{"id":2048,"date":"2012-07-16T15:31:38","date_gmt":"2012-07-16T15:31:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/?p=2048"},"modified":"2012-07-16T15:35:05","modified_gmt":"2012-07-16T15:35:05","slug":"kloster-heiligkreuztal","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/?p=2048","title":{"rendered":"Kloster Heiligkreuztal"},"content":{"rendered":"<p align=\"center\"><a href=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/imagesCA2OZHPY.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; border-right-width: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: inline; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px; padding-top: 0px\" title=\"imagesCA2OZHPY\" border=\"0\" alt=\"imagesCA2OZHPY\" src=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/imagesCA2OZHPY_thumb.jpg\" width=\"180\" height=\"238\" \/><\/a><\/p>\n<p align=\"center\">&#160;<\/p>\n<p>Um 1140 lebte in dem Dorf Altheim eine Beginengesellschaft, wegen ihres Habits auch \u201cGraue Schwestern\u201d genannt. Das \u201cGrosse vollst\u00e4ndige Reallexikon aller Wissenschaften und K\u00fcnste\u201d von 1733<\/p>\n<p>gibt sogar an, dass dort 60 Nonnen gelebt h\u00e4tten. Andere Quellen erz\u00e4hlen auch, dass die Frauen unter Kriegswirren gelitten h\u00e4tten. Deshalb wandte sich diese Gesellschaft&#160; nun an den Abt von Salem, zu der Zeit Eberhard I. von Rohrdorf (1191-1240) und bat um <\/p>\n<p>Aufnahme in den Ordensverband der Zisterzienser. Dieser Bitte wurde 1204 stattgegeben und so kam Heiligkreuztal zu den schw\u00e4bischen Zisterzienserinnenkl\u00f6ster, die in kurzer Folge gegr\u00fcndet wurden.<\/p>\n<p>Ausf\u00fchrlicher ist das im Beitrag \u00fcber Kloster Baindt beschrieben.<\/p>\n<p>Konrad von Markdorf (1227, gefallen 1235 in einer Fehde gegen die Herren von Rh\u00e4z\u00fcns) verzichte auf seine angestammten Rechten auf ein Hofgut&#160; in dem Ort \u201cWasserschapf\u201d was auf den Quellreichtum des Ortes hindeutet.Konrad von Markdorf verzichtete auf den <\/p>\n<p>Grund. Die Schwestern kauften 1227 das Gut f\u00fcr 21 Mark Silber von dem Ritter Werner von Altheim.Aber erst eine gro\u00dfe finanzielle Schenkung des Grafen Egon von&#160; Gr\u00fcningen \u2013Landau, der urkundlich nicht genau fassbar ist, erm\u00f6glichte dann eine w\u00fcrdige<\/p>\n<p>Unterkunft. Graf Egons Schwester Hailwilgilde wurde erste \u00c4btissin des Klosters. Sie starb um 1240. Die Herren von Gr\u00fcningen-Landau nennen sich nach einer Burg, die oberhalb der Donau errichtet wurde und sind eng verwandt mit den Grafen von W\u00fcrttemberg.<\/p>\n<p>Eberhard Ritter von Landau hat die Grafschaft Landau \u00fcbrigens 1444 samt der Burg f\u00fcr 14409 Gulden an Truchsess Eberhard von Waldburg verkauft. Der Truchsess \u00fcberlie\u00df die Grafschaft dem Kloster, dieses lie\u00df die Burg niederrei\u00dfen. Aus dieser Grafschaft besa\u00df.