{"id":283,"date":"2010-12-22T12:41:33","date_gmt":"2010-12-22T12:41:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/?p=283"},"modified":"2017-02-23T15:29:48","modified_gmt":"2017-02-23T15:29:48","slug":"johann-baptist-pflug","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/?p=283","title":{"rendered":"Johann Baptist Pflug"},"content":{"rendered":"<p>geboren am 13. Februar 1785 in Biberach an der Riss, damals noch schw\u00e4bische Reichsstadt, danach w\u00fcrttembergische Oberamtsstadt. Pflug zeigte s<a href=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/220pxJohannbaptistpflug.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"display: inline; margin-left: 0px; margin-right: 0px; border: 0px;\" title=\"220px-Johann-baptist-pflug\" src=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/220pxJohannbaptistpflug_thumb.jpg\" alt=\"220px-Johann-baptist-pflug\" width=\"163\" height=\"244\" align=\"right\" border=\"0\" \/><\/a>chon fr\u00fch sein Talent zum Zeichnen und Malen. Er zeichnete durchziehende Soldaten und verkaufte die Bilder an seine Klassenkameraden und verdiente sich so ein kleines Taschengeld. Er zeigte auch viel Freude an Musik und Gesang und wurde fr\u00fch bei den \u201cSingknaben\u201d in Biberach aufgenommen. 1797 wurde er Mitglied der Chorknaben des Benediktinerstifts Weingarten, was ihm die M\u00f6glichkeit bot, kostenfrei die Klosterschule zu besuchen und sich auf den geistlichen Stand vorzubereiten. Die durchziehenden Truppen, der Blutritt, die Prozessionen, die Passionspiele boten ihm reichlich Anregung. Allerdings wurde 1803 die Reichsabtei aufgehoben, so dass die Aussicht auf ein Weiterstudium zun\u00e4chst beendet war. Er musste zur\u00fcck nach Biberach und dort auf Dr\u00e4ngen seiner Eltern eine Bortenmacherlehrer beginnen. In seiner Freizeit malte er aber weiter. Doch sein Geschick wendete sich wieder. Auch das Reichsstift Buchau war aufgehoben worden. Der dort t\u00e4tige Geheimrat Scheffold lebte nach der Aufhebung des Stifts in Biberach. Bei einem Besuch bei Pflugs Eltern sah er auch Bilder von Johann Baptist und erkannte das Talent des jungen Mannes. Er bewog die Eltern, ihn bei seinem Vater, einem Kirchenmaler in die Lehrer zu geben. Er selbst\u00a0 unterrichtete ihn in der Theorie des Malens. Auch hatte er Zugang zu Scheffolds Gem\u00e4ldesammlung, in der sich auch Bilder eines Freiburger Genremalers Hermann befanden. Auch zur Stadionschen Galerie im Schloss Warthauesen hatte er Zugang. Er kopierte fr\u00fch Bilder und so konnte er bald Reisen machen. Im Jahre 18o6 ging er zur weiteren Ausbildung nach M\u00fcnchen. Dort wurde er als Z\u00f6gling in die Akademie der bildenden K\u00fcnste aufgenommen. Tags\u00fcber wurde nach der Antike, abends am lebenden Modell gezeichnet.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/91pxNeu_und_Altwrttemberg.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"display: block; float: none; margin-left: auto; margin-right: auto; border: 0px;\" title=\"91px-Neu-_und_Altw\u00fcrttemberg\" src=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/91pxNeu_und_Altwrttemberg_thumb.jpg\" alt=\"91px-Neu-_und_Altw\u00fcrttemberg\" width=\"95\" height=\"124\" border=\"0\" \/><\/a><\/p>\n<p>Neu-und Altw\u00fcrttemberg<\/p>\n<p>Er hatte auch Zugang zur Gem\u00e4ldegalerie. Dort waren zahlreiche Niederl\u00e4nder vertreten. Er selbst schwankte kurz zwischen Historien- und Genremalerei, befasste sich aber bald stark mit den Niederl\u00e4ndern wie Teniers, Ostade und Brouwer. Er fertigte Kopien an und erhielt auch bald in M\u00fcnchen Auftr\u00e4ge, wodurch er seinen Aufenthalt in M\u00fcnchen verl\u00e4ngern konnte. Allerdings machten die unruhigen, kriegerische Zeiten vor M\u00fcnchen nicht halt, so da\u00df er 1809 nach Biberach zur\u00fcckkehrte. Er wollte dann auf Reisen gehen, z.B. nach Wien. 1810 wurde er als Zeichenlehrer in Biberach angestellt. Er hatte nun eine gesicherte Existenz und trotzdem noch genug Zeit, sich um die Kunst zu k\u00fcmmern.