{"id":2531,"date":"2014-09-03T15:26:51","date_gmt":"2014-09-03T15:26:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/?p=2531"},"modified":"2014-09-03T15:26:51","modified_gmt":"2014-09-03T15:26:51","slug":"kloster-oberschnenfeld","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/?p=2531","title":{"rendered":"Kloster Obersch&ouml;nenfeld"},"content":{"rendered":"<h1><\/h1>\n<p align=\"center\"><a href=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Oberschnenfeld.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Obersch\u00f6nenfeld\" style=\"border-left-width: 0px; border-right-width: 0px; background-image: none; border-bottom-width: 0px; padding-top: 0px; padding-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px; border-top-width: 0px\" border=\"0\" alt=\"Obersch\u00f6nenfeld\" src=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Oberschnenfeld_thumb.png\" width=\"244\" height=\"145\" \/><\/a><\/p>\n<p>&#160;<\/p>\n<p>Der Sage nach verirrte sich Graf Mangold von W\u00f6rth auf der Jagd im Wald. In der Wildnis traf er einen Einsiedler, der dort in einer Klause wohnte. Zu seiner \u00dcberraschung erfuhr er, dass dieser ein totgeglaubter Vorfahre<\/p>\n<p>von ihm war, der in&#160; der Einsamkeit Busse f\u00fcr seine S\u00fcnden tun wollte. Nach dessen Tod lie\u00df der Graf dort statt der Klause eine Kapelle errichten. Sp\u00e4ter zogen zwei adlige Kammerfr\u00e4ulein ein und errichteten<\/p>\n<p>das Kloster Obersch\u00f6nenfeld.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich gab es Anfang des 13. Jahrhunderts eine geistliche Frauengemeinschaft in Oberhofen-heute Weiherhof bei Gessertshausen, die von einer Meisterin geleitet wurden. Die erste \u00dcberlieferung nennt die Namen Gr\u00e4fin W\u00fcrga von Dillingen von 1186-1192 , die der Familie des Heiligen Ulrichs angeh\u00f6rte.Sie war die Gattin des in&#160; der Sage erw\u00e4hnten Grafen Mangold, dann eine Hildegunde von Brennberg 1192-1211.Unter Willibirgis (1230-1251) trat die Beginengemeinschaft in den<\/p>\n<p>Orden der Zisterzienser ein. Das Ministerialengeschlecht der Familie von Kemnat hatte den dortigen Beginen Grund und Boden geschenkt. Volkmar II. von Kemnat war bedeutendste Vertreter seines Geschlechts in dieser Zeit.<\/p>\n<p>Er war Stadtvogt von Konstanz und&#160; auch an der Erziehung des letzten Staufers Konradin beteiligt. Er stiftete wohl Kloster Obersch\u00f6nenfeld. Als Gr\u00fcndungsdatum wird das Jahr 1211 genannt und damit w\u00e4re Obersch\u00f6nenfeld die<\/p>\n<p>\u00e4lteste Zisterzienserinnenabtei in Deutschland. Das Gr\u00fcndungsmuster verlief \u00e4hnlich wie das der f\u00fcnf oberschw\u00e4bischen Zisterzienserinnenkloster, die in den folgenden Jahren als Tochterkl\u00f6ster von Salem gegr\u00fcndet worden sind.<\/p>\n<p>Es hat sich eine Beginengesellschaft gebildet. Ein adliger Stifter stattet sie mit Grund und Boden aus.&#160; Ein im Umfeld befindliches Zisterzienserkloster&#160; gliedert die Gemeinschaft in den Orden ein.<\/p>\n<p>Bei Obersch\u00f6nenfeld war das die Abtei Kaisheim. Kaisheimer Abt war in der Zeit Konrad II. (1210-1228) Augsburger Bischof war Siegfried III. von Rechberg (1208-1227)<\/p>\n<p>1248 best\u00e4tigt Papst Innozenz IV. (1243-1254) am 28. August dem Kloster alle Privilegien, die der Zisterzienserorden vom Heiligen Stuhl erhalten hatte. Das ist gleichzeitig die erste urkundliche Erw\u00e4hnung des Klosters.<\/p>\n<p>Die Eingliederung in den Zisterzienserorden festigte die junge Gemeinschaft wirtschaftlich und politisch. Sie beschr\u00e4nkte aber auch die Freiheiten, die den Beginen eigen gewesen waren.<\/p>\n<p>Sie war nun einem Vaterabt unterworfen. Zur Zeit des p\u00e4pstlichen Privilegs war das Richard (1239-1251). Der Nachfolger von Innozenz IV, Alexander VI. (1254-1261) nimmt das Kloster 1255 in p\u00e4pstlichen Schutz und gew\u00e4hrt Exemtion von <\/p>\n<p>der lokalen Bischofsgewalt. Aber auch Bischof Hartmann von Augsburg (1248-1286) der ja aus der Stifterfamilie stammt, verbrieft dem Konvent die Lebensweise der Zisterziensierinnen und auch er nimmt den Konvent in seinen Schutz.<\/p>\n<p>Nachfolgerin von Willibirgis wird Adelheid von Kemnat, wohl eine Tochter des Stifters Volkmar von Kemnat. Das Kloster erhielt viele Stiftungen und schon 1262 konnte unter \u00c4btissin Adelheid die Klosterkirche Maria Himmelfahrt eingeweiht werden.<\/p>\n<p>Als Schenker waren aufgetreten Volkmar,der dem Kloster die Kirche von Dietkirch geschenkt hat. Heinrich Reichsmarschall von Pappenheim schenkte dem Kloster sein ganzes Besitztum in M\u00f6dish\u00f6fen, aber auch Konradin<\/p>\n<p>war unter den Gebern. Er \u201cschenkt dem nonnenkloster OberSch\u00f6nfeld den hof Vetinchoven welchen Conrad Spannagil von ihm trug\u201d (Conradin &#8211; RI V,1,2 n. 4797 ).<\/p>\n<p>Zur Kirchenweihe erhielt die \u00c4btissin Abl\u00e4sse von den Bisch\u00f6fen von Augsburg, Freising, Eichst\u00e4dt, W\u00fcrzburg und Speyer. Auf Heidelheid folgte Hilda. Sie regierte von 1271 bis 1279. Auch sie konnte den klosterbesitz haupts\u00e4chlich<\/p>\n<p>durch Schenkung aber auch durch Tausch und Kauf mehren.<\/p>\n<p>Ein Tauschgesch\u00e4ft zwischen der Abtei Ellwangen unter Abt Otto von W\u00fclzburg (1255-1269) und Graf Ludwig von \u00d6ttingen machte dann eine gr\u00f6\u00dfere Schenkung f\u00fcr Kloster Obersch\u00f6nenfeld&#160; m\u00f6glich. Der Ort Munsterum, das heutige Altenm\u00fcnster,<\/p>\n<p>lag zu weit vom Kloster Ellwangen entfernt, um von dort verwaltet zu werden. Am 16. Juni 1262 tauschte das Kloster Ellwangen diesen Ort mit dem Grafen von \u00d6ttingen gegen verschiedene G\u00fcter im Ries. Noch im selben Monat schenkte<\/p>\n<p>der Graf \u201cals Seelger\u00e4t\u201d die neuerworbenen G\u00fcter an das Kloster Obersch\u00f6nenfeld unter \u00c4btissin Hilda. Unter der \u00c4btissin Adelheid II. von Kemnat erhielt das Kloster von Ritter Frass von Wolfsberg den Heszelinbach bei Munsterum.<\/p>\n<p>Nun begann das Kloster alle Rechte \u00fcber das Dorf an sich zu ziehen. Zum Ende des 15. Jahrhunderts hatte es die Vogtei und die Gerichtsbarkeit von Munsterum inne.Die Regierung der n\u00e4chsten beiden \u00c4btissinnen Agnes und Hildegund<\/p>\n<p>verlief ohne gr\u00f6\u00dfere Ereignisse. Unter \u00c4btissin Elisabeth (1304-1316) konnte sich das Kloster die Pfarreien Munsterum und Messishofen v\u00f6llig einverleiben. Allerdings musste die Abtei den Augsburger Bisch\u00f6fen immer einen S\u00e4kularpriester pr\u00e4sentieren.<\/p>\n<p>Die beiden \u00fcbern\u00e4chsten Nachfolgerinnen, n\u00e4mlich Hildegund II. (1332-1342) und Agnes II. von Lutzingen begannen mit den Rodungsarbeiten im Munsterwald. Herzog Friedrich von \u00d6sterreich hatte damals die Markgrafschaft Burgau inne.<\/p>\n<p>Er musste die Rodeerlaubnis erteilen, was er 05.02. 1344 tat. (Sebastian Brunner, Ein Cisterzienserbuch, S.693). Vorher hatte schon Bischof Heinrich III. von Augsburg best\u00e4tigt, dass dem Kloster die zu erwartenden Einnahmen geh\u00f6ren werden.