{"id":3278,"date":"2023-02-04T20:01:16","date_gmt":"2023-02-04T20:01:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/?p=3278"},"modified":"2023-02-04T20:01:16","modified_gmt":"2023-02-04T20:01:16","slug":"zisterzienserabtei-raitenhaslach","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/?p=3278","title":{"rendered":"Zisterzienserabtei Raitenhaslach"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/b\/bb\/Ertl_Raitenhaslach.png\/220px-Ertl_Raitenhaslach.png\" width=\"220\" height=\"125\"><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>1143 wurde Kloster Raitenhaslach Graf Wolfker de Tegerwac (Wolfker von Wasentegernbach) und seiner Frau Hemma von Vohburg gestiftet.<\/p>\n<p>Diese hatten dem Salzburger Erzbischof Konrad I. von Abenberg (1106\u20131147 ). Die Vita Konrads I. nennt als Gr\u00fcndungsdatum den 27. Oktober 1143. Die Annales Reicherspergenses nennen dasselbe Datum.<\/p>\n<p>Besiedelt wurde Raitenhaslach von der Abtei Salem. Als erster Abt wird Gero (1143-1177\/79)eingesetzt. Gegr\u00fcndet wurde das Kloster zun\u00e4chst in Sch\u00fctzing an der Alz, heute ein Ortsteil von Marktl am Inn. <\/p>\n<p>Zwei Jahre sp\u00e4ter verlegte Erzbischof das Kloster ins Tal der Salzach. Als Grund f\u00fcr die Verlegung gibt die am 05.1146&nbsp; (Kloster Raitenhaslach Urkunden (Zisterzienser 1034-1798) 1146 06 05)von Konrad ausgestellte Urkunde an,<\/p>\n<p>dass der Klosterort nicht geeignet sei und er deshalb das Kloster verlegt habe. Au\u00dferdem wird in der Urkunde gesagt, dass Konrad Gero zum Abt geweiht habe.<\/p>\n<p>Der Grund f\u00fcr die Verlegung lag aber wohl eher in der Klosterpolitik des Salzburger Erzbischofs. Sie lag in der Idee des Bischofs vom Eigenkirchenrecht. ( Germania Sacra NF 11, Das Erzbistum Salzburg 1Die Zisterzienserabtei Raitenhaslach , Berlin New York 19777, S 47 ff)<\/p>\n<p>Im Investiturstreit hatte er sich auf die Seite des Papstes gestellt.Wegen Konflikten mit kaiserlichen Beamten musste er 1112 fliehen und konnte erst 1121 nach Salzburg zur\u00fcckkehren. Das Wormser Konkordat vom 23. September 1122 beendete den Investiturstreit. Er war nun interessiert, die<\/p>\n<p>kl\u00f6sterlichen Institute seiner Di\u00f6zese&nbsp; mit neuem Reformgeist zu erf\u00fcllen. Haupts\u00e4chlich unterst\u00fctzte er zwar die Augustinerchorherren. Es passte aber gut, dass die salzburgische Eigenkirche in Raitenhaslach unbesetzt war.<\/p>\n<p>Die Pfarrei hatte er von Raitenhaslach nach Marienberg verlegt, da die Zisterzienser in dieser Zeit jegliche Seelsorget\u00e4tigkeit ablehnten. Die Kirche von Raitenhaslach \u00fcbergab er den M\u00f6nchen samt dem Zehnten sowie das Stiftungsverm\u00f6gen.<\/p>\n<p>Obwohl Eigenkirchenherr von Raitenhaslach verzichtete er wohl auf das Recht der Benennung und Einsetzung.Ob die Zisterzienser irgendwelche Bedingungen f\u00fcr die Gr\u00fcndung stellten, geht aus der Urkunde nicht hervor, auch nicht dass Kloster Salem das Mutterkloster von Raitenhaslach<\/p>\n<p>war. Das wird nur daraus geschlossen, dass Salem innerhalb des Ordens immer als Mutterkloster betrachtet wurde und es in Raitenhaslach immer das unangefochtene Visitiationsrecht hatte. Ob der erste Abt Gero erst M\u00f6nch in Salem war ist ebenfalls nicht belegt.<\/p>\n<p>Eine p\u00e4pstliche Urkunde liegt schon vom 28. Januar 1147 vor. Der erste Zisterzienserpapst Eugen III. (1145-1153) nimmt das Kloster in seinen Schutz und best\u00e4tigt die aufgef\u00fchrten Besitzungen. Au\u00dferdem gew\u00e4hrt er Zehntfreiheit f\u00fcr alle im Eigenbau stehenden G\u00fcter und<\/p>\n<p>f\u00fcr das Nutzvieh. Die Urkunde ist aber eine F\u00e4lschung. Das Original wurde wohl bei der F\u00e4lschung vernichtet. Es wurde&nbsp; aber wohl nur \u201ccum capella\u201d eingef\u00fcgt. Es ging um eine Gutskapelle bei Mosvogel. Um diese Kapelle ging es bei einem Streit mit dem Regensburger Bischof.<\/p>\n<p>Die M\u00f6nche wollten mit dieser Urkunde ihren Anspruch auf diese Kapelle untermauern. Der F\u00e4lschung war aber kein Erfolg beschieden, denn das Kloster mu\u00dfte sp\u00e4ter&nbsp; die Abh\u00e4ngigkeit der Gutskapelle von der zust\u00e4ndigen Pfarrkirche, also mittelbar vom Bischof selbst, anerkennen.<\/p>\n<p>(1147 01 28) Eine weiter Urkunde nur ein paar Tage sp\u00e4ter gebot der Papst dem Regensburger Bischof Heinrich I. (1132- 1155)&nbsp; von den Besitzungen des Klosters Raitenhaslach innerhalb seiner Di\u00f6zese keine Zehnten zu fordern. (1147 02 01)<\/p>\n<p>Die erste K\u00f6nigsurkunde stellte K\u00f6nig Konrad III. (1138-1152) aus. Am 23. Mai 1149 nahm er Kloster Raitenhaslach in seinen Schutz und best\u00e4tigte besonders den Besitz zweier Hufen, eine in Sch\u00f6nberg (Landkreis Alt\u00f6tting) und eine in Waltendorf (Landkreis Bogen),<\/p>\n<p>die das Kloster vom Reichsministerialen Raffold von Sch\u00f6nberg geschenkt bekommen hatte. Dieser wiederum hatte diese f\u00fcr seine treuen Dienste von K\u00f6nig Konrad zu freiem Eigen erhalten. (RI Konrad III. &#8211; RI IV,1,2 n. 596 und 1149 05.23)<\/p>\n<p>Bischof Heinrich I. von Regensburg gestand am 26. Mai 1152 Kloster Raitenhaslach f\u00fcr die im Eigenbetrieb stehenden G\u00fcter und f\u00fcr das Zuchtvieh Zehntfreiheit zu. Au\u00dferdem best\u00e4tigte dessen Rechte an den Kapellen seiner Di\u00f6zese, unbeschadet der Rechte der Pfarrkirche (1152 05 26)<\/p>\n<p>Das war wohl als Reaktion auf die Aufforderung von Papst Eugen III. zu sehen, von Kloster Raitenhaslach keinen Zehnten zu fordern.<\/p>\n<p>Graf Berthold III. von Andechs (um 1110\/15-1188) gew\u00e4hrte Kloster Raitenhaslach Zollfreiheit in Neuburg am Inn Zollfreiheit f\u00fcr seine aus \u00d6sterreich kommenden Schiffe. (1158 08 05).<\/p>\n<p>Das war f\u00fcr das Kloster durchaus von Interesse, denn in der Gegend um Krems verf\u00fcgte es \u00fcber umfangreichen Weinbergbesitz. Sein Hauptweinbaugebiet war in und um Krems. Schon 1156 hatte es dort seinen ersten Weinberg.<\/p>\n<p>Durch weitere Schenkungen baute das Kloster seinen Weinbergbesitz um Krems schnell aus. In Feuersbrunn hatte es Besitz in der Lage Talland. Feuersbrunn ist einer der \u00e4ltesten und bedeutendsten Weinorte in Nieder\u00f6sterreich. Weiteren Besitz hatte es in Rohrendorf bei Krems und Murstetten<\/p>\n<p>bei Krems. Der Passauer Bischof Konrad I. von Babenberg (1148-1164) gew\u00e4hrte dem Kloster am 5. Oktober 1161 f\u00fcr seine Regierungszeit Zehntfreiheit f\u00fcr die kl\u00f6sterlichen Weinberge in \u00d6sterreich und Mautfreiheit in Passau. (1161 10 05)<\/p>\n<p>Der Besitz an Weinbergen um Krems nahm im Laufe der Zeit so zu, dass sich Herzog Rudolf III. von \u00d6sterreich (1298-1307) 1304 gen\u00f6tigt sah, dem Kloster in diesem Gebiet weitere Erwerbungen zu verbieten.<\/p>\n<p>Die Betreuung der Weinberge erfolgte durch einen vom Abt ernannten Hofmeister den \u201c Magister Curie in Chremsa\u201d. Seit dem 17. Jahrhundert nannte er sich \u201cProvisor vinearum in Austria\u201d Zun\u00e4chst waren es Konventsangeh\u00f6rige. Seit der Mitte des 16. Jahrhunderts wurden mit dem<\/p>\n<p>Amt Laien, meist B\u00fcrger aus Krems betraut. (Die Zisterzienserabtei Raitenhaslach Kapitel 11 Weinbau S 196 ff)<\/p>\n<p>Im September 1165 stellte Kaiser Friedrich I. (1152-1190) Kloster Raitenhaslach eine Urkunde aus, mit der das Kloster in seinen Schutz nahm, dessen Besitz best\u00e4tigte, insbesondere die Schenkungen des Ministerialen Rafolds, die dieser mit Zustimmung Herzog Heinrichs dem L\u00f6wen (1156-1180)<\/p>\n<p>in Sch\u00f6nberg und Waltendorf gemacht hatte. (1165 09 19\/24) Diese Urkunde zeigt, dass Abt Gero und sein Konvent in den kirchenpolitischen Auseinandersetzungen jener Zeit keinerlei antikaiserliche Haltung gezeigt hatten.<\/p>\n<p>Sophia, Gr\u00e4fin von Burghausen und Gemahlin von Gebhard I, der um 1170 verstarb, schenkte Kloster Raitenhaslach zwischen 1176 und 1180 ihre Fischerei in Grabenst\u00e4tt (heute Landkreis Traunstein) sowie ihren Anteil einer Salzpfanne in Reichenhall (1176-1180)<\/p>\n<p>Anlass auf zwei weitere Wirtschaftszweige von Kloster Raitenhaslach zu blicken. Da war einmal der Salinenbetrieb. Das Kloster hatte Salinenanteile auf bayerischen wie salzburgischen Gebiet. Schon Sophias Gemahl Gebhard I. hatte dem Kloster einen j\u00e4hrlichen Anteil an einer Salzpfanne in Reichenhall<\/p>\n<p>geschenkt.Seine Gemahlin schenkte dann einen weiteren Anteil. In Hallein bekam das Kloster 1207 von dem Salzburger Erzbischof Eberhard II. von Regensberg (1200-1246) einen Salinenanteil geschenkt. Au\u00dferdem schenkte der Erzbischof dem Kloster einen Salinenanteil in M\u00fchlbach bei Hallein.<\/p>\n<p>Dazu gab er zwei Hofst\u00e4tten zur Erbauung von Salzpfannen gleichzeitig \u00fcbertrug er Beholzung-, Trift- und Salinenrechte. Au\u00dferdem bekam das Kloster alle Rechte der Salzgewerke. Es durfte Salz entsprechend dem ihm \u00fcberlassenen Pfannenanteil verkaufen und verfrachten.<\/p>\n<p>(1207 04 20) . K\u00f6nig Philipp (1198-1208) best\u00e4tigte diese Schenkung ein halbes Jahr sp\u00e4ter sowie die dabei durch Erzbischof Eberhard verliehenen Rechte und er nahm das Kloster in seinen Schutz. (1207 08 03)<\/p>\n<p>Wie lange Raitenhaslach in Reichenhall Rechte und Anteile an der Saline hatte, lies sich bisher nicht ermitteln Man kann aber annehmen, dass die Entwicklung \u00e4hnlich verlief wie in Hallein.<\/p>\n<p>Sp\u00e4testens Anfang des 16. Jahrhunderts nahm der bayrische Herzog die Salzgewinnung in seine Hand und monopolisierte sie.<\/p>\n<p>In Hallein gab es 9 Sudh\u00e4user. Es gab 4 kl\u00f6sterliche Mitsieder. Ende des 14. Jahrhunderts bem\u00fchte sich der Erzbischof erfolgreich, die einzelnen Salinenanteile wieder in seiner Hand zu vereinen. Die Kl\u00f6ster, auch Raitenhaslach, mussten sich eine \u201cRestringierung\u201d des Sudbetriebes auf ein Viertel<\/p>\n<p>gefallen lasen. Sp\u00e4ter \u00fcberlie\u00dfen sie den gesamten Salinenanteil dem Erzbischof entweder auf Zeitpacht oder auf Lebenszeit. Die ersten Pachtvertr\u00e4ge von Kloster Raitenhaslach stammen aus dem Jahr 1379.<\/p>\n<p>Im Jahr 1454 verzichtete Kloster Raitenhaslach endg\u00fcltig auf eine eigene Salzproduktion und trat all seine dortigen Rechte gegen eine Salzlieferung jeweils zu Georgi und Ruperti an den Salzburger Erzbischof ab.<\/p>\n<p>Eine praktische Auswirkung davon war, dass der klostereigene Salzstadel in Neu\u00f6tting 1859 verkauft wurde. (Die Zisterzienserabtei Raitenhaslach 9, Salinenbetrieb S. 192 f.)<\/p>\n<p>Die erste M\u00fchle bekam das Kloster&nbsp; am 22. Dezember 1164 von Markgraf Engelbert von Istrien (+ 1188) und Gebhard von Sulzberg (um 1144-1188). Sie stammte aus dem Anteil des Erbes von Engelberts Gemahlin Mathilde, der Schwester Gebhards.<\/p>\n<p>In der Urkunde wird eine M\u00fchle zu Holzehvsen genannt (1146 12 22)<\/p>\n<p>Von besonderer Bedeutung f\u00fcr ein Zisterzienserkloster waren M\u00fchlen. Urspr\u00fcnglich war jeglicher Fleischgenuss bei den Zisterziensern verboten. Das bedingte nat\u00fcrlich einen hohen Mehlverbrauch.<\/p>\n<p>1313 verbrauchte die Klosterb\u00e4ckerei 134 Mutt Roggen. ( 1 Mutt hatte 133 2% Liter) Roggen und 124 Mutt und 23 Metzen Hafer. 16 Metzen waren 1 Mutt.<\/p>\n<p>Neben der Deckung des Eigenbedarfs an Mehl waren M\u00fchle auch eine gute Einnahmequelle f\u00fcr die Kl\u00f6ster, denn s\u00e4mtliche Insassen eines Dorfes durften ihr Getreide nur in der Klosterm\u00fchle mahlen lassen.<\/p>\n<p>Die Raitenhaslacher M\u00fchlen waren mit Ausnahme der Klosterm\u00fchle schon Ende des 12. Jahrhunderts alle in Pacht ausgegeben.<\/p>\n<p>Neben dem realen Mahlrecht hatte das Kloster auch S\u00e4ge-und \u00d6lschlagrecht, also die Berechtigung zum Betrieb einer S\u00e4gem\u00fchle und zur \u00d6lgewinnung aus \u00f6lhaltigen Fr\u00fcchten.<\/p>\n<p>Dar\u00fcberhinaus besa\u00df das Kloster M\u00fchlen zur Papier-, Kupfer-, Eisen-und Tucherzeugung.<\/p>\n<p>In den 30-iger Jahren des 14. Jahrhunderts waren 20 M\u00fchlen im Besitz des Klosters. Im sp\u00e4ten 18. Jahrhundert war der Betrieb auf 30 angewachsen.<\/p>\n<p>Die Papierm\u00fchle in Raitenhaslach war die einzige Papierm\u00fchle im heutigen Oberbayern, die von einem Kloster unterhalten wurde. (Die Zisterzienserabtei Raitenhaslach 5 M\u00fchlen S. 188 ff)<\/p>\n<p>Graf Gebhard von Burghausen (+ 4.12. 1163) schenkte Kloster Raitenhaslach eine Schwaige in Ried mit zugeh\u00f6rigem Anteil an einer Salzpfanne in Reichenhall.<\/p>\n<p>Herzogin Agnes von Bayern (um 1201-1267), Gemahlin von Herzog Otto II. stiftete am 23. April 1262 die Schwaige zu \u201cWerde\u201d, das ist die G\u00f6belschwaig in Neum\u00fchl, heute eine W\u00fcstungin der Gemeinde Moosburg am Inn.<\/p>\n<p>Dies geschah zum Seelenheil ihres verstorbenen Gemahls Otto. (1262 04 23)<\/p>\n<p>Das Kloster hatte auch Schwaigh\u00f6fe in seinem Besitz und zwar in den Gebirgsgegenden von Tirol und Salzburg. Das waren fast ausschlie\u00dflich auf Milchwirtschaft eingestellte Betriebe. Sie mussten \u00fcblicherweise 300 K\u00e4selaibe pro Jahr ans <\/p>\n<p>Kloster abgeben. Nach dem Urbar von 1334 erhielt Kloster Raitenhaslach j\u00e4hrlich 9500 St\u00fcck K\u00e4se. Neben Rinderzucht wurde in den Schwaigen vor allem im Pinzgau auch Schafzucht betrieben. Das wichtigste Erzeugnis war hier die Wolle, aus denen Bekleidungsstoffe<\/p>\n<p>hergestellt wurde. (Die Zisterzienserabtei Raitenhaslach 10 Schwaigenwirtschaft S. 195)<\/p>\n<p>Die Gr\u00e4fin von Burghausen hatte neben ihrem Anteil an der Salzpfanne in Reichenhall auch ihre Fischerei in Grabenstett geschenkt. Eine ausgedehnte Fischzucht war f\u00fcr die Zisterzienser sehr wichtig, denn sie ern\u00e4hrten sich ja weitgehend fleischfrei.<\/p>\n<p>Kloster Waldsassen hatte eine ausgedehnte Teichwirtschaft, die ja bis heute nachwirkt, ebenso Maulbronn. Die wasserreiche Lage in Raitenhaslach eignete sich ebenso f\u00fcr die Fischzucht und noch heute sind viele damals angelegte Fischteiche<\/p>\n<p>in Klostern\u00e4he erhalten. Fischrechte so wie die in Grabenstett zu denen bald zahlreiche weitere dazu kamen, wurden vom Kloster nicht selbst genutzt sondern gegen Zins an Fischer abgegeben. Je nach Gr\u00f6\u00dfe ihres Fischlehens hatten die Fischer<\/p>\n<p>im Jahr zwischen 100 und 1000 Chiemseerenken an den Abt zu liefern. Aber der Fischfang des Klosters reichte nie aus, um den Bedarf zu decken, so dass Fisch, Krebs und Fr\u00f6sche mit bis zu 1000 Gulden im Jahr zugekauft werden mussten.<\/p>\n<p>(Die Zisterzienserabtei Raitenhaslach 3 Fischereiwesen S. 184 f)<\/p>\n<p>Abt Gero stand \u00fcber 30 Jahre an der Spitze seiner Abtei. Das Kloster hatte in seiner Regierungszeit viele Schenkungen erhalten und stand so auf einer soliden Grundlage.<\/p>\n<p>Er geno\u00df ein hohes pers\u00f6nliches Ansehen, was sich zum Beispiel darin zeigt, dass er im Gefolge des abgesetzten Salzburger&nbsp; Erzbischofs Adalbert III. (1168-1174 und 1183-1200) war.<\/p>\n<p>Kardinal Walther von Albano hatte ihn nach Raab bestellt, um im Auftrag von Papst Alexander III. (1159-1181) den bayrisch-salzburgischen Kirchenstreit zu beenden.<\/p>\n<p>Abt Gero stand auch in Korrespondent mit Hildegard von Bingen. Sie soll ihn von seinem Vorhaben wieder in sein Mutterkloster Salem zur\u00fcckzukehren, abgebracht zu haben.<\/p>\n<p>Schon unter Abt Gero l\u00e4sst sich die F\u00fchrung eines eigenen Abtsiegels nachweisen.<\/p>\n<p>Als Todestag nennen die Necrologien fast einhellig den 3. Juni. Sein Todesjahr ist nicht genau bekannt. F\u00fcr alle \u00c4bte der Fr\u00fchzeit gilt, dass die Daten von Wahl und Weihe nicht bekannt sind und auch die Lebenszeiten kaum belegt sind.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger Adalbert erscheint in zwei Urkunden. Mit dem Register 1180-1190 beurkundete Abt Konrad&nbsp; Jahrtagsstiftungen und Schenkungen an Kloster Raitenhaslach durch Burggraf Meingoz von Salzburg.<\/p>\n<p>In dem Privileg von Papst Alexander III. f\u00fcr Kloster Raitenhaslach vom 13. Februar 1180 (1180 02 13) wird Abt Adalbert in der Gru\u00dfformel namentlich erw\u00e4hnt. Das ist der einzige zeitliche Anhaltspunkt f\u00fcr Abt Adalbert.<\/p>\n<p>Abt Konrad I. (1183-1188) hat nach den Raitenhaslacher Traditionsnotizen eine verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig gro\u00dfe Zahl von Rechtsgesch\u00e4ften vorgenommen. M\u00f6glicherweise hat Abt Konrad I. viele Traditionen seiner Amtszeit selbst niedergeschrieben<\/p>\n<p>und zwar in der Mehrzahl als unmittelbare Eintragungen, was sich weder vor noch nach der Amtszeit von Abt Konrad wiederfindet.<\/p>\n<p>Abt Otto erscheint weder in einer Abtsliste noch in den Necrologien noch im Traditionsbuch des Klosters. In einer Urkunde f\u00fcr das Stift Baumburg heute Landkreis Traunstein bezeugt er mit zwei M\u00f6nchen&nbsp; die \u00dcbertragung von Besitzungen der Gr\u00e4fin<\/p>\n<p>Elisabeth von Ortenburg in&nbsp; Angath. Diese Urkunde stammt aus dem Archiv von Baumburg und wurde als Regest aufgenommen, da sie der einzige urkundliche Beleg f\u00fcr Abt Otto ist. (1190)<\/p>\n<p>Auch f\u00fcr die n\u00e4chsten beiden \u00c4bte ist die Urkundenlage d\u00fcnn. Abt Richer (110\u00b494-1198) wird in einer Urkunde vom Juni 1194 genannt, in der Herzog Berthold IV. von Dalmatien (+ 1204) die von seinem Vater Berthold III. von Andechs ( + 1188) zugestandene Mautfreiheit&nbsp; in Neuburg heute<\/p>\n<p>Landkreis Passau erneuert. (1194 06)<\/p>\n<p>Am 13. M\u00e4rz 1195 nahm Papst C\u00f6lestin III. (1191-1198) Kloster Raitenhaslach in seinen Schutz und best\u00e4tigte ihm die Kapelle \u201cCidelare\u201d (Margarethenberg, Landkreis Alt\u00f6tting) (1195 03 13). In dieser Urkunde wird der Abt als \u201cDilectus filius Riccerius) in der Gru\u00dfformel genannt.<\/p>\n<p>In sp\u00e4teren Necrologien wir der 31. Januar als Todestag genannt.<\/p>\n<p>Auch der n\u00e4chste Abt ist nur in einer Urkunde belegt. In dieser Urkunde gew\u00e4hrte Bischof Wolfker von Passau (1191-1204) dem Kloster Raitenhaslach Mautfreiheit in Passau. (1203) In dieser Urkunde wird gesagt, dass das auf Bitten des Abtes Konrad geschah.<\/p>\n<p>F\u00fcr Abt Berthold (vor 1205-1217\/19) ist die Quellenlage wieder g\u00fcnstiger. In seine Regierungszeit f\u00e4llt die Schenkung des Salinenanteils in M\u00fchlbach durch den Salzburger Erzbischof Eberhard (s.o.) Das war der Beginn der Salinent\u00e4tigkeit in Hallein durch Kloster Raitenhaslach.<\/p>\n<p>Mehrere Male wurde er von Papst Innozenz III. (1198-1216) in Streitsachen zum Richter eingesetzt. (2 Urkunden 1205 11 17 in der Streitsache Saline Tuval).<\/p>\n<p>Seine Teilnahme an der Di\u00f6zesansynode in Laufen an der Salzach 1205 ist bezeugt. (Die Zisterzienserabtei Raitenhaslach S. 259). In diesem Jahr weihte Erzbischof&nbsp; Eberhard von Salzburg einen Emporenaltar in Kloster Raitenhaslach.<\/p>\n<p>Der Kirchenbau im Kloster war nun auch nach Westen abgeschlossen.<\/p>\n<p>Der Passauer Bisch\u00f6fe Poppo (1204-1206) gew\u00e4hrt Kloster Raitenhaslach Mautfreiheit in Passau (1205 12 26). In dieser Urkunde ist Abt Berthold namentlich genannt.<\/p>\n<p>Bischof Manegold (1206-1215) erneuerte die Mautfreiheit (1206-1209) und best\u00e4tigte sie in einer Urkunde&nbsp; vom 06. Juni (1206\/1215 06 09)<\/p>\n<p>Herzog Leopold VI. von \u00d6sterreich (1198-1230) best\u00e4tigte 1207 die von seinem Vater Leopold V. (1177-1194) verliehenen Mautfreiheiten in Krems und Persenbeug, beides Nieder\u00f6sterreich und Mauthausen Ober\u00f6sterreich verliehene Mautfreiheiten (1207).<\/p>\n<p>Abt Berthold erscheint auch in einer undatierten Kaufurkunde, in der er sich \u201cservus pauperum Christi\u201d nennt. (1207-1219)<\/p>\n<p>Von Abt Berthold sind verschieden von ihm verfa\u00dfte geistliche Gespr\u00e4che (sermones) erhalten.<\/p>\n<p>Eine p\u00e4pstliche Best\u00e4tigung der Eink\u00fcnfte an der Saline in Hallein erteilte Papst Innozenz III. am 18. April 1209. (1209 04 18)<\/p>\n<p>Am 26. M\u00e4rz 1214 stellte dieser Papst dem Kloster eine Schutzurkunde aus, best\u00e4tigte den namentlich aufgef\u00fchrten Besitz und gew\u00e4hrte Zehntfreiheit f\u00fcr alle im Eigenbau stehenden G\u00fcter wie vom Zuchtvieh und weitere Rechte. (1214 03 26)<\/p>\n<p>Auch Bischof Ulrich II. von Passau (1215-1222) best\u00e4tigte die Mautfreiheit von Kloster Raitenhaslach in Passau. (1215\/1221 10 31)<\/p>\n<p>Am 15. Juli 1216 stellte Kaiser Friedrich II. (1212-1250) eine Schutzurkunde f\u00fcr Kloster Raitenhaslach aus. Er best\u00e4tigte alle Schenkungen, insbesondere einer Salzpfanne in M\u00fchlbach durch Erzbischof Eberhard. (1216 07.15)<\/p>\n<p>Diese Urkunde ist bei den Raitenhaslacher Urkunden&nbsp; nochmals aufgef\u00fchrt und zwar unter <b><\/b>1222 11 13. In dieser Urkunde ist Abt Berthold auch namentlich genannt.