dferdem wurden 1225 l\u00e4nger schwelende Streitigkeiten zwischen dem Grafen und Kloster Ebrach beendet. Es ging um einige Weinberge und G\u00fcter in Kaltenhausen , Ober- oder Untereisenheim , Fahr&nbsp; und Elgersheim , die der Graf dem Kloster zu Unrecht entzogen hatte. Der Graf verzichtete auf<\/p>\n<p>seine Anspr\u00fcche und gab die G\u00fcter dem Kloster zur\u00fcck.(StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 58)<\/p>\n<p>Im Juni 1235 best\u00e4tigte Kaiser Friedrich II. (1212-1250) die von ihm am 24. Februar 1213 in N\u00fcrnberg ausgestellte Urkunde (RI Friedrich II. &#8211; RI V,1,1 n. 694) wegen&nbsp; des Besitzes der Pfarrei Schwabach.(StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 68)<\/p>\n<p>Abt Engelbert resignierte im Jahr 1236 und starb sp\u00e4ter an einem unbekannten Ort.<\/p>\n<p>Abt Alhard (1238-1244) taucht 1238 in einem Vergleich zwischen dem stiftischen Schulthei\u00dfen in Fahr&nbsp; Lenther sowie Abt Alhard und dem Konvent des Klosters Ebrach. Au\u00dferdem wird ein G\u00fctertausch vorgenommen. (StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 74).<\/p>\n<p>Im November 1240 nimmt Konrad IV.(1237-1250) auf Bitten von Abt Alhard Kloster Ebrach und seine Besitzungen in seinen und des Reiches Schutz. Besonders hervorgehoben wird das Gut Schwabach und die dazu geh\u00f6rende Pfarrkirche. (RI Conrad IV. &#8211; RI V,1,2 n. 4433)<\/p>\n<p>1243 beurkundet der W\u00fcrzburger&nbsp; Bischof Hermann I. von Lobdeburg (1225-1254)den Verkauf von G\u00fctern in Br\u00fcnnstadt f\u00fcr 300 Mark Silber, das sind nach heutigem Wert etwa 48.459,00 \u20ac, an Abt Alhard und den Konvent von Ebrach. (StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 79)<\/p>\n<p>Abt Alhard resignierte 1244.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Heinrich I. (1244-1252). Er taucht in 2 Schenkungsurkunden auf (StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 91 und 92) und 1251 in der \u00dcbertragung des Zehnten in Gro\u00dfgressingen durch Bischof Hermann I. (StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 95)<\/p>\n<p>Abt Heinrich resgnierte 1252 und starb im selben Jahr.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Berthold (1252-1262). Er wurde 1252 zum ersten&nbsp; Mal erw\u00e4hnt. Im 13. Jahrhundert erhielt das Kloster oft G\u00fcter geschenkt, f\u00fcr deren \u00dcbereignung sich die Ordensbr\u00fcder zu einem Jahrtag verpflichteten oder der Stifter machte die Zusicherung einer<\/p>\n<p>Begr\u00e4bnisst\u00e4tte in Ebrach als Bedingung. So erhielt das Kloster am 24. November 1254 von Hermann von Lisberg und seiner Ehefrau, aus einer fr\u00e4nkischen Adelsfamilie stammend, die vor allem im Aurachgrund beg\u00fctert war, \u201ceinen Hof, eine M\u00fchle sowie \u00c4cker, Wiesen und Weinberge in Mainbernheim (Bernheim). Daf\u00fcr sollen die M\u00f6nche das Jahrged\u00e4chtnis von Hermanns Vater Eberhard von Lisberg sowie der Eheleute begehen. Sollte Hermann von Lisberg ein Begr\u00e4bnis im Kloster w\u00fcnschen, dann ist ihm ein solches zu gew\u00e4hren\u201d (StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 99)<\/p>\n<p>Am17. Februar 1260 best\u00e4tigte Papst Alexander IV.(1254-1261) Abt und Konvent von Ebrach den Besitz der Pfarrkirche in Schwabach. (StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 118)<\/p>\n<p>1260 \u00fcbertrug der Bamberger Bischof Berthold Graf&nbsp; von Leiningen (1257-1285) Kloster Ebrach den Zehnten von K\u00f6ttmannsdorf, heute Teil vom Markt Hirschaid in Oberfranken. (StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 120).<\/p>\n<p>1262 l\u00f6ste Abt Berthold die Vogtei \u00fcber das Dorf Kaltenhausen von den Grafen Heinrich (1253- um 1289) und Hermann (+ um 1289) von Castell aus.(StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 125)<\/p>\n<p>Abt Berthold resignierte im Jahr 1262.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Nikolaus I. (1262-1271).<\/p>\n<p>Am 26. M\u00e4rz 1286&nbsp; verkauften Hermann I. von Castell (s.o.) und seine Frau&nbsp; Sophia zur Linderung ihrer Schuldenlast ihre G\u00fcter in dem Dorf&nbsp; Schallfeld, heute Ortsteil der Gemeinde L\u00fclsfeld. (StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 133).<\/p>\n<p>Am 9. Juni 1268 best\u00e4tigte Papst Clemens IV. (1265-1268)Abt und Konvent von Kloster Ebrach alle Privilegien, Freiheiten und Immunit\u00e4ten, die seine Vorg\u00e4nger dem Kloster verliehen haben, sowie alle Befreiungen von weltlichen Abgaben, die der Abtei von K\u00f6nigen, F\u00fcrsten oder anderen Gl\u00e4ubigen gew\u00e4hrt wurden. (StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 134).<\/p>\n<p>Am 23. Februar 1269 schenkte Eberhard von Th\u00fcngveld, aus einem fr\u00e4nkischen stifts-und ritterb\u00fcrtigem Geschlecht Kloster Ebrach das Dorf Haag mit allen Zugeh\u00f6rungen sowie den Zehnt- und Vogteirechten. (StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 135)<\/p>\n<p>Auch B\u00fcrger begannen dem Kloster Stiftungen zu \u00fcbereignen. So schenkte der W\u00fcrzburger B\u00fcrger Albert von Dinkelsb\u00fchl Kloster Ebrach seinen Hof in W\u00fcrzburg. Daf\u00fcr sollte sein Jahresged\u00e4chtnis begangen werden und er eine Begr\u00e4bnisst\u00e4tte in Ebrach erhalten.<\/p>\n<p>Eine weitere interessante Bedingung enthielt die Stiftungsurkunde : \u201cSollte der Schenker unverschuldet in Not geraten, dann wird er vom Kloster bis zu seinem Lebensende mit allem Notwendigen versorgt.\u201d Gesiegelt wurde die Urkunde vom W\u00fcrzburger Dompfarrer und der Stadt W\u00fcrzburg.<\/p>\n<p>(StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 137) Daraus kann man ersehen, dass die Stadt durchaus daran interessiert war, dass ihr ihre B\u00fcrger, wenn sie bed\u00fcrftig waren, nicht zur Last fielen<\/p>\n<p>Abt Nikolaus resignierte 1271 und starb noch im selben Jahr.<\/p>\n<p>In den letzten drei Jahrzehnten des 13. Jahrhunderts erfolgten fast j\u00e4hrlich K\u00e4ufe von Kloster Ebrach . Au\u00dferdem erhielt das Kloster verschiedene gr\u00f6\u00dfere Schenkungen und Verm\u00e4chtnisse und so konnte es in dieser Zeit seinen Besitz fast verdoppeln.<\/p>\n<p>1272 wurde der Ort Siegendorf, heute Ortsteil des Marktes Oberschwarzach im Kreis Steinfurt, teils durch Kauf, teils durch Tausch aus der Hand mehrerer Besitzer erworben. (StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 142<\/p>\n<p>Abt Berengar (1271-1276) wurde als 13.&nbsp; Abt zum Nachfolger von Abt Nikolaus&nbsp; gew\u00e4hlt. In einer Tauschurkunde vom 22. April 1371 ist Berengar als Prior&nbsp; und Zeuge genannt. (StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 141)<\/p>\n<p>Am 18. Mai 1274 best\u00e4tigte Papst Gregor X. (1271-1276) Abt und Konvent&nbsp; von Ebrach alle ihnen von seinen Vorg\u00e4ngern verliehenen Privilegien, Freiheiten und Immunit\u00e4ten sowie die dem Kloster von K\u00f6nigen, F\u00fcrsten und anderen Gl\u00e4ubigen gew\u00e4hrten Befreiungen von weltlichen Abgaben.<\/p>\n<p>(StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 152)<\/p>\n<p>Am 15. Dezember 1274 best\u00e4tigte K\u00f6nig Rudolf von Habsburg dem Kloster die Schenkung des Gutes Schwabachs und der Pfarrkirche durch Herzog Friedrich von Rothenburg. (StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 154)<\/p>\n<p>Eine gr\u00f6\u00dfere Schenkung erhielt das Kloster am 31. Dezember 1274. Heinrich von Zavelstein, mit dem das Geschlecht 1298 ausstarb, schenkte Kloster Ebrach den Gangolfsberg in der Rh\u00f6n mit allen dazugeho\u0308rigen Wa\u0308ldern, Gu\u0308tern und einer Kirche, die dem heiligen Gangolf geweiht war. (StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 155)<\/p>\n<p>Am 29. November 1275 kaufte Abt Berengar vom W\u00fcrzburger Bischof Berthold von Sternberg (1274-1287) die Burg Spiesheim mit allen Zugeh\u00f6rungen und Rechten in den D\u00f6rfern Ober- und Unterspiesheim f\u00fcr 190 Mark Silber. (das entspricht etwa 30.691,00 \u20ac, kaufkraftm\u00e4\u00dfig aber<\/p>\n<p>ungef\u00e4hr 92.072,00 \u20ac.) (StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 161)<\/p>\n<p>Abt Berengar resignierte 1276. Er starb am 20. August 1276.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Winrich (1276-1290) Er hatte seine Profess in Kloster Waldsassen abgelegt. Von 1262-1276 war er Abt im Zisterzienserkloster \u017d\u010f\u00e1r (deutsch Kloster Saar), das 1252 von M\u00f6nchen des Klosters Nepomuk in B\u00f6hmen besiedelt.<\/p>\n<p>1262 war er dort von den M\u00f6nchen von \u017d\u010f\u00e1r zum Abt gestimmt worden. Eine seiner ersten Amtshandlungen, die \u00fcberliefert sind, war der Besuch des Generalkapitels in Citeaux 1263. Im Jahr 1263 rissen die M\u00f6nche von \u017d\u010f\u00e1r ihre alten Behausungen im Tal ab<\/p>\n<p>und zogen in ein neues Kloster, das auf dem Berg lag. Unter Abt Winrich vollendete man den neuen Kapitelsaal. Sein gr\u00f6\u00dftes Werk war aber die Fertigstellung der steinernen Kirche. Nach der Vollendung wurde der Chor ausgemalt. 1264 weihte man den Hochaltar und die Gebeine <\/p>\n<p>von Bo\u010dek von Jaroslavice und Zbraslav wurden in die neue Kirche umgebettet. Er hatte 1252 das Kloster gegr\u00fcndet. 1264-1276 wurde das Langhaus der Kirche gebaut.<\/p>\n<p>Nachdem Abt Berengar resigniert hatte und kurz danach verstarb, wurde in Ebrach ein Nachfolger gebraucht. Gegen den Willen des Konvents von \u017d\u010f\u00e1r wurde Abt Winrich&nbsp; nach Ebrach geschickt. Dort wurde seit 1200 an der neuen Kirche gebaut. Sie stand kurz vor der Fertigstellung. <\/p>\n<p>In \u017d\u010f\u00e1r hatte Winrich seine F\u00e4higkeiten ja bereits unter Beweis gestellt. 1285 wurde die Kirche von dem W\u00fcrzburger Bischof Berthold II. von Sternberg (1274- 1287) geweiht.<\/p>\n<p>Aber nicht nur um den Kirchenbau k\u00fcmmerte sich Abt Winrich. Er sorgte auch tatkr\u00e4ftig f\u00fcr den Klosterbesitz.<\/p>\n<p>Am 6. Oktober 1278 beurkundete Bischof Berthold II. , dass Ludwig von Windsheim ins Kloster Ebrach eintreten will und deshalb seine Burg Burgwindheim mit den D\u00f6rfern Burgwindheim und weiteren D\u00f6rfern Kloster Ebrach schenkte. (StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 175)<\/p>\n<p>Am 2. November 1281 verzichtete Sibeck von Windsheim, der Onkel von Ludwig von Windsheim ebenfalls auf alle Rechte an Burg und Dorf Burgwindheim. (StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 191)1279 kaufte Abt Winrich von Heinrich von Stollberg eine M\u00fchle in Beitbach (StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 180) 1282 t\u00e4tigte er mit Heinrich von Stollberg auch den Teilerwerb von Mittelsteinach. (Hildegard Weiss, Die Zisterzienserabtei Ebrach, Stuttgart 1962, S.12)<\/p>\n<p>Am 20. August 1281 verkaufte er an K\u00f6nig Rudolf von Habsburg das Gut Schwabach mit den zugeh\u00f6rigen G\u00fctern, Rechten und Untertanen. Ausgenommen sind die Pfarrkirche mit ihren Ausstattungsg\u00fctern, die Zehnten und der Klosterhof mit seinen Zugeh\u00f6rungen. Der K\u00f6nig bezahlt daf\u00fcr dem Kloster 750 Pfund Heller in festgelegten Raten. Das entspricht kaufkraftm\u00e4\u00dfig etwa 331.030,00 \u20ac. Daf\u00fcr stellte er mehrere B\u00fcrgen, unter anderem den Burggrafen Friedrich III. von N\u00fcrnberg (1260-1297) (StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 190).<\/p>\n<p>Am 13. M\u00e4rz 1283 verkaufte der W\u00fcrzburger Bischof Berthold II \u201cwegen dr\u00e4ngender Schulden\u201d die hochstiftischen G\u00fcter und Rechte in Herlheim sowie den Forst H\u00f6rnau&nbsp; an Abt Winrich und den Konvent des Klosters Ebrach f\u00fcr 800 Pfund Heller(kaufkraftm\u00e4\u00dfig etwa 353.100 \u20ac.)(StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 195)<\/p>\n<p>Nicht nur durch Kirchenbau und G\u00fcterverwaltung war die Regierungszeit von Abt Winrich gepr\u00e4gt. 1242-1255 war Stephen von Lexinton Abt von Clairvaux. Vorher war er Abt im englischen Stanley Abbey in Wiltshire. Aufgrund seiner Erfahrungen in Irland und England war er \u00fcberzeugt, dass die<\/p>\n<p>Novizen des Zisterzienserordens besser geschult sein m\u00fcssen. Er griff die Pl\u00e4ne seines Vorg\u00e4ngers Abt Evrard (1235\u20131238) auf, in Paris eine Schule des Zisterzienserordens einzurichten. Das Coll\u00e8ge des Bernardins nahm 1250 seine Arbeit auf. Es stand unter der Aufsicht der \u00c4bte von Clairvaux, die auch die Schulleiter ernannten. 1245 \u00fcberzeugte er das Generalkapitel nach dem Vorbild des Dominikanerordens ein Ausbildungs- und Lehrkonzept f\u00fcr den Zisterzienserorden einzuf\u00fchren. Nach dem Beschluss des Generalkapitels sollte jeder Abt nach M\u00f6glichkeit eine Schule f\u00fcr seine M\u00f6nche gr\u00fcnden.<\/p>\n<p>Darauf aufbauend sollte jede Ordensprovinz ein spezialisiertes Theologiestudium anbieten , das f\u00fcr begabte M\u00f6nche offenstehen sollte.<\/p>\n<p>Abt Winrich kam diesem Beschluss nach und richtete 1284 in W\u00fcrzburg im Hof Suderhofen ein Collegium . Der Generalabt Jean II. de Ballon (1266\u2013 1284&nbsp; f\u00f6rderte dieses und r\u00e4umte ihm die gleichen Rechte ein, wie es das Coll\u00e8ge des Bernardins in Paris hatte.<\/p>\n<p>1285 war die neue Kirche in Ebrach fertiggestellt und der W\u00fcrzburger Bischof Berthold II. weihte sie am 9. September 1285 feierlich ein.<\/p>\n<p>Die dreischiffige Gew\u00f6lbebasilika mit Querhaus ist ein Meisterwerk der Fr\u00fchgotik in Deutschland.Sie&nbsp; hat einen gerade geschlossenen Chor mit Umgang und Kapellenkranz und verweist auf das Vorbild C\u00eeteaux, wo 1193 diese Chorl\u00f6sung entstand.<\/p>\n<p>Am 14. Januar 1286 kaufte Abt Winrich in N\u00fcrnberg&nbsp; ein Haus am Fischbach mit Zubeh\u00f6r f\u00fcr 130 Pfund Heller. (StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 216)<\/p>\n<p>Als Bischof Berthold II. 1287 starb, wurde sein Herz in der Klosterkirche von Ebrach bestattet. M\u00f6glicherweise wurde auch schon das Herz von Bischof Siegfried (*1150) in Ebrach bestattet. Mit Bischof Berthold hatte sich dieser Brauch aber eingeb\u00fcrgert.