{"id":3250,"date":"2021-12-02T16:46:56","date_gmt":"2021-12-02T16:46:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/?p=3250"},"modified":"2021-12-02T16:46:56","modified_gmt":"2021-12-02T16:46:56","slug":"kloster-heilsbronn","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/?p=3250","title":{"rendered":"Kloster Heilsbronn"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"image de l'abbaye\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/b\/b4\/Heilsbronn%2C_M%C3%BCnster-002.jpg\/280px-Heilsbronn%2C_M%C3%BCnster-002.jpg\" width=\"280\" height=\"185\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>1132 stiftete&nbsp; Bischof Otto&nbsp; von Bamberg (um 1065-1139)sowie die beiden Grafen Adalbert III. von Abenberg (belegt 1093 und 1132) sowie Rapoto I. (belegt von 1114-1172) das&nbsp; Zisterzienserkloster Heilsbronn bei Ansbach im Bistum Eichst\u00e4tt.<\/p>\n<p>Muck sieht eine verwandschaftliche Beziehung Abt Rapotos zu den Grafen von Abenberg als eine Legende, um den Glanz des Kloster aufzuhellen ((Muck Geschichte von Kloster Heilsbruck, N\u00f6rdlingen 1879, S. 42)<\/p>\n<p>In \u201cDie Grafen von Abenberg-Frensdorf in Franken\u201d von Heinz Dopsch und Franz Machilek, beide Medi\u00e4visten, schreiben die beiden \u00fcber die Familie der Grafen von Abenberg, die eine wesentliche Rolle bei der Stiftung von Kloster Heilsbronn spielten.<\/p>\n<p align=\"justify\">Rapoto I. war Hochstiftsvogt in Bamberg. Damit ist auch die Verbindung zum Bamberger Bischof&nbsp; und Klosterstifter gegeben. Der Sohn Rapotos I. war nach diesem Aufsatz Rapoto II. (1132-1157), der der 1. Abt von Kloster Heilsbronn war. (S. 24 und Stammtafel auf Seite 27)<\/p>\n<p align=\"justify\">Wikipedia und Wikiwand gehen allerdings davon aus, dass eine Verwandtschaft von dem Heilsbronner Abt mit den Grafen von Abenberg nicht nachzuweisen ist. Der Aufsatz von Dopsch und Machilek ist in den Mitt(h)eilungen der Gesellschaft f\u00fcr Salzburger Landeskunde<\/p>\n<p align=\"justify\">146,2006 auf den Seiten 9-50 erschienen.<\/p>\n<p align=\"justify\">Otto von Bamberg ist um 1065 am Albbuch geboren, das ist die Gegend um Steinheim bei Heidenheim. Er stammte aus einer Familie von Edelfreien. M\u00f6glicherweise war seine Mutter Adelheid die Tochter des Friedrich von B\u00fcren. Dieser war der Stammvater der Staufer im<\/p>\n<p align=\"justify\">11. Jahrhundert. Wenn diese Annahme stimmen w\u00fcrde, w\u00e4re Otto ein Cousin von Herzog Friedrich II. von Schwaben, der Ein\u00e4ugige (1105-1147) und K\u00f6nig Konrad III. (1138-1152).<\/p>\n<p align=\"justify\">Otto wurde in Eichst\u00e4tt erzogen.<\/p>\n<p align=\"justify\">1088 heiratete Judith, die Schwester Heinrichs IV. (1056-1105) den polnischen Herzog Wladyslaw I. Hermann. Otto ging&nbsp; mit ihr als Hofkaplan an den polnischen Herzoghof. Um 1092 holte ihn Kaiser Heinrich an seinen Hof. Er wurde Mitglied der Hofkapelle. Dann wurde er Bauleiter<\/p>\n<p align=\"justify\">am Dom von Speyer, sp\u00e4ter Kanzler. 1102 setzte ihn Heinrich als 8. Bischof von Bamberg ein. Ein Schwerpunkt seiner T\u00e4tigkeit waren Kl\u00f6ster.Auf ihn gehen fast 30 Neu-und Wiedergr\u00fcndungen zur\u00fcck. Vor allem f\u00f6rderteer&nbsp; die monastischen Reformrichtungen, erst die Cluniazenser<\/p>\n<p align=\"justify\">und Hirsauer, dann die Augustinerchorherren und dann eben auch die Zisterzienser.<\/p>\n<p align=\"justify\">Kloster Heilsbronn war die zweite Tochtergr\u00fcndung der Zisterzienserabtei Ebrach unter ihrem Abt Adam (1126-1162). Nach Muck (S.44) wurde Abt Rapoto vom Klosterstifter Bischof Otto vom Mutterkloster Ebrach nach Heilsbronn berufen. Besiedelt wurde es auf jeden Fall von Ebrach. Bereits 4 Jahre nach der Gr\u00fcndung wurde die Klosterkirche eingeweiht. (Muck S. 44)<\/p>\n<p align=\"justify\">Die erste k\u00f6nigliche Schutzurkunde erhielt das Kloster von dem neugew\u00e4hlten K\u00f6nig Konrad III. (1138-1152) am 31. M\u00e4rz 1138 ausgestellt, als sich der K\u00f6nig in N\u00fcrnberg aufhielt. RI Konrad III. &#8211; RI IV,1,2 n. \u202088. Er nahm das Kloster und den namentlich aufgez\u00e4hlten Besitz in seinen und<\/p>\n<p align=\"justify\">den Schutz des Reiches.<\/p>\n<p align=\"justify\">Am 3.3.1142 stellte Papst Innozenz II. (1130-1143) die erste Schutzurkunde f\u00fcr Kloster Heilsbronn aus. Mit der am selben Tag f\u00fcr Kloster Ebrach ausgestellten Urkunde stimmt sie bis auf die Inscriptio und die Aufz\u00e4hlung der Liegenschaften \u00fcberein. Deshalb kann man annehmen, dass<\/p>\n<p>Gesandte der Abteien Ebrach, Heilsbronn und Pforte gemeinsam in Rom anwesend waren, zumal zwei Tage sp\u00e4ter ein ebenfalls gleichlautendes Dokument f\u00fcr das im heutigen Sachsen-Anhalt liegend Kloster Pforte ausgestellt wurde. ( Miriam Montag-Erlwein  <\/p>\n<p>Heilsbronn Von&nbsp; der Gr\u00fcndung&nbsp; 1132 \u2013 1321, G\u00f6ttingen 2011, S.14 f.) Diese Urkunde ist wichtig f\u00fcr Heilsbronn. Sie best\u00e4tigte die Gr\u00fcndung des Klosters, seinen Besitz und den p\u00e4pstlichen Schutz, was seine materiell rechtliche Stellung sicherte. Das Kloster wurde verpflichtet, nach der Benediktregel zu leben. Erg\u00e4nzt wurde dies mit der Verpflichtung auch gem\u00e4\u00df den Statuten des Zisterzienserordens zu leben. Damit ist diese Urkunde auch der erste schriftliche Beleg f\u00fcr Zisterzienser in Heilsbronn. Weitere Bestimmungen waren die Festlegung der Zehntfreiheit <br \/>\u00fcber alle G\u00fcter, die der Konvent selbst bewirtschaftete, sowie die Abgabenfreiheit aller Eink\u00fcnfte. Als einzige der Heilsbronner Papsturkunden erh\u00e4lt Urkunde auch ein Verbot f\u00fcr die Bisch\u00f6fe, den Statuten&nbsp; des Zisterzienserordens zuwider zu handeln.  <\/p>\n<p align=\"justify\">Dieser Passus spricht aber nicht f\u00fcr Spannungen zwischen dem Bamberger Bischof und dem Kloster. Auch aus der Heilsbronner Quellen\u00fcberlieferung lassen sich solche Spannungen nicht belegen. Es war wohl eher eine f\u00fcrsorgliche Abgrenzung zwischen Abtei und Ordinarius.  <\/p>\n<p align=\"justify\">In dieser Urkunde wird schon ein Stadthof in W\u00fcrzburg mit zugeh\u00f6rigen Weinbergen erw\u00e4hnt. Das war die erste Erwerbung von Kloster Heilsbronn in W\u00fcrzburg.&nbsp; Zur selben Zeit wie das erste Weingut in Randersacker wurde der Besitz in W\u00fcrzburg erweitert. Das Kloster erwarb ein Haus innerhalb der Stadt W\u00fcrzburg, genannt der gro\u00dfe Baumgarten. Bei Muck in Band II findet sich diese Beschreibung \u201eEin weitl\u00e4uftiges Geb\u00e4u mit Hofrait, Keller, Kalter und Stallung f\u00fcr 150 Pferde, nahe beim Barf\u00fcsserkloster gelegen\u201d S.412. Das belegt schon in der Fr\u00fchzeit Heilsbronns eine Hinwendung zum Handel und Weinbau.  <\/p>\n<p align=\"justify\">1144 bekam das Kloster von Gr\u00e4fin Adelheid von Harburg, die nach Muck sicher eine Gr\u00e4fin von Oettingen war (Bd. II, S. 206) das Patronatsrecht in der Kirche von Gro\u00dfhaslach, heute ein Gemeindeteil von Petersaurach. Das war das erste Patronat f\u00fcr das Kloster.  <\/p>\n<p align=\"justify\">Patronatsrechte waren ebenfalls eine wichtige Einnahmequelle f\u00fcr Kl\u00f6ster. Denn die Einnahme\u00fcbersch\u00fcsse aus Stiftungen kamen dem Kloster zugute.  <\/p>\n<p align=\"justify\">So lag es auch im st\u00e4ndigen Bestreben des Klosters Patronatsrechte zu erhalten. Zuletzt war das Kloster im Besitz von 37 Patronatsrechten in Pfarreien. (Muck, II S. 119)  <\/p>\n<p align=\"justify\">Im Mai 1147 schenkte Konrad als Seelger\u00e4t f\u00fcr seine k\u00fcrzlich verstorbene Gemahlin Gertrud ein Gut im Gau Bruck. Au\u00dferdem genehmigte er das Recht des Viehtriebs in dem angrenzenden Wald. ( Konrad III. &#8211; RI IV,1,2 n. 386)  <\/p>\n<p align=\"justify\">1148 stellte Papst Eugen III. (1145-1153), der erste Zisterzienserpapst, f\u00fcr die Zisterzen Ebrach und Heilsbronn eine fast identische Best\u00e4tigung der Urkunde von Papst Innozenz II. aus. Man kann also davon ausgehen, dass es auch in diesem Fall eine gemeinsame Gesandtschaft der beiden Kl\u00f6ster gegeben hat. Bei den Zisterziensern war die Vorlage eines Privilegienkatalogs in Rom \u00fcbliche Praxis. Es kann also nicht verwundern, dass die Urkunden praktisch wieder wortgleich sind.  <\/p>\n<p align=\"justify\">Graf Rapoto I. von Abenberg hatte Kloster Heilsbronn G\u00fcter gestiftet, die aus dem Besitz des ehemaligen Klosters in Abenberg stammten. Er hatte schon vor der Gr\u00fcndung von Heilsbronn in Abenberg ein Benediktinerkloster gegr\u00fcndet, das wohl das Hauskloster der Abenberger werden sollte.  <\/p>\n<p align=\"justify\">Es erlangte schnell den Status einer Abtei. Schon bald nach dem Beginn des monastischen Lebens in Heilsbronn wurde die Klostergr\u00fcndung in Abenberg aufgegeben, m\u00f6glicherweise unter dem Einfluss von Bischof Otto. Graf Rapoto war ja Hochstiftsvogt in Bamberg und erhielt bei der Gr\u00fcndung von Heilsbronn von Bischof Otto die Schirmvogtei \u00fcber Kloster Heilsbronn zugestanden. Graf Rapoto I \u00fcbertrug nun die zun\u00e4chst der Klosterstiftung in Abenberg zugedachten Ausstat&shy;tungsg\u00fcter an Kloster Heilsbronn. Kloster Heilsbronn war als Hauskloster der Abenberger gedacht und sollte auch die  <\/p>\n<p align=\"justify\">Grablege der Familie werden. Mehr als 40 Abenberger sind in der Grabkapelle des Heilsbronner M\u00fcnsters bestattet.  <\/p>\n<p align=\"justify\">1151 visitierte der p\u00e4pstliche Legat Oktavian von Monticelli die Bist\u00fcmer Augsburg, Eichst\u00e4tt und W\u00fcrzburg. Er ermittelte wohl auch gegen Abt Rapoto wegen des Vorwurfs der Simonie und Unsittlichkeit und hielt sich deshalb 1151 in Kloster Heilsbronn auf. (Montag-Erlwein S 21 f). Der Mutterabt Adam von Ebrach setzte sich f\u00fcr Rapoto ein. Die Untersuchung erbrachte aber wohl keine Ergebnisse. Dagegen gab es eine Reihe von Klagen in Rom wegen einer Reihe von Oktavian ungerechtfertigt verh\u00e4ngter Strafen. Oktavian&nbsp; wurde 1159 zum von Friedrich Barbarossa unterst\u00fctzen Gegenpapst Viktor IV. (1159-1164) gew\u00e4hlt.Die Haltung von Kloster Heilsbronn zu Viktor IV. war wohl auch durch diese Untersuchung gepr\u00e4gt.  <\/p>\n<p align=\"justify\">Die Besitzbest\u00e4tigung dieser gestifteten G\u00fcter erhielt Kloster Heilsbronn 1152 ebenfalls von Papst Eugen. (StAN, Brandenburg-Ansbach, U 10)Es schien Kloster Heilsbronn wohl sicherer, sich den Besitz vom Papst und nicht von einem der drei in die Klosteraufl\u00f6sung von Abenberg involvierten Bisch\u00f6fe von Eichst\u00e4tt, Bamberg und W\u00fcrzburg oder vom Erzbischof von Mainz best\u00e4tigen zu lassen. M\u00f6glicherweise hat Abt Adam von Ebrach die Urkunde aus Rom mitgebracht, da er sich um diese Zeit&nbsp; zur \u00dcberbringung der Wahlanzeige von Friedrich I. Barbarossa (1152-1190) dort aufhielt.  <\/p>\n<p align=\"justify\">K\u00f6nig Konrad hatte ausgezeichnete Beziehungen zu Kloster Heilsbronn. Konrad stand dem Zisterzienserorden sehr nahe. W\u00e4hrend seiner Regierungszeit f\u00f6rderte er viele Zisterzienserabteien. Au\u00dferdem war er dem Klostergr\u00fcnder Otto von Bamberg sehr verbunden. Schlie\u00dflich war seine Gemahlin  <\/p>\n<p align=\"justify\">im Mutterkloster von Heilsbronn in Ebrach bestattet. Auch sein Sohn Friedrich IV. (1152-1167) von Rothenburg wurde nach seinem Tod in Ebrach bestattet. In dem Zeitraum um 1165 hat Heilsbronn wohl Liegenschaften von Friedrich erhalten, die zu einem geschlossenen Besitzkomplex in Schu\u00dfbach,  <\/p>\n<p align=\"justify\">heute Teilgemeinde der Gemeinde Trautskirchen im Landkreis Neustadt an der Aisch, f\u00fchrten.  <\/p>\n<p align=\"justify\">Von Kaiser Friedrich I. (1152-1190) hatte Kloster Heilsbronn keine Privilegien erhalten, was vielleicht auch daran liegt, dass die Fronten zwischen dem Kaiser und dem Zisterzienserorden verh\u00e4rtet waren. Schon 1160 hatte sich das Generalkapitel f\u00fcr Papst Alexander III. (1159-1181) ausgesprochen,  <\/p>\n<p align=\"justify\">w\u00e4hrend Friedrich den Gegenpapst Viktor IV. (1159-1164) und nach dessen Tod Paschalis III. (1164-1168) unterst\u00fctzte.  <\/p>\n<p align=\"justify\">Es gibt nur eine Urkunde Friedrichs I. f\u00fcr Heilsbronn, in der er nach dem 18. Juni 1169 einem G\u00fctertausch zwischen der bisch\u00f6flichen Kirche in Eichst\u00e4tt und Kloster Heilsbronn zustimmt.( Friedrich I. &#8211; RI IV,2,3 n. 1841)  <\/p>\n<p align=\"justify\">Rapoto war bis 1157 Abt in Heilsbronn. Wikiwand f\u00fchrt ihn danach als 2. Abt von Langheim und von etwa 1166 bis zu seiner Resignation 1170 als 2. Abt von Ebrach. Die Biographia Cisterciensis f\u00fchrt allerdings als 2. Abt von Langheim auch einen Rapoto, allerdings von 1181-1207, was aufgrund der Lebensdaten aber schlecht m\u00f6glich ist. Die Biographia Cisterciensis f\u00fchrt Rapoto ebenfalls als 2. Abt von Kloster Ebrach mit Sterbedatum nach 1170.  <\/p>\n<p align=\"justify\">Auf ihn folgte als 2. Abt Abt Nikolaus (1157-1168). Er erweiterte den Klosterbesitz und arrondierte ihn. Sein Hauptaugenmerk legte er auf die Zenngegend. In seine Zeit f\u00e4llt der Erwerb um Schu\u00dfbach.  <\/p>\n<p align=\"justify\">Au\u00dferdem versuchte er weiter entfernten Besitz gegen klostern\u00e4here Grundst\u00fccke zu tauschen um so eine effizientere Bewirtschaftung zu erreichen und die Verwaltung des Besitzes zu gew\u00e4hrleisten.  <\/p>\n<p align=\"justify\">Kloster Heilsbronn hielt die Kontakte w\u00e4hrend des Schismas zum staufertreuen Adel aufrecht, vor allem zu den Grafen von Abenberg.  <\/p>\n<p align=\"justify\">Der 3. Abt war Konrad (1169-1181). Auch er erwarb Besitz vor allem in der Zenngegend, so in Zennhausen. Heute ist dort nur noch eine W\u00fcstung bei Neuhof an der Zenn im Landkreis Neustadt Aisch. 1249 hatte das Kloster dort noch einen neuen Klosterhof gegr\u00fcndet.  <\/p>\n<p align=\"justify\">Abt Konrad setzte die Politik seines Vorg\u00e4ngers erfolgreich fort. Der oben erw\u00e4hnte Tauschvertrag f\u00e4llt in die Regierungszeit von Abt Konrad.  <\/p>\n<p align=\"justify\">Sein Nachfolger als 4. Abt wurde Arnold (1182-1210). Gleich bei seinem Regierungsantritt erwirkte er von Papst Lucius III. (1181-1185), der mit dem Zisterzienserorden in einer Gebetsbr\u00fcderschaft verbunden war, am 3. Mai 1182 eine Bulle. (Lucius III. &#8211; RI IV,4,4,1 n. 216<strong>)<\/strong>Sie war wieder fast identisch mit der am gleichen Tag f\u00fcr Kloster Ebrach ausgestellten Urkunde. Sie nahm das Kloster in den p\u00e4pstlichen Schutz, befreite sie vom Zehnten f\u00fcr Neubr\u00fcche bei Eigenbau und f\u00fcr Tierfutter und best\u00e4tigte&nbsp; den Besitz.  <\/p>\n<p align=\"justify\">Er legte den Grundstein zur Propstei Altm\u00fchl, der einzigen Propstei in der das Kloster nach und nach eine ganze Stadt erwarb, n\u00e4mlich Merkendorf bei Ansbach. K\u00f6nig Wenzel gestattete am 26. Juli 1398 dem Kloster Heilsbronn das Dorf zu befestigen und in <br \/>Merkendorf einen&nbsp; Jahrmarkt abzuhalten. RI Wenzel &#8211; [RIplus] Regg. Wenzel [n. 3467]. Dort erwarb er auch den M\u00f6nchswald. In der Propstei Altm\u00fchl besa\u00df das Kloster 1650 Morgen Wald.  <\/p>\n<p align=\"justify\">Ein weiteres Augenmerk richtete Abt Arnold auf die Weinbesitzungen am Main. Das Kloster hatte bereits Besitzungen in Sommerhausen.Abt Arnold erwarb 1198 ein erstes Weingut in Randersacker. Von dem W\u00fcrzburger Kanoniker Benno erwarb er das Gut Velletor in Randersacker.  <\/p>\n<p align=\"justify\">In Randersacker wurde dann auch eine Propstei errichtet. Von dort aus verwaltete Kloster Heilsbronn seinen Weinbesitz in der Maingegend.  <\/p>\n<p align=\"justify\">Das erste p\u00e4pstliche Mandat, das ein Heilsbronner Abt erhielt, wurde 1197 von Papst C\u00f6lestin III. (1191-1198)erteilt.  <\/p>\n<p>Gemeinsam mit den \u00c4bten von Ebrach&nbsp; Hermann I (1194-1200) und Langheim&nbsp; Rapoto (1181\u20131207)sowie den Bisch\u00f6fen von Augsburg Udalschalk (1184-1202), Eichst\u00e4tt Hartwig Graf von Gr\u00f6gling- Dollnstein (1196-1223) und W\u00fcrzburg Konrad I. von Querfurt (1198-1202) sollte Abt Arnold die Verdienste und Wunder der Kaiserin Kunigunde (um 980-1033) zwecks ihrer Heiligsprechung \u00fcberpr\u00fcfen.  <\/p>\n<p>Mit dem Tod von Graf Friedrich II. von Abenberg 1200 starb die Familie der Abenberger, die bisher die Vogtei \u00fcber Kloster Heilsbronn innehatten, aus. Die schwierige Lage, die durch das Aussterben der Grafenfamilie f\u00fcr die Abtei entstand, spiegelt sich auch in der Ausstellung mehrerer  <\/p>\n<p>Schutzurkunden f\u00fcr das Kloster durch Papst Innozenz III. (1198-1216) wieder. Er beauftragte am 2. Februar 1203 den Mainzer Erzbischof Siegfried II. von Eppstein (1200-1230) und seine Suffragane das Kloster Heilsbronn in seinen Schutz zu nehmen. (RI Sigfrid II. (1200-1230) &#8211; RIplus Regg. EB Mainz 2 [n. 664])  <\/p>\n<p>Allerdings nutzten die Urkunden wenig. Die Lage scheint f\u00fcr das Kloster so problematisch geworden zu sein, dass man allen Ernstes daran dachte, das Kloster aufzugeben. So ist es einem Schreiben von Friedrich II. (1212-1220 K\u00f6nig&nbsp; dann bis 1250 Kaiser) zu entnehmen.  <\/p>\n<p>\u201eUnsere Lieben und Getreuen in Halsprunne erleiden, wie wir aus einer Klageschrift entnehmen, von Malefactoren so gro\u00dfe&nbsp; Sch\u00e4digungen, da\u00df sie fast gezwungen sind, jenen Ort zu verlassen. Da aber jene Abtei <i>keinen andern Schirmvogt hat, als den r\u00f6mischen K\u00f6nig<\/i>, so gebieten wir unter Androhung unserer Ungnade, da\u00df sich Niemand unterfange, ihre H\u00f6fe zu sch\u00e4digen Wer sie sch\u00e4digt und de\u00dfhalb vorgeladen wird, hat vor unserem <i>Putilarius Cunrad<\/i> in N\u00fcrnberg zu erscheinen, welcher Ort und Tag bestimmen wird.\u201c (Muck&nbsp; I S.57 f.)  <\/p>\n<p>1220 zog Friedrich II. nach Italien. Es scheint, dass der mit dem Klosterschutz beauftragte Reichsbutigler Konrad von Kornburg&nbsp; nicht erfolgreich war, denn die M\u00f6nche baten 1221 Papst Honorius III. (1216-1227) um Hilfe. Dieser beauftragte am 12. M\u00e4rz 1221<\/p>\n<p>wieder den Mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein mit dem Schutz des Klosters Heilsbronn (RI Sigfrid II. (1200-1230) &#8211; RIplus Regg. EB Mainz 2 [n. 1024])<\/p>\n<p>Abt Arnold erscheint 1210 noch zwei Mal in Urkunden.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wird als 5. Abt Albert (1211-ca.1227) Er t\u00e4tigte den ersten Erwerb f\u00fcr Kloster Heilsbronn in Petersaurach, das allm\u00e4hlich ganz in den Besitz des Klosters \u00fcberging.<\/p>\n<p>Vor ich in der Chronologie weitergehe, ein kurzer \u00dcberblick \u00fcber die Klosterwirtschaft.<\/p>\n<p>Ein wesentlicher Teil des M\u00f6nchtums war nach Ansicht der Zisterzienser der eigenen H\u00e4nde Arbeit.(Canivez Statuta I 1134\/, S. 14). Sie bewirtschafteten ihre G\u00fcter \u00fcberwiegend mit Laienbr\u00fcdern, den Konversen. Diese waren in der Regel weniger gebildet und wurden auch nicht zu Priestern geweiht.<\/p>\n<p>Sie bewirtschafteten die Bauernh\u00f6fe oder waren in Handwerksberufen t\u00e4tig. Die Zisterzienserkl\u00f6ster strebten eine weitest gehende Autarkie an. Die Konversen hatten aber auch wichtige Positionen inne, im Handel, in Stadth\u00f6fen oder als Baumeister oder auch Spezialisten wie Fischmeister oder Winzer.<\/p>\n<p>Die bewirtschafteten H\u00f6fe, die Grangien waren keine Erfindung der Zisterzienser, wurden aber von diesen perfektioniert. Manche waren spezialisiert wie eben in der Fischzucht oder im Weinbau Bei der Viehzucht wurde der D\u00fcnger gezielt dann z. B. beim Weinbau eingesetzt.<\/p>\n<p>In einem Schutzbrief von Papst Innozenz werden bereist 19 Grangien in Heilsbronn genannt.<\/p>\n<p>Die erste und bedeutendste war der Bonnhof. Dorthin wurde auch die Verwaltung aller Klosterg\u00fcter gelegt. Eine solche Verwaltungszentrale war eine Propstei von der das Kloster schlie\u00dflich 5 hatte.<\/p>\n<p>Die Propstei Bonnhof umfasste 73 Ortschaften und hatte 200 abh\u00e4ngige Bauern, sogenannte Grundholden.(alle Zahlen f\u00fcr alle Propsteien nach Muck II Kapitel \u00fcber den M\u00f6nchsstaat ab S. 119)<\/p>\n<p>Die Propstei Zenn oder Neuhof war die waldreichste des Klosters. Mit 3869 Morgen Wald lag in dieser Propstei der gr\u00f6\u00dfte Waldbesitz des Klosters. In der Propstei Neuhof wurde auch die Schafzucht betrieben. Dort waren 749 Schafe, die neben Wolle auch 348 K\u00e4se p.a. an das Kloster lieferten.<\/p>\n<p>In Katterbach bei Neuhof wurden 474 Schafe gehalten, die ebenfalls 348 K\u00e4se im Jahr produzierten<\/p>\n<p>Die Propstei Randersacker war f\u00fcr den Weinbau zust\u00e4ndig w\u00e4hrend in den beiden obigen Propsteien \u00fcberwiegend Ackerbau und Viehzucht getrieben wurde.In Randersacker wurde der Weinbesitz des Klosters in der Maingegend verwaltet.<\/p>\n<p>Die Propstei Altm\u00fchl. Der Grundstein wurde von Abt Arnold gelegt. Sie umfasste 63 Ortschaften und den M\u00f6nchswald. Hier hatte das Kloster 1640 Morgen Wald.<\/p>\n<p>Das Amt N\u00f6rdlingen Dort hatte das Kloster seinen ersten Besitz, das Patronat der Pfarrkirche, ein Geschenk von Kaiser Heinrich VII.(1308-1313) (RI Peter von Aspelt (1306-1320) &#8211; RIplus Regg. EB Mainz 1,1 n. 1579)<\/p>\n<p>Aus dem Ries bezog das Kloster Butter, Schmalz und \u00d6l.<\/p>\n<p>Da Getreide das wichtigste Grundnahrungsmittel im Mittelalter war, spielte der Getreideanbau f\u00fcr alle Kl\u00f6ster nat\u00fcrlich eine besondere Rolle. Angebaut wurde \u00fcberwiegend Roggen, den man zu Brot verarbeitete und Hafer \u00fcberwiegend als Futtergetreide f\u00fcr<\/p>\n<p>Pferde. Gerste kam wohl ab dem 14. Jahrhundert dazu, das zum Brauen gebraucht wurde. Weizen wurde sp\u00e4t angebaut, als man dazu \u00fcberging, Weissbrot zu essen. Das Getreide wurde an den Granuarius geliefert, den Verwalter des Kornkastens und im Speicherhaus gegen\u00fcber der Klosterm\u00fchle<\/p>\n<p>gelagert.<\/p>\n<p>Den Zisterzienserm\u00f6nchen war Fleischgenuss nur im Krankheitsfall gestattet. So war vor allem die Milchviehhaltung wichtig f\u00fcr die K\u00e4se und Butterproduktion. die Tiere wurden in der Regel geschlachtet und das Fleisch verkauft. Eine wichtige Rolle spielten aber die Schafe.<\/p>\n<p>Wie alle Zisterzienserkl\u00f6ster hielt man auch in Heilsbronn gro\u00dfe Schafherden, Zahlen siehe oben. Die Wolle wurde zur Bekleidung der M\u00f6nche verarbeitet, \u00dcbersch\u00fcsse verkauft. Um 1410 verkauften die Heilsbronner M\u00f6nche zwischen 15 und 40 Zentner Wolle im Jahr. im Kloster<\/p>\n<p>wurde immer ein Vorrat von bis zu 22 Zentnern gehalten. (Zahlen nach Stefan Huppertz-Wild Heilsbronn Geschichte des ehemaligen Zisterzienserklosters, Freising 2001) Die H\u00e4ute wurden zur Pergamentherstellung und f\u00fcr Schuhe und S\u00e4ttel verwendet.<\/p>\n<p>Es gab wohl auch eine gewisse Pferdezucht. Im N\u00f6rdlinger Hof wurden 1412 28 Pferde und 17 Fohlen gehalten.<\/p>\n<p>Heilsbronn war ein beliebtes Absteigeziel f\u00fcr hohe G\u00e4ste bei Reisen zwischen N\u00fcrnberg, Ansbach und W\u00fcrzburg, so dass immer eine gewisse Zahl von Pferden zum Wechseln vorgehalten wurden.<\/p>\n<p>Im Sp\u00e4tmittelalter wurden Pferde auch zunehmend als Ackerpferde eingesetzt.<\/p>\n<p>Eine wichtige&nbsp; Rolle spielte wie bei allen Zisterzienserkl\u00f6stern die Fischzucht, man denke nur an Kloster Waldsassen und die Teichlandschaft in Oberfranken oder Maulbronn mit einem ausgefeilten Wasserwirtschaftssystem (siehe dazu die entsprechenden Kl\u00f6ster in Mei B\u00fcchle)<\/p>\n<p>F\u00fcr das Jahr 1567 sind im Wirtschaftsbuch 274 Zentner Karpfen, 22 Zentner Hechte und 11 Zentner Weissfische festgehalten (Huppertz). Aber auch Meeresfische wurden gehandelt. Diese wurden gekauft und in Salzwasser eingelegt. Wegen ihrer enormen Haltbarkeit<\/p>\n<p>waren sie ein beliebtes Handelsgut.<\/p>\n<p>In N\u00fcrnberg kaufte man au\u00dferdem Fischtunken,(Heringsmayonnaisen), Flundern, Stockfische, Aale, Lachse und Krebse und handelte damit.  <\/p>\n<p>Die Zisterzienser hatten eine enge Verbindung zu ihren Mutterkl\u00f6stern in Frankreich und das war damals f\u00fchrend im Obstbau. Kenntnisse \u00fcber den Anbau und Sorten sowie Edelreiser wurden so an die Tochterkl\u00f6ster weitergegeben. So kamen Sorten wie die Graue Renette oder  <\/p>\n<p>der Borsdorfer nach Deutschland. Die Heilsbronner M\u00f6nche legten zahllose Obstg\u00e4rten an.  <\/p>\n<p>Weinbau. Das war ebenfalls ein wichtiges Standbein der Klosterwirtschaft. Das Kloster erwarb in und um Randersacker einen beachtlichen Weinbesitz und besass schlie\u00dflich Weinberge in W\u00fcrzburg, Randersacker,&nbsp; Sommerhausen, Eibelstadt bei Randersacker, Iphofen, Leinach und Mainbernheim.  <\/p>\n<p>F\u00fcr den Weinbau gilt gleiches wie f\u00fcr den Obstbau. Die Zisterzienser&nbsp; f\u00fchrten Reben aus Burgund ein, profitierten von dem dortigen Wissen um Weinbau, f\u00fchrten neue Techniken ein und hatten so einen bedeutenden Einfluss auf Mainfranken.  <\/p>\n<p>Die Waldwirtschaft war in erster Linie f\u00fcr die Gewinnung von Brennholz aber auch f\u00fcr Bauzwecke wichtig.  <\/p>\n<p>Neben diesen traditionellen Erwerbsquellen gewannen allm\u00e4hlich andere eine wichtige Rolle.  <\/p>\n<p>Da war einmal das schon&nbsp; bei Gro\u00dfhaslach erw\u00e4hnte Patronatsrecht.  <\/p>\n<p>Ab der Mitte des 14. Jahrhunderts bet\u00e4tigten sich Kl\u00f6ster zunehmend als Bankiers. Das Kloster hatte gro\u00dfe \u00dcbersch\u00fcsse und verlieh diese. Um 1500 wurde das kanonische Zinsverbot aufgeweicht und es war \u00fcblich geworden Geld gegen Zins zu verleihen.  <\/p>\n<p>Auch das Depositengesch\u00e4ft war f\u00fcr die Zisterzienser interessant geworden. Ihre Stadth\u00f6fe lagen innerhalb der sicheren Stadtmauern und verf\u00fcgten nat\u00fcrlich \u00fcber gro\u00dfe Lagerfl\u00e4chen. So bot es sich an, Wertgegenst\u00e4nde gegen Geb\u00fchr dort einzulagern.  <\/p>\n<p>Platz war vorhanden, Sicherheit durch den Schutz der Stadtmauer auch. Ein lohnendes Gesch\u00e4ft also f\u00fcr beide Seiten. Siehe zu den Finanzgesch\u00e4ften der Kl\u00f6ster Mei B\u00fcchle Kloster Eberbach.  <\/p>\n<p>Kloster Heilsbronn hatte drei Stadth\u00f6fe. Der W\u00fcrzburger Stadthof war der 1. Hof, den Kloster Heilsbronn besass.&nbsp; (s.o.) Den 2. Stadthof hatte das Kloster in Bamberg. 1154 erhielten die frei fr\u00e4nkischen Zisterzen Ebrach, Langheim und Heilsbronn in Bamberg<\/p>\n<p>oberhalb des Westtores eine Kapelle und einen Hof samt Zubeh\u00f6r geschenkt, den sich die drei Kl\u00f6ster teile mussten. Er sollte den M\u00f6nchen, wenn sie nach Bamberg kamen, als Unterkunft dienen. Urkundlich erw\u00e4hnt ist der <\/p>\n<p>Bamberger Hof 1196 in einer Urkunde des Bamberger Bischof Timo (1196 \u20131201) in der es um eine Streitschlichtung ging. (StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 26). Den dritten und wichtigsten Stadthof hatte Kloster Heilsbronn in N\u00fcrnberg.<\/p>\n<p>Zwischen 1254 und 1296 erwarb oder erhielt das Kloster&nbsp; als Schenkungen H\u00e4user innerhalb der Stadt N\u00fcrnberg. 1254 erhielt das Kloster das erste Haus und Gef\u00e4lle von zwei Witwen geschenkt. (Muck II, S. 247.<\/p>\n<p>Einen wichtigen Besitz bekam das Kloster von Adolf von Nassau (1292-1298) geschenkt. Er war \u00fcberhaupt ein G\u00f6nner von Kloster Heilsbronn. W\u00e4hrend seiner Feldz\u00fcge in Th\u00fcringen nach Meissen und Th\u00fcringen bei denen Kl\u00f6ster Abgabe leisten mussten, um die Verpflegung des Heeres zu gew\u00e4hrleisten,<\/p>\n<p>war Kloster Heilsbronn ausdr\u00fccklich davon befreit (Montag-Erlwein S.96). Au\u00dferdem erhielt das Kloster vom K\u00f6nig insgesamt 4 Urkunden ausgestellt. (Muck I, S. 81). Das von K\u00f6nig Adolf geschenkte Haus befand sich direkt hinterm Chor der St. Lorenzkirche<\/p>\n<p>auf dem Lorenzer Platz zwischen Bankgasse und Pfarrgasse.Es diente w\u00e4hrend der Aufenthalte Adolfs in N\u00fcrnberg als k\u00f6nigliche Unterkunft und verf\u00fcgte \u00fcber einen gro\u00dfen Stall, in dem 40 Pferde Platz hatten. Daraus wurde der Heilsbronner Hof in N\u00fcrnberg.<\/p>\n<p>Er enthielt Lagerr\u00e4ume, Schlafzimmer, K\u00fcche, G\u00e4stestube\u2013 und Krankenstube und sp\u00e4ter eine eine Zahlstube mit vergitterten Fenstern und eine Zahlbank, einen l\u00e4nglichen Tisch zum aufz\u00e4hlen des Geldes.&nbsp; Hier wurden die Geldgesch\u00e4fte des Kloster abgewickelt (s.o.)Das war die erste Bank in der Reichsstadt N\u00fcrnberg (Huppertz) Eine weitere Schenkung erhielt das Kloster von Graf Emich von Nassau (erstmals nachgewiesen 1289, +&nbsp; 1334). Emich war ein Vetter von K\u00f6nig Adolf. Er ist in Heilsbronn bestattet. Diese Haus stand an der Stelle des jetzigen neuen Rathauses.<\/p>\n<p>Das Kloster \u00fcberlie\u00df dieses Haus der Stadt N\u00fcrnberg gegen einen Ewigzins. Nach den Ordensstatuten durfte das Kloster Liegenschaften zwar vermieten oder verpachten, aber nicht verkaufen.Abt Heinrich von Hirschlach erbaute beim Heilsbronner Hof die Nikolaikapelle beim Heilsbronner Hof.<\/p>\n<p>Nach diesem Exkurs zur Klosterwirtschaft wieder weiter mit der Klostergeschichte<\/p>\n<p>Auf Abt Albrecht folgte als 6. Abt als Werner ( ca.1227-ca.1233). K\u00f6nig Heinrich VII. (1212-1235), der Sohn Kaiser Friedrichs II. weilte wiederholt in Kloster Heilsbronn. Er nahm am 18. September 1227 in Onolzbach, das ist ein Bach bei Ansbach, Kloster Heilsbronn mit Personen und Sachen in seinen<\/p>\n<p>besonderen Schutz. Au\u00dferdem verbot er, dass Personen vom Kloster Pferde geliehen bekamen, es sei denn dies war ausdr\u00fccklich vom Reichsbutiger angeordnet.( RI Heinrich (VII).&nbsp; RI V,1,2 n. 4076) Da hatte es wohl immer wieder Problem gegeben.<\/p>\n<p>Auch der 7. Abt Walter (ca. 1233-ca.1240) regierte wie sein Vorg\u00e4nger nur relativ kurz, n\u00e4mlich knapp 8 Jahre&nbsp; Er erhielt von K\u00f6nig Heinrich zwei Urkunden. In der ersten vom 15.August 1234 ging es um den Streit der Witwe des Cunrad von Anindorf mit dem Kloster (RI Heinrich (VII). &#8211; RI V,1,2 n. 4341 ) und in der zweiten vom 3. Februar 1235 verlieh Heinrich die vom Abt mit seiner Genehmigung&nbsp; von Rudolf Ritter von Lewenrode gekauften G\u00fcter.&nbsp; (RI Heinrich (VII). &#8211; RI V,1,2 n. 4371)<\/p>\n<p>Auf ihn folgte Abt Ulrich (1241\u201344) als 8. Abt. Er regierte nur 4 Jahre. Aus seiner Regierungszeit gibt es nur wenige Urkunden.<\/p>\n<p>Die Tatsache, dass er nur 4 Jahre regierte, d\u00fcrfte einem Vorfall zugrunde liegen, bei dem Abt Ulrich so schwer verletzt wurde, dass er dienstunf\u00e4hig wurde. Vermerkt wird, dass der T\u00e4ter dauerhaft in Haft blieb. Nach Montag-Erlewein ( S. 144) kommt als betroffener Abt nur Ulrich in Frage. Kloster Heilsbronn und Abt Ulrich waren mit so einem Vorfall nicht allein. Der Orden hatte zwischen 1190 und 1295 mit rund 100 solchen Vorf\u00e4llen zu tun, die in den Generalkapitelsbeschl\u00fcssen \u201cconspirationes\u201d genannt wurden. (siehe dazu Mei B\u00fcchle Kloster Sch\u00f6nau und Kloster Eberbach). In Sch\u00f6nau kam es 1188 zur \u201cSchuhrevolte\u201d und in Eberbach wurde Abt Rimund (1228-1241) verst\u00fcmmelt&nbsp; \u201cenormiter multilavit\u201d wie es&nbsp; bei Cannivez in Statuta Capitulorom generalium ordinis Cisterciensis ab anno 1116 ad annum 1786 hei\u00dft. (Cannivez 2. S.233 Nr. 19.) Abt Werner(1258-1261) in Kloster Eberbach wurde 1261<\/p>\n<p>sogar erschlagen und auch er teilt dieses Schicksal mit weiteren 8 Zisterzienser\u00e4bten<\/p>\n<p>Abt Edelwin war der 9. Abt. Er hatte allerdings zwei Regierungsperioden, n\u00e4mlich von 1245-1252. Dann folgte als 10. Abt&nbsp; Otto f\u00fcr 4 Jahre . Warum es zu dieser Zwischenregierungszeit kam, ist nicht bekannt.<\/p>\n<p>Mit Hilfe von Abt Edelwin wurde auch das Kloster Seligenporten im Markt Pyrbaum in der Di\u00f6zese Eichst\u00e4tt in den Zisterzienserorden aufgenommen. 1242 hatte Gottfried der \u00c4ltere von Sulzb\u00fcrg (+ 1259) und seine Frau Adelheid von Hohenfels das Kloster<\/p>\n<p>als Nonnenkloster gegr\u00fcndet. Es war eine Gemeinschaft von 45 Frauen. Die Leitung hatte eine gewisse Adelheid. Da die Frauen unter keiner Regel lebten, wandte sich dies Frau an Abt Edelwin in Kloster Heilsbronn.<\/p>\n<p>Abt Edelwin war vorher schon drei Mal vom Generalkapitel mit Untersuchungen&nbsp; beauftragt worden, die sich mit der Inkorporation&nbsp; von Frauenzisterzen&nbsp; befassten, so&nbsp; untersuchte er zusammen mit dem Abt von Raitenhaslach Walther (1242\u20131257) 1242<\/p>\n<p>ein namentlich nicht genanntes Zisterzienserinnenkloster (Statuta capitulorum generalium 2, S. 414 f. n. 24 (1255). 1244 inspizierte er die Abtei Campo Virginium. Canive vermutet, dass Campo Virginum die Abtei Nieder\/Obersch\u00f6nenfeld ist.<\/p>\n<p>Statuta capitulorum generalium 2, S. 286 n. 56 (1244). Zusammen mit dem Eberbacher Abt Rimund (1228\u20131247 ) untersuchte er eine Abtei Lilienthal, wobei nicht klar ist, welche Abtei Lilienthal damit gemeint ist. (Statuta capitulorum generalium 2, S. 322 n. 37 (1247).<\/p>\n<p>Das Aufnahmgesuch von 1247 kam nicht von Abt Edelwin sondern von dem Mainzer Erzbischof Siegfried III. von Eppstein (1230-1249). Das machte Sinn, denn seit 1228 wurde die Unterst\u00fctzung eines Aufnahmeantrags durch Ordensleute streng geahndet.<\/p>\n<p>Seit 1244 war au\u00dferdem f\u00fcr eine Inkorporation die Zustimmung durch den zust\u00e4ndigen Bischof notwendig. Durch den Antrag durch den Bischof wurde gleichzeitig seine Zustimmung signalisiert. Abt Edelwin hatte ja schon geraten, das Kloster in Pilsach wegzuverlegen, wo die Gemeinschaft beheimatet war. Die Lage des Klosters war auch eine Voraussetzung zur Inkorporation. Die \u00c4bte von Ebrach Heinrich I. (1244-1252) und Kaisheim Richard (1239\u20131251) erhielten 1247 vom Generalkapitel den Auftrag, das Kloster zu \u00fcberpr\u00fcfen. Aus dem Zisterzienserinnenkloster Maidbronn bei W\u00fcrzburg wurde<\/p>\n<p>eine Nonne Fedran oder Fridron wurde nach&nbsp; Seligenporten geschickt. Sie sollte die Frauen in die Regeln und Consetudines&nbsp; des Ordens einf\u00fchren. Sie stand dem Konvent als \u00c4btissin vor. 1249 best\u00e4tigte Bischof Heinrich IV. (1247-1259)von Eichst\u00e4tt die Gr\u00fcndung von Kloter Seligenporten.<\/p>\n<p>In Ottos Regierungszeit f\u00e4llt das K\u00f6nigtum von Wilhelm von Holland. Er war von 1248-1254 Gegenk\u00f6nig der Staufer und von 1254-1256 deutscher K\u00f6nig. Er nahm am 27. M\u00e4rz 1255 Kloster Heilsbronn in seinen Schutz und befreite es von weltlicher Gewalt.<\/p>\n<p>(RI Wilhelm &#8211; RI V,1,2 n. 5253)(1244-1252) <\/p>\n<p>Von 1257-1260 regierte Abt Edelwin ein zweites Mal. Der mangelnde Schutz des Klosters durch den K\u00f6nig im Interregnum machte sich wiederbemerkbar. Die M\u00f6nche sahen sich gezwungen, wieder beim Papst um Hilfe nach zu suchen.<\/p>\n<p>Papst Alexander IV. (1254-1261) beauftragte am 30. Januar 1260&nbsp; den Mainzer Erzbischof Werner, das Kloster Heilsbronn in seinen Schutz zu nehmen. (RI Wernher (1259-1284) &#8211; RIplus Regg. EB Mainz 2 [n. 2286])<\/p>\n<p>Als Sch\u00e4diger der Zisterze sind vor allem die Burggrafen von N\u00fcrnberg Konrad (1218-1261) und Friedrich III. von N\u00fcrnberg (1261-1297) zu nennen.Beide lagen auch im Rechtsstreit mit dem Kloster und mussten dem Kloster Schadenersatz leisten.<\/p>\n<p>Das Problem nicht nur mit den Burggrafen war, dass der Adel das Interregnum und damit das geschw\u00e4chte K\u00f6nigtum zum Aufbau eines eigenen Territoriums nutzte und damit nat\u00fcrlich zum Konkurrenten des Klosters wurde, das ja zahlreiche G\u00fcter hatte, die meistens mit <\/p>\n<p>vielen Privilegien ausgestattet waren. Nach Muck ( I, S.62) ist Konrad der erste Zollerngraf, der in Heilsbronn bestattet wurde. Wikipedia f\u00fchrt seinen Sohn Friedrich als 1. Zollern auf, der in Heilsbronn bestattet ist. \u00dcber 20 Familienmitglieder fanden dort ihre Ruhest\u00e4tte.Der&nbsp; 11. Abt Friedrich (1261-1262) regierte nur zwei Jahre. Sein Nachfolger wurde als 12. Abt Rudolf (1263-1281). Er erlebte das Ende des Interregnums. Rudolf von Habsburg (1273-1291) wurde 1273 zum deutschen K\u00f6nig gew\u00e4hlt. Abt Rudolf erbat wie alle seine Vorg\u00e4nger vom neuen K\u00f6nig<\/p>\n<p>die Best\u00e4tigung der kl\u00f6sterlichen Rechte. Diese erfolgte am 12. Januar 1275 in N\u00fcrnberg. K\u00f6nig Rudolf best\u00e4tigte die (gef\u00e4lschte) Urkunde von K\u00f6nig Konrad III. von 1138. (RI Rudolf &#8211; RI VI,1 n. 318) Rudolf stellte f\u00fcr das Kloster noch 4 weitere Urkunden aus. 1287 beauftragte er<\/p>\n<p>den Grafen Ludwig III. von Oettingen (+1313) mit dem Schutz von Kloster Heilsbronn. (RI Rudolf &#8211; RI VI,1 n. 2125). Er war aber nur mit dem Schutz des Klosters beauftragt und hatte keine vogteilichen Rechte inne. Diese Urkunde wird auch mit den Diensten des Klosters f\u00fcr K\u00f6nig Rudolf begr\u00fcndet. <\/p>\n<p>Insgesamt weilte er 269 Tage in N\u00fcrnberg und es ist anzunehmen, dass das Kloster oft zum servitium regis herangezogen wurde (Montag-Erlewein S.94)<\/p>\n<p>Es gibt 20 Erwerbsurkunden dieses Abtes, die belegen, dass er das Klostergebiet ausdehnen konnte. <\/p>\n<p>Abt Rudolf erweiterte auch die Klosterkirche. Er lie\u00df die Chorabschl\u00fcsse von 1132 abbrechen und verl\u00e4ngerte den Chor. In diesem Chorausbau wurde Burggraf Friedrich III. 1297 bestattet.<\/p>\n<p>Der 13. Abt war Heinrich von Hirschlach (1282-1317). Er regierte insgesamt 31 Jahre lang. Aber auch bei ihm gab es eine Regierungsunterbrechung von 1303-1306. In diesen drei Jahren war Konrad von Brundelsheim als 14. Abt t\u00e4tig.<\/p>\n<p>Abt Heinrich erweiterte das Klostergebiet kr\u00e4ftig wovon 41 Schenkungsbriefe und 67 Kaufbriefe zeugen. Er erwarb Besitzungen im Klostergebiet um Heilsbronn. Aber auch den Besitz im W\u00fcrzburger Raum konnte er mehren. Auf den wichtigen Zuwachs in N\u00fcrnberg wurde oben verwiesen.<\/p>\n<p>In seine Regierungszeit fiel der erste Besitz in N\u00f6rdlingen. Kaiser Heinrich VII. (1308-1313), der Abt Heinrich und dem Kloster Heilsbronn sehr gewogen war, schenkte dem Kloster 1310 das Patronatsrecht der Pfarrkirche in N\u00f6rdlingen.&nbsp; RI Heinrich VII. &#8211; RI VI,4,2 n. 553<\/p>\n<p>Begr\u00fcndet wurde die Schenkung so&nbsp; dass das \u201c verehrungsw\u00fcrdige Zisterzienserkloster Heilsbronn in der Eichst\u00e4tter Di\u00f6zese in weltlichen Dingen so wohlhabend bleibe, wie es in geistlichen bl\u00fchend ist.