{"id":2462,"date":"2014-08-01T21:03:08","date_gmt":"2014-08-01T21:03:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/?p=2462"},"modified":"2014-09-09T09:54:09","modified_gmt":"2014-09-09T09:54:09","slug":"reichsburg-trifels","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/?p=2462","title":{"rendered":"Reichsburg Trifels"},"content":{"rendered":"<p align=\"center\"><a href=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/Unbenannt.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; padding-top: 0px; padding-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px; border-width: 0px;\" title=\"Unbenannt\" alt=\"Unbenannt\" src=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/Unbenannt_thumb.png\" width=\"244\" height=\"184\" border=\"0\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Burg ist eine der popul\u00e4rsten Burgen der Pfalz, was mit ihrer wichtigen Rolle in der Zeit der Salier und Staufer zusammenh\u00e4ngt. Erstmals urkundlich wird 1081 und so\u00a0sie f\u00fcr uns greifbar Ein Diemar von Trifels<\/p>\n<p>wird 1081. genannt.Allerdings gibt es Funde aus der Kelten-und der R\u00f6merzeit, die belegen, dass es auf dem Sonneberg \u00fcber dem heutigen Annweiler schon Wehranlagen gegeben hat. 1937 wurde ja intensiv<\/p>\n<p>am Trifels gegraben und dabei wurden Reste einer h\u00f6lzernen Burganlage entdeckt, die aus dem 10. Jahrhundert stammen, also schon in die Zeit der Sachsenkaiser zur\u00fcckgehen.<\/p>\n<p>Diemar von Trifels stammt aus der Familie der Reginbodonen, einem mittelrheinisch-fr\u00e4nkischen Adelsgeschlecht. Er war wahrscheinlich mit Adelheid,einer Schwester des Speyrer Bischofs Johann (1063-1104)<\/p>\n<p>verheiratet.Ihre Mutter Azela war nach den Speyrer Annalen eine Schwester Kaiser Heinrichs IV. Diese Eheschlie\u00dfung brachte ihn auch in den Besitz der Burg Trifels. Dieser Diemar geh\u00f6rte der Opposition gegen<\/p>\n<p>Heinrich IV. an. Er \u00fcbergab sein Erbgut an seine Neffen mit der Ma\u00dfgabe, es an Kloster Hirsau weiterzureichen. Mit den Schenkungen an die Hirsauer M\u00f6nche, die damals gerade ihre Tochtergr\u00fcndung Reichenbach in der N\u00e4he gr\u00fcndeten, wurde das einfacher.<\/p>\n<p>So erscheint Diemar auch im Schenkungsbuch des Klosters, das zwischen 1099 und 1105 und ein zweites das 1145-1153 verfasst wurde. Dort wird der Trifels erstmals erw\u00e4hnt und zwar im Jahre 1081. Als Besitzer wird Diemar genannt,<\/p>\n<p>der sich schon nach dem Trifels nannte. Das Schenkungsbuch vermerkt auch, dass dieser Diemar in Hirsau ins Kloster eintrat. Die Burg hat er, wie das Schenkungsbuch berichtet, dem K\u00f6nig \u00fcbergeben. Das war allerdings Heinrichs Gegenk\u00f6nig<\/p>\n<p>Hermann von Salm (um 1035-1088). Die Sachsen und Schwaben haben ihn 1081 in Ochsenfurt als Gegenk\u00f6nig zu Heinrich gew\u00e4hlt, w\u00e4hrend dieser in Italien weilte.<\/p>\n<p>Die Schenkung wird auch im Hirsauer Codex angef\u00fchrt: \u201cDiemar von Trifels [gab] 12 Hufen und einen Weingarten und eine M\u00fchle in Obernkeim und zehn Hufen und eine halbe M\u00fchle in Zuzenhausen und drei Hufen in [Neckar-] Katzenbach mit dem ganzen Recht und Eigentum unter der Bedingung, dass dies den Br\u00fcdern des heiligen Gregor zugestanden wird [n.1082]\u201d<\/p>\n<p>Der Nachfolger von Bischof Johann, Bruno von Saarbr\u00fccken (1107-1123) gab Anspr\u00fcche auf den Trifels und die Madenburg an seinen Bruder Adalbert I. weiter, der Erzbischof in Mainz war. Kaiser Heinrich V. hatte diesen 1112 gefangen genommen und von ihm<\/p>\n<p>die Herausgabe des Trifels erzwungen, der sich also in seinem Besitz befunden haben muss. Er war zun\u00e4chst entschiedener Parteig\u00e4nger des K\u00f6nigs. Er hatte ihn auch in seinem Kampf gegen seinen Vater Heinrich IV. unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>Heinrich V. hatte ihn 1110 zum Erzbischof von Mainz