{"id":3195,"date":"2021-03-22T13:34:13","date_gmt":"2021-03-22T13:34:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/?p=3195"},"modified":"2021-03-22T13:34:13","modified_gmt":"2021-03-22T13:34:13","slug":"zisterzienserabtei-bebenhausen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/?p=3195","title":{"rendered":"Zisterzienserabtei Bebenhausen"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/c\/c9\/Klosterkirche_Bebenhausen.jpg\/220px-Klosterkirche_Bebenhausen.jpg\" width=\"220\" height=\"146\"><\/p>\n<p>Erste Spuren des kleinen Dorfes Bebenhausen gehen ins fr\u00fche Mittelalter zur\u00fcck. Arch\u00e4ologische Spuren verweisen auf einen Friedhof und auch eine Pfarrkirche existierte schon in vorkl\u00f6sterlicher Zeit. Schon in r\u00f6mischer Zeit<\/p>\n<p>trafen hier zwei r\u00f6mische Stra\u00dfen zusammen, die von Norden und Westen kamen. Die n\u00f6rdliche Stra\u00dfe verlief als Via Rheni von Speyer \u00fcber Ulm nach Augsburg. Seit dem Fr\u00fchmittelalter hatte sie als wichtig Verbindung auch in den<\/p>\n<p>oberschw\u00e4bischen Raum hinein eine gro\u00dfe Bedeutung gehabt. Die Lage des zuk\u00fcnftigen Klosters entspricht durchaus den Ordensgewohnheiten der Zisterzienser, auch wenn Bebenhausen wie zur Zeit der Gr\u00fcndung durchaus nicht<\/p>\n<p>abgelegen und einsam war. Das aber h\u00e4ngt wohl mit der Vorgeschichte zusammen, denn der Stifter hatte hier urspr\u00fcnglich Pr\u00e4monstratenser angesiedelt, die erst nach einigen Jahren von den Zisterziensern abgel\u00f6st wurden.<\/p>\n<p>In dieser Zeit geh\u00f6rte Bebenhausen der Bischofskirche von Speyer , das diese wohl 1046 oder 1057 durch k\u00f6nigliche Schenkung erhalten hatte. Im Februar oder M\u00e4rz 1188 tauschte Pfalzgraf Rudolf I. von T\u00fcbingen (ca. 1160-1219) Bebenhausen gegen seine G\u00fcter<\/p>\n<p>mit Bischof Ulrich von Speyer. \u201cBischof Ulrich von Speyer beurkundet, dass Pfalzgraf Rudolf von T\u00fcbingen seiner Kirche gegen die Abtretung bisch\u00f6flicher G\u00fcter zum Bau des Klosters in Bebenhausen genannte Besitzungen in Meimsheim, Weitingen und Sickingen feierlich \u00fcbergeben habe.\u201d<\/p>\n<p>(WUB Band II., Nr. 454, Seite 252-253) Pfalzgraf Rudolf sicherte das noch ab, indem er die feierliche Einwilligung seines Bruders zu den zu diesem Zweck unternommenen G\u00fcterver\u00e4u\u00dferungen einholte. (WUB Band II., Nr. 456, Seite 255). Das Kloster wurde m\u00f6glicherweise 1183 gegr\u00fcndet.<\/p>\n<p>Es wurde zun\u00e4chst von Pr\u00e4monstratensern besiedelt. Rudolfs Vater Pfalzgraf Hugo II. (um 1130-1182) hatte 1171 ein in Marchtal bestehendes Kanonikerstift den Pr\u00e4monstratensern \u00fcbertragen und damit Kloster Marchtal begr\u00fcndet. (siehe Mei B\u00fcchle Pr\u00e4monstratenserabtei Obermarchtal)<\/p>\n<p>Die M\u00f6nche f\u00fcr das neue Kloster kamen wahrscheinlich aus Marchtal. Die erste urkundliche Erw\u00e4hnung ist der 1. Juni 1187. (WUB Band II., Nr. 449, Seite 248-249) Da verleiht Herzog Friedrich V. dem Kloster Bebenhausen Holznutzungsrechte im Sch\u00f6nbuch. Herzog Friedrich ist der \u00e4lteste Sohn von Friedrich Barbarossa. Die Pr\u00e4monstratenser bleiben aber nicht lange in Bebenhausen. Die Gr\u00fcnde f\u00fcr ihren R\u00fcckzug sind nicht auszumachen. M\u00f6glich ist aber, dass Kloster Marchtal 1189 und im folgenden Jahrzehnt mit inneren und \u00e4u\u00dferen Schwierigkeiten zu k\u00e4mpfen hatte und sich deshalb gezwungen sah,<\/p>\n<p>seine Gr\u00fcndungskolonie zur\u00fcckzuziehen. Pfalzgraf Rudolf richtete eine Anfrage an das Generalkapitel der Zisterzienser in Citeaux. Dieses beschloss 1189 die Frage einer Klostergr\u00fcndung in Bebenhausen einer Kommission von mehreren \u00c4bten zu \u00fcbertragen. Den endg\u00fcltigen Beschluss<\/p>\n<p>das Kloster zu \u00fcbernehmen und den Abt von Sch\u00f6nau als Vaterabt zu benennen fasste das Generalkapitel im September 1190. Als Einzugsdatum der Sch\u00f6nauer Gr\u00fcndungskolonie gilt allgemein der 29. Oktober 1189. Pfalzgraf Rudolf stellte am 30. Juni1191 das erste Privileg f\u00fcr Bebenhausen aus. <\/p>\n<p>(WUB Band II., Nr. 466, Seite 270-272) \u201cPfalzgraf Rudolf von T\u00fcbingen gew\u00e4hrt dem von dem Pr\u00e4monstratenser- an den Zisterzienserorden \u00fcbergegangenen Kloster Bebenhausen die den Vorschriften dieses Ordens entsprechende Befreiung von vogteilichen Lasten und sichert demselben verschiedene andere Beg\u00fcnstigungen, namentlich die n\u00e4her bezeichnete<em> <\/em>Ben\u00fctzung des Sch\u00f6nbuchwaldes<em>.\u201d <\/em>In dieser Urkunde befreite Rudolf das Kloster von der Vogtei, das war eine zentrale Forderung der Zisterzienser. Sie beschrieb den Bereich der Holznutzungsrechte, die tats\u00e4chlich so bis 1820 bestehen blieben.<\/p>\n<p>Die Filiation von Bebenhausen war \u00fcber Sch\u00f6nau, Eberbach zur Primarabtei Clairvaux.&nbsp; <\/p>\n<p>Die Stiftung des Klosters durch Pfalzgraf best\u00e4tigte Kaiser Heinrich VI. (1191-1194) am 29. Juni 1193. <em>\u201c<\/em>Kaiser Heinrich VI. best\u00e4tigt die Stiftung des Klosters Bebenhausen durch Pfalzgraf Rudolf von T\u00fcbingen und verleiht dem Kloster weitere Beg\u00fcnstigungen.\u201d( WUB Band II., Nr. 482, Seite 296-297)<\/p>\n<p>Der Gr\u00fcnderabt Diepold (oder Theobald) ist um 1165 ins Kloster Sch\u00f6nau eingetreten. W\u00e4hrend der \u201cStiefelrevolte\u201d in Sch\u00f6nau unter Abt Gottfried I. (1184\u20131196) war er in Sch\u00f6nau Subcellerarius. 1184 ist er als Prior in Sch\u00f6nau nachgewiesen. Er wurde 1189 als Gr\u00fcnderabt nach Bebenhausen geschickt.<\/p>\n<p>In Bebenhausen ist er urkundlich einmal belegt, n\u00e4mlich in obengenannter Urkunde von Pfalzgraf Rudolf. Abt Diepold kehrte 1196 nach Sch\u00f6nau zur\u00fcck und trat dort die Nachfolge des verstorbenen Abtes Gottfried I. an. Dort war er bis 1198 Abt, wurde dann aber nach Eberbach berufen, wo er von 1206 bis zu seinem Tod 1221 Abt war. Er starb im Ruf der Heiligkeit und wird als Seliger des Zisterzienserordens verehrt.<\/p>\n<p>In der Gr\u00fcndungskolonie aus Sch\u00f6nau war Berthold dabei. Er schrieb die Biographie der Heiligen Hildegund von Sch\u00f6nau, mit der er zusammen Novize war. (Siehe Mei B\u00fcchle Zisterzienserkloster Sch\u00f6nau\/Odenwald)<\/p>\n<p>Zwischen&nbsp; 1196 und 1211 regierten die drei \u00c4bte Enzmann , Erkinbert&nbsp; und Walther, wobei die genauen&nbsp; Lebens-und Regierungszeiten nicht zu ermitteln sind.  <\/p>\n<p>Am 18. Mai 1204&nbsp; nahm Papst Innozenz III. (1198-1216) Kloster Bebenhausen in seinen Schutz und best\u00e4tigte seinen Besitz. \u201c Papst Innozenz III. nimmt das Kloster Bebenhausen in seinen Schutz, best\u00e4tigt ihm den Besitz seiner G\u00fcter am Klosterort selbst sowie zu Eck (Egge, OA T\u00fcbingen), Aglishardt (Adellungshart), Weil im Sch\u00f6nbuch (Wile), Altdorf (Aledorf), Zuffenhausen (nicht Offenhausen), Ittingshausen (Uttingshusen), Vesperweiler (Vesperwile), Hochdorf und Walddorf (Waltorf) und erteilt demselben verschiedene Privilegien.\u201d (A 474 U 7, Findbuch A 474 Bebenhausen, Hauptstaatsarchiv Stuttgart). Mit dieser Urkunde wurde Kloster Bebenhausen wie alle Zisterzienserkl\u00f6ster dem Papst unterstellt und ist damit exemt.  <\/p>\n<p>Die G\u00fcteraufstellung zeigt, welch raschen wirtschaftlichen Aufstieg das Kloster in den Jahren nach seiner Gr\u00fcndung nahm. Die Grundlagen f\u00fcr den Klosterbesitz wurden sicher schon in den letzten Jahren des 12. Jahrhunderts und im 13. Jahrhundert gelegt.  <\/p>\n<p>Das schaffte auch die wirtschaftliche Potenz&nbsp; f\u00fcr&nbsp; den weiteren Ausbau der Kirche und der Klostergeb\u00e4ude,&nbsp; die unter diesen \u00c4bten stattfand.  <\/p>\n<p>Der Besitz kam durch Schenkungen zusammen und durch K\u00e4ufe, wobei der Anteil der K\u00e4ufe h\u00f6her war als der der Schenkungen. Das l\u00e4sst darauf schlie\u00dfen, dass dem Kloster erhebliche Geldmengen zur Verf\u00fcgung standen, die aus dem Verkauf der \u00dcbersch\u00fcsse der landwirtschaftlichen Produktion  <\/p>\n<p>einschlie\u00dflich Weinbau stammten. Dies wurde \u00fcberwiegend in den Stadth\u00f6fen abgesetzt. s.u. z. B. Stadthof Ulm. Dort beherrschte das Kloster den Weinhandel, zus\u00e4tzlich beg\u00fcnstigt durch Steuerprivilegien. Auch wurden die Geldmittel gezielt eingesetzt. Besitz wurde abgerundet.  <\/p>\n<p>Besitzschwerpunkte wurden gebildet. Unrentabler Streubesitz wurde abgesto\u00dfen.  <\/p>\n<p>Die Wirtschaftskraft Bebenhausens wird illustriert durch die Tatsache, dass Bebenhausen 1275 mit 4 Mark Silber die h\u00f6chste procuratio, das ist der Kreuzugszehnte, die an Erzbischof Johann von Embrun (1275-1286) an den Collector von allen Benediktinern-und Zisterzienser Kl\u00f6stern des&nbsp; Bistums Konstanz  <\/p>\n<p>zu zahlen hatte, so der Eintrag im Liber decimationis S. 172.  <\/p>\n<p>Der Konstanzer Bischof Konrad II. von Tegerfelden (1209 \u20131233) schenkte dem Kloster die Kapelle von Vesperweiler in der heutigen Gemeinde Waldachtal. Damit wird Abt Ulrich (um 1211)urkundlich nachweisbar. Die Urkunde ist am 12. Oktober 1211 ausgestellt.  <\/p>\n<p>(A 474 U 2191 Findbuch A 474 Bebenhausen, Hauptstaatsarchiv )  <\/p>\n<p>Auch Ulrichs Nachfolger Abt Bruno&nbsp; wird urkundlich erw\u00e4hnt. Er erwirbt vom Konvent von Kloster&nbsp; Reichenbach eine M\u00fchle in Vesperweiler. In Vesperweiler hatte das Kloster schon Besitz. 1204 bestand dort bereits eine Grangie. Kurz zuvor hat das Kloster vom Konstanzer Bischof die Kapelle in Vesperweiler geschenkt bekommen. In einer von Pfalzgraf Rudolf f\u00fcr das Stift Marchtal ausgestellten Urkunde vom 12 April 1216&nbsp; ist Abt \u201cBruno de Bebinhusen \u201c als Zeuge aufgef\u00fchrt. (WUB Band III., Nr. 588, Seite 41-43)  <\/p>\n<p>Am 12. M\u00e4rz 1229 nimmt Papst Gregor IX. (1227-1241) das Kloster in seinen Schutz. (A 474 U 11&nbsp; Findbuch A 474 Hauptstaatsarchiv Stuttgart) Auch der Klosterbesitz, der wieder aufgef\u00fchrt wird, hat gegen\u00fcber der Urkunde von Papst Innozenz III. deutlich zugenommen. Allerdings werden in dieser Urkunde gegen\u00fcber der von 1204 nur noch 7, statt 9 Grangien aufgez\u00e4hlt. Es wird auch deutlich unterschieden zwischen grangia und \u201cpossessiones\u201d .Grangien waren mit Konversen eigenbewirtschaftete G\u00fcter, w\u00e4hrend possessiones mit einem Leihevertrag an Laien ausgegeben wurden, Damit setzt in Bebenhausen die Pacht fr\u00fcher und vor allem mit st\u00e4rkerem Gewicht ein, wozu praktisch alle Zisterzienserkl\u00f6ster durch den R\u00fcckgang der Konversen bedingt durch das Aufkommen der Bettelorden erst verst\u00e4rkt ab dem beginnenden 14. Jahrhundert gezwungen waren.  <\/p>\n<p>Erw\u00e4hnt ist auch Esslingen, wo Bebenhausen bald viel Besitz hat und dort einen Stadthof betrieb.  <\/p>\n<p>Kaiser Friedrich II. (1212-1250) befreite das Kloster im April 1232 in Esslingen f\u00fcr alle seine G\u00fcter, die ihm jetzt und in Zukunft geh\u00f6ren, von allen Abgaben. (WUB Band III., Nr. 811, Seite 306)  <\/p>\n<p>In der Webergasse in Esslingen wurde ein Steinhaus errichtet, das 1257 erstmals notiert wurde. Der Esslinger Pfleghof war zun\u00e4chst mal Absteigeplatz und Ruheort f\u00fcr Bebenh\u00e4user M\u00f6nche und \u00c4bte, die sich zu Verhandlungen mit F\u00fcrsten in der Reichsstadt trafen.  <\/p>\n<p>Dann hatte er wie alle Pflegh\u00f6fe des Kloster wichtige wirtschaftliche Funktionen.Er wurde als&nbsp; Lagerplatz und Handelsplatz f\u00fcr landwirtschaftliche Erzeugnisse, vor allem Wein und Getreide, genutzt. Im Pfleghof wurden au\u00dferdem die Steuerabgaben gesammelt, meist in Naturalien, die dem Kloster Steuerpflichtige dort abzugeben hatten. Einen weiteren Stadthof betrieb das Kloster in Weil der Stadt. Am 2. Januar 1291 gestatteten der Schultheiss und der Rat der Stadt Weil der Stadt Kloster Bebenhaus eine Hofstatt zu erwerben und freiten diese. Er befand sich in der Pfarrgasse 9,  <\/p>\n<p>brannte aber beim Gro\u00dfen Stadtbrand von 1648 ab. In T\u00fcbingen hatte Kloster Bebenhausen um 1320 sogar 4 Pflegh\u00f6fe, was sich nat\u00fcrlich auch durch die unmittelbare Nachbarschaft erkl\u00e4rt. Um 1294 verkaufte Graf Eberhard I., genannt der Sch\u00e4rer(+1304)kurz hintereinander eine Reihe seiner Besitzungen an das Kloster Bebenhausen. Er scheint in einer ziemlich prek\u00e4ren Finanzlage gewesen zu sein. Am 13. Januar 1294 verkauft er das Patronatsrecht&nbsp; der T\u00fcbinger Kirche, seinen Fronhof, Weinberge mit Kelter. als Verkaufsgrund wird in der Urkunde ausdr\u00fccklich wegen Schulden angegeben.&nbsp; (&nbsp; A 474 U 2044  <\/p>\n<p>Findbuch A 474 Bebenhausen Hauptstaatsarchiv Stuttgart) Am Schluss hatte es zwischen 1301\/02 zeitweilig die Herrschaft \u00fcber die ganze Stadt, die Burg und das Amt inne. Der 1294 erworbene Fronhof befand sich an der Stelle der heutigen M\u00fcnzgasse 22. Als Graf Eberhard im Bart (1457-1496) 1477  <\/p>\n<p>die Universit\u00e4t T\u00fcbingen gr\u00fcndete, wandte er sich wegen des dadurch eingetreten Platzbedarfs an den Abt und Konvent von Bebenhausen mit \u201eernstlich bitt und begehre\u201c wegen kostenfreier Abgabe dieses Hofes. Da das Kloster in T\u00fcbingen weitere H\u00f6fe besa\u00df willigte Abt  <\/p>\n<p>Bernhard Rockenb(a)uch (1471\u20131493 ) und der Konvent in die Bitte ein. Der Pfleghof in seiner heutigen Gestalt wurde von 1492-1501 anstelle des wohl schon 1342 entstandenen Baus neu errichtet.&nbsp; Noch vor der Reformation diente der Pfleghof der Bitte Graf Eberhards entsprechend  <\/p>\n<p>als Studentenwohnheim, was er heute immer noch ist.  <\/p>\n<p>In Reutlingen hatte Kloster Bebenhausen ebenfalls einen Pfleghof. 1247 hatte das Kloster das f\u00fcr die Errichtung notwendige Areal erworben. Am 5. M\u00e4rz 1267 befreite die Stadt Reutlingen gegen eine j\u00e4hrliche Abgabe von zwei Pfund Heller von jeglicher Steuer und Leistung f\u00fcr alle seine G\u00fcter in der Stadt, verbot aber eine Vermehrung von&nbsp; Grundbesitz in Reutlingen. (H 14 Nr. 24, Heft 23, S. 32 Findbuch 474 Bebenhausen Hauptstaatsarchiv Stuttgart) Nach der Reformation wurde der Pfleghof 1535 verkauft und 1594 abgerissen.  <\/p>\n<p>Am 28. August 1292 kaufte Kloster Bebenhausen einen Hof in Ulm (Band X., Nr. 4277, Seite 62). Am 19. Dezember 1292 schenkte Heinrich II. Markgraf von Burgau (1242-1293) Kloster Bebenhausen eine Hof hinter der St. Georgskapelle. (WUB Band X., Nr. 4303, Seite 86-87)  <\/p>\n<p>Dort errichteten die M\u00f6nche ihren Pfleghof und betrieben dort und von dort aus ihren Weinhandel. Sie beherrschten den Weinhandel in Ulm zumal sie dank Steuerprivilegien ihren Wein steuerfrei verkaufen konnten. Ihre Weinberge waren um T\u00fcbingen und Esslingen herum.  <\/p>\n<p>Am 10. Dezember 1296 stellte der deutsche K\u00f6nig Adolf von Nassau (1292-1298) Kloster Bebenhausen folgende Urkunde aus: \u201cnimmt abt und konvent des (zisterzienser)klosters Bebenhausen zu b\u00fcrgern der reichsstadt Ulm an und erlaubt ihnen aus besonderer gnade, da\u00df sie von beweglichen g\u00fctern, die sie nach Ulm br\u00e4chten, keine abgaben zu entrichten h\u00e4tten, da\u00df ihnen dort vielmehr die gleiche freie befugnis zustehen&#8230;\u201d (RI VI,2 n. 7888) Auf den Vorteil der Abgabenfreiheit wurde schon hingewiesen. Ulm hatte als Pfleghof noch einen weiteren Vorteil. Es lag am Wasserweg der Donau.  <\/p>\n<p>Der alte Klosterhof in Ulm wurde 1377 im Zusammenhang mit dem Bau des Ulmer M\u00fcnsters aufgegeben, weil der Platz, wo der Stadthof stand ben\u00f6tigt wurde.  <\/p>\n<p>In Stuttgart hatte Kloster Bebenhausen seit 1299 Besitz. In der 2. H\u00e4lfte des 13. Jahrhunderts wurde der Besitz erweitert. Am 15. August 1286 freite Graf Eberhard von W\u00fcrttemberg (1279-1325 )die G\u00fcter des Klosters in Stuttgart. Au\u00dferdem gab er die Erlaubnis zum Bau einer Kelter. (WUB Band IX., Nr. 3564, Seite 97-98). 1457 erwarb das Kloster den sp\u00e4teren Bebenh\u00e4user Hof. Dieser Pflege unterstanden bis zur Reformation die Unterpflegen Weil der Stadt und Esslingen.  <\/p>\n<p>In Leonberg kaufte das Kloster am 12. April 1440&nbsp; das Steinhaus von den Grafen Ulrich (1433-1441 Graf von W\u00fcrttemberg, danach bis 1480 von W\u00fcrttemberg-Stuttgart) und Ludwig II. von W\u00fcrttemberg (1450-1457). Es war bis 1512 in Klosterbesitz. Von diesem Wirtschaftshof wurden die Abgaben verwaltet,  <\/p>\n<p>die dem Kloster in Leonberg und Umgebung zustanden. Das Steinhaus ist das nachweislich \u00e4lteste Geb\u00e4ude der Stadt Leonberg.  <\/p>\n<p>Der Pfleghof in Herrenberg ist nach einer Inschrift vom Kloster 1484 erbaut worden. Auch hier wurden die Abgaben gesammelt und kl\u00f6sterliche Produkte verkauft.<\/p>\n<p>Das Kloster baute viel Getreide an und verf\u00fcgte \u00fcber 16 M\u00fchlen. Aber die Viehwirtschaft spielte ebenfalls eine gro\u00dfe Rolle. Das Urbar von 1356 belegt, das ein hoher Anteil des Bodens in den Grangien in Wiesen&nbsp; bestand, was auf das Gewicht der Viehwirtschaft deutet.<\/p>\n<p>Die Pferdezucht spielte ebenfalls eine beachtliche Rolle. im 15. Jahrhundert wurde die Schafzucht wichtig. Das entspricht auch der eigentlichen Entwicklung in W\u00fcrttemberg. Um 1500 hatte das Kloster 2000 Schafe, deren Milch in Bebenhausen zu K\u00e4se verarbeitet wurde.<\/p>\n<p>Auf die Rolle des Weinbaus wurde schon hingewiesen. Um T\u00fcbingen und Esslingen besa\u00df das Kloster Weinberge. Insgesamt betrieb es rund 20 Keltern.