<\/p>\n<p>Erst mit dem Nachfolger von Julius Echter (1573-1617) Johann Gottfried (I.) von Aschhausen ( 1617-1622) endete diese Tradition. Die Herzen von mindestens 37 W\u00fcrzburger Oberhirten wurden also in Ebrach beigesetzt, m\u00f6glicherweise ein sichtbares Zeichen<\/p>\n<p>f\u00fcr das Bem\u00fchen der W\u00fcrzburger Bisch\u00f6fe, die Hand nach Ebrach auszustrecken.<\/p>\n<p>Eine der letzten K\u00e4ufe Abt Winrichs waren die G\u00fcter des Konvents von M\u00fcnsterschwarzach in Untersambach. (StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 243) Abt in M\u00fcnsterschwarzach war Sifrid (1288\u20131316 ). Er musste die in Auseinandersetzungen kleinerer Adelsgeschlechter und den F\u00fcrstbisch\u00f6fen von W\u00fcrzburg zerst\u00f6rten Baulichkeiten der Abtei wieder herstellen und Klosterschulden abtragen, wohl ein Grund f\u00fcr den Verkauf. Schon zwischen 1248 und 1271 (Datierung der Urkunde) war Kloster&nbsp; M\u00fcnsterschwarzach zu einem G\u00fcterverkauf wegen gro\u00dfer Sch\u00e4den, die es erlitten hatte, gezwungen.<\/p>\n<p>(StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 144)<\/p>\n<p>Abt Winrich starb am 11. April 1290 . Er wurde im s\u00fcdlichen Querhaus der Klosterkirche bestattet.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Hermann II. (1290-1306). Von 1278-1290 war er Abt in Kloster Langheim.<\/p>\n<p>Einen gro\u00dfen Kauf t\u00e4tigte er im M\u00e4rz 1296, als er von Abt Ekkehard von Schwabsberg (1278-1309) und dem Konvent von Ellwangen die Pfarrei Katzwang mit der Pfarrkirche und deren Patronatsrecht f\u00fcr 470 Pfund Heller kaufte. (StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 295). Das ist heute ein Stadtteil von N\u00fcrnberg<\/p>\n<p>und wurde fr\u00fcher im Klosteramt Katzwang zusammengefasst. <\/p>\n<p>Am 30. September 1297 verbriefte Bischof Manegold von Neuenburg (1287-1303) den fr\u00e4nkischen Zisterzienserkl\u00f6stern das Recht, ihre G\u00fcter und Waren frei und ohne Abgaben in die Stadt W\u00fcrzburg zu bringen, dort zu lagern und zu verkaufen. (StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 307)<\/p>\n<p>Abt Hermann starb 5. Oktober 1306.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Friedrich III. von Leuchtenberg (1306-1328) Er war der \u00e4lteste Sohn des Landgrafen Friedrichs II. von Leuchtenberg (1244-1284). Die Familie war ein mittelalterliches&nbsp; Adels-und Herrschergeschlecht in der Oberpfalz. Die Landgrafschaft Leuchtenberg, heute ein Markt im Landkreis<\/p>\n<p>Neustadt an der Waldnaab, war damals das gr\u00f6\u00dfte nicht-wittelsbachische und nicht geistliche Territorium in Bayern.<\/p>\n<p>Friedrich trat in die Zisterzienserabtei Aldersbach ein. 1304-1306 war er Abt im Kloster Langheim. 1306 wurde er Abt in Ebrach.<\/p>\n<p>Am 9. Juni 1308 vermachte Konrad Burggraf, genannt der Fromme (1220-1314) in seinem Testament Kloster Ebrach seine vier G\u00fcter in Clarsbach und seinen Hof in B\u00fcchenbach. Au\u00dferdem vermachte er dem Kloster 10 Pfund Heller f\u00fcr die Exequien. (StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 364)<\/p>\n<p>Er hatte&nbsp; sein Begr\u00e4bnis in Kloster Ebrach gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>1309 bekam das Kloster einen Hof mit Garten und mehreren Weinbergen geschenkt. (StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 367).<\/p>\n<p>Insgesamt erhielt Kloster Ebrach viele Stiftungen und t\u00e4tigte auch K\u00e4ufe, so z.B. mit dem Stift St. Gangolf zu Theuerstadt, das ist das vierte Bamberger Stift. (StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 386)<\/p>\n<p>1315 kaufte das Kloster eine M\u00fchle bei Marktbreit. (StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 411-413).<\/p>\n<p>Am 13. April 1328 setzte Papst Johannes XXII.(1316-1334), gegen den&nbsp; es in Deutschland wegen des starken franz\u00f6sischen Einfluss an der Kurie sowie seine Politik gegen gegen\u00fcber Ludwig IV. (Kaiser von 1328-1347) eine stark antip\u00e4pstliche Stimmung gab, Friedrich zum Bischof des Bistums Eichst\u00e4tt<\/p>\n<p>ein. Das geschah allerdings gegen das Wahlrecht des Domkapitels und gegen den Willen des Volkes und des Klerus. Zwar war Friedrich der 1. von zwei Bisch\u00f6fen, die aus Ebrach kamen. Volk und Klerus verweigerten ihm den Einzug in der Stadt. So hielt er sich abwartend auf der Burg Holnstein<\/p>\n<p>bei Berching auf. Er starb 1329 ohne die Bischofsweihe erhalten zu haben.<\/p>\n<p>Nach der Berufung von Friedrich zum Bischof wurde Albert von Anfeld (1328-1344) zum 17. Abt von Kloster Ebrach gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Von der Deutschordenskommende in W\u00fcrzburg kaufte Abt Albert Weinberge in Ochsenfurt. (StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 489)<\/p>\n<p>Von Papst Johannes XXII. erhielt Kloster Ebrach die Genehmigung ein \u201csubsidium karitavium\u201d von deutschen Zisterzienserkl\u00f6stern einzufordern. (StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 495-499)<\/p>\n<p>Abt Albert kaufte mehrere H\u00f6fe in der Umgebung, sowie eine Reihe von Weinbergen am Main<\/p>\n<p>Abt Albert verstarb am 13. August 1344.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Heinrich II. (1344-1349). Auch er mehrte den Klosterbesitz und kaufte eine Reihe von G\u00fctern. Er starb nach f\u00fcnfj\u00e4hriger Regierungszeit am 6. Mai 1349.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Otto J\u00e4ger. Er stammte aus Deutsch-Matrei, heute Matrei am Brenner. Er trat unter Abt Konrad I. Walder von F\u00fcssen in die Zisterzienserabtei Stams ein. Dort studierte er Theologie und erreichte akademische Grade.<\/p>\n<p>1349 wechselte er in die wesentlich gr\u00f6\u00dfere Abtei Ebrach, die ihm mehr Entfaltungsm\u00f6glichkeiten bot. Im Jahr seines Wechsels wurde er zum Ebracher Abt gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Am 4. Mai 1352 best\u00e4tigte K\u00f6nig Karl IV. (1346-1378- Kaiser war er ab 1355) Kloster Ebrach dass es nur dem Reich unterworfen ist und allein seinem Schutz untersteht, alle von seinen Vorg\u00e4ngern verliehen Freiheiten und Privilegien sowie seinen gesamten Besitz. <\/p>\n<p>(StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 613). Besonders hob er dabei die Pfarrei Schwabach hervor. Die Pfarrei war&nbsp; 1212 durch den Eichst\u00e4tter Bischof Hartwig von Gr\u00f6gling\u2013Dollnstein (1196-1223) Kloster Ebrach inkorporiert worden. Die Eink\u00fcnfte, die das Kloster aus der Pfarrei bezog,<\/p>\n<p>scheinen sp\u00e4ter die Begehrlichkeit von dritten geweckt worden. 1299 gelangte Emich I. Graf von Nassau-Hadamar (+1334) in den Besitz von Schwabach. Seinen S\u00f6hne Johann (+1365) und Emich II.(+ 1359), beide wegen zahlreicher Fehden st\u00e4ndig in Geldnot, war es wohl gelungen,<\/p>\n<p>sich gegen geltendes Recht in den Besitz der Rechte an der Pfarrei Schwabach zu bringen.&nbsp; Am 19. August 1353 folgte eine weitere Urkunde von Karl IV. Darin befahl er den beiden Grafen, die Pfarrei Schwabach mit allen Zugeh\u00f6rungen und den zur Pfarrei geh\u00f6renden Zehnten an Ebrach zur\u00fcckzugeben <\/p>\n<p>(StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 620). Auf Bitten von Gr\u00e4fin Anna von Nassau, der Mutter der beiden Grafen, genehmigte Abt Otto 1355 den B\u00fcrgern von Schwabach, eine Stiftung einzurichten, damit ein Priester t\u00e4glich die Fr\u00fchmesse liest.67 Die B\u00fcrgerdurften den Geistlichen bestimmen, dessen Einsetzung erfolgte jedoch durch das Kloster. Finanzielle Verpflichtungen \u00fcbernahm Ebrach nicht, die Besoldung des Geistlichen muss demnach \u00fcber die Stiftung der B\u00fcrgerschaft erfolgt sein. (Kirche in Schwabach im Mittelalter1- Wolfgang Dippert, Stadtarchiv, 2021, S.11)<\/p>\n<p>Endg\u00fcltig gel\u00f6st waren die Probleme damit noch nicht, wie eine Urkunde vom 6. Juli 1379 von Kardinal Pileus belegt. \u201cAuf Bitten der Empf\u00e4nger befiehlt der Aussteller den Pfarrvikaren an den dem Kloster inkorporierten Pfarreien Schwabach, Katzwang, Erlenbach und Burgebrach mit den ihnen zugeteilten Pfr\u00fcnden und Eink\u00fcnften zufrieden zu sein und keinerlei weitergehende Forderungen an die Empf\u00e4nger zu stellen. Kardinal Pileus war 1379 p\u00e4pstlicher Legat in Deutschland<br \/>Aussteller: Kardinal Pileus\u201d (StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 695)<\/p>\n<p>Papst Urban VI. (1378-1389) erlaubte am 11. Dezember 1379 Abt Otto und seinen Nachfolgern das Tragen von Mitra, Rind und anderen bisch\u00f6flichen Insignien.(StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 697)<\/p>\n<p>Auch Otto mehrte den Klosterbesitz. Von den P\u00e4psten Urban V. (am 23.5.1369) und Gregor XI.(am 4.2.1372) erhielt Abt Otto die Privilegien des Kloster best\u00e4tigt.<\/p>\n<p>Abt Otto starb am 8. Juni 1385 .<\/p>\n<p>Zum seinem Nachfolger wurde Peter I. (1385 bis 1404) gew\u00e4hlt. Seine Regierungszeit war aber \u00fcberschattet vom W\u00fcrzburger St\u00e4dtekrieg. Es ging hier um Auseinandersetzungen zwischen dem B\u00fcrgertum und dem Bischof in W\u00fcrzburg. Im 13. Jahrhundert wurde dieser Konflikt langj\u00e4hrig<\/p>\n<p>und regelm\u00e4\u00dfig und blutig ausgetragen. 1296 hob der Bischof Manegold (1287-1303)den Rat der Stadt auf. Er versuchte auch die Klosterh\u00f6fe der Zisterzienser zu besteuern, was die Kl\u00f6ster unter anderem mit dem Hinweis auf die Bulle von Papst Bonifaz VIII. (1294-1303) Clericis laicos<\/p>\n<p>vom 25. Februar 1296 zur\u00fcckwiesen. Darin geht es um eine Steuererhebung f\u00fcr den Klerus. Darauf griffen die B\u00fcrger die Stadth\u00f6fe an. Bischof Manegold verh\u00e4ngte dann ein Interdikt. Gegen Ende des 14. Jahrhunderts schien der Bischof gesiegt zu haben. Die b\u00fcrgerlichen Eliten<\/p>\n<p>verlie\u00dfen sukzessive die Stadt, was deren Wirtschaftskraft minderte. Bischof Gerhard von Schwarzburg (1372-1400) versuchte das verschuldete Hochstift zu sanieren, was den fiskalischen Druck auf die Stadt verst\u00e4rkte. Der Konflikt eskalierte erneut.<\/p>\n<p>Auch auf Ebrach wirkte sich das konkret aus. K\u00f6nig Wenzel (1376-1400) erlie\u00df am 08.0ktober 1397 folgende Urkunde: \u201cDa der von Reichs wegen zum Schirmer des Klosters Ebrach ernannte Bischof Gerhard von W\u00fcrzburg aufgrund seines Krieges mit den St\u00e4dten seines Hochstifts zur Aus\u00fcbung dieser Aufgabe nicht in der Lage ist, nimmt der Aussteller die Empf\u00e4nger mit ihren G\u00fctern und Untertanen in den besonderen Schutz des Reiches und gibt ihnen als Schirmer den k\u00f6niglichen Hauptmann in Bayern und Landvogt im Elsass Borziwoy von Swinar. Falls dieser aufgrund anderer Gesch\u00e4fte diese Aufgabe nicht wahrnehmen kann, sollen die jeweiligen Reichsamtleute in Schweinfurt und Prichsenstadt, derzeit sind dies Weiprecht von Grumbach und Wilhelm von Th\u00fcngen, den Schutz des Klosters \u00fcbernehmen.\u201d (StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 741)<\/p>\n<p>Am 24. Juli 1396 schlossen W\u00fcrzburg und 14 weitere St\u00e4dte des Hochstifts mit Genehmigung von Bischof Gerhard zu einem St\u00e4dtebund zusammen. Am 13. 0ktober&nbsp; 1397 nahm K\u00f6nig Wenzel W\u00fcrzburg und 10 weitere Bundesst\u00e4dte in den Schutz des Reiches auf. RI Wenzel &#8211; [RIplus] Regg. Wenzel [n. 3037] <\/p>\n<p>Ab 1399 kam es zu kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Bischof Gebhard und einigen Bundesst\u00e4dten. Diese zogen auch das Gebiet der Abtei in Mitleidenschaft. Schon 1394 musste Abt Peter das W\u00fcrzburger Collegium schlie\u00dfen. Es wurde nach Erfurt verlegt.<\/p>\n<p>Trotz dieser Belastungen konnte Abt Peter noch Erwerbungen t\u00e4tigen. So konnte er 1503 die H\u00e4lfte aller G\u00fcter in Ober-und Unterspiesfeld kaufen, die Berthold von Heidingsfeld hinterlassen hatte. (Kloster Ebrach Urkunden 1403 Januar 2 \/ II)<\/p>\n<p>Abt Peter starb am 24. Februar 1404.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Heinrich III. Heppe (1404 bis 1426). 1405 konnte er das Schloss und das Dorf Gr\u00fcngresen(heute Kleingressingen, ein Ortsteil von Markt Ebrach) kaufen(StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 765). Verk\u00e4ufer war schon&nbsp;&nbsp; Bischof Johann I. von Egloffstein (1400-1411), der Nachfolger von Bischof Gerhard. Dieser hatte von seinem Vorg\u00e4nger eine Schuldenlast von 300.000 Gulden \u00fcbernommen. Durch seine Fehden und Kriege wurden diese noch betr\u00e4chtlich erh\u00f6ht. Papst Innozenz VII. nannte am 18.05. eine Gesamtschuld von 2,5 Millionen Gulden. (Alfred Wendehorst, Das Bistum W\u00fcrzburg 2: Die Bischofsreihe von 1254 bis 1455 (Germania Sacra N. F. 4), Berlin 1969, S .113 f.) Da das Bistum alle Ressourcen abgezogen hatte, hatte das auch auf Kloster Ebrach harte Auswirkungen. Es verarmte v\u00f6llig. Abt Heinrich konnte den Unterhalt f\u00fcr seine M\u00f6nche nicht mehr aufbringen und musste deshalb 1411 33 M\u00f6nche in andere Kl\u00f6ster des Ordens schicken.<\/p>\n<p>Das Tochterkloster Eyteren wurde dem Kloster Altenberg im Bergischen Land unterstellt.<\/p>\n<p>Durch kluges Wirtschaften hatte sich das Kloster soweit erholt, dass er schon 1414 die M\u00f6nche wieder zur\u00fcckrufen konnte.<\/p>\n<p>Am 29. Januar 1414 best\u00e4tigte Kaiser Sigmund (1411-1437) die Privilegien von Kloster Ebrach. Am gleichen Tag stellte er dem Kloster eine Urkunde aus, mit der es von allen Bewirtungspflichten und anderen Lasten befreite, da \u201ces sich in Not befand\u201d (RI Sigmund &#8211; RI XI,1 n. 922 und 923)<\/p>\n<p>Er besuchte mit&nbsp; 5 M\u00f6nchen das Konstanzer Konzil (1414-1418). Auf dem Konzil anwesend war auch&nbsp; Bartholom\u00e4us Fr\u00f6wein. Er hatte zwischen 1360 und 1370 seine Profess in Ebrach abgelegt. Er hielt Vorlesungen an der jungen Universit\u00e4t von W\u00fcrzburg und wechselte dann Wien. Dort \u00fcbernahm er die <\/p>\n<p>Leitung des Zisterzienserkollegs St. Nikolaus. Als dessen Vertreter war er auch auf dem Konstanzer Konzil. Dort wurde er am 17. April 1415 Mitglied im neuen Ausschuss, der \u00fcber den Prediger Jan Hus urteilen sollte. Zusammen mit den anderen Professoren des Ausschusses entschied er, den B\u00f6hmen als Ketzer zu verbrennen. <\/p>\n<p>1418 erwarb Abt Heinrich das Dorf Scherb, heute der kleinste Ortsteil von Markt Ebrach.