{"id":1677,"date":"2011-06-14T14:11:31","date_gmt":"2011-06-14T14:11:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/?p=1677"},"modified":"2011-06-14T14:12:15","modified_gmt":"2011-06-14T14:12:15","slug":"kloster-peterhausen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/?p=1677","title":{"rendered":"Kloster Peterhausen"},"content":{"rendered":"<p align=\"justify\">&#160;<\/p>\n<p align=\"justify\">Gebhard II. wurde am 7. August 949 in Bregenz als Sohn des Grafen Ulrich VI. geboren. Er stammt aus der Familie der Udalrichinger, die vor allem am Bodensee beg\u00fctert war. Seine Mutter Dietpurg verstarb bei seiner Geburt. Er kam an die Domschule von Konstanz. Von seinem Onkel Konrad aus der Familie der Welfen, wurde er zum Priester geweiht. Als Konrads&#160; Nachfolger Gaminolf 979 starb, wurde Gebhard von Otto II. (955-983) zum Bischof von Konstanz ernannt. Konstanz war damals die gr\u00f6\u00dfte Di\u00f6zese Deutschlands. Gebhard hatte ein reiches Erbe und&#160; 983 stiftete er das Kloster Petershausen und stattete es mit seinen Erbg\u00fctern aus. Zuvor hatte er ein Grundst\u00fcck auf dem rechten Rheinufer Konstanz gegen\u00fcber mit der Abtei Reichenau getauscht. Dort lie\u00df er sein Kloster errichten. Die N\u00e4he zum Konstanzer M\u00fcnster,<\/p>\n<p align=\"justify\"><a href=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/220pxGebhard_Fugel_Grundsteinlegung_Petershausen.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-right-width: 0px; display: block; float: none; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; margin-left: auto; border-left-width: 0px; margin-right: auto\" title=\"220px-Gebhard_Fugel_Grundsteinlegung_Petershausen\" border=\"0\" alt=\"220px-Gebhard_Fugel_Grundsteinlegung_Petershausen\" src=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/220pxGebhard_Fugel_Grundsteinlegung_Petershausen_thumb.jpg\" width=\"160\" height=\"244\" \/><\/a>&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160; Bischof Gebhard bei der Grundsteinlegung des Klosters Petershausen <\/p>\n<p align=\"justify\">&#160;<\/p>\n<p align=\"justify\">also zur Bischofskirche, unterstreicht die Bedeutung der Neugr\u00fcndung als bisch\u00f6fliches Eigenkloster. Das Kloster wird mit M\u00f6nchen aus Einsiedeln besetzt, einer benediktinischen Reformgr\u00fcndung aus dem Jahr 934. Der erste Abt ist Periger-Bezelin. 983 werden die ersten Klosterbauten errichtet. Die Kirche wird dem Petersdom in Rom nachempfunden. Daher stammt auch der der lateinische Name Petri domus. 989 erh\u00e4lt Gebhard vom Papst selbst ausgesuchte Reliquien, darunter das Haupt Gregors des Gro\u00dfen. 992 wird die Kirche zu Ehren Papst Gregors des Gro\u00dfen geweiht. Nach dem Tod Gebhards am 27. August 995 (wahrscheinlicher 996) wird der verstorbene Bischof in der Klosterkirche beigesetzt.1134 wird er heilig gesprochen. <\/p>\n<p align=\"justify\"><a href=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/110pxMerazhofen_Pfarrkirche_Chorgesthl_rechts_Gebhard.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-right-width: 0px; display: block; float: none; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; margin-left: auto; border-left-width: 0px; margin-right: auto\" title=\"110px-Merazhofen_Pfarrkirche_Chorgest\u00fchl_rechts_Gebhard\" border=\"0\" alt=\"110px-Merazhofen_Pfarrkirche_Chorgest\u00fchl_rechts_Gebhard\" src=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/110pxMerazhofen_Pfarrkirche_Chorgesthl_rechts_Gebhard_thumb.jpg\" width=\"114\" height=\"141\" \/><\/a> <\/p>\n<p align=\"justify\">Auf Bitten Ottos III. (980-1002) und des Konstanzer Bischof Lamberts (995-1018) nimmt Papst Gregor V. (Papst von 996-999) am 24. Mai 996 das Kloster Petershausen unter den p\u00e4pstlichen Schutz, best\u00e4tigt alle erworbenen und geschenkten Besitzungen, besonders das Gut Dussnang und Oberwangen im Thurgau und verleiht das Recht der freien Abts-und Vogtswahl.