ernannt und war bis 1112 auch sein Kanzler. Dann\u00a0 allerdings kam es zu Bruch, wohl auch weil er zu eigenst\u00e4ndige Territorialpolitik in seinem Bistum verfolgte. Vor allem aber ging es<\/p>\n<p>um Besitzrechte und zwar auf der Madenburg und dem Trifels. Er setzte ihn auf dem Trifels fest. Die Gr\u00fcnde erschienen schon den Zeitgenossen fadenscheinig. Ihm wurde Hochmut, charakterliche Verkommenheit<\/p>\n<p>aber auch eine Verschw\u00f6rung vorgeworfen. Allerdings vermerkt der Chronist Ekkehard von Aura \u201cquod vix quisquam crederet\u201d (was kaum jemand glauben wollte). Er wurde 1113 kurz freigelassen, aber nur, um den Trifels zur\u00fcckzugeben.<\/p>\n<p>Das geschah an Ostern 1113, als Heinrich V. in Worms war. In Urkunden aus der Zeit von 1113 bis 1116 treten ein Konrad, Werner und Heinrich\u00a0 \u201cvon Trifels\u201d als Zeugen auf.Wahrscheinlich waren sie von Heinrich auch mit der Burgverwaltung betraut<\/p>\n<p>worden. Der Kaiser nutzte die Burg zu mehreren Zwecken. Sie war Gef\u00e4ngnis. Bischof Adalbert war ja dort inhaftiert, bis er die Burg \u00fcbergab. Von 1113-1115 war Wiprecht von Groitzsch auf dem Trifels gefangen. Er hatte an der Seite Heinrichs IV.gek\u00e4mpft,<\/p>\n<p>war auch Gefolgsmann des Sohnes. Als er aber ein B\u00fcndnis mit dem Landgrafen Ludwig von Th\u00fcringen und Graf Siegfried von Orlam\u00fcnde gegen Heinrich geschlossen hatte, wurde er 1113\u00a0 bei Warnstedt unter der F\u00fchrung Hoyers von Mansfeld geschlagen.<\/p>\n<p>\u00dcber Wiprecht wurde die Todesstrafe verh\u00e4ngt, dies dann allerdings gegen Einziehung seiner G\u00fcter wieder aufgehoben. Er wurde dann auf dem Trifels inhaftiert.<\/p>\n<p>Kurz vor seinem Tod in Utrecht am 23. Mai 1125 \u00fcbergab Heinrich\u00a0 die Reichsinsignien seinem Gefolgsmann Friedrich von Schwaben. Dieser verbrachte sie auf den Trifels, wo sie bis 1298 dreimal verwahrt wurden.<\/p>\n<p align=\"center\"><a href=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/220px-Reichskleinodien.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; padding-top: 0px; padding-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px; border-width: 0px;\" title=\"220px-Reichskleinodien\" alt=\"220px-Reichskleinodien\" src=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/220px-Reichskleinodien_thumb.jpg\" width=\"224\" height=\"196\" border=\"0\" \/><\/a><\/p>\n<p>Seine Hochzeit erlebte der Trifels in der Stauferzeit. Man liest zwar \u00f6fter, der Trifels sei die Lieblingsburg Kaiser Friedrich I. Gemessen an der Zahl seiner Aufenthalte scheint das nicht zu untermauern zu sein. Er war nur zweimal auf dem Trifels.<\/p>\n<p>Auch gibt es nur zwei Urkunden, die auf dem Trifels ausgestellt worden sind, eine am 11.12. 1155. Sie betrifft das Augustinerchorherrenstift\u00a0 H\u00f6rdt. Die andere ist 2.8. 1174 ausgestellt und\u00a0 dort wird den B\u00fcrgern Zollfreiheit gew\u00e4hrt.<\/p>\n<p>Am 11,11.1186 stellte Friedrich das Kloster Eu\u00dferthal, das 1148 gegr\u00fcndet worden war, unter den Schutz des Reiches. Das ist im Zusammenhang mit dem Trifels interessant, da die M\u00f6nche als Burgkaplan auf dem Trifels t\u00e4tig waren und w\u00e4hrend der<\/p>\n<p>Aufbewahrungszeit der Reichskleinodien auf dem Trifels, diese auch zu bewachen hatten. Unter seine Sohn Heinrich r\u00fcckte die Burg ins Zentrum des politischen Geschehens. Er suchte die Burg \u00f6fters auf. Auch er stellte Urkunden auf dem Trifels aus.<\/p>\n<p>So nahm auch er das Kloster Eu\u00dferthal\u00a0 mit der Urkunde vom 12. Mai 1194 in seinen Schutz und den Abt Wichmann, wobei die besondere Fr\u00f6mmigkeit dieses Abtes ger\u00fchmt wir. Auch unter Heinrich gab es Gefangene. Da war einmal<\/p>\n<p>der ber\u00fcchtigte normannische Seer\u00e4uber Margeritos von Brindisi, der im Dienste von Wilhelm II. von Sizilien stand. Bei der Belagerung von Palermo wurde er gefangen genommen und geblendet.Mit ihm kam auch ein naher Verwandter seiner Frau,<\/p>\n<p>ein Graf Richard in Haft. Er wurde ebenfalls geblendet. Beide waren bis zu ihrem Lebensende auf dem Trifels eingekerkert.