<\/p>\n<p>Schon im Juni 1346 konnte die \u00c4btissin mit der Lehenverteilung beginnen. Laut Dorfbrief vom 15.6.1346 hat \u00c4btissin Agnes bestimmt, dass das neue Dorf Nivemunstrer hei\u00dfen soll. Dann wurden vom Kloster 12 Lehen verteilt. Das Dorf bestand aus 12 H\u00e4usern mit je einem Ganzlehen von 51 Jauchert (1 Jauchert = 0,5ha) und einem Haus ohne Lehen, das dem Kloster geh\u00f6rte. (Internetseite der Gemeinde Altenm\u00fcnster) Beim Heszelinsbach entstand das Dorf Violau, das in dem erw\u00e4hnten Dorfbrief erstmals genannt wird.<\/p>\n<p>Bald nach der Ortsgr\u00fcndung ist hier wohl ein Zentrum der Marienverehrung entstanden. Eine Wallfahrt nach Violau ist seit 1466 verb\u00fcrgt.<\/p>\n<p align=\"center\"><a href=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/270px-Violau_Wallfahrtskirche_St_Michael_001.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"270px-Violau,_Wallfahrtskirche_St_Michael_001\" style=\"border-left-width: 0px; border-right-width: 0px; background-image: none; border-bottom-width: 0px; padding-top: 0px; padding-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px; border-top-width: 0px\" border=\"0\" alt=\"270px-Violau,_Wallfahrtskirche_St_Michael_001\" src=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/270px-Violau_Wallfahrtskirche_St_Michael_001_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"184\" \/><\/a><\/p>\n<p>Unter der Nachfolgerin der \u00c4btissin Agnes, Katharina von Villenbuch (bis 1373), wurde der Aufstieg der Abtei erstmal gebremst.<\/p>\n<p>Zwei Entwicklungen hatten sich im Umfeld der Abtei entwickelt. Einmal zeichnete sich wegen der Entwicklung der schw\u00e4bischen Landvogteien ein Konflikt zwischen Habsburgern und Wittelsbachern ab.<\/p>\n<p>Bei der Doppelwahl von 1314 von dem Wittelsbacher Ludwig dem Bayern (1314-1347) und dem Habsburger Friedrich dem Sch\u00f6nen (1314-1330) neigte Bischof Friedrich von Augsburg zu Friedrich, w\u00e4hrend die Stadt Augsburg<\/p>\n<p>sich fr\u00fchzeitig auf die Seite des Wittelsbacher stellte. Es gab nun immer wieder milit\u00e4rische Auseinandersetzungen. 1319 wurde dabei das Augsburger Umland stark in Mitleidenschaft gezogen. Auch die Zeit nach Ludwig blieb kriegerisch.1376 war der Schw\u00e4bische St\u00e4dtebund unter F\u00fchrung Ulms gegr\u00fcndet worden. Entstanden war dies unter anderem als Abwehrreaktion von Verpf\u00e4ndungen von Reichsst\u00e4dten, wie das Wenzel nach seiner K\u00f6nigswahl mit Donauw\u00f6rth gemacht hatte. Er hatte die Stadt an die bayrischen Herz\u00f6ge verpf\u00e4ndet. 1379 war die Stadt Augsburg dem B\u00fcndnis beigetreten. Dem St\u00e4dtebund gegen\u00fcber standen die gro\u00dfen Rittergesellschaften wie der St. Georgenbund oder die L\u00f6wengesellschaft. 1381 erfolgte die Kriegserkl\u00e4rung des St\u00e4dtebunds gegen die drei gro\u00dfen Rittergesellschaften.<\/p>\n<p>Das Kloster konnte sich zwar irgendwie durch lavieren, war aber vor allem unter \u00c4btissin Katharina I.von Villenbach in schwere Not geraten. Der fr\u00fchere Augsburger Bischof Marquard von Randeck (von 1348-1365) und sp\u00e4tere Patriarch von Aquileja verlieh Abl\u00e4sse und linderte so die Not des Klosters ein wenig. Diese unruhigen Zeiten dauerten auch unter den drei folgenden \u00c4btissinnen Katharina II von Lutzingen (1373-1383), Anna II. von Schwenningen (1383-1390) und Katharina III. von Tettingen (1390-1398) an.<\/p>\n<p>Die Zahl der Konventsmitglieder l\u00e4sst R\u00fcckschl\u00fcsse auf die schweren Zeiten zu. 1309 waren 60 Nonnen, 3 Novizinnen, 9 Laienschwestern und 15 Laienbr\u00fcder im Kloster, 1353 waren es noch 37 Nonnen,8 Novizinnen, 8 Laienschwestern und 5 Laienbr\u00fcder.<\/p>\n<p>(Zahlen nach Zisterziensisches Schreiben im Mittelalter Das Skriptorium der Reiner M\u00f6nche,Bern 2005, darin Nigel F. Palmer S. 243)<\/p>\n<p>Erst unter \u00c4btissin Gertrudis von Freyberg (1398-1449) konsolidierte sich die Lage. Am 19. April 1417 stellte Kaiser Sigmund in Konstanz am selben Tag zwei Urkunden aus, eine f\u00fcr St. Ottilien bei Stra\u00dfburg \u201cbest\u00e4tigt dem Augustinerinnen-Kl. Sanct Ottilien zu Ober-Hohenburg (Strassburger Bistum) die Privilegien\u201d und danach f\u00fcr Obersch\u00f6nenfeld \u201cdesgl. dem Frauen-Kl. Ober-Sch\u00f6nfeld (Augsb. Di\u00f6zese)\u201d (Sigmund &#8211; RI XI,1 n. 2203 ). Der in Konstanz neugew\u00e4hlte Papst Martin V. hatte dem gesamten Zisterzienserorden<\/p>\n<p>die gew\u00e4hrten Privilegien best\u00e4tigt. Das bezog sich nat\u00fcrlich auch auf Kloster Obersch\u00f6nenfeld. Das wichtigste aber war, dass \u00c4btissin Gertrudis das B\u00fcrgerrecht von Augsburg erwarb. Da Augsburg&#160; zu Anfang des 15. Jahrhunderts einen kr\u00e4ftigen Aufschwung erlebte,<\/p>\n<p>hatte das sicher mehr praktischen Wert als alle Schirmbriefe von Kaiser oder Papst. Sie hatte das B\u00fcrgerrecht bis zur Ende ihrer Regierungszeit inne. Die Stadt stand der \u00c4btissin auch in Rechtsstreitigkeiten zur Seite und da gab es mehr als jede bisherige \u00c4btissin durchzustehen hatte. <\/p>\n<p>Auch die Nachfolgerin Anna III. von Pappenheim (1449-1463) hatte das Augsburger B\u00fcrgerrecht f\u00fcr 10 Jahre erworben. Das kostete das Kloster j\u00e4hrlich 24 Gulden. <\/p>\n<p>Auch Anna hatte eine Reihe von Rechtsstreitigkeiten durchzufechten.Nach Ablauf der 10 Jahre stellte sie die Abtei wieder unter den Schutz des Augsburger Bischofs Peter (Bischof seit 1424, ab 1450 Kardinal bis 1469) Dieser Bischof hatte zwei Synoden abgehalten, bei denen er zahlreiche Vorschriften f\u00fcr Klerus und Kl\u00f6ster<\/p>\n<p>erlie\u00df.<\/p>\n<p>Auf Anna folgte&#160; \u00c4btissin Dorothea von Laimberg (1463- 1492). Sie stellte sich am 12. Juni 1485 ebenfalls unter den Schutz des Augsburger Bischofs. Johann II. von Werdenberg war zu der Zeit Bischof (1469-1486). Die j\u00e4hrliche Schutzgeb\u00fchr betrug 15 Gulden.<\/p>\n<p>Auch unter der Regierung Dorotheas wurde der Besitz des Klosters und die Rechte wurden&#160; von vielen Seiten angefochten. Am 25. M\u00e4rz 1474 best\u00e4tigte aber Papst Sixtus IV. alle fr\u00fcher erhaltenen Immunit\u00e4ten,<\/p>\n<p>Besitzungen und Inkorporationen von Pfarreien, dabei wurde die Pfarrei Messishausen namentlich aufgef\u00fchrt. (Archiv f\u00fcr die Pastoral-Conferenzen im Bisthume Augsburg 1853, Band 3 S. 335) Besonders k\u00fcmmerte sie sich um die Kirche von Violau, die unter den kriegerischen Auseinandersetzungen der letzten Jahre stark gelitten hatte. Sie sandte einen Bruder aus, der Almosen f\u00fcr die Kirche erbetteln sollte.<\/p>\n<p>Das Kloster&#160; galt unter ihrer Regierungszeit als sehr arm. Es musste bei der Erhebung der gew\u00f6hnlichen Ordenssteuer den kleinsten Beitrag zahlen, halb so viel wie das Kloster Niedersch\u00f6nenfeld. Die gew\u00f6hnliche Ordenssteuer betrug 460 Gulden. Auf Obersch\u00f6nenfeld entfielen 5 Gulden.<\/p>\n<p>Ihre Nachfolgerin war Barbara Vetter von Schwenningen. Sie regierte von 1492 bis 1508. Sie war die Erbauerein der Leonhardskapelle in Gessertshausen. Barbara Vetter stiftete eine Monstranz.&#160; 1504 lie\u00df die \u00c4btissin ein prachtvoll illuminiertes Missale f\u00fcr die<\/p>\n<p>gesungene Messliturgie herstellen.