{"id":3267,"date":"2022-05-10T18:32:00","date_gmt":"2022-05-10T18:32:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/?p=3267"},"modified":"2022-09-18T17:41:17","modified_gmt":"2022-09-18T17:41:17","slug":"zisterzienserkloster-bildhausen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/?p=3267","title":{"rendered":"Zisterzienserkloster Bildhausen"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/7\/77\/Kloster_maria_bildhausen_klosterkirche.jpg\/800px-Kloster_maria_bildhausen_klosterkirche.jpg\" width=\"750\" height=\"841\"><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Hermann III. Graf von Stahleck, erstmals erw\u00e4hnt 1128 war der Sohn des Grafen Goswin IV. von Stahleck und der Luitgard von Hengebach. Er war verheiratet mit Gertrud von Schwaben(ca 1104-1191), der Tochter Herzog Friedrichs I.<\/p>\n<p>\u00dcber Gertrud war er mit K\u00f6nig Konrad III. (1138-1152) verschw\u00e4gert. Von seinem Vater Goswin erbte er Besitz in Ostfranken und den Titel Graf von Bildhausen. Aus dem Erbgut seiner Mutter erhielt er die Burg Stahleck oberhalb von Bacharach am Rhein.<\/p>\n<p>Von seinem Schwager Konrad wurde er 1142\/1143 mit der Pfalzgrafschaft bei Rhein belehnt. Seine Ehe war kinderlos geblieben. So beschloss er wohl schon um 1155 , ein Kloster zu gr\u00fcnden und selbst ins Kloster zu gehen.<\/p>\n<p>In seinem letzten Lebensjahr scheint er sein Hauptaugenmerk auf die Gr\u00fcndung und Ausstattung von Kloster Bildhausen gerichtet zu haben.Zur Vorbereitung seiner Gr\u00fcndung zog er sich in das Kloster Ebrach zur\u00fcck, wo er die Gr\u00fcndung von Bildhausen vorbereitete.<\/p>\n<p>Ebrach sollte auch die Gr\u00fcndung des neuen Klosters vornehmen. Das war sicher kein Zufall. Hermann hatte wohl vor, in das Kloster Ebrach einzutreten.Es gibt eine Nachricht, die besagt,dass er in Ebrach bereits das M\u00f6nchsgel\u00fcbde abgelegt habe.<\/p>\n<p>(Werner Goez, Hermann von Stahleck, Fr\u00e4nkische Lebensbilder Band 8,1978, S.19)<\/p>\n<p>&nbsp; Das Kloster war&nbsp; von Berno und Richwin gegr\u00fcndet worden, beide Lehensleute von Goswin IV., Hermanns Vater. <\/p>\n<p>Die Stifter konnten nur mit dessen Erlaubnis einen Teil ihrer Lehen f\u00fcr die Ausstattung der Zisterze einbringen. Au\u00dferdem war dort seine Schw\u00e4gerin Gertrud, die Gemahlin Konrads III., seit 1146 bestattet. (Zu Kloster Ebrach siehe Mei B\u00fcchle Zisterzienserabtei Ebrach)<\/p>\n<p>Er stiftete das Kloster 1156. Neben der Ausstattung mit G\u00fctern war auch Bargeld f\u00fcr die Gr\u00fcndung n\u00f6tig.<\/p>\n<p>Zu diesem Zweck verkaufte er&nbsp; 1156 dem Grafen Poppo III. von Irmelshausen die Habesburg bei Meiningen f\u00fcr 400 Mark Silber, das sind etwa 59.930,00 \u20ac.&nbsp; Da Poppo nicht genug Geld aufbringen konnte, lieh er sich von Kloster Wechterswinkel das fehlende Geld<\/p>\n<p>und \u00fcbertrug im Gegenzug verschiedene G\u00fcter und Eink\u00fcnfte an das Kloster. Wechterswinkel war das Kloster, in das Hermanns Gemahlin eintrat, als sie ebenfalls den Schleier nahm. Das Kloster war eine Gemeinschaftsgr\u00fcndung ihres Bruders zusammen mit <\/p>\n<p>dem W\u00fcrzburger Bischof Embricho (1127 \u20131146).<\/p>\n<p>Hermann beabsichtigte, seinen ganzen Besitz f\u00fcr die Gr\u00fcndung von Kloster Bildhausen zu verwenden. Das war nicht ganz einfach, denn Lehen musste von Eigengut getrennt werden. Auch das Witwengut und Pfandnahme musste davon ausgeschieden werden.<\/p>\n<p>Hermann von Stahleck starb am 2. Oktober 1157 in Ebrach. Da war die Klostergr\u00fcndung noch nicht ganz abgeschlossen. Hermanns Leichnam wurde dann von Ebrach nach Bildhausen \u00fcberf\u00fchrt.<\/p>\n<p>Der Ebracher Mutterabt Adam (1126\u20131166 o. 1167) hatte den Ebracher M\u00f6nch Heinrich mit dem Beinamen Bruno(1156-1190) mit dem Gr\u00fcndungskonvent nach Bildhausen geschickt.<\/p>\n<p>Im M\u00e4rz 1157 nahm Kaiser Friedrich I. (1152-1190) auf Bitten Abt Adams von Ebrach Kloster Bildhausen in seinen Schutz&nbsp; (RI IV,2,1 n. 440). Er achtete so den letzten Willen seines Onkels und sorgte daf\u00fcr, da\u00df die Gr\u00fcndung Bildhausens erfolgreich zu Ende gef\u00fchrt und rechtlich wie wirtschaftlich<br \/>abgesichert wurde. Er best\u00e4tigte die angef\u00fchrten Besitzungen in Bildhausen , Hollstadt , Reinfeldshof, Uttenhausen, Rappershausen, L\u00f6hriet , Klein-Wenkheim und Junkershausen.<\/p>\n<p>Die erste Dotation der W\u00fcrzburger Bisch\u00f6fe erfolgte 1161 durch Bischof&nbsp; Heinrich II. von St\u00fchlingen (1159 \u20131165). Er schenkte dem Kloster einen Mansus in Kollertshof, heute Ortsteil von Sch\u00f6nau in der Brend. Eine Manse ist ein anderes Wort f\u00fcr Hufe und entspricht knapp 12 Hektar.<\/p>\n<p>Im Dorf Brend, heute Brendlorenzen erhielt es 30 Acker, das entspricht ebenfalls einer Hufe. Es erhielt die Nutznie\u00dfung im Salzforst, das ist ein&nbsp; Forst im Gebiet der Brend und im Quellgebiet der Sinn.<\/p>\n<p>Abt Heinrich verstarb 1190 nachdem er 36 Jahre regiert hatte. Auf ihn folgte Abt Werner (1190-1216)<\/p>\n<p>1190 schenkten die S\u00f6hne eines \u201cWiger von Rodahusen\u201d, der 1152 in einer Urkunde als Vasall von Kloster Fulda genannt wir, Kloster Bildhausen das Dorf Rothausen. Otto IV. (1198-1218) best\u00e4tigte diese Schenkung am 5. September 1215 (RI V,1,1 n. 488)<\/p>\n<p>In einer weiteren Urkunde ebenfalls am 5. September 1215 (RI V,1,1 n. 487) beauftragte Kaiser Otto IV. den Grafen Poppo VII. von Henneberg (regiert seit 1190, <abbr>\u2020<\/abbr> 1245), da Kloster Bildhausen&nbsp; keinen Vogt hatte und unter Gewaltt\u00e4tigkeiten zu leiden hatte, das Kloster an seiner Stelle zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>1207&nbsp; machte der W\u00fcrzburger Bischof Heinrich IV. von He\u00dfberg (1202- 1207 ) mit dem Beinamen Caseus Kloster Bildhausen eine Schenkung mit dem Ziel, Arme im Bildhausener Hospital besser zu verpflegen. 1207 wurde im Kloster ein Spital f\u00fcr arme Pfr\u00fcndner eingerichtet.<\/p>\n<p>Als Spitalkapelle diente sp\u00e4ter die 1354 von Heinrich von von K\u00f6nigshofen gestiftete Pfortenkapelle.<\/p>\n<p>Auf Abt Werner folgte Abt Heinrich II (1216-1230). Unter ihm machte das Kloster zwei wichtige Erwerbungen, die seine Macht und sein Einkommen betr\u00e4chtlich steigerten. Er kaufte von Konrad von Trimberg (urkundlich 1182-1230) f\u00fcr 140 Mark Silber, das sind etwa 21.303,00 \u20ac,die D\u00f6rfer Br\u00fcnn und Friedritt, heute Ortsteile von M\u00fcnnerstadt mit allem Zubeh\u00f6r.<\/p>\n<p>Von Otto Graf von Bodenlauben (+ vor 1245), der auch als Minnes\u00e4nger bekannt war, mit Erlaubnis des Abtes von Fulda Kuno (1217-1221)erhielt Kloster Bildhausen sein Gut in Kleinwenkheim. Die Erlaubnis des Fuldaer Abtes brauchte er, da es sich dabei um ein Fuldisches Lehen handelte.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr machte er seine freieigenen G\u00fcter in Gre\u00dfthal, heute Landkreis Schweinfurt Kloster Fulda lehenbar.<\/p>\n<p>Kloster Bildhausen hatte in dieser Zeit schon einen Notar namens Petrus, der auch als Sekret\u00e4r des Abtes fungierte (Jost S.11)<\/p>\n<p>Sein Nachfolger war Abt Wilhelm II. (1230-1242). Er kaufte 1237 G\u00fcter in Gro\u00dfwenkeim f\u00fcr 32 Mark Silber, das entspricht etwa 4.869,00 \u20ac.<\/p>\n<p>1234 stiftete Otto von Botenlauben, nachdem er vom Kreuzzug zur\u00fcckgekehrt war,zusammen mit seiner Frau Frau Beatrix von Courtenay das Kloster Frauenroth. Im selben Jahr wurde Kloster Heiligenthal gestiftet.<\/p>\n<p>Die geistige Leitung wurde dem Abt von Bildhausen \u00fcbertragen. Diese bekam er auch f\u00fcr Kloster W\u00e4chterswinkel. So hatte Bildhausen kaum 50 Jahre nach seiner Gr\u00fcndung schon drei Tochterkl\u00f6ster unter seiner Leitung.<\/p>\n<p>Dazu kam nach 1237 das von der Stifterin von Heiligenthal gegr\u00fcndete Kloster Mariaburghausen und dazu kam noch Kloster Johanniszell.<\/p>\n<p>Auf Abt Wilhelm folgte Abt Heinrich III. (1242-1249), wobei bei diesem Abt die Datierung nicht ganz gesichert ist. In seine Regierungszeit f\u00e4llt eine Fehde des W\u00fcrzburger Bischofs Hermann I. von Lobdeburg (1225- 1254) und dem Abt von Fulda<\/p>\n<p>Konrad III. von Malkos (1221\u20131249) Es ging um die Befestigung der Stadt Hammelburg. Bischof Hermann wurde bei Hammelburg zur\u00fcckgeschlagen und nahm dann sein Quartier zwischen Neustadt und Blidhausen. In dieser Zeit verkehrte er oft mit dem Bildhausener Abt.  <\/p>\n<p>1246 gibt Graf Heinrich III. von Henneberg (1230-1262) Kloster Bildhausen Zollfreiheit in allen hennebergischen St\u00e4dten, Burgen und D\u00f6rfern. (Jost S.16)  <\/p>\n<p>Nach Jost ist die zeitliche Einordnung der \u00c4bte noch unklarer. Diese hatte auch der letzte Abt von Bildhausen Nivard Schlimbach in Zweifel gezogen.  <\/p>\n<p>Auf Abt Heinrich III. folgte Abt Reinherus (Reinhard)(1249-1262). Nach Jost regierte Abt Reinhard 11 Jahre und zwar von 1251-1262. Er starb am 19. Dezember 1262.  <\/p>\n<p>Als 7. Abt folgte Abt Ludwig (1262-1278). Vor seiner Wahl war er Beichtvater in Kloster Mariaburghausen. Er regierte 16 Jahre und starb am 19. Dezember 1278.  <\/p>\n<p>Der 8. Abt war Abt Herden (1278-1287). Er starb am 5. M\u00e4rz 1287.  <\/p>\n<p>1279 schenkte Graf Konrad von Wildberg, der letzte Wildberger (+ 1305) Kloster Bildhausen seinen Gaden-und Schenkhof in Gro\u00dfwenkheim.  <\/p>\n<p>Auf Abt Herden folgte Abt Hermann II. (1287-1307).  <\/p>\n<p>Er kaufte 1281 vom Propst und Konvent des Pr\u00e4monstratenserklosters Vessra, heute Kreis Hildburghausen, sein Allod in Hollstadt,das eine G\u00fclt von 20 Malter Korn und ebenso viel Hafer zu entrichten hatte.  <\/p>\n<p>1287 schenkte der W\u00fcrzburger Bischof Berthold von Sternberg (1274 \u20131287) dem Kloster seine M\u00fchle in Hollstadt.  <\/p>\n<p>Auffallend ist schon zu dieser Zeit, dass das Kloster bestrebt war, dort G\u00fcter zu erwerben, wo es bereits G\u00fcter und Gef\u00e4lle besa\u00df. Das war in dieser Zeit vor allem in Hollstadt.  <\/p>\n<p>So kaufte das Kloster in dieser Zeit von Dietrich von Lebenhan, das war ein Forstmeister im Dienste des W\u00fcrzburger Bischofs, 6 Morgen Weinberg in Hollstadt.  <\/p>\n<p>Von Johann und Otto Voit von Salzburg kaufte das Kloster 2 Huben in Hollstadt, das 60 Morgen also 5.000 Quadratmeter. Zur selben Zeit kaufte das Kloster von Bischof Manegold von Neuenburg (1287 \u20131303) die Fischerei in Hollstadt.  <\/p>\n<p>1299 kaufte das Kloster von Heinrich genannt Hellgraf seine drei H\u00f6fe in Wargoldshausen f\u00fcr 23 Mark Silber, das sind etwa 3.500,00 \u20ac. Die Grafen von Henneberg gaben ihre lehensherrlichen Rechte an diesen G\u00fctern auf.  <\/p>\n<p>Auf Abt Hermann I., der am16. November 1307 verstarb,&nbsp; folgte Abt Sigfried (1307-1318) als 10. Abt.  <\/p>\n<p>Anfang des 14. Jahrhunderts erwarb das Kloster viel Besitz in Gro\u00dfwenkheim.  <\/p>\n<p>Der Nachfolger Abt Siegfrieds, Abt Konrad regierte bis 1352.  <\/p>\n<p>Gleich zu Beginn seiner Regierungszeit best\u00e4tigte Papst Johannes XXII. (1316-1334) am 7. Mai 1318 die Rechte und Freiheiten von Kloster Bildhausen.<\/p>\n<p>Nach den Klosterchroniken sind 1313 in ganz Deutschland die Fluren durch Hagelschlag zerst\u00f6rt worden. Im Gefolge entstand eine gro\u00dfe Hungersnot. Getreide musste sogar aus Sizilien importiert werden.<\/p>\n<p>Weiter gab es eine gro\u00dfe Pestwelle, bei der allein in W\u00fcrzburg \u00fcber 5000 Menschen starben.<\/p>\n<p>Kloster Bildhausen ordnete die Verh\u00e4ltnisse zu seinen Frauenkl\u00f6stern und festigte die Verbindungen.<\/p>\n<p>1320 leitete Abt Konrad die Wahl einer \u00c4btissin in Kloster Heiligenthal.<\/p>\n<p>1322 schlichtete er einen Streit in Kloster Mariaburghausen.<\/p>\n<p>Er best\u00e4tigte Schenkungen und Verk\u00e4ufe von Kloster Frauenrot.<\/p>\n<p>Eine Haupterwerbung in der Regierungszeit von Abt Konrad war der Weigler Wald, das ist ein Waldgebiete am namengebenden Berg Weigel im heutigen Landkreis Rh\u00f6n-Grabfeld zwischen Hollstadt und H\u00f6chheim.