{"id":2498,"date":"2014-08-26T16:19:15","date_gmt":"2014-08-26T16:19:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/?p=2498"},"modified":"2017-11-13T12:49:12","modified_gmt":"2017-11-13T12:49:12","slug":"kloster-weissenburg-im-speyergau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/?p=2498","title":{"rendered":"Kloster Weissenburg im Speyergau"},"content":{"rendered":"<p align=\"left\">\n<p align=\"center\"><a href=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/Unbenannt2.png\"><span style=\"font-size: medium;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; padding-top: 0px; padding-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px; border-width: 0px;\" title=\"Unbenannt\" src=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/Unbenannt_thumb2.png\" alt=\"Unbenannt\" width=\"84\" height=\"106\" border=\"0\" \/><\/span><\/a><\/p>\n<p align=\"left\">\n<p align=\"left\">\n<p align=\"left\"><span style=\"font-size: medium;\">Das Kloster Weissenburg ist um 660 gegr\u00fcndet worden. Das Jahr seiner Gr\u00fcndung ist aber nicht \u00fcberliefert\u00a0 und auch f\u00fcr den Gr\u00fcnder gibt es zwei\u00a0\u00a0 \u00dcberlieferungsstr\u00e4nge.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/span><\/p>\n<p align=\"left\"><span style=\"font-size: medium;\">Man geht heute davon aus, dass Bischof Dragobodo von Speyer der Gr\u00fcnder des Klosters im heutigen Unterelsass ist und nicht K\u00f6nig Dagobert I., der ja ebenfalls als Gr\u00fcnder \u201cgehandelt\u201d\u00a0 wird.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/span><\/p>\n<p align=\"left\"><span style=\"font-size: medium;\">Die \u00e4lteste erhalten Urkunde ist eine Todesfallschenkung am 24. Februar 661. Ein Bonifacius schenkt dem Kloster St. Peter G\u00fcter seines verstorbenen Sohnes Gundebald. Darin hei\u00dft es,<\/span><\/p>\n<p align=\"left\"><span style=\"font-size: medium;\">dass Bischof Dragobert das Kloster gebaut hat (que ipse pontifex construxit). Der Ort, in dem die G\u00fcter liegen (Gairoaldo), ist vermutlich, Gerolsheim das nordwestlich von Frankenthal ist.<\/span><\/p>\n<p align=\"left\"><span style=\"font-size: medium;\">Der zweite \u00dcberlieferungsstrang gibt Dagobert I. als Gr\u00fcnder an. Allerdings liegt dieser Annahme eine zweifellos gef\u00e4lschte Urkunde zugrunde. Die k\u00f6nigliche Gr\u00fcndung wurde vom Kloster wohl<\/span><\/p>\n<p align=\"left\"><span style=\"font-size: medium;\">vor allem angegeben, um den Status einer Reichsabtei gegen\u00fcber bisch\u00f6flichen Anspr\u00fcchen, also speyrischen Anspr\u00fcchen zu verteidigen. Das gilt dann auch vor allem f\u00fcr die Urkunde Kaiser Heinrichs.<\/span><\/p>\n<p align=\"left\"><span style=\"font-size: medium;\">Otto II. stellt dem Kloster am 25 Oktober 967 in Verona eine Urkunde aus und \u201c best\u00e4tigt dem Kloster Weissenburg unter seinem Abt Geilo \u00fcber dessen Vorsprache und die Bitte seiner M\u00f6nche gleichwie seine Vorg\u00e4nger Pippin, Ludwig und alle \u00fcbrigen die namentlich angef\u00fchrten Grenzen seiner Mark, die ihm einst der erstgenannte K\u00f6nig \u00fcbertragen hatte, und verleiht ihm die Immunit\u00e4t \u201c (Otto II. &#8211; RI II,2 n. 591) Diese Urkunde macht es wahrscheinlich,<\/span><\/p>\n<p align=\"left\"><span style=\"font-size: medium;\">dass Kloster Weissenburg w\u00e4hrend der Regierungszeit eines K\u00f6nigs Dagobert zu mindestens mit nomineller Genehmigung des K\u00f6nigs geschehen ist. (Heinrich Wagner in <\/span><span style=\"font-size: small;\">ARCHIVF\u00dcR MITTELRHEINISCHE KIRCHENGESCHICHTE NEBST BERICHTEN ZUR KIRCHLICHEN DENKMALPFLEGE IM AUFTRAG DER GESELLSCHAFT F\u00dcR MITTELRHEINISCHE KIRCHENGESCHICHTE IN VERBINDUNG MIT H. AM ERICH &#8222;M. -L. CRONE &#8222;J.M\u00d6TSCH &#8222;W. SEIBRICH R. E. SCHWERDTFEGER . W. WEBER HERAUSGEGEBEN VON FRIEDHELM J\u00dcRGENSMEIER 55. JAHRGANG 2003\u00a0 )<\/span><\/p>\n<p align=\"left\"><span style=\"font-size: medium;\">In einer Urkunde, die Heinrich IV. am 11. Februar 1102 ausstellt, wird Dagobert als Gr\u00fcnder genannt.\u00a0 Urkunde <\/span>473\u00a0 MG Diplomata Heinrich IV. \u201cHeinrich stellt anl\u00e4\u00dflich der vor ihn zu Mainz gebrachten Klage des Abtes Stephan<\/p>\n<p>von Weissenburg \u00fcber die \u00dcbergriffe der V\u00f6gte nach Vernehmung der H\u00f6rigen des\u00a0\u00a0 Klosters die Rechte des Vogtes entsprechend der Bestimmung K\u00f6nig Dagoberts fest . Speyer 1102 Februar 11 . \u201c<\/p>\n<p>Zwei fr\u00e4nkische Adelsgeschlechter, n\u00e4mlich das Geschlecht der Theodarde, dem auch Dagobert angeh\u00f6rte und das der Chrodoine bestimmte die Anfangszeit Wei\u00dfenburgs entscheidend mit. Diese Adelssippe war auch in Th\u00fcringen beg\u00fctert.<\/p>\n<p>Dazu passt, dass das Erfurter St. Peterskloster zu Beginn des 8. Jahrhunderts von Wei\u00dfenburg besiedelt worden ist. Beide Kl\u00f6ster haben mit St. Peter dasselbe Patrozinium und beide haben auch die Dagobert-Tradition gemeinsam. Nur f\u00fchrt Erfurt<\/p>\n<p>seine Anf\u00e4nge nicht auf den ersten, sondern auf den dritten Dagobert zur\u00fcck.<\/p>\n<p>In Wei\u00dfenburg wurde zun\u00e4chst die \u201cRegula mixta\u201d befolgt. Das ist eine Kombination aus der Columban-Regel und der Benedikt-Regel, so wie sie in Luxeuil gepflegt wurde. Dort hatte der sp\u00e4tere Trierer Bischof Numerian unter dem Abt Waldebert<\/p>\n<p>die Satzungen des Columban durch die Benediktregel erg\u00e4nzt. In diesem Umfeld bewegte sich auch der Speyrer Bischof Dragedo. Auch der erste bekannte Stifter f\u00fcr Kloster Wei\u00dfenburg, n\u00e4mlich der oben genannte Bonifacius, hatte Beziehungen<\/p>\n<p>zu den fr\u00e4nkischen Bisch\u00f6fen, die die Verbreitung dieser Regula mixta in den von ihnen gegr\u00fcndeten Kl\u00f6stern verfolgten.<\/p>\n<p>Um 820 begann nun Pirmin im s\u00fcdwestdeutschen Raum zu wirken. In den vom ihm gegr\u00fcndeten, bzw. reformierten Kl\u00f6stern\u00a0 f\u00fchrte er die Regel des Heiligen Benedikt ohne die Zus\u00e4tze Columbans ein. Von Kloster Hornbach aus sei er oft in Wei\u00dfenburg<\/p>\n<p>gewesen und habe den dortigen M\u00f6nchen die \u201cnorma sancti Benedicti\u201d vorgetragen. In einer Traditionsnotiz des Kloster Weissenburg, die Kaspar Zeuss in seinen Traditiones et possesionesque Wizzenburgenses Nr. 193 \u00fcberliefert, tritt ein Dekan Gerbert<\/p>\n<p>als Zeuge auf. Die Stellung des Dekan in der Konventsstruktur als zweiter nach dem Abt entspricht der Struktur, die Pirmin nach der Vermutung Hallingers (Kassius, Gorze-Kluny) eingerichtet hat. Weissenburg wurde auch schon sehr fr\u00fch in die Verbr\u00fcderung<\/p>\n<p>der Reichenau aufgenommen. Alles zusammengenommen spricht schon daf\u00fcr, dass die Pirminsche Reform, so wie die Vita Pirmins es berichtet, in Weissenburg angekommen ist.\u00a0 Auch die els\u00e4ssische Herzogsfamilie der Etichonen,\u00a0 die Pirmin bei<\/p>\n<p>seinen Reformen stark unterst\u00fctzte, begann sich nun f\u00fcr Weissenburg zu interessieren. So gibt es eine 730 Schenkung des Herzogs Liutfrieds f\u00fcr das Kloster. Bis 737 gab es viele M\u00f6nche in Weissenburg, die sich bei ihrem Eintritt ins Kloster das Zur\u00fcckbehalten<\/p>\n<p>von Eigenbesitz vorbehalten hatten. Das war aber vom 5-bis 8. Jahrhundert weitverbreitet. Hallinger nennt diese M\u00f6nche \u201cHalbkonversen\u201d. Von 737 datiert nun die letzte Nachricht von zur\u00fcckbehaltenem Eigenbesitz eines Wei\u00dfenburger M\u00f6nchs (Zeuss Nr. 241).