<\/p>\n<p>1812 heiratete er Theresia\u00a0 K\u00e4ufer, die ehemalige Kammerzofe der letzten F\u00fcrst\u00e4btissin von Buchau, Gr\u00e4fin Maximiliana von Stadion. Im kleinst\u00e4dtischen Umfeld fand er genug Anregungen und Motive f\u00fcr seine Malerei. Auch hatte er noch genug Erinnerungen an die bewegten Kriegszeiten seiner Jugend. Soldatenbilder f\u00fcllten seine Skizzenb\u00fccher. Beim Kriegsvolk machte er sich bald einen Namen<\/p>\n<p>und viele Offiziere lie\u00dfen sich von ihm malen oder kauften fertige Bilder von ihm.<a href=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/120pxSchlacht_bei_Biberach.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"display: inline; margin-left: 0px; margin-right: 0px; border: 0px;\" title=\"120px-Schlacht_bei_Biberach\" src=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/120pxSchlacht_bei_Biberach_thumb.jpg\" alt=\"120px-Schlacht_bei_Biberach\" width=\"124\" height=\"88\" align=\"right\" border=\"0\" \/><\/a> Eine Reihe Kriegsszenen und Gefechtsbilder entstanden. Als die Zeiten ruhiger wurden und der Kriegsl\u00e4rm allm\u00e4hlich verebbte, kam mit der R\u00e4uber-und Franzosenzeit ein neues Thema auf, das ihn fesselte.<\/p>\n<p>Er war auf den \u201cMalefizschenken\u201d Reichsgraf Franz Ludwig Schenk von Castell aufmerksam geworden, der in Oberdischingen sein Jauner und Gaunerschloss hatte. Xaver Hohenleitner aus Rummelsried bei Augsburg im Volksmund bekannt als \u201cSchwarzer Vere\u201d faszinierte ihn und er malte ihn und seine Bande zehn Mal.Die Bilder sind im Biberacher Museum und in den Wolfeggschen Sammlungen.<\/p>\n<p>Auch verfasste er seine Erinnerungen\u00a0 \u201cAus der R\u00e4uber-und Franzosenzeit\u201d<a href=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/120pxPflug__Schwarzer_Veri.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"display: block; float: none; margin-left: auto; margin-right: auto; border: 0px;\" title=\"120px-Pflug_-_Schwarzer_Veri\" src=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/120pxPflug__Schwarzer_Veri_thumb.jpg\" alt=\"120px-Pflug_-_Schwarzer_Veri\" width=\"124\" height=\"80\" border=\"0\" \/><\/a>Sein Hauptfeld aber war die Genremalerei. Auf Kirchweihen, Hochzeiten, Jahrm\u00e4rkten und Tanzvergn\u00fcgungen fand er seine Motive. Auch K\u00f6nig\u00a0 Wilhelm von W\u00fcrttemberg z\u00e4hlte zu seinen Auftraggebern, der den Humor in Pflugs Bildern sch\u00e4tzte. Im Alter machte ihm ein Augenleiden zu schaffen, so dass er nicht mehr viel malen konnte.<\/p>\n<p>Am 30. Mai 1866 verstarb er in Biberach. Seine Bilder, sehr viele davon im Biberacher Museum, sind auch heute noch eine reiche Quelle zur oberschw\u00e4bischen Volkskunde und lassen die \u201cgute Alte Zeit\u201d lebendig werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>geboren am 13. Februar 1785 in Biberach an der Riss, damals noch schw\u00e4bische Reichsstadt, danach w\u00fcrttembergische Oberamtsstadt. Pflug zeigte schon fr\u00fch sein Talent zum Zeichnen und Malen. Er zeichnete durchziehende Soldaten und verkaufte die Bilder an seine Klassenkameraden und verdiente sich so ein kleines Taschengeld. 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