{"id":3166,"date":"2020-12-19T11:14:51","date_gmt":"2020-12-19T11:14:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/?p=3166"},"modified":"2020-12-19T11:14:51","modified_gmt":"2020-12-19T11:14:51","slug":"kloster-maulbronn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/?p=3166","title":{"rendered":"Kloster Maulbronn"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/8\/85\/Maulbronn.jpg\/220px-Maulbronn.jpg\" width=\"220\" height=\"250\"><\/p>\n<p>Um 1138 stiftete der Edelfreie Walter von Lomersheim, das ist heute ein Stadtteil von M\u00fchlacker sein Erbgut Eckenweiher zur Gr\u00fcndung eines Zisterzienserklosters, in das er dann selbst als Laienbruder eintrat. Namentlich bekannt sind auch zwei Geschwister von Walter, <\/p>\n<p>n\u00e4mlich Konrad und Ita von Lomersheim. Es wurde eine Filialgr\u00fcndung des els\u00e4ssischen Kloster Neubourg. Der Neuburger Abt Ulrichentsandte Abt Dieter von Morimont wie bei Gr\u00fcndungen der Zisterzienser \u00fcblich mit 12 M\u00f6nchen in die neue Gr\u00fcndung.<\/p>\n<p>Allerdings scheint der Ort f\u00fcr ein neues Kloster nicht allzu g\u00fcnstig gewesen zu sein. Es war wohl nicht ausreichend Wasser vorhanden. Zur Weihnachtszeit 1146 predigte Bernhard von Clairvaux in Speyer. Sicher hat ihn dort auch der Speyrer Bischof geh\u00f6rt.Bischof G\u00fcnther von Henneberg (1146-1161) nahm sich pers\u00f6nlich der Sache des Klosters an. Er war gerade Bischof in Speyer geworden.<\/p>\n<p>Er erkl\u00e4rte den vorgesehenen Ort&nbsp; Eckenweiher f\u00fcr untauglich und schenkte dem Kloster das Bischofslehen zu Mulenbrunnen, wohin das Kloster 1147 verlegt wurde. Hier war eine ehemalige Siedlungsstelle, die bis vor kurzem noch bewirtschaftet worden war.Die Zisterzienser begannen sofort ein System der Wassernutzung und Wasserwirtschaft einzurichten. Darin gelten sie als vorbildlich und meisterhaft. Es gab zwei B\u00e4che, die die M\u00f6nche als Kanal fassten. Die Abwasserversorgung war gekl\u00e4rt und sie konnten den Wasserbedarf so steuern, dass damit eine M\u00fchle angetrieben werden konnte,<\/p>\n<p>die sich im Klosterbereich befand. Sie installierten ein Netz von etwa zwanzig Seen und Teichen, die durch ein System von Gr\u00e4ben und Kan\u00e4len. Die angelegten Stauseen dienten als Wasserreservoir und wurden auch zur Fischzucht genutzt. Den Zisterziensern war der Fleischgenuss verboten. Aber Fische galten als \u201eFlussgem\u00fcse\u201c und durften verzehrt werden und spielten somit nat\u00fcrlich bei der Ern\u00e4hrung eine wichtige Rolle. Aber nicht nur der Bedarf des Klosters wurde gedeckt. Es wurde auch ein eintr\u00e4glicher Handel getrieben. Karpfen und Hechte wurden gez\u00fcchtet, aber auch Barsche, Schleien, Rotaugen und Karauschen. Der fettreiche Aal war im <br \/>Mittelalter einer der beliebtesten Fische. Da er aber nicht in Binnengew\u00e4ssern laichen kann, fanden im 15. Jahrhundert Fischtransporte zwischen Maulbronn und Speyer statt. Karpfen wurden in Kisten nach Speyer transportiert und von dort kamen ebenfalls in Kisten Aale, die dann in den Aalkistensee gebracht wurden und dort weiter gez\u00fcchtet. Die Karpfenzucht wurde in Maulbronn perfektioniert. Den M\u00f6nchen gelang es, Spiegelkarpfen zu z\u00fcchten, die im Vergleich zu den Wildkarpfen wesentlich weniger Schuppen aufweisen, ein wichtiger Vorteil in Zeiten, in denen&nbsp; die Zahngesundheit noch sehr mangelhaft war.<\/p>\n<p><em>\u201c<\/em>Bischof Gunter von Speyer schenkt dem in Eckenweiher gegr\u00fcndeten Zisterzienserkloster den Grund und Boden in Maulbronn und verlegt das Kloster an den dortigen Ort unter Beibehaltung der bisch\u00f6flichen Vogteirechte und Gew\u00e4hrung des Neubruchzehnten f\u00fcr das Kloster.\u201d<\/p>\n<p>(WUB Band XII., Nr. N1<\/p>\n<p>Ein Jahr sp\u00e4ter wird die Verlegung des Klosters urkundlich festgehalten. Der Klosterbau war inzwischen auch soweit fortgeschritten, dass die M\u00f6nche \u00fcbersiedeln konnten.<\/p>\n<p>\u201cBischof G\u00fcnther von Speyer verpflanzt die von Walter von Lomersheim begonnene Stiftung des Klosters in Eckenweiher nach Maulbronn unter Aufz\u00e4hlung und Best\u00e4tigung der dahin abgetretenen G\u00fcter und Rechte.\u201d (WUB Band II., Nr. 327, Seite 43-45)<\/p>\n<p>Der Besitz des Kloster wurde rasch vermehrt. Walthers Schwester Ita schenkte dem Kloster 3 1\/2 Hufen,&nbsp; Bertha von Gr\u00fcningen (dem heutigen Markgr\u00f6ningen) schenkte zusammen mit ihren S\u00f6hnen 2 Hufen, Werner von Rosswag schenkte eine Hufe. Die ersten Schenker waren alle \u00fcberzeugte<\/p>\n<p>Gefolgsleute der Staufer ebenso wie der Bischof G\u00fcnther zusammen mit seinem Bruder, dem W\u00fcrzburger Bischof Gebhard von Henneberg zu den Verb\u00fcndeten Friedrich Barbarossas z\u00e4hlte.<br \/>Das Kloster wird sehr schnell in p\u00e4pstlichen Schutz genommen, was Papst Eugen III. (1145 bis 1153) am 29. M\u00e4rz 1148 beurkundete. Papst Eugen war der 1. Zisterzienserpapst, was die rasche Inschutznahme, schon zwei Jahre nach der Gr\u00fcndung verst\u00e4ndlich macht.<\/p>\n<p>\u201cPapst Eugen III. nimmt das Kloster Maulbronn mit dessen Besitzungen in seinen Schutz und bewilligt demselben die innen bezeichnete Zehentfreiheit.\u201d (WUB Band II., Nr. 329, Seite 48-49)<\/p>\n<p>1152 schenkte Bischof Gunter dem Kloster einen Hof in Tiefenbach und 1153 sorgte er daf\u00fcr, dass der Elfinger Hof in Besitz des Klosters kam. Graf Ludwig von W\u00fcrttemberg betrieb das bisher als Afterlehen und \u00fcberlie\u00df es auf Bitten Gunters Kloster Maulbronn. <\/p>\n<p>Kaiser Friedrich hatte der Umwandlung in Eigentum zugestimmt, nachdem er sein bisher freies Gut Brache dem Kaiser zu Lehen \u00fcberlie\u00df. \u201cK\u00f6nig Friedrich (I.) genehmigt, dass das Eigengut Brache an Stelle von Elfingen reichslehenbar, und dieses samt der Kirche des Orts Eigentum der Kirche in Maulbronn werde.(WUB Band II., Nr. 344, Seite 74-75) Der Elfingerberg&nbsp; war eine der ersten Grangien Maulbronns und geh\u00f6rte zusammen mit dem Weinberg zu den wichtigsten wirtschaftlichen Klosterg\u00fctern.<\/p>\n<p>Die M\u00f6nche legten \u00fcbereinander liegende Terrassen an. Verkehrswege lassen sich so f\u00fcr die Bearbeitung g\u00fcnstig anlegen. Die Fl\u00e4che im Weinberg ist weniger geneigt und somit leichter zu bearbeiten. Zudem wurde die S\u00fcdlage optimal genutzt. Au\u00dferdem pflanzten sie Traminerreben an und erzeugten so qualit\u00e4tvolle Weine, obwohl die Lage nicht unbedingt g\u00fcnstig war. <\/p>\n<p>Gunter&nbsp; hatte dem Kloster schon fr\u00fch Zehntfreiheit gew\u00e4hrt, was Papst Eugen in seiner Schutzurkunde best\u00e4tigte. Nicht nur mit Schenkungen und Vermittlungen von Schenkungen wirkte Gunter f\u00fcr das Kloster. Er sorgte auch mit klugen Verordnungen daf\u00fcr, dass die Gr\u00fcndung rasch aufbl\u00fchte.<\/p>\n<p>In F\u00fclmenbach, das sich in Kirchenbesitz befand und 1152 in Maulbronner Besitz \u00fcberging, wurde auf seine Initiative hin Schafzucht eingef\u00fchrt.Schafe waren ein wichtiger Teil des kl\u00f6sterlichen Besitzes. Sie lieferten Wolle, K\u00e4se und Milch, aber auch Pergament. K\u00e4se und milch waren ein wichtiger Eiwei\u00dfbaustein in der Ern\u00e4hrung, zumal Fleischgenuss den Zisterziensern verboten war. Auch der Weinbau in F\u00fclmenbach geht auf ihn zur\u00fcck. Auch regte er eisenbeschlagene Pfl\u00fcge an.<\/p>\n<p>Kaiser Friedrich I. nahm am 08.01. 1056 das Kloster Maulbronn unter seinen Schutz und er best\u00e4tigte den von Papst Eugen II. verliehenen Neubruchzehnt. Auch wurde der Klosterbesitz aufgelistet.(<strong><a href=\"http:\/\/opac.regesta-imperii.de\/lang_de\/kurztitelsuche_r.php?kurztitel=RI%20IV%2C%202%2C1\">RI IV,2,1 n. 383<\/a><\/strong> <strong>) <\/strong>1156 wurden schon 11 Grangien gez\u00e4hlt, darunter Eckenweiher,F\u00fclmenbach und Elfingen.<\/p>\n<p>1177 waren es schon 17 Grangien. Friedrich unterstellte Maulbronn ausschlie\u00dflich der k\u00f6niglichen Vogtei. Die Schutzurkunde erwirkte wohl Gunter. Wahrscheinlich ist es auch kein Zufall, dass Kloster Neubourg<\/p>\n<p>wegen der Gr\u00fcndung Maulbronns angegangen worden ist, denn Neubourg geht auf Friedrich Barbarossas Vater zur\u00fcck. Friedrich der Ein\u00e4ugige war an der Gr\u00fcndung von Kloster Neubourg beteiligt. Friedrich Barbarossas&nbsp; Onkel war Otto von Freising. Dieser war 1132 in den Zisterzienserorden im Kloster Morimond eingetreten. 1138 wurde er zu dessen Abt gew\u00e4hlt. Am Tag darauf wurde er aber von K\u00f6nig Konrad III. zum Erzbischof von Freising ernannt . Kloster Neubourg ist in der Filiation von Kloster Morimond \u00fcber Bellevaux,&nbsp; L\u00fctzel. L\u00fctzel ist das Mutterkloster von Neubourg.