{"id":3200,"date":"2021-04-17T19:37:59","date_gmt":"2021-04-17T19:37:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/?p=3200"},"modified":"2021-04-17T19:37:59","modified_gmt":"2021-04-17T19:37:59","slug":"reichsstift-kaisheim","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/?p=3200","title":{"rendered":"Reichsstift Kaisheim"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp; <\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/d\/d1\/Kaisheim08_Tor.jpg\/220px-Kaisheim08_Tor.jpg\" width=\"220\" height=\"165\"><\/p>\n<p>Graf Heinrich II. von Lechsgm\u00fcnd, dessen Abstammung nicht mit Sicherheit zu kl\u00e4ren ist, stiftete 1135 das Zisterzienserkloster Kaisheim. Er war wohl ein Sohn von Otto von Lechsgem\u00fcnd.<\/p>\n<p>Verheiratet war er mit Liutgard, die ebenso wie sein Sohn Volkrad in der Kaisheimer Stiftungsurkunde von 1135 genannt sind. Der Augsburger Bischof Walther I.(1133 \u2013 1152) gab seine Einwilligung zur<\/p>\n<p>Klostergr\u00fcndung und empfahl sich an das Zisterzienserkloster L\u00fctzel im Bistum Basel zu wenden. Abt Christian (1131 ? \u2013 1175 )schickte 1134 mit Ulrich den Gr\u00fcndungsabt nach Kaisheim, wie bei den Zisterziensern \u00fcblich begleitet von 12 M\u00f6nchen. L\u00fctzel war<\/p>\n<p>\u00fcber sein Mutterkloster Bellevaux in der Filiation von Morimond, das das Mutterkloster von Bellevaux war.Kaisheim war die dritte Gr\u00fcndung von Kloster L\u00fctzel. Bischof Walther best\u00e4tigte die Klosterstiftung in seiner Urkunde vom 20. September 1135.<\/p>\n<p>Er schenkte dem Kloster auch eine Inful des heiligen Ulrichs.<\/p>\n<p>Der Klostergr\u00fcnder verstarb am 11. M\u00e4rz 1142 und wurde in der noch nicht ganz fertiggestellten Klosterkirche beigesetzt. Gr\u00fcnderabt Ulrich starb im Mai 1155. Zum zweiten Abt wurde einstimmig Konrad I. (1155\u20131165) gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Im Juni 1156 nahm Kaiser Friedrich I. (1152-1190) das von \u201cBischof Walter von Augsburg, Graf Heinrich von Lechsgem\u00fcnd, seiner Gemahlin, der Gr\u00e4fin Luicardis, und seinem Sohn Volchrad gegr\u00fcndete Zisterzienserkloster Kaisheim unter Abt Ulrich in seinen Schutz und best\u00e4tigt ihm die Besitzungen\u201d.<\/p>\n<p>RI IV,2,1 n. 405 Bei den Besitzungen wurden namentlich genannt Kaisheim, Bergstetten, Wolfsbrunnen, Beuerfeld, Leitheim , Ronheim, Anhausen, Weilheim, Birkach , Wineden, Aichen mit den Kirchen und allem Zubeh\u00f6r. Kaisheim hatte in den knapp 20 Jahren seines Bestehens schon Besitz in 14 Orten.<\/p>\n<p>Es setzte Konversen zum Bauen ein. Wer handwerklich nicht ausreichende F\u00e4higkeiten hatte, wurde in der Landwirtschaft eingesetzt. Abt Konrad starb nach 10 Jahren Regierungszeit. Sein Nachfolger wurde Diethelm (1165\u20131174 ). Er konnte den Klosterbesitz<\/p>\n<p>weiter mehren. Auf ihn folgte Konrad II.&nbsp; der urkundlich 1185 auftritt. In seiner Amtszeit wurde das Schlafhaus fertiggestellt und die Kirche kam unter Dach. Da der Gottesdienst nun in der Kirche gefeiert werden konnte, lie\u00df Abt Konrad die Kirche von<\/p>\n<p>dem Augsburger Bischof Hartwig (I.) v. Lierheim (1167-1184) 1183 weihen. Da das Kloster an der Grenze der beiden Bist\u00fcmer Augsburg und Eichst\u00e4tt lag, war auch der Eichst\u00e4tter Bischof Otto (1182 \u20131196) bei der Weihe anwesend.<\/p>\n<p>Am 4. M\u00e4rz 1185 nahm Papst Lucius III. (1181-1185) Kloster Kaisheim, Abt Konrad und den Konvent in den p\u00e4pstlichen Schutz, befreite&nbsp; sie vom Zehnten bei Eigenbau und f\u00fcr Tierfutter, best\u00e4tigte wie Innocenz (II.), Eugen (III.) und Alexander (III.), da\u00df niemand sie zu Synoden und vor Gerichte zwingen<\/p>\n<p>darf. Das heisst, dass schon die drei Vorg\u00e4ngerp\u00e4pste Schutzurkunden f\u00fcr Kaisheim ausgestellt haben m\u00fcssen. Au\u00dferdem best\u00e4tigte Lucius den Klosterbesitz. Lucius II<strong>I. &#8211;<\/strong> RI IV,4,4,2 n. 1513. Papst Lucius erw\u00e4hnt Klosterbesitz an 19 Orten, auch in Krimml in Tirol. Das sind immerhin rund 300 Kilometer<\/p>\n<p>Entfernung, f\u00fcr mittelalterliche Verh\u00e4ltnisse also eine enorme Distanz.<\/p>\n<p>Unter Abt Konrad II. wurde das Schlafhaus vollendet, das Refektorium gebaut. Die Bibliothek wurde aufgef\u00fchrt und eingeweiht. Einen W\u00e4rmeofen gab es schon. Ein Gew\u00f6lbe zur Aufbewahrung von Butter und K\u00e4se wurde errichtet und eine Krankenk\u00fcche wurde gebaut.<\/p>\n<p>Der 5. Abt war Ebbo (1198\u20131210). In seiner Amszeit wurde \u00f6fters Geld gespendet, mit der Auflage ein bestimmtes Gut zu kaufen, so z. B. als Ritter&nbsp; Gebhardus dem Kloster 24 Mark schenkte, um ein Gut in Neuweiler und eines in Biberbach zu kaufen. 24 Mark sind etwa 3.820 \u20ac und nach Kaufkraft<\/p>\n<p>etwa 11.462 \u20ac. 1204 wurde ein Haus in Giengen f\u00fcr 90 Pfund Heller gekauft. Das entspricht etwa 14.327 \u20ac oder nach heutiger Kaufkraft 42.981 \u20ac.<\/p>\n<p>Abt Ebbo starb 1210.&nbsp; Martin Schaidler&nbsp;&nbsp; f\u00fchrt in seiner Chronik des ehemaligen Reichsstift Kaiserheim(Kaisheim), N\u00f6rdlingen 1867, <\/p>\n<p> als n\u00e4chsten Abt Conradus auf, die Biographia Cisterciensis dagegen als 6. Abt Albert (urkundlich 1214 und 1216). In seiner Anmerkung auf Seite 12 erw\u00e4hnt er allerdings <\/p>\n<p>auch Abt Albert. 1211 gr\u00fcndete Adalbert III. Graf von Dillingen das Frauenkloster Obersch\u00f6nenfeld. Dieses wurde dem Abt in Kaisheim unterstellt. (siehe dazu Mei B\u00fcchle Kloster Obersch\u00f6nenfeld)<\/p>\n<p>Am 20. August 1214 nahm Kaiser Friedrich II. (1212 \u20131220 deutscher K\u00f6nig danach bis 1250 Kaiser ) Kloster Kaisheim in seinen Schutz und genehmigte alle Zuwendungen, die seine Ministerialen sowie Leute anderer Botm\u00e4\u00dfigkeit dem Kloster machen wollen. Friedrich II. &#8211; RI V,1,1 n. 719.<\/p>\n<p>1217 hatte Kaiser&nbsp; Friedrich das Kloster selbst besucht und im Kloster (in cenobio Kaisheim) eine Urkunde ausgestellt, mit der er seinen Beamten verbot, von den H\u00e4usern des Klosters in Werd, das ist das heutige Donauw\u00f6rth Abgaben zu erheben.<\/p>\n<p>Friedrich II. &#8211; RI V,1,1 n. 903 In einer Folgeurkunde vom Mai\/Juni 1217 hatte er die Abgabe \u201cgnadenhalber\u201d erlassen. Friedrich II. &#8211; RIplus URH 2 n. 87<\/p>\n<p>1216 starb Abt Albert. Auf ihn folgte&nbsp; Abt Konrad III. (1217\u20131237 ), der es auf eine Amtszeit von 20 Jahren brachte. Heinrich errichtete Wohnungen f\u00fcr die Beamten, damit diese nicht mehr hin und herlaufen mussten. Er konnte den Besitz&nbsp; des Kloster sp\u00fcrbar mehren.<\/p>\n<p>1231 hatte es die Patronatsrechte der Kirche von Ostheim&nbsp; an der W\u00f6rnitz von dem Augsburger Bischof Siboto von Seefeld (1227 \u20131247 ) zugesprochen bekommen.&nbsp; Auch 1231 hatte Markgraf Heinich zu Burgau (wahrscheinlich + 1242) dem Kloster das Patronatsrecht \u00fcber die Kirche von Wittislingen<\/p>\n<p>sowie einige G\u00fcter dort geschenkt.&nbsp; 1236 hatte Bischof Siboto zwei seiner Lehensm\u00e4nner erlaubt, die M\u00fchle in Druisheim , die ein Lehen von ihm war, zu verkaufen.<\/p>\n<p>Am 7. Oktober 1239 verstarb Abt Konrad. Zu seinem Nachfolger wurde einstimmig Abt Richard (1240\u20131252 ) gew\u00e4hlt. Richard mutete seine M\u00f6nchen eine sehr strenge Lebensweise zu und insbesondere in der Fastenzeit bekamen sie nur das Notwendigste.<\/p>\n<p>Deshalb schenkte Friedrich Minister zu N\u00f6rdlingen in Uhlenberg eine Wiese, aus deren Ertr\u00e4gen Abt und Konvent j\u00e4hrlich 4000 Heringe gegeben werden sollten.<\/p>\n<p>1241 stiftete Graf Berchthold III. von Lechsgem\u00fcnd\/Graisbach (1193\u20131253) das Frauenkloster Niedersch\u00f6nenfeld in der Di\u00f6zese Augsburg. Er unterstellte es dem Abt von Kaisheim. Der Augsburger Bischof best\u00e4tigte die Gr\u00fcndung am 9. Januar 1241.<\/p>\n<p>1246 inkorporierte Bischof Siboto&nbsp; die Kirche von Volkmarstetten dem Kloster.<\/p>\n<p>1252 starb Abt Richard. Zu seinem Nachfolger wurde Abt Volkwich (1252\u20131262) gew\u00e4hlt. 1255 resignierte&nbsp; Bischof Siboto von Augsburg. Er ging ins Kloster Kaisheim, wo sein Bruder Heinrich M\u00f6nch war. Siboto starb1262.<\/p>\n<p>Als Konradin nach Italien zog, schenkte Heinrich, Ritter von Hunsperch dem Kloster einen Hof.&nbsp; Reichssachen (Deutsche 1198-1272) &#8211; RI V,2,4 n. 12035 Konradin selbst schenkte dem Kloster sein Erbgut Pirchach. Conradin &#8211; RI V,1,2 n. 4824.<\/p>\n<p>Abt Volkwich starb am 10. Dezember 1262.&nbsp; Sein Nachfolger wurde Heinrich II. (von Hohenst\u00e4dten) (1263\u20131267) Er stammte m\u00f6glicherweise aus Hohenstadt heute im Ostalbkreis. Er resignierte in Kaisheim 1267. In Stams in Tirol<\/p>\n<p>gr\u00fcndete&nbsp; der Landesherr Graf Meinhard II. von Tirol (1258-1295) und seine Frau Elisabeth von Bayern, die Witwe des Staufers Korad IV. (deutscher K\u00f6nig von 1235-1254) ein Zisterzienserkloster. Kaisheim wurde das Mutterkloster.<\/p>\n<p>Das Kloster Stams sollte auch die Grablege der Tiroler Landesf\u00fcrsten werden. Von 1347-1350 wurden die Reichsinsignien in Kloster Stams aufbewahrt. Die Stifter von Klosters Stams hatten nach Martin Schaidler \u201ceine besondere Affektation f\u00fcr<\/p>\n<p>den heiligen Cisterzienserorden\u201d (S 30 f.)Kloster Kaisheim hatte auch wegen \u201cstrenger Observanz der Regul und Ordenszucht\u201d (ebda) einen Ruf der sogar bis in Tirol bekannt war. Deshalb wandten sich die Stifter an Kloster Kaisheim. Stams musste<\/p>\n<p>\u00fcbrigens j\u00e4hrlich zwei F\u00e4ssern\u201dweissen und dunkeln Wein\u201d nach Kaisheim schicken, obwohl es im Zisterzienserorden ja keine finanziellen Verpflichtungen zwischen Mutter-und T\u00f6chterkl\u00f6stern gab.<\/p>\n<p>Als resignierter Abt wurde Heinrich II. vor der \u00dcbersiedlung ins neue Kloster von seinen 12 Mitbr\u00fcdern, die f\u00fcr die \u00dcbersiedlung ausgew\u00e4hlt worden waren, in kanonischer Wahl zum Gr\u00fcnderabt bestimmt. In Stams war er dann Abt bis 1279.<\/p>\n<p>Nach der Resignation von Heinrich II. wurde Abt Trutwin (1267\u20131287) zum Nachfolger gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>1268 verlieh Graf Ulrich von Helfenstein (1241-1294) Kloster Kaisheim Zollfreiheit in seinem ganzen Gebiet. In einer am 17. M\u00e4rz 1294 in Ulm ausgestellten Urkunde urkundete er auch f\u00fcr Kloster Kaisheim. Adolf &#8211; RI VI,2 n. 383<\/p>\n<p>1268 best\u00e4tigte Papst Clemens IV. (1265-1268) die Inkorporation der Kirche von Stein.<\/p>\n<p>1275 und 1277 kaufte das Kloster die Weinberge&nbsp; des Esslinger B\u00fcrger Heinrich Holzhuser. 1293 stiftete der Esslinger Arzt Trutwin den Kaisheimer Pfleghof in Esslingen. Esslingen wurde so zum Zentrum des Kaisheimer Weinbaus.<\/p>\n<p>Neben dem Pfleghof wurde eine gro\u00dfe Kelter erstellt. In dieser Kelter wurde 1826 die Sektkellerei G.C. Kessler und Compagnie gegr\u00fcndet. 1509 lagerten in den Kellern der Esslinger Kelter 70.000 Liter Neckarwein.<\/p>\n<p>\u201cAbt und Konvent von Kaisheim \u00fcbernehmen die Versehung der Kapelle, die Meister Trutwin der Arzt in Esslingen neben dem ihnen im Jahr 1293 geschenkten Haus erbaut hat, und bekennen, dass im Fall ihrer Nachl\u00e4ssigkeit der Abt von Salem das Recht haben soll, einen tauglichen Priester daf\u00fcr anzustellen.&nbsp; (WUB Band XI., Nr. 5133, Seite 143-144)\u201d  <\/p>\n<h5><\/h5>\n<p>Zwischen 1250 und 1287 erhielt die Zisterze Kaisheim allein 122 Schenkungen und nahm selbst 69 G\u00fcterank\u00e4ufe vor. Kaisheim fasste so in 90 weiteren Orten Fu\u00df<\/p>\n<p>Mitte des 13. Jahrhunderts hatte Kloster Kaisheim 17 Grangien, die es mit Konversen bewirtschaftete und die unter Leitung eines Verwalter standen. Die erste&nbsp; Grangie war der Neuhof in der Gemeinde Bergstetten, heute ein Ortsteil von Kaisheim. Abt Ulrich kaufte das Hofgut Bergstetten<\/p>\n<p>einigen Ministerialen von St. Willibald in Eichst\u00e4tt ab. Bischof Gebhard II. Graf von Gr\u00f6gling (1125- 1149)&nbsp; gab zu diesem Kauf 1137 seine Einwilligung. Im Neuhof hatte das Kloster eine gro\u00dfe Schafzucht. Nach der S\u00e4kularisation \u00fcbernahm das bayrische K\u00f6nigshaus 1816 das Gut und f\u00fchrte es als Hofgest\u00fct.