<\/p>\n<p>Das Gebiet war lehensrechtlich an Kloster Fulda gebunden. Der Fuldaer Abt Heinrich VI. von Hohenberg (1315\u20131353) l\u00f6ste diese Bindung gegen eine j\u00e4hrliche Gabe von 4 Pfund Wachs an Fulda durch Kloster Bildhausen.<\/p>\n<p>Auf der Markung von Neustadt an der Saale hatte Bildhausen bereits den Weinzehnt. Um diesen besser zu sch\u00fctzen, erwirkte Bildhausen 1327 vom W\u00fcrzburger Bischof Wolfram Wolfskeel von Grumbach (1322- 1333)<\/p>\n<p>den Befehl, dass die Neust\u00e4dter die Weinlese nicht beginnen durften, vor der Abt von Bildhausen seine Erlaubnis gegeben hatte.<\/p>\n<p>Auf Abt Konrad folgte Abt Friedrich (1352-1360) als 12. Abt.<\/p>\n<p>Am 1. Juni 1359 nahm Kaiser Karl IV. (1346-1378)Kloster Bildhausen in seinen besonderen Schutz, best\u00e4tigte dessen Privilegien, Freiheiten und Besitzungen besonders die Pfarrkirche in Brenden, die D\u00f6rfer Junkershausen usw. (RI VIII n. 2957)<\/p>\n<p>Der 13. Abt war Johannes (1360-1366)<\/p>\n<p>Gro\u00dfe Erwerbungen machte das Kloster ab 1327 in Gro\u00dfwenkheim. Abt Johannes gab in nur&nbsp; drei Jahren die f\u00fcr die damalige Zeit beachtliche Summe von 2400 Pfund Heller zum Erwerb von G\u00fctern in Gro\u00dfwenkheim aus. Das entspricht<\/p>\n<p>346.896,00 \u20ac. In seiner Regierungszeit war&nbsp; Kloster Bildhausen dort praktisch Alleinherr geworden. Nur Kloster Theres hatte dort noch die Pfarrei.<\/p>\n<p>Auf Abt Johannes folgte Abt Hermann III. er wurde am 18. Oktober 1366 zum 17. Abt gew\u00e4hlt. 1346 war er Pfarrer in Neustadt\/Saale. Er erscheint nur 4 mal in Urkunden.<\/p>\n<p>1370 kaufte Kloster Bildhausen von dem W\u00fcrzburger Bischof Albrecht II. von Hohenlohe (1345-1372) den halben Wein-und Getreidezehnt, den Zoll und den halben Zehnten auf die Roth\u00fchner in M\u00fcnnerstadt f\u00fcr 5000 Pfund Heller,<\/p>\n<p>das entspricht 722.700 \u20ac.<\/p>\n<p>Im September 1370 verpf\u00e4ndete Bischof Albrecht dem Kloster seinen Hof in M\u00fcnnerstadt mit dem Recht zur Wiedereinl\u00f6sung innerhalb von f\u00fcnf Jahren f\u00fcr 200 Pfund Heller, das sind etwa 14.454,00 \u20ac.<\/p>\n<p>Am 21. Juli 1377 kaufte das Kloster vom W\u00fcrzburger Bischof Gerhard von Schwarzburg (1372-1400) das das Zentgrafenamt in Saal an der Saale f\u00fcr 240 Pfund Heller, das entspricht 17.345,00 \u20ac.<\/p>\n<p>Das Hochstift W\u00fcrzburg hatte von 1368 bis 1803 die Landesherrschaft in Saal inne.<\/p>\n<p>Bischof Gebhard \u00fcbertrug den kaiserlichen Schutz f\u00fcr das Kloster, der mittlerweile wirkungslos geworden war, an Konrad von Bibra.<\/p>\n<p>Abt Hermann regierte bis 1379. Auf ihn folgte Abt Heinrich V., der bis 1384 regierte. Dann folgte Abt Theoderich, der nach Rost am 22.Dezember 1384 gew\u00e4hlt wurde. Er starb am 23. Januar 1394.<\/p>\n<p>Au\u00dfer dass die Herren von Henneberg f\u00fcr die 1366 verkauften G\u00fcter in Gro\u00dfwenkheim und Wargoldshausen nachtr\u00e4glich eine gr\u00f6\u00dfere Kaufsumme zu erreichen suchten, was ihnen aber nicht gelang, ist laut Rost<\/p>\n<p>in den Chroniken nichts vermerkt.<\/p>\n<p>Am 22.September 1394 wurde Johann II. Wynker zum 20. Abt von Kloster Bildhausen gew\u00e4hlt. Vorher war er Prior in Bildhausen. Er erwirkte eine Reihe von Schutzurkunden f\u00fcr das Kloster.<\/p>\n<p>Am 18. Oktober 1397 lie\u00df Abt Johann von K\u00f6nig Wenzel (1376-1400) den Schutzbrief best\u00e4tigen, den das Kloster 1359 von Kaiser Karl IV. erhalten hatte. Am 21. Mai 1398 best\u00e4tigte Papst Bonifaz IX.(1389-1404) die von Karl und Wenzel erteilten Privilegien.<\/p>\n<p>(Rost S. 32)<\/p>\n<p>Von K\u00f6nig Ruprecht (1400-1410) erhielt das Kloster 4 Urkunden ausgestellt. Am 29. Februar 1404 best\u00e4tigte der K\u00f6nig die Urkunde von Kaiser Karl, die Privilegien und Freiheiten des Klosters, nahm das Kloster mit dem genannten Besitz in seinen Schutz,<\/p>\n<p>best\u00e4tigte seine Abgabenfreiheit, die niedere Gerichtsbarkeit und die geistliche Jurisdiction. (Pfalzgraf Ruprecht III. &#8211; [Regg. Pfalzgrafen 2] n. 3390)<\/p>\n<p>Da sich Abt Johannes&nbsp; \u00fcber die Kosten der vielen Gerichtstage beim K\u00f6nig beklagt hatte, gestattete dieser, dass das Kloster nur noch vier Rechtstage mit Schultheiss und Sch\u00f6ffen abhalten musste und zwar jeweils zu jeder Goldfasten,<\/p>\n<p>das waren die Fastentage von Invocavit, Pfingsten, Kreuzerh\u00f6hung und Lucie. (Pfalzgraf Ruprecht III. &#8211; [Regg. Pfalzgrafen 2] n. 4507)<\/p>\n<p>Am 27. Oktober 1408 befreite der K\u00f6nig das \u201cverarmte\u201dKloster \u201cauf drei jahre von aller gastung, atzung, allen diensten oder andern beschwernissen\u201d.(Pfalzgraf Ruprecht III. &#8211; [Regg. Pfalzgrafen 2] n. 5546)Ebenfalls am 27. Oktober trug der K\u00f6nig <\/p>\n<p>dem W\u00fcrzburger Bischof Johann I. von Egloffstein (1400-1411)&nbsp; auf, das Kloster zu sch\u00fctzen. (Urkunde 5547)<\/p>\n<p>Neben der Absicherung des Klosters war Abt Johann aber auch bestrebt, den Klosterbesitz zu mehren. 1403 schenkte ein Heinrich Bedes dem Kloster in M\u00fcnnerstadt sein Haus mit allem Zubeh\u00f6r. Bischof Johann freite dieses Haus 1405 und machte Friedrich Graf von Henneberg<\/p>\n<p>(1403-1422) von allen Lehensbindungen frei.<\/p>\n<p>1405 kaufte Abt Johann eine \u00f6de Hofstatt in K\u00f6nigshofen, die Bischof Johann 1405 beth-und steuerfrei machte<strong>.<\/strong><\/p>\n<p>In Neustadt an der Saale besa\u00df Kloster Bildhausen den Weinzehnt, der aber immer wieder Anlass zu Irrungen gab. Deshalb ordnete Bischof Gerhard 1397 an, dass die Neust\u00e4dter ohne Erlaubnis des Abtes von Bildhausen nicht mit der Weinlese beginnen durften. Wer dagegen verstie\u00df. konnte exkommuniziert werden.<\/p>\n<p>Bischof Gerhard von Schwarzburg (1372-1400)hatte von seinem Vorg\u00e4nger eine Schuldenlast von 300.000 Gulden \u00fcbernommen. Der Bischof f\u00fcgte durch Eroberung der Stadt W\u00fcrzburg und des Stiftes 1372\/73, sowie viele Fehden und Verpf\u00e4ndungen noch 100.000 Gulden zu, lag also bei 400.000 Gulden,<\/p>\n<p>was der stolzen Summe von 79.158.060,00 \u20ac entspricht. Papst Innozenz VII. (1404-1406) nannte am 18. Mai 1406 einen Gesamtschuldenbetrag von 2,5 Millionen Gulden f\u00fcr das Stift, das sind kaum glaubliche 1 Milliarde 484.216 630 \u20ac ! ( Alfred Wendehorst, Das Bistum W\u00fcrzburg 2,<\/p>\n<p>Die Bischofsreihe von 1254-1455, Berlin,New York 1969 S.113 f.)Auf Grund der finanziellen Lage des Stiftes stand es ohnehin mit Kloster Bildhausen in st\u00e4ndigem Verkehr. Allein f\u00fcr Korn und Wein schuldete das Hochstift Kloster Bildhausen 520 Gulden in Gold (102.905,00 \u20ac),<\/p>\n<p>wof\u00fcr Bischof und Hochstift dem Kloster die Vogtei in Gro\u00dfwenkheim und Wargoldsheim mit allen Nutzungen, Zugeh\u00f6rungen und Freiheiten in Dorf und Flur mit dem Recht aus Wiedereinl\u00f6sung \u00fcberlie\u00dfen.<\/p>\n<p>1416 gab es einen Streit mit Karl Truchsess Amtmann zu Wildberg wegen der Beth von Gro\u00dfwenkheim und Wargoldsheim. Diesen schlichtete Bischof Johann zusammen mit dem Ebracher Abt Heinrich III. Heppe (1404\u20131426). Kloster Bildhausen sollte dem Truchsess j\u00e4hrlich 45.&#8211;<\/p>\n<p>Gulden, das entspricht 8.905,00 \u20ac, zahlen.<\/p>\n<p>1420 kaufte das Kloster von Ott Voit von Salzburg dessen Freihof in Poppenlauer f\u00fcr 300 Gulden, das entspricht etwa 59.369,00 \u20ac.<\/p>\n<p>Abt Johann II. verstarb am 26. September 1422.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte als 21 Abt Johann III. (1422-1449). Er stammte aus Hollstadt. Er wurde am 8. Oktober 1422 gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>In seiner Regierungszeit ergab sich eine betr\u00e4chtliche Ver\u00e4nderung. Das Kloster hatte mittlerweile so viel Grundbesitz erworben, dass es diesen nicht mehr selbst bebauen oder bebauen lassen konnte.<\/p>\n<p>Da auch die Bev\u00f6lkerung gewachsen war, war das Kloster gezwungen, G\u00fcter zu vererben. Die \u00dcbernehmer mussten eine j\u00e4hrliche G\u00fclt an das Kloster zahlen. Die \u00dcbernehmer vererbten dann den \u00fcbernommenen Hof mit der jeweiligen Zahlungsverpflichtung&nbsp; weiter.<\/p>\n<p>Die Vererbungserlaubnis wurde meistens vom Bischof erteilt.<\/p>\n<p>1429 musste Bildhausen das erste Mal das Subsidium Caritativum zahlen an das Hochstift W\u00fcrzburg zahlen, das war eine Steuer, die der Klerus zahlen musste. Papst Gregor XI. (1370-1378) gestattete Bischof Gerhard 14. Juli 1373 ein solches Subsidium zu erheben (Wendehorst S.114),<\/p>\n<p>wegen der desolaten Finanzlage des Hochstifts. Bischof Johann von Brunn (1411-1440) musste Kloster Bildhausen 1000 Gulden zahlen, das sind immerhin etwa 202.281,00 \u20ac.<\/p>\n<p>1433 lie\u00df sich Kloster Bildhausen von Kaiser Sigismund (1411-1437) der auf dem Basler Konzil weilte von dort aus seine Privilegien best\u00e4tigen. (Rost S. 37)<\/p>\n<p>Abt Johann scheint ein guter Haush\u00e4lter gewesen zu sein. In seiner Regierungszeit kaufte er insgesamt f\u00fcr 2.500 Gulden, also etwa 505.703,00 \u20ac, Liegenschaften. Die gr\u00f6\u00dfte Erwerbung war von Kloster Theres der Theresische Hof in Gro\u00dfwenkheim sowie den Gro\u00dfen und Kleinen<\/p>\n<p>Zehnten und alle Gerechtigkeiten von Kloster Theres in Gro\u00dfwenkheim.<\/p>\n<p>Abt Johann III. starb am 2. August 1449.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Johann IV. R\u00f6mild (1449-1456). Er legte nach nur 5 Jahren Regierungszeit 1456 die Abtsw\u00fcrde nieder und starb am 5. Mai 1460.<\/p>\n<p>Abt Johann arrondierte den Klosterbesitz vor allem durch zweckm\u00e4\u00dfigen Tausch.<\/p>\n<p>Ein besonderes Ereignis f\u00e4llt in seine Zeit. An Weihnachten 1449 fiel Graf Sigmund von Gleichen (+1494) in Kloster Bildhausen ein, brandschatzte es und beraubte es um 600 Gulden, das entspricht etwa 121.369,00 \u20ac.<\/p>\n<p>Das Kloster erholte sich aber rasch wieder, denn schon 1522 konnte es vom Deutschen Orden Gef\u00e4lle f\u00fcr 220 Gulden in L\u00f6hriet, heute Ortsteil Von Neustadt\/Saale kaufen (Rost S. 39).<\/p>\n<p>Nach seinem R\u00fccktritt wurde Abt Johannes V.Herr (1456-1490) zum 23. Bildhausener Abt gew\u00e4hlt. Er stammte aus Neustadt an der Saale.<\/p>\n<p>Abt Johann V. kaufte 1460 f\u00fcr 60 Gulden G\u00fcter in Gro\u00dfwenkheim. Auch er fuhr mit der Praxis der Vererbung fort.<\/p>\n<p>Es wurden verschiedene Streitigkeiten gel\u00f6st.<\/p>\n<p>Als 1459 die \u00c4btissin von Kloster Frauenroth zur\u00fccktrat, siegelte Abt Johann eine Urkunde \u00fcber den Aktivstandes und f\u00fchrte die neue \u00c4btissin in ihr Amt ein.<\/p>\n<p>1462 lie\u00df der Abt ein Vogtgericht in Gro\u00dfwenkheim abhalten und verf\u00fcgte, dass dieses drei mal j\u00e4hrlich im Thereser Hof in Gro\u00dfwenkheim abgehalten werden sollte.<\/p>\n<p>Die Einwohner mussten den Abt als ihren rechten Vogtsherren anerkennen<\/p>\n<p>Abt Johann V. verstarb am 25. Februar 1490 nach 34 Regierungsjahren.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger Johann VI. Heigler (1490-1497) wurde am 8. M\u00e4rz 1490 unter Vorsitz des Ebracher Abtes Nikolaus II. Engel (1489\u20131495)gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>In seiner Regierungszeit ist Rudolf II. von Scherenberg (1466-1495) Bischof in W\u00fcrzburg. Unter ihm r\u00fcckte das Hochstift wieder n\u00e4her an Kloster Bildhausen. Er hatte von Graf Otto von Henneberg die \u00c4mter Aschach<\/p>\n<p>und M\u00fcnnerstadt wieder an sich gebracht. Am 12. Januar 1492 lie\u00df er die Einwohner von M\u00fcnnerstadt&nbsp; von Dompropst Kilian von Bibra ( 1483-1494), Domherr Albrecht von Vestenberg (1503-1505 Domherr)und seine R\u00e4ten Tittelbach und Bartholom\u00e4us<\/p>\n<p>von Herbstadt huldigen. Abt Johann hatte sich mit seinem Bursar Pater Bartholom\u00e4us (+1505)und mehreren Priestern auch nach M\u00fcnnerstadt begeben und protestierte gegen diese Huldigung, da seine Bauern nur dem Abt die Huldigung schuldig seien. Diesem Protest schloss<\/p>\n<p>sich auch der Komtur des Deutschen Ordens von der Kommende M\u00fcnnerstadt Nikolaus Molitor (1461-1516)hinsichtlich der deutschherrlichen Untertanen an. Der Dompropst bestand auf der Huldigung.Graf Otto von Henneberg r\u00e4umte dann aber ein, dass weder er <\/p>\n<p>noch seine Vorfahren auf einer solchen Eidesleistung bestanden, da diese Orte dem Kloster bzw. der Deutschordenskommende geh\u00f6rten.