<\/p>\n<p>Maulbronn war in ein Netzwerk von Stauferanh\u00e4ngern eingebunden.Die Schutzurkunde Fridrichs I. kann als Endpunkt der Integration in das staufische Herrschaftssystem angesehen werden.<\/p>\n<p>Maulbronn verzeichnete einen raschen Aufschwung. Schon 1153 wurde von Maulbronn aus Kloster Sch\u00f6ntal im Jagsttal gegr\u00fcndet.Der erste Abt Herwig kam wohl aus Maulbronn. 1163 wurde Maulbronn Mutterkloster des 1153 von Waldsassen aus besiedelten Klosters Bronnbach im Taubertal. Maulbronn schickte den M\u00f6nch Wigand als neun Abt nach Bronnbach.<\/p>\n<p>1159 schenkte Bischof Gunter dem Kloster einen Hof in Speyer, aus dem der Maulbronner Hof an der Johannesstra\u00dfe in Speyer hervorging. Der Stadthof in Speyer war der wichtigste Handelsplatz des Klosters. Seit 1277 gab es auch einen Maulbronner Hof in Heilbronn. Das Kloster gab diesen sp\u00e4ter als Lehen an die Stadt Heilbronn. In Heidelberg und Stuttgart besa\u00df das Kloster Stadth\u00e4user. Die aufstrebenden St\u00e4dte wurden zum bedeutenden Handelsplatz. Hier setzten die M\u00f6nche ihre \u00fcber den eigenen Bedarf hinaus erwirtschafteten Waren ab.<\/p>\n<p>Die wichtigsten gehandelten Produkte waren Wein, Getreide, Wolle, Filzschuhe und verarbeitetes Leder. Im Gegenzug erwarben die Zisterzienser andere lebensnotwendige Produkte wie Salz oder Aale und Fischsetzlinge f\u00fcr die Fischteiche.<\/p>\n<p>Die wirtschaftliche Situation erlaubte es nun auch, mit dem Bau der Kirche zu beginnen. Bischof Gunter erlebte die Fertigstellung allerdings nicht mehr. F\u00fcr den Januar 1160 hatte Kaiser Friedrich I. eine Kirchenversammlung nach Pavia einberufen. Es ging um die Beseitigung des Schismas. Alexander III. war seit 1159 Papst.Der von Friedrich I. gest\u00fctzte Gegenkandidat Victor IV. lie\u00df sich etwa einen Monat sp\u00e4ter zum Papst ausrufen und erhielt unter dem Schutz des Kaisers die p\u00e4pstlichen Weihen. Damit gab es wieder ein Schisma in der Kirche. Victor konnte sich aber au\u00dferhalb von Barbarossas Machtbereich keine Anerkennung verschaffen und sich nicht durchsetzen. Mitte Juni 1161 fand in Lodi eine weitere Synode statt, mit der Barbarossa die Anerkennung Victors erreichen wollte. Anl\u00e4sslich dieser kirchenpolitischen Auseinandersetzungen weilte auch Bischof Gunter in Italien.<\/p>\n<p>Am 16. August 1161 starb er in Italien. Er wurde in der Klosterkirche von Maulbronn beigesetzt. Dort fand auch der&nbsp; Stifter von Maulbronn, Walter von Lomersheim seine letzte Ruhest\u00e4tte. Nachfolger von Bischof Gunter wurde Ulrich I. von D\u00fcrrmenz von 1159-1163 auch Reichskanzler von Friedrich Barbarossa. Auch er hatte wie sein Vorg\u00e4nger ein gutes Verh\u00e4ltnis zum Kloster Maulbronn. Er befreite 1162 die Neubr\u00fcche vom Zehnten. Ulrich ist ebenfalls in Maulbronn bestattet.<\/p>\n<p>Abt Dieter starb nach 1168. Ob er noch die Einweihung der Kirche erlebt hat, ist zweifelhaft.<\/p>\n<p>1171 nahm Papst Alexander III. das Kloster in seinen Schutz und erkl\u00e4rte, dass die Zehntfreiheit sich nicht auf Neubr\u00fcche beschr\u00e4nken d\u00fcrften und gew\u00e4hrte weitere Verg\u00fcnstigungen. Die Urkunde wurde am 21. Dezember 1177 in Anagni ausgestellt. (WUB Band II., Nr. 408, Seite 183-184)<\/p>\n<p>1178 war die Klosterkirche fertig und sie wurde von Erzbischof Arnold von Trier (1169, \u2020 25. Mai 1183)geweiht.<\/p>\n<p>Die Klosterkirche ist ungew\u00f6hnlich lang, da sie zwei Kirchen in einem L\u00e4ngsschiff vereinigt, die Laienkirche und die M\u00f6nchskirche. Ein romanischer Lettner trennt den sogenannten Bruderchor vom sogenannten Herrenchor.<\/p>\n<p>Auf Abt Dieter folgt ein Abt, von dem nur der 1. Buchstabe bekannt ist und es ist nicht sicher, ob es ein B. oder D. ist. (Die \u00c4bteliste ist bei Karl Klunzinger Urkundliche Geschichte der vormaligen Cisterzienser-Abtei Maulbronn, 1854 auf Seite 113 ff, ebenso auch in Beschreibung des Oberamts Maulbronn, H. Lindemann 1870, S.187 abgedruckt). B. oder D. werden bis 1192 gef\u00fchrt. Von 1192 bis 1196 folgt ein Abt. E. oder F. 1196 bis um 1216 folgt Abt Conrad I. In seine Amtszeit f\u00e4llt um 1201 der Bau der Klosterfront ( der Keller und das Laienrefektorium)Das Laienrefektoriumist nach der Kirche der umfangreichste \u00fcberw\u00f6lbte Raum im Kloster. Conrad hatte einen Gegenabt, Johannes von Neipperg. Er stammte aus der Familie der Herren von Neipperg&nbsp; Er war f\u00fcr vogelfrei erkl\u00e4rt worden und wurde 1212 von seinen Untertanen in Weissach get\u00f6tet. Es wurde ein S\u00fchnekreuz errichtet. Die Gemeinde Weissach wurde zum Erhalt des Kreuzes verpflichtet.&nbsp; Das Kloster Maulbronn zahlte \u00fcber seine Pflege Wiernsheim an die Gemeinde j\u00e4hrlich einen Gulden. Daraus k\u00f6nnte man folgern, dass die M\u00f6rder entweder Maulbronner M\u00f6nche waren oder wenigstens vom Kloster angestiftet worden sind.<\/p>\n<p>Um 1210 der Bau der Vorhalle (Paradies). Der Meister des Maulbronner Paradies ist ein in der Fr\u00fchgotik Nordfrankreichs wohl um 1160\/70 geschulter Meister&nbsp; und kam \u00fcber Burgund, dort hattendie Zisterzienser ihren Ursprung, nach Maulbronn. Typisch f\u00fcr seine Arbeit ist die Summierung der r\u00f6hrenf\u00f6rmigen, verschieden hohen Dienste und die \u201eLochform\u201c der Fenster (Vorformen des Ma\u00dfwerkes der Hochgotik). Alle Rippen des Gew\u00f6lbes folgen dem Halbkreis. Der Meister des Maulbronner Paradies wirkte auch in Magdeburg und Halberstadt. Bemerkenswert sind die Portale, die vom Paradies zum Kirchenschiff f\u00fchren.Die T\u00fcrbl\u00e4tter stammen aus dem 12. Jahrhundert und sind original erhalten und sogar die Lederbez\u00fcge sind noch erhalten. Um 1215 wird die S\u00fcdhalle des Kreuzgangs gebaut und um 1225 das Herrenrefektorium und der Kapitelsaal. In dieser Zeit (1219-1232) regiert ein Abt mit der Initiale M.<\/p>\n<p>1203 setzte sich wieder ein Speyrer Bischof f\u00fcr Maulbronn ein. Konrad III. von Scharfenberg war 1200 Bischof in Speyer geworden. Ab 1208 war er Reichskanzler und bekam 1212 auch noch das Bistum Metz \u00fcbertragen. 1203 veranlasste er Walter von Bromberg auf das Patronatsrecht in Knittlingen zu verzichten. Zu diesem Vorgang sind im WUB 3 Urkunden verzeichnet. In der ersten Urkunde&nbsp; WUB Band II., Nr. 521, Seite 342 wird die Schlichtung durch Bischof Konrad im Streit um das Patronatsrecht an der Kirche in Knittlingen dokumentiert. Das Patronats recht besa\u00df wohl zun\u00e4chst Walter von Bromberg <\/p>\n<p>aus dem edelfreien Geschlecht der Herren von Bromberg. In der n\u00e4chsten Urkunde wird der Besitz Pfarrei best\u00e4tigt.WUB Band II., Nr. 522, Seite 343-344 und schlie\u00dflich best\u00e4tigt sogar Papst Innozenz III. den Besitz der Eink\u00fcnfte und G\u00fcter an der Pfarrei Knittlingen WUB Band II., Nr. 523, Seite 345.<\/p>\n<p>Auch der Nachfolger von Konrad III. Beringer von Entringen (1224-1232)blieb dem Kloster gewogen. Im August 1224 gestattete er dem Abt und den Br\u00fcdern von Maulbronn, die Kirche in Wiernsheim, deren Patronat ihnen zustand, zu inkorpieren. (WUB Band III., Nr. 678, Seite 155-156) Die Inkorporation einer Kirche bedeutete f\u00fcr ein Kloster eine best\u00e4ndige Einnahmequelle, da das Pfr\u00fcndenverm\u00f6gen dem Inkorporationsbeg\u00fcnstigte zufiel. In einer im August 1227 ausgestellten Urkunde (Band III., Nr. 673, Seite 149-150) nahm Papst Honorius III. (1216 bis 1227) das Kloster Maulbronn in seinen Schutz und best\u00e4tigte au\u00dferdem den vom Bischof von Speyer \u00fcberlassenen Besitz der Kirche in Wiernsheim sowie seiner \u00fcbrigen G\u00fcter. 1232 schenkte er seinem Kapitel in Speyer und dem Kloster Maulbronn einen Hof in \u00d6wisheim (WUBBand III., Nr. 808, Seite 303)<\/p>\n<p>Nachdem Papst Honorius III. mit einer am 9. Februar 1222 ausgestellten Urkunde ( WUB Band XII., Nr. 5767) den gesamten Zisterzienserorden betreffend verbot, dass irgendjemand auf Neu\u00e4ckern von den Zisterziensern Zehnten \u201cabfordert oder erpresst\u201d, stellte er am 27.April 1224 eine Schutzurkunde f\u00fcr das Kloster Maulbronn aus und best\u00e4tigte den Besitz der vom Speyrer Bischof \u00fcberlassenen Kirche von Wiernsheim sowie seine \u00fcbrigen G\u00fcter. (WUB Band III., Nr. 673, Seite 149-150 \u201cPapst Honorius III. nimmt das Kloster Maulbronn in seinen Schutz und best\u00e4tigt ihm den vom Bischof von Speyer \u00fcberlassenen Besitz der Kirche in Wiernsheim sowie seiner \u00fcbrigen G\u00fcter.