<\/p>\n<p align=\"justify\">Im 11. Jahrhundert kam es in vielen Benediktinerabteien zu gewissen Verfallserscheinungen, die im Zeichen des Investiturstreits noch zunahmen. Einflussnahme von weltlichen Herren, territorialen Bisch\u00f6fen, Simonie, Missachtung der Ordensregelung und spiritueller Verarmung waren die Ph\u00e4nomene. Eine Reformbewegung ausgehend vom Kloster Cluny in Burgund versuchte dem entgegen zu steuern. Im Bodenseeraum wirkte das Kloster Hirsau vermittelnd f\u00fcr die Reformideen. Petershausen war von diesen Verfallserscheinungen nicht verschont geblieben. Bischof Gebhard III. (1084-1110) war ein prominenter Gegner Kaiser Heinrichs IV. im Investiturstreit. Er kam aus der Familie der Z\u00e4hringer. Unter Abt Wilhelm von Hirsau war er ins dortige Kloster eingetreten. Er holte 1086 M\u00f6nche aus Hirsau nach Petershausen. Abt Theoderich (1086-1116) konnte das Kloster reformieren und sogar M\u00f6nche an andere Kl\u00f6ster abgeben. Die St\u00e4rke der Abtei zeigte sich , dass sie nun Filialgr\u00fcndungen vornehmen konnte. Kloster Neresheim wurde 1095 mit M\u00f6nchen aus Petershausen und Zweifalten gegr\u00fcndet. Kloster Fischingen wurde 1138 vom Konstanzer Bischof Ulrich gegr\u00fcndet und Petershausener M\u00f6nchen besiedelt. Theoderich reformierte auch das Kloster Wagenhausen. Allerdings wurde die Abtei nun auch in die Auseinandersetzungen zwischen K\u00f6nig und Bischof verwickelt. Gegen den papsttreuen Gebhard wurde mit Arnold von Heiligenberg ein kaiserlich gesinnter Gegenbischof eingesetzt und Gebhard wurde f\u00fcr zwei Jahre von seinem Bischofsstuhl vertrieben. Auch Theoderich musste mit einem Teil seiner M\u00f6nche ins Kloster Kastl in der Oberpfalz ausweichen. Dieses Kloster war unter Mitwirkung von Bischof Gebhard durch seine Schwester, die Markgr\u00e4fin Luitgard von Z\u00e4hringen, gegr\u00fcndet worden. Theoderich war dann auch der erste Abt von Kastl, konnte aber wieder nach Petershausen zur\u00fcckkehren, als Bischof Gebhard wieder in sein Amt eingesetzt wurde.<\/p>\n<p align=\"justify\">Auf Einladung Graf Ulrichs X. von Bregenz, aus dessen Familie ja auch der Petrshausener Klostergr\u00fcnder Bischof Gebhard stammt, schickte Abt Theoderich M\u00f6nche nach Andelsbuch in den Bregenzer Wald. Dort lie\u00df er eine Petrus-Kircheund eine Klausur aus Holz bauen. Zu ihrem Vorsteher ernannte er Meinrad. Sie blieben zun\u00e4chst dort und konnten auch neue Br\u00fcder gewinnen.Wegen der Abgelegenheit des Ortes, des langen Weges und der Schwierigkeit der Lebensmittelversorgung, \u00fcberlegten sie aber, die Zelle nach Bregenz zu verlegen. Der Bau neben der Pfarrkirche von Begrenz und die Eink\u00fcnfte der Kirche daf\u00fcr zu verwenden, die zur H\u00e4lfte Graf Ulrich geh\u00f6rten, scheiterte am Einspruch des Grafen Ludwig von Pfullendorf, dem die andere H\u00e4lfte des Kirchensatzes geh\u00f6rte. Schlie\u00dflich wurde am See ein geeigneter Platz gefunden und dort Kloster und Kirche St. Peter in der Au gebaut. Es gab dann z\u00e4he Verhandlungen um die Losl\u00f6sung vom Mutterkloster beziehungsweise um die \u00dcbergabe als Hauskloster an die Grafenfamilie. Die Chronik des Kloster Petershausen, die um 1150 von einem anonymen M\u00f6nch verfasst worden ist, berichtet ausf\u00fchrlich von diesen Vorg\u00e4ngen.