<\/p>\n<p>das Kloster noch das Dorf Andelfingen. <\/p>\n<p>Die Stiftungsurkunde ist nicht mehr vorhanden. Die Totenregister des Klosters, aber auch die drei Hirschgeweihe im Klosterwappen weisen auf die Familie Landau hin. Graf Egon soll nun dem Kloster eine Reliquie, n\u00e4mlich einen Splitter vom Kreuz Jesu geschenkt <\/p>\n<p>haben, die er sich vom Kloster Reichenau verschafft habe. Das sei auch Anlass zur Umbenennung in Heiligkreuztal gewesen sein. Eine andere Herleitung des Namens ist ein Messingkreuz mit einem Christusbild, das bei der Gr\u00fcndung des Klosters von einem <\/p>\n<p>Wildschwein ausgegraben werden sein soll. Beide Reliquien waren um 1800 noch im Kloster vorhanden.<\/p>\n<p>Kommen wir wieder zu den geschichtlich fassbaren Fakten. 1233 nimmt Abt Wilhelm das Kloster in den Zisterzienserorden auf. Zu dieser Zeit war allerdings Gauthier d\u2019Orchies (1219-1236)Abt in Citeaux. In Urkunde 825 des WUB ist der Name entsprechend <\/p>\n<p>in Frater G. abge\u00e4ndert.<\/p>\n<p>K\u00f6nig Heinrich VII.(1222-1242) nimmt das neugegr\u00fcndete&#160; Kloster in einer am 15. Juni 1234 in N\u00fcrnberg ausgestellten Urkunde in seinen besonderen Schutz und zwar den Ort selbst und die Personen, mit allem was sie an zeitlichen G\u00fctern <\/p>\n<p>besitzen und er gew\u00e4hrt den Boten des Klosters zum Almosensammeln freies Geleit. Das illustriert auch die guten Beziehungen des Salemer Abtes Eberhard zu den Staufern.<\/p>\n<p>Das finanzielle Wohlergehen des jungen Klosters f\u00f6rdert auch Papst Gregor IX. (1227-1241)&#160; einer am 16.Juni 1237 in Viterbo ausgestellten Urkunde, in der er&#160; die Gl\u00e4ubigen der Erzdi\u00f6zese Mainz zu Spenden f\u00fcr das Kloster Heiligkreuztal auffordert, wo der Orden der<\/p>\n<p>Zisterzienser eine Kirche und ein Kloster neu errichtet haben \u201cecclesiam et claustrum inciperint de novo construere\u201d Am 3. M\u00e4rz 1238 stellt Papst Gregor eine Urkunde aus, in der den Abt, den Konvent und das Zentralkapitel des Zisterzienserordens beauftragt, <\/p>\n<p>Kloster Heiligkreuztal unter die Obhut des Zisterzienserabtes zu stellen. <\/p>\n<p>1241 schenken die Grafen Eberhard und Ulrich von W\u00fcrttemberg dem Kloster einen Hof in Enslingen.<\/p>\n<p>Am 21. Oktober 1242 weiht Bruder Johannes, Bischof und Meister des Predigerordens einen Altar und den Friedhof in Heiligkreuztal. Dies geschieht mit Einwilligung des Bischofs in Konstanz. Gleichzeitig ordnet er die j\u00e4hrliche Weihegedenkfeier mit Ablasserteilung <\/p>\n<p>auf den Sonntag nach dem St. Gallustag (16. Oktober)an.<\/p>\n<p>1243 schenkt Albert,genannt Schedel von Steu\u00dflingen seine Besitzungen in Andelfingen den Schwestern in Heiligkreuztal.<\/p>\n<p>Der \u00fcbern\u00e4chste Papst Innozenz IV.(1253-1254) nahm das Kloster in einer am 16. Dezember 1247 in Lyon ausgestellten Urkunde in seinen Schutz. Er best\u00e4tigte s\u00e4mtliche Besitzungen des <\/p>\n<p>Kloster, wobei er einige Orte namentlich angibt, wo die Besitzungen liegen, z.B. Altheim, Langenenslingen, Riedlingen,Markdorf usw.Vor allem aber wird das Kloster in all seinen Rechten, Freiheiten und Immunit\u00e4ten best\u00e4tigt. Es unterstand also nicht mehr<\/p>\n<p>der Gewalt des Bischofs und weltlicher Gerichte.Dies geschah in der Amtszeit der zweiten \u00c4btissin, Bertha Freiin von Justingen, die auf Hailwilgilde gefolgt war. Im Kloster kamen vor allem Adlige aus der n\u00e4heren Umgebung unter. So erhielt das Kloster auch rasch <\/p>\n<p>bedeutende Schenkungen und bl\u00fchte auf.