<\/p>\n<p>Abt Konrad III. (1222 \u20131228) ist nur in einer Urkunde in einer Urkunde von Kloster Raitenhaslach vertreten. In einer undatierten Urkunde vor dem 30. Dezember 1225 ist er an einem Vergleich mit Propst Heinrich von Ranshofen<\/p>\n<p>wegen einer Kapelle in Neukirchen an der Alz beteiligt. Dreimal ist er in einer Zeugenreihe belegt. In zwei Urkunden geht es um Vereinbarungen zwischen Erzbischof Eberhard und einmal dem Zisterzienserkloster in Viktring und einmal<\/p>\n<p>zwischen Erzbischof Eberhard und dem Kloster Kaisheim. Einmal war der Abt Zeuge bei einer \u00dcbertragung der Pfarrei Sieghartskirchen an das Stift Baumburg durch Bischof Gebhard I von Passau ( 1222-1232).<\/p>\n<p>Weder der Todestag noch die Begr\u00e4bnisst\u00e4tte des Abtes sind \u00fcberliefert.<\/p>\n<p>Abt Dietmar 1239\/1240 scheint ebenfalls nur eine sehr kurze Regierungszeit gehabt zu haben. Bei Papst Gregor IX. (1227-1241) stand Abt Dietmar wohl in hohem Ansehen, denn mit Urkunde vom M\u00e4rz 1240 ernannte ihn der Papst zum Beichtvater von <\/p>\n<p>Herzog Otto II. dem Erlauchten von Bayern (1231-1253). Au\u00dferdem gab er ihm die Vollmacht, Otto II. gegebenfalls von der Exkommunikation zu l\u00f6sen.<\/p>\n<p>Am 24. September 1240 weilte Abt Dietmar am Hof Friedrichs II. der Streitbare, Herzog von \u00d6sterreich (1230-1246, mit ihm starben die Babenberger im Mannesstamm aus) in M\u00f6dling. Bei dieser Gelegenheit best\u00e4tigte der Herzog Kloster Raitenhaslach<\/p>\n<p>ebenso wie dem Stift St. Nikola in Passau die von seinen Vorfahren verliehenen Mautfreiheiten. (Urkunde 1240 09 24)<\/p>\n<p>Unter Abt Dietmar begannen die langj\u00e4hrigen Auseinandersetzungen von Kloster Raitenhaslach mit den Herren von Wald, weil diese die Vogtei auf die Klosterg\u00fcter im Zeitlarngau, das ist der Gau zwischen Alz und Salzach, beanspruchten.<\/p>\n<p>Aktenkundig wurde dieser Streit mit der Urkunde von Herzog Otto II. vom 26. Dezember 1240, in der Otto&nbsp; den Gebr\u00fcdern Otto und Ortlieb von Wald (LK Alt\u00f6tting) jegliche Rechte auf Leute und Besitzungen des Klosters abspricht. Dies geschah auf Klage des Abtes Dietmar.<\/p>\n<p>(1240 12 26). Das scheint allerdings wenig bewirkt zu haben.1242 exkommunizierte Erzbischof Eberhard von Salzburg die beiden Br\u00fcder, was sie aber auch nicht sonderlich beindruckt zu haben scheint. (1242 11 23)Die beiden betrieben von ihrer Burg aus ihren Herrschaftsausbau weiter.<\/p>\n<p>In einer Urkunde von 1241 gew\u00e4hrte Otto II. dem Kloster Zollfreiheit f\u00fcr zwei Wagen mit Lebensmitteln. (1241)<\/p>\n<p>Abt Dietmar verstarb wohl am 8. M\u00e4rz 1242.<\/p>\n<p>Eine l\u00e4ngere Regierungszeit hatte Abt Walther n\u00e4mlich von 1242-1257. wie auch seine Vorg\u00e4nger erfreute er sich der besonderen Gunst des Salzburger Erzbischofs Eberhard, was viele Schenkungen belegen.<\/p>\n<p>1242 erlaubte er dem Kloster, in den St\u00e4dten Salzburg, Laufen, Tittmoning, M\u00fchldorf und Werfen je ein von allen Abgaben und Steuern freies Haus samt Zugeh\u00f6r zu haben. Au\u00dferdem durfte das Kloster durch dies St\u00e4dte<\/p>\n<p>Salz und andere G\u00fcter mautfrei zu Wasser und zu Land f\u00fchren (1242).<\/p>\n<p>Im September 1242 beauftragte das Generalkapitel den Abt von Kloster Heilsbronn Ulrich 1241-1244)und Walther ein Frauenkloster zu besuchen, das auf Wunsch von Otto II von Andechs, Herzog von Meranien dem Orden inkorpiert werden sollte (1242 09)<\/p>\n<p>F\u00fcr Raitenhaslach wichtig war die Urkunde vom 15. M\u00e4rz 1143, in der Erzbischof Eberhard die vollst\u00e4ndige Freiheit jeglicher seiner G\u00fcter im Erzstift best\u00e4tigt. (1243 03 15)<\/p>\n<p>Am 28. November 1244 versprach Pfalzgraf Rapoto III., Pfalzgraf von Bayern, die dem Kloster Raitenhaslach von P\u00e4psten und Kaisern verliehenen Rechte, vor allem dessen Niedergerichtsbarkeit, zu achten. (1244 11 28)<\/p>\n<p>Am 13. Juli 1245 erhielt Abt Walther einen p\u00e4pstlichen Auftrag. Papst Innozenz IV. (1243-1254) trug ihm auf, die Klage des Domkapitels von Salzburg gegen das Stift St. Peter daselbst wegen der Zugeh\u00f6rigkeit der Kapellen St. Laurenz und St. Michael zur Stadtpfarrkirche zu untersuchen und zu entscheiden.<\/p>\n<p>(1245 07 13)<\/p>\n<p>Im Juli 1246 erhielt das Kloster von Konrad von Wasserburg (+1259) Mautfreiheit auf Burg Vichtenstein (1246 07 23)in Ober\u00f6sterreich und Herzog Otto II.gew\u00e4hrte Zollfreiheit in Obernberg an Inn. (1246 07 26)<\/p>\n<p>Das Generalkapitel erteilte den \u00c4bte von Heilsbronn Edelwin (1245-1252) und Walther wieder einen Besuchsauftrag. Dieses Mal sollte das Frauenkloster Lilienthal in T\u00e4nikon (heute Kanton Thurgau)in der Schweiz besucht werden. Auch hier ging es um Inkorporation in den Orden. (1246 09)<\/p>\n<p>Auch der Nachfolger von Erzbischof Eberhard von Salzburg Philipp von Spanheim ( 1247-1257) blieb Kloster Raitenhaslach gewogen. Sein direkter Nachfolger Burkhart I. von Ziegenhain war nur wenige Monate im Amt.<\/p>\n<p>Erzbischof Philipp best\u00e4tigte am 27. Dezember 1249 alle von seinen Vorg\u00e4ngern verliehenen Schenkungen und Freiheiten, namentlich die von Eberhard II. (1249 12 27). Etwa zwei Monate sp\u00e4ter stellte er dem Kloster eine Schutzurkunde aus und nahm es mit all seinen Besitzungen in seinen Schutz.<\/p>\n<p>(1250 02 06)<\/p>\n<p>1249 kaufte Abt Walther ein Haus in Krems. (1249 09 06)<\/p>\n<p>Im April 1253 erh\u00e4lt Kloster Raitenhaslach zum ersten Mal Besitzrechte und Zinsverschreibungen in der Stadt M\u00fcnchen (1253 04 09 und 1253 04 11)<\/p>\n<p>Wie viele Zisterzienserkl\u00f6ster verkaufte Raitenhaslach abgelegenes und damit unwirtschaftlich zu betreibende Klosterg\u00fcter. 1253 verkaufte Abt Walther das Klostergut Sachrang bei Aschau im Chiemgau <\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Regierungszeit von Abt Walther nahm die Zahl von Adligen zu, die in Kloster Raitenhaslach eine Begr\u00e4bnisst\u00e4tte erhielten. In der Regel war das dann auch mit Schenkungen an das Kloster verbunden. So vermachte z. B. ein Ulrich Chalb<\/p>\n<p>aus Burghausen Kloster Raitenhaslach ein Gut in \u00dcberacker (in Ober\u00f6sterreich) gegen ein Begr\u00e4bnis im Kloster. (1250-1257)<\/p>\n<p>Von Abt Walther stammt das erste erhaltene Siegel eines Raitenhaslacher Abtes.<\/p>\n<p>Als Todesjahr ist das Jahr 1259 \u00fcberliefert. Der Todestag schwankt in den Nekrologien zwischen dem 05.und 08. April.<\/p>\n<p>Der n\u00e4chste Abt ist Heinrich I. von G\u00fcntering (1259-1261). Er entstammte einer Ministerialenfamilie und war vor seiner Wahl zum Abt Cellerar. Er erscheint deshalb wiederholt in der Zeugenreihe von Urkunden.<\/p>\n<p>Der Salzburger Bischofstuhl war seit Philipp I. umstritten. Dieser war 1257 vom Domkapitel 1257 abgesetzt und gebannt worden. Zu seinem Nachfolger wurde Ulrich von Seckau gew\u00e4hlt. Er war zwar 9 Jahre Regent in Salzburg, regierte aber das Bistum<\/p>\n<p>eher nur nominell. Denn das Bistum hatte die Auswirklungen des Interregnums in Deutschland (1256-1273) und \u00d6sterreich (1246-1278) zu erfahren. Nach dem Tod seines G\u00f6nners Herzog Friedrich II. von \u00d6sterreich hatte er weder Macht, Geld noch Geschick<\/p>\n<p>sich mit seinem gebannten Vorg\u00e4nger zu messen. Abt Heinrich ergriff aber Partei f\u00fcr Erzbischof Ulrich, was dieser mit der Schenkung des Fischteichs bei Mitterm\u00fchl dankte (1261 03 19).<\/p>\n<p>Am 7. April 1261 gew\u00e4hrte er der Kirche in Marienberg heute Landkreis Alt\u00f6tting einen Ablass (1261 04 07) und drei Tage sp\u00e4ter best\u00e4tigte er die Schenkungen seiner Vorg\u00e4nger f\u00fcr Kloster Raitenhaslach. (1261 04 10)<\/p>\n<p>Das Todesjahr von Abt Heinrich ist nicht \u00fcberliefert.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger Rudolph ist vermutlich personengleich mit einem 1253 als Priester und 1250 als Custos des Klosters. Er hatte eine sehr kurze Regierungszeit und ist nur in einer Urkunde belegt. (1263 03 17)<\/p>\n<p>Frater Thomas, Bischof von Squillace (Kalabrien),der&nbsp; vom apostolischen Stuhl zur Reform der Salzburger Kirche nach Deutschland entsandt worden war, erlaubte dem Abt von Raitenhaslach bei bestimmten Voraussetzungen,&nbsp; auf 24 Personen beschr\u00e4nkt Brandleger, Laienm\u00f6rder und R\u00e4uber zu absolvieren. Die dabei der Kurie entstehenden Kosten wies er dem Kloster zu.<\/p>\n<p>Wohl in die Regierungszeit diesen Abts f\u00e4llt die Verleihung des gro\u00dfen Zisterzienser-Schutzprivilegs durch Papst Urban IV. (1261-1264) am 24. Juni 1264. In dieser Urkunde werden&nbsp; namentlich erw\u00e4hnte Besitzungen best\u00e4tigt. (1264 06 24)<\/p>\n<p>Sein Nachfolger war Konrad IV. Hallerbrucker. (1267-1297) Er entstammte dem Geschlecht der Hallabrucker, die im 12.\/13. Jahrhundert zu den Kraiburg-Ortenburger Ministerialen z\u00e4hlten.<\/p>\n<p>Urkundlich erscheint er erstmals am 20. M\u00e4rz 1267 (Die Zisterzienserabtei Raitenhaslach S. 263). Er hatte eine \u00fcber drei\u00dfigj\u00e4hrige Regierungszeit. Nur Abt Emanuel I. Scholz (1700-1733) regierte l\u00e4nger.<\/p>\n<p>Abt Konrads Regierungszeit war durch eine rege Baut\u00e4tigkeit gekennzeichnet, die auch durch ein gro\u00dfes Brandungl\u00fcck 1275 bedingt war.&nbsp; Raitenhaslach teilte dieses Schicksal mit sehr vielen Kl\u00f6stern, den f\u00fcr fast alle mittelalterliche Kl\u00f6ster sind Br\u00e4nde \u00fcberliefert.<\/p>\n<p>Die Weihe der Klosterkirche wurde auf das Georgsfest&nbsp; also den 23. April 1275 festgesetzt.&nbsp; Bischof Hermann&nbsp; von Augsburg (1248-1286) (1275 04 08), Bischof&nbsp; Berthold von Bamberg (1257-1285)(1275 04 11) und Bischof Hildebrand von Eichst\u00e4tt (1261-1279) (1275 04 16)<\/p>\n<p>gew\u00e4hrten dazu einen Ablass von 40 bzw. 80 Tagen vorbehaltlich der Zustimmung des Bischofs, der die Weihe vollzog.<\/p>\n<p>Ein weiterer Brand ereignete sich 1485, bei dem der mittlere Teil des Klosters zerst\u00f6rt wurde. Die Kirche blieb bei diesem Brand verschont.<\/p>\n<p>Am 7. Dezember 1283 wurde der St. Michaelsaltar in der Klosterkirche geweiht.<\/p>\n<p>Laut \u201cDie Zisterzienserabtei Raitenhaslach \u201cS. 263 wurde zu Ehren des Ortspatrons von Raitenhaslach St. Georg bei der Pforte eine Kapelle errichtet und diese 1294 geweiht. Es gibt allerdings aus dem Jahr 1277 4 Urkunden von insgesamt 9 Bisch\u00f6fen die<\/p>\n<p>aus Anlass der Weihe der Pfortenkapelle Abl\u00e4sse verleihen. Die Weihe der Pfortenkapelle 1294 nahm der Bischof von Lavant&nbsp; Heinrich von Helfenberg (1291\u20131299) vor.1275 lie\u00df Abt Konrad in der Klosterkirche einen neuen&nbsp; Estrich legen. 11 Alt\u00e4re, die unter Feuchtigkeitserscheinungen litten, lie\u00df er h\u00f6her setzen. Das Refektorium wurde ebenfalls erh\u00f6ht.<\/p>\n<p>1283 drohte das Dormitorium in die Salzach abzurutschen. Es wurde durch entsprechende Baumassnahmen gesichert.<\/p>\n<p>Das hohe Ansehen, in dem Kloster Raithausen und vor allem Abt Konrad stand, zeigte sich in mehrfacher Art. Zum einen erhielt das Kloster in seiner Abtszeit sehr viele und auch vielf\u00e4ltige Schenkungen. Ein Stadthaus in Passau (1268 03 11) wurde im M\u00e4rz 1268 geschenkt.<\/p>\n<p>Mehrfach&nbsp; bekam das Kloster Schwaigen. Im November 1270 bekam das Kloster ein Haus, sowie zwei Badstuben in Tittmoning und vom selben Schenker ein Gut in \u201cChraegelingen\u201d (abgegangen Landkreis Laufen) (1270 11 29)<\/p>\n<p>In Hallein bekam das Kloster eine Fleischbank (1275 03 23).<\/p>\n<p>Ein weiteres Indiz f\u00fcr das Ansehen der Abtei sind die W\u00fcnsche nach Grabst\u00e4tten vieler adliger Herren. Der Chronist Tachler f\u00fchrt f\u00fcr die Regierungszeit von Abt Konrad \u00fcber 20 Erbbegr\u00e4bnisse auf. <\/p>\n<h4>(Die Zisterzienserabtei Raitenhaslach 9, Salinenbetrieb S. 264 ) Von dem reichen Wiener B\u00fcrger Paltram vor dem Freithof (* um 1220-1287\/88) wurde zwar nur ein Finger zur Bestattung nach Raitenhaslach. \u00fcberf\u00fchrt. Paltram hatte in Wien eine einem B\u00fcrgermeister \u00e4hnliche Funktion.<\/h4>\n<p>Er war ein gro\u00dfer G\u00f6nner von Zisterzienserkl\u00f6stern. Er unterst\u00fctzte in \u00d6sterreich Zwettl und Heiligenkreuz, wo er nach einer m\u00f6glichen \u00dcberf\u00fchrung seiner Gebeine aus Akkon, wo er bei einer Pilgerfahrt starb, vielleicht sogar seine letzte Ruhest\u00e4tte fand.<\/p>\n<p>In Raitenhaslach hatte er den dortigen Michaelsaltar gestiftet. F\u00fcr Paltram wurde er auch als Testamentsvollstrecker eingesetzt, als dieser seine Pilgerreise nach Akkon antrat. (1287 05 25) Zwei Testamentsurkunden wurden ausgefertigt, wovon eine in Raitenhaslach verbleiben sollte.<\/p>\n<p>Schon vorher hatte Herzog Philipp von K\u00e4rnten und Krain die \u00c4bte Dietmar II. (1270\u20131288)von St. Peter in Salzburg, Albert I. (1270 \u2013 1280) vom Zisterzienserkloster Viktring und Abt Konrad als Testamentsvollstrecker eingesetzt. (1279 07 19)<\/p>\n<p>Auch zu Schiedsvereinbarungen wurde er oft herangezogen. So war er bei der Vorbereitung des Grenzvertrages zwischen Bayern und dem Erzstift Salzburg dabei, der am 20. Juli 1275 in Erharting abgeschlossen wurde. Es gab immer wieder Unstimmigkeiten, weshalb im Dezember 1283 in Raitenhaslach nach verhandelt wurde. Ein Protokoll dazu wurde am 9. Dezember 1283 unterzeichnet.<\/p>\n<p>Abt Konrad war wohl mindestens drei mal beim Generalkapitel dabei und zwar 1272, 1274 und 1294. Er erhielt auch immer wieder Visitationsauftr\u00e4ge.<\/p>\n<p>Beim Generalkapitel von 1272 erhielt er zusammen (1272 09) mit Abt Conrad (Prudentia) ( 1268\u20131286) vom Kloster L\u00fctzel den Auftrag, den Ort zu besichtigen, wo Graf Meinhard II. von Tirol (1258-1295) und seine Frau Elisabeth von Bayern ( * um 1227-1273) in Stams ein Kloster gr\u00fcnden wollten.<\/p>\n<p>Elisabeth war die Witwe K\u00f6nig Konrad IV.(1237-1254) Kloster Stams wurde 1273 als Tochterkloster von Kloster Kaisheim gegr\u00fcndet und besteht heute noch. Im Februar 1273 zeigten die beiden \u00c4bte dem Generalkapitel an, dass sie Stams besichtigt und die Eink\u00fcnfte f\u00fcr ausreichend befunden<\/p>\n<p>h\u00e4tten. (1273 02 02)<\/p>\n<p>Im September 1276 wurde Konrad und der Abt von Kaisheim Trutwin (1267\u20131287) vom Generalkapitel beauftragt, das Kloster Kirchheim am Ries zu visitieren. Kirchheim war ein Tochterkloster von Kloster Kaisheim. (1276 09)<\/p>\n<p>Abt Konrad starb 1297. sein Todestag ist der 1. April<\/p>\n<p>Kloster Raitenhaslach st\u00fctzte sich&nbsp; vor allem auf die Erzbisch\u00f6fe von Salzburg. Das Kloster erfreute sich ihrer uneingeschr\u00e4nkten F\u00f6rderung. Gegen Ende des 13. Jahrhunderts verschob sich das politische Gewicht im Inn-Salzach-Raum immer mehr zu Gunsten der bayrischen Herz\u00f6ge.<\/p>\n<p>Nach der ersten Teilung Bayerns 1255 wurde Burghausen die zweite Residenz der niederbayrischen Herz\u00f6ge. Nun gestalteten sich die Beziehung des Kloster und dieser Teillinie des bayrischen Herzogtums besonders eng. Herzog Heinrich XIII. von Niederbayern (1255-1290)<\/p>\n<p>stellte am 5. Juli 1258 einen f\u00fcr die Rechtsstellung des Klosters wichtigen Schutzbrief aus.(1258 07 05) In dieser Urkunde best\u00e4tigte er dem Kloster Raitenhaslach die von P\u00e4psten, Kaisern und bayerischen Herz\u00f6gen verliehenen Vorrechte und Freiheiten, insbesondere die Freiheit von genannten Abgaben und Dienstleistungen, sowie die niedere Gerichtsbarkeit.&nbsp; Der Bereich, in dem das Kloster die niedere Gerichtsbarkeit innehatte, wird auch als Hofmark bezeichnet, Dieser Bereich war f\u00fcr Raitenhaslach allerdings sehr klein.<\/p>\n<p>Die S\u00f6hne Herzog Heinrichs Otto III. (1290-1312), Ludwig III. (1294-1296) und&nbsp; Herzog Stephan I. (1294-1310) erneuerten am 13. April 1295 das von ihrem Vater erlassene Hofmarksprivileg (1295 04 13)<\/p>\n<p>1297 folgte Abt Friedrich I auf Abt Konrad. Vor seiner Wahl war er wahrscheinlich Prior. Dieser wird vor dem 1. April 1296\/1297 erw\u00e4hnt. Es gibt aber auch einen namensgleichen und am 13. Oktober 1286 erw\u00e4hnten Subcellerar.&nbsp; Es ist nicht klar, welcher von beiden dann zum Abt gew\u00e4hlt wurde.<\/p>\n<p>\u00c4btissin Herburg von Frauenchiemsee (+ 1307) und ihr Konvent schlossen am 1. Juni 1298 eine Gebetsverbr\u00fcderung mit Abt Friedrich von Raitenhaslach ( 1298 07 01).<\/p>\n<p>Vor die Hauptfassade der Klosterkirche lie\u00df Abt Friedrich eine Vorhalle, ein Paradies errichten, wie dies in Zisterzienserkirchen \u00fcblich ist. Darin wurden zwei Alt\u00e4re aufgestellt, die durch Bischof Heinrich III. (1298-1326) von Gurk im Beisein des Salzburger Erzbischofs Konrad IV. (1291-1312)<\/p>\n<p>und Bischof Albert II. (1293-1322) von Chiemsee geweiht. In der Pfortenkapelle wurde in der Regierungszeit Friedrichs ein weiterer Altar auf der Empore aufgestellt.<\/p>\n<p>Am 25. Juni 1299 kaufte Abt Friedrich von den Herz\u00f6gen Otto III. und Stephan I. zwei Salzpfannen in Reichenhall die noch das Stift Baumburg innehatte. (1299 06 25)<\/p>\n<p>Im September kaufte der Abt ein Gut ein Gut in \u201cChraegelingen\u201d, das scheint wohl eine Abrundung des Besitzes gewesen sei, denn am 29. November 1270 bekam das Kloster ja dort ein Gut geschenkt. Dieses Mal war es aber ein Kauf.<\/p>\n<p>Diese beiden K\u00e4ufe scheinen den finanziellen Spielraum des Klosters eingeengt zu haben. Wohl zur Beschaffung der Kaufsummen verkaufte er das Klostergut zu Hub im Weilhart an den Richter Chunrat den Grans, Richter in Uttendorf f\u00fcr 25 Pfund Regensburger Pfennige,<\/p>\n<p>das entspricht nach heutiger W\u00e4hrung von der Kaufkraft her etwa 18.000 \u20ac. In der Urkunde(129910 27) hei\u00dft es \u201cwegen Verschuldung des Klosters\u201d<\/p>\n<p>In seine Regierungszeit f\u00e4llt auch eine ansehnliche Pitanzstiftung des Heinrich von Hochholding. Eine Pitanzstiftung war eine Stiftung von zus\u00e4tzlichen Portionen von Nahrungsmitteln f\u00fcr M\u00f6nche. Die Hochholdinger waren Lehensleute der Grafen von Leonberg, die ihren Sitz im Schloss Gangkofen hatten.<\/p>\n<p>Die zwei Urkunden die zu dieser Stiftung ausgestellt wurden (1300) tragen auch das Siegel des Salemer Vaterabtes Ulrich II.(1282-1311), der zu dieser Zeit in Raitenhaslach weilte und dessen&nbsp; Kloster von dem Stifter ebenfalls bedacht wurde.<\/p>\n<p>Abt Friedrich starb am 27. Mai 1302.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Ulrich I. (1302-1307)<\/p>\n<p>In Ehring, heute Teilgemeinde von Poling, hatte das Kloster gro\u00dfen Besitz, der sp\u00e4ter ein eigenes Klosteramt wurde. Abt Konrad IV. errichte dort ein kleines Kirchlein f\u00fcr die Klosteruntertanen. Es wurde zu Beginn der Regierungszeit von Abt Ulrich von <\/p>\n<p>Bischof Albert II. von Chiemsee (1293-1322) geweiht. In den folgenden Tagen weihte Bischof Albert auch den Emporenaltar in der Pfortenkapelle sowie drei Alt\u00e4re in der Klosterkirche, die wegen Feuchtigkeitssch\u00e4den neu errichtet worden waren.<\/p>\n<p>Abt Ulrich konnte den Klosterbesitz betr\u00e4chtlich vermehren. Aus seiner kurzen Regierungszeit liegen 10 Urkunden mit Verzichtserkl\u00e4rungen zugunsten des Kloster sowie 7 Kaufurkunden vor.<\/p>\n<p>Auch Seelger\u00e4testiftungen und Pitanzstiftungen erhielt das Kloster.<\/p>\n<p>Herzog Rudolf III. von \u00d6sterreich (1298-1307) best\u00e4tigte am 28. Oktober 1303 best\u00e4tigte Kloster Raitenhaslach die Mautfreiheiten f\u00fcr Salz, die seine Vorfahren erteilt hatten und verlieh dem Kloster au\u00dferdem diesselben Mautfreiheit, die die<\/p>\n<p>B\u00fcrger von stein (GB Krems Nieder\u00f6sterreich) innehaben.(1303 10 28)<\/p>\n<p>Am 9. Januar 1304 gew\u00e4hrte Herzog Rudolf dem Kloster Steuerfreiheit f\u00fcr sein Haus in Krems. (1304 01 09)<\/p>\n<p>Leuthold von Kuenring (*1243-1312), der auch ein gro\u00dfer F\u00f6rderer des Zisterzienserstifts Zwettl war, versprach die Besitzungen des Klosters Raitenhaslach in Ybbs, Sarling und Krottental wie seine Vorfahren nach Vogtrecht zu sch\u00fctzen. (1304 01 06)<\/p>\n<p>Am 23. Juli 1304 best\u00e4tigte Erzbischof Konrad IV. von Salzburg (1291-1312) die w\u00f6rtlich aufgef\u00fchrte Urkunde seines Vorg\u00e4ngers Erzbischof Eberhard II. (1200-1246) wegen der Zehntfreiheit der namentlich aufgef\u00fchrten Klosterg\u00fcter Raitenhaslachs in der Di\u00f6zese Salzburg.<\/p>\n<p>(1304 07 23)des Klosters wird der 13. Februar 1307 als Todestag von Abt Ulrich bezeichnet.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Gebhard der Chalb. (1307-1311). Abt Gebhard entstammte einer angesehen Burghausener Familie. Die Ritter von Chalb hatten 1242 Schloss Haimling vom Passauer Bischof Otto von Lonsdorf (1254-1265) gekauft.