<\/p>\n<p>Die Grangie Leitheim&nbsp; findert sich erstmals als Litun in einer p\u00e4pstlichen Urkunde aus dem Jahre 1147 (Papst Eugen III., 1145-1153), in der die Grangie als zu dem 1133\/1135 gegr\u00fcndeten Zisterzienserkloster in Kaisheim geh\u00f6rig best\u00e4tigt wurde. Leitheim hatte schon im Mittelalter den Schwerpunkt seines<\/p>\n<p>Wirtschaften als kl\u00f6sterliches&nbsp; Weingut. Abt Leonard Weinmayr hatte das Potential Leitheims erkannt und lie\u00df dort 1427 ausgedehnte Weinberge anlegen, die in guten Jahren 50 000 Liter Wein hervorbrachten. 1542 wurde dort das sogenannte Weing\u00e4rtnerhaus im Renaissancestil erbaut. Unter Abt<\/p>\n<p>Abt C\u00f6lestin I. Mermos (reg. 1739-1771)&nbsp; baute um 1690 in Leitheim ein Schloss als Sommerresidenz der Kaisheimer \u00c4bte.<\/p>\n<p>Selbst in Tirol betrieb das Kloster 4 Schwaigen, also auf Viehzucht ausgerichtete Wirtschaftsbetriebe, die aber wegen der gro\u00dfen Entfernung aufgegeben wurden.<\/p>\n<p>Kloster Kaisheim war&nbsp; stark im Weinbau engagiert. Das hatte Tradition im Zisterzienserorden, denn schon Kloster Citeaux erzielte die meisten Einnahmen aus dem Weinbau. Im Elsass waren es die Kl\u00f6ster Neubourg und Pairis, die einen Schwerpunkt im Weinbau hatten.<\/p>\n<p>In Deutschland waren es Eberbach, das mit dem Steinberg einen der \u00e4ltesten Weinberge Deutschlands betrieb. Dort wurde ein Kleinklima erzeugt, das heute noch vorbildlich ist. Der Steinberg ist noch heute &#8222;einer der wertvollsten Lagen der Welt&#8220; so die Webseite des Weinguts(Hessische Staatsweing\u00fcter). In Maulbronn wurde in der Grangie Elfingen mit dem Elfinger nicht nur ein hervorragender und noch heute sehr beliebter Wein erzeugt. Auch mit dem Terassenbau waren die Maulbronner M\u00f6nche vorbildlich.<\/p>\n<p>Kloster Bebenhausen hatte mit seinem Pfleghof in Ulm geradezu eine Monolpolstellung im Weinhandel Ulms. Kaisheim hatte das Zentrum seines Weinbaus neben der Grangie Leitheim in unmittelbarer N\u00e4he des Klosters vor allem in Esslingen&nbsp; und Heilbronn s.u.<\/p>\n<p>Ein wichtiges Element zisterziensischen Wirtschaftens ist die Fischzucht. Fische waren ein wichtiges Nahrungsmittel der M\u00f6nche. So haben praktisch alle Kl\u00f6ster eine umfangreiche Teichwirtschaft. Die Gegend um Waldassen und Tirschenreuth ist heute noch ein wichtiges Zentrum der oberfr\u00e4nkischen Fischzucht.&nbsp; Maulbronn hat ein Teichsystem von rund 20 Teichen angelegt. Auch Sch\u00f6ntal und Bronnbach k\u00f6nnen auf eine umfangreiche Teichwirtschaft verweisen. Ein interessantes Detail dazu auch der Fischkalender, der um 1493 im Kloster Himmerod entstanden ist und jetzt<\/p>\n<p>in der Schatzkammer der Stadtb\u00fccherei Trier zu sehen ist.<\/p>\n<p>Kaisheim hatte bis 1400 13 Stadth\u00f6fe hier Liste in der Reihenfolge des Erwerbs: Donauw\u00f6rth, H\u00f6chst\u00e4dt, Augsburg, Ingolstadt, Ulm, Geislingen an der Steige, Esslingen, Giengen an der Brenz, Lauingen, N\u00f6rdlingen, Ehringen, Heilbronn, Eichst\u00e4tt.<\/p>\n<p>Donauw\u00f6rth war das erste Stadthaus der Abtei und aus der oben erw\u00e4hnten Urkunde von Friedrich II. von 1217 geht hervor, dass Kaisheim in Donauw\u00f6rth schon mehrere H\u00e4user hatte.<\/p>\n<p>1238 schenkte Ulrich, ein Diener des Abtes Konrad von Au Kloster Kaisheim ein Haus in H\u00f6chst\u00e4dt. (Schaidler S. 17)<\/p>\n<p>Unter&nbsp; der Augsburger Bischof Hartmann von Dillingen (1248 \u20131286) gab das Augsburger Domkapitel 1283 zur Erweiterung des Kaisheimer Kastenhauses ein daran stehendes Haus mit Garten. (Schaidler S. 87) Ein Kastenhaus war ein Haus in dem das Getreide aufbewahrt wurde, das pflichtgem\u00e4\u00df abgeliefert worden war.<\/p>\n<p>1278 kaufte Kloster Kaisheim ein Haus in N\u00f6rdlingen von Ritter Friedrich genannt Schonarius. (Schaidler S. 34) <\/p>\n<p>1293 erhielt der Abt und Konvent von Kloster Kaisheim das B\u00fcrgerrecht in Giengen. Au\u00dferdem erhielt das Kloster die Befreiung von allem Zoll und Abgaben. Daf\u00fcr sollte j\u00e4hrlich ein Pfund Haller gezahlt werden, das sind etwa 360,00 \u20ac. Au\u00dferdem sollte in dem Kaisheimer Haus jeder aufgenommen werden. F\u00fcr Giengener B\u00fcrger bedurfte es jedoch der Erlaubnis des Rats (Schaidler S. 46)<\/p>\n<p>Dazu auch die Urkunde der Stadt Giengen vom 27. Januar 1293 :\u201dDie Stadt Giengen nimmt das Kloster Kaisheim in ihr B\u00fcrgerrecht auf.\u201d (WUB Band X., Nr. 4329, Seite 107-108) der lateinische Text der Urkunde entspricht der Zusammenfassung bei Schaidler<\/p>\n<p>1296 verspricht die Stadt N\u00f6rdlingen \u201c aus besonderem Wohlwollen\u201d dass Kloster Kaisheim f\u00fcr das Haus und den Garten (In N\u00f6rdlingen) keine andere Last als die allgemeine Steuer zu tragen habe. (Schaidler S. 48)<\/p>\n<p>1360 scheint es in N\u00f6rdlingen Probleme mit dem B\u00fcrgerrecht gegeben zu haben, denn Kaiser Karl IV. (1346 deutscher K\u00f6nig ab 1355-1378 deutscher Kaiser) gebot der Stadt N\u00f6rdlingen, es beim B\u00fcrgerrecht f\u00fcr Abt und Konvent des Klosters Kaisheim zu lassen. RI Karl IV. &#8211; [RIplus] Regg. Karl IV. (Diplome) [n. 4640] <\/p>\n<p>Bereits seit 1307 besa\u00df Kloster Kaisheim n\u00f6rdlich des Lauinger Schlosses ein Haus und eine Hofreite. 1498 wurde dieses Haus verlegt. 1610 wurde dann der heutige Kaisheimer Kasten, ein dreigeschossiges Haus errichtet. Von den Nebengeb\u00e4uden ist nichts mehr erhalten.<\/p>\n<p>Die Herz\u00f6ge Rudolf und Ludwig von Bayern schenkten 1309 Kloster Kaisheim ihr Haus in Ingolstadt und schenkten ihm vollkommene Steuerfreiheit. 1309 wurde es um Stadel und Hofstatt erweitert.<\/p>\n<p>1314 kann Kloster Kaisheim in Esslingen seinen Besitz stark erweitern, weil die Stadt wegen Unstimmigkeiten mit dem Grafen von W\u00fcrttemberg in Schwierigkeiten geraten war. B\u00fcrgermeister Rudger Ruprecht sowie der Rat der Stadt verkaufen 5 1\/2 Morgen Weinberge bei der Burg gelegen<\/p>\n<p>an das Kloster. Das passt, denn das ist in der N\u00e4he, wo das Kloster schon seinen Pfleghof und die Kelter besa\u00df. Au\u00dferdem war der gekaufte Weinberg von aller Steuer befreit unter der Bedingung, dass das Kloster ohne Genehmigung der Stadt dort keine Befestigung errichtet. <\/p>\n<p>(Schaidler S. 56)<\/p>\n<p>Interessant f\u00fcr die Esslinger Besitzungen war auch die Zollfreiheit, die Graf Ulrich der J\u00fcngere von Helfenstein beim Durchfahren seiner Herrschaft gew\u00e4hrte. Das war die Gegend von Geislingen. Weintransporte konnten so weitgehend unbelastet von Esslingen auf Kaisheimer Gebiet<\/p>\n<p>durchgef\u00fchrt werden Die Genehmigung wurde 1359 erteilt und ist mit der Nummer 551\/52 im Ulmischen Urkundenbuch 2\/2 ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>1324 verkaufte Abt Heinrich von Kloster Hirsau 60 Jauchert Weingarten, Behausung, Keller, Kelter und Hofstatt in Heilbronn. Ein Jauchert entsprach in W\u00fcrttemberg 33,09 Ar. Der Kaufpreis betrug 800 Pfund Haller (Schaidler S. 62)<\/p>\n<p>Dazu auch die Kaufurkunde im Staatsarchiv Ludwigsburg \u201cBruder Heinrich, Abt, und der Konvent in Maulbronn, die vom Abt und Konvent in Hirsau, deren Hof in Heilbronn bei der Mauer mit allen Zugeh\u00f6rden um 2500 Pfund Heller erworben haben, verkaufen davon wieder an Abt und Konvent von Kaisheim (Cesarea) 60 Morgen Weingarten auf Heilbronner Markung nebst Behausung um 800 Pfund Heller.\u201d B 189 III U 211 Maulbronn, 1324 M\u00e4rz 25 Findbuch B 189 III&nbsp; Heilbronn, Reichsstadt: Kl\u00f6ster und Klosterh\u00f6fe<\/p>\n<p>Am 19. November 1338 best\u00e4tigte Kaiser Ludwig der Bayer (1328-1347) Abt und Konvent des Zisterzienserklosters Kaisheim, Di\u00f6zese Augsburg, den Besitz ihrer bisherigen und jetzigen G\u00fcter in und um seine Stadt Heilbronn, besonders der H\u00e4user und Geb\u00e4ude, die ehemals zum Hof von Abt und Konvent des Benediktinerklosters Hirsau geh\u00f6rten. Aufgef\u00fchrt sind noch weiteres Zubeh\u00f6r, wie Kellerei, Kelter und alle Weinberge in Heilbronn.&nbsp; RI Ludwig &#8211; [RI VII] H. 5 n. 238<\/p>\n<p>1363 wird das gekaufte Haus von B\u00fcrgermeister und Rat der Stadt Heilbronn gefreit. Staatsarchiv Ludwigsburg B 189 III U 215.  <\/p>\n<p>Der Hof besa\u00df allerdings keinen geeigneten Keller. Des wegen verkaufte Kloster Kaisheim diesen Hof und erwarb 1462 in der Schulgasse einen neuen.<\/p>\n<p>\u201cB\u00fcrgermeister und Rat der Stadt Heilbronn beurkunden, dass sie dem Abt und Konvent des Klosters Kaisheim den Erkauf eines Hauses in Heilbronn bewilligt und daran wegen Verkaufs und Ausschanks des Klosterweins gewisse Bedingungen gekn\u00fcpft haben.\u201d  <\/p>\n<p>Staatsarchiv Ludwigsburg B 189 III B\u00fc 39. Der Hof wurde mehrfach zerst\u00f6rt, sowohl im Bauernkrieg als auch durch eine franz\u00f6sische Pl\u00fcnderung im Jahre 1688.  <\/p>\n<p>1370 kaufte Kloster Kaisheim in Ulm ein Haus samt Garten, Stadel und Hofraite.&nbsp; Abt Johann II.&nbsp; handelte mit B\u00fcrgermeister und Rat der Stadt aus, dass daf\u00fcr 5 Pfund Heller j\u00e4hrliche Steuer zu zahlen sind. (Urkunde Nr. 827 im Ulmisches Urkundenbuch \/ 2,2: Die Reichsstadt : 1356 bis 1378)  <\/p>\n<p>In der Folgeurkunde wird das nochmals etwas ausgef\u00fchrt.  <\/p>\n<p>1357 nahm der Eichst\u00e4tter Bischof Berthold von Zollern (1351 \u20131365) Kloster Kaisheim in seinen Schutz und genehmigten den Kauf eines Hofes in Eichst\u00e4tt.  <\/p>\n<p>&nbsp; Wichtige G\u00fcter, die Kloster Kaisheim verhandelte, waren Getreide und hier besonders Hafer, Salz, Schafwolle und Esslinger Wollwaren, Neckarwein und Vieh.  <\/p>\n<p>Nicht nur in den Stadth\u00f6fen betrieb Kloster Kaisheim Handel. Auch auf den Wochenm\u00e4rkten von Donauw\u00f6rth,&nbsp; Ulm und Augsburg war Kloster Kaisheim pr\u00e4sent. Auch die Jahrm\u00e4rkte in diesen St\u00e4dten und die Pfingstmesse in N\u00f6rdlingen wurden beschickt.  <\/p>\n<p>Nach diesem Exkurs in die wirtschaftliche Seite des Kloster wieder weiter im chronologischen Verlauf.  <\/p>\n<p>1282 konnte Kloster Sch\u00f6ntal an der Jagd und sein Abt Thomas (1270-1284) seine Schuldenlast nicht mehr schultern. Da auch das Mutterkloster Maulbronn, das ebenfalls von Finanzproblemen geplagt war, wandte sich der Maulbronner Abt Siegfried II. (1281-1285)&nbsp; deshalb  <\/p>\n<p>an seinen Amtskollegen den Kaisheimer Abt Trutwin (1267-1287). Dieser konnte einspringen und \u00fcbernahm die Sch\u00f6ntaler Schulden. Daf\u00fcr musste Maulbronn seine Paternalit\u00e4t abgeben. Diese ging an Kloster Kaisheim \u00fcber.  <\/p>\n<p>\u201cAbt Johann von Citeaux und die Diffinitoren und \u00c4bte des Generalkapitels des Zisterzienserordens best\u00e4tigen den \u00dcbergang der Vaterrechte an Kloster Sch\u00f6ntal von Maulbronn an Kaisheim.\u201d WUB Band VIII., Nr. 3172, Seite 362-363.  <\/p>\n<p>Der Generalbt von Citeaux Jean II. de Ballon (1266\u2013 1284) best\u00e4tigte dies mit seiner Urkunde vom 13-15. September 1282. Es spricht f\u00fcr die Wirtschaftskraft von Kloster Kaisheim, dass die Schulden schon nach einem Jahr getilgt waren.  <\/p>\n<p>Der Sch\u00f6ntaler Abt starb zwei Jahre nach dem Wechsel der Paternit\u00e4t.  <\/p>\n<p>Am 8. Juli 1286 schlug der Blitz in die Klosterkirche ein. Der Turm und der Chor brannten ab. Der \u00fcbrige Teil konnte nur mit gro\u00dfer M\u00fche gerettet werden.  <\/p>\n<p>1287 war Abt Trutwin&nbsp; auf dem Weg nach Kloster Morimond. Er starb in Morimond und ist dort am Eingang der Kirche bestattet. Zu seinem Nachfolger wurde Heinrich III. (1288\u20131303 ) gew\u00e4hlt. Er stammte aus der Familie der Pappenheimer und war vor seiner Wahl Prior.  <\/p>\n<p>Die Biographia Cisterciensis f\u00fchrt Abt HeinrichIII auch als Bischof von Chalecedon und Augsburger Weihbischof. Bei Schaidler ist das Abt Heinrich II..Als m\u00f6gliches Todesdatum gibt Schaidler 1315 an. Der Weihbischof k\u00f6nnte also auch Abt Heinrich III. sein, dessen Todesdatum Schaidler mit  <\/p>\n<p>1302 angibt. Vordringlichste Aufgabe von Abt Heinrich III. war auf jeden Fall das durch den Blitzschlag gesch\u00e4digte Kloster wieder in Ordnung zu bringen. 1292 wurde der abgebrannte Turm und besch\u00e4digte Chor repariert. Zwei neue Glocken wurden auf dem Turm angebracht.  <\/p>\n<p>Am 20. Mai 1302 starb Abt Heinrich. Sein Nachfolger wurde Johann I. Konold (1304\u20131321). Abt Johann musste sich zun\u00e4chst gegen Anspr\u00fcche wehren, die an das Kloster gemacht wurden besonders von Graf Berthold II. von Graisbach (+ 1308). Es ging um einen Hof in Wailheim und 6 Huben, die das Kloster gekauft hatte. Gegen eine Zahlung von 60 Pfund Heller wurde das gekl\u00e4rt. 1306 best\u00e4tigte Papst Clemens V. (1305-1314) alle Privilegien des Klosters. Au\u00dferdem wurden zwei Conservatoren \u00fcber das Gotteshaus erw\u00e4hlt und zwar der Dompropst in Augsburg und der Propst in Rebdorf, das ist ein Augustiner Chorherrenstift in der Di\u00f6zese Eichst\u00e4tt. (Schaidler S. 51).  <\/p>\n<p>1309 befreiten B\u00fcrgermeister und Rat der Stadt Ingolstadt den dortigen Klosterhof und den Stadel von allen Z\u00f6llen, allerdings mit dem Vorbehalt, dass dort kein Wein ausgeschenkt werden durfte. Auch von b\u00fcrgerlichen Pflichten wie Wachdienst wurde das Kloster befreit. Es gab deshalb zur Verbesserung der Stadtmauer 15 Pfund Haller.  <\/p>\n<p>Die Grafen Konrad von \u00d6ttingen (+ 1313) und sein Onkel Graf Eberhard von W\u00fcrttemberg (1279 \u20131325) emp\u00f6rten sich gegen K\u00f6nig Heinrich VII. (1308-1313). Graf Konrad wurde 1310 mit der Reichsacht belegt. Er fand aber Aufnahme im Kloster Kaisheim. Im Kloster wurde ihm ein Zimmer eingerichtet,  <\/p>\n<p>das dann als Grafengemach bezeichnet wurde. Er erhielt einen Diener, der ihn mit Speise und Trank versorgte. Zum Dank schenkte der Graf dem Kloster sp\u00e4ter verschiedene G\u00fcter.  <\/p>\n<p>In der kleinen Siedlung Weiheng\u00e4u \u00f6stlich&nbsp; von Lauingen schloss sich Ende des 13. Jahrhunderts eine Beginengemeinchaft zusammen. Aus Sicherheitsgr\u00fcnden \u00fcbersiedelten sie in die Stadt Lauingen. Von dem Lauinger B\u00fcrger Cunrat M\u00fcnster und dessen Bruder Heinrich erwarben sie ein Anwesen ,  <\/p>\n<p>gr\u00fcndete das Kloster St. Agnes in Lauingen, nahmen die Zisterzienserregel an und wurden dem Abt von Kaisheim unterstellt.  <\/p>\n<p>Abt Johann I. starb am 24. November 1321. Sein Nachfolger wurde Ulrich II. Zoller (1321\u20131340 ). Auch Abt Ulrich hatte gleich zu seiner Regierungszeit Schwierigkeiten zu \u00fcberstehen. So hatte er Anspr\u00fcche des Grafen Heinrich von Wertenberg abzuwehren. Es ging um eine Schenkung,  <\/p>\n<p>die Graf Heinrich von Burgau, sein Vorfahr, dem Kloster gemacht hatte. Der Abt konnte allerdings mit Brief und Siegel beweisen, dass seine Anspr\u00fcche rechtens waren. Auch die Grafen von Graisbach bel\u00e4stigten das Kloster wieder. Ludwig der Bayer erreichte am 29. Mai 1329 in Ingolstadt einen Vergleich zwischen den Parteien. RI<strong> <\/strong>Ludwig der Bayer &#8211; RIplus URH 5 n. 47  <\/p>\n<p>Am 20. September 1323 rief Kaiser Ludwig Abt Ulrich nach M\u00fcnchen, nahm das Kloster in seinen und des Reiches Schutz und ernannte Abt Ulrich zu seinem Hofkaplan. RI Ludwig &#8211; [RI VII] H. 5 n. 51.  <\/p>\n<p>Graf Bertold VII. von Graisbach genannt von Neuffen (+ 1342) einer der wichtigsten R\u00e4te Kaiser Ludwigs schenkte dem Kloster 1329 dem Kloster das Patronatsrecht in Weissenhorn. Kurz danach kaufte das Kloster in Weissenhorn mit Wissen und Billigung des Grafen eine Hostatt oder Grund  <\/p>\n<p>um dort ein Haus zu bauen. Am 24.&nbsp; September 1330 bestellte Kaiser Ludwig den Grafen \u201czum Pfleger des [Zisterzienser]klosters Kaisheim, seiner Leute, G\u00fcter und allen Zubeh\u00f6rs, um es in allen Angelegenheiten und gegen jedermann zu sch\u00fctzen und zu vertreten, weil Berthold und seine Vorfahren die Stifter des Klosters sind, (2) bestimmt, da\u00df das Kloster weder f\u00fcr ihn noch f\u00fcr Berthold pfandbar ist.\u201d RI Ludwig &#8211; [RI VII] H. 5 n. 114.  <\/p>\n<p>1335 gab es zwei Inkorporationen f\u00fcr das Kloster. Bischof Ulrich (II.) v. Sch\u00f6negg (1331 \u2013 1337) von Augsburg inkorporierte die Pfarrkirche in Berg dem Kloster unwiderruflich. Bischof Philipp von Eichst\u00e4tt inkorporierte die Kirche von Berkheim (nach Schaidler S. 67 nach Wikipedia ist Heinrich V. Schenk  <\/p>\n<p>von Reicheneck von 1329-1344 Bischof in Eichst\u00e4tt. Als Bischof Philippwird dort nur Philipp von Ratsamhausen 1306-1322 gef\u00fchrt).  <\/p>\n<p>Am 4.September 1339 starb Abt Ulrich. Zu seinem Nachfolger wurde Ulrich III. Niblung (1340\u20131361 ) gew\u00e4hlt.  <\/p>\n<p>1346 hielt Kaiser Ludwig seinen Reichstag in Augsburg ab. Abt Ulrich III. bat um Best\u00e4tigung des Stiftungsbriefes und der Privilegien, die er&nbsp; am 12. Mai erhielt. RI Ludwig &#8211; [RI VII] H. 5 n. 328  <\/p>\n<p>Im Fr\u00fchjahr 1349 grassierte in Deutschland die Pest. In der Zeit vom April bis Mai starben in Kaisheim 14 Patres zwei Novizen und sechs Konversen.  <\/p>\n<p>Das Kloster hatte bis 1352 gen\u00fcgend finanzielle Reserven gesammelt, so dass Abt und Konvent beschlossen,die alte und bauf\u00e4llige und vom Feuer gesch\u00e4digte Kirche abzubrechen und diese von Grund auf neu zu erbauen.  <\/p>\n<p>1352 legte Abt Ulrich den Grundstein zur neuen Kirche. Gl\u00fccklicherweise waren gerade zu dieser Zeit Meister, Handwerker und Steinmetze ins Kloster eingetreten waren, so dass es nicht an Bauarbeitern fehlte. Auch erhielt  <\/p>\n<p>das Kloster viele Almosen.  <\/p>\n<p>1353 weilte Kaiser Karl IV. (1355-1378) in Prag, was Abt und Konvent nutzten, um um Best\u00e4tigung ihrer Privilegien zu bitten. Am 10. Mai 1353 stellte Karl in Prag eine Best\u00e4tigungsurkunde aus. Er best\u00e4tigte darin auch ausdr\u00fccklich den  <\/p>\n<p>Heilbronner Besitz des Klosters.  <\/p>\n<p>\u201cK\u00f6nig Karl (IV.) nimmt Abt und Konvent des Klosters zu Kaisheim in seinen Schutz und best\u00e4tigt demselben alle Briefe, Rechte, und Besitzungen, insbesondere ihre G\u00fcter und Weing\u00e4rten in Heilbronn und auf der Markung diese Stadt, n\u00e4mlich 2 H\u00e4user, 2 Keller und 60 Morgen Weingarten.\u201d  <\/p>\n<p>RI B 189 III B\u00fc 38 <\/p>\n<p>Am 25. Juli 1355 befahl er den St\u00e4dten des Landfriedens in Schwaben Augsburg, Ulm, Esslingen, Heilbronn und N\u00f6rdlingen Kloster Kaisheim zu sch\u00fctzen. RI Karl IV. &#8211; RI VIII n. 2196.<\/p>\n<p>Abt Ulrich war altersschwach und krank geworden und resignierte deshalb im Jahre 1360. Sein Nachfolger wurde Johann II. Zaer\/Zauer (1361\u20131379)<\/p>\n<p>Abt Johann setzte gleich den Kirchenbau fort.<\/p>\n<p>1364 inkorporierte der Augsburger Bischof Markward v. Randegg (1348 \u2013 1365) dem Kloster die Kirche von Blindheim.<\/p>\n<p>1364 hatten sich die Einwohner des Dorfes Haffengeraith gegen den Abt aufgelehnt. Sie hatten auch<\/p>\n<p>ihre G\u00fcter schlecht bestellt. Sie wurden vor das Landgericht Monheim geladen. Ihre G\u00fcter wurden f\u00fcr dem Kloster verfallen erkl\u00e4rt. <\/p>\n<p>Auf das Versprechen einer besseren Ausf\u00fchrung erteilte sie der Abt 1365 erneut zu Lehen.<\/p>\n<p>Am 18. Februar 1370 best\u00e4tigte Kaiser Karl Abt und Konvent von Kaisheim in Prag noch einmal die Privilegien und Handfesten, das war eine zur Sicherung eines Rechts ausgefertigte Urkunde des Klosters. RI&nbsp; Karl IV-RI VIII n. 4819<\/p>\n<p>Abt Johann starb am 3. M\u00e4rz 1379. Sein Nachfolger wurde Johann III. Molitor (M\u00fcller) (1380\u20131400\/01) In Der Amtszeit von Abt Johann III: war der Konvent sehr gro\u00df. Er bem\u00fchte sich deshalb besonders um die Ordenszucht.<\/p>\n<p>Auch der Kirchbau besch\u00e4ftigte ihn weiterhin.<\/p>\n<p>Am Tag nach Allerseelen 1387 konnte die neue Klosterkirche eingeweiht werden. Die Weihe nahm Bischof Burkhard v. Ellerbach (Erbach) (1373 \u2013 1404) aus Augsburg vor. Au\u00dferdem nahmen der Augsburger Weihbischof sowie mehrere \u00c4bte an der Feier teil.Am 10.05. 1397 best\u00e4tigte Kaiser Karls Nachfolger Wenzel (1376-1400) die Privilegien, die Karl IV. 1370 Kloster Kaisheim best\u00e4tigt hatte. RI Wenzel &#8211; [RIplus] Regg. Wenzel (n. 3015) Ein knappes halbes Jahr sp\u00e4ter, n\u00e4mlich am 13.10. nahm&nbsp; Wenzel Kaisheim in seinen Schutz und versprach, es nicht zu verpf\u00e4nden. RI Wenzel &#8211; [RIplus] Regg. Wenzel [n. 3038] <\/p>\n<p>1395 wurde der Kreuzgang gew\u00f6lbt und im Kreuzgang ein Weinkeller errichtet und gew\u00f6lbt. Au\u00dferdem wurde die Pfisterei und das Gasthaus gebaut. Um das Kloster herum wurde ein gedeckter Gang gebaut.<\/p>\n<p>Abt Johannes starb am 24. Juni 1401. Sein Nachfolger wurde Johann IV. Scherb (Scharb) (1401\u20131423 ). Er hatte eine schwierige Amtszeit. Bairischer Herrscher war Ludwig VII, der B\u00e4rtige, der von 1413-1447 regierte. Es entwickelte sich ein veritabler Familienstreit zwischen den bayrischen Vettern in M\u00fcnchen und Landshut, der bis zum Mordanschlag auf Ludwig f\u00fchrte, den Heinrich XVI. der Reiche von Bayern-Landshut auf Ludwig ver\u00fcben lie\u00df. Nach seinem Regierungsantritt&nbsp; geriet er mit einer Reihe von bayrischen Kl\u00f6stern in Streit um Steuern und Abgaben aller Art. Er wurde in eine Reihe von<\/p>\n<p>Prozessen verwickelt. Diese wurden vor der Kurie in Rom, den Konzilen von Konstanz und Basel und vor dem Kaiser gef\u00fchrt. Kaisheim klagte in Konstanz. Auf Antrag des Klosters gebot das Konzil von Konstanz Ludwig und seinem gleichnamigen Sohn, Ludwig dem H\u00f6ckrigen (reg. 1443-1445), am 26. M\u00e4rz 1417 unter Androhung der Exkommunikation, von allen Einquartierungen und aller Wegnahme von Feldfr\u00fcchten und Eink\u00fcnften des Klosters abzulassen. Das Konzil exkommunizierte Ludwig und seinen Sohn auf Antrag des Klosters. Ermuntert durch den Erfolg von Kaisheim klagten auch<\/p>\n<p>die Kl\u00f6ster&nbsp; F\u00fcrstenfeldbruck, Indersdorf, Geisenfeld, Hohenwart, M\u00fcnchsm\u00fcnster, Scheyern und Ettal.<\/p>\n<p>Vor diesen prozessualen Auseinandersetzungen hatte Kloster Kaisheim 70 M\u00f6nche und 40 Laienbr\u00fcder. Jetzt konnte es kaum noch 7 M\u00f6nche unterhalten (Schaidler S. 97).<\/p>\n<p>Am 7. Juni 1415 best\u00e4tigte K\u00f6nig Sigismund (1411-1437) alle Rechte und Privilegien. RI Sigmund &#8211; RI XI,1 n. 1740. Eine noch weiter gehende Best\u00e4tigung erteilte Sigismund am 5. Oktober 1418.<\/p>\n<p>\u201cbest\u00e4tigt auf Bitten seines Kaplans des Abtes Johann dem Benedictinerkloster [sic!] Kaisheim alle vom Konstanzer Konzil gegen die Feinde u. Bedr\u00e4nger des Klosters erlassenen Sentenzen\u201d RI Sigmund &#8211; RI XI,1 n. 3620.<\/p>\n<p>An dieser Urkunde ist mehreres interessant. Zum einen wird Kaisheim als Benediktinerkloster bezeichnet. Dann wird auf die Urteile des Konzils&nbsp; die im Streit gegen Ludwig VII. ergangen sind verwiesen. au\u00dferdem wird in der Urkunde<\/p>\n<p>Abt Johannes als Kaplan von Sigismund bezeichnet. Kaiser Sigismund hatte 1418 den Markgrafen Friedrich I. von Brandenburg-Ansbach zum Schutzherrn von Kloster Kaisheim eingesetzt.<\/p>\n<p>1423 wurde das neue Refektorium fertiggestellt.