<\/p>\n<p>Das zeigt, dass sich die Pirminsche Forderung auch nach v\u00f6lligem Eigentumsverzicht beim Eintritt ins Kloster in Wei\u00dfenburg durchgesetzt hat.<\/p>\n<p>Der fr\u00e4nkische Historiker und Theologe Kaspar Brusch schreibt 1551 seine Monasteriorum Germaniae praecipuorum ac maxime illustrium centuria prima, also seine Chronik deutscher Kl\u00f6ster, in der auch das Kloster Weissenburg abgehandelt wird. Darin<\/p>\n<p>ist auch eine \u00c4bteliste, die allerdings f\u00fcr die vor Dragobodo regierendenden \u00c4bte wohl eher fiktiv ist. Sein erster Abt ist Principius, der \u00fcbrigens auch in der Speyrer Bischofsliste unmittelbar vor Dragobodo steht.<\/p>\n<p>Die \u00c4bte Ehrwald und Ratfried werden mehrmals bei Zeuss im Zusammenhang mit Schenkungen von M\u00f6nchen bei ihrem Eintritt ins Kloster erw\u00e4hnt. \u00dcber Ratfried gibt es auch ein Urkunde, die das Landesarchiv Baden-W\u00fcrttemberg verwahrt (Bestand<\/p>\n<p>Baden-Baden Stadt, Bestellsignatur\u00a0 37. Nr. 270). Am 1. August 712 vergabt Dagobert, K\u00f6nig der Franken an Ratfried, Abt zu Weissenburg, die B\u00e4der im Oosgau. Bernhard, der in Bruschs Abtliste als \u00fcbern\u00e4chster Abt auf Dragobodo folgt, war gleichzeitig<\/p>\n<p>Bischof von Worms. In dieser Zeit mu\u00df die Verf\u00fcgungsgewalt \u00fcber das Kloster auf den K\u00f6nig \u00fcbergegangen sein. Schon ein einfacher G\u00fctertausch, den die Abtei 820 vornehmen wollte, bedurfte der ausdr\u00fccklichen Genehmigung des K\u00f6nigs. (Zeuss Nr. 69).<\/p>\n<p>Das war unter Abt Bernhard, der zugleich Bischof von Worms war. Von 743-759 war David Abt und in Personalunion Bischof von Speyer. Er nahm an der letzten bonifatianischen Reformsynode 747 in Mainz teil. Bei dieser Synode wurde Mainz Erzbistum und<\/p>\n<p>Papst Zacharias best\u00e4tigte 748, dass Mainz vor den Bist\u00fcmern Tongern,K\u00f6ln, Worms, Speyer und Utrecht den Vorrang hat. W\u00e4hrend Davids Amtszeit verstarben Pirmin in Hornbach und Philipp von Zell, der in der Di\u00f6zese Speyer als Heiliger<\/p>\n<p>verehrt wird. Auf David folgte Ermbert,\u00a0 in Personalunion Bischof in Worms. K\u00f6nig Pippin erteilt im Jahre 764 wahrscheinlich bei dem in diesem Jahr abgehaltenen Reichstag in Worms der dortigen Basilika St. Peter und Paul die Immunit\u00e4t.<\/p>\n<p>In einer Urkunde Ottos II., die am 25. Oktober 927 in Verona ausgestellt wurde (DD O II Nr. 15 S. 22-23), verleiht Otto dem Kloster Weissenburg die Immunit\u00e4t. In dieser Urkunde wird berichtet, dass auch Pippin dem Kloster die Immunit\u00e4t verliehen hatte.<\/p>\n<p>Ermbert hatte f\u00fcr das Kloster Weissenburg eine gro\u00dfe Zahl von Urkunden ausgestellt, alle bei Zeuss abgedruckt. Ermbert geh\u00f6rte auch zu den fr\u00e4nkischen Bisch\u00f6fen, die von Karl und Karlmann zur von Papst Stephan III. nach Rom einberufenen Synode<\/p>\n<p>abgeordnet wurden. Die Synode fand vom 12.-14. April 769 in der Lateranbasilika statt. Erst der \u00fcbern\u00e4chste Abt, Bischof Bernhar von Worms ist quellenm\u00e4\u00dfig wieder belegt. Er reist im Auftrage Kaiser Karls im Jahr 809 zusammen mit Abt Adelhard vom<\/p>\n<p>Kloster Corbie zur Synode nach Rom. Nicht nur Bisch\u00f6fe aus den benachbarten Di\u00f6zesen waren \u00c4bte in Weissenburg. Es ging auch umgekehrt. Basinus,der Nachfolger Davids auf dem Speyrer Bischofsstuhl, war zuvor Diakon in Weissenburg. Er ist dort<\/p>\n<p>durch zwei Traditionsnotizen belegt. (Zeuss Nr.149 und 221). Er war auch mit dem Laienbischof Milo in Trier verwandt. Auch der sp\u00e4tere Bischof Benedikt in Speyer (814-829) war zuvor M\u00f6nch in Weissenburg. Seine Teilnahme an der Synode von Mainz<\/p>\n<p>ist in Concilia aevi Karolini Teil 2 604 zu ersehen. Zu Zeiten Ermberts musste im Kloster Weissenburg eine gro\u00dfe monastische Disziplin bestanden haben. Aber auch eine kulturelle H\u00f6he l\u00e4sst sich ersehen. Um 772 schrieben Weissenburger M\u00f6nche<\/p>\n<p>den Codex Wei\u00dfenburgensis, der sich heute in Wolfenb\u00fcttel befindet.<\/p>\n<p align=\"center\"><a href=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/cod-guelf-45-p174v.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; padding-top: 0px; padding-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px; border-width: 0px;\" title=\"cod-guelf-45-p174v\" src=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/cod-guelf-45-p174v_thumb.jpg\" alt=\"cod-guelf-45-p174v\" width=\"170\" height=\"244\" border=\"0\" \/><\/a><\/p>\n<p>Als der Wormser Bischof Bernhar in Weissenburg als Abt regierte, wirkte Benedikt von Aniane als Reichsklosterreformer unter Ludwig dem Frommen. Die Aachener Reichssynode von 816 machte die benediktinische Regel f\u00fcr alle<\/p>\n<p>im Frankenreich lebenden M\u00f6nche verbindlich. Wie weit er das Kloster Weissenburg schon reformiert hat, ist angesichts der schwierigen Quellenlage nicht genau zu sagen. Aber wie Benedikt von Aniane das vorgesehen hat, hat Bernhar schon einen<\/p>\n<p>Unterabt eingesetzt. (Zeuss Nr. 171,173,177). Bernhar hatte als Nachfolger Folkwich (826-832), der aus dem Weissenburger Konvent stammte, designiert. Der Kaiser best\u00e4tigte diesen in Worms und Weissenburg.\u00a0 Auch der Weissenburger Konvent<\/p>\n<p>hie\u00df diese Wahl gut. Unter ihm gibt es einen (Unter-)Abt Ratfried (Zeuss Nr. 51). Nun gibt es auch einen Praepositus, der als zweiter nach dem Abt an der Spitze der Br\u00fcder steht. (Zeuss 172). Das entspricht dem neuen Regelverst\u00e4ndnis, der<\/p>\n<p>diesem den Vorzug vor dem Dekan als durch die Benediktregel vorgesehenen h\u00f6chstem Klosteramt gegeben hat. Auch die karolingische Klostergesetzgebung scheint sich in dieser Zeit in Weissenburg voll durchgesetzt zu haben.<\/p>\n<p>830 sind im Kloster erstmals V\u00f6gte erw\u00e4hnt. Diese Einrichtung hatte schon Karl der Gro\u00dfe schon als obligatorisch erkl\u00e4rt. Der erste, der namentlich genannt wird,\u00a0 ist ein Gebold (Zeuss 198,251).<\/p>\n<p>833 bis 839 war Grimald Abt von Weissenburg.Er war erst an der Klosterschule in Reichenau. Ab 824 war er an der Hofkapelle Ludwigs t\u00e4tig. 833 bekam er die Abtei Weissenburg \u00fcbertragen. Ab demselben Jahr war er auch Kanzler unter Ludwig dem Deutschen.<\/p>\n<p>\u00dcber seine erste T\u00e4tigkeit wird im Weissenburger Klosterbuch nur gesagt, dass er nach einem Klosterbrand die Kirche wieder gr\u00f6\u00dfer aufgebaut hatte. (Mooyer Nekrologium des Kloster Wei\u00dfenburg in Archiv des Historischen Vereins f\u00fcr<\/p>\n<p>Unterfranken und Aschaffenburg, Nr. 13. S. 53). Auch wissen wir, dass er ein Privileg f\u00fcr das Kloster erwarb.\u201cbest\u00e4tigt dem kloster Weissenburg auf bitte des abts Grimold die von seinem vorg\u00e4nger Dagobert (M. G. DD. Merov. 