<\/p>\n<p>Der Bruder von Abt Gebhard Eberhard der Chalb wird 1345 als Herr von Haimling bezeugt. Er ist in Urkunden h\u00e4ufig genannt und wurde 1345 in Raitenhaslach bestattet.<\/p>\n<p>Gebhard wird am 13.02.1302 erstmals al Konventuale erw\u00e4hnt. 1304 und 1306 erscheint er in Urkunden als Subprior. In seine Regierungszeit fallen die ersten Auseinandersetzungen zwischen Ludwig dem Bayern und Friedrich dem Sch\u00f6nen von \u00d6sterreich, damals noch<\/p>\n<p>beide Herz\u00f6ge. Wegen der Wahrnehmung der Vormundschaft f\u00fcr die unm\u00fcndigen Kinder des Herzogs Stephan I. von Bayern (1290-1310) kam es zu Streitigkeiten zwischen Ludwig und Friedrich, die auch milit\u00e4risch gef\u00fchrt wurden.<\/p>\n<p>Am 23. April 1311 stellte Herzog Friedrich Kloster Raitenhaslach eine Urkunde aus, in der er dem Kloster&nbsp; zur Wiedergutmachung seiner Kriegssch\u00e4den f\u00fcr sieben Jahre eine Erm\u00e4\u00dfigung an der Maut zu Linz (O\u00d6)gew\u00e4hrte. (1311 04 23)<\/p>\n<p>Am 22. Januar 1311 schloss Propst Gottschalk von Kloster Herrenchiemsee (+1320) und Abt Gebhard eine Gebetsverbr\u00fcderung mit den Augustiner-Chorherren von Herrenchiemsee ab. (1311 01 23)<\/p>\n<p>1311 resignierte Abt Gebhard vorzeitig. In einer Urkunde vom 04.04.1313 erscheint er als Zeuge und wird dort \u201cder alte Abt\u201d von Raitenhaslach genannt. (1313 04 04)<\/p>\n<p>In einer Urkunde vom 19. November 1326 erscheint er zum letzten Mal und wird dort nur Gebhard der Chalb genannt (1326 11 19)<\/p>\n<p>Sein Todesjahr ist nicht \u00fcberliefert.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Ilsung&nbsp; (1311- 1327) \u00dcber seine Herkunft ist nichts bekannt. Vor seiner Wahl war er mehrere Jahre Prior.<\/p>\n<p>Am 09.Dezember 1313 best\u00e4tigte Herzog Ludwig IV. von Bayern als Vormund der Kinder von Herzog Stephan I. die von diesem und&nbsp; Herzog Otto III. von Bayern (1290-1312 und von 1305-1307 auch K\u00f6nig von Ungarn) verliehenen Freiheiten f\u00fcr<\/p>\n<p>Kloster Raitenhaslach. (1313 12 09)<\/p>\n<p>Am 12. Juni 1313 bevollm\u00e4chtigten die \u00c4bte von 14 Zisterzienserkl\u00f6stern und von 5 Zisterzienserinnenkl\u00f6ster Abt Konrad I. von Stams (res.1316) als Prokurator in allen Gesch\u00e4ften besonders bei der Erhebung von Zehnten. (1313 06 12)<\/p>\n<p>Das geschah bei einem Ordenskapitel im Juni 1313 in Passau.<\/p>\n<p>Eine Best\u00e4tigung der Rechte des Klosters erteilte Ludwig der Bayer jetzt in seiner Eigenschaft als K\u00f6nig. Besonders best\u00e4tigte er die Rechte an den H\u00e4usern des Klosters in Burghausen und in Neu\u00f6tting. (1315 04 14)<\/p>\n<p>Eine weitere Best\u00e4tigung der Freiheiten von Kloster Raitenhaslach stellte K\u00f6nig Ludwig 1315 aus. (1315 05 17)<\/p>\n<p>Am 8. Mai 131t schlossen Abt Ilsung und der Konvent eine Gebetsverbr\u00fcderung mit Abt Konrad II. von St. Peter in Salzburg (1313\u20131346) und dem Konvent. (1317 05 08)<\/p>\n<p>1317 war Abt Ilsung auch auf dem Generalkapitel was auch die Urkunde 1317 09 belegt, einer der wenigen Belege f\u00fcr die Anwesenheit des Abtes von Raitenhaslach auf dem Generalkapitel.<\/p>\n<p>Am Georgtag 1320 war Abt Ilsung zusammen mit dem Ebracher Abt Friedrich Landgraf von Leuchtenberg (1306-1328) und Abt Heinrich IV. Praendl (1316-1331) von Kloster Wilhering in Kloster Aldersbach, als das Aldersbacher Tochterkloster zur selbst\u00e4ndigen Abtei<\/p>\n<p>erhoben wurde und der bisherige Propst Berthold zum Abt in Gotteszell eingesetzt wurde (1320- 1343)<\/p>\n<p>Erzbischof Friedrich III. von Salzburg (1315-1338) beauftragte Abt Ilsung die Herz\u00f6ge&nbsp; Heinrich XIV. (1310-1339) und Otto IV. (1310-1334) vom Banne und Interdikt loszusprechen,mit dem sie wegen Erhebung der \u201cKlauensteuer\u201d belegt worden waren.<\/p>\n<p>Das war eine auf das vierf\u00fc\u00dfige Hornvieh erhobene Steuer analog der von jeder Person zu zahlenden Kopfsteuer. In Bayern wurde sie wohl nur einmal erhoben und ist nur f\u00fcr Ludwig von Bayern 1313 belegt. (1323 06 10)<\/p>\n<p>In einer weiteren Urkunde zeigt Abt Ilsung an,dass er den Auftrag erledigt habe und im Kloster Seligenthal bei Landshut im Beisein mehrerer Pr\u00e4laten und in Gegenwart K\u00f6nig Ludwigs und des ganzen Konvents die Herz\u00f6ge freigesprochen habe. (1323 06 11)<\/p>\n<p>Abt Ilsung verstarb 1327.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger Heinrich II. \u00d6lar. In der Urkunde (1313 04 04), in der Abt Eberhard als \u201cder alte Abt\u201d genannt wird (s.o.) ist Abt Heinrich in der Zeugenreihe als Subprior aufgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Dreimal erfolgte die Exkommunikation von Kloster Raitenhaslach.Diese hatte jedes Mal politische Gr\u00fcnde und deutete nicht auf einen innerkl\u00f6sterlichen Verfall.<\/p>\n<p>Schon zu Ende der Regierungszeit von Kaiser Heinrich VII (1308-1313, Kaiser ab 29. Juni 1312) war es zu theoretischen Auseinandersetzungen zwischen Kaiser und Papst gekommen. In seiner Kr\u00f6nungsenzyklika vom Juni 1312 hatte Heinrich VII.<\/p>\n<p>den kaiserlichen Universalanspruch und die Unabh\u00e4ngigkeit vom Papsttum betont.Papst Clemens V.(1305-1314)&nbsp; erlie\u00df kurz nach dem Tod Heinrichs die Bulle \u201cRomani Principes\u201d, die den Kaiser praktisch zum Vasallen des Papstes degradierte.<\/p>\n<p>Auch sein Nachfolger Johannes XXII. (1316-1334) betonte den Herrschaftsanspruch des Papsttums auch in weltlichen Fragen. Als sich K\u00f6nig Ludwig IV. am 17. Januar 1328 zum Kaiser kr\u00f6nen lie\u00df und zwar von drei Bisch\u00f6fen aber auch von r\u00f6mischen Adligen und<\/p>\n<p>eben nicht vom Papst, war das nat\u00fcrlich ein Affront. Schon vor der Kaiserkr\u00f6nung hatte Papst Johannes die K\u00f6nigsw\u00fcrde abgesprochen und ihn und seine Anh\u00e4nger exkommuniziert. Da Kloster Raitenhaslach weiter Zu Ludwig stand, verfiel es ebenfalls&nbsp; dem Kirchenbann.<\/p>\n<p>Erst 1335 \u00e4nderte sich die Situation wieder. Papst Benedikt XII. (1334-1342) best\u00e4tigte dem Kloster alle von seinen Vorg\u00e4ngern wie von weltlichen F\u00fcrsten verliehenen Freiheiten und Rechte. (1335 10 18) und wenige Tage sp\u00e4ter l\u00f6ste Bischof Gaucelinus von Albano (1327-1348)<\/p>\n<p>Abt und Konvent von Kloster Raitenhaslach vom Kirchenbann (1335 10 25).<\/p>\n<p>Die normalen Gesch\u00e4fte des Klosters waren aber trotz Kirchenbann weitergegangen. Herzog Otto der Fr\u00f6hliche von \u00d6sterreich (1330-1339) erneuerte am&nbsp; 15. M\u00e4rz 1331 die Steuerverg\u00fcnstigungen f\u00fcr das Haus des Kloster Raitenhaslach in Krems. Au\u00dferdem erlaubte er dort den <\/p>\n<p>Ausschank einer bestimmten Menge Wein im Jahr (1331 03 25)<\/p>\n<p>Wichtig f\u00fcr Abt Heinrich war die genaue Fixierung des Klosterbesitzes sowie die dem Kloster daraus zuflie\u00dfenden Einnahmen. Aus seiner Regierungszeit stammen die drei \u00e4ltesten vollst\u00e4ndig erhaltenen Grundb\u00fccher des Klosters.<\/p>\n<p>Abt Heinrich starb am 16. April 1338.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Ulrich II.&nbsp; (1338-1349) Er erscheint erstmals in einer Urkunde vom 12.Juli 1338 (1338 97 12) In besonderer Gunst stand das Kloster wohl bei Kaiser Ludwig IV. Er stellte ihm 7 Urkunden aus, die<\/p>\n<p>Rechtsstellung des Klosters und Mautfreiheiten best\u00e4tigten. Am 10. September 1341 nahm er das Kloster in seinen Schutz. (1341 09 10)<\/p>\n<p>Nach dem Ludwig am 11. Oktober 1347 in Puch bei F\u00fcrstenfeldbruck auf der Jagd verstarb, best\u00e4tigte seine Gemahlin Margarethe von Holland (* um 1307-1310 \u20131356) die von ihrem Gemahl und seinen Vorfahren dem Kloster verliehenen Freiheiten. (1348 09 08)<\/p>\n<p>Abt Ulrich verstarb am 21. September 1349.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte&nbsp; Abt Friedrich II. (1350-1356). Die Kaiserinnenwitwe Margarethe stellte dem Kloster noch zwei Urkunden aus. In der einen (1351 09 29) erlaubte sie dem Kloster, aus dem landesherrlichen Weilhartsforst, der heute in \u00d6sterreich liegt, 300 Fuder Holz unentgeltlich zu holen, das sind etwa 420 cbm.<\/p>\n<p>Die zweite Urkunde best\u00e4tigte dem Kloster Besitz der Leite und des Gries bei Sch\u00fctzing an der Alz. (1352 09 21)<\/p>\n<p>Schon ihr Gemahl hatte dem Kloster erlaubt, aus dem Weilharsforst \u201cwindf\u00e4lliges und liegendes\u201d Holz zu entnehmen. (1347 05 31)<\/p>\n<p>Abt Friedrich verstarb am 16. November 1356.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger ist Abt Jakob (1356-1363) Er d\u00fcrfte identisch sein mit dem in der Urkunde 151 01 01 in der Zeugenreihe aufgef\u00fchrten Bruder Jakob, Hofmeister in Krems. Er resignierte wohl 1363 in Raitenhaslach, wird aber in einer 1364 von der \u00c4btissin Elsbeth von Maissau ausgestellten<\/p>\n<p>Verkaufsurkunde als ehemaliger Abt von Raitenhaslach und jetzigen Hofmeister in Krems erw\u00e4hnt.<\/p>\n<p>Am 1. August 1362 nahm Herzog Stephan II von Bayern (1347-1375) Kloster Raitenhaslach in seinen besonderen Schutz. (1362 08 01)<\/p>\n<p>Die Grafen Ulrich (+1398) und Heinrich (1322-1390) von Schaunberg erneuerten auf Bitten&nbsp; von&nbsp; Abt Jakob die Mautfreiheit in Aschau, das ist eine Marktgemeinde im Bezirk Eferding in Ober\u00f6sterreich, f\u00fcr ein Salzschiff im Jahr, ferner f\u00fcr Wein und Getreide von dessen Eigenbau in \u00d6sterreich, sowie f\u00fcr Zimmerholz und andere Dinge, deren das Kloster auf seinen H\u00f6fen bedarf. (1363 01 17)<\/p>\n<p>Abt Jakob starb vermutlich in Krems und ist wohl dort auch beigesetzt worden.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte&nbsp; Abt Andreas Pfarrkircher (1364-1367) Am 6. Dezember 1364 wird er erstmals in einer Urkunde erw\u00e4hnt, in der es um die \u00dcbergabe einer Hube in Hallebruck geht. (1364 12 06)<\/p>\n<p>In seine Regierungszeit fallen die Best\u00e4tigung von Zollfreiheiten seiner Vorg\u00e4nger (1366 01 03) durch Herzog Albrecht von \u00d6sterreich (1365-1390) sowie die Best\u00e4tigung eines Mautprivilegs (1366 05 10) durch Bischof Albert III. von Passau (1363-1380).<\/p>\n<p>Auch die Herz\u00f6ge&nbsp; Stephan II. und Friedrich best\u00e4tigten die von ihren Vorfahren verliehenen Rechte des Kloster. (1366 10 04)<\/p>\n<p>Eine gr\u00f6\u00dfere Schenkung fiel noch in die Regierungszeit von Abt Andreas. F\u00fcr seine Tante (Muhme) Agnes stiftete er eine ewige Messe und gab daf\u00fcr seine M\u00fchle mit allen Rechten in Prading bei Vilsbiburg. ( 1367 08 14)<\/p>\n<p>Das Todesjahr von Abt Andreas soll 1368 gewesen sein.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger war Abt Wilhelm I. Schrailk. Im Kloster Raitenhaslach hat er allerdings keine Spur hinterlassen und ist auch in keiner Urkunde nachzuweisen. Erw\u00e4hnt wird er nur in \u00c4btelisten.<\/p>\n<p>Abt Wilhelm wurde ins Mutterkloster Salem berufen und dort Nachfolger von Abt Berthold \u00cdI. Tutz (1358-1373). Dieser resignierte 1373 in Salem. Als Abt von Salem erhielt Wilhelm 1384 die Pontifikalien verliehen. Die guten Beziehungen Salems zum Heiligen Stuhl zeigten sich auch darin,<\/p>\n<p>dass Salem das selten verliehen Privileg erhielt, die Pontifikalinsignien Mitra, Brustkreuz und Papstring in das Wappen des Klosters und seiner Filiationen aufzunehmen. Abt Wilhelm verstarb 1395 in Salem.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger in Raitenhaslach war Abt Seyfried (1371- 1375) Er stammte aus N\u00fcrnberg und wird als Cellerar im Niederhof bei Hallein 1362 zweimal erw\u00e4hnt. Am 10. Mai 1366 legte er in Wien Bischof Albert III. von <\/p>\n<p>die Passau das Mautprivileg von Bischof Gottfried (1342 \u20131362) vom 22. Juli 1342 vor, das Bischof Albert dann best\u00e4tigte und erneuerte. (s.o.)<\/p>\n<p>Am 7. Februar 1373 nahm Herzog Friedrich von Bayern (1375-1393) Abt und Konvent von Kloster Raitenhaslach als \u201cobrister pfleger\u201d in seinen besonderen Schutz. (1373 02 07) Das war schon zwei Jahre bevor er seine Herrschaft antrat.<\/p>\n<p>Abt Seyfried vergab im Namen des Klosters gr\u00f6\u00dfere Darlehen, n\u00e4mlich 13 Pfund Wiener Pfennige, das sind nach heutiger W\u00e4hrung etwa 2050 Euro.(1374 01 01)<\/p>\n<p>1372 kaufte Abt Seyfried im Umland von St.Radegund f\u00fcr 86 Pfund Wiener Pfennige, also etwa 13560 \u20ac mehrere H\u00f6fe sowie eine M\u00fchle.( 1372 04 24) Der Abt versuchte den Klosterbesitz im Gebiet jenseits der Salzach planm\u00e4\u00dfig zu mehren.<\/p>\n<p>Am&nbsp; 19. Dezember 1375 best\u00e4tigte Graf Heinrich von Schaunburg die Mautfreiheit in Aschau (s.o.) (1375 12 19)<\/p>\n<p>Abt Seyfried verstarb am 22. Mai 1376.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte&nbsp; Abt Johann I.(1377-1384). unter seiner Regierung vergr\u00f6\u00dferte sich der Klosterbesitz im Alzgern, teils durch Schenkung der bayrischen Herz\u00f6ge, teils durch Zukauf (1379 04 23)<\/p>\n<p>Am 22. November 1382 wurde im Klosteramt Westerndorf am Inn eine Kapelle geweiht.<\/p>\n<p>1379&nbsp; musste Kloster Raitenhaslach seine T\u00e4tigkeit im Salzsieden in Hallein einschr\u00e4nken. Es \u00fcberlie\u00df die Nutznie\u00dfung seiner Salzquellen in Hallein auf Lebenszeit an Erzbischof Pilgrim II. von Salzburg. (1365-1396)<\/p>\n<p>Im April 1383 und im Juli 1384 traf sich der Bischof in Kloster Raitenhaslach mit den bayrischen Herz\u00f6gen zur Beilegung von Differenzen. Auch in sp\u00e4terer Zeit gab es immer wieder solche Treffen in Raitenhaslach.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger Wilhelm II. wird nur einmal in einer Seelger\u00e4testiftung am 7. M\u00e4rz 1385 erw\u00e4hnt.<\/p>\n<p>Mit seinem Nachfolger Johann II. Stempfer (1385-1409)steht man dann wieder auf sicherem Boden. <\/p>\n<p>Am 5. Mai 1385 verkauften Abt Johann und der Konvent ihr Haus in M\u00fchldorf am Inn \u201c des gotshaus grosser ehaftiger not wegen&#8220; an Erzbischof Pilgrim von Salzburg. (1385 05 05)<\/p>\n<p>Dieser Verkauf scheint nicht aus Finanznot geschehen zu sein, sondern weil das Haus einfach nicht mehr genug einbrachte. Dagegen wurden die Aktivit\u00e4ten in Burghausen verst\u00e4rkt.Die Stadt erlebte nach dem Einzug<\/p>\n<p>der herzoglichen Hofhaltung in Burghausen eine Bl\u00fctezeit. Zu seinen dortigen Besitzungen erwarb das Kloster noch eine Badstube sowie Wiesen und \u00c4cker au\u00dferhalb der Stadt. Das spricht f\u00fcr den wirtschaftlichen Weitblick des Abtes.<\/p>\n<p>Der Versuch, die ertragreiche Stadtpfarrei auch in die H\u00e4nde des Klosters zu bringen, scheiterte aber am Widerstand der B\u00fcrgerschaft.<\/p>\n<p>Papst Bonifaz IX. (1389-1404) best\u00e4tigte am am 19. November 1394 Kloster Raitenhaslach die ihm von den P\u00e4psten und weltlichen F\u00fcrsten verliehenen Freiheiten. (1394 11 19) Papst Bonifaz residierte w\u00e4hrend des abendl\u00e4ndischen <br \/>Schismas in Rom.<\/p>\n<p>Bischof Georg von Passau (1390-1423)best\u00e4tigte Kloster Raitenhaslach die Mautfreiheiten bei Oberberg am Inn und Passau. (1395 07 01)<\/p>\n<p>Graf Ulrich von Schauberg erneuerte 1396 die&nbsp; von seinen Vorfahren verliehene Mautfreiheit f\u00fcr Aschau. Daf\u00fcr mussten Abt und Konvent versprechen, am Agathetag (5.Februar) einen Jahrtag mit Vigil, Seelenamt und 2 Beimessen abzuhalten. (1396 03 26)<\/p>\n<p>Am 27. September 1397 erhielt Abt Johannes f\u00fcr sich und seine Nachfolger von Papst Bonifaz IX. das dingliche Recht f\u00fcr den Gebrauch der Pontifikalien innerhalb seines Klosters und der inkorporierten Kirchen zugestanden und er gestattete den feierlichen Segen nach der Messe, Vesper und Matutin. <\/p>\n<p>(1397 09 27). Er war der erste Zisterzienserabt in Bayern, dem dieses Recht erteilt wurde.<\/p>\n<p>Abt Johann geh\u00f6rte zu den baufreudigen \u00c4bten von Kloster Raitenhaslach. In der Klosterkirche lie\u00df er schon 1387&nbsp; verschieden Feuchtigkeitssch\u00e4den aufwiesen.<\/p>\n<p>Am 10. und 11. November 1398 wurden die im Auftrag&nbsp; von Abt Johann gebauten Pfarrkirchen in Marienberg und Halsbach geweiht. Diese waren im M\u00e4rz 1203 dem Kloster vom Salzburger Erzbischof Eberhard II. geschenkt worden. Die Weihe<\/p>\n<p>nahm Fr. Leonardo de Villaco, Titularbischof von Tiflis vor. Er zeigte dem Salzburger Erzbischof Gregor (1396-1403) an, dass er die beiden Kirchen geweiht und \u201cum einen starken Besuches Willen\u201d und zum Unterhalt der Kirche&nbsp; einen&nbsp; Ablass von 40<\/p>\n<p>Tagen verliehen habe.( zwei Urkunden (1398 11 11))<\/p>\n<p>Er hatte ein Gel\u00fcbde abgelegt, das Grab der Apostelf\u00fcrsten in Rom zu besuche, konnte dieses Gel\u00fcbde aber aus gesundheitlichen Gr\u00fcnden nicht erf\u00fcllen. Papst Innozenz VII. (1404-1406) beauftragte ihn statt des Rombesuchs \u201cin reponsam dicti voti\u201d<\/p>\n<p>die Krankenkapelle im Kloster neu zu erbauen. Er beauftragte auch den Salzburger Erzbischof Eberhard III. (1403- 1427) daf\u00fcr zu sorgen,&nbsp; da\u00df dieser Bau mit den Mitteln, die der Abt auf seiner Romreise gebraucht h\u00e4tte, auch durchgef\u00fchrt w\u00fcrde. &#8222;Humilibus supplicum&#8220;. (1404 04 22)<\/p>\n<p>Bischof Englmar Chrel von Chiemsee gab die Erlaubnis zur Weihe, die Titularbischof Albert von Salona am 09.01. 1407 vornahm. Er gew\u00e4hrte ebenfalls einen vierzigt\u00e4gigen Ablass. (1407 01 09) Die Kapelle wurde zur Ehre der Apostelf\u00fcrsten, der heiligen Magdalena und St.<\/p>\n<p>Blasius geweiht.<\/p>\n<p>Papst Bonifaz IX. gab Abt Johannes und seinen Nachfolger am 15. Mai 1400&nbsp; die Erlaubnis, Kelche und andere zum kirchlichen Kultus geh\u00f6rige Ornamente zu weihen. (1400 05 15)<\/p>\n<p>Am 14. August 1401 schlossen Abt Johannes und Abt Johann III. (1379-1405) mit dem Konvent des Zisterzienserstiftes Baumgartenberg im Bezirk Perg in Ober\u00f6sterreich eine Gebetsbr\u00fcderschaft.(1401 08 14)<\/p>\n<p>Auch in der Regierungszeit von Abt Johannes war Kloster Raitenhaslach wiederholt Ort f\u00fcr Besprechungen zwischen den bayrischen Herz\u00f6gen und dem Erzbischof von Salzburg, um Differenzen auszur\u00e4umen.<\/p>\n<p>In seiner Regierungszeit gibt es im Raitenhaslacher Archiv erstmals Quittungen \u00fcber die Zahlung der Ordenskontribution. Die Patres Petrus von Ebrach, Perchtold von Heilsbronn und Johann von Kaisheim waren vom Orden beauftragt, die Geb\u00fchren einzutreiben.<\/p>\n<p>(1398) F\u00fcr Raitenhaslach betrugen diese 7 Dukaten, das entspricht 1.348,00 \u20ac. <\/p>\n<p>Eine Best\u00e4tigung der Zahlung erfolgte auch 1406 und zwar durch die \u00c4bte Berthold Stromair von Heilsbronn (1386-1413), Johann III. von Walkenried und Johannes II. von Altenkamp (1402- 1423). Die Geb\u00fchr betrug wieder 7 Dukaten.<\/p>\n<p>Abt Johannes war der erste Abt von Raitenhaslach, der in einer Urkunde als Pr\u00e4lat bezeichnet wurde.<\/p>\n<p>Abt Johannes verstarb am 4. September 1409.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Johann III. Zipfler (1409-1417). Er stammte aus einer angesehenen Burghausener Familie. Vor seiner Wahl war er Pfarrvikar in Halsbach. <\/p>\n<p>Als Abt nahm er am Konstanzer Konzil (1414-1418) teil. Von diesem erhielt er 1416 den Auftrag,&nbsp; gegen Leute, die G\u00fcter dessen Klosters entfremden wollen, mit kirchlichen Zensuren vorzugehen. (1416 05 02)<\/p>\n<p>Abt Johann schloss eine Reihe von Gebetsverbr\u00fcderungen mit anderen Gemeinschaften. In seiner Regierungszeit habe ich 5 Urkunden mit solchen Verbr\u00fcderungen gesehen.<\/p>\n<p>Seine Einkaufspolitik zielte erfolgreich darauf, den Klosterbesitz zu arrondieren.<\/p>\n<p>Ein gr\u00f6\u00dferer Ankauf von Kleinodien von Oswald dem Mautner in Wasserburg im&nbsp; Jahre 1415 diente der Mehrung der Kirchenzier (N\u00e4her beschrieben in Monumenta Boica 3 Nr. 111 S. 213)<\/p>\n<p>Von&nbsp; der herzoglichen Familie in Burghausen wurde ihm gro\u00dfe pers\u00f6nliche Wertsch\u00e4tzung entgegengebracht. Er nahm 1417 die Taufe von Ludwig, dem sp\u00e4teren Herzog Ludwig IX, der&nbsp; Reiche (* 23.2.1417-1479) vor<\/p>\n<p>Auch die Zehntfreiheit f\u00fcr einen gro\u00dfen Teil der Weinberge um Krems durch Bischof Georg von Passau. Dies verdankte er der F\u00fcrsprache von Herzog Friedrich.<\/p>\n<p>Abt Johann III. starb am 20. Juli 1417.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Johann IV. Pfluog. (1418-1435) \u00dcber seine Herkunft ist nichts bekannt. Seine Regierung zeichnete sich auch durch eine rege Baut\u00e4tigkeit aus.<\/p>\n<p>In Schupfing bei Halsbach&nbsp; wurde im dortigen Pfarrhof eine Pfarrhofkapelle gebaut, die mit drei Alt\u00e4ren ausgestattet war.Bischof Englmar von Chiemsee weihte sie am 16. April 1422.