<\/p>\n<p>1420 kaufte Abt Heinrich das Dorf Gro\u00dfbirkach sowie das schloss Winkel mit der W\u00fcstung Oberwinkel von Heinrich von Th\u00fcngsfeld (StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 837). Ebrach besa\u00df jetzt ein von fremdherrschaftlichem Einfluss v\u00f6llig freies Kerngebiet.<\/p>\n<p>Abt Heinrich starb am 19. November 1426.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde der oben erw\u00e4hnte Bartholom\u00e4us Fr\u00f6wein (1426 bis 1430 ). Er kehrte schon 1416 nach Wien zur\u00fcck und ist dort bis 1424 als Dekan der Theologischen Fakult\u00e4t nachgewiesen. 1426 wurde er zum Abt von Ebrach gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>1429 war er auf der Tagung des Generalkapitels. Die Jahre davor hatte Bischof Johann II. von Brunn (1411-1440)immer wieder Geldforderungen an Kloster Ebrach gestellt, 1428 Beisteuer zum Hussitenfeldzug&nbsp; und 1429, wo er 2600 Gulden erhielt (StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 867).<\/p>\n<p>Papst Martin V. (1417-1431) rief 1429 zum Konzil von Basel (1431-1449)auf. Abt Bartholom\u00e4us endsandte&nbsp; dazu zwei Ebracher Konventualen, Albert Kirchenloher und den sp\u00e4teren Abt Hermann von Kottenheim.<\/p>\n<p>Abt Bartolom\u00e4us verstarb am 25. Juli 1430.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Hermann III. von Kottenheim (1430 bis 1437).Er stammte&nbsp; aus Kottenheim, heute Teilort des Markt Nordheim in Mittelfranken. Er trat wohl fr\u00fch ins Kloster Ebrach auf. Er stieg innerhalb der Klosterhierarchie auf und wurde schlie\u00dflich Verwalter des Ebracher Hofs in N\u00fcrnberg.<\/p>\n<p>1429 wurde er von Abt Bartolom\u00e4us zum Konzil von Basel geschickt. Auch war er \u00f6fters im Auftrag des Abtes in b\u00f6hmischen Kl\u00f6stern um diese zu visitieren aber auch, um den Austausch unter den Abteien zu f\u00f6rdern. <\/p>\n<p>Nach dem Tod von Abt Bartolom\u00e4us wurde er zu seinem Nachfolger gew\u00e4hlt. Vom Generalkapitel wurde er von der Kurientaxe befreit. Das ist die Geb\u00fchr die zur Best\u00e4tigung der Wahl zu entrichten war. Auch das Basler Konzil r\u00e4umte die Befreiung ein, \u201cfalls die wirtschaftliche Lage des Klosters eine Bezahlung nicht zul\u00e4sst. StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 896<\/p>\n<p>Am 17. Oktober 1431 erteilte der B\u00fcrgermeister und der Rat der Stadt Schweinfurt dem Abt, Prior und Konvent des Klosters Ebrach die Zustimmung, in Schweinfurt ein Haus zu kaufen. (StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 874) Damit konnte der Ebracher Hof in Schweinfurt errichtet werden.<\/p>\n<p>Am 10. Mai 1434 best\u00e4tigte Kaiser Sigmund alle Privilegien, die Kloster Ebrach von seinen Vorg\u00e4ngern erhalten hat. (StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 889).<\/p>\n<p>Am 31. Juli 1434 erlaubte Sigmund Kloster Ebrach, die Klosterd\u00f6rfer und -h\u00f6fe mit Z\u00e4unen, Schranken, Planken und Gr\u00e4ben zu befestigen. Au\u00dferdem erlaubt er ihnen den Bau einer neuen Br\u00fccke \u00fcber die Rednitz bei ihrem Dorf Katzwang sowie den Ausbau der Stra\u00dfe hinter dem Dorf.<\/p>\n<p>(StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 892)  <\/p>\n<p>Abt Hermann resignierte 1437. Er lebte dann auf dem Ebracher Hof in N\u00fcrnberg. Kurz vor seinem Tod besuchte er Kloster Heilsbronn und verstarb dort 1447.  <\/p>\n<p>Der n\u00e4chste Abt war Heinrich IV. Wild (1437-1447). Am 2. M\u00e4rz 1440 gaben B\u00fcrgermeister und rat der Stadt Volkach ihre Zustimmung zum Kauf eine Hauses vom Kloster M\u00fcnsterschwarzach. Dieses hatte in dieser Zeit schwer unter der Misswirtschaft seines Abtes  <\/p>\n<p>Nikolaus I. von Glei\u00dfenberg (1431-1444) zu leiden. Der Verkauf wurde m\u00f6glicherweise dadurch mit verursacht. (StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 910).  <\/p>\n<p>Er kaufte auch G\u00fcter in Buchbrunn und Mainstockheim. Dort wurde 1500 ein Klosteramt von Ebrach gegr\u00fcndet. Gleichzeitig wurde die Mainf\u00e4hre eingerichtet, die den direkten Weg nach Ebrach erm\u00f6glichte.  <\/p>\n<p>Er resignierte 1447. Da war er bereits taub. Er starb 1454.  <\/p>\n<p>Sein Nachfolger Heinrich V. Blumentrost stammte aus Burgwindheim. \u00dcber ihn ist wenig bekannt. Sein sp\u00e4terer Werdegang l\u00e4sst aber vermuten, dass er ein Universit\u00e4tsstudium absolviert hat. Er war Baccalaureus der Theologie. Er galt als sehr redegewandt  <\/p>\n<p>und hatte einen guten Ruf als Geistlicher. 1447 wurde er zum Abt gew\u00e4hlt.  <\/p>\n<p>Auch im Gesamtorden \u00fcbernahm er Funktionen. so wurde er wohl als Visitator der Zisterzienserkl\u00f6ster in Ostfranken eingesetzt. Auch ernannte man ihn zum Aufseher \u00fcber die bayrischen und ungarischen Kl\u00f6ster.  <\/p>\n<p>In Aldersbach leitete er nach dem Tod des dortigen Abtes Johannes II Pluetl (1442\u20131448) er die Wahl. Nachdem sich der Konvent nicht auf einen Kandidaten einigen konnte, setzte er den Ebracher Konventualen Johannes Pl\u00fcer, der in Ebrach seine Profess abgelegt hatte,  <\/p>\n<p>als 20. Abt von Aldersbach ein. (Johann III. Pluer 1448\u20131463)  <\/p>\n<p>1451 leite er im Auftrag des Abtes von Morimond, Jean VII. de Graille (1449\u20131459 ) nach der Resignation des Abtes von Stift Heiligenkreuz Johann III. Altzheim (1447-1451 ) auch die Wahl des neuen Abtes. Gew\u00e4hlt wurde der Ebracher Konventuale Johannes Poley.  <\/p>\n<p>Er hatte Abt Heinrich V.nach Heiligenkreuz begleitet und wurde dem dortigen Konvent vom Ebracher Abt vorgeschlagen und zum Abt von Heiligenkreuz gew\u00e4hlt (Johannes IV Poley von 1451-1459).  <\/p>\n<p>Am 29. Mai 1452 nahm Johannes Soret der Generalprior des Karmelitenordens (1451-1471) Abt und Konvent von Kloster Ebrach in die Gebetsbruderschaft des Ordens auf. (StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 952).  <\/p>\n<p>Abt Heinrich starb am 16. Januar 1455 infolge eines Sturzes.  <\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Burkard II. Scheel(1455-1474). Er hatte wohl ein Universit\u00e4tsstudium absolviert. Laut Wikiwand war er f\u00fcr mehrere \u00c4bte in Zisterzienserkl\u00f6stern zust\u00e4ndig. Aber in Aldersbach und Heiligkreuz war sein Vorg\u00e4nger Heinrich V. f\u00fcr die Wahl zust\u00e4ndig <\/p>\n<p>und die \u00c4bte Johannes Pl\u00fcer und Johannes Poley (s.o.) wurden auf seinen Vorschlag gew\u00e4hlt. Der Abt Heinrich Scholl im ungarischen Kloster Szentgotth\u00e1rd wurde wohl erst von seinem Nachfolger Johannes I. Kaufmann nach Ungarn geschickt (s.u.)<\/p>\n<p>Abt Burkard begann sofort nach seinem Amtsantritt die Klosterkirche&nbsp; neu auszustatten. Auch schaffte er mehrere Kleinodien und Monstranzen an.<\/p>\n<p>Bei der Fronleichnamsprozession 1465 ereignete sich in Burgwindheim das \u201cHostienwunder\u201d, was den fr\u00e4nkischen Ort zum Wallfahrtsort machte.<\/p>\n<p>Auf einem Altar fiel \u201eohne fremdes Zutun und ohne Einwirkung des Windes\u201c die Monstranz um, die Hostie fiel zu Boden. Der Priester konnte sie mit aller Kraft nicht vom Boden l\u00f6sen. Es wurde ein h\u00f6lzerner Verschlag errichtet, um die Hostie zu sch\u00fctzen. Der Ebracher Konvent bereitete sich in einem achtt\u00e4gigen Gebet darauf vor, die Hostie wieder aufzuheben. Es gelang dann auch und der Abt von Ebrach Burkhard brachte sie wieder in die Pfarrkirche zur\u00fcck. Das Ereignis wurde als Wunder betrachtet, und schon zwei Jahre sp\u00e4ter entstand eine Kapelle zum Heiligen Blut. Die Zahl der Wallfahrten nahm noch zu, als 1625 eine Quelle entsprang, die bald als wundert\u00e4tig galt. Der W\u00fcrzburger Bischof Rudolf II. von Scherenberg (1466-1495)gab am 11. Juni 1467 die Erlaubnis zum Bau einer Kapelle und verlieh dieser einen Ablass. (StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 1001) Weihbischof Johannes Hutter (1451-1478) weihte sie am 4. Oktober 1467 ein. am 3. Januar 1468 best\u00e4tigten 5 Adlige in einer Urkunde das Hostienwunder. (StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 1005)<\/p>\n<p>Abt Burkard starb am 13. Dezember 1474.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Johannes I. Kaufmann. (1474- 1489). Er ist in W\u00fcrzburg geboren. \u00dcber seine Familie und seine Ausbildung sagen die Quellen nichts aus. 1466 wurde er Leiter der theologischen Fakult\u00e4t in Wien. Dieses Amt hatte er 18 Jahre inne. In dieser Zeit<\/p>\n<p>war er auch Beichtvater und Erzieher des sp\u00e4teren Kaiser Maximilian(1493-1519). 1474 wurde er zum 27. Abt des Klosters Ebrach gew\u00e4hlt. Aus seiner Regierungszeit als Abt ist kaum etwas \u00fcberliefert, nur dass er viel Geld f\u00fcr Bauten ausgab, aber auch viel Geld ansammelte, das er nach seinem Tod Kloster<\/p>\n<p>Ebrach \u00fcberlie\u00df. Er starb 5. M\u00e4rz 1489&nbsp; und wurde in der Klosterkirche von Ebrach bestattet.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Nikolaus II. Engel (1489-1495). Er studierte und wurde sp\u00e4ter als Professor und Magister der Philosophie tituliert. Auch bei ihm ist die Quellenlage d\u00fcnn. Er resignierte 1495 und lebte dann noch 14 Jahre in der Krankenabteilung der Abtei. Er starb 20. November 1509.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Veit Vendt (1495- 1503) Er ist in Iphofen geboren und nach dem Iphofener Stadtheiligen Vitus benannt. Wahrscheinlich studierte er in W\u00fcrzburg.<\/p>\n<p>Nach seiner Wahl lie\u00df er f\u00fcr 1000 Gulden eine Sakristei an die Klosterkirche anbauen. Da er erkrankt war, pilgerte er nach Bamberg um von seinem Leiden erl\u00f6st zu werden. Er starb 1503.<\/p>\n<p>Im Auftrag des Abtes von Morimond R\u00e9my de Brasey (1503\u20131517 )wurde der neue Ebracher Abt unter dem Vorsitz der \u00c4bte Sebald Bamberger (1498-1518) Kloster Heilsbronn und Emmeran Teuchler (1494-1510) Kloster Langheim gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Der 30. Abt wurde der bisherige Bursar Johannes II. Leiterbach (1503-1531) (StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 1105) Er wurde auch von den beiden \u00c4bten in sein Amt eingef\u00fchrt. Abt Johannes ist in Burgwindheim geboren.<\/p>\n<p>Quellenm\u00e4\u00dfig wird er erst wieder mit seiner Wahl greifbar.Seine Regierungszeit wurde von seiner Auseinandersetzung mit dem W\u00fcrzburger Bischof Konrad II. von Th\u00fcngen (1519-1540)<\/p>\n<p>(1519-1540) gepr\u00e4gt. Eine weitere wichtige Komponente war die Reformation, die Martin Luther mit seinem Thesenanschlag von Wittenberg 1517 ausl\u00f6ste. Ein weiteres wichtiges Ereignis war der Bauernkrieg im Jahre 1525.<\/p>\n<p>Um 1500 war der aus Volkach stammende Johannes Nibling Prior in Ebrach geworden, ein Amt, das er bis etwa 1524 bekleidete, also 24 Jahre. Er hatte in Heidelberg studiert, erwarb dort einen Abschluss in den Freien K\u00fcnsten. Danach absolvierte er<\/p>\n<p>sein Bakkalaureat in Theologie. Zusammen mit Propst Johannes Pandler von St. Gangolf wurde er 1510 zum Reichstag nach Augsburg geschickt, wo ihm von Kaiser Maximilian die Rechte Ebrachs best\u00e4tigt wurden.<\/p>\n<p>Auf dem Reichstag zu Worms 1521 best\u00e4tigte Kaiser Karl V. (1519-1556) die kaiserlichen Privilegien. Beide Urkunden sind in\u201d Inserierte Urkunden r\u00f6misch-deutscher Herrscher des Mittelalters (bis einschlie\u00dflich KarlV.) in den Reichsregistern Ferdinands I.und Maximilians II.des HHStA Wien\u201d<\/p>\n<p>aufgelistet. (Laufende Nummer 851 und 979)Die Urkunde Maximilians ist au\u00dferdem in einer Best\u00e4tigung vom 3. Mai 1510 erw\u00e4hnt, in der 2 Urkunden von Bischof Peter von Augsburg (1424 \u2013 1469) ausgestellte Urkunden den Zehnten von Mainstockheim und Buchbrunn betreffend, sowie<\/p>\n<p>eine von Maximilians Vater Friedrich III.&nbsp; am 20. Juli 1448 ausgestellte Urkunde (StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 934), in der dieser die Rechte von Kloster Ebrach best\u00e4tigt. (StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 1116 A)<\/p>\n<p>1511 begleitete er Abt Johannes zu einer Visitation nach Bildhausen. Er stellte auch den Bildhausener Abt Kilian dem W\u00fcrzburger Bischof Lorenz von Bibra (1495 \u20131519 ) vor.<\/p>\n<p>Schon unter diesem F\u00fcrstbischof scheint es Probleme zwischen Kloster Ebrach und F\u00fcrstbischo gegeben zu haben, was eine Urkunde&nbsp; nahelegt. \u201cAbt und Bursar des Klosters Ebrach erheben Protest gegen die Beeintr\u00e4chtigung der Rechte des Klosters durch den Bischof von W\u00fcrzburg und seine Amtleute, insbesondere der Rechte, die das Kloster von Bischof Gerhard von W\u00fcrzburg k\u00e4uflich erworben hat. \u201c (StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 1140)<\/p>\n<p>Zum Amtsantritt von Abt Johannes z\u00e4hlte der Konvent von Ebrach 95 M\u00f6nche. Die Reformation im Bistum W\u00fcrzburg breitete sich nach Beobachtung des Ebracher Priors Johannes Nibling zuerst in den St\u00e4dten im Nordosten des Bistums aus, dann aber sehr rasch in der Ritterschaft,<\/p>\n<p>in den weltlichen Territorien, dann aber auch in W\u00fcrzburg und den Hochstiftst\u00e4dten. (Alfred Wendehorst, Das Bistum W\u00fcrzburg 3: Die Bischofsreihe von 1455 bis 1617 (Germania Sacra N. F. 13), Berlin\/New York 1978. S 88 f.)<\/p>\n<p>In Ebrach verlie\u00dfen nur 15 Patres den Konvent. Sie scharten sich um Andreas Figuli, einen Bekannten Martin Luthers. (Elke Goez, Das Zisterzienserkloster Ebrach in seiner fr\u00e4nkischen Umwelt,&nbsp; Sonderdruck aus dem 98. Jahrbuch des Historischen Vereins f\u00fcr Mittelfranken 1996\/99 S. 20).<\/p>\n<p>Er war Ebracher Professe und 1516 an der Universit\u00e4t Heidelberg immatrikuliert. (Gustav Toepke, Die Matrikel der Universit\u00e4t Heidelberg (1. Teil) von 1386-1553, Seite 507)<\/p>\n<p>Das waren weniger, als viele andere Kl\u00f6ster zu Beginn der Reformation zu verzeichnen hatte. Allerdings genoss Ebrach keinen guten Ruf mehr. Ger\u00fcchte \u00fcber eine verlotterte Lebensweise der M\u00f6nche gingen um. Das Schweigegebot wurde praktisch nicht mehr eingehalten.