{"id":674,"date":"2011-01-12T20:04:33","date_gmt":"2011-01-12T20:04:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/?p=674"},"modified":"2011-01-12T20:05:46","modified_gmt":"2011-01-12T20:05:46","slug":"kloster-disibodenberg","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/?p=674","title":{"rendered":"Kloster Disibodenberg"},"content":{"rendered":"<p>\u00a0<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/images1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"display: block; float: none; margin-left: auto; margin-right: auto; border: 0px;\" title=\"images\" src=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/images_thumb1.jpg\" border=\"0\" alt=\"images\" width=\"154\" height=\"106\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der heilige Disibod (619-700) war ein irischer M\u00f6nch und Einsiedler. Um 640 kam er in das Frankenreich. Mit drei Gef\u00e4hrten wirkte er etwa 10 Jahre in den Ardennen und Vogesen, hatte allerdings geringen Erfolg. Auf seinen Wanderungen kam er auch ins Nahetal. Dort kam er zu einer in einem Traum vorbezeichneten Stelle. So ist es in seiner Vita zu lesen. Dies war am Zusammenfluss von Nahe und Glan. Auf dem dort liegenden Berg befand sich schon in keltischer Zeit ein Heiligtum, das in r\u00f6mischer Zeit fortbestand, wie Funde belegen. So wurde dort ein r\u00f6mischer Altar aus dem 2.\/3. Jahrhundert gefunden. Im 4. Jahrhundert stand auf dem Berg eine r\u00f6mische Ansiedlung. An einer Quelle baute sich Disibod mit seinen Gef\u00e4hrten eine H\u00fctte. Er starb im Jahre 700 mit 81 Jahren. Sein Grab galt als wundert\u00e4nig und wurde zur Pilgerst\u00e4tte. Nach seinem Tod wurde auf dem Berg eine kloster\u00e4hnliche Anlage errichtet als eine der \u00e4ltesten im Mainzer Sprengel. 745 besuchte Bonifatius, der Bischof von Mainz das Grab des Missionars und lie\u00df die Gebeine<\/p>\n<p>Disibods unter den Altar der Klosterkirche \u00fcberf\u00fchren. Bei den Normanneneinf\u00e4llen von 882 wurde auch das Kloster heimgesucht. Auch wurde es in der 1. H\u00e4lfte des 10. Jahrhunderts wiederholt von Ungarn \u00fcberfallen. Die M\u00f6nche flohen und die<\/p>\n<p>Geb\u00e4ude verfielen. Erzbischof Hatto<a href=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/220pxDisibodenberg_Rekonstruktion.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"display: inline; margin-left: 0px; margin-right: 0px; border: 0px;\" title=\"220px-Disibodenberg_Rekonstruktion\" src=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/220pxDisibodenberg_Rekonstruktion_thumb.jpg\" border=\"0\" alt=\"220px-Disibodenberg_Rekonstruktion\" width=\"224\" height=\"155\" align=\"right\" \/><\/a> II.l\u00f6ste die<\/p>\n<p>Anlage auf. Erzbischof Willigis von Mainz lie\u00df die<\/p>\n<p>Geb\u00e4ude instandsetzen und einen neue Kirche bauen. Die Anlage wurde 12 Kanonikern aus Mainz \u00fcbergeben. 1108 berief dann Erzbischof Ruthard Benediktiner aus der Abtei St. Jakob in Mainz. Es wurde mit dem Bau eines neuen Klosters und der dreischiffigen Basilika, der St. Nikolauskirche begonnen. Diese wurde1143 geweiht. Die Grafenfamilie von Sponheim lie\u00df 1108 eine Frauenklause auf dem Disibodenberg errichten. 1112 zog dort die Grafentochter Jutta von\u00a0 Sponheim ein und auch Hildegard, die sp\u00e4tere Hildegard von Bingen. Nach dem Tode von Jutta von Sponheim im Jahr 1136 wurde Hildegard in dem inzwischen auf 10 Frauen angewachsenen Konvent als Nachfolgerin Juttas gew\u00e4hlt. Ab 1147 \u00fcbersiedelte Hildegard aber auf den Ruppertsberg bei Bingen, da die Platzverh\u00e4ltnisse nicht mehr ausreichten. Au\u00dferdem sagte ihr die Gemeinschaft mit den M\u00f6nchen nicht mehr zu. Nach dem Weggang Hildegards deutete sich der Niedergang des Disibodenbergs an. Das ehemals reiche Kloster wurde zunehmend verschuldet. Die M\u00f6nche verlie\u00dfen den Disibodenberg in immer st\u00e4rkerem Ma\u00dfe. Erzbischof Gerhard von Mainz \u00fcbergab das Kloster dann an die Zisterzienser des Klosters Otterberg, einer Filialgr\u00fcndung von Ebersbach. Die Zisterziensier f\u00fchrten das Kloster zu einer dritten Bl\u00fcte und hielten sich 300 Jahre. Der Krieg zwischen Kurf\u00fcrst Friedrich von der Pfalz und Herzog Ludwig von\u00a0 Pfalz Zweibr\u00fccken im Jahre 1471 sowie der pf\u00e4lzisch-bayrische Erbfolgekrieg von 1504 machten dem Kloster schwer zu schaffen. Es wurde v\u00f6llig ausgepl\u00fcndert.<a href=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/index13.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"display: inline; margin-left: 0px; margin-right: 0px; border: 0px;\" title=\"index1\" src=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/index1_thumb2.jpg\" border=\"0\" alt=\"index1\" width=\"103\" height=\"128\" align=\"left\" \/><\/a><\/p>\n<p>Den Bauernkrieg \u00fcberstand es einigerma\u00dfen\u00a0 unbeschadet. Die Reformation, die im Nahegebiet gut aufgenommen wurde, f\u00fchrt schlie\u00dflich zur Aufl\u00f6sung der Abtei. Peter von Limbach, der letzte Abt des Klosters, trat dieses 1559 an den Meisenheimer Erbvogt Herzog Wolfgang zu Zweibr\u00fccken ab. Das Kloster wurde s\u00e4kularisiert und ein Verwalter trat ein. Weiter Zerst\u00f6rungen erfolgten im 30-j\u00e4hrigen Krieg und im Pf\u00e4lzischen Erbfolgekrieg. Trotzdem standen die Klostergeb\u00e4ude bis 1790 noch aufrecht. Die Franzosen versteigerten Grund und Boden w\u00e4hrend ihrer Herrschaft \u00fcber das linke Rheinufer (1797-1814). Die Klosteranlagen dienten dann als Steinbruch. Heute ist der Disibodenberg im Besitz der Scivias-Stiftung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0 Der heilige Disibod (619-700) war ein irischer M\u00f6nch und Einsiedler. Um 640 kam er in das Frankenreich. Mit drei Gef\u00e4hrten wirkte er etwa 10 Jahre in den Ardennen und Vogesen, hatte allerdings geringen Erfolg. Auf seinen Wanderungen kam er auch ins Nahetal. Dort kam er zu einer in einem Traum vorbezeichneten Stelle. 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