<\/p>\n<p>Ihr folgte ihre Schwester Margarethe II. von&#160; Schwenningen nach. (1508-1517). Die&#160; Eltern&#160; der beiden \u00c4btissinnen waren Georg Vetter und Margarethe von Schwenningen aus Donauw\u00f6rth. Aus der Regierungszeit der beiden \u00c4btissinnen stammen zwei Szenen aus dem Marienleben, Kr\u00f6nung Mariens und Tod Mariens. Gemalt sind sie vom Meister des Obersch\u00f6nenfelder Altars (1. Jahrzehnt&#160; des 16. Jahrhunderts) Es ist ungekl\u00e4rt, welche der beiden Schwestern den Altar gestiftet hat. Er befindet sich heute im Besitz der Bayerischen Staatsgem\u00e4ldesammlung (Inv.-Nr.7692)<\/p>\n<p align=\"center\"><a href=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Barbara.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Barbara\" style=\"border-left-width: 0px; border-right-width: 0px; background-image: none; border-bottom-width: 0px; padding-top: 0px; padding-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px; border-top-width: 0px\" border=\"0\" alt=\"Barbara\" src=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Barbara_thumb.jpg\" width=\"111\" height=\"244\" \/><\/a><\/p>\n<p align=\"center\">&#160;<\/p>\n<p>Im Jahre 1492 \u00fcbernahm K\u00f6nig Maximilian die Markgrafschaft Burgau. Am 3. Februar 1492 best\u00e4tigte er den Pr\u00e4laten, den St\u00e4dten und Gerichten dieser Markgrafschaft ihre Rechte Freiheiten und Privilegien.<\/p>\n<p>\u00c4btissin Barbara hatte in ihrer Amtszeit nur wenig Streitigkeiten&#160; durchzustehen. Noch unter ihrer Regierungszeit hatte eine Viehseuche fast die gesamte Schafherderde des Klosters vernichtet.<\/p>\n<p>Ihre Nachfolgerin Mathilde kaufte eine neue Herde und bat alle Grafen, Herren und St\u00e4nde, die angekauften Schafe zollfrei passieren zu lassen. <\/p>\n<p>Am 2. Mai 1510 best\u00e4tigte Kaiser Maximilian den Schutzbrief Kaiser Sigismunds vom 19. April 1417.<\/p>\n<p>\u00c4btissin Ursula von Winzer regierte von 1517-1522. Sie erlie\u00df f\u00fcr Altenm\u00fcnster eine Schmiedeordnung und sie lie\u00df in der \u00e4u\u00dferen Kirche den Chor neu w\u00f6lben. Au\u00dferdem lie\u00df sie vier neue Alt\u00e4re herstellen,<\/p>\n<p>starb aber im Jahr 1522 vor deren Vollendung.<\/p>\n<p>Ihre Nachfolgerin Ursula II. von Tanneck wurde im Beisein des Kaisheimer Abtes Konrad III. Reutter (1509-1540) und der Kaisheimer Konventualen Benedikt Wibel, Johann B\u00e4umlin und Johann Saur gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Bei Amtsantritt waren 15 Nonnen im Konvent und die Verm\u00f6genslage des Klosters war gut. Ungl\u00fccklicherweise fiel in ihre Zeit der gro\u00dfe Bauernkrieg. Die Bauern der D\u00f6rfer Margershausen, Wollishausen, Anhausen,<\/p>\n<p>Fischach,Grimoltsried, Walkertshofen und Gessersthausen \u00fcberfielen das Kloster und vertrieben die Nonnen, die sich nach Augsburg in Sicherheit brachten. Dort hatte das Kloster ein Anwesen, den Sch\u00f6nefelder Hof,<\/p>\n<p>den schon Bischof Hartmann dem Kloster als Zinslehen \u00fcbertragen&#160; hatte. Zu normalen Zeiten diente&#160; er als Herberge f\u00fcr \u00c4btissin und Klosterfrauen, wenn sie in Augsburg ihren Amtsgesch\u00e4ften nachgingen.<\/p>\n<p>In Notzeiten war er Zufluchtsort und Verwahrstelle f\u00fcr Hab und Gut. Die Aufst\u00e4ndischen misshandelten den Beichtvater und dessen Kaplan, vernichteten alles Glaswerk, Fenster und \u00d6fen, raubten Getreide, Vieh,<\/p>\n<p>Wein, Leinwand und alles Silbergeschirr und richteten im Kloster nach Angaben der \u00c4btissin einen Schaden von \u00fcber 2000 Gulden an. Das \u00fcbersteigt die Summe, die das Kloster an Barmitteln (688 Gulden) und<\/p>\n<p>Au\u00dfenst\u00e4nden (1242) zu Amtsantritt von Ursula II. gem\u00e4\u00df der Erw\u00e4hlungsurkunde vorhanden war. 1532 erteilte sie ihrem Beamten Conrad Sailer die Vollmacht, mit dem Schw\u00e4bischen Bund \u00fcber die Entsch\u00e4digung <\/p>\n<p>zu verhandeln.<\/p>\n<p>Die konfessionelle und politische&#160; Landschaft in Deutschland hatte sich seit dem Jahre 1517 grundlegend ge\u00e4ndert. Martin Luther soll da die Thesen an der Schlosskirche in Wittenberg angeschlagen haben. Das f\u00fchrte schlie\u00dflich<\/p>\n<p>zur Reformation. Die soziale und wirtschaftliche Situation hatte ja auch immer wieder zu Aufst\u00e4nden gef\u00fchrt, die dann im Gro\u00dfen Bauernkrieg von 1525 f\u00fchrten. Und auch dieser war ja durch religi\u00f6se Argumentation \u201cunterf\u00fcttert\u201d,<\/p>\n<p>wie&#160; auch die Memminger Artikel zeigen. Die religi\u00f6se Spaltung des Landes manifestierte sich auch in politischen B\u00fcndnissen. Am 27. Februar 1531 wurde der Schmalkaldische Bund gegr\u00fcndet. Landgraf Philipp I. von Hessen, Kurf\u00fcrst Johann von Sachsen, Herzog , Herzog Philipp von Braunschweig-Gubenhagen, Herzog Ernst von Braunschweig-L\u00fcneburg, F\u00fcrst Wolfgang von Anhalt-K\u00f6then, dem Graf von Erbach sowie drei nieder- und acht oberdeutschen Reichst\u00e4dteunterzeichneten den Vertrag. Es war ein zun\u00e4chst <\/p>\n<p>defensiv ausgerichtetes Milit\u00e4rb\u00fcndnis mit der Verpflichtung zu gegenseitiger Hilfe im Falle eines katholischen Angriffs.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/220px-Philipp_I_Merian.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"220px-Philipp_I_Merian\" style=\"border-left-width: 0px; border-right-width: 0px; background-image: none; border-bottom-width: 0px; padding-top: 0px; padding-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px; border-top-width: 0px\" border=\"0\" alt=\"220px-Philipp_I_Merian\" src=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/220px-Philipp_I_Merian_thumb.jpg\" width=\"170\" height=\"244\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Lucas_Cranach_d___-_Kurfrst_Johann_der_Bestndige_von_Sachsen.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Lucas_Cranach_d_\u00c4__-_Kurf\u00fcrst_Johann_der_Best\u00e4ndige_von_Sachsen\" style=\"border-left-width: 0px; border-right-width: 0px; background-image: none; border-bottom-width: 0px; padding-top: 0px; padding-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px; border-top-width: 0px\" border=\"0\" alt=\"Lucas_Cranach_d_\u00c4__-_Kurf\u00fcrst_Johann_der_Best\u00e4ndige_von_Sachsen\" src=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/Lucas_Cranach_d___-_Kurfrst_Johann_der_Bestndige_von_Sachsen_thumb.jpg\" width=\"161\" height=\"244\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/300px-Carlos_V_en_Mhlberg_by_Titian_from_Prado_in_Google_Earth.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"300px-Carlos_V_en_M\u00fchlberg,_by_Titian,_from_Prado_in_Google_Earth\" style=\"border-left-width: 0px; border-right-width: 0px; background-image: none; border-bottom-width: 0px; padding-top: 0px; padding-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px; border-top-width: 0px\" border=\"0\" alt=\"300px-Carlos_V_en_M\u00fchlberg,_by_Titian,_from_Prado_in_Google_Earth\" src=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/300px-Carlos_V_en_Mhlberg_by_Titian_from_Prado_in_Google_Earth_thumb.jpg\" width=\"206\" height=\"244\" \/><\/a><\/p>\n<p>Kaiser Karl V. war in Kriege gegen Frankreich, Italien und gegen&#160; die Osmanen in Ungarn verwickelt.Er war in Deutschland auf die Reichsst\u00e4nde angewiesen und so&#160; immer wieder zu Kompromissen gezwungen und den Protestanten<\/p>\n<p>religi\u00f6s und politisch entgegenzukommen. Der Friede von Cr\u00e9py&#160; 1544 beendete die Auseinandersetzungen mit Frankreich und auch mit der T\u00fcrkei konnte ein Waffenstillstand geschlossen worden. Jetzt hatte er den R\u00fccken frei,<\/p>\n<p>sich aktiv um die Religionsfrage in Deutschland zu k\u00fcmmern. Ein m\u00f6gliches Konzil oder eine Reihe von Religionsgespr\u00e4chen sollte die Glaubenseinheit wieder herstellen. Beide Seiten zeigten aber keine Neigung zu Kompromissen.