<\/p>\n<p>Fast jeder M\u00f6nch besa\u00df Privateigentum und junge M\u00f6nche hatten eklatante Wissensl\u00fccken in Bezug auf die Ordensregeln.<\/p>\n<p>Unabh\u00e4ngig davon ernannte der Generalabt von Citeaux Guillaume VI. Le Fauconnier ( 1521\u2013 1540 )am 22. April 1524&nbsp; Abt Johannes zum Visitator f\u00fcr die Kl\u00f6ster Ebrach, Langheim, Bildhausen, f\u00fcr das Priorat Heiligental, Sch\u00f6ntal , Bronnbach, Heilsbronn, Kaisheim, Rottenm\u00fcnster, Heiligkreuztal, Heggbach , Wald, Baindt, Feldbach, Kalchrain, Seldenau , T\u00e4nikon , Rathhausen , Fraubrunnen, Breisach, Wonnetal , G\u00fcnterstal , Gnadental, Wurmsbach und Frauental. (StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 1160)<\/p>\n<p>Abt Johannes war 1521 auf dem Reichstag in Worms.<\/p>\n<p>Den Ebracher Bauern ging es unmittelbar vor dem Bauernkrieg nicht schlechter als den Bauern in anderen Grundherrschaften. Aber es herrschte zwischen Maindreieck und der Regnitzfurche eine Mi\u00dfstimmung, die dem lokalen Adel und den Bisch\u00f6fen durchaus gelegen kam,<\/p>\n<p>die auch teilweise bewusst gesch\u00fcrt wurde. Die Kl\u00f6ster waren Konkurrenten von Bauern und st\u00e4dtischen H\u00e4ndler und genossen dar\u00fcber hinaus handfeste Vorteile wie Befreiung von Stra\u00dfenz\u00f6llen, Stand- und Marktabgaben durch p\u00e4pstliche, kaiserliche und bisch\u00f6fliche Gnadenbriefe.<\/p>\n<p>In Franken hatte der Bauernaufstand seinen Ausgang in Rothenburg genommen. Die Aufst\u00e4ndischen von Geroldshofen und Hassfurth pl\u00fcnderten kurz vor Ostern die Klosterh\u00f6fe von Ebrach in Sulzheim und&nbsp; Elgersheim. Sulzheim und Elgersheim waren total gepl\u00fcndert und in Elgersheim auch die Geb\u00e4ude zerst\u00f6rt&nbsp; und der Brunnen unbrauchbar gemacht. V\u00f6llig zerst\u00f6rt wurden auch die Amtsh\u00f6fe in Mainstockheim. V\u00f6llig zerst\u00f6rt wurde auch der Hof in Waldschwind. Dort nahmen die Bauern auch Scheitholz mir und die Backsteine verwendeten sie zum Bau ihrer eigenen H\u00e4user.<\/p>\n<p>Vom Hof in Herresdorf wurde s\u00e4mtliches Vieh und Getreide gestohlen, aber auch Geld, Hausrat und Kelche. Den Ebracher Hof in Schweinfurt nahmen Schweinfurter B\u00fcrger \u201cin Verwahrung\u201d.Der Prior und zwei nach Schweinfurt gefl\u00fcchtete Patres durften den Hof nicht mehr verlassen.<\/p>\n<p>Auch mussten sie nach Schweinfurt in Sicherheit gebrachte Ebracher Kirchenkleinodien herausgeben, die die B\u00fcrger verkauften, ebenso wie Wein und Getreide. Den Erl\u00f6s teilten sie sich.<\/p>\n<p>An Ostern 1525, das war der 16. April musste Abt Johannes nach Schwabach aufbrechen. Dort war im Fr\u00fchjahr 1524 die Reformation eingef\u00fchrt worden. Der letzte katholische Stadtpfarrer Johannes Linck musste im Juni 1524 sein Amt niederlegen.<\/p>\n<p>Der Rat der Stadt Schwabach beanspruchte die Stelle des Leutpriesters in der Kirche von Schwabach zu besetzen, die Kloster Ebrach geh\u00f6rte und \u00fcber die es die Patronatsrechte hatte. Dar\u00fcber sollte verhandelt werden. Eingesetzt wurden zwei neue evangelische Geistliche Hans Hofmann (1524\/25) und Hans Feyelmeyer. Sie setzten die Reformation in Schwabach fort. Er reiste in Begleitung von zwei M\u00f6nchen und zwei Laien ab. Da die Gegend bereits voller Aufst\u00e4ndischen war, tauschten sie unterwegs den Zisterzienserhabit gegen schwarze Kittel. Unterwegs wurde er erkannt und festgesetzt und musste zahllose Schm\u00e4hungen erdulden. Er kam schlie\u00dflich gegen L\u00f6segeld frei und konnte sich in Begleitung von 15 Bauern zu seinem Kloster begeben. da aber war bereits besetzt und der Eintritt wurde ihm verwehrt. Als er schlie\u00dflich in sein Kloster zur\u00fcckkehrte, kam ein Bote des W\u00fcrzburger Bischofs, der ihm befahl, das Kloster vor dem Eintreffen des gro\u00dfen Bauernhaufen zu verlassen. Er fl\u00fcchtete dann erst nach Bamberg. Da er dort auch nicht sicher war, ging er schlie\u00dflich weiter nach N\u00fcrnberg. Er war dort zwar in Sicherheit. Der Rat der Stadt N\u00fcrnberg genehmigte aber nur zwei weiter Konventuale aus Ebrach in N\u00fcrnberg. Die Lage wurde immer unhaltbarer. Deswegen gab er jedem seiner M\u00f6nche 100 Gulden in Gold, da \u201cer es lieber sah, dass die patres und fratres die Gelder verzehrten, als dass sie schlechten Menschen in die H\u00e4nde fielen\u201d (Johannes Jaeger, Die Zisterzienserabtei zur Zeit der Reformation, Erlangen 1895 S. 10)<\/p>\n<p>Im September 1525 waren die Aufst\u00e4nde niedergeschlagen und Abt Johannes konnte in sein Kloster zur\u00fcckkehren. Die Abtei war niedergebrannt worden. Das Vieh war geschlachtet worden, alle Speise und Weinvorr\u00e4te waren entwendet. Die B\u00fccher der Bibliothek waren vernichtet oder geraubt worden,<\/p>\n<p>die Kirche v\u00f6llig ausgepl\u00fcndert. Der gesamte Hausrat war gestohlen. Der Abt sch\u00e4tzte die Sch\u00e4den auf&nbsp; 2.000 Gulden in der Bibliothek 500 Gulden verlorenen B\u00fccher f\u00fcr den Kultus, 1.500 Gulden in der Kirche. Dann waren fast alle Amtsh\u00f6fe betroffen. Der Schweinfurter Stadthof wurde oben erw\u00e4hnt. <\/p>\n<p>(alle Zahlen in Johannes Jaeger S. 11)<\/p>\n<p>Nach der Niederschlagung des Bauernaufstandes hielten die weltlichen Herren ein f\u00fcrchterliches Blutgericht ab und vor allem&nbsp; der W\u00fcrzburger Bischof Konrad. Bischof Konrad musste sich wegen seiner H\u00e4rte sogar an Rom wenden und dort um Absolution bitten. (Alfred Wendehorst, S. 86)<\/p>\n<p>Kloster Ebrach und Abt Johannes verzichtete auf allzu grausame Rache. M\u00f6glicherweise trat er sogar als Vermittler und F\u00fcrsprecher auf. (Elke Goez Anmerkung 76) <\/p>\n<p>Schon vor dem Bauernkrieg gab es vor allem unter den fr\u00e4nkischen Reichsrittern \u00dcberlegungen, ihre prek\u00e4re Finanzlage durch durch eine S\u00e4kularisierung der fr\u00e4nkischen Klosterg\u00fcter wieder ins Lot zu bringen. Da sie im Bauernkrieg schwer gesch\u00e4digt wurden, verst\u00e4rkte sich diese Tendenz nat\u00fcrlich.<\/p>\n<p>Sebastian von Rotenhan (+ 1534), Hofmeister des W\u00fcrzburger Bischofs und 1525 Kommandant der Festung Marienberg, trat mit diesem Vorschlag an die \u00d6ffentlichkeit. Vor allem dem Verhandlungsgeschick von Abt Johannes war es zu verdanken, dass dieser Vorschlag nicht umgesetzt wurde und die fr\u00e4nkischen Konvente ihren Besitz behalten durfte. Das ohnehin angespannte Verh\u00e4ltnis zwischen dem W\u00fcrzburger Bischof und dem Ebracher Abt verschlechterte sich weiter und brachte Abt Johannes die pers\u00f6nliche Feindschaft des W\u00fcrzburger Bischofs ein.<\/p>\n<p>Schon mit dem Einritt der Reformation begann Bischof Konrad II. gegen Kloster Ebrach vorzugehen. Durch seine vielen Privilegien war es nicht mehr w\u00fcrzburgisch. Aber es war nicht reichsunmittelbar.<\/p>\n<p>Auf dem Reichstag in Worms lie\u00df sich Abt Johannes die kaiserlichen Privilegien durch Karl V. (1519-1556) best\u00e4tigen. (StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 1157). Er konnte auch eine Beschwerde gegen Bischof Konrad vortragen. Eine Entscheidung wurde aber auf den n\u00e4chsten Reichstag 1522 in N\u00fcrnberg vertagt. Bischof Konrad war auch nicht unt\u00e4tig gewesen. Er hatte sich seine Rechte gegen\u00fcber dem Kloster ebenfalls zusichern lassen. Die Pattsituation blieb so bestehen. Bischof Konrad wollte den aufr\u00fchrerischen Abt absetzen lassen. Auf der Heimreise von Worms verfolgte er Abt Johannes. Dieser entkam zun\u00e4chst \u00fcber Kloster Bronnbach. \u00dcber den Klosterhof in W\u00fcrzburg und Kloster Heiligenthal kam er schlie\u00dflich in den Ebracher Hof in Schweinfurt. Er weigerte sich, von dort nach Ebrach zur\u00fcckzukehren, da Bischof Konrad dort inzwischen mit Soldaten erschienen war. Konrad lie\u00df dann das Klosteramt in M\u00f6nchherrendorf pl\u00fcndern. Johannes hatte sich nach Bayreuth gefl\u00fcchtet und strengte von dort einen Prozess gegen W\u00fcrzburg&nbsp; an. 1523 wurde dieser durch einen Kompromiss beigelegt. Der Bischof musste Feindseligkeiten gegen das Kloster unterlassen.<\/p>\n<p>Nach dem Bauernkrieg (s.o) versuchte auch Papst Clemens VII. (1523-1534) die kl\u00f6sterliche Ordnung wieder herzustellen. Er begann deshalb vermehrt Visitationen in den Abteien vornehmen zu lassen. 1525 beauftragte er Peter Faut (1519-1525), den Abt des W\u00fcrzburger Benediktinerkloster Sankt Stephan mit der Visitation des Klosters Ebrach. Diese erste Visitation wurde als nicht effektiv erachtet. Deshalb wurde 1529 eine neue Visitation angesetzt. Der W\u00fcrzburger Bischof Konrad wurde jetzt mit der Visitation betraut. Er hatte zwar die Berechtigung erhalten, alle Kl\u00f6ster jeden <br \/>Ordens in seiner Di\u00f6zese zu visitieren. Aber in Ebrach war man nat\u00fcrlich nicht gl\u00fccklich, dass ausgerechnet der W\u00fcrzburger Bischof das Kloster visitieren sollte. Zum einen bestand ja eine regelrechte Feindschaft zwischen Abt Johannes und Bischof Konrad. Zum andern versuchte Bischof Konrad<\/p>\n<p>praktisch seit seinem Amtsantritt die Bem\u00fchungen Kloster Ebrachs um Exemtion und Reichsunmittelbarkeit zu bek\u00e4mpfen, wo immer es ging. Der Visitationsbericht von 1531 von Konrad fiel entsprechend aus. (abgedruckt in J. Jaeger Die Zisterzienserabtei zur Zeit der Reformation, Erlangen 1895 S. 30-100). Bischof Konrad setzte Abt Johannes am 20. Januar 1531 ab. Zwar legte Prior Johannes Wolf sofort Berufung dagegen ein. Auch der Abt hatte sich direkt an Kaiser Karl V. gewandt und darauf verwiesen, dass gem\u00e4ss der Statuten der Zisterzienser ein Zisterzienserkloster nur vom Orden selbst gepr\u00fcft werden kann. Es war alles vergebens.<\/p>\n<p>Der Konvent bewilligte dem Abt aber eine Rente von 200 Gulden j\u00e4hrlich. Das entspricht etwa 30.136 \u20ac und 4 Fuder Wein. In Franken entspricht ein Fuder 900 Liter, also immerhin 3.600 Liter im Jahr! StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 1168<\/p>\n<p>Mit der Urkunde 1170 vom Jahre 1531 trat Abt Johannes von seinem Amt als Abt des Klosters Ebrach zur\u00fcck und \u201cgibt seine Abtw\u00fcrde in die H\u00e4nde des Bischofs von W\u00fcrzburg als vom Papst bestellter Visitator des Klosters bzw. seiner Kommissare.\u201d<\/p>\n<p>Er starb am 3. August 1533.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Johannes III. Wolf, genannt Lupi. Er stammte aus Zeil am Main. Er war ins Kloster Ebrach eingetreten. Er hatte Philosophie und Theologie studiert. Er galt als guter Prediger. Vor seiner Wahl zum Abt war er Prior.<\/p>\n<p>Auch nach seiner Wahl zum Abt besch\u00e4ftigte er sich weiter mit philosophischen Kommentaren. Er besch\u00e4ftigte sich mit den Werken des mallorquinischen Philosophen, Logikers und Theologen Ramon Llull (um&nbsp; 1232 bis Anfang 1316) und den <\/p>\n<p>Sentenzen des Petrus Lombardus (1095\/1100 bis&nbsp; Juli 1160), einem scholastischen Theologen und Leiter der Kathedralschule von Notre Dame in Paris. Johannes wird auch in \u201cTeutscher Nation warhaffte Helden\u201d dem Werk des Basler Arzt und Sp\u00e4thumanisten<\/p>\n<p>Heinrich Pantaleon (1522-1595) erw\u00e4hnt und zwar im Dritten Band auf Seite 215. Pantaleon erw\u00e4hnt, dass Johannes \u201cvon jugent auff flei\u00dfig gestudieret\/ und in der geschrifft einen ziemlichen verstand bekommen\u201d hat. Er sagt auch, dass Johannes das Kloster nach dem Bauernkrieg<\/p>\n<p>wieder erneuert und \u201cder jugent ein lobliche schul auffgerichtet\u201d hat.<\/p>\n<p>Er lie\u00df die verfallenen Geb\u00e4ude wieder herrichten. 1539 gab er f\u00fcr seine Gerichtsstellen eine neue Gerichtsordnung heraus. <\/p>\n<p>In seiner Regierungszeit lebten 35 Konventualen in Kloster Ebrach,davon einige, die im Zisterzienserorden Karriere machten, so die beiden sp\u00e4teren Ebracher \u00c4bte Joannes Beck und Paulus Zeller. Philipp Heberlein(1552\u20131554) wurde 1552 Abt in Heilsbronn.<\/p>\n<p>Abt Johannes&nbsp; starb&nbsp; am 25. September 1540.<\/p>\n<p>Zu seinem Nachfolger wurde Konrad II. Hartmann (1540-1551) als 32. Abt von Ebrach gew\u00e4hlt.Die Wahl erfolgte unter Vorsitz des Langheimer Abtes Konrad I. Haas (1538\u20131556 ) und im Beisein des Bildhausener Abtes Philipp. StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 1196<\/p>\n<p>Konrad stammte aus Schweinfurt. \u00dcber seine Jugend und Ausbildung ist nichts bekannt. Er trat um 1511 ins Kloster Ebrach ein. Er weilte w\u00e4hrend des Bauernkrieges in Ebrach.<\/p>\n<p>Er hatte gute Beziehungen zu K\u00f6nig Ferdinand I. (1531 r\u00f6misch-deutscher&nbsp; K\u00f6nig von 1558-1564 deutscher Kaiser) Dieser best\u00e4tigte am 7.April 1543 den 1543 mit der Stadt Schweinfurt geschlossenen Vertrag (Urkunde 1203), nachdem die Stadt Schweinfurt entgegen dem 1543<\/p>\n<p>geschlossenen Vertrag die Einfuhr, gelagerte Fr\u00fcchte und Weine mit einem Aufschlag belegte. 1544 lie\u00df sich Abt auch alle Urkunden \u00fcber die von Kaisern und K\u00f6nigen erteilten Privilegien vidimieren.<\/p>\n<p>Nach dem Tod des W\u00fcrzburger Bischofs Bischof Konrad von Th\u00fcngen&nbsp; hatten sich die Beziehungen zwischen Bistum und Kloster etwas entspannt. Das \u00e4nderte sich aber wieder als dessen \u00fcbern\u00e4chster Nachfolger Melchior Zobel von Giebelstadt (1544-1558) den W\u00fcrzburger Bischofsstuhl bestieg.<\/p>\n<p>Er lie\u00df die D\u00f6rfer von Ebrach besetzen und erpresste von Kloster Ebrach innerhalb von zwei Jahren eine Summe von 21.000 Gulden, das sind nach heutiger W\u00e4hrung immerhin 3.159.802,00 \u20ac. (Wigant Weigand, Geschichte der frankischen Cistercienser Abtei Ebrach, Landshut 1834 S. 58)<\/p>\n<p>Er hatte allerdings von seinem Vorg\u00e4nger eine gro\u00dfe Schuldenlast \u00fcbernommen, die aber unter ihm noch anwuchs und deren Tilgung das Domkapitel noch jahrelang besch\u00e4ftigen sollte. (Alfred Wendehorst S. 121).