{"id":3253,"date":"2021-12-16T14:12:30","date_gmt":"2021-12-16T14:12:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/?p=3253"},"modified":"2021-12-16T14:12:30","modified_gmt":"2021-12-16T14:12:30","slug":"kloster-frienisberg","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/?p=3253","title":{"rendered":"Kloster Frienisberg"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"CH-NB - Frienisberg, Kloster, sp&auml;ter Amtssitz - Collection Gugelmann - GS-GUGE-N&Ouml;THIGER-F-22.tif\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/9\/92\/CH-NB_-_Frienisberg%2C_Kloster%2C_sp%C3%A4ter_Amtssitz_-_Collection_Gugelmann_-_GS-GUGE-N%C3%96THIGER-F-22.tif\/lossy-page1-1920px-CH-NB_-_Frienisberg%2C_Kloster%2C_sp%C3%A4ter_Amtssitz_-_Collection_Gugelmann_-_GS-GUGE-N%C3%96THIGER-F-22.tif.jpg\" width=\"1390\" height=\"869\"><\/p>\n<p>1131 wurde Kloster Frienisberg von Graf Udelhard von Saugern und seiner Gemahlin Adelheid, wie der Stiftungsurkunde von 1131 zu entnehmen ist, gegr\u00fcndet. Der Graf nennt sich \u201cdictus de Seedorf\u201d. Seedorf liegt unterhalb von Frienisberg an der Strasse gegen Aarberg.<\/p>\n<p>In Fontes Rerum Bernensium, Bern 1893, I, S. 20 Urkunde 103 heisst es unter circa 1131 \u201cGraf Udelhard, genannt von Seedorf, gr\u00fcndet mit Zustimmung seiner Frau Adelheid und seiner Mutter Chunza eine Cisterzerabtei zu Frienisberg, und begabt sie mit seinem dortigen <\/p>\n<p>Eigenbesitze, sowie dem See von Seedorf\u201d.<\/p>\n<p>Graf Udelhard hatte noch zwei T\u00f6chter, Bertha und Adelheid- Bertha hatte mit einem namentlich nicht bekannten Ehemann einen Sohn Rudolf, der Graf von Thierstein war und Kastvogt von Kloster Frienisberg wurde. Der Kastvogt war der Hauptvogt eines Klosters.<\/p>\n<p>Er \u00fcbte die Schirmherrschaft aus, hatte die Gerichtsbarkeit inne, \u00fcberwachte die Verwaltung und war zust\u00e4ndig f\u00fcr die eingehenden Zehnte und sonstigen Abgaben. Der Terminus leitet sich von kaste (= Speicher) her, bei dem die geschuldeten Abgaben zu entrichten waren. <\/p>\n<p>Kloster Frienisberg hie\u00df am Anfang und in lateinischen Urkunden \u201cAurora\u201d. Es war die zweite Tochtergr\u00fcndung von Kloster L\u00fctzel und wurde unter Abt Christian (1131 ?-1175 ?) besiedelt.<\/p>\n<p>Der erste Abt in Frienisberg war Hesso von \u00dcsenberg. Die Herren von \u00dcsenberg waren Vasallen des Bischofs von Basel und im Breisgau und im Markgr\u00e4flerland ans\u00e4ssig.<\/p>\n<p>Weitere Schenkungen erhielt Kloster Frienisberg 1146&nbsp; von Egelof von Opelingen zu Nugerol Champrey\u00e9 und Wavre (zwischen Bieler- und Neuenburgersee). Seinen Bruder und Mitbesitzer Diethelm entsch\u00e4digt er mit seinen <br \/>Besitzungen Raron und Brienz. Das ist die erste urkundliche Erw\u00e4hnung von Brienz. (Fontes Rerum Bernensium S. 22, Urkunde 420)<\/p>\n<p>1161 verzeichnet das Berner Urkundenbuch ( S. 23, Urkunde 446)den Kauf von Grund in Tennenbach durch Abt Hesso von \u00dcsenberg und 12 M\u00f6nchen. Das war die Stiftung von Kloster Tennenbach, die von dem Z\u00e4hringerherzog Berthold IV. best\u00e4tigt wurde. Er hatte den Grundst\u00fcckkauf auch vermittelt.