\u201d Das Patronatsrecht in N\u00f6rdlingen war der Ausgangspunkt f\u00fcr den Besitzausbau der Abtei in Schwaben.<\/p>\n<p>Der Mainzer Erzbischof Peter von Aspelt best\u00e4tigte diese Schenkung am 4. Mai 1313. (RI Peter von Aspelt (1306-1320) &#8211; RIplus Regg. EB Mainz 1,1 n. 1579). Auch im Jahr 1313 kaufte der Abt dann von Graf Ludwig von Oettingen das sogenannte Steinhaus in N\u00f6rdlingen. Den Kauf finanzierte er durch den Verkauf von G\u00fctern in Lenkersheim an Burggraf Friedrich IV. von N\u00fcrnberg(1300-1332). Insgesamt von 9 Pers\u00f6nlichkeiten holte sich die Abtei die Zustimmung zu diesem Rechtsakt bzw. die Best\u00e4tigung ein (Montag-Erlwein S. 105)<\/p>\n<p>Abt Heinrich erlebte in seiner Regierungszeit 5 K\u00f6nige. Zu allen hatte er gute pers\u00f6nliche Beziehungen, was sich wie wir sehen sowohl in Urkunden als auch in Schenkungen niederschlug. K\u00f6nig Rudolf stellte 5 Urkunden f\u00fcr Heilsbronn aus. <\/p>\n<p>Allerdings scheint der Klosterschutz nicht vollst\u00e4ndig gew\u00e4hrleistet gewesen zu sein, denn das Kloster erbat sich in den Jahren&nbsp; 1288,1289 und 1291 von Papst Nikolaus IV. (1288-1292) insgesamt 6 Urkunden. Drei Bullen hatten eine Best\u00e4tigung aller Freiheiten und Privilegien, die Heilsbronn von den P\u00e4psten, K\u00f6nigen und principibus aliis erhalten hatte. In einer wurde der Propst des Stifts Herrieden vom Papst beauftragt, widerrechtlich enteignete G\u00fcter der Zisterze wieder zur\u00fcckzuholen.<\/p>\n<p>In der Bulle von 1289 untersagte der Papst Klerikern und Laien. dass diese M\u00f6nche, Konversen, Vieh oder G\u00fcter dem Kloster zu pf\u00e4nden,&nbsp; zu entwenden oder zur\u00fcckzuhalten, sofern sie keine Jurisdiktion \u00fcber die Abtei hatten. In dieser Zeit h\u00e4uften sich die Rechtsstreitigkeiten, in denen es vor allem um Testamentsanfechtungen ging. In dieser Urkunde wurde der Abtei auch gestattet, dass bewegliche und unbewegliche G\u00fcter einer Person trotz ihres Klostereintritts weiterhin in <br \/>ihrem Besitz verbleiben d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Von Adolf von Nassau erhielt Abt Heinrich 4 Urkunden.<\/p>\n<p>Von Adolfs Nachfolger Albrecht (1298-1308) erhielt Heilsbruck 8 Urkunden, wovon eine in Heilsbronn ausgestellt wurde, die \u00fcbrigen in N\u00fcrnberg.<\/p>\n<p>1289 weilte Albrecht zum Hoftag wo auch seine Gemahlin Elisabeth von G\u00f6rz zur K\u00f6nigin (1298-1309) gekr\u00f6nt wurde. In diese Zeit f\u00e4llt der erste nachweisliche Besuch eines Herrschers im Kloster Heilsbruck. Sie machte eine Jahrtagsstiftung von 8 Talenten, die noch im Nekrolog<\/p>\n<p>der Zisterze von 1483 vermerkt ist. (Montag-Erlewein S. 98)<\/p>\n<p>Auch K\u00f6nig Heinrich VII.&nbsp; stellte Abt Heinrich mehrere Urkunden aus. Zwei 1309 ausgestellte Urkunden regelten Rechtsf\u00e4lle. Die am 14. M\u00e4rz 1310 in N\u00fcrnberg ausgestellte Urkunde gilt als besonderer Gunsterweis von K\u00f6nig Heinrich.<\/p>\n<p>RI<strong> <\/strong>Heinrich VII. &#8211; RI VI,4,2 n. 396&nbsp; Es wurde deutlich hervorgehoben, dass die Abtei unter k\u00f6niglichem Schutz steht. Dann befreite sie die Grangie von Heilsbronn in Sommerhausen nicht nur von allen Steuern und Abgaben sondern auch von der Beherbungspflicht k\u00f6niglicher Amtsleute.<\/p>\n<p>Die Schenkung des Patronatsrecht f\u00fcr N\u00f6rdlingen wurde oben erw\u00e4hnt. Eine letzte Urkunde f\u00fcr Heilsbronn stellte Heinrich im Juni 1313 in Pisa aus. In dieser Urkunde best\u00e4tigte er wieder den Klosterschutz,. Au\u00dferdem best\u00e4tigte er jedes K\u00f6nigsdiplom <br \/>gleich welchen Inhalts, das der Konvent bis zu diesem Zeitpunkt erhalten hatte. Auch eine Besitzbest\u00e4tigung des N\u00f6rdlinger Besitzes war in der Urkunde, darin das erst vor wenigen Tagen vom Grafen von Oettingen erworbene Steinhaus. (s.o) (Montag-Erlwein S. 107 und Muck S. 82)<\/p>\n<p>Kurz vor seinem Tod am 24. Juli 1317 war er noch am 28. April 1317 bei K\u00f6nig Ludwig (1314 K\u00f6nig ab 1328-1347 Kaiser) in Windsheim, wo er zwei Urkunden erhielt. (RI Ludwig &#8211; [RI VII] H. 5 n. 25 und n.21). Darin ging es um den Gerichtsstand f\u00fcr das eigen von Klosterleuten.<\/p>\n<p>Nicht nur den Klosterbesitz mehrte er. Auch um die Klosterbibliothek k\u00fcmmerte er sich. Er kaufte Handschriften, lie\u00df sie aber auch von M\u00f6nchen abschreiben.<\/p>\n<p>In der Regierungszeit von Abt Heinrich war auch Lupold III. von Weiltingen als M\u00f6nch. Zuvor war er Domkanoniker in W\u00fcrzburg, 1285 erstmals genannt. Er war Meister der Rechtskunde und diente sowohl Rudolf von Habsburg als auch von Albrecht von Habsburg. Johann von Viktring, mittelalterlicher Geschichtsschreiber und von 1312 bis zu seinem Tod 1347 Abt des Zisterzienserklosters Viktring bezeichnete ihn als Vertrauten von K\u00f6nig Albrecht. auch zum W\u00fcrzburger Bischof, wohl Manegold (1287-1303) unterhielt er beste Beziehungen.<\/p>\n<p>Er war Probst des Stifts Haug in W\u00fcrzburg 1296 hatte er ein Visionserlebnis mit der heiligen Katharina. Er resignierte als Stiftsprobst und wurde Zisterzienserm\u00f6nch in Heilsbronn. Dort ist er bis 1323 nachweisbar. Als er ins Kloster Heilsbronn eintrat, brachte er seine Rechtshandschriften<\/p>\n<p>mit ins Kloster, die einen Wert von 200 Pfund Heller hatte, kaufkraftm\u00e4\u00dfig entspricht das etwa 46.647,00 \u20ac.. Nach der obigen Papstbulle ging das in den Klosterbesitz \u00fcber. Er wirkte oft als Schiedsrichter und auch als Zeuge in Urkunden. Er beteiligte sich auch an der Reform von Kloster M\u00fcnsterschwarzach.<\/p>\n<p>Offensichtlich hat er auch in der Heilsbronner Bibliothek Spuren hinterlassen. In der Erlanger Universit\u00e4tsbibliothek sind 34 Heilsbronner Pergamenthandschriften kanonischen und weltlichen Rechts \u00fcberliefert, deren Entstehungszeit ins 13. und 14. Jahrhundert fallen.<\/p>\n<p>Das Heilsbronner Skriptorium und die Klosterbibliothek sind seit 1770 in der 1743 gegr\u00fcndeten Universit\u00e4t Erlangen. Eine Buchbinderei existierte in Heilsbronn, die seit der Mitte des 14. Jahrhunderts belegt ist. Ihre Bl\u00fctezeit erlebte diese zwischen 1467 und 1528.  <\/p>\n<p>In der Heilsbronner Bibliothek sind \u00e4ltere Texte als das Kloster alt ist. Prachtst\u00fccke sind ein Evangeliar aus dem 9. Jahrhundert,&nbsp; eine theologische Handschrift aus dem 10. Jahrhundert und das sogenannte Reichenauer Evangeliar aus dem 10. Jahrhundert.<\/p>\n<p>Auch die Werke des Eichst\u00e4dter Bischofs Philipp von Ratsamshausen (1306-1322), vorher Abt der Zisterze Pairis im Elsass kamen in die Heilsbronner Bibliothek und sind jetzt in Erlangen.<\/p>\n<p>Das \u00e4lteste B\u00fccherverzeichnis, das aus dem 13. Jahrhundert stammt, f\u00fchrte schon 162 Werke auf. Mitte des 18. Jahrhunderts waren \u00fcber 2000 Werke in der Bibliothek. Der B\u00fccherbestand wurde von der nach 1582 gegr\u00fcndeten F\u00fcrstenschule genutzt und sogar noch erweitert.<\/p>\n<p>Nach dem Tod von Abt Heinrich \u00fcbernahm nochmal Konrad von Brundelsheim das Amt des Abtes, das er schon von1303-1306 w\u00e4hrend der Regierungsunterbrechung von Abt Heinrich innehatte. Er regierte dann nochmals von 1317-1321. Er hatte wohl wie auch Abt Heinrich in Paris studiert.<\/p>\n<p>Die Heilsbronner \u00c4bte waren immer bem\u00fcht, wissenschaftlich gebildete M\u00f6nche als potentielle \u00c4bte heran zu ziehen und liessen besonders talentvolle M\u00f6nche studieren, bis Mitte des 14. Jahrhunderts nicht in Deutschland, da es zu dieser Zeit hierzulande noch keine Universit\u00e4ten gab. Ein bevorzugter Studienort war Paris. Dort hatte der Abt von Clairvaux Stephan von Lexington (1242-1255) 1245 das Coll\u00e8ge des Bernardins gegr\u00fcndet, wo Studierende aus dem Zisterzienserorden, die an der Universit\u00e4t Paris studierten, untergebracht waren. Der sp\u00e4tere Papst Benedikt XII. (1334-1342)<\/p>\n<p>war als Student ebenfalls dort untergebracht. 1311 wurde er Abt des Zisterzienserklosters Fontfroide bei Narbonne. Er leitete auch das Kolleg. Er verf\u00fcgte, dass Abteien mit einer Konventsgr\u00f6\u00dfe ab 30-40 M\u00f6nchen einen Studenten ins Coll\u00e8ge schicken musste bzw. zu finanzieren hatte.<\/p>\n<p>Abt Konrad stand sowohl mit K\u00f6nig Albrecht als auch mit K\u00f6nig Ludwig in pers\u00f6nlichem Verkehr. In seiner ersten Amtszeit erhielt er von Albrecht 4 Urkunden, eine davon in Heilsbronn ausgestellt. <\/p>\n<p>K\u00f6nig Albrecht war 1304 wieder in Kloster Heilsbronn. Dabei best\u00e4tigte&nbsp; er die Stiftung einer Hofstatt in Windsheim durch seinen Notar Hademar. (Muck II, S. 392)<\/p>\n<p>Abt Konrad verfasste auch lateinische Sermonen die belegen,\u201dda\u00df ihr Verfasser klassisch gebildet war, lateinisch sprachgewandt, vertraut mit der lateinischen Bibel\u201d (Muck S. 107). Sie finden sich auch gedruckt in der Erlanger Universit\u00e4tsbibliothek.<\/p>\n<p>Abt Konrad verstarb im November 1321.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger Konrad Suppanus (1321-1328) regierte sieben Jahre. Er vergr\u00f6\u00dferte den Klosterbesitz. So erwarb er 1322 vom Benediktinnerinnenkloster in Kitzingen einen Hof mit Weinbergen und \u00c4ckern. Das Kloster Kitzingen litt in dieser Zeit an innerkl\u00f6sterlichen Konflikten.<\/p>\n<p>Am 23. April 1328 best\u00e4tigte Kaiser Ludwig in Rom alle&nbsp; Privilegien, Rechte, Freiheiten, Immunit\u00e4ten und Gnaden und gebot die Einhaltung dieses Privilegs unter Strafandrohung von 100 Goldmark. RI&nbsp; Ludwig der Bayer &#8211; [RI VII] H. 10 n. 182.<\/p>\n<p>Von Papst Johannes XXII. (1315-1334) lie\u00df sich Abt Konrad den Klosterbesitz best\u00e4tigen. (Muck S. 111)<\/p>\n<p>Der Abt starb am\u00b415. November 1328.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte als 16. Abt Johann Gamsfelder (1328-1345) Er stammte aus Gammesfeld, heute ein Ortsteil von Blaufelden. Er regierte 17 Jahre. Aus seiner Regierungszeit sind zwischen 80 und 90 Erwerbsurkunden vorhanden, die belegen, dass auch Abt Johann den Klosterbesitz stark mehrte.<\/p>\n<p>1332 \u00fcberlie\u00df er der Stadt N\u00fcrnberg das von Graf Emich geschenkte Haus gegen einen Ewigzins. (s.o.)<\/p>\n<p>Das Kloster wurde immer wieder angefochten Abt Johann wandte sich deshalb an Ludwig als seinen Schutzvogt. Dieser nahm das Kloster und seine Leute am 19. Dezember 1333 in seinen Schutz und beauftragte die Burggrafen Johann II. 1332-1357 und Konrad III. (+1334) mit dem Schutz des Klosters <\/p>\n<p>f\u00fcr 4 Jahre. (RI Ludwig der Bayer &#8211; [RI VII] H. 10 n. 275)<\/p>\n<p>Am 4. April 1334 best\u00e4tigte er dem Kloster, dass es das Steinhaus in N\u00f6rdlingen vom Grafen von Oettingen als freies Eigentum gekauft hatte und gebot der Stadt, das Kloster nicht weiter in seinem Eigentum zu behindern. au\u00dferdem verbot er Stadt,<\/p>\n<p>in N\u00f6rdlingen ein weiteres&nbsp; Kaufhaus zum Schaden des Klosters zu errichten. (RI Ludwig &#8211; [RI VII] H. 5 n. 181)<\/p>\n<p>Am 28. Oktober 1336 stellte Ludwig dem Kloster eine Urkunde aus in der er das Kloster in Schutz nahm und alle seine Privilegien best\u00e4tigte. (RI Ludwig der Bayer &#8211; [RI VII] H. 10 n. 316)<\/p>\n<p>Am gleichen Tag stellte er eine weitere Urkunde f\u00fcr Kloster Heilsbronn aus, mit der er erkl\u00e4rte, dass kein Vogt, Richter oder Amtmann von den Leuten des Klosters G\u00fcter, Besitzungen oder Steuern oder Abgaben verlangen darf. (RI Ludwig der Bayer &#8211; [RI VII] H. 10 n. 317)<\/p>\n<p>Am 31. August 1337 gestattete er dem Kloster seinen Hof in Bonhof mit Mauern oder Gr\u00e4ben zu befestigen. Au\u00dferdem untersagte er jedem, die Leute darin zu bel\u00e4stigen. (RI Ludwig der Bayer &#8211; [RI VII] H. 10 n. 337)<\/p>\n<p>Am 1. November 1339&nbsp; beauftragte er Burkhard von Seckendorf einen ministerialen der Burggrafen von N\u00fcrnberg den Schutz von Kloster Heilsbronn zu \u00fcbernehmen, falls Burggraf Johann II. verhindert war. (RI Ludwig der Bayer &#8211; [RI VII] H. 10 n. 360)<\/p>\n<p>Am 23. 1336 wurde das Kloster durch ein Naturereignis gesch\u00e4digt. Ein Wolkenbruch verursachte eine \u00dcberschwemmung. Die B\u00e4ckerei, die M\u00fchle und die Gerberei waren betroffen. Im Krankenhaus und in der Kirche wurden eigen B\u00fccher vernichtet.<\/p>\n<p>Im Speisegew\u00f6lbe gingen Butter, K\u00e4se, Eier und Anderes zugrunde. Die Klostermauer wurde fast 40 Fuss weit eingerissen, das sind etwa 12 Meter.<\/p>\n<p>Abt Johann starb am 12. Juni 1245.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde als 17. Abt Friedrich von Hirschlach (1345-1350). Er war b\u00e4uerlicher Herkunft und vor seiner Wahl zum Abt Prior.<\/p>\n<p>1346 schenkten die beiden Pfalzgrafen Ruprecht I. (1229-1390) und Ruprecht II. (1390-1398) Kloster Heilsbronn das Patronat von Hirschau, heute im Landkreis Amberg-Sulzbach. Abt Friedrich lie\u00df sich diese Schenkung von Friedrich von Regensburg (1340-1365) und Papst Clemens VI. (1342-1352) best\u00e4tigen.