\u201d)<\/p>\n<p>1215 wurde der Bau der S\u00fcdhalle des Kreuzgangs begonnen und 1251 mit dem Bau des Herrenrefektoriums und des&nbsp; Kapitelsaals. Diese drei Bauvorhaben wurden zu Wegbereitern der fr\u00fchgotischen Architektur im deutschsprachigen Raum. Zu beachten sind im S\u00fcdfl\u00fcgel des Kreuzgangs im Paradies und im Herrenrefektorium die die hervorragend gearbeiteten Blattkapitelle. Im Kapitelsaal versammelten sich die M\u00f6nche jeden Tag um eine Lesung aus den Kapiteln der Ordensregeln zu h\u00f6ren, daher der Name.<\/p>\n<p>Papst Gregor IX. (19. M\u00e4rz 1227-22.August 1241) erteilte dem Bischof von Stra\u00dfburg ,das war zu der Zeit Wilhelm I.(1028\/1029 bis 7. November 1047 ) am 20. Januar 1229 den Auftra,g \u201cdas Kloster Maulbronn gegen gewaltt\u00e4tige Eingriffe in dessen Rechte zu sch\u00fctzen.\u201d (WUB Band III., Nr. 735, Seite 220-221)<\/p>\n<p>Von 1232 bis 1234 regierte Abt Goswin. Er kaufte im Februar 1232 die Kirche, die Vogtei und G\u00fcter mit Zubeh\u00f6r in Wimsheim. (WUB Band III., Nr. 810, Seite 305). Am 2. Oktober 1232 best\u00e4tigte K\u00f6nig Heinrich VII. (1228-1235 von seinem Vater Friedrich II. abgesetzt) diesen Kauf (WUB Band III., Nr. 819, Seite 315) \u201cK\u00f6nig Heinrich (VII.) best\u00e4tigt den Ankauf des Ortes Wimsheim durch das Kloster Maulbronn von dem Grafen Gottfried von Vaihingen und verspricht die Reichsvogtei \u00fcber diesen Ort niemals irgendwie zu ver\u00e4u\u00dfern.\u201dDas war ja auch die Best\u00e4tigung der Reichsvogtei, die Friedrich I. in seiner Urkunde von 1151 verliehen hatte. In der Sekund\u00e4rliteratur wird dann meist geschrieben, dass der Konvent von Maulbronn den Speyrer Bischof als Schutzvogt gew\u00e4hlt habe. Einen urkundlichen Beleg dazu habe ich nicht gefunden. Es scheint aber so, dass die Bisch\u00f6fe von Speyer selbstst\u00e4ndig Schirmfunktionen f\u00fcr Kloster Maulbronn wahrgenommen haben, zumal sie enge Beziehungen zum Kloster hatten. Das Kloster war von einem Speyrer Bischof auf Speyrer Besitz gegr\u00fcndet worden und die Speyrer Bisch\u00f6fe standen ebenfalls unter kaiserlicher Schirmvogtei. Es erwies sich aber als zweckm\u00e4\u00dfig,&nbsp; dass ein zuverl\u00e4ssiger Schutzherr in unmittelbarer N\u00e4he ansprechbar war. Die Speyrer Bisch\u00f6fe setzten deshalb wohl im Einvernehmen mit den Maulbronner M\u00f6nchen eine Art Untervogt ein. Das wurde sein Ministerialer Heinrich von Enzberg. In einer 1236 tritt er erstmals urkundlich in Erscheinung. Er siegelt eine Urkunde mit, die Abt Sigfrid ausstellt und in der es um eine \u00dcbereinkunft mit den Bauern von \u00d6tisheim geht und zwar \u201csigillo advocati de Encenberch\u201d also mit dem Siegel des Vogts von Enzberg. (WUB Band III., Nr. 872, Seite 369-370)<\/p>\n<p>Das st\u00e4rkte Heinrichs Ansehen nat\u00fcrlich betr\u00e4chtlich. Zugleich brachte es ihn auch in eine Konfliktsituation. Den er selbst war ja in aufstrebender Herrschaftsfunktion und stand damit sowohl in Konkurrenz zum Kloster als auch zum Bistum. Man hat die Gefahr wohl durchaus gesehen, dass Heinrich seine<\/p>\n<p>Befugnisse missbrauchen w\u00fcrde oder die Enzberger erbliche Anspr\u00fcche auf die lukrativen Vogteirechte erheben k\u00f6nnten. Wohl auf Druck des Speyrer Bischofs verzichtete Heinrich auf sein Amt als Vogt.\u201dHeinrich der \u00c4ltere von Enzberg verzichtet unter Best\u00e4tigung des Empfangs des Pfandschillings auf alle ihm verpf\u00e4ndet gewesenen Vogteirechte \u00fcber das Kloster Maulbronn.(WUB Band IV., Nr. 1231, Seite 300) Er wurde aber 4 Monate sp\u00e4ter vom Bischof wieder als Besch\u00fctzer Maulbronns eingesetzt,<\/p>\n<p>allerdings nicht als Vogt (advocatus) sondern nur als Schirmherr (tutor) und das ausdr\u00fccklich nur in pers\u00f6nlicher und widerruflicher Eigenschaft. (WUB Band IV., Nr. 1237, Seite 305-306). Bischof in Speyer war in dieser Zeit Heinrich II. (1245-1272). Heinrich von Enzberg starb um 1268.<\/p>\n<p>\u201cPapst Innozenz IV. gebietet dem Erzbischof von Mainz und allen Kirchenobern seines Sprengels, das Kloster Maulbronn gegen \u00dcbergriffe durch Verh\u00e4ngung von Kirchenstrafen gegen dessen Bedr\u00e4nger zu sch\u00fctzen.\u201d (WUB Band IV., Nr. 1026, Seite 77-78)Lateran 8. April 1244. Eine \u00e4hnliche Urkunde<\/p>\n<p>hatte Papst Gregor IX. ja 1299 ausgestellt, den Auftrag allerdings an den Bischof von Stra\u00dfburg gegeben<\/p>\n<p>Abt Sigfrid I. regierte von 1244-1251. Am Anfang seiner Regierungszeit erhielt er eine Schutzurkunde, die Papst Innozenz IV. (1243-1254)am 27. Juni 1245 in Lyon ausstellte (WUB Band XI., Nr. N5586, Seite 475-476). Darin best\u00e4tigte er den Besitz des Klosters und alle seine Privilegien.<\/p>\n<p>In seiner Urkundliche Geschichte der vormaligen Cisterzienser-Abtei Maulbronn Karl Klunzinger (Stuttgart 1854) erw\u00e4hnt dieser auf Seite 16 noch zwei Papsturkunden auf Seite 16, eine von Papst Innozenz IV. und eine von <br \/>Alexander IV., in denen das Kloster Maulbronn das Recht erh\u00e4lt, dass kein Bischof dort Gericht halten d\u00fcrfe sowie den Burgfrieden.<\/p>\n<p>Auch k\u00f6nigliche Schutzurkunden gibt es f\u00fcr das Kloster wieder. K\u00f6nig Wilhelm von Holland ( 1256\/57) stellte am 2. Februar 1255 diese Urkunde f\u00fcr Maulbronn aus. <\/p>\n<p>\u201cDer r\u00f6mische K\u00f6nig Wilhelm nimmt das Kloster Maulbronn mit allen dessen G\u00fctern in seinen und des Reichs Schutz, verbietet dasselbe irgendwie zu sch\u00e4digen und verspricht s\u00e4mtliche dem Reich zust\u00e4ndige Vogteien \u00fcber G\u00fcter des Klosters ohne dessen Bitte nicht zu ver\u00e4u\u00dfern.\u201d  <\/p>\n<p>WUB (Band V., Nr. 1325, Seite 92)<\/p>\n<p>Am 16. Februar 1255 verspricht er, alle bisher&nbsp; erteilten Rechtsbeg\u00fcnstigungen aufrecht zu erhalten. Zuwiderhandelnden droht er mit gro\u00dfer Ungnade. (WUB Band V., Nr. 1326, Seite 93)<\/p>\n<p>Am 4. Juli 1256 wird Abt Eggehard (1257-1268) von Papst Alexander beauftragt, \u201cdie durch den p\u00e4pstlichen Kardinallegaten Peter geschehene Einverleibung der Kirchen Gebsattel und T\u00fcngental in das Kloster Comburg zu best\u00e4tigen. (WUB Band V., Nr. 1401, Seite 165). Abt Eggehard wurde wegen seiner Rechtschaffenheit ger\u00fchmt. 1268 wurde er Abt im Mutterkloster Neubourg. Bischof Heinrich II. (1245-1272) schenkte Kloster Maulbronn Zoll und-Umgeldsfreiheit, weil sich Eggehard auf seinem Maulbronner Abtsstuhl so bew\u00e4hrt hatte.<\/p>\n<p>Um 1268 folgte Heinrich von Enzberg, der gleichnamige Sohn des Maulbronner Schirmherrn in derselben Eigenschaft und demselben Rechtsverh\u00e4ltnis n\u00e4mlich Schirmherr, widerruflich und nicht erblich. Er aber forderte mit Waffengewalt Vogteirechte und wurde deshalb mit Kirchenbann belegt.<\/p>\n<p>Er starb kurz nachdem er auf seine Anspr\u00fcche verzichtet hatte. Seine S\u00f6hne Heinrich III., Konrad, Gerhard und Albrecht sowie sein Bruder Konrad f\u00fchrten die bewaffneten Auseinandersetzungen aber weiter. Sie gingen pl\u00fcndernd und sengend gegen das Kloster vor. Nun griff der Bischof ein.<\/p>\n<p>Der Machtantritt Rudolfs und seine Revindikationspolitik, das ist die R\u00fcckf\u00fchrung der zur Stauferzeit entfremdeten Reichsg\u00fcter,&nbsp; erleichterten den Maulbronner M\u00f6nchen die Durchsetzung ihrer Anspr\u00fcche wegen der Vogtei. <\/p>\n<p>Die Br\u00fcder mussten am 1. August definitiv auf alle Anspr\u00fcchean die Vogtei \u00fcber \u00d6lbronn, Diefenbach, Elfingen und F\u00fcllmenbach verzichten<em>. <\/em>(WUB Band IX., Nr. 3462, Seite 34-35)<\/p>\n<p>Am 1. Oktober 1273&nbsp; wurde Rudolf von Habsburg zum neuen Herrscher des Deutschen Reiches gew\u00e4hlt. Damit endete das Interregnum oder wie Schiller in seiner Ballade\u201d Der Graf von Habsburg\u201d sagte \u201cdie kaiserlose, die schreckliche Zeit\u201d. Es war aber gar keine kaiserlose Zeit, sondern es herrschte ein \u00dcberangebot an Herrschern, von denen sich aber letztendlich keiner durchsetzen konnte. F\u00fcr Maulbronn wichtig, dass der neue Herrscher dem Kloster schon bald nach seinem Machtantritt eine Schutzurkunde ausstellte. \u201c K\u00f6nig Rudolf nimmt das Kloster Maulbronn in seinen Schutz.\u201d<\/p>\n<p>WUB Band VII., Nr. 2374, Seite 267.<\/p>\n<p>Unter Abt Sigfrid II.