<\/p>\n<p>Abt Johannes verstarb am 23. September 1423. Sein Nachfolger wurde Kraft von Hochstadt (Krafto von H\u00f6chst\u00e4dt) (1423\u20131427 abgesetzt). Vor seiner Wahl war er Bursarius in Kaisheim. Au\u00dferdem war er bevollm\u00e4chtigter Anwalt von Abt Johannes<\/p>\n<p>in den Auseinandersetzungen mit Ludwig gewesen. 1425 ernannte Abt Kraft&nbsp; Leonhard Weinmayr\/Weinman zum Bursarius. Nach Schaidler war er damit aber nicht zufrieden, da er selbst Abt werden wollte (S. 109). Er verleumdete ihn beim Konvent<\/p>\n<p>und Abt Kraft wurde 1427 tats\u00e4chlich abgesetzt. Zum Nachfolger wurde Abt Leonhard Weinmayr\/Weinman (1427\u20131440 abgesetzt ) gew\u00e4hlt. Er k\u00fcmmerte sich vor allem um die zeitlichen Angelegenheiten der Abtei. Er lie\u00df an vielen Orten bauen. Er w\u00f6lbte<\/p>\n<p>das Kapitel und das Schlafhaus ein. In der Grangie Leitheim legte er Weinberge an und lie\u00df in Leitheim eine Kapelle errichten.<\/p>\n<p>Am 4. Februar 1430 starb der abgesetzte Abt Kraft und wurde auf dem Klosterfriedhof bestattet.<\/p>\n<p>In diesem Jahr lie\u00df Abt Leonhard eine Orgel bauen und in den Kirchenchor einsetzen.<\/p>\n<p>1434 wurde Abt Leonhard zum Konzil nach Basel geladen und erhielt dort das Recht, die Inful zu tragen. Am 21. September 143 best\u00e4tigte Kaiser Sigismund die Privilegien des Klosters. RI Sigmund &#8211; RI XI,2 n. 10819<\/p>\n<p>1435 wurde Kloster Kaisheim mit der Verwaltung des Zisterzienserinnenklosters Pielenhofen betraut.<\/p>\n<p>1440 geriet Abt Leonhard auch beim Schirmherrn, dem Markgrafen von Ansbach in Verruf. Dieser brachte seine Vorbehalte beim Abt Ulrich K\u00f6tzler (1433\u20131462) von Heilsbronn vor. Er war der Ordenskommissar der fr\u00e4nkischen Provinz.<\/p>\n<p>Abt und Markgraf kamen \u00fcberein, einen Heilsbronner M\u00f6nch als Kaisheimer Abt zu installieren. Der Markgraf kam nach Kaisheim ins Kloster. Leonhard wurde verh\u00f6rt und danach gebunden aus dem Kloster gef\u00fchrt. Was aus ihm geworden ist, ist unbekannt.<\/p>\n<p>(Schaidler S. 112) Als neuer Abt wurde Nikolaus Kolb (1440\u20131458 ) Doktor der Theologie aus Heilsbronn installiert.<\/p>\n<p>Das Kloster geriet in die Auseinandersetzungen der bayrischen Herz\u00f6ge in den auch Kaiser Friedrich III. (1440-1493) Partei ergriffen hatte. Die Einwohner von Lauingen, die auf der Seite von Ludwig VII. von Bayern-Ingolstadt standen, verlangten vom <\/p>\n<p>Abt, dass dieser die G\u00fcter des Klosters von denen des Grafen Johann von Oettingen (+1449) trennen solle, da er sonst viel Unheil zu erwarten habe. (Schaidler S. 113). In der Tat ging es Kloster Kaisheim so schlecht, dass die Zisterzienser\u00e4bte von Schwaben und Franken,<\/p>\n<p>die in Frankfurt einen Konvent abhielten, eine Abordnung ans Generalkapitel schickten, um von dort Hilfe f\u00fcr Kloster Kaisheim zu erlangen (Schaidler ebda).<\/p>\n<p>Als Abt Michael I. Pistorius (1454\u20131457) aus Kloster F\u00fcrstenfeld starb, bat der dortige Konvent \u00fcber Herzog Albrecht III. von Bayern-M\u00fcnchen (1438\u20131460) den Bursarius von Kaisheim Ulrich ins Kloster F\u00fcrstenfeld zu schicken. Kloster Kaisheim kam dieser Bitte nach.<\/p>\n<p>Er wohnte in der Pfisterei und hatte ja auch Zugriff auf die Klosterfinanzen. Als er Kaisheim verlie\u00df, hatte er eine schwere Kiste mit sich. Er wurde Abt in F\u00fcrstenfeld und konnte dort sofort Schulden abtragen. F\u00fcrstenfeld erholte sich, w\u00e4hrend Kaisheim noch mehr<\/p>\n<p>verarmte. Das wurde noch schlimmer, da auch der neue Bursarius Geld f\u00fcr sich sammelte und auch er mit dem aus Heilsbronn aufgezwungenen Abt nicht klar kam. (Schaidler ebda).<\/p>\n<p>Abt und Konvent wandten sich 1449 an Kaiser Friedrich, weil sie durch das bisherige Schenkraum im Kreuzgang empfindlich gest\u00f6rt worden waren.<\/p>\n<p>Daraufhin erlie\u00df er diese Anordnung: \u201dKg. F. gestattet dem Abt des Klosters Kaisheim, sein Schenkhaus an einen beliebigen Ort vor das Klostertor zu verlegen, da in dem jetzigen Schenkhaus, das im Kloster nahe dem Kreuzgang gelegen ist, mancherlei <em>unfur geschray<\/em>, Aufl\u00e4ufe und andere Unzucht vorgekommen ist, was f\u00fcr geistliche Personen unziemlich ist und den Gottesdienst behindert. Der Kg. gebietet allen Untertanen bei einer P\u00f6n von 6 Mark Gold, halb in die Kammer und halb dem Abt, Konvent und Kloster zu zahlen und befiehlt, in dem Schenkhaus keinerlei Unzucht und Frevel zu treiben\u201d<\/p>\n<p>RI Friedrich III. &#8211; [RI XIII] H. 2 n. 32<\/p>\n<p>1458 wurde mit Abt Georg I. Schmidlin (1458\u20131479 ) der 23. Kaisheimer Abt eingesetzt.<\/p>\n<p>Als Graisbach an Herzog Heinrich XVI. der Reiche von Bayern-Landshut (1393\u20131450) gefallen war, wurden die Klosteruntertanen von den bayrischen Gerichten in Graisbach, Monheim, Reichertshofen und Neuburg wieder bedr\u00e4ngt, weshalb sich das Kloster wieder an Friedrich III. wandte.<\/p>\n<p>Dieser beauftragte den Markgrafen Albrecht von Brandenburg, Burggraf zu N\u00fcrnberg \u201can seiner Statt&nbsp; Abt und Konvent des Klosters Kaisheim sowie deren Leute und Besitzungen zu beschirmen, besch\u00fctzen und handhaben.\u201d RI Friedrich III. &#8211; [RI XIII] H. 2 n. 29<\/p>\n<p>Au\u00dferdem befahl er dem bayrischen Herzog Heinrich XVI. direkt, seine Amtsleute anzuhalten, die Beschwernisse gegen die Klosteruntertanen einzustellen. RI Friedrich III. &#8211; [RI XIII] H. 2 n. 31<\/p>\n<p>Zwar war 1450 ein allgemeiner Friede verk\u00fcndet worden. Aber es herrschte praktisch Kriegszustand im Land, bei dem das Kloster schweren Schaden erlitt und zwar sowohl von F\u00fcrsten als auch von St\u00e4dten. Schaidler f\u00fchrt auf den Seiten 116 ff<\/p>\n<p>eine \u201cSpecifikation unterschiedlicher dem Gotteshaus zugef\u00fcgter Sch\u00e4den\u201d auf.<\/p>\n<p>1463 wurde ein Vergleich in Landshut erzielt. Herzog Ludwig IX. der Reiche (1450\u20131479)von Bayern-Landshut und sein Sohn Georg der Reiche (1479\u20131503) wurden auf Lebenszeit als Schutzherren des Klosters anerkannt. Beschlagnahmte G\u00fcter wurden wieder herausgegeben.<\/p>\n<p>Die von den bayrischen Herz\u00f6gen gegebenen Privilegien wurden vom Reichskammergericht in Rottweil best\u00e4tigt.<\/p>\n<p>1473 berief Kaiser Friedrich den Kaisheimer Abt wie einen Reichsstand auf den Reichstag nach Augsburg. (Schaidler S. 124)<\/p>\n<p>1477 wurde die neue Bibliothek gebaut. Auch mehrere Krankenzimmer wurden eingerichtet. In der Kirche wurden an 6 Pfeilern Alt\u00e4re errichtet. 1479 wurde neben der Abtei ein neuer Turm von Meister Knebel errichtet, dessen Sohn M\u00f6nch im Kloster war.<\/p>\n<p>Am 8. Dezember 1479 starb Abt Georg. Auf ihn folgte Abt Johann V. Visches (1480\u20131490 ), den Schaidler als 23. Abt, die Biograhia Cisterciensis als 24. Abt z\u00e4hlt. Er stammte aus Kempten und war bei seinem Amtsantritt schon bejahrt. Er hatte gleich die<\/p>\n<p>Ern\u00e4hrung seiner Konventualen verbessert, die bis dahin nicht als \u00fcppig bezeichnet werden konnte. Diese Anordnung hat er 1480 in Rom best\u00e4tigen lassen und dabei f\u00fcr sich und seine Nachfolger das Recht die Inful zu tragen beantragt. Dies wurde genehmigt.<\/p>\n<p>1481 wurde das Kloster von einem gro\u00dfen Hochwasser heimgesucht. In diesem Jahr lie\u00df er die Br\u00e4uk\u00fcche errichten, in der G\u00e4ste, das gemeine Volk, Handwerker und Tagl\u00f6hner verk\u00f6stigt wurden. Er lie\u00df den F\u00fcllstadel und den Siechturm errichten.<\/p>\n<p>Er schaffte einen silbernen Abtstab, eine Inful und silbernes Geschirr an.<\/p>\n<p>In Ingolstadt erbaute er einen Kornstadel, in Heilbronn erneuerte er das dortige Haus, die Kelter und den Keller. In N\u00f6rdlingen erbaute er ebenfalls einen <br \/>Kornstadel.<\/p>\n<p>Bis 1486 erbaute er ein neues G\u00e4stehaus im Kloster. In Weissenhorn vollendete er das dortige Haus und kaufte noch ein weiteres dazu.<\/p>\n<p>1488 wurde die Bibliothek vollendet. Der Kreuzgang wurde ebenfalls versch\u00f6nt. Das Haus in Augsburg wurde von Grund auf erneuert.<\/p>\n<p>Am St. Blasiustag, am 3. Februar hatte Abt Georg den Abt von L\u00fctzel Ludwig J\u00e4ger (1471\u20131495 )in Leitheim zu Gast. Als die beiden zur\u00fcckkehrten, brannte wegen einer Unvorsichtigkeit des Schreiners das Haus dort und die Kirche v\u00f6llig ab.<\/p>\n<p>1490 wurde in dem Benediktinerkloster Thierhaupten am Lech auf ersuchen des herzoglichen Rentmeisters Johannes Hofmann der Kaisheimer Supprior und Kustos Johannes Secherlein zum Abt in Thierhaupten eingesetzt. Dazu musste er mit p\u00e4pstlicher Dispens erst Benediktiner werden.<\/p>\n<p>Gesundheitlich stark angeschlagen begab sich Abt Johann nach Augsburg, um dort seine geschw\u00e4chte Gesundheit wieder herzustellen. Er verstarb allerdings in Augsburg.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde der bisherige Prior Georg II. Kastner (1490\u20131509).<\/p>\n<p>1491 lie\u00df der Abt im Kloster einen W\u00e4rmeofen bauen. 1493 wurde die Bibliothek vollends eingerichtet und mit eichenen Sitzen und Fu\u00dfschemeln versehen. Eine gro\u00dfe Anzahl neuer B\u00fccher wurde angeschafft.<\/p>\n<p>Der B\u00fccherbestand der Bibliothek stammte nat\u00fcrlich schon aus den Anf\u00e4ngen des Klosters. Die fr\u00fchen Generalkapitelstatuten hatten die zisterziensische Grundausstattung einer Klosterbibliothek festgelegt. Jedes Kloster musste \u00fcber das Missale, das Epistolar,Evangeliar, Kollektar, Graduale,<\/p>\n<p>Antiphonar, die Regel, das Hymnar, das Psalterium, das Lektionar und das Kalendarium verf\u00fcgen und laut Statuten mussten diese \u00fcbereinstimmen. Die Einheitlichkeit der Texte und damit die Lebensform&nbsp; garantierten die Konvente der Mutterabteien. nicht nur die liturgischen B\u00fccher waren vorhanden,<\/p>\n<p>sondern Bibelkommentare und Literatur der Kirchenv\u00e4ter. Allerdings \u00fcberholte die Dominikaner und Franziskaner, sowie die Schriften der Universit\u00e4tsgelehrten die Zisterzienser bald, die schon&nbsp; im fr\u00fchen 13. Jahrhundert als ungelehrt verspottet wurden. Ab Anfang des 13. Jahrhunderts versuchte man gegenzusteuern.&nbsp; In Paris wurde ein Generalstudium mit Bezug zur Universit\u00e4t aufgebaut. Auch sollten die Kl\u00f6ster angehalten werde, M\u00f6nche f\u00fcrs Studium abzustellen. Im 15. Jahrhundert ist eine Zuwendung zur humanistischen Literatur festzustellen. Dem beginnenden Buchdruck wenden sich manche Kl\u00f6ster sehr fr\u00fch zu, allerdings weniger als Produzenten. Sie waren \u00fcberwiegend K\u00e4ufer.<\/p>\n<p>In Kaisheim sind erste Handschriften schon um 1170-1180 nachweisbar. Dazu brauchte man Pergament, d.h. gen\u00fcgend geeignete Tiere mussten zur Verf\u00fcgung stehen und die M\u00f6nche mussten auch das Rohmaterial verarbeiten k\u00f6nnen. Au\u00dferdem mussten sie sich mit der Herstellung von Tinte auskennen.<\/p>\n<p>Auch war eine Lese-und Schreibf\u00e4higkeit unabdingbar. Die Gr\u00fcndung von Tochterkloster Stams und die \u00dcbernahme von Sch\u00f6ntal, sowie die Betreung der Frauenzisterzen von Obersch\u00f6nenfeld, Niedersch\u00f6nenfeld, Kirchhdeim am Ries, Pielenhofen, Seligenthal&nbsp; und Zimmern am Ries machten eine<\/p>\n<p>Erh\u00f6hung der Buchproduktion notwendig. W\u00e4hrend des Baus der gotischen Klosterkirche und ein vor\u00fcbergehender&nbsp; wirtschaftlicher Einbruch bremsten die Buchproduktion ab.<\/p>\n<p>1493 starb Kaiser Friedrich III. und nat\u00fcrlich wurde auch in Kaisheim ein gro\u00dfer Gedenkgottesdienst gefeiert zumal Friedrich ein Freund des Klosters war.<\/p>\n<p>1494 kaufte Abt Georg in Lauingen ein Haus mit Stadel und Garten f\u00fcr 675 Gulden. 1498 wurde es gefreit.<\/p>\n<p>1496 lie\u00df der Abt Bilder von allen \u00c4bten malen mit Angabe der Wahl und des Todesdatums.<\/p>\n<p>Am 14. Juli 1498 best\u00e4tigte Kaiser Maximilian Georg und dem Konvent auf ihre Bitte eine Reihe von Privilegien von Bischof Walter von Augsburg, den Pfalzgrafen bei Rhein, die von Karl IV. gemachten sowie die Best\u00e4tigungen von Sigismund. RI Maximilian I. &#8211; RI XIV,2 n. 6408.