<\/p>\n<p>Kloster Bebenhausen ist mitten im Sch\u00f6nbuch gelegen. So spielte nat\u00fcrlich die Forstwirtschaft eine wichtige Rolle. Seine Rechte hat sich das Kloster deshalb immer wieder von den Pfalzgrafen von T\u00fcbingen und ihren Rechtsnachfolgern den Herz\u00f6gen von W\u00fcrttemberg best\u00e4tigen lassen.<\/p>\n<p>Eine weitere wichtige Einnahmequelle waren die Zehnten. \u00dcberall wo die Pfarreien dem Kloster inkorporiert waren, stand ihm der gro\u00dfe Fruchtzehnt oder auch Weinzehnt zu.<\/p>\n<p>Abt Berthold II. 1245-1262 bekam am 25.M\u00e4rz 1255 von K\u00f6nig Wilhelm&nbsp; (1254-1256) alle von den r\u00f6mischen Kaisern und K\u00f6nigen und namentlich die von Friedrich II. verliehenen Rechte, Privilegien und Freiheiten, sowie den <br \/>Besitz in Esslingen und andersw\u00e4rts best\u00e4tigt. {H 51 U 84} Findbuch A474 Bebenhausen Hauptstaatsarchiv Stuttgart.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger Abt Eberhard von Reutlingen (1262-1281) erhielt von K\u00f6nig Rudolf von Habsburg (1273-1291) die von Friedrich II. verliehene Steuerfreiheit f\u00fcr die G\u00fcter Bebenhausens in Esslingen best\u00e4tigt. {H 51 U 90} Findbuch A474 Bebenhausen Hauptstaatsarchiv Stuttgart.<\/p>\n<p>Friedrich war von 1281-1299 war&nbsp; in Bebenhausen, wurde dann als Abt nach Sch\u00f6nau postuliert. Die 2. H\u00e4lfte des 13. Jahrhunderts war gekennzeichnet durch heftige Fehden, bei denen auf der einen Seite die Pfalzgrafen von T\u00fcbingen und die Grafen von Hohenberg, die Rudolf von Habsburg unterst\u00fctzten und auf der anderen Graf Eberhard I. von W\u00fcrttemberg (1279-1325) standen.<\/p>\n<p>Zwar hat Bebenhausen sicherlich nicht in die Fehden eingegriffen. Aber die Auseinandersetzungen waren gef\u00e4hrlich f\u00fcr das Kloster, auch weil es einen gro\u00dfen Besitz in und um Stuttgart hatte. Rudolf von Habsburg hatte 1286 Stuttgart belagert, seine Mauern geschleift und 1287 fast<\/p>\n<p>alle festen Pl\u00e4tze um Stuttgart genommen und zerst\u00f6rt. Die Folgen spiegeln sich auch in den Papsturkunden f\u00fcr das Kloster wider.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>WUB Band IV., Nr. 1086, Seite 149-150., ausgestellt am 28. Januar 1247. In dieser Urkunde geht es um die Inkorporation der Kirche in Geisnang durch den p\u00e4pstlichen Legaten Philipp&nbsp; Fontana, Bischof von Ferrara (1239-1250)Aber Philipp erw\u00e4hnt in dieser Urkunde auch die Sch\u00e4digungen in<\/p>\n<p>diesen Kriegszeiten. In der Urkunde {H 14 Nr. 16, S. 23} Findbuch A 474 Bebenhausen Hauptstaatsarchiv Stuttgart, ausgestellt am 15. Mai 1291 durch Papst Nikolaus IV. (1288-1292) beauftragt dieser den Dekan des Dreifaltigkeitsstifts in Speyer dem Kloster Bebenhausen entfremdete G\u00fcter<\/p>\n<p>wieder zur\u00fcckzubringen. Konkreter Anlass d\u00fcrfte gewesen&nbsp; sein,&nbsp; dass Graf Gottfried von B\u00f6blingen-T\u00fcbingen (+1316) am 5. August 1280 die Sakristei des Klosters gepl\u00fcndert hatte, aber auch die K\u00e4mpfe aus dem Jahr 1286\/87.<\/p>\n<p>Abt Friedrich bekam auch kurz hintereinander p\u00e4pstliche Best\u00e4tigungen der verliehenen Freiheiten und Immunit\u00e4ten . Am 13. April 1295 (A 474 U 15) und am 26. M\u00e4rz 1297 A 474 U 15, beide von Papst Bonifaz VIII. (1294-1303)<\/p>\n<p>In Friedrichs Amtszeit f\u00e4llt auch die Verleihung des B\u00fcrgerrechts der Stadt Ulm durch Adolf von Nassau (s.o.) Adolf war m\u00f6glicherweise auch der Grund, dass Friedrich als Abt nach Sch\u00f6nau berufen wurde. Er war m\u00f6glicherweise Anh\u00e4nger von Adolf. Die T\u00fcbinger Pfalzgrafen hatten<\/p>\n<p>sich aber dem Habsburger Albrecht angeschlossen. So wurde Friedrich aus der Schusslinie genommen. Er kehrte allerdings nach 1 1\/2 Jahren auf den Bebenhausener Abtsstuhl zur\u00fcck. In seiner Amtszeit erreichte Bebenhausen mit 60 M\u00f6nchen und 130 Konversen den bisherigen Personalh\u00f6chststand.<\/p>\n<p>Abt Friedrich hatte zwei Amtszeiten und zwar 1281-1289 und mit kurzer Unterbrechung wieder von 1300 bis Januar 1303. Erst mal urkundlich als Abt belegt wird er am 8. Dezember 1281, in einer Urkunde, in der Graf Eberhard den Verkauf von G\u00fctern und Rechten durch Reinhard von Berg an das Kloster Bebenhausen best\u00e4tigt. (WUB Band VIII., Nr. 3094, Seite 313-314) Abt Friedrich hatte in seiner gesamten Amtszeit eine umfangreiche und geplante Politik des Besitzerwerbes. In den Grangien Aglishardt und Geisnang konnte er den letzten Fremdbesitz \u00fcbernehmen. Sie waren jetzt v\u00f6llig im Besitz von Bebenhausen. Im Neckartal, im Strohg\u00e4u sowie am Rande des Sch\u00f6nbuchs und im Ammertal weitete er den Besitz gezielt aus. Er wandte sich aber auch&nbsp; den St\u00e4dten zu. Das wurden einmal Sammelpunke f\u00fcr die Produkte aus den dortigen Klosterbesitzungen aber eben auch Marktorte f\u00fcr Absatz und Handel mit Klosterprodukten.In Stuttgart erwarb er Steuerfreiheit und Kelterrecht, in Weil der Stadt, Heimsheim und Brackenheim Besitz.<\/p>\n<p>In seine Amtszeit fallen zwei p\u00e4pstlich Inschutznahmen und Best\u00e4tigung der Privilegien des Kloster. Am 8. M\u00e4rz 1299 nahm Papst Gregor IX. (1227-1241) das Kloster in seinen Schutz und best\u00e4tigte seinen Besitz. A 474 U 11 Findbuch A 474 Bebenhausen Hauptstaatsarchiv Stuttgart<\/p>\n<p>Papst Bonifatius VIII. (1294-1303) stellte am 13.April 1295 ebenfalls eine Schutzurkunde f\u00fcr Bebenhausen aus und best\u00e4tigte alle vom p\u00e4pstlichen Stuhl, K\u00f6nigen und F\u00fcrsten verliehenen Freiheiten und Immunit\u00e4ten. A 474 U 15 Findbuch A 474 Bebenhausen Hauptstaatsarchiv Stuttgart.<\/p>\n<p>Als Abt Friedrich nach Sch\u00f6nau postuliert wurde, wurde Lupold Abt (1299-1300). Er stammte aus Esslingen und war der Bruder von Ulrich, der nach Friedrichs Resignation als Nachfolger gew\u00e4hlt. Beide geh\u00f6rten der Esslinger Oberschicht an. Lupold starb aber schon bald nach seiner Wahl.<\/p>\n<p>Abt Friedrich resignierte 1303. Auf ihn folgte Ulrich (1303- 1320). Seine Amtszeit war noch st\u00e4rker durch die Auseinandersetzungen zwischen den Grafen von W\u00fcrttemberg und dem Reich gepr\u00e4gt (s.o.) Der Konvent wurde zweimal vertrieben, das erste Mal wohl 1306, das zweite Mal<\/p>\n<p>nach 1310. Der Klosterbesitz wurde ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. Die Zahl der M\u00f6nche sank von 80 auf die H\u00e4lfte. Bei den Konversen sank die Zahl auf einen geringen Rest. Neuer Besitz konnte in dieser Zeit nicht mehr erworben werden. Das Kloster war sogar zu Notverk\u00e4ufen<\/p>\n<p>gezwungen.<\/p>\n<p>1310&nbsp; trat Graf Gottfried von T\u00fcbingen als Feldhauptmann in den Dienst der Reichsstadt Esslingen. Er war \u00fcberschuldet und schon zwischen 1304 und 1306 war abzusehen, dass er seine Schulden beim Kloster in absehbarer Zeit nicht mehr abtragen konnte. Wie ausgef\u00fchrt stammte Abt Ulrich aus der Esslinger F\u00fchrerschicht. Das erleichterte es, dass die Stadt Esslingen die Schulden des Grafen beim Kloster \u00fcbernahm. Hauptstaatsarchiv Stuttgart A 474 U 707<\/p>\n<p>Abt Ulrich baute die Abtresidenz s\u00fcdlich der Infirmarie. Er starb am 6. Februar 1320 und wurde neben seinem Bruder bestattet.<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Konrad von Lustnau (1320-1353). Die Familie von Lustnau war eine Ministerialenfamilie der Pfalzgrafen von T\u00fcbingen.<\/p>\n<p>Abt Konrads Amtszeit war gepr\u00e4gt durch eine reiche Baut\u00e4tigkeit. Gebaut wurde1335&nbsp; das gro\u00dfe Refektorium, das sp\u00e4tere Sommerrefektorium, das gro\u00dfe gotische Fenster im Chor der Kirche, weitere Abteigeb\u00e4ude neben der Krankenkapelle, ein Glockenturm f\u00fcr die Kirche sowie eine Kapelle<\/p>\n<p>am M\u00f6nchsfriedhof, die auch Grabkapelle des Abts war. Die reiche Baut\u00e4tigkeit f\u00fchrte aber dazu, dass auch verkauft werden musste, so 1323 Stockach, heute ein Ortsteil von Gomaringen. Es wurde mit allen Rechten f\u00fcr 200 Pfund Heller an Friedrich von Gomaringen verkauft. A 474 U 1950<\/p>\n<p>Findbuch A474 Bebenhausen Hauptstaatsarchiv Stuttgart. Das Kloster musste auch Geld aufnehmen, auch beim Bischof von Konstanz. Das war zu derzeit Rudolf III. von Montfort ( 1322-1334).<\/p>\n<p>Am 19. Oktober 1335 best\u00e4tigte Papst Benedikt XII. (1334\u20141342) \u201cdem Kloster Bebenhausen alle ihm vom p\u00e4pstlichen Stuhl, K\u00f6nigen, F\u00fcrsten sowie sonstigen Gl\u00e4ubigen verliehenen Freiheiten, Indulgenzen, Immunit\u00e4ten, Exemtionen.