<\/p>\n<p>Aber auch K\u00e4ufe standen statt. So kaufte das Kloster 1251 das Kloster die Besitzungen des Schwigger von Gundelfingen in Dollendorf.<\/p>\n<p>1252 \u00fcbertr\u00e4gt Ritter Wolfrad der J\u00fcngere von Veringen dem Kloster ihm \u00fcberlassene G\u00fcter in Huseberg.<\/p>\n<p>Der Konventsbau zog sich bis 1256 hin. Am 4. Juli 1256 erfolgte die feierliche Klosterweihe. Diese nahm der Augsburger Bischof Siboto von Seefeld (1227-1247) vor. <\/p>\n<p>Siboto war 1217 in die Zisterienzerabtei in Kaisheim eingetreten. Und so l\u00e4sst es sich erkl\u00e4ren dass der Konstanzer Bischof Eberhard II. seinem Augsburger Mitbruder, der 1227 Augsburger Bischof geworden war, den Vortritt lie\u00df, obwohl das Kloster in seinem <\/p>\n<p>Sprengel lag. Die Weihe erfolgte zu Ehren der Heiligen Jungfrau und des Kreuzes. Er ordnete die j\u00e4hrliche Feier des Einweihungsfestes an und erteilt f\u00fcr diesen Tag Abl\u00e4sse.<\/p>\n<p>1257 \u00fcberl\u00e4sst&#160; Abt Burkhard von der Reichenau dem Kloster Heiligkreuztal eine M\u00fchle in Altheim gegen einen j\u00e4hrlichen Wachszins.<\/p>\n<p>1263 erh\u00e4lt das Kloster von Anshelm von Justingen und Anselm von Wildenstein eine Schenkung in Neufra.<\/p>\n<p>Im Jahr 1266 baut das Kloster seine Besitzungen in Andelfingen aus und zwar kauft es vom Kapitel der Konstanzer Kirche,dem Dekan und Propst mit Einwilligung Bischof Eberhard einige H\u00f6fe um 23 Mark Silber. Au\u00dferdem kauft es von Anselm von Justingen dessen<\/p>\n<p>Andelfinger Besitzungen um 5 1\/2 Mark Silber. Ob es sich bei Anselm um einen Familienangeh\u00f6rigen der \u00c4btissin handelt, l\u00e4sst sich aus der Urkunde nicht ersehen, ist aber nicht von der Hand zu weissen, die \u00c4btissin ist zu der Zeit Bertha Freiin von Justingen.<\/p>\n<p>1267 erh\u00e4lt das Kloster weitere G\u00fcter in Andelfingen. Der Schenkende ist Graf Hartmann von Gr\u00fcningen. In diesem Jahr werden auch G\u00fcter in Wilflingen gekauft und zwar von der Familie von Veringen, von denen das Kloster ja schon 1252 Schenkungen erhalten hat.<\/p>\n<p>1270 ist der gesamte Ort Andelfingen wohl weitgehend im Besitz des Klosters. Graf Hartmann der \u00c4ltere hat den Ort mit dem Patronatsrecht mit allem Zubeh\u00f6r f\u00fcr 206 Mark Silber verkauft. Die Kirche in Konstanz wurde mit der \u00dcbertragung anderer Lehen f\u00fcr ihre<\/p>\n<p>Lehensrechte in Andelfingen entsch\u00e4digt.<\/p>\n<p>Auch in Hayingen kam das Kloster zu G\u00fctern.1271 schenkt Ulrich von Gundelfingen genannt von Otterswang Heiligkreuztal einen Hof. 1284 verkauft das Kloster mit Bewilligung seiner Visitatoren und des Abtes von Salems seine Besitzungen in Hayingen an<\/p>\n<p>den Abt und Konvent in Zwiefalten.<\/p>\n<p>1286 kauft das Kloster von Graf Hermann von Veringen dessen Besitzungen in Friedingen mit allem Zubeh\u00f6r und Rechten.<\/p>\n<p>1287 verkaufen die Herren von Gr\u00fcningen ihre G\u00fcter in Binzwangen an das Kloster.<\/p>\n<p>Im Jahr 1299 befiehlt Bischof Heinrich von Konstanz (1293-1306) allen Geistlichen seiner Di\u00f6zese den besonderen Schutz des Klosters Heiligkreuztal auf Grund der Bulle Gregors IX vom 4. M\u00e4rz 1238, deren Wortlaut in die Urkunde aufgenommen ist.