<\/p>\n<p>Der Kaiser hatte eine p\u00e4pstliche Zusage, Truppen im Falle eines Krieges gegen die Protestanten gestellt zu bekommen. So sah er die M\u00f6glichkeit, den Schmalkaldischen Bund milit\u00e4risch besiegen zu k\u00f6nnen. Den F\u00fchrern auf protestantischer Seite,<\/p>\n<p>Landgraf Philipp und Kurf\u00fcrst Johann waren die Vorbereitungen des Kaisers nicht entgangen und so entschlossen sie sich zum Pr\u00e4ventivkrieg, da der Kaiser wohl \u00fcber gr\u00f6\u00dfere finanzielle Mittel verf\u00fcgte und&#160; somit auch in der Lage war, ein<\/p>\n<p>st\u00e4rkeres Heer aufstellen zu k\u00f6nnen. Der Bund zog im Juli 1546 rasch ein Heer von 12.000 Mann&#160; in S\u00fcddeutschland zusammen. An der Spitze stand Sebastian Schertlin von Burtenbach,ein bedeutender Landsknechtf\u00fchrer im 16.<\/p>\n<p>Jahrhundert und 1532 der Oberkommandant des Fu\u00dfvolkes des gesamten Reichsheeres. Im Kloster hatte man die neue Lage nat\u00fcrlich mit Sorge beobachtet. Bischof Otto Truchsess von Waldburg (1543-1573) hatte in einem Schreiben vom 30. Juni<\/p>\n<p>1546 die \u00c4btissin und den Konvent zum Gebet aufgerufen, aber gleichzeitig geraten, die wertvollen Sachen in Sicherheit zu bringen. Denselben Rat hatte der Stadtgerichtsschreiber von Augsburg Caspar Tradel gegeben. Er meinte allerdings, die Nonnen k\u00f6nnten noch im Kloster bleiben. Diese zogen aber gleich nach Landsberg und kamen da bei der Witwe Albrechts von Freyberg unter. Landgraf Philipp und Kurf\u00fcrst Johann beauftragten die Komiss\u00e4re des Schmalkaldischen Bundes Christian Bruck,<\/p>\n<p>Dr. Jakob Besserer, Georg Oestereicher und Martin Weikmann&#160; die Kl\u00f6ster zu sch\u00e4tzen, welche Summe sie an den Bund abzugeben hatten. Die Besitzungen des Hochstifts Augsburg hatten sie schon vereinnahmt und den Rat der Stadt Augsburg<\/p>\n<p>mit der Verwaltung beauftragt. Den Kl\u00f6stern Ochsenhausen und Kempten wurden je 20.000 Gulden auferlegt, dem Kloster Obersch\u00f6nenfeld \u201cnur\u201d&#160; 1000 Gulden. Aber das Kloster hatte ja rund 20 Jahre zuvor schon 2000 Gulden verloren.<\/p>\n<p>die Komiss\u00e4re hatten \u00fcbrigens den Auftrag, falls sie nicht genug Barmittel vorf\u00e4nden, Getreide zu nehmen oder Grund und Boden zu verkaufen oder zu verpf\u00e4nden. Vor allem aber sollten sie \u201cunchristlichen und abgoterischen Messen und anderen<\/p>\n<p>babstlichen Missbrauch g\u00e4nzlich abstellen\u201dabstellen (Archiv f\u00fcr die Pastoral.. S.349) Auch sandte der Rat von Augsburg seine Diener und Prediger in die Kl\u00f6ster Edelstetten, Wettenhausen und Obersch\u00f6nenfeld, um dort die Lehre Luthers einzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Der Augsburger Rat forderte die \u00c4btissin und den Konvent brieflich dringend auf, Landsberg zu verlassen und ins Kloster zur\u00fcckzukehren. Der Rat der Stadt beanspruchte mittlerweile die Einnahmen des Klosters. Die Nonnen blieben<\/p>\n<p>im Exil, verarmten aber.<\/p>\n<p>Am 24. April 1547 siegte Kaiser Karl bei M\u00fchlberg \u00fcber den Schmaldkaldischen Bund. Der s\u00e4chsische Kurf\u00fcrst geriet in Gefangenschaft. Der Krieg war entschieden. Nun war auch f\u00fcr den Obersch\u00f6nenfelder Konvent die R\u00fcckkehr wieder m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Nach 38 Wochen im Exil kehrte \u00c4btissin Ursula kr\u00e4nklich und auch gebrochen in das gepl\u00fcnderte Kloster zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Auch Bischof Otto Truchsess von Waldburg (1543-1573) konnte sein Bistum wieder in Besitz nehmen. Er hatte gegen\u00fcber der Stadt Augsburg 95.000 Gulden Schadenersatz gefordert und diese Summe am 19. Januar 1548 als Vergleichssumme quittiert.<\/p>\n<p>Darin enthalten war auch die Entsch\u00e4digung f\u00fcr das Kloster Obersch\u00f6nenfeld. Am 26. November 1450 stellte der Bischof der Priorin als Verwalterin an die Seite. Au\u00dferdem befahl er,\u201dfrommer und ehrbarer Leute Kinder wenn gleich ohne Verm\u00f6gen\u201d<\/p>\n<p>aufzunehmen. Die \u00c4btissin war mit beiden Regelungen einverstanden. Sie verstarb im Jahre 1552.<\/p>\n<p>Erst 8 Monate nach der Wahl wird Agnes III.von&#160; Burtenbach zur \u00c4btissin gew\u00e4hlt. Sie regierte von 1553 18 Jahre lang. Als sie ihren Dienst antrat, waren au\u00dfer ihr gerade noch zwei Nonnen im Konvent. Unter ihrer Regierung wurden auch erstmals nichtadelige<\/p>\n<p>Nonnen ins Kloster aufgenommen. Zum einen war das Klosterleben nicht mehr so attraktiv. Zum andern waren viele Augsburger Patrizier zum Protestantismus \u00fcbergetreten. Das machte es f\u00fcr das&#160; Kloster schwer aus dem Adel Nachwuchs zu gewinnen.<\/p>\n<p>Bei ihrem Tod war der Konvent um zw\u00f6lf Schwestern angewachsen, alle nicht von Adel. Das erleichterte das Abschaffen der sogenannten Leibgedinge. Bisher hatten die Nonnen ein gewisses Einkommen, ihre eigene Magd und lie\u00dfen sich<\/p>\n<p>ihre eigene Speise bereiten. Nun wurde das Leibgedinge Eigentum des Klosters und das kam nun dem gesamten Kloster zugute. Die M\u00e4gde aber wurden abgeschafft. Das war eine ganz praktische Reform f\u00fcr das Kloster.<\/p>\n<p>Bisher hatte das Kloster die Wege auf eigene Kosten erhalten. Als K\u00f6nig Ferdinand 1555 in Augsburg war, bat \u00c4btissin Agnes, einen Wegzoll erheben zu d\u00fcrfen. Ferdinand genehmigte das f\u00fcr Gessertshausen am 15. Mai 1555. Das Kloster durfte<\/p>\n<p>f\u00fcr jedes Wagenross, das passierte einen Heller erheben, musste sich aber im Gegenzug verpflichten die Wege und insbesondere den \u00dcbergang \u00fcber die Schmutter in gutem Zustand zu erhalten. Ihren Untertanen in Gessertshausen erlie\u00df sie den Zoll.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr verpflichteten diese sich, bei der Ausbesserung der Wege zu helfen. Ihren \u00dcberreiter (Verwaltungsbeamter) Georg Weinhart belehnte sie ab 1556 mit dem Zoll. Daf\u00fcr musste er j\u00e4hrlich an das Kloster 28 Gulden entrichten.<\/p>\n<p>Die \u00c4btissin erhielt von Kaiser Ferdinand am 4. Juli 1559 in Augsburg folgende Bewilligung ausgestellt: \u201c Kaiser Ferdinand (I.) bewilligt dem Kloster Obersch\u00f6nefeld (\u00c4btissin Agnes), da\u00df die Juden den Klosteruntertanen ohne Wissen<\/p>\n<p>der \u00c4btissin nichts leihen und niemand wegen Schulden vor das kaiserliche Hofgericht Rottweil oder vor ein anderes Gericht fordern d\u00fcrfen.\u201d (Urk. 522-Regest OSch\u00f6UB 571) Kaiser Maximilian stellte eine gleichlautende Urkunde<\/p>\n<p>am 27. Juli 1574 in Wien f\u00fcr \u00c4btissin Barbara aus&#160; (Urk. 580 a -Regest OSch\u00f6UB 580 a) . Auch Kaiser Ferdinand II. best\u00e4tigte dies am 21. Januar 1621, sowie noch 7 weitere Kaiser bis zur letzten Best\u00e4tigung durch Kaiser Leopold II. (1790-1792)<\/p>\n<p>Die \u00c4btissin lie\u00df auch eine Wasserleitung&#160; f\u00fcr das Kloster bauen, die das Kloster f\u00fcr alle Belange, also K\u00fcche und Backstube,Badstuben, aber auch Fischk\u00e4sten und Viehtr\u00e4nken mit Frischwasser versorgte.