(1281-1285) geriet die Tochterabtei Sch\u00f6nthal unter seinem Abt Thomas (1270-1284) in Finanzn\u00f6te. Kloster Maulbronn konnte zu diesem Zeitpunkt auch nicht einspringen. Das Generalkapitel unterstellte deshalb das in Not geratene Kloster dem wirtschaftlich starken Kaisheim. In der Urkunde liest es sich allerdings wie eine Bitte von Abt Sifrid. \u201cAbt Sifried von Maulbronn bittet den Abt von Kaisheim, die Vaterschaft \u00fcber das zerfallende Kloster Sch\u00f6ntal zu \u00fcbernehmen\u201d (WUB Band VIII., Nr. 3119, Seite 331<\/p>\n<p>Abt Trutwin (1266-1287) von Kaisheim kann 1283 schon alle Schulden von Sch\u00f6nthal abl\u00f6sen. Mit dem Kloster geht es wieder aufw\u00e4rts. Es verbleibt aber unter dem Patronat von Kaisheim<\/p>\n<p>1299 verlieh K\u00f6nig Albrecht (1298-1308) Zollfreiheit f\u00fcr einen j\u00e4hrlichen Schiffstransport auf dem Rhein. \u201cK\u00f6nig Albrecht erlaubt dem Kloster Maulbronn allj\u00e4hrlich einmal auf dem Rhein ein mit Wein oder Getreide beladenes Schiff zollfrei tal- und bergw\u00e4rts f\u00fchren zu d\u00fcrfen.\u201d (WUB Band XI., Nr. 5354, Seite 320-321)<\/p>\n<p>Um 1300 wurde die Westhalle des Kreuzgangs begonnen.<\/p>\n<p>Um 1350 wurde mit dem Bau der Nordhalle des Kreuzgangs mit Brunnenkapelle, der Osthalle mit Kapitelsaal und Johanneskapelle begonnen. Die Ordensregel schreibt den Waschraum f\u00fcr die M\u00f6nche im Kreuzgang vor. Dort wurde auch die Tonsur vorgenommen. Um 1340 wurden hier f\u00fcnf Ma\u00dfwerkfenster errichtet. Die unterste Brunnenschale stammt noch aus dem Mittelalter.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/a\/a1\/KlosterMaulbronnBrunnenhausInnen.jpg\/170px-KlosterMaulbronnBrunnenhausInnen.jpg\" width=\"170\" height=\"255\"><\/p>\n<p>Im fr\u00fchen 13. Jahrhundert begann die Umfriedung des Klosters. Johann von Rottweil war von 1361 bis 1367 Abt in Maulbronn. Er baute die Umfriedung festungsartig aus. Sie umfasste eine Ringmauer, Wehrgang und Wehrt\u00fcrme sowie einen mit Wasser f\u00fcllbaren Zwingergraben.Vor der Befestigung des Klosterareals gab es eine \u00e4u\u00dfere Umfriedung, die aus einer Mauer und zwei T\u00fcrmen bestand. Diese ist wohl sp\u00e4testens zur Zeit der kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen der Pfalz und W\u00fcrttemberg errichtet worden, also in der 2,H\u00e4lfte des 15. Jahrhunderts bis zur Jahrhundertwende.<\/p>\n<p>Als das Kloster befestigt wurde, wurden auch die Pfleg-und Kirchh\u00f6fe im \u201cmaulbronnischen\u201d Territorium mit Verschanzungen, Wehrt\u00fcrmen und Mauern befestigt, so z. B. in Knittlingen und \u00d6wisheim.<\/p>\n<p>Maulbronn hatte schon sehr fr\u00fch einen relativ gering zersplitterten Besitz. Zudem m\u00fchten sich die \u00c4bte bis zur Reformationszeit einen nur ihnen unterstehenden Herrschaftsbereich zu gewinnen. Das erm\u00f6glichte effizientes Organisieren und <\/p>\n<p>Wirtschaften. Das Gebiet um Rastatt wurde Ende des 12. oder Anfang des 13. Jahrhunderts an das 1149 gegr\u00fcndete Zisterzienserkloster Herrenalb ver\u00e4u\u00dfert oder gegen g\u00fcnstiger gelegene Gebiete getauscht. <\/p>\n<p>Zwei Schenkungen in&nbsp; Unter\u00f6wisheim (WUB Bd. III Nr. 584 Seite 37 und WUB Band III., Nr. 808, Seite 303) geben den Anlass dort einen kleinen und kompakten Besitzkomplex aufzubauen. Er hatte den Vorteil, dass er jeweils eine Tagesreise vom Kloster und zur Bischofsstadt Speyer entfernt war und war so m\u00f6glicherweise Zwischenstation zwischen Kloster und dem wichtigen Stadthof in Speyer. Abgerundet wurde das durch einen Kauf am 24.April 1346. der H\u00e4lfte von Unter\u00f6wisheim samt Kirchensatz vom Markgrafen Hermann IX. von Baden (1333-1353). Am 14. August 1411 wurde Unter\u00f6wisheim dem Kloster ganz zugesprochen.<\/p>\n<p>Der Maulbronner Besitz verteilte sich jetzt schwerpunktm\u00e4\u00dfig auf drei R\u00e4ume. Das war einmal der Besitz im unmittelbaren Umfeld des Klosters. Der wichtigste und eintr\u00e4glichste Besitzkomplex&nbsp; war im Umfeld von Speyer auf beiden Seiten des Rheins. Dazu kam der relativ neu erworbene <\/p>\n<p>Besitzkomplex&nbsp; Unter\u00f6wisheim, in dem im heutigen Schloss Unter\u00f6wisheim ein Pfleghof errichtet wurde, der 1347 in einem Kaufvertrag mit dem Markgrafen von Baden \/(s.o.) erstmals erw\u00e4hnt wird.<\/p>\n<p>Abt Johann kaufte erstmals eine bedeutende Menge von G\u00fctern vom umliegenden Adel. Das mag zum einen mit der Arrondierung des Maulbronner Territoriums zusammenh\u00e4ngen, deutet aber auch auf eine \u00c4nderung der kl\u00f6sterlichen Wirtschaftspolitik. Von der Bewirtschaftung von Eigeng\u00fctern durch Konversen ging man vermehrt auf Rentengrundherrschaft und den Handel mit G\u00fctern \u00fcber. Der gesamte Orden stellte sich um. 1244 gestattete die Ordensregel erstmals die Geldwirtschaft als Einkommenszweig der Zisterzienserkl\u00f6ster. (siehe dazu auch Kloster Eberbach in Mei B\u00fcchle) In Maulbronn zeigte sich das z. B. in Diefenbach, wo neu umgebrochenes Land gegen einen Zins an Bauern zur Bewirtschaftung abgegeben wurde. Ab dem 13. Jahrhundert trat das Kloster nun als Erwerber&nbsp; von Zehntrechten auf fremde G\u00fcter auf. Das erkl\u00e4rt auch die zeitweise Verschuldung des Klosters. Der Erwerb solcher Rechte h\u00e4ngt damit wohl genauso zusammen wie die Arrondierungsbem\u00fchungen des Klosters.<\/p>\n<p>In die Zeit von Abt Johannes f\u00e4llt auch die \u00dcbertragung der Untervogtei an die Pfalzgrafen bei Rhein. Am1. Juni 1372 \u00fcbertrug Kaiser Karl IV. (1346-1378) die Schutzvogtei von Kloster Maulbronn auf Ruprecht I. (1353-1390) Pfalzgraf bei Rhein. Dadurch wurde es allerdings in den Gegensatz zwischen der Pfalz und W\u00fcrttemberg verstrickt. Dies endete erst mit dem \u00dcbergang Maulbronns an W\u00fcrttemberg 1504.<\/p>\n<p>Heinrich II. war Abt von 1384 bis 1402. Er setzte den G\u00fcterkauf, den Johann von Rottweil begonnen hatte in gro\u00dfem Ma\u00dfe fort. Dazu kamen noch Schenkungen und Privilegien.Er lie\u00df das Haus des Abtes und des Verwalters erbauen. Herzog Ludwig I. von W\u00fcrttemberg (1568 bis 1593) lie\u00df 1588 darauf<\/p>\n<p>sein Jagdschloss errichten.<\/p>\n<p>1401 erteilte K\u00f6nig Ruprecht dem Kloster einen Schutzbrief. K\u00f6nig Ruprecht nimmt das Kloster Maulbronn in seinen und des Reichs Schirm und verspricht, die Schirmvogtei nicht zu ver\u00e4u\u00dfern; best\u00e4tigt auch dessen Privilegien. (Stiftsarchiv St. Paul im Lavanttal, St. Blasien U 319)<\/p>\n<p>Sein Nachfolger war Abt Albrecht IV. von \u00d6tisheim. Er war von 1402-1408 Abt in Maulbronn. Die Einkaufspolitik seines Vorg\u00e4ngers setzte er fort. Auch in Rechtsstreitigkeiten war er erfolgreich. Er lie\u00df die Kirchh\u00f6fe seiner Orte befestigen. Die Beschwerden des badischen Markgrafen von Baden gegen die Erlaubnis wies K\u00f6nig Rupprecht zur\u00fcck. <\/p>\n<p>1407 taufte er Jakob von Baden (1407-1453), den Sohn des Markgrafen Bernhard I. von Baden.<\/p>\n<p>1408 erhielt die Kirche einen neuen Altar, den Ludwig von Abolo, Suffragan des Bischofs Raban von Speyer (1388-1430) weihte.<\/p>\n<p>1414 war der Abt auf dem Konzil in Konstanz.Er gew\u00e4hrte dann dem Dominikaner Johannes Mulberg Asyl in Maulbronn.Dieser war in Basel als Ketzer und Schismatiker verurteilt und der Stadt verwiesen worden. In seinem leidenschaftlichen Reformeifer hatte er die Geistlichkeit in Basel schonungslos angegriffen und ihr ein strenges Strafgericht prophezeit. Er hielt an Papst Gregor XII. fest, w\u00e4hrend in Basel Johannes XXIII. anerkannt war. Er starb am 04.12.1414 in Maulbronn&nbsp; und ist dort auch begraben. Ein weiteres positives Ergebnis seines Konstanzaufenthalts war die Best\u00e4tigung des Schutzbriefes von K\u00f6nig Ruprecht durch K\u00f6nig Sigismund am 25. M\u00e4rz 1415. Darin wurde auch die Vollmacht erteilt, die Befestigung der Kirchh\u00f6fe fortzusetzen.<\/p>\n<p>Am 14. M\u00e4rz 1418 nahm der neugew\u00e4hlte Papst Martin V. (1417-1431) das Kloster in seinen Schutz. Am 26. Februar 1420 beauftragte er den Maulbronner Abt und den Abt von Neubourg, die Kl\u00f6ster und Stifte im Pf\u00e4lzer Gebiet zu untersuchen und zu reformieren.<\/p>\n<p>Laut Bruschius (Chronologia Monasteriorum Germaniae Praecipuorum , S.331) erlangte er in Prag die Magisterw\u00fcrde. Dort soll er auch seinen Kunstsinn gebildet haben. 1424 erfolgte der gotische Umbau der Kirche. Sein Baumeister war der Laienbruder Berthold, als Maler war Ulrich t\u00e4tig.<\/p>\n<p>Mit Abt Albrecht setzte die Bl\u00fcte der Abtei ein. Er starb am 30. Mai 1428.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger Gerung von Wildberg regierte nur zwei Jahre. In seine Regierungszeit f\u00e4llt der Bau des Pfr\u00fcndhauses 1430.&nbsp; Pfr\u00fcndner waren Tr\u00e4ger \u00f6ffentlicher \u00c4mter, die sich ins Kloster einkauften und daf\u00fcr eine Altersversorgung erhielten.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Johannes II. von Gelnhausen. Er war zuerst Karth\u00e4user M\u00f6nch (Bruschius S.331) bevor er zu den Zisterziensern \u00fcbertrat. Er wurde Prior im Kloster Stams. Von 1430 \u20131439 war er Abt in Maulbronn.<\/p>\n<p>Gleich zu beginn seiner Regierungszeit lie\u00df er das Krankenhaus erbauen. 