41 vgl. Zeuss Trad. 266 no 278) geschenkten und dann an k\u00f6nigliche vasallen zu lehen gegebenen warmen b\u00e4der im Ufgau. \u201c ( Ludwig der Deutsche &#8211; RI I n. 1417 ) Ludwig schenkte Grimald auch G\u00fcter in Oberschwaben, wie sein Sohn Ludwig der Deutsche in einer am 30.September 835 in Worms ausgestellten Urkunde . &#8222;<span style=\"color: #000000; text-transform: none; text-indent: -14.4px; letter-spacing: normal; font-family: Verdana, Arial, Helvetica, 'Sans serif', sans-serif; font-size: 14.4px; font-style: normal; font-weight: 400; word-spacing: 0px; float: none; display: inline !important; white-space: normal; orphans: 2; widows: 2; background-color: #ffffff; font-variant-ligatures: normal; font-variant-caps: normal; -webkit-text-stroke-width: 0px; text-decoration-style: initial; text-decoration-color: initial;\">best\u00e4tigt\u00a0<\/span><span class=\"gesperrt\" style=\"color: #000000; text-transform: none; text-indent: -14.4px; letter-spacing: normal; font-family: Verdana, Arial, Helvetica, 'Sans serif', sans-serif; font-size: 14.4px; font-style: normal; font-weight: 400; word-spacing: 0px; white-space: normal; orphans: 2; widows: 2; background-color: #ffffff; font-variant-ligatures: normal; font-variant-caps: normal; -webkit-text-stroke-width: 0px; text-decoration-style: initial; text-decoration-color: initial;\">abt Grimald<\/span><span style=\"color: #000000; text-transform: none; text-indent: -14.4px; letter-spacing: normal; font-family: Verdana, Arial, Helvetica, 'Sans serif', sans-serif; font-size: 14.4px; font-style: normal; font-weight: 400; word-spacing: 0px; float: none; display: inline !important; white-space: normal; orphans: 2; widows: 2; background-color: #ffffff; font-variant-ligatures: normal; font-variant-caps: normal; -webkit-text-stroke-width: 0px; text-decoration-style: initial; text-decoration-color: initial;\">, seinem obersten kanzler, laut der vorgelegten schenkungsurkunde seines vaters k. Ludwig (deperd.) den von diesem \u00fcbertragenen besitz in den villen Altheim, Riedlingen, Waldhausen und Ostheim im Apphagau in Alamannien als freies eigen.\u00a0<\/span><\/p>\n<p>(Regesta Imperii, I,1, Karolinger Regesten 751-918, Nr. 1351) Sonst wissen wir nichts \u00fcber das Wirken Grimalds in Weissenburg.<\/p>\n<p>Diese Schenkung war wohl Anlass f\u00fcr den Erwerb weiterer Besitzungen im f\u00fcr Weissenburg doch weit entfernten Oberschwaben. Diese werden in den\u00a0Traditiones et possesionesque Wizzenburgenses Nr. 27 Waldsee, 28 Reute,\u00a0 30 Holtzheim (= Oberholzheim bei Laupheim) 31 Baustetten und 32 Laupheim genannt. Dass Kloster Weissenburg tats\u00e4chlich Besitzungen in Oberschwaben hatte, die sonst unbekannt sind sprechen neben der Erw\u00e4hnung der Hunneneinf\u00e4lle auch das Patrozinium Peter und Paul. Die Weissenburger Klosterheiligen sind auch in Laupheim, Oberholzheim, Reute und Waldsee zu finden. F\u00fcr diese oberschw\u00e4bischen Orte ist die Nennung in den Tradiriones vom Jahr 926 auch die erste urkundliche Erw\u00e4hnung. Nur Laupheim wurde in einer St. Gallener Urkunde schon 778 genannt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nach innerdynastischen Auseinandersetzungen unter den Karolingern setzte Ludwig der Fromme Grimald als Weissenburger Abt 839 ab und \u00fcbergab die Abtei an Erzbischof Otgar von Mainz. Es war der erste Bischof, der nicht mehr aus dem Kreis der Bonifatiussch\u00fcler hervorging. Er stammte aus dem Kreis der\u00a0 Reformer um Ludwig dem Frommen. Er stand in enger Verbindung zur Reichenau. Als Mainzer Erzbischof unterst\u00fctze er auch Einhard, den Biographen Karls,\u00a0 beim Ausbau seiner Abtei Seligenstadt.<\/p>\n<p>Unter Otgar war nach wie der seit 819 bezeugte Unterabt Gerhoh t\u00e4tig. Grimald war aber von Ludwig dem Deutschen schon 841 als Abt in St. Gallen eingesetzt worden. Als Otgar 847 starb, wurde Grimald wieder als Abt in Weissenburg eingesetzt. Au\u00dferdem war<\/p>\n<p>er dann auch noch Abt eines dritten Klosters, wahrscheinlich Ellwangen. 870 zog sich Grimald von allen \u00c4mtern , er war ja auch noch Erzkaplan, nach St. Gallen zur\u00fcck, wo er 872 starb.<\/p>\n<p>Die ber\u00fchmteste Pers\u00f6nlichkeit aus dem fr\u00fchen Kloster war Otfrid. Er ist wohl in den 20-iger Jahren des 9. Jahrhunderts geboren und wurde schon als Kind als puer oblatus nach Weissenburg gegeben. Er wurde sp\u00e4ter M\u00f6nch und Priester im Kloster.<\/p>\n<p>Seine Priesterweihe erhielt er um 830. Er war auch einige Zeit im Kloster Fulda, wo Rabanus Maurus Abt war und immer noch an der ber\u00fchmten Klosterschule unterrichtete. Er lehrte dort vor allem die zu der Zeit bl\u00fchende Praxis der allegorischen Bibelauslegung.<\/p>\n<p>Nach Otfrids Zeit in Fulda war er m\u00f6glicherweise eine Zeit Schreiber in der Hofkapelle K\u00f6nig Ludwigs. In Weissenburg wirkte er als Schreiber, Lehrer und Bibliothekar. Er ist dort ab etwa 845 nachweisbar (z.B. Zeuss 204). Die Bibliothek nahm in den folgenden<\/p>\n<p>zwei Jahrzehnten einen beachtlichen Aufschwung, was nach dem Urteil der Forschung vor allem Otfrid zu verdanken ist. Sicher hatte auch Grimald in seiner zweiten Abtszeit seinen Anteil daran. Er war ja auch Abt von St. Gallen und die Sankt Gallener<\/p>\n<p>Bibliothek hatte in der Regierungszeit Grimalds einen gro\u00dfen Zuwachs erlebt. Aus Fulda und Mainz kamen exegetische Werke vor allem von Raban nach Weissenburg. Und dann hat er selbst viel beigetragen. Acht oder neun Handschriften<\/p>\n<p>gehen wohl auf ihn zur\u00fcck. Sein Hauptwerk ist das Evangelienbuch. Otfrid hat einen wichtigen Beitrag zur althochdeutschen Literatur geleistet. Das Evangelienbuch ist die erste Gro\u00dfdichtung in deutscher Sprache. Otfrid hat eine Versform<\/p>\n<p>entwickelt, die f\u00fcr die deutsche Dichtung des Mittelalters bestimmend wird und der deutsche Standardvers bleibt. Er schreibt eine Literaturtheorie mit dem erkl\u00e4rten Ziel,die fr\u00e4nkisch-deutsche Literatursprache zu etablieren.<\/p>\n<p>Zu seinen weiteren Handschriftenz\u00e4hlen\u00a0 Bibelhandschriften mit lateinischen Kommentierungen Otfrids zu den B\u00fcchern Jesaja, Jeremia, den Zw\u00f6lfprophetenb\u00fcchern, den Evangelien, der Offenbarung des Johannes und der Apostelgeschichte.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem hat er deutsche Worterkl\u00e4rungen zu einem Grammatikbuch f\u00fcr den Unterricht geschrieben. Sein Evangelienbuch widmete er K\u00f6nig Ludwig dem Deutschen, Erzbischof Liutbert von Mainz, sozusagen seinem Dienstherrn und Bischof<\/p>\n<p>Salomo von Konstanz, der ja in der Zeit von Otfrids Aufenthalt M\u00f6nch und Lehrer an der Klosterschule Fulda war und ihn dort auch unterrichtet hatte. Die Daten seiner Adressaten geben auch einen zeitlichen Rahmen f\u00fcr den Abschluss<\/p>\n<p>des Evangelienbuchs. Liutbert trat sein Amt in Mainz 863 an und Bischof Salomo starb 871. In dieser Zeitspanne muss also das Evangelienbuch, die umfangreichste Dichtung der Karolingerzeit, entstanden sein.<\/p>\n<p align=\"center\"><a href=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/Otfrid.