<\/p>\n<p>Erzbischof Eberhard III. von Salzburg und Bischof&nbsp; Ulrich IV. von Seckau (1417-1431) gew\u00e4hrten einen Ablass von 40 Tagen (1422 06 01 und 1422 06 21) <\/p>\n<p>St. Radegund im Weilhart wurde von Abt Johann IV. neu erbaut und mit drei Alt\u00e4ren ausgestattet. Bischof Englmar von Chiemsee weihte sie am 15. April 1422 und gew\u00e4hrte einen Ablass von 40 Tagen (1422 04 15)<\/p>\n<p>Die Kirche in Ehring bei M\u00fchldorf wurde unter Abt Johann umgestaltet. Am 25. Mai 1427 wurde sie durch Albert von Salona, Weihbischof von Passau eingeweiht.<\/p>\n<p>Papst Martin V.(1417-1431) best\u00e4tigte am 30.Juni 1420 Kloster Raitenhaslach alle von seinen Vorg\u00e4ngern verliehenen Freiheiten. Da in der Urkunde steht \u201ccum a nobis petitur\u201d (1420 06 30), ist davon auszugehen, dass diese<\/p>\n<p>Urkunde auf Bitten des Abtes ausgestellt wurde. Vom Konzil zu Basel (1431-1449) lie\u00df sich Abt Johannes die seinem Kloster von den P\u00e4psten gew\u00e4hrten Immunit\u00e4ten, Vorrechte, Abl\u00e4sse und Privilegien, sowie die ihm von weltlichen F\u00fcrsten verliehenen Freiheiten <\/p>\n<p>best\u00e4tigen. (1433&nbsp; 12 03)<\/p>\n<p>Auch bei K\u00f6nig Sigismund ( 1411-1433, ab 1433 Kaiser-1437) stand der Abt in Ansehen. In seinem Auftrag \u00fcberbrachte er im November 1430 einen Ladbrief an Heinrich IV. Graf von G\u00f6rz-Tirol (1385-1454), das war eine Vorladung vor das Hofgericht auf Klage des Herzog Heinrich in Baiern <\/p>\n<p>(1390-1450) .&nbsp; Sigmund &#8211; RI XI,2 n. 7974 . Er meldete dem K\u00f6nig dann auch am 20. November 1430, dass er den Brief an Heinrich in seinem Dorf Velach \u00fcbergeben habe. (Regesta Boica 13 S. 187 f.)<\/p>\n<p>Herzog Albrecht V. von \u00d6sterreich (1404-1439) best\u00e4tigt Abt Johann am 21. September 1420 die maut-und zollfreie Einfuhr von Lebensmittel nach \u00d6sterreich (1420 09 21). Eine Woche sp\u00e4ter best\u00e4tigte er dies nochmals und erh\u00f6hte auf Bitte seines Schwagers Heinrich XVI. von Bayern die mautfreie Einf\u00fchrung von Wein von 50 auf 60 Dreilinge Wein. Ein Dreiling beinhaltete 24 Eimer, das sind 1358,16 Liter. (1420 09 28)<\/p>\n<p>Von Johann Graf von Schaunberg (+ 1453) lie\u00df sich Abt Johann die Mautfreiheit in Aschach erneuern (1423 11 09) <\/p>\n<p>Bischof Leonhard von Passau (1423-1451)lie\u00df er sich die Mautfreiheiten in Obernberg und Passau best\u00e4tigen durch Vorlage der Urkunde seines Vorg\u00e4ngers Georg (1390-1423) durch die Konfessen Johannes und Georg. (1430 01 26)<\/p>\n<p>Der Abt von Citeaux Jean VII. de Martigny (1405\u20131428 ) hatte Abt Johann am&nbsp; 13. September 1426 den Auftrag erteilt, f\u00fcr 7 Jahre das Amte eines Vistators im Frauenkloster Seligenthal in Landshut zu \u00fcbernehmen. <\/p>\n<p>Die Amtszeit von Abt Johann endete 1435. Er verstarb im Januar 1438.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Leonhard Schellenstein (1438-1444) Vor er zum Abt gew\u00e4hlt wurde, war er fast 30 Jahre Pfarrvikar in Halsbach gewesen. Der Pfarrhof von Halsbach war vorher ein Schloss im Besitz der Herren von Hellenstein. Diese verkauften es Anfang des 15. Jahrhunderts an Kloster Raitenhaslach. Als Vikar begann der sp\u00e4ter Abt&nbsp; eine Pfarrhofkapelle zu bauen. (s.o.) Leonhard geh\u00f6rte wohl auch der Familie Schellenberg an. Allerdings hatte er einen \u201cdefectus natalium\u201d. Sein Vater war n\u00e4mlich Priester, seine Mutter eine Freie (\u201csoluta\u201d<\/p>\n<p>Das wurde aber erst bei seiner Abtswahl ein Problem. Das Konzil von Basel beauftragte den Erzbischof von Salzburg Johann II. (1429-1441), daf\u00fcr zu sorgen, dass&nbsp; er trotz dieses defectus sein Amt als Abt von Raitenhaslach antreten konnte (1438 04 29).<\/p>\n<p>Er war zum Abt gew\u00e4hlt worden und Abt&nbsp; Thomas von F\u00fcrstenzell (1427-1438) hatte die Wahl best\u00e4tigt.<\/p>\n<p>Unter Abt Leonhard wurde der Kirchenbau von Halsbach vollendet. Auch die Kirche von Thal unweit von Marienberg und Neukirchen an der Alz wurde von Abt Leonhard erbaut.<\/p>\n<p>Beide Kirchen wurden 1443 von Bischof Silvester von Chiemsee ( 1438-1453) geweiht.<\/p>\n<p>In Weinzierl an der Donau, heute ein Stadtteil von Krems hatte Raitenhaslach einen Klosterhof. Dort befand sich eine eigene Kapelle- Beim Hussiteneinfall in \u00d6sterreich 1429 wurde diese niedergebrannt.<\/p>\n<p>Abt Leonhard lie\u00df eine neue Kapelle erbauen. Diese wurde am 27. Juni 1438 vom Passauer&nbsp; Weibischof Albert zu Ehren der heiligen Apostel Andreas und Johannes geweiht.<\/p>\n<p>Abt Leonhard lie\u00df&nbsp; erstmals Kanzleiunterlagen in die deutsche Sprache \u00fcbertragen. 1438 war es ein Grundzinsbuch. 1439 folgten die von den P\u00e4psten, sowie den Salzburger Erzbisch\u00f6fen dem Kloster verliehenen Privilegien.<\/p>\n<p>Auch das 1442 Kopialbuch \u201cBuech der Grebnuzz zu Raitenhaslach\u201d d\u00fcrfte auf Veranlassung Leonhards angelegt worden sein.<\/p>\n<p>Eine weitere Gebetsverbr\u00fcderung gab es mit den Benediktinern von St. Michael in&nbsp; Attel, heute Stadtteil von Wasserburg am Inn. (1440 08 15)<\/p>\n<p>Abt Leonhard starb am 4. Januar 1445.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Georg I. Sch\u00e4ppinger (1445-1463) \u00dcber seine Herkunft ist nichts N\u00e4heres bekannt.<\/p>\n<p>Herzog Ludwig von Bayern-Ingolstadt, \u201cder Gebartete\u201d (1413-1447) wurde am 1. Mai 1447 in Kloster Raitenhaslach bestattet. Allerdings war er gebannt wegen seiner \u201cgravamina\u201d, also Sch\u00e4digungen von verschiedenen Kl\u00f6stern.<\/p>\n<p>Damit verfielen aber auch alle geistlichen Personen, die an diesem Trauerakt teilgenommen hatten, also auch der Abt dem Bann. Papst Nikolaus V. (1447-1455) l\u00f6ste den Bann wieder und beauftragte den Propst von Kloster Baumburg,<\/p>\n<p>Caspar Ebenhauser (1436\u20131479), alle geistlichen und weltlichen Personen, die an der Absolvierung und Beisetzung Ludwigs teilnahmen, von allen kirchlichen Strafen zu l\u00f6sen. (1447 06 28)<\/p>\n<p>Dreimal l\u00e4sst sich in der Regierungszeit Abt Georgs der Abt von Morimond als Visitator nachweisen. Jedes Mal nutze Abt Jean VII. de Graille (1449\u20131459) die Gelegenheit die Ordenskontribution einzukassieren.&nbsp; (1448 07 04) betrug sie 5 Dukaten pro Jahr,<\/p>\n<p>das sind etwa 963,00 \u20ac. Die beiden Jahre danach kassierte der Konventuale aus Kloster Sch\u00f6ntal die Kontribution im Auftrag von Abt Jean VII. Im Juli 1453 war der Abt aus Morimond wieder zur Visitation in Raitenhaslach. (1453 07 09)<\/p>\n<p>Zwei p\u00e4pstliche Best\u00e4tigungen der Freiheiten des Klosters Raitenhaslach erhielt Abt Georg in seiner Regierungszeit. Die Bet\u00e4tigung von Papst Nikolaus V. erfolge wohl wieder auf Bitten von Abt Georg. denn in der Urkunde hei\u00dft es \u201ccum a nobis petitur\u201d (1450 04 21)<\/p>\n<p>Die letzte Visitation durch Abt Jean VII. von Morimond erfolgte im M\u00e4rz 1458 (1458 03 12)<\/p>\n<p>Am 25. Juni 1454&nbsp; verzichtete Kloster Raitenhaslach gegen\u00fcber Erzbischof Sigmund I. (1452-1461) von Salzburg endg\u00fcltig auf seinen Salinenanteil in Hallein.(1454 06 25) Es \u00fcberlie\u00df in der Urkunde genannte G\u00fcter samt deren G\u00fclten und Zinsen und erhielt daf\u00fcr<\/p>\n<p>eine bestimmte Menge Salz in jedem Jahr. Vaterabt Georg I. M\u00fcnch von Kloster Salem (1441-1458) genehmigte dies. (1454 07 11)<\/p>\n<p>Bischof Ulrich (1451-1479) von Passau erneuerte Kloster Raitenhaslach die Mautfreiheit (1455 06 10)<\/p>\n<p>Auch weltliche Herrscher best\u00e4tigten die Freiheiten des Kloster.<\/p>\n<p>1450 hatte Herzog Ludwig IX. von Bayern (1450-1479) best\u00e4tigte das dem Kloster verliehene Privileg der Herzoge Heinrich, Otto und Heinrich sowie eine Reihe weiterer Verg\u00fcnstigungen, wie Mautfreiheit, Steuerfreiheit f\u00fcr einige H\u00e4user des Klosters,<\/p>\n<p>alles aufgelistet in der Urkunde 1450 10 04.<\/p>\n<p>K\u00f6nig Ladislaus&nbsp; von B\u00f6hmen und Ungarn (+1451) best\u00e4tigte dem Kloster zwei von seinem Vater K\u00f6nig Albrecht II. ausgestellte Urkunden \u00fcber maut-und zollfreie Einfuhr von Lebensmitteln (s.o)<\/p>\n<p>Kurz nach seiner Wahl zum Papst stellte Pius II. (1458-1464) diese Best\u00e4tigung aus. (1458 10 31)<\/p>\n<p>Auch eine Reihe von Gebetsbr\u00fcderschaften wurden in der Regierungszeit Abt Georgs abgeschlossen, so mit dem Augustiner-Eremiten-Orden (1448 05 12), mit dem Observanten-Orden (1451 07 25), dem Benediktinerkloster Michaelbeuren ( 1451&nbsp; 12 02),<\/p>\n<p>mit dem Augustinerchorherren Stift Au am Inn (1453 01 09) und dem Benediktinerkloster Neumarkt-St. Veit (1455 11 20)<\/p>\n<p>Kaiser Friedrich III.&nbsp; (1440- Kaiser ab 1452-1493) best\u00e4tigte Kloster Raitenhaslach die von den verstorbenen F\u00fcrsten von \u00d6sterreich verliehenen Freiheiten. (1459 04 07)<\/p>\n<p>Abt Georg hatte eine Reihe langwieriger Prozesse um die Rechte seines Kloster zu f\u00fchren.<\/p>\n<p>1462 best\u00e4tigte Herzog Ludwig Abt und Konvent den Empfang von 600 Dukaten, das entspricht immerhin&nbsp; etwa 115.533,00 \u20ac, Kriegssteuer, die dem Kloster zu Lichtmess (2. Februar) auferlegt worden sind.<\/p>\n<p>Abt Georg starb am 3. Mai 1464.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Egidius Stainer (1465-1474). Er war schon unter Abt Johann Pfluog in Kloster Raitenhaslach eingetreten. Als Bursner tritt er in der Urkunde auf, in der Abt Leonhard dem Salzburger Erzbischof Friedrich IV. (1441-1452)<\/p>\n<p>den Klosteranteil am Salzsieden in Hallein f\u00fcr weitere&nbsp; 10 Jahre \u00fcberl\u00e4sst. (1444 05 14) In den Urkunden 1447 08 22 und 1451 12 11 wird er als Pfarrvikar von Niederbergkirchen genannt.<\/p>\n<p>In der Regierungszeit des Abtes entstanden zwar zwei neue Kapellen, eine im Kreuzgang des Klosters zu Ehren des heiligen Sebastians und eine auf dem Klosterhof von Moosvogl. In Gumattenkirchen wurde der heute noch stehende gotische Chor errichtet. Bischof<\/p>\n<p>Bernhard von Chiemsee (1467-1477) weihte diesen am 4. Oktober 1472. In Westerndorf am Inn wurden zwei neue Alt\u00e4re errichtet, die ebenfalls Bischof Bernhard weihte.<\/p>\n<p>Die Regierungszeit von Abt Egidius scheint aber nicht sehr gl\u00fccklich gewesen zu sein. Er f\u00fchrte eine Reihe langwieriger Prozesse, die zum Teil vor dem Hofgericht in Landshut ausgetragen wurden.<\/p>\n<p>Auch scheint es zur Entfremdung von Klosterbesitz gekommen zu sein. Abt Egidius hatte deshalb in Rom geklagt. Papst Paul II. (1464-1471) beauftragte 1468 den Erzbischof von Salzburg, Bernhard von Rohr (1466-1482), den Bischof von Passau, Ulrich von Nu\u00dfdorf (1451-1479)<\/p>\n<p>und den Dompropst von Passau gegen Personen die&nbsp; G\u00fcter des Klosters beschlagnahmt h\u00e4tten,&nbsp; mit kirchlichen Zensuren vorzugehen. (1468 01 21).<\/p>\n<p>Au\u00dferdem lie\u00df er zur Wahrung der Rechte des Klosters eine Reihe von p\u00e4pstlichen und landesherrlichen&nbsp; Privilegien durch Notare transsumieren und neu beglaubigen.<\/p>\n<p>Im Juli 1466 wurde Kloster Raitenhaslach durch Abt Ulrich von F\u00fcrstenfeld (1457-1467) visitiert. Diese wurde wohl vom Abt von Morimond und dem Generalkapitel veranlasst und da sie so ziemlich am Anfang der Regierungszeit von Abt Egidius lag, war es wohl eine eher turnusm\u00e4\u00dfige Visitation.<\/p>\n<p>Anders war es bei der Visitation vom August 1474. Diese geschah auf Veranlassung des Landesherren Herzog Ludwig von Bayern-Landshut. Er erbat sich Generalabt Humbert von Citeaux (1462-1476) den Abt von F\u00fcrstenfeld Jodokus (1467-1480),<\/p>\n<p>da er eine Reform in Raitenhaslach f\u00fcr dringend erforderlich hielt. Als Jodokus in Raitenhaslach ankam, hielt er Abt Egidius zur Durchf\u00fchrung einer Reform f\u00fcr wenig geeignet. Er legte ihm deshalb einen R\u00fccktritt nahe.<\/p>\n<p>In Anbetracht seines \u201cdefectus senium\u201d, das ist (Alters-)Demenz, seiner \u201cinvalitudo corporis\u201d, das ist k\u00f6rperliche Schw\u00e4che und anderer \u201clatentes infirmitates\u201d also noch nicht offenkundigen Schw\u00e4chen.<\/p>\n<p>Abt Egidius ging darauf ein, resignierte und \u00fcbergab Schl\u00fcssel und Siegel an den Visitator.<\/p>\n<p>Sein Todestag ist aber erst der 13. August 1481.<\/p>\n<p>Abt Jodokus legte den Wahltermin auf den 9. August 1474 fest. Neben ihm als Wahlleiter war noch Abt Georg (1466-1486) aus Kloster Aldersbach sowie Pater Bernhard aus Maulbronn, der als Beichtvater im Kloster<\/p>\n<p>Seligenthal in Landshut t\u00e4tig war, anwesend. Einstimmig gew\u00e4hlt wurde der Konventuale Johannes Holczner (1474-1482)aus Kloster F\u00fcrstenfeld, der ebenfalls Beichtvater in Seligenthal war.<\/p>\n<p>Am 8. Januar des Folgejahres waren die beiden \u00c4bte aus F\u00fcrstenzell und Aldersbach auf Verlangen des bayrischen Herzogs in Raitenhaslach, um die \u201credemptio\u201d des&nbsp; zur\u00fcckgetretenen Abtes durchzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Abt Egidius war bisher im Kloster gefangen gehalten worden. Der neue Abt wurde gebeten, Gnade vor Recht ergehen zu lassen. Es wurde ein Protokoll angefertigt. Er unterschrieb dieses, versprach, hinterzogene Gelder und<\/p>\n<p>Steuern zur\u00fcckzuerstatten, entfremdete B\u00fccher zur\u00fcckzuschaffen und Machenschaften oder Konspiration im Konvent zu unterlassen.<\/p>\n<p>\u00dcber sein weiteres Schicksal ist nichts bekannt.<\/p>\n<p>Abt Johannes stammte aus Neuburg, wobei sich nicht feststellen l\u00e4sst, welches Neuburg das ist. Auch wann er Profess in F\u00fcrstenfeld abgelegt hat, ist unbekannt.<\/p>\n<p>Seine Berufung nach Raitenhaslach war aber eine gute Wahl. Er schaffte es, die erforderlichen Reformen durchzuf\u00fchren und er stellte auch en guten Ruf des Klosters wieder her.<\/p>\n<p>1478 beschloss das Generalkapitel, Ordensh\u00e4user in Ungarn wiederzubesetzen. Einzelne Konvente sollten Konventsangeh\u00f6rige dorthin \u00fcbersenden. Raitenhaslach sollte sechs Konventuale senden.<\/p>\n<p>Herzog Georg der Reiche (1479-1503) von Bayern Landshut best\u00e4tigte Kloster Raitenhaslach alle von seinen Vorg\u00e4ngern verliehenen Freiheiten und Privilegien. (1483 07 08)<\/p>\n<p>Abt war ein kunstsinniger Pr\u00e4lat. In Raitenhaslach lie\u00df er eine eigene Abtskapelle erbauen. Sie enthielt drei Alt\u00e4re und wurde am 15. Juni 1477 vom Passauer Weihbischof Alber von Salona (1473-1493) geweiht. (1473 06 15)<\/p>\n<p>Die Kirchen in Burgkirchen an der Alz, Niederbergkirchen, Gumattenkirchen und Moosvogl lie\u00df er baulich umgestalten.<\/p>\n<p>Von dem M\u00fcnchner Maler Gabriel M\u00e4lesskircher (in M\u00fcnchen nachgewiesen seit 1461-um 1495) lie\u00df er f\u00fcr die Kirche in Marienberg ein Tafelbild erstellen. Die Quittung \u00fcber 114 Gulden und 60 Pfennige, das sind etwa 21.959,00 \u20ac liegt vor.<\/p>\n<p>(1482 10 04)<\/p>\n<p>Er sorgte f\u00fcr eine Bereicherung des Kirchenschatzes, wobei eine Monstranz besonders erw\u00e4hnt wird.<\/p>\n<p>Auch um die Bibliothek k\u00fcmmerte er sich. Aus seiner Regierungszeit haben sich Buchbindearbeiten erhalten. Dank seiner Beziehungen zu Seligenthal konnte Abt Johannes einen Stra\u00dfburger Fr\u00fchdruck des \u201cFortalitum fidei\u201d (Feste des Glaubens)<\/p>\n<p>Der Franziskaner aus Salamanca verstarb 1491. Es war also ein hochmodernes Buch,das Johannes der Klosterbibliothek beif\u00fcgen konnte.<\/p>\n<p>Abt Johannes am 13. November 1483<\/p>\n<p>Zu seinem Nachfolger wurde am 15. Dezember 1483 Abt Georg II. Lindmaier (1483- 1497) gew\u00e4hlt. Unter Abt Egidius hatte er in Raitenhaslach die Profess abgelegt. 1467 war er Provisor grangiae in austria, also Verwalter eines<\/p>\n<p>Klostergutes in \u00d6sterreich.<\/p>\n<p>1477 war er Pfarrvikar von Niederbergkirchen. Dort hatte er auch den Umbau der Kirche durchgef\u00fchrt (s.o.)<\/p>\n<p>Die Abtswahl am 15.12. 1483 leite im Auftrag des Salemer Vaterabts Johannes I. Stantenat (1471-1494) Abt&nbsp; Georg von Aldersbach unter Assistenz von Abt Johann von F\u00fcrstenzell.<\/p>\n<p>Die Kirche von Niederbergkirchen wurde am 18. Mai von Bischof Georg von Chiemsee (1477-1495) geweiht. Abt Georg erwirkte einen Ablass f\u00fcr die Kirche. (1484 05 18)<\/p>\n<p>Am 13. Mai 1485 wurde das Kloster ein zweites mal von einer Brandkatastrophe getroffen. Durch die Nachl\u00e4ssigkeit eines Dieners brach in der Konventsk\u00fcche ein Band aus, der den mittleren Teil des Kloster zerst\u00f6rte. Die Klosterkirche<\/p>\n<p>wurde wohl nicht gesch\u00e4digt.<\/p>\n<p>Generalabt Johannes X. von Citeaux (1476-1502) sowie die Definitoren des Generalkapitels befreiten Abt Georg f\u00fcr zwei Jahre vom Besuch des Generalkapitels. Auch gaben sie&nbsp; ihm die Erlaubnis , einen Beichtvater zu bestellen, der innerhalb dieser 2 Jahre von allen dem Generalkapitel vorbehaltenen schweren F\u00e4llen lossprechen d\u00fcrfe. (1486 09 14)<\/p>\n<p>Am 1. April 1487 stellte Papst Innozenz VIII. (1484-1492)dem Kloster eine Urkunde aus, nahm es unter seinen Schutz und best\u00e4tigte seine Reche und Freiheiten und die Privilegien der F\u00fcrsten. Insbesondere&nbsp; best\u00e4tigte er die der dem Kloster nach kanonischem Recht inkorporierten Pfarrkirchen St. Martin in Halsbach, St. Blasius in Niederbergkirchen und Sankt Marienberg(1487 04 01)<\/p>\n<p>Um den gro\u00dfen T\u00fcrkenablass, den Kardinal Raymond Peraudi, p\u00e4pstlicher Legat und Ablassprediger f\u00fcr den Kreuzzug gegen die T\u00fcrken in Deutschland verk\u00fcndete, m\u00fchte er sich. Die Urkunde erhielt er 1489 ausgestellt. (1489 12 14)<\/p>\n<p>Auch im Auftrag des Generalkapitels war er t\u00e4tig. Zusammen mit dem Abt von F\u00fcrstenzell sollte er 1486&nbsp; die Wahl des neuen Abtes Simon von Aldersbach (1486-1501)&nbsp; \u00fcberpr\u00fcfen. Er hatte die Wahl im Auftrag des Landesherren Georg geleitet.<\/p>\n<p>Zusammen mit drei weiteren Zisterzienser\u00e4bte beauftragte ihn das Generalkapitel 1490, die unguten zust\u00e4nde in der Zisterze Viktring zu untersuchen. Innere Zwistigkeiten hatten das Kloster an den Rand der Aufl\u00f6sung gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>F\u00fcrstbischof Friedrich V. von Salzburg (1489-1494) forderte Abt Georg auf, am 18. Oktober 1490 auf der Provinzialsynode in M\u00fchldorf zu erscheinen. Ob er dieser Aufforderung Folge leistete, ist nicht bekannt. Es h\u00e4tte aber der Exemtion des Ordens widersprochen.<\/p>\n<p>Am 26. Dezember 1490 ernannte Kaiser Friedrich III. Georg zum Kaiserlichen Kaplan. Er war der erste Raitenhaslacher Abt, dem diese Ehre zuteil wurde.<\/p>\n<p>Kloster Raitenhaslach wurde im Juli 1488 im Auftrag des Generalabtes von Abt Simon von Kloster Aldersbach (1486-1501) visitiert. Es gab keine Beanstandungen.<\/p>\n<p>Auch Abt Jakob ( 1495-1503)von Morimond war wohl zwei mal in Raitenhaslach. sein Besuch ist aber nur durch zwei Quittungen nachgewiesen. (1494 04 26 und 07 06)<\/p>\n<p>Der neue K\u00f6nig Maximilian I. (1493-1519) best\u00e4tigte Kloster Raitenhaslach die von den F\u00fcrsten&nbsp; von \u00d6sterreich und seinem Vater Friedrich III. verliehenen Privilegien. (1496 09 22)<\/p>\n<p>Auch Abt Georg hatte einige Gebetsbruderschaften abgeschlossen.<\/p>\n<p>Abt Georg versuchte durch den Erwerb von Ewiggeldern den Klosterbesitz zu mehren. Das war die Bezahlung einer Geldrente f\u00fcr ein auf ein Grundst\u00fcck versichertes Kapital.<\/p>\n<p>Eine weitere Einnahmequelle war die Beglaubigung von Urkunden f\u00fcr dritte Personen. Von Abt Georg ist eine Reihe solcher Vidimierungen bekannt.<\/p>\n<p>Abt Georg verstarb am 27. Dezember 1497.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Johann VI. Goutgeld (1498-1502)<\/p>\n<p>Prior und Konvent baten den Salemer Vaterabt Johannes II. Scharpfer (1494-1510) zur Wahl zu kommen. Dieser setzte die Neuwahl auf den 23. Januar 1498 fest. sie fand unter seinem Vorsitz und unter Assistenz des Abtes Pankratius (1492-1512)<\/p>\n<p>aus F\u00fcrstenzell statt. Von ihm ist wenig bekannt.<\/p>\n<p>Im Februar 1502 bestattete er Hedwig von Burghausen (1457-1502), die verstorbene Gemahlin von Herzog Georg dem Reichen, in der Klosterkirche von Raitenhaslach.<\/p>\n<p>Vom Salzburger Erzbischof erhielt Abt Johann den Auftrag, die aus Alt\u00f6tting gemeldeten wunderbaren Erscheinungen zu untersuchen.<\/p>\n<p>Sein Todestag ist der 16. August 1502.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Ulrich III. Molczner (1503-1506).<\/p>\n<p>Er war am 28. Februar 1479 als Novize in Kloster Raitenhaslach aufgenommen worden. Ein Jahr sp\u00e4ter legte er seine Profess ab.<\/p>\n<p>Als Diakon fertigte er eine Abschrift des Kommentars&nbsp; des Johannes de Turrecremata zur Regel des Heiligen Benedikts an. Er war spanischer Kardinal und Dominikaner. Dieser Kommentar war zu jener Zeit sehr gesch\u00e4tzt.