1431 erhielt er&nbsp; vom&nbsp; Basler Konzil zum einen wegen seiner Beredsamkeit und seiner Gewandtheit zum andern aber auch seiner Vertrautheit mit den \u00f6rtlichen Gegebenheiten den Auftrag, die Hussitenfrage zu l\u00f6sen<\/p>\n<p>oder wie es in \u00e4lteren Darstellungen (Karl Klunzinger, Eduard Paulus) hei\u00dft, \u201cdie B\u00f6hmen in den Scho\u00df der katholischen Kirche zur\u00fcckzuf\u00fchren\u201d. Er reiste mir Dominikanerprior Johannes Nider aus Basel nach N\u00fcrnberg und setzte sich von dort aus brieflich mit den Hussiten in Verbindung.<\/p>\n<p>Dann reiste er mit mehreren Abgeordneten nach Eger. Von da aus wandte er sich zusammen mit dem Abt Hermann von Ebrach (1430\u20131437) an den Vorstand des Konzils, den Legaten Giuliano Cesarini und bat um freies Geleit f\u00fcr die Hussiten, die nach Basel kommen wollten. Dabei wurden<\/p>\n<p>30. November 1433 die Basler Kompakten ausgehandelt.Das gestattete, dass das Abendmahl jedem der es wollte in beiden Gestalten, also Brot und Wein gereicht wurde-. Daher nannte sich eine Partei der Hussiten \u201cKalixtiner\u201d nachdem lateinischen Kalix=Kelch oder Ultraquisten vom Lateinischen communio sub utraque species, also das Abendmahl in beiderlei Gestalt. Die freie Verk\u00fcndigung Gottes Wortes auch in der Landessprache wurde zugelassen. Diese kirchliche Anerkennung einer abweichenden Gruppierung f\u00fchrt letztlich zur Beendigung der Hussitenkriege.<\/p>\n<p>Einen wesentlichen Anteil am Erfolg der Verhandlungen hatte der Maulbronner Abt, was gro\u00dfe Anerkennung fand. K\u00f6nig Sigmund nahm Maulbronn in die Reichsmatrikel auf, das hei\u00dft der Abt war Reichsf\u00fcrst und somit reichsunmittelbar. Das sicherte ihm fast unbeschr\u00e4nkte Landeshoheit.am 31. Juli 1434 best\u00e4tigt Sigmund die Privilegien des Cistercienser-Klosters Maulbronn ( RIXI,2 n.10646)<\/p>\n<p>Papst Eugen&nbsp; (1431-1447) erteilte ihm am 29. Mai 1438 die bisch\u00f6flichen Insignien und die Vollmacht die 4 niederen Weihen zu erteilen.<\/p>\n<p>Schon vorher war er als Vermittler in einem Streit berufen worden. Dort ging es um die Ratsverfassung der Stadt Mainz und der Beteiligung des Klerus an den st\u00e4dtischen Aufgaben. 1433 hatte sich die gesamte Geistlichkeit, nachdem ihre Steuer- und Abgabenfreiheit beeintr\u00e4chtigt worden war, aus der Stadt zur\u00fcckgezogen. Die Seelsorge brach zusammen. Der Klerus kehrte&nbsp; erst nach 1435 zur\u00fcck, nach der \u201cPfaffenrachtung\u201d in Mainz.<\/p>\n<p>Abt Johannes legte 1439 sein Amt nieder und starb 1443 in Maulbronn.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger war Johannes III. von Worms. Auch er erweiterte den Grundbesitz des Klosters durch Kauf. 1440 lie\u00df er die gro\u00dfe Glocke gie\u00dfen 1441 lie\u00df er den n\u00f6rdlichen Eckturm und das Geb\u00e4ude daneben bauen.<\/p>\n<p>1441 befestigte Pfalzgraf Ludwig IV. als Schutzvogt das Kloster mit Mauern, T\u00fcrmen und Zinnen, wobei das auch so zu verstehen war, dass Maulbronn als Eckpfeiler des kurpf\u00e4lzischen Territoriums gegen S\u00fcdosten gesehen wurde.<\/p>\n<p>Am 24. April 1444 erneuerte Friedrich III. den Schutzbrief Sigmunds. Gleichzeitig gab er Maulbronn die Gerichtsbarkeit \u00fcber das Dorf M\u00fchlhausen an der Enz.<\/p>\n<p>\u201cK\u00f6nig Friedrich III. best\u00e4tigt dem Kloster Maulbronn alle hiervor ausgebrachten Privilegien und erlaubt demselben, die Obrigkeit zu M\u00fchlhausen wie in anderen Flecken zu gebrauchen<strong>. <\/strong>(RI XI,2 n. 10646)  <\/p>\n<p>Der Maulbronner Cellerar Gottfried von Otterst\u00e4tt wurde 1446 Abt von Stift Neukloster in Wiener Neustadt.  <\/p>\n<p>Berthold III. von war von 1445 bis 1462 Abt. Das Kloster Pairis in der N\u00e4he von Kaysersberg geriet im Laufe des 15. Jahrhunderts durch Nachl\u00e4ssigkeit seiner \u00c4bte und einige M\u00f6nche \u2013 von Dekadenz war die Rede- in eine Krise.  <\/p>\n<p>Versch\u00e4rft wurde diese durch \u00e4u\u00dfere Umst\u00e4nde wie Pl\u00fcnderung durch die Engl\u00e4nder im&nbsp; Hundertj\u00e4hrigen Krieg und die Zerst\u00f6rung des Klosters beim Einfall der Armagnaken im Jahre 1444. Das Mutterkloster L\u00fctzel konnte in dieser Zeit auch nicht einspringen.  <\/p>\n<p>Deshalb verzichtete L\u00fctzel auf sein Superiot\u00e4tsrecht auf Pairis zugunsten von Maulbronn. Das Generalkapitel von Citeaux unter Vorsitz von Jean IX. Vion de Gevrey (1440\u2013 November 1458 ) best\u00e4tigte dies unter der Bedingung, dass Pairis zum Prioriat verwandelt wurde und dass Kloster Maulbronn  <\/p>\n<p>dem notleidenden Kloster in geistlicher und weltlicher Hinsicht beistehe. Weltliche Hinsicht bedeutete vor allem, dass Maulbronn die Schulden von Pairis bezahlte. Papst Pius II., mit b\u00fcrgerlichem Namen Enea Silvio Piccolomini, also der bedeutende Humanist (Papst von 1458 bis 1464) best\u00e4tigte beide Massnahmen sofort. Abt Berthold nahm die Angelegenheit tatkr\u00e4ftig in Angriff. Er endsandte einen Prior und einige M\u00f6nche nach Pairis. Er und seine Nachfolger zahlten rund 20.000 Gulden f\u00fcr die Sanierung von Pairis. Wenn man aber den weiteren Verlauf der Geschichte betrachtet, war das eine gute Investition, denn die Abtei Maulbronn wurde ja 1536\/37 nach Pairis verlegt, also Herzog Ulrich von W\u00fcrttemberg 1534 die Reformation einf\u00fchrte und Kloster Maulbronn s\u00e4kularisierte (s.u.).  <\/p>\n<p>Die letzten Lebensjahre Abt Bertholds wurden getr\u00fcbt durch den Einfall Ludwigs V. von W\u00fcrttemberg ( der Vielgeliebte) im Badisch-Pf\u00e4lzischen Krieg (1459-1463). Dabei wurde auch Kloster Maulbronn sowie sein Territorium schwer gesch\u00e4digt. Kaiser Friedrich III. schaltete sich auch ein  <\/p>\n<h5><font size=\"3\">mit seiner Urkunde vom 26. April 1462 Graz.<\/font><\/h5>\n<p>\u201cK.F. befiehlt den Mgff. Albrecht von Brandenburg und Karl (I.) von Baden sowie den <em>gevettern<\/em> Gf. Ulrich (V.) und Gf. Eberhard (V.) von W\u00fcrttemberg gemeinschaftlich und einzeln, das im Bistum Speyer gelegene Zisterzienserkloster (<em>des ordens von Cittel<\/em>) Maulbronn <em>zu unser und des reichs hannden und gewaltsam<\/em> zu nehmen und bis auf weiteren ksl. Befehl nach bestem Verm\u00f6gen zu sch\u00fctzen. Damit sollen sie den Feinden, welche etliche eigene Rechte <em>villeicht daselbs vermeinen zu haben<\/em>, zuvorkommen und die Sch\u00e4digungen unterbinden, die Kaiser und Reich sowie sie selbst und andere ksl. Hauptleute samt den ihnen Gehorsamen <em>au\u00df<\/em> dem Kloster und Gotteshaus fortgesetzt erfahren. \u201c (RI XIII] H. 23 n. 335)<\/p>\n<p>Der Abt&nbsp; versuchte in mehreren Schreiben sowohl an Kurf\u00fcrst Friedrich, an den Markgrafen von Baden Karl als auch an Herzog Ludwig von W\u00fcrttemberg den Schaden ersetzt zu bekommen.<\/p>\n<p>Berthold hatte 100 M\u00f6nche unter sich.<\/p>\n<p>Berthold verstarb am 6. Mai 1462.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Johann IV. von Wimsheim. Er regierte von 1462-1467. Er war Licentiat der Theologie, also mit der akademischen Lehrbefugnis. Am 5. Oktober 1462 erhielt er zusammen mit Abt Bernhard von Hirsau (1460\u20131482) von Papst Paul II. (1464-1471) den Auftrag,<\/p>\n<p>das Barf\u00fc\u00dferkloster und das Klarkloster in Heilbronn zu reformieren. Seinen Auftrag erf\u00fcllte er laut Karl Klunzinger gut (Urkundliche Geschichte der vormaligen Cisterzienser-Abtei Maulbronn S. 121).<\/p>\n<p>In seiner Regierungszeit lebten 135 M\u00f6nche in Maulbronn. Er starb am 15. Juli 1467.<\/p>\n<p>Nicolaus von Bretten war von 1467 bis 1472 Abt in Maulbronn. Er legte sein Amt wegen seiner Gichterkrankung nieder. Er starb am 4. Juli 1474.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Albrecht V. Er war Abt von Maulbronn und zugleich von Pairis. 1473 wurde das gro\u00dfe steinerne Kruzifix vor der Chorschranke gesetzt. Es ist auf der R\u00fcckseite mit CVS signiert und wird als Conrad von Sinsheim gedeutet. Es z\u00e4hlt zu den bedeutendsten sp\u00e4tgotischen Kunstwerken in<\/p>\n<p>Maulbronn. Anfang des 15. Jahrhunderts erhielt Klosterstifter Walter von Lomersheim in dem Bereich, wo sich jetzt das Kreuz befindet, eine neue Grabst\u00e4tte. Als Laie lag er vorher auf dem Konversenfriedhof s\u00fcdlich der Kirche.<\/p>\n<p>Am 4. Juli 1474 nahm er in Urach an der Hochzeit von Graf Eberhard im Barte mit Barbara Gonzaga, geb. von Mantua teil.<\/p>\n<p>Abt Nicolaus starb am 26. Mai 1475.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger Johannes V. Riescher von Laudenburg war zweimal Abt in Maulbronn. Das erste Mal regiert er von 1475-1488. Er ordnet das Verh\u00e4ltnis zu W\u00fcrttemberg und schlie\u00dft zwei Vertr\u00e4ge mit Graf Eberhard V.