\u201d (A 474 U 23)<\/p>\n<p>Die Pfalzgrafen von T\u00fcbingen hatten Stadt und Burg an Kloster Bebenhausen verpf\u00e4ndet. Am 5. Dezember 1342 verkauften die Br\u00fcder Gottfried (+1369)und Wilhelm(+1357) Pfalzgrafen von T\u00fcbingen an die Grafen Ulrich von W\u00fcrttemberg (1325-1344) und dessen S\u00f6hne Eberhard der Greiner (1344-1392)<\/p>\n<p>und Ulrich IV. (1344-1362) Burg und Stadt T\u00fcbingen f\u00fcr 20.000 Pfund Heller. Sie behielten sich nur die Hundslege im Kloster Bebenhausen vor und die Jagdrechte im Sch\u00f6nbuch. {A 409 B\u00fc 4, Bl. 51} Findbuch A 474 Bebenhausen Hauptstaatsarchiv Stuttgart.<\/p>\n<p>Den \u00dcbergang an W\u00fcrttemberg konnte Abt Konrad nicht verhindern. Das h\u00e4tte wohl auch die Finanzmittel des Klosters \u00fcberschritten. Am 14. M\u00e4rz 1343 nahmen die neuen T\u00fcbinger Herren Kloster Bebenhausen in ihren Schutz und bewilligten die Fortdauer seiner Vorrechte.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber gibt es im Staatsarchiv drei Urkunden alle mit demselben Datum nur einer anderen Endnummer. A 474 U 2075 (also 75,76 und 77). Kurz danach erhielt das Kloster von den T\u00fcbinger Pfalzgrafen eine Restschuld von 2.534 Pfund Heller erstattet.<\/p>\n<p>(das entspricht etwa 53.000 \u20ac heutige W\u00e4hrung)<\/p>\n<p>1344 konnte das Kloster die Hundslege f\u00fcr die Klosterg\u00fcter erwerben, nicht aber f\u00fcr das Kloster selbst. Hundslege bedeutete die Verpflichtung, die herrschaftlichen Jagdhunde zu halten, was durchaus kostspielig war.<\/p>\n<p>Kaiser Karl IV. (1355-1378) best\u00e4tigte \u201calle von seinen Vorfahren am Reich dem Kloster Bebenhausen verliehenen Gnaden, Rechte, Freiheiten, Privilegien und Briefe, insbesondere auch hinsichtlich des Klosters Rechte und G\u00fcter zu Esslingen, Reutlingen und T\u00fcbingen, desgleichen des Waldes Sch\u00f6nbuch (Schaynbuch) und der bei der Burg Harteneck (Horting, Hartneck) gelegenen M\u00fchle.\u201d (H 51 U 502 Findbuch A 474 Bebenhausen Hauptstaatsarchiv Stuttgart)<\/p>\n<p>Abt Konrad konnte eine Reihe von Kirchen inkorporieren, was meist mit der durch den St\u00e4dtekrieg verursachte Notlage des Klosters begr\u00fcndet wurde. So wurden 1325 Pfarreien T\u00fcbingen, Oberkirch und Altingen inkorporiert, 1327 Lustnau und Entringen und schlie\u00dflich<\/p>\n<p>1347 Echterdingen, Plieningen und Weil im Sch\u00f6nbuch.&nbsp; Weil im Sch\u00f6nbuch und Plieningen wurden durch Papst Clemens VI. (1342-1352) inkorporiert (Urkunde A 474 U 2291 vom&nbsp; 12. September 1347)<\/p>\n<p>Abt Konrad starb am 8. Dezember 1353. Er wurde in der Marienkapelle am Friedhof beigesetzt, die er errichtet hatte.<\/p>\n<p>Heinrich aus Rottenburg (1353 bis ca. 1356) wurde zwar als Konrads Nachfolger gew\u00e4hlt. Wegen schlechten Lebenswandel und hoher Verschuldung wurde er aber mit seinen Anh\u00e4ngern vertrieben. In der offiziellen \u00c4bteliste wird er nicht gez\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Der 18. Abt ist demnach Werner von Gomaringen&nbsp; (ca. 1356-1393. Er stammte aus der niederadligen Familie der Herren von Gomaringen, an die sein Vorg\u00e4nger Konrad das Dorf Stockach verkauft hatte. (s.o.)<\/p>\n<p>In seiner Amtszeit verlor Kloster Bebenhausen zwar 1377 seinen wichtigen Besitz in Ulm wegen des dortigen M\u00fcnsterbaus (s.o.). Er begann aber mit der planm\u00e4\u00dfigen Konzentration des Klosterbesitzes in der n\u00e4heren Umgebung des Klosters. Das wurde auch m\u00f6glich durch<\/p>\n<p>seine Familienbeziehungen. Das Kloster \u00fcbernahm die Schulden seiner Vettern Burkhard und Eberhard&nbsp; und \u00fcbernahm daf\u00fcr einen gro\u00dfen Teil von deren Besitz im Steinlachtal.<\/p>\n<p>Am 17. Dezember 1362 best\u00e4tigte Papst Urban V. (1362-1370) die von dem Konstanzer Bischof Heinrich III. von Brandis (1357-1383) vorgenommene Inkorporation der Kirche von Bondorf.( A 474 U 359)Abt Werner starb am 30. September 1393. Er wurde auf dem Klosterfriedhof beigesetzt.<\/p>\n<p>Auf ihn folgte sein j\u00fcngerer Bruder&nbsp; Peter von Gomaringen (1393- 1412). Er betrieb dieselbe Erwerbspolitik wie sein Bruder. Er stie\u00df ung\u00fcnstig gelegene Besitzungen ab. Daf\u00fcr erwarb er Besitzungen in der N\u00e4he seines Klosters oder dessen Grangien.<\/p>\n<p>Der wichtigste Erwerb in seiner Regierungszeit war Schloss Roseck mit der Vogtei und allem Zubeh\u00f6r in Unterjesingen. Das war eine urspr\u00fcnglich pfalzgr\u00e4fische Burg, die nach 1350 in den Besitz des Burkhard von H\u00f6lstein gelangte. Dieser verkaufte sie zusammen mit dem<\/p>\n<p>Dorf Unterjesingen&nbsp; am 28. Oktober 1410 f\u00fcr 2500 Gulden an das Kloster Bebenhausen. A 474 U 1879 Findbuch A 474 Bebenhausen Hauptstaatsarchiv Stuttgart.<\/p>\n<p>Die Pflege Roseck wurde danach zu einem der bedeutendsten St\u00fctzpunkte der Klosterherrschaft ausgebaut.<\/p>\n<p>Abt Peter&nbsp; verfolgte Inkorporationen planm\u00e4\u00dfig. Die erste Kirche wurde am 25. M\u00e4rz 1395 in korporiert. Laut Urkundentext der<\/p>\n<p>Inkorporation hatte Graf Eberhard I. von W\u00fcrttemberg (1279-1325) Kloster Bebenhausen die Kirche geschenkt&nbsp; als Entschuldigung&nbsp; f\u00fcr die Besch\u00e4digungen, die das Kloster in den letzten Kriegen durch ihn selbst und anderes Kriegsvolk erlitten hatte. (A 474 U 1355)<\/p>\n<p>Es folgten die Kirchen zu Altdorf, Kirchentellinsfurt und Kornwestheim 1401 sowie der Bernhardskapelle im Reutlinger Klosterhof und der Kirche in Pflugfelden im gleichen Jahr. (A 474 U 180 und A 474 U 1658)<\/p>\n<p>Von 1407 bis 1409 lie\u00df Abt Peter \u00fcber der Vierung der Klosterkirche durch den Laienbruder Peter aus Salem einen reichverzierten Glockenturm schaffen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/0\/03\/Bebenhausen_-_L%27Abb%C3%A9_Peter_de_Gomarigen.jpg\/220px-Bebenhausen_-_L%27Abb%C3%A9_Peter_de_Gomarigen.jpg\" width=\"220\" height=\"395\"><\/p>\n<p>Das schaffte zwar Probleme, die bis ins Generalkapitel hineinreichten. Denn die Zisterzienser hatten bei ihren Kirchen nur (h\u00f6lzerne) Dachreiter erlaubt.<\/p>\n<p>Abt Peter starb am 14. Januar 1412 und wurde im Kapitelsaal beigesetzt. <\/p>\n<p>Nachfolger wurde Heinrich von Hailfingen 1412- 1432. Er hielt die Linie seiner Vorg\u00e4nger bei. Er verkaufte ebenfalls entfernten Streubesitz und t\u00e4tigte K\u00e4ufe in Klostern\u00e4he oder in der N\u00e4he der Grangien. Auch kaufte er oft Besitz von adligen Verwandten.<\/p>\n<p>Sein wichtigster Erwerb war Ofterdingen. Er kaufte das Dorf 1417 von Jakob von Dusslingen.<\/p>\n<p>Abt Heinrich scheint&nbsp; auch im Orden selbst gro\u00dfer Wertsch\u00e4tzung genossen zu haben. 1413 gew\u00e4hrt ihm das Generalkapitel das Recht, einen Beichtvater, der ihn von allen S\u00fcnden und Sentenzen los&nbsp; sprechen k\u00f6nne, zu w\u00e4hlen, und zugleich die Vollmacht, in gleicher Weise seine Untergebenen zu absolvieren. Vom Generalkapitel wurde er mehrfach beauftragt, G\u00fcterverk\u00e4ufe bei mehreren Kl\u00f6stern des Ordens zu \u00fcberpr\u00fcfen. In Arnsburg sollte er 1422 innerkl\u00f6sterliche Zust\u00e4nde \u00fcberpr\u00fcfen. Im selben Jahr war er als Schlichter bei Streitigkeiten zwischen Kloster Sch\u00f6nau und dem Nonnenkloster<\/p>\n<p>Billigheim t\u00e4tig. Er f\u00fchrte 1427 die Reform in Kloster Eu\u00dferthal und 1430 in Kloster Lichtental durch.<\/p>\n<p>Abt Heinrich war auch auf dem Konzil von Konstanz anwesend. (Joseph RIEGEL, Die Teilnehmerlisten des Konstanzer Konzils. Phil. Diss. Freiburg 1916, s. 71)<\/p>\n<p>K\u00f6nig Sigismund (1411-&nbsp; Kaiser ab 1433-1437) war nat\u00fcrlich auf dem Konzil von Konstanz, das ja auf seine Initiative zu Stande gekommen war. Am 25. Januar 1415 stellte er Kloster Bebenhausen eine Urkunde aus, in der er dem Kloster alle von seinen Vorfahren<\/p>\n<p>\u201cverliehenen Guarden, Rechte, Freiheiten, Privilegien und Briefe\u201d best\u00e4tigte. {H 51 U 1209}. Ebenfalls am 25. Januar stellte er eine weitere Urkunde an die B\u00fcrger von Esslingen aus. Hierin best\u00e4tigte er die dem Kloster f\u00fcr Esslingen verliehenen Rechte und gebot,<\/p>\n<p>dass das Kloster nicht mit neuen Satzungen, Steuern und Geboten beschwert werden solle. H 51 U 1210<\/p>\n<p>In den Reichsmatrikeln von 1422 war Kloster Bebenhausen verzeichnet und hatte drei Mann zu stellen. Die Reichsbindung und relative Reichsunmittelbarkeit war also gegeben. Die erste Anforderung zur Stellung von Bewaffneten f\u00fcr das Reichsheer erfolgte<\/p>\n<p>dann auch f\u00fcr die Hussitenkriege, die nach dem Konstanzer Konzil und der am 06.Juli 1415 erfolgten Verbrennung des Jan Hus ab 1419 bis 1436 ausgehend von B\u00f6hmen vor allem in Bayern und anderen Grenzregionen zu B\u00f6hmen immer wieder f\u00fcr Raubz\u00fcge und Heerfahrten sorgten.<\/p>\n<p>So forderten die 6 Kurf\u00fcrsten am 1. September 1422 Abt Heinrich auf, \u201cdrei Mann mit Gleven\u201d gegen die Hussiten in B\u00f6hmen f\u00fcr ein Jahr auszur\u00fcsten.