<\/p>\n<p>Der Propst wollte die Sachlage nun \u00fcberpr\u00fcfen lassen. Dabei blieb es.<\/p>\n<p>Die Berichte \u00fcber nachlassende Ordenszucht wurden h\u00e4ufiger. 1495 visitierte der Abt von Morimond Jacques II. de Pontailler (1495\u20131503 ) Kloster Bildhausen.<\/p>\n<p>Abt Johann VI. starb am 14. M\u00e4rz 1497.<\/p>\n<p>Der Ebracher Vaterabt Veit Vendt (1495\u20131503) hatte den Wahltermin auf den 24. M\u00e4rz 1497 festgelegt. Gew\u00e4hlt wurde der bisherige Prior Lorenz Faust (1497-1511). Er stammte aus Mellrichstadt. Er wurde von Abt Veit installiert.<\/p>\n<p>Nach Rost zeichnete sich Abt Laurentius vor allem durch seine Eifer f\u00fcr die Religion und f\u00fcr die Ordenszucht in den Filialkl\u00f6stern aus (S.47)<\/p>\n<p>Abt Laurentius f\u00fchrte das System der Vererbung weiter. In seiner Regierungszeit wurde nur ein Kauf get\u00e4tigt. 1498 kaufte das Kloster von Truchsessin C\u00e4cilia von Sternberg<\/p>\n<p>Kloster Heiligenthal geriet schon im Laufe des 14. Jahrhunderts in Schwierigkeiten, wurde vom W\u00fcrzburger&nbsp; F\u00fcrstbischof Lorenz von Bibra (1495-1519) reformiert und 1500 in ein m\u00e4nnliches Priorat umgewandelt.<\/p>\n<p>1q579 s\u00e4kularisierte es Bischof Julius von Echter (1573-161) zugunsten des Juliusspitals in W\u00fcrzburg.<\/p>\n<p>Abt Lorentz verstarb am 22. Oktober 1511.<\/p>\n<p>Unter Vorsitz des Ebracher Abtes Johannes II. Leiterbach (1503\u20131531) und unter Assistenz seines Priors Johann Nibling (+1526) wurde am 2. November 1511 wurde Kilian Wohlfahrt zum 26. Abt von Bildhausen gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Er stammte aus Neustadt und war vor seiner Wahl Beichtvater im Kloster Frauenroth.<\/p>\n<p>Auch er setzte das System der Vererbungen fort.<\/p>\n<p>1514 kaufte Abt Kilian ein en Steinbruch in Kleinwenkheim f\u00fcr 7 Gulden.<\/p>\n<p>Sein wichtigstes Verdienst ist ein 1517 nach Orten ausgeschiedenes Verzeichnis aller Urkunden, das zugleich auf das Kopialbuch verwies.<\/p>\n<p>Abt Kilian starb am 10. Februar 1519.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Johannes VII. St\u00f6rcher. (1519-1520)<\/p>\n<p>Er stammte aus Weichtungen. Er wurde am26. Februar 1519 zum Abt gew\u00e4hlt. Vor seiner Wahl war er Prior. Er starb aber schon knapp 1 1\/2 Jahre nach seiner Wahl am 30. September 1520.<\/p>\n<p>Am 17. Oktober 1520 wurde Valentin I. Maiersbach zum28. Abt von Bildhausen gew\u00e4hlt. Er stammte aus Mellrichstadt. Seine Regierungszeit war von zwei schwerwiegenden Ereignissen gepr\u00e4gt.<\/p>\n<p>Da war einmal die Reformation, die am 31.Oktober mit dem Thesenanschlag von Martin Luther an die Schlosskirche ihren Anfang genommen hatte und die letztendlich auch zur Absetzung von Abt Valentin<\/p>\n<p>gef\u00fchrt hatte. Das andere war der Bauernaufstand im Fr\u00fchjahr 1525, der Kloster Bildhausen praktisch doppelt getroffen hatte.<\/p>\n<p>Schon 1460 zeigten sich Bauernunruhen 1460 in der Bundschuhbewegung. Das war eine Vielzahl von Aufst\u00e4nden gegen Unterdr\u00fcckung und Leibeigenschaft. Im Elsass war es vor allem in Schlettstadt. Im F\u00fcrstbistum Speyer f\u00fchrte Joss Fritz (um1470 &#8211; +1525) aus Untergrombach an.<\/p>\n<p>Nachdem er in Untergrombach verraten worden war und der Bundschuh auch auf eine Befehl von&nbsp; Kaiser Maximilian verfolgt wurde, verlagerte er seine Aktivit\u00e4ten nach Lehen im Breisgau und an den Oberrhein.<\/p>\n<p>Im F\u00fcrstbischof W\u00fcrzburg sorgte der Pfeifer Hans B\u00f6hm in Niklashausen mit seinen&nbsp; Predigten 1476 f\u00fcr gro\u00dfes Aufsehen. Bis zu 40.000 Bauern kamen zu seinen Predigten. Bischof&nbsp; Rudolf von Scherenberg lie\u00df ihn verhaften und am 19. Juli 1476 wegen Ketzerei auf dem Scheiterhaufen verbrennen.<\/p>\n<p>1524 begannen die Aufst\u00e4nde im Wutachtal bei St\u00fchlingen.<\/p>\n<p>Im M\u00e4rz 1525 versammelten sich die oberschw\u00e4bischen Bauern in Memmingen und ver\u00f6ffentlichten dort die 12 Artikel, die als eine der ersten niedergeschriebenen Forderungen nach Menschen- und Freiheitsrechten in Europa in die Geschichte eingingen.<\/p>\n<p>In Franken versammelten sich an Palmsonntag, das war der. April 1525 versammelten sich Bauern aus Burglauer in einer Schenke in M\u00fcnnerstadt. Hier entstand der Bildhausener Haufen, nach dem Taubertaler und dem Lichten oder Odenw\u00e4lder Haufen der dritte gro\u00dfe<\/p>\n<p>fr\u00e4nkische Bauern Haufen. Hans Schnabel, ein Schreiner oder Leineweber aus M\u00fcnnerstadt und Hans Scharr, ein Bauer aus Burglauer waren die \u201cHauptleut\u201d des Haufens. Den Schriftverkehr erledigte Michael Schrimpf,Pfarrer in Wermerichshausen.<\/p>\n<p>Der Bildhausener Haufen war straff durchorganisiert.Den Hauptleuten war ein Bauernrat zur Seite gestellt, ohne den sie nichts entscheiden konnten. Sie waren verpflichtet, alle Vorhaben mit dem Bauernrat zu besprechen. Der Haufen hatte auch sogenannte Schultheissen, die als Richter im<\/p>\n<p>Bauernhaufen fungierten. Ihnen standen weiter Feldrichter zur Seite. Schultheiss war Heinrich Krumbfu\u00df, ein Goldschmid aus R\u00f6mhild.<\/p>\n<p>Bei dieser Versammlung wurde wohl auch befl\u00fcgelt durch reichlichen Weingenuss beschlossen, Kloster Bildhausen zu \u00fcberfallen. Die Kl\u00f6ster mit ihren Zehntscheuern,ihren Fischteichen, ihren Weinkellern waren nat\u00fcrlich Angriffsziel der Bauernhaufen. Zum einen lie\u00dfen sich dort die<\/p>\n<p>gro\u00dfen Mengen der Aufst\u00e4ndischen am besten ern\u00e4hren. Zum andern waren sie wegen der auferlegten Frondienste und wegen des Zehntens, der in den Kl\u00f6stern abgeliefert werden mussten als immer dr\u00fcckender empfunden worden.<\/p>\n<p>Auf Bitten von Abt Valentin legte Amtmann Hans von Wildberg 150 Mann in das Kloster, um es zu sch\u00fctzen. Am Mittwoch nach Palmsonntag erschien 300 Leute vor dem Klostertor. Die Knechte des Amtmanns \u00f6ffneten das Tor und lie\u00dfen den Haufen ein und liefen zu den aufst\u00e4ndischen Bauern \u00fcber.<\/p>\n<p>Abt Valentin und die meisten Mitglieder seines Konvents waren gefl\u00fcchtet. Abt Valentin hatte sich nach K\u00f6nigshofen begeben, wo das Kloster einen Hof besa\u00df.<\/p>\n<p>Das Kloster wurde gepl\u00fcndert. Die \u00d6fen wurden mit G\u00fclt-und Zinsbriefen geheizt.Wege und Stege wurden befestigt. Die Bauern nahmen die Verwaltung des Kloster in ihre eigenen H\u00e4nde.<\/p>\n<p>Der Bauernhaufen hatte gro\u00dfen Zulauf und z\u00e4hlte schlie\u00dflich \u00fcber 7000 Mann. <\/p>\n<p>Der W\u00fcrzburger F\u00fcrstbischof Konrad II. von Th\u00fcngen (1519-1540) hatte f\u00fcr den 1. Mai einen Landtag ausgeschrieben. Um sich daf\u00fcr zu besprechen trafen sich Abgeordnete der St\u00e4dte und D\u00f6rfer am 22. April 1525 in Neustadt. Der Bildhausener Haufen hatte seinen Kanzler Michael Schrimpf<\/p>\n<p>abgeordnet.Man beschloss, den Landtag abzuwarten und bis dahin nichts zu unternehmen. Ein geschickter Schachzug des Bischofs,denn er verschaffte ihm eine Atempause. Die Zeit arbeitete f\u00fcr die Obrigkeit. Aus dem S\u00fcden n\u00e4herte sich das Heer des Schw\u00e4bischen Bundes mit einigen Tausend<\/p>\n<p>Landsknechten unter Waffen unter F\u00fchrung ihres Hauptmannes Georg von Waldburg-Zeil (1488-1531), der \u201cBauernj\u00f6rg\u201d. Aus dem Westen n\u00e4herte sich der Landgraf von Hessen&nbsp; Philipp I. von Hessen (1518-1567) mit seinem Heer und aus dem Norden<\/p>\n<p>Kurf\u00fcrst Johann von Sachsen (1525-1532).<\/p>\n<p>Der versprochene Landtag am 2. Mai blieb ohne Ergebnis. Der W\u00fcrzburger Bischof war nach Heidelberg gefl\u00fcchtet. Auch nach einer Tagung in Neustadt gingen Vertreter der St\u00e4dte und der Bauern ergebnislos auseinander.<\/p>\n<p>Einige Adlige sahen sich gezwungen, sich den Bauern anzuschlie\u00dfen wie z.B. G\u00f6tz von Berlichingen (um 1480-1562) oder Graf Wilhelm von Henneberg (1478-1559). Dieser geriet zwischen zwei Bauernhaufen den Werra-Haufen und den Bildh\u00e4user Haufen. Bei dem Werrahaufen<\/p>\n<p>schwor er am 3. Mai 1525 auf die Zw\u00f6lf Artikel, was ihm den Vorwurf des Verrats einbrachte,da er dem W\u00fcrzburger F\u00fcrstbischof nicht helfen konnte, obwohl er dazu vertragsgem\u00e4\u00df verpflichtet war. Graf Wilhelm machte das Angebot zu schw\u00f6ren<\/p>\n<p>auch dem Bildhauser Haufen. Dieser blieb aber misstrauisch und lehnte das Angebot erst einmal ab.<\/p>\n<p>Die Lage der Bauernhaufen verschlechterte sich. Die Vorr\u00e4te der Kl\u00f6ster und Klosterh\u00f6fe waren aufgebraucht.<\/p>\n<p>Am 10. Mai 1525 r\u00e4umte der Bildhausener Haufen sein Lager in Bildhausen und zog in Richtung Schweinfurt.Die Aufst\u00e4ndischen wollten weiter nach W\u00fcrzburg um gemeinsam mit den anderen Bauernhaufen die Festung Marienberg in W\u00fcrzburg einzunehmen.<\/p>\n<p>Von M\u00fcnnerstadt aus zog der Haufen nach Mellrichstadt, weil er von dort dringend zur Hilfe gerufen wurde. Dort lagerte man am 14. Mai in Erwartung der Truppen des Landgrafen von Hessen.Als dieser sich nach Th\u00fcringen wendete, meinten die Bauer, er w\u00fcrde vor ihnen fliehen.<\/p>\n<p>Der Landgraf wollte aber nach M\u00fchlhausen in Th\u00fcringen ziehen, wo Thomas M\u00fcnzer predigte. Am 15. Mai 1525 fand dort in der N\u00e4he die Schlacht von Frankenhausen statt, bei der die Th\u00fcringer Bauern vernichtend geschlagen wurden. Thomas M\u00fcnzer geriet in Gefangenschaft und wurde am 27. Mai 1525 in M\u00fchlhausen enthauptet.<\/p>\n<p>Der Bildhausener Haufen hatte sich wegen seiner Fehleinsch\u00e4tzung geteilt. Ein Teil blieb in Mellrichstadt, die anderen zogen unter F\u00fchrung ihrer Hauptleute Schnabel und Scharr in Richtung W\u00fcrzburg weiter. Zwischenstation war Schweinfurt. Dort lagerten sie auch die geraubten Kleinodien des Kloster<\/p>\n<p>Bildhausen ein.Das waren Kelche, Monstranzen, Kreuz, Stab und anderes. Der Haufen zog aber nicht nach W\u00fcrzburg weiter sondern schwenkte Richtung Bamberg. Das wurde bisher als zielloses Marodieren interpretiert. Aber das Land um W\u00fcrzburg war verw\u00fcstet und alles Essbare verzehrt.<\/p>\n<p>Aber 7000 Mann unter Waffen mussten ern\u00e4hrt werden, wollten Beute machen. Der Schwenk machte also durchaus Sinn. Am 27. Mai vereinte sich der Bildhausener Haufen wieder vor Mellrichstadt.<\/p>\n<p>Die Lage der Bauern wird zusehends schwieriger. Kurf\u00fcrst Johann der Best\u00e4ndige von Sachsen (1468-1532) und Graf Wilhelm von Henneberg erschienen am 3. Juni 1525 gut ger\u00fcstet vor Meiningen. sie bezogen zwei strategisch wichtige Punkte der Stadt.<\/p>\n<p>Der Bildhausener Haufen war mit 3000 Mann ausger\u00fcckt um der Stadt Meiningen zu helfen, wurde aber geschlagen. Hans Schnabel und seine M\u00e4nner werden gefangen genommen.<\/p>\n<p>Am 20. Juni 1525 brach der W\u00fcrzburger Bischof Konrad, der in W\u00fcrzburg wieder die Oberhand gewonnen hatte und dort den Aufstand niedergeschlagen hatte, zu einem Zug durch das Hochstift auf, um die Unterwerfung der St\u00e4dte und \u00c4mter entgegenzunehmen und Gericht zu halten.<\/p>\n<p>Dieses fiel sehr blutig aus. Schon vorher hatte er die Amtm\u00e4nner aufgefordert, ihm Namen und Verm\u00f6gensverh\u00e4ltnisse der am Aufstand Beteiligten zu nennen. In jeder Stadt fanden Hinrichtungen statt. Hans Schnabel und Hans Schnarr wurden am 3. Juli 1525 in Mellrichstadt hingerichtet.<\/p>\n<p>In Meiningen lie\u00df der Bischof 14 M\u00e4nner, in Neustadt 15 und in M\u00fcnnerstadt 12 M\u00e4nner hinrichten. Insgesamt lie\u00df er auf diesem Zug 211 Aufst\u00e4ndische hinrichten (Wendehorst s.u. S.85).Vom Papst lie\u00df er sich Ende 1527 eine Absolutionsvollmacht f\u00fcr alle am Aufstand Beteiligten geben, aber auch f\u00fcr sich wegen der Umst\u00e4nde bei der Niederwerfung des Aufstandes, damit \u201csein gewissen zu ruhe und frieden wiederumb bracht werde\u201d (Alfred Wendehorst, Das Bistum W\u00fcrzburg 3: Die Bischofsreihe von 1455-1617 Germania Sacra NF 13, Berlin\/New York 1978, S. 86)<\/p>\n<p>Papst Clemens VII. (1523-1534) begl\u00fcckw\u00fcnschte ihn schon 1525 zur Niederwerfung des Aufstandes. Seine Zeitgenossen verurteilten das harsche Vorgehen des Bischofs einhellig.