&nbsp; Am 30. Juni 1477 Es ging um Weiderechte und Zoll.<\/p>\n<p>Am 14. November 1485 schlossen Abt Johannes und Graf Eberhard einen weiteren Vertrag. Dieses Mal ging es um Leibeigene, die Jagd und ebenfalls um Zoll.<\/p>\n<p>Auch p\u00e4pstliche Gunsterweise durfte er erfahren. Am 26. August 1479 inkorporierte Papst Sixtus IV. (1471-1484) Kloster Maulbronn wegen erlittener Kriegssch\u00e4den und wegen der f\u00fcr Pairis aufgewendeten Kosten die Kirchen von Illingen und Zaisenhausen und am<\/p>\n<p>20 Dezember 1479 erteilte er dem Kloster einige Privilegien, die diese Kirchen betrafen.<\/p>\n<p>Der Generalabt der Zisterzienser Jean X. de Cirey&nbsp;&nbsp; (1476\u2013November 1501 ) beauftragte&nbsp; am 14. September 1486&nbsp; Abt Eberhard II. (1479\u20131491 ) von Sch\u00f6nau, Abt Johann V. von Eu\u00dferthal und den Maulbronner Abt die R\u00fcckgabe des Frauen Kloster Ramsen in der Pfalz zu <\/p>\n<p>bewerkstelligen. Ramsen war schon 1146 an das Kloster St. Georgen geschenkt worden. wegen der r\u00e4umlichen Distanz wurde es 1174 an den Bischof von Worms \u00fcbergeben. Seit 1267 war es ein Frauenkloster der Zisterzienser und dem Abt von Sch\u00f6nau unterstellt.<\/p>\n<p>1418 wurde es wegen wirtschaftlicher Probleme aufgel\u00f6st und von 1477-148 5 nochmals als M\u00e4nnerkloster weitergef\u00fchrt. Dieses hatte aber nur bis 1485 Bestand.<\/p>\n<p>Auch als Bauherr war Abt Johannes t\u00e4tig. 1479 wurde die Vorhalle des Klosters gebaut. An der Stelle des Remisengeb\u00e4udes war ein sp\u00e4tmittelalterlicher Kapellenbau, den Abt Johannes erneuern lie\u00df, wie eine dort vorgefundene Inschrift belegt.<\/p>\n<p>Abt Johannes resignierte vor Dezember 1488. 1497 lebte er in Herrenalb.<\/p>\n<p>Stephan \u00d6ttinger war von 1488 bis 1491 Abt. Er resignierte vor Februar 1491. M\u00f6glicherweise wurde er zur Resignation gezwungen.<\/p>\n<p>Der n\u00e4chste Abt war wie sein Vor-Vorg\u00e4nger zweimal Abt in Maulbronn. Johannes VI. Burrus von Bretten war zum ersten Mal von 1491 bis 1503 auf dem Maulbronner Abtsstuhl. Gleich zu Beginn seiner Regierungszeit leitete er eine Abtswahl in Bronnbach bei der Michael Keller<\/p>\n<p>(1491-1501) zum 35. Abt von Bronnbach gew\u00e4hlt wurde. Im n\u00e4chsten Jahr schlichtete er einen Rechtsstreit zwischen Kloster Bronnbach und dem Hochstift Mainz wegen des Wagendienstes, Renten und G\u00fclten.1493 wurde das Parlatorium gebaut. Das ist das Zimmer, in dem M\u00f6nche Besuche <\/p>\n<p>empfangen durften. Im Parlatorium befindet sich ein Wendeltreppenturm, den Laienbruder Conrad von Schmie erbaut hatte, wie aus der Bauinschrift am Turm hervorgeht. Von ihm stammt auch der Verbindungsgang am Ostfl\u00fcgel des Kreuzgangs. Die Inschrift ist eine hervorragend<\/p>\n<p>gestaltete Kapitalis nach r\u00f6mischen Vorbild und ein Novum im deutschen Sprachbereich f\u00fcr diese Zeit. Von solcher Auspr\u00e4gung erscheint sie normalerweise erst Jahrzehnte sp\u00e4ter. Die sprachliche Form d\u00fcrfte von Conrad Leontorius stammen.&nbsp; Dieser klassisch gebildete Humanist <\/p>\n<p>war zu derzeit M\u00f6nch in Maulbronn.Von 1489 bis 1495 war er Generalsekret\u00e4r des Ordens und in dieser Eigenschaft h\u00e4ufig im Auftrag des Generalabts auf Reisen gewesen (Frankreich, Italien). Er wirkte auch an gro\u00dfen Druckvorhaben des Basler Buchdruckers, Verlegers und Gelehrten<\/p>\n<p>Johannes Amerbach mit. Er hatte Umgang mit Jakob Wimpfeling , Johannes Trithemius und Johannes Reuchlin. Mit Abt Johannes stand er auf vertrautem fu\u00dfe, zumal sich ihre wissenschaftlichen Interessen deckten.<\/p>\n<p>Am 14 Juni 1494 \u201cnimmt&nbsp; (Kaiser Maximilian)Abt und Konvent des Klosters Maulbronn mit all ihren Leuten, D\u00f6rfern, Rechten etc. in den besonderen Schutz des Reiches, erneuert und best\u00e4tigt ihnen alle ihre Privilegien, Immunit\u00e4ten und Freiheiten; insbesondere das Recht, in ihrem Dorf M\u00fchlhausen durch ihre weltl. Beamten die Gerichtsbarkeit aus\u00fcben zu lassen wie in ihren anderen D\u00f6rfern. \u201c&nbsp; RI XIV, 1n. 787)<\/p>\n<p>1499 lebten 95 M\u00f6nche und Konversen in Maulbronn.<\/p>\n<p>1500 will W\u00fcrttemberg das Kloster Maulbronn aus den Reichsmatrikeln, in denen es mit 60 Gulden angelegt war, ziehen. Das war ein erster Versuch die, die Reichsunmittelbarkeit des Klosters zu beenden<\/p>\n<p>1501 lie\u00df er eine Schleuse am See in Marbach bauen.<\/p>\n<p>Abt Johannes war sehr gottesf\u00fcrchtig. Er verlangte gottesf\u00fcrchtiges Leben auch von seinen M\u00f6nchen. Diese hielten ihn f\u00fcr zu streng und zwangen ihn deshalb zum R\u00fccktritt.&nbsp; Am 26. Januar 1503 vollzog er diesen.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Johannes VII. von Umbstat. Er regierte nur zwei Jahre und kam. Am 24. Mai 1503 befahl&nbsp; Generalabt&nbsp; Jacques III. Theuley de Pontailler-sur-Sa\u00f4ne (1501\u2013 1516) den \u00c4bten Eberhard I. 1400\u20131405 von Sch\u00f6nau und dem Maulbronner Abt<\/p>\n<p>zwei M\u00f6nche aus Maulbronn nach Heidelberg in das Kollegium St. Jakob zu schicken und auch daf\u00fcr zu sorgen, dass von den anderen Zisterzienserkl\u00f6ster 38 M\u00f6nche ebenfalls nach Heidelberg geschickt wurden.<\/p>\n<p>Herzog Ulrich von W\u00fcrttemberg wurde von Kaiser Maximilian 1503 vorzeitig f\u00fcr vollj\u00e4hrig erkl\u00e4rt und beteiligte sich 1504 als Heerf\u00fchrer im Landshuter Erbfolgekrieg. Im Zuge dieses Krieges besetzte er Maulbronn und einige pf\u00e4lzische \u00c4mter.<\/p>\n<p>Als Herzog Ulrich auf Maulbronn anr\u00fcckte, floh Abt Johannes VII. mit seinen M\u00f6nchen nach Speyer. Er starb dort. Herzog Ulrich beschoss das Kloster. Die Besatzung ergab sich gegen freien Abzug. Die verbliebenen M\u00f6nche und Laienbr\u00fcder wurden ins <\/p>\n<p>Augustinerkloster nach T\u00fcbingen verwiesen.<\/p>\n<p>Mit einer Urkunde, die Kaiser Maximilian am 1. August 1504 ausstellte \u201c\u00fcbertr\u00e4gt (Kaiser Maximilian)Hg Ulrich von W\u00fcrtemberg die Schirmvogtei und weltl. Obrigkeit \u00fcber das Gotteshaus Maulbronn samt etlichen zugeh\u00f6rigen D\u00f6rfern und befiehlt, dem Hg alles das zu leisten, was bisher Pfgf Philipp (bei Rhein) und dessen Vorfahren geleistet wurde.\u201d (RI XIV,4,1 n. 19013). Der Herzog befahl nun dem Abt und den M\u00f6nchen nach Maulbronn zur\u00fcckzukehren. Da der Abt in Speyer verstorben war, war eine Neuwahl erforderlich. Gew\u00e4hlt wurde Johannes VI., der von 1475-1488 schon einmal Abt in Maulbronn war.Ulrich erkannte die Wahl nicht an, obwohl sie rechtm\u00e4\u00dfig war und obwohl der Konvent und obwohl sich der Konvent beim Kaiser sich gegen diese Einmischung verwahrte. Die M\u00f6nche wollten Ulrich auch nicht als Schirmherrn anerkennen.<\/p>\n<p>Um den Streit zu beenden resignierte Johannes. Auf Anraten des Mutterabtes von Neubourg und um gr\u00f6\u00dferes \u00dcbel abzuwenden, anerkannten die M\u00f6nche Ulrich als erblichen Schutz-und Schirmherrn an. Auf Vorschlag Ulrichs w\u00e4hlten sie nun Michael Scholl, der bisher Abt in Herrenalb war.<\/p>\n<p>Abt und Konvent mussten beim Amtsantritt des neuen Abtes ein Revers ausstellen, nachdem sie den Herzog als ihren erblichen Schutz und Schirmherrn unwiderruflich anerkannten. Er behielt sich die weltliche Obrigkeit vor, Wildbann, hohe und niedere Gerichtsbarkeit vor. Dem Kloster behielt er nur das Recht vor, sich in seinen Ortschaften huldigen zu lassen sowie die bisherigen Renten, G\u00fclten und Zinsen. Nach Vidimierung dieses Revers reihte er den <br \/>Abt unter die Pr\u00e4laten ein, die Klosterd\u00f6rfer aber unter die St\u00e4dte und \u00c4mter der Landschaft ein. Unter Maximilian wurde ihm das Kloster 1507 vollkommen zugesprochen und \u00fcbergeben. Die Streichung aus den Reichsmatrikeln setzte er auf den Reichstagen von 1510 und 1512 durch.<\/p>\n<p>Die bisherigen Schirmherren Kurf\u00fcrst Ludwig V.(1508-1544) und sein Bruder Pfalzgraf Friedrich II.(1482\u20131556)&nbsp; verzichteten am 13. November 1513 f\u00f6rmlich auf ihre Rechte an dem Kloster.<\/p>\n<p>Abt Michael setzte den Bau der Kapelle im Kreuzgang fort. 1506 lie\u00df er die mittlere Glocke gie\u00dfen.<\/p>\n<p>Er legte sein Amt 1512 nieder und kehrte nach Herrenalb zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte der bisherige Bursarius Johannes VIII. Entenfu\u00df. Er entwickelte eine rege Baut\u00e4tigkeit. Er lie\u00df das F\u00fcrstengemach, das Herrenbad, den Winterspeisesaal bauen sowie einen Erker und die Wendeltreppe zwischen Herrenhaus und Oratorium . Au\u00dferdem vollendete er <\/p>\n<p>die Brunnenkapelle im Maulbronner Kreuzgang. Das kostete alles viel Geld und brachte das Kloster in erhebliche finanzielle Schwierigkeiten. Der Alchimist Dr. Faust soll von Abt Johannes zum Goldmachen nach Maulbronn berufen worden sein. Auf jeden fall musste er am 8. Mai 1518 wegen Misswirtschaft abdanken.