{"id":1745,"date":"2011-07-08T19:12:54","date_gmt":"2011-07-08T19:12:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/?p=1745"},"modified":"2011-12-31T22:24:29","modified_gmt":"2011-12-31T22:24:29","slug":"reichsabtei-gutenzell","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/?p=1745","title":{"rendered":"Reichsabtei Gutenzell"},"content":{"rendered":"<p>&#160;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/499pxGutenzell_Schutzbrief_1238.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-right-width: 0px; display: block; float: none; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; margin-left: auto; border-left-width: 0px; margin-right: auto\" title=\"499px-Gutenzell_Schutzbrief_1238\" border=\"0\" alt=\"499px-Gutenzell_Schutzbrief_1238\" src=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/499pxGutenzell_Schutzbrief_1238_thumb.jpg\" width=\"204\" height=\"244\" \/><\/a> <\/p>\n<p align=\"justify\">Zwischen 1216 und 1240 entstanden in Oberschwaben in rascher Folge Frauenzisterzen, n\u00e4mlich Wald 1216, Rottenm\u00fcnster 1220,&#160; Heggbach und Heiligkreuztal 1231, Baindt 1236 und schlie\u00dflich 1237 Gutenzell. Die Pr\u00e4monstratenser in Rot und Schussenried hatten mit ihrem Kapitelbeschluss von 1198 festgelegt, keine Schwesterngemeinschaften mehr zu betreuen. Offener zeigten sich dagegen die Zisterzienser mit dem Salemer Abt Eberhard von Rohrdorf (1191-1240). Er war der 5. Abt des Klosters und verwandt mit dem damaligen Konstanzer Bischof Diethelm von&#160; Krenkingen (Bischof von 1189-1206). Er wurde mit gerade mal 30 Jahren zum Abt gew\u00e4hlt und spielte in staufischer Zeit eine gewichtige Rolle und hatte auch einen sehr guten Draht zum damaligen Papst Innozenz III. (1198-1216). Von ihm wurde er immer wieder zu Vermittleraufgaben herangezogen. Abt Eberhard unterst\u00fctzte im oberschw\u00e4bischen Raum informelle Schwesternsammlungen und f\u00fchrte sie dem Zisterzienserorden zu. Die Klosterchronik nennt zwei Schwestern aus dem Geschlecht derer zu Schl\u00fcsselberg, die um 1230 das Kloster gegr\u00fcndet haben. Die Beschreibung des Oberamts aus dem Jahr 1837 berichtet von zwei Schl\u00f6ssern in der N\u00e4he von Gutenzell, eines auf dem sogenannten Schlo\u00dfberg bei Gutenzell. Allerdings ist ein Adelsgeschlecht von Schl\u00fcsselberg urkundlich nicht belegt. Wahrscheinlicher ist aber, dass die Stifter aus der Familie der Edelfreien von Aichheim kamen, entweder aus der Hauptlinie von Illereichen oder dem nach Burgrieden benannten Zweig. Die Herren von Aichheim lassen sich auch als F\u00f6rderer von Gutenzell nachweisen und sie errichteten dort auch ihre Grablege. <\/p>\n<p align=\"justify\">Wie Ausgrabungen zeigen, bestand im 12. Jahrhundert im Bereich der Klosterkirche auch schon eine Kirche und auch Klostergeb\u00e4ude waren wohl schon vorhanden. Ein benachbarter Zisterzienserabt musste um Aufnahme in den Orden gebeten werden. Die Schwesterngemeinschaft richtete ihren Klosterbau und ihre Lebensweise nach den zisterzienzischen Vorschriften ein. Der Abt hatte das zu begutachten und wenn er es verantworten konnte, stellte er beim n\u00e4chsten Generalkapitel den Antrag auf Inkorporation. Das Gutenzeller Patrozinium mit Kosmas und Damian ist bei den Zisterziensern eher un\u00fcblich und deutet auch darauf hin, dass schon vor der Aufnahme in den Orden eine Kirche bestand. Die Paternit\u00e4t im Zisterzienserorden bedeutete die Aufsicht \u00fcber Frauenkl\u00f6ster, seelsorgerliche Betreuung sowie Beratung in wirtschaftlichen Dingen und rechtlichen Fragen. So waren zum Beispiel die Kl\u00f6ster Heggbach und Gutenzell zur Rechnungslegung in Salem verpflichtet.