{"id":1732,"date":"2011-07-01T16:25:09","date_gmt":"2011-07-01T16:25:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/?p=1732"},"modified":"2011-07-01T16:27:21","modified_gmt":"2011-07-01T16:27:21","slug":"kloster-amorbach","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/?p=1732","title":{"rendered":"Kloster Amorbach"},"content":{"rendered":"<p>&#160;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/800pxAmorbach_Kloster_1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-right-width: 0px; display: block; float: none; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; margin-left: auto; border-left-width: 0px; margin-right: auto\" title=\"800px-Amorbach_Kloster_1\" border=\"0\" alt=\"800px-Amorbach_Kloster_1\" src=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/800pxAmorbach_Kloster_1_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"184\" \/><\/a><\/p>\n<p>&#160;<\/p>\n<p align=\"justify\">Im Otterbachtal bei Amorbach entsprang eine Quelle, der schon in r\u00f6mischer Zeit Heilkraft nachgesagt wurde. Schon die R\u00f6mer sollen hier einen Altar zu Ehren der dort wohnenden Quellnymphe errichtet haben. Es z\u00e4hlte durchaus zur \u201cStrategie der iro-schottischen M\u00f6nche, die kurz nach 700 in den S\u00fcdwesten des damaligen Germaniens zur Mission gekommen sind, heidnische Kultst\u00e4tten um zu widmen. So soll der fr\u00e4nkische Gaugraf Ruthard 714 Pirmin und seine Gef\u00e4hrten gerufen haben, um den Odenwald zu christianisieren. Sie sollen auch ins Otterbachtal gekommen sein und sich an der Quelle niedergelassen haben und dort eine h\u00f6lzerne Kirche gebaut haben. 734 wurde dann das Kloster Marienm\u00fcnster gebaut und die Kirche angeblich von Bonifatius geweiht. Der erste Abt soll Amor gewesen sein und \u00fcber 20 Jahre dort&#160; regiert haben. Daher leitet sich auch der Name Amorbach ab. Andere leiten den Namen aber auch von \u201camarbach\u201d her, was auf den Wasserreichtum der Gegend hinweist aber auch vom lateinischen amara=Sumpf abgeleitet sein k\u00f6nnte.<\/p>\n<p align=\"justify\">Aber weder Pirmin noch Amor sind f\u00fcr die Gr\u00fcndung Amorbachs historisch belegt und Pirmin war wohl in der fraglichen Zeit an anderen Orten. Auf jeden Fall hatte das Kloster eine interessante Lage an der Kreuzung eines alten Fernwegs gelegen, der vom Mainknie bei Miltenberg an den Necker nach Wimpfen f\u00fchrte und der Stra\u00dfe von Worms durch den Odenwald nach W\u00fcrzburg. Es passte sicher in den Ausbauplan&#160; der Karolinger, aber dass die vier um den Odenwald liegenden Kl\u00f6ster Fulda, Lorsch, Mosbach und Amorbach von der Zentralgewalt praktisch den Auftrag hatten, das unbesiedelte Waldgebiet zu erschlie\u00dfen l\u00e4sst sich aus den Urkunden nicht erschlie\u00dfen. F\u00fcr Lorsch (772) und Fulda (774) ist die Erhebung zur Reichsabtei urkundlich belegt, f\u00fcr Amorbach und Mosbach nicht. Auch erhalten Lorsch und Fulda<\/p>\n<p align=\"justify\"><a href=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/Amorsbrunn_Kapelle_1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-right-width: 0px; display: block; float: none; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; margin-left: auto; border-left-width: 0px; margin-right: auto\" title=\"Amorsbrunn_Kapelle_1\" border=\"0\" alt=\"Amorsbrunn_Kapelle_1\" src=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/Amorsbrunn_Kapelle_1_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"169\" \/><\/a> <\/p>\n<p align=\"justify\">gro\u00dfz\u00fcgige Schenkungen von den Karolingern und viele Privilegien. F\u00fcr die beiden kleineren Abteien ist nichts derartiges belegt.