<\/p>\n<p>Als Kaiser Maximilian 1501 mit seiner Gattin Maria von Burgund in Donauw\u00f6rth war, besuchte die Kaiserin auch Kaisheim.<\/p>\n<p>1502 lie\u00df der Abt Georg in Augsburg einen Altar malen, an dem auch Holbein und D\u00fcrer mitgemalt hatten. Der Abt lie\u00df auch eine gro\u00dfe Orgel erbauen und schickte den Konventbruder Leonhard Frank zu einem ber\u00fchmten Organisten Johannes Jubilate zur weiteren Ausbildung nach Heilsbronn.<\/p>\n<p>1503 setzte Papst Julius II. (1503-1513) die Bisch\u00f6fe von&nbsp; Augsburg Friedrich (II.) Graf v. Zollern (1486 \u2013 1505)und Gabriel von Eyb (1496 \u20131535) sowie den Rektor der Universit\u00e4t Ingolstadt Hieronymus von Croaria (1460\/63\u20131527 ) als Konservatoren und Handhaber der Freiheiten des Klosters ein.<\/p>\n<p>Am 1. Dezember 1503 starb Georg der Reiche Bayern-Landshut. Da Herzog Georg keinen m\u00e4nnlichen erben hinterlassen hatte, erlosch auch das Schutzverh\u00e4ltnis von Bayern-Landshut \u00fcber das Kloster. Am 25. November 1503 hatte Kaiser Maximilian erkl\u00e4rt, dass Kloster Kaisheim frei sei und <\/p>\n<p>keinen anderen Schutzherren habe als den Kaiser und das Reich (Schaidler S. 189).<\/p>\n<p>Nach dem Tod Georgs wurde ein Streit um die Erbfolge ausgel\u00f6st, die in den Landshuter Erbfolgekrieg 1504-1505 m\u00fcndete. In diese Auseinandersetzung wurde auch Kloster Kaisheim verwickelt. 1504 ermordeten Buchdorfer (heute Verwaltunsgemeinschaft Mondorf) Bauern einen kaiserlichen Boten,worauf Maximilian das Dorf, in dem Kloster Kaisheim ein beutender Grundherr war, niederbrennen lie\u00df. Obwohl das Kloster damit nichts zu tun hatte, war es immer wieder Ziel von Racheakten. So wurde zum Beispiel die Grangie Neuhof besch\u00e4digt und gepl\u00fcndert.<\/p>\n<p>Abt Georg starb nach 19 Jahren Regierungszeit 1509. Sein Nachfolger wurde Konrad III. Reuter (1509\u20131540). Ein M\u00e4chtiger am kaiserlichen Hof hatte seine Ambitionen auf den Abtsstuhl in Kaisheim ge\u00e4u\u00dfert. Der Ordensregel gem\u00e4\u00df wurde zwar der Abt von L\u00fctzel Theobald (Thi\u00e9baut) Hillweg <br \/>(1495\u20131532) benachrichtigt. Da aber sozusagen Gefahr im Verzug war, wurden die \u00c4bte von Salem Johannes II. Scharpfer (Sch\u00fcrpfer) (1494\u20131510), Heilsbronn Berthold Stromair (1386\u20131413) und Abt Emeran Thiem von Kloster K\u00f6nigsbronn (1507-1513) eingeladen. Unter ihrer Leitung wurde<\/p>\n<p>der bisherige Prior Konrad III. Reuter ( 1509\u20131540 ) zum 26. (Biograhia cisterciensis) Abt von Kaisheim gew\u00e4hlt. Die Best\u00e4tigung aus Citeaux traf bald ein, so dass der Augsburger Weihbischof Heinrich Negelin(1506-1520) Konrad III. zum Abt weihte.<\/p>\n<p>Konrad stammte aus N\u00f6rdlingen und war Sohn eines Metzgers. Er ist um 1460 geboren und studierte in Heidelberg. Dort studierte auch Wolfgang Marius, der von 1514- 1544 Abt am Zisterzienserkloster Aldersbach war und Ulrich Molzner, der von 1503-1506 Abt am Zisterzienserkloster <br \/>Raitenhaslach war. In der Zeit lehrten Konrad Celtis und Antonius&nbsp; de Clapis,&nbsp; Rudolph Agricola und Johannes Reuchlin an der Heidelberger Universit\u00e4t. Konrad Celtis wurde sp\u00e4ter an die Universit\u00e4t Ingolstadt berufen, die ja schon in r\u00e4umlicher N\u00e4he zu Kaisheim war. Nat\u00fcrlich hatte Abt Johannes auch Kontakt zu den Humanisten Pirckheimer und Peutinger. Ebenso hatte er Kontakt zu dem Heilsbronner Abt Sebald Bamberger (1498\u20131518). Mit dem Lutherkontrahenten&nbsp; Johannes Eck stand er in Briefkontakt. Er hatte schon in Heidelberg einen Codex von Vergil mit Texten aus der Aeneis, der Bucolica und der Georgica zusammengestellt. Abt Johannes war auch von Geschichtsbewusstsein gepr\u00e4gt. In seiner Amtszeit wurde die Klosterchronik von Johann Knebel ausgearbeitet. Abt Johann lie\u00df auch die Archive neu ordnen und in seiner Zeit wurden umfangreiche Kopialb\u00fccher aller Urkunden angelegt.<\/p>\n<p>Abt Johann war auch ein Vertrauter von Kaiser Maximilian.<\/p>\n<p>Als Reichsstand wurde Abt Johann zu den Reichstagen in Augsburg 1510 und&nbsp; Trier 1512&nbsp; eingeladen.<\/p>\n<p>1511 wurden angefangene Geb\u00e4ude im Kloster fertiggestellt, unter anderem die Abtei, das Gemach des Bursarius, die Bibliothek des Abtes mit seiner Wohnung darunter und Vorratsr\u00e4ume.<\/p>\n<p>Herzog Ulrich von W\u00fcrttemberg hatte 1517 seinen Stallmeister Hans von Hutten ermordet. Darauf begann dessen Vater Ulrich eine Fehde gegen den w\u00fcrttembergischen Herzog und legte mit Erlaubnis des bayrischen Herzogs Wilhelm IV. (1508-1550) 1500 Reiter nach Wemding.<\/p>\n<p>Dabei kam das Kloster auch zu Schaden.<\/p>\n<p>1519 starb Kaiser Maximilian. Sein Nachfolger Karl V. (1520-1556) best\u00e4tigte 1521 die Rechte des Klosters. (Schaidler S. 146). Kaisheim wurde auch in den Reichsmatrikeln von 1521 gef\u00fchrt und wurde mit 4 Reitern und 67 Mann zu Fu\u00df angesetzt.<\/p>\n<p>1522 baute der Abt die H\u00e4user des Klosters in Donauw\u00f6rth, Ulm und Augsburg neu, danach die H\u00e4user in Esslingen und Heilbron. Im Kollegium St. Jacob in Heidelberg, das war die Unterkunft der s\u00fcddeutschen Zisterzienserkl\u00f6ster&nbsp; baute er ein Zimmer und eine Kammer f\u00fcr die Kaisheimer <\/p>\n<p>M\u00f6nche an der Universit\u00e4t Heidelberg.<\/p>\n<p><strong><\/strong>1525 brach der Bauernkrieg aus. Abt Johann f\u00fchrte die Abtei sicher durch den Bauernkrieg. Was er nicht verhindern konnte, war die Zerst\u00f6rung des Kaisheimer Hofs in Heilbronn durch aufst\u00e4ndische Bauern unter <br \/>F\u00fchrung von J\u00e4cklein Rohrbach.<\/p>\n<p>1532 wurde Abt Johannes von Kaiser Karl V. zum kaiserlichen Kaplan ernannt.<\/p>\n<p>Abt Johann starb 1540. Sein Nachfolger wurde Johann VI. Sauer (1540\u20131575). Er stammte aus Donauw\u00f6rth und hatte ebenfalls in Heidelberg studiert. <\/p>\n<p>1542 umgab Abt Johannes den Wei9nberg in Leitheim mit einer Mauer. Au\u00dferdem wurde das Weing\u00e4rtnerhaus erbaut, von dem aus man eine herrliches Aussicht auf Augsburg hat. Das kostete 4000 Dukaten, das entspricht etwa 343.000 Euro.<\/p>\n<p>1542 war Ottheinrich von der Pfalz (1552-1559) zum Luthertum \u00fcbergetreten. In der Folge wurden dann die Frauenkl\u00f6ster in Neuburg, Monheim und Bergen und danach Lauingen und M\u00f6dlingen aufgehoben. Auch Waldsassen, Pielenhofen und Gnadenburg erlitten dasselbe Schicksal.<\/p>\n<p>Waldsassen war von 1571-1669 ein kurpf\u00e4lzisches Pflegamt. Kaisheim blieb zwar katholisch, aber zwischen 1544 und 1562 war der Konvent mehrmals gezwungen, das Kloster zu verlassen.<\/p>\n<p>1544 trat Ottheinrich dem Schmalkaldischen Bund bei. Kaiser Karl V. befahl Abt Johannes und dem Konvent die alte Religion beizubehalten.<\/p>\n<p>1546 unterwarfen sich Prior Matthias Nachbauer dem F\u00fcrsten von Neuburg mit dem Vorbehalt des Lebensunterhalts. Kaiser Karl V. f\u00fchrte das Reichsheer gegen Neuburg. Er erkl\u00e4rte die Reichsacht \u00fcber Ottheinrich. Dieser fl\u00fcchtete in die Pfalz.<\/p>\n<p>Abt und Konvent befahl der Kaiser, wieder ins Kloster zur\u00fcckzukehren.<\/p>\n<p>1548 nahm Abt Johannes am Reichstag in Augsburg teil.<\/p>\n<p>1550 lie\u00df der Abt kostbare Paramenten anfertigen.<\/p>\n<p>1551 verlieh Kaiser Karl V. dem Kloster die Halsgerichtsbarkeit.<\/p>\n<p>Nach dem Passauer Vertrag vom 15. August 1552 befahl Kaiser Karl V. Abt Johann, das Kloster wieder zu beziehen und den alten Gottesdienst aufzunehmen.<\/p>\n<p>1556 wurden die Klosterh\u00f6fe in Giengen und Donauw\u00f6rth renoviert.<\/p>\n<p>1556 trat Kaiser Karl V. von allen Herrscher\u00e4mtern zur\u00fcck. in Deutschland \u00fcbernahm sein Bruder Ferdinand I. (1568-1564) die Regierung. 1559 nahm er Kloster Kaisheim in den Schutz des Reiches.<\/p>\n<p>Auf Ferdinand I. folgte Maximilian II. (1564-1576). Er best\u00e4tigte 1566 den Reichsschutz f\u00fcr Kloster Kaisheim.<\/p>\n<p>1568 lie\u00df der Abt au\u00dferhalb der Sakristei ein neues Uhrwerk errichten.<\/p>\n<p>1572 war Abt Johannes sehr alt und w\u00fcnschte einen Coadjutor. Der Konvent w\u00e4hlte am 19. M\u00e4rz 1572 einstimmig den Unterbursner Ulrich K\u00f6llin aus Wiesensteig mit dem Recht der Nachfolge.<\/p>\n<p>1573 nahm Maximilian II. Kloster Kaisheim in seinen Schutz und da es weder dem bayrischen noch dem schw\u00e4bischen Kreis zugewiesen war, ernannte er den Bischof von Augsburg Johann Eglof von Kn\u00f6ringen (1573 \u20131575) und<\/p>\n<p>Herzog Albrecht V. (1550-1579) von Bayern als Konservatores des Kloster.<\/p>\n<p>Am 19. Juli 1573 visitierte der Generalabt Nicolas I. Boucherat (1571\u2013 1583) aus Citeaux Kloster Kaisheim.<\/p>\n<p>Am 28. November 1575 starb Abt Johannes&nbsp; VI. sauer nach 35 \u2013j\u00e4hriger Regierungszeit. Sein Nachfolger wurde der bereits 1572 zum Koadjutor bestellte Ulrich IV. K\u00f6llin (1575\u20131586 )<\/p>\n<p>Abt Ulrich wurde am 8. Januar 1576 von dem Augsburger Weihbischof Ulrich Geislinger (1474 1493 ) geweiht und im Beisein der \u00c4bte von St. Ulrich in Augsburg, F\u00fcrstenfeld, Neresheim, Thierhaupten Heilig Kreuz in Donauw\u00f6rth und M\u00f6nchsdeggingen<\/p>\n<p>in sein Amt eingef\u00fchrt. <\/p>\n<p>Kaiser Rudolf II. (1576-1612) best\u00e4tigte 1577 die Privilegien von Kloster Kaisheim.<\/p>\n<p>1577 verlangte das Kloster Aldersbach in der Di\u00f6zese den bisherigen Oberbursner Andreas Heydecker, der dort Abt wurde.<\/p>\n<p>1580 bestellte Kaiser Rudolf den Augsburger Bischof Marquard II. vom Berg (1576-1591) und Herzog Wilhelm V. (1579-1597) von Bayern zu Konservatoren von Kloster Kaisheim.<\/p>\n<p>Abt Ulrich renovierte die Abtei innen und au\u00dfen. Er lie\u00df viele Bilder und Figuren anbringen. Au\u00dferdem wurden auch viele Sonnenuhren angebracht.<\/p>\n<p>1582 wurde der gregorianische Kalender eingef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Abt Ulrich starb am 14. August 1586. Sein Nachfolger wurde Georg III. Futterknecht (1586\u20131589) Er stammte aus Dillingen und war bisher Oberbursner.<\/p>\n<p>1588 erbaute er die Kanzlei mit Registratur. nach nur drei Jahren Regierungszeit starb er am 11. Februar 1589 in N\u00f6rdlingen.<\/p>\n<p>Auch der n\u00e4chste Abt Dominikus Steichele (1589\u20131594 ) war nur relativ kurz im Amt. Er war Professor. Neben der Kanzlei lie\u00df er ein weiteres Geb\u00e4ude erbauen, in dem unten Stallungen f\u00fcr die Hofpferde waren.<\/p>\n<p>Oben war ein Ratszimmer eingerichtet. Daneben wurde sp\u00e4ter von Abt Molitor ein weiteres Zimmer eingebaut. Er nannte es die \u201ckleine Abtei\u201d, denn er nutzte es, wenn die Herz\u00f6ge von Neuburg mit Damen zu Besuch kamen,<\/p>\n<p>denen er dann immer ehrenhalber die Abtei r\u00e4umte. Nach l\u00e4ngerer Krankheit starb Abt Dominikus am 6. Januar 1594. Bei seinem Tod war zuf\u00e4lligerweise&nbsp; Generalabt Nicolas I. Boucherat zur Visitation in Kaisheim.<\/p>\n<p>Er leitete dann am 8.Januar 1594 die Wahl des neuen Abtes Sebastian Faber (1594\u20131608) und benedizierte diesen auch.<\/p>\n<p>Am 14. September 1595 wurde in F\u00fcrstenfeld ein Provinzialkapitel abgehalten. Durch die Reformation im Deutschen Reich war die Filiationskette als das verbindende Element der Kl\u00f6ster des Ordens&nbsp; dadurch in vielen F\u00e4llen unterbrochen.<\/p>\n<p>Generalabt Edmond de la Croix (1584\u20131604) strebte ein die einzelnen&nbsp; Territorien \u00fcbergreifendes Generalvikariat f\u00fcr den oberdeutschen Raum zu schaffen. Au\u00dferdem sollten so auch die Reformen, die das tridentinische Konzil verlangt hatte, gesichert werden.<\/p>\n<p>Die 17 \u00c4bte, die zu diesem Provinzkapitel zusammen gekommen waren, beschlossen die F\u00fcrstenfelder Statuten. Zum Generalvikar wurde Abt Petrus M\u00fcller (1593\u20131615) von Salem ernannt. 