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte nochmals Abt Johannes VI. Burrus. Er lie\u00df die Bibliothek erbauen.<\/p>\n<p>Nach Maximilians Tod 1519 wurde Herzog Ulrich von Georg Truchsess von Waldburg-Zeil aus W\u00fcrttemberg vertrieben und gebannt. Pfalzgraf Wilhelm zeigte sich geneigt, wieder Schirmherr von Kloster Maulbronn zu werden. Der schw\u00e4bische Bund lehnte dies aber ab. Maulbronn<\/p>\n<p>solle nicht dem F\u00fcrstentum W\u00fcrttemberg entzogen werden. Franz von Sickingen hatte f\u00fcr die Vermittlung mit dem Pfalzgrafen eine erhebliche Summe vom Kloster erhalten. Am 10. Mai 1519 brandschatzte er den Maulbronner Hof in Heilbronn<\/p>\n<p>Herzog Ulrich fiel im sommer 1519 nochmals in sein Land ein. Das Kloster huldigte ihm wieder am 9. August 2019. Dann wurde er wieder vertrieben, bis ihm 1534 die R\u00fcckkehr gelang.<\/p>\n<p>Vom Generalabt erhielt er am 11. April 1520 den Auftrag, das Kloster Kirchbach zu reformieren. Diesem Auftrag konnte er nicht entsprechen. Er resignierte am 25. April 1521 und verstarb am 21. November 1521.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Johann IX. von Lienzingen am 25. April 1521. Er war Baccalaureus der Theologie, den er in Heidelberg gemacht hatte. Er war Prior in L\u00fctzel und Pairis, vor er Abt in Maulbronn wurde.<\/p>\n<p>1521 wurde die Pfisterei, also die Klosterb\u00e4ckerei errichtet.<\/p>\n<p>1522 lehnte er den Auftrag ab, das Kloster Kirchbach zu visitieren, bzw. zu reformieren.<\/p>\n<p>Im Bauernkrieg 1525 wurde das Kloster in Mitleidenschaft gezogen, kam aber relativ glimpflich davon. Vom 18.-21.April fiel ein Teil des Stocksberger Haufen ins Kloster ein, aber ohne die Geb\u00e4ude wesentlich zu besch\u00e4digen.<\/p>\n<p>1525 verkaufte das Kloster den Maulbronner Hof in Heilbronn und seine G\u00fcter, die es sonst noch dort hatte f\u00fcr 2000 Gulden an den Rat von Heilbronn.<\/p>\n<p>Am 27. Juni 1531 kaufte Abt Johannes von der Familie Schwarzerd in Bretten den Stegersee in der N\u00e4he von Bretten f\u00fcr 590 Gulden.Die Kaufurkunde heute beim Staatsarchiv Stuttgart Urkunde A 502 U 961<\/p>\n<p>Nachdem Landgraf Philipp zusammen mit Herzog Ulrich am 13. Mai 1534 bei Lauffen \u00f6sterreichische Truppen besiegt hatte, wurde die \u00f6sterreichische Statthalterschaft \u00fcber W\u00fcrttemberg beendet. Ulrich konnte wieder in sein Land zur\u00fcckkehren.<\/p>\n<p>Schon etwa 10 Jahre vorher war er Anh\u00e4nger der Reformation und hatte 1519 in der ihm verbliebenen Grafschaft M\u00f6mpelgard, dem heutigen Montbeliard, den evangelischen Glauben eingef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Er f\u00fchrte umgehend die Reformation in W\u00fcrttemberg ein. Es&nbsp; kann nat\u00fcrlich nicht gesagt werden, ob religi\u00f6se oder wirtschaftliche Gr\u00fcnde das st\u00e4rkere Motiv waren. Aber schon Landgraf Philipp hatte vorgemacht, dass das Verm\u00f6gen der Kl\u00f6ster durchaus zu anderen <\/p>\n<p>Zwecken genutzt werden konnte. Er hatte 1526 Kl\u00f6ster in Hessen aufgehoben. Das eingezogene Klosterverm\u00f6gen floss nicht nur in Armen-und Krankenf\u00fcrsorge. 1527 wurde die Universit\u00e4t Marburg gegr\u00fcndet, die zweit\u00e4lteste protestantische Universit\u00e4t nach Liegnitz in Schlesien. Gleichzeitig<\/p>\n<p>wurde das Gymnasium Philippinum in Marburg eingerichtet, das erste humanistische Gymnasium in Oberhessen. Schon vorher als \u00d6sterreich die Statthalterschaft in W\u00fcrttemberg hatte von 1519-1534, hatte Erzherzog Ferdinand,der Bruder Karls V. und Verwalter W\u00fcrttembergs, <\/p>\n<p>den Besitz der Kl\u00f6ster aufzeichnen und ihr Einkommen veranschlagen. Aufgrund dieser Ma\u00dfnahme setzte die \u00f6sterreichische Regierung&nbsp; dann die&nbsp; Summe fest,die jedes Kloster zu bezahlen hatte und sich an der Schuldentilgung des Landes beteiligen musste.<\/p>\n<p>Herzog Ulrich musste finanzielle Verpflichtungen gegen\u00fcber Landgraf Philipp von Hessen f\u00fcr die milit\u00e4rische Unterst\u00fctzung bei der Wiedereroberung seines Landes bedienen.Er&nbsp; z\u00f6gerte deshalb1534nicht,die Kl\u00f6ster dazu heranzuziehen. Der Herzog von W\u00fcrttembergbesa\u00df<\/p>\n<p>zu Beginn des 16. Jahrhunderts die Landeshoheit \u00fcber rund 40 Kl\u00f6ster. Darunter waren 15 M\u00e4nnerkl\u00f6ster, alle mit gro\u00dfem Grundbesitz und die meisten mit guten Einnahmen. Er forderte von den Pr\u00e4laten die H\u00e4lfte der j\u00e4hrlichen Eink\u00fcnfte. Au\u00dferdem erlie\u00df er noch im November 1534 den Befehl,die Besitzungen,Eink\u00fcnfte und Wertgegenst\u00e4nde der Kl\u00f6ster zu inventarisieren, damit von ihnen k\u00fcnftig nichts mehr unbemerkt ver\u00e4u\u00dfert oder sonst wie beiseite geschafft werden konnte. Zur raschen Durchf\u00fchrung schickte er Kommissionen in die einzelnen Kl\u00f6ster,die in der Regel aus herzoglichen Beamten und dem Vogt des jeweiligen Amtes, in dem das betreffende Kloster lag, bestanden.<\/p>\n<p>Zur Durchf\u00fchrung der Reformation berief er die beiden Geistlichen Erhard Schnepf und Ambrosius Blarer.<\/p>\n<p>Abt Johannes IX. fl\u00fcchtete am 21. Juli mit Kostbarkeiten, Dokumenten und allem was fortzubringen war nach Speyer. Der Herzog befahl ihm, am24. Juli nach Maulbronn zur\u00fcckzukehren, was dieser aber nicht tat. Im November lie\u00df Ulrich Kloster Maulbronn inventarisieren. Alles was noch an Wertvollem vorhanden war, lie\u00df er in Gew\u00f6lbe bringen und dieses mit dem Siegel des Herzogs und des Konvents versiegeln. Herzogliche beamte und der Konvent bekam je einen Schl\u00fcssel. so lief das in allen Kl\u00f6stern (siehe auch Mei B\u00fcchle Kloster Herrenalb).<\/p>\n<p>Abt Johannes reichte Klage beim Kammergericht ein, was den Herzog aber nicht daran hinderte, den Abt in seinem Speyrer Exil \u00fcberfallen zu lassen. Im November 1534 veranlasste er den Konvent einen der Reformation wohl gesinnten Abt zu w\u00e4hlen, womit er aber keinen Erfolg hatte.<\/p>\n<p>Am 4. Juni 1535 erlie\u00df herzog Ulrich eine Klosterordnung f\u00fcr W\u00fcrttemberg. Diese schaffte Messen und Beichte ab, ebenso auch das bisher geltende strenge Schweigegebot. Der Austritt aus dem Konvent wurde erlaubt, ja nahe gelegt. Wer austrat erhielt ein Leibgeding von 40 Gulden.<\/p>\n<p>Aufnahme von Novizen war den Kl\u00f6stern untersagt. Maulbronn wurde eine Einrichtung f\u00fcr M\u00f6nche, die nicht aus den Konventen austreten wollten. Sie sollten mit Betten und B\u00fcchern ins Kloster Maulbronn gehen und dort zu einem gemeinsamen Haushalt zusammengefasst werden.<\/p>\n<p>Der Generalabt gestattete 1537 Abt Johannes mit seinem verbliebenen Konvent nach Pairis umzusiedeln. Er starb am 20. Juli 17547 in Kloster Einsiedeln in der Schweiz.<\/p>\n<p>Herzog Ulrich war 1536 dem Schmalkaldischen Bund beigetreten und beteiligte sich auch am Schmalkaldischen Krieg 1546. Nach dem Sieg Karls V. bei M\u00fchlberg \u00fcber die evangelischen F\u00fcrsten legte er am15. Mai 1548&nbsp; das Augsburger Interim zur Abstimmung vor. F\u00fcr W\u00fcrttemberg bedeutete das, dass die Kl\u00f6ster restituiert wurden.<\/p>\n<p>Die Zisterzienser konnten Kloster Maulbronn wieder in ihren Besitz nehmen. Abt Heinrich III. Reuter von N\u00f6rdlingen war 1549 wieder in Maulbronn. Er war vorher Prior in Pairis. <\/p>\n<p>Am 6. November 155o starb Herzog Ulrich in T\u00fcbingen. Die finanziellen R\u00fccklagen bei seinem Ableben beliefen sich immerhin auf 350.000Gulden. Starke Festungen waren gebaut worden wie Urach, T\u00fcbingen,Hohenneuffen und Hohenasperg, Arbeiten am Hohentwiel vorgenommen worden.<\/p>\n<p>So viel nochmals zum wirtschaftlichen Aspekt der Reformation in W\u00fcrttemberg.<\/p>\n<p>Abt Heinrich&nbsp; lie\u00df 1550 das Gesindehaus in Maulbronn erbauen. Am&nbsp; Konzil von Trient (zwischen 1545 und 1563) nahm er nicht teil, erkl\u00e4rte sich aber mit allem einverstanden, was dort beschlossen werden w\u00fcrde. 