( A 474 B\u00fc 11)(Gleve war im Sp\u00e4tmittelalter die kleinste Einheit der Kavallerie und die Reichsmatrikel gaben an, wie viele Gleven<\/p>\n<p>zu stellen waren). Eine weitere Truppenanforderung stellte Sigismund am 10. Juni 1426. {H 51 U 1281}<\/p>\n<p>Abt Heinrich scheint&nbsp; auch beim Konstanzer Bischof Otto III. von Hachberg (1410-1434) in gro\u00dfem Ansehen gestanden zu sein. Bischof Otto scheint in einem Dauerkonflikt mit seinem Domkapitel gestanden zu sein. Das Bistum war hochverschuldet. 1431 verlegte der Bischof seinen Verwaltungssitz <\/p>\n<p>kurzzeitig nach Schaffhausen. Im Mai 1431 ernannte Bischof Otto den Bebenhausener Abt zum Pfleger des Bistums Konstanz, wozu ihm B\u00fcrgermeister und Rat der Stadt Ulm gratulieren. <\/p>\n<dt>\n<p>(Regesta episcoporum Constantiensium : Regesten zur geschichte der bischofe von Constanz von Bubulcus bis Thomas Berlower 517-14966, Ladewig Paul 1913. Reg 9372) Am 5. August 1431 will der Bischof \u201cdas Bistum dem Abt von Bebenhausen als einem Vikar \u00fcbergeben\u201d. Das Domkapitel<\/p>\n<p>aber weigert sich. Abt und Bischof zitieren das Kapitel vor den Hof zu Mainz. Das Kapitel appelliert an Rom. (ebda Regest 9382) Am 20.\/21 Januar 1432 traf Kardinallegat Julian, der als Schiedsrichter zwischen Bischof und Domkapitel fungierte ,den Abt von Bebenhausen betreffend folgende<\/p>\n<dt>\n<p>Entscheidung: \u201c4) Die dem abt von Bebenhaasen \u00fcbertragene Vollmacht , welche anla\u00df zu diesen meinungsverschiedenheiten gab, soll widerrufen werden und der abt sich in nichts mehr einmischen; und damit in zukunft \u00fcber die auslegung eines passus in dem oben angef\u00fchrten vergleiche keine zweifel mehr bestehen, verf\u00fcgt der kardinallegat da\u00df der bischof keinen bistumsadministrator unter dem titel eines \u00d6konom zum einzug aller eink\u00fcnfte oder der gesch\u00e4ftsf\u00fchrung bestellen d\u00fcrfe und zwar so, da\u00df dieser \u00fcber die eink\u00fcnfte keine rechenschaft ablegen, sondern nach aus-<br \/>zahlung einer bestimmten summe an den bischof den rest selbst behalten d\u00fcrfe; wohl aber soll es dem bischof gestattet sein, ein oder zwei amovible Sachwalter (procuratores) zu bestellen, welche rechenschaft abzulegen und den rest zu erstatten haben. \u201c (ebda Reg. 9409)<\/p>\n<p>Der Abt verstarb kurz nach dieser Entscheidung am 31. Juli 1432 und wurde im Kapitelsaal von Bebenhausen bestattet.<\/p>\n<p>Der n\u00e4chste Abt Reinhard von H\u00f6fingen (1432-1456)&nbsp; wurde am 6. August 1432 unter Vorsitz des Abtes Konrad IV. (1423-1438)von Sch\u00f6nau und im Beisein von Abt Petrus I. Ochsner (1417\u20131441) und Abt Heinrich (1425-1449) von Herrenalb gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Der Konvent z\u00e4hlte 38 Professen, 1 Novize und 16 Konversen. Der Klosterbesitz blieb nahezu unver\u00e4ndert. Bei der Infirmarie lie\u00df er eine W\u00e4rmestube bauen.<\/p>\n<p>Am 15. November 1434 gestattete Kardinallegat Julian dem Bebenhausener Abt die Nutzung eines Tragaltars (Altare portatile) in seinen Grangien (ebda Reg.9618)Bis ins Sp\u00e4tmittelalter war dies nur Bisch\u00f6fen oder hohen Geistlichen gestattet.<\/p>\n<p>Wie seinem Vorg\u00e4nger gew\u00e4hrte das Generalkapitel auch Abt Reinhard&nbsp; die freie Wahl eines Beichtvaters und zwar im Jahr 1439. Er starb nach vorheriger Resignation am 23. August 1456 .<\/p>\n<p>Sein Nachfolger wurde Johannes aus Deckenpfronn (1456-1460). Am 23. 1439 ist er an der Universit\u00e4t Heidelberg immatrikuliert. Das genaue Datum seiner Abtswahl ist nicht bekannt, aber er ist der erste Abt, der als Nichtadliger in Bebenhausen gew\u00e4hlt wurde.<\/p>\n<p>Er hat nur knapp 4 Jahre regiert. In Stuttgart erwarb er den G\u00fcltlinger Hof, der dann zum Pfleghof in Stuttgart ausgebaut wurde.<\/p>\n<p>Abt Johann starb am 27. Dezember 1460 . Sein Nachfolger wurde Werner Gl\u00fcttenhart aus T\u00fcbingen&nbsp; (1460-1471). Er wurde unter Leitung des Sch\u00f6nauer Vaterabtes Peter III. (1461\u20131464) gew\u00e4hlt und im gleichen Jahr vom Generalkapitel best\u00e4tigt.<\/p>\n<p>Gr\u00f6\u00dfere Besitzerwerbungen t\u00e4tigte er nicht. Aber am 13. M\u00e4rz 1464 konnte Abt Werner mit einer Zahlung von 5000 Gulden erreichen, dass Graf Eberhard von W\u00fcrttemberg (1457-1495) auf das Recht der Gastung und hundslege verzichtete.<\/p>\n<p>In seiner Regierungszeit gab es eine beachtliche Baut\u00e4tigkeit. In T\u00fcbingen in der M\u00fcnzgasse lie\u00df er ein Steinhaus errichten, den T\u00fcbinger Hof, der dann an die Universit\u00e4t in T\u00fcbingen abgetreten wurde, als diese gegr\u00fcndet wurde.<\/p>\n<p>Im Kloster wurde in das Querschiff der Klosterkirche ein Gew\u00f6lbe eingezogen. Auch wurde der S\u00fcdfl\u00fcgel des Kreuzgangs gebaut.<\/p>\n<p>Am 6. Juni 1471 resignierte Abt Werner vor einer von Generalabt Humbert-Martin de Losne (1462-1476) gef\u00fchrten Visitationskommission und dem Prior der Kartause G\u00fcterstein Konrad von M\u00fcnchingen (1445-1478) wegen Altersgebrechlichkeit.<\/p>\n<p>Er durfte eine Wohnung im Hause seines Nachfolgers behalten und erhielt eine Rente von 100 Rheinischen Gulden. Er starb am 10. Juli 1473.<\/p>\n<dt>\n<p>Sein Nachfolger wurde Bernhard Rockenb(a)uch aus Magstadt (1471-1493). Er wurde am 6. Juni 1471 unter Vorsitz der Visitationskommission gew\u00e4hlt. Er stammte aus einer wohlhabenden Bauernfamilie aus Magstadt.<\/p>\n<dt>\n<p>Bernhard war der Abt, den das Generalkapitel so oft zu Schlichtungen oder Untersuchungen in anderen Zisterzienserkl\u00f6stern herangezogen hat wie sonst keinen Abt aus Bebenhausen. Er war 1472 in Herrenalb, 1481 in Eberbach.,<\/p>\n<dt>\n<p>1489 in Baumgarten, Otterbach und Maulbronn und 1491 in Sch\u00f6nau t\u00e4tig. Au\u00dferdem wirkte er 1481 bei der Reform der Frauenkl\u00f6ster Altm\u00fcnster und St. Agnes in Mainz mit und dann 1489 in G\u00fcnterstal und danach Rottenm\u00fcnster.<\/p>\n<dt>\n<p>Aber nat\u00fcrlich war er auch f\u00fcr seine eigene Abtei im Einsatz. Er sicherte den kl\u00f6sterlichen Besitz. Er hat wohl ein gro\u00dfes Gewicht auf den Erwerb von Renten und Zehnten gelegt. Auch als Bauherr war er t\u00e4tig. Unter ihm wurde der Neubau des Kreuzgangs des S\u00fcdfl\u00fcgels abgeschlossen.<\/p>\n<dt>\n<p>Zwischen 1471 und 1496 wurden die \u00fcbrigen teile des Kreuzgangs gebaut und ab 1471 wurde mir dem Einbau des Winterrefektoriums begonnen, der dann 1513 abgeschlossen war. Aber auch in T\u00fcbingen, dort wurde nach der Abtretung des bisherigen Pfleghofs in der M\u00fcnzgasse <\/p>\n<dt>\n<p>an die Universit\u00e4t mit dem Bau des neuen Pfleghofs am \u00d6sterberg begonnen. Auf den \u00fcbrigen Pflegh\u00f6fen und in inkorporierten Kirchen wurde gebaut.<\/p>\n<dt>\n<p>Dann war Abt Bernhard an den \u00dcberlegungen zur Gr\u00fcndung der Universit\u00e4t T\u00fcbingen beteiligt. Daf\u00fcr wurde das Chorherrenstift aus Sindelfingen nach T\u00fcbingen transferiert und erhielt seinen Sitz an der T\u00fcbinger Kirche, die ja dem Kloster inkorporiert war.<\/p>\n<dt>\n<p>Der Bebenhausener Abt f\u00fchrte die Liste der Zeugen an in der p\u00e4pstlichen Bulle vom 13.November 1476 von Papst Sixtus IV. (1471-1484), die die Errichtung der Universit\u00e4t T\u00fcbingen betraf. (Urkunden zur Geschichte der Universit\u00e4t T\u00fcbingen aus den Jahren 1476 bis 1550 S. 11)<\/p>\n<dt>\n<p>Auch politisch war er t\u00e4tig. Er hat erstmals an den Landtagen und Pr\u00e4latentagen der Grafschaft W\u00fcrttemberg teilgenommen. <\/p>\n<dt>\n<p>Abt Bernhard starb am 11. Mai 1493.<\/p>\n<dt>\n<p>Sein Nachfolger wurde Johannes von Friedingen (1493-1534) aus dem niederadligen Geschlecht der Herren von Friedingen. Sein Vater geh\u00f6rte der w\u00fcrttembergischen Ministerialit\u00e4t an. Er l\u00e4sst sich 1451 und 1463 als w\u00fcrttembergischer Rat nachweisen.<\/p>\n<dt>\n<p>Johannes absolvierte gef\u00f6rdert von Abt Bernhard ein Studium an der Universit\u00e4t Heidelberg, wo er am 27. April 1478 immatrikuliert wurde. Er stand in Kontakt mit dem Bebenhausener M\u00f6nch Michael Textoris aus Sindelfingen, der ab 1471 in Heidelberg studierte, wohl auch gef\u00f6rdert<\/p>\n<dt>\n<p>von Abt Bernhard und vor der Jahreswende 1482\/83 Prior in Bebenhausen und bleibt dies bis 1488 und wird dann nochmals von 1493- 1500 als Prior in Bebenhausen genannt. Johannes studierte wohl zwischenzeitlich auch in T\u00fcbingen.<\/p>\n<dt>\n<p>Als akademischer Grad wurde ihm \u201cliberalium artium determinator\u201d zugesprochen. Er war wohl zeitweilig auch als Lehrer in Heidelberg eingesetzt.