\u00a0 Der prominenteste H\u00e4ftling war aber sicher Richard L\u00f6wenherz. Der 3. Kreuzzug endete nicht nur f\u00fcr Friedrich Barbarossa<\/p>\n<p>ungl\u00fccklich, der ja 1190 im Fluss Saleph ertrunken war. Richard hatte sich bei Akkon mit Leopold von \u00d6sterreich, der nun die deutschen Kreuzfahrer anf\u00fchrte, \u00fcberworfen. Auch anderen Kreuzzugteilnehmern gegen\u00fcber hatte er sich recht undiplomatisch verhalten,<\/p>\n<p>so gegen den franz\u00f6sischen K\u00f6nig Philipp II. Er handelte einen Waffenstillstand mit Saladin aus. Philipp war nach der Schlacht von Akkon schon nach Frankreich zur\u00fcckgekehrt. Dort hatte er mit Richards Bruder Johann Ohneland, der England w\u00e4hrend Richards<\/p>\n<p>Kreuzzug England verwaltete, einen Vertrag abgeschlossen. Dieser gab dem franz\u00f6sischen K\u00f6nig einen Teil der englischen Besitzungen in Frankreich. Im Gegenzug sicherte er Johann f\u00fcr die restlichen Gebiete Verwaltungshoheit zu.<\/p>\n<p>Auf diese Nachrichten aus der Heimat\u00a0 hin, brach Richard den Kreuzzug ab. Auf der Fahrt \u00fcbers Mittelmeer erfuhr Richard, dass der franz\u00f6sische K\u00f6nig alle H\u00e4fen sperren lassen hatte. Der Sage nach wurde Richards Schiff von Piraten angegriffen. Sein Schiffskoch und<\/p>\n<p>der Piratenkapit\u00e4n kannten sich aber. So konnte Richard auf das Piratenschiff umsteigen. Auf der Halbinsel Istrien wurde er zusammen mit einem Begleiter abgesetzt. Er zog nach K\u00e4rnten, wurde dort zwar erkannt aber nicht gefasst.<\/p>\n<p>Er wollte weiter nach Bayern zu seinem Verwandten Heinrich dem L\u00f6wen. Er entschied sich, nicht \u00fcber die verschneiten Alpen, sondern \u00fcber den Semmering nach Bayern zu gelangen. Dazu musste er \u00fcber Wien. In Erdberg, einem Vorort von Wien, \u00a0fiel er wieder auf und<\/p>\n<p>wurde dieses Mal gefasst. Er wurde Leopold vorgef\u00fchrt und dann nach D\u00fcrnstein gebracht. Dort wurde er l\u00e4ngere Zeit festgehalten. Inzwischen hatte Leopold Heinrich VI. \u00fcber seinen Fang informiert. Dieser hatte mit dem franz\u00f6sischen K\u00f6nig<\/p>\n<p>vereinbart gehabt, Richard gefangen zu nehmen.<\/p>\n<p>Heinrich und Leopold schlossen nun einen Vertrag, dass Richard erst nach Zahlung einer stattlichen L\u00f6segeldsumme frei kam. Richard sollte n\u00e4mlich 100.000 \u201cK\u00f6lner Mark\u201d zahlen. Das entspricht 23 Tonnen Silber!<\/p>\n<p>Das f\u00fchrte dazu, dass bis heute keine gr\u00f6\u00dferen Gegenst\u00e4nde aus Silber aus dieser Zeit in England vorhanden sind.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem sollte Richard Waffenhilfe f\u00fcr einen Feldzug Heinrichs nach Sizilien leisten. Es wurden noch einige Heiratsvereinbarungen getroffen. Richard sollte sich beim Papst, daf\u00fcr einsetzen, dass Leopold nicht exkommuniziert wurde.<\/p>\n<p>Einen Mann gefangen zu nehmen, der das Kreuz genommen hatte, noch dazu einen, der als Kreuzzugsheld galt, war ein schwerer Versto\u00df gegen den Kreuzzugsgedanken.<\/p>\n<p>Leopold erkl\u00e4rte sich nun bereit, Richard gegen einen Anteil des L\u00f6segelds nach Deutschland auszuliefern. Auf dem Reichstag von Speyer im M\u00e4rz 1193 wurde Richard \u00fcbergeben und danach auf dem Trifels in Gefangenschaft gebracht.<\/p>\n<p>Richard wurde nat\u00fcrlich in allen Ehren behandelt. Er schmachtete keineswegs bei Wasser und Brot. Er konnte sich, zwar unter Bewachung frei bewegen, sogar Besucher und Abordnungen empfangen und Verhandlungen f\u00fchren.