<\/p>\n<p>Der Bauernkrieg war eine Folge der allgemeinen Krise der Zeit und einer tiefgreifenden Ver\u00e4nderung der sp\u00e4tmittelalterlichen Gesellschaft gewesen, was sich schon vorher in der Reformation gezeigt hatte. Zwar hatte sich Luther eindeutig vom Bauernkrieg distanziert. Aber die<\/p>\n<p>Standpunkte der Reformation waren doch eine wesentliche Rechtfertigung f\u00fcr den Bauernaufstand.<\/p>\n<p>Die Reformation war die gr\u00f6\u00dfte und wesentlich folgenschwerere Herausf\u00f6rderung f\u00fcr die katholische Kirche und die Kl\u00f6ster. Der Ebracher Prior Johannes Nibling (um 1463-1526) hatte beobachtet, dass die Reformation zuerst in den St\u00e4dten im Nordosten des Bistums Eingang fand,<\/p>\n<p>dann aber sehr rasch auch in der Ritterschaft in den weltlichen Territorien, dann aber auch in W\u00fcrzburg und den Hochstiftsst\u00e4dten. Im Kloster Bildhausen gab es 1524\/25 nur 4 M\u00f6nche, die j\u00fcnger als 40 Jahre waren. Von 15 jungen M\u00f6nchen, die zwischen 1520 und 1524 geweiht worden waren, verlie\u00dfen 11<\/p>\n<p>das Kloster, erfasst von der neuen Lehre (Zahlen nach Das Grabfeld Nr. 19 S. 11). Der M\u00f6nch Johann Ruck verlie\u00df 1522 Kloster Bildhausen und ging nach Wittenberg, wo Martin Luther lehrte. Unterst\u00fctzt wurde er von Moritz Marschalk von Osthausen. Mit ihm&nbsp; trat schon 1522 eines der ersten Adelsgeschlechter der Reformation bei. \u00dcber Johann Ruck bezog er die neuesten B\u00fccher aus Wittenberg. In der Kirche St.Georg von Waltershausen wurde ab 1523 evangelisch gepredigt.<\/p>\n<p>Bischof Konrad hatte sich von Anfang an entschieden gegen die Reformation gestellt. Eine Folge des Bauernkrieges war aber auch eine Bulle von Papst Clemens VII. Der W\u00fcrzburger Bischof hatte dem Papst geschildert, dass viele Kl\u00f6ster in seinem Bistum durch den Krieg verw\u00fcstet, abgebrannt und ausgeraubt seien und M\u00f6nche und Nonnen vertrieben seien und in weltlichen Kleidern umherirrten. Er unterstellte darauf hin alle Kl\u00f6ster f\u00fcr f\u00fcnf Jahre sowohl in spiritualibus auch als temporalibus dem W\u00fcrzburger Bischof, auch die Pr\u00e4monstratenser-und Zisterzienserkl\u00f6ster, die ja<\/p>\n<p>exemt waren mit der Befugnis, diese an Haupt und Gliedern zu reformieren. Schon 1527 lie\u00df er Kloster Bildhausen durch den Dekan des Stiftes Neum\u00fcnster in W\u00fcrzburg Matthias Main (1516-1548) und durch den Domherren und Erzdiakon Michael von Seinsheim visitieren.<\/p>\n<p>Die beiden fanden, dass Abt Valentin seinen Pflichten zu wenig nach gekommen sei\u00b4. Daraufhin setzte Bischof Konrad Abt Valentin ab. Der abgesetzte Abt lebte noch 18 Jahre, \u00fcberlebte drei \u00c4bte und starb am 21. April 1546.<\/p>\n<p>Die Oberaufsicht des Ebracher Abtes Johannes II.Leiterbach (1503-1531 \u2013 auch von Bischof Konrad abgesetzt)wurde dadurch gewahrt, dass dieser den bisherigen K\u00e4mmerer von Kloster Bildhausen als Amtsverweser einsetzte und einen Termin zur Wahl eines neuen Abtes<\/p>\n<p>festlegte. Diese fand am 10. M\u00e4rz 1528 statt.<\/p>\n<p>Abt Johannes II. aus Ebrach leitete die Wahl unter Assistenz des bisch\u00f6flichen Kommissars, dem Dekan des Stiftes Neum\u00fcnster Matthias Main. Der bisherige Abtsverweser Bartholom\u00e4us Streit wurde zum 29. Abt von Bildhausen mit Stimmenmehrheit gew\u00e4hlt. 15 Konventuale nahmen an der Wahl teil.<\/p>\n<p>Er stammte aus Oberstreu. Er wurde vom W\u00fcrzburger Weihbischof Paul Huth (+1532) unter Assistenz des Ebracher Vaterabtes und des Abtes von Kloster Aura Georg (+1549) benediziert.<\/p>\n<p>Abt Bartolom\u00e4us war sehr pflichtbewusst. Kurz nach seiner Abtsweihe visitierte er pers\u00f6nlichalle Bildhausen untergebenen Frauenkl\u00f6ster. 1531 erbat er vom W\u00fcrzburger Bischof Weltgeistliche, um diese als Kapl\u00e4ne und Beichtv\u00e4ter in den Frauenkl\u00f6stern einzusetzen.<\/p>\n<p>Das Kloster hatte f\u00fcr diese Aufgabe nicht mehr gen\u00fcgend taugliche Religiose.<\/p>\n<p>Am 2. Oktober 1529 installierte er die neugew\u00e4hlte \u00c4btissin Gertraude von Garz in Kloster Wechterswinkel.<\/p>\n<p>Im Herrschaftsbereich des Klosters achtete er auf die Einhaltung der Gerechtsamen und Eink\u00fcnfte. Er suchte solche, die w\u00e4hrend des Bauernkrieges oder schon vorher dem Kloster abhanden gekommen waren, wieder in Klosterbesitz zu bekommen.<\/p>\n<p>Er verkaufte ein Viertel des Zehnten in Neustadt und in den vier Ortschaften Brend, M\u00fchlbach, Salz und Herschfeld&nbsp; f\u00fcr 1000 Gulden an das Hochstift W\u00fcrzburg, das sind etwa 196.374,00 \u20ac. Zum einen erhielt das Kloster durch diesen neuen Zehntpartner<\/p>\n<p>kr\u00e4ftigen Schutz. Zum andern konnte das Kloster wegen der Verluste im Bauern krieg Barmittel auch gut gebrauchen.<\/p>\n<p>Abt Bartolom\u00e4us verstarb am 6. September 1540.<\/p>\n<p>Der Ebracher Vaterabt Johannes III. Wolf(1531-1540) legte den Wahltermin auf den 22. September 1540 fest.Die Wahl leitete dann mit spezieller Vollmacht der Langheimer Abt Konrad I. Haas (1538-1556). Da Abt Johannes erkrankt war.&nbsp; Er starb dann auch 25. September 1540.<\/p>\n<p>11 Konventuale w\u00e4hlten dann Philipp Hofstatter zum neuen Abt.(1540-1545). Er stammte aus Karbach, war zun\u00e4chst Backmeister und sp\u00e4ter Prior in Bildhausen. Am 8. Dezember 1541 wurde er zusammen mit dem neu gew\u00e4hlten Ebracher Abt Konrad II. Hartmann (1540-1551)<\/p>\n<p>vom W\u00fcrzburger Weihbischof&nbsp; Augustin Maier (1536-1543) benediziert.<\/p>\n<p>1541 fand in Schweinfurt eine Zusammenkunft aller \u00c4bte statt. Durch die Reformation hatte sich die Situation aller Kl\u00f6ster drastisch ge\u00e4ndert. So war zum Beispiel im Kloster Mariaburghausen nach dem Tod der \u00c4btissin nur noch eine Nonne im Kloster. Bischof Konrad von W\u00fcrzburg empfahl dem Abt, diese Ursula von Rosenbach zur \u00c4btissin zu ernennen und ihr die Verwaltung der Klosterg\u00fcter zu \u00fcbertragen. Die Urkunden des Kloster sollten getrennt aufbewahrt werden.<\/p>\n<p>Abt Philipp verstarb am 9. Juni 1545<\/p>\n<p>Sein Nachfolger&nbsp; Abt Johannes VIII. Greve wurde am 24. Juni 1545 unter Vorsitz des Abtes&nbsp; Konrad II.Hartmann (1540-1551) von 12 Konventualen&nbsp; gew\u00e4hlt. Er starb aber schon nach f\u00fcnfmonatiger Regierung noch bevor er infuliert wurde.<\/p>\n<p>Auch die n\u00e4chste Wahl fand unter Vorsitz von Abt Konrad aus Ebrach statt. Gew\u00e4hlt wurde Abt Johannes IX. Herbert als 31. Abt. Er stammte aus Neustadt.Er wurde am 6. Januar 1546 von dem W\u00fcrzburger Weihbischof Georg Flach (1544-1564) benediziert.<\/p>\n<p>1548 nahm er an der Synode teil, die der W\u00fcrzburger&nbsp; F\u00fcrstbischof Melchior Zobel von Giebelstadt (1544-1458) nach W\u00fcrzburg einberufen lie\u00df.<\/p>\n<p>In die Regierungszeit von&nbsp; Abt Johannes fallen die beiden Markgrafenkriege, die das Kloster schwer sch\u00e4digten und fast zu seiner Aufl\u00f6sung gef\u00fchrt h\u00e4tten.<\/p>\n<p>F\u00fcrstbischof Melchior Zobel wies den Bildhausener Abt daraufhin, dass Krieg ausbrechen w\u00fcrde und er empfahl ihm, alle Privilegien, Freiheitsbriefe und andere Dokumente in Sicherheit zu bringen und bot an, diese in W\u00fcrzburg zu<\/p>\n<p>verwahren. Abt Johannes nahm dieses Angebot an und lie\u00df die Dokumente nach W\u00fcrzburg bringen.<\/p>\n<p>Im Ersten Markgrafenkrieg hatte Markgraf Albrecht Alcibiades von Brandenburg-Kulmbach (1541-1554) Krieg gegen seine Nachbarn, vor allem die Reichsstadt N\u00fcrnberg gef\u00fchrt. Er wollte seinen Einfluss in Franken ausweiten und Anspr\u00fcche gegen\u00fcber N\u00fcrnberg geltend machen.<\/p>\n<p>Das Kloster verlor ein bedeutendes Verm\u00f6gen. Vieh Getreide und Wein wurden geraubt. Die Kirche und alle Klostergeb\u00e4ude wurden gepl\u00fcndert, das Grabmal und das Bild des Stifters wurden zerst\u00f6rt. Abt und Konventuale konnten sich nicht mehr im Kloster halten.<\/p>\n<p>Sie begaben sich nach teils nach K\u00f6nigshofen und R\u00f6mhilt, teils nach Neustadt und Mellrichstadt. Der Abt fl\u00fcchtete mit 300 Gulden, das sind etwa 59.602,00 \u20ac nach Schweinfurt. Er wurde aber von hessischen Reitern gefangen genommen, nachdem er schon unterwegs beraubt worden war.<\/p>\n<p>1547 bezogen kaiserliche Truppen ein Lager bei N\u00fcrnberg. Das Kloster musste drei Wagen mit Brot und Hafer ins Lager liefern, ohne deshalb von Einquartierungen frei zu sein. Der Reiter-Kapit\u00e4n Georg von Riedesel r\u00fcckte mit 100 Reitern ins Kloster ein und blieb dort 3 Tage.<\/p>\n<p>Im zweiten Markgrafenkrieg 1552- 1554 eroberte Albrecht Alcibiades 1553 Schweinfurt. Dabei brannte der Bildhausener Hof in Schweinfurt ab und als Bischof Melchior Schweinfurt belagerte, musste das Kloster Getreide ins Lager nach K\u00f6nigshofen liefern.<\/p>\n<p>Die kriegerischen Ereignisse hatten auch zur Folge, dass die Klosterdisziplin nachgelassen hatte. Konventuale hatten ihren Habit abgelegt und irrten herum, da ihnen das Kloster ja keine Zuflucht mehr sicherte. Einige Konventuale hatten ein Eheverh\u00e4ltnis eingegangen, so zum Beispiel<\/p>\n<p>Pater Franz Fischer, Provisor und Fr\u00fchmesser in Rothausen. Er wurde von Abt Johannes schriftlich aufgefordert, seine inzwischen geschlossene Ehe wieder aufzul\u00f6sen, was er umgehend tat.<\/p>\n<p>Als die Zeiten wieder etwas ruhiger geworden waren, rief Abt Johannes 1555 seine verstreuten Konventualen wieder ins Kloster Bildhausen zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Er lie\u00df die zerst\u00f6rten Klosterbauten wieder herrichten und die Kirche und das Stiftergrabmal restaurieren.<\/p>\n<p>Unter seiner Leitung fand im Kloster Frauenroth die Wahl von \u00c4btissin Amalia von Rumrod 1550 als Nachfolgerin der verstorbenen \u00c4btissin Ursula statt. Er investierte sie mit Schl\u00fcssel und Stab.<\/p>\n<p>Im April 1558 wurde F\u00fcrstbischof Melchior am Fu\u00dfe des Marienberges in W\u00fcrzburg ermordet.<\/p>\n<p>Abt Johannes nahm an der Beerdigung teil. Er selbst starb am 2. Januar 1560.<\/p>\n<p>Zu seinem Nachfolger wurde am am 23. Januar 1560 Abt Valentin II. Reinhard aus Mellrichstadt (1560-1574)von nur 9 W\u00e4hlern&nbsp; als 33. Abt gew\u00e4hlt. Er wurde am 28.04. 1560 vom W\u00fcrzburger Weihbischof Georg Flach unter Assistenz des Ebracher Abtes Johannes IV.(1551-1562) und Abt Leonhard(1560-1564)<\/p>\n<p>von Kloster Aura benediziert. Nur 3 Tage nach seiner Weihe nahm er an der Di\u00f6zesansynode in W\u00fcrzburg teil.<\/p>\n<p>Wie sein Vorg\u00e4nger war er mit der Wiederherstellung der Klostergeb\u00e4ude besch\u00e4ftigt. 1561 lie\u00df er das Stiftergrabmal restaurieren und 1567 die Orgel wieder herstellen.<\/p>\n<p>Zweimal musste er au\u00dferordentliche Abgaben von jeweils 600 Gulden zahlen, das sind jedes Mal 119.862,00 \u20ac. F\u00fcr das schwer gesch\u00e4digte Kloster war das eine enorme Summe. Das eine betraf einen Beitrag, den das Kloster zur Errichtung des Jesuitenkollegs in W\u00fcrzburg zu leisten hatte.<\/p>\n<p>Als die f\u00fcrstbisch\u00f6fliche Residenz 1572 auf dem Marienberg abgebrannt war, wurde das Kloster ebenfalls mit 600 Gulden zur Kasse gebeten.<\/p>\n<p>Er war 1563 bei der Wahl des Ebracher Abtes Leonhard Rosen (1563-1591) dabei und pr\u00e4sentierte diesen dem W\u00fcrzburger F\u00fcrstbischof Friedrich von Wirsberg (1558-1573)<\/p>\n<p>Auch bei der Wahl des Langheimers Abtes Magnus Hofmann (1572\u20131582) war er anwesend. Im Jahr darauf visitierte der Generalabt von Citeaux Nicolas I. Boucherat (1571\u20131583) die fr\u00e4nkischen Zisterzienserkl\u00f6ster.<\/p>\n<p>In der Regierungszeit von Abt Valentin wurden zwei Konvente der fr\u00e4nkischen \u00c4bte abgehalten, n\u00e4mlich 1563 und 1565.