<\/p>\n<p>Karl VI. best\u00e4tigte diese Schenkung am 15. Mai 1355 ebenfalls. (RI Karl IV. &#8211; RI VIII n. 2652)Im Gegenzug stiftete Abt Friedrich und der Konvent von Heilsbronn zwei Seelenmessen f\u00fcr die Grafen. (RI Ruprecht I. &#8211; RIplus Regg. Pfalzgrafen 1 n. 2563)<\/p>\n<p>Burggraf Albrecht der Sch\u00f6ne (+ 1361) f\u00fchrte Kaiser Ludwig 1347 nach Heilsbronn. Zwei Monate sp\u00e4ter starb der Kaiser. Er war ein gro\u00dfer G\u00f6nner des Klosters. Aber auch sein Nachfolger Karl IV. (1346-1355, ab 1355 Kaiser-1378) erwies sich bald auch als F\u00f6rderer von Kloster Heilsbronn.<\/p>\n<p>Er besuchte das Kloster schon im November 1347, also kurz nach Ludwigs Tod.<\/p>\n<p>Am 6. November 1347 befahl er den Burggrafen Johann und Albrecht von N\u00fcrnberg, Abt und Konvent von Kloster Heilsbronn zu sch\u00fctzen. (RI Karl IV. &#8211; RI VIII n. 416)<\/p>\n<p>Am 7. November 1347 best\u00e4tigte er dem Kloster die Urkunde von Heinrich VII von 1313.&nbsp; (RI Karl IV. &#8211; RI VIII n. 417) Am 15. Dezember 1347 best\u00e4tigte Karl IV. dem Kloster, was es in N\u00f6rdlingen erworben hatte, n\u00e4mlich das von Hermann dem Stegherrn gekaufte Haus. (RI Karl IV. &#8211; RI VIII n. 499)<\/p>\n<p>Im Jahr 1348 schenkte Pfalzgraf Rudolf (1329-1353) Kloster Heilsbronn das Patronat von Kirchtumbach, heute im Landkreis Neustadt an der Waldnaab. (RI Rudolf II. &#8211; RIplus Regg. Pfalzgrafen 1 n. 2317). Rudolf war der Neffe von Kaiser Ludwig dem Bayer und der Schwiegervater von<\/p>\n<p>Karl IV.. Er war oft in Heilsbronn und laut Muck Abt Friedrich sehr gewogen (S. 565). Papst Clemens VI. best\u00e4tigte diese Schenkung zusammen mit der Schenkung von Hirschau 1352.<\/p>\n<p>Abt Friedrich starb am 22. August 1350.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Abt Gottfried B\u00fcchelberger (1350-57) als 18. Abt. Er stammte aus B\u00fcchelberg, heute ein Ortsteil von Gunzenhausen. Er war ein Bauernsohn. Wie auch seine Vorg\u00e4nger hatte er vor allem in N\u00f6rdlingen immer wieder Auseinandersetzungen zu f\u00fchren. Er hatte aber in Karl IV. eine zuverl\u00e4ssige St\u00fctze. In den 7 Regierungsjahren des Abtes war Karl IV. 6 mal in Heilsbronn. Auch seine Gemahlin war mehrere Male in Heilsbronn. Am 12. Mai 1357 war Karl IV. in Heilsbronn und best\u00e4tigte bei dieser Gelegenheit die Freiheiten und Privilegien des Klosters.<\/p>\n<p>(RI<strong> <\/strong>Karl IV. &#8211; RI VIII n. 2649) 3 Tage sp\u00e4ter stellte er in Miltenberg drei Urkunden f\u00fcr das Kloster aus, in den er die Schenkung des Kirchensatzes von Hirschau und Kirchentumbach, best\u00e4tigte sowie die durch Papst Clemens vorgenommene Inkorporierung.<\/p>\n<p>(RI Karl IV. &#8211; RI VIII n. 2652-54) Kurz vor dem Tod von Abt Gottfried kam es zu einem Vergleich mit dem Rat der Stadt N\u00f6rdlingen und Abt Gottfried. (Muck II S. 533).<\/p>\n<p>Abt Gottfried starb am 21. Juni 1357.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte als 19.Abt Arnold (1357-1385. ) Sein Geburtsdatum und wann er ins Kloster eintrat ist nichts bekannt. Auch \u00fcber seine Familie oder seinen Geburtsort wird nichts berichtet. Vermutlich studierte er wie auch seine Vorg\u00e4nger in Paris, denn in dieser Zeit kommen in den<\/p>\n<p>Abrechnungen immer Ausgaben f\u00fcr Heilsbronner M\u00f6nche vor.<\/p>\n<p>In seiner Regierungszeit war Karl IV. oft zu Gast im Kloster, aber auch der N\u00fcrnberger Burggraf Friedrich V. (1357-1398). Er selbst war 1359 in B\u00f6hmen und bekam dort am 29. Januar 1359 die Garantien des Kaisers best\u00e4tigt. (Muck S. 127) Zwei weitere Best\u00e4tigungen erhielt das Kloster <\/p>\n<p>am 12. September 1359( RI<strong> <\/strong>Karl IV. &#8211; RI VIII n. 2994) und kurz danach&nbsp; am 4. Oktober 1359 nochmals in Prag. (RI Karl IV. &#8211; RI VIII n. 3001). Der Hofrichter Kaiser Karls Bolko III. von Oppeln ( 1356-1382) stellte am 22.Oktober 1359 in Karlstein 2 Urkunden f\u00fcr Kloster Heilsbronn aus.<\/p>\n<p>(RI Karl IV. &#8211; RI VIII n. 3010a) Der Hofrichter best\u00e4tigte an Hand vorgelegter Briefe und Handfesten die Freiheiten des Kloster. au\u00dferdem best\u00e4tigte er, dass das Kloster&nbsp; mit seinem Wein, senem Getreide und allen anderen Fr\u00fcchten seiner G\u00fcter sowie mit aller anderer Handelsware, soweit diese zur Versorgung des Kl. erworben wird, \u00fcberall in seinen und des Reiches St\u00e4dten zollfrei handeln d\u00fcrfen. (RI Karl IV. &#8211; RIplus URH 7 n. 501)<\/p>\n<p>Pers\u00f6nlich lebte Abt Arnold sehr sparsam. Er setzte sein Geld ein zur Beseitigung von Notst\u00e4nden zum Beispiel in den Heilsbronner H\u00f6fen in Randesacker und Sommerau, als dort D\u00fcrre und Misswuchs eingetreten war. In anderen Gegenden unterst\u00fctzte er Klosteruntertanen, die durch Krieg<\/p>\n<p>gelitten hatten. <\/p>\n<p>Das geht auch aus einem Visitationsprotokoll von 1359 des Ebracher Abtes&nbsp; Otto J\u00e4ger (1349-1385) hervor. Aus seiner Privatkasse zahlte er 400 Goldgulden f\u00fcr die Restaurierung der Klosterm\u00fchle, das sind etwa 65.044,00 \u20ac, nach heutiger Kaufkraft allerdings ungef\u00e4hr 195.132,00 \u20ac.<\/p>\n<p>Am 6. Dezember 1360 befreite Kaiser Karl das Kloster von aller Gastung im Kloster und auf allen G\u00fctern, da es auf seiner Heerfahrt gegen Schwaben gro\u00dfen Schaden genommen hatte. (RI Karl IV. &#8211; [RIplus] Regg. Karl IV. (Diplome) [n. 5080)<\/p>\n<p>Abt Arnold war auch Taufpate von Kindern der Gro\u00dfen des Reiches. Der bedeutendste war der Sohn von Kaiser Karl IV. Wenzel, geboren am 26. Februar 1361 in N\u00fcrnberg, der von 1376 bis zu seiner Absetzung 1400 deutscher K\u00f6nig war. <\/p>\n<p>Bei den N\u00fcrnberger Burggrafen war er Taufpate von Johann III geboren um 1369 und Friedrich I., geboren um 1371, dem sp\u00e4teren Kurf\u00fcrsten von Brandenburg. Daneben gibt es noch eine ganze Reihe anderer Kinder von Adligen. (Muck S. 129)<\/p>\n<p>Zu Wenzel hatte er zeitlebens ein gutes Verh\u00e4ltnis<\/p>\n<p>Im Sommer 1385 resignierte Abt Arnold. Er starb am 19. August 1386.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde als 20. Abt Berthold Stromair. Die Familie Stromair, sp\u00e4ter Stromer war eines der \u00e4ltesten N\u00fcrnberger Patriziergeschlecht. Er war neben dem Abt Johann Gamsfelder der einzige adlige Abt im Kloster Heilsbronn. Vor seiner<\/p>\n<p>zum Abt bekleidete er das Amt des Subcellerars, der den Cellerar, den obersten Wirtschaftverwalter des Klosters unterst\u00fctzte. Der Cellerar hatte die Oberaufsicht \u00fcber die Grangien und Stadth\u00f6fe inne.<\/p>\n<p>In den ersten Wochen seiner Wahl reiste Abt Berthold nach Rom zum dortigen Papst Urban VI. (1378-1389) Kurz nach der Wahl von Urban, der eine von vielen geforderte R\u00fcckkehr nach Avignon kategorisch ablehnte, wurde in Fondi Clemens VII. (1378-1396)<\/p>\n<p>zum Gegenpapst gew\u00e4hlt. Dieser residierte dann in Avignon. Der Konvent fand es f\u00fcr richtig, mit beiden P\u00e4psten im Gespr\u00e4ch zu bleiben. Die Reise kostete das Kloster insgesamt 550 Gulden, das entspricht 88.693,00 \u20ac.&nbsp; Man muss allerdings sehen, dass die Summe <\/p>\n<p>427 Gulden an die p\u00e4pstliche Kammer und an Kardin\u00e4le enthielt. Wie sich aus der Ausgabenrechnung ergibt wurde der M\u00f6nch Konrad von Heidenheim, der schon mit dem Abt in Rom war, kurze Zeit sp\u00e4ter nochmals nach Rom geschickt. In dieser Rechnung finden sich auch Ausgaben f\u00fcr einen Studierenden in Heidelberg. Das ist der Beleg, dass Heilsbronn M\u00f6nche auch auf die Universit\u00e4t Heidelberg, die 1386 auf Anweisung von Papst Urban VI. von Kurf\u00fcrst Ruprecht I. von der Pfalz (1329-1390) gegr\u00fcndet wurde, geschickt wurden.<\/p>\n<p>1387 brach der St\u00e4dtekrieg aus. Das war ein Konflikt zwischen dem Schw\u00e4bischen St\u00e4dtebund und und den bayrischen Herz\u00f6gen. Auch Burggraf Friedrich V. war in den Krieg verwickelt. Dem Kloster entstanden dadurch Ausgaben und Verluste vor allem durch die Truppendurchz\u00fcge<\/p>\n<p>Friedrichs, vor allem aber durch Zerst\u00f6rungen, Raub und Brand auf dem Klostergebiet. Klosterbauern, die ihre Habe verloren hatten, konnten ihre Abgaben nicht mehr zahlen sondern mussten im Gegenteil mit Geld und Getreide unterst\u00fctzt werden.<\/p>\n<p>Im Juli 1398 stellte K\u00f6nig Wenzel seine beiden letzten Urkunden f\u00fcr Kloster Heilsbronn aus. Am 16. Juli 1388 best\u00e4tigte er das Gerichtsstandprivileg von Karl IV.&nbsp; (RI Wenzel &#8211; [RIplus] Regg. Wenzel [n. 3453]) und eine Woche sp\u00e4ter am 26. Juli 1386 erlaubte er dem Kloster sein<\/p>\n<p>Dorf Merkendorf mit Gr\u00e4ben zu befestigen und einen Jahrmarkt in Merkendorf abhalten zu d\u00fcrfen.( RI Wenzel &#8211; [RIplus] Regg. Wenzel [n. 3467] )<\/p>\n<p>Burggraf Friedrich V. starb am 21. Januar 1398 auf der Plassenburg. Er wurde im Kloster Heilsbronn beigesetzt.<\/p>\n<p>K\u00f6nig Wenzel wurde im August 1400 abgesetzt. Sein Nachfolger Ruprecht von der Pfalz (1400-1410) besuchte Kloster Heilsbronn schon vor seiner Wahl zum K\u00f6nig oft, was nicht verwundert. Er war ja der Schwiegersohn von Burggraf Friedrich.<\/p>\n<p>Auch als K\u00f6nig war er oft in Heilsbronn. Am 9. Februar 1401 stellte er in N\u00fcrnberg ein Urkunde aus, in der er das Kloster in den Schutz des Reiches nahm und verlieh ihm die gleichen Rechte wie Kloster Kaisheim in einer ebenfalls am 9. Februar 1401 ausgestellten<\/p>\n<p>Urkunde( RI Pfalzgraf Ruprecht III. &#8211; [Regg. Pfalzgrafen 2] n. 502)<\/p>\n<p>Abt Bertold stand auch gut mit den Grafen Ludwig XI. (+ 1440) und Friedrich von Oettingen (1367-1423). Bei Graf Friedrich war er 1394 Taufpate. Beide Grafen erteilten dem Kloster eine Zollbefreiung beim Transport seiner G\u00fcter von und nach seinem Hof in N\u00f6rdlingen. (Muck S. 142)<\/p>\n<p>Er erweiterte den Klosterbesitz zielstrebig. Auch die Bibliothek erhielt Zuwachs. Er lie\u00df zwei Codizes abschreiben. F\u00fcr kostspielige Bauten gab er kein Geld aus, wenig f\u00fcr Gem\u00e4lde und Standbilder. Die Erbauung eines Marstalles lie\u00df er sich dagegen Geld kosten.<\/p>\n<p>Die von den P\u00e4psten zugestandene Befreiung vom Zehnten in der Gegend von K\u00f6nigshofen war Gegenstand vieler Rechtsstreitigkeiten. Der Abt wendete sich deshalb an Rom. Papst Gregor XII. (1406-1415) kassierte alle Gerichtsentscheide gegen Heilsbronn und erteilte 1406 und 1408 Bullen, die die Zehntfreiheit f\u00fcr K\u00f6nigshofen festschrieben.<\/p>\n<p>Abt Berthold starb 1413. Auf ihn folgte als 21. Abt Arnold Waibler (1413-1433) Er ist wahrscheinlich in Iphofen geboren und war b\u00fcrgerlicher oder b\u00e4uerlicher Herkunft. Seine Familie lebte in und um W\u00fcrzburg. Abt Arnold genoss eine akademische Ausbildung. Es ist aber nicht bekannt wo.<\/p>\n<p>Die Heilsbronner M\u00f6nche studierten in dieser Zeit entweder in Prag, Wien oder Heidelberg. Auch nach der Einrichtung dieser drei Universit\u00e4ten bestanden aber nach wie vor Verbindungen zu Paris. So schenkte Kloster Heilsbronn 1414 einem abgebrannten Kloster in Paris einen Ornat.<\/p>\n<p>Vor seiner Wahl zum Abt bekleidete er verschiedene Kloster\u00e4mter. Er war Probst in Bohnhof, Verwalter der Besitzungen von Heilsbronn in der Maingegend und auch Bursarius, das ist der Hauptkassier der Klosterdom\u00e4nen.<\/p>\n<p>Bald nach Beginn seiner Regierungszeit fand in Konstanz das Konzil von 1414-1418 statt. Es wurde am 5. November 1414 er\u00f6ffnet.<\/p>\n<p>Heilsbronn war keine gef\u00fcrstete Abtei und der Abt war bei den Kirchenversammlungen nicht stimmberechtigt, musste also auch nicht anwesend sein. Was f\u00fcr ein \u2013 auch gesellschaftliches Ereignis- das Konzil war, zeigt die Zahl der<\/p>\n<p>G\u00e4ste, die auf dem Weg zum Konzil in Heilsbronn Station machten. Burggraf Johann III. (1397-1420) war&nbsp; Gast, dann seine Schw\u00e4gerin Elisabeth von Bayern-Landshut (1383-1442), die Gattin von Burggraf Friedrich VI. (1415-1440), den sp\u00e4teren Kurf\u00fcrsten von Brandenburg Friedrich I.<\/p>\n<p>K\u00f6nig Sigmund (K\u00f6nig von 1411-1433, dann Kaiser \u2013 1437) und seine Gemahlin Barbara von Cilli (1405-1451) waren die hochrangigsten G\u00e4ste. Diese G\u00e4stezahl verhinderte wahrscheinlich die Anwesenheit des Abtes bei der Er\u00f6ffnung des Konzils.<\/p>\n<p>Er war sp\u00e4ter in Konstanz. Er betrieb dort einen Prozess wegen Kelheim. Schon Kaiser Ludwig der Bayer hatte Heilsbronn das Patronat von Kelheim geschenkt. Es gab aber immer wieder Probleme und auch Prozesse wegen der Zahlungen. Das Konzil entschied schlie\u00dflich<\/p>\n<p>1417 im Sinne von Heilsbronn. Allerdings hatte das einige Kosten verursacht. 