{"id":3344,"date":"2025-10-21T16:24:21","date_gmt":"2025-10-21T16:24:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/?p=3344"},"modified":"2025-10-21T16:24:57","modified_gmt":"2025-10-21T16:24:57","slug":"kloster-kastl","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/?p=3344","title":{"rendered":"Kloster Kastl"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"[object Object]\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/e\/e2\/Ertl_Kastl.png\" width=\"300\" height=\"171\"><\/p>\n<p>Das Kloster Sankt Petrus in Kastl in der Oberpfalz wurde wahrscheinlich 1103 nach der Klostertradition schon 1098 durch durch Markgraf Diepold III. von Vohburg ((* 1075- 1146) und<\/p>\n<p>Graf Berengar von Sulzbach (vor *1080-1125) und&nbsp; Graf Friedrich von Habsberg-Kastl (+11.11.1103) sowie sein Sohn Graf Otto von Habsberg-Kastl (um 1080-&nbsp; wohl 1125), der Stiftung von Kastl vollendete.<\/p>\n<p>Markgraf Diepold stammte aus dem Haus der&nbsp; Diepoldinger-Rapotonen und Markgraf im Nordgau. Er gr\u00fcndete 1188 auch das Benediktinerkloster Reichenbach am Regen im Landkreis Cham und<\/p>\n<p>1133 das Zisterzienserkloster Waldsassen.<\/p>\n<p>Graf Berengar&nbsp; entstammte dem Adelsgeschlecht der Grafen von Sulzbach . Er war Teil der F\u00fchrungsgruppe des kirchlichen Reformkreises, die sich im 11. Jahrhundert bildete, die sich direkt <\/p>\n<p>an die Cluniazensische Klosterreform anschloss.<\/p>\n<p>Er gr\u00fcndete die Stifte Berchtesgaden ( 1102 erstmals urkundlich erw\u00e4hnt) , zwischen 1107-1109 das Augustinerchorherrenstift St. Margareth in Baumburg und eben Kastl.<\/p>\n<p>Graf Berengar und Graf Otto waren auch verwandtschaftlich miteinander verbunden und auch Otto geh\u00f6rten zu diesem Reformkreis.<\/p>\n<p>An der Klostergr\u00fcndung war auch Bischof&nbsp; Gebhard III. (1084-1110)&nbsp; von Konstanz beteiligt. Er war der Bruder von Gr\u00e4fin Luitgard, der Gemahlin von Markgraf Diepold III.<\/p>\n<p>Er war ein entschiedener Gegner von Kaiser Heinrich IV. (K\u00f6nig von 1056-1084, dann Kaiser bis 1105)<\/p>\n<p>Gebhard war&nbsp; 1086 im Investiturstreit abgesetzt worden.<\/p>\n<p>Papst Urban II.(1088-1099) ernannte Gebhard 1089 zum p\u00e4pstlichen Legaten f\u00fcr Deutschland.<\/p>\n<p>Schon 1086 hatte er sich an das Reformkloster Hirsau und dessen Abt Wilhelm von Hirsau (1069-1o91) gewandt, weil sich auch im Kloster Petershausen der Verfall <\/p>\n<p>des Ordensgeistes zeigte. Abt Wilhelm&nbsp; war der Vater der Hirsauer Reform.<\/p>\n<p>Gebhard reformierte Kloster Peterhausen und setzte dabei zwei \u00c4bte ab.<\/p>\n<p>Wilhelm von Hirsau sandte seinen Prior Theoderich nach Petershausen.<\/p>\n<p>Dort war er Abt von 1086 bis 1100.<\/p>\n<p>In Peterhausen war er die ideale Besetzung f\u00fcr den Abtstuhl.<\/p>\n<p>Er war auch ein vertrauter Freund von Bischof Gebhard.<\/p>\n<p>Von 1104-1108 war er auch Abt in Kloster Kastl<\/p>\n<p>Theoderich war der Sohn des Grafen Kuno von W\u00fclfingen und einer Leibeigenen namens Berta<\/p>\n<p>Er war erst M\u00f6nch in St. Ulrich und Afra in Augsburg, dann Prior in Hirsau<\/p>\n<p>Wegen des Investiturstreites musste er aber von 1103 bis 1105 Peterhausen verlassen&nbsp; und suchte mit einem Teil seiner M\u00f6nche Zuflucht in dem neu<\/p>\n<p>gegr\u00fcndeten Kloster Kastl und bildete so den Gr\u00fcndungskonvent des Klosters.<\/p>\n<p>Die erste Urkunde f\u00fcr das Kloster stellte Papst Paschalis II. (1099-1118) am 12. Mai 1102 aus.<\/p>\n<p>\u201cPapst Paschalis II gestattet den Grafen Peringer, Friedrich und dessen Sohn Otto sowie der Gr\u00e4fin Leukarda, auf ihrem Eigengut &#8222;apud Castellum&#8220; zu Ehren des hl. Apostels Petrus ein Kloster zu errichten und nimmt dieses Kloster in Eigentum und Schutz des hl. Petrus. Er best\u00e4tigt alle gegenw\u00e4rtigen und zuk\u00fcnftigen Besitzungen des Klosters und gew\u00e4hrt freie Abt- und Vogtwahl sowie Besetzungsrecht f\u00fcr die Eigenkirchen.\u201d STAAM, Kloster Kastl Urkunden 2  <\/p>\n<p>Die Urkunde enthielt&nbsp; vor allem die freie Abt-und Vogtwahl, die den Kl\u00f6stern der Hirsauer Reform wichtig waren.&nbsp; Papst Paschalis nahm das Kloster in seinen Schutz und als Eigentum St. Peters.  <\/p>\n<p>Es war also praktisch p\u00e4pstliches Eigenkloster. Daf\u00fcr musste das Kloster alle drei Jahre drei Goldbyzantiner, das sind nach heutigem Goldwert (23.09.2025) 1.375 \u20ac, zahlen  <\/p>\n<p>Auch die Wahl des Stiftpatrons Sankt Peter war in Hirsauer Kl\u00f6stern \u00fcblich.  <\/p>\n<p>Vor allem Otto und dessen Vater Friedrich beschenkten das Kloster reich.  <\/p>\n<p>Das f\u00fchrte dazu, dass das Kloster gleich einen gro\u00dfen Zulauf hatte.  <\/p>\n<p>Abt Theoderich begann mit dem Bau der Basilika.  <\/p>\n<p>Nach der Thronbesteigung von Heinrich V. (1106-1125) konnte Theoderich in sein Heimatkloster Peterhausen zur\u00fcckkehren  <\/p>\n<p>Er ernannte Altmann (ca. 1108\u20131128) zum Abt von Kastl.<\/p>\n<p>Schon 1118 wurde von Kastl aus das Kloster Reichenbach am Ragen gegr\u00fcndet.<\/p>\n<p>Auch hier waren Markgraf Diepold III. von Vohburg und seiner Mutter Liutgard die Stifter.<\/p>\n<p>Der erste Abt Witigo, (1118\u20131119,)kam mit M\u00f6nchen aus dem Kloster Kastl.<\/p>\n<p>Auch Plankstetten, das 1129 gegr\u00fcndet wurde, wurde wohl von M\u00f6nchen aus Kastl besiedelt.<\/p>\n<p>Kloster Auhausen, das schon 1136 in einer Privilegienurkunde von Papst Innozenz II. (1130-1143) erw\u00e4hnt wird, <\/p>\n<p>hatte als erste M\u00f6nche solche aus Kastl.<\/p>\n<p>1129 wurde der&nbsp; Chor&nbsp; der Klosterkirche. von Kastl fertiggestellt. <\/p>\n<p>Die Weihe vollzog der Eichst\u00e4tter Bischof&nbsp; Gebhard II. von Gr\u00f6gling (1126-1149).<\/p>\n<p>Auf Abt Altmann folgte Abt Ortwin (ca. 1128\u20131137). Er wurde m\u00f6glicherweise schon 1123 Abt von Kastl Er verstarb am&nbsp; 13.September 1137.<\/p>\n<p>Seit 1139 tritt Graf Gebhard von Kreglingen( als Vogt von Kloster Kastl auf Er starb vor 1188.&nbsp; Er schenkte dem Kloster einen Hof oder Gut Eppenhofen.<\/p>\n<p>Der Ort ist nicht zu ermitteln. Die Schenkung muss zwischen 1157 und 1188 erfolgt sein.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Otto (1138\u20131160).<\/p>\n<p>Er war pers\u00f6nlich in Rom.<\/p>\n<p>Am 11. April 1139 stellte dort Papst Innozenz II.l auf Bitten Ottos eine Schutzurkunde aus, in der auch die Urkunde von Papst Paschalis best\u00e4tigte.<\/p>\n<p>Er best\u00e4tigte auch den Klosterbesitz, der einzeln aufgez\u00e4hlt wurde.<\/p>\n<p>STAAM, Kloster Kastl Urkunden 4<\/p>\n<p>Am 29. M\u00e4rz 1159&nbsp; schenkte Heinrich II. von \u00d6sterreich genannt Jasomirgott&nbsp; (1156-1177)&nbsp; Kloster Kastl eine Reihe von G\u00fctern.<\/p>\n<p>STAAM, Kloster Kastl Urkunden 5<\/p>\n<p>Da es eine Reihe von G\u00fctern war, sorgte diese Schenkung auch f\u00fcr einen wirtschaftlichen Aufschwung des Klosters<\/p>\n<p>In der Urkunde steht \u201cdas&nbsp; von seinen Voreltern ererbte Gut Habechsperch (Habsberg)\u201d \u2013 (oder lateinisch parentes \u00fcbersetzt mit Voreltern)<\/p>\n<p>Das ist wohl einfacher als Verwandt zu sehen. Herzog Heinrich war ein Onkel des Hauptstifters Friedrich von Habsberg-Kastl.<\/p>\n<p>Nach Dr. Karl Bosl war Abt Otto zum Zeitpunkt der Ausstellung der Urkunde bereits tot. (Bosl Das Nordgau Kloster Kastl, Regensburg 1939, S.64)<\/p>\n<p>Nachfolger Ottos wurde Abt Gebold (1160\u20131172)<\/p>\n<p>Lange konnte sich das Stit der Schenkung&nbsp; nicht freuen. Ehemalige Habsbergische Ministerialen missg\u00f6nnten dem Kloster die reichen Schenkungen.<\/p>\n<p>Auf Bitten von Abt Gebold stellte Heinrich II.&nbsp; am 2. April 1162 einen Schutzbrief aus, in dem er sich sehr energisch f\u00fcr den Schutz der Schenkung einsetzt.<\/p>\n<p>STAAM, Kloster Kastl Urkunden 6  <\/p>\n<p>Am 2. Juni 1165 nahm Kaiser Friedrich I. (1155-1190) Kloster Kastl in seinen Schutz. Diese Urkunde wurde wohl ebenfalls&nbsp; durch das Einwirken Herzog Heinrichs,  <\/p>\n<p>der auch Onkel von Friedrich Barbarossa war, ausgestellt. Besonder betont werden die Schenkungen Heinrichs.  <\/p>\n<p>\u201cKaiser Friedrich (I) nimmt zu seinem und seiner Voreltern Seelenheil Abt Gebold von Castell, seine Kirche, Br\u00fcder, Familie und s\u00e4mtlichen G\u00fcter, besonders die G\u00fcter, die sein Onkel v\u00e4terlicherseits, Herzog Heinrich von Oesterreich, dem Kloster schenkte, namentlich die G\u00fcter, die Alersbach(1) genannt werden, in seinen besonderen kaiserlichen Schutz und verbietet bei einer Strafe von 20 Pfund Gold, je zur H\u00e4lfte an seinen Fiskus und das Kloster zahlbar, jedem Bischof und weltlichen Grossen, das Kloster irgendwie zu bedr\u00fccken\u201d  <\/p>\n<p>STAAM, Kloster Kastl Urkunden 7  <\/p>\n<p>Nachfolger von Abt Gepold wurde Abt Konrad I. von K\u00f6sching (1172\u20131189)  <\/p>\n<p>Das Patronat der Kirche von Geroldsee lag seit 1175 beim Kloster Kastl.  <\/p>\n<p>Dar\u00fcber entbrannte ein Streit zwischen 1216 und 122, der erst 121 durch vom Papst bestimmte Schiedsrichter zu Gunsten von Kastl entschieden wurde.  <\/p>\n<p>STAAM, Kloster Kastl Urkunden 12  <\/p>\n<p>Die Kirche von Kloster Kastl wurde zwischen 1182 und 1195 fertiggestellt.  <\/p>\n<p>Die Grafen von Hirschberg hatten 1188 mit der Grafschaft Sulzbach auch die Kastl\u2019sche Erbvogtei \u00fcbernommen .  <\/p>\n<p>Der Hauptsitz der Vogtei lag in der Bischofstadt Eichst\u00e4tt.  <\/p>\n<p>Die oft notwendigen Verhandlungen mit den Bisch\u00f6fen und auch die Rechtsgesch\u00e4fte mit den V\u00f6gten machten immer wieder Aufenthalte in Eichst\u00e4tt n\u00f6tig.  <\/p>\n<p>Das Kloster erhielt 1189 die Schenkung eines Hauses in Eichst\u00e4tt.  <\/p>\n<p>Der Domherr Folkmar schenkte dem Kloster sein Haus \u00fcber der Br\u00fccke in Eichst\u00e4tt unter der Bedingung , dass an seinem Jahrtag jedem Domherrn ein sch\u00f6nes Weizenbrot sowie zur Verteilung an alle Domherrn 2 Urnen Wein geben m\u00fcssen.  <\/p>\n<p>STAAM, Kloster Kastl Urkunden 10  <\/p>\n<p>Nachfolger von Abt Konrad wurde Abt Rupert (1189\u20131205)  <\/p>\n<p>Auch in Regensbrg besa\u00df das Kloster ein Haus. Seit 1245 \u00fcberlie\u00df&nbsp; der Regensburger Domdekan Heinrich Seman das Kastlerhaus in der Pruckstra\u00dfe . (Bosl, S. 69)  <\/p>\n<p>Abt Gebhard von Rieden (1205\u20131222) weigerte sich nach einer Sulzbacher Chronik einem Familienmitglied der Scharfenberger , der wohl in Italien gestorben war,  <\/p>\n<p>auf Kosten des Klosters nach Kastl zu bringen und ihn dort auf Grund einer Freiheit zu bestatteten.  <\/p>\n<p>Die Scharfenberger hatten ihren Stammsitz auf der Burg Scharfenberg. Sie ist abgegangen und von ihr existiert nur noch  <\/p>\n<p>der Burgstall Schaufenberg in in der Gemeinde Ursensollen im Oberpf\u00e4lzer Landkreis Amberg-Sulzbach  <\/p>\n<p>Auf die Weigerung hin \u00fcberfielen die Scharfenberger das Kloster und besch\u00e4digten es schwer.  <\/p>\n<p>Die Folge war auch, dass sich der Abt um k\u00f6niglichen Schutz bem\u00fchte. Gebhard erhielt von Kaiser Friedrich II. (1212-1250) am 24. Mai 1219 in W\u00fcrzburg  <\/p>\n<p>folgende Urkundeausgestellt: \u201cK\u00f6nig Friedrich II. nimmt auf Bitte des Abtes Gebehard das Kloster Castell mit allen Besitzungen und Unfreien in seinen und des Reiches besonderen Schutz und verspricht die Vogtei \u00fcber dieses Kloster allezeit in den H\u00e4nden des Reiches zu behalten und sie weder teilweise noch ganz zu verleihen, zu verpf\u00e4nden noch sonst irgendwie zu entfremden, wie dies im Privileg des Papstes Innozenz II. n\u00e4her ausgef\u00fchrt ist. Als seinen Stellvertreter wird er einen Vogt bestimmen, den er allerdings auf Wunsch des Abtes wieder absetzen w\u00fcrde.\u201d  <\/p>\n<p>STAAM, Kloster Kastl Urkunden 14. Abt Gebhard war vermutlich pers\u00f6nlich in W\u00fcrzburg, um die Urkunde zu erhalten.  <\/p>\n<p>Sein Nachfolger Abt&nbsp; Wernhard (1222\u20131238) schenkte dem Kloster G\u00fcter, die er selbst erworben hatte.Daf\u00fcr sollte  <\/p>\n<p>Daf\u00fcr sollte an Allerheiligen eine Festmesse f\u00fcr ihn gehalten werden. Die Eink\u00fcnfte aus den G\u00fctern sollten zum  <\/p>\n<p>Teil den Konventualen zukommen, zum Teil f\u00fcr die Lichter in der \u2018Kirche und ein weiterer Teil an den Almosenmeister zur Verteilung an Arme. STAAM, Kloster Kastl Urkunden 16  <\/p>\n<p>Wichtiger aber war, er lie\u00df durch Papst Gregor IX. (1227- 12141) die p\u00e4pstlichen Schutzurkunden Kastls erneuern. STAAM, Kloster Kastl Urkunden 17  <\/p>\n<p>Die Urkunde wurde am 22. Mai 1235 in Perugia ausgestellt.  <\/p>\n<p>Burg Scharfenberg wurde durch die Schutzv\u00f6gte des Klosters, die Markgrafen von Vohnburg zerst\u00f6rt. Die Tr\u00fcmmer der Burg wurden zur Reparatur des Kloster verwendet.  <\/p>\n<p>Der Eichst\u00e4tter Bischof Hartwig von Gr\u00f6gling-Dollnstein (1196-1223) weihte die wiederaufgebaute Kirche.<\/p>\n<p>1244 entstand ein heftiger Streit zwischen den Grafen von Hirschberg und den Grafen von Hohenfels um die Vogtei von Kloster Kastl.<\/p>\n<p>Das Gebiet von Kastl war Kriegsgebiet geworden. Zahlreicher Kastler Klosterbesitz war im Zuge dieser Auseinandersetzung zerst\u00f6rt worden.<\/p>\n<p>Diese Auseinandersetzungen war dar\u00fcber hinaus eingebunden, in den Konflikt zwischen Kaiser Friedrich II. und Papst Gregor VII.<\/p>\n<p>Das Kloster versuchte in diesem Streit neutral zu bleiben, wurde aber oft gebrandschatzt und musste zur Befriedigung seiner Peiniger Schulden machen.<\/p>\n<p>Beinahe wurde es auch in den finanziellen Ruin des letzten Hirchberger Grafen Gebhard VII. (um 1261-1305) hineingezogen. <\/p>\n<p>Er hatte viel Geld bei Regensburger Juden aufgenommen.<\/p>\n<p>Von 1275-1291 war Friedrich II. von Haintal Abt von Kloster Kastl.<\/p>\n<p>In seiner Zeit fand die Erhebung der Gebeine der Klostergr\u00fcnder sowie von Abt Altmann statt.<\/p>\n<p>Abt Friedrich dankte 1291 ab.<\/p>\n<p>!293 war das Kloster nicht in der Lage, selbst einen Abt zu finden.Vermutlich auf Empfehlung und Veranlassung des Bischofs von Eichst\u00e4tt Reinboto von Meilenhart (1279 \u20131297 ) wurde<\/p>\n<p>Albert (1293\u20131306) zum Abt von Kastl gew\u00e4hlt. Er war von 1286\u20131293 Abt in Plankstetten, einem bisch\u00f6flichen Eigenkloster.<\/p>\n<p>Die Grafen von Hirschberg waren auch dort V\u00f6gte.<\/p>\n<p>Abt Albert sollte das Kloster reformieren. Die M\u00f6nche wehrten sich gegen ihn und verjagten ihn. Anf\u00fchrer scheint der Prior Karl gewesen sein.<\/p>\n<p>Er tritt i einer Urkunde vom 9. Oktober 1295 auf. STAAM, Kloster Kastl Urkunden 24<\/p>\n<p>Es ist \u00fcbrigens die erste eigentliche Verleihungsurkunde des Klosters.<\/p>\n<p>Ein R\u00fcdiger erh\u00e4lt ein gut in Neumarkt in Erbpacht und einen Naturalzins.<\/p>\n<p>Bischof Reinboto scheint wohl die weltliche Macht gegen die revoltierenden M\u00f6nche in Anspruch genommen zu haben und damit Erfolg gehabt zum haben.<\/p>\n<p>Denn am 25. Februar 1797 urkundet Abt Albert wieder. es geht um eine Gebetsverbr\u00fcderung mit Kloster Heidenheim. STAAM, Kloster Kastl Urkunden 24<\/p>\n<p>Diese Geschehnisse zeigen aber auch, dass die Klosterzucht stark gesunken war.<\/p>\n<p>Prior und Konvent hatten dabei die Zustimmung des Klostervogtes Gebhard und setzten sich \u00fcber Exkommunikation und Interdikt des Bischofs hinweg.<\/p>\n<p>Gebhard war mit Gr\u00e4fin Sophie von \u00d6ttingen verheiratet.<\/p>\n<p>Die <big><font size=\"3\">Mutter Gebhards war&nbsp; Herzogin Sophie von Bayern. Als sich abzeichnete, dass Gebhard VII. ohne m\u00e4nnliche Nachkommen bleiben w\u00fcrde,<\/font><\/big><\/p>\n<p><big><font size=\"3\">machte Herzog Ludwig von Bayern (1274-1319) Anspr\u00fcche auf Gebharsds Erbe geltend wegen einer engen Verwandtschaft mit.<\/font><\/big><\/p>\n<p><big><font size=\"3\">Dieser hatte aber bereits in zwei Testamenten das Bistum Eichst\u00e4tt als Erben seiner Grafschaft Hirschberg eingesetzt.<\/font><\/big><\/p>\n<p><big><font size=\"3\">In einem letzten Testament von 1304 setzte er ausdr\u00fccklich Bischof <\/font><\/big>Konrad II. von Pfeffenhausen (1297 \u20131305) als Erben ein.<\/p>\n<p>Nach dem Tod Gebhards am <big>am 4. M\u00e4rz 1305 entbrannte der Kampf ums Erbe zwischen Bayern und dem Bischof von Eichst\u00e4tt.<\/big><\/p>\n<p><big>Er wurde <big><font size=\"3\">am 19. Oktober 1305, durch einen in Gaimersheim geschlossenen Vergleich beendet.<\/font><\/big><\/big><\/p>\n<p><big><big><font size=\"3\">Da es auch um Vogteirechte ging, war Kloster Kastl davon auch betroffen.<\/font><\/big><\/big><\/p>\n<p><big><big><font size=\"3\">Schon 1301 hatte Kloster Kastl von Gebhard&nbsp; seine Kirchens\u00e4tze in Dietkirchen und die dortige Vogtei und die Vogtei Eschenfelden, seinen Besitz in Lauterhofen mit Gericht und Vogtei,<\/font><\/big><\/big><\/p>\n<p><big><big><font size=\"3\">seinen&nbsp; Besitz in M\u00fchlhausen und Umelsdorf, au\u00dferdem eine M\u00fchle und einen Meierhof geschenkt.