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; padding-top: 0px; padding-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px; border-width: 0px;\" title=\"Otfrid\" src=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/Otfrid_thumb.png\" alt=\"Otfrid\" width=\"162\" height=\"244\" border=\"0\" \/><\/a><\/p>\n<p>950 besuchte Otto I. Kloster Weissenburg, wohl von Speyer aus. Am 26. Februar stellt er eine Urkunde f\u00fcr das Kloster aus \u201crestituirt dem kloster Weissenburg um der daselbst von ihm angerufenen f\u00fcrbitte der h. Petrus und Paulus willen (184a) auf bitte seiner tochter Luitgard und seines bruders Brun die durch verlehnung seit lange widerrechtlich entzogenen zinsleute und verbietet deren fernere entfremdung\u201d.(Otto I. &#8211; RI II,1 n. 185)<\/p>\n<p>Das war kurz vor der Zeit von Adalbert, der ab 966 Abt in Weissenburg wurde. Er ist um 910 in Lothringen geboren. Um 958 trat er in das Reformkloster St. Maximin in Trier ein. Als\u00a0 Gro\u00dff\u00fcrstin Olga von Kiew Otto I. um Missionare<\/p>\n<p>bat, wurde Adalbert auf Rat des Erzbischof Wilhelm von Mainz 961 als Missionsbischof nach Russland geschickt. Das Unternehmen verlief nicht sehr gl\u00fccklich. Adalbert entrann nur knapp dem Tode und kam schon 962 wieder zur\u00fcck. Er war dann<\/p>\n<p>in der Kanzlei Ottos II. t\u00e4tig. 966 setzte ihn Otto I. als Abt in Weissenburg ein. 968 ernannte ihn Otto auf der Synode von Ravenna zum 1. Erzbischof von Magdeburg. Er blieb aber Abt von Weissenburg. In seinen ersten beiden Jahren als Weissenburger<\/p>\n<p>Abt setzte er die Chronik Reginos von Pr\u00fcm fort. Reginos Chronik hatte mit dem Jahr 908 geendet. Otto schenkte der Kirche des Heiligen Moriz zu Magdeburg das Kloster Weissenburg\u00a0 mit dem Vorbehalt des Rechtes der freien Wahl f\u00fcr die M\u00f6nche (DO I, 365).<\/p>\n<p>In dieser Urkunde wird auf die K\u00f6nigsunmittelbarkeit Bezug genommen \u201cnostro juri propria\u201d<\/p>\n<p>973 erbittet dann Adalbert f\u00fcr seine Abtei die neuerliche Gleichstellung in ihrer \u201clibertas\u201d mit den Kl\u00f6stern Fulda, Reichenau und Pr\u00fcm. Otto II. best\u00e4tigt dies mit der Urkunde ausgestellt am 27. Juni 973 in Worms.<\/p>\n<p>Adalbert verstarb 981.<\/p>\n<p>Auf Adalbert folgte Sandrad. 963 wird er als Cellerar von Kloster St. Maximin in Trier erw\u00e4hnt. Er hatte enge Kontakte zum ottonischen Kaiserhaus und visitierte in seinem Auftrag das Kloster Sankt Gallen. Er war auch der Beichtvater von Kaiserin Adelheid.<\/p>\n<p>Er hatte ma\u00dfgeblichen Anteil an der Gr\u00fcndung des Gladbacher Klosters St. Vitus. Ab 979 war er Abt von Ellwangen und 981 soll er auf F\u00fcrsprache Kaiserin Adelheids die Abtei Weissenburg erhalten haben. In seiner Regierungszeit fand der sogenannte \u201cSalische Kirchenraub\u201d statt. Es war kein eigentlicher Raub, sondern eine von Kaiser und F\u00fchrungselite abgesegnete Besitzumverteilung. Leidtragende war aber die Abtei Weissenburg. Herzog Otto, der aus dem Geschlecht der Salier stammte, hatte zugunsten des<\/p>\n<p>Luitpoldinger Heinrich das Herzogtum K\u00e4rnten abtreten m\u00fcssen. Otto fiel nun in Weissenburg ein. Wahrscheinlich wurde das Kloster gezwungen, einen Teil seiner Besitzungen an Otto als Lehen zu vergeben. Das Kloster sah das als Raub an, die F\u00fchrungselite<\/p>\n<p>als\u00a0 gerechtfertigte Umverteilung von Reichsgut. 985 kehrte Sandrad in das Kloster St. Vitus in Gladbach zur\u00fcck. Es ist durchaus m\u00f6glich, dass dies im Zuge des \u201cKirchenraubs\u201d geschah.<\/p>\n<p>In der \u00c4bteliste von Brusch ist von 1002-1032 Abt Luithard verzeichnet, mit dem Vermerk das 1004 das Kloster abbrannte. Er bekommt von Kaiser Heinrich am 15. Januar 1003 die von Pippin erteilte Immunit\u00e4t best\u00e4tigt siehe Heinrich II. &#8211; RI II,4 n. 1526<\/p>\n<p>Abt Arnold ist wieder klarer fassbar. Arnold von Falkenberg ist 1038 Abt von Weissenburg und Propst in Limburg. 1051 wurde er Abt von Corvey und wechselte 1053 nach Lorsch, vor er 1054 Bischof in Speyer (bis 1056) wurde.<\/p>\n<p>Samuel, der n\u00e4chste Abt,\u00a0 ist erstmals in einer Urkunde\u00a0 als Teilnehmer als eines F\u00fcrstengerichts unter Heinrich III. nachgewiesen und zwar vom 30. Juni 1056 (MGH\u00a0 H III <abbr>Nr.<\/abbr> 372 B)Hier wurde \u00fcber Rechte von St. Maximin in Trier verhandelt.<\/p>\n<p>Er sorgte f\u00fcr die wirtschaftliche Konsolidierung der Abtei. Er k\u00fcmmerte sich auch um den Ausbau und die Ausstattung der Abtei. Er lie\u00df den heute noch bestehenden romanischen Turm der Klosterkirche errichten (laut Bauinschrift).<\/p>\n<p>Auch lie\u00df er die Abtskapelle St. Willibrord, die sogenannte Peter und Paulskapelle erbauen.<\/p>\n<p>Die Eink\u00fcnfte der Abtei sicherte er durch genaue vertragliche Abmachungen. (Zeuss,\u00a0 <abbr>Nr.<\/abbr> 302, 304, 306, 307) 1067 best\u00e4tigte Heinrich IV. dem Kloster seine Mark und seine Immunit\u00e4t. (MGH H IV <abbr>Nr.<\/abbr> 195).<\/p>\n<p>Die Abtei war durch vier Festungen in allen Himmelsrichtungen gesch\u00fctzt und zwar St. Remig im Osten, in der Gegend von Steinfeld, Vier T\u00fcrme oder St. Panthaleon im S\u00fcden auf einem Bergh\u00fcgel gegen Steinselz hin gelegen,<\/p>\n<p>St. German gegen Westen und St. Paul im Norden. Nach Michael Frey\u00a0 (Versuch einer geographisch- historisch- statistischen Beschreibung\u00a0 des k\u00f6niglich bayrischen Rheinkreises, Band 1, Speyer 1836, \u00fcber Weissenburg ab Seite 461)<\/p>\n<p>soll Abt Salomon um\u00a0 1055 St. Panthaleon, St. Paul und German erbaut haben. Au\u00dferdem lie\u00df er eine\u00a0 zu klein gewordene Kirche in Niederschlettbach, heute zur Verbandgemeinde Dahn geh\u00f6rend, durch den Neubau einer<\/p>\n<p>Laurentiuskirche ersetzen. Das Patrozinium der Vorg\u00e4ngerkirche, das auch auf den Neubau \u00fcberging, l\u00e4sst darauf schlie\u00dfen, dass die erste Kirche nach 955 dem Heiligen Laurentius geweiht wurde.\u00a0 Denn Kaiser Otto hatte am Laurentiustag<\/p>\n<p>955 die Schlacht auf dem Lechfeld gewonnen. Nach diesem Sieg wurde Laurentius besonders verehrt. Die neue Kirche mit Apsidenchor war mehr als dreimal so gro\u00df wie der Vorg\u00e4ngerbau. Sie wurde am 13. Mai 1068 geweiht, wie aus einer Inschrift in der Taufkapelle hervorgeht. Die Weihe wurde von Bischof Ezzo von Osnabr\u00fcck vorgenommen, einem Bischof, der in der Slawenmission in Wagrien in Ostholstein t\u00e4tig war und der Heinrich IV. nahestand. Auch Samuel war ein treuer Gefolgsmann des Kaisers.<\/p>\n<p>Er bekam auch die Abtei Murbach und M\u00fcnster im Gregoriental \u00fcbertragen.Er war 42 Jahre Abt in Weissenburg und starb 1097. Samuels Nachfolger wird Abt Stephan. 1111 ist er auch Abt in Limburg und Klingenm\u00fcnster. In einer Urkunde von Heinrich IV.<\/p>\n<p>vom 4. M\u00e4rz 1103 in Speyer ausgestellt, in der er die Zelle St. Stephan auf dem Heiligenberg in seinen Schutz nimmt, tritt der Weissenburger Abt als Zeuge auf.(Heinrich IV. 2: 1077-1106 (DD H IV) 477).<\/p>\n<p>Noch unter den Saliern wurde die Vogtei \u00fcber Weissenburg und dem Hochstift Speyer der Familie der Staufer \u00fcbertragen. Dies geschah noch in den letzten Regierungsjahren von Herzog Friedrich I. von Schwaben (um 1050-1105). Die Vogtei verblieb bis<\/p>\n<p>unter Friedrich I. Barbarossa bei den Staufern.