<\/p>\n<p align=\"justify\">Im Gegensatz zu Heggbach, das auch f\u00fcr Frauen b\u00fcrgerlicher Herkunft offenstand, nahm Gutenzell nur Adlige auf.<\/p>\n<p align=\"justify\">Abt Eberhard setzte Mechthildis von Aichheim zur \u00c4btissin ein, die als 1. \u00c4btissin in der Abtsliste gef\u00fchrt wird. 1238 best\u00e4tigte Papst Gregor IX. (1227-1241) die Inkorporierung Gutenzells in den Zisterzienserorden. Gleichzeitig nahm er das Kloster in seinen Schutz. 1259 trat der erstmals belegte Name Bona Cella deutsch Guotencelle an die Stelle von Cella Dei.<\/p>\n<p align=\"justify\">Schon Konrad III., der erste Staufer auf dem K\u00f6nigsthron, hatte das Kloster Salem zum Reichskloster erhoben. Unter Abt Eberhard waren die Beziehungen zu den Herrschern ebenfalls bestens und Friedrich II. stellte dem Kloster eine Reihe Schutzurkunden aus. Davon profitierten nat\u00fcrlich auch die von Abt Eberhard gef\u00f6rderten Frauenkl\u00f6ster im oberschw\u00e4bischen Raum und wie Salem konnte Gutenzell auch nach dem Ende der Staufer seine Position behaupten.<\/p>\n<p align=\"justify\">Im liber decimationis, das ist das Zehntbuch des Bistums Konstanz, ein Amtsbuch, das zum Zweck des Einzugs des Kreuzzugszehnten angelegt wurde, ist Gutenzell und Heggbach steuerfrei gestellt.<\/p>\n<p align=\"justify\">Am 7.1. 1283 stellte Rudolf von Habsburg (K\u00f6nig von 1273-1291) in Ulm eine Urkunde aus, die es dem Nonnenkloster Gutenzell erlaubte, reichslehnbare und andere G\u00fcter bis zum Wert von 100 Mark zu erwerben.<\/p>\n<p align=\"justify\">1336 gab der W\u00fcrzburger Baumeister Bernolt dem Chorraum ein fr\u00fchgotisches Gepr\u00e4ge.<\/p>\n<p align=\"justify\">Am Palmsonntag 1369 schlug der Blitz ein und legte das ganze Kloster in Schutt und Asche. Die meisten Urkunden gingen verloren. Aber unter \u00c4btissin Becht war das Kloster 1390 schon wieder aufgebaut. Die Herren von Aichheim spendeten so reichlich, dass man sie fast als zweite Gr\u00fcnder des Klosters ansehen kann.<\/p>\n<p align=\"justify\"><a href=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/220pxGutenzell_Modell_Klosteranlage.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-right-width: 0px; display: block; float: none; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; margin-left: auto; border-left-width: 0px; margin-right: auto\" title=\"220px-Gutenzell_Modell_Klosteranlage\" border=\"0\" alt=\"220px-Gutenzell_Modell_Klosteranlage\" src=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/220pxGutenzell_Modell_Klosteranlage_thumb.jpg\" width=\"224\" height=\"169\" \/><\/a><\/p>\n<p>&#160;<\/p>\n<p align=\"justify\">Am 10. September 1418 stellte Kaiser Sigmund in Ulm eine Urkunde mit der er das Frauenkloster Gutenzell von allen Steuern, Diensten usw. befreite. Am 1. August 1437 erteilte Kaiser Sigmund in Eger dem Kloster Gutenzell unter \u00c4btissin Agnes \u201cdie Erlaubnis, f\u00fcr sein Gebiet ein besonderes Gericht \u00fcber Unzucht, Schuld, Geldschuld und Frevel zu errichten\u201d. Bisher hatte die Landvogtei Schwaben jegliche Gerichtsbarkeit im Gutenzeller Territorium ausge\u00fcbt. Die Blutgerichtsbarkeit verblieb bei der Landvogtei.Seine Nachfolger Friedrich III. und Maximilian best\u00e4tigen die Privilegien&#160; 1444 und 1496.