1619 wurde die Oberdeutsche Kongregation dann endg\u00fcltig gegr\u00fcndet und am<\/p>\n<p>22. Januar 1619&nbsp; vom Abt von C\u00eeteaux best\u00e4tigt.&nbsp; 1624 wurde die Kongregation auch vom Papst best\u00e4tigt.<\/p>\n<p>1598 lie\u00df Abt Sebastian die alten Chorst\u00fchle renovieren. 1600 lie\u00df er die von Johann Knebel verfasste Klosterchronik von Pater Martin Held ins Lateinische \u00fcbertragen.<\/p>\n<p>1600 gab Kaiser Rudolf dem Kloster auch einen Doppeladler mit dem Wappen des Kaisers, der als Schutzschild am Klostertor befestigt wurde.<\/p>\n<p>1602 bel\u00e4stigte Herzog Philipp Ludwig von Neuburg (1569-1614) Kloster Kaisheim, was ihm gro\u00dfe Nachteile verschaffte. 1607 reiste Abt Sebastian deshalb an den Hof von Kaiser Matthias (1612-1619) nach Prag auch um dem Kloster und seinen Angeh\u00f6rigen <\/p>\n<p>Frieden zu verschaffen. Er wurde ehrenvoll aufgenommen und seine Reise war von Erfolg gekr\u00f6nt. Er reiste dann weiter zum Reichstag nach Regensburg. Die Reise war wohl sehr anstrengend. Ersch\u00f6pft wurde er krank und starb mit nur 43 Jahren am&nbsp; 15. April 1608<\/p>\n<p>in Regensburg, wo er auch beerdigt ist. Sein Nachfolger wurde Abt Johann VII. Beck (1608\u20131626 ). Er wurde am 17. April gew\u00e4hlt und kurz danach inthronisiert. Abt Sebastian hatte den Ausgang des Streits mit Herzog Philipp Ludwig von Neuburg&nbsp; nicht mehr erlebt.<\/p>\n<p>Abt Johann gab eine Druckschrift heraus, in der er darlegte, dass Kloster Kaisheim nie der Pfalzgrafschaft unterworfen war und diese deshalb auch kein erbliches Schutzrecht beanspruchen k\u00f6nne und <br \/>Kaisheim sich seinen Protektor frei w\u00e4hlen k\u00f6nne. Der Neuburger Herzog verfasste eine Gegenschrift, nach der Kaisheim der Grafschaft Graisbach unterworfen sei und damit Pfalz-Neuburg.<\/p>\n<p>1610 lie\u00df Abt Johann die Pfistererei umbauen. 1611 wurde sie vollendet. Sie hatte zwei Back\u00f6fen, eine M\u00fchle sowie Gew\u00f6lbe zur Aufbewahrung des Brotes. \u00dcber der B\u00e4ckerei waren Wohnungen und Gesindestuben f\u00fcr B\u00e4cker und M\u00fcller. Dar\u00fcber <\/p>\n<p>waren gro\u00dfe Getreidek\u00e4sten.<\/p>\n<p>1612 griff Herzog Philipp Ludwig Kloster Kaisheim an, entfernte den Doppeladler \u00fcber dem Tor und lie\u00df diesen nach Neuburg bringen, dies allerdings unter gro\u00dfen Ehrbezeugungen und mit entbl\u00f6\u00dftem Haupt.<\/p>\n<p>Nach dem Tod von Herzog Philipp Ludwig von Neuburg&nbsp; 1614 hatte sein Sohn Wolfgang Wilhelm 15. Mai 1614 feierlich seine Konversion zum Katholizismus bekannt gegeben.<\/p>\n<p>Am 30. September 1615 visitierte Generalabt Nicolas II. Boucherat&nbsp; (1604\u20131625 ) Kloster Kaisheim. 1619 \u00fcbertrug er alle hohe Generalsgewalt dem Pr\u00e4sidenten der oberdeutschen Ordensprovinz.<\/p>\n<p>Er erhielt auch vom Papst die Vollmacht, alle Pr\u00e4laten seines Ordenszu erm\u00e4chtigen neue \u00c4bte und \u00c4btissinnen zu weihen.<\/p>\n<p>Der Abt lie\u00df 1620 die Krankenkapelle restaurieren und bestimmte sie zu seinem Begr\u00e4bnisplatz.<\/p>\n<p>1621 best\u00e4tigte Kaiser Ferdinand II. (1619-1637) die Privilegien des Klosters.<\/p>\n<p>1626 bat Abt Johann den Abt von Salem Thomas I. Wunn (1615\u20131647) nach Kaisheim zu kommen. Altersbedingt und ersch\u00f6pft legte er am 17. Januar 1626 sein Amt nieder. Er starb am&nbsp; 16. Februar 1627.<\/p>\n<p>Unter Abt Thomas wurde am Tag des R\u00fccktritts von Abt Johann der neue Abt gew\u00e4hlt.Sein Nachfolger als 33. Abt wurde Jakob Mosbach (1626\u20131637). Er wurde von Abt Thomas Wunn 8 Tage sp\u00e4ter benediziert.<\/p>\n<p>1627 kaufte Abt Jakob von der Freifrau Anna von Fugger aus Kirchberg in Ingolstadt f\u00fcr 4300 Gulden ein von allen Lasten befreites Haus, heute das Kaisheimer Haus und lie\u00df es f\u00fcr Studierende einrichten.<\/p>\n<p>In Kaisheim lie\u00df er mehrere Geb\u00e4ude fertigstellen, die von seinen Vorg\u00e4ngern begonnen worden waren.<\/p>\n<p>In diesem Jahr wurde er auch vom Generalabt zum Generalvisitator aller in Sachsen gelegenen Zisterzienserkl\u00f6ster ernannt. Er begab sich deshalb mit einigen M\u00f6nchen nach Sachsen. Dort \u00fcbernahm er das Kloster Walkenrode<\/p>\n<p>und setzte Pater Christoph K\u00f6lich als Abt ein.<\/p>\n<p>Kaiser Ferdinand II. ernannte Abt Jakob zum Kaiserlichen Rat und Kaplan (Schaidler S.176)<\/p>\n<p>Zwar herrschte schon seit 1618 Krieg im Deutschen Reich Aber Kloster Kaisheim war bisher verschont geblieben. Das \u00e4nderte sich, als Gustav Adolf (1611-1632) 1631 in Franken einfiel. An Palmsonntag 1632 besetzte er Kloster Kaisheim.<\/p>\n<p>Der Konvent konnte sich mit M\u00fche nach Ingolstadt retten.&nbsp; Nur zwei M\u00f6nche blieben zur\u00fcck, Georg Molitor (latinisert M\u00fcller), der sp\u00e4tere Abt und Franziskus Glepser. Der K\u00f6nig und sein Heer verpflegten sich im Kloster und auch als sie nach Donauw\u00f6rth<\/p>\n<p>weiterzogen, bezogen sie ihre Nahrungsmittel aus dem Kloster. Dank einer Schutzerkl\u00e4rung des schwedischen K\u00f6nigs blieb das Kloster zwar von Brand und Zerst\u00f6rung bewahrt, aber das Kloster verarmte. Der Konvent blieb zwei Jahre in Ingolstadt.<\/p>\n<p>Der Abt verbrachte diese Zeit in Clairvaux und Venedig. Er kehrte 1637 aus seinem Exil nach Kaisheim zur\u00fcck. Da die Versorgungslage des Klosters sehr prek\u00e4r war, schickte er die M\u00f6nche in \u00f6sterreichische Kl\u00f6ster, wo sie unterkamen.<\/p>\n<p>Abt Jakob war krank und starb am 4. November 1637. Der Salemer Abt Thomas I. war benachrichtigt worden. Er war bei der Wahl anwesend, bei der Georg IV. M\u00fcller (1637\u20131667) als 34. Abt gew\u00e4hlt wurde.<\/p>\n<p>Der Krieg kehrte nochmals zur\u00fcck. Abt Georg fl\u00fcchtete nach St. Gallen, die Konventualen wurden auf verschiedene Kl\u00f6ster verteilt, nur drei blieben in Kaisheim zur\u00fcck.<\/p>\n<p>1640 war ein Reichstag in Regensburg. Auch Abt Georg nahm daran teil und erhielt eine Audienz von Kaiser Ferdinand III. (1637-1657).<\/p>\n<p>1645 kehrte Abt Georg aus dem Exil zur\u00fcck,hielt sich aber im Kloster Obersch\u00f6nenfeld auf. Am 25. M\u00e4rz 1648 besetzte Carl Gu8staf Wrangel Kloster Kaisheim, blieb dort 5 Tage und pl\u00fcnderte es aus.<\/p>\n<p>1649 visitierte Abt Georg das Kloster Stams. Er kehrte nach Kaisheim zur\u00fcck. Nur zwei Konventsmitglieder waren noch im Kloster. Er holte die \u00fcberall verstreuten M\u00f6nche zur\u00fcck und nahm auch wieder Novizen&nbsp; auf, da einige M\u00f6nche verstorben waren.<\/p>\n<p>1653 schickte Abt Georg drei M\u00f6nche zum Studium nach Ingolstadt.Nach Kaisheim verpflichtete er den Professor der Philosophie Malachius Niederhofer,Prior in Kloster Aldersbach und sp\u00e4ter dort&nbsp; Abt (1669\u20131683). Er lehrte zwei Jahre Philosophie in Kaisheim und hielt auch Disputationen <\/p>\n<p>\u00fcber Physik und Logik.<\/p>\n<p>An Pfingsten 1654 visitierte Generalabt Claude Vaussin ( 1643\u20131670 ) das Kloster und erteilte die niederen Weihen.<\/p>\n<p>Abt Georg versuchte die Kriegsfolgen f\u00fcr das Kloster und seine Besitzungen zu beheben. Abgebrannte D\u00f6rfer und Maierh\u00f6fe wurden wieder aufgebaut und bev\u00f6lkert. Auch um Klosternachwuchs bem\u00fchte er sich.<\/p>\n<p>Das Kloster erholte sich wirtschaftlich und personell sehr schnell, was sich auch in umfangreichem G\u00fctererwerb zeigte. So kaufte es 1655 das in der Reformation aufgehobene Kloster Pielenhofen und besiedelte es als Priorat von Kaisheim wieder.<\/p>\n<p>1656 erreichte Abt Georg einen Vergleich mit Herzog Philipp Wilhelm von Pfalz-Neuburg (1653-1690) in dem jahrelang schwelenden Streit. Der Pfalzgraf verzichtete auf Rechte. Damit war die Reichsunmittelbarkeit von Kloster Kaisheim endg\u00fcltig gesichert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"Kaisheim1720W\" src=\"https:\/\/www.sueddeutscher-barock.ch\/Bilder_jpg\/grafik\/k\/Kaisheim1720_W.jpg\" width=\"258\" height=\"258\"><\/p>\n<p>1659 ernannte Kaiser Leopold (1658-1705) Abt Georg zum Kaiserlichen Rat und Kaplan.<\/p>\n<p>1669 bekam das Kloster eine neue Orgel.<\/p>\n<p>Abt Georg starb am 11. Februar 1667. Er hatte eine sehr erfolgreiche Regierungszeit hinter sich gebracht. Im Krieg zum Abt gew\u00e4hlt konnte das Kloster am Kriegsende gerade noch 5 oder 6 M\u00f6nche ern\u00e4hren.<\/p>\n<p>Bei seinem Tod waren 34 Patres, 13 Fratres Clerici, 7 Konversen,3 Oblaten und 8 Novizen im Kloster, zusammen also 65. Wirtschaftlich hatte sich das Kloster ebenfalls bestens erholt.<\/p>\n<p>Unter Vorsitz von Abt Martin Dallmayr ( 1640\u20131690) aus F\u00fcrstenfeld und in Anwesenheit des Priors von L\u00fctzel wurde Benedikt Hein (1667\u20131674) zum 35. Kaisheimer Abt gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>1667 ernannte Kaiser Leopold Abt Benedikt zum Kaiserlichen Rat und Kaplan.<\/p>\n<p>1672 weilte Pater Benedikt Sanner als Gast im Kloster. Er kam aus Rom und brachte einige Reliquien mit. Er versprach auch einen heiligen Leib aus Rom beizubringen, falls Kaisheim die <\/p>\n<p>Kosten \u00fcbernehme. Er brachte dann tats\u00e4chlich den Leib des Heiligen Candidus, eines M\u00e4rtyrers mit. dieser wurde dann feierlich in die Kirche von Kaisheim \u00fcberf\u00fchrt.<\/p>\n<p>1673 brannten in Augsburg die Geb\u00e4ude des Klosters Kaisheim ab. Sie wurden aber sch\u00f6ner wieder aufgebaut.<\/p>\n<p>1674 lie\u00df Abt Benedikt die Kirche renovieren. Die gotische Einrichtung musste weichen.<\/p>\n<p>Er starb am 20. August 1674 unerwartet.<\/p>\n<p>Unter Vorsitz von Abt Edmont Quiquerez (1673\u20131677 ) wurde Hieronymus Winter (1674\u20131681) zum 36. Abt gew\u00e4hlt. Er stammte aus H\u00f6chst\u00e4dt. Bei seiner Wahl war er 38 Jahre alt.<\/p>\n<p>Im Holl\u00e4ndischen Krieg, der von 1672-1678 dauerte, war auch das Deutsche Reich involviert. Kaisheim musste als Reichskloster 1675 monatlich 300 Gulden, das sind etwa 22.000 \u20ac an Kriegskosten aufbringen.<\/p>\n<p>Als Vorsichtsma\u00dfnahme lie\u00df der Abt wertvolle Gegenst\u00e4nde und wichtige Dokumente nach Augsburg und Ingolstadt bringen. Trotz dieser widrigen Zeitumst\u00e4nde konnte Abt Hieronymus einige Zuk\u00e4ufe f\u00fcr das Kloster machen.<\/p>\n<p>1676 wurden in Bergstetten abgerannte H\u00e4user und ein Stadel wieder errichtet. Auch der Weinberg in Leitheim wurde wiederhergestellt. Der Abt lie\u00df ein neues Brauhaus bauen.<\/p>\n<p>1678 wurde das Uhrwerk auf dem Turm eingebaut.<\/p>\n<p>Als Kaiser Leopold 1676 Eleonore Magdalene Therese von Pfalz-Neuburg heiratete, gingen Abt und Prior nach Neuburg, gratulierten und brachten ein silbernes Mutter Gottes Bild als Geschenk. Im Gegenzug erhielt<\/p>\n<p>der Abt eine silberne Uhr und der Prior einen silbernen Becher.<\/p>\n<p>1677 wurde dem Abt von Kaiser Leopold der Titel eines Kaiserlichen Rats verliehen und er wurde zum Kaplan ernannt.<\/p>\n<p>Am 22. September 1680 wurde das Kloster von dem Mutterabt Petrus Tanner (1677\u20131702 ) aus L\u00fctzel visitiert. <\/p>\n<p>Am 28. Mai 1681 war Abt Hieronymus zur Abnahme einer Profess in Obersch\u00f6nenfeld, erkrankte dort und verstarb noch am selben Nachmittag. Seine Eingeweide wurden in Obersch\u00f6nenfeld bestattet,<\/p>\n<p>sein K\u00f6rper in der neuen Gruft in Kloster Kaisheim.<\/p>\n<p>Am 26. Juni 1681 wurde Elias G\u00f6tz (1681\u20131696) einstimmig zum neuen Abt gew\u00e4hlt. Er stammte aus Schwanheim bei Frankfurt. 1661 trat er in das Kloster Kaisheim ein. Er studierte in Ingolstadt zu seinen Kommilitonen z\u00e4hlte der sp\u00e4tere<\/p>\n<p>Abt von F\u00fcrstenfeld Balduin Helm (1690\u20131705). Abt Elias wurde 1669 Priester und 1670 Sekret\u00e4r des Abtes Benedikt Hein. Er wurde Kellermeister, dann Prior und war Spiritual und Beichtvater im Kloster Obersch\u00f6nenfeld. Bei der Wahl seines Vorg\u00e4ngers Hieronymus<\/p>\n<p>stand er ebenfalls zur Wahl und es gab Stimmengleichheit. Nur weil eine Stimme zur\u00fcckgezogen wurde, wurde dann Hieronymus Abt.