<\/p>\n<p>Abt Kuno tritt in einer in Speyer am 28. Januar 1229 ausgestellten Urkunde als Zeuge (Heinrich (VII). &#8211; RI V,1,2 n. 4127) In der es um einen Streit zwischen Kloster Eusserthal und seinen Bauern in Godramstein geht. Nach Frey\u00a0 regierte<\/p>\n<p>er \u201c26 Jahre sehr l\u00f6blich\u201d, starb im September 1248 und ist im Kreuzgang begraben. Abt Friedrich regierte von 1251 bis 1262 und hat nach Frey mit der Ummauerung der Stadt Weissenburg begonnen. Auf Abt Friedrich folgte<\/p>\n<p>Abt Edelin.\u00a0 Er regierte bis 1293. Er war angeblich der 45. Abt. Er hatte die Stadtbefestigung weiter gef\u00fchrt und er baute im Kloster und dessen Umgebung viel. Au\u00dferdem lie\u00df er den Grundbesitz des Klosters erfassen. Er versuchte den Verlust<\/p>\n<p>von Klosterg\u00fctern zu stoppen und verlorengegangene wieder\u00a0 zur\u00fcck zu gewinnen. Dieses Besitzverzeichnis, der Codex Edelinus, wird im Landesarchiv Speyer aufbewahrt.<\/p>\n<p>Rudolf von Habsburg war oft in Weissenburg. In seiner Regierungszeit war zum ersten Mal 1273 dort. Sein letzter Aufenthalt ist 1289 nachgewiesen. Er stellte in Weissenburg gut 20 Urkunden aus.<\/p>\n<p>Am 12. 4. 1275 eine f\u00fcr Weissenburg selbst und zwar entschied er in einer Streitsache zwischen Abt Edelin und dem Konvent einerseits und den B\u00fcrgern Weissenburgs andrerseits.<\/p>\n<p>\u201centscheidet als gekorner schiedsrichter neben dem wildgrafen Emicho und Gottfried v. Weissenburg in einer umfassenden urkunde die vielfachen zwistigkeiten zwischen Edelin abt von Weissenburg (principem nostrum) und dem convent daselbst auf der einen, und den b\u00fcrgern dieser stadt auf der andern seite, insbesondere in betreff von ungelt und weinverkauf, rathmannswahl, hauptrecht, hauptzins, buteteil, almende, waldrechte, muntad und austrag von streitigkeiten, m\u00fcnze und bann. Von abt und convent und stadt mitbesiegelt \u201c(Rudolf &#8211; RI VI,1 n. 360 ) Unter Rudolf gab es auch Streitigkeiten um rechte im Mundatwald. Ebenfalls 1275 f\u00e4llte Rudolf einen Schiedsspruch, in dem Regelungen f\u00fcr den Holzeinschlag, das Ahndungsrecht des Abtes bei<\/p>\n<p>\u00dcberschreitung der Waldordnung, das Einsetzen der Waldh\u00fcter, der Waldweide usw. festgelegt werden. (nach Landesforsten Rheinland-Pfalz zum Forsthaus Erzgrube).<\/p>\n<p>Am 17. November 1292 erkl\u00e4rt Adolf in einer Urkunde, dass ihm die B\u00fcrger von Weissenburg einen Treueid geschworen h\u00e4tten. Der Treueid gegen\u00fcber dem Abt von Weissenburg auf Grund dessen Eigenherrlichkeit d\u00fcrfe aber alle Rechte, Freiheiten,, Leute und G\u00fcter des Klosters nicht beeintr\u00e4chtigen. (Die Regesten des Kaiserreichs unter Adolf von Nassau 1292-1298, Nr.127)<\/p>\n<p>Abt Wilhelm I. war Nachfolger Edelins. Er regierte 8 Jahre. Von ihm ist urkundlich eine \u00dcbertragung der Stadt Kuppenheim \u00fcberliefert.<\/p>\n<p>\u201cAbt Wilhelm und Konvent von Wei\u00dfenburg Benediktinerordens beurkunden, dass Markgraf Friedrich von Baden ihrem Kloster seine Stadt Kuppenheim \u00fcbertragen (civitatem sive oppidum in Cupenheim ad eum iure proprietatis pertinentem nobis resignavit et \u2013 \u2013 transtulit) und von ihnen zu Lehen genommen hat. Sie geben deshalb, weil dadurch ihr Kloster schadlos gehalten ist, ihre Zustimmung zum Verkauf des Dorfes Malsch, das ihnen geh\u00f6rt hat und Lehen des Markgrafen ist, und best\u00e4tigen diesen Verkauf durch den Markgrafen an Kloster Herrenalb. (W\u00fcrttembergisches Urkundenbuch Band XI., Nr. 5131, Seite 142)<\/p>\n<p>Abt Egidius regierte von 1301-1312. Er weilte wohl auch am Kaiserhof. K\u00f6nig Albrecht hatte das Weissenburger Gerichtsstandprivileg ( es ging um die Rechtsstellung der Stadt)am 25. Juli 1310 best\u00e4tigt. Abt Egidius erhielt ein Diplom im Lager vor Brescia.<\/p>\n<p>Abt Johannes I. von Frankenstein hatte wieder eine l\u00e4ngere Regierungszeit vorzuweisen und zwar von 1322-1337. Er starb am 3. November diesen Jahres und regierte wie es bei Frey hei\u00dft \u201cl\u00f6blich\u201d. In seiner Regierungszeit gab es einen\u00a0 Vorfall, bei dem zwei Klosterherren erschlagen wurden. Dokumentiert ist das in einer Urkunde Ludwig des Bayern vom 6. August 1333. \u201cKs. Ludwig erkl\u00e4rt, da\u00df er Abt Johannes, Dekan und Konvent des Benediktinerklosters Wei\u00dfenburg [im Elsa\u00df] mit der Stadt und der B\u00fcrgerschaft von Wei\u00dfenburg wegen des Auflaufs und der Zwietracht, besonders der zwei erschlagenen Herren des Klosters und der Verletzung der Klosterfreiheit folgenderma\u00dfen <i>lieplich vnd friuntlich<\/i> verglichen hat: (1) Beide Parteien sollen wieder gute Freunde sein und sich wegen dieser Vorkommnisse <i>gegen eynander verzigen ewiclich;<\/i> (2) das Kloster hat Rudolf Boppelmann und die Stadt den .. von Fleckenstein, Deutschordenskomtur zu Wei\u00dfenburg, als Ratm\u00e4nner gestellt, denen er seinen Kanzler [Hermann von Lichtenberg, Bischof von W\u00fcrzburg,] als dritten [Mann] hinzugef\u00fcgt hat, die <i>die besserunge schichen vnd machen<\/i> sollen; den von diesen ausgesprochenen <i>bund vnd pen<\/i> sollen sie sich unterziehen; weitere, einstimmig oder mehrheitlich gefasste Beschl\u00fcsse der Ratm\u00e4nner, die ihnen urkundlich mitgeteilt werden<sup>1<\/sup>, sollen von den Parteien eingehalten werden; (3) sollte einer der Herren [des Klosters] die S\u00fchne verletzen, so haben die drei [Ratm\u00e4nner] dem Abt und seiner Partei zu sagen, was sie unverz\u00fcglich tun sollen; hingegen hat der sich widersetzende B\u00fcrger den Befehlen der Ratm\u00e4nner zu folgen; (4) sowohl Abt als auch Stadt sollen gegebenenfalls einen Ersatzmann f\u00fcr einen ausgefallenen Schiedsrichter stellen; (5) den Bau <i>der wende<\/i> soll sein Kanzler besichtigen und dar\u00fcber entscheiden. \u2014 <i>Geben [&#8230;] ze Franchenfurt an vritag vor Laurentii<\/i> 1333\u201d (Regg. Ludwig d. B. H. 4 &#8211; n. 87).<\/p>\n<p>Am 23. Juni 1330 verleiht Kaiser Ludwig Abt Johannes von Weissenburg die Regalien. \u201cKs. Ludwig (1) verleiht Johannes, Abt des Benediktinerklosters Wei\u00dfenburg [im Elsa\u00df], alle Regalien, Lehen, Temporalien, Ehren, Nutzen und Verg\u00fcnstigungen, die dem Abt und seinem Kloster aufgrund Recht oder alter Gewohnheit zustehen, (2) best\u00e4tigt alle Freiheiten, Immunit\u00e4ten, Befreiungen, Gnaden, Zugest\u00e4ndnisse, Gaben und Privilegien, die dem Empf\u00e4nger, dessen Vorg\u00e4ngern und dem Kloster von ihm und seinen Vorg\u00e4ngern im Reich verliehen wurden, und (3) gebietet allen K\u00f6nigen, Herz\u00f6gen, Markgrafen, Grafen, Baronen, Adeligen sowie allen Getreuen des Reiches, St\u00e4dten, Grafschaften, Gemeinschaften, Kollegien und jedem einzelnen unter Androhung einer P\u00f6n in H\u00f6he von 20 Pfund reinen Golds, die je zur H\u00e4lfte der kaiserlichen Kammer bzw. dem Gesch\u00e4digten zufallen soll, die Beachtung seines Privilegs.<\/p>\n<p>Das bedeutet, dass Weissenburg damit Reichsabtei war. Sie erschien auch in den Reichsmatrikeln. Das war ein Verzeichnis der<\/p>\n<p>Reichsst\u00e4nde des Heiligen R\u00f6mischen Reiches und gab an, wieviele Truppen f\u00fcr die Reichsarmee zu stellen waren. In den Reichsmatrikeln von 1422 ist die Abtei aufgef\u00fchrt. In den Reichsmatrikeln aufgef\u00fchrt zu sein, wird als Indiz f\u00fcr die<\/p>\n<p>Reichsunmittelbarkeit angesehen.