<\/p>\n<p align=\"justify\">Da die Brandkatastophen die Urkunden vernichtet hatten, gibt erst ein 1469 angelegtes Urbar einen \u00dcberblick \u00fcber die Besitzverh\u00e4ltnisse des Klosters. Au\u00dfer Gutenzell hatte das Kloster Besitz in acht Weilern. Ein Drittel von Achstetten und Kirchberg sowie halb Oberholzheim geh\u00f6rten dem Kloster.<\/p>\n<p align=\"justify\">Im Bodenseeraum hatte das Kloster Weing\u00e4rten mit Schwerpunkt Markdorf und Kippenhausen. Zun\u00e4chst war das gemeinsamer Besitz von Heggbach und Gutenzell bis 1504 eine Teilung erfolgte.<\/p>\n<p align=\"justify\">1521 wird Gutenzell in der Reichsmatrikel aufgef\u00fchrt, das war ein Verzeichnis der Reichsst\u00e4nde, in dem auch festgelegt war, wieviele Truppen der jeweilige Stand f\u00fcr das Reichsheer zu stellen hatte. Gutenzell musste ebenso wie Heggbach und Baindt je 5 Fu\u00dfsoldaten stellen. Der Eintrag in die Matrikel wurde immer auch als Indiz f\u00fcr die Reichsunmittelbarkeit angesehen.<\/p>\n<p align=\"justify\">Nachdem die Kirche 1390 nach dem Blitzschlag wieder aufgebaut worden war, wurde sie auch mit pfarrlichen Rechten versehen. Ein Kaplan war auch angestellt worden. 1471 machte&#160; Kaplan Str\u00f6hlin&#160; eine Stiftung von 900 Gulden mit der Bedingung, dass au\u00dferhalb der Kirche ein Haus f\u00fcr einen Laienpriester und Kaplan gebaut wurde.<\/p>\n<p align=\"justify\">1522 kam bei einem Brand das Konventsgeb\u00e4ude zu Schaden. Um den Wiederaufbau zu finanzieren musste das Kloster das Dorf Steinberg wieder verkaufen, das es erst 1503 von der Ulmer Familie Rembold gekauft hatte.<\/p>\n<p align=\"justify\">Nachdem die Truppen des Schw\u00e4bischen Bundes ihren Kriegszug gegen Herzog Ulrich im M\u00e4rz 1525 beendet hatten, trafen die ersten Reiter in Oberschwaben ein. Es gab \u00dcberf\u00e4lle auf D\u00f6rfer, \u00fcber die sich der Baltringer Haufe am 25. M\u00e4rz mit einem Schreiben beschwerte. Die Lage eskalierte. Am 26. M\u00e4rz st\u00fcrmten die Bauern das Schloss des Salemer Abtes in Schemmerberg. In den folgenden Tagen wurde das Schloss Laupheim gepl\u00fcndert. Die Kl\u00f6ster Wiblingen, Ochsenhausen, Marchtal, Heggbach und Gutenzell wurden zum Anschluss an den Haufen&#160; gen\u00f6tigt. Gutenzell wurde auch gepl\u00fcndert. Dass es in Ochsenhausen und Heggbach keine Pl\u00fcnderungen gab, ist in Ochsenhausen wohl der 1502 zwischen Abt und Bauern nach Bauernunruhen im Klosterterritorium geschlossenen Vereinbarung und in Heggbach der besonnenen Haltung des Klosteruntertanen von Heggbach und F\u00fchrer des Baltringer Haufens Ulrich Schmid von Sulmingen zu verdanken.<\/p>\n<p align=\"justify\">Ab 1521 drang in die Reichsstadt Biberach die Reformation ein. 1529 hatte sie sich praktisch durchgesetzt. Die Mehrheit des katholischen Rates wurde verdr\u00e4ngt und Biberach war eine protestantische Stadt. An Mari\u00e4 Himmelfahrt 1525 wollten Biberacher B\u00fcrger in Gutenzell die Reformation einf\u00fchren, dies allerdings ohne Erfolg.