<\/p>\n<p>Die Verm\u00f6gensverh\u00e4ltnisse, Getreidevorr\u00e4te und Viehbestand waren nach den vorhergegangenen Bedr\u00e4ngnissen wieder zufriedenstellend.<\/p>\n<p>1571 resignierte sie,da sie krank und gebrechlich war und sich der Belastung des \u00c4btissinenamtes nicht mehr gewachsen sah. Sie lebte aber nach ihrem R\u00fccktritt von ihrem Konvent hochgeehrt noch 8 Jahre. Sie starb 1578.<\/p>\n<p>Auf sie folgte \u00c4btissin Barbara II. Elchinger. Barbara war eine Gastwirtstochter aus Lauingen und ist dort am 19. Dezember 1535 geboren. Als Lauingen protestantisch wurde, verlie\u00dfen sie die Stadt und zogen nach Jettingen. <\/p>\n<p>Barbara wurde ins Kloster Obersch\u00f6nenfeld gegeben, wo sie am 1. Februar 1557 die Ordensgel\u00fcbde ablegte. Sie wurde die erste b\u00fcrgerliche \u00c4btissin des Klosters. Gew\u00e4hlt wurde sie im Beisein des Kaisheimer Abtes <\/p>\n<p>Johannes IV. Sauer am Tag des R\u00fccktritts von \u00c4btissin Agnes am7. Juli 1571.<\/p>\n<p>Das Konzil von Trient (in vier Sitzungsperioden von 1545-1563) einberufen unter Papst Paul III. (1534-1549) hatte unter dem Eindruck der Reformation in Deutschland wichtige Beschl\u00fcsse f\u00fcr die katholische<\/p>\n<p>Kirche gefasst. In der letzten Sitzungsperiode wurden zwei Dekrete festgelegt, die vor allem die Orden betrafen. Im Dekret \u00fcber die Orden wurden Normen f\u00fcr die Aufnahme neuer Mitglieder festgelegt,<\/p>\n<p>Bestimmungen \u00fcber die Wiederherstellung des Gemeinschaftsleben, die Klausur der Nonnen aber auch die ordnungsgem\u00e4\u00dfe Wahl der Ordensoberen. Im Dekret \u00fcber die Pflichten der Bisch\u00f6fe wurden auch<\/p>\n<p>Anweisungen f\u00fcr die Durchf\u00fchrung von Visitationen getroffen. Schon \u00c4btissin Agnes hatte mit der Durchf\u00fchrung der Reformen angefangen, die Barbara fortf\u00fchrte. Bischof Otto hatte Abt Johannes auch schon in der Regierungszeit von Agnes aufgefordert, eine Visitation in Obersch\u00f6nenfeld vorzunehmen. Diese fand im Juli 1571 statt. Eine Folge war wohl die Resignation der altersschwachen \u00c4btissin. Kurz nach Amtsantritt der neuen \u00c4btissin verlie\u00dfen zwei unzufriedene Klosterfrauen<\/p>\n<p>heimlich das Kloster. Die folgenden Visitationen verliefen nun zur Zufriedenheit der Ordensoberen. Papst Clemens VIII. (1592-1605)ordnete am&#160; 30. April 1593 an, f\u00fcr eine durchgreifende Reform des Zisterzienserorden Sorge<\/p>\n<p>zu tragen. Der&#160; Abt von Citeaux Edmund (1584-1604) visitierte nun zwischen 1593 und 1594 s\u00e4mtliche oberdeutschen Zisterzienserkl\u00f6ster. In Obersch\u00f6nenfeld war er am 14. Januar 1594. Ausgehen und reisen der Klosterfrauen wurden nun streng geregelt.<\/p>\n<p>So verbot der Abt von Kaisheim Ulrich zum Beispiel, dass \u00c4btissin Barbara den Obersch\u00f6nefelder selbst in Augenschein nehmen wollte, als dieser neu gebaut werden sollte, den Besuch dort. Erst um 1600 wurde diese Regelung wieder flexibler gehandhabt.<\/p>\n<p>1600 waren die Kl\u00f6ster Obersch\u00f6enfeld und Holzen (bei Donauw\u00f6rth) ein geistliches B\u00fcndnis eingegangen. In ihrer Regierungszeit wurden viele Bauma\u00dfnahmen angegangen, so der&#160; Neubau des Obersch\u00f6nenfelder Hofs in Augsburg ab 1589,<\/p>\n<p>die Erweiterung der Kirche in Violau, vorher nur eine Kapelle. Im Kloster selbst lie\u00df sie den neuen Abteibau errichten. Auch das Pfleghaus mit Gasthaus f\u00fcr G\u00e4ste die man im Kloster nicht aufnehmen wollte, wurde neu gebaut.<\/p>\n<p>Dazu kam der Neubau von Bauhof mit Stallungen f\u00fcr Pferde und Ochsen. Auch die Leonhardskapelle in Gessertshausen wurde erneuert. F\u00fcr die Klosterkirche wurden neue Ornate und Kirchenger\u00e4t angeschafft. Sie lie\u00df drei Choralb\u00fccher anfertigen,<\/p>\n<p>alle mit Noten. Dabei legte sie auf ein gro\u00dfes, klares Schriftbild Wert, damit auch kurzsichtige Schwestern mitsingen konnten. Die wirtschaftlichen Verh\u00e4ltnisse hatte sie auch bestens geordnet. Sie konnte sogar andere Einrichtungen unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>als das Mutterkloster in Citeaux 1593 von einem Brand betroffen wurde, leistete Obersch\u00f6nenfeld einen Beitrag von 100 Gulden.<\/p>\n<p>Nach einer f\u00fcr das Kloster segensvollen Regierungszeit verstarb \u00c4btissin Barbara am 2. Mai 1601.<\/p>\n<p>Auf sie folgte \u00c4btissin Walburga Sch\u00fcssler, die aber nach nur zwei Jahren Regierungszeit 1603 verstarb. Aber trotz der nur zweij\u00e4hrigen Regierungszeit wurde bleibendes geschaffen. In Scheppach lie\u00df sie eine lauretanische Kapelle erbauen.<\/p>\n<p>In Altenm\u00fcnster wurde der Pfarrhof neu gebaut und im Kloster selbst entstand neben dem Herrenhaus ein Gasthaus f\u00fcr den Abt von Kaisheim oder andere hohe G\u00e4ste.<\/p>\n<p>Die neue \u00c4btissin Susanna Willemayr war schon unter ihren beiden Vorg\u00e4ngerinnen Priorin. Sie war eine Fischerstochter aus Donauw\u00f6rth. Sie wurde am 30. November 1503 zur \u00c4btissin gew\u00e4hlt. Sie wurde 12 Jahre nach ihrem Amtsantritt<\/p>\n<p>zusammen mit den \u00c4btissinnen aus Niedersch\u00f6nenfeld und Kirchheim im Ries, also den drei Kaisheimer Visitationskl\u00f6stern zur \u00c4btissin geweiht, was vorher nicht \u00fcblich war. Abt Johann VII. Beck (1608-1626), der diese Regelung eingef\u00fchrt hatte, nahm auch die Weihe vor. Auch Susanna tat viel zum Wohlstand des Klosters. Auch eine rege Baut\u00e4tigkeit war in ihrer Amtszeit zu verzeichnen.<\/p>\n<p>Susanna f\u00fchrte Instrumentalmusik im Kloster ein. Sie lie\u00df daf\u00fcr vier Geigen in allen Stimmlagen einf\u00fchren. Gegen alle Klausurvorschriften lie\u00df sie sogar junge Klosterangeh\u00f6rige \u201cdrau\u00dfen in der Welt\u201d musikalisch fortbilden, was damals v\u00f6llig un\u00fcblich<\/p>\n<p>war. Das zisterziensische Leben scheint in Obersch\u00f6nenfeld schon sehr streng beachtet worden zu sein. Als der Generalabt Nicolas II. Boucherat (1604-1625) das Kloster \u00fcber Pfingsten 1616 zu einer Visitation im Kloster war,<\/p>\n<p>fand er das Ergebnis so gut, dass die Nonnen eine Gnade f\u00fcr das Kloster erbitten durften. Sie w\u00fcnschten sich, dass sie einmal im Monat vor das Kloster spazieren gef\u00fchrt wurden (!).<\/p>\n<p>Die pers\u00f6nlichen Wertsachen, auch Schmuck wurden dem Gel\u00fcbde gem\u00e4\u00df eingesammelt und dem Gel\u00fcbde gem\u00e4\u00df zu gemeinsamem Nutzen verwendet. Susanna finanzierte davon eine Orgel. Unter Susanna wurden zehnt\u00e4gige Exerzitien eingef\u00fchrt,<\/p>\n<p>von denen auch die \u00c4btissin gerne Gebrauch machte.<\/p>\n<p>Schwierigkeiten gab es auch durch die Schirmvogtei des Augsburger Bischofs. 1609 war in&#160; M\u00fcnchen die Katholische Liga gegr\u00fcndet worden. Sie sollte einen Gegenpart zur protestantischen Union bilden, die 1608 ins Leben gerufen worden war.