115 Gulden mussten an die apostolische Kammer entrichtet werden. Das entspricht 18.210,00 \u20ac. Der rechtskundige M\u00f6nch Friedrich Gleiser f\u00fchrte den Prozess f\u00fcr das Kloster. Seine Ausgaben betrugen <\/p>\n<p>235 Gulden, das entspricht 37.212,00 \u20ac. Noch weitere Kosten entstanden dem Kloster w\u00e4hrend des Konzils. Zur Reise nach Konstanz stellte das Kloster dem Burggrafen ein Kontingent von Wagen. Au\u00dferdem lieferte das Kloster dem Kurf\u00fcrsten Friedrich I. zwei Wagenladungen<\/p>\n<p>Roggen und Weizen nach Konstanz.<\/p>\n<p>Die Verurteilung und Verbrennung von Johannes Hus am 6. Juli 1415 in Konstanz l\u00f6sten in der Folge die Hussitenkriege aus. Zwar wurde Kloster Heilsbronn durch den Krieg nicht gesch\u00e4digt. Aber es wurde w\u00e4hrend des gesamten Krieges mit laufenden Ausgaben belastet.<\/p>\n<p>Geld, Naturalien, Fuhren und Waffen mussten geliefert werden. 1427 beschaffte das Kloster durch Anleihen 1.230 Goldgulden f\u00fcr die Hussitensteuer, das entspricht 194.767,00 \u20ac.<\/p>\n<p>1420 verstarb Burggraf Johann III. und wurde in Heilsbronn bestattet.<\/p>\n<p>Am 5. September 1422 nahm K\u00f6nig Sigmund in N\u00fcrnberg das Kloster in seinen besonderen Schutz, best\u00e4tigte ihm alle Rechte besonders das Gericht \u00fcber die Eigenleute und&nbsp; die Befreiung vom weltlichen Gericht, von Steuern, Auflagen usw. (RI Sigmund &#8211; RI XI,1 n. 5136)<\/p>\n<p>In seinen letzten 6 Regierungsjahren k\u00fcmmerte sich Abt Arnold vor allem f\u00fcr die Baulichkeiten des Klosters. Bis 1427 hatte das Kloster den Zisterziensergepflogenheiten entsprechend keinen Kirchturm sondern nur einen kleinen Dachreiter. Er lie\u00df einen steinernen Sattelturm erbauen.<\/p>\n<p>1430 begann er mit dem Bau der Neuen Abtei. Wegen der st\u00e4ndigen Erweiterung des Klosterterritoriums und wegen der st\u00e4ndigen Stiftung neuer Seelenmessen hatte die Zahl der M\u00f6nche stetig zugenommen. Inzwischen lag sie bei 72. Es bestand also Raumbedarf. Deshalb wurde<\/p>\n<p>eine Wohnung f\u00fcr den Prior gebaut und das Dormitorium, das Schlafhaus. Auch das s\u00fcdliche Seitenschiff der Kirche wurde erweitert, da auch raum f\u00fcr neue Grabst\u00e4tten geschaffen werden musste, die sehr begehrt waren.Abt Arnold resignierte 1433 und starb zwei Jahre sp\u00e4ter.<\/p>\n<p>Der 22. Abt wurde Ulrich K\u00f6tzler (1433-1462). Er regierte 29 Jahre. Er stammte aus Volkersgau, heute Teilort der Gemeinde Kammerstein im Landkreis Roth. Wann er ins Kloster eingetreten ist und wo er studiert hat, ist nicht bekannt. Vor seiner Wahl zum Abt hatte er verschiedene<\/p>\n<p>Kloster\u00e4mter inne, so Pistor, Ortulanus und Hospitalarius, also B\u00e4cker, G\u00e4rtner und Verwalter des Pfr\u00fcndnerhauses. Vor und nach 1428 war er Granuarius, also Verwalter des Kornkastens.<\/p>\n<p>Am 29. Juli 1431 hatte in Basel das Konzil begonnen. Es dauerte bis April 1449. Abt Ulrich war schon vor seiner Abtwahl nach Basel zum Konzil geschickt worden. Als Abt war er vier mal in Basel, vor allem in den ersten Jahren. Sein letzter Aufenthalt in Basel war 1436. Da war nochmals 10 Tage in Basel.<\/p>\n<p>Wie schon das Konzil in Konstanz&nbsp; nutzten die Heilsbronner \u00c4bte vor allem um anh\u00e4ngende Prozesse vorw\u00e4rts zu bringen. Es ging einmal um den \u201cG\u00fcldenzoll\u201d, das war eine Abgabe, die entrichtet werden musste, die Kloster Heilsbronn aber mit Verweis auf seine privilegierte Zollfreiheit immer<\/p>\n<p>verweigerte. Dann ging es in N\u00f6rdlingen, Kelheim und Gro\u00dfhaslach um die Patronate und die Fixierung dessen was Abt und Pfarrer einander j\u00e4hrlich leisten sollten. In N\u00f6rdlingen \u00fcbertrug er die Prozessf\u00fchrung seinem M\u00f6nch Petrus Wegel, der im sp\u00e4ter als Abt nachfolgte. Er war zwar kein Jurist,<\/p>\n<p>hatte die Doktorw\u00fcrde in Philosophie und Theologie erreicht, war aber einer der f\u00e4higsten M\u00f6nche unter Abt Ulrich. Er war \u201ckundig und gewandt\u201d (Muck S.170) und wurde in vielen verschiedenen Missionen eingesetzt.<\/p>\n<p>Einen weiteren Erfolg hatten die Bem\u00fchungen von Abt Ulrich. 1437 beauftragte das Konzil die Bisch\u00f6fe von W\u00fcrzburg Johann II. von Brunn (1411-1440) und Eichst\u00e4tt Albrecht II. von Hohenrechberg (1429-1445) und den Abt von Kloster Sankt Egidien in N\u00fcrnberg Georg M\u00f6ringer (1435\u20131465)<\/p>\n<p>die Kl\u00f6ster Ebrach und Heilsbronn gegen Personen, die sie in der Aus\u00fcbung ihrer hergebrachten Rechte und bei der Ausf\u00fchrung der vom Konzil erlassenen Statuten und Mandate behindern, in Schutz zu nehmen. (StAW\u00fc, Kloster Ebrach Urkunden 903)<\/p>\n<p>Im Januar 1439 gestattete die Kirchenversammlung dem Abt und seinen Nachfolgern den Gebrauch der bisch\u00f6flichen Mitra, des Ringes und des Bischofstabes. (Muck S. 163) Dadurch wurden die \u00c4bte selbstst\u00e4ndiger und machten sie weniger abh\u00e4ngig von den Bisch\u00f6fen.<\/p>\n<p>Er vollendete den Hauptbau der neuen Abtei, den Abt Arnold begonnen hatte sowie die Erweiterung des s\u00fcdlichen Kirchenschiffes.<\/p>\n<p>1440 starb Kurf\u00fcrst Friedrich I von Brandenburg und wurde in Kloster Heilsbruck beigesetzt genauso wie seine Gemahlin Elisabeth, die 1442 starb.<\/p>\n<p>1439 bestieg Friedrich III. den deutschen Thron (Kaiser 1440-1493). Auch er war Kloster Heilsbronn sehr gewogen und in seiner langen Regierungszeit \u00f6fters in Heilsbronn. Am 4. Dezember 1443 best\u00e4tigte er alle Privilegien, die das Kloster von allen r\u00f6mischen Kaisern und K\u00f6nigen und anderer F\u00fcrsten<\/p>\n<p>namentlich der Markgrafen von Brandenburg erhalten hatte. Inseriert wurde auch die Urkunde von K\u00f6nig Ruprecht vom 9. Februar 1401.&nbsp; (RI Friedrich III. &#8211; [RI XIII] H. 14 n. 220 )<\/p>\n<p>1444 weilte Kaiser Friedrich auf dem Reichstag in N\u00fcrnberg. Abt Ulrich besuchte ihn&nbsp; in N\u00fcrnberg und \u00fcberreichte ihm \u201ceine kleine Monstranz von Krystall nebst einigen Reliquien eigenh\u00e4ndig als Geschenk\u201d, wie der Kustos in seiner Jahresrechnung vermerkte. (Muck S. 167)<\/p>\n<p>1449\/1450 fand der erste Markgrafenkrieg oder auch S\u00fcddeutscher St\u00e4dtekrieg statt. Das war eine Auseinandersetzung zwischen dem Markgrafen&nbsp;&nbsp; Albrecht &#8222;Achilles&#8220; von Brandenburg-Ansbach ( 1440-1486) und der Stadt N\u00fcrnberg. Im weiteren Sinne war es aber<\/p>\n<p>ein Machtkampf zwischen den F\u00fcrsten und Reichsst\u00e4dten im Sp\u00e4tmittelalter. Es war ein wechselseitiges Brennen, Rauben und Pl\u00fcndern und&nbsp; w\u00e4hrte ein Jahr. Das betraf vor allem die Klosteruntertanen. Diesen mussten oft Getreider\u00fcckst\u00e4nde wegen Verarmung erlassen werden.<\/p>\n<p>Abt Ulrich resignierte 1462 und starb am 11. M\u00e4rz 1463.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte als 23. Abt Petrus Wegel (1463-1479). Er stammte aus Westheim, heute ein Ortsteil von Aurach. Er trat wohl 1413 ins Kloster Heilsbronn ein. Da in den Rechnungsb\u00fcchern von 1432 Ausgaben f\u00fcr Studenten in Prag vermerkt sind, ist anzunehmen, dass Petrus in<\/p>\n<p>Prag studierte. (s.o.) Nach seinem Studium war er in verschiedenen Kloster\u00e4mtern t\u00e4tig. Er war Subcellerar, dann Granuarius und dann Bursarius. Danach stieg er in der Verwalterlaufbahn auf, erst in N\u00f6rdlingen. 1456 war er f\u00fcr das ausgebreitete Weingesch\u00e4ft des Kloster zust\u00e4ndig<\/p>\n<p>und ab 1461 war er Verwalter des Heilsbronner Hofs in N\u00fcrnberg. Schon fr\u00fch wurde er immer wieder f\u00fcr besondere Aufgaben eingesetzt. Er war an einem Schiedsspruch zwischen dem Kloster und 5 Bauern im Volkersgau beteiligt. Dann war er in eine Schlichtung involviert, die der Augsburger<\/p>\n<p>Bischof Petrus (I.) v. Schaumberg (1424-1469) vornahm, um einen langj\u00e4hrigen Rechtsstreit zwischen der Stadt N\u00f6rdlingen und dem Klosterbeizulegen. 1453 wurde er nach Regensburg und&nbsp; Wien geschickt. Der Zweck dieses Auftrages ist den Klosterunterlagen nicht zu entnehmen.<\/p>\n<p>Danach reiste er zum Generalkapitel und 1458 war er in Augsburg. Dabei ging es nochmals um N\u00f6rdlingen. Der Schiedsspruch von 1452 war nicht nachhaltig.<\/p>\n<p>Am 22. Februar 1463 wurde er unter Leitung des Ebracher Abts Burkard II. Scheel (1455\u20131474) zum 23. Abt von Heilsbronn gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Gleich zu Beginn seiner Regierung wurde er von Markgraf Albrecht Achilles um ein Darlehen in H\u00f6he von 2000 Goldgulden, das sind 314.916,00 \u20ac.&nbsp; angegangen. Nach heutiger Kaufkraft entspricht das ungef\u00e4hr 944.749,00 \u20ac. Der Markgraf best\u00e4tigte zwar den Empfang des Darlehens, verweigerte aber die R\u00fcckzahlung. Der Barbestand des Klosters reichte nicht aus, um das Darlehen auszuzahlen. Abt Petrus finanzierte das \u00fcber festverzinsliche Anleihen. Schon nach Jahresfrist hatte er das weitgehend zur\u00fcckgezahlt.<\/p>\n<p>Bald nach seiner Wahl nahm er den Umbau des neuen Kreuzganges in Angriff. Da dieses Vorhaben voraussichtlich kostspielig wurde, verteilte er den Umbau und damit die Kosten auf sieben Jahre. Die Arbeiten f\u00fchrte Meister Hans Kremer aus. Neben dem Arbeitslohn erh\u00e4lt er j\u00e4hrlich ein Kleid und er wurde samst seiner Frau verk\u00f6stigt. Der Kreuzgang wurde mit Glasgem\u00e4lden geschm\u00fcckt und gepflastert. Im 4. Baujahr wurde auch die Gro\u00dfe Bibliothek gebaut, die Abt Petrus gro\u00dfz\u00fcgig austattete. Muck verzeichnet Ausgaben von 126 Goldgulden, das sind&nbsp; 24.563,00 \u20ac. <\/p>\n<p>Das war zur Anfangszeit des Buchdruckes und da wurde einiges angeschafft. <font face=\"Calibri\"><tt>Clemens romanus, Hieronymi epistolae waren die ersten Drucke<\/tt> In den Jahren 1470 bis 73 folgten Werke von Chrysostomus, Terrenz, Livius, Plinius, Strabo, Sueton, Silius Italicus, Gellius, Cicero (Reden)<\/font><\/p>\n<p>Tacitus (\u00fcber die alten Deutschen), Boccaccio, auch eine deutsche Bibel (<tt>biblio tewtonica ligata<\/tt>), jedenfalls eines der ersten Erzeugnisse der Druckkunst.&nbsp; Aber lie\u00df auch weiter Abschriften anfertigen und gab daf\u00fcr insgesamt 120 Goldgulden aus, das sind 18.895,00 \u20ac (alle zahlen nach Muck S. 179) Daneben gab es noch laufende Kosten f\u00fcr Zinnober und Lasurblau sowie Schl\u00f6sser und Ketten f\u00fcr die B\u00fccher.<\/p>\n<p>Die Baut\u00e4tigkeit wurde fortgesetzt mit dem Umbau des Siechhauses. Von 1475-1478 lie\u00df er das Dormitorium erweitern, da es schon wieder zu klein geworden war.<\/p>\n<p>Heilsbronn war reich ausgestattet mit Schnitzwerken, Skulpturen und da es nie im Krieg gesch\u00e4digt wurde, ist fast alles noch vorhanden, darunter ein Veit Stoss zugeschriebenes Kreuz.<\/p>\n<p>Abt Petrus starb am 21. Dezember 1479.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte als 24. Abt Konrad von Haunolt (1479-1498) Er stammte aus der n\u00e4heren Umgebung des Kloster. Er studierte um 1463 in Heidelberg. Bei dieser Gelegenheit erwarb f\u00fcr das Kloster einige Manuskripte von Terrenz, Cicero und Albertus.<\/p>\n<p>Nach seiner R\u00fcckkehr aus Heidelberg bekleidete er einige Kloster\u00e4mter. Er wurde schon zehn Tage nach dem Tod seines Vorg\u00e4ngers gew\u00e4hlt und zum Abt geweiht. Abt Konrad lie\u00df an der s\u00fcdlichen Front der Abtei einen Anbau anf\u00fcgen. Das Innere des ganzen Geb\u00e4udes lie\u00df er ausschm\u00fccken.<\/p>\n<p>1490 bis 1492 wurde die Nikolaikapelle am Heilsbronner Hof in N\u00fcrnberg restauriert. Die Kapelle wurde von dem Maler Hans von Speyer mit einem Bildnis des Heiligen Nikolaus ausgestattet.&nbsp; Das ist wohl der Sohn des aus Speyer stammenden Malers Hans Traut, der 1477 das N\u00fcrnberger B\u00fcrgerrecht erwarb. Die Kapelle wurde von dem Eichst\u00e4tter Bischof&nbsp; Wilhelm von Reichenau (1464 \u20131496 ) geweiht. Auch ein Marienbild lie\u00df er von Hans von Speyer malen. Au\u00dferdem stiftete er den 14 Nothelfer-Altar um 1498. Er ist auf der Predella des Altars kniend dargestellt.<\/p>\n<p>Auch lie\u00df er die Hauptorgel erneuern,&nbsp; wof\u00fcr er 96 Goldgulden, das sind 15.116,00 \u20ac (kaufkraftm\u00e4\u00dfig etwa 45.348,00 \u20ac.), aus seiner Privatschatulle ausgab.<\/p>\n<p>In seinem 3. Regierungsjahr lie\u00df er ein Totenverzeichnis anfertigen und die Tafel im vorderen Kreuzgang aufstellen. In der Kaiserkapelle lie\u00df er&nbsp; zwei Tafeln aufstellen, die die Zisterzienserkl\u00f6ster verzeichneten. \u00dcber 800 Kl\u00f6ster waren aufgelistet.<\/p>\n<p>Auch um die Bibliothek k\u00fcmmerte er sich. 1489 schickte er den sp\u00e4teren Abt Sebald Bamberger zum Erwerb von B\u00fcchern nach Heidelberg.<\/p>\n<p>Die Primarabtei Citeaux befand sich zu der Zeit in finanziellen Schwierigkeiten erwirkten der Generalabt und das Generalkapitel einen p\u00e4pstlichen Erlass, der die Zisterzienserkl\u00f6ster verpflichtete, das Stammkloster durch milde Beitr\u00e4ge zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Abt Konrad wurde nun vom Generalkapitel zum Kommissarius ernannt. Er hatte in ihm benannten Kl\u00f6ster Beitr\u00e4ge zu erheben und den Gesamtbetrag nach Rechnungsausweis nach Citeaux zu liefern.