<\/p>\n<p>Einen genaueren Text bringt das Tennenbacher Urkundenbuch, Wyhl 2009, S. 4)<\/p>\n<p>Abt Hesso hatte seinen Abtstuhl in Frienisberg wohl nicht ganz freiwillig ger\u00e4umt. Vorausgegangen waren heftige Unruhen im Konvent. M\u00f6glicherweise sollte Hesso mit der Klostergr\u00fcndung von Tennenbach ein w\u00fcrdiges \u00dcberleben als Abt gesichert werden. Es ist auf jeden Fall<\/p>\n<p>ungew\u00f6hnlich, dass der Abt eine Mutterklosters&nbsp; als Gr\u00fcndungsabt in die neue Gr\u00fcndung geht. Kloster Frienisberg brauchte auf jeden Fall einige Zeit, bis es sich von diesen Ereignissen erholte.<\/p>\n<p>Eine gro\u00dfe Schenkung erhielt Kloster Frienisberg 1208 von dem Grafen Rudolf von Thierstein. Er schenkte dem Kloster all seinen Besitz in Allenwyl und Niederwyler, sowie bedeutende W\u00e4lder. (Fontes Rerum Bernensium S. 28, Urkunde 499) Auch verkaufte das Kloster Erlach alle seine Rechte<\/p>\n<p>und Besitzungen in diesen D\u00f6rfern. (Fontes Rerum Bernensium S. 28, Urkunde 499) Dieser erhebliche Besitzzuwachs mehrte das Ansehen der Abtei. Neben den Kastv\u00f6gten von Thierstein suchte das Kloster aber weiteren Schutz.<\/p>\n<p>Am 17. Mai 1233 nahm Papst Gregor IX. (1227-1241) Kloster Frienisberg in seinen Schutz, best\u00e4tigte seinen Besitz und erteilte ihm verschiedene kirchliche Privilegien (Fontes Rerum Bernensium II, S. 40, Urkunde 130)<\/p>\n<p>Er befreite das Kloster vom Zehnten und klammerte sie von der bisch\u00f6flichen Befehlsgewalt aus. Die Urkunde f\u00fchrte acht von den M\u00f6nchen im Eigenbau betriebene H\u00f6fe auf. Die auf dem Frienisberg gelegenen L\u00e4ndereien bildeten ein geschlossenes Gebiet.<\/p>\n<p>Dazu kamen weitere G\u00fcter, die vom Kloster in Pacht oder als Lehen genommen wurden.<\/p>\n<p>In Seedorf, Lobsigen und Baggwil und einigen ausw\u00e4rtigen D\u00f6rfern hatte das Kloster die niedrige Gerichtsbarkeit inne.&nbsp; <\/p>\n<p>Im Juli 1246 stifteten die Grafen Hartmann der \u00c4ltere (+1264)und Hartmann der J\u00fcngere (1263) von Kyburg auf ihren Besitzungen ein Schwesternhaus, das den Namen Fraubrunnen tragen soll und dem Abt von Frienisberg unterstellt sein soll. (Fontes Rerum Bernensium II, S. 52, Urkunde 274)<\/p>\n<p>Am 20. Januar 1251 zeigte der Basler Bischof Berthold II. von Pfirt (1248-1262) Kloster Frienisberg in das B\u00fcrgerrecht von Biel aufgenommen hatte und verpflichtete die Stadt, die Abtei gegen jedermann zu sch\u00fctzen. (Fontes Rerum Bernensium II, S. 57, Urkunde 333).<\/p>\n<p>Am 23. November 1251 nahm Graf Ulrich IV.&nbsp; von Aarberg (+1276) Kloster Frienisberg in seinen Schutz und nahm es in das Burgrecht von Aarberg auf. (Fontes Rerum Bernensium II, S. 58, Urkunde 344). Dort besa\u00df das Kloster auch ein Haus, welches in den Schutz mit einbezogen wurde.<\/p>\n<p>Schon im September 1263 hatte die Tochter des verstorbenen Grafen Hartmann der J\u00fcngere von Kyburg (+ 3.9. 1263)ihren Besitz in Rapperswil und den Kirchensatz von Rapperswil f\u00fcr 140 Mark Silber verkauft. (Bendicht Frieden, Das Kloster Frienisberg, Bern 1872, S.37)<\/p>\n<p>Am 27. Oktober 1267 verkaufte Graf Rudolf VI. von Thierstein nach 1262) das Dorf und den Kirchensatz von Seedorf, die D\u00f6rfer&nbsp; Baggwyl, Lobsingen, Wayler und Nikodey f\u00fcr 300 Mark halb in Silber, halb in Gold<\/p>\n<p>(Fontes Rerum Bernensium II, S. 83, Urkunde 693).