<\/p>\n<p align=\"justify\">Zwischen 1500 und 1539 beteiligte sich die Abtei ebenso wie Baindt und Heggbach<\/p>\n<p align=\"justify\">an der Reichspr\u00e4latenkammer.1562 trat sie ihr bei, war aber meist durch den Salemer Abt vertreten. Sitz und Stimme im Schw\u00e4bischen Reichskreis und in der Reichsp\u00e4latenkammer gaben der Abtei Zugang zu Informationen und Netzwerken. Sie sah sich immer in sehr enger Beziehung zu Kaiser und Reich.<\/p>\n<p align=\"justify\">Die schwerste Zeit erlebte die Abtei im Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg. Schon 1621 setzte der Krieg dem Kloster so zu,&#160; dass nur noch 10 Klosterfrauen im Kloster lebten. W\u00e4hrend des Krieges wurde das Kloster mehrmals gepl\u00fcndert so 1631 und 1637.<\/p>\n<p align=\"justify\">1632 fl\u00fcchtete der Konvent vor den herannahenden Schweden in die Steiermark. Diese verw\u00fcsteten das Kloster und setzten es in Brand.<\/p>\n<p>1647 besetzten die Schweden das Kloster nochmals und z\u00fcndeten bei ihrem Abzug die Kirche an. Br\u00e4nde und Pl\u00fcnderungen zerst\u00f6rten Teile des Klosterarchivs. Am Ende des Krieges lebten noch drei Nonnen.<\/p>\n<p>Das Kloster musste sich in Schulden st\u00fcrzen und der Aufbau dauerte Jahrzehnte. Um den Wiederaufbau machte sich die \u00c4btissin Barbara Thum von Neuburg (1630-1663) verdient.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/ALBUrkunden_16550804_00868_01.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-right-width: 0px; display: block; float: none; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; margin-left: auto; border-left-width: 0px; margin-right: auto\" title=\"ALB-Urkunden_16550804_00868_01\" border=\"0\" alt=\"ALB-Urkunden_16550804_00868_01\" src=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/ALBUrkunden_16550804_00868_01_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"176\" \/><\/a><\/p>\n<p>Im Unterschied zu Heggbach stammten die \u00c4btissinnen aus dem Adel, zum Beispiel aus den Familien von Aichheim, Griesingen, Freyberg, Landenberg, Stotzingen, Donnersberg, Brunegg und von Gall.<\/p>\n<p align=\"justify\">Der oberste Verwaltungsbeamte des Klosters f\u00fchrte den Titel eines Hofmeisters. Ab 1521 nahm er im Auftrag der \u00c4btissin an den Sitzungen des Schw\u00e4bischen Kreises teil.<\/p>\n<p align=\"justify\">Von 1685 erhielt die Abtei von \u00d6sterreich den Blutbann als Lehen bis 1717. 1742 \u00fcbertrug \u00d6sterreich die Blutgerichtsbarkeit an das Kloster Salem. Als ausf\u00fchrendes Organ f\u00fcr das Territorium der Abtei fungierte die Salemer Pflege Schemmerberg. Es gab nun allerdings Abstimmungsschwierigkeiten  \u00fcber hohe und niedere Gerichtsbarkeit. Auch die Abtei Heggbach hatte das Problem. Beide prozessierten vor dem Reichskammergericht.&#160; 1752 k\u00fcndigte Abt Anselm Schwab die Paternali\u00e4t Salems auf. 1753 unterstellte sich Gutenzell im Einvernehmen mit dem Generalabt Trouv\u00e9 der Abtei Kaisheim und verblieb in deren Paternali\u00e4t bis zur S\u00e4kularisation.