<\/p>\n<p>Seine letzten 4 Lebensmonate verbracht Abt Konrad im Heilsbronner Hof in N\u00fcrnberg, wo er von Doktor Schedel behandelt wurde. Das ist wohl der Verfasser der Schedelschen Weltchronik.<\/p>\n<p>Abt Konrad verstarb am 25. April 1498 in N\u00fcrnberg.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Sebald Bamberger (1498-1518). Er stammte, was sein Name vermuten l\u00e4sst aus Bamberg. Er studierte in Heidelberg und erlangte dort 1493 die Doktorw\u00fcrde in Philosophie. Nach seiner R\u00fcckkehr ins Kloster bekleidete er verschiedene \u00c4mter.<\/p>\n<p>Er war Novizenmeister und vor seiner Wahl zum Abt war er Prior. In seinem Regierungsjahr begann der 7. Abrechnungsband des Klosters. Abt Sebald bereicherte die n\u00fcchterne Jahresrechnung durch historische Zutaten, was den Band auch unter diesem Aspekt wertvoll macht.<\/p>\n<p>Er war ein Freund der Wissenschaft und der Kunst. Er war ein gewandter Diplomat und leistete dem Markgrafen Friedrich V. (1486.1515) wertvolle Dienste. Markgraf Friedrich, der Sohn von Albrecht Achilles, hatte einen sehr verschwenderischen Lebensstil. Aber er \u00fcbernahm auch viele Dienstleistungen <\/p>\n<p>f\u00fcr Maximilian (1486-1508, dann Kaiser bis 1519). Das f\u00fchrte zu einer rasch anwachsenden Verschuldung der Markgrafschaft. Friedrich war in st\u00e4ndiger Geldnot und verlangte immer wieder Geld oder Getreidelieferungen vom Kloster, meist ohne die Lieferungen zu bezahlen.<\/p>\n<p>Das zunehmende cholerische Temperament Friedrichs machte die Sache f\u00fcr die Beteiligten nicht einfacher. 1515 entmachteten ihn seine beiden S\u00f6hne Kasimir (1515-1527) und Georg (1514-1543) und setzten ihn ab. Bis zu Kasimirs Tod war Friedrich auf der Plassenburg. Dann durfte er nach Ansbach zur\u00fcckkehren, wo er 1536 starb. Kasimir beabsichtigte, Abt Sebald an die Spitze einer markgr\u00e4fli9chen Regierung zum setzen. Der Abt war nicht abgeneigt, stie\u00df aber innerhalb seines Konvents auf erhebliche Opposition. Allerdings legte der Abt das Projekt ganz ad actas.<\/p>\n<p>Die Regierungszeit Abt Sebalds fiel weitgehend mit der Regierung K\u00f6nig Maximilians zusammen. Laut Muck war Maximilian der erste Herrscher seit Rudolf von Habsburg, der nicht nach Heilsbronn kam. Aber Abt Sebald besuchte in am 2. April 1500. (Muck S. 238)<\/p>\n<p>Er bekam die Privilegien des Klosters best\u00e4tigt. Die Best\u00e4tigung war speziell an den Abt gerichtet und Abt Sebald bezahlte daf\u00fcr 90 Goldgulden (entspricht14.019,00 \u20ac. )&nbsp; aus seiner Privatschatulle.<\/p>\n<p>Maximilians Regierungszeit hatte aber einige Auswirkungen auf das Kloster.<\/p>\n<p>Im Jahre 1499 f\u00fchrte Maximilian den Schweizerkrieg, einen Reichskrieg gegen die Eidgenossen. Das f\u00fchrte zu einer empfindlichen Besteuerung der Klosteruntertanen besonders in Schwaben und im Ries. Auch weiter milit\u00e4rische Unternehmungen sorgten immer wieder f\u00fcr eine hohe Steuerlast.<\/p>\n<p>Unter Abt Sebald entstand zwischen 1510 und 1518 der Peter und Pauls-Altar der dem N\u00f6rdlinger Bildschnitzer Peter Strau\u00df (nachweisbar 1480-1520) zugeschrieben wird. Die Tafelmalereien stammen von dem D\u00fcrersch\u00fcler Wolf Traut (um 1480-1520)<\/p>\n<p>1514\/1515 lie\u00df Abt Sebald die zweite Orgel restaurieren. Dies war noch kostspieliger als die oben erw\u00e4hnte Orgelrestaurierung. Der Granuarius bezifferte die Barauslagen&nbsp; mit 332 Goldgulden, das entspricht&nbsp; 51.716,00 \u20ac. (Muck S. 230)<\/p>\n<p>Zwischen 1501 und 1504 lie\u00df Abt Sebald den R\u00f6hrenbrunnen errichten. Der muss ihm am Herzen gelegen sein, denn das Bild zierte sein Abtssiegel. Noch heute ziert er das Stadtwappen von Heilsbronn. Der Abt gab daf\u00fcr 597 Goldgulden aus (Muck S. 223),<\/p>\n<p>das sind 92.996,00 \u20ac. .<\/p>\n<p>Am 31.Oktober 1517 schlug Martin Luther seine Thesen an die Schlosskirche in Wittenberg an. Die Folgen ahnte damals wahrscheinlich noch niemand.<\/p>\n<p>Abt Sebald starb am 9. Juli 1518.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte als 26. Abt Johann Wenk (1518- 1529). Er wurde 5 Tage nach dem Tod seines Vorg\u00e4ngers gew\u00e4hlt. Er stammte aus Ansbach und war nach eigenen Angaben bei seinem Amtsantritt 39 Jahre alt.<\/p>\n<p>1517 war ein Missjahr und so herrschte beim Regierungsantritt des Abtes \u00fcberall Leere. Da aber 1518 wieder eine gute Ernte erfolgte, war er voller Tatendrang.<\/p>\n<p>1519 und 1520 studierten in Heidelberg die Heilsbronner M\u00f6nche Johann Werkmann und<em> <\/em>Johann Schopper. Sie promovierten 1519 und 1520.<\/p>\n<p>Im April 1518 fand das Generalkapitel des Augustinereremitenordens statt dem auch Luther angeh\u00f6rte. Im Begleitprogramm fand eine Disputation unter Leitung des Wittenberger Professors statt. Luther lehrte nach seiner Promotion zum Doctor Theologiae an der Wittenberger Universit\u00e4t.<\/p>\n<p>Es ist anzunehmen, dass die beiden Heilsbronner Studenten bei dieser Veranstaltung dabei waren. Johann Schopper, der Nachfolger von Johann Wenk, kannte Luthers Lehre genau und bekannte sich dann auch zu ihr. Nach seiner R\u00fcckkehr aus Heidelberg wurde er zum Prior gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Schon jetzt hatten eine Reihe lutherisch gesinnter M\u00f6nche das Kloster verlassen. Bald waren \u00fcber die H\u00e4lfte der 72 M\u00f6nche ausgetreten. Abt Johann Wenk stand an der Spitze einer antilutherischen Minorit\u00e4t. Abt Johann hielt trotzdem nach wie vor auf strenger Klosterzucht.<\/p>\n<p>Zur\u00fcckgeblieben waren \u00fcberwiegend \u00e4ltere M\u00f6nche, die zur Aus\u00fcbung eines b\u00fcrgerlichen Gewerbes meist zu alt waren, aber auch sie in ihrer Mehrzahl lutherisch gesinnt.<\/p>\n<p>Pfalzgraf Ludwig V. forderte Abt Johann auf, Studierende an das Jakobskollegium in Heidelberg zu senden, wo die Studierenden aus den s\u00fcddeutschen Zisterzienserkl\u00f6stern untergebracht waren, weil sich dort ein Studentenmangel bemerkbar gemacht hatte. In seinem Antwortschreiben<\/p>\n<p>machte er klar, dass er keine jungen Leute mehr zum Studium finde wegen \u201cder argen lutherischen Bewegung\u201d (Muck S. 256). Das Schreiben war auch von den \u00c4bten von Ebrach, Langheim, Kaisheim, Sch\u00f6nthal, Bildhausen und Bronnbach unterzeichnet, da sie alle mit denselben Problemen zu k\u00e4mpfen hatten. Nicht nur Personalprobleme wurden durch die Reformation verursacht. Durch sie erlitt Heilsbronn den ersten Gebietsverlust. Das Patronat des Klosters in N\u00f6rdlingen hatte immer f\u00fcr Probleme gesorgt, seit es Heinrich VII. dem Kloster geschenkt hatte. Die Besoldung der Geistlichen, die in N\u00f6rdlingen als Seelsorger fungierten, war sehr gering so dass meist zu diesem Beruf Ungeeignete t\u00e4tig waren. Dazu kam ein best\u00e4ndiger Stellenwechsel. Das sorgte f\u00fcr zunehmende Erbitterung in der Bev\u00f6lkerung. Die Stadt bat um Abhilfe, zumal die Stimmung durch die aufkommende Reformation<\/p>\n<p>immer gereizter wurde. Die nur noch&nbsp; wenigen M\u00f6nche im Kloster waren dort selbst unentbehrlich. Abt Johann trat deshalb folgerichtig nach reiflicher \u00dcberlegung und in Abstimmung mit seinem Kapitel am 7. M\u00e4rz 1523 das Patronat an die Stadt N\u00f6rdlingen ab. Die Stadt verlangte, dass die<\/p>\n<p>Abtretung sowohl vom Abt in Citeaux als auch vom Papst best\u00e4tigt wurde. Abt Johann sagte dies zu. Citeaux machte keine Probleme aber Rom stellte sich quer. Abt Johann wandte sich auch an den beim Reichstag 1524 in N\u00fcrnberg anwesenden Kardinallegaten Lorenzo Campeggi, der von <\/p>\n<p>Papst Clemens VII. (1523-1534) dorthin geschickt worden war. Abt Johann verhandelte dort mit dem Zeremonienmeister des Legaten, Johann Cochl\u00e4us (1479-1552). Er sagte ihm, dass Kircheng\u00fcter vor allem in dieser Zeit nicht verkauft oder abgetreten werden und sagte, dass der Papst da nicht einwilligen k\u00f6nne. Er solle doch die Abtretung widerrufen. Er wollte aber weiter zu seinem Wort stehen. Die Stadt verzichtete schlie\u00dflich auf die p\u00e4pstliche Best\u00e4tigung. Citeaux erteilte die Best\u00e4tigung und N\u00f6rdlingen gab sich zufrieden, wenn der Bischof von Augsburg diese auch best\u00e4tigt.<\/p>\n<p>1523 setzte er Johann Hartung aus Ansbach als Richter im Bonhof ein. Er hatte das Kloster schon mehrfach vertreten auch zuletzt in der N\u00f6rdlinger Angelegenheit. Er war auch kaiserlicher \u00f6ffentlicher Notar. Vorher waren immer M\u00f6nche als Richter t\u00e4tig.<\/p>\n<p>Da aber immer weniger M\u00f6nche zur Verf\u00fcgung standen und diese meist wegen ihres vorger\u00fcckten Alters nicht mehr als Richter t\u00e4tig sein konnten, war auch das eine folgerichtige Entscheidung.<\/p>\n<p>1524 brachen in Th\u00fcringen, Sachsen und im s\u00fcddeutschen Raum Bauernunruhen aus, zun\u00e4chst haupts\u00e4chlich \u00f6konomisch motiviert,bald aber auch religi\u00f6s untermauert. Bald gab es auch Bezugspunkte zur Reformation. Man begann, die mit dem \u201eWillen Gottes\u201c gerechtfertigten Anspr\u00fcche von Adel und Klerus zu hinterfragen.&nbsp; Nach dem sich die Proteste auch zunehmend gegen die Kl\u00f6ster richteten, bat Abt Johann den Markgrafen Kasimir um Schutz. Er kam selbst nach Heilsbronn. Er empfahl den M\u00f6nchen sich ausw\u00e4rts aufzuhalten, bis wieder ruhigere Zeiten einkehrten.<\/p>\n<p>Sie sollten nicht mehr die verhasste weisse M\u00f6nchskutte tragen, sondern ein einfaches schwarzes Priestergewand. Im Kloster zur\u00fcck blieben nur der Prior, der Bursarius und der Granuarius. Abt Johann ging in den Heilsbronner Hof nach N\u00fcrnberg.<\/p>\n<p>Die Verwaltung der Klosterg\u00fcter \u00fcbernahm der Markgraf und verwendete die Einnahmen nach eigenem Gutd\u00fcnken. Als Administratoren bestellte er den Richter Hartung, Prior Schopper und seinen Beamten Sebastian Funk.<\/p>\n<p>Abt Johann war ein Jahr abwesend. In dieser Zeit galt uneingeschr\u00e4nkt der markgr\u00e4fliche Wille.<\/p>\n<p>Im Mai 1525 schlug Markgraf Kasimir den Aufstand blutig nieder. In Kitzingen hielt er ein grausames Strafgericht. Sein Vorgehen im Krieg und danach brachte ihm den Namen \u201cBluthund\u201d ein.<\/p>\n<p>Abt Johann kehrte 1526 nach Heilsbronn zur\u00fcck. Das Kloster hatte durch die aufst\u00e4ndischen Bauern keinen Schaden genommen, wohl aber durch seine Besch\u00fctzer.<\/p>\n<p>Markgraf Kasimir hatte 1527 noch an dem Feldzug im ersten T\u00fcrkenkrieg teilgenommen. Er starb im Juli 1527 in Ofen an der Ruhr.<\/p>\n<p>Sein Bruder Georg der Fromme verwaltete die Markgrafschaft f\u00fcr den unm\u00fcndigen Sohn Albrecht Alcibiades seines Bruders Kasimir.<\/p>\n<p>1529 kam er vom Reichstag in Speyer zur\u00fcck, wo er zu den Unterzeichnern der Speyrer Protestation z\u00e4hlte.<\/p>\n<p>Abt Johann trat am 6. September 1529 als Abt zur\u00fcck.Zuvor hatte er dem Abt von Ebrach Johannes II. Leiterbach (1503\u20131531), der die Wahl leitete, seine R\u00fccktrittsgr\u00fcnde erl\u00e4utert.<\/p>\n<p>Bei der Wahl des neuen Abtes waren noch 19 Wahlm\u00e4nner inclusive des zur\u00fcckgetretenen Abtes wahlberechtigt.<\/p>\n<p>Man setzte sein Ruhegehalt auf 300 Gulden bar, das sind 46.731,00 \u20ac fest. Au\u00dferdem&nbsp; sollte er 3 Fuder Randersacker Wein bekommen. In Franken entsprach ein Fuder 900 Litern.<\/p>\n<p>Abt Johann starb am 18.September 1538 in N\u00fcrnberg.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Johannes Schopper 1529-1540 als 27. Abt. \u00dcber sein Studium in Heidelberg s.o. Er kannte Martin Luther wohl nicht pers\u00f6nlich. Aber er kannte seine Schriften sehr genau. Er stimmte in vielen Punkten mit Luther \u00fcberein und sprach sich auch<\/p>\n<p>f\u00fcr eine Reformation der Kirche im Sinne Luthers aus. Aber er war auch daf\u00fcr, die lateinische Messe, die Totenmesse, die Ohrenbeichte und die Fronleichnamsfeier beizubehalten<\/p>\n<p>Schon im August 1524 hatte Markgraf Kasimir Abt Johann Wenk aufgefordert, ein Gutachten \u00fcber 23 strittige Lehrmeinungen zur Glaubenslehrer vorzulegen, da im November 1524 auf dem Reichstag \u00fcber die strittige Lehrer gesprochen werden sollte.<\/p>\n<p>Dieses Gutachten sollte am 21. September 1524 in Ansbach von einer aus geistlichen und weltlichen Abgeordneten bestehenden Versammlung beraten werden. An diesem Gutachten war Abt Johannes Schopper als Verfasser beteiligt.<\/p>\n<p>Nach dem Bauernkrieg und dem Tod Kasimirs hielt Markgraf Georg in Ansbach 1527 einen Landtag ab. Neben der prek\u00e4ren Finanzlage der Markgrafschaft ging es vor allem um die Religionsfrage. Johann Schopper nahm an diesem Landtag noch als Heilsbronner Prior teil.