<\/p>\n<p>Ihnen geh\u00f6rten neben Bayern alle Hochstifte in Bayern und Konstanz sowie die Reichsabteien Kempten und Ellwangen an. Sp\u00e4ter kamen fast alle katholischen Reichsst\u00e4nde im s\u00fcddeutschen Raum dazu. Der Bund stellte eigene Truppen auf.<\/p>\n<p>Die Finanzierungsbeitr\u00e4ge der Mitglieder orientierte sich an Reichsmatrikeln. Der Augsburger Bischof forderte nun auch von den Kl\u00f6stern, die sich unter seinen Schutz begeben hatten, Steuern. Auch mussten sich die Untertanen des Klosters zu Musterungen<\/p>\n<p>f\u00fcr die Musterungen der Mannschaft des Domkapitels einfinden. Da das Kloster auf den Schutz angewiesen war und der Bischof am l\u00e4ngeren Hebel sa\u00df, musste die \u00c4btissin sehr oft notgedrungen auf die Forderungen eingehen.<\/p>\n<p>\u00c4btissin Susanna verstarb am 13. Januar 1624. Sie wurde ihrem Wunsch gem\u00e4\u00df nicht in einem bevorzugten grab bei den \u00c4btissinnen bestattet, sondern auf dem normalen Friedhof der Klosterfrauen.<\/p>\n<p>Zu ihrer Nachfolgerin wurde Appollonia W\u00f6rl am22. Januar 1624 gew\u00e4hlt. Sie war eine Baderstochter aus Bruck bei F\u00fcrstenfeld. Bei ihrer Wahl lebten 28 Nonnen und 7 Laienschwestern im Kloster. Wirtschaftlich&#160; hatte die verstorbene <\/p>\n<p>\u00c4btissin das Kloster in bestem Zustand hinterlasse,<\/p>\n<p>Zwar herrschte schon seit 1618 Krieg, aber Schwaben war davon bisher verschont geblieben. Die \u00c4btissin lie\u00df die neue Kirche in Violau mit einem Turm versehen. In Altenm\u00fcnster wurde die Pfarrkirche vergr\u00f6\u00dfert.<\/p>\n<p>In Dietkirch lie\u00df sie einen neuen Pfarrstadel bauen. In Gessertshausen wurde f\u00fcr Tagl\u00f6hner und Holzacker ein Ziegelhaus gebaut. Der Bach, der durchs Kloster lief wurde eingefasst und neu gedeckt.<\/p>\n<p>1629 verlor das Kloster wegen einer Viehseuche die H\u00e4lfte ihrer Schafe und b\u00fcsste auch viel Hornvieh ein. Aber nun kam der Krieg auch in Schwaben an.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/220px-Hw-wallenstein.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"220px-Hw-wallenstein\" style=\"border-left-width: 0px; border-right-width: 0px; background-image: none; border-bottom-width: 0px; padding-top: 0px; padding-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px; border-top-width: 0px\" border=\"0\" alt=\"220px-Hw-wallenstein\" src=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/220px-Hw-wallenstein_thumb.jpg\" width=\"144\" height=\"244\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/220px-Bernhard_of_Saxe-Weimar.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"220px-Bernhard_of_Saxe-Weimar\" style=\"border-left-width: 0px; border-right-width: 0px; background-image: none; border-bottom-width: 0px; padding-top: 0px; padding-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px; border-top-width: 0px\" border=\"0\" alt=\"220px-Bernhard_of_Saxe-Weimar\" src=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/220px-Bernhard_of_Saxe-Weimar_thumb.jpg\" width=\"163\" height=\"244\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/220px-Gustav_II_of_Sweden.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"220px-Gustav_II_of_Sweden\" style=\"border-left-width: 0px; border-right-width: 0px; background-image: none; border-bottom-width: 0px; padding-top: 0px; padding-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px; border-top-width: 0px\" border=\"0\" alt=\"220px-Gustav_II_of_Sweden\" src=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/220px-Gustav_II_of_Sweden_thumb.jpg\" width=\"179\" height=\"244\" \/><\/a><\/p>\n<p>1630 hatten die Schweden in den Krieg eingegriffen. Im Fr\u00fchjahr 1632 hatten die Schweden N\u00fcrnberg und dann Donauw\u00f6rth eingenommen. Viel zu sp\u00e4t, und ohne ausreichende Vorbereitung machte sich der Konvent nun<\/p>\n<p>in der Karwoche 1632 auf die Flucht. Nur die Klosterdokumente, das beste Silbergeschirr, Getreide und Wein, was in der Eile halt auf die Wagen gepackt werden konnte, wurde mitgenommen. Einige Kostbarkeiten waren <\/p>\n<p>vorher eingemauert worden. Das ging aber sp\u00e4ter trotzdem verloren. Der Konvent floh \u00fcber F\u00fcssen, Reutte, weiter nach Stams und kam dann schlie\u00dflich weiter nach Hall.Der B\u00fcrgermeister von Hall, Balthasar Staudacher<\/p>\n<p>vermittelte die Klosterfrauen weiter. In dem zum k\u00f6niglichen Frauenstift geh\u00f6renden Schloss Thurnfeld bei Hall kamen sie gut unter und wurden bestens aufgenommen. Von ihrem Heimatkloster bekamen sie aber nur schlechte<\/p>\n<p>Nachrichten. Die zur\u00fcckgelassen Dienstleute flohen, als die Schweden anr\u00fcckten. Sigmund von Schlammersdorf war schon 1610 im Heer der Union. im Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg war er seit den ersten Kriegstagen dabei.<\/p>\n<p>Ende 1830 trat er in schwedische Dienste. 1632 erhielt er von den Schweden Obersch\u00f6nenfeld, das er auspl\u00fcnderte. Die Beute lie\u00df er nach Augsburg schaffen. Als er abzog, lie\u00df er nur die nackten Mauern zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Diese Nachrichten aus der Heimat waren zuviel f\u00fcr die \u00c4btissin. Sie fiel in eine gef\u00e4hrliche Krankheit und starb am 8. August 1633 in Thurnfeld. Schon vorher waren zwei Schwestern verstorben.<\/p>\n<p>Auch Abt Johann von Kaisersheim befand sich im Exil. Er hatte Abt Paulus Gay (1631-1638)vom Kloster Stams zur Leitung der \u00c4btissinnenwahl beauftragt. Stams war ja ebenfalls ein Zisterzienserkloster.<\/p>\n<p>Am 17. August 1633 wurde Maria Elisabeth Herold zur neuen \u00c4btissin gew\u00e4hlt. Sie war die Tochter des deutschmeisterischen Rat und Advokaten des Reichskammergerichts Johann Jakob Herold in Ellingen.<\/p>\n<p>Schon mit elf Jahren war sie als sogenannte Schultochter ins Kloster Obersch\u00f6nenfeld gekommen.<\/p>\n<p>Die Schlacht bei N\u00f6rdlingen am 6. September 1634 ging f\u00fcr die f\u00fcr die Schweden und ihre protestantischen deutschen Verb\u00fcndeten unter Bernhard von Sachsen Weimar und Graf Horn verloren. Die Schweden<\/p>\n<p>zogen sich darauf komplett aus S\u00fcddeutschland zur\u00fcck. Die Stadt Augsburg war ebenfalls wieder in die H\u00e4nde der Kaiserlichen gekommen.<\/p>\n<p>Daraufhin entschloss sich die \u00c4btissin nach Obersch\u00f6nenfeld zur\u00fcckzukehren. Sie lieh bei dem Augsburger Kaufherren Georg Fargeth, der sich ebenfalls im Exil in Hall befand 4300 Gulden und verschrieb ihm daf\u00fcr aus den<\/p>\n<p>Eink\u00fcnften des Klosters Getreide und Holz. 1635 kehrte sie mit einigen Schwester \u00fcber M\u00fcnchen nach Augsburg zur\u00fcck. Dort blieben sie noch einige Tage im Kloster St. Ursula, um dann in ihr Heimatkloster zur\u00fcckzukehren.<\/p>\n<p>Das aber war nur noch ein w\u00fcster Steinhaufen. Unter gr\u00f6\u00dfter M\u00fche richteten sie das zerst\u00f6rte Kloster allm\u00e4hlich wieder her. Dort lebten sie in bitter Armut und konnten oft ihren Hunger nicht stillen. Einen Teil der verbliebenen<\/p>\n<p>Schwestern schickte sie in weniger schwer getroffene Kl\u00f6ster oder zu Verwandten. 9 harte Jahre verbrachten die verbliebenen 4 Schwestern in Obersch\u00f6nenfeld. Trotz dieser extremen \u00e4u\u00dferen Bedingungen begann sie mit der Sichtung<\/p>\n<p>der Archivalien und begann die Klosterchronik zu schreiben. 