<\/p>\n<p align=\"justify\">Die Gutenzeller Zisterzienserinnen \u00fcbten kunsthandwerkliche T\u00e4tigkeiten aus, vor allem Paramentenstickerei. Beredtes Zeugnis daf\u00fcr ist die Gutenzeller Barockkrippe<\/p>\n<p align=\"justify\"><a href=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/220pxKrippe_Gutenzell.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; border-top: 0px; margin-right: auto; border-right: 0px\" title=\"220px-Krippe_Gutenzell\" border=\"0\" alt=\"220px-Krippe_Gutenzell\" src=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/220pxKrippe_Gutenzell_thumb.jpg\" width=\"224\" height=\"185\" \/><\/a>aber auch die Bekleidung und der Schmuck der Reliquien der Katakombeheiligen Justina und Christina in der Gutenzeller Kirche. 1698 gab es Gebetsbr\u00fcderschaften mit den Augustinern von Memmingen und 1701 mit den Benedikinern von Ochsenhausen. Wirtschaftlich hatte sich das Kloster soweit erholt, dass es zwischen 1755 und 1756 die Kirche nach Pl\u00e4nen von Dominikus Zimmermann barock umgestalten konnte. \u00c4btissin war Maria Alexandra Zimmermann (1759-1776), die Tochter von Dominikus Zimmermann. Die Umgestaltung der Klosterkirche war Bestandteil ihrer Aussteuer. Die Stuckaturen schuf Franz Xaver Feuchtmayer, auch das ein Bezug zur neuen Mutterabtei Kaisheim.<\/p>\n<p align=\"justify\">Ihre Nachfolgerin war Maria Justina von Erolzheim (1756-1803). Sie war die letzte \u00c4btissin von Gutenzell. Nach der S\u00e4kularisation von 1803 ging das Kloster an den Reichsgrafen Joseph August von Toerring. Das Kloster wurde als sogenanntes Aussterbekloster gef\u00fchrt, das hei\u00dft es durften keine Novizinnen mehr aufgenommen werden. Die ehemalige \u00c4btissin verstarb 1809, die letzte Nonne 1851. Der neue Eigent\u00fcmer war nicht sehr gl\u00fccklich mit seiner neuen Besitzung. Bauliche T\u00e4tigkeit, juristische Prozesse und die Folge der napoleonischen Kriege, Kontributionen und Einquartierungen hatten eine&#160; verschuldeten Konvent hinterlassen. Dazu kamen noch die Nonnenpensionen, die noch weiterhin Kosten verursachten. 1806 kam das Gebiet an W\u00fcrttemberg. 1864 wurde das Konventsgeb\u00e4ude bis auf den Ostfl\u00fcgel abgerissen, der noch heute als Pfarrhaus und Forstamt dient. Erhalten geblieben ist auch die ehemalige Torwache.<\/p>\n<p align=\"justify\">Das Kloster war ein wichtiger Arbeit und- Auftraggeber f\u00fcr die Handwerker. Mit der Aufhebung des Klosters fiel er weg. Gutenzell verfiel zun\u00e4chst mal in bittere Armut,<\/p>\n<p align=\"justify\">ein Problem, das eine ganze einstmals bl\u00fchende Klosterlandschaft betraf.<\/p>\n<p align=\"justify\"><a href=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/503pxGutenzell_Ansicht1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; border-top: 0px; margin-right: auto; border-right: 0px\" title=\"503px-Gutenzell_Ansicht1\" border=\"0\" alt=\"503px-Gutenzell_Ansicht1\" src=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/503pxGutenzell_Ansicht1_thumb.jpg\" width=\"205\" height=\"244\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#160; Zwischen 1216 und 1240 entstanden in Oberschwaben in rascher Folge Frauenzisterzen, n\u00e4mlich Wald 1216, Rottenm\u00fcnster 1220,&#160; Heggbach und Heiligkreuztal 1231, Baindt 1236 und schlie\u00dflich 1237 Gutenzell. 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