<\/p>\n<p>Diese Geldforderungen st\u00f6rten nat\u00fcrlich den Wiederaufbau der Abtei. Abt Konrad beschwerte sich bei Kaiser Karl V. Dieser verwarnte den W\u00fcrzburger Bischof. \u201cDer Aussteller befiehlt dem Empf\u00e4nger, das Kloster Ebrach weder pers\u00f6nlich noch durch seine Amtleute und Untergebenen zu bedr\u00e4ngen oder dessen hergebrachte Rechte und Freiheiten einzuschr\u00e4nken.\u201d StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 1216. Bischof Melchior hielt sich nicht daran und unterbrach die Bauarbeiten weiter. Daraufhin strengte Abt Konrad einen Prozess beim Reichskammergericht in Speyer an.<\/p>\n<p>1548 leitete er als Vaterabt die Wahl des Heilsbronner Abtes Johannes Wirsing (1548-1552). Neben zwei weiteren Zisterzienser\u00e4bten waren 4 markgr\u00e4fliche R\u00e4te anwesend. Abt Konrad hatte vom Hauptmann und den R\u00e4ten des Markgrafen <\/p>\n<p>Albrecht von Brandenburg einen Geleitbrief bekommen, damit er in&nbsp; Heilsbronn die Wahl leiten konnte.<\/p>\n<p>Die zerst\u00f6rten Geb\u00e4ude konnte Abt Konrad wieder errichten lassen. Er starb am 9. Januar 1551.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger Johannes IV. Beck (1551-1562) stammte aus Rothenfels bei Lohr. \u00dcber sein Studium wird in den Quellen nichts erw\u00e4hnt. Die Reformation hatte dem Kloster zugesetzt. Nur noch wenige M\u00f6nche lebten im Kloster. Er hatte den Prozess seines Vorg\u00e4ngers Konrad beim Reichskammergericht weiter zu f\u00fchren. Au\u00dferdem sah er sich weiteren Geldforderungen des W\u00fcrzburger Bischofs Melchior ausgesetzt. Abt Johannes erkl\u00e4rte sich erst nach der Drohung, Kloster Ebrach Kloster Ebrach unter markgr\u00e4flichen Schutz zu stellen und gegen das Versprechen Melchiors,<\/p>\n<p>Kloster Ebrach niemals zu reformieren, bereit dem Bischof Geld zu leihen. (Wendehorst S. 126)<\/p>\n<p>Abt Johannes versuchte, die zerst\u00f6rten Klostergeb\u00e4ude durch Neubauten zu ersetzen.<\/p>\n<p>Zwischen 1552 und 1554 fand der Markgrafenkrieg statt. nachdem Markgraf Albrecht Alcibiades von Brandenburg-Kulmbach (1522-1557) 1552 N\u00fcrnberg belagert und das Umland von N\u00fcrnberg verw\u00fcstet hatte, belagerte und besetzte er Forchheim. Von den F\u00fcrstbisch\u00f6fen Melchior von W\u00fcrzburg und<\/p>\n<p>Weigand von Redwitz (1552-1556) erpresste er hohe Summen und zwang sie, erheblichen Landbesitz abzugeben. Kaiser Karl V. erkannte diese Vertr\u00e4ge allerdings nicht an und verh\u00e4ngte die Reichsacht \u00fcber Albrecht Alcibiades . Am 9. Juli 1553 verlor er die Schlacht von Sievershausen gegen ein bundesst\u00e4ndisches Heer. Die Sieger fielen und in das Stammland des Markgrafen ein und verheerten die Region. 1554 wurde das nur behelfsm\u00e4\u00dfig wieder aufgebaute Kloster gepl\u00fcndert.<\/p>\n<p>Bischof Melchior \u00fcbernahm 1556 nicht mehr l\u00e4nger den Schutz des Konvents von Ebrach. Deshalb verlie\u00dfen die M\u00f6nche 1556 Kloster Ebrach und lie\u00dfen sich erst im Klosterhof von Bamberg und sp\u00e4ter von N\u00fcrnberg nieder.<\/p>\n<p>Im Februar kam Bischof Melchior mit 70 Reitern nach Ebrach und nahm den Klosterschl\u00fcssel an sich. Er wollte Abt Johannes zur Abdankung zwingen, was aber nicht gelang.<\/p>\n<p>Der Augsburger Bischof und Kardinal Otto Truchse\u00df v. Waldburg (1543 \u2013 1573) erzielte einen Vergleich zwischen dem Bistum W\u00fcrzburg und Kloster Ebrach. Der Vergleich umfasste eine Reihe von Punkten, die Ebrach ber\u00fchrten,<\/p>\n<p>unter anderem Erbschutz und Schirm \u00fcber Kloster Ebrach, die geistliche und weltliche Gerichtsbarkeit der W\u00fcrzburger Bisch\u00f6fe \u00fcber die Abtei Ebrach sowie Gerichtsrechte des Hochstifts W\u00fcrzburg im Territorium des Klosters Ebrach, eine<\/p>\n<p>Reihe weiterer Punkte und nicht zuletzt die Einstellung aller Prozesse, die von beiden Parteien gegeneinander gef\u00fchrt wurden. StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 1276<\/p>\n<p>Allerdings hatte der Vergleich nicht lange Bestand. Der W\u00fcrzburger Bischof Melchior fiel 1558 im Zuge einer Fehde mit Wilhelm von Grumbach (1503-1567) einem Attentat zum Opfer. Sein Nachfolger Friedrich von Wirsberg (1558 \u20131573 ) k\u00fcndigte den<\/p>\n<p>Vergleich ein Jahr nach Melchiors Tod schon wieder auf. Am 26. August 1561 wurde ein neuer Vertrag zwischen dem F\u00fcrstbistum und Kloster Ebrach geschlossen. StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 1299. Nun erst konnte Abt Johannes aus seinem Exil in&nbsp; N\u00fcrnberg ins <\/p>\n<p>Kloster Ebrach zur\u00fcckkehren.<\/p>\n<p>Die Streitigkeiten mit W\u00fcrzburg hatten hohe Prozesskosten verursacht. Das Kloster hatten sich hoch verschulden m\u00fcssen. Die Schulden konnten aber gr\u00f6\u00dftenteils schon in der Regierungszeit von Abt Johannes zur\u00fcckgezahlt werden.<\/p>\n<p>Abt Johannes starb am 7. Januar 1562 im Ebracher Hof in M\u00f6nchsherrnsdorf.<\/p>\n<p>Im Auftrag des Generalabtes Louis I. de Baissey (1560-1564) fand die Wahl des Nachfolgers von Abt Johannes am 20. Januar 1562 unter Vorsitz des Langheimer Abtes Friedrich Marschalk (1556-1562) und im Beisein des Bildhausener Abtes Valentin II Reinhard (1560 ?-1574) statt.<\/p>\n<p>Zum 34. Abt von Kloster Ebrach wurde Paulus I. Zeller (1562-1563) gew\u00e4hlt. Er stammte aus Heidingsfeld. \u00dcber seine Familie und seine Ausbildung ist nichts \u00fcberliefert. Wahrscheinlich besuchte er die Lateinschule in W\u00fcrzburg und studierte an der W\u00fcrzburger Universit\u00e4t.<\/p>\n<p>Er promovierte zum Professor. Im Kloster Ebrach war Paulus zun\u00e4chst Amtmann on Oberschwappach, danach \u00fcbernahm er das Amt Oberschwarzach. Dann leitete er den Ebracher Hof in W\u00fcrzburg. Er kehrte ins Kloster zur\u00fcck und wurde dort Prior. Sein Amt konnte er nur 17 Monate versehen, denn <\/p>\n<p>er starb am 29. Juni 1563.<\/p>\n<p>Die n\u00f6tig gewordene Wahl leitete Abt Ludwig II. Fuchs (1562\u20131572 ) von Langheim im Beisein des Bildhausener Cellerars Nikolaus Amling. StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 1308.<\/p>\n<p>Gew\u00e4hlt wurde Leonhard Rosen (1563-1591), der um 1532 im unterfr\u00e4nkischen Willanzheim, heute Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Iphofen, geboren wurde. \u00dcber seine Eltern, seine Ausbildung ist den quellen nichts zu entnehmen. Auch \u00fcber&nbsp; seinen Eintritt in Kloster Ebrach und seine kl\u00f6sterliche Laufbahn bis zu seiner Wahl zum Abt ist nichts bekannt. Als er sein Amt antrat, lebten nur noch 19 M\u00f6nche im Konvent. In seiner Amtszeit kamen wieder 32 neue Mitglieder dazu (Weigand S. 68) Er bestimmte Johann Koch zum Prior, der dieses Amt 29 Jahre versah.<\/p>\n<p>Er schickte einige M\u00f6nche zum Studium nach W\u00fcrzburg und er sorgte auch daf\u00fcr, dass wer nicht nach W\u00fcrzburg geschickt wurde, zur Seelsorge im Kloster ausgebildet wurde. Er sorgte auch daf\u00fcr, dass die Pfarreien der Kuratie Theinheim wieder mit Seelsorgern aus Kloster Ebrach versorgt wurden.<\/p>\n<p>Er lie\u00df den abgebrannten Klosterhof in Schweinfurt wieder aufbauen und regelte in einem Vertrag mit dem B\u00fcrgermeister und dem Rat der Stadt Schweinfurt die Rechtsstellung und Abgabenpflicht des Hofes. StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 1354<\/p>\n<p>1573 bestimmte der Generalabt von Citeaux Nicolas I. Boucherat (1571-1573) den Abt von Ebrach als Vaterabt und Visitator von Kloster Bronnbach, da dessen Vaterabtei Maulbronn von Herzog Ulrich von W\u00fcrttemberg aufgehoben worden war und die M\u00f6nche 1537 in ihr Priorat in <br \/>Pairis \u00fcbersiedelt waren. Auch sollte der Abt von Ebrach bei der Abtswahl in Bronnbach den Vorsitz f\u00fchren, den gew\u00e4hlten Abt best\u00e4tigen und in sein Amt einf\u00fchren.&nbsp; StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 1356<\/p>\n<p>Er wurde auch zum Vaterabt s\u00e4mtlicher fr\u00e4nkischer Zisterzienserkloster ernannt. Und er wurde&nbsp; Visitator der Kl\u00f6ster beiderlei Geschlechts.<\/p>\n<p>Wegen der Reichsunmittelbarkeit von Kloster Ebrach strengte Abt Leonhard nochmals einen Prozess beim Reichskammergericht in Speyer an, der aber nach 10 Jahren ohne Ergebnis endete.<\/p>\n<p>1583 kam es zu einem gro\u00dfen Ungl\u00fcck. Das Dormitorium der M\u00f6nche und die Bibliothek brannten v\u00f6llig ab und waren zum zweiten mal in kurzer Zeit v\u00f6llig zerst\u00f6rt. Aber in nur 5 Jahren war der Wiederaufbau geschafft und auch neue B\u00fccher waren wieder angeschafft worden.  <\/p>\n<p>Au\u00dferdem richtete Abt Leonhard eine Singschule ein. Das alles hatte sehr viel Kraft gekostet und Abt Leonhard wollte zweitweise resignieren. Er bekam aber vom Konvent einen Koadjutor mit dem Recht zur Nachfolge zur Seite gestellt.  <\/p>\n<p>Hieronymus H\u00f6lein hatte an der Jesuitenuniversit\u00e4t Ingolstadt Philosophie studiert.  <\/p>\n<p>Am 1. Februar 1591 hatte der Generalkommissar des Zisterzienserordens Claudius Germain, Prior von Citeaux im Auftrag des Generalabtes Edmond I. de la Croix (1584-1604) Kloster Ebrach visitiert und reformiert. Er erlie\u00df Vorschriften f\u00fcr den Kultus und das Zusammenleben. StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 1409  <\/p>\n<p>Abt Leonhard starb am 6. Oktober 1591.  <\/p>\n<p>Hieronymus H\u00f6lein (1591-1615) wurde nach Leonhards Tod zum 36. Abt von Ebrach gew\u00e4hlt. In seiner Regierungszeit traten 31 M\u00f6nche ins Kloster Ebrach ein, darunter seine beiden Nachfolger in Ebrach, Kaspar Brack (1615-1618) und Johannes Dressel (1618-1637).  <\/p>\n<p>Johann Feilzer wurde 1618 nach Bronnbach als Abt postuliert und versah dieses Amt bis 1638.  <\/p>\n<p>Besonders begabte M\u00f6nche wurden sogar nach Rom zum Studium geschickt, so Caspar Brack,&nbsp; der in Rom zum Doktor der Theologie promovierte. Nach ihm kam Johann Gres nach Rom. Dieser starb allerdings gleich nach seiner R\u00fcckkehr nach Ebrach.  <\/p>\n<p>Nikolaus Hofmann promovierte in Ingolstadt zum Doktor der Theologie.  <\/p>\n<p>In W\u00fcrzburg war Julius Echter (1573-1617) Bischof geworden. Sein Hauptaugenmerk lag auf der Gegenreformation. Auf Kl\u00f6ster wollte er wieder starken Einfluss haben. Er ersuchte 1574 Papst Gregor VIII. (1572-1585) um ein p\u00e4pstliches Mandat zur Visitation aller Kl\u00f6ster in seinem Bistum  <\/p>\n<p>(Wendehorst S. 210) Auf die Abtswahl von 1574 im Kloster Bildhausen versuchte er allerdings wohl ergebnislos durch seine Kommissare Einfluss zu nehmen. Kloster Ebrach warf er 1575 vor, es habe sich 1551 von einem Reformversuch von Bischof Melchior freigekauft.  <\/p>\n<p>Schwere Vorw\u00fcrfe gegen Ebrach erhob er auch in seinem Limina-Bericht von 1590. Deutsche Bisch\u00f6fe m\u00fcssen alle 4 Jahre zu den Apostelgr\u00e4bern in Rom \u201cad limina\u201d fahren und dem Papst einen Bericht \u00fcber den Zustand ihres Bistums vorlegen.  <\/p>\n<p>Der immer noch schwelende Streit um die Reichsunmittelbarkeit von Kloster Ebrach konnte am 19.Januar 1594 mit zwei Rezessen beigelegt werden. StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 1425 und 1426 .Diese sollten auch als Richtlinien f\u00fcr sp\u00e4tere Auseinandersetzungen gelten.  <\/p>\n<p>Darin&nbsp; einigte man&nbsp; sich \u00fcber den Modus f\u00fcr die Bezahlung der T\u00fcrken- und anderer Reichssteuern sowie der Landsteuern durch das Kloster Ebrach. Au\u00dferdem wurde festgelegt, dass das Kloster k\u00fcnftig gegen Urteile der w\u00fcrzburgischen Centgericht zun\u00e4chst an das Br\u00fcckengericht in W\u00fcrzburg und danach erst an das Reichskammergericht appellieren soll.  <\/p>\n<p>Nachdem der Streit beigelegt war, konnte das Kloster neue Baut\u00e4tigkeiten in Angriff nehmen. Die Klosterkirche wurde neu ausgestattet. Neue Alt\u00e4re und neue Bilder wurden angeschafft. Auch in den Klosterd\u00f6rfern wurde gebaut. Die Blutskapelle in Burgwindheim wurde errichtet.  <\/p>\n<p>Nach dem schweren Pestjahr von 1611 liess Abt Hieronymus die Rochuskapelle bei Ebrach errichten. Um 1600 lie\u00df Abt Hieronymus in R\u00f6delsee den Klosterhof der Abtei, der zu klein oder bauf\u00e4llig geworden war, neu errichten.  <\/p>\n<p>Nicolas II Boucherat (1604-1625) ernannte Abt Hieronymus am 13. Juni 1605 zum Generalvikar des Zisterzienserorden f\u00fcr Franken. Dieses Amt war seit dem Tod seines Vorg\u00e4ngers Leonhard erledigt. Damit erhielt er das Recht, alle neugew\u00e4hlten \u00c4bte und \u00c4btissinnen einzusegnen und ihnen  <\/p>\n<p>den Ordenseid abzunehmen gegen\u00fcber dem Orden und den Ordensoberen abzunehmen.StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 1467 und 1468. Die letzte \u00fcberlieferte Benediktion ist die von Abt Michael Kirchberger (1612-1635) in Kloster Aldersbach.  <\/p>\n<p>Mit Bischof Johann Gottfried I. von Aschhausen,der von 1609 Bischof in Bamberg und ab 1617 als Nachfolger von Julius Echter in Personalunion Bischof von W\u00fcrzburg bis zu seinem Tod 1622 war, verband ihn Freundschaft.  <\/p>\n<p>Abt Hieronymus starb am 25. November 1615 in Ebrach.  <\/p>\n<p>Kaspar Brack ist in Gerolzhofen im Landkreis Schweinfurt geboren. Er besuchte die Jesuitenschule in Bamberg. Er trat schon fr\u00fch ins Kloster Ebrach ein. Abt Hieronymus schickte ihn ans Germanikum in Rom, wo er zum Doktor promovierte.  <\/p>\n<p>Er wurde Seelsorger in Burgebrach. Nach dem Tod von Abt Hieronymus wurde er zum Nachfolger gew\u00e4hlt. Er wurde von F\u00fcrstbischof Julius Echter am 2. Februar 1616 benediziert. Er starb schon nach knapp zweieinhalb Jahren Amtszeit am  <\/p>\n<p>2. Mai 1618 im Kloster in Ebrach.  <\/p>\n<p>Sein Nachfolger Johannes V. Dressel. Er ist in Hollfeld im heutigen Landkreis Bayreuth geboren. \u00dcber seine Familie und seine Ausbildung ist nichts bekannt.Er trat unter Abt Hieronymus ins Kloster Ebrach ein, wurde dort Subprior und stieg dann zum Prior auf.  <\/p>\n<p>Im Fr\u00fchjahr 1618 wurde er unter Vorsitz des Salemer Abtes Thomas I. Wunn (1615-1647) zum 38. Ebracher Abt gew\u00e4hlt. Die Best\u00e4tigungsurkunde von Abt Thomas datier vom 27. Mai 1618. Darin bittet Abt Thomas gleichzeitig den Generalabt Nicolas II. um die Best\u00e4tigung der Wahl. StAW\u00fc, KlosterEbrach Urkunden 1526  <\/p>\n<p>Am 20. August 1618 ernannte Generalabt Nicolaus II. Johannes wie dessen Vorvorg\u00e4nger Abt Hieronymus zum Generalvikar des Zisterzienserordens in Franken. StAW\u00fc, KlosterEbrach Urkunden 1527. Ebenfalls am 20. August best\u00e4tigte er die Wahl von Abt Johannes. Urkunde 1528.  <\/p>\n<p>In Mainstockheim erbaute er den Ebracher Hof als schlossartiges Geb\u00e4ude neu auf. Als Bauzeit kommen die Jahre 1618-1630 in Frage. Ebenso erneuerte er den Amtshof in R\u00f6delsee.  <\/p>\n<p>1627 erwarb Abt Johannes das Rittergut Koppenwind von den Herren von Rotenhan. StAW\u00fc, KlosterEbrach Urkunden 1578. In der Klosterkirche lie\u00df er den Bernhardsaltar neu errichten.<\/p>\n<p>Kaiser Ferdinand II. (1619-1637) befand sich im Fr\u00fchjahr 1629 auf dem H\u00f6hepunkt seiner Macht. Er hatte ganz Deutschland seiner Gewalt unterworfen. Er sah sich in der Lage, seine gegenformatorischen Ziele auf das ganze Reich zu \u00fcbertragen. <\/p>\n<p>Am 6. M\u00e4rz 1629 erlie\u00df er das Restitutionsedikt. Ohne Einverst\u00e4ndnis der evangelischen Reichsst\u00e4nde sollte der Status Quo des geistlichen Besitzstandes im Reich wieder auf das Jahr 1552, also drei Jahre vor dem Augsburger Religionsfrieden gebracht werden.<\/p>\n<p>W\u00e4re das Edikt befolgt worden, h\u00e4tte das enorme Konsequenzen f\u00fcr das Reich gehabt. Enteignungen und R\u00fcck\u00fcbertragungen w\u00e4ren die Folge gewesen. so hatte das Edikt wenig Aussichten auf Erfolg, fachte aber den Konflikt zwischen dem katholischen Kaiser und den evangelischen F\u00fcrsten erneut an und trug zur weiteren Eskalation des Krieges bei.<\/p>\n<p>In Bayern ernannte er Abt Johannes V. und den Bamberger Bischof Johann Georg II. Fuchs von Dornheim (1623-1633) zu Kommissaren f\u00fcr die R\u00fcckgewinnung der an die Lutheraner verloren gegangenen G\u00fcter. Mit der Karthause Gr\u00fcnau, die zwischen Schollbrunn und Hasloch am Main lag, war er erfolgreich. Diese konnte den Karth\u00e4usern zur\u00fcckgegeben werden. Die anderen Projekte konnten nicht verwirklicht werden. Sie Lage hatte sich total ge\u00e4ndert. <\/p>\n<p>Im Juli 1630 landete der schwedische K\u00f6nig Gustav Adolf (1611-1632) mit 13.000 Mann auf Usedom. Seine Streitmacht brachte er durch Anwerbungen schnell auf 40.000 Mann. In der Schlacht bei Breitenfeld n\u00f6rdlich von Leipzig wurden die Truppen der katholischen Liga unter Tilly, der von 1630-1632<\/p>\n<p>ligistischer und kaiserlicher milit\u00e4rischer Oberbefehlshaber war, vernichtend geschlagen. Der Vormarsch der Schweden nach S\u00fcddeutschland konnte nicht mehr aufgehalten werden. Am 11.Oktober floh F\u00fcrstbischof Franz von Hatzfeld (1631-1642) aus W\u00fcrzburg. <\/p>\n<p>Am 12. Oktober 1631 besetzten die Schweden Schweinfurt. Am 18. Oktober 1631 eroberten die Schweden W\u00fcrzburg. Dann setzte K\u00f6nig Adolf eine k\u00f6nigliche Landesregierung ein. Die Hochstifte W\u00fcrzburg und Bamberg wurden schwedische Erblehen und 1633 dem General im Schwedischen Heer Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar als Herzogtum Franken geschenkt. Allerdings eroberten die Kaiserlichen unter Ottavio Piccolomini (1599-1656) W\u00fcrzburg 1634 zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Abt Johannes hatte schon kurz vor die Schweden eintrafen, den Kirchenschatz und einige Kleinodien nach W\u00fcrzburg gefl\u00fcchtet. 30 Konventuale hatte er in andere Kl\u00f6ster geschickt, die meisten nach Ungarn, \u00d6sterreich und B\u00f6hmen, wo sie als Seelsorger zur Aushilfe arbeiteten und sich so durchzubringen suchten. Abt Johannes und der Prior Christoph Kramer blieben in Ebrach. Der Abt unterwarf sich den Schweden, um Sch\u00e4den am Kloster zu verhindern. Die Abtei wurde zun\u00e4chst auch unter schwedischen Schutz gestellt. Im Winter 1631&nbsp; quartierten sich drei Regimenter unter dem<\/p>\n<p>Obristen Veit Ulrich Truchsess von Wetzhausen ein. Er war auch schwedischer k\u00f6niglicher Statthalter in Franken mit Sitz in W\u00fcrzburg. Die Schweden forderten eine Kontribution von 30.000 Gulden. Da der Abt sich nicht in der Lage sah, diese zu bezahlen, begab er sich ins Hauptquartier der Schweden <\/p>\n<p>nach Bamberg und versuchte die Summe herunter zu handeln. Als dies nicht gelang, begab er sich ins Kloster zur\u00fcck, wurde aber unterwegs von schwedischen Reitern eingeholt und nach Schweinfurt zur\u00fcckgebracht und dort festgesetzt. Es wurde sogar ein Verfahren wegen Hochverrats gegen ihn eingeleitet aber in Donauw\u00f6rth wurde er vom schwedischen K\u00f6nig freigesprochen (Weigand S. 73 f.) Als die Schweden mit dem Herren von K\u00fcnsberg einen eigenen Verwalter f\u00fcr Kloster Ebrach einsetzten floh er ins Schwesterkloster Himmerod in der Eifel. Unterwegs wurde er in Mainz festgesetzt, weil man Klosterdokumente bei ihm vermutete. Von Himmerod reiste er weiter nach Koblenz. Nach der Schlacht von N\u00f6rdlingen hielt er sich in K\u00f6ln auf. Dort traf er auch den W\u00fcrzburger Bischof Franz von Hatzfeld, der ihn finanziell unterst\u00fctzen konnte.<\/p>\n<p>Nach dem Frieden von Prag 1635 zogen sich die Schweden nach Norddeutschland zur\u00fcck. Abt Johannes konnte 1636 in sein Kloster zur\u00fcckkehren. Es war inzwischen v\u00f6llig verarmt. Die meisten der wenigen in Ebrach zur\u00fcckgebliebenen Konventualen waren ermordet worden.<\/p>\n<p>Abt Johannes starb am 5. April 1637.<\/p>\n<p>Unter Vorsitz des Abtes Georg Kihn (1618-1639) aus Bildhausen wurde von den wenigen verbliebenen M\u00f6nchen Johannes VI.Pfister (1637-1642) zu seinem Nachfolger gew\u00e4hlt. StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 1608. Die Wahl wurde vom Salemer Abt Thomas Wunn best\u00e4tigt.<\/p>\n<p>Er ist in W\u00fcrzburg geboren. Dort hat er wohl die Lateinschule besucht. Sp\u00e4ter studierte er an der Universit\u00e4t W\u00fcrzburg und promovierte dort in Jura.<\/p>\n<p>Seinen Nachfolger bekleidete er ins Exil in die Pfalz und ins Rheinland. Er kehrte mit ihm zusammen nach Ebrach zur\u00fcck<\/p>\n<p>Nach seiner Wahl wurde der neue Abt in W\u00fcrzburg von Bischof Franz von Hatzfeld am 2. Februar 1638 benediziert.<\/p>\n<p>Das Kloster hatte nach wie vor unter den Truppendurchz\u00fcgen zu leiden. Er konnte sein Kloster erhalten und hatte nach Weigand \u201ceine feine Art\u201d&nbsp; (S. 76) mit den durchziehenden Soldatenrotten umzugehen. Das kam nat\u00fcrlich auch dem Kloster zugute.<\/p>\n<p>Er holte noch w\u00e4hrend des Krieges einige seiner Konventualen zur\u00fcck und konnte sogar zwei Neuzug\u00e4nge vermelden. Er starb schon nach vier Jahren Amtszeit am 20. September 1641 .<\/p>\n<p>Unter Vorsitz von Abt Johann VIII. Gagel (1638-1649) wurde Heinrich VI.P\u00f6rtner zum Abt von Ebrach gew\u00e4hlt. Die Wahl wurde wieder von Abt Thomas Wunn best\u00e4tigt.&nbsp; StAW\u00fc, KlosterEbrach Urkunden 1615<\/p>\n<p>Heinrich VI. stammte aus dem unterfr\u00e4nkischen Unterspiesheim, heute Teil der Gemeinde Kolitzheim. \u00dcber seine Familie geht aus den Quellen nichts hervor. Er besuchte wahrscheinlich eine Lateinschule, wahrscheinlich in Schweinfurt.<\/p>\n<p>Er trat schon fr\u00fch ins Kloster Ebrach ein. Als die Schweden Kloster Ebrach besetzten floh er ins Primarkloster Clairvaux. Er blieb dort vier Jahre und kehrte dann wieder nach Franken zur\u00fcck. In der Klosterhierarchie stieg er schnell auf. Er wurde Subprior<\/p>\n<p>und war Pfarrvikar im Klosterdorf Burgwindheim. Bei seiner Wahl war er Cellerar StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 1613<\/p>\n<p>In Clairvaux hatte er sich wohl eine sehr strenge Lebensart angew\u00f6hnt. Nach seiner Wahl zum Abt versuchte er die Klosterzucht wieder zu st\u00e4rken. Diese hatte in den Kriegswirren doch sehr gelitten. Er f\u00fchrte einen Bu\u00dfg\u00fcrtel f\u00fcr M\u00f6nche ein. Er lie\u00df auch<\/p>\n<p>Nachtwachen aufstellen. Auch er erreichte wieder einen Zuwachs. 4 neue M\u00f6nche traten zu den&nbsp; bisherigen 9 Konventualen ins Kloster ein.<\/p>\n<p>Er wurde von einer Krankheit befallen und starb nach drei Wochen Krankenlage am 5. Oktober 1646.<\/p>\n<p>Die wieder notwendig gewordene Wahl wurde am 21. Oktober 1646 ebenfalls von dem Langheimer Abt Johann VIII. Gagel geleitet.StAW\u00fc, KlosterEbrach Urkunden 1634.<\/p>\n<p>Gew\u00e4hlt wurde Peter II. Scherenberger (1646-1658) Bei seiner Wahl war er Bursar.&nbsp; Er ist in Br\u00fcckenau geboren. 1628 wurde er zum Studium nach Dillingen geschickt. Sein Studium musste er kriegsbedingt unterbrechen. Er floh nach Salem.<\/p>\n<p>Als er nach Franken zur\u00fcckkam, fand er sein Kloster noch immer \u00f6de vor. Er nahm deshalb eine Feldpredigerstelle im \u00f6sterreichischen Regiment des Grafen Melchior von Hatzfeld (1593-1658) an. Danach war er in einer Pfarrei in B\u00f6hmen. Um 1640 kam er nach Ebrach zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Er versah erst die Pfarrei Burgebrach. Danach wurde er Bursar.Er wurde von dem W\u00fcrzburger Bischof Johann Philipp von Sch\u00f6nborn (1642-1670)zusammen mit dem Abt Remigius Winckel (1646-1654) von Kloster Schwarzach benediziert.<\/p>\n<p>1648 war endlich Friede eingekehrt. Zwischen dem 15. Mai und dem 24. Oktober waren in M\u00fcnster und Osnabr\u00fcck eine reihe von Friedensvertr\u00e4gen geschlossen worden. Ein neues Reichsreligionsrecht war festgelegt worden. Die Rechte der Reichsst\u00e4nde gegen\u00fcber dem Kaiser in ihren eigenen Territorien wurden festgeschrieben. Auf kirchlicher Ebene wurde der Passauer Vertrag von 1552 und der Augsburger Religionsfrieden von 1555 best\u00e4tigt. Das Restitutionsedikt von 1629 wurde aufgehoben&nbsp; und das Jahr 1624 wurde als Normaljahr festgelegt. <\/p>\n<p>Der evangelische und katholische Besitzstandsollte&nbsp; so bleiben oder wiederhergestellt werden, wie er am 1. Januar 1624 gewesen war.<\/p>\n<p>Das Normaljahr hatte f\u00fcr Kloster Ebrach zur Folge, dass es die an Schweinfurt verlorenen Gebiete wieder zur\u00fcckbekam. Die zerst\u00f6rten oder verfallenen Geb\u00e4ude wurden instand gesetzt. Ver\u00f6dete G\u00fcter wurden wieder angebaut.<\/p>\n<p>Abt Peter begann mit dem Bau des gro\u00dfen Kellers und des Speichers, der dann unter seinem Nachfolger vollendet wurde.<\/p>\n<p>Am 14. Juli 1649 genehmigte der p\u00e4pstliche Legat Fabius Chigi, Bischof von Nardo,(1644-1649) die Einrichtung einer Bruderschaft des Heiligen Blutes in Kloster Ebrach. StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 1646<\/p>\n<p>Im Juni 1654 wurde Kloster Ebrach von Generalabt Claude Vassin(1645-1670) visitiert. Der Generalabt erlie\u00df auch Statuten f\u00fcr Kloster Ebrach. StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 1669<\/p>\n<p>Abt Peter war auch im Orden aktiv. 1651 nahm er am Generalkapitel teil. 1653 besuchte er das Nationalkapitel in Donauw\u00f6rth und 1654 in Rottweil. Dort schlichtete er Streitigkeiten zwischen dem Bronnbacher Abt Valentin Mammel (1647-1670) und dem Konvent und von Neuburg und Abt Bernhard.<\/p>\n<p>Er weihte auch den Abt von Langheim Mauritius Knauer (1649-1664) und im Auftrag des Bischofs von Bamberg&nbsp; Melchior Otto Voit von Salzburg (1642-1653) den Abt von Kloster Banz Michael St\u00fcrzel (1648\u20131664)Auch den Konvent vergr\u00f6\u00dferte er beachtlich. Bei seinem Amtsantritt waren<\/p>\n<p>noch 6 M\u00f6nche im Kloster. Er verzeichnete 28 Neueintritte und berief aus anderen Kl\u00f6stern, die f\u00fcr die Schulung der neuen M\u00f6nche eingesetzt wurden, so den fr\u00fcheren Prior in Fulda, Placidus Braun und den Subprior aus Bildhausen, Joseph Agricola. In Ebrach richtete er eine<\/p>\n<p>philosophische und theologische Schule ein.<\/p>\n<p>Trotz der Kriegssch\u00e4den und der Lasten aus dem Krieg schaffte er es, noch 8000 Gulden schulden abzutragen.<\/p>\n<p>Abt Peter starb am 1. Juni 1658.<\/p>\n<p>Am 6. Juni 1658 wurde unter Vorsitz von Abt Mauritius Knauer (1649\u20131664 ) aus Kloster Langheim wurde Alberich Degen(1658-1686) zum 42. Abt von Kloster Ebrach gew\u00e4hlt. Er stammte aus Zeil am Main und trat 1647 in das Kloster Ebrach ein. Er studierte Theologie und wurde 1649<\/p>\n<p>zum Priester geweiht. 1654 wurde er zum Verwalter des Amtshofes in W\u00fcrzburg bestimmt. Bei seiner Wahl war er au\u00dferem Beichtvater im Kloster Seligenpforten. StAW\u00fc, KlosterEbrach Urkunden 1679<\/p>\n<p>Schon kurz nach seiner Wahl ernannte ihn Generalabt Claude Vassin zum Visitator und Generalvikar des Zisterzienserordens in Franken. Urkunde 1680. Nach dem Tod von Abt Thomas II. Schwab aus Salem, der auch Vorsteher der Oberdeutschen Zisterzienserkongregation war, wurde Abt Alberich<\/p>\n<p>1664 Generalvikar der Oberdeutschen Zisterzienserkongregation. StAW\u00fc, KlosterEbrach Urkunden 1725<\/p>\n<p>1659 nahm er in \u00dcberlingen am Kapitel und 1670 in Salem teil. 1667 war er beim Generalkapitel in Citeaux dabei.<\/p>\n<p>Er stattete die Klosterkirche gro\u00dfz\u00fcgig mit Bildern, Leuchter Kelchen und anderen Kirchenger\u00e4tschaften aus und gab daf\u00fcr 17.000 Gulden aus.<\/p>\n<p>Er erwarb den Zehnten in verschiedenen D\u00f6rfern, kaufte von Samuel von Th\u00fcngen das Schloss und das Dorf Oberschwappach. Er legte ein Kapital von 20.000 Gulden zur Unterst\u00fctzung von Ebracher Untertanen an. Au\u00dferdem tilgte er 50.000 Gulden der Schulden von Kloster Ebrach und machte dieses somit schuldenfrei.<\/p>\n<p>Er sorgte auch weiter f\u00fcr die Pflege der Wissenschaften. Am Kloster wurden Theologie und Philosophie gelehrt. Aber auch die Jurisprudenz wurde ausbaut. So konnten die Kloster\u00e4mter immer mit gut ausgebildeten Verwaltern besetzt werden. Die Bibliothek wurde von Ludwig Ludwig, dem Nachfolger von Abt Alberich geleitet und mit Werken auch aus anderen Wissenschaften wie Geschichte, Mathematik, Geographie und anderen versehen.