1555 wurde er Generalvikar der Zisterzienser in Deutschland. in dieser Eigenschaft setzte er<\/p>\n<p>einen neuen Abt in Herrenalb ein. Er starb am 16. Juli 1557. <\/p>\n<p>Am 29. Juli 1557 wurde Johannes X. als Abt eingef\u00fchrt.Er war gleichzeitig Abt in K\u00f6nigsbronn. Er starb noch in demselben Jahr<\/p>\n<p>Christoph von W\u00fcrttemberg (1550-1558), der Sohn Herzog Ulrichs lie\u00df den \u00c4bten und Pr\u00e4laten zwar&nbsp; sofort alle Urkunden und Akten aush\u00e4ndigen, die sein Vater zur\u00fcckgehalten hatte. Nachdem der Passauer Vertrag vom 2. August 1552 das Augsburger Interim aufgehoben hatte,<\/p>\n<p>ging Christoph sofort zielstrebig&nbsp; an die endg\u00fcltige Umsetzung der Reformation in W\u00fcrttemberg. Die Aufnahme von Novizen wurde wieder verboten. Bei Neuwahlen verstand er es, Personen zu installieren, die der neuen Lehre anhingen und so seine Absichten unterst\u00fctzten.<\/p>\n<p>Nach dem Augsburger Religionsfrieden vom 8. August 1555 wandelte er die Kl\u00f6ster in evangelische Klosterschulen um. Von den Pr\u00e4laten erfuhr er keinen nennenswerten Widerstand mehr.<\/p>\n<p>Abt Valentin Vannius (1495-1567)wurde der erste evangelische Abt von Kloster Maulbronn. Er hat kurze zeit an der Universit\u00e4t Heidelberg studiert und trat dann ins Kloster Maulbronn ein. Nach dem Bauernkrieg verlie\u00df er das Kloster.<\/p>\n<p>Zusammen mit w\u00fcrttembergischen Reformator Johannes Brenz sollte er im Auftrag von Herzog Christoph auf dem Konzil von Trient die w\u00fcrttembergische Konfession \u00f6ffentlich verteidigen. Wegen der raschen Aufl\u00f6sung des Konzils wurden die beiden nicht mehr geh\u00f6rt.<\/p>\n<p>1558 wurde er Abt in Maulbronn. Er gab die Kanzel in der Klosterkirche in Auftrag, die noch sein Wappen tr\u00e4gt.<\/p>\n<p>1580 wurde der Fruchtkasten f\u00fcr die Naturalienabgaben errichtet. 1588 wurde das herzogliche Jagdschloss auf den mittelalterlichen Grundmauern des Abtshauses gebaut.1600 wurde der Marstall gebaut. Das Ensemble ist in seiner Vollst\u00e4dndigkeit einmalig in Baden-W\u00fcrttemberg und<\/p>\n<p>Zeugnis f\u00fcr seine Nutzung als saisonaler Herrschaftssitz. Das Klostergut wurde in Klosteramt umgewandelt.<\/p>\n<p>1836 wurde die Gemeinde Maulbronn gegr\u00fcndet. 1886 erhielt diese das Stadtrecht verliehen.<\/p>\n<p>Die 1558 ins Leben gerufene Maulbronner Klosterschule hat einige ber\u00fchmte Namen aufzuweisen.Der Mathematiker und Astronom Johannes Kepler (1571\u20131630) besuchte die schule in Maulbronn von 1586 an f\u00fcr drei Jahre, nachdem er von 1484-1586 die Klosterschule in Adelberg absolviert hatte. Dann begann erein Theologiestudium an der Universit\u00e4t T\u00fcbingen, studierte dann aber bei dem Mathematiker und Astronomen Michael M\u00e4stlin, der ihn mit dem heliozentrischen System des Nikolaus Kopernikus bekannt machte.<\/p>\n<p>Karl Friedrich Reinhard besuchte von 1774 bis 1778 die Evangelischen Klosterschulen in Denkendorf und Maulbronn. Danach studierte er in T\u00fcbingen Theologie und Philosophie. Ab 1795 arbeitete er als Diplomat in Frankreichs Diensten und war an vielen Orten Gesandter.<\/p>\n<p>Friedrich H\u00f6lderlin (1770-1843) besuchte von 1784-1788 die Evangelischen Klosterschulen in Denkendorf und Maulbronn. Von 1793-1788 studierte er Theologie in T\u00fcbingen. Seine ersten Gedichte ver\u00f6ffentlichte er 1792 in Gotthold St\u00e4udlins \u201eMusenalmanach\u201c<\/p>\n<p>Georg Herwegh (1817\u20131875)&nbsp; war von 1831 bis 1835 am Maulbronner Seminar und begann danach ein Studium der Theologie und der Rechtswissenschaften an der Universit\u00e4t T\u00fcbingen. Nach nur einem Jahr wurde er wegen Versto\u00df gegen die Stiftsordnung aus dem Stift entlassen.<\/p>\n<p>Er ging nach seiner Desertion aus dem w\u00fcrttembergischen Milit\u00e4rdienst in die Schweiz ins Exil, wo ihm 1841 der literarische Durchbruch gelang. 1848 beteiligte er sich am badischen Aufstand. <\/p>\n<p>Hermann Hesse (1877-1962) hatte 1891 das w\u00fcrttembergische Landesexamen in Stuttgart bestanden. Da er Theologe werden sollte, besuchte er darauf das evangelische Seminar in Maulbronn, entwich daraus allerdings schon im M\u00e4rz 1892, weil er \u201eentweder ein Dichter oder gar nichts\u201c werden wollte.<\/p>\n<p>Von 1895-1898 machte er in der Buchhandlung Heckenhauer in T\u00fcbingen eine Lehre und arbeitete noch ein Jahr als Sortimentsgehilfe. Sein erster Roman Peter Camenzind erschien 1904. Sein Sp\u00e4twerk, das Glasperlenspiel wurde 1943 in der Schweiz gedruckt. 1946 erhielt er den Nobelpreis f\u00fcr Literatur.<\/p>\n<p>Wie praktisch in allen w\u00fcrttembergischen Kl\u00f6stern gab es w\u00e4hrend des Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieges nochmals ein Nachspiel von knapp 20 Jahren.<\/p>\n<p>die Protestanten erlitten kurz vor 1630 verheerende Niederlagen in Norddeutschland. Kaiser Ferdinand II. (von 1619- 1637) erlie\u00df am 06.03. 1629 das Restitutionsedikt. Dieses besagte, dass s\u00e4kularisierter protestantischer Besitz der katholischen Kirche zur\u00fcckerstattet werden sollte.<\/p>\n<p>Daraufhin unternahm auch das Generalkapitel von Citeaux Ma\u00dfnahmen, um Maulbronn zu restituieren. Der Abt von Kaisheim wurde angewiesen, die Anspr\u00fcche auf Maulbronn geltend zu machen. 1629 sprach Kaiser Ferdinand Maulbronn dem Abt von L\u00fctzel zu. Am 7. Januar 1630<\/p>\n<p>schreibt die kaiserliche Kommissarien an den Herzog von W\u00fcrttemberg Ludwig-Friedrich von W\u00fcrttemberg-M\u00f6mpelgard, der als Vormund von Herzog Eberhard III. W\u00fcrttemberg regierte, er soll innerhalb von 6 Wochen Maulbronn gutwillig abtreten. Da dies offensichtlich nicht geschah,<\/p>\n<p>bem\u00e4chtigten sich die kaiserliche Kommissarien&nbsp; am 4. September 1630 des Klosters Maulbronn. Am 14. September 1630 zieht Christoph Schaller aus Sennheim mit einigen M\u00f6nchen&nbsp; aus L\u00fctzel in Maulbronn ein. Er war vorher M\u00f6nch in L\u00fctzel und dann Prior inEeu\u00dferthal Er wird Abt von Maulbronn und L\u00fctzel. Allerdings \u00e4ndert sich die politische Lage sehr schnell.<\/p>\n<p>Der schwedische K\u00f6nig Gustav Adolf war im Juli 1630 in Usedom gelandet. Schweden griff in den Krieg ein. Im Dezember 1631 waren Lothringer ins Amt Maulbronn eingedrungen und richteten gro\u00dfen Schaden an. Am 7. Januar 1632 wurde Abt Christoph von den Schweden aus Maulbronn vertrieben. <\/p>\n<p>Am 6. September 16334 konnte er nach Maulbronn zur\u00fcckkehren. Er war auch als Schriftsteller t\u00e4tig. Er trat vor dem 22. Juli 1942 au\u00dfer Dienst, nahm diesen aber am 21. August 1642 wieder auf. Vor dem 30. September resignierte er endg\u00fcltig und starb am 1. Oktober 1642.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger war Bernardin Buchinger aus Kiensheim im Elsass. Er war als 9-j\u00e4hriger in die Klosterschule von Pairis gekommen. Am 25. M\u00e4rz 1623 trat er in die Zisterzienserabtei L\u00fctzel ein. 1624 legte er die Profess ab. 1630 wurde er zum Priester geweiht. Er war Archivar, K\u00fcchenmeister und Gro\u00dfkellner<\/p>\n<p>und Sekret\u00e4r des Abtes Lorillard. Auch die Klostergemeinschaft von L\u00fctzel musste dem Krieg ausweichen. Er ging zun\u00e4chst nach St. Urban im Kanton Luzern und dann nach Kleinl\u00fctzel. 1642 hatte er die Wahl zum Abt von Riddagshausen ausgeschlagen. Die Wahl zum Abt von Maulbronn akzeptierte er und trat sein Amt am 30.September 1642 an. 16.46 reiste er an den franz\u00f6sischen Hof um das Kloster Pairis zu retten. In Deutschland brachte er die Kl\u00f6ster Lauingen und Bielenhofen an Kaisheim zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Nach dem Friedensschluss vom Oktober 1648 fiel Maulbronn wieder an W\u00fcrttemberg zur\u00fcck. Er verlie\u00df Maulbronn am 25. November 1648 f\u00fcr immer.<\/p>\n<p>Damit endet auch die Klostergeschichte von Maulbronn.<\/p>\n<p>Abt Bernardin hatte unter anderem ein Kochbuch verfasst. 1654 wurde er Abt des verlassenen Pairis. 1656 ernannte dort K\u00f6nig Ludwig XIV. den Sekret\u00e4r des Generalabtes Olivier de Foulongne zum Abt von Pairis. Bernardin ging nach L\u00fctzel und baute es rasch und planm\u00e4\u00dfig wieder auf.Er gilt als 2. Gr\u00fcnder von L\u00fctzel.<\/p>\n<p>Maulbronn wurde 1933 in die Liste des Weltkulturerbes der Unesco aufgenommen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"float: none; margin-left: auto; display: block; margin-right: auto\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.zisterzienserlexikon.de\/w\/images\/f\/fd\/Bernardin-buchinger.jpg\" width=\"170\" height=\"248\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Um 1138 stiftete der Edelfreie Walter von Lomersheim, das ist heute ein Stadtteil von M\u00fchlacker sein Erbgut Eckenweiher zur Gr\u00fcndung eines Zisterzienserklosters, in das er dann selbst als Laienbruder eintrat. Namentlich bekannt sind auch zwei Geschwister von Walter, n\u00e4mlich Konrad und Ita von Lomersheim. Es wurde eine Filialgr\u00fcndung des els\u00e4ssischen Kloster Neubourg. 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