<\/p>\n<p align=\"justify\">1097 wird die Kirche geweiht.<\/p>\n<p align=\"justify\">Petershausen geh\u00f6rt zum Hirsauer Klosterverband, zu dem im Bodenseeraum Weingarten, Isny, Schaffhausen und Petershausen mit seiner Tochtergr\u00fcndung Mehrerau geh\u00f6rten.<\/p>\n<p align=\"justify\">Ein H\u00f6hepunkt im Klosterleben war die Erhebung der Gebeine des Gr\u00fcnders Gebhards II. und ihre Beisetzung im Altar der Klosterkirche. Das kam einer Heiligsprechung gleich und das Patronat Gregors des Gro\u00dfen verblasste neben der Person des nun Heiligen Gebhards. 1159 brannte die Abtei ab und wurde von 1162-1180 neu erbaut und sp\u00e4ter mehrmals erweitert.<\/p>\n<p align=\"justify\">Am 14. Juni 1214 nimmt Friedrich II.(1212-1250) das Kloster Petershausen in seinen besonderen Schutz. Unter ihm wird die Abtei auch reichsfrei. Heinrich VII. best\u00e4tigt am 17. Oktober 1312 alle Privilegien, die Friedrich II. dem Kloster erteilt hat.<\/p>\n<p align=\"justify\"><a href=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/120pxKloster_Petershausen.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-right-width: 0px; display: block; float: none; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; margin-left: auto; border-left-width: 0px; margin-right: auto\" title=\"120px-Kloster_Petershausen\" border=\"0\" alt=\"120px-Kloster_Petershausen\" src=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/120pxKloster_Petershausen_thumb.jpg\" width=\"124\" height=\"106\" \/><\/a><\/p>\n<p>&#160;<\/p>\n<p align=\"justify\">Auch p\u00e4pstliche Privilegien konnte sich das Kloster sichern. So gew\u00e4hrte&#160; Innozenz IV. (1243-1254) auf F\u00fcrsprache der \u00c4bte von Sankt Gallen und Reichenau dem Kloster das Privileg, auf p\u00e4pstliche Provision hin keine Pfr\u00fcnde verleihen zu m\u00fcssen. 1292-1321 war Diethelm von Kastel Abt in Petershausen. Ab 1306 verwaltete er das Amt in Doppelfunktion mit dem Abtssitz von Reichenau. Dort war er von 1306-1341 Abt.<\/p>\n<p align=\"justify\">Eine Hochzeit erlebte das Kloster in der Zeit des Konstanzer Konzils 1413-1418.<\/p>\n<p align=\"justify\"><a href=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/Konzil_Konstanz3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-right-width: 0px; display: block; float: none; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; margin-left: auto; border-left-width: 0px; margin-right: auto\" title=\"Konzil_Konstanz3\" border=\"0\" alt=\"Konzil_Konstanz3\" src=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/Konzil_Konstanz3_thumb.jpg\" width=\"244\" height=\"185\" \/><\/a>Kaiser Sigismund, auf dessen Betreiben das Konzil einberufen worden war, weilte w\u00e4hrend des Konzils als Gast im Kloster. Dem Abt Johann III. Frei (1395-1425) verlieh Papst Johannes XXIII., der auf dem Konzil abgesetzt wurde, das Recht, die <\/p>\n<p align=\"justify\">Pontifikalien zu tragen. Auch das Provinzialkapitel der Ordenprovinz Mainz-Bamberg trat in Petershausen w\u00e4hrend des Konzils zusammen und zwar am 28. Februar 1417. Von der Versammlung der \u00c4bte gingen wichtige Reformanst\u00f6\u00dfe f\u00fcr das benediktinische M\u00f6nchstum aus. Die Benediktinerregel sollte wieder voll beachtet werden.<\/p>\n<p align=\"justify\">1489\/90 regierte Abt Martin Br\u00fclin. Er brachte das Kloster allerdings an den Rand des Ruins. 