<\/p>\n<p>K\u00f6nig Philipp von Frankreich und Richards Bruder Johann Ohneland wollten eine Freilassung nat\u00fcrlich verhindern. Das versetzte Heinrich in eine sehr komfortable Lage, die er r\u00fccksichtslos ausn\u00fctzte. Neben der Fahrt auf dem Piratenschiff ranken sich auch sonst<\/p>\n<p>einige Sagen um den Aufenthalts Richards auf dem Trifels. Die bekannteste ist die von dem Minnes\u00e4nger Blondel. Er reiste auf der Suche nach seinem K\u00f6nig von Burg zu Burg und sang dort immer ein Lied, das nur Richard bekannt war.<\/p>\n<p>Auf dem Trifels erklang nun die Antwort des K\u00f6nigs auf die Erkennungsmelodie. So wusste der S\u00e4nger, dass Richard auf dem Trifels ist und konnte befreit werden. Das allerdings ist nicht die historische Realit\u00e4t.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/170px-Richard_and_Philip.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; padding-top: 0px; padding-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px; border-width: 0px;\" title=\"170px-Richard_and_Philip\" alt=\"170px-Richard_and_Philip\" src=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/170px-Richard_and_Philip_thumb.jpg\" width=\"156\" height=\"244\" border=\"0\" \/><\/a>Im Winter traf dann das L\u00f6segeld ein und Richard L\u00f6wenherz wurde zu dem Reichstag nach Mainz eingeladen. Von dort konnte er in Begleitung vieler englischer Adliger das Land verlassen. Zuvor hatte er sein eigenes Land<\/p>\n<p>aus der Hand des Staufers entgegennehmen m\u00fcssen. Er wurde am 17. April 1194 in Winchester nochmals festlich gekr\u00f6nt, um keinen Zweifel an der Souver\u00e4nitat aufkommen zu lassen. Nach seiner nochmaligen Kr\u00f6nung musste Richard seine franz\u00f6sischen<\/p>\n<p>Besitzungen verteidigen. Er kam bei K\u00e4mpfen bei Limoges 1199 ums Leben. Heinrich aber war auf dem H\u00f6hepunkt seiner Macht angelangt. Er konnte nicht zuletzt dank des L\u00f6segelds das Normannenreich erobern. Auch der dabei in die H\u00e4nde der Staufer gefallene<\/p>\n<p>Normannenschatz wurde auf dem Trifels verwahrt. Auch hochrangige sizilianische Gefangene, darunter Erzbischof Nikolaus von Salerno, kamen auf die Burg.\u00a0 Nikolaus war Berater von Tankred und Wilhelm II.von Sizilien. Er wurde der Verschw\u00f6rung gegen Heinrich verd\u00e4chtigt und kam auf den Trifels. Erst Philipp von Schwaben hatte die sizilianischen Gefangenen 1198 freigelassen. Nikolaus ist dann in der Umgebung des Papstes Innozenz III. (1198 bis 1216) nachzuweisen. Wezel von Berg, ein Reichsministerialer, war zu der Zeit Burgverwalter. Das muss er schon in Barbarossas Zeiten gewesen sein, den er tritt in Urkunden als Zeuge auf, zum Beispiel im<br \/>\nNovember 1186(RI IV,2,4 n. 3028) und wird dort als Wezel von Berg\/Trifels aus der Reihe der Ministerialen aufgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>1206 beherbergte der Trifels einen weiteren prominenten Gefangenen, den K\u00f6lner Erzbischof Bruno IV. Der Thronstreit zwischen Philipp und Otto zeigte sich im ganzen Reich. Als der K\u00f6lner Erzbischof Adolf I, bisher Parteig\u00e4nger Ottos, die Seiten<\/p>\n<p>wechselte und zu Philipp \u00fcberging, wurde er exkommuniziert. Die welfische Partei w\u00e4hlte dann Bruno Graf von Sayn zum K\u00f6lner Bischof. Bei der Schlacht von Wessenberg 1206, bei der das welfische Heer vernichtet wurde, fiel er in die H\u00e4nde Philipps.<\/p>\n<p>Er wurde auf den Trifels verbracht und blieb dort f\u00fcr ein Jahr gefangen. Dann wurde er in Richtung Rom entlassen. Erst nach der Ermordung Philipps konnte er in sein Bistum nach K\u00f6ln zur\u00fcckkehren.<\/p>\n<p>Heinrich VI. starb fr\u00fch, schon im Alter von 32 Jahren 1197 im September 1197 wohl an Malaria. Allerdings ging auch das Ger\u00fccht um, seine Frau Konstanze habe ihn vergiften lassen.<\/p>\n<p>Als Philipp 1208 in Bamberg ermordet wurde (siehe dazu auch Blog Andechs) verwaltete der Speyrer Bischof Konrad von Scharfenberg die Reichsinsignien. Er war kurz vor seinem Tod von Philipp zum Reichskanzler ernannt worden.