<\/p>\n<p>Auch sein Nachfolger Eberhard Graf zu Saarbr\u00fccken regierte sehr lang, n\u00e4mlich 43 Jahre von 1337 bis 1381<\/p>\n<p>Ludwig der Bayer hatte ihm\u00a0 am 24. November 1339 in Speyer eine Urkunde ausgestellt,<\/p>\n<p>\u201cKs. Ludwig befiehlt den St\u00e4dten Hagenau, Selz und Landau [in der Pfalz], Abt Eberhard von Wei\u00dfenburg [im Elsa\u00df] in seinen Rechten zu sch\u00fctzen.\u201d (Ludwig &#8211; [RI VII] H. 4 n. 167) und wichtiger f\u00fcr denselben<\/p>\n<p>Tag gibt es eine Urkunde, in er Ludwig Abt Eberhard die Regalien verleiht.(abgedruckt in Sch\u00f6pflin Alsatia Diplomatica,2 S.168). Auf Eberhard folgte Hugo von Nothfelden von 1381 bis 1402. Von ihm wurde die Lehensburg St. Remy erbaut. Sie wurde im Bauernkrieg zerst\u00f6rt und heute gibt es nur noch Mauerreste am Boden bei Altenburg.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger war Johannes II, Graf zu Veldenz. Er regierte insgesamt 32 Jahre von 1402 bis zu seinem Tod im Jahr 1432. Er hatte auch am Konstanzer Konzil teilgenommen.<\/p>\n<p>Gegen Ende seiner Amtszeit erkl\u00e4rte Sigmund dem Abt Johann gegen\u00fcber, dass die Stadt Weissenburg reichsunmittelbar ist und \u201derlaubt ihr einen Stadtzoll auf Wein, Brod, Fleisch u. s. w. zu erheben.\u201d (Sigmund &#8211; RI XI,2 n. 8336)<\/p>\n<p>Schon 1354 hatte Kaiser Karl IV. \u201cden r\u00e4then und gemeinden der reichsst\u00e4dte des Elsasses Hagenau, Weissenburg, Colmar, Schletstadt, Ehenheim, Rossheim, M\u00fchlhausen, Kaisersberg, T\u00fcrkheim und M\u00fcnster, sich zusammen zu verbinden gegen m\u00e4nniglich mit ausnahme seiner, des reichs, seines landvogts und anderer seiner amtleute, sich einander zu rathen und zu helfen, wie das nun n\u00e4her in dieser wichtigen urkunde bestimmt wird\u201d (Karl IV. &#8211; RI VIII n. 1918). Das war dann der Zehnst\u00e4dtebund (Dekapolis)<\/p>\n<p>Dieser Bund wurde von einem kaiserlichen Landvogt verwaltet. .<\/p>\n<p>1423 hatte Sigmund die Landvogtei Elsass an den Kurf\u00fcrsten Ludwig Pfalzgraf am Rhein f\u00fcr 50.000 Gulden verpf\u00e4ndet.(Friedrich III. &#8211; Chmel n. 39 )<\/p>\n<p>Das ist das Szenario, in dem sich dann die \u201cWeissenburger Stiftsfehde\u201d unter dem \u00fcbern\u00e4chsten Abt abspielt.<\/p>\n<p>Auf Abt Johannes\u00a0 folgte Philipp Schenk von Erbach. Er war von 1434 bis 1467 Abt und ist im Kreuzgang bestattet. Philipp ist uns wieder urkundlich dokumentiert. Am 7. Juli 1441 best\u00e4tigt K\u00f6nig Friedrich III.\u00a0 \u201cAbt Philipp, dessen Nachfolgern sowie dem Kloster zu Wei\u00dfenburg im Elsa\u00df alle ihre von r\u00f6mischen Kaisern und K\u00f6nigen erworbenen Privilegien und Rechte.\u201d( Friedrich III. &#8211; [RI XIII] H. 17 n. 8). 4 Tage sp\u00e4ter best\u00e4tigt er dem Abt, dass er die Regalien zun\u00e4chst zwei Monate unbelehnt innehaben soll und danach von ihm empfangen soll. (Friedrich III. &#8211; [RI XIII] H. 17 n. 9). Wegen einer Streitsache mit der Stadt Weissenburg l\u00e4dt ihn Friedrich ein Jahr sp\u00e4ter zum Rechtstag nach Frankfurt. (14. Januar 1442 Friedrich III. &#8211; [RI XIII] H. 17 n. 15)Es geht hierbei wohl um eine Huldigung und Gehorsam, die die Stadt dem Abt nach seiner Meinung schulde.<\/p>\n<p>Abt Philipp war kein Ausbund an Tugend. Er hatte mehrere Kinder und verschuldete das Kloster mit \u00fcber 30.000 Gulden (Adam Walther: Vaterl\u00e4ndische Geschichte des Elsasses von der fr\u00fchesten Zeit bis<br \/>\nzur Revolution 1789, Band II, Stra\u00dfburg 1851, S.264.)<\/p>\n<p>Auf Abt Philipp folgte Jakob Freiherr von Bruck. Er regierte 4 Jahre von 1467-1472. Auch er wurde im Kreuzgang bestattet. Unter ihm war Graf Anton von Leiningen Probst in der Propstei zu den Vier T\u00fcrmen. Die Bestallungsurkunde des Abtes war noch<\/p>\n<p>nicht aus Rom eingetroffen. Da griff der pf\u00e4lzische Kurf\u00fcrst Friedrich I. der Siegreiche(1425-1476) ein. An ihn war ja die Landvogtei verpf\u00e4ndet.<\/p>\n<p align=\"center\"><a href=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/220px-Friedrich_der_Siegreiche_von_Albrecht_Altdorfer.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; padding-top: 0px; padding-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px; border-width: 0px;\" title=\"220px-Friedrich_der_Siegreiche_von_Albrecht_Altdorfer\" src=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/220px-Friedrich_der_Siegreiche_von_Albrecht_Altdorfer_thumb.jpg\" alt=\"220px-Friedrich_der_Siegreiche_von_Albrecht_Altdorfer\" width=\"180\" height=\"244\" border=\"0\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zum einen hegte er eine gro\u00dfe Abneigung gegen\u00a0 den Grafen von Leiningen-Hardenburg (siehe\u00a0 Adam Walther), den Bruder von Propst Antonius. Auch wollte er einige Burgen, die der Abtei geh\u00f6rten unter seine Kontrolle bringen.<\/p>\n<p>Am 7. Januar 1469 erschienen der Vogt von Heidelberg sowie der Vogt von Germersheim in Begleitung von Abt Jakob von Mainz und 4 M\u00f6nchen. Au\u00dferdem waren 24 Bauern vom Amt Kleeburg dabei. Diese besetzten alle Klosterpforten.<\/p>\n<p>Der Abt musste die Klostersch\u00fcssel abgeben. Auch die Schatzkammer des Klosters wurde besetzt. Die Reform des Klosters sollte praktisch erzwungen worden. Ganz so einfach ging es aber doch nicht.Der Abt berief sich auf Urkunden,<\/p>\n<p>die ihm der Pfalzgraf ausgestellt habe und ihm darin zugesagt habe,die hergebrachten Freiheiten zu sch\u00fctzen und zu schirmen. Man sagte dem Abt nun, er solle sich nach Heidelberg begeben und dort dem Grafen die Sache vortragen.<\/p>\n<p>Darauf lie\u00df sich der Abt nicht ein. Darauf bem\u00e4chtigten sich die kurpf\u00e4lzischen Beamten der Burg St. Paul, einer der vier weissenburgischen Befestigungen zum Schutz der Abtei. Die Weissenburger stellten sich allm\u00e4hlich auf Seiten des<\/p>\n<p>Abtes. Sie sahen, dass das Vorgehen des Vogtes und Kurf\u00fcrsten eigentlich nicht rechtens war. Dieser\u00a0 blieb aber weiter\u00a0 dem eingeschlagenen\u00a0 Weg. Abt und Propst entkamen. Vorher hatten sie noch Wertsachen und Urkunden auf Burg<\/p>\n<p>Drachenfels bringen lassen k\u00f6nnen. Das Entkommen der beiden lag nicht im Plan des Kurf\u00fcrsten. Den er wollte sie eigentlich zur Resignation zwingen. Die Feindseligkeiten setzten ihn aber der Gefahr aus, mit kirchlichem Bann belegt zu werden.