<\/p>\n<p>Er wirkte \u00fcber das Kloster hinaus. F\u00fcr F\u00fcrstbischof Johann Philipp von Sch\u00f6nborn (1642-1673) war er ein pers\u00f6nlicher Berater. Die Mutter von Abt Alberich wurde angeblich nach einem Hexenprozess hingerichtet. F\u00fcrstbischof Johann Philipp lie\u00df in allen drei Bist\u00fcmern, in denen er (gleichzeitig) Bischof war, n\u00e4mlich W\u00fcrzburg. Mainz und Worms, nachhaltig von Friedrich von Spee beeinflusst, die Hexenprozesse abschaffen.<\/p>\n<p>Abt Alberich soll auch 1655 die Silvanerrebe erstmals in Franken am Stein anbauen lassen haben. Daf\u00fcr wurde ihm ein Denkmal errichtet,das heute im Keller des Br\u00fcgerspitals in W\u00fcrzburg zu besichtigen ist.<\/p>\n<p>Abt Alberich starb am 24. November 1686.<\/p>\n<p>Der Konvent meldete den Tod von Abt Alberich ordnungsgem\u00e4\u00df an den W\u00fcrzburger Bischof Johann Gottfried von Guttenberg (1684-1689). Dieser sandte sofort eine Kommission unter Weihbischof Stephan Weinberger (1667-1703) und dem Kanoniker des Stiftes Haug in W\u00fcrzburg Andreas Hartmann<\/p>\n<p>nach Kloster Ebrach. Diese verlangten entgegen dem Herkommen einen anderen Wahltermin, um an der Wahl teilzunehmen. Auch lie\u00dfen sie Schl\u00f6sser gewaltsam \u00f6ffnen, um eine Inventur der Abtei, des Kellers und des Speichers vorzunehmen.<\/p>\n<p>Der Konvent w\u00e4hlte aber unter Vorsitz des Langheimer Abtes Thomas Wagner (1677-1689) Ludwig Ludwig zum Nachfolger des verstorbenen Abtes und 43. Ebracher Abt Ludwig Ludwig (1686-1696).<\/p>\n<p>Er ist am 5. September 1640 in Oberschwarzach in Unterfranken, heute Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Gerolzhofen geboren. 1662 trat er in das Kloster Ebrach ein. Er hat wohl Theologie und Philosophie studiert.&nbsp; 1565 feierte er seine Primiz.<\/p>\n<p>Unter seinem Vorg\u00e4nger war er Bibliothekar, bei seiner Wahl zum Abt Prior. StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 1875<\/p>\n<p>Kurz nach der Wahl kam eine bisch\u00f6fliche Kommission und lie\u00df ein Revers unterzeichnen, in dem der Bischof wegen der durch die Wahl gezeigte Widersetzlichkeit um Nachsicht gebeten wurde. Als der Abt dieses unterzeichnete, kehrte zun\u00e4chst Ruhe ein.<\/p>\n<p>Es gab auch Schwierigkeiten mit dem Nachbarbistum Bamberg. Als Vaterabt leitete Abt Ludwig in Kloster Langheim die Wahl von Gallus Knauer (1690-1728) zum Abt von Kloster Langheim. bei dieser Gelegenheit er einigen jungen geistlichen die Niederen Weihen.<\/p>\n<p>Der Bamberger Bischof Marquard Sebastian Schenck von Stauffenberg (1683-1693) sah sich dadurch in seinen Rechten verletzt und wandte sich sogar an Rom und erwirkte dort die \u201csuspensio ab officium\u201d, als die Amtsabl\u00f6sung.&nbsp; Abt Ludwig legte darauf<\/p>\n<p>das p\u00e4pstliche Privileg vor, solche Weihen auch in seinem Kloster abstammenden Filialkl\u00f6stern auch in fremden Di\u00f6zesen vorzunehmen. Daraufhin wurde der Streit beigelegt.<\/p>\n<p>Wegen des Investiturrechts kam es zu einem Streit mit dem Bistum W\u00fcrzburg, der zu einem Prozess vor dem Reichskammergericht f\u00fchrte und erst durch die Vermittlung des deutschen Orden und des Eichst\u00e4tter Bischofs Johann Euchar Schenk von Castell (1685-1697)<\/p>\n<p>wurde dieser beigelegt.<\/p>\n<p>Im Kloster wurde Theologie, Philosophie, Geschichte und Geographie gelehrt. Er schickte seine Geistlichen auf Hochschulen und konnte auch andere Kl\u00f6ster mit Lehrern und Professoren versehen.<\/p>\n<p>Nach seiner von ihm hinterlassenen Rechnung gab er 100.000 Gulden f\u00fcr Bauten und Kirchenger\u00e4te aus. 1688 begann er mit dem Konventsbau, den aber erst seine Nachfolger fertigstellten. F\u00fcr den Konventsbau beauftragte er Johann Leonhard Dientzenhofer, der vorher in Kloster Waldsassen t\u00e4tig war. Von Balthasar Neumann (*1687-1753) sind Rechnungen vorhanden. Er lieferte Entw\u00fcrfe f\u00fcr Treppenhaus, Saaltrakt und Fl\u00fcgel um den Ehrenhof. Die Projekte sind verloren. Engagiert wurde dann&nbsp; der aus Vorarlberg<\/p>\n<p>stammende Baumeister Joseph Greissing (* 1664-1721) und sp\u00e4tere W\u00fcrzburger Hofbaumeister, der durch&nbsp; F\u00fcrstbischof Johann Philipp von Sch\u00f6nborn gef\u00f6rdert worden war.<\/p>\n<p>In N\u00fcrnberg erlitt er eine schwere Lungenentz\u00fcndung, an der er dort am 24. Mai 1696 verstarb.<\/p>\n<p>Unter Vorsitz von Abt Gallus Knauer&nbsp; aus Kloster Langheim wurde sein Nachfolger Candidus Pfister (1696-1702) aus Sulzfeld am Main zum 44. Abt von Ebrach gew\u00e4hlt. StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 1912<\/p>\n<p>Er war schon sehr fr\u00fch in das Kloster Ebrach eingetreten und hatte verschiedene Kloster\u00e4mter innegehabt. Er war Bursar, Cellerar. Bei seiner Wahl war er Kanzleidirektor. Er war Ratgeber und Gef\u00e4hrte seines Vorg\u00e4ngers Ludwig.<\/p>\n<p>Als M\u00f6nch unternahm er im Auftrag der Abtei weite Reisen.<\/p>\n<p>Schon am 12. August 1696 wurde er von Generalabt&nbsp; Nicolas III. Larcher (1692-1712) zum Visitator und Generalvikar des Zisterzienserorden in Franken ernannt. (Urkunde 1914)<\/p>\n<p>170 kaufte er von dem Dompropst Otto Philipp von Guttenberg den Klebheimer Hof. StAW\u00fc, KlosterEbrach Urkunden 1927<\/p>\n<p>Mit dem W\u00fcrzburger Bischof Johann Philipp von Greiffenclau zu Vollraths (1699-1719)kam ein Kompromiss \u00fcber die Stellung der Abtei zustande. Am 11. Juni 1701 wurde ein Vertrag \u201c\u00fcber verschiedene zwischen ihnen strittige Punkte\u201d abgeschlossen.<\/p>\n<p>StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 1928. Gekl\u00e4rt wurde allerdings nichts. Die Spannungen zwischen Bistum und Abtei blieben bis zum ende des Klosters bestehen.<\/p>\n<p>Abt Candidus resignierte 1702. Er hatte mehrere Schlaganf\u00e4lle, er war zeitweilig gel\u00e4hmt und seine Sprache war schwer gest\u00f6rt. Nach seinem Amtsverzicht lebte er weiter in seiner Wohnung. Er starb am 26. Februar 1704.<\/p>\n<p>Nach der Resignation von Abt Candidus wurde Paulus II. Baumann (1702-1714) zum 45. Abt von Ebrach gew\u00e4hlt. Generalabt Generalabt&nbsp; Nicolas III. Larcher best\u00e4tigte die Wahl am 13. Januar 1703. StAW\u00fc, KlosterEbrach Urkunden 1933<\/p>\n<p>Zwei Tage sp\u00e4ter ernannte er ihn zum Generalvikar und Visitator f\u00fcr die Fr\u00e4nkischen Zisterzienserkl\u00f6ster.Urkunde 1934<\/p>\n<p>Abt Paulus II. ist am 4. September 1644 in W\u00fcrzburg geboren. Er besuchte dort die Lateinschule und studierte an der Universit\u00e4t W\u00fcrzburg. Er trat in das Kloster Ebrach ein. Am 20. August 1663 legte er sein ewiges Gel\u00fcbde ab. Am 9. November 1670 feierte er<\/p>\n<p>seine Primiz. Er stand zun\u00e4chst dem Klosteramt in Sulzfeld vor. Dann wurde er Amtmann in M\u00f6nchherrnsdorf. Im Kloster Ebrach war er Bursarius und dann Kanzleidirektor.<\/p>\n<p>Er begann die Klosterkirche neu auszustatten. In W\u00fcrzburg wurde der Bau des Klosterhofes vollendet. Er entstand wohl unter Mitwirkung von Joseph Greissing in den Jahren 1710-1712. In Waldschwind wurde das Hofgut vollendet. Im 18. Jahrhundert trafen sich die F\u00fcrstbisch\u00f6fe von Sch\u00f6nborn<\/p>\n<p>mehrmals und veranstalteten zusammen mit den Ebracher \u00c4bten Jagden. Den Hof in Gochsheim-Eyer baute er von Grund auf neu. Er dient heute als Pfarrhaus. Die Renovierung Ebracher Hofs in R\u00f6delsee war schon unter Abt Hieronymus begonnen werden. Abt Paulus vollendete sie<\/p>\n<p>und lie\u00df 1712 dort sein Wappen anbringen.<\/p>\n<p>Auch Abt Paulus hatte Gesundheitsprobleme. Er litt unter Nierenstein . Er bat 1714 beim Generalvikar der Oberdeutschen Zisterzienserkongregation&nbsp; Stephan I. Jung (1698\u20131725 ) um Resignation. diese wurde genehmigt. Er lebte dann weiter im Kloster.<\/p>\n<p>Er starb am 1. April 1725.<\/p>\n<p>Auf ausdr\u00fccklichen Wunsch des emeritierten Abtes Paulus wurde Wilhelm S\u00f6lner (1714-1741) zu seinem Nachfolger gew\u00e4hlt. Generalabt Edmond II. Perrot (1712-1727) best\u00e4tigte die Wahl am 8. Oktober 1714. StAW\u00fc, KlosterEbrach Urkunden 1968<\/p>\n<p>Einen Tag sp\u00e4ter ernannte er ihn zum Generalvikar und Visitaror f\u00fcr die Fr\u00e4nkischen Zisterzienserkl\u00f6ster. Urkunde 1969<\/p>\n<p>Abt Wilhelm wurde am 30. Dezember 1671 in Gerolzhofen im heutigen Landkreis Schweinfurt geboren. Mit 5 wurde er schon auf die Zisterzienserschule in W\u00fcrzburg geschickt um eine solide Ausbildung zu erhalten. Er schloss mit der Matura ab.<\/p>\n<p>Dann studierte er an der Universit\u00e4t von Ingolstadt, die wie fast alle katholischen Universit\u00e4ten von Jesuiten geleitet wurde. Er studierte Theologie. Er trat ins Kloster Ebrach ein und legte am 21. November 1691 seine Gel\u00fcbde ab.<\/p>\n<p>Dann ging er ins Kloster Waldsassen. Dort wurde er in Rhetorik geschult und schrieb mehrere Disputationen. Seine akademische Ausbildung schloss er an der Universit\u00e4t Prag ab. Dort hatte er Geschichte, Staatskunde und Rechtswissenschaften studiert.<\/p>\n<p>Er promovierte und lehrte dort anschlie\u00dfend kirchliches Recht. Seine akademische Laufbahn musste er abbrechen, weil er ins Kloster zur\u00fcckberufen wurde. Dort wurde er Kanzleidirektor. In seiner Amtszeit verfasste er eine kurze Streitschrift gegen das Bistum W\u00fcrzburg,<\/p>\n<p>das die Reichsunmittelbarkeit von Kloster Ebrach bezweifelte<\/p>\n<p>Er wurde von dem W\u00fcrzburger F\u00fcrstbischof Bischof Johann Philipp von Greiffenclau zu Vollraths&nbsp; am 2. Juni 1715 benediziert. Die Regierung dieses F\u00fcrstbischofs bedeutete eine kurze Entspannungsphase im Verh\u00e4ltnis von Bistum und Abtei.<\/p>\n<p>Doch schon mit seinem Nachfolger Johann Philipp Franz von Sch\u00f6nborn (1719-1724) ging der Kampf um die Unabh\u00e4ngigkeit von W\u00fcrzburg weiter und pr\u00e4gte auch die gesamte Regierungszeit von Abt Wilhelm.<\/p>\n<p>Bei seinem Amtsantritt waren 50 Religiose und 6 Konversen im Kloster Ebrach. W\u00e4hrend seiner Regierungszeit wurden 65 Religiose neu aufgenommen.<\/p>\n<p>Sofort nach seiner Wahl beschloss er die Weiterf\u00fchrung der seit 1702 unterbrochenen arbeiten am \u201cNeuen Bau\u201d. Es ist nicht der barocke \u201cBauwurmb\u201d, der ihn antreibt, wie das F\u00fcrstbischof Damian Hugo von Sch\u00f6nborn von Speyer genannt hat.<\/p>\n<p>Es ist die gebaute Legitimation der beanspruchten Reichsunmittelbarkeit als Triebfeder seiner Baut\u00e4tigkeit, f\u00fcr die er 600.000 Gulden ausgeben wird (Der Gulden um 1750 w\u00e4re heute etwa 10.\u2014\u20ac wert) Also hat Abt Wilhelm etwa 6 Mio \u20ac f\u00fcr die<\/p>\n<p>Baut\u00e4tigkeit seines Kloster ausgegeben und das ohne Schulden zu machen! Es wurde nun aber nicht die von dem inzwischen verstorbenen Johann Leonhard Dientzenhofer zweigeschossige Klosteranlage weitergef\u00fchrt&nbsp; werden. Es sollte ein <\/p>\n<p>Schloss-Stift gebaut werden \u00e4hnlich wie das nahe schloss Pommersfelden, das gerade fertig geworden ist.<\/p>\n<p>1720 wurden die Arbeiten in Ebrach unterbrochen. Nun wurden die Amtsh\u00f6fe in Burgwindheim (1720\u20131725), Sulzheim (bis 1729), Mainstockheim (1727\u20131734) und Oberschwappach (bis 1738) ebenso repr\u00e4sentativ als Amtsschl\u00f6sser umgebaut. Schon 1730 wurde in Ebrach weitergebaut.<\/p>\n<p>Um das Kloster entstand ein Rokokopark.<\/p>\n<p>Dann wurden die \u00d6konomiegeb\u00e4ude in der sogenannten Klostervorstadt gebaut. Auch ein Krankenhaus entstand, um den immer wieder auftretenden Seuchen in der Klosterumgebung entgegen zu wirken.<\/p>\n<p>Er f\u00f6rderte die Wissenschaft im Kloster. Die Bibliothek erweiterte er. Im Ebracher Hof in W\u00fcrzburg richtete er wieder ein Studienkolleg ein,in dem Studenten aus allen fr\u00e4nkischen Kl\u00f6stern aufgenommen wurden.<\/p>\n<p>Im Auftrag des Generalkapitels verfasste er die \u201cBrevis Notitia\u201d \u00fcber das Kloster. Darin waren die Rechte und Privilegien, die in der langen Geschichte des Ebracher Klosters gesammelt worden waren, zusammengefasst.<\/p>\n<p>Der W\u00fcrzburger F\u00fcrstbischof Friedrich Karl von Sch\u00f6nborn-Buchheim (1729-1746) bezeichnete das Schriftst\u00fcck als&nbsp; \u201cSchandwerk\u201d und lie\u00df es in W\u00fcrzburg \u00f6ffentlich verbrennen. Als Antwort lie\u00df Abt Wilhelm in Rom eine zweite Auflage drucken.<\/p>\n<p>Abt Wilhelm plante eine zweite Schrift, die seine Absichten erl\u00e4utern sollten. vor der Vollendung starb er aber 24. April 1741.<\/p>\n<p>Am 16. Mai 1741 fand unter Vorsitz von Abt C\u00f6lestin I. Mermos (1739\u20131771 ) die Wahl von Wilhelms Nachfolger statt.StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 2040. Gew\u00e4hlt wurde Hieronymus II. Held (1741-1773) Noch im Mai wurde er<\/p>\n<p>von Generalabt Andoche Pernot des Crots (1727-1728) zum Visitator und Generalvikar des Zisterzienserordens in Franken ernannt. Urkunde 2042<\/p>\n<p>Er stammte wie sein Vorg\u00e4nger&nbsp; ebenfalls aus Gerolzhofen und ist dort am 2. Februar 1694 geboren. Er trat in Kloster Ebrach ein. In seinen j\u00fcngeren Jahren war er dort als Professor der Philosophie t\u00e4tig. Dann wurde er Amtmann im Ebracher Hof in<\/p>\n<p>W\u00fcrzburg und war dort auch Pr\u00e4ses des dortigen Studienkollegs der Zisterzienser.<\/p>\n<p>Im Auftrag&nbsp; von Abt Wilhelm reiste er nach Rom, um bei der Congregatio super negotiis episcoporum et regularium, \u00fcber seine \u201cBrevis notitia\u201d zu verhandeln. Diese Kongregation ist f\u00fcr Untersuchungen von Streitigkeiten der Bisch\u00f6fe und Ordensgeistlichen zust\u00e4ndig.<\/p>\n<p>Hieronymus Held erreichte, dass die Schrift in Rom anerkannt wurde und eine Neuauflage in Rom gedruckt wurde.<\/p>\n<p>Als Abt war Hieronymus bem\u00fcht, das angespannte Verh\u00e4ltnis zum Hochstift W\u00fcrzburg zu entkrampfen. Er stoppte den Nachdruck der \u201cBrevis Notitia\u201d, obwohl er ja die Druckgenehmigung bewirkt hatte. Aber auch F\u00fcrstbischof Friedrich Karl suchte die Streitigkeiten zu beenden.<\/p>\n<p>Eine Reihe kleinerer Unstimmigkeiten wurden ausger\u00e4umt, so zum Beispiel zwischen dem W\u00fcrzburgischen Hofrat R\u00f6thlein und dem Klosteramtmann&nbsp; in Burgwindheim StAW\u00fc, KlosterEbrach Urkunden 2068 oder ein Vergleich in Forstbezirken StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 2069.