&#160; Aus der Zeit der Karolinger gibt es nur zwei Urkunden die Amorbach betreffen, die eine ist eine Urkunde von 788, in der Karl der Gro\u00dfe der Kirche von W\u00fcrzburg Schenkungen seines Vaters f\u00fcr die Kirche W\u00fcrzburg best\u00e4tigt. Das aber ist genau die Urkunde, mit denen das Bistum gegen\u00fcber Otto III. seine Anspr\u00fcche auf Amorbach \u201cdokumentiert\u201d. Die andere ist eine Schenkung Ludwig des Deutschen aus dem Jahr 849. Doch auch diese wird nicht als echt angesehen. Amorbach soll auch wegen seiner Rolle als Reichskloster stark in die Sachsenmission einbezogen gewesen sein. So stellte es die ersten 6 Bisch\u00f6fe des um 800 gegr\u00fcndeten Bistums Verden an der Aller. Allerdings ist erst Haruch bis 808 Abt in Amorbach \u201cecht\u201d nachgewiesen. Der erste Verdener Bischof war Suitbert, ein Angelsachse und von 767-775 Abt in Amorbach. Er soll 786 von Karl dem Gro\u00dfen als Bischof nach Ostfalen entsandt worden sein. Die angeblich von Karl dem Gro\u00dfen am 29. Juni 786 ausgestellte Urkunde ist aber, wie man wei\u00df, eine F\u00e4lschung aus dem 12. Jahrhundert, um mit der Konstruktion einer falsche Fr\u00fchgeschichte des Bistums Verden von Hermann von Verden, um Anspr\u00fcche des Erzbistums Bremen abzuwehren. <\/p>\n<p align=\"justify\">Zwischen 915 und bis zur Schlacht auf dem Lechfeld 955 und dem Sieg Ottos des Gro\u00dfen \u00fcber die Ungarn fallen diese immer wieder sengend und mordend im s\u00fcdlichen Teil des Reiches ein. Auch Amorbach wird zwei Mal gepl\u00fcndert und niedergebrannt. Viele M\u00f6nche werden ermordet. Der Maler Oswald Onghers hat \u201cDie Ermordung der M\u00f6nche des Klosters Amorbachs durch die Hunnen\u201d 1662 gemalt. Die Urkunden gehen verloren, vielleicht ein Grund, f\u00fcr die urkundenlose Zeit Amorbachs unter den Karolingern.<\/p>\n<p align=\"justify\">Die erste Urkunde f\u00fcr Amorbach ist 996 ausgestellt. Mit dieser Urkunde verleiht Otto dem Kloster die Immunit\u00e4t. Am 4. April 999 stellt Otto III. f\u00fcr das Bischof W\u00fcrzburg auf Bitten des verstorbenen Bischofs Bernward (990-995) eine Urkunde aus, mit der er die Abteien Neustadt am Main, Schwarzach, Amorbach, Murrhardt und Schl\u00fcchtern dem Bistum W\u00fcrzburg unterstellt, weil sie diesem ungerecht entzogen worden seien. Allerdings ist da Otto einer F\u00e4lschung aufgesessen.<\/p>\n<p align=\"justify\">Unter Erzbischof Brun von K\u00f6ln (925-965) wurde 951 im Kloster Lorsch der ordo Gorziensis eingef\u00fchrt.&#160; Die Kl\u00f6ster von Fulda, Corvey, St. Gallen, St. Martin in K\u00f6ln und Amorbach sind von dort aus reformiert worden. Die Gorzer Reformbewung unterschied sich stark von der von Cluny. Gorze pl\u00e4dierte f\u00fcr ein Reichsm\u00f6nchtum unter weltlicher Herrschaft. Amorbach wird bis 1000 im Sinne Gorzes reformiert. Heinrich II.(1002-1024) war ein Sch\u00fcler des Reformanh\u00e4ngers Erzbischof Adalbert von Magdeburg (910-981). Er f\u00f6rderte auch die Reformbewegung in den Kl\u00f6stern des deutschen Reiches. 1013 setzte er in Fulda den Abt Brantho II., obwohl rechtm\u00e4\u00dfig gew\u00e4hlt kurzerhand ab und ersetzte ihn durch den Lorscher Reformabt, der dann in Fulda und Lorsch in Personalunion Abt war. Als dieser 1018 starb brachte er den Amorbacher Reformabt Richard ins Spiel, der dann auch gew\u00e4hlt wurde und von 1018-1039 ebenfalls in Personalunion Abt von Fulda und Amorbach war.<\/p>\n<p align=\"justify\">Schenkungen vom Kloster Lorsch um 1000 h\u00e4ngen wohl mit der Reformierung Amorbachs zusammen.