<\/p>\n<p>Er stammte von der Burg Scharfenberg, das ist die Burg, die direkt neben dem Trifels liegt. Das K\u00f6nigtum war zwischen Philipp von Schwaben und seinem Gegenspieler Otto IV. aus der Familie der Welfen\u00a0 bisher strittig.1198 waren mit Philipp und Otto<\/p>\n<p>zwei K\u00f6nige gew\u00e4hlt worden. Otto wurde am 12. Juli 1198 in Aachen zum K\u00f6nig gekr\u00f6nt. Die Insignien befanden sich allerdings in der Hand des Staufers Philipp. Zur Kr\u00f6nung hatte sich Otto von niederrheinischen und franz\u00f6sischen Goldschmieden<\/p>\n<p>neue anfertigen lassen. Reichsschwert und Reichsapfel sind bis heute erhalten. Nach der Ermordung Philipps wurde der Speyrer Bischof auch von Otto ausdr\u00fccklich als Reichskanzler best\u00e4tigt.<\/p>\n<p>Daraufhin \u00fcbergab er die Insignien an Otto, nun K\u00f6nig ohne Gegenspieler. Allerdings machte nun auch Friedrich II., \u201cdas Kind von P\u00fclle\u201d, der Sohn Kaiser Heinrichs VI. seinen Anspruch geltend. Er war beim Tod seines Vaters erst 2 Jahre alt und kam somit f\u00fcr die Thronfolge nat\u00fcrlich noch nicht in Frage. 1211 hatte das Reich wieder zwei Herrscher, denn die Erzbisch\u00f6fe von Mainz und Magdeburg, Siegfried und Albrecht, Landgraf Ludwig von Th\u00fcringen und der b\u00f6hmische K\u00f6nig Ottokar w\u00e4hlten ihm zum \u201canderen K\u00f6nig\u201d.<\/p>\n<p>Von Italien aus begab sich Friedrich nach Deutschland. Am Bodensee konnte Friedrich mit Konstanz eine bedeutende Stadt im S\u00fcdwesten gewinnen, nur weil er ein bisschen fr\u00fcher in Konstanz war und dort durch Bischof Konrad eingelassen wurde.<\/p>\n<p>Bei Bouvines erlitt Otto eine vernichtende Niederlage als er zur Unterst\u00fctzung seines englischen B\u00fcndnispartners Johann Ohneland mit seinem Heer nach Frankreich aufgebrochen war. Damit war die Partie f\u00fcr Friedrich entschieden.<\/p>\n<p>1215 befand sich der Trifels in der Hand Friedrichs. Er ma\u00df der Burg und der Stadt, die sich unterhalb des Trifels befand, Annweiler gro\u00dfe Bedeutung zu. 1219 erhob Friedrich II. Annweiler zur freien Reichsstadt. Es ist damit zweit\u00e4lteste Stadt der Pfalz.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem verlieh er seiner neuen Stadt das M\u00fcnzrecht. Zun\u00e4chst hatten nur Bischofskirche und Abteien das M\u00fcnzrecht. Annweiler war die erste Stadt \u00fcberhaupt, die das M\u00fcnzrecht erhielt. Der Ertrag aus dem M\u00fcnzrecht sollte ausdr\u00fccklich f\u00fcr<\/p>\n<p>den baulichen Unterhalt des Trifels verwendet werden. Es wurden dann auch wirklich umfassende Bauma\u00dfnahmen durchgef\u00fchrt. Der 12111 geborene Sohn Friedrichs Heinrich war 1220, also mit 9, zum r\u00f6misch-deutschen K\u00f6nig gew\u00e4hlt worden.<\/p>\n<p>Die Reichsverweserschaft \u00fcbernahm der K\u00f6lner Erzbischof Engelbert von K\u00f6ln. Als dieser 1225 starb, \u00fcbernahm Ludwig der Bayer dieses Amt. 1228 wechselte er aber auf die Seite des Papstes. Nun \u00fcbernahm Heinrich selbst die Regierung.<\/p>\n<p>1232 kam es aber auch zum Bruch mit dem Vater. 1235 verweigerte Heinrich dem Vater die Herausgabe des Trifels und damit auch der Reichsinsignien. Im Swiggerstal schlug Friedrich seinen Sohn. Er musste sich in Wimpfen unterwerfen.<\/p>\n<p>Er setzte mit Konrad von Osternohe einen Parteig\u00e4nger als Burgverwalter auf dem Trifels ein. Er war ein Deutschordensritter und verwalte wohl auch das Amt Trifels mit. Laut Reichssteuerverzeichnis von 1241 war das Amt eines der ergiebigsten<\/p>\n<p>Besitzt\u00fcmer des Reiches. Auf ihn folgte 1242 der Reichsministeriale Konrad Kropf von Fl\u00fcglingen, der Konradin nach Italien begleitet hatte und in der Schlacht bei Tagliacozzo mit ihm als sein Marschall in Gefangenschaft geriet und dann in Neapel hingerichtet wurde. 