<\/p>\n<p>Von 1493 bis 1495 war er an der Universit\u00e4t Heidelberg immatrikuliert. Ein sehr freundschaftliches Verh\u00e4ltnis hatte er zu seinem Heidelberger Lehrer Adam Werner, der mehrere M\u00f6nche als Sch\u00fcler hatte und&nbsp; zu denen er ein besondere Vertrauensverh\u00e4ltnis pflegt.<\/p>\n<p>Er hatte einen stetigen Austausch vor allem mit den oberrheinischen Humanisten. Ulrich studierte in Heidelberg zusammen mit Wolfgang Marius dem sp\u00e4teren Abt von Aldersbach. Ulrich wird auf Seite 408&nbsp; Toepke, Gustav<a href=\"http:\/\/d-nb.info\/gnd\/101236772x\"><i><\/i><\/a> [Hrsg.]Die Matrikel der Universit\u00e4t Heidelberg, <\/p>\n<p>Heidelberg 1844 aufgef\u00fchrt. Das sind die Matrikel von Oktober 1493- 7. April 1494.<\/p>\n<p>Das Studium in Heidelberg und vor allem ihr Lehrer Adam Werner hat beide sehr gepr\u00e4gt und beide werden ja zu den Humanisten\u00e4bten in den altbayrischen Konventen gez\u00e4hlt. Adam Werner verfasste f\u00fcr Abt Ulrich ein Abschiedsgedicht. Auch sein Studiengenosse <\/p>\n<p>Wolfgang Marius, von dem ja \u00fcber 80 Gedichte \u00fcberliefert sind, widmete Ulrich mehrere Gedichte.<\/p>\n<p>Gravierendsten Ereignis in der kurzen Regierungszeit Ulrichs war sicher der Landshuter Erbfolgekrieg.<\/p>\n<p>1496 hatte&nbsp; Georg der Reiche ein Testament verfasst, in dem er gegen alle Hausvertr\u00e4ge seine Tochter Elisabeth von Bayern (1476-1504) und deren Ehemann zum Erben einsetzte.<\/p>\n<p>Die Wittelsbacher Hausvertr\u00e4ge von 1329 legten&nbsp; au\u00dferdem ein &#8222;Vorkaufsrecht&#8220; sowie ein gegenseitiges Erbrecht zwischen den beiden Linien fest, das die jeweils \u00fcberlebende Linie (im Falle eines Aussterbens im Mannesstamm) als Universalerben bestimmte. <\/p>\n<p>Dieser Vertrag wurde 1329 zwischen Ludwig dem Bayern und Rudolf II.,dem Blinden (1329-1353) und Ruprecht I. dem Roten&nbsp; (1329-1390), den S\u00f6hnen von Rudolf I. (1274\u20131319), dem Bruder Ludwigs des Bayern geschlossen.<\/p>\n<p>Georgs Tochter heiratete 1499 Ruprecht von der Pfalz (1481-1504). Georg setzte diesen kurz vor seinem Tod 1503 ernannte er seinen Schwiegersohn zum Statthalter von Niederbayern. Als Georg am 1. Dezember 1503 starb, trat Ruprecht sein Erbe an.<\/p>\n<p>Herzog Albrecht IV. von Bayern M\u00fcnchen, der ja gem\u00e4\u00df den Hausvertr\u00e4gen erbberechtig gewesen w\u00e4re, focht das Testament sofort an.Darauf folgte der Landshuter Erbfolgekrieg 1504.<\/p>\n<p>Der Krieg wurde beendet durch den K\u00f6lner Schiedsspruch von Kaiser Maximilian (1486 K\u00f6nig &#8211; ab 1508-1519 deutscher Kaiser).<\/p>\n<p>Im Krieg wurde Kloster Raitenhaslach schwer gesch\u00e4digt,worauf umfangreiche Arbeiten an Dach, Fenstern und Wehrgang sowie der v\u00f6llige Neubau des Torhauses hindeuten.<\/p>\n<p>Der Klosterchronist Tachler vermerkt schwere Sch\u00e4den im Kloster. Finanziell wurde das Kloster ebenfalls schwer gesch\u00e4digt. Den beide Kriegsparteien legten dem Kloster hohe Kontributionen aufbringen<\/p>\n<p>und auch Anleihen gew\u00e4hren, so zum Beispiel 1000 Gulden, das entspricht etwa 166.995,00 \u20ac an Herzog Albrecht IV. 1506.<\/p>\n<p>1503 beauftragte das Generalkapitel Abt Ulrich sowie Abt Georg II. Kastner (1490\u20131509) von Kaisheim, die zwischen den \u00c4bten von F\u00fcrstenfeld&nbsp; Abt Peter (1502\u20131505) und Aldersbach&nbsp; Johann IV. Riemer (1501\u20131514)<\/p>\n<p>aufgetretenen Misshelligkeiten zu bereinigen.<\/p>\n<p>Auf Grund einer Vollmacht des Abtes von Citeaux Jakob III. (1501-1516) visitierte Abt Ulrich am 22. November 1503 den Konvent von Seligenthal.<\/p>\n<p>Der Raitenhaslacher Vaterabt Johannes II. Scharpfer (1494\u20131510 ) aus Salem visitierte das Kloster 1505. Am 2. Januar 1507 best\u00e4tigte er Abt und Konvent diese Visitation. Die Urkunde ist noch auf Abt Ulrich ausgestellt, obwohl er ja schon im November 1506 verstorben ist.<\/p>\n<p>(1597 01 02)<\/p>\n<p>In der Umgebung des Klosters gab es umfangreiche Tuffsteinvorkommen, die die M\u00f6nche nicht nur als Baustoff f\u00fcr die eigenen Bauvorhaben nutzten. Es war auch ein begehrtes Handelsgut. Abt Ulrich entschloss sich deshalb 1505<\/p>\n<p>eine eigene Steinbrechordnung herauszugeben.<\/p>\n<p>Der neue Landesherr Albrecht IV. (ab 1467 Herzog&nbsp; von Bayern, nach dem Schiedsspruch von 1505, von ganz Bayern bis 1508) best\u00e4tigte, nachdem er Herzog von ganz Bayern geworden war , alle \u201calle den einzelnen Pr\u00e4laten, Pfarrern usw. in Bayern von Seiten seiner Vorfahren verliehenen Privilegien, insbesondere die gro\u00dfe Handveste K\u00f6nig Ottos von Ungarn. (1506 07 20)<\/p>\n<p>Der Passauer Bischof Wiguleus (1500-1517) best\u00e4tigte Abt Ulrich von seinen Vorg\u00e4ngern verliehenen Privilegien.(1506 08 08)<\/p>\n<p>Abt Ulrich verstarb am 11. November 1506.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Georg III. Wankhauser (1507-1526). Er wurde unter Leitung des Salemer Vaterabtes Johannes II. gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Im Auftrag des bayrischen Herzogs&nbsp; Wilhelm IV. (1508-1550) assistierte er 1514 dem Abt von Ebrach Johannes II. Leiterbach (1503-1531) bei der Wahl des neuen Abtes von Kloster Aldersbach Wolfgang Marius (1514-1544)<\/p>\n<p>Zwei mal visitierte er Kloster Seligenthal und zwar 1516 und 1518. Das zweite Mal wurde er von Abt Kaspar Harder (1513-1522) von Kloster F\u00fcrstenfeld begleitet.<\/p>\n<p>Die Regierung von Abt Georg stand unter keinem gl\u00fccklichen Stern. Er hatte sich rasch in gro\u00dfe Schulden verstrickt Schon im September 1510 waren Klosterg\u00fcter in Gastein an das dortige Spital verkauft worden.<\/p>\n<p>1524 wurden Kleinodien im Wert von 86 Mark Silber verkauft. Das entspricht etwa 25.170,00 \u20ac. Aber trotz der bestehenden Schuldenlast wurde der Kirchenschatz und die Bibliothek weiter vermehrt.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich bedeutete auch die Reformation von 1517 einen Einschnitt. In Kloster Raitenhaslach machten sich die Auswirkungen zun\u00e4chst aber noch kaum bemerkbar. Die innerkl\u00f6sterliche Disziplin war in Ordnung und das Kloster stand auch deshalb<\/p>\n<p>in gutem Ruf am herzoglichen Hof in M\u00fcnchen. Auf Veranlassung Herzog Wilhelms und seines Bruders Ludwig X. (1514-1545) mit dem er gemeinsam regierte, geh\u00f6rte Raitenhaslach zu den bayrischen Kl\u00f6stern, die 1523 von Papst Hadrian VI. (1522-1523)<\/p>\n<p>mit Sondervollmachten zur Bek\u00e4mpfung der neuen lutherischen Lehre ausgestattet wurde. Papst (1523-1534)erneuerte diese Vollmachten am 5. Februar 1526.<\/p>\n<p>Die Verm\u00f6gensverh\u00e4ltnisse des Klosters verbesserten sich aber nicht und der Abt wurde sogar in Burghausen gefangengesetzt. Die Urbare und Giltb\u00fccher des Klosters waren ebenfalls nach Burghausen zur \u00dcberpr\u00fcfung&nbsp; durch die Regierung <\/p>\n<p>gebracht worden. Der Herzog ordnete die R\u00fcckgabe der B\u00fccher an. der Abt aber blieb gefangen.<\/p>\n<p>Am 25. Januar 1526 musste Abt Georg seinen R\u00fccktritt erkl\u00e4ren. Auf Anordnung von Herzog Albrecht und mit Erlaubnis des Vaterabtes visitierte der F\u00fcrstenfelder Abt Georg I. (1522-1531)zusammen mit dem Herzoglichen Rat Caspar Pardt das Kloster.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger Abt Christoph&nbsp; genehmigte mit Erlaubnis des Landesherren wegen seines Alters und der M\u00fchen, die er mit seiner Pr\u00e4latur hatte, einen genau fixierten Austrag. (1526 05 11)<\/p>\n<p>Abt Georg starb am 11. Mai 1542.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Christoph F\u00fcrlauf. (1526-1553) Seine Profess hatte er unter Abt Georg abgelegt. 1510-1511 war er Pfarrvikar in Niederbergkirchen. Seit 1518 war er Bursner in Raitenhaslach.<\/p>\n<p>Die Wahl leitete Abt Georg von F\u00fcrstenfeld. Der herzogliche Kommissar Caspar Pradt wohnte der Wahl ebenfalls bei. Der Salzburger Erzbischof Kardinal Matth\u00e4us Lang von Wellenburg (1519-1540)<\/p>\n<p>beauftragte Bischof Berthold von Chiemsee (1508-1526), den gew\u00e4hlten Abt Christoph in seinem Amt zu best\u00e4tigen und zu weihen . (1526 02 08)<\/p>\n<p>Warum ein Bischof und kein Zisterzienserabt die Weihe vornahm, ist nicht klar. Es k\u00f6nnte aber sein, dass das damit zusammenh\u00e4ngt, dass das Erzbistum Salzburg&nbsp; im Zuge der notwendig gewordenen Reformen<\/p>\n<p>immer st\u00e4rker versuchte, auf das Salzachkloster Einflu\u00df zu nehmen. So wurde auch Abt Christoph wiederholt zu Provinzialsynoden nach Salzburg zitiert. Allerdings nie. Er entschuldigte sein Fehlen meist mit seinem<\/p>\n<p>schlechten Gesundheitszustand, 1549 auch mit dem schlechten Wetter.<\/p>\n<p>Kurz nach seiner Wahl best\u00e4tigten die Herz\u00f6ge Albrecht und Ludwig Kloster Raitenhaslach die von ihren Vorfahren verliehenen Privilegien. (1526 04 30).<\/p>\n<p>Der Chiemseer Bischof Berthold P\u00fcrstinger hatte kurz nach der Weihe von Abt Christoph resigniert und sich ins Kloster Raitenhaslach zur\u00fcckgezogen. Dort vollendete er sein<\/p>\n<p>Hauptwerk, die \u201eTewtsche Theologey\u201c, die eine umfassende katholische Glaubenslehre enthielt.<\/p>\n<p>Die Regierung von Abt Christoph wurde belastet durch die wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Klosters. Diese wurden auch mitverursacht durch die landesherrlichen Steuererhebungen.<\/p>\n<p>Das Kloster versuchte sich mit Geldaufnahmen einerseits und G\u00fcterverk\u00e4ufen andrerseits zu helfen. <\/p>\n<p>Wegen der T\u00fcrkensteuer verkaufte das Kloster 1527 seine G\u00fcter in Weng an das Stift St. Peter in Salzburg. Die Herz\u00f6ge von Bayern erlaubten diesen Verkauf (1527 03 21)<\/p>\n<p>Ein Jahr sp\u00e4ter wurde das Weingut in Altweiding an&nbsp; Abt Matthias II. (1516-1532) von G\u00f6ttweig abgetreten.<\/p>\n<p>Die Verschuldung des Klosters stieg seit dem Amtsantritt von Abt Christoph von 3000 Dukaten, das sind etwa 579.785,00 \u20ac auf 8000 Dukaten, also etwa 1.546.093,00 \u20ac.<\/p>\n<p>Das hinderte Abt Christoph allerdings nicht daran, den Kleinodienschatz des Kloster zu vermehren.<\/p>\n<p>Abt Christoph starb am 18. April 1553.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Sebastian Harbeck.(1553-1569)<\/p>\n<p>Er stammte aus Landshut. Er wurde am 14. Juni 1553 unter Vorsitz des vom Salemer Vaterabts abgeordneten Abtes Bartholem\u00e4us Madauer (1552-1577) gew\u00e4hlt.( Bei seiner Wahl war er 28 Jahre alt und Prior.<\/p>\n<p>Die Folgen der Reformation zeigten sich auch an der Zahl der wahlberechtigten Mitglieder Sebastian Harbekh, Prior, Johann Lettnthaler, Subprior, Christoph Canczler, Cellerar, Theobald, Senior, Wenzeslaus Spie\u00df, Georg Hinttermeir, Wolfgang Rambrester, Wolfgang Manhauser, Georg Kherner. Wolfgang (1553 06 14)&nbsp; Der Konvent bestand nur noch aus 9 M\u00f6nchen.<\/p>\n<p>Am 8. Oktober 1553 wurde er von Bischof Hieronymus Meitting (1536 \u20131557 ) von Chiemsee geweiht.<\/p>\n<p>Herzog Albrecht best\u00e4tigte die Privilegien des Klosters kurz nach der Weihe des neuen Abtes. (1553 12 07)<\/p>\n<p>Der Salzburger Erzbischof Michael von Kuenburg (1554\u20131560) best\u00e4tigte die Privilegien des Klosters (1555 09 10) ebenso&nbsp; wie der Passauer Bischof Wolfgang von Closen (1555 \u20131561) (1557 09 29)<\/p>\n<p>Auch Kaiser Maximilian II. (1564-1576) best\u00e4tigte die dem Kloster durch seine Vorfahren verliehenen Privilegien, namentlich die seines verstorbenen Vaters Ferdinand (1531-1564) (1565 11 25)<\/p>\n<p>Wie auch sein Vorg\u00e4nger wurde Abt Sebastian mehrfach zu den Provinzialsynoden nach Salzburg geladen und hat ebenso wie dieser wohl nicht teilgenommen.<\/p>\n<p>Abt Sebastian verstarb v\u00f6llig unerwartet am 25. Februar 1569. Sein leiblicher Bruder Georg war zu dieser Zeit Prior in Kloster Raitenhaslach. Er zeigte dem Vaterabt von Salem Georg II. Kaisersberger <br \/>(1558\u20131575 )den Tod seines Bruders an. Als Wahltermin war der 20. April 1569 vorgesehen.<\/p>\n<p>Wolfgang Manhauser (1569-1590) wurde zum neuen Abt gew\u00e4hlt. Er stammte aus Eching bei Laufen im Erzstift Salzburg. Urkundlich erscheint er erstmals auf der Wahlurkunde von Abt Sebastian (s.o.)<\/p>\n<p>Die Wahl wurde dann verschoben auf den 5. Mai 1569 und fand unter Vorsitz von Abt Bartholom\u00e4us aus Aldersbach statt. Als herz\u00f6gliche Kommiss\u00e4re waren der Hauptmann von Burghausen Wigul\u00e4us Zenger und <\/p>\n<p>der Kanzler von Burghausen Thomas Widmann anwesend. (1569 05 05)<\/p>\n<p>Der Abt von Citeaux Nicolas I. Boucherat (1571-1583) schrieb f\u00fcr den 19. April 1573 nach langer Zeit wieder ein Generalkapitel aus.&nbsp; Abt Woflfgang nahm daran nicht teil und entschuldigte sein Fernbleiben<\/p>\n<p>\u201caus vielen wichtigen Ursachen\u201d. Im Sommer 1573 visitierte der Generalabt die Kl\u00f6ster in S\u00fcddeutschland. Am 18. August 1573 war Abt Nicolas zusammen mit Abt Nicolas Marechal von Kloster Loc-Dieu<\/p>\n<p>zur Visitation in Raitenhaslach. Damit weilte erstmals ein Generalabt in Raitenhaslach. Abt Wolfgang wurde in seinem Amt best\u00e4tigt. Bem\u00e4ngelt wurde allerdings die geringe Zahl der Religiosen, die keinen<\/p>\n<p>Chordienst nach den Satzungen des Ordens gestatte. \u201cim Kloster w\u00e4ren 8 Religi\u00f6sen [Priester] einschlie\u00dflich des Abtes, 2 Professen, die Nicht-Priester sind, und 4 Novizen; 5 Priester sind davon zur Seelsorge au\u00dferhalb des Klosters, so da\u00df nur der Abt mit 2 Religi\u00f6sen im Kloster ist, weshalb kein Chordienst nach dem Ritus des Ordens mehr abgehalten werden kann; der Abt wird daher zur Aufnahme von Novizen beauftragt; dar\u00fcber hinaus werden Bestimmungen f\u00fcr die Gestaltung des Gottesdienstes und des inneren Klosterlebens gegeben und Abt und Konvent ermahnt, des Papstes Gregor XIII. und des Herzogs von Bayern wie dessen Familie im Gebete zu gedenken. Die Charta soll mindestens viermal im Jahr im Kapitel verlesen werden.\u201d (1573 08 20)<\/p>\n<p>Die Reformbeschl\u00fcsse des Konzils von Trient hatten zur Folge, dass bald weitere Visitationen stattfanden.<\/p>\n<p>Im September 1581 weilte Abt Edmund von Kloster Chatillon zusammen mit dem Abt von Aldersbach, Andreas Haydecker (1579\u20131586 ) zur Visitation in Raitenhaslach. Es wurden einige M\u00e4ngel festgestellt. So wurde die Visitationscharte die Generalabt Nicolas 1573 ausgestellt hatte<\/p>\n<p>in vielen Punkten nicht eingehalten Au\u00dferdem waren nach wie vor nur 2 Religiosen im Kloster. Der vorgeschriebene Chordienst war also immer noch nicht m\u00f6glich. Es sollten daher Novizen aufgenommen werden und aus anderen Kl\u00f6stern Br\u00fcder als G\u00e4ste.<\/p>\n<p>(1581 09 19). Anschlie\u00dfend visitierte Abt Edmund Kloster Seligenthal. M\u00f6glicherweise als Reaktion auf den Mi\u00dfstand \u00fcbertrug er die Paternit\u00e4t von Seligenthal, die bisher Raitenhaslach innehatte, auf Kloster Aldersbach.<\/p>\n<p>Im Auftrag des Generalabtes erfolgte 1586 eine weitere Visitation, dieses Mal durchgef\u00fchrt von Abt Beat Papst (1583-1597) aus Kloster L\u00fctzel.<\/p>\n<p>In M\u00fcnchen regierte mittlerweile Herzog Wilhelm V. (1579-1597), der ma\u00dfgeblich f\u00fcr den Erfolg der Gegenreformation in Deutschland verantwortlich war.<\/p>\n<p>In M\u00fcnchen h\u00e4uften sich die Klagen , dass in \u201c in zeitlich sonderlich,in geistlich gar \u00e4rgerlich und widerlich gehaust werde\u201d (Die Zisterzienserabtei Raitenhaslach S. 300). Der Geistliche Rat von M\u00fcnchen wandte 1589 <\/p>\n<p>sich an den Salemer Vaterabt Christian II F\u00fcrst (1588-1593) und bat, dass dieser schnellstm\u00f6glich in Raitenhaslach visitiere oder damit den Abt von Aldersbach&nbsp; beauftrage. <\/p>\n<p>Im Februar fand dann die Visitation durch Abt Johannes Dietmair (1587-1612) von Aldersbach zusammen mit dem Aldresbacher Subprior sowie drei herzoglichen R\u00e4ten statt.<\/p>\n<p>Abt Wolfgang erkl\u00e4rte sich schlie\u00dflich zur Resignation bereit. Der geistliche Rat hatte bereits Matthias Sto\u00dfberger, der seit 1580 Abt in Gotteszell war, als Nachfolger ausersehen.<\/p>\n<p>Mit Abt Wolfgang wurde ein genauer Austrag vereinbart.<\/p>\n<p>Er starb, nachdem er zuletzt an Podagra gelitten hatte, am 26. August 1594.<\/p>\n<p>Matthias lehnte zun\u00e4chst ab, Abt von Raitenhaslach zu werden. Der Geistliche Rat und auch der Vaterabt brachten ihn&nbsp; aber dazu, das Amt anzunehmen. <\/p>\n<p>Abt Johannes erkl\u00e4rte, dass er die Resignation von Abt Wolfgang im Kloster entgegengenommen habe und dass der Konvent anschlie\u00dfend einstimmig Matthias zum neuen Abt gew\u00e4hlt habe. (1590 05 21)<\/p>\n<p>Am 26. Juni 1590 zeigte Abt Matthias (1590-1601) dem Vaterabt seine Wahl an und bat um dessen Best\u00e4tigung.<\/p>\n<p>Am 14. Dezember 1590 war Claudius Germain, Prior von Citeaux und Generalkommissar des Ordens zur Visitation in Raitenhaslach. Er stellte zwei Urkunden aus. Die erste war ein Visitationsbericht (1590 12 11).<\/p>\n<p>Mit der zweiten Urkunde best\u00e4tigte die Wahl von Abt Matthias. (1590 12 14)<\/p>\n<p>Schon im Februar 1591 wurde Kloster Raitenhaslach wieder visitiert, dieses mal von Abt Johannes aus Aldersbach. (1591 02 17) Die Matutin wurde zur Pflicht gemacht, was schon der Generalabt Nicolas Boucherat bei seiner Visitation 1573 angeordnet hatte.<\/p>\n<p>Abt Matthias hatte kein leichtes Erbe. Der Schuldenstand des Klosters betrug fast 5000 Dukaten, das sind etwa 969.315,00 \u20ac.<\/p>\n<p>Abt Matthias konnte diese Summe allm\u00e4hlich abbauen. Dazu brauchte er aber neues Kapital und musste mehrmals um Zustimmung des Geistlichen Rates ersuchen. Dort galt er aber als gute Haush\u00e4lter, wie der Rat dem bayrischen Herzog berichtete.<\/p>\n<p>Er verkaufte aber auch, so die Schwaigen im Pfinzgau (1597 01 01), das am Kai in Salzburg, ein kleineres haus in Krems und die Badstube in Burghausen. Die Verk\u00e4ufe brachten 3000 Dukaten ein, das sind etwa 581.589,00 \u20ac. <\/p>\n<p>Er kaufte aber, wenn er Gelegenheit bekam, g\u00fcnstig Grundbesitz zu erwerben oder legte Geld zu einem g\u00fcnstigen Zinssatz an.<\/p>\n<p>Abt Matthias war auch ein gro\u00dfer Bauherr. Die Klosterkirche erhielt einen neuen Glockenturm, auch eine neue Orgel und ein neues Chorgest\u00fchl. Mehrere Alt\u00e4re wurden so ver\u00e4ndert,dass der Weihbischof von Freising Bartholom\u00e4us Scholl (1581-129)<\/p>\n<p>im Oktober 1596 die Altarweihe vornahm. (1596 10 08)<\/p>\n<p>Die gesamte Klosteranlage wurde unter Abt Matthias weitgehend erneuert.<\/p>\n<p>1595 hatte Abt Matthias in der Pfarrkirche Marienberg den Rosenkranzbund eingef\u00fchrt. Der wachsende Zulauf erforderte eine Vergr\u00f6\u00dferung der Kirche . Weihbischof Andreas Hofmann (1597- 1604 ) weihte die Kirche und drei Alt\u00e4re 1600 neu. (1600 09 03)<\/p>\n<p>Innerhalb des Konventes erwuchs Abt Matthias eine Opposition. Sie warf ihm kostspieliges und unn\u00f6tiges Bauen sowie Beg\u00fcnstigung von Verwandten und Freunden vor. Dies fand zwar Geh\u00f6r in Burghausen. In M\u00fcnchen glaubte man allerdings nicht so recht daran. Bei Herzog <\/p>\n<p>Maximilian I von Bayern (1597-1651) fanden die Anschuldigungen aber kein Geh\u00f6r.<\/p>\n<p>Abt Matthias starb am 18. November 1601 an einem Schlaganfall.<\/p>\n<p>Am 16. Februar 1602 fand die Wahl des neuen Abtes unter Vorsitz von Abt Johannes aus Kloster Aldersbach und Assistenz von Abt Stephan Lanio von Kloster F\u00fcrstenzell und in Gegenwart herzoglicher Kommissare&nbsp; statt.<\/p>\n<p>Gew\u00e4hlt wurde Abt Philipp Perzel (1602-1620). Er stammte aus Landshut und hatte seine Profess 1573 in Raitenhaslach abgelegt. Er war Pfarrvikar in Halsbach und 1587 Prior in Raitenhaslach. Bei seiner Wahl war er Cellerar.<\/p>\n<p>Abt Matthias hatte die wirtschaftlichen Verh\u00e4ltnisse des Kloster konsolidiert und versetzte so seinen Nachfolger in die M\u00f6glichkeit, den Grundbesitz des Klosters erheblich zu vergr\u00f6\u00dfern. Aus seiner Regierungszeit liegen fast 30 <\/p>\n<p>Kaufbriefe vor. Abt Philipp hatte f\u00fcr 15530 Dukaten, also etwa 3.010.692,00 \u20ac&nbsp; Liegenschaften gekauft. Die bedeutendsten K\u00e4ufe waren die um Munderfing, heute im Bezirk Braunau am Inn gelegenen Besitzungen von Kloster Mondsee von Abt Johann Christoph II. Wasner (1592-1615)<\/p>\n<p>und Konvent. (1602 04 09) sowie der Kauf von 12 Anwesen in Herrenbachham in der N\u00e4he von Vilsbiburg. Abt Philipp kaufte aber nicht nur einfach Liegenschaften, sondern mit Weitblick solche, die dem Kloster wirtschaftliche Erwerbsm\u00f6glichkeiten sicherten.