<\/p>\n<p align=\"justify\">1015 gr\u00fcndete Heinrich II. das Kloster Michelsberg in Bamberg. Die ersten M\u00f6nche kamen aus Amorbach und Fulda.<\/p>\n<p align=\"justify\">Am 15. April 1016 verleiht Heinrich II. in Bamberg dem \u201c in der Wildnis des Odenwalds gelegenen&#160; Abtei Amorbach\u201d auf Bitten des Bischofs Heinrich von W\u00fcrzburg die Immunit\u00e4t, das ist die Befreiung kirchlicher Personen oder G\u00fctern von weltlichen Diensten oder Abgaben, aber auch die Zugriffsbeschr\u00e4nkung weltlichen Rechts auf kirchliche Besitzt\u00fcmer oder Orte.<\/p>\n<p align=\"justify\">Im Oktober 1016 verleiht er dem Kloster Pr\u00fcm unter Abt Urold Immunit\u00e4t und K\u00f6nigsschutz. Das geschieht auf Bitten mehrerer Bisch\u00f6fe und Auch Abt Richards von Amorbach.<\/p>\n<p align=\"justify\">Aus dieser Zeit stammt der Watterbacher Tragaltar, eine Goldschmiedearbeit aus dem fr\u00fchen 11. Jahrhundert. Sie wurde m\u00f6glicherweise f\u00fcr das Kloster Amorbach<\/p>\n<p align=\"justify\"><a href=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/401pxWatterbacher_Tragaltar_c1020.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-right-width: 0px; display: block; float: none; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; margin-left: auto; border-left-width: 0px; margin-right: auto\" title=\"401px-Watterbacher_Tragaltar_c1020\" border=\"0\" alt=\"401px-Watterbacher_Tragaltar_c1020\" src=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/401pxWatterbacher_Tragaltar_c1020_thumb.jpg\" width=\"165\" height=\"244\" \/><\/a>geschaffen und ist heute im Bayrischen Nationalmuseum zu bewundern. <\/p>\n<p align=\"justify\">Nachfolger Abt Richards wird Abt Ezzelin. Er konnte durch Kauf des \u201cMudauer Odenwalds den Amorbacher Grundbesitz vergr\u00f6\u00dfern. Gekauft hat er ihn um 1050 wohl von den Herren von Lohrbach. Die Benediktiner von Amorbach legten hier Rodungssiedlungen an, aus denen die Ortschaften um Mudau herum ihren Ursprung fanden. 1271 gelangten die Herrschaftsrechte durch Kauf von den Herren von D\u00fcrn an das Erzstift Mainz. Mudau bildete den Mittelpunkt der \u201cMudauer Zehnt\u201d.Nach 1100 fand auch die Hirsauer Reformbewegung Anh\u00e4nger im Kloster Amorbach, was noch heute die Westt\u00fcrme der Abtei bezeugen. Die doppelt\u00fcrmige Westfassade war Merkmal des Hirsauer Baustils.<\/p>\n<p align=\"justify\">1168 best\u00e4tigt Friedrich I. dem Bischof Herold von W\u00fcrzburg die hohe Gerichtsbarkeit und untersagt gleichzeitig den Wiederaufbau der Burg Frankenberg,weil von da aus der Frieden in der gesamten Provinz ins besondere der Abtei Amorbach zerst\u00f6rt worden sei. Man kann annehmen, dass damit auch ein Vogteiwechsel f\u00fcr die Abtei erfolgt ist. Die Herren von D\u00fcrn werden zwar expressis verbis 1246 in dieser Funktion bezeugt. Es ist aber wahrscheinlich, dass sie schon zu Barbarossas Zeiten Vogteirechte \u00fcber die Abtei aus\u00fcbten. Rupert von D\u00fcrn war ein treuer Gefolgsmann Friedrichs I. und nahm an sechs Italienz\u00fcgen des Kaisers teil. Er war bei der Kr\u00f6nung Barabarossas als K\u00f6nig des Arelats sowie Heinrichs zum K\u00f6nig&#160; von Sizilien teil Au\u00dferdem fungierte bei ungef\u00e4hr 140 Herrscherurkunden als Zeuge. Die Staufer hatten Interesse an diesem Raum und \u00fcbten \u00fcber Edelfreie wie die Herren von D\u00fcrn indirekte Herrschaft aus. Ihren Verwaltungssitz hatten sie in Walld\u00fcrn. 1253 erhob Konrad von D\u00fcrn den Klosterort Amorbach zur Stadt. Die Familie der D\u00fcrn erlebte unter Konrad den H\u00f6hepunkt ihrer Macht, aber es setzte auch schon der Niedergang ein. Konradstarb 1253 danach wurde die Herrschaft unter die drei S\u00f6hne geteilt. Der Wildenberger Zweig unter Ulrich verkaufte 1271 Wildenberg samt umliegenden D\u00f6rfern an das Erzstift Mainz, 1272 die Stadt Amorbach den Zehnt und die Vogteirechte \u00fcber das Kloster. Damit nahm das Stift im Odenwald den Platz der D\u00fcrn ein. Das Erzstift war der weltliche Herr geworden. Die kirchliche Herrschaft verblieb beim Bistum W\u00fcrzburg.