<\/p>\n<p>Der W\u00fcrzburger Bischof versuchte zweimal in die kl\u00f6sterlichen Rechte einzugreifen. 1563 wollte er dem Kloster einen Gegenschreiber, das war ein Beamter der Finanzverwaltung, namens Adam Bart aufzudr\u00e4ngen. Damit sollte das Kloster in weltlichen Dingen kontrolliert werden.<\/p>\n<p>Unter Mitwirkung des Ebracher Abtes Leonhard, wurde dies dann zur\u00fcckgenommen. 1563 musste das Kloster dem F\u00fcrstbischof eine Anleihe von 1000 Gulden geben, das sind etwa 199.770,00 \u20ac. Davon sah das Kloster nat\u00fcrlich nichts mehr.<\/p>\n<p>Rost interpretiert das so, dass sich das Kloster mit diesem Betrag praktisch frei gekauft. hatte (S.69)<\/p>\n<p>Er sah sich im Einklang mit den Bestimmungen des Konzils von Trient (1545-1563) \u00fcber das Recht der bisch\u00f6flichen Visitation und griff in die Rechte auch exemter Kl\u00f6ster ein.<\/p>\n<p>1565 lie\u00df der Kloster Bildhausen durch die geistlichen R\u00e4te Anton Aestig und Georg Fischer, beide Chorherren am Stift Neum\u00fcnster visitieren. Abt Leonhard von Kloster Ebrach protestierte sofort dagegen. Als der Protest ohne Erfolg blieb, wandte er sich an alle fr\u00e4nkischen Zisterzienser\u00e4bte.<\/p>\n<p>Mit Zustimmung des Generalabtes von Citeaux wandten sich die \u00c4bte zusammen an das Konzil von Trient. Mit einem p\u00e4pstlichen Entschluss vom 5. Januar 1579 wurde Bischof Friedrich dieses untersagt (Rost S. 69)<\/p>\n<p>Das Kloster litt auch unter den Grumbachschen H\u00e4ndel. Das war eine lehensrechtliche Auseinandersetzung zwischen den F\u00fcrstbisch\u00f6fen und Wilhelm von Grumbach, der als Geheimer Rat in den Diensten F\u00fcrstbischof Konrad von Bibra (1540-1544)gestanden war.<\/p>\n<p>In den Mord an F\u00fcrstbischof Melchior Zobels von Giebelstadt war Wilhelm von Grumbach auch verwickelt. W\u00e4hrend den H\u00e4ndeln musste sich Abt Valentin 1563 nach Mellrichstadt, der Konvent nach Neustadt fl\u00fcchten.<\/p>\n<p>Das Kloster hatte wohl auch Schwierigkeiten, Pfarrstellen angemessen zu besetzen, da es immer mehr Mangel an gebildeten Konventualen hatte. So mussten Pfarrerstellen oft mit v\u00f6llig ungeeigneten&nbsp; M\u00e4nnern besetzt werden, was zum Beispiel in Neustadt zu geradezu skandal\u00f6sen Zust\u00e4nden f\u00fchrte.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich empfahl er den Karmeliter Provinzial Pater Leonhard Gramar als Prediger nach Neustadt. Das Kloster musste daf\u00fcr j\u00e4hrlich 200 Gulden, das sind etwa 39.954,00 \u20ac, aufbringen.<\/p>\n<p>Abt Valentin II. starb am 5. Juli 1574. Ihm wurde eine Neigung zum Luthertum nach gesagt. Daf\u00fcr spricht, dass er in seiner Regierungszeit zweimal nach W\u00fcrzburg zitiert. 1566 rief ihn der F\u00fcrstbischof nach W\u00fcrzburg. in dieser Zeit bewachten 2 adelige Hofbeamte und 7 Berittene das Kloster.<\/p>\n<p>1571 musste er wieder nach W\u00fcrzburg gebracht und dort eingesperrt. Er kam nur auf F\u00fcrbitten einiger Domherren, unter ihnen der sp\u00e4tere F\u00fcrstbischof Julius von Echter und nach Ausstellung entehrender Reversbriefe wieder frei.<\/p>\n<p>Der Wahltag war von Abt Leonhard auf den 27. Juli 1574 festgelegt. Er leitete die Wahl unter Assistenz des Langheimer Abtes Magnus Hofmann (1572\u20131582). Gew\u00e4hlt wurde von 10 Konventualen Abt Valentin III. Steinm\u00fcller aus Mellrichstadt. Vor seiner Wahl war er Prior.<\/p>\n<p>Die Wahl hatte nur nach heftigen Protesten von Abt Leonhard stattgefunden. Denn der W\u00fcrzburger Bischof Julius Echter von Mespelbrunn (1573-1617), der inzwischen auf Friedrich von Wirsberg gefolgt war,&nbsp; hatte mit den Domherren Wilhelm von Milchling und von 1577-1591 Propst von St. Burkhard in W\u00fcrzburg und Sebastian Faber, Dekan des Stiftes Haug in W\u00fcrzburg zusammen mit dem Notar Rochus (Rost S. 76) Die M\u00f6nche bef\u00fcrchteten aber, Bischof Echter k\u00f6nnte sogar einen Administrator einsetzen und so das Kloster in die Hand des Bischofs kommen. Man einigte sich schlie\u00dflich auf den Kompromiss, dass die Kommissare zwar bei der Wahl anwesend waren, sicher aber nicht einmischten und&nbsp; auch keine Stimme abgaben. Abt Leonhard reiste am 30. Juli 1574 mit dem neugew\u00e4hlten Abt nach W\u00fcrzburg, um diesen Bischof Julius vorzustellen. Dabei wiederholte er seinen Protest.<\/p>\n<p>Der Bischof ging aber noch einen Schritt weiter und legte Abt Valentin eines Eidesformel vor, die nach Ansicht des Ebracher Abtes weit \u00fcber das hinausging, was die Vorschriften und Definitionen zulie\u00dfen. Der Bischof verwies aber auf die Bestimmungen des Konzils von Trient und leitete daraus se\u00edn Recht ab. Au\u00dferdem erkl\u00e4rte er, dass mehrere M\u00f6nche in Bildhausen Lutheraner seien, andere Beischl\u00e4ferinnen h\u00e4tten und andere andere Gebrechen und au\u00dferdem sei die Klosterzucht v\u00f6llig verfallen.<\/p>\n<p>Endlich wurde Abt Valentin am 21.September 1574 vom W\u00fcrzburger Weihbischof Anton Resch (1567-1583) unter Assistenz der \u00c4bte von Langheim Magnus Hofmann (1572\u20131582) Michael II. Bernhart (1560\u20131581 ) vom W\u00fcrzburger Kloster St. Stephan geweiht.<\/p>\n<p>Schon im ersten Amtsjahr ergaben sich Schwierigkeiten. 1366 hatte das Kloster die H\u00f6fe von Gro\u00dfwenkheim und Wargoldshausen f\u00fcr 2.500 Pfund Heller,&nbsp; das entspricht etwa 166.988,00 \u20ac, wiederk\u00e4uflich von den Grafen von Henneberg gekauft. Diese hatten aber<\/p>\n<p>das Recht des ewigen Wiederkaufes an den Bischof und das Hochstift von W\u00fcrzburg verkauft.&nbsp; 1574 machte Bischof Julius von diesem Wiederkaufsrecht Gebrauch und sandte den Amtmann von K\u00f6nigshofen Georg von&nbsp; Masbach mit 2000 Dukaten , das sind etwa 395.790,00 \u20ac,<\/p>\n<p>nach Bildhausen um diese G\u00fcter wieder einzul\u00f6sen. Dem Abt schien das zu wenig und er nahm das Geld nur unter Protest an. \u2013daraufhin lie\u00df Bischof Julius das Geld wieder abholen. 1575 einigte man sich schlie\u00dflich auf folgende L\u00f6sung. Das Kloster versprach 6.000 Dukaten zu zahlen,<\/p>\n<p>etwa 1.187.371,00 \u20ac. Daf\u00fcr verzichtete Bischof auf das Wiederverkaufsrecht, behielt sich lediglich vor, dass das Hochstift vom Kloster das Vorkaufsrecht erhalten sollte, falls sich das Kloster einmal zu einem Verkauf entschlie\u00dfen sollte.<\/p>\n<p>Bischof Julius versuchte wie in vielen Kl\u00f6stern die Hoheitsrechte des Stiftes auszuweiten.<\/p>\n<p>Die Zust\u00e4nde in der Pfarrei Neustadt hatten sich nicht gebessert. Auch die wirtschaftliche Lage des Klosters verschlechterte sich best\u00e4ndig. Daraufhin schickte er im Einvernehmen mit Abt Leonhard eine Kommission nach Kloster Bildhausen. Aus Kloster Ebrach war der Prior<\/p>\n<p>dabei. Es erfolgte eine Zurechtweisung, die Abt Valentin aber nicht beachtete. 1581 wurde nochmals eine Kommission nach Bildhausen geschickt, die das Archiv und die Rechnungen \u00fcberpr\u00fcfte. Daraufhin wurde Abt Valentin abgesetzt. Er fl\u00fcchtete und starb nach Rost (S. 81) \u201cin gr\u00f6\u00dftem Elende\u201d.<\/p>\n<p>Am 20. November 1581 wurde sein Nachfolger Abt Michael Christ aus Mellrichstadt von 12 Konventualen einstimmig gew\u00e4hlt. Vor seiner Wahl war er von 1574-1581 Prior in Bildhausen. Abt Leonhard von Ebrach leitete die Wahl, bei der wieder bisch\u00f6fliche Kommissare anwesend waren.<\/p>\n<p>Abt Michael wurde am 28. Januar 1582 als 35. Abt von Bildhausen unter Assistenz der \u00c4bte Leonhard aus Ebrach und Magnus aus Langheim benediziert. Er war einer der besten \u00c4bte, die Bildhausen hatte, wie Otto Schnell in \u201cPersonalstand der Abtei Bildhausen w\u00e4hrend der Zeit ihres Bestandes, <\/p>\n<p>W\u00fcrzburg&nbsp; 1887 S.150 feststellt. Rost nennt ihn sogar \u201czweiten Stifter des Klosters\u201d. S.82.<\/p>\n<p>Bei seinem Regierungsantritt war Bildhausen verarmt und verschuldet. Viele Gef\u00e4lle und G\u00fcter waren versetzt oder verpf\u00e4ndet. Die Geb\u00e4ude waren verfallen und zum Teil \u00f6de. Er stellte alles wieder her, meist&nbsp; in besserem Zustand. Er baute neue Geb\u00e4ude.G\u00fcter und Gef\u00e4lle<\/p>\n<p>l\u00f6ste er wieder ein. In der Kirche lie\u00df er neue Statuen aufstelle, die Gem\u00e4lde, die unter Feuchtigkeit gelitten hatten lie\u00df er restaurieren. Er lie\u00df die Orgel reparieren. 1616 lie\u00df er die Konventsmessglocke gie\u00dfen und die gro\u00dfe Kapitelsglocke mit einer Inschrift versehen.<\/p>\n<p>1592 kaufte er die freie Fischerei an der Brend f\u00fcr 200 Dukaten, das sind etwa 39.579,00 \u20ac.&nbsp; 1598 kaufte Abt Michael von Christoph von Burdian die sogenannte Burdiansm\u00fchle in Altshausen, einem Stadtteil von M\u00fcnnerstadt f\u00fcr 2.700 Dukaten, das sind etwa 534.317,00 \u20ac. <\/p>\n<p>Schon vier Jahre vorher hatte er von Wolfgang von Erlach, Amtmann in Neustadt und M\u00fcnnerstadt, das Gut Allershausen f\u00fcr 4000 Dukaten gekauft, das sind etwa 791.581,00 \u20ac. Das Gut bestand aus zwei Hofst\u00e4tten Wiesen, Weinbergen, Krautfeldern und einem Baumgarten<strong>.<\/strong><\/p>\n<p>Die Kaufsumme wurde 1596 bar entrichtet<strong>. <\/strong>Insgesamt hatte Abt Michael f\u00fcr 11.437 Dukaten, das sind etwa 2.263.327,00 \u20ac.&nbsp; Abt Michael l\u00f6ste auch das oben berichtete Wiederkaufsrecht f\u00fcr die H\u00f6fe in Gro\u00dfwenkheim und Wargoldshausen ein.<\/p>\n<p>Er lie\u00df die Pfarrh\u00f6fe in Heustreu, Salz, Brendlorenzen, Neustadt und Steinach neu erbauen. Zum Pfarrhausbau in K\u00f6nigshofen steuerte er bei. Trotz der Akquisitionen und vielen Neubauten konnte Abt Michael zu anderen Unternehmungen seinen Beitrag leisten.<\/p>\n<p>so gab er 1582 zur Gr\u00fcndung der Universit\u00e4t W\u00fcrzburg, bei der ein geistliches Seminar errichtet wurde, einen Beitrag von 3000 Dukaten, das sind etwa 593.685,00 \u20ac. F\u00fcr die abgebrannte Residenz gab er 600 Dukaten, das sind etwa 118.737,00 \u20ac.<\/p>\n<p>1591 wohnte Abt Michael der Einweihung der Universit\u00e4t W\u00fcrzburg bei. An der Einweihung des Schlosses Marienberg 1605 nahm er ebenfalls teil.<\/p>\n<p>Abt Michael starb am 19. Februar 1618. in seiner Regierungszeit stieg auch die Zahl der Konventualen wieder an und zwar von 12 auf 20. Obwohl er viel gebaut hatte und daf\u00fcr zwischen 8.0000 und 10.000 Gulden, also&nbsp; 1.583.161,00 \u20ac. und etwa 1.978.952,00 \u20ac. , G\u00fcter und Gerechtsame ausgel\u00f6st hatte,<\/p>\n<p>hinterlie\u00df er bei seinem Tode noch eine bedeutsame Summe an Bargeld. (Rost S. 95)<\/p>\n<p>Zu seinem Nachfolger wurde am 2. M\u00e4rz 1618 einstimmig Georg Kihn (1618-1639)aus W\u00fcrzburg zum 36. Abt gew\u00e4hlt. Vor seiner Wahl war er Prior in Bildhausen. Wahlberechtigt waren 20 Konventualen. Die Wahl fand unter Vorsitz des Ebracher Abtes Kaspar Brack (1615-1618) statt.<\/p>\n<p>Dieser stellte ihn gleich nach seiner Wahl dem W\u00fcrzburger F\u00fcrstbischof Johann Gottfried I. von Aschhausen vor. Er wurde aber erst nach Abschluss des Landtage, den F\u00fcrstbischof Johann Gottfried auf den 09.08.1618 in W\u00fcrzburg einberufen hatte vom W\u00fcrzburger Weibischof<\/p>\n<p>Eucharius Sang (1597-1620) unter Assistenz der \u00c4bte von Ebrach und&nbsp; Abt Peter (1608-1620) von Kloster Langheim benediziert und infuliert.Abt Georgs Regierungszeit fiel in den Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg, der im Mai 1618 mit dem Prager Fenstersturz begonnen hatte.<\/p>\n<p>Seine erste Amtshandlung war Wolf Adam von Steinau genannt Steinr\u00fcck (1572-1652) am 19. Juni 1618 mit dem Klosterhof in Stralungen zu belehnen.<\/p>\n<p>Bei seiner R\u00fcckkehr von Bischofsheim am Rhein \u00fcbernachtete F\u00fcrstbischof Johann Gottfried mit gro\u00dfem Gefolge im Kloster Bildhausen.<\/p>\n<p>Mit Kloster Theres hatte Bildhausen lange Jahre wegen des Pfarrhausbaues in Gro\u00dfwenkheim im Streit gelegen. Am 14. Juli 1622 verglichen sich die beiden Kl\u00f6ster im Beisein des Bildhausener Abtes und Abt Thomas II. H\u00f6hn(1619-1637).