<\/p>\n<p>Um 1315 wirkt ein Meister Konrad mit Laienbr\u00fcdern in Heiligkreuztal und erbaut eine dreischiffige, flachgedeckte Pfeilerbasilika. Diese wird 1319 von dem Konstanzer Bistumsverweser Johannes VI. geweiht. In der Zeit war der Konstanzer Bischofsstuhl vakant und <\/p>\n<p>erst mit Rudolf II. von Montfort besteigt 1322 wieder ein gew\u00e4hlter Bischof den Stuhl. In Heiligkreuztal war Helena Murzelerin \u00c4btissin, die von 1312-1326 regierte.<\/p>\n<p align=\"center\"><a href=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/220px-Johannesminne_Heiligkreuztal.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; border-right-width: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: inline; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px; padding-top: 0px\" title=\"220px-Johannesminne_Heiligkreuztal\" border=\"0\" alt=\"220px-Johannesminne_Heiligkreuztal\" src=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/220px-Johannesminne_Heiligkreuztal_thumb.jpg\" width=\"181\" height=\"244\" \/><\/a><\/p>\n<p>Eines der bekanntesten Kunstwerke des Klosters aus dieser Zeit ist die Johannesminne, die noch heute in der Kirche steht. Die Schnitzerei aus Nussbaum ist um 1310 von einem seeschw\u00e4bischen Meister geschaffen worden und war von einem Konstanzer K\u00fcnstler <\/p>\n<p>bemalt worden. Die Johannesminne war vor allem in oberschw\u00e4bischen Frauenkl\u00f6stern eines der beliebtesten Andachtsbilder. Es sind aber nur noch wenige erhalten. Zu den weiteren Kostbarkeiten z\u00e4hlt das sp\u00e4tgotische Kruzifix, das aus der Zeit um 1450 stammt <\/p>\n<p>und wohl von Hans Multscher f\u00fcr das Kloster Heiligkreuztal geschaffen wurde (Siehe auch Blog \u00fcber Hans Multscher).<\/p>\n<p align=\"left\"><a href=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/72_Kruzifix_jpg_240467.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; border-right-width: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: inline; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px; padding-top: 0px\" title=\"72_Kruzifix_jpg_240467\" border=\"0\" alt=\"72_Kruzifix_jpg_240467\" src=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/72_Kruzifix_jpg_240467_thumb.jpg\" width=\"196\" height=\"244\" \/><\/a>Dann ist auch das Chorgest\u00fchl sehenswert, das 1532 von Michael Zey, einem Schreiner in Riedlingen geschaffen wurde.Es ist mit Menschen und Tierk\u00f6pfen verziert und ist 1699 auf die Empore versetzt worden.<\/p>\n<p align=\"left\">In dieser Zeit wirkte Veronika von Rietheim. Sie war von 1520-1551 \u00c4btissin und gab dem Kloster weitgehend sein heutiges Aussehen. Sie wurde 1472 geboren und war die Tochter des Reichsritters Ulrich von Rietheim und der Veronika von Landau.<\/p>\n<p align=\"left\">Sie veranlasste eine Heiligkreuztal-Reimchronik von Bruschius in der auch die Gr\u00fcnderschaft der Grafen von Landau-Gr\u00fcningen erz\u00e4hlt wird, f\u00fcr die es in den Urkunden keine Best\u00e4tigung gibt. Auch die Bilder der Grafen von Landau-Gr\u00fcningen im Kreuzgang des <\/p>\n<p align=\"left\">Klosters wurden unter ihrer Aufsicht angefertigt. Unter ihrer \u00c4gide wurde das hochgotische M\u00fcnster erbaut von dem durch den Uracher Steinmetz und Bildhauer Joseph Schmid, der 1520 die Seitenschiffe und 1532 das Hochschiff einw\u00f6lbte. Kreuzgang, Kapitelsaal <\/p>\n<p align=\"left\">und Refektorium folgten. Im Obergeschoss gab es Raum f\u00fcr Nonnenzellen. 