<\/p>\n<p>Es kam zu allgemeinen Unruhen. Die zehn Reichsst\u00e4dte hatten sich mittlerweile auf Betreiben Weissenburgs in Stra\u00dfburg versammelt. Der Rat der St\u00e4dte sandte eine Botschaft an den Kurf\u00fcrsten nach Heidelberg. Dieser sah verh\u00e4ngte aber<\/p>\n<p>im Gegenzug eine Strafe von 3000 Gulden \u00fcber Weissenburg. Das wieder verweigerte der Rat der Stadt. Mittlerweile war Erntezeit und die Erntearbeiter wurden von Bewaffneten gesch\u00fctzt. Der Kurf\u00fcrst hatte mittlerweile einen<\/p>\n<p>italienischen Rechtsgelehrten an den p\u00e4pstlichen Hof nach Rom gesandt, um dort Anklage gegen den Abt und Probst zu erheben. Aber auch Abt Jakob hatte einen\u00a0 Vertreter dorthin gesandt, seinen Kaplan, einen M\u00f6nch namens<\/p>\n<p>Stephan Widtman. Der schien die Sache des Klosters aber gut vertreten zu haben, denn der Abt des Kloster Gottesaue wurde zum p\u00e4pstlichen Bevollm\u00e4chtigen ernannt und beauftragt, auf gerichtlichem Wege, notfalls mit geistlichem und<\/p>\n<p>weltlichen Bann so lange gegen den Kurf\u00fcrsten vor zugehen, bis das Kloster wieder zu seinem Verm\u00f6gen und seinen Eink\u00fcnften gelangt sei. Auch an den Kaiser, der Abt Jakob ja als Reichsf\u00fcrsten belehnt hatte, wandte sich der<\/p>\n<p>vertriebene Abt. Dort war Peter Brentz aus Ugelnheim f\u00fcr die Sache t\u00e4tig und auch er war erfolgreich. Der Kaiser befahl allen Lehensleuten des Stifts, dass sie ihr Lehen nur von Abt Jakob empfangen sollen.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem befasst er sich zweimal direkt mit dem Abt. Am 31 07.1469 \u201cgebietet Weissenburg i. E. den vertriebenen Abt Jakob von Bruck wieder einzusetzen\u201d (Friedrich III. in RR Literaturbeleg) und am 08.01. 1470 hei\u00dft es an den Kurf\u00fcrsten<\/p>\n<p>\u201cgebietet\u00a0 Pfalzgf. Friedrich bei Rhein, Abt Jakob und Propst Anton von Weissenburg<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>im Besitz ihres Klosters zu lassen, sowie ihnen ihren Besitz usw. auszufolgen (Friedrich III. in RR Deperditum)<\/p>\n<p>Am 24.1469 gingen die p\u00e4pstliche und kaiserliche Entscheidung dem Stadtrat zu. Es war allerdings nicht ganz einfach, die Anordnungen in die Tat um zu setzen, den der Kurf\u00fcrst hielt ja alle Wege nach Weissenburg besetzt. Der Abt war ja bei seinem<\/p>\n<p>Lehensmann, dem Markgrafen von Baden in der Stadt Baden untergekommen. Ein dort ans\u00e4ssiger B\u00fcrger, der aus Weissenburg stammte, brachte den Abt nun als Frau verkleidet auf einem Karren nach Weissenburg. Der Abt gelangte unerkannt in die Stadt<\/p>\n<p>und kam dort zun\u00e4chst im Augustinerkloster unter. Am 1. November holte ihn der Stadtrat dann dort ab und er wurde feierlich wieder in sein Amt eingesetzt. Der Kurf\u00fcrst befahl darauf,\u00a0 dass dem Stift keinerlei Zinsen mehr zu bezahlen seien, sondern alles<\/p>\n<p>in St. Paul, das der Kurf\u00fcrst ja besetzt hielt, abzuliefern sei. Am 27. November begann der Kurf\u00fcrst die Stadt zu belagern. F\u00fcr die Stadt kam das ziemlich unerwartet, den ihr Gegner war ja ihr Landvogt und hatte ihnen\u00a0 ja Schutz und Schirm geschworen.<\/p>\n<p>Weissenburg wandte sich sofort an den Zehnst\u00e4dtebund. Die Reichsst\u00e4dte waren zusammen gekommen, hatten aber nur einen zehnt\u00e4gigen Waffenstillstand erreicht.<\/p>\n<p>Der Kurf\u00fcrst hatte sein Quartier in St. Panthaleon genommen,das im Zuge dieser Aktion stark besch\u00e4digt wurde. Bei weiteren Vermittlungsversuche blieb der Kurf\u00fcrst unnachgiebig und er provozierte weiter, so lie\u00df er bei Schweigen Kastanienb\u00e4ume sch\u00e4len.<\/p>\n<p>Das schaukelte sich weiter hoch. D\u00f6rfer wurden angez\u00fcndet, die M\u00fchle bei St. Remig zerst\u00f6rt. Erst im Februar gab der Kurf\u00fcrst schlie\u00dflich nach. 71 Tage hatte er die Stadt belagert. Er versprach, den Abt und seinen Propst in ihren kirchlichen W\u00fcrden zu<\/p>\n<p>belassen. Doch schon zwei Monate sp\u00e4ter wurde erneut gek\u00e4mpft. Der Kaiser hatte Herzog Ludwig von Baiern, Graf zu Veldenz zu seinem Feldhauptmann ernannt und er rief zum Krieg gegen den Kurf\u00fcrsten auf. Der Propst von Gottesaue sprach<\/p>\n<p>den Bann \u00fcber den Kurf\u00fcrsten, den Vogt von Germersheim und einige weiter Beamte aus, auch gegen D\u00f6rfer, die sich feindselig gegen den Abt gezeigt hatten. Dagegen erlie\u00df der Kurf\u00fcrst eine Appellation, der sich auch der Speyrer Bischof<\/p>\n<p>Matthias anschloss. Er gebot seinen weltlichen Priestern, vor allem denen, die vom Kloster unabh\u00e4ngig waren, sich nicht an den Bann zu kehren. Die Els\u00e4sser St\u00e4dte, die zur Landvogtei geh\u00f6rten, waren diesem immer noch ergeben, zumal er ihnen sagte,<\/p>\n<p>da\u00df,\u00a0 alle gegen ihn unternommenen Massnahmen ohne Wissen des Kaisers und gegen seinen Willen unternommen worden seien. Sie wandten sich nun an den Kaiser gegen den ergangenen Spruch. Es wurde trotzdem heftig gek\u00e4mpft.<\/p>\n<p>Von Weissenburg aus wurden \u00fcber drei\u00dfig drei\u00dfig D\u00f6rfer des Kurf\u00fcrsten oder seiner Anh\u00e4nger gebrandschatzt. Am 6.November erlie\u00df der Kaiser folgende Anordnung \u201centbindet das Stift <span style=\"text-decoration: underline;\">Weissenburg<\/span> i.E. auf ein Jahr von allen Zahlungen und gibt ihm Pfalzgf. Ludwig von Veldenz als Schirmer\u201d (Friedrich III in RR Literaturbeleg). Der neu ernannte Landvogt leistete am 28. M\u00e4rz 1471 seinen Eid als Oberlandvogt in Hagenau. Als Kurf\u00fcrst Friedrich von seiner Absetzung erfuhr, wandte er sich an den Kaiser<\/p>\n<p>und machte sein Recht geltend, die Vogtei zu behalten, da sie ja der Kaiser (Sigmund) an ihn verpf\u00e4ndet habe. Die Reichsst\u00e4dte im Elsass au\u00dfer Weissenburg und Hagenau, setzten sich beim Kaiser ein, dass der Kurf\u00fcrst die Landvogtei behalten kann.<\/p>\n<p>Da das Verh\u00e4ltnis zwischen Kurf\u00fcrst und Kaiser sehr angespannt war, belie\u00df er Herzog Ludwig als Landvogt.Die Anh\u00e4nger des Kurf\u00fcrsten waren aber schon in das Gebiet des Herzogs eingefallen\u00a0 und hatten es mehrfach verw\u00fcstet. Herzog Ludwig,<\/p>\n<p>sah sich gen\u00f6tigt, um Frieden nach zu kommen-ohne Wissen des Kaisers. Im Frieden von Heidelberg gab er am 2. September 1472 sein Amt als Landvogt auf. Stra\u00dfburg vermittelte zwischen Kurf\u00fcrst und Kaiser und so konnte Friedrich wieder seine Rechte als<\/p>\n<p>Landvogt erlangen und behielt diese bis zu seinem Tod 1476.<\/p>\n<p>Abt Jakob starb am 10. August 1472. Kaiser Friedrich \u00fcbertrug am 3. Oktober 1472 den Schutz der Abtei dem Rat der Stadt Stra\u00dfburg.<\/p>\n<p>Heinrich war Abt von 1475 bis 1496. Unter ihm schloss sich das Kloster 1482 der Bursfelder Kongregation an. Er starb auf der R\u00fcckreise vom Papst in Florenz 1496. Der Sponheimer Abt Johannes Trithemius war in den Jahren 1488 \u20131502<\/p>\n<p>vom Generalkapitel der Bursfelder Kongregation mehrfach mit der Visitation linksrheinischer Kl\u00f6ster und der Di\u00f6zese Speyer beauftragt worden. In dieser Funktion war er auch f\u00fcr das Kloster Weissenburg zust\u00e4ndig. Er zeigte als<\/p>\n<p>Bibliophiler auch Interesse f\u00fcr die Weissenburger Klosterbibliothek und so gelangte er auch zu einer Kenntnis von Otfridhandschriften. Seine detaillierte Kenntnis des Evangelienbuchs l\u00e4\u00dft darauf schlie\u00dfen, er vor 1494 eine Otfridhandschrift kennen musste.<\/p>\n<p>Auf Heinrich folgte Wilhelm II, der nur 4 Jahre regierte. Unter seinem Nachfolger R\u00fcdiger Fischer wurde das Kloster in ein weltliches Kollegiatsstift umgewandelt.<\/p>\n<p align=\"center\"><a href=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/600px-Topographia_Alsatiae_Merian_p_026.