<\/p>\n<p>Er errichtete eine klostereigene Papierm\u00fchle. Es war die einzige Papierm\u00fchle im heutigen Oberbayern, die von einem Kloster betrieben wurde. Zwar bestand in Braunau bereits eine Papierm\u00fchle, die das landesherrliche Privileg besa\u00df,<\/p>\n<p>dass innerhalb von 6 Meilen Umkreis keine neue Papierm\u00fchle errichtet werden durfte. Ungeachtet der Einw\u00e4nde der Stadt Braunau erhielt der Abt am 19. April 1616 eine Konzession f\u00fcr den Betrieb der inzwischen fertiggestellten M\u00fchle.<\/p>\n<p>Zu den Kunden z\u00e4hlten vor allem die Beh\u00f6rden in Burghausen sowie die umliegenden Kl\u00f6ster.<\/p>\n<p>In unmittelbarer N\u00e4he zur Papierm\u00fchle lie\u00df Abt Philipp auch einen Kupfer und Eisenhammer errichten. Auch eine Hammer-und eine Klingenschmiede wurden in seiner Regierungszeit errichtet. Dazu kamen noch Stallungen und ein Getreidespeicher beim<\/p>\n<p>Scheuerhof.<\/p>\n<p>Auch an Kirchenzier und Ornaten sowie Musikinstrumenten wurden gr\u00f6\u00dfer Anschaffungen get\u00e4tigt.<\/p>\n<p>Das Kloster wurde dreimal visitiert. Im Januar visitierte Abt Jean Martin (1604-1631) von Kloster Clairlieu zusammen mit dem Prior von Kloster Barbeaux Franz Burgesius im Auftrag des Generalabtes Kloster Raitenhaslach. (1609 01 30)<\/p>\n<p>bem\u00e4ngelt wurde der immer noch zu geringe Personenstand.<\/p>\n<p>Abt Michael Kirchberger (1612-1635) von Kloster Aldersbach visitierte das Kloster&nbsp; 1613 (1613 04 01)Abt Michael mahnte, die bisherigen Visitationsprotokolle genau zu beachten. Au\u00dferdem hatte er eine Anordnung zur Beschr\u00e4nkung<\/p>\n<p>der Instrumentalmusik auf die h\u00f6chstkirchlichen Feiertage erlassen. Abt Michael visitierte das Kloster nochmals 1618. (1618 06 28)<\/p>\n<p>Eine Visitation des Dekans des Stifts der Liebfrauenkirche Jakob Golla im Auftrag des bayrischen Herzogs konnte Abt Philipp unter Hinweis auf die Exemtion des Ordens abwenden.<\/p>\n<p>Zu den Generalkapitel reiste Abt Philipp nicht selbst. Aber er sandte als Vertreter jedes Mal (1605, 1609 und 1613)seinen Cellerar Johann Conrad Tachler nach Citeaux.<\/p>\n<p>Unter Abt Philipp begann der Drei\u00dfigj\u00e4hrige Krieg. Gleich zu Beginn des Krieges verursachte der Einfall aufst\u00e4ndischer B\u00f6hmen gro\u00dfe Verw\u00fcstung auf den Weinbergen des Kloster rund um Krems.<\/p>\n<p>der dortige Hofmeister Johann Conrad Tachler musste fliehen. Sch\u00e4den erlitt das Kloster auch 1632 beim Vordringen der Schweden an den Inn.<\/p>\n<p>Die M\u00fcnzabwertung von 1623\/1624 traf das Kloster hart. Zu schaffen machte ihm auch die Pest.<\/p>\n<p>Beim Vordringen der Schweden wurde Raitenhaslach aber auch Zufluchtsst\u00e4tte vieler Ordensleute, die vor den Schweden fliehen mussten. Auch in den letzten Kriegsjahren konnte Raitenhaslach wieder viele Ordensleute aufnehmen.<\/p>\n<p>Abt Philipp verstarb am 19. Dezember 1620.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Christoph II. Mayrhofer (1621-1624)<\/p>\n<p>Er stammte aus Radstatt im Erzstift Salzburg. 1602 legte er in Raitenhaslach seine Profess ab. Er studierte an der Universit\u00e4t Ingolstadt und ab 1606 Dillingen.<\/p>\n<p>Er war viele Jahre Prior gewesen. Seit 1617 war er Pfarrvikar in Niederberghausen.<\/p>\n<p>Am 9. Februar 1621 wurde er unter Vorsitz von Abt Michael aus Aldersbach zum Abt gew\u00e4hlt. Der Generalabt Nicolas II. Boucherat (1604-1625) best\u00e4tigte ihn&nbsp; vier Monate&nbsp; sp\u00e4ter. (1621 04 19)<\/p>\n<p>Die Weihe zum Abt setzte der Salemer Vaterabt&nbsp; Thomas I Wunn (1615-1647) zusammen&nbsp; mit der des Abtes von Neubourg Adolf Braun (1621-1635) beim Provinzialkapitel 1621 fest.<\/p>\n<p>1622 wurde er&nbsp; von der Landschaft in M\u00fcnchen zum Pr\u00e4latensteuerer erw\u00e4hlt. Dieser hatte die die Landschaftsteuern von den Landst\u00e4ndischen Kl\u00f6stern einzutreiben.<\/p>\n<p>1623 nahm er an der Sitzung de Landtags in Straubing teil.<\/p>\n<p>In seiner Regierungszeit waren die ersten Kriegseinwirkungen zu sp\u00fcren. Das Kloster musste zwei Pferde und einen Knecht zum Palisadenbau nach M\u00fcnchen schicken.<\/p>\n<p>Aus \u00d6sterreich fielen die Weinlieferungen aus.&nbsp; In der Jahresrechnungen tauchen 11 814 Dukaten f\u00fcr die Weinlieferung von zwei Jahren auf, das sind&nbsp; etwa 2.288.626,00 \u20ac<\/p>\n<p>In Burghausen war&nbsp; ein Lebensmittelmangel aufgetreten und im Dezember 1623 versorgte das Kloster die Stadt mit Getreide und Bier.<\/p>\n<p>Die zu entrichtende Landsteuer war auf 1064 Dukaten festgesetzt worden, das sind etwa 206.120,00 \u20ac<\/p>\n<p>Trotz dieser Belastungen&nbsp; baute Abt Christoph aufw\u00e4ndig, zu teuer und teils ohne Wissen des Konvents, so der sp\u00e4tere Vorwurf. Die Klosterkirche erhielt eine neue Inneneinrichtung. Am Kreuzgang wurde eine Kapelle&nbsp; mit drei Alt\u00e4ren errichtet.<\/p>\n<p>An Zweckbauten wurden ein neuer Marstall und eine Apotheke errichtet. Beim Scheuerhof wurden neue Stallungen und eine Umfassungsmauer gebaut.<\/p>\n<p>Dazu kamen noch einige G\u00fctererwerbe.<\/p>\n<p>Abt Christoph verstarb am 17. Februar 1624 nach nur drei Jahren Regierungszeit.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte&nbsp; Abt Daniel Adam Rempold (1624-1640)<\/p>\n<p>Abt Daniel stammte aus Aspern an der Zaya. Seine Profess hatte er 1620 in Raitenhaslach abgelegt. Er war in der Pfarrseelsorge in Marienberg&nbsp; und Niederbergkirchen t\u00e4tig.<\/p>\n<p>Bei seiner Wahl zum Abt war er 34 Jahre alt. Er wurde unter Vorsitz von Abt Michael aus Aldersbach gew\u00e4hlt. Er wurde am 9. M\u00e4rz 1625 geweiht. Die Best\u00e4tigung durch Generalabt Nicolas war schon vorher erfolgt. 1624 10 01.<\/p>\n<p>Schon ein Jahr nach der Abtswahl kam es auf Verlangen von Kurf\u00fcrst Maximilian zu einer Visitation durch Abt Michael. Begleitet war er vom Rentmeister von Burghausen, Philipp Sickenhauser. Dieser erstattete dem Kurf\u00fcrsten<\/p>\n<p>auch den Bericht. Die Rechnungsf\u00fchrung war schlecht, die \u00c4mterbesetzung wenig gl\u00fccklich. Im \u00fcbrigen befand der \u00dcberpr\u00fcfende die Umst\u00e4nde \u201cbei weitem nicht so \u00fcbl beschaffen\u201d&nbsp; (Die Zisterzienserabtei Raitenhaslach S. 309)<\/p>\n<p>wie das dem Kurf\u00fcrsten berichtet worden war.<\/p>\n<p>Am 15. Juli 1635 f\u00fchrte er den Vorsitz bei der Abtswahl in Aldersbach, die nach der Resignation von Abt Michael am 14.07. 1635 notwendig geworden war. Gew\u00e4hlt wurde Abt Matth\u00e4us Gschwendt (1635-1651)<\/p>\n<p>1624 und 1627 fanden Provinzkapitel in Salem statt, bei denen Abt Daniel zugegen war. Beim Provinzkapitel in Kaisheim lie\u00df er sich von seinem Konventualen Johannes Kromer vertreten.<\/p>\n<p>In Marienberg lie\u00df Abt Daniel eine Rosenkranzbr\u00fcderschaft einrichten. (1627 05 01)<\/p>\n<p>Ein Jahr sp\u00e4ter best\u00e4tigte F\u00fcrsterzbischof Paris Graf von Lodron (1619\u20131653 )die auch in Marienberg 1621 eingerichtete 14 Nothelfer Br\u00fcderschaft. (1628 05 17)<\/p>\n<p>Kaiser Ferdinand II. (1619-1637) best\u00e4tigte dem Kloster die Privilegien und Freiheiten. (1629 09 16)<\/p>\n<p>Trotz der widrigen Zeitumst\u00e4nde konnte der Abt den Grundbesitz des Klosters mehren.<\/p>\n<p>Die Einrichtung der Klosterapotheke verbesserte er.<\/p>\n<p>1631 wurde dem Kloster&nbsp; von Kurf\u00fcrst Maximilian eine Kriegskontribution von 6000 Dukaten, das sind etwa 1.169.120,00 \u20ac auferlegt. Diese beachtliche Summe war binnen sechs Wochen zu entrichten. Au\u00dferdem sollte alles entbehrliche Silber<\/p>\n<p>zur M\u00fcnze nach M\u00fcnchen gebracht werden.<\/p>\n<p>1632 waren die Schweden weit nach S\u00fcden vorgedrungen. Die Schwedengefahr brachte wieder viele Ordensfl\u00fcchtlinge nach Raitenhaslach, darunter die \u00c4btissin Barbara Lung (1597-1637) von Kloster Niedersch\u00f6nenfeld. <\/p>\n<p>Sie verstarb am 20. Mai 1637 in Raitenhaslach. Dort wurde ihre Nachfolgerin gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>1634 kam die Pest nach Raitenhaslach. ein eigener Friedhof musste angelegt werden. Der Konvent blieb aber verschont.<\/p>\n<p>Abt Daniel verstarb am 3. Februar 1640.<\/p>\n<p>Bei seinem Ableben betrug der Schuldenstand des Klosters auch bedingt durch die Kriegszeiten 12.184 Dukaten, das sind 2.374.093,00 \u20ac.&nbsp; Die Jahreseinnahmen des Klosters betrugen 16150 Dukaten, das sind etwa 3.185.852,00 \u20ac.<\/p>\n<p>(alle Zahlen (Die Zisterzienserabtei Raitenhaslach S. 311)<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Johann VII. Molitor (1640-1665)<\/p>\n<p>Er stammte aus Markdorf am Bodensee und legte 1611 seine Profess in Raitenhaslach ab. 1618 wurde er in Eichst\u00e4tt zum Diakon geweiht.<\/p>\n<p>Er war fast ausschlie\u00dflich in der Seelsorge t\u00e4tig.<\/p>\n<p>Am 11. M\u00e4rz 1640 wurde er einstimmig zum Abt gew\u00e4hlt unter Vorsitz von Abt Matth\u00e4us aus Aldersbach unter unter Assistenz von Abt Wolfgang aus Kloster F\u00fcrstenzell<\/p>\n<p>Der Vaterabt Thomas Wunn aus Salem best\u00e4tigte ihn zugleich im Namen des Ordens, da in Kloster Citeaux der Abtstuhl zu der Zeit unbesetzt war. 1640 04 02.<\/p>\n<p>Im Oktober 1642 fand in Kloster Sch\u00f6nthal das Provinzkapitel statt, bei dem sich Abt Johann durch den Prior von Aldersbach Gerard H\u00f6rger (1640-1643) vertreten lie\u00df.<\/p>\n<p>Am Generalkapietl in Cietaux 1651 nahm er nicht teil. er entschuldigte sich wegen Armut und der Reisegefahren.<\/p>\n<p>An den Provinzialkapitel in Donauw\u00f6rth 1652 und 1654 in Rottweil nahm er teil.<\/p>\n<p>1653 weilte Kaiser Ferdinand III<em>. <\/em>(1637-1657) und seine Gemahlin Eleonora Magdalena Gonzaga (1630-1686) in Alt\u00f6tting. Beim Empfang des Kaiserpaars war Abt Johann zugegen.<\/p>\n<p>Am 7. Juli 1654 vollzog er die Grundsteinlegung des Kapuzinerklosters in Burghausen. Zu den Kapuzinern in Burghausen hatte Kloster Raitenhaslach ein gutnachbarliches Verh\u00e4ltnis.<\/p>\n<p>Dagegen gestalteten sich die Beziehungen zu den Jesuiten in Burghausen zunehmend frostig, was wohl auch damit zusammenhing, dass diese ein Auge auf den Klosterkomplex von<\/p>\n<p>Raitenhaslach geworfen zu haben scheinen.<\/p>\n<p>Bei dem Provinzialkapitel in Rottenm\u00fcnster war Generalabt Claude Vaussin (1645-1670) anwesend. 1654 07 22. Im August 1654 visitierte er Kloster Raitenhaslach. Bei dieser Wahl best\u00e4tigte er Abt Johannes, bem\u00e4ngelte aber,<\/p>\n<p>dass ihm die bereits 1640 stattgefundene Wahl nicht angezeigt worden war. 1654 08 03<\/p>\n<p>Die Zust\u00e4nde in Raitenhaslach wurden nach dem Ende des Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieges immer wieder beklagt. Der Abt von Aldersbach war mehrere Male als Visitator im Kloster Raitenhaslach.<\/p>\n<p>Der Vaterabt von Salem Thomas II. Schwab&nbsp; (1647-1664) entsandte zwei mal Angeh\u00f6rige seines Konvents als Priore nach Raitenhaslach, Eugen Grass 1650 und 1654 Benedikt Staub.<\/p>\n<p>Ende Januar 1658 visitierte Abt Gerard (1651-1658)von Aldersbach Kloster Raitenhaslach. Nach der Visitation resignierte Abt Johannes, nachdem er vor allen in seinen letzten Regierungsjahren seinem Amt<\/p>\n<p>offensichtlich nicht mehr gewachsen war. Er starb am 15. Mai 1665.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Johann Baptist Lanzinger. (1658-1670) Er wurde am 27. November 1613 in M\u00fcnchen geboren.<\/p>\n<p>Dort besuchte er das Jesuitengymnasium. 1633 trat er in das Kloster Raitenhaslach ein. Er besuchte die Universit\u00e4ten in Ingolstadt und Salzburg. 1649 feierte er in der Kirche von Marienberg seine Primiz.<\/p>\n<p>Von 1647 bis 1649 war er Vikar in Marienberg und betreute dort gleichzeitig als Pr\u00e4ses die Rosenkranzbruderschaft.<\/p>\n<p>1651 bis 1653&nbsp; war er Vikar in Margarethenberg. <\/p>\n<p>1653 wurde er zum Prior ernannt. Als Prior hatte er oft Auseinandersetzungen mit seinem Abt. Er soll sogar t\u00e4tlich geworden sein. Er wurde deshalb 1656 nach F\u00fcrstenfeld geschickt.<\/p>\n<p>1657 begab er sich ins Kloster Engelszell im Innviertel in Ober\u00f6sterreich. Dann ging er zur\u00fcck nach Raitenhaslach und wurde dort kurz nach seiner R\u00fcckkehr zum Abt gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Davor bekleidete er wieder das Amt des Priors. Abt Gerard von Aldersbach hatte die Wahl unter Assistenz der \u00c4bte Martin (1640-1690) von F\u00fcrstenfeld und Abt Wolfgang (1634-1666) geleitet.<\/p>\n<p>Am 24. Februar 1658 wurde er in Alderbach zum Abt geweiht. Vor seiner Benediktion musste er ein feierliches Oboedienzversprechen ablegen. 1658 02 24<\/p>\n<p>Die Best\u00e4tigung durch den Generalabt Claude Vaussin erfolgte schon ein halbes Jahr sp\u00e4ter 1658 09 03<\/p>\n<p>Im September 1658 kam Kaiser Leopold I. (1658-1705) nach Alt\u00f6tting. Abt Johann empfing ihn an Stelle des abwesenden Stiftspropst Franz Wilhelm von Wartenberg, der auch Kardinal und Bischof von Regensburg war.<\/p>\n<p>Am 6. September 1658 zelebrierte er in Alt\u00f6tting die Pontifikalmesse anl\u00e4\u00dflich des Kaiserbesuchs.<\/p>\n<p>Kardinal Franz Wilhelm verstarb am 1. Dezember 1661. Am 22. Dezember 1661 hielt er die feierlichen Exequien f\u00fcr den Verstorbenen ab.<\/p>\n<p>Noch im Jahr seiner Abtswahl wurde Johann zum verordneten Pr\u00e4latensteuerer des Rentamts Burghausen gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Nach dem Tod von Abt Gerard aus Aldersbach am 9. Oktober 1669 hatte man Abt Johann sogar das Amt des Generalvikars f\u00fcr Bayern angeboten.<\/p>\n<p>Das hatte er aber mit Verweis auf sein Alter abgelehnt.<\/p>\n<p>Die Zust\u00e4nde in Raitenhaslach hatten sich auch unter Abt Johann nicht gebessert. Bei Abt Johann kam dazu, dass er ein einem guten Trunk nicht abgeneigt war.<\/p>\n<p>Auf Veranlassung von Vaterabt Thomas II. war Abt Gerard von Kloster Aldersbach wieder zu einer Visitation in Kloster Raitenhaslach.&nbsp; Er bekam die Weisung wieder f\u00fcr Ordnung in Raitenhaslach zu sorgen.<\/p>\n<p>Auch 1665 visitierte er Kloster Raitenhaslach noch einmal.<\/p>\n<p>Eine neuerliche Visitation erfolgte 1668. Dieses Mal hatte Vaterabt Anselm I. Muotelsee (1664-1680) Abt Martin aus F\u00fcrstenfeld und Abt Bonifaz (1658-1689) nach Raitenhaslach geschickt.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Provinzialkapitel in Salem 1668 und Kaisheim 1670 lie\u00df er sich entschuldigen.<\/p>\n<p>Am 4. Juli 1670 resignierte Abt Johann Baptist \u201chohen Alters und Leibschwachheit halber\u201d (Die Zisterzienserabtei Raitenbhaslach S. 315.)<\/p>\n<p>Er lebte aber noch sechs Jahre. Als sein Nachfolger Abt Gerard an den Folgen eines Schlaganfalls darniederlag, nahm er an Allerheiligen 1675 und am Dreik\u00f6nigstag 1676 noch die Profess neueingetretener Novizen ab.<\/p>\n<p>Er starb am 10. Februar 1676 nur wenige Wochen vor Abt Gerard.<\/p>\n<p>Wie bei der anl\u00e4sslich seiner Resignation vorgenommenen Inventur durch Abt Anselm aus Salem und Abt Malachias Niederhofer (1669-1683) aus Aldersbach hinterlie\u00df er 1939 Dukaten, das sind etwa 390.920,00 \u20ac. Bei seinem <\/p>\n<p>Amtsantritt hatte er keine Barschaft \u00fcbernommen.<\/p>\n<p>Den Grundbesitz des Klosters hatte er vermehrt. Wirtschaftlichen Weitblick zeigt auch die Errichtung eines Eisenhammers nahe der Pulverm\u00fchle des Klosters.<\/p>\n<p>Nachdem Vaterabt Anselm die Resignation von Abt Johann Baptist entgegengenommen hatte, fand unter seinem Vorsitz die Wahl des neuen Abtes am 22. Juli 1670 unter Assistenz von Abt Malachias aus Aldersbach statt.<\/p>\n<p>Gew\u00e4hlt wurde Gerard H\u00f6ss (1670-1676). Er hatte bisher das Amt des Kastners inne. Der Kastner verwaltete die Einnahmen des Klosters. Er ist am 3. Oktober 1631 in M\u00fcnchen als Sohne eines Hoflakaien geboren.<\/p>\n<p>Bei den Jesuiten in M\u00fcnchen und Burghausen erhielt er seine Gymnasialausbildung. Er trat in Kloster Raitenhaslach ein und legte 1654 seine Profess ab. 1653 war an der Universit\u00e4t Salzburg immatrikuliert.<\/p>\n<p>Nach schweren Hochwassersch\u00e4den durch die Salzach lie\u00df Abt Gerard 1670 einen neuen Damm f\u00fcr 4000 Dukaten errichten, das sind etwa 806.436,00 \u20ac. <\/p>\n<p>Im Auftrag von Vaterabt Anselm visitierte&nbsp; Abt Malachias&nbsp; 1674 das Kloster. Abt Gerard war da schon gesundheitlich schwer angeschlagen und lie\u00df die Z\u00fcgel schleifen.<\/p>\n<p>1675 erlitt er einen Schlaganfall und war eigentlich nicht mehr in der Lage, sein Amt auszuf\u00fchren. Abt Anselm setzte am 18. August 1675 den bisherigen Prior Pater Malachias Lachmayr zum Administrator ein. Gleichzeitig beauftragte er den Abt von Aldersbach<\/p>\n<p>eine Neuwahl vorzubereiten, obwohl dann das Kloster nebenzwei resignierten \u00c4bten noch einen dritten aufweise. Aber man bef\u00fcrchtet nach wie vor eine \u00dcbernahme der Jesuiten in Raitenhaslach.<\/p>\n<p>Eben deshalb dr\u00e4ngten auch der Generalabt in Citeaux&nbsp; Jean XII. Petit (1670\u2013 1692 ) und der Generalprokurator in Rom auf eine Neuwahl.<\/p>\n<p>Die Schlaganf\u00e4lle wiederholten sich und am 9. April 1676 resignierte Abt. Gerard. Er verstarb am 26. Mai 1676. <\/p>\n<p>Die Neuwahl hatte am 12. April 1676 stattgefunden. Zum Nachfolger war einstimmig Malachias Lachmayr (1676-1688) gew\u00e4hlt worden. Er stammte aus dem Lachmairhof in Moosach, heute ein Stadtteil von M\u00fcnchen.<\/p>\n<p>Bei seinem Regierungsantritt war er 41 Jahre alt. Seine Ausbildung hatte er bei den Jesuiten in M\u00fcnchen erhalten.<\/p>\n<p>Mit der Urkunde 1676 10 26 best\u00e4tigte Generalabt Jean XII. Petit Abt Malachias. Die ihn ihn gesetzten Hoffnungen hat er wohl nicht erf\u00fcllt. Es gab immer wieder Klagen in Salem.<\/p>\n<p>1680 hatte Abt Malachias dem Bruderhaus in Burghausen, das war eine fr\u00fche soziale Einrichtung in Burghausen, die die mittellosen B\u00fcrgern freie Unterkunft gew\u00e4hrte eine Brotspende gebilligt, aus der die Bewohner viermal j\u00e4hrlich<\/p>\n<p>vom Kloster das sogenannte Knappenbrot bekamen. Diese bestand bis zur Aufhebung des Klosters.<\/p>\n<p>Das Kloster wurde mehrere Male visitiert. Die Annalen lobten aber seine kluge Wirtschaftsf\u00fchrung. Trotz T\u00fcrkensteuer, Schuldentilgung, Auslagen f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge aus anderen Ordensh\u00e4usern und mehrmaligen Weinbergsch\u00e4den hinterlie\u00df<\/p>\n<p>er bei seinem Tod 8966 Dukaten Bargeld, das sind etwa 1.807.626,00 \u20ac. <\/p>\n<p>Auch fand w\u00e4hrend seiner Regierungszeit eine rege Baut\u00e4tigkeit statt.Er lie\u00df ein Atrium bei der Salzach errichten,das zum Aufenthalt f\u00fcr erkrankte Konventsmitglieder bestimmt war. Im Rekreationsraum wurde eine Heizung eingerichtet sowie ein Bad.<\/p>\n<p>Der Abt betrieb ebenfalls eine eifrige Kunstpflege.<\/p>\n<p>Der ber\u00fchmteste Gast in seiner Regierungszeit war der franz\u00f6sische Benediktiner Jean Mabillon (1632-1707). Er war Gelehrter und gilt als Begr\u00fcnder der Historischen Hilfswissenschaften. 1701 wurde er zu einem Gr\u00fcndungsmitglied der&nbsp; Acad\u00e9mie des inscriptions et belles-lettres<\/p>\n<p>(Akademie der Inschriften und Literatur) ernannt. Zwischen 1682 und 1685 reiste er durch Europa, um in Archiven zu forschen und mittelalterliche Handschriften f\u00fcr die k\u00f6nigliche Bibliothek, die heutige Biblioth\u00e8que nationale de France&nbsp; in Paris, zu erwerben.<\/p>\n<p>1683 bereiste er Deutschland und war in dieser Zeit&nbsp; auch in Raitenhaslach.<\/p>\n<p>Abt Malachias starb am 28. Januar 1688 an einem Schlaganfall.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger Candidus Wenzl (1688-1670) wurde am 4. M\u00e4rz 1655 in Salzburg als Sohn eines Rossh\u00e4ndlers geboren. In den Salzburger Universit\u00e4tsmatrikeln erscheint er 1667 Er trat in das Kloster Raitenhaslach ein und legte am 15. August 1678 seine Profess ab.<\/p>\n<p>1680 wird er am Jesuitenkolleg in Ingolstadt immatrikuliert. Der Tag seiner Priesterweihe ist nicht bekannt.<\/p>\n<p>1686\/1687 war er Pfarrvikar in Marienberg und Pr\u00e4ses der Rosenkranzbr\u00fcderschaft.<\/p>\n<p>Am 24. M\u00e4rz 1688 fand unter Vorsitz vom Salemer Vaterabt Emanuel Sulger (1680-1698) die Wahl zum neuen Abt statt. Ebenfalls bei der Wahl dabei war Abt Martin Dallmayr von Kloster F\u00fcrstenfeld und Abt Engelbert Fischer(1683-1705)von Kloster Aldersbach<\/p>\n<p>Abt Martin war zu derzeit Generalvikar der bayrischen Ordensprovinz. Problem bei dieser Wahl war, dass alle drei \u00c4bte gerne ein Mitglied ihres jeweiligen Konvents als Nachfolger von Abt Malachias gesehen h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Abt Emanuel wollte Pater Ferdinand Holl aus Salem, der Sekret\u00e4r der Oberdeutschen Kongregation war. Die kurf\u00fcrstlichen Wahlkommissare wollten, dass ein Konventualer aus Raitenhaslach gew\u00e4hlt wurde und konnten ihren Wunsch schlie\u00dflich durchsetzen.