1549 wurde eine Pfisterei mit Staffelgiebeln erbaut. Darin waren M\u00fchle und B\u00e4ckerei. Dank ihrer regen Baut\u00e4tigkeit kann man sie durchaus als zweite Gr\u00fcnderin des Klosters bezeichnen<\/p>\n<p align=\"left\">zumal sie sich auch um die Reformbestrebungen, die in dieser Zeit der Glaubensspaltung in allen beim alten Glauben gebliebenen Kl\u00f6stern lebendig wurde,verdient machte. Siehe dazu den Beitrag \u00fcber Kloster Baindt und Heggbach. Reformation und Bauernkrieg <\/p>\n<p align=\"left\">machten ihre&#160; Aufgabe nicht einfacher. Zwar ging ihr Kloster im Gegensatz zu vielen anderen &#8211; Gutenzell&#160; wurde gepl\u00fcndert,Salem musste die Bauern des Seehaufens verpflegen,Baindt und Weissenau gingen in Flammen auf- relativ unbeschadet aus <\/p>\n<p align=\"left\">dem Bauernkrieg hervor, aber es musste doch durchgestanden werden. \u00c4btissin Veronika starb 1551 .<\/p>\n<p align=\"left\">Anfang des 17. Jahrhunderts lie\u00df \u00c4btissin Anna Stebenhaber das M\u00fcnster ausmalen und fr\u00fchbarock ausstatten. Dann brach der Drei\u00dfigj\u00e4hrige Krieg aus. Nach der Schlacht von Rain am Lech wurde Oberschwaben <\/p>\n<p align=\"left\">Kriegsschauplatz. Ulm wurde St\u00fctzpunkt der schwedischen Armee. Bis zur Niederlage der Schweden bei N\u00f6rdlingen hatten schw\u00e4bische St\u00e4dte und Kl\u00f6ster unter schwedischen \u00dcberf\u00e4llen zu leiden. Auch Heiligkreuztal wurde mehrfach von den Schweden \u00fcberfallen<\/p>\n<p align=\"left\">und ausgepl\u00fcndert. Der Prager Friede von 1634 brachte zun\u00e4chst ruhigere Zeiten. Doch kehrte der Krieg 1643 zur\u00fcck und die Pl\u00fcnderungen setzten aufs neue ein. Heiligkreuztal war auch wieder betroffen. Nach dem Krieg erholte sich das Kloster rasch.<\/p>\n<p align=\"left\">1652 wurde \u00f6stlich des Konventsbaus ein neues \u00c4btissinnenhaus errichtet. 1686 entstand eine Apotheke mit Krankenzimmern. Weitere Verwaltungs-und Wirtschaftsgeb\u00e4ude kamen hinzu.<\/p>\n<p align=\"left\">Eine \u00c4btissin mit langer Amtszeit war Maria Anna von Holzapfel. Sie regierte von 1723-1761. Sie lie\u00df eine Remise errichten, in der die Kutsche der \u00c4btissin untergebracht war. Durch die Hintert\u00fcr kam man in den Pferdestall.1744 lie\u00df sie die Bibliothek und das Archiv <\/p>\n<p align=\"left\">im ehemaligen Sommerrefektorium unterbringen.<\/p>\n<p align=\"left\"><a href=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/image.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; border-bottom: 0px; border-left: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: inline; border-top: 0px; border-right: 0px; padding-top: 0px\" title=\"image\" border=\"0\" alt=\"image\" src=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/image_thumb.jpg\" width=\"196\" height=\"244\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/360px-Heiligkreuztal_Epitaph_Maria_Josepha_Holzapfel_1761.