<\/font><\/big><\/big><\/p>\n<p><big><big><font size=\"3\">Au\u00dferdem befreite Gebhard das Kloster von der Vogtei und aller Gewalt, die er dort hatte.<\/font><\/big><\/big><\/p>\n<p><big><big><font size=\"3\">Das Testament wurde 1305 rechtskr\u00e4ftig.<\/font><\/big><\/big><\/p>\n<p><big><big><font size=\"3\">Albrecht I. (1298-1308) best\u00e4tigte am 9.M\u00e4rz 1305 dem pers\u00f6nlich in N\u00fcrnberg erschienen&nbsp; erschienen Abtes Albert die Urkunden Friedrichs I. und des II.&nbsp; <\/font><\/big><\/big>STAAM, Kloster Kastl Urkunden 34<\/p>\n<p>Als wirtschaftliches Teilunternehmen von Kloster Kastl wurde das domus hospitalis,der Spital in den Blickpunkt. Abt Albert&nbsp; f\u00f6rderte den Ausbau und er fand Spender.<\/p>\n<p>Ritter Marquard, der in der Urkunde 24 erscheint,\u00fcbergab dieses Gut als Grundst\u00fcck und gab dazu&nbsp; 90 Pfund Heller, das sind etwa 12.516,00 \u20ac. <\/p>\n<p>Er&nbsp; bestellte&nbsp; Marquard zum Spitalverwalter auf Lebenszeit. In dieser Urkunde wird auch festgelegt, dass der Abt einen neuen Spitalverwalter nur mit Zustimmung des Konvents bestimmen kann.<\/p>\n<p>STAAM, Kloster Kastl Urkunden 31<\/p>\n<p>Albert musste 1306 resignieren. Das belegt, dass sich das kl\u00f6sterliche Leben noch nicht erholt hatte.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Syboto (1306\u20131322)<\/p>\n<p>Dieser scheint seine besondere F\u00fcrsorge dem Spital gewidmet haben.1316 schenkte Konrad der Vierling G\u00fcter an das Spital und gab Anweisungen, wie diese zu verwenden waren. <\/p>\n<p>Er war Konventuale in Kastl, hatte aber Eigeng\u00fcter. STAAM, Kloster Kastl Urkunden 51<\/p>\n<p>Am 4. April 1318 \u00fcbergab Abt Syboto dem Spital ein Gut in Pettenhofen, heute Bezirk Neumarkt. STAAM, Kloster Kastl Urkunden 55<\/p>\n<p>Am 16. Oktober 1320 erhielt das Spital von Friedrich dem Truchsess ein Gut&nbsp; in Gebertshofen, auch Bezirk Neumarkt. STAAM, Kloster Kastl Urkunden 56<\/p>\n<p>Auch Gebetsverbr\u00fcderungen mit anderen Kl\u00f6stern gab es unter Abt Syboto, so 1310 mit Kloster Pr\u00fcll, heute im Stadtgebiet von Regensburg STAAM, Kloster Kastl Urkunden 41<\/p>\n<p>und 1311 mit Kloster W\u00fclzburg. STAAM, Kloster Kastl Urkunden 43<\/p>\n<p>1314 wurde Ludwig IV. (der Bayer) zum K\u00f6nig gew\u00e4hlt. 1328 (-1347) war er Kaiser.<\/p>\n<p>Er wurde zu einem der bedeutendsten F\u00f6rderer von Kloster Kastl.<\/p>\n<p>Am 29. Mai 1315 best\u00e4tigte er dem pers\u00f6nlich erschienen Abt Syboto in N\u00fcrnberg den Schutzbrief von K\u00f6nig Albert vom.&nbsp; 09.03.1305 STAAM, Kloster Kastl Urkunden 50<\/p>\n<p>Am 20. Dezember 1315 verzichtetet er auf alle Rechte an den G\u00fctern zu Oberndorf, die dem Kloster geh\u00f6ren und die er ohne Recht seinem Vitztum (Statthalter) verliehen hatte. <\/p>\n<p>STAAM, Kloster Kastl Urkunden 50\/a*  <\/p>\n<p>Am 19. M\u00e4rz m13 22 dankte Abt Syboto ab.  <\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Hermann (1323\u20131356)  <\/p>\n<p>Die bayrischen Herz\u00f6ge hatten eine r\u00fccksichtslos Territorialpolitik betrieben. Aber auch Kloster Kastl hatte einen wirtschaftlichen und politischen Ausdehnungsdrang.  <\/p>\n<p>Der neue Abt musste nun mit den Wittelsbachern ein freundschaftliches, nachbarliches Verh\u00e4ltnis zu finden.  <\/p>\n<p>Abt Hermann fand gute \u00e4u\u00dfere Bedingungen.&nbsp; Mit der Wahl Ludwigs war es ja auch zum Thronstreit zwischen Ludwig und dem Habsburger Friedrich dem Sch\u00f6nen(1314-1325) gekommen.  <\/p>\n<p>Ludwig war in dieser Zeit auf Bundesgenossen angewiesen. Die norgauische Ritterschaft w\u00e4re sicher ein solcher wertvoller Partner gewesen.  <\/p>\n<p>Auf diese hatte der Abt von Kastl einen gro\u00dfen Einfluss.  <\/p>\n<p>Ludwig gestaltete nun Kloster Kastl als St\u00fctzpunkt seiner K\u00f6nigsmacht aus und versuchte, den Abt als Parteigenossen zu gewinnen.  <\/p>\n<p>In der Schlacht bei Gammelsdorf 1313 tat sich der Feldhauptmann der Reichstadt&nbsp; N\u00fcrnberg hervor. er hatte auch sehr enge Beziehungen zu Kastl und ist dort bestattet.  <\/p>\n<p>Den wichtigsten Sieg errang Ludwig am 28. September 1322 bei M\u00fchldorf.  <\/p>\n<p>Am 8. Januar 1323 lie\u00df Abt Hermann ein Dankfest f\u00fcr den Sieg in der Klosterkirche von Kastl feiern.  <\/p>\n<p>Ludwigs Dank lie\u00df nicht lange auf sich warten.  <\/p>\n<p>Er gew\u00e4hrte Kloster Kastl das Recht, im Markt Kastl einen Wochenmarkt nach Amberger Recht abzuhalten. STAAM, Kloster Kastl Urkunden 62  <\/p>\n<p>Hermann ging auch viele Verbr\u00fcderungen ein.  <\/p>\n<p>Am 27.Januar 1324 besiegelte er mit Abt Bohuslaw von Kloster Kladrau in B\u00f6hmen in in der Stadt Kladruby im Westen Tschechiens.  <\/p>\n<p>STAAM, Kloster Kastl Urkunden 65  <\/p>\n<p>Gebetsbr\u00fcderschaften hatte er auch mit dem Frauenkloster Niederaltaich,, ebenso 1326 mit dem Zisterzienserinnenklostr Seligenpforten unter der 1315 erw\u00e4hlten \u00c4btissin Anna von Uttenhofen&nbsp; <\/p>\n<p>STAAM, Kloster Kastl Urkunden 72, 1327 mit der Benediktinerabtei&nbsp; Metten unter Abt Albert II. der Egker ( 1319\u20131348) STAAM, Kloster Kastl Urkunden 73  <\/p>\n<p>und 1334 mit&nbsp; dem Pr\u00e4monstratenserkloster Speinshart unter Propst Propst Volquinus II.( 1332\u20131349). STAAM, Kloster Kastl Urkunden 114  <\/p>\n<p>Es gab sogar eine Gebetsverbr\u00fcderung direkt mit dem Orden der Pr\u00e4monstratenser. 1333 nahm&nbsp;&nbsp; Jean III. de Ch\u00e2tillon (1333-1339), Generalabt der Pr\u00e4monstratenser in Premontre  <\/p>\n<p>Kloster Kastl in die Gebetsverbr\u00fcderung des Ordens&nbsp; auf. \u201cJohannes, Abt der Pr\u00e4monstratenser, und das Generalkapitel der \u00c4bte dieses Ordens nehmen Abt und Konvent zu Kastel in ihre Gebetsverbr\u00fcderung auf wegen der besonderen Zuneigung,  <\/p>\n<p>welche diese dem Orden und besonders dem Kloster Spainsh(art) zeigten\u201d. STAAM, Kloster Kastl Urkunden 83  <\/p>\n<p>Abt Hermann war auch ein wichtiger Wirtschaftsorganisator. Schon zu Beginn seiner Amtszeit um 1325 lie\u00df er das liber Testamentarum erstellen, das ist das \u00e4lteste Kastler Urbar.  <\/p>\n<p>Das gesamte Besitztum wurde erfasst und schriftlich aufgezeichnet. Damit waren zur Kontrolle seiner Grundherrschaft alle Abgaben und Dienste der Hintersassen des Klosters erfasst.  <\/p>\n<p>Er beauftragte auch einen seiner M\u00f6nche, die bereits vorhandene lateinische Chronik in deutsche Verse zu \u00fcbertragen,&nbsp; die \u201eKastler Reimchronik\u201c genannt.  <\/p>\n<p>Sie stellt weniger das Kloster und seine Geschichte in den Vordergrund sondern die Verdienste der Stifter und ihrer erlauchten Verwandten. Damit beabsichtigte der Abt vielleicht auch  <\/p>\n<p>die lebhafteste Anteilnahme des Kaisers an den Geschicken des Klosters zu erwecken.  <\/p>\n<p>Abt Hermann entwickelte sich immer mehr zum politischen Ratgeber des Kaisers.  <\/p>\n<p>1330 empfahl er seinen Vettern den Pfalzgrafen Rudolf (+1353)und Ruprecht (1325-1398) Kloster Kastl zu&nbsp; besonderem Schutz. STAAM, Kloster Kastl Urkunden 75\/a  <\/p>\n<p>Das war nach dem Ausvertrag von Pavia am 4. August 1329. Durch diesen Vertrag kam Kloster Kastl zum pf\u00e4lzischen Kuranteil. Die obige Ukrunde kannn auch als Sorge um Kloster Kastl gesehen werden,  <\/p>\n<p>da Ludwig&nbsp; den Pfalzgrafen das Kloster ihrem ausdr\u00fccklichen Schutz anempfahl.  <\/p>\n<p>Zwischen Kaiser und Abt bestand wohl eine richtige Freundschaft, was sich z. B. auch darin zeigt, dass Abt Hermann Ludwig nach Italien begleitete und er dabei war, als Ludwig am 31. Mai 1327 in Mailand  <\/p>\n<p>die lombardische K\u00f6nigskrone erhielt und am 27. Januar 1328 in Rom zum Kaiser gekr\u00f6nt wurde.  <\/p>\n<p>In seiner Regierungszeit k\u00fcmmerte sich Hermann auch um das Siechenhaus..  <\/p>\n<p>Am 16. Oktober 1323&nbsp; bestimmte der Eichst\u00e4tter Bischof Marquard I. von Hagel (1322-1324), dass das Siechenhaus&nbsp; vom Fu\u00df des Berges, wohin es Marquard verlegt hatte, mit Zustimmung des Abtes  <\/p>\n<p>wegen Kriegsgefahr wieder an seinen Gr\u00fcndungsort zur\u00fcckverlegt wurde. STAAM, Kloster Kastl Urkunden 64  <\/p>\n<p>Am 3. November tauschte Abt Hermann&nbsp; G\u00fcter in Lengenthal und die Vogtei in Albertshofen gegen eine M\u00fchle und einen Hof \u201cin dem Tal\u201d f\u00fcr das Siechhaus. STAAM, Kloster Kastl Urkunden 75  <\/p>\n<p>Am 4. April 1347 bekam das Kloster den Frankenhof im Bezirk Sulzbach f\u00fcr das Siechenhaus. STAAM, Kloster Kastl Urkunden 118  <\/p>\n<p>Kaiser Ludwig verstarb am 11.Oktober 1347 in Puch.  <\/p>\n<p>Der \u00dcbergang zu seinem Nachfolger Karl IV. 1346-1355 K\u00f6nig, dann Kaiser-1378) verlief nicht reibungslos. Vor allem die Wittelsbacher versuchten Karls Anerkennung als K\u00f6nig zu verhindern.  <\/p>\n<p>Am 23. November1354 best\u00e4tigte Pfalzgraf Ruprecht der \u00c4lter (1329-1390) Abt Hermann und dem Konvent alle Freiheiten, die sie von seinem Onkel, dem Grafen von Hirschberg, seinem Vater  <\/p>\n<p>Pfalzgraf Rudolf (+ 1319) und seinem Vetter Kaiser Ludwig erhalten hatte.STAAM, Kloster Kastl Urkunden 137  <\/p>\n<p>Abt Hermann verstarb am 27. Januar 1356. Auf ihn folgte Abt Konrad IV. Lotterbeck (1356\u20131378)  <\/p>\n<p>Wie sein Vorg\u00e4nger betrieb Abt&nbsp; Konrad eine Politik der Besitzsicherung und Besitzerweiterung.  <\/p>\n<p>1372 eignete ihm Pfalzgraf Ruprecht der \u00c4ltere (1353-1390) einen Hof bei Winzenhofen an, den Konrad von Wernher der Chegelhaymer, der ihn von Ruprecht als Lehen hatte, gekauft hat. STAAM, Kloster Kastl Urkunden 194  <\/p>\n<p>Er trieb die Erweiterung des Kastler Wirtschaftsraumes mit einem Kostenaufwand von 1433 Pfund Heller, das sind etwa 205.557,00 \u20ac&nbsp; voran.  <\/p>\n<p>Diese Summe bereithalten konnte er nur, weil wie bei seinem Vorg\u00e4nger ein genauer Wirtschaftsplan im Urbar der Wirtschaftspolitik zu Grunde lag.  <\/p>\n<p>Der wirtschaftliche Erfolg schlug sich auch im Ansehen des Klosters nieder.  <\/p>\n<p>Papst Gregor XI, (1370-1378) am 16. Dezember 1374 dem jeweiligen Abt von Kastl das Recht, die Pontifikalien zu tragen, was interessanter Weise mit dem Einkommen des Klosters verbunden war.  <\/p>\n<p>3000 Dukaten, das sind etwa 1.129.329,00 \u20ac., Jahreseinkommen waren Voraussetzung. Abt Konrad hatte das Recht auf Lebenszeit erhalten. STAAM, Kloster Kastl Urkunden 203  <\/p>\n<p>Konrad war Abt bis 1378.  <\/p>\n<p>Otto II. Nortweiner (1378\u20131399)  <\/p>\n<p>Er ist 1368 und 1370 als Prior in Kastl nachgewiesen, und 1374-1376 als Spitalmeister . 1378 wurde er Abt in Kastl.  <\/p>\n<p>Unter ihm begann die Kastler Klosterreform. Es war die \u00e4lteste&nbsp; der benediktinischen Reformbewegungen im Sp\u00e4tmittelalter.  <\/p>\n<p>Melk folgte ab 1418 und dann Bursfelde ab 1430.  <\/p>\n<p>Papst Benedikt XII. (1334-1342) reformierte die kirchliche \u00c4mterbesetzung, die Verwaltung der Kirche und vor allem das M\u00f6nchtum.  <\/p>\n<p>F\u00fcr die einzelnen Orden erlie\u00df er Reformbullen. f\u00fcr die Zisterzienser 1335 Fulgens sicut stella, 1336 f\u00fcr die Benediktiner Summa Magistri.  <\/p>\n<p>Kloster Kastl, wirtschaftlich gesund, hatte sich Mitte des 14. Jahrhunderts vorbildlich entwickelt.  <\/p>\n<p>Man war offen f\u00fcr Reformideen, die vor allem in B\u00f6hmen Fu\u00df fassten.  <\/p>\n<p>Die Augustinerchorherren im b\u00f6hmischen Raudnitz entwickelte <\/p>\n<p>n sich zu einem Reformzentrum und strahlten auch auf die Benediktiner aus.  <\/p>\n<p>Das 992 gegr\u00fcndete Benediktinerkloster Brevnov hatte bei den Benediktinern eine Vorreiterrolle.  <\/p>\n<p>Aber auch Kladrov wurde wichtig. Die Gr\u00fcnder von Kladrov waren mit den Gr\u00fcndern von Kastl verwandt und seit 1324 bestand eine Gebetsbr\u00fcderschaft zwischen Kastl und Kladrov (s.o.)  <\/p>\n<p>Die M\u00f6nche Franz &#8222;aus B\u00f6hmen&#8220; und Johannes von Kastl (gest. nach 1426),hatten&nbsp; beide&nbsp; enge Beziehungen zur Universit\u00e4t in Prag.  <\/p>\n<p>Johannes&nbsp; 1388 den Grad eines Baccalaureus.  <\/p>\n<p>Er verfasste eine Reihe von Schriften. Er verstand sich als Sammler und Kompilator \u00fcberlieferter Werke.  <\/p>\n<p>Seine wichtigste Schrift war De adhaerendo Deo.  <\/p>\n<p>Nach seinem Studium war er wohl 199 Prior in Kastl.  <\/p>\n<p>1417 war er mit der Einf\u00fchrung der Kastler Reform in Kloster Weihenstephan bei Freising beauftragt.  <\/p>\n<p>1390 war Franz von Kastl nach Rom und von dort zum italienischen Reformkloster Subiaco , wo schon Benedikt drei Jahre als Eremit gelebt hatte.  <\/p>\n<p>Er kl\u00e4rte dort monastische Fragen. Sein dortiger Aufenthalt hatte  <\/p>\n<p>hatte h\u00f6chstwahrscheinlich auch besondere Bedeutung f\u00fcr die Entstehung der grundlegenden Texte der Kastler Reformbewegung.  <\/p>\n<p>Unter Abt Otto wurden die grundlegenden Dokumente f\u00fcr die Umsetzung der Kastler Reform zusammengestellt.  <\/p>\n<p>Er wurde unterst\u00fctzt von dem Vogt von Kloster Kastl Rupprecht von der Pfalz (1398-1400)  <\/p>\n<p>Die erste Fassung der Consetudines entstand 1390\/91. Wichtigster Mitarbeiter war neben Franz von Kastl Johannes von Kastl.  <\/p>\n<p>Sie betonte die Regeltreue und die Eigenverantwortung und sie verwies auf die p\u00e4pstlichen  <\/p>\n<p>Reformgesetze.  <\/p>\n<p>1394 wurde Kloster Reichenbach als erstes Kloster reformiert. Aus Kloster Kastl wurde Johannes I. Strelnvelser(1394\u20131417 ) als Reformabt eingesetzt. Reichenbach wurde ein weiteres Reformzentrum, von dem aus viel, Kl\u00f6ster reformiert wurden.  <\/p>\n<p>Abt Johannes baute Kloster Reichenbach im gotischen Stil um. Au\u00dfrdem wurden Befestigungsanlagen errichtet, die 1428 und 1433 die Eroberung durch die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hussiten\">Hussite<\/a>n verhinderten  <\/p>\n<p>Unter Abt Georg I. Sandauer (1397-1410 wurde Kloster Sankt Mang in F\u00fcssen reformiert.  <\/p>\n<p>1417 war Johannes von Kastl mit der Einf\u00fchrung der Reform in Kloster Weihenstephan betraut.  <\/p>\n<p>1440 berief Abt Eglolf Blarer in St. Gallen Reformm\u00f6nche aus Kastl in sein Kloster.  <\/p>\n<p>Vorher waren Reformm\u00f6nche aus Hersfeld, das der Bursfelder Kongregation angeh\u00f6rte.  <\/p>\n<p>Da diese aber auch den Abt auch den Abt zu ihrer strengen Ordnung zu verpflichten suchten, ersetzte er sie durch M\u00f6nche aus Kloster Kastl.  <\/p>\n<p>1452 wurde die Reform in Kloster St. Emmeran eingef\u00fchrt. Zun\u00e4chst waren dort wohl Reichenbacher M\u00f6nche. Sie scheinen aber keinen Erfolg gehabt zu haben, denn 1452 wurde die Reform von M\u00f6nchen aus Kastl durchgef\u00fchrt.  <\/p>\n<p>1451 hatte Nikolaus von Kues eine Visititationdurch den Prior des Stiftes Melk in St. Emmeran durchf\u00fchren lassen. Die Melker Reform lie\u00df sich in St. Emmeran nicht durchf\u00fchren.  <\/p>\n<p>Der neu eingesetzte Abt Johannes Tegernpeck (1452 \u2012 1458), der aus dem Kloster Michelsberg bei Bamberg stammte, f\u00fchrte die Kastler Reform durch. (monasterium net Fond Kloster St. Emmeram Regensburg Urkunden (0794-1800)  <\/p>\n<p>Die Mitglieder der Kastler Reform waren nicht in eine straffe Organisation \u00fcbernommen. Sie \u00fcbernahmen die Reformgrunds\u00e4tze.  <\/p>\n<p>Veranlasst wurde die Reform durch weltliche und geistliche Territorialherren, V\u00f6gte, Di\u00f6zesanbisch\u00f6fe und reformoffene \u00c4bte  <\/p>\n<p>Das Konstanzer Konzil 1414-1418, sowie das Provinzialkapitel der benediktinischen Ordensprovinz Mainz-Bamberg in der Abtei Petershausen gab den Benediktinerkl\u00f6ster einen starken Reformimpuls  <\/p>\n<p>F\u00fcr Kastl bedeutete es einen zweiten Schritt in der Entwicklung der Kastler Reformtexte (Einsch\u00fcbe kleinerer Textabschnitte).  <\/p>\n<p>1395 sa\u00df Otto auch im Landesrat der Oberen Pfalz des Pfalzgrafen Ruprecht.  <\/p>\n<p>1389 suchte er sich ein Nutzungsrecht zur Fischzucht auf einem Weiher zu sichern.&nbsp; STAAM, Kloster Kastl Urkunden 264. Das war f\u00fcr ein reformiertes Kloster wichtig, denn der Fleichgenuss sollte ja zur\u00fcckgedr\u00e4ngt werden.  <\/p>\n<p>Unterst\u00fctzung fand Otto auch bei Pfalzgraf Ruprecht. Dieser gab ihm zum Tausch einen Weiher an der Laber, dazu noch zwei H\u00f6fe. STAAM, Kloster Kastl Urkunden 312  <\/p>\n<p>1390 scheint das Kloster auch in der Erzverarbeitung t\u00e4tig gewesen zu sein. STAAM, Kloster Kastl Urkunden 267  <\/p>\n<p>Abt Otto resignierte 1399 und verstarb 1400.  <\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Georg Kemnather (1399\u20131434).  <\/p>\n<p>Otto war der Wegbereiter der Kastler Reform. Abt Georg setzte diese fort.  <\/p>\n<p>Er suchte auch die Territorialpolitik seiner Vorg\u00e4nger durch G\u00fcterkauf zu vervollst\u00e4ndigen.  <\/p>\n<p>Abt Georg soll Mitglied der Prager Akademie gewesen sein. ,  <\/p>\n<p>Zu Beginn des 15. Jahrhunderts lie\u00df Abt Georg&nbsp; das gotische Gew\u00f6lbe in der Klosterkirche einziehen  <\/p>\n<p>Als Pfalzgraf verlieh K\u00f6nig Ruprecht Kloster Kastl&nbsp; Rechte f\u00fcr den Umgang mit Eigenleuten des Klosters. Sollte einer der Eigenleute auf pf\u00e4lzischem Boden eine Untat begehen, mit der er den Hals verwirkt, so d\u00fcrfen die pf\u00e4lzischen Amtleute den T\u00e4ter gefangen nehmen.  <\/p>\n<p>\u00dcber deren Habe hatte aber Abt zu entscheiden. Die pf\u00e4lzischen Amtleute d\u00fcrfen Klosterleute mit Fron und Scharwerk nur dann behelligen, wenn die obersten Amtleute (Vitztum und Landschreiber) dessen bed\u00fcrfen. Schreibt der Pfalzgraf f\u00fcr sein Land eine &#8222;gemain gewalt  <\/p>\n<p>steur\u201d aus, so kann das Kloster die angesetzte Summe durch seine eigenen Amtleute erheben und abliefern.&nbsp; STAAM, Kloster Kastl Urkunden 326  <\/p>\n<p>1407 gab Ruprecht,inzwischen K\u00f6nig, Kloster Kastl das Fischrecht in der Laber von der Stelle, wo sie in den Weiher zu Weikenhofen flie\u00dft bis nach Allershofen. (Bosl S. 120)  <\/p>\n<p>1410 gab Pfalzgraf Johann (1410-1453), der Sohn K\u00f6nig Ruprechts, die Laber von dem Weiher zu Weikenhofen bis zu der Furt unterhalb von Dietkirchen Kloster Kastl zu eigen. STAAM, Kloster Kastl Urkunden 367  <\/p>\n<p>1405 zerst\u00f6rte ein Sturm den Damm des Weihers, so das der ganze Weiher auslief. Der untere Weiher \u00fcberschwemmte das Dorf Frickenhofen und andere D\u00f6rfer und M\u00fchlen.  <\/p>\n<p>F\u00fcr die Ausbesserung und Wiederherstellung mussten insgesamt 2088 Gulden, das sind etwa 816.366,00 \u20ac , aufgebracht werden. STAAM, Kloster Kastl Urkunden 370  <\/p>\n<p>&nbsp; 1422 dehnte Abt Georg seine Aktivit\u00e4ten auch auf die Di\u00f6zese W\u00fcrzburg aus.  <\/p>\n<p>Er kaufte von der \u00c4btissin Anna II. von Bickenbach (erw\u00e4hnt genannt 1422-1435) vom Benediktinerinnen Kloster Kitzingen den Wein-und Getreidezehnten von R\u00f6telsee f\u00fcr 1831 f\u00fcr 1831 Gulden, das sind etwa 719.705,00 \u20ac . STAAM, Kloster Kastl Urkunden 406\/*  <\/p>\n<p>R\u00f6telsee, heute R\u00f6delsee ist eine vom Weinbau gepr\u00e4gte Gemeinde im Landkreis Kitzingen  <\/p>\n<p>M\u00f6glicherweise hat der Ertrag der Kastler Weinberge auf dem Kager an der Donau nicht mehr ausgereicht.  <\/p>\n<p>Warum Kitzingen verkauft hat, ist ziemlich klar. Kitzingen war hochverschuldet. Es musste Teile seiner Erwerbungen an den Bischof von W\u00fcrzburg abtreten.  <\/p>\n<p>1431 kaufte er von Anton von Rotenhan (1425 bis zu seiner Wahl zum Bischof von W\u00fcrzburg) Dompropst von W\u00fcrzburg&nbsp; und vom Domkapitel von W\u00fcrzburg  <\/p>\n<p>ihren Getreide- und Weinzehnten zu Ipfhofen, Fr\u00f6schstockheim und Rotelsee, dann Heu- und anderen kleinen Zehnten zu Fr\u00f6schstockheim und Rotelsee, dann einen Hof mit Kelter in Iphofen  <\/p>\n<p>dann ein Achtel der \u201cVestenberger\u201d Kelter (heute Vestenbergsgreuth) f\u00fcr 5.400 Gulden, das sind etwa 2.122.561,00 \u20ac.&nbsp;&nbsp; STAAM, Kloster Kastl Urkunden 432\/*  <\/p>\n<p>Der Kauf wurde am 16.Dezember 1431 get\u00e4tigt. Am 2. Januar 1432 gab der W\u00fcrzburger Bischof Johann II. von Brunn (1411 \u20131440 ) seine Zustimmung .&nbsp;&nbsp; STAAM, Kloster Kastl Urkunden 433\/*  <\/p>\n<p>Das zeugt von der Finanzkraft des Klosters.  <\/p>\n<p>1429 konnte Kloster Kastl f\u00fcr den Regensburger Bischof Konrad VII. von Soest (1428 \u20131437 ) f\u00fcr eine Schuld von 1000 ungarischen Gulden b\u00fcrgen. Der Wert des ungarischen Guldens lag \u00fcber dem Florentiner Gulden.  <\/p>\n<p>(Bosl S. 124)  <\/p>\n<p>Eine Geldverlegenheit des Pfalzgrafen&nbsp; Johann konnte er ausn\u00fctzen um sich im Einverst\u00e4ndnis mit dessen Ehefrau Beatrix von Bayern-M\u00fcnchen (1403-1447) f\u00fcr 6000 Rheinische Gulden, das sind etwa 2.044.594,00 \u20ac,  <\/p>\n<p>Schloss Pfaffenhofen, den Markt Lauterhofen und die hohe Gerichtsbarkeit in den beiden Bezirken sowie in den Gerichten Litzlohe und Utzenhofen verpf\u00e4nden zu lassen. (Bosl S. 124)  <\/p>\n<p>Am 9. September 1433&nbsp; verkaufte Pfalzgraf Johann&nbsp; die verpf\u00e4ndeten G\u00fcter. Sein Sohn Christoph von der Pfalz (1416 \u20131448) sowie die Ehefrau Beatrix gaben dazu ihre Zustimmung. STAAM, Kloster Kastl Urkunden 439  <\/p>\n<p>Da Pfalzgraf Johann aber bereits am 14. M\u00e4rz 1433 starb, ging es bei dieser Urkunde wohl eher um die Zustimmung der beiden Erben.  <\/p>\n<p>K\u00f6nig Ruprecht von der Pfalz starb am 18. Mai 1410. Sein Nachfolger war K\u00f6nig Sigismund (1411-1433, dann Kaiser bis 1437) Er setzt sich bei der K\u00f6nigswahl zun\u00e4chst mit 3: 4 Stimmen gegen seinen Cousin<\/p>\n<p>Jobst von M\u00e4hren durch.<\/p>\n<p>Am 1. Oktober 1410 stellten die \u00fcbrigen Kurf\u00fcrsten jedoch fest, dass die brandenburgische Stimme Jobst von M\u00e4hren zustehe, da Sigismund ihm die Markgrafschaft Brandenburg 1387 mit allen Rechten \u2013 einschlie\u00dflich der Kurstimme \u2013 verpf\u00e4ndet hatte. Dadurch kehrte sich das Stimmenverh\u00e4ltnis um, und die Krone ging an Jobst. Er starb aber&nbsp;&nbsp; schon am 18. Januar 1411 aus ungekl\u00e4rter Ursache . Sigismund wurde nun am 21. Juli 1411 zum deutschen K\u00f6nig gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Nach dem Tod Ruprechts erfolgte die dritte Landesteilung der Pfalz waren die Veste Tresswitz und Kloster Kastl vergessen worden.<\/p>\n<p>Am 29 Februar 1413 best\u00e4tigte K\u00f6nig Sigmund \u201cdem Abt Georg und dem Konvent des Klosters Castel, das zum Reich geh\u00f6rt, alle Rechte und Freiheiten, besonders das Gericht in dem Markt und Burggeding des Klosters, und nimmt alle G\u00fcter und Leute des Klosters in des Reiches Schutz.<\/p>\n<p>&nbsp; STAAM, Kloster Kastl Urkunden 375\/b*<\/p>\n<p>Man k\u00f6nnte aus dem Urkundentext schlie\u00dfen, dass sich Kastl als Reichsabtei betrachten durfte.<\/p>\n<p>Eine Woche sp\u00e4ter, am 5. Dezember setzte er Pfalzgraf Ludwig als Vogt von Kloster Kastl ein. STAAM, Kloster Kastl Urkunden 375\/c*<\/p>\n<p>Abt Georg hatte seine Prior&nbsp; Konrad Schechs, der von 1413-1424 Abt in Kloster Ensdorf war, um dort die Kastler Reform durchzusetzen,mit den Privilegien des Stifts nach<\/p>\n<p>Heidelberg geschickt. Dort wurde er sehr ver\u00e4chtlich behandelt und erfuhr nur, dass Ludwig der Vogt von Kastl sei.<\/p>\n<p>Nach dem Tod Ruprechts erfolgte die dritte Landesteilung der Pfalz waren die Veste Tresswitz und Kloster Kastl vergessen worden.<\/p>\n<p>Die beiden Br\u00fcder Pfalzgraf Ludwig und&nbsp; versuchten nun ihre Herrschaftsrechte in Kastl auszu\u00fcben. Als sie sich nicht einigen konnte, ritt Abt Georg kurzentschlossen<\/p>\n<p>nach Lodi, wo sich K\u00f6nig Sigismund aufhielt und&nbsp; erhielt obige Urkunden.<\/p>\n<p>1417 einigten sich die beiden Br\u00fcder schlie\u00dflich.<\/p>\n<p>Am 8. Juni 1431 best\u00e4tigte Sigismund die Urkunde vom 29. Februar 1413,. Er erkl\u00e4rte die Teilung der Vogtei f\u00fcr ung\u00fcltig und \u00fcbergab die Vogtei an Pfalzgraf Ludwig.<\/p>\n<p>Sigmund &#8211; RI XI,2 n. 8610  <\/p>\n<p>Am 9. Juli 1434 stellte Sigismund 3 Urkunden f\u00fcr Kloster Kastl aus. In der ersten Sigmund &#8211; RI XI,2 n. 10572 best\u00e4tigte er alle rechte des Klosters, mit&nbsp; der zweiten 10573 best\u00e4tigte er seine Urkunde vom 8.6. 1431  <\/p>\n<p>In der dritten Sigmund &#8211; RI XI,2 n. 10574 gestattete er den Blutbann der Halsgerichte von Kastl und Pfaffenhofen.  <\/p>\n<p>Sein Privileg von 1431 erneuerte er nochmals 1437 in Eger. STAAM, Kloster Kastl Urkunden 443  <\/p>\n<p>Dass Kloster Kastl sich drei Best\u00e4tigungen in nur 6 Jahren ausstellen lie\u00df, zeigt wie hart das Kloster gwgewn die Landesherren k\u00e4mpfte.  <\/p>\n<p>Auch p\u00e4pstlichen Schutz nahm das Kloster in Anspruch. Papst Martin V. (1417-1435) beauftragte kurz nach seiner Wahl die Domdekane von Bamberg, W\u00fcrzburg und Augsburg  <\/p>\n<p>die Benediktinerkl\u00f6ster im Bistum Eichst\u00e4tt, namentlich genannt Kloster Kastl gegen \u201cgegen ungerechte Bedr\u00fcckung, vor allem durch Abgaben, zu sch\u00fctzen\u201d. STAAM, Kloster Kastl Urkunden 391\/a*  <\/p>\n<p>Abt Georg verstarb am&nbsp; Lambertitag ( 17. Septewmber) 1344. Er war sicher einer der bedeutendsten \u00c4bte von Kloster Kastl.  <\/p>\n<p>Er hat die von seinem Vorg\u00e4nger begonnene Reform fortgef\u00fchrt und praktisch beendet. Am Ende waren \u00fcber 20 Kl\u00f6ster der Reform gefolgt.  <\/p>\n<p>&nbsp; <\/p>\n<p>Reichenbach<br \/>1394-ca. 1500  <\/p>\n<p>Sankt Mang in F\u00fcssen<br \/>1397\/1410-1630  <\/p>\n<p>Abdinghof b. Paderborn <br \/>1410 ?  <\/p>\n<p>Ensdorf<br \/>1413-ca. 1500  <\/p>\n<p>Weihenstephan<br \/>1418-?  <\/p>\n<p>Michelsberg bei Bamberg<br \/>1420\/30 u. 1450-1452  <\/p>\n<p>Pr\u00fcll bei Regensburg<br \/>1425-?  <\/p>\n<p>Michelfeld<br \/>1436-1500 ?  <\/p>\n<p>Sankt Gallen <br \/>1439-1442  <\/p>\n<p>Pr\u00fcfening <br \/>1442-1468  <\/p>\n<p>Weltenburg<br \/>1441-?  <\/p>\n<p>Veilsdorf <br \/>1446-1477 <br \/>1452-1520 <br \/>Weltenburg<br \/>1410\/12-?  <\/p>\n<p>Mallersdorf<br \/>1413-1476  <\/p>\n<p>Sankt Emmeram in Regensburg<br \/>1417 ?  <\/p>\n<p>Sankt \u00c4gidius in N\u00fcrnberg<br \/>1418-1521  <\/p>\n<p>Pr\u00fcfening <br \/>1423-? und 1486-?  <\/p>\n<p>Frauenzell<br \/>1424-1529  <\/p>\n<p>Metten<br \/>1492-1519 ?  <\/p>\n<p>Biburg<br \/>1505-1510  <\/p>\n<p>Heilig Kreuz in Donauw\u00f6rth<br \/>1439\/40-1521  <\/p>\n<p>M\u00f6nchr\u00f6den<br \/>1446-1485  <\/p>\n<p>M\u00fcnsterschwarzach<br \/>1450\/60 ?  <\/p>\n<p>Neresheim <br \/>1481\/1496 ?  <\/p>\n<p>Niederaltaich<br \/>1485 ? <br \/>Ottobeuren<br \/>1447 ?  <\/p>\n<p>Sankt Mang in F\u00fcssen<br \/>1458-1630  <\/p>\n<p>Plankstetten<br \/>1458-<br \/>Wei\u00dfenohe<br \/>1438- ?  <\/p>\n<p>Michelsberg  <\/p>\n<p>Reformzentren waren Reichenbach, das auch das erste Kloster war, in dem die Reform eingef\u00fchrt wurde, Sankt \u00c4gidius in N\u00fcrnberg und Heilig Kreuz in Donauw\u00f6rth.  <\/p>\n<p>Am l\u00e4ngsten hatte die Reform in Donauw\u00f6rth (bis 1521)und St. Mang(bis 1630) Bestand  <\/p>\n<p>Der Reformkreis von Kastl kannte keine Verbandsstruktur mit Generalkapitel und Visitationen.  <\/p>\n<p>\u00dcber die Zugeh\u00f6rigkeit zum Reformkreis entschied allein der jeweilige Abt und seine Klostergemeinschaft..  <\/p>\n<p>Man bildete keine Kongregation. Das trug zu einem raschen Verfall der Reformbewegung bei.  <\/p>\n<p>Es gab drei Versuche, die Reformbewegungen von Kastl, Melk und Bursfelde zu vereinigen. In einem ersten Versuch war Abt Jakob von #Idstein vom Mainzer Kloster St. Jakob zusammen mit Adria de Brielis, der die liturgischen Texte der Bursfelder Kongregation  <\/p>\n<p>verfasst hatte, Unterh\u00e4ndler f\u00fcr Bursfelde. Aber die Verhandlungen zwischen Kastl, Melk und Bursfelde scheiterten.  <\/p>\n<p>Einen zweiten Versuch unternahm der Eichst\u00e4tter Bischof&nbsp; Wilhelm von Reichenau (1464-1496) unternahm im Auftrag von Papst Innozenz VIII: (1484-1492) 1491 einen weiteren Versuch.  <\/p>\n<p>Dass auch dieser Versuch scheiterte, lag wohl auch daran, dass Bursfelde eine Kongregation war, in der die \u00c4bte der Mitgliedskl\u00f6ster wohl viele ihrer Kompetenzen h\u00e4tten abgeben m\u00fcssen.  <\/p>\n<p>Kastl und Melk empfanden die obsrevantia Bursfeldensium als zu hart , Bursfelde wiederum ist nicht bereit gewesen, zu den schlafferen, weniger strengen Gewohnheiten von Kloster Kastl und Melk zur\u00fcck zu gehen.  <\/p>\n<p>Auch ein letzter Einigungsversuch scheiterte.  <\/p>\n<p>.Das Kastler Territorium war frei von allen weltlichen und geistlichen Gerichten. Innerhalb des Kastler Territoriums hatte der Abt das jus collectandi, also das Besteuerungsrecht.  <\/p>\n<p>Kastl nahm an Reichstagen teil und wurde in den Reichsmatrikeln von 1431,1467,1471 und 1481 veranlagt.  <\/p>\n<p>Seit 1480 war es ein landst\u00e4ndisches Stift und in den letzten Jahren vor seiner Aufl\u00f6sung stand es ganz unter landesherrlicher Administration.  <\/p>\n<p>Auch die finanzielle Bilanz von Abt Georg war hervorragend. Bis zu seinem Tod hatte er mit dem Kloster einen Wertzuwachs von 30000 fl, das sind etwa 12.119.884,00 \u20ac erreicht.  <\/p>\n<p>An Barmitteln waren 1000 rheinische Gulden, das sind etwa 350.241,00 \u20ac, vorhanden  <\/p>\n<p>Nachfolger wurde Abt Jakob Pflugler (1434\u20131455)  <\/p>\n<p>Er war Priester in Niederkastl.  <\/p>\n<p>Zu Beginn seiner Regierungszeit&nbsp; w\u00fctete um Kastl die Pest und raffte einen gro\u00dfen Teil der Bev\u00f6lkerung hinweg.  <\/p>\n<p>1436 forderte das Konzil von Basel (1431-1449) die \u00c4bte von St. Stephan in W\u00fcrzburg und St. Jacob in Ensdorf sowie den Offizial von Eichst\u00e4tt auf, Kloster Kastl aus Anfordern  <\/p>\n<p>gegen Entfremdung von G\u00fctern und Rechten des Klosters mit Strafgewalt zu sch\u00fctzen. STAAM, Kloster Kastl Urkunden 449\/a*  <\/p>\n<p>1436 \u00fcbte Kloster Kastl das Hochgericht von Pfaffenhofen aus. Abt Jakob setzte dort Ulrich Liebenecker zu Zant als Pfleger ein. Dieser machte seine Anspr\u00fcche aus dieser T\u00e4tigkeit  <\/p>\n<p>gegen\u00fcber Abt Jakob geltend.STAAM, Kloster Kastl Urkunden 448S  <\/p>\n<p>Am 9. Juli 1437 setzte Kaiser Sigismund den Pfalzgrafen und Kurf\u00fcrst Ludwig zum Vogt von Kastl ein.&nbsp; STAAM, Kloster Kastl Urkunden 451\/a*  <\/p>\n<p>Eine wichtige Erwerbung konnte Kloster Kastl mit dem Landsassengut Enzenried machen. Es bekam das Gut als Schenkung des Heinrich Syger gegen eine ewige Messe,&nbsp; eine Herrenpfr\u00fcnde,  <\/p>\n<p>das ist eine durch Verm\u00f6genseinbringung in eine kl\u00f6sterliche Stiftung oder ein Spital erkaufte Altersversorgung, im Kloster, und das Begr\u00e4bnis sowie einen Jahrtag f\u00fcr sich, seine Frau und seinen Sohn.  <\/p>\n<p>STAAM, Kloster Kastl Urkunden 457  <\/p>\n<p>Allerdings ging die Schenkung nicht reibungslos vor sich,. Sein Onkel Ulrich Draswitzer gab an, Heinrich Syger ihm das Gut versprochen habe.  <\/p>\n<p>Abt Jakob lie\u00df sich die Schenkung vom p\u00e4pstlichen Legaten Nikolaus von Kues best\u00e4tigen.&nbsp; STAAM, Kloster Kastl Urkunden 460  <\/p>\n<p>Am 3. Februar 1439 erkl\u00e4rt Pfalzgraf Johann, dass die Anspr\u00fcche des Ulrich Draswitzer auf die G\u00fcter des Heinrich Syger abgewiesen sind.  <\/p>\n<p>STAAM, Kloster Kastl Urkunden 463<\/p>\n<p>Auch den Besitz der Propstei Hedingen musste Abt Jakob verteidigen. Der Propst von Berchtesgaden Johann II. Praun (1432 \u20131446) war der Ansicht, dass die Propstei Berchtesgaden Wiederkaufsrecht <\/p>\n<p>bei der Propstei Hedingen habe. Schon&nbsp; 1423 gab&nbsp; der Offizial der Di\u00f6zese Eichst\u00e4tt Johannes Prochssel seine Zustimmung zum Verkauf der Propstei Hebingen und gab gleichzeitig allen Geistlichen der Bist\u00fcmer Salzburg, Regensburg und Eichst\u00e4tt<\/p>\n<p>und besonders den Bisch\u00f6fen dieser Di\u00f6zesen (alle namentlich genannt) den Auftrag, das Kloster Castell im Besitz dieser G\u00fcter zu sch\u00fctzen. STAAM, Kloster Kastl Urkunden 411<\/p>\n<p>Es war zum Streit zwischen&nbsp; Propst johann und Abt Jakob gekommen, der am 23. September 1443 durch den Eichst\u00e4tter Bischof Albrecht II. von Hohenrechberg (1429 \u20131445) wie folgt entschieden wurde.<\/p>\n<p>Der Verkauf von 1423 wurde f\u00fcr unwiderruflich erkl\u00e4rt. Kloster Kastl hatte zu den bereits bezahlten 4600 f., das sind etwa 1.869.771,00 \u20ac, noch eine Zahlung von 1270 fl, das sind etwa 516.219,00 \u20ac zu<\/p>\n<p>leisten und f\u00fcr diese Zahlung auch eine Sicherheit zu stellen. STAAM, Kloster Kastl Urkunden 484\/a*<\/p>\n<p>Erzbischof Friedrich IV. Truchsess von Emmerberg (1441\u20131452 ) gab am&nbsp; 21.\u00f6 Januar 1443 seine Zustimmung zum Vergleich zwischen Kloster Kastl und der Propstei Berchtesgaden.<\/p>\n<p>STAAM, Kloster Kastl Urkunden 485\/a* Damit war der Rechtsstreit abgeschlossen.<\/p>\n<p>1446 \u00fcbertrug Abt Jakob die Vogtei \u00fcber seine G\u00fcter in zu Hochdorf, Seifridshof, Enczenreuth und Heumaden. an den Landgrafen Leopold von Leuchtenberg (1382-1463). <\/p>\n<p>STAAM, Kloster Kastl Urkunden 495  <\/p>\n<p>Dasa Konzil von Basel verlieh Abt Jakob am 30. August 1440&nbsp; das Recht, Altart\u00fccher und Bischofsgew\u00e4nder zu weihen sowie die niederen Weihen zu erteilen.  <\/p>\n<p>In der Urkunde wird erw\u00e4hnt, dass das Kloster \u00fcber 40 M\u00f6nche z\u00e4hlt. Die Begr\u00fcndung f\u00fcr die erteilte Gnade ist auch sehr interessant.  <\/p>\n<p>Es wird hervorgehoben, dass das Kloster \u201cseit \u00fcber 60 Jahren die Ordensregel strenger als sonst \u00fcblich befolgt\u201d&nbsp;&nbsp; STAAM, Kloster Kastl Urkunden 473  <\/p>\n<p>Unter Abt Jakob&nbsp; brach im Siechhaus der Konventualen eine Feuersbrunst aus,&nbsp; der viele B\u00fccher und Altert\u00fcmer zum Opfer fielen.  <\/p>\n<p>Abt&nbsp; Jabob regierte bis 1455. Auf ihn folgte Abt Christoph von Berngau (1455\u20131459), der nur kurz regierte.  <\/p>\n<p>Sein Nachfolger war Leonhard I. Beching gen. Krapp (1459\u20131490), nach Bosl der letzte bedeutende Abt von Kloster Kastl (S.132)  <\/p>\n<p>Bei seinem Amtsantritt lie\u00df er eine Bestandsaufnahme im Kloster vornehmen, was seinen wirtschaftlichen Sinn belegt.  <\/p>\n<p>Es waren 15 Priester, 4 Diakone, ein Subdiakon und 4 Konversen im Kloster. Das war gegen\u00fcber der Basler Urkunde (s.o.) schon ein deutlicher R\u00fcckgang in rund 20  <\/p>\n<p>Jahren, Denn dort wurden \u00fcber 40 M\u00f6nche angegeben.  <\/p>\n<p>Es waren 3080 Gulden , das sind etwa 1.265.333,00 \u20ac, Bargeld vorhanden.  <\/p>\n<p>An Bier waren 11 Fuder, das sind etwa 10.350 Liter, vorhanden, Wein 9 Fuder , das sind etwa 8470 Liter vorhanden. Schmalz wurde mit 13 Zentnern angegeben.  <\/p>\n<p>(Bosl S. 132)  <\/p>\n<p>Abt Leonhard scheint sehr gut gewirtschaftet zu haben. So konnte er 1464 bei der Stadt N\u00fcrnberg 6000 Gulden, das sind etwa 2.464.935,00 \u20ac.a&nbsp; , in \u201cEwiggeldbriefen\u201danlegen.  <\/p>\n<p>Diese entsprechen unseren heutigen Renten-oder Pfandbriefen, bei denen es aber kein K\u00fcndigungsrecht gab,anlegen.  <\/p>\n<p>1472 b\u00fcrgte Kloster Kastl&nbsp; f\u00fcr den Pfalzgrafen Friedrich I. (1451-1476) f\u00fcr eine Summe von 1500 Gulden, das sind etwa 616.234,00 \u20ac.&nbsp; STAAM, Kloster Kastl Urkunden 546  <\/p>\n<p>Noch 1519 lieh das Kloster unter Abt Johannes I. dem Pfalzgrafen Ludwig&nbsp; V.(1508-1544) 3000 Gulden, das sind etwa 1.232.468,00 \u20ac (Bosl S.133)  <\/p>\n<p>Das zeigt zum einen dass das Kloster immer noch finanzkr\u00e4ftig war, zum andern aber auch, dass es sehr abh\u00e4ngig von seinen Landesherren war, weil es sich solchem Ersuchen nicht entziehen konnte..  <\/p>\n<p>1464 brachte Abt Leonhard ein Haus in Amberg, das der Pfleger zu Hersbruck Konrad Pollinger von Kloster Kastl \u00fcbernommen hatte, wieder in Klosterbesitz  <\/p>\n<p>Abt Leonhard war auch Landrat und brauchte deshalb am Sitz der Regierung in Amberg ein Absteigequartier. STAAM, Kloster Kastl Urkunden 533  <\/p>\n<p>Abt Leonhard war in Amberg auch gelegentlich Patient bei Dr. Hartmann Schedel, der 1477 Stadtarzt in Amberg war. Bekannt ist Schedel weniger wegen seiner T\u00e4tigkeit als Arzt.  <\/p>\n<p>Er war f\u00fchrendes Mitglied des N\u00fcrnberger Humanistenkreises. Sein bekanntes Werk ist die nach ihm benannte Weltchronik.  <\/p>\n<p>Am 18. August1481 verlieh Pfalzgraf Phlipp (1476-1508) auf Widerruf das Fischrecht in der Laber. STAAM, Kloster Kastl Urkunden 570  <\/p>\n<p>1484 gab es in Kastl eine gro\u00dfe Feuersbrunst, bei der 53 Wohnh\u00e4user, eine gro\u00dfe Zahl von Getreidestadel und Stallungen dem Feuer zum Opfer fielen.  <\/p>\n<p>Die H\u00e4user waren alle mit Stroh gedeckt und so war Funkenflug immer eine gro\u00dfe Gefahr.  <\/p>\n<p>Abt Leonhard besa\u00df wohl ein besonderes Vertrauen der Amberger Regierung,  <\/p>\n<p>Abt Leonhard verstarb 1490.  <\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Ulrich Prethaler (1490\u20131493\/94)  <\/p>\n<p>1492&nbsp; nahm Papst Alexander VI. (1492-1503) Kloster Kastl&nbsp; mit allen G\u00fctern, Rechten und Untertanen in den Schutz des hl. Petrus und best\u00e4tigte alle Privilegien.  <\/p>\n<p>STAAM, Kloster Kastl Urkunden 593  <\/p>\n<p>1494 weigerte sich Abt Ulrich&nbsp; wegen seines geistlichen Standes vor den Landrichter in Amberg zitieren zu lassen. Der Fall geh\u00f6re vor ein geistliches Gericht.  <\/p>\n<p>STAAM, Kloster Kastl Urkunden 597Es war einfach der Versuch, die Reichsunmittelbarkeit des Kloster zu wahren.  <\/p>\n<p>Abt Ulrich war wohl ein sehr schlechter Haush\u00e4lter.  <\/p>\n<p>Aber das Kloster war inzwischen vollends zum Landstand herabgesunken.Abt Ulrich regierte nur drei Jahre.  <\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Johannes I. Lang (1493\/94\u20131524)  <\/p>\n<p>Der Niedergang des Klosters hatte unter Abt Jakob Pfl\u00fcgler begonnen. Beschleunigt wurde er aber durch \u00e4u\u00dfere Einfl\u00fcsse.  <\/p>\n<p>Vor allem der Landshuter Erbfolgekrieg traf das Kloster schwer.  <\/p>\n<p>Herzog Georg der Reiche (1479-1503) und seine Frau&nbsp; Hedwig (1479-1502), Tochter des polnischen K\u00f6nigs Kasimir&nbsp; (1440-1492) hatten keine m\u00e4nnlichen Nachkommen.  <\/p>\n<p>Entgegen den Wittelsbacher Hausvertr\u00e4gen, die eine gegenseitige Erbfolge beim Fehlen von m\u00e4nnlichen Nachkommen vorsahen,&nbsp; vererbte er am m19. September 1496  <\/p>\n<p>sein Herzogtum testamentarisch an seine Tochter Elisabeth. Dies wurde kurz danach an&nbsp; Ruprecht von der Pfalz (1481-1504) verheiratet.  <\/p>\n<p>Georgs M\u00fcnchner Cousin Albrecht erfuhr von diesem Vertragsbruch.  <\/p>\n<p>Er brachte mit seinem Verhallten nicht&nbsp; nur seinen Cousin, sondern auch die meisten Reichsf\u00fcrsten&nbsp; und K\u00f6nig Maximilian (1486-1519) gegen sich auf.  <\/p>\n<p>Beide Seiten trafen nun Kriegsvorbereitungen.  <\/p>\n<p>Auf dem Totenbett setzte er 1503 seinen Schwiegersohn Ruprecht zum Statthalter ein.  <\/p>\n<p>Da dieser und seine Ehefrau Elisabeth Georg Kurs fortsetzte, kam es 1504 zum Krieg.  <\/p>\n<p>Ruprecht hatte gegen die Herz\u00f6ge Albrecht und Wolfgang von Bayern mehrere Tausend Mann aus B\u00f6hmen zu Hilfe gerufen.  <\/p>\n<p>Die Reichsstadt N\u00fcrnberg stand auf der Seite der Herz\u00f6ge Albrecht und Wolfgang.  <\/p>\n<p>Eine Abteilung der kaiserlichen Partei unternahm einen \u00dcberfall auf Markt und Kloster Kastl.  <\/p>\n<p>Der Markt wurde halb abgebrannt.  <\/p>\n<p>Abt Johannes musste 200 Gulden, das sind etwa 82.165,00 \u20ac Brandschatzung bezahlen.  <\/p>\n<p>Verw\u00fcstet wurde auch Schloss und Amt Pfaffenhofen.  <\/p>\n<p>1508 nahm Kurf\u00fcrst Ludwig V. (!508-1544) Kloster Kastl nach dem Vorbild seiner Vorg\u00e4nger in seinen Schutz und best\u00e4tigt alle Freiheiten, G\u00fcter und Rechte des Klosters.  <\/p>\n<p>STAAM, Kloster Kastl Urkunden 622  <\/p>\n<p>1518&nbsp; best\u00e4tigte Karl V. (1519-1556) die Privilegien von Kloster Kastl. Gleichzeitig verlangte er f\u00fcr jemanden aus seinem Umfeld ein Herrenpfr\u00fcnde.  <\/p>\n<p>Kurf\u00fcrst Friedrich II. von der Pfalz&nbsp; (1482-1556 konnte dieses Verlangen&nbsp; in einem Schreiben an den Vitztum in Amberg mit der Begr\u00fcndung ablehnen,  <\/p>\n<p>dass dieser Brauch in der Pfalz nicht auf F\u00fcrstenkl\u00f6ster, das sind landst\u00e4ndische Kl\u00f6ster, sondern nur auf Reichsabteien zutreffe.  <\/p>\n<p>Eine klare Einordnung des Landesherren den Status von Kloster Kastl betreffend also. (Bosl S. 137)  <\/p>\n<p>Der Bauernkrieg scheint Kloster Kastl verschont zu haben.  <\/p>\n<p>1519 begannen die Bauarbeiten zur Marktkirche von Kastl. Bauherr war Abt Johannes.  <\/p>\n<p>Abt Johannes regierte bis 1524.  <\/p>\n<p>Sein Nachfolger war Abt Johannes II. Winter (1524\u20131539).  <\/p>\n<p>Mit ihm lag der Konvent im Streit und beschwerte sich bei der Regierung in Amberg.  <\/p>\n<p>Der Konvent warf dem Abt M\u00e4tressenwirtschaft vor.  <\/p>\n<p>Auch sonst scheint es mit der Klosterzucht nicht mehr gut bestellt gewesen zu sein. Die jungen M\u00f6nche f\u00fchrten kein geistliches Leben mehr und nahmen nicht am Chorgebet teil  <\/p>\n<p>Stattdessen gaben sie sich lieber der Jagd hin.Abt Johannes dankte 1539 ab.  <\/p>\n<p>Die Regierung setzte zwei Verwalter ein,&nbsp; Johann Sailer aus Sulzbach und Leonhard Winkler aus Amberg. (Bosl S. 144)  <\/p>\n<p>Bei der Abdankung von Abt Johannes II. hatte Kloster Kastl 4650 Gulden, das sind etwa 1.927.430,00 \u20ac.  <\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Leonhard II. M\u00fcnzer von Hegling (1530\u20131538\/39)  <\/p>\n<p>Die beiden \u00c4bte Johannes II und Leonhard scheinen sehr schlechte Verwalter gewesen zu sein.  <\/p>\n<p>Nach dem Tod Abt Leonhards weigerten sich Prior und Konvent in einem Schreiben an Kurf\u00fcrst Ludwig und&nbsp; Pfalzgraf Friedrich f\u00fcr die Schulden Abt Leonhards  <\/p>\n<p>einzustehen. (Bosl S.146)  <\/p>\n<p>Nach dem Tod dieser beiden \u00c4bte war Kloster Kastl nicht mehr in der Lage,&nbsp; die f\u00fcr die Abtbenediktion in Eichst\u00e4tt notwendige Summe aufzubringen.  <\/p>\n<p>Die Geldeinnahmen des Klosters waren betr\u00e4chtlich gesunken 1530 betrugen sie z. B. nur noch&nbsp; im Gro\u00dfen Amt 318 Gulden, das sind etwa 133.960,00 \u20ac  <\/p>\n<p>und im Kleinen Amt 212 Gulden, das sind etwa 89.306,00 \u20ac. An Zinsen wurden 24 Gulden das sind etwa 10.110,00 \u20ac, eingenommen.  <\/p>\n<p>Nach dem Tod von Abt Leonhard setzte die Amberger Regierung wieder zwei Verwalter ein, Philipp Kemnather aus Hohenkemnath und  <\/p>\n<p>Prior Johannes Menger, der dann zum Abt gew\u00e4hlt wurde. Er dann Abt von 1539 bis&nbsp; 1554.  <\/p>\n<p>Am 20.07.1542 brannte Kloster Kastl 1542 v\u00f6llig nieder.  <\/p>\n<p>1550 schlug der Blitz in den Klosterkirchturm.  <\/p>\n<p>Der 2. Markgr\u00e4flerkrieg zog auch Kloster Kastl in Mitleidenschaft.  <\/p>\n<p>Markgraf Albrrecht Alcibiades von Brandenburg \u2013Kulmbach (1541-1554) k\u00e4mpfte im 2. Markgr\u00e4flerkrieg vor allem gegen seine fr\u00e4nkischen Nachbarn sowie gegen die fr\u00e4nkischen  <\/p>\n<p>Hochstifte W\u00fcrzburg und Bamberg.  <\/p>\n<p>1552 erschien Jobst von Dalbeck vor Kloster Kastl, nachdem er zuvor Amberg und Sulzbach gebrandschatzt hatte.  <\/p>\n<p>Von Abt Johannes verlangte er 2000 Gulden , das sind etwa 829.002,00 \u20ac  <\/p>\n<p>1552 wurde auf Kosten des Klosters das Rathaus in Kastl gebaut.  <\/p>\n<p>Durch den K\u00f6lner Spruch von Kaiser Maximilian vom 30.07. 1505&nbsp; war der Landshuter Erbfolgekrieg beendet worden.  <\/p>\n<p>F\u00fcr die S\u00f6hne des verstorbenen Pfalzgrafen Ruprecht Ottheinrich (1522-1559) und Philipp (1522-1548) war das Herzogtum Pfalz- Neuburg gegr\u00fcndet worden.  <\/p>\n<p>Bei der Teilung von 1535 kam Sulzbach an Herzog Philipp, der es an seinen Bruder Ottheinrich abtrat.  <\/p>\n<p>1542 trat Ottheinrich zum lutherischen Glauben \u00fcber und befahl dessen Einf\u00fchrung am 23.06. 1542 in seinen Landen.  <\/p>\n<p>1554 endete die Regierung von Abt Johann.  <\/p>\n<p>Sein Nachfolger und letzter Abt von Kloster Kastl wurde Abt Michael Hanauer (1554\u20131560)  <\/p>\n<p>Am 29. 1546 erschien eine kurpf\u00e4lzische Kommission in Kastl, um dort Ott-Heinrichs luthersiche Kirchenordnung einzuf\u00fchren.Abt Michael hatte zwar Einspruch erhoben aber erfolglos.  <\/p>\n<p>Au\u00dferdem hatte die Kommission eine Bestandsaufnahme der Bibliothek und des Kirchengeschmeides durchzuf\u00fchren. Bargeld war keines vorhanden, stattdessen war von den gro\u00dfen  <\/p>\n<p>Schulden des Klosters die Rede. Allerdings hatten die Pfalzgrafen auch ihren Teil zum Schuldenstand beigetragen.  <\/p>\n<p>An Gold und Silber wurden 1051 Gulden, das sind etwa 431.496,00 \u20ac, beschlagnahmt.  <\/p>\n<p>Der Grundbesitz des Klosters umfasste 93 ganze H\u00f6fe, 26 halbe H\u00f6fe und Huben, 2 H\u00f6flein, 214 G\u00fcter, 51 G\u00fcti, 1 1 M\u00fchlen und 156 H\u00e4user ( mit denen im Markt ).  <\/p>\n<p>Im Kloster waren noch 6 Konventualen unter ihnen, der sp\u00e4tere Verwalter Kaspar Euvelstetter.  <\/p>\n<p>1557 zog Abt Michael seinen Habit aus. Das Kloster hatte aufgeh\u00f6rt zu existieren.  <\/p>\n<p>Mit einer letzten Urkunde am 5.2. 1560 befreite Abt Michael B\u00fcrger von Kastl vom Lehensgeld, das bei Kaus und Verkauf von H\u00e4usern und G\u00fctern beim Abt hinterlegt werden musste.  <\/p>\n<p>Er wollte damit Fremde anregen, sich im Markt Kastl niederzulassen. STAAM, Kloster Kastl Urkunden 718  <\/p>\n<p>Abt Michael verstarb am 15. August 1560 im Alter von 60 Jahren.  <\/p>\n<p>Die eigentliche Aufl\u00f6sung von Kastl erfolgte 1563 durch die Aufl\u00f6sung der Haus-und Hofhaltung,  <\/p>\n<p>Am 22. 10. 1625 wurde in Pfaffenhofen und zugleich im Markt Kastl mit Georg Schwaiger, wieder ein katholischer Pfarrer eingesetzt., Die calvinistischen Geistlichen werden vertrieben.  <\/p>\n<p>1628 wurde das \u201cF\u00fcrstentum Obere Pfalz\u201d wieder dem bayrischen Staatsverband eingegliedert. Landesherr war Maximilian I (1597-1651)  <\/p>\n<p>Der schwedische Oberst Wilhelm von Kratzenstein fiel 1632 in Kastl und Pfaffenhofen ein&nbsp; und belagerte beide Orte mit zwei Kompanien Kroaten.  <\/p>\n<p>Dies pl\u00fcnderten und brannten alles nieder. In Kastl&nbsp; wurden die Alt\u00e4re gr\u00f6\u00dftenteils zerst\u00f6rt oder mitgenommen. Die Burg Pfaffenhofen wurde fast v\u00f6llig zerst\u00f6rt.  <\/p>\n<p>1633 brachte der schwedische Kommandant _Ha\u00dffeld in Neumarkt Lauterhofen, Pfaffenhofen, Kastl und Velburg in seine Gewalt.  <\/p>\n<p>1638 wurde in der Oberpfalz die katholische Religion wieder eingef\u00fchrt.  <\/p>\n<p>1627 wurde den Jesuiten in Kastl die Seelsorge \u00fcbertragen  <\/p>\n<p>1629 wurde der Pfarrsitz von Pfaffenhofe nach Kastl verlegt, da der Pfarrhof in Pfaffenhofen abgebrannt war. <\/p>\n<p>Am 20 September 1631 befahl Papst Urban VIII. (1623-1634) auf Bitten Maximilians dem Offizial zu Regensburg, das ehemalige Benediktinerkloster Kastl dem von Maximilian zu errichtenden Jesuitenkolleg und Seminar zu Amberg zu inkorporieren.. <\/p>\n<p>STAAM, Kloster Kastl Urkunden 792 <\/p>\n<p>Am 9. Januar 1636&nbsp; wies Kurf\u00fcrst Maximilian das \u00b4den Jesuiten das aufgehobene Kloster Kastl als Residenz an.  <\/p>\n<p>Reibungslos verlief der \u00dcbergang zu den neuen Herren nicht. <\/p>\n<p>Als Maximilian die Oberpfalz \u201czum Eigentum\u201d \u00fcberwiesen worden war, stellte er die dortige Bev\u00f6lkerung vor die Wahl Bekehrung oder Auswanderung- <\/p>\n<p>Beraten durch Jesuiten errichtete er das \u201cKirchliche Polizeiregiment Bayern\u201d <\/p>\n<p>Mit der Regierung der Jesuiten warn B\u00fcrgermeister und Rat vom Markt Kastl nicht einverstanden. Sie nahmen dem Magistrat seine vom Landesherren verliehenen Privilegien. <\/p>\n<p>Das passte aber ohnehin&nbsp; Maximilian verw\u00e4sserte das Mitbestimmungsrecht der Bairischen Landst\u00e4nde.  <\/p>\n<p>Nach den Landtagen von 1605 und 1612 gab es keine allgemeinen Landtage mehr. Es gab nur noch einen Ausschuss zur Steuerbewilligung.  <\/p>\n<p>Die Rechte der B\u00fcrger wurden zu Gunsten des Staates beschnitten. <\/p>\n<p>Die Handlungsweise der Jesuiten wurde als die eine morgenl\u00e4ndischen Despoten gegen\u00fcber seinem Sklaven empfunden. <\/p>\n<p>Der Magistrat sah sich zu einer Klage gegen die kurf\u00fcrstliche Regierung in Amberg gezwungen. Dieser wurde erst 1682 entschieden und gab dem Magistrat seine Rechte wieder. <\/p>\n<p>Obwohl den Jesuiten nachgesagt wird, dass sie keine Kirchen renovieren, erfolgte eine Renovierung der Kastler Kirche und eine barocke Neuausstattung der Klosterkirche. <\/p>\n<p>Am 21. Juli 1773 hatte Papst Clemens XIV. (1769-1774) mit Bulle den Jesuitenorden aufgehoben. Damit h\u00f6rte nat\u00fcrlich die Herrschaft der Jesuiten in Amberg und Kastl auf. <\/p>\n<p>Kastl fiel bis 1781 wieder unter landesherrliche Verwaltung. <\/p>\n<p>Kurf\u00fcrst Karl Theodor (1742-1799) \u00fcbergab im M\u00e4rz 1782 die Jesuiteng\u00fcter in der Oberpfalz an den Johanniter und Malteserorden. Dem Markt Kastl wurde zwar versprochen, m dass alles beim Alten bliebe. <\/p>\n<p>Aber auch die Malteserbeamten griffen, wie schon die Jesuiten in die magistralen Belange Kastl ein. Allerdings wehrte sich der Rat nicht mehr dagegen. <\/p>\n<p>Die Malteser errichteten in der Klosterkirche den fr\u00fchklassizistischen Hochaltar . <\/p>\n<p>1808 wurde Kloster Kastl s\u00e4kularisiert. Das Verm\u00f6gen des Klosters&nbsp; und der Grundbesitz&nbsp; ging an das K\u00f6nigreich Baiern \u00fcber. Die Klosterkirche wurde Pfarrkirche. <\/p>\n<p>Das Landgericht Pfaffenhofen, der Vorl\u00e4ufer der heutigen Landrats\u00e4mter wurde nach umfangreichen Reparaturen der ehemaligen Klostergeb\u00e4ude nach Kastl verlegt. <\/p>\n<p>1958 wurde ein ungarisches Gymnasium mit etwa 200 Sch\u00fclern in Kastl eingerichtet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Das Kloster Sankt Petrus in Kastl in der Oberpfalz wurde wahrscheinlich 1103 nach der Klostertradition schon 1098 durch durch Markgraf Diepold III. von Vohburg ((* 1075- 1146) und Graf Berengar von Sulzbach (vor *1080-1125) und&nbsp; Graf Friedrich von Habsberg-Kastl (+11.11.1103) sowie sein Sohn Graf Otto von Habsberg-Kastl (um 1080-&nbsp; wohl 1125), der Stiftung von [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[23],"tags":[],"class_list":["post-3344","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kloster-in-bayern"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3344","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3344"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3344\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3345,"href":"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3344\/revisions\/3345"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3344"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3344"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3344"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}