480 handgeschriebene Seiten umfasste sie und die Arbeit zog sich bis mindestens 1643 hin. Zwischen 1644 und 1645 mussten sie mehrmals nach Augsburg fl\u00fcchten<\/p>\n<p>und ihr weniges Eigentum in Sicherheit bringen. 1646 bis 1648 kehrten schwedische und franz\u00f6sische Truppen wieder nach Schwaben zur\u00fcck. Auch Augsburg wurde wieder belagert. \u00c4btissin Maria Elisabeth wollte sich wieder unter den Schutz der Stadt Augsburg stellen, was der Rat der Stadt jedoch ablehnte. Da die Lage in und um Obersch\u00f6nenfeld nicht mehr sicher war, ging die \u00c4btissin erneut ins Exil, zun\u00e4chst in das kleine Kloster Thalbach bei Bregenz, danach kam sie im Kloster Muri unter.<\/p>\n<p>Am 29. November 1649 kam die \u00c4btissin endg\u00fcltig aus dem Exil zur\u00fcck. Die finanziellen Verh\u00e4ltnisse des Konvents besserten sich ganz allm\u00e4hlich. Auch Visitationen fanden wieder statt. Generalabt Claude Vaussin (1645-1670) visitierte 1654<\/p>\n<p>das Kloster und befand den geistigen Zustand als vortrefflich.<\/p>\n<p>\u00c4btissin Maria Elisabeth starb am 27. Mai 1657 nach einer harten und leidensvollen Regierungszeit.<\/p>\n<p>Dann wurde Anna Maria Weinhart zur Nachfolgerin von Maria Elisabeth gew\u00e4hlt. Sie war die Tochter des Augsburger Juristen Dr. Leonhard Weinhart. Sie hatte als Novizin die Flucht nach Tirol miterlebt.Ihre Wahl fand am 8. Juni 1657 statt,<\/p>\n<p>die Weihe und Amtseinsetzung zur \u00c4btissin wurde am 17. September von Abt Georg&#160; IV. M\u00fcller (1637-1667) aus Kaisheim vollzogen. Bei ihrem Amtsantritt waren 16 Nonnen, 3 Novizinnen und 5 Laienschwestern im Kloster. Es befand sich zwar mittlerweile ein <\/p>\n<p>wenig Barschaft, n\u00e4mlich 28 Gulden im Kloster. Aber nach den schweren vorausgegangenen Kriegszeiten waren vor allem die Altlasten abzutragen. So musste w\u00f6chentlich eine Fuhre Holz und Getreide nach Augsburg gebracht werden,<\/p>\n<p>um die Zinsen des Darlehens zu bedienen, das Maria Elisabeth noch in Tirol aufgenommen hatte. Viele im Krieg zerst\u00f6rte Geb\u00e4ude mussten wieder hergestellt werden, damit sie noch gerettet werden konnten. Der Hof in Scheppach wurde v\u00f6llig neu <\/p>\n<p>gebaut, die Kirche von Violau wurde mit Eisenstangen unterzogen, weil das Gem\u00e4uer sich als nicht dauerhaft erwiesen hatte. Der im Krieg zerst\u00f6rte Turm wurde h\u00f6her gebaut und mit Kreuz und Kuppel versehen. An der Pfisterei wurde gebaut und die Schmiede<\/p>\n<p>wurde wieder neu hergestellt. Trotz dieser Lasten konnte das Kloster seinen G\u00fcterbesitz sogar noch mehren. Kaiser Leopold verlieh dem Kloster einen Bezirk in dem der zur Markgrafschaft Burgau geh\u00f6renden Hochforst und die Jagd darin <\/p>\n<p>gegen eine j\u00e4hrliche Abgabe von 60 Gulden an das Amt Burgau. Es ging streng und arm zu im Kloster Obersch\u00f6nenfeld. In den ersten Amtsjahren von Anna Maria konnte kein Wein gereicht werden. Erst als der Vater einer Konventualin,<\/p>\n<p>Sebastian Pott, Kanzler in Morgenthal, dem Kloster zu seinen Lebzeiten j\u00e4hrlich zwei Fuder Wein schenkte (das Fuder in der Markgrafschaft Baden war 1500 Liter) und nach seinem Ableben \u00fcber eine reichliche Erbschaft zehn Fuder vermachte,<\/p>\n<p>konnten die Klosterfrauen noch 5 Jahre Wein trinken. F\u00fcr Violau spendete eine Hauptmannsfrau, die sich einige Zeit im Kloster ausgehalten hatte, spendete das Geld zum Guss von drei Glocken f\u00fcr die Wallfahrtskirche Violau.<\/p>\n<p>Die \u00c4btissin verstarb nach 28 Regierungsjahren&#160; am 1. Mai 1685.<\/p>\n<p>Die Abtei lie\u00df die Verstorben in aller Stille beerdigen, damit der Todesfall nicht vorzeitig publik wurde, um zu vermeiden, dass der F\u00fcrstbischof von Augsburg f\u00fcr die Zeit der Erledigung der Abtei einen hochstiftischen Kastellan, also einen<\/p>\n<p>Aufsichtsbeamten \u00fcber die Abtei einsetzte, was nach den Schirmrechten m\u00f6glich gewesen w\u00e4re. Der Kaisheimer Abt Elias G\u00f6tz (1681-1696) wurde schnellstens zur Beerdigung von Anna Maria und zur Neuwahl einer \u00c4btissin herbeigerufen.<\/p>\n<p>diese fand am 5. Mai 1885 am Tag nach der Beerdigung statt. Gew\u00e4hlt wurde die bisherige Subpriorin und Novizenmeisterin Maria Hildegardis Meixner. Der Generalabt von Citeaux Johann w\u00fcnschte der neuen \u00c4btissin in einem Schreiben<\/p>\n<p>Gl\u00fcck und Segen f\u00fcr ihr Amt, w\u00e4hrend der Augsburger Bischof Johann Christoph von Freyberg (1666-1690) sich ziemlich verschnupft zeigte und sich bitter beschwerte, dass die Wahl ohne sein Wissen stattgefunden hatte.<\/p>\n<p>Sie war die Tochter&#160; des Augsburger Weinzahlers und Aufschl\u00e4ger Hans Georg Meixner (Beamter, der Abgaben auf den Wein aufschl\u00e4gt).<\/p>\n<p>Nur 70 Jahre nach der Flucht nach Tirol wurde das Kloster wieder von Kriegsfolgen betroffen. Der spanische Erbfolgekrieg von 1701-1714 hatte auch Bayern stark betroffen. Der bayrische Kurf\u00fcrst Max Emanuel war 1703 auf die Seite Frankreichs <\/p>\n<p>\u00fcbergetreten. In den Jahren 1703 und 1704 fanden die Kampfhandlungen vor allem in Bayrisch-Schwaben statt. Die entscheidende Schlacht gewann&#160; das Heer mit kaiserlichen Truppen und Truppen des Reichsheers unter F\u00fchrung des Duke of<\/p>\n<p>Marlborugh John Churchill \u2013ein Vorfahr von Winston Chruchill-, Herz Eugen von Savoyen und Markgraf Ludwig von Baden (\u201cT\u00fcrkenlouis\u201d) gegen die vereinigten Truppen von Frankreich und Bayern unter Marschall Tallard und Max Emanuel.<\/p>\n<p>Das war die 2. Schlacht von H\u00f6chst\u00e4dt am 13. August 1704. Die erste Schlacht bei H\u00f6chst\u00e4dt ein knappes Jahr zuvor, n\u00e4mlich am 20. September 1703 hatten die Franzosen gewonnen. H\u00f6chst\u00e4dt ist von Obersch\u00f6nenfeld&#160; etwas mehr als 40 Kilometer<\/p>\n<p>entfernt. In der ersten Schlacht k\u00e4mpften rund 30.000 Soldaten gegeneinander. In der zweiten Schlacht&#160; waren allein 50.000 Mann auf Seiten der kaiserlichen Truppen und denen des Reichsheeres.<\/p>\n<p>Diese K\u00e4mpfe praktisch \u201cvor der Haust\u00fcr\u201d zogen nat\u00fcrlich auch das Kloster in Mitleidenschaft. Im September lagerten 4000 Mann bayrischer Truppen bei Gessertshausen. Gefordert wurden zun\u00e4chst eine unverz\u00fcgliche Liefrung von Bier und Brot ins<\/p>\n<p>Lager. Dies wurde schnell geliefert. Der Beichtvater des Klosters P. Columban Mayr begab sich sofort zum bayrischen Oberkommandierenden Graf von Arco. Nach F\u00fcrbitten blieb das Kloster zun\u00e4chst unbel\u00e4stigt. Im September 1703<\/p>\n<p>nahmen Reichstruppen \u00fcberraschend das neutrale Augsburg ein. Marodierende kaiserliche Truppen \u00fcberfielen und zerst\u00f6rten Scheppach und den Oberhof. In Scheppach wurde auch die Kapelle gepl\u00fcndert. Die \u00c4btissin und ihr Konvent waren<\/p>\n<p>bisher im Kloster geblieben, zumal ihnen der Abt von Kaisheim ausdr\u00fccklich untersagt hatte, ohne seinen Willen und seine Erlaubnis das Kloster zu verlassen. Der bayrische Hofkriegsrat hatte sein Ouartier in Ulm genommen und belegte<\/p>\n<p>nun das Kloster mit Lieferungen an Heu, Stroh und Holz, die es gar nicht aufbringen konnte. Die \u00c4btissin wurde mit Haft bedroht und ging nun auf Rat des bisch\u00f6flichen Generalvikars und dem Konvent nach Augsburg. Dort kamen sie im Kloster<\/p>\n<p>Maria Stern unter. Nur die bejahrte Priorin und \u00e4lteren Schwestern blieben im Kloster zur\u00fcck. Am 6. Dezember 1703 \u00fcberfielen etwa 200 franz\u00f6sische Soldaten das Kloster und v\u00f6llig gepl\u00fcndert. Nu Kirche und Archiv blieben verschont.