<\/p>\n<p>In dieser Zeit war Ulrich von Frohburg Abt (1256-1271). Er kommt in vielen Urkunden vor. In Zeerleders Urkundenbuch f\u00fcr die Geschichte der Stadt Bern und ihres fr\u00fchesten Gebietes, Bern 1838 ist er in 15 Urkunden genannt. Er resignierte als Abt von Frienisberg und zog sich als einfacher<\/p>\n<p>M\u00f6nch ins Kloster Sankt Urban zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Seine Nachfolger waren Berthold, der nur kurz regierte und dann Rudolf von Hauenstein. Unter ihm wurde das Kloster in das Burgrecht von Solothurn aufgenommen.<\/p>\n<p>Zwischen dem 25. M\u00e4rz 1275 und dem 24. M\u00e4rz 1276 nehmen der Schultheiss, die R\u00e4te und die B\u00fcrger der Star Solothurn in ihr Burgrecht auf. (Fontes Rerum Bernensium III, S. 105, Urkunde 159)<\/p>\n<p>Abt Rudolf erscheint ebenfalls in vielen Urkunden. Er resignierte in Frienisburg und war von 1296-1302 Abt von Sankt Urban. Er starb 1303. Schon vor ihm war ein Frienisberger Abt auf dem Abtstuhl von Sankt Urban. Julian kommt zwar in Berner Urkunden vor.<\/p>\n<p>aber nur als regierender Abt von Sankt Urban.&nbsp; In den dortigen Urkunden wird er als \u201cabbas resignatus de aurora (Frienisberg)\u201d gef\u00fchrt. In Sankt Urban war er 1287&nbsp; als Vorg\u00e4nger von Rudolf von Hauenstein Abt.<\/p>\n<p>Das Kloster hatte am Ende des 13. Jahrhunderts und Anfang des 14. Jahrhunderts seine Bl\u00fctezeit erreicht. Es erwarb zwar danach noch umfangreicheren Besitz. Aber Ansehen und Wohlstand nahmen in den zwei Jahrhunderten vor der Reformation<\/p>\n<p>langsam wieder ab. Die Zahl frommer Stiftungen wurde langsam weniger. Viele Adelsh\u00e4user hatten sich durch gegenseitige Fehden geschw\u00e4cht. Die Bedeutung der Stadt Bern nahm best\u00e4ndig zu, was sich nachteilig f\u00fcr das Umland auswirkte und das Kloster bekam<\/p>\n<p>diesen R\u00fcckgang eben auch zu sp\u00fcren.<\/p>\n<p>Begleitet war dieser Einfluss von au\u00dfen auch durch eine Umgestaltung des Ordensleben. Der Orden war reich geworden, was aber auch eine gewisse Sattheit, Tr\u00e4gheit und Genussucht mit sich brachte.<\/p>\n<p>Ulrich von Lobsigen war von 1317-1330 Abt in Frienisberg. Er erscheint in vielen Urkunden. Ab1332 erscheint er nur noch als sacerdos. Er legte die Abtsw\u00fcrde nieder und war dann M\u00f6nch im Kloster Morimond. 1346 lebte er noch<\/p>\n<p>Um die Mitte des 14. Jahrhunderts hatte Bern durch Vertr\u00e4ge Teile von Aarburg an sich gebracht. Sie setzte auch einen Vogt nach Aarburg. Sie brachte Kloster Frienisburg dazu, den Berner Vogt Junker Ulrich von Bubenberg (1430-1481), der sp\u00e4ter&nbsp; Schulthei\u00df in Bern war,<\/p>\n<p>auch \u00fcber seine Klostergerichte zu setzen. Die Stadt stellte dem Kloster einen Revers aus, dass das Kloster diese Wahl nur aus Gef\u00e4lligkeit und ohne jegliche sp\u00e4tere Verbindlichkeit getroffen habe. (Bendicht S. 40)<\/p>\n<p>1379 kam die Herrschaft Aarberg ganz an die Stadt Bern. Ein kluger Kauf der Berner Stadtvertreter beseitigte den aus Berner Sicht bestehenden Misstand, dass die Berner Neuerwerbung wegen der ausgedehnten Gerichtsbarkeit von Kloster Frienisberg<\/p>\n<p>v\u00f6llig vom Berner Stadtgebiet getrennt war.