<\/p>\n<p>Am 8. 1681 wurde er von Abt Martin Dallmayr von der Abtei F\u00fcrstenfeld benediziert. Es assistierten die \u00c4bte Franziskus Kraft (1675\u20131683 ) aus Sch\u00f6ntal und Andreas Hausmann OSB (1669\u20131688)von Kloster Heilig Kreuz aus Donauw\u00f6rth.<\/p>\n<p>Er straffte die Klosterverwaltung und setzte neue Offizialen ein. Er konsolidierte die Klosterfinanzen und hatte so 100.000 Gulden f\u00fcr neue Investitionen \u00fcbrig.Er legte Streitigkeiten mit der Stadt Heilbronn bei.<\/p>\n<p>Noch im Jahr seiner Inthronisation ernannte ihn&nbsp; Kaiser Leopold I. zum kaiserlichen Rat und Kaplan&nbsp; und best\u00e4tigte die Privilegien des Klosters.<\/p>\n<p>1682 \u00fcbertrug Kaiser Leopold die Schutzpflicht f\u00fcr das Kloster auf den Kurf\u00fcrsten von Bayern, das war zu der Zeit Maximlian Emanuel (1679-1726) und den Bischof von Augsburg, das war Johann Christoph von Freyberg (1666- 1690).<\/p>\n<p>Am 26. Januar 1690 wurde Joseph I., der \u00e4lteste Sohn Kaiser Leopolds in Augsburg zum K\u00f6nig gekr\u00f6nt. Abt Elias sprach bei Tisch den Segen. Dazu hatte sich allerdings der Abt von St. Ulrich Roman Daniel (1674\u20131694) krank gemeldet, um ihm den Vorrang zu lassen.<\/p>\n<p>1692 wurde in Sulzdorf, heute Teilgemeinde von Kaisheim das Pr\u00e4fektenhaus gebaut, das nach der S\u00e4kularisation zum Pfarrhof wurde. Der Pfleger \u00fcberwachte Einnahmen und Ausgaben und \u00fcbte im Auftrage des Abtes die niedrige Gerichtsbarkeit aus. <\/p>\n<p>1702 lieh das Kloster dem bayrischen Kurf\u00fcrsten Maximlian Emanuel 50.000 Gulden gegen Verpf\u00e4ndung der Einnahmen von Donauw\u00f6rth. Da Donauw\u00f6rth aber sehr verschuldet war, waren die Aussichten auf Zinsen sehr schlecht und ob das Kloster die <\/p>\n<p>geliehene summe je wieder zur\u00fcckerhalten w\u00fcrde, war auch mehr als fraglich.<\/p>\n<p>In Esslingen kaufte Kloster Kaisheim ein Gut, den Oberhof au\u00dferhalb von Ettlingen f\u00fcr 10.000 Gulden, das vorher dem St. Katherina Spital geh\u00f6rt hatte. Da aber der Konsens des Herzogs von W\u00fcrttemberg Eberhard Ludwig (1677\u20131733) als Landesherr nicht <\/p>\n<p>eingeholt worden war, beschlagnahmte dieser den Hof und verlangte dass ihm die Summe und zwar in franz\u00f6sischen Talern oder Dukaten zu 4 Gulden bezahlt wurde. An die Herzogin mussten 3200 Gulden bezahlt werden. Dazu kamen noch weitere 600 Gulden dazu.<\/p>\n<p>Da das Gut aber f\u00fcr den Kaisheimer Hof in Esslingen von gro\u00dfem Vorteil war, kaufte das Kloster trotzdem. Allerdings kam ihm der Kauf auf 15.523 Gulden zu stehen. Aber das Kloster erweiterte seinen Besitz noch, denn es konnte in Esslingen vortreffliche Weinberge<\/p>\n<p>f\u00fcr weitere 3.500 Gulden erwerben.<\/p>\n<p>1696 lie\u00df Abt Elias in Leitheim eine Kapelle und die Hofanlage, die w\u00e4hrend des Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieges zerst\u00f6rt worden war, zur&nbsp; Sommerresidenz des Klosters Kaisheim ausbauen. Es sollte auch einen Zufluchtsort bilden, falls Kaisheim von einer Krankheit heimgesucht wurde.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem wurde dort f\u00fcrstlicher Besuch empfangen und untergebracht. Das st\u00f6rte dann den kl\u00f6sterlichen Alltag nicht.<\/p>\n<p>Beim Kurf\u00fcrsten stand Abt Elias in h\u00f6chstem Ansehen. Er \u00e4u\u00dferte sich einmal \u00fcber ihn, wenn er an einem f\u00fcrstlichen oder kaiserlichen Hof einen&nbsp; t\u00fcchtigen Agenten brauche, w\u00fcrde er sein Vertrauen auf Abt Elias richten. (Schaidler S. 208)<\/p>\n<p>Abt Elias war ein ausgezeichneter Redner und Dichter.<\/p>\n<p>Im Juni 1696 ritt er von Leitheim zur\u00fcck, st\u00fcrzte dabei vom Pferd und brach sich den Fu\u00df. Er wurde zwar geheilt. Es gab aber Komplikationen, an denen er am 4. Juni 1696 verstarb.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Judas Thadd\u00e4us Mayr (1696\u20131698 ) als 38. Kaisheimer Abt. Er wurde am 25. November 1648 als Sohn armer Eltern geboren und schon als Jugendlicher ins Kloster Kaisheim aufgenommen, zun\u00e4chst als Messdiener und dann als K\u00fcchenhilfe.<\/p>\n<p>Da ihm der Dienst nicht gefiel, floh er aus dem Kloster und ging nach Eichst\u00e4tt und begann ein Studium. Er wandte sich nun an Abt Georg Molitor, der ihn unterst\u00fctzte. 1666 wurde er als Novize aufgenommen. Er studierte in Ingolstadt Philosophie. 1675 wurde er zum Priester geweiht.<\/p>\n<p>Er war Vikar in Leitheim. 1678 wurde er Professor der Kasuistik, 1679 Professor der Philosophie und 1681 Direktor in Ingolstadt. 1686 wurde er Oberbursner. In diesem Amt lie\u00df er alle G\u00fcter der Untertanen beschreiben.<\/p>\n<p>Zweimal wurde er nach Citeaux geschickt. Der Generalabt Nicolas III. Larcher (1692\u2013 1712 )bewunderte die gro\u00dfe Gelehrsamkeit und soll gesagt haben, wie es m\u00f6glich sei, dass in einem solch kleinen K\u00f6rper so gro\u00dfe <br \/>Gelehrsamkeit sei. (Schaidler S. 209) Auch bei den Professoren in Ingolstadt und Dillingen stand er in h\u00f6chstem Ansehen. 1698 war er bei einer Professablegung in Niedersch\u00f6nenfeld. Dabei platzte ihm die Blase. An dem dadurch hervorgerufenen Brand starb er.<\/p>\n<p>Als 39. Abt wurde Roger I. R\u00f6ls (1698\u20131723) gew\u00e4hlt. Er war ein Bruder ein Bruder des Augsburger Weihbischofs Kasimir R\u00f6ls (1708- 1715) und des Benediktinerabtes Amandus R\u00f6ls (1691\u20131748) von Heiligkreuz in Donauw\u00f6rth. Ein weiterer Bruder, Georg (1652\u20131719), wurde B\u00fcrgermeister<\/p>\n<p>von Schwandorf, dem Geburtsort von Abt Roger. Er besuchte das Jesuitengymnasium in Dillingen. 1679 trat er in das Kloster Kaisheim ein. Bis 1681 studierte er bei dem sp\u00e4teren Abt Judas Thadd\u00e4us Mayr Philosophie und dann drei Jahre Theologie. 1685 wurde er zum Priester geweiht. Im selben Jahr wurde er Unterbursar. Schon ein Jahr vorher war er zum Inspektor der Novizen und Repetitor der Philosophie ernannt worden. 1689 ging er als Kaplan in die Zisterzienserinnenabtei Kircheim am Ries. 1691 wurde er dort Beichtvater. Dann wurde er nach Kaisheim zur\u00fcckberufen und dort <br \/>Oberbursier. Nach dem fr\u00fchen Tod von Abt Judas Thadd\u00e4us wurde er am 15. April 1698 unter Vorsitz von Abt Candidus Wenzl (1688\u20131700) aus Raitenhaslach einstimmig zum Abt gew\u00e4hlt. Bei seiner Benediktion waren auch seine beiden Br\u00fcder anwesend.<\/p>\n<p>Wie sein Bruder Amandus ging er seine neue Aufgabe sofort zielbewusst und unbeirrt an. Vor seiner Wahl war er Bursarius, also Hauptkassier der Dom\u00e4nenverwaltung. Er hatte den notwendigen wirtschaftlichen Sachverstand. Wie sein Bruder in Donauw\u00f6rth, der das dortige Kloster in kurzer Zeit entschuldet hatte, tilgte er sofort die hohen Schulden in Kaisheim. Als das geschafft war, lie\u00df er die Kirche mit Alt\u00e4ren, Skulpturen und Bilder ausstatten. Auch ein pr\u00e4chtiges neues Chorgest\u00fchl kam in die Kirche. Au\u00dferdem&nbsp; schaffte er kostbare Ornate an. Besonders zu erw\u00e4hnen&nbsp; ist&nbsp; eine vier Fu\u00df hohe und 32 Mark schwere und mit Edelsteinen und Perlen besetzte goldene Monstranz im Wert von \u00fcber 100.000 Gulden, das ist wohl eher symbolisch zu sehen (das entspr\u00e4che 7.353.568 \u20ac!), die er von dem Goldschmiedemeister Hermann Schmez in Augsburg anfertigen lie\u00df. <\/p>\n<p>1701 brach der Spanische Erbfolgekrieg aus, ein Kabinettskrieg , der erst 1714 mit dem Frieden von Rastatt endete. 1702 wurde auch S\u00fcddeutschland in den Krieg einbezogen. Am 9. September 1702 \u00fcberfiel er bayrische Kurf\u00fcrst Maximilian II. Emanuel die Stadt Ulm.<\/p>\n<p>Die kaiserliche Armee versuchte eine Vereinigung der Franzosen unter Marschall Villars mit den Bayern zu verhindern. Auf kaiserlicher Seite k\u00e4mpfte der Markgraf von Baden Ludwig Wilhelm, das war der \u201cT\u00fcrkenlouis\u201d.<\/p>\n<p>Bei&nbsp; H\u00f6chst\u00e4dt gab es&nbsp; zwei Schlachten. Das ist praktisch vor der Haust\u00fcre von Kaisheim im September 1703 und im August 1704. Kaisheim traf der Spanische Erbfolgekrieg hart. Vor allem die entlegeren Klosterbesitzungen waren betroffen. Durch Pl\u00fcnderungen, Einquartierungen und Kriegslasten<\/p>\n<p>erlitt das Kloster in der Zeit von 1702-1704 einen Schaden von rund 580.000. Gulden. In Tapfheim belief sich der Schaden allein auf 120.000 Gulden. Der Krieg kostete das Kloster also rund 700.000 Gulden. Dazu kam, dass der Abt im November 1703 fliehen musste und die meiste Zeit dann in<\/p>\n<p>Ingolstadt im Haus der Zisterzienserinnen verbringen. Von 1703- bis 1708 war er nach Schaidel nicht in Kloster Kaisheim. Auch die Konventualen waren auf Zisterzienserkl\u00f6ster au\u00dferhalb des Kriegsgebietes verteilt worden. Trotz der Kriegswirren und Lasten schaffte es der Abt, noch w\u00e4hrend des Krieges<\/p>\n<p>22.000 Gulden Schulden zu tilgen.<\/p>\n<p>Die Abtei erholte sich aber wirtschaftlich so rasch, dass Abt Roger 1716 mit dem barocken Klosterneubau beginnen konnte. Er beauftragte dazu den Vorarlberger Baumeister Franz Beer (1660-1726) von Blaichten, dessen Werke er aus Salem kannte. F\u00fcr den Salemer Abt Stephan Jung I. (1698\u20131725 ) war Franz Beer fast so etwas wie der Hausarchitekt. Er hatte gerade die Zisterzienserkirche in St. Urban 1711-1715 beendet. Den dortigen Abt Abt Malachias Glutz&nbsp; kannte Abt Roger. Zuletzt trafen sie sich 1715 beim Kapitel der oberdeutschen Zisterzienserkongregation in Salem. <\/p>\n<p>Abt Roger schloss 1716 mit Franz Beer in Salem einen Akkord ab \u00fcber 32.500 Gulden. Nach f\u00fcnf Jahren Bauzeit konnten 1721 die Bauarbeiten und der Innenausbau mit Ausnahme der Bibliothek und des Grossen Saals abgeschlossen werden. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte der Bau ohne die klostereigenen Leistungen 110 638 Gulden gekostet.&nbsp; Die Baukosten waren schon enorm und f\u00fchrten dazu, dass der Salemer Abt Stephan im Auftrag des Generalabts Edmond II. Perrot ( 1712\u2013 1727 ) eine Visitation und Untersuchung in Kaisheim durchf\u00fchrte, denn Abt Roger war der Verschwendung angeklagt worden. <\/p>\n<p>Der Salemer Abt kam aber zu dem Schluss, dass Abt Roger&nbsp; nur zum Nutzen des Stiftes gehandelt&nbsp; haben und sprach ihn von allen Vorw\u00fcrfen frei.<\/p>\n<p>Am 22.Dezember 1711, also lange vor Baubeginn, wurde Kaiser Karl VI. 1711-1740) in Frankfurt zum Kaiser gekr\u00f6nt. Auf dem Weg zur Kr\u00f6nung begr\u00fc\u00dften ihn Abt und Konvent in Neuhof.<\/p>\n<p>1718 besuchte Kurf\u00fcrst Karl III. Philipp von der Pfalz (1716 bis 1742) das Kloster.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem lie\u00df er ebenfalls von Franz Beer in Pielenhofen zur gleichen Zeit die neue Klosterkirche bauen. Sie wurde ausgestattet von den Br\u00fcdern Appiani und dem Maler Jacob Carl Stauder ausstatten. Dazu kam der Neubau von Pfarrh\u00f6fen und Kastenh\u00e4user in der Klosterherrschaft und den benachbarten St\u00e4dten.<\/p>\n<p>Abt Roger starb am 3. Mai 1723.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde als 40. Abt. Roger II. Friesl (1723\u20131739) Er stammte wie sein Vorg\u00e4nger ebenfalls aus Schwandorf. Er hatte in Amberg die Humaniora studiert, das war in der Renaissance die Gesamtheit des humanistischen <br \/>Bildungsprogramms und in Ingolstadt Theologie. 1713 wurde er zum Priester geweiht. Nachdem er die Kloster\u00e4mter des Supriors, Subbursarius und Priors erfolgreich durchlaufen hatte, wurde er 15. Juni 1723 zum Abt gew\u00e4hlt und am 2. <br \/>August 1723 benedediziert.