1246 war Reichstruchsess Philipp I. von Falkenstein Burgverwalter. Dieser stammte aus der Familie von Bonlanden. Verwalter der Reichsinsignien auf dem Trifels war mit Unterbrechungen bis 1259. Konrad IV., der einzige Sohn Friedrichs aus der Ehe mit<\/p>\n<p>dessen zweiter Ehefrau Isabella von Brienne war von 1235-1254 Herzog von Schwaben. 1237 war er als 8-J\u00e4hriger zum r\u00f6misch-deutschen K\u00f6nig gew\u00e4hlt worden.<\/p>\n<p>In einer am 17. September 1246 auf dem Trifels ausgestellten Urkunde best\u00e4tigte K\u00f6nig Konrad IV.\u00a0 \u201cdass Isengard, die hausfrau seines truchsessen Philipp von Falkenstein, ihm geantwortet habe die burg Trivels und die kaiserlichen zeichen, mit namen unsers herrn holz mit einem goldnen kreutz, St. Johann baptisten zahn, St. Mauricien speer, unsers herrn nagel, das kreuz mit der ketten und dem heiligthum, die goldene krone mit goldenem kreuze, zwei schwerter mit zwei scheiden, den goldenen fingerring mit dem rubin und vier saphiren, den goldnen apfel mit einem kreutz, den kaiserlichen mantel, drei goldne sporn, eine albe von weissem sammt, zwei scharlachene hosen und zwei schuhe mit steinen geziert, und andere angegebene gegenst\u00e4nde\u201d \u00fcbergeben hat.<\/p>\n<p>Der Ministeriale Wilhelm von Wimpfen wird 1251 von Konrad zum Burggrafen vom Trifels ernannt und in einer Urkunde vom 19. September 1253, die Bischof Hermann von W\u00fcrzburg ausstellt (WUB Band V., Nr. 1269, Seite 33-34) wird Wilhelm als H\u00fcter der Reichsinsignien in Trifels bezeichnet.<\/p>\n<p>Auch nach dem Tod Konrads 1254 waren die Reichsinsignien auf dem Trifels.\u00a0 K\u00f6nig Wilhelm von Holland \u201cschreibt dem abt von Egmond seinem vicecanzler, dass als er k\u00fcrzlich nach Oberdeutschland kam, er dort eine ihm sehr g\u00fcnstige stimmung gefunden habe, dass alle \u00fcber seinen anblick sich freuen wie eine mutter sich freut \u00fcber den ihres todt geglaubten sohnes, dass die burg Trifels mit den kaiserlichen zierden, den reichsheiligth\u00fcmern, der lanze und der krone nunmehr in seinem besitze sei. \u201c<\/p>\n<p>(Regestae Imperii Wilhelm &#8211; RI V,1,2 n. 5239 )inzwischen war wieder Philipp I. von Falkenstein Burgverwalter. Nachdem Wilhelm von Holland 1256 in einer Schlacht fiel, gab es wieder eine Doppelwahl. Der Burgverwalter \u00fcbergab die Insignien an<\/p>\n<p>Richard von Cornwall. Er wurde dann wieder mit der Bewachung der Insignien betraut. Dieses Amt ging an seinen Sohn Philipp II. \u00fcber. 1273 endete die Amtszeit der Falkensteiner. Auf ihn folgte Reinhard von Hohenecken. Reinhard \u00fcbergab dem<\/p>\n<p>neugew\u00e4hlten K\u00f6nig Rudolf von Habsburg nach dessen Wahl Burg Trifels und die Reichsinsignien. Nun verlor die Burg ziemlich schnell die Bedeutung, die sie w\u00e4hrend der Stauferzeit gehabt hatte. K\u00f6nig Rudolf lie\u00df die Insignien auf Burg Kyburg in der Schweiz bringen, die sich in seinem Besitz befand. Dort wurden die Insignien von 1273-1325 verwahrt. Albrecht von Habsburg, der nach der kurzen K\u00f6nigszeit von Adolf von Nassau auf den Thron kam, lie\u00df 1298 auch den Reichsschatz abtransportieren.<\/p>\n<p>K\u00f6nig Rudolf hatte die Burg nach wie vor von einem Burggrafen verwalten lassen. Er machte sie aber auch zu dem Sitz eines hohen Beamten, des Landvogts im Speyergau. Der erste Landvogt unter Rudolf war Graf Friedrich IV. von Leiningen.<\/p>\n<p>Vom\u00a0 28. Februar 1309 gibt es folgende in Speyer ausgestellte Urkunde: \u201cK\u00f6nig Heinrich teilt dem Adligen Raugraf Georg, seinem Getreuen (<em>nobili viri Georgio co\u00admi\u00adti Irsuto fideli suo dilecto<\/em>), mit, da\u00df er den Grafen Georg von Veldenz zum Landvogt f\u00fcr den Speyergau er\u00adnannt hat (<em>per Spirkowiam provincialem fecimus advocatum<\/em>); daher befiehlt er ihm, diesem s\u00e4mt\u00adliche Befestigungen und Burgen, die sein verstorbener Vater im Namen des Reiches in\u00adne\u00adhatte, unverz\u00fcglich und ohne Widerspruch zu \u00fcbergeben. \u2013 <em>Nobili viro <\/em>[&#8230;]. <em>Quia de circumspeccionis industria.