<\/p>\n<p align=\"justify\">Von 1373 bis 1397 war Friedrich Feyser Amorbacher Abt. Er lie\u00df 1395 das Amorbacher Urbar anlegen, ein G\u00fcter-und Rechtsverzeichnis der Abtei.Wie viele andere Kl\u00f6ster hatte Amorbach um 1400 mit dem R\u00fcckgang der Klosterdisziplin zu k\u00e4mpfen. Abt Dietrich von Kunnich (1406-1428) \u00f6ffnete das Kloster auch f\u00fcr Nichtadelige, ein Rezept das auch in Rot, Steingaden und Reichenau gewirkt hatte.<\/p>\n<p align=\"justify\">Der Neffe Dietrichs, Heinrich von Kunnich (1428-1456) erreichte wie wirtschaftliche Gesundung der Abtei. 1448 wurde die Klosterm\u00fchle und das Backhaus neu gebaut.<\/p>\n<p align=\"justify\">Das Kloster war nun in 19 D\u00f6rfern Vogteiherr und bezog Eink\u00fcnfte aus 100 Ortschaften.<\/p>\n<p align=\"justify\">Dann kam allerdings das Jahr 1525 mit dem gro\u00dfen Bauernkrieg. Die Kl\u00f6ster waren als Zehntherren der Bauern nat\u00fcrlich besonders im Visier der Bauern.<\/p>\n<p align=\"justify\"><a href=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/kolwitzbauer22.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; border-top: 0px; margin-right: auto; border-right: 0px\" title=\"kolwitzbauer22\" border=\"0\" alt=\"kolwitzbauer22\" src=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/kolwitzbauer22_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"196\" \/><\/a>Der Odenw\u00e4lder Haufe kam im April in die N\u00e4he von Burg Hornberg. Der Bauernf\u00fchrer Wendelin Hipler nahmen G\u00f6tz von Berlichingen als Hauptmann f\u00fcr 4 Wochen auf. Der Helle Haufe zog auf seinem Zug von Buchen vors Kloster Amorbach. Die Bauern forderten nun von Abt und Konvent Kleinodien, goldene und silberne Kirchengef\u00e4\u00dfe und Bargeld. Dann wurde das Kloster gepl\u00fcndert. Es sollte auch gebrandschatzt werden. Dagegen wandte sich der Rat von Amorbach, weil das Kloster zu nah an den H\u00e4usern liege. Das Kloster wurde daraufhin nicht in Brand gesteckt sondern zerst\u00f6rt. Nur die Zinsb\u00fccher des Klosters gingen in Flammen auf. G\u00f6tz von Berlichingen wird sich auf dem Reichstag von Speyer pers\u00f6nlich gegen\u00fcber Georg Truchsess von Waldburg rechtfertigen und erkl\u00e4ren, das Niederbrennen von Wildenberg, die Pl\u00fcnderung Amorbachs und die Verw\u00fcstung von Miltenberg sei alles gegen seien Willen geschehen. Er habe sich dem Bauernhaufen nur angeschlossen, um schlimmeres zu verhindern. Das Kloster erholte sich relativ bald von Raub und Pl\u00fcnderung.<\/p>\n<p align=\"justify\">Die Reformation konnte sich in Amorbach nicht durchsetzen<\/p>\n<p align=\"justify\">1547 musste Amorbach&#160; unter dem&#160; dem Markgrafenkrieg leiden. Sehr viel schlimmer traf es aber Kloster und Umgebung im Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg. 1631 nahm Gustav Adolf Amorbach ein. Er setzte einen von Gemmingen als Pr\u00e4fekten ein. Das Kloster aber schenkte er mit allen G\u00fctern dem Grafen von Erbach. Das Kloster wurde aufgehoben. Nach der verlorenen Schlacht von N\u00f6rdlingen 1634. Die Schweden und der Graf von Erbach wurden von den Kaiserlichen vertrieben. Kaiser Ferdinand restituierte das Kloster wieder. Der Krieg war noch lange nicht zu Ende. 1643 zogen hessische Soldaten durch. Im April 1645 kamen die Schweden nochmals zur\u00fcck. Im Juni 1645 nahm die bayrische Armee ihr Hauptquartier in Amorbach. 