<\/p>\n<p>Im selben Jahr kam Weihbischof Jodokus Wagenhauer (1620-1635) nach Bildhausen, weihte die entweiht gewesen Kirche in Gro\u00dfeibstadt neu ein. Auf dem R\u00fcckweg weihte er in der Klosterkirche den neu erstellten Marmoraltar, den die Schweden zehn Jahre sp\u00e4ter entweihten.<\/p>\n<p>Am 29. Dezember 1622 verstarb F\u00fcrstbischof Johann Gottfried auf dem Regensburger F\u00fcrstentag. Abt Georg nahm am Leichenbeg\u00e4ngnis teil, das am 20. Januar 1623 stattfand.<\/p>\n<p>Vor der Krieg Baut\u00e4tigkeiten unm\u00f6glich machte, war Abt Georg als eifriger Bauherr t\u00e4tig. Er erneuerte die sogenannte Torkirche von Grund aus, die Weihbischof Jodokus am 14. November 1624 weihte. 1625 baute er das Abtsgeb\u00e4ude und das Kanzleigeb\u00e4ude.<\/p>\n<p>Dann erbaute er die Konventsk\u00fcche.<\/p>\n<p>1626 machte sich der Krieg erstmals in Bildhausen bemerkbar. Wallenstein r\u00fcckte in Bamberg ein. Er nahm mit seinen Gener\u00e4len und Obristen Quartier in Bildhausen. Sein Heer wurde in der Umgebung einquartiert.<\/p>\n<p>Noch zweimal gab es gro\u00dfe \u00dcbernachtungen in Bildhausen. Am 20. Oktober 1627 \u00fcbernachtete F\u00fcrstbischof Philipp Adolf (1623-1631) von Ehrenberg mit seinem Hof im Kloster.<\/p>\n<p>1630 \u00fcbernachtete F\u00fcrstabt Johann Bernhard Schenk zu Schweinsberg (1623\u20131632), der aus Regensburg kam in Kloster Bildhausen.<\/p>\n<p>1630 griff der schwedische K\u00f6nig Gustav Adolf (1611-1632) in den Krieg ein. Am 6. Juli 1630 landete er mit seinem Heer in Usedom. Am 17.September 1631 schlug er den Ligageneral Tilly (+30. April 1632) in der Schlacht von Breitenfeld vernichtend.<\/p>\n<p>1632 marschierten die Schweden in Franken ein. An 7. Oktober 1631 stand Gustav Adolf vor der Festung K\u00f6nigshofen, die man als Schl\u00fcssel zum n\u00f6rdlichen Franken ansah. Am 10. Oktober wurde die Festung \u00fcbergeben.<\/p>\n<p>Der W\u00fcrzburger F\u00fcrstbischof Franz von Hatzfeld (1631-1642) fl\u00fcchtete nach K\u00f6ln und blieb dort bis Ende 1634 im Exil. Auch Abt Georg hatte sich nach K\u00f6ln gefl\u00fcchtet. Die Schweden hatten Kloster Bildhausen eingenommen und dort einen Administrator eingesetzt. Die M\u00f6nche wurden vertrieben,<\/p>\n<p>einige von ihnen misshandelt sowie der Bursar Johannes Carl.<\/p>\n<p>Am 23. Januar 1632 schenkte Gustav Adolf der Stadt Schweinfurt die Klosterh\u00f6fe von Ebrach und Bildhausen in Schweinfurt mit s\u00e4mtlichen Gef\u00e4llen, G\u00fclten und Zinsen. Einige Klostergeistliche legten dagegen zwar schriftlichen Protest ein, der aber nicht beachtet wurde.<\/p>\n<p>Nach der Niederlage der Schweden bei N\u00f6rdlingen im September 1634 traten fast alle protestantischen Reichsst\u00e4nde aus dem B\u00fcndnis mit Schweden aus.<\/p>\n<p>In K\u00f6nigshofen setzten die Schweden einen protestantischen Pfarrer ein.<\/p>\n<p>Ende 1634 konnte F\u00fcrstbischof Franz aus K\u00f6ln zur\u00fcckkehren. Auch Abt Georg&nbsp; kam zur\u00fcck. Er hatte in K\u00f6ln viele Schulden machen m\u00fcssen. Abt Georg blieb zun\u00e4chst in W\u00fcrzburg, begab sich dann aber nach K\u00f6nigshofen, wo er sich \u00fcberwiegend aufhielt.<\/p>\n<p>1637 leitete er die Wahl des Ebracher Abtes, bei der Johann VI. Pfister als Nachfolger seines Vorg\u00e4ngers Johannes Dressel (1618-1637) gew\u00e4hlt wurde. Auch bei der Benedikation durch F\u00fcrstbischof Franz am 2.Februar 1638 nahm er teil.<\/p>\n<p>Abt Georg starb am 6. November 1639 auf der Festung K\u00f6nigshofen und wurde in der Pfarrkirche von K\u00f6nigshofen beigesetzt.<\/p>\n<p>Er hatte alle noch vorhandenen Klosterdokumente sammeln und kopieren lassen und so daf\u00fcr gesorgt, dass diese der Nachwelt erhalten blieben.<\/p>\n<p>Kloster Bildhausen war noch besetzt, als Abt Georg verstarb. 6 Konventuale hielten sich&nbsp; derzeit in K\u00f6nigshofen auf. Sie versammelten sich zu einer au\u00dferordentlichen Abtswahl, in der Valentin IV. Hendinger (1639-1675) einstimmig gew\u00e4hlt zum Abt gew\u00e4hlt wurde.<\/p>\n<p>Wann Konventuale und Abt nach Bildhauswen zur\u00fcckkehren konnten, ist nicht \u00fcberliefert. Aber 1644 lebten sie wohl wieder im Kloster. Denn 1644 lie\u00df Abt Valentin das Muttergottesbild an der Toreinfahrt erneuern und einer Zeittafel versehen.<\/p>\n<p>1644 geriet das Kloster aber auch in Schwierigkeiten. Klosteruntertane hatte n\u00e4mlich in Junkerhausen einen schwedischen Offizier gefangengenommen und get\u00f6tet. Der schwedische Obrist von Kandelberg erfuhr davon und drohte dem Kloster mit heftigsten Konsequenzen, wenn es nicht eine bedeutende Summe zahlen w\u00fcrde. In seiner Not verkaufte das Kloster seinen Hof in W\u00fcrzburg an das Karth\u00e4userkloster in Astheim bei Volkach. Die Karth\u00e4user zahlten die Kaufsumme bar und sandten diese nach Bildhausen. Als sie dort ankam, war der schwedische Obrist bereits vertrieben,<\/p>\n<p>das Geld also gerettet. Der Abt wollte das Geld sofort zur\u00fcckschicken. Die Karth\u00e4user verweigerten aber den Kauf r\u00fcckg\u00e4ngig zu machen.<\/p>\n<p>Zwischen dem 15. Mai 1648 und dem 24.Oktober 1648 wurden in M\u00fcnster und Osnabr\u00fcck eine Reihe von Vertr\u00e4gen geschlossen, die als \u201cWestf\u00e4lischer Friede\u201d in die Geschichte eingingen und den den Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg beendeten.<\/p>\n<p>Von dem Krieg und seinen Folgen erholte sich das Kloster erst allm\u00e4hlich. Abt Valentin konnte aber viele Schulden zur\u00fcckzahlen.<\/p>\n<p>Den Klosterhof in Neustadt an der Saale erbaute er neu. Auch viele verpf\u00e4ndete Zehnten brachte er wieder ans Kloster zur\u00fcck.<\/p>\n<p>1660 erbaute er die Zehntscheuer in Hollstadt.<\/p>\n<p>Neben den eingel\u00f6sten Pf\u00e4ndern konnte Abt Valentin f\u00fcr insgesamt 3000 Gulden Neuerwerbungen t\u00e4tigen, das sind etwa 583.287,00 \u20ac<\/p>\n<p>Ein sehr gutes Verh\u00e4ltnis hatte er zum W\u00fcrzburger F\u00fcrstbischof Johann Philipp I. von Sch\u00f6nborn (1642-1673). Dieser handelte f\u00fcr sein schwer gesch\u00e4digtes Bistum mit den verschiedenen Kriegsparteien Entlastungen aus. Wegen seiner umsichtigen Rolle bei<\/p>\n<p>den Verhandlungen wurde er 1647 auch Erzbischof von Mainz und 1663 noch Bischof von Worms. Er besuchte das Kloster mehrfach und \u00fcbernachtete auch dort.<\/p>\n<p>1672 wohnte Abt Valentin dem Landtag bei.<\/p>\n<p>In diesem Jahr wurde Kloster Bildhausen auch in die Oberdeutsche Zisterzienserkongregation aufgenommen, die im September 1624 in Salem gegr\u00fcndet worden war.<\/p>\n<p>Am 12. Februar 1673 starb F\u00fcrstbischof Johann Philipp. Bei dem Leichenbeg\u00e4ngnis war Abt Valentin auch anwesend.<\/p>\n<p>Am 11. Februar 1675 verstarb Abt Valentin im Alter von 81 Jahren, nachdem er 36 Jahre Abt und 53 Jahre Priester gewesen war.<\/p>\n<p>In W\u00fcrzburg war inzwischen Peter Philipp von Dernbach (1675-1683) F\u00fcrstbischof.&nbsp; Bei der Abtswahl, die nun anstand griff er gleich massiv ein, um seine Rechte zu wahren.<\/p>\n<p>Der Ebracher Vaterabt Alberich Degen (1658\u20131686) hatte den Wahltag f\u00fcr den neuen Abt auf den 26. Juli gelegt. Der Konvent meldete den Tod von Abt Valentin auch nach W\u00fcrzburg. Der Geistliche Rat in W\u00fcrzburg setzte nun den 29. Juli<\/p>\n<p>als Wahltermin fest, was ja nicht in seiner Kompetenz lag. Abt Alberich protestierte nicht dagegen und verk\u00fcndete den 29. Juli als Wahltermin.<\/p>\n<p>Am 28. Juli kamen die bisch\u00f6flichen Kommissare, Weihbischof Stephan Weinberger (1667-1703) und der Domherr Johann Georg Specht von Bubenheim (1665-1688) in Bildhausen an.<\/p>\n<p>Der Weihbischof hielt nun eine Ansprache und verlangte folgendes: Vorrang der w\u00fcrzburgischen Kommissare, Mitdirektorium beim Wahlvorgang, Installation des neu zu w\u00e4hlenden Abtes, das Recht ihn ins Konklave zu f\u00fchren,<\/p>\n<p>die Schl\u00fcssel zu \u00fcbergeben und als erster zu gratulieren. Dagegen protestierte der Abt sofort und erkl\u00e4rte, das sei nicht mit den Ordensstatuten und den Exemtionen vereinbar. Er drohte, selbst lieber unverrichteter Dinge abzureisen<\/p>\n<p>als sein Gewissen zu beschweren. Die bisch\u00f6flichen Kommissare erkl\u00e4rten, dass sie nicht \u201ceinen Nagel breit\u201d (Rost S. 122). Daraufhin begab sich der Abt ins Konklave zur\u00fcck und machte Anstalten, abzureisen.<\/p>\n<p>Als die Kommissare merkten, dass der Abt Ernst machte, baten sie den Abt zu bleiben, bis sie neue Instruktionen aus W\u00fcrzburg eingeholt h\u00e4tten. Man einigte sich schlie\u00dflich auf folgenden Modus. Im Kapitel und bei der Wahl hat der Abt den Vorsitz,<\/p>\n<p>bei Tische aber die Kommissare. Sie versprchen sich nicht einzumischen und nur die Stimmzettel einzusehen. Das Recht, als erste zu gratulieren, behielten sie sich vor.<\/p>\n<p>27 Konventuale waren wahlberechtigt. Gew\u00e4hlt wurde Robert Metzel aus Volkach. Vorher war er Bursar. 1672-1675 war er Pfarrer in Brendlorenzen und zugleich \u00d6konom n Neustadt. Damit war die Wahl zum 38. Abt von Bildhausen abgeschlossen.<\/p>\n<p>Aber auch f\u00fcr die Weihe gab es neue Vorschriften. Der Konvent m\u00fcsse schriftlich um die Konfirmationen nachsuchen. Der Neugew\u00e4hlte w\u00fcrde 8 Tage lang an der Kirchent\u00fcr angeschlagen. Dann erst w\u00fcrde der Bischof den Konfirmationstermin bekannt geben.<\/p>\n<p>Der Neugew\u00e4hlte m\u00fcsse dann vom Prior und zwei Patres pr\u00e4sentiert werden und dann die Professio fidei ablegen. Dies \u00e4ngstigte den neugew\u00e4hlten Abt alles und er fragte Abt Alberich in Ebrach um rat, wie er sich verhalten solle. Dieser empfahl ihm, nur<\/p>\n<p>mit einem Konventualen nach W\u00fcrzburg zu reisen , um sich dem Bischof zu pr\u00e4sentieren und falls dieser auf mehreren bestand, dem Bischof zu sagen, man habe dies nicht gewusst und auch in allen Klosterurkunden nichts gefunden.<\/p>\n<p>Am 6.Oktober 1675 wurde Abt Robert schlie\u00dflich von Weibischof Stephan Weinberger in der Klosterkirche von Bildhausen benediziert.<\/p>\n<p>In seiner Regierungszeit zahlte Abt Robert Schulden zur\u00fcck. Er kaufte kostbares Silberger\u00e4t. Er baute 1676 den oberen Pferde-und Kuhstall.&nbsp; Er l\u00f6ste den Keltenhof in Stralungen f\u00fcr 400 Gulden, das sind ungef\u00e4hr 4000,00 \u20ac.. Auch zahlte er an den Schulden, die Abt Georg<\/p>\n<p>in K\u00f6ln gemacht hatte, 1100 Gulden ab, das entspricht ungef\u00e4hr 11.000 \u20ac. In der Klosterkirche lie\u00df 1679 er den Hauptaltar errichten und vergolden. Die Zahl der Konventualen nahm wieder zu, bei seinem Tod waren es 29.<\/p>\n<p>Er legte den Grundstein zu dem noch erhaltenen dreist\u00f6ckigen Dormitorium legen. Abt Robert litt an Wassersucht. Er erlebte noch, wie ein Marienbild, das er in Augsburg in Auftrag gegeben hatte und das 2959 Gulden also <\/p>\n<p>ungef\u00e4hr 1.720.383,00 \u20ac gekostet hatte, in Bildhausen ankam. Er verstarb am 8. Oktober 1689.<\/p>\n<p>Als Abt Ludwig gestorben war, schickte der Konvent sofort einen reitenden Boten nach Ebrach, um den Tod zu melden. Aber Abt Ludwig Ludwig (1685-1696) befand sich in Kloster Langheim, wo ein neuer Abt gew\u00e4hlt wurde.<\/p>\n<p>Der Abt wurde dort von bambergischen Soldaten fast wie ein Gefangener behandelt. Durch Vermittlung eines langheimischen Bediensteten konnte der Bildhausener Bote schlie\u00dflich zum Abt vordringen. Dieser beauftragte den<\/p>\n<p>Bronnbacher Abt Franz Wundert ( 1670-1699) die Wahl in Bildhausen vorzunehmen und erteilte ihm die n\u00f6tige Vollmacht. Dieser setzte den 24. Oktober als Wahltermin fest. Der W\u00fcrzburger F\u00fcrstbischof Johann Gottfried II. von Guttenberg<br \/>(1684 \u20131698) hatte allerdings schon den 22.10. als Termin festgelegt. In Anwesenheit des bisch\u00f6flichen Kommissars Johann Franz Karl von Ostein (1681-1718) wurde Friedrich Agricola zum 39. Abt von Bildhausen gew\u00e4hlt. Er ist am 9. Oktober&nbsp; 1643<\/p>\n<p>in W\u00fcrzburg geboren. 1664 trat er in das Kloster Bildhausen ein. 1671 wurde er zum Priester geweiht. 