<\/p>\n<p>Er achtete auf genaue Einhaltung der Ordensregel. Er schaffte neue Ornate an und liess die Kirche prachtvoll ausstatten. Er lie\u00df den \u201cvon Gold strotzenden\u201d (Schaidler S.222) Altar des Heiligen Johann von&nbsp; Nepomuk errichten. Aus Rom beschaffte<\/p>\n<p>er die heiligen Leiber von Claudius und Julianus und lie\u00df diese in Niedersch\u00f6nenfeld pr\u00e4chtig fassen.<\/p>\n<p>Genauso wie er sich um die prachtvolle Ausstattung der Kirche bem\u00fchte, sorgte er f\u00fcr die Bildung seiner Konventualen. Er sandte viel zum Studium der Theologie und des kanonischen Rechts nach Ingolstadt. Er sorgte auch daf\u00fcr, dass in Kaisheim Philosophie<\/p>\n<p>unterrichtet wurde. In dieser Zeit waren auch M\u00f6nche aus anderen Kl\u00f6stern zum Studium in Kaisheim, so aus Augsburg, Donauw\u00f6rth und Waldsee, aber auch aus den Zisterzienserkl\u00f6stern L\u00fctzel und Stams.<\/p>\n<p>1724 besuchte Abt Roger Sch\u00f6nthal, Esslingen, Heilbronn, Ulm Lauingen, Stotzingen und Ober-und Niedersch\u00f6nenfeld.<\/p>\n<p>1725 visitierte Abt Konstantin Miller (1725\u20131745) von Salem&nbsp; das Kloster.<\/p>\n<p>1730 lie\u00df Abt Roger in Tapfheim ein neues Schloss erbauen. 1692 hatte das Kloster Kaisheim die Hofmark Tapfheim von Graf Johann Jakob von Hamilton, deinem schottischen Staatsmann in \u00f6sterreichischen Diensten, f\u00fcr 80.000 Gulden gekauft.<\/p>\n<p>1738 lie\u00df er das Schloss Bertenbreit, heute ein Teil von Kaisheim, erbauen, dieses aber mehr als Liebhaberei denn zu praktischem Nutzen.<\/p>\n<p>In Flotzheim und Villenbach baute er Pfarrh\u00e4user, in W\u00f6rnitzstein und brachstatt einen Zehntstadel und in Bertenbreit ein Hirtenhaus und einen Ziegelstadel.<\/p>\n<p>1733 wurde in Kaisheim ein Nationalkonvetn abgehalten, bei dem 14 \u00c4bte anwesend waren. Da der Abt aus Salem erkrankt war, leitete Abt Roger den Konvent.<\/p>\n<p>1734 erlitt Abt Roger einen Schlaganfall, wurde aber wieder hergestellt.<\/p>\n<p>Im Zisterzienserinnenkloster St. Agnes in Lauingen bewog er die \u00c4btissin Luitgard Langin am 17. Juni 1738 zur Resignation. Ihre Nachfolgerin Adelheid Themplerin wurde in Kaisheim benediziert.<\/p>\n<p>Am Freitag vor Palmsonntag brannte das K\u00fcferhaus ab. K\u00fcfer Geselle und Lehrjunge konnten sich zwar ins Frei retten. Sie starben aber ein paar Tage sp\u00e4ter an den schweren Verbrennungen, die sie erlitten hatte.<\/p>\n<p>Da Wassermangel herrschte, war nicht nur das Br\u00e4uhaus und die Pfisterei, die in der N\u00e4he waren, in gro\u00dfer Gefahr. Das ganze Kloster war gef\u00e4hrdet. Aber gl\u00fccklicherweise blieb es bei dem Brand von dem einen Haus.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Abt aber, der ohnehin eine angegriffene Gesundheit hatte, war die Aufregung wohl zu viel. Er starb kurz danach.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde C\u00f6lestin I. Mermos (1739\u20131771). Er stammte aus Donauw\u00f6rth. Sein Vater war erst Pfleger von Heilig Kreuz in Donauw\u00f6rth. Sp\u00e4ter wurde er Kaisheimischer Pfleger in N\u00f6rdlingen und Ulm.<\/p>\n<p>C\u00f6lestin hatte 1722 die Gel\u00fcbde in Kaisheim abgelegt. Er studierte Theologie in Ingolstadt und in Kaisheim. 1725 wurde er zum Priester geweiht. Danach lehrte er selbst Theologie in Kaisheim. Zun\u00e4chst war er<\/p>\n<p>Vikar in Leitheim. Als dort das halbe Dorf abbrannte, sammelte er Brot, da die Armut \u00fcberhand nahm. Nach Leitheim wurde er Vikar in Violau. Dann kam er nach Esslingen als Prediger, wo er sich auch die Achtung der Protestanten erwarb.<\/p>\n<p>1737 wurde er Novizenmeister in Kaisheim.&nbsp; Am 9. Juli 1739 wurde er unter Leitung von Abt Angelus M\u00fcnch (1732\u20131761) einstimmig zum Abt von Kaisheim gew\u00e4hlt. Am 23. August 1739 wurde er von Abt Konstantin Miller (1725\u20131745) benediziert.<\/p>\n<p>Im ersten Jahr seiner Regierung vernichtete Schnee und Eis die gesamte Weinernte des Klosters. Auch die Weinst\u00f6cke gingen zugrunde, was dem Kloster einen gro\u00dfen Schaden verursachte.<\/p>\n<p>Nach dem Tod von Kaiser Karl VI. 1740 und damit dem Aussterben des Hauses Habsburg im Mannesstamm brach in \u00d6sterreich der \u00d6sterreichische Erbfolgekrieg (1740-1748) aus. 1741 brachte man deshalb die goldene Monstranz und 300.000<\/p>\n<p>Gulden zun\u00e4chst in Salem und dann in der Schweiz in Sicherheit. 1742 war eine franz\u00f6sische Besatzung von 600 Soldaten und 50 Offizieren in Kloster Kaisheim.<\/p>\n<p>1743 musste Abt C\u00f6lestin auf Anordnung des Generalabtes Andoche Pernot des Crots&nbsp; (1727\u2013 1748 ) und dort Streitigkeiten schlichten.<\/p>\n<p>1750 lie\u00df er die Kalvarienbergkapelle in W\u00f6rnitzstein errichten. Baumeister war Johann Georg Hitzelberger, der ab 1769 Hofbaumeister in Wallerstein war.<\/p>\n<p>1751 lie\u00df Abt C\u00f6lestin Schloss Leitheim um ein weiteres Geschoss aufstocken und dort einen Festsaal im bayerischen Rokoko-Stil&nbsp; ausschm\u00fccken. Der aus M\u00e4hren stammende Gottfried Bernhard G\u00f6z, zu dessen bekanntesten Werken die Freskierung<\/p>\n<p>der Wallfahrtskirche Birnau z\u00e4hlt, \u00fcbernahm auch die Freskierung in Leitheim. Er schuf dort ein einheitliches ikonographisches Konzept bildet: die f\u00fcnf Sinne, die vier Elemente, die vier Temperamente und die periodischen Zeitzyklen der vier Lebensalter, die vier Jahreszeiten und der Wechsel von Tag und Nacht und Nacht und Tag. Einer der ersten G\u00e4ste war der bayrisch-pf\u00e4lzische Kurf\u00fcrst Karl Theodor (1742-1799) noch in seiner Mannheimer Zeit.<\/p>\n<p>Um 1752 lie\u00df er die Geb\u00e4ude bei der Kirche von Bergstetten, heute Teilgemeinde von Kaisheim nach einem Blitzschlag, der 1668 gro\u00dfen Schaden angerichtet hatte, renovieren und umgestalten.<\/p>\n<p>1756 best\u00e4tigte Kaiser Franz I. (1745-1765) die Privilegien des Klosters.<\/p>\n<p>1756 lie\u00df Abt C\u00f6lestin die Pfarrkirche in Sulzdorf, heute Ortsteil von Kaisheim, erbauen.<\/p>\n<p>Nachdem Kaisheim sich immer wieder wechselnd mal dem schw\u00e4bischen, mal dem Bayrischen Kreis angeschlossen hatte, schloss es sich 1757 definitiv dem Schw\u00e4bischen Kreis an. Der Bayrische Kreis protestierte erfolglos dagegen.<\/p>\n<p>Kaisheim erhielt Sitz und Stimme beim schw\u00e4bischen Kreis zwischen Roggenburg und Ursberg. Auf dem Reichstag sa\u00df es auf der Rheinischen Pr\u00e4latenbank und zwar an erster Stelle.<\/p>\n<p>Abt C\u00f6lestin resignierte am 25. Juni 1771 im Alter von 70 Jahren. Er starb am 21. M\u00e4rz 1773.<\/p>\n<p>C\u00f6lestin II. Angelsbrugger (Angelsbrucker) (1771\u20131783 ) Er&nbsp; wurde am 2. November 1726 in Augsburg geboren, wo sein Vater als Wachszieher und Lebzelter t\u00e4tig war.  <\/p>\n<p>Abt C\u00f6lestin legte 1745 in Kaisheim seine Profess ab. Am 21. November 1749 feierte er seine Primiz. Er begann als Vikar in Leitheim. Er bekleidete verschiedene Kloster\u00e4mter, 1764 wurde er Pr\u00e4fekt in Heilbronn<\/p>\n<p>Im Mai 1765 wurde er Direktor des Kaisersheimer Studienhauses in Ingolstadt . Am 26. Juni 1771 wurde er zum Abt gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>In seinem ersten Regierungsjahr unternahm er eine Prachtreise nach Frankreich und wurde dort vom letzten Generalabt Fran\u00e7ois Trouv\u00e9 (1748\u2013 1797) zu Ludwig XIV. nach Frontainbleau&nbsp; geschickt und konnte durch seine Klugheit, Beredsamkeit und gewandtes Auftreten Vorteile f\u00fcr seinen Orden erwirken\u201c&nbsp; wie Luitpold Reindl&nbsp; in seiner Geschichte des Klosters Kaisheim 1913, schreibt.<\/p>\n<p>1774 wurde er von Karl Theodor&nbsp; zum Wirklichen Geheimen Rat ernannt und in die Kurpf\u00e4lzisch-Physikalisch-Oekonomische Gesellschaft berufen. Im Sinne der Aufkl\u00e4rung die wissenschaftliche Bildung der M\u00f6nche. Er schaffte B\u00fccher und naturwissenschaftliche Sammlungen an.<\/p>\n<p>Er lie\u00df das Sommerrefektorium und ein Gew\u00e4chshaus bauen.<\/p>\n<p>1778 nahm ihn die kurpf\u00e4lzische Akademie der Wissenschaften in Mannheim als Ehrenmitglied auf. Am Mannheimer Hof lernte Abt C\u00f6lestin viele bedeutende Gelehrte und K\u00fcnstler kennen, z.B. 1778 Wolfgang Amadeus Mozart, der elf Tage in Kaisheim zu Besuch blieb und Angelsbrugger in einem Brief vom 18. Dezember 1778 als \u201erecht liebensw\u00fcrdigen\u201c Mann charakterisierte. <\/p>\n<p>1779 wurde er als erster Kaisheimer Abt Generalvikar der oberdeutschen Zisterzienserprovinz ernannt. Als solcher hatte er das Visitationsrecht \u00fcber alle Zisterzienserkl\u00f6ster der Provinz und f\u00fchrte auf den Nationalkapiteln den Vorsitz. <\/p>\n<p>Allerdings f\u00fchrte seine Kunst-und Prachtliebe, seine f\u00fcrstlichen Geschenke und seine Freigebigkeit gegen jedermann auch dazu, dass er bei seinem Tod dem Kloster eine Schuldenlast von fast 600.000 Gulden hinterlie\u00df.<\/p>\n<p>Er starb am 26. September 1783 im Alter von 57 Jahren, als er von einem Spaziergang zur\u00fcckkam und dabei einen Schlaganfall erlitt.<\/p>\n<p>43. und letzte Abt von Kaisheim wurde Franz Xaver M\u00fcller (1783\u20131802) Er stammte aus Westhausen bei Ellwangen. Er legte am 28.Oktober 1746 seine Profess ab. Ab April 1770 war er Unterbursar und ein Jahr sp\u00e4ter ernannte ihn Abt C\u00f6lestin II. zum Oberbursar.<\/p>\n<p>Am 23. Oktober 1783 wurde er zum Abt gew\u00e4hlt und f\u00fcnf Tage sp\u00e4ter benediziert. Schon 1784 wurde er zum&nbsp; Visitator der Zisterzen in Schwaben und Tirol bestellt.<\/p>\n<p>Er hatte nicht umsonst \u00fcber Jahre in der Wirtschaftsverwaltung des Klosters gearbeitet. Er schaffte es, die Schulden seines Vorg\u00e4ngers zu tilgen. In der Landwirtschaft f\u00fchrte er gezielte Ma\u00dfnahmen zur Ertragsverbesserung ein.<\/p>\n<p>Die Revolutionskriege kosteten die Abtei viel Geld. Es mussten \u201eRequisitionen ohne Ma\u00df und Zahl und vierfache Contributionen, Reichs- und Kreis-Pr\u00e4standen, Kriegsbeytr\u00e4ge und gezwungene Anlehen\u201c zu erbracht werden. <\/p>\n<p>1793 mussten gro\u00dfe Teile des Kirchensilbers nach G\u00fcnzburg abgeliefert werden. Die Franzosen nahmen aus der Bibliothek ein wertvolles, auf mehrere tausend Gulden gesch\u00e4tztes Brevier mit. <\/p>\n<p>Der Friede von Lun\u00e9ville und der Reichsdeputationshauptschluss 1803 brachten dem Kloster Kaisheim das Ende.&nbsp; Abt Xaver konnte die S\u00e4kularisation auch durch eine Eingabe an den bayrischen Kurf\u00fcrsten nicht mehr abwenden.<\/p>\n<p>Am 1. September 1802 lie\u00df der bayrische Kurf\u00fcrst das Kloster okkupieren. Am 29.0ktober 1802 wurde eine provisorische Administration eingesetzt.<\/p>\n<p>Das Klostergeb\u00e4ude wurde zun\u00e4chst Aussterbekloster f\u00fcr Franziskaner. 1816 wurde ein Strafarbeitshaus. Heute ist in Kaisheim eine JVA untergebracht. Auch der Name Kaisersheim wurde auf Kaisheim abge\u00e4ndert.<\/p>\n<p>Abt Xaver erhielt eine staatliche Pension. Als Wohnsitz wurde ihm Schlo\u00df Leitheim zugewiesen.<\/p>\n<p>Abt Xaver verstarb 1817. Nach seinem Tod durfte er nicht wie seine Vorg\u00e4nger in der Klosterkirche bestattet werden. Er fand seine Ruhest\u00e4tte auf dem allgemeinen Friedhof. Aber acht seiner ehemaligen Konventualen<\/p>\n<p>legten wieder den Zisterzienserhabit samt Kukulle an und trugen ihn auf den eigenen Schultern zu Grabe.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.zisterzienserlexikon.de\/w\/images\/thumb\/1\/1a\/Franz-Xaver-Mueller.jpg\/180px-Franz-Xaver-Mueller.jpg\" width=\"180\" height=\"226\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Graf Heinrich II. von Lechsgm\u00fcnd, dessen Abstammung nicht mit Sicherheit zu kl\u00e4ren ist, stiftete 1135 das Zisterzienserkloster Kaisheim. Er war wohl ein Sohn von Otto von Lechsgem\u00fcnd. Verheiratet war er mit Liutgard, die ebenso wie sein Sohn Volkrad in der Kaisheimer Stiftungsurkunde von 1135 genannt sind. 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