\u201d (<\/em>Heinrich VII. &#8211; RI VI,4,1 n. 60)Raugraf Georg war der Sohn\u00a0 des Landvogtes im Speyergau. Er hatte sich in seinem Amt wohl Erpressungen zuschulden kommen lassen. Die \u00dcbertragung des Amtes auf den neuen Landvogt k\u00f6nnte durchaus eine Reaktion darauf sein. Am selben Tag\u00a0 hatte er die Ernennung auch den Schulthei\u00dfen, Sch\u00f6ffen, Ratsherren und allen B\u00fcrgern von Kaisers\u00adlautern, Wei\u00dfenburg, Landau, Selz, Hagenbach, Germersheim und Annweiler, seinen Ge\u00adtreuen \u201c mitgeteilt.<\/p>\n<p>(Heinrich VII. &#8211; RI VI,4,1 n. 59#)<\/p>\n<p>Ludwig der Bayer traf am 22. Januar 1330 eine f\u00fcr die Burg folgenschwere Entscheidung: \u201cKs. Ludwig verpf\u00e4ndet den Pfalzgrafen Rudolf [II.] und Ruprecht [I.] bei Rhein f\u00fcr 6000 Mark Silber die St\u00e4dte Neckargem\u00fcnd, Eberbach, Mosbach, Sinsheim sowie die Burgen Trifels, Neukastel, Germersheim, Annweiler, Guttenberg, Falkenburg, Wegelnburg und die D\u00f6rfer Ha\u00dfloch und B\u00f6hl.\u201d (Ludwig &#8211; [RI VII] H. 4 n. 33).<\/p>\n<p>Die beiden Pfalzgrafen machten Ludwig auf den ungen\u00fcgenden Bauzustand der als Pfand genommenen Reichsburgen aufmerksam. Da erteilte Ludwig den beiden die Erm\u00e4chtigung, alles was an den Reichsburgen verbaut w\u00fcrde mit \u201crechter Kundschaft\u201d zu dem Pfandschilling zu schlagen, also praktisch das Guthaben beim Reich um diese Summe zu erh\u00f6hen.Auch Karl IV. anerkannte 1359 eine H\u00f6he der Reichsschuld um 1000 Gulden. Sicher reizten die Pfalzgrafen das auch aus, denn es lag ja durchaus in deren Interesse,<\/p>\n<p>die Wiedereinl\u00f6sung m\u00f6glichst zu erschweren oder gar unm\u00f6glich zu machen. Die Pfalzgrafen betrachteten die Burg mehr und mehr als ihr Eigentum, wenn sie auch 1353 von Karl darauf hingewiesen wurden, dass der Trifels Reichseigentum war und<\/p>\n<p>kein Erbgut der Pfalzgrafen. Aber einl\u00f6sen konnte er die Burg nicht. Dazu hatte er schlicht das Geld nicht. Die Pfalzgrafen aber behandelten den Trifels \u00e4hnlich wie ihr sonstiges Eigentum. Sie lie\u00dfen Burg und Amt durch ihre Burgverwalter verwalten.<\/p>\n<p>Da auch die Pfalzgrafen klamm waren, nutzten die Pfalzgrafen 1402 und 1407 die Burg selbst als Pfandobjekt. Sie verpf\u00e4ndeten sie ebenfalls. 1410 gab es einen Besitzwechsel.<\/p>\n<p>Kurf\u00fcrst Ruprecht III. von der Pfalz, der 1400 zum deutschen K\u00f6nig gew\u00e4hlt worden war, hatte 4 S\u00f6hne Ludwig (III.), Johann, Stefan und Otto (I.) Im Mai 1410 machte er sein Testament und verf\u00fcgte die Aufteilung seines Familienbesitzes unter seinen<\/p>\n<p>4 S\u00f6hnen. Er starb nur ein halbes Jahr nach der Erstellung seines Testaments und gem\u00e4\u00df dem Testament wurde sein Herrschaftsgebiet unter seinen S\u00f6hnen aufgeteilt. Das ist die pf\u00e4lzische Erbteilung von 1410. Der Trifels und die benachbarte Burg Scharfeneck fielen<\/p>\n<p>an Stephan von Simmern- Zweibr\u00fccken. F\u00fcr den Trifels \u00e4nderte sich zun\u00e4chst nichts. Nur die Verwaltung wurde ausgetauscht. Nun sa\u00dfen Amtsleute von Simmern-Zweibr\u00fccken auf dem Trifels. Auch die Unterverpf\u00e4ndungen<\/p>\n<p>gingen weiter, so 1427, 1432 und vor 1442.<\/p>\n<p>Der 15. Februar 1486 ist ein weiteres wichtiges Datum f\u00fcr den Trifels. In einer in Frankfurt ausgestellten Urkunde best\u00e4tigt Friedrich III. den versammelten F\u00fcrsten und Kurf\u00fcrsten alle vom Reich erhaltenen \u00c4mter und Pfandschaften und z\u00e4hlt diese auf.<\/p>\n<p>Darunter ist auch der Trifels. Das bedeutet f\u00fcr die Burg, dass sie nicht mehr Reichsburg ist. Die Bedeutung der Burg ging aber weiter zur\u00fcck. Seit 1509 wurde Burg Trifels und Neukastel in Personalunion mit einem Burgverwalter verwaltet und der sa\u00df auf<\/p>\n<p>Neukastel.Zwischen 1558-1565 wurde auch das Amt Trifels aufgehoben. Es wurde dem Amt Neukastel inkorporiert.