<\/p>\n<p>1380 verkaufte Abt Otto von M\u00fcnsingen (1379-1380) der Stadt Bern den Kirchensatz von Seedorf sowie die D\u00f6rfer, die das Kloster 1267 von Graf Rudolf IV. erworben hatte f\u00fcr 1600 Gulden, das entspricht 248.548,00 \u20ac.<\/p>\n<p>Die Familie Ottos von M\u00fcnsingen geh\u00f6rte dem \u00e4ltesten&nbsp; Berner Stadtadel an. Die Freien Herren von M\u00fcnsingen werden in Urkunden des 12. und 13. Jahrhunderts erw\u00e4hnt. Nach Bendicht S. 114 f\u00fchrte er einen L\u00f6wen im Wappen<\/p>\n<p>Der Abt von L\u00fctzel Rudolf von Wattweiler (1378-1387) genehmigte diesen Verkauf. Er war der Vorg\u00e4nger von Abt Otto in Frienisberg. Auch das Haus in Bern bisher im Klosterbesitz wurde mitverkauft. Frienisberg hatte schon 1285 nachweislich ein Haus in Bern. In der ersten H\u00e4lfte des 14. Jahrhunderts ging der Klosterhof in der unteren Junkerngasse in den Besitz von Kloster Frienisberg \u00fcber. Der Stadthof der Zisterzienser hatte eine gro\u00dfe \u00f6konomische aber auch politische Bedeutung. So geh\u00f6rte 1289 der Abt von Frienisberg Heinrich II. (1287-1289) der bernischen Gesandtschaft an,<\/p>\n<p>die nach der Niederlage an der Schlosshalde 1289 die Friedensverhandlungen mit K\u00f6nig Rudolf von Habsburg(1273-1291) in Baden f\u00fchrte. Im April 1289 hatte dort der Sohn K\u00f6nig Rudolfs, Herzog Rudolf von Schwaben die Berner in einen Hinterhalt gelockt und besiegt.<\/p>\n<p>Nach der Fehde zwischen Freiburg und Bern wandelte der Konvent von Frienisberg sein altes Burgrecht mit Bern in eine Schirmvogtei um.&nbsp; Daf\u00fcr musste das Kloster drei M\u00e4nnerharnisch und einen Hauptharnisch bereitstellen.<\/p>\n<p>Der Nachfolger von Otto&nbsp; war Abt Humpis. Er stammte wohl aus der Ravensburger Familie Humpis, die zusammen mit der Familie M\u00f6tteli aus Buchhorn und der Familie Muntprat die Gro\u00dfe Ravensburger Handelsgesellschaft gegr\u00fcndet hatten.Von ihm gibt es eine vidimierte \u00dcbersetzung<\/p>\n<p>einer Urkunde f\u00fcr Kloster Interlaken vom 26. Dezember 1399 (Berns Geschichtsquellen 6. Band, Bern 1891 S. 143) Er war Abt von 1399-1407. Sein Todestag ist der 21. Februar und ist im Regest 617 von Fraubrunnen vermerkt.<\/p>\n<p>Auf Abt Humpis folgte Abt Peter II. von M\u00fcnsingen von 1408-1426. Er stammte wie Abt Otto ebenfalls aus der Familie von M\u00fcnsingen.<\/p>\n<p>Das 14. und vor allem das 15. Jahrhundert sind gekennzeichnet durch eine Reihe von Rechtsstreitigkeiten. Es ging meist um Markbereinigungen oder um die Nutzung der Eichelmast in W\u00e4ldern f\u00fcr Schweine.<\/p>\n<p>Auch bei Ungl\u00fccksf\u00e4llen oder auch bei Unternehmungen zum Nutzen der Allgemeinheit sprangen die Kl\u00f6ster ein. So soll sich Kloster Frienisberg an den Kosten der Kirchhofsmauer, die in Bern von 1324-1528 errichtet worden ist, mit einer gro\u00dfen Summe beteiligt haben (Jahn, Berner Chronik S. 174)<\/p>\n<p>Zu einer Br\u00fccke \u00fcber die Aare bei Aarberg steuerte Kloster Frienisberg 30 Buchen bei. 1491 und 1493 half das Kloster bei weggeschwemmten br\u00fccken mit Holz aus. (Bendicht S. 43)<\/p>\n<p>1362 schlossen die Schweizer Kl\u00f6ster Frienisberg, Erlach, Bellelay, St. Andr\u00e9 und das Kloster auf der Insel ordens\u00fcbergreifend eine Art Genossenschaft f\u00fcr die gegenseitige Unterst\u00fctzung armer Ordensbr\u00fcder und \u00fcberhaupt der Armen.