<\/p>\n<p>Am 16. Mai 1688 best\u00e4tigte Generalabt Jean XII.Petit best\u00e4tigte Abt Candidus. Die Weihe fand am 1. August 1688 in Kloster Kaisheim zu Beginn des dortigen Provinzialkapitels statt.<\/p>\n<p>Abt Candidus Wenzl wurde der baufreudigste Barockpr\u00e4lat von Kloster Raitenhaslach. Noch im Jahr seiner Wahl wandte er sich an den Geistlichen Rat in M\u00fcnchen mit der Bitte \u201cPaum\u00e4ngel\u201d im Kloster beheben zu d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Die Kirche wurde im Antrag als \u201cPaufellig und f\u00fcnster\u201d (S\u00fcddeutscher Barock, Kloster Raitenhaslach Anmerkung 9)<\/p>\n<p>Obwohl das Kloster finanziell gut dastand, dauerte es fast 2 Jahre, bis die Genehmigung aus M\u00fcnchen eintraf.<\/p>\n<p>1694 begann Abt Candidus mit einem radikalen Umbau. Als Baumeister wurde Maurermeister Joseph Vilzkotter aus dem Braunauer Umland gewonnen.<\/p>\n<p>Vorbild war wohl die Zisterzienserabtei Schlierbach. Sie liegt auf halber Wegstrecke zu den Raitenhaslacher Weing\u00fctern in Krems. Abt Candidus war dort 1689.<\/p>\n<p>Die Schlierbacher Kirche wurde zwischen 1680 und 1683 als Wandpfeiler-Emporenkirche&nbsp; von Carlo Antonio Carloni gebaut. Der Abt kannte sicher auch die Wandpfeilerkirchen von Traunstein (165-1690) und Weyarn (1687-1693), die <\/p>\n<p>Lorenzo Sciascia erbaut hatte.<\/p>\n<p>Joseph Vilskotter war ein offensichtlich im Gew\u00f6lbebau erfahrener Meister. Er brach das omanische Langhaus mit seinen Gew\u00f6lben und Pfeilern bis auf die Seitenschiffw\u00e4nde ab. An seine Stelle baute er eine Wandpfeilerhalle&nbsp; mit sechs Jochen.<\/p>\n<p>Den Hochaltar verlegte er in das Joch vor dem romanischen Chor. Der alte Chor und die Apsiden blieben bestehen, wurden aber zum \u00abOberen Chor\u00bb und zur Sakristei unterteilt. Vilzkotter mustes die Aussenmauern der Seitenschiffe um f\u00fcnf Meter erh\u00f6hen. Die Erh\u00f6hung bedingte<\/p>\n<p>auch eine Neugestaltung der Kirchenfront.Diese betonte er mit zwei aufgesetzten kleinen T\u00fcrmen.<\/p>\n<p>1696 konnte der Abt sie \u201cmit gew\u00f6hnlichen Zeremonien reconsecrieren\u201d (Die Zisterzienserabtei Raitenhaslach S. 321)<\/p>\n<p>Nicht nur die Baut\u00e4tigkeit ist hervorzuheben. Kirchliche Feste wurden gro\u00df gefeiert. Anlass war zum Beispiel die 600-j\u00e4hrige Wiederkehr der Gr\u00fcndung der Mutterabtei Citeaux im Jahre 1698.<\/p>\n<p>Das wurde mit einer Oktav begangen.&nbsp; T\u00e4glich zelebrierte&nbsp; ein anderer Pr\u00e4lat aus einem benachbarten Kloster das Hochamt. H\u00f6hepunkt war die \u00dcberf\u00fchrung der Leiber von drei r\u00f6mischen Katakombenheiligen.<\/p>\n<p>Auch die Ausstattung der Kirche war zum Jubeljahr fertig geworden.<\/p>\n<p>Abt Candidus war der erste und einzige Abt von Raitenhaslach, der Generalvikar der Bayrischen Ordensprovinz wurde. 1690 wurde er zum Nachfolger von Abt Martin Dallmayr aus F\u00fcrstenfeld bestimmt, der dieses Amt von 1685-1689 innehatte.<\/p>\n<p>Er visitierte fast alle bayrischen Ordensh\u00e4user.<\/p>\n<p>1696 leitete er die Abtswahl in Kloster Kaisheim, in der Judas Thadd\u00e4us Mayr (1696\u20131698).Er weihte den neugew\u00e4hlten Abt mit Vollmacht des Generalabtes Nicolas III. Larcher ( 1692\u20131712 ) auch.<\/p>\n<p>Da Abt Judas Thadd\u00e4us nach nur zwei Jahren Regierungszeit verstarb, war in Kaisheim schon 1698 wieder eine Wahl f\u00e4llig, die ebenfalls Abt Candidus leitete. In dieser Wahl wurde Roger I. R\u00f6ls (1698-1723)als neuer Abt von Kaisheim gew\u00e4hlt und auch von Candidus benediziert.<\/p>\n<p>Mit Sonderauftrag visitierte er 1699 auch Kloster Stams in Tirol. Das Kloster und die Kirche hatten 1689 bei einem Erdbeben erhebliche Sch\u00e4den erlitten.Der dortige Abt Edmund Zoz(1690-1699) lie\u00df einen Neubau in barockem Stil ausf\u00fchren, der allerdings erhebliche<\/p>\n<p>Mittel verschlang. Abt Edmund wurde 1699 zur Resignation gezwungen. Er w\u00e4hlte dann Kloster Raitenhaslach als Aufenthaltsort, musste aber 1701 nach Stams zur\u00fcckkehren, weil er vom bayrischen Kurf\u00fcrsten Maximilian II. Emanuel (1679-1726) nicht in Bayern geduldet wurde.<\/p>\n<p>Abt Candidus war auch ein F\u00f6rderer der Wissenschaften. F\u00fcr die Bibliothek kaufte er wertvolle B\u00fccher an.<\/p>\n<p>F\u00fcr die \u201cHistoria Salisburgensis\u201d des Priors der Abtei St. Peter in Salzburg liefert Abt Candidus auf Bitten des dortigen Konsistoriums entsprechende Unterlagen.<\/p>\n<p>Innerhalb seines eigenen Konvents hatte der Abt aber eine starke Gegnerschaft. Man klagte \u00fcber seine Selbstherrlichkeit, nicht zuletzt bei seinen Bauvorhaben \u00fcber seine schnelle Erregbarkeit und seine H\u00e4rte bei Bestrafungen.<\/p>\n<p>Sowohl der Konvent als auch der Abt baten den Salemer Vaterabt Stefan I. Jung (1698-1725) um eine Visitation. Er kam am 15. Mai 1700 nach Raitenhaslach, was der Geistliche Rat in M\u00fcnchen nur mit Bedenken hinnahm, denn der Salemer Abt war ja ein ausl\u00e4ndischer Pr\u00e4lat.<\/p>\n<p>Abt Candidus resignierte. Der Geistliche Rat zweifelte die Freiwilligkeit der Resignation an und forderte von der Regierung in Burghausen einen Bericht an.<\/p>\n<p>Abt Candidus gab dazu eine eigene Erkl\u00e4rung ab. Der ausbedungene Austrag wurde vom Geistlichen Rat genehmigt.<\/p>\n<p>Mit seinem Nachfolger kam es aber in der Folgezeit zu unguten Auseinandersetzungen.<\/p>\n<p>Der eremitierte Abt wurde am 17. Februar 1717 tot in seinem Bett aufgefunden. Er hatte an katharischen Beschwerden gelitten<\/p>\n<p>Die Neuwahl fand am 3. Juni 1700 unter Vorsitz des Salemer Abtes Stefan und unter Assistenz der \u00c4bte Engelbert Fischer (1683-1705) von Kloster Aldersbach und Abundus Arleth (1700-1707) von Kloster F\u00fcrstenzell statt.<\/p>\n<p>Gew\u00e4hlt wurde Emanuel I. Scholz (1700-1733)<\/p>\n<p>Er wurde 1669 als Sohn des kurf\u00fcrstlichen Peter Scholz in M\u00fcnchen geboren.<\/p>\n<p>1686 absolvierte er das Jesuitengymnasium. Er trat in Kloster Raitenhaslach ein und legte am 27. November 1688 seine Profess ab.<\/p>\n<p>1689 und 1695 war er an der Universit\u00e4t Ingolstadt immatrikuliert.<\/p>\n<p>1699 war er Vikar an der Wallfahrtskirche Margarethenberg.<\/p>\n<p>Die Wahl am 3. Juni 1700 wurde schon im Juli 1700 durch Generalabt Nicolas III. Larcher best\u00e4tigt. 1700 07 20<\/p>\n<p>Es dauerte allerdings bis Es dauerte allerdings bis Herbst 1701, bis er zusammen mit den Abt Abundus I von F\u00fcrstenzell&nbsp; von Vaterabt Stefan I. in Raitenhaslach benediziert wurde.<\/p>\n<p>1704 wurde er Landsteuerer f\u00fcr Oberbayern. Au\u00dferdem bekleidete er die W\u00fcrde eines p\u00e4pstlichen Notars, was ihn befugte, ein Notariatssignet zu f\u00fchren.<\/p>\n<p>Seine Amtszeit war wenig gl\u00fccklich. In seine ersten Regierungsjahre fiel der Spanische Erbfolgekrieg 1701-1714.<\/p>\n<p>Der Spanische Erbfolgekrieg war eine dynastische Auseinandersetzung zwischen dem Hause Bourbon und Habsburg.<\/p>\n<p>Der letzte Habsburger auf dem spanischen Thron Karl II. (1665-1700) war kinderlos- Als Erben kamen nur Philipp von Anjou, Enkel von Frankreichs K\u00f6nig Ludwig XIV. und Erzherzog Karl von \u00d6sterreich, Sohn von Kaiser Leopold in Frage.<\/p>\n<p>Philipp war auch der Enkel von Maria Teresa von Spanien, woraus sich seine Erbanspr\u00fcche ableiteten.&nbsp; Es ging auch um das M\u00e4chtegleichgewicht in Europa.<\/p>\n<p>Als Karl II. kinderlos starb, nahm Ludwig XIV. f\u00fcr seinen Enkel Philipp von Anjou das spanische Erbe an, nachdem kurz vor seinem Tod Karl II. testamentarisch Philipp von Anjou zum Erben der gesamten spanischen Monarchie eingesetzt hatte.<\/p>\n<p>Der Kaiserhof in Wien entschloss sich, das Testament nicht uneingeschr\u00e4nkt anzuerkennen. Die K\u00e4mpfe brachen dann in Oberitalien aus.<\/p>\n<p>F\u00fcr Kloster Raitenhaslach wurde die Situation noch schwieriger durch die Position des Kurf\u00fcrsten&nbsp; Max Emanuel II. dieser hatte sich n\u00e4mlich mit K\u00f6nig Ludwig XIV. verb\u00fcndet und kehrte damit der gro\u00dfen Allianz &#8211; bestehend aus den Niederlanden, \u00d6sterreich und Gro\u00dfbritannien &#8211; den R\u00fccken zu. <\/p>\n<p>Im September 1702 \u00fcberfiel er mit seinem Heer die Reichsstadt Ulm und k\u00e4mpfte damit auch gegen das Reich. In der Folge besetzten kaiserliche Truppen Bayern.<\/p>\n<p>Zwar hatte Kloster Raitenhaslach von Kaiser Leopold I. (1658-1705) eine Salva Guardia erhalten, das ist ein Schutzbrief des Kaisers durch den der Empf\u00e4nger mit&nbsp; seiner ganzen Habe in des Kaisers und des Reichs besonderen Schutz und Schirm genommen wurde.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem wurde das Kloster erm\u00e4chtigt, zum Zeichen des kaiserlichen Schutzes den kaiserlichen Adler anzuschlagen.1703 03 11 Das bewahrte das Kloster aber nicht vor Kontributionen und Einquartierungslasten.<\/p>\n<p>Am 29. Juli 1704 war ein \u00f6sterreichisches Lager vor Raitenhaslach.<\/p>\n<p>Dazu kam, dass Raitenhaslach auch Zuflucht f\u00fcr viele vor dem Feind geflohene Ordensangeh\u00f6rige wurde.<\/p>\n<p>Bei der 2. Schlacht von H\u00f6chst\u00e4dt am 17. August 1704 wurde die bayrische Armee nahezu vernichtet. Max Emanuel ging ins Exil. Bayern wurde von \u00d6sterreich besetzt.<\/p>\n<p>Die Klosterg\u00fcter in \u00d6sterreich und Tirol wurden sequestriert.<\/p>\n<p>Der Abt hatte w\u00e4hrend seiner ganzen Regierungszeit immer wieder Probleme mit seinem Konvent. Besonders schwierig war das Verh\u00e4ltnis mit seinem Vorg\u00e4nger.<\/p>\n<p>Das Kloster wurde mehrfach visitiert, aber praktisch immer ohne Folgen. 1709 setzte der Vaterabt einen Prior und einen Subprior in Raitenhaslach ein.<\/p>\n<p>Probleme bereitete dem Abt auch das Auftreten einer \u201cSeelenbetr\u00fcgerin\u201d in Burgkirchen an der Alz, bei dem der Abt eine wenige gl\u00fcckliche Rolle spielte.<\/p>\n<p>Im Juni 1733 erlitt Abt Emanuel einen Schlaganfall und resignierte am 29. Juni 1733. Er verstarb am 15. Dezember 1733.<\/p>\n<p>Am 6. Juli 1733 fand unter der Leitung von Vaterabt Konstantin Miller (1725\u20131745) und unter Assistenz der \u00c4bte Theobald I. (1705-1734) und Stephan III. (1727-1761) statt.<\/p>\n<p>Gew\u00e4hlt wurde Kilian Waltenberger (1733-1734). Er stammte aus M\u00fchldorf am Inn und ist am 13. Juli 1679 geboren. Am 2. Juli 1699 legte er in Raitenhaslach die Profess ab.<\/p>\n<p>Am 30.September 1703 wurde er in Salzburg zum Priester geweiht. 1709 war er K\u00fcchenmeister,und im selben Jahr Vikar in Burgkirchen an der Alz. Ab 1723 war er&nbsp; Pfarrvikar von Marienberg und Pr\u00e4ses der dortigen Rosenkranzbr\u00fcderschaft.<\/p>\n<p>Die Best\u00e4tigung durch Generalabt Nicolas III. Larcher&nbsp; erfolgte am 31. August 1733. Abt Theobald von Kloster Aldersbach weihte ihn als Generalvikar von Bayern&nbsp; im September 1733 in Kaisheim im Anschluss an das dort stattfindende Provinzialkapitel.<\/p>\n<p>Abt Kilian regierte nicht einmal 15 Monate. Er starb am 3. Oktober 1734 an Asthma und Herzwassersucht.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Robert Pendtner. (1734-1756) Sein Vater ist der Feldwebel Christoph Pendtner in Diensten des Erzbischofs von Salzburg.<\/p>\n<p>Auf einem Soldatenmarsch, bei dem auch seine Mutter dabei war, wurde er in Schussenried geboren. Sein Taufeintrag ist jedoch im Dompfarramt in Salzburg.<\/p>\n<p>Dort wuchs der Junge auch auf.<\/p>\n<p>Auf einer Wallfahrt nach Alt\u00f6tting brach er sich 1719 bei einem Sturz aus einer Kutsche das Schienbein. Man lie\u00df ihn in Kloster Raitenhaslach zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Ein Jahr sp\u00e4ter bat er um Aufnahme ins Kloster Raitenhaslach. Dort legte er am 29. September 1721 seine Profess ab.<\/p>\n<p>Am 30. September 1725 feierte er seine Primiz. 1731\/1732 war er Kooperator, das ist der Pfarrvikar, in Niederbergkirchen.<\/p>\n<p>Bei seiner Wahl bekleidete Robert das Amt des K\u00fcchenmeisters.<\/p>\n<p>Durch den Tod von Abt Kilian war eine Wahl notwendig geworden, die am 8. November 1734 stattfand. Abt Paulus Genzger (1734-1745) von Kloster Aldersbach leitete die Wahl in Vertretung des erkrankten Vaterabtes von Salem Konstantin.<\/p>\n<p>Ihm assistierten Abt Stephan von F\u00fcrstenzell sowie Abt Gregor Kirmayr (1721-1764) von St. Veit in Neumarkt. Er war Benediktinerabt.<\/p>\n<p>Die Best\u00e4tigung durch Generalabt Andoche Pernot des Crots (1727\u2013 1748 ) erfolgte einen Monat sp\u00e4ter. 1734 12 13<\/p>\n<p>Die Weihe erfolgte an Maria Lichtmess 1735 durch Abt Eugen Schmid (1724-1744), der damals Generalvikar der Bayrischen Ordensprovinz war.<\/p>\n<p>Drei Jahre nach seiner Wahl begann er mit der v\u00f6lligen Neugestaltung der&nbsp;&nbsp; 1696 geweihten Klosterkirche. Wahrscheinlich war er selbst an der Planung beteiligt. Er war wohl in der Baukunst erfahren, wie Zeitgenossen berichten.<\/p>\n<p>Er zeichnet selbst und ist in der Kartographie bewandert Der Entwurf zum Heiligen Grab im Vorraum der Klosterkirche stammte von ihm.<\/p>\n<p>Die Fresken in der Kirche stammen von Johann Zick. M\u00f6glicherweise hat dieser auch die Gesamtleitung f\u00fcr die Arbeiten in der Klosterkirche.<\/p>\n<p>Johann Zick (1702-1761)ist am 10. Januar 1702 in Lachen im heutigen Landkreis Unterallg\u00e4u geboren. Lachen ist etwa 10 Kilometer von der damaligen Reichsstadt Memmingen und geh\u00f6rte bis zum Reichsdeputationshauptschluss 1803 zum F\u00fcrststift Kempten.<\/p>\n<p>1721-24 machte er eine Ausbildung bei Jacob Carl Stauder, der 1721 in Ottobeuren t\u00e4tig war. Die Technik des \u201cfresco buono\u201d erlernte er bei bei&nbsp; dem Venezianer Jacopo Amigoni, der von 1719-1728 in Deutschland t\u00e4tig war, vor allem in M\u00fcnchen aber auch in Ottobeuren.<\/p>\n<p>Johann Zick war seit 1732 Hofmaler des Johann Theodor von Bayern wird. Dieser ist F\u00fcrstbischof von Regensburg , sp\u00e4ter noch zus\u00e4tzlich von Freising und L\u00fcttich. Ab 1746 wird er Kardinal.<\/p>\n<p>In Raitenhaslach versieht Johann Zick die Klosterkirche mit Fresken aus dem Leben des Heiligen Bernhard. Er malt in Raitenhaslach auch die Altarbl\u00e4tter vom Hauptaltar mit Mari\u00e4 Himmelfahrt und dem Benediktsaltar.<\/p>\n<p>Zwar fand 1741-1748 der \u00f6sterreichische Erbfolgekrieg statt, der Raitenhaslach wieder schwer in Mitleidenschaft zog. In dem Krieg ging es zun\u00e4chst mal um die \u201cPragmatische Sanktion\u201d, die im April 1713 von Kaiser Karl VI. (1711-1740) ver\u00f6ffentlicht worden war.<\/p>\n<p>Sie legte die Unteilbarkeit und Untrennbarkeit aller habsburgischen Erbk\u00f6nigreiche und L\u00e4nder fest und sah zu diesem Zweck auch eine einheitliche Erbfolgeordnung vor. Bei einem Aussterben im Mannesstamm sah sie eine weibliche Erbfolge war.<\/p>\n<p>Der bayrische Kurf\u00fcrst Karl Albrecht von Bayern (und von 1742-1745 auch deutscher Kaiser) erkannte die pragmatische Sanktion nicht mehr an und legte 1732 und legte mit der Wittelsbachischen Kurpfalz und Kursachsen dagegen Protest ein.<\/p>\n<p>Als 1740 Karls VI 1740 ohne Sohn verstarb, sollte sein einziges Kind Maria Theresia Nachfolgerin werden, allerdings nur in den habsburgischen Landen, da die Pragmatische Sanktion nur dort galt.<\/p>\n<p>1740\/41 hatte der preussische K\u00f6nig Friedrich II. (1740-1786) das bisher \u00f6sterreichische Schlesien erobert. 1741 schloss Karl Albrecht ein B\u00fcndnis mit Spanien und Preussen und kurze Zeit sp\u00e4te mit Frankreich.<\/p>\n<p>Im September 1741 besetzte Karl Albrecht mit seinen bayrischen Truppen Passau und die Veste Oberhaus und marschierte von dort \u00fcber das bayrische Innviertel&nbsp; in Ober\u00f6sterreich ein. Er konnte sich dort aber nicht halten. Im Januar 1741 nahmen die \u00d6sterreich Passa und die Veste Oberhaus ein. Im Februar musste sich Braunau ergeben. Dann wurde Burghausen eingenommen. Das Pandurenregiment von Franz Freiherr von der Trenck (1711-1749) war in Bayern eingefallen, brandschatzte und trieb Kontributionen ein.<\/p>\n<p>Freund und Fein bezogen Quartier in Kloster Raitenhaslach. Kontributionen wurden erhoben. Die zum Kloster geh\u00f6rende Kirche St. Radegund wurde von den Panduren gepl\u00fcndert.<\/p>\n<p>Im November 1744 war Raitenhaslach Aufmarschgebiet der bayrischen Truppen unter Prinz Ludwig Friedrich von Sachsen-Hildburghausen (1710-1759).<\/p>\n<p>Im Oktober 1743 konnte die 600-Jahrfeier zur Klostergr\u00fcndung nur mit einem Triduum gefeiert werden.<\/p>\n<p>Trotz all dieser Schwierigkeiten wahrte Abt Robert Normalit\u00e4t.<\/p>\n<p>Im Oktober 1743 hatte er der nunmehrigen Landesf\u00fcrstin Maria Theresia den Treueid geleistet. Daraufhin wurde die Sequestration f\u00fcr die in \u00d6sterreich gelegenen G\u00fcter des Klosters aufgehoben werden.<\/p>\n<p>Das Kloster konnte nun wieder ungehindert Weinlesen und keltern und auch nach Bayern ausf\u00fchren. 1743 10 18<\/p>\n<p>1743 lie\u00df er die Emporenorgel umbauen. Das Orgelwerk von 1697 blieb bestehen, wurde aber erweitert. Die Orgel wurde mit einem neuen, nun zur Sp\u00e4tbarock passenden Prospekt versehen.<\/p>\n<p>1749 begann Abt Robert mit der Neugestaltung der Klosteranlage. Ein aus zweigeschossigen Arkaden-Terrassen gebildeter&nbsp; u-f\u00f6rmiger Kirchhof wurde vor die Kirchenwestfront gelegt.<\/p>\n<p>Zwei Pavillongeb\u00e4ude bildeten den symmetrischen Hofabschluss.<\/p>\n<p>Wahrscheinlich nach Pl\u00e4nen von Abt Robert wurde auch die Kirchenfront neu gestaltet. Die beiden Kircht\u00fcrme wichen einem einzigen Mittelturm.<\/p>\n<p>Mit dem Bau des Kirchhofes wurde auch der sogenannte Pr\u00e4latenstock begonnen, dessen Fertigstellung Abt Robert allerdings nicht mehr erlebt.<\/p>\n<p>Mit dem Bau hatte er&nbsp; den Trostberger Baumeister Franz Alois Mayr (1723-1771) und Sch\u00fcler des M\u00fcnchner Hofbaumeisters Johann Baptist Gunetzrhainer und dessen Bruders Ignaz Anton Gunetzrhainer beauftragt.<\/p>\n<p>Abt Robert vermehrte auch den Kirchenschatz und die Paramentenkammer.<\/p>\n<p>1742 erwarb er aus Rom die Relqien der heiligen Olympia.<\/p>\n<p>Die Annalen des Klosterchronisten Conrad Tachler von 1612\/13 lie\u00df er durch P. Sebastian Feller erg\u00e4nzen und fortf\u00fchren.<\/p>\n<p>Auch andere Kirchen wurden von dem kunstliebenden Pr\u00e4laten bedacht. Die Kapelle in Krems wurde 1747-54 auf Veranlassung von Abt Robert versch\u00f6nert und erhielt einen neuen Turm.<\/p>\n<p>1751 wurde die Kirche von Margarethenberg barock umgestaltet. Hochaltarblatt und Deckengem\u00e4lde wurden von Johann Baptist Zimmermann (1680-1758), dem \u00e4lteren Bruder von Dominikus angefertigt.<\/p>\n<p>Die Kirche von Niederbergkirchen wurde 1751 von Franz Alois Mayr umgebaut und innen mit Rokokozier ausgestattet, die vonden ebenfalls im Kloster t\u00e4tigen Maler Johann Rabensteiner und Bildhauer<\/p>\n<p>Johann Georg Kapfer stammte.<\/p>\n<p>Auch das Kirchlein von Oberhofen wurde ebenfalls durch den Baumeister Franz Alois Mayr neugestaltet.<\/p>\n<p>Das Kirchlein von St.Radegund erhielt unter Abt Robert ebenfalls eine neue Ausstattung.<\/p>\n<p>Die vielen Bauvorhaben, Versch\u00f6nerungen und Anschaffungen fanden keineswegs den ungeteilten Beifall des Konvents.<\/p>\n<p>Aber Abt Robert hatte volle R\u00fcckendeckung durch die Vater\u00e4bte Stephan II. Enroth (1745\u20131746)&nbsp; und Anselm II. Schwab (1746-1778), die ja mit dem Beschluss und Bau der Wallfahrtskirche Birnau<\/p>\n<p>ebenfalls ihre Baufreude unter Beweis gestellt hatten.<\/p>\n<p>Abt Robert war zwar sehr prunkliebend, in seinem eigenen Lebensstil aber einfach und von tiefer Fr\u00f6mmigkeit.<\/p>\n<p>Im September 1754 und im Juli 1755 erlitt er einen Schlaganfall. Die Schlaganf\u00e4lle hinderten ihn aber nicht an der Aus\u00fcbung seiner Amtsgesch\u00e4fte. Der Chronist vermerkt, dass sich Abt Robert bis zum Schluss<\/p>\n<p>mit Planen und Bauen besch\u00e4ftigt habe.<\/p>\n<p>Er verstarb am 28. Februar 1756.<\/p>\n<p>Abt Anselm II. von Salem setzte den Termin f\u00fcr die Neuwahl auf den 23. M\u00e4rz 1756 fest. Die bayrische Regierung genehmigte den Termin am 20. M\u00e4rz 1756.<\/p>\n<p>Den Wahlvorsitz f\u00fchrte der Vaterabt unter Assistenz von Abt Theobald II. (1745-1779) von Aldersbach der Generalvikar f\u00fcr Bayern war.<\/p>\n<p>Im 2. Wahlgang wurde Abundus Tschan (1756-1759) mit 16 von 24 Stimmen als neuer Abt gew\u00e4hlt. Generalabt Fran\u00e7ois Trouv\u00e9 ( 1748\u2013 1797 ) best\u00e4tigte die Wahl im April 1756. 1756 04 10.<\/p>\n<p>Bei seiner Wahl war er Pfarrvikar in Niederbergkirchen.