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; padding-top: 0px; padding-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px; border-width: 0px;\" title=\"600px-Topographia_Alsatiae_(Merian)_p_026\" src=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/600px-Topographia_Alsatiae_Merian_p_026_thumb.jpg\" alt=\"600px-Topographia_Alsatiae_(Merian)_p_026\" width=\"244\" height=\"184\" border=\"0\" \/><\/a><\/p>\n<p>In die Zeit Abt Heinrichs f\u00e4llt auch die Fehde, die Hans von Trotha oder Hans von Trapp, wie er in der Pfalz und im Elsass genannt wird, hatte. Die Burg Berwartstein war 1347 an Kloster Weissenburg gekommen. 1453 hatte das Kloster Kurf\u00fcrst<\/p>\n<p>Friedrich das \u00d6ffnungsrecht f\u00fcr die Burg einger\u00e4umt. 1480 gab Philipp der Aufrichtige, der Neffe und Adoptivsohn von Friedrich dem Siegreichen, seinem Gefolgsmann Hans von Trotha\u00a0 die\u00a0 Burg Berwarstein. Dagegen protestierte das Kloster,<\/p>\n<p>denn es sah sich weiter als Eigent\u00fcmer von\u00a0 Berwartstein an. Ein Jahr sp\u00e4ter \u00fcbergab Philipp auch das \u201cZubeh\u00f6r\u201d von Berwartstein an Hans vom Trotha. Nat\u00fcrlich protestierte das Kloster auch dagegen. Daraufhin lie\u00df der Burgherr auf Berwartstein<\/p>\n<p>kurzerhand die Wieslauter aufstauen, worauf Weissenburg auf dem Trockenen sass. Nach dem zu erwartenden Protest des Abtes lie\u00df der Ritter den Damm aufrei\u00dfen, was zu einer erheblichen \u00dcberschwemmung und Zerst\u00f6rung in Weissenburg<\/p>\n<p>f\u00fchrte. Abt Heinrich beschwerte sich beim Papst und dieser, Alexander VI. sprach am 8. Juli 1493 den Bann \u00fcber den Kurf\u00fcrsten und Hans von Trotha aus, der inzwischen das Amt des Marschalls beim Kurf\u00fcrsten begleitete,<\/p>\n<p>Auch vor den K\u00f6nig war die Sache gelangt. Dieser befahl dem Ritter bis Mai 1494 alle Feindseligkeiten gegen das Kloster einzustellen. Als das nichts fruchtete, wurde er zum n\u00e4chsten Gerichtstag im September 1494 nach K\u00f6ln einbestellt.<\/p>\n<p>Der Ritter lie\u00df sich nicht beeindrucken, auch nicht als die Reichsacht gegen ihn ausgesprochen wurde. Insgesamt 4 Verhandlungen vor den Reichstagen verliefen ergebnislos. Das Problem l\u00f6ste sich erst 1503, n\u00e4mlich<\/p>\n<p>als Hans von Trotha am 26. Oktober starb, \u00fcbrigens im kirchlichen Bann. Die Sanktionen gegen ihn wurden erst zwei Jahre nach seinem Tod aufgehoben. Er ist in der St. Annakapelle von Niederschlettenbach bestattet.<\/p>\n<p>Das Kloster Weissenburg war einst als Missionskloster gegr\u00fcndet worden. Es hatte \u00fcber 260 Eigenkirchen, war im heutigen Rheinland-Pfalz, Baden und Elsass reich beg\u00fctert.Als es in ein Kollegiatsstift umgewandelt wurde, war es v\u00f6llig verarmt,<\/p>\n<p>besa\u00df gerade noch drei klostereigene H\u00f6fe, n\u00e4mlich einen in Steinfeld, einen in Schweighofen und den Koppelhof. Mehrere Ursachen hatten zu dem Niedergang beigetrage. Die ersten Verluste brachte schon der \u201cSalische Kirchenraub\u201d.<\/p>\n<p>Im 14. Jahrhundert waren es viele Auseinandersetzungen mit der Stadt Weissenburg. Dazu kamen zum Ende des 15. Jahrhunderts die kostentr\u00e4chtigen Auseinandersetzungen mit dem Pf\u00e4lzer Kurf\u00fcrsten.<\/p>\n<p>Vor allem der \u00dcbergang von der Eigenbewirtschaftung der Klosterg\u00fcter zur Vergabe als Lehen, brachte die gr\u00f6\u00dften Verluste, denn die Lehensnehmer betrachteten dies mehr und mehr als Eigengut .<\/p>\n<p>Auch der Anfang des 16. Jahrhunderts brachte weitere Verluste. 1511 erheben sich die Bauern gegen ihre geistlichen Herren in Weissenburg, Altenstadt, Schleithal und Seebach. Der Zehnst\u00e4dtebund geht gegen diese Aufst\u00e4nde vor.<\/p>\n<p>Kurz vorher war auf der rechtsrheinischen Seite im F\u00fcrstbistum eine Verschw\u00f6rung unter Joss Fritz verraten und so vereitelt.Auch in den Reichsritteraufstand unter Franz von Sickingen ist Weissenburg verwickelt.<\/p>\n<p>Dabei wurden die beiden Festungen St. Paul und St. German zerst\u00f6rt.Im Gro\u00dfen Bauernkrieg von 1525 wurde die Festung Vier T\u00fcrme zerst\u00f6rt. Das Kollegiatstift auf dem Stephansberg wurde verheert und s\u00e4mtliche Zinsb\u00fccher verbrannt.<\/p>\n<p>Das Kloster selbst musste harte Bedingungen eingehen, kam aber sonst unzerst\u00f6rt davon.<\/p>\n<p>1524 genehmigte\u00a0 Papst Clemens VII die Umwandlung in ein Kanonikerstift. An die Stelle eines Abtes setzte er einen Probst, einen Dekan und einen Custos und 12 Kanoniker. 1525 gelang noch die Inkorporation des Klosters Sankt Walburg im Hagenauer Forst, nachdem der<\/p>\n<p>dortige Abt verstorben war. Abt R\u00fcdiger Fischer starb 1545. Ihm folgte der Speyrer Bischof Philipp von Fl\u00f6rsheim nach. Kaiser Karl V. und Papst Paul III. genehmigten die Vereinigung der Propstei Weissenburg mit dem Hochstift<\/p>\n<p>Speyer. Man erhoffte sich im Zeitalter der konfessionellen Spaltung f\u00fcr beide Einrichtungen eine notwendige St\u00e4rkung.<\/p>\n<p>Martin Bucer predigte 1522 ein halbes Jahr in Weissenburg. Ab 1533 war Weissenburg weitgehend zum neuen Glauben \u00fcbergetreten. Die Glaubenskriege der Folgezeit machten Stadt und Region schwer zu schaffen.<\/p>\n<p>Im Laufe des 30-j\u00e4hrigen Krieges gerieten weite Teile des Elsasses unter franz\u00f6sische Herrschaft. Die verschiedenen Friedensschl\u00fcsse bis 1714 best\u00e4tigten die franz\u00f6sischen Eroberungen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der franz\u00f6sischen Revolution wurde das Stift aufgel\u00f6st.<\/p>\n<p align=\"center\"><a href=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/Unbenannt3.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; padding-top: 0px; padding-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px; border-width: 0px;\" title=\"Unbenannt\" src=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/Unbenannt_thumb3.png\" alt=\"Unbenannt\" width=\"244\" height=\"184\" border=\"0\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Kloster Weissenburg ist um 660 gegr\u00fcndet worden. Das Jahr seiner Gr\u00fcndung ist aber nicht \u00fcberliefert\u00a0 und auch f\u00fcr den Gr\u00fcnder gibt es zwei\u00a0\u00a0 \u00dcberlieferungsstr\u00e4nge.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Man geht heute davon aus, dass Bischof Dragobodo von Speyer der Gr\u00fcnder des Klosters im heutigen Unterelsass ist und nicht K\u00f6nig Dagobert I., der ja ebenfalls als Gr\u00fcnder \u201cgehandelt\u201d\u00a0 wird.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[28],"tags":[],"class_list":["post-2498","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kloester-in-frankreichschwerpunkt-elsass"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2498","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2498"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2498\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2915,"href":"https:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2498\/revisions\/2915"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2498"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2498"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2498"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}