1648 r\u00fcckten Franzosen ein. Die Pest und der Krieg hatten den Odenwald fast entv\u00f6lkert. Die wirtschaftlichen Grundlagen waren weggebrochen. <\/p>\n<p align=\"justify\">Es lebten&#160; nur noch 11 M\u00f6nche im Kloster.<\/p>\n<p align=\"justify\">Zwar war 1648 der Westf\u00e4lische Friede geschlossen worden.&#160; Aber 1674 \u00fcberschritten franz\u00f6sische Truppen den Rhein unter Marschall Turenne, eroberten die Pfalz und verw\u00fcsteten sie. Amorbach entging wieder einmal nur knapp einer Brandschatzung. Erst nach diesen Kriegswirren erholte sich die Abtei wieder.<\/p>\n<p align=\"justify\">1656 war Amorbach im Zuge von Gebietsbereinigungen weltlich und auch kirchlich an Mainz gekommen. Der Mainzer Erzbischof Johann Philipp von Sch\u00f6nborn (1605-1673) schr\u00e4nkte die Rechte Amorbachs zugunsten der f\u00fcrstbisch\u00f6flichen Gewalt ein. Er war \u00fcbrigens einer der ersten Reichsf\u00fcrsten, von Friedrich von Spee nachhaltig beeinflusst, der die Abhaltung Hexenprozessen auf seinem Territorium verbieten lie\u00df.<\/p>\n<p align=\"justify\"><a href=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/330pxKloster_Amorbach_1735.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; border-top: 0px; margin-right: auto; border-right: 0px\" title=\"330px-Kloster_Amorbach_1735\" border=\"0\" alt=\"330px-Kloster_Amorbach_1735\" src=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/330pxKloster_Amorbach_1735_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"146\" \/><\/a>1660 wurde ein Geb\u00e4udetrakt mit Abtswohnung, Kellerei und G\u00e4stehaus gebaut. <\/p>\n<p align=\"justify\">Unter Abt C\u00f6lestin Mann, der von 1674-1713 regierte, lebten wieder 41 M\u00f6nche im Kloster. Unter Abt Engelbert Kirnbacher, der von 1728-1753 regierte wurde 1734 gro\u00df die Tausendjahrfeier begangen. Die Abteikirche wurde von 1742-1747 barock umgestaltet. 1778-1803 regierte mit Benedikt K\u00fclsheimer der letzte Abt des Klosters. Noch in seiner Amtszeit bekam Amorbach 1782 die seinerzeit gr\u00f6\u00dfte Orgel der Welt, erbaut von den Gebr\u00fcdern Stumm aus dem Hunsr\u00fcck.1783.1786 entstand noch ein neuer Konventsbau im amorbacher Zopfstil. Eine neue Bibliothek und ein Festsaal (Gr\u00fcner Saal)wurden gebaut<\/p>\n<p align=\"justify\">Mit der S\u00e4kularisation 1803 endeten \u00fcber 1000 Jahre Abteigeschichte. 24    <br \/>M\u00f6nche mussten das Kloster verlassen. <\/p>\n<p align=\"justify\">Das Kloster fiel an die F\u00fcrsten von Leiningen. Der ehemalige Klostergarten wurde von Friedrich Ludwig Sckell zu einem Landschaftsgarten im englischen Stil umgestaltet, dem sogenannten Seegarten. Von ihm stammen auch die Englischen G\u00e4rten in Eulbach und M\u00fcnchen.<\/p>\n<p align=\"justify\"><a href=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/2893459556_039f34f2e8.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; border-top: 0px; margin-right: auto; border-right: 0px\" title=\"2893459556_039f34f2e8\" border=\"0\" alt=\"2893459556_039f34f2e8\" src=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/2893459556_039f34f2e8_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"173\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#160; &#160; Im Otterbachtal bei Amorbach entsprang eine Quelle, der schon in r\u00f6mischer Zeit Heilkraft nachgesagt wurde. Schon die R\u00f6mer sollen hier einen Altar zu Ehren der dort wohnenden Quellnymphe errichtet haben. 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