1677 war er \u00d6konom in Neustadt. Ab 1687 bis zu seiner Wahl zum Abt war er Prior in Bildhausen. <\/p>\n<p>Er wurde von Weihbischof Stephan Weinberger unter Assistent der \u00c4bte Franz Wundert aus Bronnbach und&nbsp; Benedikt Knittel (1650-1732) aus Sch\u00f6ntal in der Klosterkirche von Bildhausen benediziert.<\/p>\n<p>Nach den Klosterchroniken war Abt Friedrich bei seinen Konventualen sehr beliebt. Er regierte 14 Jahre, in denen er sehr viel baute.<\/p>\n<p>1691 und 1692 lie\u00df er auf dem Rindhof in M\u00fcnnerstadt 2 neue Bauernh\u00f6fe mit St\u00e4llen erbauen. 1694 baute er den Pfarrhof in Brend und gab daf\u00fcr&nbsp; 1400 Gulden aus, das sind immerhin ungef\u00e4hr 814.076,00 \u20ac.<\/p>\n<p>Im selben Jahr setzte er die vom Einsturz bedrohte Burdiansm\u00fchle in M\u00fcnnerastadt-Althausen in Stand und gab daf\u00fcr 1340 Gulden aus, also ungef\u00e4hr 779.187,00 \u20ac.<\/p>\n<p>1695 lie\u00df er das Bauernhaus in Brend von Grund auf neu herstellen.<\/p>\n<p>1697 folgte der Pfarrhof in Heustreu mit einem Aufwand von 1006 Gulden, also ungef\u00e4hr 10.006,00 \u20ac.<\/p>\n<p>1701 wurde das bauf\u00e4llige Baderhaus in Gro\u00dfwenkheim wiederhergestellt.<\/p>\n<p>Gegen Ende seines Lebens bekam Abt Friedrich ein \u00dcbel im Gesicht, was ihn verunstaltete und dazu veranlasste, sich aus der \u00d6ffentlichkeit zur\u00fcck zu&nbsp; ziehen.<\/p>\n<p>Er nahm deshalb auch nicht an den Trauerfeierlichkeiten f\u00fcr den verstorbenen W\u00fcrzburger F\u00fcrstbischof Johann Gottfried II. teil Auch bei der Weihe des neugew\u00e4hlten F\u00fcrstbischof<\/p>\n<p>Johann Philipp von Greiffenclau (1699-1719) war er nicht dabei. Als dieser aber die Huldigung seiner Untertanen in Neustadt entgegennahm, lie\u00df ihn Abt Friedrich durch seinen Bursarius einladen.<\/p>\n<p>Daraufhin kam der neugew\u00e4hlte F\u00fcrstbischof mit einer gro\u00dfen Anzahl seiner Hofleute nach Bildhausen und nahm dort ein Mittagessen ein.<\/p>\n<p>Abt Friedrich erlag seinem Leiden am 11. August 1703 im Alter von 56 Jahren.<\/p>\n<p>Die Wahl f\u00fcr den neuen Abt wurde auf den 18. August 1703 gelegt. Sie fand dann unter ziemlich turbulenten Umst\u00e4nden statt. Ein Kompetenzstreit den Installationsakt betreffend&nbsp; zwischen dem Ebracher Vaterakt<\/p>\n<p>Paulus Baumann (1702\u20131714) und den bisch\u00f6flichen Kommissaren Ignaz Theobald Hartmann von Reinach (1662\u20131727) f\u00fchrte zu einem Gerangel und sogar Handgreiflichkeiten. Die Kommissare waren in der Abteikirche eingesperrt worden.<\/p>\n<p>Der F\u00fcrstbischof und seine Regierung nahmen dies sehr \u00fcbel. Der neugew\u00e4hlte Abt erhielt erst nach Ausstellung eines beschwerlichen Revers eine Audienz beim Bischof. Er musste Abbitte leisten<\/p>\n<p>und der Installationsakt musste im Kloster wiederholt werden, dieses Mal in Anwesenheit der bisch\u00f6flichen Kommissare. Er wurde erst am 21. November best\u00e4tigt und am 4. M\u00e4rz 1704 vom F\u00fcrstbischof selbst unter Assistenz<\/p>\n<p>der \u00c4bte Benedikt Knittel und Joseph Hartmann (1699\u20131724) aus Bronnbach benediziert.<\/p>\n<p>Zum 40. Abt von Bildhausen war Augustin Stapf (1704- 1731 gew\u00e4hlt worden.<\/p>\n<p>Abt&nbsp; Augustin ist am 25.Dezember 1659 in Wermerichshausen (heute M\u00fcnnerstadt)&nbsp; geboren. Er ist der Sohn eines Bauern, trat 1681 in Kloster Bildhausen ein und wurde 1684 zum Priester geweiht. Von 1698 bis zu seiner Wahl 1703<\/p>\n<p>war er Pfarrer in Gro\u00dfwenkheim.<\/p>\n<p>In Gro\u00dfwenkheim lie\u00df er 1723 das klostereigene bauf\u00e4llige Schankhaus \u201cZum Adler\u201d mit Pferdest\u00e4llen neu errichten.<\/p>\n<p>Aus seiner Regierungszeit sind mehrere Rechtsgesch\u00e4fte \u00fcberliefert. So schloss er mit den Freiherren von Rosenbach wegen angrenzender Jagdbezirken, was immer wieder zu Streit gef\u00fchrt hatte.<\/p>\n<p>Die Schwierigkeiten&nbsp; bei seiner Installation scheinen das Verh\u00e4ltnis zwischen F\u00fcrstbischof und Kloster nicht weiter belastet zu haben. Er besuchte das Kloster mehrmals und speiste auch dort.<\/p>\n<p>Der Abt war beim feierlichen Einzug Kaiser Karls VI. (1711-1740) in W\u00fcrzburg zugegen.<\/p>\n<p>Am Leichenbeg\u00e4ngnis von F\u00fcrstbischof Johann Philipp von Greiffenclau&nbsp; am 28. August 1719 dabei, ebenso wie bei der Weihe des neugew\u00e4hlte W\u00fcrzburger F\u00fcrstbischofs Christoph Franz von Hutten (1724-1729).<\/p>\n<p>Im selben Jahr assistierte er bei der Benediktion des Abtes Engelbert Sch\u00e4ffner (1724\u20131752) von Bronnbach.<\/p>\n<p>Abt Augustin verstarb am 19. August 1731. Er war ein guter Haush\u00e4lter. Bei seinem Tode befanden sich 66.000 Gulden, das sind ungef\u00e4hr 660.000,00 \u20ac in der Klosterkasse. (Rost S. 141)<\/p>\n<p>Am 10.September 1731 fand die Wahl des Nachfolgers von Abt Augustin statt. Die Wahl wurde geleitet vom Ebracher Vaterabt Wilhelm S\u00f6llner (1714\u20131741), bei der auch drei f\u00fcrstbisch\u00f6fliche Kommissare anwesend waren.<\/p>\n<p>Gew\u00e4hlt wurde im zweiten Wahlgang Engelbert Kl\u00f6pfel (1731-1754) mit knappen Mehrheit. Das Ergebnis lautete 19 von 35 Stimmen.<\/p>\n<p>Engelbert ist am 17. Januar 1675 in Weichtungen bei M\u00fcnnerstadt geboren. wie sein Vorg\u00e4nger war auch er ein Bauernsohn. Er trat am 7.September 1695 in das Kloster Bildhausen ein. Am 17. Mai 1699 feierte er seine erste Heilige Messe.<\/p>\n<p>Danach war er vor allem in der Seelsorge t\u00e4tig. Von 1705-1731 war er Pfarrer in Hollstadt. Dann wurde er zum Abt gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Er war ein sehr baufreudiger Abt. F\u00fcr den Ausbau und die Versch\u00f6nerung der Klosterkirche gab er 10.000 Gulden aus, also ungef\u00e4hr 5.826.500,00 \u20ac. Die Hauptorgel lie\u00df er aus dem Chor in das Hauptschiff der Kirche versetzen.<\/p>\n<p>Neben der Ausschm\u00fcckung der Kirche kaufte er auch viel kostbare Gef\u00e4\u00dfe. Einen bedeutenden Teil des Konventbaus lie\u00df er neu errichten. Auch der Bibliotheksaal wurde neu erstellt.<\/p>\n<p>Zu Beginn seiner Regierungszeit lie\u00df er 1732&nbsp; das \u00d6komiegeb\u00e4ude in Hollstadt erbauen. 1746 lie\u00df er die neue Sepultur, also Grablege errichten.<\/p>\n<p>1735 musste der Besitzer der den Kloster lehnbare Steinm\u00fchle in Saal diese wegen Schulden verkaufen. Abt Engelbert kaufte die M\u00fchle f\u00fcr 3.000 Dukaten, das sind ungef\u00e4hr 1.747.950,00 \u20ac und verkaufte sie gegen<\/p>\n<p>Vorbehalt des Kaufs- Tausch- und Teilungs-Handlohn weiter und dies mit einem Revers, dass er die M\u00fchle an keinen Adligen, kein Kloster oder Spital und keine Gemeinde verkaufen d\u00fcrfe.<\/p>\n<p>1744 kaufte er G\u00fcter und G\u00fclten f\u00fcr 2070 Gulden, also ungef\u00e4hr 1.206.086,00 \u20ac in Gro\u00dfbardorf.<\/p>\n<p>1733 fand der polnische Erbfolgekrieg statt., in dem Frankreich gegen \u00d6sterreich k\u00e4mpfte. 1733 sollte das Generalkapitel in Citeaux tagen. Wegen des Krieges besuchte Abt Engelbert anstelle des erkrankten Ebracher&nbsp; Abtes<\/p>\n<p>Wilhelm zusammen mit Abt Martin Wolf (1728-1734) aus Langheim und Pater Josef aus Ebrach das Kloster Kaisheim.<\/p>\n<p>Am 8. August 1734 nahm er an der Amtseinf\u00fchrung des Langheimer Abtes Stephan M\u00f6ssinger (1734-1751) teil.<\/p>\n<p>Eine Reise zum Generalkapitel nach Citeaux erfolgte dann zusammen mit Abt Engelbert Sch\u00e4ffner (1724-1752) vom Kloster Bronnbach im April 1738.<\/p>\n<p>Am 29.April 1741 fand in Ebrach das Leichenbeg\u00e4ngnis von Abt Wilhelm statt. Der Salemer Abt Konstantin Miller (1725-1745) hatte als Vorsitzender der Oberdeutschen Kongregation dazu Abt C\u00f6lestin I. Meermoos (1739\u20131771)<\/p>\n<p>von Kloster Kaisheim delegiert. Die W\u00fcrzburgischen Kommissare hatten dies aber nicht gestattet, da Abt C\u00f6lestin nicht aus der Di\u00f6zese war.<\/p>\n<p>Also \u00fcbernahm Abt Engelbert diese Aufgabe.<\/p>\n<p>Am 10. September 1741 assistierte er bei der Benediktion des neuen Abtes von Ebrach Hieronymus Held (1741-1773), der in der Domkirche in W\u00fcrzburg geweiht wurde. Am 15. September 1743 wurde die Hofkirche in W\u00fcrzburg&nbsp; von F\u00fcrstbischof Friedrich Karl von Sch\u00f6nborn (1729-1746) eingeweiht. Dazu waren alle \u00c4bte eingeladen. sie erhielten dann eine Gedenkm\u00fcnze<\/p>\n<p>im Wert von 17 Dukaten, das sind immerhin ungef\u00e4hr 9.905,00 \u20ac.<\/p>\n<p>1744 fand in Schweinfurt ein Kreistag abgehalten.Bischof Friedrich Karl bat Abt Engelbert dazu zwei Konventuale abzuordnen, die dort im Rathaus die Messe lesen sollten. Abt Engelbert schickte dazu die Patres<\/p>\n<p>Bonifatius, den sp\u00e4teren Abt und Gregor (+1753)<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich hatte die Abtei auch immer wieder hohe Besuche. So weilte Herzog Friedrich von Sachsen-Meiningen (1729-1743) am 3. Mai 1735 in Bildhausen. F\u00fcrstbischof Friedrich Karl \u00fcbernachtete am 17. November 1735 in Kloster Bildhausen.<\/p>\n<p>1739 war Elisabeth&nbsp; Sophie, Herzogin von Sachsen \u2013Meiningen und Schwester des Preussenk\u00f6nigs Friedrich II. f\u00fcr einen Tag zu Gast in Bildhausen. <\/p>\n<p>Im Alter litt Abt Engelbert an Wassersucht. Daran starb er schlie\u00dflich im Alter von fast 80 Jahren am 27. April 1754.<\/p>\n<p>Am 28. Mai 1754 fand die Wahl zum neuen Abt statt.<\/p>\n<p>Gew\u00e4hlt wurde Bonifatius Gessner (1754-1770) Er ist am 17. November 1699 in Gro\u00dfwenkheim geboren. Er war der dritte Bauernsohn in Folge, der sp\u00e4ter Abt in Bildhausen wurde. <\/p>\n<p>Er trat im Mai 1721 in das Kloster Bildhausen ein. Seine Primiz feierte er am 2. November 1727. Noch vor seiner Priesterweihe sandte ihn das Kloster zum Theologiestudium nach W\u00fcrzburg.<\/p>\n<p>Im Kloster \u00fcbernahm er dann die Stelle eines Lektors f\u00fcr Philosphie und Theologie. Schon mit 39 Jahren wurde er zum Kanzleidirektor.<\/p>\n<p>1738 begleitete er Abt Engelbert auf seiner Reise zum Generalkapitel nach Citeaux.<\/p>\n<p>In seinem Wappen f\u00fchrte f\u00fchrte er u.a. eine strahlende Sonne. Das f\u00fchrte zu seinem Beinamen \u201cSonnenabt\u201d.<\/p>\n<p>Die Regierungszeit von Abt Bonifatius war eine Glanzzeit der Abtei. Gleichzeitig waren die Zeitumst\u00e4nde sehr ung\u00fcnstig. Der Siebenj\u00e4hrige Krieg von 1756-1763 ging auch an Kloster Bildhausen nicht spurlos vor\u00fcber.<\/p>\n<p>Daneben gab es eine Reihe von Naturkatastrophen. Einmal wurden die Scheunen des Klosterhofes in Neustadt vom Blitz getroffen und die Scheunen brannten ab.<\/p>\n<p>Am 28. Mai 1768 setzte eine gro\u00dfe \u00dcberschwemmung auch die Klosterkirche unter Wasser. Er lie\u00df dann die Wassersch\u00e4den beseitigen<\/p>\n<p>Um seine Heimatgemeinde Gro\u00dfwenkheim k\u00fcmmerte er sich immer stark. Noch vor seinem Amtsantritt hatte er dort die Wahl&nbsp; seines Verwandten Johann Nikolaus Ge\u00dfner zum Schulthei\u00dfen geleitet.<\/p>\n<p>Vom Landesherren erwirkte er f\u00fcr Gro\u00dfwenkheim die Erlaubnis, j\u00e4hrlich 4 M\u00e4rkte abhalten zu d\u00fcrfen. In Gro\u00dfwenkheim lie\u00df er die barocke Kirche Maria Himmelfahrt erbauen. 1765 legte er den Grundstein zur Kirche.<\/p>\n<p>Der aus M\u00fcnnerstadt stammende Kirchenmaler Johann Peter Herrlein (1722-1799) fertigte die Deckengem\u00e4lde. Dort ist auch Abt Bonifatius in der weissen Kukulle der Zisterzienser verewigt. Als sich 1770 eine<\/p>\n<p>Unterdeckung von mehreren tausend Gulden abzeichnete, schoss er den Betrag vor, der erst 1775 zur\u00fcckbezahlt werden musste.&nbsp; Die Weihe der Kirche, die auch Dom der Vorr\u00f6hn benannt wird, erlebte er nicht mehr.<\/p>\n<p>Der W\u00fcrzburger Weihbischof Daniel von Gebsattel (1748-1788) weihte die Kirche am 23. August 1728.<\/p>\n<p>Auch den Kirchenbau der Augustiner in M\u00fcnnerstadt unterst\u00fctzte er mit betr\u00e4chtlichen Summen.<\/p>\n<p>G\u00fctererwerbungen wurden wenige erw\u00e4hnt.<\/p>\n<p>Er kaufte den Zehnten von Mittelstreu. 1756 kaufte er vom W\u00fcrzburger Damenstift den Hof zur G\u00fcldenen Pforte den das Kloster 1774 an den W\u00fcrzburger&nbsp; Buchh\u00e4ndler Johann Jacob Stahel f\u00fcr 5000 Gulden, also ungef\u00e4hr 2.839.504,00 \u20ac.