1495 konnte ihn der Bischof von Konstanz und das Domkapitel dazu bewegen, sich f\u00fcr 15 Jahre auf die Petershausener Propstei R\u00f6tsee zur\u00fcckzuziehen, wo Abt Theoderich zwischen 1111 und 1116 die Kapelle R\u00f6tsee mit allem Zubeh\u00f6r f\u00fcr 8 Mark Silber vom Konstanzer Bischof Ulrich erworben hatte.<\/p>\n<p align=\"justify\">F\u00fcr das Kloster waren Administratoren eingesetzt worden, die sich um die Sanierung des Klosters k\u00fcmmerten.<\/p>\n<p align=\"justify\">Auch die Stadt Konstanz&#160; versuchte im 15. Jahrhundert vergeblich, die Herrschaft \u00fcber das Kloster zu gewinnen. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts versuchte vor allem der Bischof, sich die Abtei einzuverleiben, das durch die Reformation in eine geradezu desolate Finanzlage geraten war. Es gelang zwar das Augustinerchorherrenstift&#160; und das Kloster Reichenau in das Bistum zu inkorpieren,<\/p>\n<p align=\"justify\">nicht aber das Kloster Petershausen.<\/p>\n<p align=\"justify\">Johannes Merk (1495-1425), der Nachfolger von Abt Martin Br\u00fclin konnte die Abtei wieder konsolidieren. 1525 wurde in Konstanz unter Johannes Zwick und Ambrosius Blarer die Reformation eingef\u00fchrt. Der Rat ging ziemlich rigoros gegen die Altgl\u00e4ubigen vor. Von den M\u00f6nchen verlangte er einen Treueid, um ihnen B\u00fcrgerpflichten, also auch Steuern aufzuerlegen. Der Abt Gebhart Dornsperger suchte 1528 Schutz in \u00dcberlingen. Dorthin war auch das Klosterarchiv und der Kirchenschatz verlegt worden. 1530 kam es zum Bildersturm, bei dem die Reliquien vom Klostergr\u00fcnder Bischof Gebhard in den Rhein geworfen wurden. 1548 wurde Konstanz in Augsburg in die Acht getan. Ferdinand von Habsburg, der Bruder Kaiser Karl V. marschierte mit \u00f6sterreichischen Truppen in Konstanz ein, die Stadt wurde zur Rekatholisierung gezwungen. Das Kloster allerdings war von den \u00f6sterreichischen Truppen gepl\u00fcndert worden. Erst 1556 kehrten der Konvent und der Abt in das zerst\u00f6rte Klostergeb\u00e4ude zur\u00fcck.<\/p>\n<p align=\"justify\"><a href=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/220pxPetershausen_1627.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-right-width: 0px; display: block; float: none; border-top-width: 0px; border-bottom-width: 0px; margin-left: auto; border-left-width: 0px; margin-right: auto\" title=\"220px-Petershausen_1627\" border=\"0\" alt=\"220px-Petershausen_1627\" src=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/220pxPetershausen_1627_thumb.jpg\" width=\"224\" height=\"130\" \/><\/a><\/p>\n<p align=\"justify\">Der Augsburger Religionsfriede von 1555 erm\u00f6glichte ein rechtlich geregeltes Nebeneinander der Konfessionen. Bis zum Ausbruch des Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieges war ein juristisch-politischer Modus der konfessionellen Koexistenz gefunden.<\/p>\n<p align=\"justify\">Auch der zusammenhalt der Kl\u00f6ster hatte sich gefestigt. Eine gewisse katalysatorische Wirkung dazu hatte der Bauernkrieg von 1525 gehabt, unter dem ja fast alle schw\u00e4bischen Kl\u00f6ster zu leiden hatten. Dann waren die Pr\u00e4laten ja auch Verb\u00fcndete der Habsburger gegen die Ausbreitung der Reformation in S\u00fcddeutschland. Einige oberschw\u00e4bische Kl\u00f6ster fanden sich schon seit 1425 zu regelm\u00e4\u00dfigen Versammlungen zusammen. Daraus entwickelte sich das schw\u00e4bische Reichspr\u00e4latenkollegium. Die institutionelle Entwicklung war 1575 abgeschlossen, als in diesem Jahr erstmals ein Direktor f\u00fcr das Kollegium gew\u00e4hlt wurde. In diesem Jahr trat unter Abt Christoph Funk (1556-1580) auch die Abte dem Pr\u00e4latenkollegium bei, nach dem die Auseinandersetzungen mit Bischof und Reichsstadt Konstanz um die Selbstst\u00e4ndigkeit der Abtei abgeschlossen waren.