<\/p>\n<p>Die Ordensdisziplin liess im 15. Jahrhundert sp\u00fcrbar nach 1493 wurden in Kloster Frienisberg einzelne M\u00f6nche wegen Schuldenmachens ermahnt und mit Ausweisung bedroht.<\/p>\n<p>Die Regierung von Bern sah sich gezwungen, jedem Kloster einen Vogt zu verordnen, um einer v\u00f6lligen Verlotterung vorzubeugen.<\/p>\n<p>Am 7. Februar 1528 erschien das Reformationsmandat, das in bernischen Landen alle Kl\u00f6ster aufhob.<\/p>\n<p>Der letzte Abt von Kloster Frienisberg war&nbsp; Urs Hirsiger (1513-1528). Due Stadt Bern bot ihm zwar eine Stelle als Vogt an, falls er reformiere. Das lehnte er aber ab. Mit den verbliebenen M\u00f6nchen begab er sich ins Kloster Hauterive im heutigen Kanton Fribourg. Dort resignierte er als Abt<\/p>\n<p>von Frienisberg. Da der Orden hoffte, dass das Kloster an den Orden zur\u00fcckgegeben wird, w\u00e4hlte man Hug von Burgdorf als nominellen Abt. Als dieser 1544 starb, gab der Orden seine Anspr\u00fcche auf.<\/p>\n<p>In Frienisberg hatte die Stadt Bern einen Vogt eingesetzt. Die Klosterkirche wurde 1534 abgebrochen. Die ehemaligen Klostergeb\u00e4ude wurden Amtssitz der bernischen Vogtei, die bis 1789 bestand. Ein Teil der Geb\u00e4ude wurde als Spital genutzt.<\/p>\n<p>1834 wurde eine Taubstummenanstalt eingerichtet, die 1889 in das heutige wohn-und Pflegeheim umgebaut wurde.<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Vom &laquo;Seelandblick&raquo; an den Lyssbach &bull; Wanderung ...\" alt=\"Vom &laquo;Seelandblick&raquo; an den Lyssbach &bull; Wanderung ...\" src=\"https:\/\/tse4.mm.bing.net\/th?id=OIP.LksBVQKWesv1BNOzp4CglgHaDt&amp;pid=Api&amp;P=0&amp;w=352&amp;h=176\" width=\"474\" height=\"237\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 1131 wurde Kloster Frienisberg von Graf Udelhard von Saugern und seiner Gemahlin Adelheid, wie der Stiftungsurkunde von 1131 zu entnehmen ist, gegr\u00fcndet. Der Graf nennt sich \u201cdictus de Seedorf\u201d. Seedorf liegt unterhalb von Frienisberg an der Strasse gegen Aarberg. In Fontes Rerum Bernensium, Bern 1893, I, S. 20 Urkunde 103 heisst es unter [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[26],"tags":[],"class_list":["post-3253","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kloster-in-der-schweiz"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3253","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3253"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3253\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3254,"href":"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3253\/revisions\/3254"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3253"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3253"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3253"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}