<\/p>\n<p>Im Bauernkrieg 1525 kam der Trifels vergleichsweise glimpflich davon. Die Nachbarburg Scharfeneck war zerst\u00f6rt worden. Der Nussdorfer Haufe hatte zwar Neukastel und den Trifels eingenommen. Da sie aber freiwillig eingelassen worden waren, kam es kaum zu Zerst\u00f6rungen.Die Burg blieb acht Tage besetzt und die Bauern hielten sich an den Vorr\u00e4ten schadlos. Die geringen Sch\u00e4den wurden noch im Jahr 1525 repariert.<\/p>\n<p>Seit 1565 lag auch das milit\u00e4rische Kommando bei einem Hauptmann mit Sitz auf Neukastel.1568 lie\u00df Herzog Wolfgang von Pfalz-Zweibr\u00fccken die R\u00e4umlichkeiten der Burg wieder instand setzen, vor allem aber Fenster und T\u00fcren<\/p>\n<p>diebstahlsicher machen. Aus dem Jahr 1595 ist eine Inventarliste \u00fcberliefert, die die geradezu armselige Ausstattung der Burg belegt. 1602 wurde die Burg bei einem schweren Unwetter vom Blitz getroffen und brannte weitgehend aus. Die Sch\u00e4den wurden wohl nur noch notd\u00fcrftig behoben.<\/p>\n<p>Im Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg waren um 1632 die Truppen des Grafen Mansfeld in der Gegend . Die Bev\u00f6lkerung suchte in diesen Zeiten Schutz und Unterschlupf auf dem Trifels. Als dann 1635 die Pest ausbrach, wurde auch der Trifels aufgegeben.<\/p>\n<p>Er wurde 1706 der Stadt Annweiler als Steinbruch \u00fcberlassen. Schon 1660 lie\u00df Herzog Friedrich Ludwig Marmorplatten und Marmors\u00e4ulen aus der Burg\u00a0 nach Annweiler in die dortige Kirche verbringen, weil ihr der Einsturz drohte.<\/p>\n<p>Ab 1841 f\u00fchrte die bayrische Staatsregierung Sicherungsma\u00dfnahmen durch. 1866 wurde der Trifelsverein gegr\u00fcndet. Der Verein hatte sich zur Aufgabe gemacht die Verbesserung der Aufg\u00e4nge, die Aufr\u00e4umung der Anlage, die Burgruine den Freunden der Natur und den Verehrern der historischen Vergangenheit n\u00e4her zu bringen, die Beschwerden beim Bergsteigen zu mindern. Man begann dann auch mit den Aufr\u00e4umarbeiten, wie es der Vereinszweck vorsah.<\/p>\n<p>Zur Zeit des Nationalsozialismus traf der Trifels pl\u00f6tzlich wieder auf gesteigertes Interesse. Die Nazis sahen den Symbolwert dieser geschichtstr\u00e4chtigen Burg und nutzten ihn f\u00fcr ihre politische Selbstdarstellung. 1935 wurden wissenschaftliche Grabungen durchgef\u00fchrt und 1937\/38 mit dem Wiederaufbau begonnen. Architekt war Rudolf Esterer. Von 1937 bis 1945 wirkte er als Berater des bayerischen Finanzministeriums in Baufragen. Von 1945 bis 1952\u00a0 war er Pr\u00e4sident der Schl\u00f6sserverwaltung .<\/p>\n<p>Er orientierte sich nicht am historischen Bauzustand. Kriegsbedingt stockte der Aufbau sehr rasch und kam nicht zum Ende. 1966 war der Bau weitgehend abgeschlossen. Es erfolgten dann noch weitere Sanierungsma\u00dfnahmen.<\/p>\n<p>Der Ausbau erfolgte dann nicht mehr so, wie Esterer ihn geplant hatte. Man kann aber an dem heutigen Ausbau durchaus nachvollziehen, nach welchen Gestaltungsprinzipien in der Zeit des Nationalsozialismus gebaut wurde<\/p>\n<p>Und das\u00a0als solches zu dokumentieren, ist ja\u00a0auch denkmalw\u00fcrdig.<\/p>\n<p align=\"center\"><a href=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/imagesYZ18QB0K.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; padding-top: 0px; padding-left: 0px; display: inline; padding-right: 0px; border: 0px;\" title=\"imagesYZ18QB0K\" alt=\"imagesYZ18QB0K\" src=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/imagesYZ18QB0K_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"183\" border=\"0\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Burg ist eine der popul\u00e4rsten Burgen der Pfalz, was mit ihrer wichtigen Rolle in der Zeit der Salier und Staufer zusammenh\u00e4ngt. 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