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; border-bottom: 0px; border-left: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: inline; border-top: 0px; border-right: 0px; padding-top: 0px\" title=\"360px-Heiligkreuztal_Epitaph_Maria_Josepha_Holzapfel_1761\" border=\"0\" alt=\"360px-Heiligkreuztal_Epitaph_Maria_Josepha_Holzapfel_1761\" src=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/360px-Heiligkreuztal_Epitaph_Maria_Josepha_Holzapfel_1761_thumb.jpg\" width=\"148\" height=\"244\" \/><\/a><\/p>\n<p align=\"left\">In der Kirche lie\u00df sie eine zweite Orgel errichten. Bei Joseph Anton Feuchtmayr (1696-1770)dem&#160; bekannten Stukkateur und Bildhauer des Rokoko gab sie einen stuckmarmornen Altar in Auftrag. Stuckmayr hat ja auch f\u00fcr Salem gearbeitet.<\/p>\n<p align=\"left\">Der Honigschlecker auf der Birnau z\u00e4hlt zu seinen bekanntesten Werken. Der bauliche Zustand zeugte von der wirtschaftlichen St\u00e4rke des Klosters. Die Klostermauer war fast zwei km lang und umfasste ein Gel\u00e4nde von etwa 16 ha.<\/p>\n<p align=\"left\">Darin waren M\u00fcnster, ein Kornhaus, eine Pfisterei mit M\u00fchle, eine Brauerei, ein Bauhof, eine Ziegelei, der \u201cLange Bau\u201d, der als Viehstall und Scheune diente. Im \u201cVerwaltungsbereich\u201d war ein Amtshaus f\u00fcr den Oberamtmann, ein G\u00e4stehaus,<\/p>\n<p align=\"left\">ein Beichtigerhaus f\u00fcr den Nonnenseelsorger und das \u00c4btissinnenhaus.<\/p>\n<p align=\"left\">Reichsunmittelbar war das Kloster nie geworden. Der Konvent umfasste meist etwa 25 Nonnen, fast alle adliger oder patrizischer Herkunft. Der h\u00f6chste Stand war 1382 mit 125 Nonnen. Bis zur S\u00e4kularisation war es unter \u00f6sterreichischer Landeshoheit.<\/p>\n<p align=\"left\">es geh\u00f6rte zu Vorder\u00f6sterreich,hatte Sitz und Stimme bei den Landst\u00e4nden. Die Steuern entrichtete es in die schw\u00e4bisch-\u00f6sterreichische Kasse. Zu seinem Herrschaftsgebiet z\u00e4hlten acht D\u00f6rfer und Weiler und drei H\u00f6fe. (Heiligkreuztal,Andelfingen, Binzwangen,<\/p>\n<p align=\"left\">Friedingen,Ertingen,Waldhausen, Beuren und Hundersingen. Es hatte 3279 Einwohner und \u00fcbte f\u00fcr Teile seines Herrschaftsgebiets sogar die Blutgerichtsbarkeit aus. Die Vogtei hatten seit 1535 die Grafen bzw. F\u00fcrsten von Hohenzollern inne.<\/p>\n<p align=\"left\">Kurz vor dem Ende des Klosters wurde es nochmals in Kriegswirren gest\u00fcrzt. Die nachrevolution\u00e4ren Kriege hatten 1796 nochmals Oberschwaben voll erfasst. Im Sommer hatten die Franzosen systematisch zur Ern\u00e4hrung und Bezahlung ihrer Armee<\/p>\n<p align=\"left\">die Gegenden S\u00fcdwestdeutschlands hemmungslos ausgepl\u00fcndert. Die kleinen&#160; Staaten des schw\u00e4bischen Reichskreise mussten horrende Kontributionen f\u00fcr die Unterhaltung der Rhein-Mosel-Armee aufbringen. Viele Landesbewohner dienten im Landsturm,<\/p>\n<p align=\"left\">einer Art Miliz. Das Land zwischen Oberrhein und Oberschwaben befand sich im offenen Aufstand gegen die Franzosen. \u00d6sterreichische Truppen lagen bei Ravensburg, der franz\u00f6sisch General Moreau lag im September in Bad Buchau. Am 2. Oktober&#160; kam es <\/p>\n<p align=\"left\">dann