<\/p>\n<p>Aber auch langwierige Streitigkeiten wie das Patronatsrecht auf die Pfarrei Burgebrach wurden 1752 mit einem Vergleich beigelegt. (Weigand S. 100 f.)<\/p>\n<p>Nach dem Tod des bisherigen Generalvikars der Oberdeutschen Zisterzienserkongregation, des Salemer Abtes Konstantin Miller (1725-1745) ernannte Generalabt Andoche Pernot am 6. M\u00e4rz 1645 Abt Hieronymus zum Generalvikar.StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 2054<\/p>\n<p>Es fanden aber wegen des Siebenj\u00e4hrigen Krieges 1756-1763 aber auch wegen interner Streitigkeiten im Zisterzienserorden (Weigand S. 101)<\/p>\n<p>1760 wurden Abt Hieronymus und der Abt von St. Urban Augustin M\u00fcller (1751\u20131768) zu Kommissaren ernannt, die Streitigkeiten zwischen dem Salemer Konvent und dem Abt Anselm II. Schwab (1713-1778) untersuchen und entscheiden sollten.<\/p>\n<p>Die Kommission suspendierte Abt Anselm und beauftragte den Prior und einige Geistliche mit der Verwaltung des Klosters. (Weigand S. 101) Abt Anselm hatte aber beste Beziehungen zum Wiener Hof. Von <br \/>Maria Theresia war er 1748 zum&nbsp; \u00abKaiserlichen und K\u00f6niglichen Wirklichen Geheimen Rat\u00bb ernannt worden. Er wehrte sich und konnte die Intrige, an der&nbsp; auch der Konstanzer Bischof Kardinal Franz Conrad von Rodt (1750-1775)beteiligt war,<\/p>\n<p>abwehren. Er erwirkte einen K\u00f6niglichen Hofratsbeschluss, der die Kommissionsentscheidung aufhob, da sie nicht ber\u00fccksichtigt habe, dass Abt Anselm ein Reichsstand sei. Nur mit Bewilligung der k\u00f6niglichen Majest\u00e4t k\u00f6nnte eine solche Suspendierung vorgenommen<\/p>\n<p>werden.&nbsp; Auch dem Generalabt wurde vorgeworfen, dass dieses Verfahren rechtswidrig sei.<\/p>\n<p>Der Siebenj\u00e4hrige Krieg machte dem Kloster zu schaffen. Es kam zu Einquartierungen sowohl von preussischen als auch \u00f6sterreichischen Truppen. Insgesamt musste das Kloster 300.000 Gulden an Kontributionen bezahlen, an der Kaufkraft gemessen als etwa 3 Millionen \u20ac.<\/p>\n<p>Trotzdem konnte eine neue Orangerie und ein Hirschgarten errichtet werden. In Bamberg wurde 1768 der neue Ebracher Hof fertiggestellt und in Koppenwind wird der Amtshof neu erbaut. Er lie\u00df die Hauptorgel und zwei vom W\u00fcrzburger Hoforgelbauer Johann Philipp Seuffert (1693-1780)erstellen.<\/p>\n<p>Die Wissenschaft bl\u00fchte. Die Bibliothek unter Pater \u00c4quilin wurde gepflegt und die Abtei konnte sich wirtschaftlicher Prosperit\u00e4t erfreuen.<\/p>\n<p>In seiner Amtszeit traten insgesamt 58 Novizen in Kloster Ebrach ein.<\/p>\n<p>Im letzten Jahr seiner Regierung erkrankte er an Gicht Er starb am 20. Oktober 1773.<\/p>\n<p>Am 13. Dezember 1773 wurde Wilhelm II. Ro\u00dfhirt (1773-1791) zum Nachfolger von Abt Hieronymus und vorletzten Abt von Kloster Ebrach gew\u00e4hlt. Die Wahl fand unter Vorsitz des Abtes Fortunat Hartmann(1755-1779) von Kloster Plass statt, der gleichzeitig Generalvikar von B\u00f6hmen war.<\/p>\n<p>StAW\u00fc, KlosterEbrach Urkunden 2096 und Urkunde 2099 Der letzte Generalbt des Zisterzienserordens Fran\u00e7ois Trouv\u00e9 (1748-1797) ernannte Abt Wilhelm am 21. November 1774 zum zum Generalvikar des Ordens f\u00fcr Franken mit dem Recht zur Visitation und Beaufsichtigung der M\u00e4nnerkl\u00f6ster Bildhausen, Bronnbach und Langheim sowie des Frauenklosters Himmelspforten. StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 2100.<\/p>\n<p>Zur Wahl im Dezember gab es auch ein Gl\u00fcckwunschschreiben von Gr\u00e4fin Johanna von Sch\u00f6nborn. StAW\u00fc, KlosterEbrach Urkunden 2098. Sie war die Gattin des Grafen Hugo Damian Erwein von Sch\u00f6nborn, der die Herrschaft Wiesentheid im Fr\u00e4nkischen Reichskreis innehatte.<\/p>\n<p>Da es im Urkundenbestand des Staatsarchivs W\u00fcrzburg zu Kloster Ebrach die einzige dieser Art ist, erw\u00e4hne ich sie der Kuriosit\u00e4t halber.<\/p>\n<p>Abt Wilhelm ist am 4. Februar 1714 in Neustadt an der Saale geboren. Er stammt aus einer Beamtenfamilie in Neustadt. \u00dcber seine schulische Ausbildung ist in den Quellen nichts zu erfahren. Er trat ins Kloster Ebrach ein und legte dort am 18. Juli 1734 sein Gel\u00fcbde ab.<\/p>\n<p>1738 wurde er zum Priester geweiht. In der Laufbahn der Kloster\u00e4mter war er Kanzleirat, dann Subprior. 5 Jahre war er Prior. Danach wurde er nach W\u00fcrzburg berufen, wo er den Ebracher Klosterhof leitetete. Bis 1773 war er dann Amtmann am Sulzheimer Hof.<\/p>\n<p>Dann wurde er zum Abt gew\u00e4hlt. Eine seiner ersten Amtshandlungen war, die durch Ebrach verlaufende Landstra\u00dfe zu erh\u00f6hen. Das bewirkt bis heute den Eindruck, dass die Kirche niedriger liegt.<\/p>\n<p>Er schickte viele seiner Konventualen zum Studium nach W\u00fcrzburg, neben Theologie auch juristische F\u00e4cher. So konnte er die Lehrst\u00fchle in Ebrach belegen, hatte aber auch f\u00fcr die \u00c4mter fachlich ausgebildetes Personal.<\/p>\n<p>In seiner Eigenschaft als Vaterabt musste er in Langheim eingreifen. Dort gab es Misshelligkeiten zwischen Konvent und Abt.Abt Johann Nepomuk Pitius (1774-1787)hatte dem Kloster durch Ank\u00e4ufe und Neubauten hohe Kosten verursacht,<\/p>\n<p>obwohl das Kloster noch an den Kontributionen aus dem Siebenj\u00e4hrigen Krieg zu tragen hatte. Abt Wilhelm hatte diese Ausgaben untersagt. Der Bamberger Bischof Franz Ludwig von Erthal (1779-1779 in Personalunion auch Bischof von W\u00fcrzburg)befahl Abt Nepomuk Pitius am 3. April 1787 Gehorsam gegen\u00fcber dem Vaterabt. Am&nbsp; 22. Juli 1787 suspendierte er ihn wegen Verschwendung vom Amt.<\/p>\n<p>Im Kloster lie\u00df er die Kirche neu gestalten. sie war bereits reich barock ausgestattet. sie hatte 27 Alt\u00e4re in Chor und Schiff und drei Alt\u00e4re in der Michaelskapelle. Der W\u00fcrzburger Hofstuckateur Materno Bossi (1739\u20131802) gestaltete den fr\u00fchklassizistischen Umbau.<\/p>\n<p>Er verfremdete den mittelalterlichen Raum, wahrte aber seine Tektonik. Er ersetzte die gotischen plastischen Werkst\u00fccke. nun stehen hier korinthische S\u00e4ulen. Die Farblosigkeit puristischer gotischer Innenr\u00e4ume wird durch lichte Farbigkeit ersetzt. Es ist ein<\/p>\n<p>echtes Meisterwerk, das hier zu bewundern ist. F\u00fcr die Erneuerung der Kirche hat Abt Wilhelm 100.000 Gulden ausgegeben.<\/p>\n<p>Wegen einer Schrift des Paters&nbsp; Christian Baumann flammte der Streit mit dem Bischof von W\u00fcrzburg wieder auf. Es handelte sich zwar um eine Schrift mit wirtschaftlichem Inhalt. Aber auf dessen Titel nannte sich der Verfasser \u201cMitglied der unmittelbaren Reichsabtei Ebrach\u201d<\/p>\n<p>Der W\u00fcrzburger Bischof Franz Ludwig von Erthal&nbsp; bezeichnete die Schrift&nbsp; als \u201eArroganz\u201c der M\u00f6nche und lie\u00df es \u00f6ffentlich verrufen. Daraufhin strengte Ro\u00dfhirt einen neuerlichen Prozess am Reichskammergericht an, den er schlie\u00dflich auch gewann.<\/p>\n<p>1788 konnte im Kloster ein letztes gro\u00dfes Fest gefeiert werden. Abt Wilhelm beging sein 60-j\u00e4hriges Priesterjubil\u00e4um, was mit gro\u00dfen von seinem Nachfolger Eugen Montag geplanten viert\u00e4gigen Festlichkeiten begangen wurde. Abt Wilhelm war wegen seiner Mildt\u00e4tigkeit bekannt und geliebt.<\/p>\n<p>Bei einer \u00dcberschwemmungskatastrophe in Bamberg hatte er mehrere Wagen mit Brot und Mehl nach Bamberg geschickt, um die Not zu lindern.<\/p>\n<p>Nach einem Prunkfr\u00fchst\u00fcck gab es den ganzen Tag Wein und Brot f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung. Der Abt speiste mit 340 G\u00e4sten. Es gab ein Konzert mit einer ber\u00fchmten Sopranistin. Am n\u00e4chsten Tag gab es ein Feuerwerk und die Auff\u00fchrung eines Singspiels. Am Folgetag stand ein Kom\u00f6dientheater mit modischen Kost\u00fcmen auf dem Programm. Am Folgetag wich die Gesellschaft auf den \u00d6konomiehof nach Waldschwind aus, weil an diesem Tag im Kloster kein Fleisch gegessen werden durfte und Abt Wilhelm seinen G\u00e4sten eine solche Enthaltsamkeit nicht zumuten wollten. Es war ein barockes Fest, wie man es sich vorstellt und die letzten unbeschwerten Tage in der Abtei. Dieses Fest wird bei Elke Goez auf Seite 24 ff ausf\u00fchrlich beschrieben.<\/p>\n<p>Die Abtei hatte eine letzte gro\u00dfe Phase. Sie erlebte eine Bl\u00fcte ihres Bauwesens und der Klostermusik.<\/p>\n<p>Auch Abt Wilhelm nahm eine Reihe von Novizen auf. Unter den letzten 4 \u00c4bten waren noch fast 170 neue M\u00f6nche ins Kloster eingetreten.<\/p>\n<p>Abt Wilhelm II. Ro\u00dfhirt starb am 15. Januar 1791 sechsundsiebzigj\u00e4hrig.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Eugen Montag. (1791-1803, +1811) Er ist am 5. M\u00e4rz 1741 in Ebrach als Sohn des Rechtskonsulenten von Kloster Ebrach Georg Wilhelm Montag&nbsp; geboren. Er ging in W\u00fcrzburg zur Schule<\/p>\n<p>Am 16.11.1760 legte er in Kloster Ebrach seine Profess ab. Dann studierte er in W\u00fcrzburg Theologie, beide Rechte sowie Geschichte. 1765 wurde er zum Priester geweiht. Im Kloster stieg er \u00fcber den Subprior, Kanzleirat und schlie\u00dflich<\/p>\n<p>Kanzleidirektor von Kloster Ebrach. Er war also der weltliche Regent im Abteiland. Auch f\u00fcr den Orden war er t\u00e4tig. Er war jahrelang Sekret\u00e4r der Oberdeutschen Zisterzienserkongregation und hatte sich als solcher mit diffizilen&nbsp; Rechtsangelegenheiten im Orden <\/p>\n<p>zu befassen.<\/p>\n<p>Unter Vorsitz von Abt Robert Schlecht (1778-1802) wurde er am 21.1791 zum 49. und letzten Abt von Kloster Ebrach gew\u00e4hlt. Einen Monat sp\u00e4ter wurde er von F\u00fcrstbischof Franz Ludwig von Erthal benediziert.<\/p>\n<p>Er war ein hochger\u00fchmter Staatsrechtsfachmann seiner Zeit und schrieb mehrere Werke.<\/p>\n<p>Disquisitio de ducatu et judicio provinciali episcopatus Wirzeburgensis, 1778; <br \/>Frage, ob d. Abtei Ebrach \u2026 d. Pr\u00e4dikat \u201ereichsunmittelbar\u201c rechtm\u00e4\u00dfig geb\u00fchre, u. ob dieselbe als Herrschaft ihrer Untertanen d. Regel d. Reichsfreyheit gegen d. hochf\u00fcrstl. W\u00fcrzburg. Anspr\u00fcche e. vollkommenen Landeshoheit zu behaupten befugt seye, 1786; <br \/>De milite nobili et ingenuo saeculi XI. et XII. una cum vindiciis Marquardi de Grumbach dynaste, 1794; <br \/>Historiae diplomaticae Ebracensis Monasterii Saeculi primi Epocha prima ab anno 1126-1166 sive de rebus gestis sub Adamo Abbate I. <\/p>\n<p>Die diplomatische Geschichte beschrieb die Geschichte von Kloster Ebrach seit seiner Gr\u00fcndung. <\/p>\n<p>Noch nach seinem Tod erschien eine von F. A. Frey \u00fcberarbeitete Auflage von Geschichte der deutschen&nbsp; staatsb\u00fcrgerlichen&nbsp; Freyheit <\/p>\n<p>Er vollendete die Ebracher Schulordnung, die sein Vorg\u00e4nger begonnen hatte. <\/p>\n<p>Noch vor seiner Wahl war am 14.Juli 1789 in Frankreich die Revolution ausgebrochen. Ordensgemeinschaften wurden aufgehoben, nat\u00fcrlich auch der Zisterzienserorden. Viele Patres gingen ins Exil. <\/p>\n<p>Der letzte Abt&nbsp; des Mutterklosters von Ebrach Morimond&nbsp; Antoine Remy Chautan de Vercly (1778-1791) ging nach der Aufhebung seines Klosters nach Ebrach ins Exil. <\/p>\n<p>Antikirchliche Stimmungen, die auch den Weg zur S\u00e4kularisation ebneten, breitete sich aus.  <\/p>\n<p>Unter den Koalitionskriegen hatte Kloster Ebrach nochmals schwer zu leiden. in Amtsh\u00f6fen wurden Lazarette eingerichtet. Kontributionen mussten gezahlt werden. 1796 und 1800 besetzten und pl\u00fcnderten das Kloster. 1800 musste <\/p>\n<p>der Abt fliehen.um nicht als Geisel genommen zu werden. Preussen nutzte die Lage zur Okkupation ebrachischer Besitzungen. <\/p>\n<p>Zwar wurde im Reichskammergerichtskalender und 1802 im Reichsdeputationshauptschlu\u00df Kloster Ebrach als reichsunmittelbar bezeichnet. <\/p>\n<p>Aber es war bereits \u00fcberholt. <\/p>\n<p>1801 wurde in Lun\u00e9ville Frieden geschlossen. Darin best\u00e4tigte Kaiser Franz und das Reich Frankreich das Recht auf die Inbesitznahme&nbsp; linksrheinischer Gebiete. Daf\u00fcr sollten deutsche Staaten im Gegenzug mit rechtsrheinischem Kirchenbesitz entsch\u00e4digt werden. <\/p>\n<p>Abt Eugen verhandelte mit Bayern, um das Kloster als Kollegium einzurichten. Vergeblich. Er hatte auch auf die enorme Bedeutung von Kloster Ebrach f\u00fcr sein Umland hingewiesen. <\/p>\n<p>Von den Jahreseinnahmen10 wurde mindestens die H\u00e4lfte f\u00fcr die Besoldung von Angestellten, Priestern und Pfarrern &#8211; in Katzwang, Schwabach und Leerstetten unterhielt die Abtei sogar evangelische Pfarrer- das Schulwesen, K\u00fcnstlerhonorare, Kredite f\u00fcr die Landbev\u00f6lkerung und Almosen ausgegeben. Doch das interessierte niemanden. <\/p>\n<p>Am 11.12.1802 forderte der bayerische Kommissar Klinger den Treueid auf den Kurf\u00fcrsten. Bald begann die Inventarisierung, und am 2.5.1803 verk\u00fcndete der ehemalige Ebracher Syndikus Stupp die Aufl\u00f6sung der \u00e4ltesten rechtsrheinischen&nbsp; Zisterze.&nbsp; <\/p>\n<p>Nur einige&nbsp; Konzessionen erreichte Abt Eugen: Die Klosterkirche durfte als Pfarrkirche stehen bleiben, die 47 Priesterm\u00f6nche, vier Diakone, zehn Laienbr\u00fcder, auch Abt Eugen&nbsp; selbst erhielten h\u00f6here Pensionen als vorgesehen. Aber s\u00e4mtlicher Besitz der Abtei verfiel dem Staat, wurde z. T. versteigert oder verkauft. Abt Eugen verzichtete auf eine Wohnung im Kloster und zog mit einem Hauskaplan und einigem Personal, mit einer Pension von 8000 Gulden und mit seiner privaten Gem\u00e4ldesammlung, um die er prozessieren und f\u00fcr die er zahlen mu\u00dfte, in den ehemaligen Amtshof Oberschwappach. Er besch\u00e4ftigte sich dort dann&nbsp; wieder mit rechtshistorischen Fragen. <\/p>\n<p>Er starb am 5. M\u00e4rz 1811, genau an dem Tag, an dem er das 70. Lebensjahr vollendet hatte. <\/p>\n<li>\n<h6>Werke<\/h6>\n<\/li>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; M\u00f6glicherweise im Jahre 1119 hatten sich die fr\u00e4nkischen Br\u00fcder Berno und Richwin entschlossen, ein Kloster zu gr\u00fcnden. 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