<\/p>\n<p>Im Kloster erbaute er 1765\/66 als Sommerrefektorium das Gartensalett . In der 1625 unter Abt Georg Kihn errichteten Pr\u00e4latur lie\u00df er eine Rokokotreppe anfertigen und reiches Stuckwerk in der Abtswohnung.<\/p>\n<p>Abt Bonifatius verstarb am 11. Juni 1770 mit 71 an der Gicht.<\/p>\n<p>Am 3. Juli 1770 wurde Abt Edmund Martin (1770-1786) zum Nachfolger Bonifatius gew\u00e4hlt. Er ist am 23. Dezember 1718 als Sohn b\u00fcrgerlicher Eltern in Neustadt an der Saale geboren<\/p>\n<p>Im Februar 1741 trat er in das Kloster Bildhausen ein. Seine Primiz feierte er am 16. Mai 1745. Nachdem er zum Abt gew\u00e4hlt worden war, wurde er am 14. Oktober 1770 in der Hofkirche in W\u00fcrzburg zum Abt geweiht.<\/p>\n<p>Von den Klosterchronisten wurde er als liebensw\u00fcrdiger Abt geschildert. Allerdings ging dieser Ruf wohl auf Kosten der Wirtschaftlichkeit und des Klosterhaushaltes.<\/p>\n<p>In wirtschaftlichen Dingen war er hoffnungslos \u00fcberfordert, was sich vor allem bei der Bewirtschaftung der Klosterw\u00e4lder zeigte. Diese wurden v\u00f6llig planlos einfach abgeholzt. Auch war das Kloster unter Abt Martin <\/p>\n<p>schnell \u00fcberschuldet.<\/p>\n<p>Dass die Abtei sich wieder erholte, war vor allem Nivard Schlimbach, dem sp\u00e4teren Abt, der bis zu seiner Abtswahl Kanzleidirektor war und dem Bursar und Subprior Joseph Dettelsbacher (+ 1788) zu verdanken.<\/p>\n<p>Diese erstellten in den 1780-Jahren einen systematischen Aufforstung-und Abholzungsplan.<\/p>\n<p>Im September 1786 erkrankte Abt Martin und verstarb nach einem siebenw\u00f6chigen Krankenlager am 23. September 1786.<\/p>\n<p>Am 17. Oktober 1786 fand die Abtswahl statt.<\/p>\n<p>Gew\u00e4hlt wurde Nivard Schlimbach(1786-1803) als 40. und letzter Abt von Kloster Bildhausen.<\/p>\n<p>Er wurde am 25. M\u00e4rz 1747 als j\u00fcngster Sohn des Wundarztes und Schulthei\u00dfen Johann Schlimbach in Althausen, heute ein Ortsteil von Bad K\u00f6nigshofen im Grabfeld geboren.<\/p>\n<p>Er absolvierte das Gymnasium in Bamberg und besuchte dann den philosophischen Kurs in Bamberg. Dann wechselte er 1764 nach W\u00fcrzburg, wo er das Philosophie- und Theologiestudium beendete.<\/p>\n<p>1767 trat er in das Kloster Bildhausen ein. Am 18. September 1768 legte er die Profess ab und wurde 1771 zum Priester geweiht.<\/p>\n<p>Nach der Primiz schickte ihn Abt Edmund zum Studium der Rechtswissenschaften nach W\u00fcrzburg. Dort wohnte er bei Professor Josef Maria Schneidt. Dieser war ab 1754 f\u00fcr 11 Jahre Konsulent, das ist ein Rechtsberater, der Abtei Bronnbach.<\/p>\n<p>Schneidt war dort orendtlicher Professor der Pandekten und des fr\u00e4nkischen Rechts. Der sp\u00e4tere Abt erwarb sich dort bedeutende Kenntnisse in der Rechtswissenschaft und der fr\u00e4nkischen Geschichte.<\/p>\n<p>Unter der Anleitung von Professor Schneidt legte er eine Sammlung von Kopien von Urkunden an, die sich auf die fr\u00e4nkische Geschichte bezogen.<\/p>\n<p>Diese Sammlung mit dem Titel \u201cAntiquitates Herbipolensis\u201d setzte er bis an sein Lebensende fort.<\/p>\n<p>Nach drei Jahren kehrte er nach Bildhausen zur\u00fcck, wurde dort Gehilfe des Kanzleidirektors, dann Gehilfe des \u00d6konoms in Hollstadt. Danach erhielt er die erledigte Stelle des Kanzleidirektors in Bildhausen, die<\/p>\n<p>er bis zu seiner Wahl zum Abt behielt.<\/p>\n<p>Bei seinem Regierungsantritt fand er das Kloster hoffnungslos \u00fcberschuldet vor. Gleich zu Beginn musste er aufgrund gerichtlicher Anordnung 12.000 Gulden auszahlen, das sind etwa 120.00 Euro auszahlen.<\/p>\n<p>Er baute die hohe Verschuldung z\u00fcgig ab, verkaufte unprofitable Weinberge. Auch die Zahl der M\u00f6nche reduzierte er, um kosten zu sparen. Brachliegende Fl\u00e4chen lie\u00df er urbar machen.<\/p>\n<p>Den Petersberg lie\u00df er roden und mit Obst und Hopfenanlagen bepflanzen. Der neuerbaute Rindhof wurde bald zu einem \u00d6konomiegut, dessen Ertr\u00e4gnisse die Eink\u00fcnfte des Klosters bedeutend erh\u00f6hten. <\/p>\n<p>Er lie\u00df einen neuen G\u00e4stebau und das Pfortenhaus errichten.<\/p>\n<p>In Unsleben errichte er eine Zehntscheuer.<\/p>\n<p>Im Juli 1789&nbsp; hatte in Frankreich die Revolution stattgefunden. 1792 begannen die Koalitionskriege, also kriegerische Auseinandersetzungen zwischen Frankreich und den europ\u00e4ischen Machtrivalen.<\/p>\n<p>Schon im 1. Koalitionskrieg 1792-1799 fanden K\u00e4mpfe in Franken statt.<\/p>\n<p>1795 errichten die \u00d6sterreicher ein Lazarett in Kloster Bildhausen. 1796 r\u00fcckten die Franzosen unter General Jean-Baptiste Jourdan zum zweiten Mal \u00fcber den Rhein vor und drangen von der Lahn bis in die Oberpfalz vor.<\/p>\n<p>Nachdem die \u00d6sterreicher abger\u00fcckt waren, kamen die Franzosen auch vor Kloster Bildhausen. Nur die Zahlung einer betr\u00e4chtlichen Geldsumme und die Lieferung von Lebensmitteln bewahrte das Klosterdavor,<\/p>\n<p>gepl\u00fcndert und gebrandschatzt zu werden. Da die Lage zu unsicher war, fl\u00fcchtete sich Abt Nivard erst nach Coburg und dann nach Cronach und schlie\u00dflich nach Ebersberg im Vogtland.<\/p>\n<p>Zu allem Ungl\u00fcck wurde die Gegend auch von einer verheerenden Viehseuche heimgesucht.<\/p>\n<p>Die Franzosen kamen noch einmal nach Bildhausen. Dieses Mal lag der Stab im Kloster.<\/p>\n<p>Die Gegend war so unsicher geworden, das selbst die Abteikirche vor Einbruch und Diebstahl nicht sicher war. In der Nacht vom 15. auf 16. Oktober 1801 versuchten Diebe in der Sakristei einzubrechen. Sie wurden aber geh\u00f6rt und<\/p>\n<p>vertrieben. Erfolgreich war ein Diebstahl am 29. Januar 1803. In der Kirche wurde der Tabernakel aufgebrochen, das silberne Ciborium gestohlen und die Hostien auf dem Boden verstreut.<\/p>\n<p>Die letzte Visitation von Kloster Bildhausen nahm der Ebracher Vaterabt Eugen Montag (1791\u20131803) und seinem Sekret\u00e4r Wigand Weigand, von dem die \u201cGeschichte der fr\u00e4nkischen Cistercienserabtei Ebrach (Landshut 1834) stammt, <\/p>\n<p>am 15.0ktober 1801 statt.<\/p>\n<p>Die milit\u00e4rischen Erfolge Napoleons hatten zur Folge, dass die franz\u00f6sische Ostgrenze verschoben wurde. Einige Territorien des Heiligen R\u00f6mischen Reiches verloren ihre linksrheinischen Gebiete. Als Entsch\u00e4digung daf\u00fcr wurde ihnen<\/p>\n<p>im Reichsdeputationshauptschluss von 1803 die kirchlichen Reichsst\u00e4nde zugeschlagen. Reichsst\u00e4nde waren diejenigen Personen und Korporationen, die Sitz und Stimme im Reichstag besa\u00dfen.<\/p>\n<p>Am 2. Mai 1803 erschien in Kloster Bildhausen eine kurf\u00fcrstliche Kommission unter Amtskeller Papius von K\u00f6nigshofen und Amtmann Bauer als Aktuar. Sie nahmen das Kloster in Besitz, um es aufzul\u00f6sen.<\/p>\n<p>Was sich eigentlich niemand vorstellen konnte, n\u00e4mlich dass der Kurf\u00fcrst von Pfalz-Bayern ein von einem Pfalzgrafen selbst gestiftete Kloster aufheben w\u00fcrde, war eingetreten.<\/p>\n<p>Der Abt h\u00e4ndigte die Schl\u00fcssel aus. Die Kommission setzte den seitherigen Syndikus der Abtei Franz Krais als kurf\u00fcrstlichen Lokalkommissar ein.<\/p>\n<p>Die \u00d6konomie und die K\u00fcche wurde allm\u00e4hlich aufgel\u00f6st. Ab dem 11. Mai erhielt jeder M\u00f6nch t\u00e4glich einen Gulden , um sich selbst zu verpflegen. Jeder erhielt die Genehmigung, seinen Wohnsitz selbst zu w\u00e4hlen.<\/p>\n<p>7&nbsp; Patres verblieben zun\u00e4chst im Kloster und f\u00fchrten einen gemeinschaftlichen Tisch. Pater \u00c4gidius war ihr Prokurator . Im Winter 1803 waren praktisch alle ausgezogen. Nur Pater Alberich&nbsp; war nicht zum Auszug zu bewegen.<\/p>\n<p>Er verstarb am 19. November 1803. Damit war kein Zisterzienser mehr in Bildhausen.<\/p>\n<p>Abt Nivard erhielt eine Jahrespension von 6.000 Gulden, also etwa 60.000 \u20ac, jeder Konventuale 600 Gulden, also 6.000 \u20ac und jeder Laienbruder 400 Gulden, also 4000 \u20ac als Pension.<\/p>\n<p>Abt Nivard bekam den _Rindhof als Ruhesitz zugewiesen und pachtweise \u00fcberlassen. Dorthin nahm er auch seine Sammlung fr\u00e4nkischer M\u00fcnzen mit, die er seit 1776 systematisch aufgebaut hatte.<\/p>\n<p>Sie umfasste 1157 Einzelst\u00fccke. Nach dem Tod des Abtes erwarb Gro\u00dfherzog Ferdinand von Toskana, der damalige Landesherr des Gro\u00dfherzogtums W\u00fcrzburg, die M\u00fcnzsammlung von Schlimbachs Erben und nahm sie 1814 mit nach Florenz, wo sie noch heute liegt. <\/p>\n<p>Am 23. Oktober 1811 feierte er im Beisein aller noch lebenden Konventualen sein 25-j\u00e4hriges Abtjubil\u00e4um.<\/p>\n<p>Er starb am 5. Mai 1812 auf dem Rindhof. Er ist in Gro\u00dfwenkheim begraben, wo sein Grabmal bis heute erhalten ist.<\/p>\n<p>Auf der Gemarkung des Kloster gab es insgesamt 7 Seen, die alle zur Fischzucht genutzt worden waren. Dazu hatte das Kloster noch den Fischzehnt am gro\u00dfen Hermannsfelder See inne.<\/p>\n<p>\u00c4u\u00dferst bedeutend waren die Waldungen des Klosters. Auf seiner eigenen Gemarkung waren das 5423 Morgen und in anderen Gemarkungen weitere 2377, also insgesamt 7.800 Morgen Wald.<\/p>\n<p>Heute wird ein Morgen mit dem preussischen Morgen gleichgesetzt, das sind etwa 25 Aar, bzw. 2500 Quadratmeter.<\/p>\n<p>Bildhausen hatte insgesamt 5 Klosterh\u00f6fe, von denen aus Liegenschaften des Klosters au\u00dferhalb seiner Gemarkung verwaltet und Abgaben einkassiert wurden.<\/p>\n<p>Die H\u00f6fe waren in K\u00f6nigshofen, der 1403 entstand. In K\u00f6nigshofen war immer ein Kastner, also ein weltlicher Beamter.<\/p>\n<p>In Neustadt an der Saale war ebenfalls ein Klosterhof, dem immer ein Konventuale vorstand, der immer Amtmann oder Kastner und \u00d6konom zugleich war.<\/p>\n<p>Im Hof in M\u00fcnnerstadt war ein weltlicher Kastner angestellt.<\/p>\n<p>Dem Klosterhof in Schweinfurt stand ebenfalls ein weltlicher Kastner vor.<\/p>\n<p>Das Kloster verf\u00fcgte \u00fcber ein betr\u00e4chtliches Einkommen.&nbsp; Im Jahresdurchschnitt der letzten 10 Jahre seines Bestehens&nbsp; nahm das Kloster 71.275 Gulden ein, also etwa 712.750 \u20ac. Dem standen Lasten<\/p>\n<p>von 10.144 Gulden, also 101.440 \u20ac gegen\u00fcber. Daraus mussten die Pensionen finanzziert werden. Da einige Patres starben, 1812 auch der Abt und 6 Patres in die Seelsorge \u00fcbertraten, also auch keine<\/p>\n<p>Pensionen mehr ben\u00f6tigten, sank die Pensionslast f\u00fcr die Amortisationskasse bis 1814 auf 600 Gulden.<\/p>\n<p>Zum Zeitpunkt der S\u00e4kularisation, also 1803, befanden sich noch 30 Konventuale im Kloster.<\/p>\n<p>Der Verm\u00f6genswert des Klosters konnte 1803 aus etwa 3 Millionen Gulden, oder 30 Millionen \u20ac gesch\u00e4tzt werden.<\/p>\n<p>(alle Zahlen nach Rost ab Seite 187)<\/p>\n<p>1818 wurde die H\u00e4lfte des Klostergutes an eine Mennoniten-Br\u00fcder-Gemeinschaft verkauft, die bis zum Ende des Jahrhunderts nach Amerika ausgewandert war.<\/p>\n<p>1897 erwarb Pfarrer Dominikus Ringeisen, der Begr\u00fcnder der Urberger Anstalten, die Klosteranlage. In die erhaltenen Geb\u00e4ude zogen Schwestern der St. Josefs Kongregation aus Ursberg ein.<\/p>\n<p>Seit 1996 wird eine Einrichtung f\u00fcr Menschen mit Behinderung vom Dominikus-Ringeisen-Werk (ZU Ringeisen siehe auch Mei B\u00fcchle Kloster Ursberg) weitergef\u00fchrt.<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.zisterzienserlexikon.de\/w\/images\/thumb\/4\/42\/Nivard-Schlimbach-OCist.jpg\/180px-Nivard-Schlimbach-OCist.jpg\" width=\"180\" height=\"236\"><\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Nivard Schlimbach, letzter Abt<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; von Kloster Bildhausen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp; Hermann III. Graf von Stahleck, erstmals erw\u00e4hnt 1128 war der Sohn des Grafen Goswin IV. von Stahleck und der Luitgard von Hengebach. Er war verheiratet mit Gertrud von Schwaben(ca 1104-1191), der Tochter Herzog Friedrichs I. \u00dcber Gertrud war er mit K\u00f6nig Konrad III. (1138-1152) verschw\u00e4gert. 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