<\/p>\n<p>Auch auf diesem Landtag sprach sich Johann reformatorisch aus. Er gewann die Achtung von Markgraf Georg. Er verkehrte viel mit ihm und holte sich oft Rat.<\/p>\n<p>1528 f\u00fchrte Georg eine Kirchenvisitation in der Markgrafschaft Ansbach ein, die Johann Schopper vom Grund her bef\u00fcrwortete, in der Durchf\u00fchrung als zu st\u00fcrmisch und radikal empfand. Er unterst\u00fctzte die reformatorischen Bem\u00fchungen Georgs, \u201c um das religi\u00f6s-sittliche Volksleben zu verbessern\u201d.<\/p>\n<p>(Muck S. 327) Bald erkannte, dass Georg nicht nur die Kirchenverbesserung ging, sondern dass er auch eine Gebietserweiterung auf Kosten des Klosters anstrebte. Diese Erkenntnis d\u00e4mpfte seinen reformatorischen Eifer. Er trat Georg energisch entgegen, um die Rechte des Klosters zu wahren.<\/p>\n<p>Seine Opposition zeigte Wirkung, allerdings so, dass er nicht mehr so oft wie bisher zu Gutachten die Reformation betreffend aufgefordert wurde. 1530 legte er Georg seine Klosterprivilegien vor. Georg&nbsp; anerkannte diese 1531 f\u00f6rmlich und erhielt im<\/p>\n<p>Gegenzug \u201ceine dreij\u00e4hrige Hilfe des hundertsten Pfennigs\u201d, das waren j\u00e4hrlich 1000 Goldgulden oder in Euro 156.017,00 \u20ac. Abt Johann f\u00fcgte ein Schreiben bei, in den erkl\u00e4rt wird, die Zahlung erfolge als \u201ceine getreue unterth\u00e4nige Gutwilligkeit \u201c (Muck S. 338) und nicht auf Grund eines Rechtsanspruches.<\/p>\n<p>Abt Johann lies diese Erkl\u00e4rung Georgs 1532 von Karl V. (1519-1556) auf dem Reichstag von Regensburg best\u00e4tigen.<\/p>\n<p>Sowohl Abt Johann als Markgraf verstanden es, die Sache von der Person&nbsp; zu trennen, so dass sie zwar immer hart gegeneinander vorgingen, aber sich beide achteten.<\/p>\n<p>Markgraf Georg hatte in Onolzbach eine Schule eingerichtet. Dort lehrten zwei des Lateinischen, griechischen und hebr\u00e4ischen kundige Lehrer. Abt Johannes unterst\u00fctzte die Schule mit j\u00e4hrlich 150 Goldgulden also etwa 23.403,00 \u20ac.<\/p>\n<p>Er gr\u00fcndete nun 1536 in Heilsbronn ebenfalls eine Schule, aus der 1581 die F\u00fcrstenschule hervorging. Dahinter steckte auch das Ziel, Novizen auszubilden und die Zahl seiner M\u00f6nche, die inzwischen auf 17 gesunken war, wieder zu mehren.<\/p>\n<p>Abt Johann resignierte am 25. Oktober 1540.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde als 28. Abt&nbsp; Sebastian Wagner (1540-1543) er stammte aus Abenberg und hatte wohl in Heidelberg studiert. 1517 verlie\u00df er Heilsbronn, wohl auch weil er mit Abt Sebald nicht klar kam. Er begab sich nach Ungarn ins dortige Zisterzienserkloster<\/p>\n<p>Pleis. Dort wurde er sehr gesch\u00e4tzt und bald nach seinem Eintritt als Prior gew\u00e4hlt. Sebastian blieb nur bis 1519 in Pleis und kehrte nach dem Tod von Abt Sebald nach Heilsbronn zur\u00fcck. Dort war&nbsp; er in vielen Missionen unterwegs.<\/p>\n<p>1524 schickte ihn Abt Johannes Wenk zum Generalkapitel nach Citeaux, da er wegen der reformatorischen Bewegung&nbsp; nicht abk\u00f6mmlich war, auch um die Genehmigung des Generalkapitels f\u00fcr die Abtretung des N\u00f6rdlinger Patronats zu erwirken.<\/p>\n<p>Erfolgreich war auch seine Mission 1529 nach Rom, wo es um die Wiedereinf\u00fchrung der Ordenstracht ging.<\/p>\n<p>Er sah voraus,dass falls der kr\u00e4nkelnde Abt Johannes Schopper zur\u00fccktreten sollte, kein anderer als er als Abt in frage k\u00e4me. Um wegen seiner Entfernung aus dem Kloster nach Ungarn keine Schwierigkeiten zu bekommen, lie\u00df er sich von<\/p>\n<p>dem im Ruhestand weilenden Abt Johann Wenk ein Zeugnis ausstellen, das sein damaliges Verhalten rechtfertigte.<\/p>\n<p>In seiner ersten Regierungszeit wurde die Not im Land immer dr\u00fcckender, das Volk aber auch immer roher.<\/p>\n<p>Markgraf Georg annektierte das Klostergut zwar nicht direkt. Er arbeitete aber zielstrebig auf eine Selbstaufl\u00f6sung des Klosters hin. Der Markgraf empfahl seinen Pr\u00e4laten, sich wie Luther zu verehelichen. Die praktische Folge w\u00e4re dann auch aus dem Kloster auszutreten.<\/p>\n<p>Abt Johann Schopper ging da nicht darauf ein, anders Abt Sebastian Wagner. Er resignierte an Ostern 1543 und heiratete. Dann lebte er in Ansbach, wo er 1546 starb.<\/p>\n<p>Georg der Fromme starb 1543. In Brandenburg-Kulmbach hatte Albrecht-Alcibiades, der Sohn Kasimirs, die Regierung \u00fcbernommen, nachdem er 1541 vollj\u00e4hrig geworden war. Er trat fr\u00fch in die Dienste von Kaiser Karl V. ein.<\/p>\n<p>Eineinhalb Jahre nach dem R\u00fccktritt von Abt Sebastian gestatteten die R\u00e4te des Markgrafen die Neuwahl eines Abtes. So lange war das Kloster ohne Abt geblieben. Die lange Zeit ohne Abt war durch den Tod von Markgraf Georg, die Abwesenheit von Markgraf Albrecht und dann nat\u00fcrlich<\/p>\n<p>durch die Heirat Abt Sebastians verursacht worden. Dass eine Wahl stattfinden konnte, war ganz im Sinne von Markgraf Albrecht-Alcibiades, der ja im Dienst des Kaisers stand<\/p>\n<p>und zu mindestens nach au\u00dfen hin den Fortbestand des Klosters sicherte. Gew\u00e4hlt wurde Georg Greulich (1544\u201348) als 29. Abt. Er stammte aus Markt Erlbach, hatte und in&nbsp; Heidelberg studiert und dort 1514 promoviert. Nach seiner R\u00fcckkehr nach Heilsbronn hatte<\/p>\n<p>er verschiedene Kloster\u00e4mter verwaltet. So war er Subcellerarius, Verwalterin Randersacker und Probst in Bonhof.<\/p>\n<p>Das Kloster und vor allem die von Abt Johann Schopper waren beim Regierungsantritt des neuen Abtes in keinem guten Zustand. Das Kloster war verschuldet. Die Schule war von Beginn an mit evangelisch gesinnten M\u00f6nchen besetzt gewesen.<\/p>\n<p>1546 brach der Schmalkaldische Krieg aus. Im ersten Kriegsjahr blieb Heilsbronn verschont. Am 24. April 1547 schlugen die Truppen Karls V. die Truppen des Schmalkaldischen Bundes. Dann kam das siegrieche Heer unter Herzog Alba in die Gegend von Heilsbronn. Allerdings verbreitete es vor allem . Schrecken. Es wurde gepl\u00fcndert, H\u00e4user angez\u00fcndet, Geld und Vieh geraubt und die Menschen grausam behandelt.<\/p>\n<p>Kaiser Karl war auf dem H\u00f6hepunkt seiner Macht und konnte 1548 in Augsburg das \u201cInterim\u201d erlassen. Es sollte f\u00fcr eine&nbsp; \u00dcbergangszeit die kirchlichen Verh\u00e4ltnisse regeln, bis ein allgemeines Konzil die Wiedereingliederung der Protestanten geregelt hatte. Es war allerdings sowohl auf protestantischer als auch katholischer Seite sehr umstritten. Auch Abt Georg stand dem Interim kritisch gegen\u00fcber. So hatte er einen sehr freundlichen Umgang&nbsp; mit dem ehemaligen&nbsp;&nbsp; N\u00fcrnberger Prediger Peter Osiander, der auch Hauptverfasser der Kirchenordnung, die 1533 in N\u00fcrnberg und gleichzeitig<\/p>\n<p>in der benachbarten Markgrafschaft Brandenburg-Ansbach ein gef\u00fchrt wurde.<\/p>\n<p>Abt Georg&nbsp; starb 1548.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Markgraf Albrecht-Alcibiades, der sich auf dem Reichstag in Augsburg befand, bei dem das Interim verk\u00fcndet wurde, wurde benachrichtigt.<\/p>\n<p>Als 30. Abt wurde Johannes Wirsing (1548\u201352) gew\u00e4hlt. Er stammte aus Abenberg. Unter seinen beiden Vorg\u00e4ngern war er Prior. Er wurde im Juli 1548 unter Vorsitz des Ebracher Abtes Konrad II. Hartmann (1540-1551) gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Gleich in den ersten Regierungsmonaten musste er das Interim umsetzen. Die Ordenstracht und die Tonsur wurde wieder eingef\u00fchrt. Die lateinische Sprache war in Heilsbronn nie abgeschafft worden.<\/p>\n<p>Die finanzielle Lage des Klosters war nicht rosig. Es war stark belastet durch Zinszahlungen aus vielen tausend Gulden Schulden. Dazu mussten verarmte Klosteruntertanen unterst\u00fctzt werden.<\/p>\n<p>Im Dezember 1551 erkrankte Abt Georg und verstarb am 11. Januar 1552.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Philipp Heberlein&nbsp; (1552\u201354) Er stammte aus Ochsenfurt und war M\u00f6nch in Kloster Ebrach. Von dort wurde er als einer der&nbsp; Restauratoren in Vollzug des Interims nach Kloster Heilsbronn geschickt.<\/p>\n<p>Die Wahl des neuen Abtes fand sehr rasch statt. Den Vorsitz f\u00fchrte der Ebracher Abt Johannes IV. Beck (1551\u20131562)<\/p>\n<p>1552 hatten sich protestantische F\u00fcrsten unter F\u00fchrung von Moritz von Sachsen im \u201cF\u00fcrstenaufstand\u201d gegen Kaiser Karl V. erhoben. Auch Achilles-Alcibiades erhob sich gegen den Kaiser. Aus dem F\u00fcrstenaufstand heraus entwickelte sich der 2. Markgrafenkrieg.<\/p>\n<p>Die Kampfhandlungen richteten sich zun\u00e4chst gegen die unmittelbaren Nachbarn des Markgrafen, vor allem die Reichsstadt N\u00fcrnberg. Das Umland wurde erheblich verw\u00fcstet.<\/p>\n<p>Am 1. Dezember 1553 wurde der Markgraf mit der Reichsacht belegt. Am 8. Dezember&nbsp; wurde das Kloster besetzt. Abt Philipp war da schon scher krank. er wurde dann in den Heilsbronner Hof nach Ansbach zu \u00e4rztlicher Behandlung gebracht. Er starb am 17. M\u00e4rz 1554 in Ansbach.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger Theophil D\u00f6rner starb bereit nach sechs Wochen.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger Friedrich Sch\u00f6rner (1554\u201358) trat die Regierung am 2. Mai 1554 an. Er war ebenfalls einer der 6 Restauratoren. Vor er nach Heilsbronn geschickt wurde, war er M\u00f6nch in Langheim. In Heilsbronn war er er Kustos, dann Subprior. Vor seiner Wahl zum Abt war er Prior.<\/p>\n<p>1555 wurde Markgraf Georg Friedrich I. von Brandenburg aus der Vormundschaft entlassen. Seine Mutter Aemilia von Sachsen (1516\u20131591) hatte Georg Friedrich nach dem Tod seines Vaters 1543 erzogen.&nbsp; Die Regierungsgesch\u00e4fte f\u00fchrte der Landvogt von Ansbach<\/p>\n<p>Friedrich von Knobelsdorf. Georg Friedrich trat nun die Regierung an. Um diese Zeit tagte der Reichstag in Augsburg. Der Augsburger Religionsfriede sollte beschlossen und verk\u00fcndet werden. Die Probleme sollten nur juristisch und nicht theologisch gekl\u00e4rt werden.<\/p>\n<p>Die Kompromissformel lautete \u201cCuius regio, eius religio\u201d. Also, wer das Land regiert, der solle auch den Glauben bestimmen. Heilsbronn hatte bisher im Prinzip zwei Landesherren, aber Albrecht-Alcibiades war au\u00dfer Landes und in Reichsacht.<\/p>\n<p>Georg Friedrich und seine Mutter nahmen nun alle \u00c4nderungen wieder zur\u00fcck, die Albrecht im Zuge des Interims vorgenommen hatte. Die Markgr\u00e4fin Aemilia, Georg Friedrich und seine R\u00e4te waren am 17. September 1555 in Heilsbronn. Die Ordenstracht sollte wieder verboten werden.<\/p>\n<p>Die Privatmsse sollte abgeschafft werden und im \u00fcbrigen habe die Brandenburgische Kirchenordnung zu gelten. Der Abt wollte sich erst mit den \u00c4bten von Ebrach und Langheim beraten. Der Abt berief sich darauf, dass er von Albrecht nach Heilsbronn geschickt worden war um Kloster Heilsbronn gem\u00e4\u00df der zisterziensischen Statuten \u201cwieder aufzurichten\u201d (Muck S. 470) und wollte zur\u00fccktreten. Nach dem ihm versichert worden war, dass die Privilegien des Klosters nicht angetastet w\u00fcrden, gab er schlie\u00dflich nach<\/p>\n<p>Am 14. Juli 1558 erschien Markgraf Georg Friedrich mit seine R\u00e4ten in Heilsbronn, erkl\u00e4rten Abt Friedrich f\u00fcr abgesetzt und setzte den Bisherigen Prior Beck als Abt ein. Von einer Wahl wie bisher unter Vorsitz des Heilsbronner Mutterabtes konnte keine Rede sein.<\/p>\n<p>Markgraf Georg Friedrich begr\u00fcndete sein Vorgehen mit eigener Machtvollkommenheit gerechtfertigt durch den Reichsabschied von Augsburg von 1555.<\/p>\n<p>Der neue Abt Georg Beck (1558- 1561 war ebenfalls als Restaurator aus Langheim gekommen. Dem Abt waren in allem die H\u00e4nde gebunden und er musste f\u00fcr alles die Genehmigung von Markgraf Georg Friedrich bzw. seinen R\u00e4ten einholen. Im Kloster waren au\u00dfer dem Abt nur noch 4 M\u00f6nche.<\/p>\n<p>Abt Georg verstarb 1561. Nach dem Tod von Abt Georg blieb das Kloster fast ein Jahr ohne Abt. Es wurde ein Verwaltungskollegium bestellt, bestehend aus dem markgr\u00e4flichen Rentmeister Peter Proll, dem Richter Weikersreuter und Prior Melchior Wunder. Dieser wurde erst <\/p>\n<p>am 9. Juli 1562 von Markgraf Georg Friedrich zum Abt bestellt. Als Abt Melchior Wunder am 13. Juli 1578 starb, war auch der Zeitpunkt der Selbstaufl\u00f6sung des Klosters gekommen.<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/5\/5d\/Heilsbronn_Grablege.JPG\/1280px-Heilsbronn_Grablege.JPG\" width=\"1159\" height=\"869\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp; 1132 stiftete&nbsp; Bischof Otto&nbsp; von Bamberg (um 1065-1139)sowie die beiden Grafen Adalbert III. von Abenberg (belegt 1093 und 1132) sowie Rapoto I. 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