<\/p>\n<p>Den Schwestern wurde alles genommen,was irgendwie von Wert war. Sie flohen nun nach Mindelheim. Inzwischen hatten bayrisch-franz\u00f6sische Truppen Augsburg \u00fcbergeben bekommen. Nun vereinigte sich der Konvent wieder in Augsburg.<\/p>\n<p>Maria Stern litt nun aber auch an Mangel. Der Obersch\u00f6nenfelder Hof hatte die Belagerung nicht unbeschadet \u00fcberstanden. Nun befahl der Abt dem Konvent, sich zu verteilen.Einige waren in Mindelheim geblieben,<\/p>\n<p>andere kamen bei ihren Verwandten unter. Nach der 2. Schlacht bei H\u00f6chst\u00e4dt kehrte die \u00c4btissin in das gepl\u00fcnderte Kloster zur\u00fcck. Am 18. Oktober 1704<\/p>\n<p>war der gesamte Konvent dann wieder vereint. Sofort begann man im Kloster die Kriegsfolgen zu beheben. Eine gute Verwaltung erm\u00f6glichte die Neuherstellung des Bauhofs, der St\u00e4lle und des Br\u00e4uhauses. Die Wallfahhrtskirche<\/p>\n<p>Violau hatte den Krieg zum allgemeinen Erstaunen v\u00f6llig unbeschadet \u00fcberstanden. Die Kirche bekam Reliquien des&#160; M\u00e4rtyrers Benediktus. Sie waren erst aus Rom nach Stams gebracht worden und dieses Kloster schenkte sie<\/p>\n<p>weiter an Obersch\u00f6nenfeld. Die Pr\u00e4laten von Kloster Kaisheim und Kloster Fultenbach&#160; setzten diese feierlich in die Wallfahrtskirche ein.<\/p>\n<p>\u00c4btissin Hildegardis hatte den v\u00f6lligen Neubau des Klosters geplant, erlebte diesen aber nicht mehr. Sie starb nach 22 Regierungsjahren am 24. M\u00e4rz 1722 im Alter von 73 Jahren.<\/p>\n<p align=\"center\"><a href=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/220px-Franz_Beer_von_Blaichten.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"220px-Franz_Beer_von_Blaichten\" style=\"border-top: 0px; border-right: 0px; background-image: none; border-bottom: 0px; padding-top: 0px; padding-left: 0px; border-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"220px-Franz_Beer_von_Blaichten\" src=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/220px-Franz_Beer_von_Blaichten_thumb.jpg\" width=\"194\" height=\"244\" \/><\/a><\/p>\n<p>Franz Beer erhielt den Bauauftrag. Er war Mitglied der Vorarlberger Auer Zunft und von Kaiser Karl VI. geadelt worden. es gibt kaum eine Kirche in S\u00fcddeutschland, an der er nicht beteiligt war. Er baute auch Salem und Kaisheim.<\/p>\n<p>Mitarbeiter waren wohl der Maurermeister Josef Dossenberger der \u00c4ltere und der Zimmerer Johann Georg Fertel. Die Weihe nahm der Augsburger Weihbischof Johann Jakob von Mayr am 25. Juli 1723 vor.<\/p>\n<p>\u00c4btissin Mari Viktoria Farget wurde am 17. M\u00e4rz 1722 zur neuen \u00c4btissin gew\u00e4hlt. Bei ihrer Amtseinf\u00fchrung waren 26 Schwestern und 10 Laienschwestern im Konvent. Unter ihr wurde der Kirchenbau vollendet. Aber auch in den zur Abtei<\/p>\n<p>geh\u00f6renden Gemeinden wurden Pfarrhaus und Kirchenneubauten errichtet.<\/p>\n<p>Auf Maria Viktoria folgte&#160; Maria C\u00e4cilia Wachter. Sie regierte von 1742-1767. In der Regierungszeit dieser \u00c4btissin kam auch ein Figur des Prager Jesuleins in die Abteikirche, die so ab 1754 diese zu einem vielbesuchten <\/p>\n<p>Wallfahrtsort machte.<\/p>\n<p>\u00c4btissin Maria Charitas Karrner lie\u00df die Kirche mit Alt\u00e4ren, Fresken und Stuck neu ausstatten. Joseph Magges aus Imst, der in Augsburg als K\u00fcnstler wirkte, begann mit dem Deckengem\u00e4lde in der Kirche. Nach seinem Tod \u00fcbernahm<\/p>\n<p>Johann Joseph Anton Huber, ebenfalls aus Augsburg sie Arbeit. Von ihm stammen&#160; die Fresken Flucht nach \u00c4gypten, seitlich hl. Bernhard im Speyrer Dom und mystische Umarmung Christi, Darstellung im Tempel, die Kirchenv\u00e4ter in den Zwickeln, Muttergottes und seitliche Zisterzienserbilder. Jakob Rauch aus Wessobrunn war f\u00fcr den Stuck verantwortlich.<\/p>\n<p>Die Schuldenlast f\u00fcr die&#160; Baukosten waren erst kurz vor der S\u00e4kularisation abgetragen. Charitas Karrner hatte ihr Amt nur sieben Jahre inne. Sie starb 1774.<\/p>\n<p>Die letzte \u00c4btissin wurde Maria Irmengardis Stichauer. Sie wurde am 22. Februar 1774 gew\u00e4hlt. Sie starb am 25. Februar 1803. Sie hatte klug gewirtschaftet, die Schulden waren abgetragen. Im M\u00e4rz 1803 wurde das Kloster aufgehoben.<\/p>\n<p>Die Schwestern durften jedoch auf Lebenszeit im Kloster bleiben. Schon 1819 gab es Bestrebungen, das Kloster formell wieder herzustellen. 1836 rekonstituierten die noch 5 verbliebenen Konventmitglieder das Kloster. Am 5. Juli 1836. <\/p>\n<p> genehmigte K\u00f6nig Ludwig von Bayern die Wiederherstellung. Die Geb\u00e4ude gingen allerdings erst 1899 in den Besitz des Klosters \u00fcber. Allerdings fiel nun auch die Baulast dem Kloster zu. <\/p>\n<p>1899 wurde das Kloster wieder in den Zisterzienserorden aufgenommen. 1918 wurde es zur Abtei erhoben.<\/p>\n<p>Zum Zeitpunkt des Klosterjubil\u00e4ums 1998 lebten 34 Schwestern, davon eine Novizin und 2 Kandidatinnen im Kloster. Es geh\u00f6rt heute zur Mehrerauer Kongregation einem Zusammenschluss selbstst\u00e4ndiger Zisterzierzienser kl\u00f6ster unter F\u00fchrung<\/p>\n<p>der Abtei Wettingen-Mehrerau. \u00c4btissin ist Maria Gertrud Pesch.<\/p>\n<p>Das Kloster hatte bis in die 70-ger Jahre eine 140 ha gro\u00dfe Landwirtschaft sowie einen Hof mit gro\u00dfem Viehbestand. Mangel an Arbeitskr\u00e4ften, sinkende Agrarpreise und steigende L\u00f6hne zwangen die Abtei zur Ver\u00e4nderung.<\/p>\n<p>Ackerland und Wiesen wurden verpachtet. Es war unklar, was aus den Wirtschaftsgeb\u00e4uden werden sollte. Der Bezirk Schwaben mietet die ganze Anlage an und seit 1982 ist dort das Schw\u00e4bische Volkskundemuseum untergebracht.<\/p>\n<p>Das Kloster betreibt eine Klosterb\u00e4ckerei in der das \u201cObersch\u00f6nenfelder Holzofenbrot\u201d gebacken wird und im Brotladen des Klosters verkauft wird. Das Kloster betreibt auch eine Paramentenstickerei.<\/p>\n<p align=\"center\"><a href=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/300px-Kloster_Oberschoenenfeld_Schwaben_Ansicht_West.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"300px-Kloster_Oberschoenenfeld_Schwaben_Ansicht_West\" style=\"border-top: 0px; border-right: 0px; background-image: none; border-bottom: 0px; padding-top: 0px; padding-left: 0px; border-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px\" border=\"0\" alt=\"300px-Kloster_Oberschoenenfeld_Schwaben_Ansicht_West\" src=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/300px-Kloster_Oberschoenenfeld_Schwaben_Ansicht_West_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"184\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#160; Der Sage nach verirrte sich Graf Mangold von W\u00f6rth auf der Jagd im Wald. In der Wildnis traf er einen Einsiedler, der dort in einer Klause wohnte. 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