zur Schlacht bei Biberach. Die Heiligkreuztaler \u00c4btissin&#160; Maria Bernharda Kohlund war&#160; mit ihren Nonnen auf der Flucht. Nur 8 Jahre sp\u00e4ter kam dann aber das aus f\u00fcr das Kloster.Die Regensburger Reichsdeputation vom August 1802 beendete 650 Jahre <\/p>\n<p align=\"left\">Klostergeschichte. Am 16.Juli 1804 wurde das Kloster Herzog&#160; Friedrich II. von W\u00fcrttemberg \u00fcbergeben, der als Friedrich I. 1806 zum K\u00f6nig aufstieg. Die 36 Nonnen durften zwar im Kloster bleiben, doch wurde ihr kl\u00f6sterliches Leben zunehmend eingeschr\u00e4nkt.<\/p>\n<p align=\"left\">1809 wurde der Chorgesang unterbunden. Das Kloster verwahrloste. Die letzte \u00c4btissin verstarb 1822. 1843 verlie\u00dfen die letzten Schwestern Heiligkreuztal 1972 erwirbt die 1948 von Alfred Lange in Aulendorf gegr\u00fcndete Stefanusgemeinschaft&#160; Kloster <\/p>\n<p align=\"left\">Heiligkreuztal.Die Gemeinschaft nahm umfassende Renovierungs-und Umbauarbeiten vor und richtete eine St\u00e4tte f\u00fcr religi\u00f6se und wissenschaftliche Tagungen ein. Das Land restaurierte das \u00c4u\u00dfere der ehemaligen Abteikirche.<\/p>\n<p align=\"left\">Heute pr\u00e4sentiert sich in Heiligkreuztal eine bestens erhaltene Vierfl\u00fcgelanlage mit Klosterkirche, den ehemaligen Amtsh\u00e4usern und Wirtschaftsh\u00e4usern. Sie spiegelt das Klosterbauschema der Zisterzienser , aber auch den Herrschaftsanspruch der Barockzeit <\/p>\n<p align=\"left\">wider.<\/p>\n<p align=\"center\"><a href=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/lmzunbekannt1_jpg_240572.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; border-bottom: 0px; border-left: 0px; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: inline; border-top: 0px; border-right: 0px; padding-top: 0px\" title=\"lmzunbekannt1_jpg_240572\" border=\"0\" alt=\"lmzunbekannt1_jpg_240572\" src=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/lmzunbekannt1_jpg_240572_thumb.jpg\" width=\"204\" height=\"136\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#160; Um 1140 lebte in dem Dorf Altheim eine Beginengesellschaft, wegen ihres Habits auch \u201cGraue Schwestern\u201d genannt. Das \u201cGrosse vollst\u00e4ndige Reallexikon aller Wissenschaften und K\u00fcnste\u201d von 1733 gibt sogar an, dass dort 60 Nonnen gelebt h\u00e4tten. Andere Quellen erz\u00e4hlen auch, dass die Frauen unter Kriegswirren gelitten h\u00e4tten. Deshalb wandte sich diese Gesellschaft&#160; nun an den [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[22],"tags":[],"class_list":["post-2048","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kloster-in-baden-wurttemberg"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2048","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2048"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2048\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2049,"href":"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2048\/revisions\/2049"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2048"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2048"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2048"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}