<\/p>\n<dt>\n<p>Am 05. Juni 1493 wurde er unter Vorsitz des Sch\u00f6nauer Vaterabtes Nikolaus I. von Neidenstein (1491\u20131501) und im Beisein der \u00c4bte Johannes I. Stantenat (1471\u20131494) von Salem, Johannes VI. Burrus (1491-1503) von Maulbronn und Bartholom\u00e4us (1485-1509) von Herrenalb zum<\/p>\n<dt>\n<p>Bebenhausener Abt gew\u00e4hlt. Die Abtsweihe am 25. August 1493 war ebenfalls ein gro\u00dfes Ereignis. Sie wurde dem neuen Abt vom Konstanzer Weihbischof Daniel Zehender (1473-1500) erteilt. Anwesend waren auch die \u00c4bte Georg II. Fischer (1474-1515) von Zwiefalten und<\/p>\n<dt>Blasius Scheltrup&nbsp; (1484\u20131503) Hirsau. Ebenfalls anwesend war Graf Eberhard im Bart mit&nbsp; Ulrich dem Sohn seines Cousins Heinrichs von W\u00fcrttemberg, dessen Vormund er war. Ulrich hie\u00df da noch Ytal Heinrich und war am Hofe Eberhards erzogen worden.  <\/p>\n<dt>Bei der Abtsweihe wurde der junge Graf auf den Namen Ulrich getauft, der sp\u00e4tere Herzog Ulrich von W\u00fcrttemberg. Au\u00dferdem wurde ihm die Firmung gespendet. Die \u00c4bte von Bebenhausen und von Hirsau waren die Firmpaten.  <\/p>\n<dt>Am 14. September 1493 bet\u00e4tigte das Generalkapitel die Wahl. Am 25. April 1494 wurde Kloster Bebenhausen visitiert. Das Kloster z\u00e4hlte 56 Chorm\u00f6nche, 6 Chornovizen und 4 Laienbr\u00fcder.  <\/p>\n<dt>Am 13. Januar&nbsp; 1494 verlieh Papst Alexander VI. (1492-1503) Abt Johannes das Recht, Inful Ring und andere Pontifikalkleidung zu tragen so wie niedere Weihen zu erteilen. (A 474 U 34)  <\/p>\n<dt>Im Orden war Friedrich gleich nach seiner Wahl immer wieder zu Visitationen, Schlichtungen und Untersuchungen herangezogen worden.  <\/p>\n<dt>1495 wurde Graf Eberhard zum Herzog von W\u00fcrttemberg erhoben. Abt Johannes schenkte ihm aus diesem Anlass&nbsp; einen goldenen Becher mit dem Wappen von Bebenhausen und Friedingen.  <\/p>\n<dt>Graf Eberhard im Bart hatte schon fr\u00fch versucht, seinen j\u00fcngeren gleichnamigen Vetter entgegen der Versprechungen des M\u00fcnsinger Vertrags von 1482 und Esslinger Vertrag 1492 <\/p>\n<dt>auf eine zuk\u00fcnftige Herrschaft in ganz W\u00fcrttemberg auf das Nachfolgerecht in seiner Herrschaft auf den alten Stuttgarter Landesteil zu begrenzen. Dazu wurde ein Regierungsrat der gesamtw\u00fcrttembergischen Landst\u00e4nde (1489 und Esslinger Vertrag 1492)  <\/p>\n<dt>eingerichtet. In dieses \u201cRegiment\u201d f\u00fcr seinen Vetter und sp\u00e4teren Nachfolger Herzog Eberhard II. (1496-1498) hatte&nbsp; Eberhard im Bart Abt Johannes berufen. Die Arbeit des Abtes im Regiment scheint durchaus gew\u00fcrdigt worden zu sein. So schenkte ihm die Stadt  <\/p>\n<dt>Schw\u00e4bisch Hall 1496 ein Kruzifix f\u00fcr das der Goldschmied 8 Gulden 5 Schilling erhalten hatte. Das sind etwa 1.151 \u20ac,&nbsp; die Kaufkraft in dieser Zeit d\u00fcrfte allerdings bei etwa 3450 \u20ac gelegen sein, ein durchaus wertvolles Geschenk also (Walther BUDER, Beitr\u00e4ge zur Baugeschichte des Chors der Michaelskirche in Hall (W\u00fcrttVjhhLdG NF 31. 1922-1924 S. 195). Abt Johannes hat eine beachtliche Rolle in der Landespolitik gespielt. Er war im Regiment auch bei der Absetzung von Herzog Eberhard II. 1498 t\u00e4tig. Von 1498 bis 1503 f\u00fchrte der Regimentsrat die Regierung f\u00fcr den minderj\u00e4hrigen Herzog Ulrich. Er setzte sich aus 4 Pr\u00e4laten, 4 Edelleuten und 4 St\u00e4dtevertretern zusammen. Er \u00fcbte sein Amt zusammen mit dem Zwiefaltener Abt Georg Fischer aus. Es war wohl ziemlich zeitaufwendig gewesen zu sein, denn einer von beiden \u00c4bten musste st\u00e4ndig in Stuttgart sein.  <\/p>\n<dt>So hatte Abt Johannes 1499 um Dispens zum Besuch des Generalkapitels gebeten und diese auch erhalten.  <\/p>\n<dt>Kaiser Maximilian (1496-1519) \u00fcbernachtete am 30. Mai 1498 in Kloster Bebenhausen. Das war sicher ein H\u00f6hepunkt in der Regierungszeit von Abt Johannes. Der Kaiser befand sich auf der Reise von Ulm zum Reichstag nach Freiburg. Er kam von Reutlingen. Dort hatte er  <\/p>\n<dt>den unf\u00e4higen w\u00fcrttembergischen Herzog Eberhard II. abgesetzt. Er kam zweifellos gezielt zu einem politischen&nbsp; Gespr\u00e4ch mit Abt Johannes nach Bebenhausen. Die Rolle von Abt Johannes war auch am Kaiserhof bekannt.  <\/p>\n<dt>Als herzog Ulrich 1503 die Regierungsgesch\u00e4fte \u00fcbernahm, zog sich Abt Johannes mehr und mehr zur\u00fcck. Eine gewisse Distanz zeigt sich schon in der Tatsache, dass Abt Georg aus Zwiefalten und er 1503 zu verhindern suchten, dass die Landschaft Herzog Ulrich bei der  <\/p>\n<dt>Regierungs\u00fcbernahme 6000 Gulden verehrte. Ein Konflikt zeigte sich auch bei der strittigen Abtswahl 1504 in Maulbronn. Dort wurde Johanes V. Riescher zwar am 4. September gew\u00e4hlt. Aber Ulrich erkannte ihn nicht an, so dass Johannes am 21. Oktober resignierte.  <\/p>\n<dt>Mit Michael Scholl wurde dann am 21. Oktober 1504 in Maulbronn ein neuer Abt gew\u00e4hlt.  <\/p>\n<dt>Abt Johannes trat dann nur noch bei zeremoniellen Anl\u00e4ssen in der Umgebung von Herzog Ulrich auf, so bei der Trauerfeier f\u00fcr Herzog Albrecht IV. von Bayern, den Vater von Sabine, die Ulrich 1511 heiratete. Bei der Hochzeit am 2. M\u00e4rz 1511 in Stuttgart war der Abt  <\/p>\n<dt>ebenfalls anwesend. Als Herzog Ulrich 1519 aus W\u00fcrttemberg vertrieben wurde, erschien Abt Johannes sofort wieder in den Quellen. Er siegelte den Landtagsabschied vom 11. M\u00e4rz 1520 f\u00fcr die Pr\u00e4laten, wo der T\u00fcbinger Vertrag in wesentlichen Grundz\u00fcgen best\u00e4tigt wurde.  <\/p>\n<dt>Der Schw\u00e4bische Bund hatte W\u00fcrttemberg zur Finanzierung der Kriegskosten an Habsburg verkauft. Karl V. (1519-1556) trat W\u00fcrttemberg an seinen Bruder Erzherzog Ferdinand (ab 1521 Erzherzog von \u00d6sterreich und Herrscher in den Erblanden). Dieser zog am am 23. Mai 1522  <\/p>\n<dt>feierlich in Stuttgart ein und nat\u00fcrlich war Abt Johannes in vollem Ornat dabei. So lange \u00d6sterreich w\u00fcrttembergisch war, also bis zur Wiedereroberung des Landes, hatten die Landst\u00e4nde eine starke Stellung im Land. Die Pr\u00e4laten und damit Abt Johannes spielten eine wichtige  <\/p>\n<dt>Rolle im Landtag. Die Mitwirkung der Pr\u00e4laten im Landtag ist bis 1534 immer wieder belegt. Er war auch auf den Landtagen des Jahres 1525 dabei. Das war das Jahr des Bauernkrieges, bei dem Kloster Bebenhausen gro\u00dfen Schaden erlitt.  <\/p>\n<dt>Am 24. April \u00fcberfielen aufst\u00e4ndische Bauern aus dem G\u00e4u unter F\u00fchrung von Leonhard Schwarz aus Dagersheim, heute ein Ortsteil von B\u00f6blingen, verst\u00e4rkt durch den Schwarzw\u00e4lder Haufen Kloster Hirsau und pl\u00fcnderten es. Das Kloster bezifferte den Schaden auf&nbsp; 1600 Gulden,  <\/p>\n<dt>das sind knapp 230.000 \u20ac. Sie zogen weiter nach Calw und forderten die Stadt auf, sich ihnen anzuschlie\u00dfen, wurden aber abgewiesen. Dann fielen sie in Bebenhausen ein und kamen dort am 1. Mai an. Die Zimmersche Chronik sagt, dass sie dort acht Tage lang \u201cmit Fressen und Saufen\u201d hausten.  <\/p>\n<dt>Abt Johannes berichtet, dass Leonhard aus Dagersheim mit einem F\u00e4hnlein von 50 Mann zur\u00fcckgeblieben ist. und zieht das Fazit \u201cDas Volk hat viel Schaden getan\u201c . Im Kloster waren vor allem in der Bibliothek gro\u00dfe Sch\u00e4den angerichtet worden.  <\/p>\n<dt>Sch\u00e4den waren auch in den Klosterd\u00f6rfern und an einzelnen Klosterh\u00f6fen, ganz besonders in Stuttgart entstanden  <\/p>\n<dt>Im M\u00e4rz 1526&nbsp; weilte Erzherzog Ferdinand zu Bu\u00df\u00fcbungen im Kloster Bebenhausen. Noch heute erinnert eine Inschrift im Studierzimmer der Klosterbibliothek, auch Ferdinandzimmer genannt, daran. Auch Kaiser Karl V. \u00fcbernachtete eine Nacht im Kloster Bebenhausen.  <\/p>\n<dt>Am 27.\/28. November 1530 machte er&nbsp; zusammen mit seinem Bruder&nbsp; auf dem Weg vom Reichstag in Augsburg zur K\u00f6nigswahl Ferdinands nach K\u00f6ln in Bebenhausen Station.  <\/p>\n<dt>Abt Johannes war nicht nur ein engagierter Politiker. Er war auch der letzte gro\u00dfe Bauherr seines Klosters. in seiner Amtszeit wurden der Kreuzgang und das Winterrefektorium fertiggestellt, das Dorment und das Laienrefektorium wurden umgebaut und der\u201eNeue Bau\u201c f\u00fcr G\u00e4ste errichtet.  <\/p>\n<dt>Abt Johannes war ein erkl\u00e4rter Gegner der Reformation. Er hielt den Konvent zusammen. Bis 1534 trat nur ein M\u00f6nch zum neuen glauben \u00fcber und heiratete.Abt Johannes starb am 21. Dez. 1534 an einem Schlaganfall. Bei seinem Tode wurde mehr als die H\u00e4lfte des Konvents als katholisch bezeichnet und diese M\u00f6nche gingen 1535 ins Exil.  <\/p>\n<p>Herzog Ulrich hatte sich schon ab etwa 1523 der Reformation zugewandt. 