<\/p>\n<p>Abt Abundus ist der einzige Abt, der aus Raitenhaslach stammt. Dort wurde er am 20. Oktober 1711 als Sohn des Klosterbaders Andreas Tschan geboren.<\/p>\n<p>Er absolvierte seine Gymnasialzeit bei den Jesuiten in Burghausen. <\/p>\n<p>1729 trat er ins Kloster Raitenhaslach ein. Am 8. Dezember 1730 legte er seine Profess ab. Bei der Abtswahl von 1733 war er Subdiakon und bei der von 1734 Diakon.<\/p>\n<p>Im November 1734 immatrikulierte er sich an der Universit\u00e4t Salzburg. Im November 1737 wurde er zum Priester geweiht. 1742 war er Subprior und 1747 wurde er zum Prior ernannt.<\/p>\n<p>Ein Bruder des Abtes war als P. Kasimir Angeh\u00f6riger des Augustinerklosters in Tittmoning.<\/p>\n<p>In der Pfortenkapelle von Raitenhaslach lie\u00df Abt Abundus drei neue Alt\u00e4re und ein neues Gest\u00fchl errichten.<\/p>\n<p>Abt Abundus regierte nur knapp drei Jahre. \u00dcberschattet wurde seine Regierung durch die Ermordung des Priors P. Georg Dunkel im Kreuzgang des Klosters am 4. Dezember 1758.<\/p>\n<p>Die n\u00e4heren Umst\u00e4nde der Mordtat blieben ungekl\u00e4rt.<\/p>\n<p>Im Januar 1729 wurde er zum Pr\u00e4latensteuerer ernannt. Auf der R\u00fcckkehr von der 1. Sitzung in M\u00fcnchen erlitt er in Mettenham bei M\u00fchldorf einen Schlaganfall, an dem er am 19. Januar 1759 im<\/p>\n<p>nahen Klosterpfarrhof von Niederbergkirchen verstarb.<\/p>\n<p>Die Wahl des neuen Abtes fand am 8. M\u00e4rz 1759 statt und wurde vom Salemer Vaterabt&nbsp; Anselm geleitet, obwohl auf Ansuchen des Geistlichen Rates in M\u00fcnchen bei Generalabt Francois Trouv\u00e9 dieser <\/p>\n<p>damit den Abt von Aldersbach beauftragt hatte. Dar\u00fcber hatte es Auseinandersetzungen gegeben. Aber der diplomatisch kluge Salemer Abt konnte die Wogen gl\u00e4tten.<\/p>\n<p>Auch hatte der bayrische Kurf\u00fcrst \u00fcber die Wahlkommissare den Wunsch vorgebracht, es m\u00f6ge ein Landeskind zum Abt von Raitenhaslach gew\u00e4hlt werden.<\/p>\n<p>Gew\u00e4hlt wurde Emanuel II. Mayr (1759-1780). In der Urkunde 1760 03 08 von Abt Anselm sind alle Wahlteilnehmer auch mit ihren \u00c4mtern aufgelistet.<\/p>\n<p>Emanuel war in Dillingen geboren und das geh\u00f6rte zum Hochstift Augsburg. Emmanuel galt also als Ausl\u00e4nder. Aber er war bei seinem Paten in Moosbach aufgewachsen und man betrachtete<\/p>\n<p>ihn als \u201cnaturalisierten\u201d Bayern.<\/p>\n<p>Abt Emanuel wurde am 7. Dezember 1717 in Dillingen als Sohn der Tagl\u00f6hnereheleute Andreas und Anastasia Mayr geboren. Er wuchs aber bei seinem Paten Felix Baron von Burgau auf, der<\/p>\n<p>Pfarrer in Mooskirchen war. Er besuchte das Jesuitengymnasium in Burghausen. Am 8. Dezember 1739 trat er in das Kloster Raitenhaslach ein. Ein Jahr sp\u00e4ter legte er seine Profess ab.<\/p>\n<p>Am 23. November 1743 immatrikulierte er sich an der Universit\u00e4t Salzburg. Am 21. Januar 1745 wurde er zum Priester geweiht.<\/p>\n<p>Im Kloster war er zun\u00e4chst als Archivar und Bibliothekar t\u00e4tig. Au\u00dferdem hatte ihn&nbsp; Abt Robert mit der Fortf\u00fchrung der Annalen beauftragt. Von 1751-1755 war er Cellerar. Danach war er Subprior, Novizenmeister und Konventsbeichtvater.<\/p>\n<p>Im Dezember 1758 wurde er zum Prior bestellt und Nachfolger des ermordeten Priors P. Georg Dunkel. Das war er dann auch bei seiner Abtswahl.<\/p>\n<p>Sein Oboedienzversprechen leistete er sowohl dem Generalabt als auch den \u00c4bten von Salem und Aldersbach.<\/p>\n<p>Generalabt Francois Trouv\u00e9 best\u00e4tigte die Wahl im April 1759 (1759 04 02)<\/p>\n<p>Abt Theobald von Aldersbach benedizierte ihn unter Assistenz des Abtes von Seeon Benedikt II. Reicherseder (1753-1760) und des Propstes des Chorherrenstiftes Ranshofen Ubald (1749-1766)<\/p>\n<p>Der Rokokopr\u00e4lat wurde einer der bedeutendsten Pr\u00e4laten seiner Zeit. Er Bauherr, F\u00f6rderer der Wissenschaften und Ehrenmitglied der von Kurf\u00fcrst Maximilian III. Joseph (1745-1777) gegr\u00fcndeten kurf\u00fcrstlichen Akademie der Wissenschaften<\/p>\n<p>und auch Politiker. Er war Mitglied der St\u00e4ndeversammlung, seit 1760 Pr\u00e4latensteuerer und seit 1762 Provinzialsteuerer.<\/p>\n<p>Als Bauherr setzte er die von Abt Robert geplanten und von Abt Abundus begonnenen Baumassnahmen mit der Fertigstellung des Innenausbaus fort und vollendete sie.<\/p>\n<p>Mit dem Baumeister Franz Alois Mayr setzte er mit dem Neubau des Festsaaltraktes die Erweiterungen fort. Im Muldengew\u00f6lbe malte Johann Martin Heigl das gro\u00dfe Fresko mit einer Darstellung menschlicher Arbeit&nbsp; zur Kultivierung des Landes.<\/p>\n<p>Johann Marin Heigl (um 1730-1794) war ein Gehilfe und Mitarbeiter von Johann Baptist Zimmermann. <\/p>\n<p>Er hatte schon 1763 mit der Ausmalung der Wallfahrtskirche Marienberg begonnen. Das mariologische Programm zur Wallfahrtskirche entwickelte Abt Emanuel selbst.<\/p>\n<p>Der Neubau Wallfahrtskirche Marienberg machte Abt Emanuel zum eigentlichen Rokokopr\u00e4laten.<\/p>\n<p>Mit dem Neubau des Refektoriums und der Bibliothek schloss er den s\u00fcdlichen Geb\u00e4udekomplex und schloss noch das \u201cGartenst\u00f6ckl\u201d, die s\u00fcdliche Verl\u00e4ngerung des Westfl\u00fcgels an.<\/p>\n<p>1772 begann er mit den \u00d6konomiegeb\u00e4uden als S\u00fcdabschluss des Klosterhofes und 1777 \u20131780 baute er den \u00f6stlichen und s\u00fcdlichen Konventfl\u00fcgel neu.<\/p>\n<p>Nicht nur Baulust und Prunkliebe veranlassten diese gro\u00dfe Baut\u00e4tigkeit. Am 5. August 1766 st\u00fcrzte der Konventstrakt samt Klausurmauer 300 Schritt ab und machten einen Neubau<\/p>\n<p>erforderlich.<\/p>\n<p>Neben Bauten in Raitenhaslach und Marienberg erfolgten noch Umgestaltungen in Kirchisen, Wald an der Alz, Burgkirchen und Gumattenkirchen.<\/p>\n<p>Diese Baut\u00e4tigkeit hatte nat\u00fcrlich ihren Preis. Die Schulden der Abtei stiegen rasant und hatten beim Tode Abt Emanuels 54.000 Gulden erreicht, das sind etwa 10.894.526,00 \u20ac<\/p>\n<p>Kloster Raitenhaslach war damit aber nicht allein. Alle bayrischen Zisterzen waren um 1780 herum hochverschuldet.<\/p>\n<p>Das Kurf\u00fcrstentum hatte immer noch \u00fcber 9 Millionen Gulden Schulden und war eigentlich bankrott. Kurf\u00fcrst&nbsp; Maximilian III.Joseph lie\u00df keine Gelegenheit aus, die Klosterfinanzen zu schr\u00f6pfen.<\/p>\n<p>Schon 1764 hatte ein stetiger Finanztransfer zum hochverschuldeten bayrischen Staat begonnen, der bis zur S\u00e4kularisation anhielt.<\/p>\n<p>Als Abt war Emanuel sehr erfolgreich. In seiner Regierungszeit gab es 26 Professen und bei seinem Tod hatte sich der Personalstand von 29 auf 38 Konventsmitglieder erh\u00f6ht.<\/p>\n<p>Er hatte ein gutes Verh\u00e4ltnis zum Salzburger Erzbischof Sigismund Graf von Schrattenberg. (1753-1771) Dieser weilte mehrere Male in Raitenhaslach und weihte 1762 die Abteikapelle und 1765<\/p>\n<p>die Wallfahrtskirche Marienberg. (1762 10 22 und 1765 05 10) Die Weihe war ein gro\u00dfes Fest, bei \u201cdem ein solcher Prunk entfaltet ward, wie Raitenhaslach und Marienberg wohl noch nie gesehen hatte und auch kaum mehr sehen wird\u201d <\/p>\n<p>(Kalender f\u00fcr katholische Christen auf das Jahr 1866, Sulzbach 1866. S. 67)<\/p>\n<p>1761 und 1762 lie\u00df Abt Emanuel zwei weitere Katakombenheilige aus Rom nach Raitenhaslach bringen.<\/p>\n<p>Abt Emanuel war wohl der einzige Abt von Raitenhaslach, der sich ein Kupferportrait anfertigen und eine Silbermedaille schlagen lie\u00df<\/p>\n<p>Abt Emanuel verstarb am 20. Juli 1780.<\/p>\n<p>Sein Herz ruht in der von ihm errichteten Wallfahrtskirche von Marienberg.<\/p>\n<p>Kurz vor dem Tod von Abt Emmanuel hatte der Bayrische Erbfolgekrieg (Juli 1788-Mai 1779) stattgefunden. Er endete mit dem Frieden von Teschen am 13. Mai 1779. Der Bayrische Kurf\u00fcrst Karl Theodor (bayrischer Kurf\u00fcrst von 1777-1799)<\/p>\n<p>hatte in diesem Friedensvertrag die \u00f6stlich des Inns und Salzach gelegenen Gebiete des Rentamtes Burghausen abgetreten. Kloster Raitenhaslach verlor damit Einnahmen und erst Abt Emanuels Nachfolger Theobald konnte 1791 eine \u00dcbereinkunft mit <\/p>\n<p>Wien mit Vorteilen f\u00fcr das Kloster erzielen.<\/p>\n<p>Die Wahl des Nachfolgers von Abt Emanuel II. fand am 27.November 1780 unter Leitung des Salemer Vaterabts Robert Schlecht (1778-1802) statt. Er hatte von Generalabt Francois Trouv\u00e9 auch die Vollmacht erhalten, den neuen Abt zu benedizieren.<\/p>\n<p>Deshalb blieb der Generalvikar f\u00fcr Bayern, Abt Otto Doringer (1779-1797), der die Vornahme der Weihe f\u00fcr sich beanspruchte, dieser Wahl auch fern. Erstmals in der Geschichte von Raitenhaslach&nbsp; hatten kurf\u00fcrstliche Kommissare am Scrutinium, dem eigentlichen Wahlakt teilgenommen.<\/p>\n<p>Gew\u00e4hlt wurde im 2. Wahlgang Abt Theobald Wei\u00dfenbach (1780-1792). Sein Vater war der b\u00fcrgerliche Bierbrauer Jakob Wei\u00dfenbach aus Wemding im Ries.<\/p>\n<p>Die Familie war verm\u00f6gend und so konnte der Sohn am Jesuitengymnasium in Neuburg an der Donau seine Schulausbildung absolvieren und anschlie\u00dfend an der Jesuitenuniversit\u00e4t in Ingolstadt studieren.<\/p>\n<p>1756 trat er in das Kloster Raitenhaslach ein. Dort legte er 1759 seine Profess ab. Im gleichen Jahr immatrikulierte er sich an der Universit\u00e4t Salzburg.<\/p>\n<p>1761 promovierte er zum Doktor der Theologie und 1762 zum Priester geweiht. Dann unterrichtete er an der Hauslehranstalt in Raitenhaslach. Daneben&nbsp; bekleidete er&nbsp; verschiedene Kloster\u00e4mter. Er war erst K\u00fcchen-und Kellermeister und<\/p>\n<p>dann Subprior. Danach war er in der Seelsorge t\u00e4tig, zuerst als Vikar in Gumattenkirchen und ab 1775 in Halsbach.<\/p>\n<p>Abt Theobald ist durch die Aufkl\u00e4rung gepr\u00e4gt. Er hatte aber auch die zunehmenden Repressionen des Kurf\u00fcrsten gegen die landst\u00e4ndischen Kl\u00f6ster erlebt.<\/p>\n<p>1773 wurde der Jesuitenorden aufgehoben. F\u00fcr Bayern bedeutete das, dessen Schulen durch die alten Kl\u00f6ster weiter betrieben werden mussten. Kloster Raitenhaslach hatte das<\/p>\n<p>Jesuitengymnasium in Burghausen zu \u00fcbernehmen. Abt Theobald wurde 1781 in das neugebildete General-Schulen-Directorium berufen. Er musste deshalb oft nach M\u00fcnchen.<\/p>\n<p>Dazu kam die Zugeh\u00f6rigkeit des Pr\u00e4laten zur Landschaftsversammlung.<\/p>\n<p>Abt Theobald f\u00f6rderte vor allem die Naturwissenschaften an seinem Kloster. Er lie\u00df ein mathematisches Museum einrichten.<\/p>\n<p>1781 reiste er nach Salem, um dort beim Mutterabt Robert ein Darlehen \u00fcber 30.000 Gulden, das sind&nbsp; etwa 6.045.087,00 \u20ac ,aufzunehmen.<\/p>\n<p>Damit wurde der neue Bibliotheksaal in Verl\u00e4ngerung des alten Nordfl\u00fcgels erbaut. Auch wurde die Bibliothek bereichert. Die Ausgestaltung des Bibliotheksaals \u00fcbernahm<\/p>\n<p>Januarius Zick (1730- 1797), der Sohn von Johannes Zick, der ja die Fresken in der Klosterkirche gestaltet hatte.<\/p>\n<p>Diese Bauten kamen beim Konvent und sp\u00e4teren Kritikern wegen der Kosten schlecht an. Die Kritik ist aber nicht ganz berechtigt, denn diesen Schulden stand ein gro\u00dfe Aktivbest\u00e4nde bei Untertanen und vor allem bei der<\/p>\n<p>Bayrischen Landschaft gegen\u00fcber. <\/p>\n<p>1801 inventarisierte die kurf\u00fcrstliche Kommission das Kloster und stellte dabei nebst einem Gesamtverm\u00f6gen von rund 253 000 Gulden ein Aktivsaldo von 50 782 Gulden fest.<\/p>\n<p>Auch ein Zeichen der Aufkl\u00e4rung, Abt Theobald machte sich um die Einf\u00fchrung von Blitzableitern in der Umgebung des Klosters verdient.<\/p>\n<p>Zwei Konventsmitglieder schickte er auf die Hohe Kameralschule nach Kaiserslautern. Diese wurde 1774 in Kaiserslautern gegr\u00fcndet. Dort wurde praxisnah Wirtschaftswissenschaft gelehrt.<\/p>\n<p>Kameralistik wurde bis dahin nur an den Universit\u00e4ten in Halle und Frankfurt\/Oder gelehrt.<\/p>\n<p>Der oben erw\u00e4hnte Friede von Teschen hatte dem Kloster finanziell schwere Zeiten bereitet, da durch die Abtretung des Innviertels dem Kloster namhafte Eink\u00fcnfte entgingen. Abt Theobald versuchte,<\/p>\n<p>der Finanznot mit verschiedenen Mitteln zu begegnen. Er bem\u00fchte sich um die Inkorpierung verschiedener Pfarreien, unter anderem Burghausen, dies allerdings erfolglos.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich reiste er 1790 an den Kaiserhof nach Wien, um dort die Freigabe beschlagnahmter Eink\u00fcnfte zu erreichen. Das bedingte allerdings eine monatelange Abwesenheit von Raitenhaslach und entfremdete ihn von<\/p>\n<p>seinem Konvent und das bei einem ohnehin angespannten Verh\u00e4ltnis. Die Verhandlungen zogen sich sehr lange hin und wurden vom Abt mit \u201ctarditas\u201d charakterisiert, also mit Langsamkeit, wie er in einem Brief an den Vaterabt mitteilte.<\/p>\n<p>(Die Zisterzienserabtei Raitenhaslach S. 337, Anmerkung 11)<\/p>\n<p>Am 29. November 1791 hatte er endlich ein Abkommen erreicht. Allerdings waren seine Kr\u00e4fte am Erliegen. Er starb am 30. Juni 1792 im Dominikanerkloster in Wien, wo er untergekommen war.<\/p>\n<p>Er ist auf dem Dorffriedhof von Penzing bestattet.<\/p>\n<p>Die Wahl des neuen Abtes fand am 22. August 1792 unter Vorsitz des Salemer Vaterabtes Robert statt. Den Wahltermin hatte der Geistliche Rat in M\u00fcnchen festgelegt. Auch bei dieser Wahl nahmen die kurf\u00fcrstlichen Kommissare am Scrutinium teil.<\/p>\n<p>Gew\u00e4hlt wurde Eugen III. Rund (1792-1801.) Abt Robert hatte von Generalabt Francois Trouv\u00e9 die Vollmacht erhalten, den neuen Abt zu best\u00e4tigen.&nbsp; 1792 08 24 Die Weihe \u00fcbertrug er dem Aldersbacher Abt Otto. Zwei Tage sp\u00e4ter weihte Abt Otto Eugen <\/p>\n<p>als neuen Abt unter Assistenz des Asbacher Abtes Amandus Arnold (1787-1803) und dem Propst Franz I. Krump (1790-1801) von Kloster Baumburg.<\/p>\n<p>Eugen wurde&nbsp; am 17. Januar 1744 in Geisenhausen im Landkreis Landshut geboren. Sein Vater&nbsp; war Pfleg-und Kastenamtsverweser. Eugen besuchte das Jesuitengymnasium in Landshut. Danach studierte er die Humaniora und Philosophie in Regensburg.<\/p>\n<p>Am 8. September 1765 legte er in Raitenhaslach seine Profess ab. 1769 mwar er zum Studium der Theologie an der Universit\u00e4t Salzburg immatrikuliert. Der Salzburger Erzbischof Siegmund Graf von Schrattenbach (1753-1771) weihte ihn am 10. August 1769<\/p>\n<p>zum Priester.<\/p>\n<p>1771 wurde er in Raitenhaslach Chor-und Seminardirektor. 1774 war er Cellerar. Ab 1779 lehrte er an der Hauslehranstalt Moral-und Patoraltheologie.<\/p>\n<p>1784 wurde er erneut Cellerar und zugleich Kastner.<\/p>\n<p>1788 \u00fcbertrug ihm Abt Theobald das Amt des Priors und zugleich Novizenmeisters.<\/p>\n<p>Ein Jahr nach seiner Wahl zum Abt wurde er Pr\u00e4latensteuerer f\u00fcr das Rentamt Burghausen.<\/p>\n<p>Drei Jahre vor seiner Wahl zum Abt war 1789 in Frankreich die Revolution ausgebrochen,die dann sowohl auf Kloster Raitenhaslach als auch auf den Ziesterzienserorden erhebliche Auswirkungen hatte.<\/p>\n<p>In Frankreich wurden am 13. Februar 1790 die Kl\u00f6ster aufgehoben. Die Abtei Citeaux wurde enteignet und 1791 an Spekulanten verkauft. Generalabt Francois Trouv\u00e9 hatte sich bei der Aufhebung des Klosters zu <\/p>\n<p>Verwandten nach Vosne in der N\u00e4he von Dijon begeben. Dort verstarb er am 25. April 1797 \u00fcber 85-j\u00e4hrig.<\/p>\n<p>Nach Deutschland kamen immer mehr franz\u00f6sische Emigrantenpriester. Diese wurden von den Beh\u00f6rden den Kl\u00f6stern zugewiesen. 1794 erhielt Kloster Raitenhaslach die Zuweisung eines Emigrantenpriesters, obwohl Eugen am 25. Februar 1794<\/p>\n<p>den Geistlichen Rat in M\u00fcnchen gebeten hatte, auf die Zuweisung zu verzichten, da es schon einen Jesuiten, sowie zwei Titulanten zu versorgen habe.&nbsp; Das Kloster hatte aber in der Folgezeit immer wieder Emigrantenpriester aufzunehmen.<\/p>\n<p>Bei dem Jesuiten handelte es sich um den Jesuiten Professor Dr. Johann Evangelist Helfenzrieder vom ehemaligen Jesuitenkolleg Burghausen.<\/p>\n<p>1799 musste Abt Eugen Klostersilber&nbsp; f\u00fcr 9000 Gulden verkaufen.<\/p>\n<p>Am 3. Dezember 1800 fand die Schlacht von Hohenlinden statt. Nach dem Sieg der Franzosen unter General Moreau kam es zum Franzoseneinfall auch in der Gegend von Raitenhaslach. Abt Eugen musste sich in Burghausen verstecken.<\/p>\n<p>Die Klosterpfarrh\u00f6fe in Halsbach und Niederbergkirchen wurden gepl\u00fcndert.<\/p>\n<p>Abt Eugen verstarb am 19. August 1801 an Abzehrung. (Die Zisterzienserabtei Raitenhaslach S.339)<\/p>\n<p>Am&nbsp; 2. September 1801 mussten auf Befehl des Geistlichen Rats in M\u00fcnchen 2 Administratoren f\u00fcr das Kloster gew\u00e4hlt werden.<\/p>\n<p>Der bisherige Prior Guido Wichtl und der Kastner Edmund St\u00f6ckl wurden zu Adminstratoren bestimmt. Der Geistliche Rat erteilte dieser Wahl seine Zustimmung.<\/p>\n<p>Abt Urban (1797-1803) von Kloster Aldersbach zeigte dem Geistlichen Rat am 11. September 1801 an, dass er vom Salemer Vaterabt Robert mit der Durchf\u00fchrung der Wahl sowie der Benediktion beauftragt <\/p>\n<p>worden war. Auch damit zeigte sich der Rat einverstanden.<\/p>\n<p>Die Wahl fand am 1. Oktober 1801 unter Vorsitz von Abt Urban unter Assistenz der \u00c4bte Gebhard (1798-1803) von F\u00fcrstenzell und Lambert Neusser (1793-1803) von Kloster Seeon statt.<\/p>\n<p>Gew\u00e4hlt wurde Ausanius Detterle(1801-1803). Am 4. Oktober wurde er benediziert. Noch am Tag seiner Weihe erstellte er zusammen mit der kurf\u00fcrstlichen Wahlkommision und Abt Urban ein Inventar \u00fcber das Verm\u00f6gen des Klosters. (s.o.)<\/p>\n<p>Ausanias wurde am&nbsp; 22. August 1755 in Aspach im Innviertel als Sohn des Organisten und Schullehrers Franz Anton Detterle&nbsp; geboren<\/p>\n<p>Bei seiner Profess am 15. August 1777e erhielt er den ungew\u00f6hnlichen Ordensnamen Ausanias.<\/p>\n<p>Am 15. Oktober 1780 feierte er seine Primiz.<\/p>\n<p>Von 1793 bis 1797 war er Pfarrvikar in Margarethenberg. 1796 wurde er als Pfarrvikar in Hadersorf, das mittlerweile \u00f6sterreichisch war, als Pfarrvikar pr\u00e4sentiert. Da sein Geburtsort Aspach jetzt ebenfalls \u00f6sterreichisch war,konnten die k.u.k. Beh\u00f6rden<\/p>\n<p>keine Bedenken gegen seine Person erheben. In Hadersrof war Ausanias bis zu seiner Wahl zum Abt.<\/p>\n<p>Im Sp\u00e4therbst 1802 kam es zu einer ersten Einschr\u00e4nkung der Verf\u00fcgungsgewalt des Abtes.<\/p>\n<p>Am 18. M\u00e4rz 1803 verk\u00fcndete Franz Graf von Armannsperg, der Landrichter in Burghausen war, Konvent und Abt die Aufhebung ihres Klosters durch den bayrischen Kurf\u00fcrsten Maximilian IV. (1799-1806 dann als Maximilian I. bis 1825 bayrischer K\u00f6nig).<\/p>\n<p>Abt Ausanias blieb in Raitenhaslach.Ihm war eine Pension von 3 Dukaten pro Tag zu erkannt worden, das sind etwa 589,00 \u20ac. Er kaufte das Abteist\u00f6ckl und sp\u00e4ter auch etwas Mobiliar zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Er machte sich um die F\u00f6rderung der Obstbaumzucht und des Safrananbaus im Salzachtal verdient.<\/p>\n<p>Er f\u00fchrte auch Pontifikialhandlungen wie z. B. Glockenweihe aus.<\/p>\n<p>Er starb am 20. Februar 1829 an Schleimschlag, das ist ein Schlaganfall, der auf \u00fcberm\u00e4\u00dfige Schleimbildung , der auf \u00dcberfluss an Schleim im K\u00f6rper zur\u00fcckgef\u00fchrt wird.<\/p>\n<p>Er wurde auf dem Friedhof von Marienberg beerdigt.<\/p>\n<p>Ein Gro\u00dfteil der Geb\u00e4ude wurde abgerissen, da sie f\u00fcr private Nutzung \u00fcberdimensioniert waren. Die \u00fcbrigen Geb\u00e4ude wurden an die Meistbietenden verkauft.<\/p>\n<p>Der nicht nur aus heutiger Sicht wertvolle Buchbestand wurde bis auf wenige Ausnahmen zum Kilopreis an Altpapierh\u00e4ndler verkauft.<\/p>\n<p>Die Klosterkirche wurde 1806 zur Pfarrkirche. Die restlichen Klostergeb\u00e4ude wurden als Pfarrhof, Schule, Brauerei, Gastst\u00e4tte und als private Wohnungen genutzt.<\/p>\n<p>Ein Versuch von Zisterzienserm\u00f6nchen aus Ossegg in B\u00f6hmen wieder anzusiedeln, scheiterte nach dem 2. Weltkrieg<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/4\/47\/Aerial_image_of_the_Raitenhaslach_Abbey_%28view_from_the_east%29.jpg\/1280px-Aerial_image_of_the_Raitenhaslach_Abbey_%28view_from_the_east%29.jpg\" width=\"1250\" height=\"841\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp; &nbsp; 1143 wurde Kloster Raitenhaslach Graf Wolfker de Tegerwac (Wolfker von Wasentegernbach) und seiner Frau Hemma von Vohburg gestiftet. Diese hatten dem Salzburger Erzbischof Konrad I. von Abenberg (1106\u20131147 ). Die Vita Konrads I. nennt als Gr\u00fcndungsdatum den 27. Oktober 1143. Die Annales Reicherspergenses nennen dasselbe Datum. 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