<\/p>\n<p align=\"justify\">Die Pr\u00e4laten hatten eine Stimme auf dem immerw\u00e4hrenden Reichstag. Zu interst\u00e4ndischen Aussch\u00fcssen durften sie einen Gesandten schicken und mit dem jeweiligen Abt von Weingarten hatten sie einen festen Vertreter bei den Reichsdeputationstagen.<\/p>\n<p align=\"justify\">Abt Christoph Funk wurde durch en p\u00e4pstlichen Nuntius in S\u00fcddeutschland, Feliciano Ninguarda, 1580 dazu gebracht, zu resignieren. Unter seinem Nachfolger Andreas II. \u00d6xlin (1581-1705) erfolgte die Vereinigung mit der Abtei St. Georgen in Stein am Rhein&#160; die 1525 durch ihren letzten Abt wegen der Reformation in Stein am Rheins\u00e4kularisiert wurde. Die verbliebenen M\u00f6nche lebten unter ihrem Abt Martin Geiger auf Burg Steinegg im Thurgau. Auch die Propstei Klingenzell, die dem Kloster St. Georgen geh\u00f6rt hatte und die im Gegensatz zur Mutterabtei nicht aufgehoben worden war, wurde nun dem Kloster Petershausen inkorporiert.<\/p>\n<p>1603 gr\u00fcndeten die Kl\u00f6ster Weingarten,&#160; Petershausen, Ochsenhausen, Zwiefalten, Wiblingen, Mehrerau und Isny die Oberschw\u00e4bische Benediktinerkongregation, f\u00fcr die sie am 16. August 1603 die p\u00e4pstliche Approbation erhielten. Zum ersten Pr\u00e4ses wurde Abt Wegelin vom Kloster Weingarten&#160; am 24. September 1604 gew\u00e4hlt. Zum Visitator von Weingarten wurde der Abt von Petershausen bestellt. Ziel war die Erneuerung der Ordensdisziplin und die Vereinheitlichung des m\u00f6nchischen Lebens. Am 24 M\u00e4rz 1782 ordnete Kaiser Josef II. den austritt der vorder\u00f6sterreichischen Kl\u00f6ster an.<\/p>\n<p>Mit der S\u00e4kularisation von 1803 endete die Kongregation.<\/p>\n<p>Im Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg wird Konstanz 1633 von den Schweden unter General Horn 24 Tage belagert, aber nicht eingenommen. Die Stadt Konstanz forderte vom Kloster Steuern f\u00fcr die Festungsbauten, was dem Kloster nat\u00fcrlich auch zu schaffen machte.<\/p>\n<p>Nach dem Krieg erlebte das Kloster nochmals einen Aufschwung, nicht zuletzt dank der Gegenreformation. Es wurden Vertr\u00e4ge mit den St\u00e4dten Konstanz und \u00dcberlingen und der Deutschordenskommende Mainau werden geschlossen.<\/p>\n<p>Es gibt noch hochfliegende Pl\u00e4ne zu einem barocken Klosterneubau, aber die S\u00e4kularisation 1802 macht dem allem ein Ende. Das Kloster f\u00e4llt an die Markgrafschaft Baden. Die Abteigeb\u00e4ude dienten den S\u00f6hnen des Markgrafen Karl Friedrich von Baden zun\u00e4chst als Wohnsitz. Die Klosterbibliothek wurde von der universit\u00e4t Heidelberg gekauft und dorthin \u00fcberf\u00fchrt.<\/p>\n<p>Seit 1992 beherbergen&#160; die Klosterbauten die Au\u00dfenstelle des Arch\u00e4ologischen Landesmuseums Baden-W\u00fcrttemberg.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/220pxBoeck_Petershausen.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-bottom: 0px; border-left: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; border-top: 0px; margin-right: auto; border-right: 0px\" title=\"220px-Boeck_Petershausen\" border=\"0\" alt=\"220px-Boeck_Petershausen\" src=\"http:\/\/www.transtrend.de\/franzkarl\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/220pxBoeck_Petershausen_thumb.jpg\" width=\"224\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#160; Gebhard II. wurde am 7. August 949 in Bregenz als Sohn des Grafen Ulrich VI. geboren. 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