1527 kam er beim protestantischen hessischen Landgrafen Philipp I.(1518-1567) in Marburg unter. 1531 war Philipp&nbsp; Mitbegr\u00fcnder des Schmalkaldischen Bundes, einem Verteidigungsb\u00fcndnis der protestantischen F\u00fcrsten<\/p>\n<dt>\n<p>unter F\u00fchrung von Kursachsen und Hessen. Im April 1534 zogen Philipp und Ulrich mit einem hessischen Heer nach W\u00fcrttemberg, um gegen \u00d6sterreich zu k\u00e4mpfen,unter dessen Statthalterschaft W\u00fcrttemberg ja seit der Vertreibung Ulrichs stand. In Lauffen am Neckar kam es am<\/p>\n<dt>\n<p>13. Mai 1534 zur Schlacht, die mit der Niederlage der \u00d6sterreicher endete. Die Niederlage leitete das Ende der \u00f6sterreichischen Statthalterschaft und die Wiedereinsetzung Herzog Ulrichs in W\u00fcrttemberg ein. Im Vertrag von Kaaden vom 29. Juni 1534 wurde Herzog Ulrich<\/p>\n<dt>\n<p>die Herrschaft in W\u00fcrttemberg wieder zugestanden. Herzog Ulrich begann sofort mit der Einf\u00fchrung der Reformation in W\u00fcrttemberg.<\/p>\n<dt>\n<p>Abt Johannes erkannte die Gefahr und ging, damals schon 76 Jahre alt,&nbsp; sofort mit der Barschaft, den Pretiosen, dem Kirchenger\u00e4t und den Archivalien anscheinend unmittelbar danach zun\u00e4chst au\u00dfer Landes, wohl ins nahe \u00f6sterreichische Rottenburg. Aber Herzog Ulrich bewog ihn,<\/p>\n<dt>\n<p>zur\u00fcckzukehren.&nbsp; Herzogliche Kommissare ordneten die sofortige Inventarisierung des Klostergutes an. Diese f\u00fchrte dann bald zur Ablieferung der Kircheng\u00fcter und in sp\u00e4teren Jahren zur S\u00e4kularisierung der Kl\u00f6ster. Dagegen protestierte er zusammen mit dem Konvent am<\/p>\n<dt>\n<p>17. Dezember 1534. Aber nur 4 Tage sp\u00e4ter, am 21.12. 1534 starb er an einem Schlaganfall.<\/p>\n<dt>\n<p>Ab dem 25. Dezember 1534 sollten auf alle Klosterpfarreien evangelische Pfarrer und Prediger berufen werden, auch in den inkorporierten Pfarreien von Bebenhausen. Die M\u00f6nche machten noch den Versuch, einen neuen Abt zu w\u00e4hlen. Aber Ulrich lehnte dies ab.<\/p>\n<dt>\n<p>Er wollte einen Adligen an die Klosterspitze setzen.mit Hans Schmeltz, der in T\u00fcbingen und Wittenberg studiert hatte setzte er eine Lesemeister ein.<\/p>\n<dt>\n<p>Am 13. Juni 1535 unterschrieben 15 M\u00f6nche den damals \u00fcblichen Revers und quittierten \u00fcber ein j\u00e4hrliches Leibgeding von 40 Gulden. 5 Konventuale wurden an der Universit\u00e4t T\u00fcbingen immatrikuliert, unter ihnen Johannes Mendlin. Er wurde sp\u00e4ter Professor f\u00fcr<\/p>\n<dt>\n<p>Logik und Dialektik. Er war mehrfach auch Dekan der Artistenfakult\u00e4t sowie 1565 Rektor. Die beim alten Glauben gebliebenen M\u00f6nche blieben zun\u00e4chst im Kloster. Herzog Ulrich hat sich bei einem Besuch wohl um sie bem\u00fcht.<\/p>\n<dt>\n<p>Der Reformator Ambrosius Blarer hat wohl auch mit ihnen verhandelt . Der Plan der Regierung war, die Bebenh\u00e4user M\u00f6nche zusammen mit anderen katholisch gebliebenen M\u00f6nchen aus dem Lande in ein Sammelkloster mit reformatorischen Predigern und Lesemeistern zu versetzen. <\/p>\n<dt>\n<p>Dagegen wehrte sie sich erfolgreich. Die Mehrheit ging dann nach Salem. Abt war dort Johannes III. Fischer (1534\u20131543), der gleichzeitig Ordenskommissar f\u00fcr Oberdeutschland&nbsp; war.<\/p>\n<dt>\n<p>Ein Teil der M\u00f6nche wurden dann in andere Kl\u00f6ster geschickt, in den Personalmangel herrschte. In Kloster Stams wurde der Reformversuch wichtig, den Bebenhausener M\u00f6nche dort auf Veranlassung des Regiments von <br \/>Innsbruck&nbsp; unternommen hatten, unter ihnen Prior Leonhard Jo\u00df , der sp\u00e4tere Abt von Tennenbach&nbsp; Sebastian Lutz, sp\u00e4ter Abt in Bebenhausen.<\/p>\n<dt>\n<p>Im Herbst 1547 fand in Augsburg der Reichstag statt, der dann als \u201c Genarnischter Reichstag\u201d in die Geschichte einging. 1548 wurde das \u201cInterim\u201d im Juni 1548 mit reichsabschied als Gesetz erlassen. Es sollte f\u00fcr eine \u00dcbergangszeit die kirchlichen Verh\u00e4ltnisse ordnen, bis<\/p>\n<dt>\n<p>ein allgemeines Konzil \u00fcber die Wiedereingliederung der Protestanten in die katholische Kirche entschieden h\u00e4tte. \u00a7 10 des Abschieds legte fest, dass den&nbsp; Reichsst\u00e4nden, die bis dato in der Religion keine Ver\u00e4nderung vorgenommen h\u00e4tten, anbefohlen wird, dies auch k\u00fcnftig zu unterlassen; diejenigen hingegen, die bereits Ver\u00e4nderungen in der Religion vorgenommen h\u00e4tten, haben nunmehr entweder g\u00e4nzlich zu den alten Gebr\u00e4uchen zur\u00fcckzukehren oder aber das Interim umzusetzen. Mit dem Vertrag von Kaaden hatte Ulrich W\u00fcrttemberg nur als habsburgisches Afterlehen inne. Nat\u00fcrlich wurde<\/p>\n<dt>\n<p>ein Gutachten erstellt, das die Schriftm\u00e4\u00dfigkeit ablehnte und Ulrich und bat um Verschonung vom Interim. Dem politischen und milit\u00e4rischen Druck hatte er aber wenig entgegenzusetzen. <br \/>In der Praxis bedeutete dies, dass 300-400 Pfarrer ihrer Stellung verlustig wurden und dass die Kl\u00f6ster restituiert wurden.<\/p>\n<dt>\n<p>So w\u00e4hlten am 17. November 1547&nbsp; 6 ehemalige Bebenhausener Konventualen Sebastian Lutz zum Abt von Bebenhausen. Damit war er aber noch lange nicht Abt. Erst musste er die Anspr\u00fcche des Konstanzer Domprobsts Johann Joachim Schad von Mittelbiberach, der eine p\u00e4pstliche Exspektanz auf die Abtei erwirkt hatte, abwehren.&nbsp; Er reiste dann wohl nach Augsburg, wo er sehr schwierige Verhandlungen mit dem Kardinallegaten Girolamo Verallo (Legat von 1445-47), der auf Seite des&nbsp; Konstanzer Dompropsst Johann Joachim Schad(t) von Mittelbiberach stand, zu f\u00fchren hatte. Dieser war vom Papst auf Bebenhausen providiert. Allerdings unterst\u00fctze Karl V. den gew\u00e4hlten Abt. Dieser forderte am 23. Dezember 1547 auch alle Untertanen des Klosters Bebenhausen auf, alle r\u00fcckst\u00e4ndigen und laufenden Abgaben, G\u00fclten Zinsen usw. an den&nbsp; \u201cder alten Ordnung gem\u00e4\u00df gew\u00e4hlten \u201c Abt Sebastian Lutz zu zahlen.<strong> <\/strong>A 474 U 39.<\/p>\n<dt>\n<p>Ein weiteres Problem gab es im Orden, denn Abt Sebastian konnte die schuldigen Konfirmationsgeb\u00fchren nicht bezahlen. Deshalb verweigerte Generalabt&nbsp; Jean XI. Loysier (1540-1559) ihm ebenso wie dem neuen Maulbronner Abt die Konfirmation. Erst nachdem die vorder\u00f6sterreichische<\/p>\n<dt>\n<p>Regierung in Ensisheim sich einschaltete wurde die Wahl am 15. M\u00e4rz 1548 . Damit Abt Sebastian aber nach Bebenhausen zur\u00fcckkehren konnte, musste sowohl mit Kaiser Karl V. als auch mit K\u00f6nig Ferdinand I. vor allem aber mit Herzog Ulrich verhandelt werden. Erst<\/p>\n<dt>\n<p>nach harten Verhandlungen mit diesem konnte Abt Sebastian mit seinem kleinen Konvent wieder in Bebenhausen einziehen.<\/p>\n<dt>\n<p>Dort war die Kirche teilweise abgebrochen. Um die Kirche herum standen Pferdest\u00e4lle. Die R\u00e4ume der Abtei dienten nun dem Herzog. Auch da musste wieder verhandelt werden, dass der Abt dort einziehen konnte. Ebenso musste um die Eink\u00fcnfte des Klosters gerungen werden.<\/p>\n<dt>\n<p>Bei der Aus\u00fcbung der Patronatsrechte und Pfarrbesetzungsrechte blieb der Herzog hart, denn er wollte die Einf\u00fchrung der Reformation nicht gef\u00e4hrden. Die Klosterordnung von Herzog Christoph (1550-1568), der seinem Vater Ulrich nach dessen Tod nachgefolgt war, <\/p>\n<dt>\n<p>war ein entscheidender Einschnitt f\u00fcr alle restituierten Kl\u00f6ster. Im Passauer Vertrag von 1552 hatte er schon eine Aufhebung des Interims erreichen k\u00f6nnen. Er erlie\u00df eine Reihe umfangreicher \u201cOrdnungen\u201d und organisierte die gesamte Staats- und Kirchenverwaltung neu.<\/p>\n<dt>\n<p>Die 1547 rekatholisierten Kl\u00f6ster wurden der landesherrlichen Verwaltung unterstellt. Das kl\u00f6sterliche Leben wurde auf die Grundlage des evangelischen Bekenntnisses gestellt. In den Kl\u00f6stern wurden 13 Klosterschulen mit humanistischen Bildungsidealen eingerichtet.<\/p>\n<dt>\n<p>sie sollten der Ausbildung theologischen Nachwuchses dienen. In das Kloster Bebenhausen zogen nun 32 evangelische Klostersch\u00fcler und zwei Pr\u00e4zeptoren ein.<\/p>\n<dt>\n<p>Nach alldem scheint Abt Sebastian amtsm\u00fcde geworden zu sein. Am 11. Januar 1560 resignierte er. Er behielt Recht und Pflicht der W\u00fcrde eines Abtes, auch den Sitz in der Landschaft. Er erhielt 500 Gulden j\u00e4hrliche Pension so wie einige Naturalleistungen au\u00dferdem <\/p>\n<dt>\n<p>den Wohnsitz im T\u00fcbinger Pfleghof. Er starb am 15. November 1560 und wurde in der Stiftskirche in T\u00fcbingen beigesetzt.<\/p>\n<dt>\n<p>Der gr\u00f6\u00dfte Teil des katholisch gebliebenen Konvents ging ins Zisterzienserkloster Pairis im Elsass.<\/p>\n<dt>\n<p>Auf Abt Sebastian&nbsp; folgte Eberhard Bidenbach als erster evangelischer Abt. Es folgten insgesamt 20 evangelische \u00c4bte bis 1810 (siehe Abtsliste am Ende)<\/p>\n<dt>\n<p>Die katholische Geschichte des Klosters ist noch nicht ganz zu Ende.<\/p>\n<dt>\n<p>Im Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg stand Kaiser Ferdinand (1619-37) nach den Siegen der kaiserlichen und katholischen Truppen zwischen 1618 und 1628 auf dem H\u00f6hepunkt seiner Macht.<\/p>\n<dt>\n<p>Er erlie\u00df am 6. M\u00e4rz 1629 das Restitutionsedikt. Damit sollten alle geistlichen G\u00fcter, die von Protestanten nach dem Augsburger Religionsfrieden von 1555 eingezogen worden waren,<\/p>\n<dt>\n<p>wieder den Katholischen zugef\u00fchrt werden. Das h\u00e4tte bedeutet, dass um die 500 Kl\u00f6ster und ein dutzend F\u00fcrstbist\u00fcmer an die katholische Kirche zur\u00fcckgegeben h\u00e4tten werden m\u00fcssen.<\/p>\n<dt>\n<p>Einige Bist\u00fcmer und Kl\u00f6ster wurden zwar zur\u00fcckgegeben. Aber die Gefahr eines m\u00e4chtigeren und st\u00e4rker zentralisierten Reiches provozierten die Gegenspieler der Habsburger zur Invasion, sowohl das protestantische Schweden (1531) als auch das katholische Frankreich (1534). <\/p>\n<dt>\n<p>Im Herzogtum W\u00fcrttemberg wurden 50 Kl\u00f6ster restitutiert. Schon 1630 musste Kaiser Ferdinand der \u00dcberpr\u00fcfung des Edikts zustimmen und 1635 nach dem Prager Frieden wurde das Edikt f\u00fcr 40 Jahre au\u00dfer Kraft gesetzt.<\/p>\n<dt>\n<p>Das Kloster Salem \u00fcbernahm in Ausf\u00fchrung des Restitutionsedikt die Wiederbesiedlung von Kloster Bebenhausen. Der Prior des Klosters Salem Dr. theol. Joachim M\u00fcller f\u00fchrte die kleine Kolonie Salemer M\u00f6nche an, die am 8.\/ 18. September 1630 mit seinen Mitbr\u00fcdern unter milit\u00e4rischem<\/p>\n<dt>\n<p>Schutz&nbsp; das Kloster wieder bezogen. Er wollte die evangelischen Pfarrer in den inkorporierten Kirchen des Klosters vertreiben, scheiterte damit aber am widerstand der Bev\u00f6lkerung und vor allem der w\u00fcrttembergischen Beh\u00f6rden. Schwierig war es auch, die Eink\u00fcnfte des Klosters wieder zu sichern.<\/p>\n<dt>\n<p>Er konnte hier allerdings eine g\u00fcnstige Rechtslage ausn\u00fctzen. Am 5. September 1631 fand in Frankfurt der \u201cKompositionstag\u201d statt. Das waren Verhandlungen zwischen den protestierenden und den katholischen Reichsst\u00e4nden wegen des kaiserlichen Restitutionsedikts und der Wiederherstellung des Friedens im deutschen Reich. Die Protestanten verlangten, dass das Restitutionsedikt wieder aufgehoben wurde und das Jahr 1620 zur Norm des rechtm\u00e4\u00dfigen Besitzes angenommen werden soll. Katholischerseits beharrte man fest auf dem Restitutionsedikt. Da keine Seite nachgab, wurden die Verhandlungen abgebrochen und die Delegationen reisten ab. Im Sp\u00e4therbst 1631 brach die kaiserliche Macht zusammen. Abt Joachim floh nach Salem. Nach dem Sieg in der Schlacht von N\u00f6rdlingen am 5.September 1634 reiste Abt Joachim wohl gleich nach Rottenburg. Der Salemer Abt <\/p>\n<dt>\n<p>Thomas I. Wunn (1615\u20131647 ) rief Johannes aber wieder nach Salem zur\u00fcck. Erst am 16. O<\/p>\n<dt>\n<p>ktober 1634 kehrte Abt Johannes nach Bebenhausen zur\u00fcck. Kaiser Ferdinand III.(1637-1657) setzte ihn am 22. November 1634 in Bebenhausen als Abt ein.<\/p>\n<dt>\n<p>Er nahm mehrfach an Reichstagen teil. ab 1641 verschlechterte sich sein Zustand. Er war \u00fcberwiegend im Pfleghof in T\u00fcbingen. Als sich 1648 das Ende von Kloster Bebenhausen abzeichnete, zog er mit seinem Konvent in den T\u00fcbinger Pfleghof.<\/p>\n<dt>\n<p>Als sich 1649 herausstellte, dass eine R\u00fcckkehr nach Bebenhausen nicht mehr m\u00f6glich war, erhielt er das Klostergut Kirchberg, die Sommerresidenz der Salemer \u00c4bte zugewiesen. Schlie\u00dflich konnte er die Hofmeisterie nicht mehr versorgen.<\/p>\n<dt>\n<p>Der Salemer Abt setzte ihm 1658 eine j\u00e4hrliche Pension aus. Er starb am 21. Mai 1663.<\/p>\n<dt>\n<p>Die evangelische Klosterschule bestand bis 1807 und wurde dann mit der Klosterschule Maulbronn vereinigt. Das Kloster wurde s\u00e4kularisiert. Es war dann Jagdschloss der W\u00fcrttembergischen Landesherren.<\/p>\n<dt>\n<p>Als K\u00f6nig Wilhelm II. von W\u00fcrttemberg 1918 abdankte, zogen er und seine Frau Charlotte sich zun\u00e4chst&nbsp; von den Unruhen in Stuttgart nach Bebenhausen zur\u00fcck. Nach Wilhelms Tod im Oktober 1921 zog Charlotte nach Schloss Bebenhausen, wo sie lebenslanges<\/p>\n<dt>\n<p>Wohnrecht hatte. Sie starb am 16. Juli 1946.<\/p>\n<dt>\n<p>Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden in Bebenhausen Landtag und Landesverfassung des Landes W\u00fcrttemberg-Hohenzollern begr\u00fcndet. F\u00fcr den Landtag von W\u00fcrttemberg-Hohenzollern wurden Teile der Abtei als Archiv und Depot genutzt.<\/p>\n<dt>\n<p>Die Kloster-und Schlossanlage wird heute von &#8222;Schl\u00f6sser und G\u00e4rten&#8220; im Finanzministerium verwaltet. sie ist f\u00fcr Besucher ge\u00f6ffnet. Im ehemaligen Abtshaus ist die Landesforstdirektion untergebracht. Die Kirche wird von der evangelischen Kirchengemeinde genutzt.<\/p>\n<dt>&nbsp; <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<dt>\n<h4>Liste der \u00c4bte des Klosters Bebenhausen<\/h4>\n<p>1. Diepold 1190\u20131196  <\/p>\n<p>2. Enzmann  <\/p>\n<p>3. Erkinbert  <\/p>\n<p>4. Walther -1211  <\/p>\n<p>5. Ludwig 1211  <\/p>\n<p>6. Bruno 1216  <\/p>\n<p>7. Berthold I. \u20131223  <\/p>\n<p>8. Konrad 1225, 1228  <\/p>\n<p>9. Hermann ca.1230  <\/p>\n<p>10. Petrus ca.1240\/43  <\/p>\n<p>11. Rudolf 1243\u2013  <\/p>\n<p>12. Berthold II. 1245, 1262  <\/p>\n<p>13. Eberhard aus Reutlingen 1266, 1279  <\/p>\n<p>14. Friedrich 1281, -1299  <\/p>\n<p>15. Lupold aus Esslingen 1299\u20131300  <\/p>\n<p>16. Friedrich (2. Mal) 1300\u20131303  <\/p>\n<p>17. Ulrich aus Esslingen 1303\u20131320  <\/p>\n<p>18. Konrad von Lustnau 1320\u20131353  <\/p>\n<p>19. Heinrich aus Rottenburg am Neckar 1353\u2013ca.1356  <\/p>\n<p>20. Werner von Gomaringen ca.1356\u20131393  <\/p>\n<p>21. Peter von Gomaringen 1393\u20131412  <\/p>\n<p>22. Heinrich von Hailfingen 1412\u20131432  <\/p>\n<p>23. Reinhard von H\u00f6fingen 1432\u20131456  <\/p>\n<p>24. Johannes aus Deckenpfronn 1456\u20131460  <\/p>\n<p>25. Werner Gl\u00fcttenhart aus T\u00fcbingen 1461\u20131471  <\/p>\n<p>26. Bernhard Rockenb(a)uch aus Magstadt 1471\u20131493  <\/p>\n<p>27. Johann von Fridingen1493\u20131534 <\/p>\n<dt>\n<h5>Reformation &amp; Augsburger Interim<\/h5>\n<p>28. Sebastian Lutz genannt Hebenstreit, aus T\u00fcbingen 1547\u20131561 <\/p>\n<dt>\n<h5>Drei\u00dfigj\u00e4hriger Krieg<\/h5>\n<p>29. Joachim M\u00fcller, aus Pfullendorf 1630\u20131649 <\/p>\n<dt>\n<p>(nach <\/p>\n<h5>Evangelische \u00c4bte der Klosterschule<\/h5>\n<p>Eberhard Bidenbach 1560\u20131597 <\/p>\n<dt>\n<p>Johannes Stecher 1597\u20131611<\/p>\n<dt>\n<p>Andreas Grammer 1611\u20131612<\/p>\n<dt>\n<p>Georg Schropp 1612 <\/p>\n<dt>\n<p>Lucas Osiander der J\u00fcngere 1612\u20131616<\/p>\n<dt>\n<p>Jakob Hailbronner 1616\u20131618)<\/p>\n<p>Johannes Magirus 1619\u20131626<\/p>\n<\/dt>\n<dt>\n<p>Daniel Hitzler 1626\u20131630<\/p>\n<\/dt>\n<dt>\n<p>Heinrich Wieland 1633\u20131634<\/p>\n<\/dt>\n<dt>\n<p>Johann Valentin Andreae 1650\u20131654 <\/p>\n<dt>\n<p>Johann Jakob Hainlin 1654\u20131660<\/p>\n<dt>\n<p>Johann Konrad Zeller 1660\u20131683<\/p>\n<dt>\n<p>Josef Kappell 1683\u20131689<\/p>\n<dt>\n<p>Johann Andreas Hochstetter 1689\u20131720 <\/p>\n<dt>\n<p>Christian Hochstetter 1720\u20131732) <\/p>\n<dt>\n<p>Christoph Friedrich Stockmaier 1733\u20131748 <\/p>\n<\/dt>\n<dt>\n<p>Christoph Friedrich Stockmaier (Sohn) 1748\u20131782<\/p>\n<p>Johann Christian Volz&nbsp; 1783<\/p>\n<p>Georg Gottfried Dapp 1783\u2013180) <\/p>\n<\/dt>\n<dt>\n<p>August Friedrich B\u00f6k 1807\u20131810<\/p>\n<\/dt>\n<dt>\n<p>(nach wikipedia)<\/p>\n<\/dt>\n<ul>\n<li><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/c\/c5\/Klosten_Bebenhausen_Sommerrefektoriom_Gew%C3%B6lbe_2_optimized.jpg\/220px-Klosten_Bebenhausen_Sommerrefektoriom_Gew%C3%B6lbe_2_optimized.jpg\" width=\"220\" height=\"293\"><br \/>&nbsp;<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Erste Spuren des kleinen Dorfes Bebenhausen gehen ins fr\u00fche Mittelalter zur\u00fcck. Arch\u00e4ologische Spuren verweisen auf einen Friedhof und auch eine Pfarrkirche existierte schon in vorkl\u00f6sterlicher Zeit. Schon in r\u00f6mischer Zeit trafen hier zwei r\u00f6mische Stra\u00dfen zusammen, die von Norden und Westen kamen. 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